btt Ntyur irg :ott«R ^^MUbatt^ Mrit. urtjer au e 11. Neu auf Lose '/( of« «»,-Wärt ei;» le rflfcit tel zehntel 0 3,30 'kteur.__sw Wm /Kieme -• ,e Buchhandlu«g i zur 1. Klaffe WM HW M«' 6.50, 'k M 33, äMlkr •ein« Verlos'"'« Turn'18 *' I„ «*■- lpeH»r I jjjtfS««** Sl. Nr. L88 Zweites Blatt Dienstag den 19. December 1898 Gießener Anzeiger General -Anzeiger Äeaelme »en Anzeigen zu der nachmittags für de» getlteira tag erscheinenden Nummer bi» »arm. 10 Uhr. Atezugspreis vierteljährlich ' 2 Mart 20 Pfg - monatlich 75 Pfg, mit Bringcrloh». Alle Anzrigen.BermittlungSfiellen de» In« und AuSlawdM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tnlgeg*. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Erfchetul ttgNch nut Ausnahme de» Montag». Die Gießener werden de« Anzeiger kwöchmtlich viermal brißelegt. Anrts- unb Anzeigeblcrtt für den Ttveis Gietzen. Redoktion, Expedition und Druckerei: A4»kgraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener FamMenblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische DotKsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieß«. Fernsprecher Nr. 51. *Die Mafia. Gießen, 18. Dezember 1899. Wenn wir in vergilbten Kalendern vom Schinderhannes lesen und von seinen Thaten oder in blutrünstigen Schilderungen zurückgeführt werden in jene anmutigen Zeiten, da man „den Lindenschmidt reiten sah auf einem hohen Rosse", bis ihm, wie cs in „Des Knaben Wunderhorn" gar rührsam erzählt wird, „zu Baden in der werten Stadt mußte das Haupt abspringen", so wird Einem gar herrlich zu Muthe, daß unter dem wärmenden Strahl der Kultur unseres Jahrhunderts nicht mehr so schreckliches gedeihen kann. Wenn man dann freilich einmal die Memoiren des Pariser Polizeichefs Goron liest oder sich in die statistischen Berichte vertieft, die in nüchternen Zahlen von der steten Zunahme der Gewalt- und Rohheitsverbrechen erzählen, so wird das Triumphgefühl gewaltig gedämpft. Und wenn man jetzt den Mailänder Prozeß gegen die Mörder des Patriziers Notarbartolo aus Palermo verfolgt, wenn man an seinem Geiste die Bilder vorüberziehen läßt, die von Brand und Mord, von Betrug und Fälschung, ebenso wie von der Korruption der höchsten staatlichen Behörden erzählen, so wird die Genugthuung durch einen starken Zweifel daran verdrängt, ob in der That das heutige Europa das Recht besitzt, der Vergangenheit mit pharisäischem Hochmut zu gedenken. Jener Mailänder Prozeß leuchtet keineswegs hinein in die Zustände eines jener Länder am Balkan, die, durch Jahrhunderte seufzend unter der kulturfeindlichen Herrschaft der Türken, für ihre gehemmte Entwickelung reiche Entschuldigung finden. Wenn Albanesen und Montenegriner sich gegenseitig die Köpfe abschneiden, oder wenn in den verschwiegenen Thälern des makedonischen Berglandes die Blutrache wütet, so tragen die Kulturnebel Halbasiens daran die Schuld. Aber nach Neapels blühendem Golf, nach Tassos grünem Sorrent und hinab zu des Aetna schneeigem Gipfel ziehen alljährlich tausende und abertausende, sich an dem nie sterbenden Frühling der Fluren zu freuen, in den Erinnerungen ungeheurer Größe zu leben. Tempel und Steine erzählen die Geschichte uralter Kultur. Aber in dem Lande, auf dessen Fluren der Frühling niemals stirbt, hat Kampf und Zwietracht gewütet seit Berengars Tagen, und die siegreiche Macht, die sich im Papsttum verkörperte, besaß nicht die Kraft, das Land aus dem politischen Elend zur vollen Entwickelung seiner Kraft zu führen. Der Wahlspruch des Cesare Balbo „l’Italia farä. da se“ — ..Italien wird aus eigener Kraft erstehen" — fand in der Geschichte keine Rechtfertigung, französische und deutsche Waffen haben dem Lande die Unabhängigkeit erkämpft. Und noch heute bestehen Reste aus alten Zeiten, lebendige Zeugen, daß es der stolzen und sympatischen Nation an jener rücksichtslosen und starken Energie gebricht, die einst in dem Römer- tum webte, und wenn auch der Norden des Landes Kraft gewinnt aus der Berührung mit den benachbarten Nationen, so bildet der Typus des Südens doch immer noch der Lazzarone von Neapel und der Mafiose von Palermo. Und wie eine schauerliche Mär aus den verschollenen Tagen des Mittelalters mutet uns an, was der Gerichtstag von Mailand enthüllt und was in erreaten Verhandlungen der Kammer Bestätigung findet. In seinem Koupee im Eisenbahnwaggon, in einem Zuge mit durchgehenden Wagen, wird vor Jahr und Tag Notarbartolo, ein vornehmer und angesehener Beamter aus Palermo, ermordet. Zwei Diener weilen im Nebenkoupee, Zugführer und Schaffner kontrollieren den Zug, in den Gängen halten sich Reisende auf. Der Ermordete war ein kräftiger Mann, der sich, als die Mörder sich auf ihn warfen, entschlossen zur Wehre setzte, er kämpfte ja um sein Leben. Aber niemand vernimmt den Lärm, niemand bemerkt eS, wie der Leichnam durch das Fenster gezwängt und auf die Strecke geworfen wird. Niemand bemerkt es, denn niemand wagt es zu bemerken. Zehn, zwanzig Zeugen sind vorhanden, die Kinder auf der Straße weisen mit den Fingern auf die Mörder und von Ohr zu Ohr flüstert man sich den Namen des Anstifters zu. Auch die Gerichte untersuchen den Fall, sie entwickeln eine fieberhafte Thätigkeit, sie verhaften Schuldige und Unschuldige, aber Schuldige und Unschuldige werden entlassen, man findet keine Beweise. Und man findet auch keine Beweise für zehn oder zwanzig andere Mordthaten, die in Palermo begangen wurden, und wenn ein eifriger Untersuchungsrichter erdrückendes Material sammelt und zu entschlossenem Vorgehen sich anschickt, dann verschwindet das Material und die obersten Gerichtshöfe unterdrücken schweigend die Untersuchung. Ein aktiver Minister, General Mirri, hat vor den Mailänder Richtern erklärt, daß selbst der Chef des Kassationshofes unter jenem unheimlichen Einfluß stand, der die Nolle des Regisseurs in all diesen Dingen übernahm, daß selbst frühere Justizminister sich diesem Einfluß nicht zu entziehen vermochten und darum haben Mailänder Geschworene, Männer, die fernab stehen von dem Herde jener Verbrechen, jetzt das Urteil zu fällen, und an einer Stätte, die nur schwer zu erreichen ist für die Messer und das Gift der Mafiosi, legen die Vorgeladenen ihr Zeugnis ab. Vor dreiundzwanzig Jahren hat Nicotera den letzten energischen Versuch gemacht, die „Giovani d’onore“, die „jungen Ehemänner" der Mafia auszurotten. Der Versuch ist mißlungen. Jener unheimliche Bund, der unter der Herrschaft der Bourbonen zur Allmacht gelangte, den noch Ferdinand der Erste benutzte, um die Revolution zu bekämpfen, besteht noch heute in aller Macht, und noch heute scheut sich vor ihm das Volk vom höchsten bis zum niedersten mehr, als vor allen Gewalten des Staates. Es ist der wildeste Terrorismus, den dieser Bund ausübt. Wer immer es wagt, gegen einen der Mafiosi eine Schuldforderung geltend zu machen oder vor Gericht irgend ein Recht zu fordern, der verfällt dem Dolche der „Malandrini" jener in Verbrechen erprobten Gesellen, die auf einen Wink ihrer Oberen hin und in der Gewißheit, von diesen Oberen geschützt zu werden, den Gezeichneten niederstoßen. Notar - bartola aber hatte es gewagt, einen Zipfel von dem Schleier zu heben, der über der korrumpierenden Thätigkeit der Mafia ruhte, er hat in klaren und überzeugendem Schriftstücken an die Regierung zu Rom berichtet, welch ungeheuerliche Unterschleife in den provinzialen und städtischen Banken vorgenommen würden, er hat auch auf den Leiter der Mafia als den Urheber zahlloser Verbrechen gewiesen; als aber der Deputierte Rossi in ber Kammer ein energisches Einschreiten forderte, da erniderte- Rudini gelassen, zu solchen Maßregeln sei die Zeit nicht geeignet, und in seinem Eisenbahnwagen wurde Notarbartolo von den Dolchen der Mörder zerfleischt. Der Urheber aber des Mordes, Raffaele Palizzolo, wurde Deputierter seiner Vaterstadt, und vor kaum zwei Jahren machte ihn Graf Rudini zum Großoffizier des Ordens der „Corona d’Italia.“ Jetzt endlich, nach langem Harren und Bangen, ist man zur That übergegangen. Die Regierung hat von der Kammer die Genehmigung zur Verhaftung ihres Mitgliedes Palizzolo erhalten, und der mächtigste Mann Siziliens, vor dem eben noch das ganze Land erzitterte, befindet sich hinter eisernen Gittern. Es ist bezeichnend genug, daß man während der mehrstündigen, durch die Erledigung von Formularien gebotenen Beratung der Volksvertretung jede telegraphische Verbindung mit Sizilien abschnitt, um dem im Kreise seiner Genossen sich in voller Sicherheit Wähnenden nicht die Möglichkeit zu Gegenmaßregeln zu gewähren. Und bezeichnend ist es auch, daß der Brigant Fontana, der die Mordbefehle- seines Chefs gehorsam ausführte, erst nach langem Suchen entdeckt werden konnte auf den Besitzungen eines der reichsten Grundbesitzer aus fürstlichem Geschlecht, lieber die beiden Gefährten schrieb kürzlich ein angesehenes, römisches Blatt: „Den Abgeordneten Palizzolo, der heute um Haupteslänge über die anderen Schelme hervorragt und gegen den keine Beschuldigung erhoben wird, die nicht glaubhaft erscheint, umgiebt eine ganze wilde Rotte von Schalksknechten. Zu ihr gehört der Wicht Fontana, gehören Polizeibeamte, Richter, politische Persönlichkeiten, die ihm mehr oder weniger Dienste geleistet oder Dienste empfangen haben zum Zwecke von Ungerechtigkeiten und verbrecherischen Umtrieben jeglicher Art. Es muß alles ans Licht kommen, alle Anstrengungen müssen darauf gerichtet sein, daß nichts im Dunklen bleibe." Aber wird in der That alles ans Licht kommen? Die Zeugen wagen nicht zu sprechen und die Beweisstücke werden auch jetzt verschwinden, wie zuvor. Palizzolo ist verhaftet und Fontana gefangen. Aber der Fürst Mirto, der den einen verbarg, und jene unzähligen anderen, die dem anderen halfen, sind noch auf freien Füßen. Und ihre Macht reicht weit, und ihr Vorgehen wird rücksichtslos und gewissenlos sein, schon weil die Not sie zwingt, weil ihren eigenen Verbrechen die Enthüllung droht. hatte er durchzumachen mit den Schwarzen, die ihm das Vieh raubten, wenn die Zucht eben gelungen war. Doch stets nur in Notwehr, niemals als Angreifer, sind sie gegen dieselben vorgegangen. Es soll nicht geleugnet werden, daß die Buren die Schwarzen, die sie sich als Sklaven unter» zuordnen verstanden, möglicherweise hin und wieder schlecht behandelt haben, aber im Großen und Ganzen kann von Mißhandlung geleugnet werden, daß die Buren die Schwarzen, die sie sich als Sklaven gekauft, die sie auch heute noch nicht als ebenbürtige Rasse anerkennen. Der Bure kann seine Sklaven liebreich behandeln, er hält sie jedoch stets nur für ein Geschöpf, eine Kreatur, die weit unter ihm steht. Unter holländischem Schutz befanden sich die als Kolonisten in Südafrika ansässigen Buren bis zum Jahre 1796. Dann eroberte England Capstadt und gründete eine englische Kolonie, die es dann wieder verlor, um 1806 die englische Capkolonie, von der aus sich England im Laufe dieses Jahrhunderts immer weiter ausbreitete, zu gründen. Einige Episoden der ganzen Entwickelung mögen hier von Interesse sein. . . Vom Jahre 1806 bis 1833 herrschte ein fortwährender Kampf der Engländer mit den Burenelementen, da die Engländer stets für die Schwarzen eintraten. Die Engländer gaben diesen volles Stimm- und Bürgerrecht, ja, heute sogar noch befinden sich Schwarze im Parlament der Eapkolome. FeuMetiM. Die kukimelle Aedenlung der Auren. Herr Staatsrat Professor Dr. v. Dettingen, der bekanntlich erst kürzlich längere Zeit wieder in Transvaal sich aufgehallen hat und die dortigen Verhältnisse vorzüglich kennt, hielt am Dienstagabend in der „Elektrotechnischen Gesellschaft in Leipzig" einen interessanten Vortrag über die kulturelle Bedeutung der Buren, dem wir folgendes cnt- nC^m£)ic Kriegsfackel lodert hell, und allseitig lebhaftes Interesse wird dem Volke entgegengebracht, das mehr als 200 Jahre die Schollen emsig bebaut im steten Kampf mit feindlichen Riesenmächten. Ein solches Volk hat — so fuhr Redner fort — das Recht, Kulturtxäger genannt zu werden und daher ist das Thema meines Vortrages die kulturelle Bedeutung der Buren. . „ _ Dort unten das Volk niederdeutschen Stammes, es hatte s. Z. eine schwere Arbeit als Pionier zu verrichten. Es hat einen heftigen Kampf durchzumachen mit der Natur, der es alle Kräfte abringen mußte. Eine elende, ode Wüste war das Land, schreckliche Dürre oder eme Flat von Regen oder große Heuschreckenschwärme sind die Plagen des Landes. Hiermit hat der Bure jedoch nicht nur allein zu kämpfen, sondern hauptsächlich mit den Mitmenschen. Viele Kämpfe 1833 fällt die Aufhebung der Sklaverei. Die sämtlichen Sklaven wurden auf nur drei Millionen Pfund Sterling geschätzt, das Parlament beschloß, den Besitzern derselben ein Dritteil der Summe zu geben, in Wahrheit erhielten diese jedoch ganz bedeutend weniger. Die Enttäuschung der Buren war außerordentlich groß, die Folge hiervon war der Anfang der ersten großen Pionierzüge, die in den Jahren 1835 bis 1838 nach Norden und Osten zu unternommen wurden. Dem Befehl, zurückzukehren, da englische Unter- thanen kein Recht hätten, eigene Staaten zu gründen, leisteten 10,000 Buren nicht Folge. Mancherlei Angriffe mußten diese aushalten, drei Republiken wurden von Pretonus begründet, die 1852 unter dem Namen Transvaal vereinigt wurden und neben dem Oranje-Freistaat bestanden. Eine neue Periode fällt in die Jahre 1852 bis 18/7, die des Ringens um selbständige Existenz und eine Verfassung. Fortwährende Kämpfe mit den Schwarzen sind hier die Regel. Die Finanzen waren jammervoll. Aus Transvaal drangen Klagen nach dem englischen Natal an dessen Gouverneur, ob er nicht andere Zustände schaffen könnte. Dieser berichtete nach London und erhielt den Auftrag, die Zustände in Transvaal zu untersuchen und die Möglichkeit einer Annektion ins Auge zu fassen, die jedoch nur dann geschehen sollte, wenn eine gewisse Zahl Bürger sich dafür erklären würde. Die Annektion erfolgte dann — Transvaal war englisch. Sofort floß das englische Geld, Schaufenster l?gen, er kann in der Auswahl und Gruppierungs- — ÄIat>ie$fiUl)L Das Schenken, welches an Weihnachten so sehr üblich, ist auch eine Kunst, wenn man den Zweck erreichen will, nachhaltig zu erfreuen. Man muß sich auf dem Gebiet des zu schenkenden Gegenstandes orientieren, sonst kann man etwas unpraktisches, altmodisches, überlebtes kaufen, das dem Geschenkgeber und Geschenknehmer nachträglich mehr Verdruß und Aerger als Freude macht. So ist's schon manchem bei Kauf eines Klavierstuhls gegangen, wenn er einen solchen mit einfacher Schraube genommen hat, der sich leicht drehte und nach kurzer Zeit wackelte. Auf diesem Gebiet ist nämlich ein bedeutender Fortschritt durch die Erfindung des Hauptlehrers Dietz gemacht worden. Die von ihm konstruierte mit Zähnen versehene Schraube hält sich fest (vreht sich nicht mehr), sobald der Sitz beschwert wird. Die dadurch entstandenen Vorteile sind groß, der Mehrpreis kaum beachtenswert. Man erhält diese Stühle in schöner und solider Ausführung bei Wilh. Rudolph, Pianofortelager, hier. auch das kauflustige PubliL'uw beileibe nicht von selbst in beu Laden des Kaufmannes kommt, sondern man könnte sagen, um eine Parallele ad absurdum zu ziehen, eö muß 'förmlich an den.Haaren zum Einkauf herbeigezogen werden, Mrtürlich wird o.s wohl niemand geben, der dieses „an den Hacnov Heribeiziahen" wörtlü h auffassen könnte, ansonsten lÄrste wohl manch'e Perrücke daran glauben muffen, dieses „Herbeiziehen" bes orgt bei ein em Kaufmanne, der seine Zeit und seine Kunden nehmen 'versteht, einzig und allein die Reklame. Wer hier nicht mitthun will, wird gut, ober vielmehr besser thu n, diesen 3 lrtike! nicht weiter zu lesen oder aus eine günstige Bilanz zur Jahresinventur dankend zu verzichten. Aber soweit in Europas übertünchter Höf gastfrei, während er jetzt sehr vorsichtig und mißtrauisch ist. Er sorgt für die Armen, und giebt es nicht zu, daß Stammesbrüder bei anderen Buren Knechtstelle verrichten. Er kennt absolut keine Standesunterschiede, es kommt sehr oft vor, daß der ärmste Bure mit sehr reichen Farmerstöchtern die Ehe eingeht. Sehr gewissenhaft, ist er streng im Kriege, um nach Besiegung des Feindes diesem human und friedfertig gegenüberzutreten. Politisch ist er in hohem Grade interessiert. Bis zum Knaben herunter liest jeder seine Zeitung, deren es in der Burensprache 28 giebt. Neben den Buren verdienten die Deutsch en als besonders kulturtragend benannt zu werden, wenn hier nicht ein Mißton bestände. Die Deutschen, die dort wohnen, als Knechte, Grundbesitzer, Handwerker und Gelehrten, haben nur wenige Beziehungen zu einander und zu den Buren. Sie sind in politischer Beziehung sehr schmiegsam, sie werden gern ge» sehen, sowohl von den Engländern als wie von den Suren, aber sie sind politisch minderwertig. Das ist das für unfl Deutsche schwer zu ertragende. Diese Minderwertigkeit hangt damit zusammen, daß englische Sprache und englisches Kapital überwiegt. Nach dem Kriege wird in Transvaal, ein großer Kampf um Einführung der holländischen oder: englischen Sprache entbrennen. I A Mainflingen, 17. Dezember. Be i der gestern in unserer Gemarkung abgehaltenen Treibjagd wurden von 11 Schützen 115 Hasen zur Strecke gebt acht. Das Wild überschreitet den zugefrorenen Main und zie ht sich allmählich in die Waldungen zurück. — Die Treibjagd zu Klein- Kros zenburg ergab gegen 450 Hasen und mehrere Fasanen. D Mainz, 17. Dezember. Die Mainzer Bischofs- wahl wird laut einem von dem Dornkcipitsl gestern gefaßter l Beschlüße kommenden Donnerstag d en 21. d. Mts., vormi ttags, stattfinden. Der Wahl gehtt ein feierlicher Gotte; ^dienst im Dom voraus. Nach dem „M 'ainzer Journal" stehen aus der Bischossliste noch Domkapit ular Dr. Brück, Probst Fehr von Worms und Dekan Dr. Engelhardt in Heppenheim. Als minder genehm wurden von der Regierung gestrichen die Namen Prinz Max, Weihbischof Dr. Fischer Köln und Pfarrer Forschner-Mainz. — Unter dem Vorsitz des Geh. Kommerzienrats Wegeler-Koblenz fand am verflossenen Freitag hier wiederum eine Vorstandssitzung des deutschen Weinbauvereins statt, in welcher man sich zum zweitenmal mit dem neuen Weingesctzentwurf und insbesondere mit den in dem Entwürfe vorgesehenen Kontrollmaßregeln befaßte. Nach sehr langen Debatten einigte man sich dahin, bei der Reichsregierung vorstellig zu werden, daß die polizeiliche Kontrolle in dem Gesetzentwürfe fallen gelassen werde und an deren Stelle eine sachverständige Kommission trete, welche in jedem weinbautreibenden Orte zu errichten sei. Wegen der rn dem Entwürfe vorgesehenen Verzuckerung der Weine entschied man sich dahin, daß eine Zuckerlösung bis zu einem Drittel gestattet werde, dagegen die Trester nur zur Herstellung von Branntwein und nachweisbarem HauStrunk Verwendung sinden sollen. Mit der von der Mainzer Handelskammer vertretenen Ansicht, die Ablehnung jeder Kontrollvorschrift, konnte sich die Versammlung nicht befreunden. — Mainz, 17. Dezember. Die Kammer für Handelssachen des hiesigen Landgerichtes verurteilte in ihrer letzten Sitzung den hiesigen Manufakturisten Max Levi wegen unlauteren Wettbewerb zu einer Geldstrafe von Mk. 5(XL Der Verurteilte hatte in seinem Schaufenster Plakate anbringen lassen, worauf er seine Waren als von einem Konkurse herrührend zu billigen Preisen anpries. Die Entfernung der Plakate wurde durch das richterliche Urteil auch verfügt. — Neben dem allgemeinen städtischen Wasserwerk wird jetzt hier von der Stadt noch ein zweites Wasserwerk gebaut, das ausschließlich dazu bestimmt ift* den neuen städtischen Schlacht- und Viehhof mit Wasser zu versorgen. Da in unmittelbarer Nähe des Viehhofes reiche Quellen sind, läßt sich das Wafferwerk für den verhältnismäßig geringen Betrag von 40 000 Mk. Herstellen. damit auch dem verwöhntestem Geschmack des vor den Auslagen flanierenden Publikums voll und ganz Rechnung getragen wird. Denn „verwöhnt" wird das kauflustige Publikum gerade um die Weihnachtszeit in ganz enormer Werse, dafür sorgd schon die liebe Konkurrenz, welche cs sich wacker angelegen sein läßt, gerade diejenigen Artikel in besserer und quantitativerer Auswahl Zur Ausstellung zu bringen, bei denen sie beim Nachbargesch^ift das Vorhandensein einer Achillesferse vermutet. Lokales and ProonyieUes. Gießen, 18. Dezember 1899. *♦ Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 157 Jahren, am 19. Dezember 1742, wurde zu Stralsund der namhafte Chemiker Karl Friedrich Wilhelm Scheele geboren, der Sauerstoff und Chlor entdeckte. Bekannt ist auch das Schede'fche Grün (arsentk saures Kupferoxyd) mit schöner, aber giftiger Farbe. Scheele starb als Apotheker in Köptng. •* Weihnachts Reklame. Wohl wenige unter den Kommerziellen der gesamten Welt werden sich den Umstand verhehlen, daß die Adventzeit für das Fortgedeihen eines jeden Geschäftes von eminent wichtiger, ja zuweilen ausschlaggebender Bedeutung werden kann. Sie ist sozusagen der Kulminationspunkt, um welchen sich alles in wilder, ruheloser Hast dreht und windet, sie zaubert jedem Chef die lockendste, farbensprühendste Fata morgana vor Augen, sie ist im stände, das Unterste zu oben und das Oberste nach unten zu kehren. Wenn alle anderen außerhalb seiner öffentlichen geschäftlichen Thätigkeit stehenden Sterblichen sich in Ruhe und Behaglichkeit auf die genußfrohen Tage *des kommenden Weihnachtsfestes vorbereiten, und im ungetrübten Seelenfrieden und philosophischer Nonchalance die Dinge, wie sie einmal sind, auf sich zukommen lassen, er- giebt sich bei dem Kaufmanne gerade das Gegenteil von all diesem. Man kann beinahe sagen, er ist der Sklave des kommenden ChristuSfestes, sofern er nicht sein eigener Sklave ist. Aber dieses moderne Sklaventum läßt er sich noch immer herzlich gerne gefallen, und wünscht gegebenen Falles noch immer mehr der klirrenden Ketten herbei, wenn letztere anstatt des Eisens gleißendes Gold aufweisen. Das biblische Wort vom Leben, das da schön ist, wenn es voller Mühe lichkeit und Kultur, wird ja doch fein Kommerzieller unserer fin de oiöole-Zeit mehr fein, im Gegenteil, überall macht sich eher ein augenverwirrendes Uebermaß breit, als ein Zuwenig Auch mit der Weihnachtsreklame ist es eine eigene Sache, oder gerade mit dieser. Wie mancher hat da schon herbe Enttäuschungen erlebt und wird sie wiederum erleben! Die meisten lassen wohl einen Umstand außer Acht, der sich in den weitesten Schichten der Detaillisten fest eingebürgert hat, und welcher in vielen Fällen bedeutend unterschätzt wird. Das ist die Vorsicht und Gabe, eine Diagnose zu fällen, ehe die ersten Anzeichen des UebelS sich bemerkbar machen, mit anderen Worten, sie verpassen in der Regel den richtigen Zeitpunkt, wann sie mit der Reklame zum heiligen Weihnachtsfeste beginnen sollen. Hier lautet die Parole: je früher, je besser. Je eher man damit beginnt, in für die Branche geeigneten Blättern auf vorteilhafte und zeitgemäße Einkäufe hinzuweisen, den Leserkreis ante festum förmlich mit den zu kaufenden Gaben und Geschenken zu füttern, und ihm möglichst auf originelle, auffallende Art und Weise zu Gemüt zu führen, daß es für ihn und seine zu beschenkenden Angehörigen gar nichts besseres und vorteilhafteres gäbe, als gerade die Waren, welche man durch Inserate und sonstige öffentliche Mittel einem weiten Publikum vor Augen führt, wenn dieses alles und noch so manches andere individuell — d. h. je nach dem Spezialfalle des inserierenden Geschäfts — und energisch in Scene gesetzt wird, so ist eins gegen zehn zu wetten, daß der Kaufmann schöne Erfolge erzielen und fein Laden von Kunden nicht leer bleiben wird, wenn eine geschickte und wirksame Schaufenster Reklame noch ein übriges thut. Ja wenn . . . ! Aber meistenteils thut sie es keineswegs. Ja, manche Firmen halten es nicht einmal der Mühe für wert, während der Weihnachtszeit in ihren Schaufenstern irgend welche Veränderungen vornehmen zu lassen, sie meinen, das Geschäft wird sich ja auch schon so machen, da das Publikum doch nun einmal in Hellen Scharen auf den Straßen herumläuft und so vollauf Gelegenheit hat, auch in den wenig dekorierten Laden von X. hineinzugehen, ohne an den ungeschmückten, im Alltagsgewande dürftig genug ausschauenden Schaufenstern irgend welchen Anstoß zu nehmen. Weit gefehlt, solche Art denkender Kaufleute würden bald zu ihrem eigenen Schaden die betrübende Erfahrung machen, daß sie sich durch Zurschautragen gleich- giltiger Indolenz nur ins eigene Fleisch geschnitten haben. Vielleicht mehr wie andere leichtlebigere Volker wohnt den Germanen die Eigentümlichkeit inne, ein für äußere Eindrücke äußerst empfängliches Gemüt zu besitzen, welches sie gegebenenfalls sogar bestimmen könnte, wie man zu sagen pflegt: das Herz mit dem Verstand durchgehen zu lassen. Ist dieses schon im gewöhnlichen Leben der Fall, um wieviel mehr um das heilige Weihnachtsfest, dessen verklärender Schimmer bekanntlich die Herzen höher schlagen macht und die Taschen minder zugeknöpft erscheinen läßt, tote in der nüchternen Prosa des Alltagslebens. Und barum: kann der Kaufmann gamicht genug Wert auf eine in dekorativer wie gehaltvoller Hinsicht gleichbedeutend inszenierte Ausstattung seiner Schauspielhaus, Dienstag, 19. Dezember. Uhr. „Torquato Tasso". Im Ab. Gew. Pr. Mittwoch, 20. Dezember. 7 Uhr. „Nora". Im Ab. Gew. Pr. Donnerstag, 21. Dezember. ‘/s7 Uhr. Wiederholung der Festvorstellung zum 10U. Geburtstage Heinrich Heine'ö. 1. Abt. „Auf Montmartre". Einleitendes Gedicht von Emil Clar, gesprochen von Fräulein Charlotte Boch, hierauf: neu einstudiert: „Ratcliff", Tragödie von Hch. Heine (Bühnenetnrichtung in 2 Akten). 2. Abt. Rezitationen und Konzert. Außer Ab. Große Pr. Freitag, 22. Dezember. 7 Uhr. „Maria Magdalena". Im Ab. Gew. Pr. Samstag, 23. Dezember. 7 Uhr Zum ersten Male: „Der Herr im Hause". Lustspiel in 4 Akten von Paul Lindau. Im Ab. Gew. Pr. Sonntag, 24. Dezember. Geschlossen Montag, 25. Dezember. Zi/r Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen. „Heimat". Außer Ab. 7 Uhr. „Der Probekandidat". Im Ab. Gew. Pr. Dienstag, 26. Dezember. 31/3 Uhr Vorstellung bei kleinen Preisen. „Im weißen Rößl". Außer Ab. 7 Uhr. Zum ersten Male wiederholt: „Der Herr im Hause". Im Ab. Gew. Pr. (= Seit dem Jahre 1886 waren übrigen: 6 durch die Ent- deckunj; der Goldfelder in Johannesburg im Transvaal andere Verhältnisse mit einem Schlage g eschaffen worden. Die Stadt wuchs an Größe und Einwohnerzahl, über 100 Goldminen-Gesellschasten mürben gegründet, von Ebenen übrigens ein großer Teil 18 95 durch einen infolge falscher Bearbeitung der Mink n eingetretenen Krach verschwunden ist. Die Finanzen Transvaals wäre n mit einemmale Igeorbnet, die 20 Millionen Staatsschulden wurden getilgt, ja seit dem Jahre 1895 ist sog-ar alljährlich ein Staatsüberschuß zu verzeichnen. Auch die Monopole, die der Bure liebt, brachten Geld ein. Daß de r Zuzug von Fremden ein enormer n>ar, wird niemand Mündern. Die Ausländer verlangten schließlich das Stirnm- 'recht, was Transvaal — und mit Recht — nur denjenigen Fremden geben will, die völlig Staatsangehörige werden ' und zur Fahne schwören. Durch die Weigerung derselben bildete sich die bekannte Uitlänberfrage heraus. Eine Charakteristik der verschiedenen Bevölkerungsklassen wird — so fuhr Redner fort — «gewiß von Interesse sein: der Bure ist von großem, stattli'chem Wuchs, ausnahmslos blond. In jeder Hinsicht ist er; konservativ, als Mensch anspruchslos, Dabei zähe, langsam denkend, freiheitsliebend und leider geizig. Er besitzt eü.i enorm stark ausgebildetes Rafsegcsühl, ist fromm und nidjt grabe arbeitsam. Schwer- ! fällig in feinen ggn^n. Uaierne tjmungen war er früher sehr Spidplan btr winiptra frmräfnrftr StMhertrr. Opernhaus. Dienstag, 19. Dezember. 7 Uhr. „Martha", LyoNel: Herr Heusel vom Stadttheater in Freiburg als Gast. Im Ab. Mittwoch, 20. Dezember. i/,.8 Uhr. Zu Beethoven's Geburtstag: Vorstellung bei"ermäßigten Preisen „Fidelio". Außer Ab. Donnerstag, 21. Dezember. 1/e1 Uhr. „Das goldene Kreuzt, hierauf „Fortunio's Lied". Im Ab. Freitag, 22. Dezember. 7 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Neu einstudiert: „Prinzessin Goldhaar". Außer Ab. Samstag, 23. Dezember. 7 Uhr. „Iris". Im Ab. Sonntag, 24. Dezember. Geschlossen. Montag, 25. Dezember. 33/2 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Prinzessin Goldhaar". Außer Ab. 7 Uhr. „Mignon". Große Preise. Dienstag, 26. Dezember. 31/2 Uhr. Vorstellung bei ernräßigten Preisen. „Prin» zessin Gvldhaar". Außer Ab. 7 Uhr. „Tannhäuser". Im Ab. Große Preise. und Arbeit ist, läßt sich mal mit Fug und Recht auf die drei bis vier Wochen anmenben, welche bem großen Feste der Gaben und Geschenke vorausgehen. Eine nervöse, während des ganzen Jahres nie zu beobachtende Unruhe bemächtigt sich des ganzen Personals vom jüngsten Laufburschen bis zum ältesten Disponenten quasi Geschäfts führer, alles ist voller rastloser Bewegung und nimmermüden Arbeitsdranges, um noch einmal zum Schlüsse des Geschäftsjahres die volle Kraft einzufetzen, auf daß die zu ziehende Bilanz ein möglichst günstiges Resultat aufweisen kann. Jetzt gilt es, zu zeigen, was das einzelne Geschäft zu leisten imstande ist, jetzt gilt es, den gewaltigen Ansturm des kaufkräftigen Publikums mit Würde und Kraft aus zuhalten und den Kampf zu einem siegreichen Ende zu führen. Aber nicht nur kaufkräftig ist das Weihnachts- Publikum, sondern auch kauflustig, denn man kann wohl ruhigen Gewissens behaupten, daß zu keiner Zeit im Jahre leichter, müheloser verkauft und skrupelloser, sorgloser ein« gekauft wird, wie gerade in der Adventszeit. Wo ist da der Kunde, der zuerst lange und in nörgelnder Weise jedes zu kaufende Stück zehnmal in den Händen herumbreht, ehe er es käuflich ersteht. Namentlich in ber allerletzten Zeit üor den Festtagen wird sich wohl niemand einfallen lassen, erst lange und sorgfältige Auswahl zu halten, und Gegend stände einer pessimistischen Prüfung zu unterziehen, die dazu v Tr o bestimmt sind, den lieben Angehörigen Stunden fröhlichen | art der Reklame-Gegenstände garnicht vorsichtig genug sein, Beschenktwerdens zu bereiten. Kommt es boch bei ben meisten zumal nur darauf an, wie die Präsente gegeben werben, und erst in zweiter Lime kommt die Qualität in Betracht, ober btefe pkiilantropisch^ Betrachtung in kerniges Ostpreußisch übersetzt: „Dem geschenkten Gaul sieht man nicht ins Mau!!" Weirn auch im allgemeinen bie beim fluktuierenden Einkauf in Befracht kommenden Momente für den Detaillisten gerade um die Weihnachtszeit ungemein günstig liegen, so muß m&m doch in Erwägung ziehen, daß aber vom Ban von Eisenbahnen und Telegraphen, den der Gouverneur versprochen hatte, .war keine Rebe. Die Selbstverwaltung hörte auf, die Rechtsprechung würbe anbers, kein Volksrat würbe mehr einberufen. Da regte sich baS Volk gegen bie Annektion, bie staatsrechtlich überhaupt nicht giltig war, da von 8000 stimmberechtigten Bürgern sich nur 2500 burch Unterschrift mit ber Annektion einverstanben erklärt hatten. Da persönliche Vorstellungen Krügers und Jouberts in Lonbon nichts fruchteten, würbe schließlich M einer großen Volksversammlung mit 6500 Stimmen beschlossen, die sübasrikanische Republik wiederaufzurichten. Mit drei kleinen Kolonnen von je 600 Mann wurden die Truppen ber Englänber aus Transvaal hinausgeworfen unb bann mit Englanb, welches fürchtete, baß die Buren in ber Kapkolonie einen Aufstand interneren würden, Frieden geschlossen, obgleich England in Natal 12 000 Mann Militär stehen hatte. , . , Bier Jahre hatte bie Annektion Transvaals gedauert, nun war mit Zustimmung Englands die Unabhängigkeit der Buren wieder erreicht. 1884 kam ein neuer Vertrag zu London zu Stande, dessen Grundgedanke ber war, daß bvt Souveränetät Englands nicht mehr über Transvaal bestäub e. Als daher Chamberlain 1897 von einer Souzeränetät Transvaals sprach, protestierte Krüger in energischer Weife, woraus sich bann neben anbereu Gründen, vor allem bezügdch des Stimmrechts der Ausländer, ber Krieg, entwickelte.. tbtinWi«;11“6 &umi ichch'll-(t Dft tut, ÄSAL 5s*S?S !>*■//•« «*“*«fei««»«» e bod »*”' „„k* iSÄ« Ws- I. ^ekav Dr 1 Ntben h ™n9e^ütbt l KZK: ta ^S^Matb? 9on: | ^te9ierutio h ln einigtt I SleIleeine fnlvtnltoutft I bt” ;be," £>«i I ),®a« sich baft^1"'« l !‘«'fakt «ne I »Ätz ®‘e Kammer - er* verm iß ^a”‘ I eS^Ä^f >sv.r? Ä* ÄÄitXt S'äU ff1/“ d-»°eih«M 2° Mk. Herstellen. «Water Mändn. ts. ', ^wv. Lm al§ > Ab. Mtwvch I vkn'sGebuNötaz.Jvchellunz 1 Wt Ib. Donnerstag. 21. Le- ■ Srtuf, hinauf„Fortunio'z ■5«. 7 Uhr. Erstellung bei er- | rt: .Prinzessin Soldhaar", r 7 Uhr. „Iris". Zm Ab. Montag, 25. Dezember. 3^ Uhr. n. „Prinzessin Goldhaar", roße Preise. Dienstag, 2S, De- ernÄßigtei, Preisen. „Prin. Uhr. „Tannhäuser". 2« Ab. lhiM-, Ihr. pXotqueto Lasso". 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Unberührt bleibt die in den Wetzlarer Anzeigern Nr. 283 und 289 publizier!e Bestimmung diö Herrn Lrndrarc zu Wetzlar, betr. das Vrrbot des Handels mit Klauenvieh im Umherziehen bis einsch'. 2 Januar k. Js. Die Bürgermeistereien Atzbach und Launsbach sind nunmehr wieder seuchenfrei. Krofdorf, 16. Dezrmber 1899. Die Polizei'Verwaltung. Der Bürgermeister. ________Lichtenthaeler. 8745 Warnung. Der Führung eines falschen Namens resp. Anmaßung adeligen Prädikates dringend verdächtig ist ein Provinons- reisen der,der sich Arthur von BÜ10W nennt ui'b von Mitte August bis Milte Oktober d. I. mit seiner Frau Marie, geb Stütz, in Gießen gewohnt hat. Er behauptet, als Sohn eines Arthur von Bülow und einer Anna von Both am 29. Juli 1859 in Godesberg a. Rh. geboren zu sein; Angaben, welche weder durch die Kirchenbücher noch durch die von Bülow'sch en Stammtafeln noch auch durch Nachfrage bei der von Boch schen Familie als richtig nachgewiesen werden können. Der Genannte stand am 19. September d. Js. der Unterschlagung angeklagt vor dem Schöffengericht in Stuttgart, muhte aber wegen mangelnden Brweffes freigesprochen werden und bittet seitdem Angehörige der Familie von Bülow um Unterstützung. Daher diese Warnung. 8748 Der vou Bülow'fche Mamilienvorstaud. (Wohlthätigkeits-Verein.) Montag den 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag) abends 8 Uhr: eihnachts-Bescherung von 70 hiesigen armen Kindern verbunden mit 8725 Zither-Konzert, lebenden Bildern, Theater re. in Steins Saalbau. "WM Eintritt frei. Programm an der Kaffe 10 Kfg. Alle Dchchalen in bekannter Güte empfiehlt 04376 H. Wallach, Seltersweg 62. Alle Soktcu Hochs. Talelbilm mschikbeiik KortcnZMKartoffel I. Hankel, Schloßgasse. Echter Arrac, ,, Kam, „ Kognak, Punsch-Essenzen, Deutscher Kognak, Llqueure, Eaa de Cologne Zur Stadt Mailand älteste und heute noch I beste Marke, allein prämiiert mit dem höchsten Preise: Kgl. Preuss. Staatsmedaille. Allein-Verkauf: 5655 Löwen-Drogerie (W. Kilbinger), Giessen. 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