1S99 Samstag den 19. August Mers, Anrts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gieren. idt. « bei unserem iuchllunß 'n 21. W: des n B Ittt Anjeigrn-BermittlunßSsteüen bet 3®* ®®b ÄuiUaX «etzmrn Änyigeu für den Gießen« Anzeig« tÄtyye. ÄtUftten, eptMtion und Druckerei: -4»tß"te Mr. 7. ie Otto. 6075 )is 17. September. Stellung. itärkonzert. 5596 Iscbulgebande. L Yveitag. t«n0«t HR Anzeigen zu der nichm'ttaz- für Ha felgenM* Te% erscheinenden Numm« M »em. W Uhr. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde.__________________ In Bezug auf die der Frauenbewegung zugrunde liegenden Ursachen ist hervorzuheben: 1. die in den meisten Staaten noch bis zu einem gewissen Grade bestehende bürgerliche Unselbständigkeit der Frau, welche in vielen Fällen allerdings zu Mißständen geführt hat, und von dem weibli-hen Geschlecht weit drückender empfunden wird als der Mangel politischer Gleichberechtigung; 2. die Bedrängnis, in welche die lediglich für die Ehe vorgebildeten Frauen vielfach geraten, wenn sie entweder dieses Ziel nicht erreichen, oder Witwen werden, ohne daß sie genügende Unterhaltungsmittel besitzen; 3. die Notwendigkeit für immer qrößere Kreise auch der verheirateten Frauen (besonders der unteren Klassen), den Verdienst des Mannes durch eigene Arbeit vermehren zu Helsen; 4. der allgemeine soziale Zug der Zeit, durch welchen das Gefühl des gleichen Wertes tm Weibe hervorgerufen worden ist, und nach Bethätigung und Anerkennung strebt. In Bezug auf die Ziele der Bewegung unterscheiden wir in der Hauptsache zwei Richtungen, eme gemäßigtere und eine radikalere, die sich im großen Ganzen mit den Beziehungen der bürgerlichen und sozialdemokratischen Frauenbewegung decken. Die radikale Richtung strebt nach Beseitigung der sozialen Unterschiede zwischen Mann und Weib überhaupt, sie fordert politische und staatsbürgerliche Gleichberechtigung in Bezug auf alle Einrichtungen der menschlichen Gesellschaft. Die gemäßigtere Richtung will nur die Auswüchse und Ungerechtigkeiten des bestehenden Systems beseitigen, die Erwerbsbedingungen für das weibliche Geschlecht erweitern und günstiger gestalten, die bürgerliche Stellung der Frau und insbesondere ihre Mutterrechte Abreffe für Depeschen: Anzeiger frUfcCU Fernsprecher Nr. 51. Nr. 194 Zweites Blatt Bon der Arbeit. Vor einer ganzen Reihe von Jahren, als die Aufstellung von neu konstruierten Maschinen immer mehr zunahm, wurden zahlreiche Befürchtungen ausgesprochen, die eiserne Arbeitskraft werde die Arbeitskraft der Menschenhand immer mehr einschränken, schließlich eine große Arbeitslosigkeit herbeiführen. Die Aufstellung von neuen Maschinen ist darum häufig der Gegenstand heftiger Bekämpfung gewesen, sogar Ausschreitungen und Unruhen haben sich mitunter daran geknüpft. Seitdem sind viele Jahre vergangen, immer neue Maschinen von früher kaum möglich gehaltener Leistungsfähigkeit und Genauigkeit sind erfunden, welche das Arbeitsbild in der Industrie wie in der Landwirtschaft sehr wesentlich verändert, freilich auch ganzen Hand-Jndu- strieen den Garaus gemacht haben. Aber trotz dieser enormen Zunahme und ungeachtet der Vielgestaltigkeit der Maschinen ist, wie die Thatsachen beweisen, zum Ausgange unseres Jahrhunderts gerade das Gegenteil von dem eingetreten, was man im Verlaufe des Jahrhunderts befürchtet hatte: nicht nur keine Brodlosigkeit von Tausenden von Arbeitern ist vorhanden, die Nachfrage nach menschlicher Arbeitskraft kann heute vielmehr nicht einmal voll gedeckt werden. Die Bedürfnisse der modernen Zeit, neue Erfindungen, in der Landwirtschaft, intensiverer Landbau haben so viele neue Arten von Beschäftigung hervorgerufen, daß niemand im deutschen Reiche, der arbeiten will, wegen eines genügenden und befriedigenden Lebensunterhaltes für sich und seine Familie in Sorge zu sein braucht. Die Nachfrage nach menschlicher Arbeitskraft kann heute im deutschen Reiche nicht voll gedeckt werden! Eine ganze Reihe von Veröffentlichungen aus großen und kleinen Städten, aus Jndustriebezirken und aus Kreisen der Landwirtschaft beweisen das. Von der Landwirtschaft wird nun freilich der Arbeitermangel schon lange empfunden, aber in der Industrie hatte man jedoch zahlreiche Leute zur Verfügung. Zurzeit ist es aber anders, in wichtigen deutschen Jndustriebezirken meldet sich auf Nachfrage nach Arbeitern ein nicht unerheblicher Bruchteil weniger, als Leute verlangt wurden. Dadurch sind verschiedentlich ganz merkwürdige, aber durchaus folgerichtige Erscheinungen hervorgerufen worden. Industrielle Etablissements und Anlagen, in welchen Arbeitermangel bestand, vermochten nicht allen an sie herantretenden Bestellungen und Aufträgen gerecht zu werden, und durch die Verzögerung in der Ausführung der bestellten Waren ging wiederum den bestellenden Gewerbebetrieben das Arbeitsmaterial aus, so daß sie gezwungen waren, etwas zu pausieren. So ist in diesem Jahre die volkswirtschaftlich interessante Thatsache zu beobachten gewesen, daß auch bei regstem industriellem Geschäftsgänge und selbst bei vorhandener starker Nachfrage nach Arbeitern doch eine zeitweise Arbeitslosigkeit Platz greifen kann. Wir werden, vierteyährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pf, mit vrmg«t»hn. Bei Postbezug t Mark 50 P^ '*erk(iiH(i* Deutsches Reich. Berlin, 17. August. Das Abgeordnetenhaus hat heute zunächst mit 212 gegen 209 Stimmen den Bau des Dortmund-Rhein-Kanals und die Strecke Dortmund-Bevergern und alsdann die ganze Mittelland-Kanal-Vorlage mit großer Majorität (228 gegen 126 Stimmen) in zweiter Lesung ab gelehnt. Berlin, 17. August. Bei der Abstimmung über den Mittelland-Kanal im Abgeordnetenhause hatten sich 75 Mitglieder, hauptsächlich vom Centrum, der Stimme enthalten. Die §§ 2 und 5 wurden abgelehnt. § 6 wurde mit 217 gegen 108 Stimmen angenommen. Dadurch ist die dritte Lesung der Vorlage gesichert. § 7 wurde abgelehnt, die §§ 8 und 9 angenommen. Darauf vertagte sich das Haus auf morgen. Tagesordnung: Kleinere Vorlagen. Der Präsident teilt noch mit, daß er die dritte Lesung der Kanal-Vorlage auf die Tagesordnung zu setzen gedenke. Berlin, 17. August. Der „National-Zettung" zufolge gilt es nunmehr als sicher, daß aus der zweiten Lesung nur ein Torso der Kanal-Vorlage hervorgehen wird, welcher dazu bestimmt ist, eine dritte Lesung zu ermöglichen. Diese wird am Dienstag stattfinden, da das Ansinnen des Centrums, durch Vertagung derselben die Kanal-Vorlage bis über die Gemeinde-Wahlreform zu vertagen, von allen anderen Parteien abgelehnt wird. Berlin, 17. August. Dem „Berliner Tageblatt" wird aus Paris gemeldet: Labori hatte heute morgen etwas Fieber. Offenbar regte er sich bei den Gedanken an das was im Sitzungssaale vorgehe, auf. Seine Freunde hoffen gleichwohl, die Besserung werde regelrecht fortschreiten, die Optimisten erklären sogar, er werde am Montag die Verteidigung wieder übernehmen. Vom Advokaten Mornard ist in der Nacht eine Depesche eingetroffen. Mornard, der erst die Erlaubnis hat einholen müssen, vor dem Kriegsgericht zu plaidieren, wird heute abend in Rennes eintreffen und morgen früh Laboris Platz einnehmen. Er wird bis zur Rückkehr Laboris die nötigen Fragen an die Zeugen richten. ' Berlin, 17. August. Wie über die anderen Einzeletats i des Reichshaushalts für 1900 finden jetzt auch kommissarische Beratungen über den Reichsmarineetat statt. Im Flottengesetz sind für Schiffbauten und Armierungen 356,7 Millionen Mark bewilligt. In der ungefähren Höhe von 62 Millionen wird man die Forderungen für 1900 beim ordentlichen Etat der einmaligen Ausgaben der Marine- Verwaltung zu erwarten haben. Was die Einzelheiten betrifft, so dürfte für Schiffsbauten, deren Inangriffnahme Industrie nicht von einer fremden rücksichtslos über den Haufen geworfen werden soll?(R. H. V.) ♦Whit U|M Mit luSntbuu bei Kenteg«. Die Mrrbrti bem Wnjcigcr Wöchentlich Ditrmel kitekflt jWUH ick. 6P8K Wacker. verbessern, die Berufsvorbildung vertiefen, für eine angemessenere Erziehung auch für die Anforderungen des Lebens sorgen, denn bisher ist die Gewerbefreiheit dem weiblichen Geschlecht wenig ober gar nicht zugute gekommen, weil gesellschaftliche Vorurteile und der Mangel einer besonderen Berufsvorbereitung die Frau an der ausgedehnten Verwertung ihrer Arbeitskraft verhinderten. Daher die Zu- sammendrängung des Angebots auf Gebieten, für welche alle die gleichmäßige Befähigung mitbringen, und die dadurch bedingte Herabdrückuug der Löhne. Hand m Hand hiermit geht das Streben nach Erzielung ausreichenden Schutzes der Frau gegen wirtschaftliche und sittliche Ausbeutung. , „ P£ ,. Der historische Verlauf der Bewegung knüpft an die französische Revolution an; bekanntlich spielten die Frauen in derselben eine hervorragende Rolle und traten schon damals mit der Forderung voller Gleichstellung auf. Der schriftlichen Agitation in Romanen, Gedichten und Abhandlungen folgte bald die mündliche in Versammlungen und Vereinen. Zuerst nahm die Bewegung in den Vereinigten Staaten eine konkretere Form an, wo sie feit 1840 — wir folgen hier den bemerkenswerten Ausführungen des Herrn Professor Pierstorff im Handwörterbuch der Staatswissenschaften — durch die Antisklaverei-Agitation m Fluß gebracht wurde. Bon vornherein trat hier die Frage der politischen Gleichberechtigung stark in den Vordergrund. 1848 tagte der erste Frauenkongreß, 1850 der erste Kongreß zu gunsten des Frauenstimmrechts. 1869 bildeten sich zwei große Vereine, die National Woman Suffrage Association und die Zeuiüets«. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder AuSzug verboten. XIII. Frauenbewegung. wenn die industrielle Entwicklung so weiter geht, diese Erscheinung wohl noch häufiger beobachten können. Die Frage liegt nahe, ob ein solcher Zustand, das heißt ein fortschreitender Bedarf an menschlichen Arbeits- kräften, der über das Normale hinausgeht, nicht wirtschaftliche oder soziale Gefahren mit sich bringen kann. Man hört schon die Erörterung streifen, ob Deutschland auf dem Wege ist, mit der Zeit zu amerikanischen Zuständen zu kommen, was eine völlige Umwälzung des landwirtschaftlichen Betriebes und mindestens eines erheblichen Teiles der einzelnen Industriezweige und Gewerbe bei völlig veränderten Lohn- und Preis-Verhältnissen bedeuten würde. Der deutsche Volkscharakter hat einzelne Züge der modernen Zeit nicht ganz abweisen können, aber es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß in uns doch noch so viel deutsch geblieben ist, daß wir uns nach der amerikanischen Geldgier und dem amerikanischen Raubsystem im Wirtschaftsleben, nach der Knechtung des Schwächeren durch rücksichtslose Stärke nicht gerade sehnen. Der Deutsche hat zum Ausgang des neunzehnten Jahrhunderts seine helle Freude an neuen Geistesschöpfungen und Unternehmungen, und wir stehen in solchen Geistesschöpsnngen und Unternehmungen hinter keiner anderen Nation zurück, aber wir sehen nicht in Bergen von Geld die einzige Triebfeder zu unserer Thätigkeit. Erfreulich wäre es also gerade nicht, wenn wir sagen müßten: Ja, wir steuern nordamerikanischen Zuständen im Wirtschaftsleben entgegen! Damit würde auch die Banke- rott-Erklärung des deutschen Nationalcharakters, wie wir ihn verstehen, ausgesprochen sein. Aber wenn die Besorgnis auch wohl eine solche Frage aufwerfen lassen kann, es hegt kein Zwang vor, sie zu bejahen. Deutschland ist ein Bundesstaat mit einer Reihe von Monarchen an der Spitze der letzeren, mit dem Reichstage und einer Zahl von Landesvertretungen, mit einer zum größten Teil noch wirklich deutschen Bevölkerung, die sich nicht blindlings der tollen Leidenschaft der Geldgier und des Eigennutzes überliefern werden. Deutschland ist eben deutsch und nicht amerikanisch. Es stimmt, daß man jenen, die solche Besorgnisse hegen, nicht schwarz auf weiß wird beweisen können, welchen Gang die Entwicklung der Arbeit bei uns nehmen wird, aber die Zukunft wird die Thatsache nicht täuschen, welche uns eine lange Vergangenheit gab, einen ruhigen Ausgleich! Ebenso mußte man in früheren Jahren, ja fast mit noch größerem Rechte als heute, die Befürchtungen für - angebracht halten, daß die Maschinen Tausende von Arbeitern brodlos machen würden. Das Gegenteil hat sich, wie die Zahlen beweisen, gezeigt. Warum soll die weitere Entwickelung unseres gesamten Arbeitslebens auf Grund von zu machenden Erfahrungen, vielleicht nicht ohne herbe Lchren für die, welche nicht hören wollen, nicht einmal dahin führen, daß Arbeitgeber und Arbeiter erkennen, tote sie fest zusammenhalten müssen, wenn unsere deutsche Miderlicl ||tt «• 5,i' 6011 ----- I« engem Zusammenhänge mit den sozialen Bestrebungen 19. Jahrhunderts steht die Frauenbewegung, welche mehr noch fast als der Sozialismus als Kind unseres Jahrhunderts anzusehen ist. Angeregt wurde die Frauenfrage allerdings auch schon früher, sogar schon im Altertum von Platon, der in seinem idealen Staate das Weib mit weitgehenden Rechten ausgestattet wissen wollte. Im vorigen Jahrhundert forderte Marie Wollstonecrofft in ihrem Buche Vindication of the rights of woman“ für das Weib Teilnahme am staatsbürgerlichen Leben, das Recht auf Aemter m. s. w. Mehr und mehr erklärten sich nun Schriftsteller und Schriftstellerinnen für das Recht der Frau, indem sich manche der letzteren, wie Lady Morgan, Frau v. Staol, George Sand u. s. w., selbst emanzipierten. Vor allem wurde mit Recht der Umstand geltend gemacht, daß mit der Zunahme der Frauenrechte diejenige der allgemeinen Kultur- Verhältnisse in gleichem Verhältnis steht; mit der fortschreitenden Kultur bildet sich die Frau von der Sklavin des Mannes zu seiner gleichberechtigten Gefährtin aus. Meßmer Anzeiger Heneral-^Unzeiger Mi? Ocn Pfirsich*'v ,00 * f 100 " " 100 vor dem Flottengesetze beschlossen wurde, noch eine Position erscheinen und zwar die 4. Rate zum Bau des Linienschiffes „Ersatz König Wilhelm". Sodann dürften drei verschiedene auf Grund des Flottengesetzes aufgestellte Forderungskategorien im Etat verzeichnet sein, einmal die dritten Raten für die im Etatsjahr 1898 begonnenen Bauten und zwar die Linienschiffe A und B, den großen Kreuzer A und die kleinen Kreuzer A und B, sodann die zweiten Raten für die irrt Jahre 1899 in Angriff genommenen Linienschiffe C, D und E und die kleinen Kreuzer C und D, drittens die ersten Forderungen für die Neubauten, welche im Jahre 1900 beginnen sollen. Im Reichstage sind im Januar d. I. als solche 2 Linienschiffe, 1 großer und 2 kleine Kreuzer bezeichnet worden. Es würden sich demnach auf Grund des Flottengesetzes im Jahre 1900 in Ausführung begriffen befinden können 7 Linienschiffe, 2 große Kreuzer, 6 kleine Kreuzer. Males and MsvinMes. Gießen, 18. August 1899. ** Dienstnachrichten. Dem Schulamtsaspiranten Joh. Schröder aus Planig wurde eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Erlenbach übertragen; der Karl Sting aus Darmstadt wurde zum Mechaniker am physikalischen Institut der Technischen Hochschule ernannt; dem Schullehrer Servatius Rudolph zu Ober-Hilbersheim wurde eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gaulsheim, dem Schulamtsaspiranten Anton Mang aus Heppenheim a. d.B. die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter-Abtsteinach, dem Schulverwalter Philipp Ellrich zu Ockenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wackernheim, dem Schulamtsaspiranten Karl Kirn aus Offenheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kocherbach, dem Schulamtsaspiranten Kaspar Spreitzer aus Laubenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heidesheim, dem Schulamts- Aspiranten Heinrich Sperb aus Wahlheim eine Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Groß-Zimmern, dem Schulamtsaspiranten Jakob Schmitt aus Horchheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ockenheim übertragen; dem Geometergehilfen Johannes Fey aus Groß Gerau wurde das Patent als Geometer 11. Klasse für den Kreis Groß-Gerau erteilt; der Schulverwalterin an der höheren Bürger-(Mädchen-)Schule zu Friedberg Auguste Frank wurde eine Lehrerinnenstelle an dieser Schule, dem Schullehrer Adam Schmitt zu Appenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Ingelheim übertragen; dem Geometergehilfen Johannes Weis aus Heppenheim a. d. B. wurde das Patent als Geometer I. Klasse für den Kreis Heppenheim, dem Geometergehilfen Karl Gräf aus Alzey das Patent als Geometer I. Klasse für den Kreis Alzey erteilt; dem Schulamtsaspiranten Heinrich Keil aus Sprendlingen (im Kreise Offenbach) wurde eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen, dem Schulamtsaspiranten Peter Bersch aus Nieder Beerbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dudenhofen, dem Schulamtsaspiranten Adolf Baum aus Ruppertsburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bodenhausen II, dem Schullehrer Philipp Kitz zu Geiß-Nidda eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wallerstädten, dem Schullehrer Leonhard Haas zu Rohrbach (im Kreise Erbach) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Walldorf übertragen. — Der Dammwärter Peter Schneider zu Stockstadt wurde seines Dienstes, die Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz Eugenie Kratt auf ihr Nachsuchen aus dem Schuldienste, der Forstwart der Forstwartei Eichelsdorf Friedrich Zimmermann durch Urteil des Verwaltungsgerichtshofs feines Amtes, der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Schönnen Georg S ch w i n n aus dem Schuldienste 'entlassen. American Suffrage Association, welche sich 1890 zu der National - American Woman Suffrage Association vereinigten. Auch die angeblich 200,000 Mitglieder zählende Woman’s Christian Temperance Union erwarb sich großen Einfluß. Anfang der 60er Jahre entstand das Medicinal College für Frauen in Philadelphia, es gründeten sich regelrechte Gewerkvereine nach dem Beispiele derjenigen der männlichen Arbeiter zur Erzielung höherer Frauenlöhne, in Wyoming und Utah erlangten die Frauen das politische Wahlrecht, in Kalifornien die Eröffnung aller Aemter, mit Ausnahme der in der Verfassung ausdrücklich ausgenommenen, in Chile wurde ihnen bereits 1876 das Stimmrecht verliehen. In Australien kennt das Gemeindewahlrecht keinen Geschlechtsunterschied. Weniger günstige Erfolge hat die Agitation bisher in den anderen Staaten, und vor allem in Deutschland auszuweisen. Ausgang der 50er Jahre verbreitete sich die Bewegung in Frankreich und England. 1860 gründete bie National association for social Science auf Betreiben iJorb Shaftesburys die Londoner Gesellschaft zur Beförderung der Beschäftigung der Frauen. Die lebhafte Agi- tation erreichte erst 1870 und 1882 die Beseitigung der großen Härten des englischen Ehegesetzes durch das Gesetz zum Schutze der Frauen und die Ehefrauen-Eigentumsakte, dagegen wurde der 1867 von Mill im Parlament eingebrachte Antrag auf Verleihung des Parlamentswahlrechts damals und seither abgelehnt. Glücklicher waren die Frauen in Bezug auf die Gemeindewahlrechte. In England er- hrelten die weiblichen Hauseigentümerinnen 1869, in Schottland 1882 das aktive Gemeindewahlrecht verliehen, und 1870 erlangten die englischen Frauen auch das aktive und passive Wahlrecht für die Schulratswahlen, sowie 1888 die Grundbesitzerinnen das Recht zur aktiven Teilnahme an den Grafschaftswahlen. Für Frankreich entstand anfangs der 60er Jahre eine Gesellschaft mit ähnlichen Zielen wie die Londoner unter Leitung der Frau Allard und des bekannten Jules Simon. (Schluß folgt.) — Der Zeichenlehrer an der Volksschule zu Darmstadt August Drach wurde auf sein Nachsuchen, der Gefangenaufseher am Provinzialarresthaus zu Darmstadt Anton Kronenberger auf sein Nachsuchen, der Schullehrer an der Volksschule zu Gießen Heinrich Pfaff in den Ruhestand versetzt. * * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende I. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt; der reformierten Kirchengemeinde zu Neu-Isenburg steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. • * Hinsichtlich der Beförderung von Jagdhunden mit der Eisenbahn hat der „Verein für Prüfung von Gebrauchshunden zur Jagd" an das Reichseisenbahnamt eine Petition gerichtet, in welcher mit Rücksicht auf die beabsichtigte Umarbeitung der Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands gebeten wird, daß diese Jagdhunde in die Personenwagen der 3. Wagenklasse mitgenommen werden dürften. * * Wechselstempelsteuer. Im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt ertrug die Wechsel st empelsteuer im Juli d. I. 15,420.70 Mk., mit den Vormonaten des im Gange befindlichen Etatsjahres zusammen 61,760.30 Mk. oder 2414.10 Mk. mehr als im entsprechenden Zeiträume des Rechnungsjahres 1898. * • Bei der Entgegennahme von Postwertzeichen als Zahlung ist größte Vorsicht geboten, da in letzter Zeit mehrfach Postwertzeichen in den Verkehr gebracht worden sind, welche sich bei der durch die Neichsdruckerei vorgcnommenen Prüfung als gefälscht erwiesen haben. Die Fälschungsmerkmale sind, nach dem „Berliner Lokalanzeiger" folgende: Die Ränder der Briefmarken sind nicht durchlocht; der Druck ist fetter, sodaß die Linien breiter erscheinen, besonders bei den feinsten Teilen des Markenbildes, beispielsweise beim Adler im Mittelfelde, bei dem Brustbilde des Adlers, dem Blattwerk, der Adlerkette. Die Formen der Zeichnung sind vielfach unrichtig, namentlich die Zeichnung, welche den Mittelschild der Krone über dem Reichsadler füllt. Das Papier der Briefmarken ist ziemlich grob und hat ein mattes Aussehen. Den Fälscher zu ermitteln, ist bisher nicht gelungen. W. Alsfeld, 17. August. Infolge eines Ausschreibens des Präsidenten des landw. Vereins für die Provinz Ober- heffen, wegen Imports von Simmenthaler Zucht-' vieh aus der Schweiz, sind cirka 30 Stück Zuchttiere zum Ankauf angemeldet worden. Die Zahl ist größer als man es erwartet hatte, da von den maßgebenden Kreisen darauf hingewirkt wird, gutes Zuchtmaterial, besonders weibliche Tiere, aus den inländischen Zuchten zu kaufen. Erfreulich ist diese starke Beteiligung immerhin, da sie zeigt, welch reges Interesse sich in den Kreisen unserer Viehzüchter zeigt. Der Ankauf des bestellten Viehs findet in der nächsten Woche, von der hierzu berufenen Kommission im Simmen- thal statt und dürfte die Versteigerung der Tiere. dann wohl Ende der übernächsten Woche in Gießen stattfinden. Da auch Zuchtvieh bei dem landw. Provinzialvereine zum Bezug aus Ober-Baden bestellt worden ist, so ist auch hierfür noch ein Import in Aussicht genommen, der aber wohl erst Ende September zur Ausführung gelangen dürfte. A Mainz, 17. August. Ein weithin leuchtendes, mächtiges Schadenfeuer wütete vom gestrigen Abend bis zu den ersten Morgenstunden heute am Rhein bei dem oberhalb Mainz gelegenen Orte Weisenau. An einem Ringofen der dortigen, einer Mannheimer Aktiengesellschaft gehörigen, vormaligen Lothary'schen, Cementfabrik, brach aus bis jetzt unbekannter Ursache Feuer aus, das, in den großen, aus- getrockueten Hallen und Lagerräumen reiche Nahrung findend, sich alsbald über das ganze Fabrikterritorium ausbreitete, und den größten Teil der Fabrik, soweit derselbe nicht aus Stein und Eisen bestand, in Asche legte. Daß Menschen bei dem Brande verletzt wurden, darüber verlautet bis jetzt nichts. Der durch Versicherung gedeckte Schaden dürfte ein ziemlich bedeutender fein. Durch den Brand wurde eine größere Anzahl Arbeiter beschäftigungslos. A Mainz, 17. August. Bei der, kommenden Montag erfolgenden Hierherkunft des Kaisers wird auf speziellen Wunsch Sr. Maj. von einem offiziellen Empfang Umgang genommen, und unterbleibt daher das Errichten von Ehrenpforten, Begrüßungsansprache und Ehrentrunk. Den Kaiser leitete bei seiner Entschließung der Gedanke, daß seine Hierherkunft einen rein militärischen Charakter habe, und daß er der Stadt, welche ihn im vorigen Jahre so glänzend empfangen, die großen Kosten ersparen wolle. Die Straßen und Plätze, welche der Kaiser nach der Parade passieren wird, werden desungeachtet in Flaggenschmuck prangen. — Durch den großen Brand, welcher am gestrigen Abend und während der verflossenen Nacht die ausgedehnte Mannheimer Portland-Cementfabrik in dem nahen Weisenau in Asche legte, sind ca. 1000 Arbeiter, darunter eine größere Anzahl Italiener brodlos geworden. Das Feuer bekam dadurch einen sehr intensiven Charakter, weil auch ein großes Kohlenlager der Fabrik im Bereich des Brandes war, aus welchem alsbald nach Ausbruch des Feuers die Flammen emporschlugen. Wie man nachträglich erfährt, sind mehrere Arbeiter unbedeutend bei dem Brande verletzt worden. — Zu Ehren Goethe's, dessen 150. Geburtstag man am 28. August in Alldeutschland feiert, haben die hiesigen Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung beschlossen, eine Straße der Neustadt hier, „Goethestraße" zu taufen. *t Den landwirtschaftlichen Fachblättern entnehmen wir ein neuerdings erprobtes Mittel gegen die Maul- und Klauenseuche des Rindviehs. Es ist dies derSteinkohlen- theer. Derselbe wurde in einer Reihe von Fällen mit durchschlagendem Erfolge angewendet. Man bestrich den erkrankten Tieren Nase, Maul, Zunge, sowie die Weichteile an den Klauen mit Steinkohlentheer und rieb diesen fest ein. Schon nach zwei Tagen waren sämtliche Krankheitserscheinungen geschwunden. Auch Tiere, welche von der Seuche noch nicht ergriffen waren, sind an den bezeichneten Stellen mit Steinkohlentheer behandelt worden, und blieben von der Seuche völlig verschont, obgleich sie mit verseuchten Tieren in einem Stalle und an einer Krippe standen. Die landwirtschaftlichen Blätter wünschen, daß diese erzielten Resultate wohl Anlaß zu ähnlichen Versuchen geben, und wäre es im Interesse der Viehzucht von hohem Werte, wenn die bezüglichen Erfahrungen zur Veröffentlichung mitgeteilt würden. *t Das Programm der 12. General-Versammlung des Evangelischen Bundes zu Nürnberg vom 8. bis 12. Oktober d. I. ist wie folgt: Montag, 9. Oktober, 3—?V2 U$t nachmittags: Verhandlungen. — 8 Uhr abends: Begrüßungsversammlung mit Ansprachen. Dienstag, 10. Oktober, vormittags: Verhandlungen. - 4% Uhr: Festzug zum Festgottesdienst in der Lorenzkirche. Festpredigt: Konsistorialrat Prof. D. Haupt-Halle. - Abends 8 Uhr: Oeffentliche Abendversammlung: Begrüßungen: Vorträge; Pastor D. Buchwald-Leipzig: „Die Persönlichkeit Luthers in ihrer Bedeutung für die Gegenwart"; Superintendent Trümpel- mann-Magdeburg: „Die Hand Gottes in der Führung des deutschen Volkes seit der Reformation"; „Die Liebesarbeit der evangelischen Kirche" (Referent Vorbehalten). Mittwoch, 11. Oktober, vormittags 8 — 10 Uhr: Spezialkonferenzen. — 10 Uhr: Oeffentliche Hauptversammlung: Begrüßung durch Graf v. Wintzingerode-Bodenstein, Vorsitzender des Central- Vorstandes; Konstituierung der Versammlung; Begrüßungen; Vortrag von Dr. Arnold Berger-Berlin: „Humanismus oder Protestantismus? Eine Gewiffensfrage an unsere Zeit." — 2 Uhr: Festessen. — 8 Uhr: Aufführung des Oratoriums „Gustav Adolf" von Max Bruch, Dichtung von Pfarrer Hackenberg. Donnerstag, 12. Oktober, vormittags 9 Uhr : Verhandlungen. — 3 Uhr: Mittagessen. — 7 Uhr: Fest- Versammlung in Fürth. Alle diese Versammlungen sind ausschließlich für Evangelische bestimmt. Gesuche von Wohnungen (Hotel ober Privatwohnungen) sind bis zum 30. September an Herrn Pfarrer Engelhardt in Nürnberg zu richten. •f Deutsche Turnerschaft. Dem Jahres- und Geschäftsbericht, erstattet auf dem Turntage in Naumburg, entnehmen wir noch das folgende: Die „Deutsche Turn-Zeitung", 1856 begründet von Ernst Keil und von diesem 1875 seinem langjährigen Mitarbeiter Eduard Strauch als Eigentum übergeben, wird auf Grund eines hochherzigen Entschlusses ihres Besitzers vom 1. Januar 1900 ab bedingungslos in das Eigentum der Deutschen Turnerschaft übergeben. Es ist dieselbe dadurch dem bisherigen Besitzer, der sein Blatt jederzeit selbstlos in den Dienst der Turnerschaft gestellt hat, zu hohem Danke verpflichtet. Das Blatt, das seit 43 Jahren aufs engste mit der Entwickelung der Turnsache im allgemeinen und der Deutschen Turnerschaft im besonderen verknüpft ist, bleibt nicht nur, wie bisher, ihr amtliches Blatt, sondern wird auch ihr Eigentum, für das sie in Zukunft alle Verantwortlichkeit zu tragen hat. Der Kampf um die „Deutsche Turn-Zeitung", der plötzlich vor vier Jahren entbrannte, erreicht dadurch hoffentlich fein Ende. Ob die goldenen Berge, die mancher von der eigenen Verwaltung erhofft, sich einstellen werden, wird die Zukunft zeigen. Grundsatz für das gesunde Bestehen des Blattes muß jedenfalls eine einheitliche, dem Ausschuß verantwortliche Leitung desselben und Prüfung der Eingänge auf Form und Inhalt bleiben. Ein Tummelplatz für aller Launen darf unser Amtsblatt nie werden. — Die Regelung aller einschlagenden Verhältnisse wird Sache des Ausschusses sein. Das äußere Wachstum der Deutschen Turnerschaft ist ein fortschreitendes gewesen, — sie hat im Jahre 1898 um 304 Vereine und 31762 Mitglieder zugenommen und zählte am 1. Januar 1899 6303 Vereine mit 626512 Mitgliedern. In den letzten vier Jahren aber hat sich die Zahl der zu uns gehörenden Vereine um 991, die der Mitglieder um 96587 vermehrt. Deswegen sind aber unsere Verhältnisse noch lange keine idealen, es gibt noch viele Vereine, in denen Leitung, Strammheit und Turnen mangelhaft sind, — auch viele, in denen Festwnt und Vergnügen die Oberhand haben. Das deutet alles daraus hin, daß wir das Hauptgewicht auf die heimische Arbeit zu legen haben und ernst darauf bedacht fein müssen, daß das Ehrenschild unserer Turnsache blank und rein bleibt. Besonderer Förderung von obenher bedürfen wir, wie schon gesagt, nicht, aber die öffentliche Achtung und Anerkennung können wir nicht entbehren und das Eintteten der einflußreicheren Klassen der Gesellschaft für unsere gute vaterländische Sache müssen wir wünschen. *t Frankfurt a. M., 14. August. Ce ntralstelle für Obstverwertung und Obst-Markt-Komit ee Frankfurt a. M. Nachfragen. Obstverwertungs-Ge- nossenschaft in Eisenach, Karlsstraße Nr. 2, kauft alle Sorten Obst. — A. Leusser, Konditor in Vilseck, Bayern, kauft Himbeeren und Aprikosen. — Ernst Schröder, Hamburg I, kauft alle Sorten Obst. — Franz Riedel, Obsthandlung, Berlin SO., Gri'mauerstraße 33, kauft 1000 Ctr. Birnen, 10,000 Ctr. Pflaumen (Zwetschen) und 2000 Ctr. Aepfel. — Jul. Graf, Auerbach a. B., kauft 400 Ctr. sauere Mostäpfel. — G. L. Ewald, Obsthandlung, Frankfurt a. M., Neue Zeil, kauft Tafeläpfel, Mostäpfel, Himbeeren, Preiselbeeren, Zwetschen. — Oesterreichische Feinbäckerei Karl Schwarte, Frankfurt a. M., Schwarzburgstraße, kauft Mirabellen, Reineklauden, Aprikosen und Einmachbirnen. — Verband der Badischen Landw. Konsum-Vereine in Karlsruhe in Baden, Bahnhofstraße Nr. 2, kaufen große Quanta Mostäpfel. — Johannes Koch in Weilheim und Teck, Württemberg, kauft 10 Waggon Mostävfel. — Dr. Otto Walther, Nordrach-Kolonie (Badischer Schwarzwald), kauft alle Sorten Obst. — Adolf Kranzbühler, Neustadt a. Haardt, kauft Mirabellen, Reineklauden, Birnen, Zwetschen und Aepfel für Konservezwecke. — Jakob Wilh. «ft** iS 8 Wgiftüt ?rsZ *«ä"“ -«ss» kfaffl zu» »fft: :• Mporiafrat l t: Deutliche A! Pastor v. *6 in ih^ Trümpel^ Dj,V?"S btfl 7ie Liebrsnbrit Ee>>). Mittwoch, Konferenzen. -- Begrüßung durch "°er des Central- n9; Begrüßungen-, n: "Humanislnus ie an unsere Zeit." '9 beö Oraioriums un9 von Pfarrer ormittags 9 Uhr-. f~ 7 Uhr: Fest. Sammlungen sind besuche von Woh. bis zum 30. Sepia Nürnberg eS- unb Gesch'chr- löiburg, entnehmen >e Turn-Zeitung", diesem 1875 seinem ach als Eigentum rzigen Entschlusses ) bedingungslos in lft übergeben. ES er, der sein Blatt erschüft gestellt hat, das seit 43 Jahren urnsache im allge- m besonderen ver« ir amtlidjtf Blatt, as sie in Zukunft >rr Lamps M die vor vier Jahren ein Ende. Ob die ligenen Verwaltung unst zeigen. Grund- ttes muß jedenfalls irtliche Leitung des- Form und Inhalt launen darf unser aller einschlagenden sein. Das äußere ein fortschreitendes n 304 Vereine und hlte am 1. Januar tgliedern. In den ahl der zu uns ge> italiedn um 9bö»< ^Verhältnisse noch : Vereine, in denen en mangelhaft ftnd, SJetä««9'n‘! iranf Hw, daß teil i« l-g-ii h°b« baS b rein Helft » ftll »ir, wi- W°“ ' „b »W Leten b« * dentralf*?1’* «L-'S %***& nchA Lat, tauf* nnd cnxreine J" «•*‘Taufen f* Ädols * gimen/ cte. " u Müller, Obstversandtgeschäft in Heidelberg, kauft alle Sorten Obst. — P. Mertesdorf, Ruwer bei Trier, kaust 15 Waggon Mostäpfel. — Marx u. Reicher, Frankfurt a. M., Kaiserstraße 13, kaufen Mirabellen, Reineklauden, Pfirsiche und kleine Gurken, ferner Zwetschen zum Einmachen. Obstdurchschnitts preise den 14. August 1899. (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung). Heidelbeeren der Gentner Mk. 9, Himbeeren 23, Johannisbeeren 16, Stachelbeeren 12, Aprikosen 60, Pfirsiche 50,50, Reineklauden 27, Frühbirnen 18, Frühäpfel 16, Frühzwetschen 28. folge dessen das große Nachtfest, das am 15. d. MtS. auf der Maas stattfinden sollte, auf den 27. August verlegt in der Hoffnung, daß die lästigen Tiere bis dahin verschwunden sein werden. Im vorigen Jahre tauchten plötzlich gerade während des Nachtfestes Scharen dieser Insekten auf und vereitelten das Fest. * Preisausschreiben. Für die beste volkstümliche Arbeit über die Schwindsucht als Volkskrankheit und deren Bekämpfung waren dem internationalen Tuberkulosekongreß von wohlwollenden Gönnern einige Preise zur Verfügung gestellt. Für die Preisbewerbung galten folgende Bestimmungen: Die beste volkstümliche Schrift im Umfang von 3—5 Druckbogen erhält den Kongreßpreis von 4000 Mk. Entscheiden die Preisrichter, daß zwei Arbeiten den Preis erhalten sollen, dann darf er zwischen diesen so geteilt werden, daß die beste Arbeit 3000, die zweitbeste 1000 Mk., oder wenn zwei gleichwertige Arbeiten zu krönen sind, jede 2000 Mk. erhalten soll. Die Arbeiten müssen bis zum 1. Dezember cr. an Geh. Medizinalrat B. Fränkel, Berlin, Bellevuestraße 4, unter Kennwort eingesandt werden. Die mit dem Preis gekrönte bezw. die beiden gekrönten Arbeiten gehen in den Besitz des deutschen Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke über, welches für deren Druck und billigste Verbreitung sorgen wird. * Ein toter Walfisch ist bei Berg-Dievenow ans Land geschwemmt, jedenfalls derselbe, der die Badegäste Rügens schon seit Wochen in Bewegung setzte und auf den schon an verschiedenen Stellen eifrig Jagd gemacht worden ist. Er ist ungefähr 2 Jahre alt, genau 13 Mtr. lang, von weißgrauer Färbung. Sein Rücken weist zwei klaffende Wunden auf, die von einem Dampfer herrühren sollen, während der übrige Körper von zahlreichen Geschossen durchlöchert ist. Er ist noch fast frisch, zieht aber dennoch Fliegen in Unmenge in seine nicht gerade anmutig duftende Atmosphäre. Natürlich machen sich auch zahlreiche Liebhaber- Photographen das immerhin seltene Objekt zu Nutzen. Auch den Schiffern erwächst noch ein Extraverdienst zu der infolge schönsten Wetters sehr guten Saison. * Kleine Ursachen, große Wirkungen, so könnte der Titel eines uns vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6 übersandten Artikels lauten, der auch in Deutschland Interesse zu erregen geeignet ist. — Professor L. Trouvelot, ein bekannter Naturforscher und Dozent an der Havard Universität in Massachusets, brachte im Jahre 1869 von einer Reise nach Europa ein weib- I liches Exemplar des in Amerika nicht existierenden Nonnen- I schmetterlings mit nach Hause. Er beabsichtigte, Versuche I einer Kreuzung der Raupe desselben mit Seidenraupen an- I zustellen, um, wenn möglich, eine das rauhe Klima der I Nordamerikastaaten ertragende Seidenraupenspezies zu er- I zielen. Seine Versuche nahmen ein vorzeitiges Ende. Eines I schönen Frühlingsmorgens flog der Nonnenschmetterling aus I dem offenen Fenster des Studierzimmers und ward nicht I mehr gesehen. Als der Gelehrte seinen Verlust bemerkte, I war seine Erregung nicht gering; es war ihm nicht um I das Studienobjekt zu thun, aber er kannte nur zu gut die I traurige Geschichte der Verheerungen, die Scharen dieses I Insekts feit Hunderten von Jahren in Europa angerichtet I hatten. Die Nachbarschaft wurde verständigt, natürlich ohne I Erfolg, und 20 Jahre lang sah und hörte man nichts von I der Nonnenraupe. Im Jahre 1889 fielen unendliche I Schwärme dieses gefräßigen Wurms über die Gärten und I Obstpflanzungen der Städte Medford und Malden her und hatten sich bald über ganz Massachusets verbreitet. Bis I heute bezifferte sich der Schaden, den das Auftreten des I Insekts dort verursacht hat, auf etwa 20,000,000 Mark; I mehrere Millionen Dollar sind vom Staat und von Privat- I leuten zum Schutz der Pflanzungen aufgewendet worden, I aber bisher war alles vergeblich. * Durch das scharfe Auge des Kaisers ist dem Polizei- I Präsidenten von Kassel, Grafen von Königsdorff, eine kleine Ueberraschung beschert worden. Während des Abrittes von der Fahnenweihe rief der Monarch plötzlich den I Grafen zu sich heran und deutete stumm auf ein Hausdach I hin. Was dem Kaiser mit seinem scharfen Blick sofort ausgefallen war, bemerkte nun auch der Polizei-Präsident, daß I nämlich die auf dem Dache befindliche Fahne in der Eile I verkehrt aufgezogen war, somit den Reichsadler verkehrt I zeigte. Ein kleines Scherzwort des Kaisers bildete den Abschluß dieses amüsanten Intermezzos. * Die Pest in Oporto. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln I und gesundheitlichen Überwachung der Schiffe in Aegypten, I hat die Pest nun doch den Weg wieder nach Europa I gefunden. Nach der amtlichen Liste sollen in den letzten I 9 Wochen 29 Erkrankungsfälle und 10 Todesfälle vor- I gekommen sein. Dienstag haben die Aerzte 2 neue Er- I krankungen festgestellt. Zweifellos ist die Krankheit zu Schiffe dorthin eingeschleppt worden. Nach der Zahl der Pestfälle, die jetzt erst bekannt werden, muß die Seuche schon feit einiger Zeit dort bestehen; man hat sie also so lange zu verheimlichen gesucht, bis ihre seuchenhafte Ausbreitung kein weiteres Vertuschen mehr zuließ. Oporto hat einen sehr regen Schiffsverkehr, auch nach Deutschland und England. Die Befürchtung liegt nahe, daß auf dem Schiffsweg auch Pestfälle nach Hamburg und Bremerhaven eingeschleppt werden. Es wäre daher erwünscht und würde zur allgemeinen Beruhigung dienen, wenn unsere Gesundheitsbehörden bekannt geben würden, welche Maßnahmen sie zu treffen gedenken ober schon getroffen haben, um einer Einschleppung der Pest in deutsches Gebiet vorzubeugen. In I Norddeutschland bieten die gesundheitlichen Einrichtungen wohl eine gewisse Gewähr gegen ein Umsichgreifen der Pest; I aber wir möchten den Besuch dieses Gastes überhaupt nicht erhalten. Spanien hat schon gesundheitliche Vorkehrungen getroffen und eine 40tägige Quarantäne über Zugänge aus Portugal angeordnet. Bis dahin soll jeder Verkehr zwischen Spanien und Portugal eingestellt werden. * Argentinische Justiz. Vor dem Richter Dr. Busta- Vermischtes. * Ems, 15. August. In Anwesenheit der Spitzen der I geistlichen und weltlichen Behörden sowie zahlreicher Kurgäste und Gemeindemitglieder fand heute vormittag 10 Uhr die feierliche Einweihung der Kaiser Wilhelms-Kirche I statt. Als Vertreter des Kaisers war Prinz Friedrich Heinrich von Preußen erschienen. * Vom Harze, 15. August. Der stärkste deutsche Touristenklub ist der seit 13 Jahren bestehende „Harzklub" mit 111 Zweigvereinen und 14764 Mit- I gliedern. Der Gesamtbetrag, den diese Zweigvereine seit I 13 Jahren aufgebracht haben, beläuft sich auf rund I 170000 Mark. Davon ist die eine Hälfte an die Central- | kaffe abgeführt worden, während die andere Hälfte von den I Vereinen selbst verwendet wird und zwar zum Teil für ihre I eigenen Bezirke, zum Teil zur Unterstützung minderbemittelter I anderer Zweigvereine. Die meisten Mitglieder zählen die I Zweigvereine Magdeburg (1358), Nordhausen (661) und I Halle a. S. (650). ♦ Dortmund, 15. August. Ein Diebstahl ist hier gelegentlich der Anwesenheit des Kaisers vorgekommen. In I einem besonderen Raume waren die wertvollsten Urkunden der Stadt zur Ansicht für den Kaiser ausgestellt und nur für wenige Personen zugänglich gemacht. Als man sie wieder einschließen wollte, ergab es sich, daß eine Urkunde aus dem Jahre 1332 von Ludwig IV. fehlte. Anscheinend ist diese von einem Hochstapler, der sich eingeschlichen und den Wert derartiger Urkunden kannte, entwendet worden. In Deutschland findet er wohl nicht so leicht einen Käufer, eher im Auslande, die Stadt hat deshalb die Hilfe des Auswärtigen Amtes zur Wiedererlangung der Urkunde in Anspruch genommen. Uebrigens erleidet die Wissenschaft keinen Nachteil ! aus dem Diebstahle, da die Urkunde in mehreren Werken abgedruckt ist, auch eine Kopie und eine Photographie von ihr vorhanden ist. Frkf. Ztg. • Vom 24. bis zum 26. August d. I. wird in Berlin der 1. Kongreß der Krankenpfleger, Mafföre und Heilgehilfen Deutschlands stattfinden, und zwar werden die Sitzungen int großen Saale des Restaurants Hähnel, NW., Luisenstr. 36, abgehalten werden. Der Kongreß wird sich mit der Beratung wichtiger Berufs- und Standesangelegenheiten der selbständigen Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen im weiteren Sinne des Wortes, als sowohl derjenigen Personen, welche nur ein bestimmtes Spezialgebiet der Hilfs- und Pflegethätigkeit (Massage, Badepflege, Wochenpflege, chirurgische Hilfeleistungen rc.) betreiben, beschäftigen. Er wird insbesondere diejenigen Berufsfragen und Angelegenheiten erörtern, welche den Krankenpflegestand als solchen betreffen und über das spezielle Interesse einzelner kleinerer Fachvereine, wie solche bereits in einer Anzahl deutscher Städte bestehen, hinausgehen. Eine fernere Aufgabe des Kongresses wird darin bestehen, dem vor kurzem begründeten „Bunde der Standesvereine der deutschen Krankenpfleger, Mafföre unb Heilgehilfen" eine feste und enbgiltige Grundlage zu geben unb die Satzungen für diese umfassende Staudes- Organisation, welche sich nach und nach über ganz Deutschland erstrecken soll, eingehend durchzuberaten. • Die Sodorsabrik Zürich, resp. deren Generalvertretung in München erhielt auf der allgemeinen deutschen Sportausstellung München 1899 für neuartige Apparate zur bequemen Bereitung von kohlensauren Getränken vermittelst -flüssiger Kohlensäure die goldene Medaille. w Sedausfest-Postkarten. Zn der diesjährigen Sedansfeier erscheinen zwei in fünf bezw. zwei Farben künstlerisch ausgeführte Postkarten. Die Sedansfest Ausschüsse bezw. Wiederverkäufer wollen sich schleunigst an den Verlag „Odin" zu München 19 wenden, da die Nachfrage bereits eine überaus große ist. Einen Teil des Reingewinns aus dem Postkarten-Verkauf verwendet der Verlag für die deutschnationale Bewegung in Oesterreich. * Ein nordisches Monte Carlo ist in Sicht. Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, weilte dort dieser Tage ein Konsortium deutscher Geschäftsleute, um über ein Projekt zu verhandeln, das darauf ausgeht, die Insel Hveen, wo der Astronom Tycho Brahe 20 Jahre (1576 bis 1596) verbrachte unb sein berühmtes Schloß „Uranien« borg" hat aufführen lassen, dem schwedischen Staate abzukaufen und dort ein nordisches Monte Carlo einzurichten. Eine solche Spielbank würde, meint man, den großen internationalen Touristenstrom, der sich im Winter nach der Riviera begibt, im Sommer nach dem Norden ziehen können. Das Konsortium beabsichtigte ursprünglich, die Spielbank in der Umgegend von Kopenhagen, im Badeorte Skodsborg, anzulegen, konnte jedoch die Erlaubnis der Behörden dazu nicht erhalten. Das Aktienkapital, das bereits gezeichnet fein soll, beträgt 20 Millionen Kronen. Ob Schweden den Plan billigen und die Insel verkaufen wird, bleibt abzuwarten. • Von einer besonderen Plage ist die belgische Stadt Namur gegenwärtig heimgesucht. Unzählige Scharen von Eintagsfliegen tauchen abends auf, umhüllen die Straßenlaternen, bringen, wofern man nicht die Fenster geschlossen hält, in die Zimmer und umgeben die Lampen. Die ganze Stadt bietet den Anblick eines Winterabends bei einem Schneefalle dar, und die Straßen sind mit zehn- taufenben dieser Jnsetten bedeckt. Der Magistrat hat in- mantc erschien — so schreibt der „Berl. Lok.-Anz." — eine junge, blonde und hübsche Sennorita, die unter Thränen aussagte, sie sei die ledige Tochter eines gewiffen Sennor S., der in Villa Catalinas sehr bekannt war und dort vor kurzer Zeit das Zeitliche segnete. Ein Nachbar habe sich in sie verliebt, sei aber, da sie ihn als einen rohen Burschen kannte, von ihr nicht beachtet worden. Nach Art solcher zynischen Naturen ließ er sich aber dadurch nicht davon abhalten, sie mit seinen Anträgen zu belästigen, sie zu ver- olgen und seiner Liebe zu versichern. Als ihr endlich die Geduld riß und sie den unwillkommenen Bewerber energisch zurückwies, schwor er ihr Rache. Einige Tage nachher weilte sie im Hause einer ihrer Freundinnen zum Besuch, >a sei der Mensch plötzlich dort erschienen und mit einem Messer über sie hergefallen. Bei dem entstandenen Kampfe habe er ihr bann ihr langes Haar, das sich gelöst hätte, total abgeschnitten, und zwar so nahe an der Kopfhaut, daß diese noch Spuren der Verletzung trage. Erst nachdem Hilfe herbeigeeilt war, habe der Attentäter die Flucht ergriffen. — Dem schutzlosen Mädchen wurde nun von dem gelehrten Richter der kurze Bescheid zu teil, daß dieser Fall nicht vor den Kriminal-, sondern den Korrektionalrichter gehöre. Das Strafgesetzbuch habe derartige Fälle nicht vorgesehen, und sie könne nur auf Schadenersatz für das verlorene Haar klagen. * Große Freude ist einer in Templin wohnhaften, in bescheidenen Verhältnissen lebenden Frau widerfahren. Von der Millionenhinterlassenschaft einer Dame, die kürzlich die Stadt Swinemünde reich bedachte, ist ihr ein Vermächtnis von über 100 000 Wit. zugefallen. Die Glückliche war eine entfernte Verwandte der reichen Dame. * Die Stenographie in Rennes. Wörtliche Berichte sind in französischen Zeitungen selten, unb der Stenograph spielt im Pariser Journalismus eine sehr unbedeutende Rolle. Es ist deshalb von besonderem Interesse, zu erfahren, daß der „Figaro" für den Prozeß zu Rennes elf Stenographen angestellt hat. Ihnen stehen zehn Maschinenschreiber und für die stilistische Überprüfung der übertragenen Stenogramme noch 4 Mitarbeiter des „Figaro" zur Seite. * Eine kühne Operation am Herzen vollführte ein Elberfelder Arzt, Sanitätsrat Dr. Pagen siecher, an einem tätlich verwundeten 17jährigen Lehrling; er teilt interessante Einzelheiten über die Krankengeschichte in der letzten Nummer der „Deutschen Medizin. Wochenschr." mit. Der junge Mann war von einem Kameraden mit einem spitzen, dolchähnlichen Messer, dessen Klinge sechs Zentimeter lang war, in die linke Brustseite gestochen worden. Nach einigen Schritten stürzte der Verwundete bewußtlos hin, um erst in zwei Stunden später im Krankenhause wieder zu sich zu kommen. Aus der kleinen Stichwunde sickerte ein Strom dunklen Blutes. Der Zustand des Verletzten verschlimmerte sich zusehends. Man schritt deshalb in der Betäubung zu einer Operation, indem man ein Stück Rippe entfernte unb das Herz freilegte. Dieses war durch den Stich verletzt worden. Kurz entschlossen erweiterte Dr. Pagenstecher das Operationsfeld und nähte die Wunde am Herzmuskel durch vier Fäden zu. Das schwierige Werk gelang, die Blutung kam zum Stillstand, unb der Patient, welcher bereits einem sicheren Tobe verfallen schien, blieb am Leben. Die Wunde heilte glatt unb ohne Fieber zu, bie Herzthätigkeit ging ungestört von statten unb bereits nach neun Wochen konnte der Kranke geheilt entlassen werden. * Ein deutsches Bundes-Kriegerfest, das 2000 frühere deutsche Krieger in Parade vereinigte, fand dieser Tage in Chicago statt. Nahezu 100000 Deutsche nahmen andern Fest teil. Der Gesandte Mumm v. Schwarzenstein teilte telegraphisch mit, der deutsche Kaiser habe dem Bunde eine Fahne verliehen, welche alljährlich der Reihe nach jedem Bundesvereine übergeben werden solle. * Die grüne Bluse. Als Warnung mag der Tod der 20jährigen Mizzi Schwarz in Wien gelten, welche eine grüne Seidenbluse bei großer Hitze trug. Der Schweiß löste die Farbe, die in ein kleines Geschwür unter dem Arm ins Blut trat und nach entsetzlichen Schmerzen in zwei Tagen den Tod herbeiführte._______________________ Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Den größten Erfolg auf dem Büchermarkt ha: entschieden die Verlagkhandlung Rich. Eckstein Nachf. V< Flaschen der Firma Erste Tgmms-Koguak-Kreunerei Fritz Scheller Löhue, Kombmg» anerkannt feinste Harte, preisgekrönt, ärztlich empfohlen, in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. Echten Wein - Einmachessig, sowie Speise-Salatesstg empfiehlt Otto Schaaf. Säcke, neue und gebrauchte, für Frucht und Kartoffeln, ferner Strohsäcke Putztücher empfiehlt billigst 6917 Robert Stuhl. _____________Neustadt LS.__ Glycerin-Tchwefelmilchseife L 35PL, Verbeflerte Theerseise ä 35 Pf., Theer-Schwefelseise h 50 Pf. aus der königl. bayer Hofvarfümeriefabrik C. D. Wunderlich» Nürnberg. Mehrfach prämiiert. Seit 1863 mit größtem Erfolg eingeführt,beliebteste u.angenehmste Toilettenseifen. 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