eGrme AN, 58. IS.',' Wßrch 25 ni jionet s»&fi ider Art! ^Ä'/K'^tichnung«,. 15 und Migft auSgefühn en -W awiu §taulU^a|4)ti. Itn. IM iien etc. i« i* iDÜlil lü?ol Mttnd- 00.00 19# 96.9» utftwun htö. Eilberrentt '*«>**’■ mgen .»n AniW^S .. irt»"** „■> irei (Pietsch ErW riM« ’■ ______—— », 85,901.95%. in: ui: Rüd. S-Hlabachr W. §hr> Scbönhals. Karl Schuhe H. Mg. Voigt Wwc. W. Wmdheil. bei: MH. M. eim H\*. Karl Kreiling Simon Stein. ill-tkbei'.Lnbw.SWM'- jtf bei: tztz- W«- 8^^ goJO ^16S.2S "V Hf/' nb. twjr Ol- iqo6 100’^0 »xSNS rWss. •• tf 30 ,ec0 ' *'***«'r 99 50 Meßmer Anzeiger Henerat-Anzeiger Amts- und Zlnzeigeblatt für den Nreis Giefzen Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Aezugsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatltch 75 Pfg. mit Bringerlohn. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen dcS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen Erscheint täglich 'jnir Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Aamilienvlätter werden dein Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Annachme von Anzeigen zu dec nachmittags für den folgende» Tag erscheinenden Nummer btS vorm. 10 Uhr. Amtlicher Heil. den Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar. 7. fCWEin^Antrag^Schmidt-Warburg (Ztr.) deckt sich mit dem Anträge Rickert, will aber zugleich dem Entschädigungsberechtigten dte L^ht offen lassen, entweder zur Feststellung des SchadeE den ordentltchen Rechtsweg zu betreten, oder dte außergewohnttche Feststellung in der Weise der Kommissionsvorschläge mit der Marcourschen Modifikation zu D.rlanyn.^^ Entschädigung der Angestellten, liegt nur ein Antrag Haußmann, Müller-Sagan dahingehend vor, daß die von der Postverwaltung übernommenen Angestellten nur dann ohne Entschädigung bleiben sollen, wenn ihr Einkommen aus der neuen Beamtenstelle nicht hinter ihrem bisherigen Diensteinkommen zurückbleibt. Die Debatte wird auch gleich auf Artikel 5 ausgedehnt, betr. das Verfahren behufs Feststellung der Entschädigung. Hierzu liegt ein Antrag Rickert (frs. Vp.) vor, bei Differenzen ordentlichen Rechtsweg offen zu lassen, statt der von der Kommission beschlossenen, schiedsgerichtlichen Entscheidung. Adrrste für Depeschen-. Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Wir sind jetzt in eine recht bewegte Zeit eingetreten, und über Mangel an Stoff kann die politische Presse wahrlich nicht klagen. Im Gegenteil, es hält oft schwer, aus allen eingehenden Meldungen die richtige Auswahl zu treffen, um den Leser nicht durch Nebensächliches zu ermüden. 29et uns in Deutschland geht vorläusig noch alles recht friedlich zu, und das Interesse für das Schicksal der Burenrepubliken ist immer noch reger als dasjenige für unsere inner politischen Angelegenheiten. Aber nur gemach, in der nächsten Woche wird dies anders werden, wenn die Vorlage zum Schutze Arbeitswilliger tm Reichstage zur Beratung kommt, dann werden die Geister aufeinander platzen, und ein heftiger Kampf wird beginnen. Dieser wirft natürlich seine Schatten voraus und beschäftigt unsere Presse in ebenso hohem Maße wie die in Aussicht stehenden Flottenverstärkungen, über deren Wie und Wann an offiziöser Stelle noch Stillschweigen beobachtet wird. Daß auch die Kaiserreise nach England noch fortgesetzt den Gegenstand politischer Erörterungen bildet, trotzdem ja die Neffe einen O^UsMagenVMeßener^ßamilienblätter, Der hessische Landwirt, Matter sür hessische Volkskunde. Mit Rücksicht auf die Abänderungen, welche die Ge- sindeordnung vom 28. April 1877 durch die Bestimmungen u - . des Bürgerlichen Gesetzbuchs erlitten hat, hat Großherzog- I ^urAaug privaten Charakter tragen soll, ist erklärlich. In liches Ministerium des Innern sich veranlaßt gesehen, emen 1 - — - - oinr, Neudruck der Gesindedienstbücher unter teilweiser Abänderung des Formulars vornehmen zu lassen. . Der Vorrat des Staatsverlags an den seither im Gebrauch befindlichen Dienstbüchern ist zu Ende gegangen. Es werden die neuen Formulare von dem Staatsverlag auch schon vor dem 1. Januar 1900 verausgabt werden und können die neuen Bücher auch schon vor dem 1. Januar 1900 tu Benutzung genommen werden. Wir beauftragen Sie, bei Verausgabung der neuen Exemplare vor dem 1. Ja« uuar 1900 den Empfänger ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß die dem Formular vorgedruckten gesetzlichen Bestimmungen erst mit dem 1. Januar 1900 in Geltung treten. v. Bechtold. dieser Beziehung hat die letzte Woche übrigens manche Klarheit geschaffen und die Gewißheit gebracht, daß der Kaiser bei seiner Anwesenheit in England allen politischen Kundgebungen aus dem Wege gehen will. Denn die deutsche Regierung muß sich im internationalen Konzert ihre Unbefangenheit bewahren, damit sie jederzeit im stände ist, ihre Interessen zu vertreten, ohne sich die Hände gebunden zu haben. Die allgemeine Lage ist heute nicht allzu zuversichtlich, und wer weiß, welche Folgen der Krieg in Südafrika haben wird, ob nicht Komplikationen entstehen, an die Herr Chamberlain N'cht gedacht hat, als er den Kr,eg herauf- Bereits im ersten Akt verspürten wir die feste Hand einer sehr klugen und gewandten Charakterzeichnerin, die mit eigenen Augen schaut und unbeeinflußt durch berühmte Muster eine durchaus eigenpersönliche Nora-Gestalt zu schaffen vermag. Fesselnd ist es zu sehen, wie das Drama bei ihr fast ganz zu einem Kampf ums Recht wird; sie will uns nicht rühren und weich stimmen, sie ist nicht das kindlich holdselige Geschöpfchen, das aus lauter Unwiffen- heit und Verworrenheit der Gefühle und Weltkenntnisse gehandelt hat, und wie ein armes Täubchen in Todesangst hin und her flattert. Deutlich bringt sie uns vielmehr das Jbsen'sche Schauspiel als das große Drama der zeitgenössischen Frauenbewegung zum Bewußtsein, sie zeigt uns das Weib, das noch dem Instinktiven näher steht und dasNaturrecht gegen das geschriebene Recht tn's Feld führt. Ihre Nora wird in jedem Augenblick wieder ihre Unterschrift fälschen, im ehrlichen Bewußtsein, damit nur eine gute, vernünftige That zu begehen. Geradezu ergreifend wirkte ihr Spiel in der Schlußscene: Nora: Ich habe andere, ebenso heilige Pflichten. Heimer: Das hast Du nicht .... Welche denn? Nora: Dte Pflichten gegen mich selbst. Helmer: Vor allem bist Du Gattin und Mutter. Nora: Das glaub' ich nicht mehr.... . So wie sich das Publikum gestern htttgab, haben w« es noch nicht gesehen. Der Beifall, den es Frl. Triesch spendete, steigerte sich nach jedem Aktschluß, und endete nach dem letzten Akte in stürmischen Zurufen. Sogar der be« rühmte, von vielen Kritikern bespöttelte Appell an da« Politische Wochenschau. Gießen, 18. November 1899. Nr. 43 des Reichs-GesttzblattS, ausgegeben am 14. d. M., enthält: (Nr. 2623.) Bekanntmachung, betr. dte Entwertung und Vernichtung der Marken bei der Invalidenversicherung. Vom 9. November 1899. Gießen, den 18. November 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche zu Langsdorf. An LanaSdorf ist die Maul- und Klauen« seuche erloschen und Aufhebung der Sperrmatz- regelu verfügt worden. Gießen, den 16. November 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, den 17. November 1899. Betr.: Den Neudruck der Gesinde-Dienstbücher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au Großh. Polizeiamt Gieheu und die Grosih. Bürgermeistereien ^er^ Landgemeinden des Gefunden: 1 Zylinderuhr, 1 Achatbüchse, 1 Paar und 1 einzelner Handschuh, 3 Taschentücher, 1 woll. Umhangtuch, 1 Peitsche, 1 Weißbinderseil und 1 Hundehalsband. Gießen, den 18. November 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Theaterverein. Mora oder ein Puppenheiw, Schauspiel von Henrik Ibsen.) Gastspiel von Irene Triesch. Von mir scheiden, mag Alles, was mein, Irdischem Schicksal zum Raube, Du nur lasse mich nicht allein, Heimlicher Märchenglaube l Soll ich mit mutigem Herzen vertraun, Daß mir, was möglich gelinge, Muß ich aanz im. Geheimen baun Auf unmögliche Dinge. Vielleicht bereuen die Engländer schon schwer ihre herausfordernde Haltung gegen Transvaal, denn auch die letzte Woche hat ihnen noch keinen Erfolg gebracht, vielmehr wird die Lage der britischen Truppen als sehr bedrohlich, angesehen. Schon die Thalsache, daß die englische Presse sich ein ganz ungewohntes Schweigen auferlegt und keine Sieqesnachrichten mehr zu bringen vermag, wird als sehr böses Anzeichen betrachtet. Ob der Tod des Burengenerals Joubert sich bestätigt, darüber herrscht noch keine Gewißheit, er wäre ein großer Verlust für die Buren, die angesichts ihrer Tapferkeit und Ritterlichkeit fortgesetzt dte Sympathien auf sich vereinigen. Nicht ohne Bedeutung waren die letzten Tage für Frankreich, wo im Parlament ein Ansturm gegen das Kabinett Waldeck-Rouffea« unb insbesondere gegen den .... , Krieasminister Galifet versucht wurde. Die Regierung trug I Aschen dem Entschädigungsberechtigten und der Postbehürde ienem den aber in der Kammer einen beachtenswerten Sieg davon, ' ----- """ der gute Aussichten für die Zukunft gestattet. dargestellt gesehen, u. a. von Agnes Sorma in Berlin und von Marie Ramlo in München, und jede hat uns in ihren künstlerischen Eigenarten gepackt — Irene Trtesch hat uns mit ihrer „Nora" erschüttert. Das ganze Haus stand unter dem Eindruck dieser packenden, einfachen, beredten und ohne Wissen und Willen doch rührenden Darstellung. Nirgends ein Zuviel, nirgends eine Absicht, allenthalben das feinste Sichanschmiegen an die Gedanken der Dichtung, kein Ton lauter als nötig, keine Farbe bunter als richtig, von Anfang bis zu Ende eine bezwingende Wärme ausströmend! ^bsen hat bei der Zeichnung seiner „Nora" mit der Radiernadel gearbeitet und Irene Triesch fand durchweg die letzten Schärfen der Formen und Töne und die tausend „Intimitäten", die bei Ibsen von so hoher Bedeutung sind. In dieser jungen Künstlerin besitzt die Frankfurter Buhne ohne Zweifel eine der hervorragendsten Kräfte und sollte es sich wie uns von privater Seite mitgeteilt wird — bewahrheiten, daß unsere gestrige Vertreterin der „Nora" der Frankfurter Bühne den Rücken kehrt und einem Ruf an das Königliche Schauspielhaus in München Folge leistet, so bedeutet das für die Frankfurter Bühne einen schweren ^^Man sagt oft: „Kein Mensch ist unersetzlich." Das ist in gewissen Grenzen richtig, eine künstlerische Kraft aber in seiner Eigenart ist oft sehr schwer zu ersetzen, ^m vorliegenden Falle würde eine baldige Ausfüllung der entstandenen Lücke auf große, vielleicht unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen. Alfred von Berger. („An das Wunderbarel") -r. Gießen, 17. November. Uebcr Ibsen selbst, über Wert seiner Werke und im vorliegenden Falle über seine „Nora" mag man geteilter Meinung sein — wie der Geschmack überhaupt, so ist auch der litterarische verschieden — heute haben wir mit dem Für und Wider nichts zu schaffen: auch den Stoff des Schauspiels haben wir für diejenigen unserer Leser, welchen derselbe fern lag, erläutert: über die gastierende Künstlerin und ihre künstlerische Vergangenheit haben wir uns bereits ausführlich verbreitet, und ergänzende Daten folgen am Schluß dieser Zeilen — gegenwärtig stehen wir nur der Vorstellung unserer heimischen Bühne und im Speziellen der Darstellung von Fräulein Triesch gegenüber. Wir haben bereits kurz erwähnt, daß diese letzte Vorstellung des Theatervereins — unbeschadet der großen Vorzüge der bislang hier aufgetretenen Künstler — die weitaus beste war. Wir haben die „Nora" oft Auch in Italien sind die Volksvertreter wieder zusammengetreten. Die Regierung hat, wie schon feit langen Jahren, neuerdings große Versprechungen gemacht, die sie aber leider wieder nicht erfüllen wird. Und doch sind auf der Appenninenhalbinsel die kulturellen Aufgaben so sehr im Rückstände und kaum noch länger aufzuschieben! Die ewigen leeren Versprechungen dürften sich einmal bitter rachen. Aus Oesterreich kommen wieder Krisengerüchte, die Stellung des Ministerpräsidenten Clary soll erschüttert sein. Große Schwierigkeiten macht die Lösung der Quotenfrage, die noch immer auf demselben Flecke steht, wie vor mehreren Jahren. Dem berüchtigten § 14 will man ernstlich zu Leibe gehen, aber die Regierung kann seiner nicht entbehren bet den heillosen parlamentarischen Zuständen. Deutscher Reichstag. 103. Sitzung vom 17. November. 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der »weiten Lesung der Postvorlage, und zwar bei Artikels welcher dw Entschädrgungen festsetzt, die a) den Privatpostanstalten selbst, b) ihren Angestellten gewährt werden sollen. , , ~ Als litt, a hat die Kommission beantragt: Der den Anstalten zu ersetzende Schaden umfaßt auch den entgangenen Gewinn. Die_Fest- etzung des Gewinnes richtet sich nach § 252 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Doch darf die Entschädigung für den entgangenen Gewinn m keinem Falle das Achtfache des jährlichen Reingewinnes übersttlgen, den die Anstalt im Durchschnitt der vor dem 1. April 1898 liegenden drer j letzten Geschäftsjahre erzielt hat. Das beste Geschäftsjahr nach Errichtung der Anstalt soll außer Betracht bleiben. Zu dieser litt, a liegen verschiedene Anträge vor. Ein Antrag Marcour (Ztr.) will die Entschädigung auf das Zehnfache (statt des Achtfachen) des Reingewinnes begrenzen und außerdem auch ein Mindestmaß der Entschädigung festsetzen, und zwar das Fünffache des Reingewinnes. P Ein Antrag Oertel-Sachsen (kons.) will ebenfalls das Entschädigungsmaximum auf das Zehnfahe erhöhen und der Berechnung des Reingewinnes die 3 Jahre vor April 1899 (statt 1898) zu gründe legen. Ein Antrrag Hausmann-Balingen, Müller-Sagan wrll wiederum zwar ebenfalls den Durchschnittsreingewinn der drei Jahre I vor April 1899 zu gründe legen, aber die Worte wegfallen lassen, wo- I nach die Entschädigung nur höchstens das Acht- resp. Zehnfache jeneä I Durchschnittsreingewinnes betragen soll. | Ein Antrag Rickert (frs. Vp.) will es lediglich bei der Bor- Abg. Singer (Soz.) erklärt, seine Freunde stimmten der Vorlage Zu, denn bei der Reichspost seien die Angestellten jedenfalls gesicherter, «ls bei Privatunternehmungen. Seine Freunde würden aber nicht aufhören, jederzeit gegen einen Druck der Postverwaltung auf die politische Gesinnung der Unterbeamten anzukämpfen. Abg. Oertel-Sachsen (kons.) plaidiert für seinen Antrag: Erhöhung der Entschädigung der Anstalten auf das Zehnfache des Reinge- »innes. Ein Teil seiner Freunde habe allerdings große Bedenken gegen den Antrag, die zu beseitigen ihm nicht gelungen sei. Sollte die Postverwaltung daran Anstoß nehmen, daß die 3 Jahre vor April 1899, statt 1898, zu gründe gelegt werden, so sei er bereit, auf diesen Teil seines Antrages zu verzichten, sich also lediglich dem Anträge Marcour anzuschließen. Staatssekretär von Podbielski hält es für äußerst bedenklich, auch noch das letzte Jahr, April 1898 bis 1899, in Rechnung zu ziehen. Abg. Rickert (frs. Vp.) hält vor allem daran fest, daß die Leute emen Rechtsanspruch auf Entschädigung hätten. Dringend zu wünschen sei, daß das Reich die Angestellten nach Möglichkeit übernimmt. Weiter empfiehlt^Redner seinen Antrag bezüglich des Verfahrens, eventuell bitte er um Annahme des Antrages Schmidt-Marburg, der den Ent- Zchädigungsberechtigten wenigstens fakultativ den ordentlichen Rechtsweg gestatte. Staatssekretär v. Podbielski widerspricht dem Anträge Rickert. Abg. Marcour (Ctr.) befürwortet seinen Antrag: im Maximum Las Zehnfache, im Mnimum das Fünffache des Reingewinnes. Abg. Schmidt-Warburg (Centr.) wünscht Annahme seines Antrages. Es handele sich hier zweifellos um private Rechte, die geschädigt würden. Abg Haußmann-Balingen (südd. Vp.) sieht in der Einsetzung eines Entschädigungsmaximums ein Unrecht ohne gleichen, ohne Vorgang. Wenn man den ordentlichen Rechtsweg nicht zulasse, dann sei Lies eine Husarenjustiz, die er nicht mitmache. Da würde man doch auch der Sozialdemokratie Vorschub leisten. Am besten würde es sein, L la Podbielski zu entschädigen. (Heiterkeit links.) Abg. Roeren (Centr) plaidiert für den Antrag Schmidt-Warburg, der die Zulassung des Rechtsweges betreffe und damit das einzig Richtige sei. Staatssekretär v. Podbielski hält diese Juristenauffaffung für unrichtig, denn auch bei der Enteignung von Land bespielsweise für Eisenbahnzwecke werde nicht der „entgangene Gewinn" erstattet, sondern es werde nur der Wert des Ackers erstattet. Abg. Graf Bernstorff-Lauenburg (Rp.) lehnt alle Anträge ab und bezeichnet nur den Antrag Marcour für annehmbar. Abg. Oertel (kons.) zieht seinen Antrag zu gunsten des Marcour'- schen zurück, Abg. Stadthagen (Soz.) stellt in Abrede, daß es sich um entschädigungsberechtigte wohlerworbene Rechte bei den Privatposten handle. Wo sei denn z. B. die Entschädigung bei den Handelsverträgen. Wo bei Auflegung von Einkommensteuern, bei Beschränkung des Hausierhandels? Und habe man etwa bei Aufhebung des besonderen Eheschließungsrechts in Helgoland den Pastor entschädigt? (Stürmische Heiterkeit.) Die Debatte wird geschlossen. Die Abstimmungen über Artikel 4 ergeben Annahme der litt, a in der Fassung der Kommission nur mit der Aenderung (nach dem Anträge Marcour), daß die Entschädigung das Zehn- sache beträgt. Litt b wird unverändert in der Kommissionsfassung angenommen. Bei Artikel 5 wird der Antrag Rikert angenommen. Zum Schlußartikel 6 wird ein Antrag Oertel angenommen, demzufolge die neue Regelung der Zeitungsgebühr am 1. Januar 1900 in Kraft tritt. Morgen 1 Uhr ^Resolutionen zum Postgesetz, Fernsprechgebühren- Drdnung. Schluß 5j/2 Uhr. Vom Kriegsschauplatz. Daß die Buren thatsächlich in den letzten Tagen die Vorwärtsbewegung gegen Estcourt ausgenommen haben, und dieser Stadt schon recht nahe gekommen sind, wird durch die heute eingetroffenen Nachrichten bestätigt. So wird aus Estcourt vom 15. November berichtet: Eine Abteilung aufklärender Kavallerie traf heute auf den dreihundert Mann starken Feind, welcher eine starke Position auf einem Kopje acht Meilen von der Stadt entfernt inne hatte, und trieb ihn unter Verlusten zurück. Die Engländer hatten einen Verwundeten. lieber den bereits gemeldeten Angriff der Buren auf einen gepanzerten Zug nördlich von Estcourt veröffentlicht der drüben erscheinende „Natal Mercury" weitere Einzelheiten, welche besagen, daß die Buren mit Maximgeschützen und zwei Neunpfünder das Feuer eröffneten. Das Feuer war so heftig, daß Telegraphendrähte und Telegraphenstangen niedergeworfen wurden. Die Burengeschütze waren auf einem Kopje aufgestellt, während die Scharfschützen der Buren hinter Felsen in Deckung lagen. Die Dublin- Füsiliere und die Durban-Infanterie warfen den Feind dreimal zurück, aber das Ugestüm des Gewehr- und Artilleriefeuers war zu überwältigend für die kleine Abteilung, welche anfänglich auch dadurch litt, daß mehrere Wunderbare fand tiefandächtige Hörer. Und im Hinblick auf diese „wunderbare" Wiedergabe der Nora nehmen wir für diesmal Abschied von der jungen, talentvollen Künstlerin in der Hoffnung, daß sie uns in dieser Saison — vielleicht in „Maria Magdalena" — noch einmal Gelegenheit giebt, uns an ihrer vollendeten Darstellungsweise zu erfreuen und zu erbauen. Es erübrigt noch am Schluß unserer Betrachtung der wenigen einheimischen Kräfte, die dem Spiele der gastierenden Künstlerin eine wirksame Resonanz gaben, zu gedenken, da auch sie einen guten Teil am Erfolge zu beanspruchen haben. In Herrn Par en als Helmer fand Nora einen guten Partner, der vielleicht in einzelnen und namentlich in der Schlußscene etwas mehr Temperament hätte entwickeln können. Vorzüglich aber war seine Auffassung der Scene, bie die Katastrophe bildet. Den verhängnisvollen Brief in der Hand flössen dem tätlich verletzten Helmer des Herrn Paren die Worte leidenschaftlich und in echter Glut von den Lippen. Eine sehr gewinnende Erscheinung, nur in der Kleidung etwas zu „modern", war Frl. Margarethe Haussig als Frau Linden. Sehr angemessen waren die Darstellungen des Herrn Rolan als Doktor Rank und Herrn Curl and als Günther. Beim ersteren kam der Ibsen-Mephistopheles, der in dem Doktor Rank steckt, vortrefflich zur Empfindung, während bei dem letzteren Künstler das dringend Energische in Verfolgung seines Ziels in Markanter Sprache das Spiel zu einer wertvollen Leistung gestaltete. Allerliebst waren auch die Kinder des Herrn Eisenbahnwagen umgestürzt wurden, wobei verschiedene Man» Verletzungen erlitten. Von den vorliegenden Meldungen registrieren wir die folgenden: Loudon, 17. November. Aus Estcourt wurde ein Detachement zur Unterstützung der bei der Fort- nahme des Panzerzuges abgefaßten englischen Truppen entsandt, welches bisher jedoch ebenfalls noch nicht zurückgekehrt ist. Als die Maschine wieder nach Estcourt zurückfuhr, zog sich die Besatzung längs der Bahn fechtend zurück. Einige Leute sind bisher zurückgekehrt. Loudon, 17. November. In politischen Kreisen verlautet, daß General Buller mit 4000 Mann nach Norden abmarschiert ist, zum Entsätze von Kimberley, woselbst sich 7000 Buren aufhalten sollen. London, 17. November. Zwei Kompagnieen des Genie-Korps von Gibraltar haben Befehl erhalten, sich sofort nach Südafrika einzuschiffen und die zerstörten Telegraphen- und Eisenbahn-Linien baldmöglichst wieder in Betrieb zu setzen. In den Mittagsstunden des heutigen Tages erhalten wir noch folgende Telegramme: London, 18. November. Trotz der Censur hat man über die Bewegungen, welche in der Umgegend von Ladysmith gemacht werden, folgende Nachricht erhalten: Das Burenheer ist in drei Kolonnen eingeteilt. Die eine belagert Ladysmith, die zweite steht in der Gegend von Eastcourt und die dritte bewegt sich auf der nach Durban ziehenden Hauptstrecke. — Die Nachricht, die Truppen zum Entsätze von Ladysmith könnten nicht vor 10 Tagen zum Abmarsche bereit sein, hat hier die größte Erregung hervorgerufen. — In Lorenzo Marquez ist ein Mitglied des Parlaments des Oranje-Freistaates angekommen. Dasselbe befindet sich unterwegs nach Kapstadt. Man glaubt, daß es dem General Buller Vorschläge zur Kapitulation von Ladysmith (??) machen wird. — Morning Leader ist der Ansicht, daß augenblicklich die Hauptbewegung der Buren gegen Estcourt und nicht gegen Ladysmith gerichtet ist. London, 18. November. Die öffentliche Subskription für die Witwen und Waisen der in Südafrika gefallenen englischen Soldaten hat bisher 7V2 Millionen ergeben, diejenige zur Unterstützung der aus Transvaal Geflüchteten beträgt 4 Millionen. London, 18. November. Die Morgenblätter drücken ihre Besorgnis über das Schicksal von Ladysmith aus. „Daily Mail" bestätigt, daß die Lage dieser Stadt Anlaß zu großer Befürchtung gebe, größer als dies der Fall bei Kimberley sei. Das Blatt verzeichnet mit Ge- nugthuung die Meldung, wonach die Buren mit einem Angriffe auf die Stadt wiederum zurückgeschlagen worden sein sollen. (!) Die Ueberlegenheit der englischen Artillerie besteht jedoch nicht mehr. Andere Blätter fragen, weshalb die englischen Marine-Geschütze dem Feuer der Buren keinen größeren Widerstand entgegensetzen. Paris, 18. November. Einer Blättermeldung 'zufolge soll ein neuer Panzerzug, worin sich 27 Freiwillige befanden, bei Estcourt von den Buren zerstört worden sein. London, 18. November. Die kritische Lage in Natal erregt stündlich größere Besorgnis. Die Wegnahme des Panzerzuges nördlich von Estcourt hat die Stimmung sehr niedergedrückt. Nicht minder fürchtet man jeden Augenblick, von der Kapitulation von Ladysmith zu hören, zumal ein Entsatzversuch nach den jüngsten Vorgängen immer geringere Aussicht auf Erfolg hat. Nach einer Meldung aus Kapstadt proklamierte Präsident Stein die Annexion des Teiles der Kap Kolonie nördlich des Oranje-Flusses. Das „Bureau Laffan" erfährt, die Feldwachen von Estcourt melden vom 16. d. M. heftiges Feuer vor Ladysmith um 9 Uhr morgens, was anzeigt, daß ein Nachtangriff auf die Stadt gemacht wurde. Stärkere Burenkorps besetzten Weston Howick. Ein weiteres Kommando droht, die Verbindung zwischen Durban und Pietermaritzburg abzuschneiden. GeneralGreyton ist in der vorigen Woche gefallen. Kapstadt, 18. November. Die Zahl der hier ein- Direktor Helm, Reinhard, Alfred und Trudchen Helm; auch sie scheinen auf den weltbedeutenden Brettern schon heimisch zu sein. Die Regie lag in den Händen des Herrn Helm, und wir brauchen wohl nicht zu versichern, daß bei dieser bewährten Besetzung eine Entgleisung auf diejem Gebiete nicht möglich war. * * * — lieber Fräulein Triesch gehen uns aus unserem Leserkreise noch folgende biographischen Notizen zu, die von den kürzlich von uns veröffentlichten etwas abweichen: „Frl. Triesch kam nach München zuerst an das von Direktor Drach geleitete Deutsche Theater, wo sie eine untergeordnetere Stellung einnahm. Als das genannte Theater sich in ein Variötö verwandelte, ging sie mit Drach an das von diesem neu gegründete Münchener Schauspielhaus, bei dessen Eröffnungsvorstellung „Romersholm" vor nunmehr etwa zwei Jahren sie den ersten größeren Erfolg errang Von da ab spielte sie erste Nollen und war binnen wenigen Monaten die gefeiertste Schauspielerin Münchens. Die ersten Kritiker waren in dem Urteil einig, daß sich in ihr ernstes Streben, ausnehmende Kraft des Temperaments mit einer fast congenialen Auffassungsgabe des Dichterisch-Charakteristischen vereinigt finde. Sie gab die sinnlich erregte Leidenschaft moderner Dramenheldinnen und das Weib des Claudius, mit derselben Wahrheit und Ueberzeugung wie etwa die markige, in ruhigen großen Zügen gehaltene Marie Magdalena Hebbels. — Seit etwa l1/« Jahren wirkt Frl. Triesch in Frankfurt a. M. Sie hatte anfangs einen schweren Stand, denn ihre Vorgängerin Frl. Landori war der ausgesprochene Liebling des dortigen Publikums gewesen. Vermöge ihrer Energie und ihrer Talente errang sie sich aber doch in Kurzem ihre Position. Unermüdlich erweiterte sie ihr Repertoire und in wenigen Wochen galt sie auch der Frankfurter Kritik als die begabteste unter den jüngeren Schauspielerinnen Deutsch, lands, ja sie wurde mit dem Ehrentitel einer deutschen Düse, und dies nicht nur von einer Seite, geehrt. getroffenen Transportschiffe beträgt 21. Dieselbe» enthielten 1002 Offiziere und 21 488 Mann. Paris, 17. November. Von gut unterrichteter Stelle wird versichert, daß die Einnahme von Ladyschith sich bestätige. Das englische KriegSamt zögere nur [mit der Veröffentlichung dieser Nachricht, weil es Unruhen befürchte. Vermischtes. * Hagen, 14. November. In welch bestialischer Weise hierselbst ein Kind von seinem Vater bestraft wurde, zeigt folgender Vorfall: Ein Kind von 2*/2 Jahren hatte sich das Portemonnaie mit 30 Mark Inhalt, welches von der Mutter in der Tischschublade aufbewahrt wurde, angeeignet und spielend damit vor die Thüre begeben, hier dasselbe aber verloren. Die Frau erzählt ihrem von der Fabrik am Abend heimkehrenden Manne solches, und dieser Wüterich nimmt einen Ochsenziemer und schlägt damit das arme Kind derart, daß dasselbe noch am selbigen Abend infolge Verletzung innerer Organe gestorben. ift; er selbst hat sich der Polizei stellen oder das Leben nehmen wollen. Ersteres hat er jedoch nicht gethan, ist aber auch bis zur Stunde noch nicht zurückgekehrt und wird wahrscheinlich sich das Leben genommen haben. Das Portemonnaie mit Inhalt wurde am anderen Tage von der älteren Schwester hinter dem Hause wiedergefunden. Der Leichnam und die Mordwaffe sind von der Staatsanwalt- schäft beschlagnahmt. Naumburg, 17. November. Der Kommandeur des in- Meiningen garnifonierenben 2. Thür. Jnf.-Regts. Nr. 32 widmet dem in Naumburg verstorbenen Obersten von Holtzendorff einen ehrenden Nachruf. Der Verstorbene führte 1870 mit der Fahne in der Hand das I. Bataillon der 32er gegen die stark besetzte Höhe von Cazal zum Sieg. * Meiningen, 17. November. Bei der jüngst stattge- habten Rekrutenvereidigung fanden sich noch vier Mann aus den Reichslanden, die der deutschen Sprache nicht mächtig waren und daher den Fahneneid in französischer Sprache ablegen mußten. • Halle, 17. November. Die Stadt Halle will eine Anleihe von zwölf Millionen Mark aufnehmen. Dieselbe soll fast gänzlich zu Bauzwecken angewendet werden. Cannstatt, 16. November. Hier bildete sich ein Verein für fakultative Feuerbestattung. Die Mitglieder- zahl beträgt bereits über 100._______________________________ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gießen, 18. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 1.00—1.20, HühnerÄer per St. 7—9 4, 2 St. 00—00 H, Enteneier 1 St. 0-0 Gänseeier per St. 0—00 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte 2 St. 5—6 H, Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar vÄ 0.70—1.00, Hühner per St. JL 0.90—1.00, Hahnen per Stück vH 0.70—1.00, Enten per St. JL 1.70—2.20, Gänse per Pfund v* 0.48-0.58, Ochsenfleisch per Pfd. 68-74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd- 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 66—74 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 H, Hammelfleisch per Pfd. 50—60 H, Kartoffeln per 100 Kilo 3.10 618 4.50 JL, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. JL 5.00—5.50. Milch per Liter 16 4- Offenbach a. M., 16. November. In Bayern bestehen jtfci 44 kleine genossenschaftliche Lagerhäuser, die 1898 etwa 180,500^6tr. Getreide verkauften. Die 15 Kornhäuser in Pommern setzten im Geschäftsjahr 1898/99 108,227 Ctr. Getreide ab, größtenteils nach dm Rheinlanden, nach England und Norwegen, sowie an die Proviantämter. Frankfurter Börse vom 17. November. Wechsel auf New-York zu 4.19i/2-20V2- Prämien auf Kredit per ult. November 1.007c, do. per nlt. Dez. 2.407 , Diskonto Kommandit per ult. Nov. 0.807., do. per ult. Dez. 2.1O7o, Lombarden per ult. Nov. 0.557», do. per ult. Dee. 0.857k», Staatsbahn per ult. Dez. —.—o/o. Notierungen: Kreditaktien 231.20, Diskonto - Kommandit 191.90-00, Staatsbahn 141.00, Gotthard 143.80-144-000.00, Lombarden 32.10, Ungar. Goldrente 98.00, Italiener 93 50-00, ßprozentige Mexikaner —.—, 3proz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 847s, Amerik. Coupons 4.1974, Privat-Diskont 57/87» G. V/i bis 28/4 Uhr: Kredit 231.00-000.00, Diskonto Kommandit 191.90, Staatsbahn 141.00, Lombarden 32.10, Türken C 25.70, Bochumer 259.50-261.10. Caffel, 16. November. Die diesjährige ordentliche Auffichts- ratssitzung der Großen Casseler Straßenbahn-Aktiengesellschaft für die Beratung und Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinnes rc. wurde gestern abend in den Geschäftsräumen — Ein Theaterzettel. In der „Straßburger Post" veröffentlicht ein Mitarbeiter seine Sammlung komischer Theaterzettel. Die Perle der Sammlung ist folgende Anzeige, die im Jahre. 1882 in einem kleinen sächsischen Dorfe angeschlagen wurde: Heunte, Dienestag, aufzuführen zum Vordeil der Gesellschaft allhie. Das Schmuckkästchen oder der Weg zu Herzen! • Ein Sauspil in für Akt, von Kozeburg, Dichter. Die Musigk von Richter und Mozard allda. Person! Baron Durlach, ein guter Mann . . Herr M. Amalie, seine Gadtin, jung .... Frau S. Die alte plauschette Landrättin . . . Frau P. Graf Esellingen, Schwalid .... Herr B. Chrisdiana, rührender alter Diener . Herr M. Advogat Bauermann, komisch . . . Herr P. d. 6. Sohm, Kammer .......Herr P. d. j. Die Handlung Spillt im Dealer. Geklebtes PubluqumI Dieses Stug hatte sogar in Wien und Berlin gefallen und ist auf alle große Deater gefallen, denn es ist Lustigen Temperamend, die muß hie auch Beyfall finden, weilen es Lustig ißt und die ald Landrätttn Viles blauscht und rädet dabey. Auch ißt Moral dabey. Preis der Plätze um 6 Uhr und mit Schlag Uhr angefangen. Die Gesellschaft allhie. Caffel, 17. November. Als Tag der Aufführung der neue* Oper „Die Bettlerin vom Pont des Arts" von Baron v. Kaskel, welche überhaupt zum erstermale am hiesigen Königlichen Hoftheater m Szene geht, ist nunmehr der 5. Dezember bestimmt worden. Berlin, 17. November. Der (auch hierorts bekannte) Hofschau- spieler Adalbert Matkowski tritt zurzeit mit einer deutschen Trupps der ersten, die sich in Serbien sehen läßt, in Belgrad auf. In Paderborn ist der Fuhrmann Henschel verboten worden. 5 OS’ w Knlni, 18.^ «ofhcf aus lstotN- 1 ftfr» VW Kasino, wo er ™ ' Prinzessin Heinnch sich der Kaiser unter die ..Höhens Unter tzin-veii 270 des Gieß" der hiesigen Gemarl durch Anlegung von gärtner und die M He des Oöerhess. I^s der erfordert! Gießen, den Grc ö Die Bereich' zwischen 2 und 7' Die Mädchen köm gemeinsame Unterh unterhaltende Bür Wir laden zi 8108 der SI w den Friedrich Sch wegen Beleidig hat das Großherz gericht zu Gießen 1899 für Recht er! Der Angeklagte i Beleidigung der Je. von Wieseck schuldig hold in eine Gelds! Mark, welche im U M mit acht Tarn verbüßen ist, sowie Mahrm verurtei Gleichzeitig wird die Befugnis Verurteilung einmal «"geklagten inner »ach Zustellung einer N' lm //Gießeners n^Mtgleit de ?Esiomel wird hL .^firellbarkit descheinlgt. den 9. No Mags § ,7« 2l. bet Gesellschaft ab^cbalten. AuS der von d m Vorstände über das abaelaasene Geschäftssahr vom 1. Oktober 1898 bis 1. Oktober 1899 gelegten Bilanz ist folgendes zu entnehmen: Die Gesamietnnabme beziffert sich auf 535164 Mk 30 Pfg, gegen 379530 Mk. 27 Pfg. hn Vorjahre, mithin eine Mehreinnaome von 155614 Mk. 3 Pfg. Nach Abzug der Auslagen und Unkosten verbleibt ein Bttriebtzüber- schuß von 215000 Mk. und beschließt der Ausfichtsrat, drr für den Monat Dezember einzuberusenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 3V< P'»z. auf das Aktienkapital von 5 Millionen Maik vorzuschlagen. De Beförderung von Fahrgästen bat gegen früher in dem am 30. S ptember beendigten GdcbSfttzj hr ganz bedeutend zugevommeo; es wurden nLmitch 4412150 Personen befö'dert gegen 2542089. Dabet ist aber zu berückstchtigen, daß der el ktrtfche Fährbetrieb auf der zuerst eröffneten Linie Ktrchweg Todten- hos erst am 14. Dezember begann und auf allen Fahrstrecken der elektrische Betrieb erst seit dem 10. Mai 1899 besteht Rom, 18. November. Wie verlautet, wird das Konsistorium bis Mitte Dezember verschoben. Der Papst wird nur zwei Kardinäle, und zwar den Nuntius von Madrid und den Erzbischof von Görz ernennen. Paris, 18. November. Die Familie Dreyfus dementiert die Nachricht von der Ankunft Alfred DreyfuS in Genf. Derselbe befindet sich noch immer in CarpentraS. Paris, 18. November. Präsident Loubet veranstaltet zu Ehren der hier weilenden russischen Fürstlichkeiten eine große Jagd in Rambouillet. Paris, 18. November. Ein oppositioneller Abgeordneter teilte in den Wandelgängen der Kammer einigen Kollegen mit, er beabsichtige die Regierung über ihre auswärtige Politik zu interpellieren. Dem Vernehmen nach wird die Regierung, sobald es die Sicherheit deS Staates gestattet, die Interpellation beantworten. Darmstadt, 18. November. Bei der soeben stattgehabten Landtagswahl für den Kreis Darmstadt-Land wurde Regierungsrat Noack mit 43 von 46 abgegebenen Stimmen zum Landtagsabgeordneten gewählt. Zwei Stimmen fielen auf den sozialdemokratischen Kandidaten Friedrich, eine Stimme wurde weiß abgegeben. Mainz, 18. November. Bei der heutigen Landtagswahl für den Landkreis Mainz wurde der Centrumskandidat Dr. Schmitt wiedergewählt. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 18. November. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Rom: Die Kaiserin Friedrich kaufte die Villa San Vigilio am Garda-See an. Kiel, 18. Nov. Nach der gestrigen Vereidigung der Rekruten begab sich der Kaiser in das Marine Offizier- Kasino, wo er bis 5 Uhr blieb und stattete darauf der Prinzessin Heinrich einen Besuch ab. Um Uhr begab sich der Kaiser unter dem Salut der gesamten Kriegsflotte auf die „Hohenzollern". Die Kaiserin mit den Prinzen August Wilhelm und Oskar hatte sich bereits um 3 Uhr an Bord der „Hohenzollern" begeben. Kuxhafen, 18. November. Der Schnelldampfer „Kaiser Friedrich" traf mit den Passagieren der „Patria" genau um Mitternacht hier ein und ankerteaufderRhede. Wien, 18. November. Die gestern neuerdings von tschechischer Seite verbreiteten Gerüchte, Graf Clary habe in der Audienz beim Kaiser die Demission des gesamten Kabinetts überreicht und der jetzige Munster des Innern Dr. Körber habe die Neubildung des Kabinetts übernommen, ist unrichtig. — Der Kaiser ist heute früh von Budapest hier wieder eingetroffen. Prag, 18. November. Die tschechische Universität war gestern abermals der Schauplatz wüster Szenen. Etwa tausend Studenten warteten auf den Professor Masaryk und inscenierten dabei einen Riesen-Skandal. Professor Masaryk erschien aber nicht, wohl aber kam es zu einem wilden Handgemenge zwischen Freunden und Gegnern des Professors. Professor Masaryk ist von dem Minister des Innern auf eine Woche beurlaubt worden. Budapest, 18. November. Die Verhandlungen der ungarischen uud der österreichischen Quoten- Deputation dauerten bis in den späten Abend fort. Sie endeten ergebnislos, da man sich über eine Differenz von einem Drittel Prozent'j bei der Verteilung der Quoten nicht einigen konnte. ^488 M Dieses Unt7Q»n. di. L'h.t.r '9 b* d Ä «* einen Ochsen»- ^annt *' M bäte« s:*S*Ä" '««äfrben. Dir >« Sotembtut d.r» fr 3nf.-M.gt8. Nr W Dbetgen6,„ Ä Mottat °h. jumSitg. S« b« jilngfl jtottji. TO «»4 fier SJiaitn Sprach- nicht in fraazö. Stabt Halle will eine « Wtt ngrivrndü tottbtn. ier bildete sich ein Bei ein tung. Die Mitglieder- Dichter- SS®"*11 * Uslkswirtschast. tbericht. Huf dem heutigen d. X 1.00-1.20, Hühnereier meier 1 St. 0-0 Sänse- 3«, Ääfematte 2 St 5-6 4 iler 30 3i, Tauben per Paar 90-1.00, Hahnen per Sluck 10-2.20, Gänse per Pfund -744/ Rut’unb 66-74 4, Schmeinei fleisch pn Pfd. 64-66 4/ off ein per 100 Kilo 3.10 biS Mn pnLN.^b.00-550, ;r. In Bayern bestehen j-hl er, dteIWltlv-MMM. iftr in Pommern schien im betreibe ab, größientcils nach ,d Norwegen, sowie an die n 17. Xovember- 'M- , i, lovember 1.007c, do. per - •ult. Nov. 0.807, do- per Nov. 0.557», do. per ult Dm. 231.20, Diskonto ■Kom- itthard 143.80-144-000.00, Italiener 93 50-W,6proienUge »5 80, Oeaterr. Coupons 8- Ifo 32.10, «’» c *™r S?b“n«*Ää“n,i" Herr $• « Leljrstesse-Hesuch. Für einen 14 jährige, jungen Mann von auswärts wird kaufmännische Lehr« stelle in einem hiesigen Engros- oder Fabrikgeschäft per sofort gesucht. Gest. Offerten unter W. F. 8099 befördert die Expedition d. Bl.___________ 8124 Dr. Naumann, Pfarrer. 8108 8105 treffen heute ein 8120 Lindenplatz 12. Bahnhofstraße 27 (f. Schi einer), Lagerräume 8092 Frisch hergerichlete kleine Wohnungen an solide und saubere Arbeiterfamilien billigzu verm., sowie eine helleWerkstätte Hoflieferant. Leere Flaschen werden mit Ein Fräulein sucht ein einfach mobl. Zimmer. Offerten unter Nr. 04167 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Gießen, den 17. November 1899. Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Dienstag den 21. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ick Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1. 15 Bände Brockbaus Konversations- Lexikon, 14. Auflage, 2. i Rind, verschiedene Farbwaren, 1 Sommerüberzieher u. div. Möbel. Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. 8121 Born, Gerichtsvollzieher. Austern (Große frische Holländer) Sonnlagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saal der Kleiukivderschnle. Die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen. Um 4 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Erzählung. Gute, unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Teilnahme freundlichst ein. Der Vorstand des Sonntagsvereins: BekannlMachung. Unter Hinweis auf, das Ausschreiben Großh. Kreisamtes Gießen in Nr. 270 des Gießener Anzeiger fordern wir hierdurch die Bäumet) fitzer der hiesigen Gemarkung ytr Vertilgung des Aroftnachtspauvers durch Anlegung von Klebring-m unter dem Ansügen auf, daß der Stadtgärtner und die Feldschützen zur Erteilung von Auskunft und die Geschäftsstelle des Oberheff. Obstbauvereins in Friedberg zur Vermittelung des Bezugs der erforderlichen Materialien bereit sind. In der Strafsache gegen den Friedrich Schupp von Lollar wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Gießen am 31. Oktober 1899 für Recht erkannt: Der Angeklagte ist der öffentlichen Beleidigung des Feldschützen Seibert von Wieseck schuldig und wird dieser- halb in eine Geldstrafe von Vierzig Maik, welche im Uneinbringlichkeits- falle mit acht Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, sowie in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Gleichzeitig wird dem Beleidigten die Befugnis zugesprochen, diese Verurteilung einmal auf Kosten des Angeklagten innerhalb 8 Tagen, nach Zustellung einer Urteilsausfertigung, im „Gießener Anzeiger" öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Gießen, den 9. November 1899. Neidhart, Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. 8122 041691 4-Zimmerwohnung zu verm. Näheres Ebelstraße 13, pari. Moselwein (eigenes Wachstum). Guter Tisch- und Bowlenwein p.Fl. 70Pf. 1897er Trabener per Flasche Mk. 1.— 1897 er Trarbacher per Flasche Mk. 1.— Trarbacher Schloßberg per Flasche Mk. 1.20 bis Mk. 1.50 — Alles inkl. Glas — -mpfi-htt Cap6 Schwaab, Neuen-Bäue 20. Auskunft Mittwoch, den 22. d. Mts. und dann jeden Sonntag._____________ 04176] Wohnungen von 3, 5, und 8 Zimmern, der Neuzeit entsprechend, mit Koch- und Leuchtgas eingerichtet, zu ver- mieten. A. Grünebaum, Bahnhofstr. 35. 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An der Elbe, Walzer von Strauss. 8. Fantasie a. d. 0p. Der Geigenmacher von Cremona v. Hubay. 9. Ouvertüre z. 0p. Lestoq v. Auber. 10. Schweizers Heimweh v. Eilenberg. 11. Lancier aus d. Optte. The Geisha v. Jones. 12. Von Gluck bis Wagner. Anfang 5 Uhr. Entrde 40 Pfg. Steins Saalbau. Sonntag den 19. November: Grosses Konzert Für Hundekoch zahlen die höchsten Preise 8095 Fries & Fischer, Frankfurt a. M., Börnestraße 3. Bayerischer Hof. Haus, worin Gast- und Logierwirtschaft, Küferei und Metzgerei betrieben wird, krankheitshalber zu verkaufen. I. Thoma, Bahnhofstraße 43. Harzer M Kanarienvögel zu verkaufen. 04170 8093] Verkaufe am Montag Nach- mittag auf meinem Hofe 25 gut erhaltene Lampen. V. Fietzer, Grüubergerstratze 28. 04178] Ein neuer, schwarzer Anzug und ein noch gut erhaltener Winter- Überzieher ist billig zu verkaufen. __________________Bleichstraße 86. 04175] Gut erhalt. Knabenanz. und Damenmäntel billig zu verkaufen. Näheres in der Expedition d. Bl. 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Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitals-Buch- und Sleindruckerei (Pietsch Erben, in Eliesun M heutige Yummer umfaßt 18 Selten. Danksagung. Allen Denen, welche uns bei dem Hinscheiden unserer innigst geliebten Gattin, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Minna Kohler mann, gebe Schwalb, so herzliche Teilnahme bewiesen haben, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein spreche im Namen der trauernden Hinterbliebenen den tiefgefühltesten Dank aus. Der trauernde Gatte: 8106 Julius Kohlermann. Giessen und Kalk, den 18. November 1899. Die Anzeichen t demSriegSschauplch solchen Weise, daß F weniger, als fU die lich auch für * sich,daß zwei eng NeckinSurengef geringe Verlustliste - einr genügende Erklä Man versicherte von eck noch Verschießen einzig MßgrßeM v teil erwarten, daß seine letzte hosinuno fomifit aber eine1 einem Schlage Hins Pater Matth der in Gefangensch und berichtet, daß und durch Verlust halten vermocht hm den Willen des Kon hotten. — Pater M gtbtnt" unb läßt es schäften in dieser M grisien. Ich möchte Mgriyivchen der Mannschchen li gerade bei diesem 8 von dem Verdachte wird natürlich erst wenn man nicht jii gar zu vertuschen, lichen, daß sich M verschossen hatten, l erlitten zu haben, den Willen des Koi dieses Verhalten eil numerisch so bedeut Kampse bei Elan! Ich komme in 'sichen Manovern Mn britischen Trul N ieftell finb, ’ wt Nicholsons' Ne! e,”cö der dort anwc ?ar!v Erinnern wi der Thatsache, daß - und hle^^en von daß ein j(holti Feindes mit tau ^Schiel als 01 der Tapsnte^ d laagte Ausdruck nihi y »«d-hit. i," > ylun muü i* v ans' SÄÜ'i.; ; 5 * der Mao J" « V?ien'6i Stellt u " lcir •siebet ;‘’"äe«Wi ®«W«L9’"’ । den lM.^" zwei Qnf die Trub?^^! , S°L?bl ey, bei de? l r",etit eine n? '«.1t Dis MU MuMk zu '7^ i ’ iS* Bedenkliche O'r Don ei 04174] Tüchtige sveitzzeugrräherin empsirhlt sich in und außer dem Hause Wetzsteinstratze 4«, Mansarde. 04180] Ocarina zu spielen wird unentgeltlich gelehrt. Näheres Liebigstratze «4, pari. Johann Baptist Singer zum ewigen Frieden, was wir teilnehmenden Freunden und Bekannten hierdurch mitteilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Krieger-Kameradschaft Giessen. .ei' Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, die Mitglieder davon in Kenntnis zu setzen, WMMdatz uuser Kamerad Markus Kaan heute nacht verschieden ist. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2V3 Uhr, vom Sterbehause, Kreu;vlotz 13, aus statt. 8125 Versammlung pünktlich um 2 Uhr bei Kamerad Luft, Neuenweg. Gießen, den 18. November 1899. Der Vorstand. unser Markus Weimersheim . November, , aus. 8112 ver findet statt: hr, vom Trauerhause,