Dienstag den 19. September LÄGT Anteln Anrts- und Anzeigeblntt für den Ttveis Gieszen. 67M Ter. fiel 671» fjTjj Injttgen -u kt neifrmtttagi Mr bm Ih arMrtintnben Nummer M »er*. 10 Uhr. LLe Anzetßru-vrrmtttlrmßrsteS« bd In- unb ÄnlUmbe. nehmen Injdgtn für btn Gießen« Anzeiger mW®. Melden, tpebition und Druck«et; r4» «r«ß, Ar. 1. erfunden sind. Die Tendenz derartiger Erfindungen ist übrigens offenkundig. — M.P.C. Die Absicht des Dr. Lieber, des ehrgeizigsten der dermaligen Zentrumsführer, eine Reise nach O stafi en und vielleicht auch nach den Karolinen anzutreten, erklärt sich aus der Mißstimmung, die sich des Genannten bemächtigt hat, seitdem es ihm nicht gelingen sollte, in der Kanalfrage im preußischen Landtag mit seiner Diplomatie zu erreichen, was er in der Militär- und den Marinefragen im Reichstag wiederholt fertig brachte. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Natürlich haben es die Konkurrenten des Herrn Dr. Lieber um den Preis der besten Führung des Zentrums sich nicht versagt, dem glorreich besiegten möglichst wenig schmeichelhaftes zu zu hören zu geben. Vor allem hat Herr vr. Lieber schwer an der Konkurrenz des Herrn Dr. Bachem zu tragen. Man darf sich versichert halten, daß dieser in der nächsten parlamentarischen Kampagne danach streben wird, Herrn Dr. Lieber auszustechen. Derartige Rivalitätsverhältnisse kehren in allen Parteien wieder. In der nationalliberalen Partei kämpften lange Jahre Bennigsen und Lasker um die Priorität. Bennigsen ging nie auf Reisen, wie Herr Lieber und Herr Lasker, er zog sich aber zeitweise ganz aus dem Parlament zurück., 99.40 9860 24 Görtz, Leutnant den QUeren ä la ~ Das enM weise Einsühn einigen Regimenter Resultaten die gar Waffen zu verset Offizieren die all dieselbe verzögerte Kosten, die eine so handelt sich nicht b W auf einer Las milleriegeschjjßes t w Unmenge von 3 Minute 400-600 - Vom 4.- Evangelisch Zähre 1882 beatil Altung und M _ aus h* Z Verlink' laßliü?.. Hgura 5«*e8 E'"^Ä"deutfchen ftefet Entschli' bfltnQ L°o-s°."" i® ■ „f di- Steflwwoff® Schmutz- und M 4 di- >« «li** fins» Wegenfatt fo»« ' sonstige Schmutzstos dadurch Zustände g jetzigen an Widerüct gewiesen werden, bi erheblich weniger fc _ Zu diesem Pros Frankfurt wie folgt wagung aller Verhi Einführung des g Fehler wäre, den: aber auch später nc empfinden wurden." und dem Vorortverkehr dienenden Züge, welche als Hochbahnen mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 40 Kilometer bu Stunde durcheilen. Ein Stockwerk höher findet die Abfertigung der elektrischen Fernzüge statt, welche, aus zwei oder drei Wagen bestehend, auf verkehrsreichen Linien alle Stunden oder halbe Stunden verkehren. Diese Züge des Fernverkehrs laufen auf höheren Viadukten als diejenigen des Schnellverkehrs innerhalb der Stadt und nach den Vororten; um em Herabstürzen unmöglich zu machen, werden sie, wie dies schon in Amerika geschieht, in eisernen Tunnel- royren laufen, die in angemessener Entfernung zum Erdboden herabgeführt werden. In ober über dem Stockwerk rlr Vcrn^9e befinden sich alle Räume mit jenen Bequemlichkeiten, die das auf weite Entfernungen reisende Publikum auf dem Dache ein Garten, der einen AEllck auf die durch Anwendung der Elektrizität rauchfrei gewordene Stadt mit ihrem Verkehrsleben bieten Der komponierte Wallenstein. Mascagni hat den Wallenstein komponiert. Das ist die neueste Nachricht aus dem Gebiete der Musik. Wie der junge Maöstro diese interessante Aufgabe gelöst hat, davon gibt ein Gewährsmann, der Einblick in die Partitur hatte, eine kleine Probe Dieselbe lautet: Wallenstein: Es gi-i-übt im Meu- fchenle-e ben Augenblicke, wo man dem We-eltqeist nä— ä—ääher ist als sonst. Chor der Kürassiere: Ist als sonst Ist als sonst. Ist als sonst. Ist als sonst. Wallenstem: Und eine Frage — Chor der Küras- | Skutari, Eosmad, auf telegraphische Beschwerde des I Botschafters seines Postens enthoben. Cosrnad äußerte I sich wiederholt scharf gegen das Urteil und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Offiziere und Beamte der Republik sich nicht durch persönliche Leidenschaften zu ungerechten Aeußerungen I oder gar Thaten hinreißen lassen würden. — Zum Empfang des Admiral Dewey wird I der „Morning Post" aus Newyork unterm 14. September I telegraphiert: „Aller Voraussetzung nach wird Newyork am I Dewey-Tage so überfüllt sein, wie noch nie zuvor. Jedes I Hotel hat schon Voranzeigen für mehr als dreimal so viel I Gäste erhalten, als es fassen kann, und in den Privat- I Pensionen in der Stadt ist bereits jedes Plätzchen vergeben. I Man glaubt, daß es ungefähr einer Million Besucher nicht I möglich sein wird, in der Stadt zwischen Donnerstag den I 28. September, und dem folgenden Montag Platz zu finden. I Die meisten dieser überzähligen Besucher werden in den Vorstädten schlafen. Die Pläne für den Verlauf der Feier I sind vollendet. Der volkstümlichste Teil an der Feier wird I wahrscheinlich der Festzug sein, an dem zwei bis drei Mil- I Honen Leute teilnehmen werden. Admiral Dewey wurde I aufgefordert, an der Spitze zu reiten, aber er wird dieser Aufforderung wahrscheinlich nicht nachkommen." Heber die Kanalisation der Stadt Gießen I welche bei der erfreulichen Entwickelung unserer Stadt immer I mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückt, I isi in diesen Tagen der Stadtverordneten-Versammlung eine I ausführliche Vorlage des Herrn Oberbürgermeisters G n a u t h unterbreitet worden. In einem im April 1888 von dem । I damaligen Beigeordneten Gnauth gestellten Antrag wurde I die Art und Weise, in der die Niederschläge und häuslichen I Brauchwasser aus der Stadt abgeführt werden, eingehend behandelt, und unter Hinweis auf die dabei zu Tage treten- I den Mißstände die Unhaltbarkeit des herrschenden Zustandes dargelegt. Inzwischen wurde, zum Teil mit großen Opfern, auf Beseitigung der gröbsten Mißstände hingearbeitet, immer aber in der Ueberzeugung, daß nur durch eine regelrechte, nach einem einheitlichen Plane auszuführende Entwässerungsanlage den Forderungen entsprochen werden kann, die an I ein größeres, auch in anderer Hinsicht sich neuzeitlich ent- I wickelndes Städtewesen in Bezug auf das Wohlbefinden der I Einwohnerschaft gestellt werden müssen. Das nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung I dem Stadtbauinspektor Steuernagel in Köln in Bearbeitung gegebene generelle Projekt über die Kanalisation I der Stadt Gießen (datiert vom Juni 1890) stellt als maß- I gebend auf: 1) Sämtliche häuslichen Brauchwasser, die I Fabrikwasser, sowie die atmosphärischen Niederschläge sind möglichst am Orte ihres Entstehens durch geschlossene Rohr- I leitungen aufzunehmen und in der Regel vereinigt in einem I Rohr in technisch vollkommener und sanitär befriedigender I Weise thunlichst rasch außerhalb des Stadtweichbildes zu führen. Regen- und Drainagewasser sind nach Möglichkeit I dem Kanalnetz ferne zu halten und überall, wo dies angeht, I direkt oder durch besondere kurze Regenkanäle den bestehen- | den Wasserläufen zu übenreifen. 2) Die Ableitung des I Kanalwaffers erfolgt direkt in die Wieseck, resp. die Lahn. I 3) Auf eine Einführung der Fäkalien in die Kanäle kann zur Zeit verzichtet werden. 4) Der Grundwasserspiegel soll I nach Möglichkeit gesenkt werden, um trockene Keller und I Wohnungen zu erhalten. 5) Durch Ausstellung geeigneter I Pumpwerke, Anbringung von Absperrvorrichtungen usw. ist I dafür zu sorgen, daß die Abwasser der Kanalisation auch I bei Hochwasser von Lahn und Wieseck stets freien Abfluß haben und das Grundwaffer seinen normalen Stand mög- I lichst wenig verändert. 6) Bei Projektierung des Kanal- I netzes muß auf die zukünftige Ausdehnung der Stadt Rücksicht genommen werden. 7) Die Entwässerung soll nach den I Grundsätzen der Schwemmkanalisation durchgeführt werden. I Als dringendste Arbeiten empfiehlt Herr Steuernagel schließ- I lich die Vertiefung und den Ausbau des westlichen Stadt- I ringgrabens von der Pumpanlage bis zum Asterweg, die Kanalisation der Altstadt und der nordwestlichen Neustadt, I sowie die Erweiterung der Pumpanlage. Die Kosten hierfür I sind auf 685000 Mk. veranschlagt, während die Gesamt- I kosten der Straßenkanäle, des Umbaus des Stadtringgrabens, der Straßeneinläufe, der Pumpanlage sich auf 1280000 Mk. I stellen würden. | VW U 1 l «Si -G W.D. « .< «J io 1, >0. 9 5 1 *890 . en ^u6ernn ^crtQN= ■ 1 Derk-ll, , "dley, idbnb'9'" Pr°»°' H-n Ä'*J «Uf ■3Mbtt(2 "«heuet ’h«L ‘ Ä PÜltVQfier ml . °9e W1.^ segenüta '’.Jlt ««tn KM ?'J$t "««übt, ebenjo tattion. _ ®ie getl!llt]9 18 in benjtittgen leiten ielc ,n das Gruvdwasser “0« der Sielsohle wehr andere Vorkehrung, das 1 'enlen, erscheint weder War. - Entschieden an die Sejtimmung, bajj mit ausgenommen und • Die Einleitung der in die Lahn wird jeden- arbeckens und mechanische )ie Kosten und Auslagen Italien nicht vermindert, st bei Einleitung der ich erhöhten Nutzen aus l in annehmlicher und ler Beziehung erhalten, lussiihrung der Hausenten ausgeschlossen werden, tens der Hauseigentümer her gatalien gestattet ist. *)ne tifyblifyte, bohlte biß Projekts and) die beantwortet, daß eine \t würde in der v^env Mhrkvsten verursachen, belästigen, daß fit ihre aus einmal fertigstellen m, zum zweitenmale den ;mutz des Ausbruchs im übrigen ist zu erwähnen, Italien bei einer vollstan- möglich ist. und daß die cht auf gesetzlichem Wege sserspülung durch Wastn- rden, viefach buT* * -ustande und ohne Wasser- durch Geruch rc. m den Mißstände hervomf^ mhqtn würden sich die •enSentilatm ütaM- • Spülb-h-lM. b' « ""d w **. X und sonstigen alten Bor Steuernagel «»7'* „ (Hie Stemel sind * &SK tt wtai) L » nuten eine h UTlttn ans« Mite h^en ersoldE^ beilen * ÄS* w *”***'* i (0 abschließenden Bericht. In dieses Stadium der Verhandlungen fiel — ausgehend im wesentlichen von einem anläßlich der Berliner Gewerbeausstellung gehaltenen Vortrag des Königl. Baurats Herzberg in Berlin — die erneute und vertiefte Beschäftigung mit der Frage der getrennten Abführung der Meteorwässer, der Wunsch, für die endgültige Entschließung der Stadtverordneten-Versammlung über die Kanalisation der Stadt noch nutzbar zu machen die hier einschlagenden Verhandlungen der 1897er Jahresversammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, bei dieser Entschließung aber auch nicht zu entbehren des Beirats des damals in Indien besindlichen Stadtverordneten Dr. Gaff ky. Die Beschlußfassung der Stadtverordneten-Versammlung wurde danach verschoben, und beschlossen, nochmals zu prüfen, ob und in wieweit das Trennungs- fystern für Gießen zu empfehlen sei. Herr Baurat Herzberg hat sich dieser Aufgabe unterzogen und unterm 26. Januar 1898 einen generellen Vorbericht erstattet. Herr Herzberg berechnet die Kosten auf 1,360,000 Mk., wovon 200,000 Mk. auf die Hauswässer-Kanalisation, 460,000 Mk. auf die Regenwasser-Kanalisation kommen. Die gegen das Kanalisationsprojekt mit gemeinschaftlicher Ableitung der Schmutz- und Meteorwässer geltend gemachten Bedenken, daß die in die Wieseck mündenden sechs und die in die Lahn mündenden fünf Notauslässe bei jedem einigermaßen starken Regenfall so viel in den Kanälen lagernde Fäkalien und sonstige Schmutzstoffe in die Flußläufe gelangen lassen, daß dadurch Zustände geschaffen werden, die möglicherweise die jetzigen an Widerlichkeit Übertreffen. Besonders könne nachgewiesen werden, daß der Betrieb der getrennten Anlage erheblich weniger kostet, als bei der gemeinsamen Anlage. — Zu diesem Projekt selbst äußert sich Herr Lindley- Frankfurt wie folgt: „Ich kam aber nach reiflicher Erwägung aller Verhältnisse zu der Ueberzeugung, daß die Einführung des getrennten Systems in Gießen ein Fehler wäre, den teils die Stadt als Gesamtheit, dann aber auch später namentlich die Liegenschaftbesitzer schwer empfinden würden." (Schluß folgt.) Heer und Marine. — Auffallend viele Prinzen aus fürstlichen Häusern befinden sich unter den jüngst verabschiedeten Offizieren. Prinz Wilhelm zu Salm-Horstmar, Leutnant ä la suite des 3. Garde - Ulanen - Regiments, Sohn des Fürsten Otto; Prinz Hermann zu Stolberg - Wernigerode, Leutnant im 1. Garde-Dragoner-Regiment, ein Bruder des Fürsten Christian Ernst, Graf Eberhard zu Stolberg- Wernigerode. Leutnant ä la suite des Kürassier-Regiments Königin, Sohn des Oberpräsidenten Grafen Constantin, und Graf Ernst zu Solms-Rödelheim, Leutnant ä la suite des 3. Garde-Ulanen-Regiments. Prinz Hermann zu Stolberg- Wernigerode tritt, nachdem er längere Zeit zur Dienstleistung bei dem Auswärtigen Amt kommandiert gewesen, in den diplomatischen Dienst über. Erbgraf Carl v. Schlitz gen. v. Görtz, Leutnant im 1. Garde-Regiment z. F., tritt zu den Offizieren ä la suite der Armee über. — Das englische Kriegsministerium hat die versuchsweise Einführung von Maschinengewehren bei einigen Regimentern der Miliz befohlen, um bei günstigen Resultaten die ganze Miliz mit dieser neusten der modernen Waffen zu versehen. Es ist schon längst von höheren Offizieren die allgemeine Einführung befürwortet worden, dieselbe verzögerte sich bisher jedoch wegen der ungeheuren Kosten, die eine solche Einführung mit sich bringt, denn es handelt sich nicht bloß um das Gewehr allein, sondern dieses ruht auf einer Lastete, die sich wenig von der eines Feldartilleriegeschützes unterscheidet, ferner die Pferde und endlich die Unmenge von Munition, da ein Maschinengewehr in der Minute 400—600 Schuß abzugeben imstande ist. Kirche und Schute. — Vom 4.-7. Oktober tagt in Barmen der 11. Deutsche Evangelische Schulkongreß. Zu Frankfurt a. M. im Jahre 1882 begründet, hat dieser Kongreß, der sich die Erhaltung und Förderung des evangelisch-christlichen Schulwesens zur Aufgabe gemacht hat und gleichermaßen dem höheren wie dem BolkSschulwesen seine Aufmerksamkeit zu- gewendet, nach und nach in den verschiedensten Gegenden des deutschen Vaterlandes getagt. Zuletzt, im Jahre 1897, trat er in Hamburg zusammen. Alle, seine Versammlungen sind bisher aufs glänzendste verlaufen. Auch der diesjährige Kongreß dürfte eine große Anziehungskraft ausüben. Unter den zur Behandlung kommenden Themata seien hier nur genannt: „Der alttestamentliche Religionsunterricht an höheren und Volksschulen" und: „Sind im Blick auf die zunehmende Verwilderung der Heranwachsenden Jugend obligatorische Fortbildungsschulen erwünscht oder nicht?" An dem Evangelischen Schnlkongreß beteiligten sich nicht bloß Schulmänner, sondern evangelische Christen aller Stände und Berufsarten; es verleiht dies dem Kongreß sein eigentümliches Gepräge, aber auch seine eigenartige und hervorragende Bedeutung. Arbeiterbewegung. Reichenberg, 14. September. In der Wollwarenfabrik Fritsch u. Komp, zu Haindorf stellten 400 Weber die Arbeit ein. Die Streikenden stellen 10 Forderungen, darunter Zehnstundentag und Lohnerhöhung. In den letzten Tagen wurde in 30 Betrieben mit 7000 Arbeitern hier in der Umgebung der Zehnstundentag eingeführt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Luk«Sgem«tnde Den 9. September. Louis Georg Heinrich Rothe, Bureau- Vorsteher zu Gießen, und Emma Vorlop, Tochter des Handschuhmachers Wilhelm Vorlop zu Gießen. Getaufte. Mattdäuögemeinde. Den 10. September. Dem Maurer Andreas Krug ein Sohn, Johannes Heinrich, geboren den 9. August. Denselben. Dem Schuhmacher Theodor Judt eine Tochter, Elise Amalie, geboren den 10. August. LuküSgemetnde. Den 10 September. Dem Installateur Wilhelm Wehn ein Sohn, Paul, geboren den 5. August. Den 12. September. Dem Oberkellner Alexander Weingardt ein Sohn, Albert Friedrich, geboren den 17. Juli. JohanneSgemetude Den 10. Sevtember. Dem Schutzmann Earl Moritz Haas ein Sohn, Christian Carl, geboren den 4. Juli. Denselben. Dem Schlosser Paul Bell eine Tochter, Christiane Elise Elsa, geboren den 13. August. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Peter Kuhn ein sohn, Heinich Johannes, geboren den 12. August. Denselben. Dem Oberpostasststent Wilhelm Kammer ein Sohn, Franz Heinrich Carl, geboren den 4. August. Beerdigte. MatthäuSgemeinde. Den 13. September. Heinrich Theodor Strack, Schuhmacher, verheiratet, 53 Jahre alt, starb den 11. September. LukaSgemetnde. Den 10. September. Julie Dorothea Schwall, geb. Carl, Witwe des Kaufmanns Wilhelm Schwall I., 77 Jahre alt, starb den 8. September. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 18. September bis 23. September. Die Kurkapelle spielt täglich morgens von 7 Uhr auf der Terrasse: Konzert der italienischen „Banda Munictpale dt Pratola" umet Leitung von Lorenzo Pupilla. Mittwoch den 20. September, nachmittags von 4 bis 6 und abends von 77« bis 9*/a Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. (Nachmittags ©infonfc'C-dur Nr. 1 von L. v. Beethoven). Donnerstag den 21. September, nachmittags von 4 bis 6 und abends von 7»/j bis 9Ve Uhr: Konzert der Kurkapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im «vaale: Zaubervorstellung des Hofkünstlers Bellachint aus Marburg. Freitag den 22. September, nachmittags von 4 bis 6 und abends von 71/« bis 9% Uhr aus der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Samstag den 23. September, nachmittags von 4 bis 6 und abends von 77, bis 97t Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Spirlplm irr ntrtinigfra Zrankfnrt» StMhealer. Opernhaus. Dienstag den 19. September: Meistersinger. Mittwoch den 20. September: Götz von Berl ich Ingen. Donnertzkag den 21. September: Lasso Porto. Hierauf: Da« Pensionat. Freitag den 22. September: Trompeter von Säkkingen. Samtztag den 23. September: Der Bärenhäuter. Sonntag dm 24. September: Die lustigen Weiber. Montag den 25. September: Carmen. Dienstag den 26. September: Iris. Over in 3 Akten von Pietro Mascagni. GchauspielhauS. DimSiagden 19.September: Matthias Golltnger. Mittwoch den 20. September: Das Pensionat. Hteiaus: Die Verlobung b.ei der Laterne. Donnerstag den 21. September: Im weißen Röhl. Freitag den 22. September: Zaza. Samstag den 23. September: Hans. Sonntag den 24 S-ptcmber, nachmittags 37,Uhr: Im weißen Rößl. Abends 7 Uhr: Hans. Montag den 25. S-ptember: Der Biberpelz.__ Kitteratnr, Wissenschaft und Kunst. — Dir beliebtesten Jugendschriften in Amerika. Heber „Jugendlektüre in Amerika" lesen wir einiges in der Hamburger „Jugendschriftenwarte". Eine dreifache Umfrage ergab, daß die ameri- kanischen Kinder meist einen vernünftigen Geschmack und fast durchweg nur für Bücher von litterarischem Wert Interesse haben, die wertlosen sogenannten Jugendschriften dagegen geringschätzen Die meisten der befragten Kinder erklärten „Onkel Toms Hütte" für das beste Buck,, weiter „Robinson Crusoe", Longfellows „Eoangeline", Scotts „Jvanhoe" und Jungfrau vom See", Dickens' „Heimchen am Herd", Wallaces „Ben Hur" u. a. m. Die Auswahl zeigt, daß die amerikanische Jugend thatsächlich guten Geschmack hat. Alle diese hier genannten inhaltlich wertvollen Bücher sind bei unserer deutschen Jugend natürlich ebenfalls hochbeliebt, und es ist gerade ein dankenswerter Zweck der bekannt-n „Bibliothek der Gesamt-Litteratur des In- und Auslandes," daß sie uns und unfern Kindern diese Literarischen Schätze in guten aber wohlfeilen Ausgaben vermittelt. Alle diese obenbezeich- neten Werke sind in der eben erwähnten Bibliothek der Gesamtlitteratur (25 Pfennig-Ausgabe) erschienen. Wirklich sollte seder Familienvater bei Auswahl guter Bücher für seine Lieblinge — wie natürlich auch für sich selbst — den Katalog dieser ausgezeichneten Bibliothek zur Hand nehmen. (Otto Hendel in Halle a. S.) sendet denselben auf Verlangen sofort postfrei zu. — Grundzüge der Volkswirtschaftslehre. Von Professor Ludwig Fleischner. Verlag der Handels-Akademie Leipzig. Oktav — gebunden — Mk. 3,—. Die Aufgabe, die der Verfasser durchgeführt hat, war aus mehreren Gründen keine leichte; vornehmlich mußte die goldene Regel: „In der Kürze liegt die Würze* bei dem überreichen Stoffe die erheblichsten Schwierigkeiten bereiten, sollte trotzdem das hauptsächliche nicht außer Acht gelassen und dabei ein brauchbares Handbuch geschaffen werden. Zudem galt es, den Gegenstand in einer Weise und Form zu behandeln, daß diejenigen, denen die Darstellung in erster Linie dienen soll, von der Lektüre einen wirklichen Nutzen haben, daß sie das Dargebotene verstehen und verdauen können. Selbst eine nur oberflächliche Durchsicht des Buchs gestattet, sich davon zu überzeugen, daß das gesteckte Ziel in der Hauptsache erreicht ist. Nach einer kurzen einleitenden Betrachtung über Begriff, Wesen und Umfang der Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich die Darstellung mit der Erzerlgung, dem Umlauf, der Verteilung und dem Verbrauche der Güter, in welchen Abschnitten das wesentlichste aus dem weitschichtigen Gebiete der Volks« Wirtschaftslehre entwickeln wird. Ein geschichtlicher Abriß dieser $ßiffen« schäft bildet den Schluß der lehrreichen Arbeit.__________________________ Verkehr, Kau- und Naikswirtschast. Pfälzer Tabake. Von der verflossenen Woche ist, was das alte Geschäft anbelangt, nicht viel zu berichten und wurde fast garnichts umgesetzt. Erstens sind die Fabrikanten noch sehr zurückhaltend und zweitens hat durch die israelitischen Feiertage das Geschäft ziemlich ruhig gelegen. Der in den letzten Tagen niedergegangene anhaltende Regen hat den letztgepflanzten Tabaken im Wachstum noch sehr geholfen, während er die erstgesetzten Pflanzen schnell zur Reife brachte. Sollten wir in den nächsten Tagen nochmal wärmeres Wetter bekommen, damit die Pflanzer den Tabak ausreifen lassen könnten, wäre dies sehr gut. Wenn es auch auf die Qualität des Tabaks einen Einfluß nicht mehr ausüben kann, so wird derselbe doch etwas dünner im Blatt. Es wurden letzter Tage sämtliche Sandblatt in den Haardtorten Friedrichsthal, Spöck, Staffort rc. rasch zum Preise von Mk. 28 bis 33, in der oberen Gegend der Rheinpfalz zu Mk. 20 bis 25 verkauft. Obwohl im Vorjahre fast alle farbigen Sandblätter von Schweizer Fabrikanten aufgekauft wurden, so ist man nicht gesonnen, diesmal ebenfalls dieselben Preise anzulegen, da ein großer Teil der Ware noch auf dem Felde steht und die Witterung auf die Helle Farbe sehr einflußreich wirken dürfte. In Oberländer Ware wurden einige kleine Posten Umblatt und Einlagetabake in der Preislage von Mk. 38 bis 44 umgesetzt. Pfälzer Rippen geschäftslos, feine lose Mk. 9 bis 9»/,, gebündelt Mk. 10 bis 11._______________________________ Die Abneigung der Kinder gegen Suppen und Brei ist bekannt und auch natürlich, denn wir Erwachsene möchten auch nicht nur von Brei leben. Wenn man den Kindern eine anregende und doch nahrhafte Kost giebt, so gedeihen sie doppelt so gut, als wenn man sie zum Essen wider Willen zwingen muß. So trinken Kinder z B. den ärztlicherseits so sehr empfohlenen Hausens Kasseler Hafer-Kakao (nur echt in blauen Kartons von 27 Würfeln — 40 bis 50 Taffen für Mk. 1,—) mit wahrem Behagen und gedeihen prächtig dabei. Jede Mutter sollte diesen Hinweis berücksichtigen. 5907 Comsbericht von Conrad öletz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10. 1 «ottkse vom 9./9. | 16./9. s Ä <«surfe vom 9./9. | 16./9. s r gangenen Jahre, wird auch eine ei Die im Aushebung' Hereiche liegenden! mehr die Rekruten Garnisonsorte der t sondern die zur E Weisung, sich direkt Garnison zu begebe sie zugeteilt sind, z im ReichSlaude lieg kommeudru Rekrut Reiche zur Garde in weiter abgelege beim bisherigen I •• Von hesfis! Schreiner Johanni vom Amtsanwalt i aus Flensungen Friedberg; Dienst wegen Diebstahls : Sachsenhausen we Mmergeselle Heini sämtlich vom Amts Hahl aus Viernheim TaMrr Otto Sa W m Mndrr anwaltschast Main; heim wegen Bew Zimmermeister Loi fälschung vom Un lohner Augustin Bi Friedrich Dietz au Kaufmann Otto ($ lEtlich vom Amts- M «o8ateti am Staatsanwaltschaft m Groß-Bocken Staatsanwaltschaft K@!?r9Qrb toe9' M; Former Erni Polizeiamt D Qu8 Stein wegen 9 Unte’ KB:-» 'S? gM & ■ Ä?« rK'L « bt°i K?" runde» Nn 'ZrrQunei N bte bem q Sn JSSP» b Äis Geschäft verbunden mit bei „ Deutschen Bank, „ . Berliner Handels-Gesellschaft. „ „ Nationalbank für Deutschland, 6722 Geißler, Gerichtsvollzieher. Am Donnerstag, dem 21. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr beginnend, soll das Dr. Hari. 4251] Zwei schöne, ineinandergehende möblierte Zimmer alsbald zu vermieten. _____________Neuenweg 39, pari. 6431] 2 bis 3 elegant möblierte Zimmer an befferen Herrn alsbald zu verm. Grünbergerftratze 14, n. 03186] Laden zu vermieten. ___________________Lindcnplatz 3. 6696] Kaplansgasse 27 Laden mit kleiner Wohnung, sowie eine 3-Zimmer- wohnung zu vermieten. Näheres Westanlage 4.___________ 5751] Pferdestall mit Burschengelaß zu vermieten.Asterweg 40. Licherftratze 59. 03247] Zwei Hühnchen entlaufen. Metzger Hermann Euler. 5813] Zu vermieten: 3 Zimmerwohnung mit Zubehör. Rodheirner« tratze 50, Friedrich Cost.______________ 6337] Helle, freigel. 4-Zimmerwohnung mit Zubehör sogleich oder per 1. Novbr., auch zu Bureauzwecken geeignet. _______________Ludwigstraße 12. 6483] Mansarde, zwei Zimmer, zu 3h verkaufen Preiselbeeren feinste schwedische Ware (zum Einkochen) empfiehlt 6167 J. Ni. Schulhof. Meine werte Kundschaft wird höfl. gebeten, ihren Bedarf baldigst aufgeben zu wollen, da die Saison sehr kurz sein wird. Jede empfindliche Hanl gebrauche nur meine Hoilette-Iellseise. Dieselbe ist mild, zart und sparsam im Gebrauch. Vorgewogen per Pfd. 70 Pfg. Emil Bender, Marktplatz 18. Schönschreib-Unterricht. 6488] Kleine Familienwohnung, zwei Zimmer, Küche mit Zubehör, per 1. Oktober zu vermieten. _______C. Kruse, Schanzenstraße 18. 03153] Eine WohNUNg, 3 ZiMMkk und Zubehör, zu vermieten. ___________________Bruchftratze 10. 5057] Zum 1. Oktober ist eine sehr schöne Wohnung, 1. Etage, 6 Zimmer, Badez., Veranda, an eine ruhige Familie zu vermieten. Näheres Bahnhosstr. 71. Ludwigstraße 31. ß Wegen Versetzung des Herrn Assistenzarzt Dr. Clasen ist der mittlere Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, zu vermieten und alsbald zu beziehen. Fr. Seibel. 6506] Marktstratze 29 schöne Mansardenwohnung von 3 Zimmern mit Wasserleitung per 1. Oktober zu vermieten. Zu erfragen Westanlage 38.______ 6595] Westanlage 38 3. Stock, schöne 6—7 Zimmer-Wohnung mit allem Zube- hör sofort zu vermieten._________________ 6534] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Näheres Wclerftratze 18, I._________ 03223] Ein Logis zu vermieten. __________Katharinengafse 7. 6697] 2-Zimmerwohnung an kinderlose Leute zu vermieten. Westanlage 4. 03229] Ein schönes, großes, möbliertes Zimmer zu verm. Grabenstr. 12, part. 6579] Möbl. Zimmer mit Kabinett zu vermieten. Ludwigstratze 30, I. 6434] Schön möbl. Zimmer zu verm. I. M. Schulhof, Marktstraße 4. 6091] Möbl. Zimmer u vermieten. Seltersweg 71II.