Salomon i Schuld i tische tet 6ie landwirisLM. ca. 6000. avs dem LaM. e- M ML ^Philos^ ihn niW * J85 S*. Lui* «e Pari Bette’ carL-d^. WMi fttaüM tyfttjiit m- Mw, chchM. Ma seltßM 'M*# ü Oie Reitern W ■gSchälf pfelwtw wir' ndm, tiot;.:- » It, 116 Erstes Blatt. Freitag den 19 Mm 1S99 Gießener Anzeiger General-Wzeiger <°n,hme »,» Luzrige» zu der mrchmittag- für ke h i nten L«g aschetuendru Nuomier bi- vor». 10 Uhr. Aezugspr-iO vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pf§. »it Brmgerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich frftctat Ugach r: Ausnahme des Montags. «kN Auzeigen-BermiMungSstellen bei Iu« unb «ulloabet nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgelte. Die Bießener S«t-1tte»ütttter •den dem Anzeiger Wtentttch viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. lcdaktion, Expedition und Druckerei: Kihnlßraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. ---- - " 'M Adresse für Depeschen: Auzetger $k|te. Fernsprecher Rr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. T' i die Maul- und Klauenseuche in Lehrbach, A weitere Verbreitung gefunden hat, haben wir ■t 'ssperre angeordnet. den 15. Mai 1899. ^herzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. ekannttnachung, ilresffnd. bau der Kreisstraße Gießen-Hausen es Forstgartens. Wegen der KreiSftraße Gießeu-Haufe« irb tnie zu ’ Forstgarten und dem Forsthaus WlDarten 'trecke derselben von Mittwoch, em A4. M b für den Verkehr gesperrt. Gießen, 2ai 1899. Gro, >es Kreisamt Gießen. v. Bechtold. E - > Mr neue Verschwörung gegen Transvaal i rl soeben in Johannesburg entdeckt worden, nur zwei Jahre Mdj mem verunglückten Jamesonschen Raubzuge. Sieben Bttfonen, mit Namen Nicholls, Patterson, Tremlett, Ellis, Offnes, Hooper und Mitchell wurden von einem Offizier der ( Schein Polizei mit bewaffnetem Geleite wegen Verschwörung v «khafiet. Ein Sonderzug stand bereit, um die Gefangenen s.?-fort mach Pretoria zu bringen, ehe die Uitlanders erfuhren, ti'iü? vvrgegangen war. Wie es heißt, verfolgte ein Polizei- kö'Mißar die Angelegenheit seit 4 Monaten. Der Geheim- crigrilt Weaty war seit acht Tagen davon unterrichtet. Am DMiltagg wurden ihm in Pretoria die Haftbefehle ausge- hMigtt, worauf er sich nach Johannesburg begab, wo die Wtthaiitungen mitten in der Nacht erfolgten. Mit Ausnahme des Dänen Fries sind die Verhafteten Gilkgläiider. Zwar soll kein englischer Offizier unter ihnen fetäi, dwch waren fünf der Verhafteten früher Unteroffiziere im eng lischen Heere. Nach einer Meldung beabsichtigten die J.)whmnesburger Verschwörer, sich der Forts durch einen HMfflireich zu bemächtigen. Eine andere Meldung behauptet, d«.ii;| bis Verhafteten von der „Südafrikanischen Liga", deren Dlrrisibfnt Cecil Rhodes ist, mit der Werbung einiger Tausend ÄkiMschaften betraut worden seien. D er englische diplomatische Agent in Pretoria sprach dem Wllfidcnten Krüger sein Bedauern darüber aus, daß Leute, wneHe die Uniform der königlichen Armee getragen haben, iiti lit Angelegenheit verwickelt sind. Krüger drückte in seiner OrBibenung die Hoffnung aus, daß der Zwischenfall keinen EWuß auf seine Zusammenkunft mit dem Gouverneur RMer haben werde. Der Ausführende Rat in Pretoria l)i ;dll time geheime Sitzung in der Angelegenheit der Ver- hoos'Ngien. Der Vorgang hat um so größeres Aufsehen ernittt, als die befriedigende Lösung aller schwebenden Seligkeiten nahe schien. Trotz des verräterischen Ge- bachims einer kleinen Minderheit unter den Uitlanders nettymi Bolksraad und Negierung die vom Präsidenten Krichtr vorgeschlagenen Reformen günstig auf. 8 um den meisten Londoner Morgenblättern wird der SWidfo gemacht, den Vorgang als gewaltig übertrieben liuaSgeben. Die „Times" glaubt, den gestern aus Johannes- tjntajüffmelbeten Ereignissen werde eine ungebührliche Be- broutng beigemessen. Das Blatt hält es nicht für aus- geWvfM, daß die Sache ein „Machwerk von Krüger's Ss^mem" sei. Die angegebenen Namen der Verhafteten sei in in. feiner englischen Rangliste zu finden. Was die Ver- haMtn auch immer sein möchten, gewiß sei, daß sie keine bciMmben Persönlichkeiten unter den britischen Uitlanders sei-A'i md keine wichtigen Interessen von Johannesburg ver- trettt'-Q, Der „Standard" nimmt einen drohenden Ton an anti' trfllärt, bei der jetzigen Stimmung in England werde mann Srtiger nicht erlauben, die Verhafteten zu bestrafen, falltIZ sie nur eine nach englischer Ansicht erlaubte politische AgMiom betrieben. „Daily News" weigert sich in einem besriMluen Artikel, zu glauben, sowohl daß eine ernste Ver- schchckmig hervorragender britischer Untertanen, wie eine abs^s,liLhe Erfindung der Burenregierung vorliege und rät zu Hsütr Zurückhaltung des Urteils, bis eine nähere Auf- kläiibiig erfolgt sei. — Allgemein fällt auf, daß die Auf- hebruig über Verschwörung unmittelbar nach Cecil Rhodes' Wahl zum Präsidenten der Südafrikanischen Liga erfolgte. Chamberlain soll in der Galerie des Unterhauses indes erklärt haben, er messe der Angelegenheit keine hohe Bedeutung bei. Auch soll nach einem weiteren Telegramm aus Pretoria keiner der Verhafteten im Dienst der Südafrika- Kompagnie gestanden haben. — Zu einem abschließenden Urteil über die Angelegenheit wird es jedenfalls noch näherer Mitteilungen bedürfen. T. R. Deutscher Reichstag. 84. Sitzung vom 17. Mai. 1 Uhr. Die 2. Beratung des Jnvalidenversicherungs- gesetzes wird fortgesetzt beim § 22, der von den Lohn- klassen handelt. Abg. Molkenbuhr (Soz.) befürwortet einen Antrag Albrecht, die Lohnklaffen nicht nach Jahres-, sondern nach Wochenarbeitsverdienst abzugrenzen und zwar nach dem wirklichen Verdienst. Eventuell soll auch bei den Seeleuten und den Mitgliedern der freien Hilfsklassen nicht der behördlich festgesetzte Durchschnittsbetrag des Jahresarbeitsverdienstes, sondern der wirkliche Arbeitsverdienst als Maßstab dienen. Nach kurzer Debatte wird der Antrag Albrecht abgelehnt und § 22 unverändert angenommen. Als § 30 a beantragt Abg. Hitze (Centr.), daß demjenigen, der wegen Bezugs einer Unfallrente die ihm sonst gebührende Invalidenrente nicht erhält, dann wenigstens die Hälfte der für ihn gezahlten Beiträge zurückzuerstatten ist. Der Antrag Hitze wird angenommen. Bei § 31, der von der Erstattung von Beiträgen an die Hinterbliebenen eines Versicherten handelt, beantragt Abg. Stadthagen (Soz.), den betreffenden Anspruch auch auf die unehelichen Kinder auszudehnen. Weiter beantragt Redner, den Absatz 5 des § 31 zu streichen, wonach alle derartigen Beitragserstattungen unterbleiben, wofern die Hinterbliebenen Bezüge auf Grund des Unfallgesetzes erhalten. Der Antrag wird abgelehnt. Nach § 31 a soll es den Versicherungsanstalten gestattet sein, etwaige Ueberschüsse über den zur Deckung ihrer Verpflichtungen dauernd erforderlichen Bedarf noch zu anderen, als den im Gesetze vorgesehenen Leistungen im wirtschaftlichen Interesse der Rentenempfänger, Versicherten, sowie deren Angehörigen zu verwenden. Ein Antrag Albrecht (Soz.) will diesen Paragraphen ganz streichen, eventuell als Verwendungszweck nur zulassen: Erhöhung der Angehörigen-Unterstützung während der Verpflegung des Versicherten im Krankenhause, sowie Erhöhung des Rentenmaximums bei Zusammentreffen von Invaliden- und Unfallrente. Abg. Schrader (frs. Vg.) bittet, es bei dem Beschlüsse der Kommission zu belassen im Interesse der gemeinnützigen Verwendung derartiger Ueberschüsse für Arbeiterwohnzwecke. Abg. Richter (frs. Vp.) hält es nicht für angezeigt, daß derartige Verwendungsbeschlüsse der Anstalten der Genehmigung des Bundesrats bedürfen sollen, wie dies Absatz 2 des Paragraphen ausspreche. Richtiger sei es, die Verwendungszwecke einfach im Gesetz selbst festzulegen. Er empfehle daher, den Paragraphen abzulehnen. Der Antrag wird zurückgezogen, und der Paragraph unverändert angenommen. Die §§ 33, 34 und 36 werden angenommen. Mit § 40a beginnen die Bestimmungen über die Organisation. Ein Antrag Albrecht (Soz.) will Errichtung einer Reichsversicherungsanstalt. Derselbe wird abgelehnt. Beim § 40 f, welcher von der Wahl der Vertreter der Versicherten für jeden Bezirk einer unteren Verwaltungsbehörde handelt, beantragen die Sozialdemokraten, die Vertreterwahl nicht durch die Krankenkassenvorftände, sondern auf Grund des gleichen, unmittelbaren und geheimen Stimmrechts, unter Gleichberechtigung der Geschlechter, erfolgen zu lassen. Der Antrag wird abgelehnt. Mit § 51 beginnen die Bestimmungen über die örtlichen Rentenstellen. Abg. Richter (frs. Vp.) beantragt Vertagung, findet aber hierfür nicht die erforderliche Unterstützung. Zum § 51 liegen fünf Anträge vor. Ein Antrag Albrecht (Soz.) will die Rentenstellen obligatorisch machen. Ein Antrag Richter (frs. Vp.) will die Rentenstellen ganz streichen, eventuell aber die Landesgesetzgebung für die Zulassung örtlicher Rentenstellen zuständig machen. Ein Antrag Hilbek (nl.) will den Absatz 2 streichen, wonach die Landescentralbehörde die Errichtung örtlicher Rentenstellen anordnen kann. Ein Antrag v. Loeb eil (kons.) will die Errichtung der Rentenstellen von der Zustimmung der Landescentral- behörde abhängig machen. Ein Antrag Gerstenberger (Centr.) will die Voraussetzungen, unter denen die Landescentralbehörde die Errichtung von Rentenstellen anordnen kann, etwas ändern. Morgen 11 Uhr: Fortsetzung der Beratung. Schluß nach 51/* Uhr. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 17. Mai 1899. Die Sitzung wird um 9i/2 Uljr durch Präsident HaaS eröffnet. Der Zudrang des Publikums ist heute noch größer, als gestern, und sind die Tribünen schon so dicht besetzt, daß viele, welche den Fall Dettweiler hören wolle«, umkehren müssen, da sie feinen Platz mehr finden. — Am Ministertisch sitzen: Staatsminister Rothe, Ministerialrat S o l d a n und Oberschulrat Dr. Eisenhuth. Die Debatte über die „Affaire Dettweiler und Genoffen" wird heute fortgesetzt. Staatsminister Rothe erkennt an, daß die Kammer Klarheit in der Angelegenheit verlange, und das Recht hierzu könne derselben nicht bestritten werden. Die Regierung treffe keine Schuld an der verspäteten Beantwortung der Interpellation, da sie hierzu stets bereit gewesen sei. Bedauerlich bei der ganzen Sache sei jedoch, daß der Schuldige nicht zu seiner Verteidigung im Hause sein könne, zu bedenken sei aber auch, daß Oberschulrat Dr. Dettweiler wie kaum jemand Verdienste um das hessische Schulwesen habe, und ob die Strafe für sein Vergehen nicht völlig hinreiche. Die Regierung wolle denselben nicht in Schutz nehmen, aber je höher ein Beamter des Staates stehe, um so höher sei seine Verantwortung, und in den höchsten Stellen halte er eine Unvorsichtigkeit, von der gestern die Rede war, für strafbar. — Abg. Friedrich hat durch die Ausführungen des Herrn Regierungs-Vertreters von gestern keine Beruhigung erhalten, da er in denselben Offenheit, Klarheit und sogar die Wahrheit vermißt habe. Weder die Kammer, noch die Lehrer- und Elternkreise seien von dieser Antwort beruhigt worden. Für ihn als Abgeordneten sei es eine unangenehme Ausgabe, in die Sache hineinleuchten zu müssen, und aus pädagogischen Gründen, besonders aber im Interesse des hessischen Schulwesens hätte auch er, wie der Herr Staatsminister gewünscht, daß die Sache durch die Staatsregierung ihre Erledigung gefunden hätte. Nach der Antwort des Ministerrats Soldan, die eine Vertuschung des Falles Dettweiler bedeute, sei eine öffentliche Beleuchtung unbedingt nötig. In der Oeffentlichkeit und in Schülerkreisen sei es bekannt gewesen, daß Dettweiler jr. auf Befehl des Oberschulrat Dettweiler durch den Dr. Ahlheim im Griechischen vorbereitet wurde. Wo bleiben da die übrigen Schüler, die fleißiger waren, als Dettweiler? Wo bleibe aber auch das Gerechtigkeitsgefühl wenn man sehe, daß der Junge jetzt in der Oberprima des Bensheimer Gymnasiums sitze, während seine Mitschüler noch in der Unterprima seien. Ohne Vorwissen der Lehrer-Konferenz habe die Versetzung ftattgefunben, aber die Lehrerschaft im Lande werde sich dies nicht gefallen lassen. Es sei bekannt, daß die Mutter eines Gymnasiasten, den man sitzen ließ, einem Rechtsanwalt ihr Herz über die Behandlung ihres Sohnes ausschüttete, und daß dieser Rechtsanwalt an den Direktor Mangold einen Brief schrieb. Durch einen Besuch bei dem Rechtsanwalt habe es aber der Direktor fertig gebracht, daß der Rechtsanwalt noch einen Brief an Dr. Dettweiler und Dr. Ahlheim schrieb, und um Entschuldigung bat. Ministerialrat Soldan habe von neuer Pädagogik gesprochen. Zu solchen Vorkommniffen gehörten aber seiner Ansicht nach keine neuere Pädagogik, sondern nur Gerechtigkeitsgefühl, um einen solchen Zustand nicht gelten zu lassen. Solche Sachen lasse sich aber das hohe Haus nicht gefallen, und die Sache müsse vor dem ganzen Lande verhandelt, und klar gelegt werden. In der Lehrerschaft herrsche eine hochgradige Erregung, die nur durch Klarheit beseitigt werden könne. Beispielsweise habe Herr Ministerialrat Soldan einen Beschwerdefall damit erledigt, daß er dem Schuldirektor anempfahl, „die Amtsmiene aufzusetzen" und zu sagen: die Sache ist entgültig entschieden. Auch die Deutsches Keich I einen höheren Richter beendet worden sei, man schon wieder vor der Disziplinierung eines höheren Beamten stehe. Das sei sehr bedauerlich. Vom Regierungstisch, speziell vom | Ministerialrat Soldan sei nichts gegen die erhobenen An- I klagen vorgebracht worden, um dieselben zu entkräften. Der Standpunkt der Negierung sei ein in dieser Sache äußerst bedenklicher und sei nicht geeignet, beruhigend auf die Bevölkerung zu wirken. Die Erwiderungen in der ^Darmstädter Zeitung" über die in der Presse gebrachten Anklagen, sei das pyramidalste an Nichtigkeit gewesen, was ihm je in seinem Leben vorgekommen sei. In Mainz habe man nach den Anklagen in der Presse gesagt, daß, wenn das alles wahr I fei, die Männer der Schulabteilung nicht einen Augenblick 1 im Dienst bleiben konnten. Die Autorität der Schulabteilung habe einen so starken Stoß erlitten, daß von einem gedeihlichen Zusammenwirken keine Rede mehr sein könne. Eine Reorganisation dieser Behörde sei die Pflicht der Staatsregierung. Redner geht auf die einzelnen erhobenen Anklagen gegen Ober-Schulrat Dr. Dettweiler ein, um die der Ministerialrat Soldan Wie die Katze um den heißen Brei herumgegangen sei. Er wünscht, daß die Untersuchung der ganzen Angelegenheit durch einen richterlichen Beamten stattfinden soll. Eine solche Untersuchung werde dann die । beste Garantie dafür bieten, insbesondere wenn das Er- | gebnis vor dem ganzen Land bekannt gegeben werden. Wenn die Regierung in dieser Weise verfahre, und wenn dann auch die Kammer in die Lage versetzt worden sei, die ganze Angelegenheit zu prüfen, dann werde sich auch das Land wieder beruhigen und der Schule das ihr so notwendige Vertrauen entgegenbriugen. Damit wird die Besprechung um 2 Uhr geschlossen I und vertagt sich die Kammer mit 16 gegen 15 Stimmen I bis zum 30. Mai d. I. I Berlin, 17. Mai. Im Abgeordneten Hause wurde heute in zweiter Lesung die Novelle zum Gesetz über die I Verteilung der öffentlichen Lasten bei Grundstücks-Teilungen I und neuer Ansiedelungen beraten. Die Vorlage wurde nach I längerer Debatte an die Kommission zurückverwiesen. Es I folgte die erste Lesung des Gesetzentwurfes betreffend die I Einstellung und Versorgung der Kommunalbeamten. Dieser I Entwurf ging an eine besondere 14gliedrige Kommission. Der Kommissionsbericht über den Antrag v. Mendel-Stein- I stls betreffend Förderung der Landes-Kultur und Förderung der Viehzucht wurde nach dem Anträge der Kommission, wonach für das Jahr 1900 zur Förderung der Landes- I Kultur und der Viehzucht entsprechende Mittel in Aussicht I genommen werden sollen, angenommen. Auf der morgigen I Tagesordnung stehen kleinere Vorlagen und Petitionen. Berlin, 17. Mai. Wie der englische Publizist Stead, I der wieder eine Unterredung mit dem Zaren hatte, einem I Mitarbeiter des „Lokal-Anzeiger" mitteilte, habe der Zar die Broschüre des Professors v. Stengel gelesen I und sei davon unangenehm berührt gewesen. | Berlin, 17. Mai. Zur Ablehnung der Kanal- I Vorlage erfährt die „Nordd. Allgem. Ztg.", die Staats- ; Regierung müsse an ihrem Standpunkte festhalten und gebe i sich der Erwartung hin, daß eine weitere Erörterung der wirtschaftlichen, verkehrspolitischen und militärischen Seite der Kanalfrage im Plenum des Abgeordnetenhauses zu einem anderen erfreulicheren Ergebnis führen werde. Berlin, 17. Mai. Zur Neubefestigung von Metz I schreibt die T. R. Mit der vom Kaiser vollzogenen Grund- I steinlegung des neuen Forts „Graf Haeseler" bei Metz ist der erste Schritt zur Neubefestigung dieses großen ! deutschen Waffenplatzes an unserer Westgrenze geschehen. Bekanntlich machte der Kriegsminister im Februar d. I. in der Budgetkommission Andeutungen über beabsichtigte Um- I gestaltungen unseres Festungswesens, worüber wir seinerzeit I berichteten. Sie bezogen sich zum Teil auf Fortfall der Stadtumwallungen und deren Ersatz durch stärkere Außenwerke. Hiermit wird nun bei Metz der Anfang gemacht. Auf dem etwa 10 Km. von Metz entfernten, auf dem rechten Moselufer fast 200 Meter über dem Fluß steil emporragenden St. Blaise wird sich das erste weiter von der Stadt I vorgeschobene Fort „Graf Haeseler" erheben. Im Mittel- alter stand hier die Burg der Bischöfe von Metz, wovon heute noch Mauerreste zeugen, die nun auch bald verschwinden werden. Sie ist in den Kämpfen der Bischöfe gegen die I Stadt, sowie den Kriegen Franz I. gegen Karl V. wiederholt zerstört. 1870 stand hier ein deutsches Observatorium I jur Beobachtung des eingeschlossenen französischen Heeres. I Dem Fort auf der St. Blaise gegenüber wird auf dem I hnten Moselufer sich aus dem ebenso hohen Gorgimont ein I Zweites Fort anschließen, deren Entfernung von einander etwa I vier Kilometer beträgt. Etwa zehn Kilometer nördlich vom Gorgimont wird an der Straße Metz-St. Privat auf den Höhen nordwestlich Saulny ein drittes großes Fort errichtet, so daß die Stadt hierdurch gegen jede Beschießung aus den welttragenden neuen Geschützen zunächst gesichert ist. Auch die Festung Diedenhofen, bisher ganz ohne vorgeschobene Außenwerke, wird nunmehr ein solches erhalten. Auf der das umliegende Gelände weithin beherrschendenHöhe bei Gentringen, I ungefähr 4 Kilometer nordwestlich von Diedenhofen, wird I sich erheben, und ein auf dem linken Moselufer erscheinen- I der Feind kann alsdann die Festung nicht eher unter Feuer I nehmen, als bis das Fort gefallen ist. — Die französische I dresse verlangt diesen neuen deutschen Befestigungen gegen- I uoer die schon so oft besprochene ausgedehnte Befestigung I von Nancy und wirft der Regierung vor, daß sie unrichtiger- I weise alle Mittel auf die Küstenbefestigung verwende und I darüber den schlimmsten Feind — Deutschland — vergesse. I Da die neuen deutschen Befestigungen doch nur der Ver- I teidigung zu gute kommen, so ist es nicht recht ersichtlich, I wie hierdurch eine Verstärkung der französischen Verteidigungs- I anlagen begründet werden kann. । tt tA b-« j}al 1 '«» fr? d-r fifilt, weitere Behandlung des Schülers Dettweiler, nachdem seine Thaten bekannt waren, sei geradezu unerhört gewesen. Ohne Wissen des Lehrkörpers sei derselbe an das Bensheimer Gymnasium versetzt worden und zwar mit folgendem Zeugnis: Betragen gut: „Zeigt bedenkliche Neigungen seinen Mitschülern gegenüber." Ueber all diese Vorkommnisse müsse eine genaue Untersuchung statt- finiW. Diese müsse aber in Hände gelegt werden, welche einwandfrei seien. Höher als Personen stehe ihm die Ehre der hessischen Lehrerschaft, welche von dem Wunsch nach Wahrheit und Gerechtigkeit durchdrungen sei. Das seien die Stützen des Staates. Wenn die Lehrer im Interesse der Schule arbeiten sollen, dann müßten aber auch diese Stützen fest sein. (Bravo). — Ministerialrat Soldan sucht nach den Anschuldigungen der Abg. David und Friedrich seine Handlungen in dieser Angelegenheit dem Hause nochmals klar zu legen. Er bedauert, daß Direktor Mangold die Vorkommnisse mit Dettweiler, welche ihm schon seit Januar bekannt wären, nicht schon früher zur Anzeige gebracht habe. Damals sei es möglich gewesen, die Angelegenheit ohne Aufsehen zu erledigen. Das könne er aber I vor dem ganzen Lande versichern und bestätigen, daß, als ihm die Angelegenheit bekannt wurde, er sofort die energischsten Maßregeln ergriffen habe, um der Sache auf die Spur zu kommen. Dabei habe er aber das Interesse der Schule damit zu wahren geglaubt, daß er die Untersuchung ohne Aufsehen zu führen versuchte. Dies sei ihm aber nicht gelungen. Namentlich die jüngeren Lehrer hätten zu einer Disziplinierung des Dr. Ahlheim gedrängt. Darauf hin sei die Bestrafung des Dr. Ahlheim erfolgt. Oberschulrat Dettweiler habe zwar gefehlt, weil er etwas gestattet habe, was andern erlaubt, aber dem Sohne eines Oberschulrates nicht gestattet sei. Die Disziplinierung des Dr. Dettweiler sei daher eine gerechte gewesen. — Abg. Metz-Gießen. Außer vom Regierungstisch haben bis jetzt nur Schulmänner gesprochen. Zunächst müsse man den Interpellanten danken, daß die Sache hier im Hause zur Sprache gebracht worden sei. Soweit er die Angelegenheit verfolgt habe, müsse er konstatieren, daß sie doch sehr aufgebauscht worden sei. Man müsse auch die menschliche Seite der Sache in Betracht ziehen. Die Kammer sei aber doch kein Gerichtshof der über die Richtigkeit der vorgebrachten Anschuldigungen zu entscheiden habe. Redner bespricht die Schwierigkeiten bei der Heranbildung der heutigen akademischen Jugend. Für einen Vater sei es ein wahres Unglück, wenn er mehrere Söhne habe, welche eine höhere Schule besuchen wollen und welche etwas schwer von Begriff seien. Daß der Sohn eines Oberschulrates natürlich noch vorsichtiger sein müsse, liege auf der Hand. Wenn man hier richten wolle, so müsse man doch auch ih Betracht ziehen, daß Dr. Dettweiler als Pädagoge und als Lehrer große Verdienste habe. Das Bensheimer Gymnasium sei von ihm unter schwierigen Verhältnissen übernommen worden. Auch Lehrer könnten sich irren, aber bei akademisch gebildeten halte man das nicht für möglich. Die Konferenzen dieser Herren seien der Schrecken der studierenden Jugend. Eine Beschwerde gegen den Beschluß einer solchen Konferenz sei schwerer durchzuführen, als der schwierigste Prozeß. — Abg. Ulrich versteht Die Stellung des Abg. Metz in dieser Sache nicht. Wenn er versucht habe, die Sache durch seine Rede zu retten, so rufe er ihm zu: ^Zurück, du rettest den Freund nicht mehr". Päda- i gogffche Deduktionen wolle er keine machen. Die Debatte habe aber gezeigt, daß am Ludwigs-Georgs-Gymnasium Zustände herrschen, welche sehr der Beleuchtung wert seien. Zudem habe Dettweiler keinen schlechteren Vertreter seitens der Regierung gefunden, wie gerade Herrn Soldan, der viel gesprochen, aber die Hauptanklagen nicht widerlegt habe. Ulrich kritisiert ferner in ausführlicher Weise die einzelnen Fälle in scharfer Beleuchtung. Der ganze Schein spreche gegen die oberste Schulbehörde, insbesondere nachdem der junge D. jetzt unter gleichen Verhältnissen in dieselbe Klasse ins^,Bensheimer Gymnasium versetzt worden sei. I Seiner Ansicht nach hätte man denselben statt dorthin zu bringen, in eine Besserungs-Anstalt schicken sollen, wo er schärfer beaufsichtigt werden könne. Hoffentlich hätten die I gestrigen und heutigen Debatten die guten Folgen, daß die I großen pädagogischen Fehler anerkannt und rasche Abhilfe I geschaffen würde. — Abg. Osann betont, Pflicht der Kammer sei es, derartige öffentliche Vorkommnisse in entsprechender Weise richtig zu beleuchten. Es sei nicht zu I leugnen, daß grobe Verfehlungen vorgekommen seien und I er müsse ernste Bedenken über die Art und Weise der Untersuchung gegen Dr. Dettweiler und Dr. Ahlheim ausdrücken, obwohl es Oberschulrat Soldan mit den genannten I anscheinend gut gemeint habe. Er hätte gewünscht, daß man eine Lehrer-Konferenz berufen hätte. Dann wäre die I Sache nicht soweit gekommen und man hätte sie auch leichter klarlegen können. Ein absolut grober Fehler des Lehrers I sei es aber, wenn er den Schüler bei Arbeiten unterstütze, welche für denselben einen Prüfstein bilden sollen: er könne die müden Ausdrücke seitens des Regierungs-Vertreters für I btefe Fehler nicht billigen. Die Unterlassung einer ein- I Spenden Untersuchung werfe ein falsches Licht auf Regierung und Staat. Deshalb sei es nötig, die ganze I Angelegenheit weiter: und schärfer zu untersuchen - 2ü>9. Schroeder wünscht die Beschleunigung der Unter- suchung mit einem hohen Richter an der Spitze statt eines Schulbeamten Stelle dieser dann noch weitere Verfehlungen fest, dann müssen strenge Strafen folgen, ■n ♦<^ca£tdnUmtCc the versichert die Kammer, daß die I aU dlnfchuldigungen ausgedehnt werde. I Nach Beendigung derselben werde dem Hause das Resultat Mitgeteilt werden. - Abg. Joutz stellt fes^ daß sich be dem hohen Preis der Nachhilfestunden sich diese nur die Reichen leisten können. Dadurch würden diese aber bevorzugt und der Hochmut großgezogen. Eine Erschwerung des Studiums sei daher durchzuführen. — Abg. Schmitt bedauert, daß, nachdem kaum ein Disziplinarverfahren gegen I P * «ohlenweide Grünberg. w *• Gestern leatn »ad KravlellM ' itifter 0«««, L d» lei« “■ SeifernV1 in btm neuen g ®! ta ®W”2" Wann begrüßte die Versammlung blick aus die erst meinen und aus ^sonderen warf, alle Unterstützung von Behörden u -er Stadt Gieß Oberbürgermeist habe, aussprach, betragenden Kof gedeckt seien, wo dis jetzt 14 823 7200 aut 'N Dc Einrichtung des. soll, führte .r fol „Das Haus Schwestern ein § haben zur Entfall dann sie sich aber Kch von des Ta ste sind im untere <18 Wohn- und ( Zimmer für die zimmer der Scht dritten Stock, ji Der untere Stoi zwei großen Sä robezimmer. Ji zur Ausnahme v sicher Seite dring erhalten haben. " »artig unfere A aufzunehmen, ba t. jffyt für bie De 1 6in ßimmer ift st I zimmcr für die Ak I zweiten und dritten I zur Ausnahme aB I solche zur Beherbe sügung. Jn jedei räumige Veranda, geht durch alle S eme^zentrale Warr m Sudenburg-Ma 'ft damit zugleich ^sser verbunden, Mmern jederzeit ^dgeschoß und Jurten verbunden Herd ist an die s Herbst die besorgt werden ko Er schloß tm ”lt§ gewagt, in rlnem Namen al ' WRe bei j Aabethenstift", : >* hh : .fr V“"b dtt &;♦; Ate luten, „ n,nt* >°d°nn ?'« » .. — Mit der Ablehnung der Kanalvorlaa- die Kanalkommission ist das letzte Wort in dieser frett noch nicht gesprochen. Aus den Reden der wIT »ertat'r ging unzw-is-Ihaft hervor, daß di- -pdqilti ' scheidung ihrer Fraktion erst im Plenum fallen w rd , den Zusicherungen, die die Regierung den Schlesien dem Gebiet des Verkehrswesens machen kann, wird hangen. Auch ine Bedenken westlicher Zentrums»--, werden verstummen, wenn die Vorteile, die der fciJi't,! rheinisch-westfalischen Industrie bringt, durch weit». «' ^hrsanlagen zu Gunsten der dem Kanal ferner Distrikte ausgeglichen werden, Biel bemerk wurd? ' die konservative Opposition vollständig davon aborFm,/ ' .ft, daß der Kanal di- Landwirtschaft schädig- sich, wie Graf Limburg-Stirum in der Zusammen' aller seiner Gegengründe darthat, aus den Standpunkt gezogen, daß der Kanal der Landwirtschaft „feinen » " , Bringe", und nur noch finanzielle Bedenken »orqeflu °?ß der Kanal ein großes Kapital wenig produktiv Z. die Eisenbahneinnahmen vermindere, weitere ’ "aK ^4 zieh- und so den Staat finanziell engaqie« „i,5 daß andere Einnahmequellen Ersatz böten. Die fonimnZ Fraktion als solche ist aber eben so wenig wie di. > konservative in ihrer Gesamtheit durch die ffommilii r Vertreter festgelegt worden, Im Gegenteil, sichere sprechen dafür, daß schon jetzt nicht wenige Mitglieder Fraktionen entweder für den Kanal sind, zu« w-ni-si, aber nicht gegen ihn zu stimmen beabsichtigen, ... , Ebing, 17, Mai. Wie die „Elbinger Zeitung» «eitr ift hier eine Falschmünzerbandc, bestehend aus Bergarbeitern und zwei Konditorgehilfen, aufgehoben «orbei welch- die Herstellung und Verbreitung falscher SMnfum stucke betrieben hatten. Ausland. Kokales und Prmmyielles. Gießen, 18. Mai 1899. ** Ernennung. Se. König!. Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 29. April l. I. den Eisen bahnmaschinen-Jnspektor und Vorstand einer Werkstätten Inspektion in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaf i Georg Heuer zum Eisenbahndirektor mit dem Range den Regierungsräte zu ernennen. ** Gelegentlich des bevorstehenden Schützenfestes soll eiita Festzeitung in sechs Nummern ausgegeben werden, bereu । Verlag die v. Münchow'sche Druckerei übernommen hat- ! Wenn nun auch schon eine ganze Reihe einheimischer M-- arbeiter für Ernst und Humor gewonnen sind, so blühen | doch sicher im Verborgenen noch viele der Redaktion w* ; bekannte Dichter, deren Werke — genügenden Raum voraus gesetzt — einen passenden Platz in der Festzeitung pndeil. würden. Alle diese — Damen und Herren — seien deshalb freundlichst aufgesordert, Poesien ernsten und heitern, । Inhalts, mit oder ohne Bezug auf das Schützenwesen, unseres i Vaterstadt u. s. w., hochdeutsche oder Dialektdichtungen" humoristische Dialoge u. dgl. vertrauensvoll an die Redaktion, Nordanlage 21III, einzusenden. Jungvieh-Weiden. Der unter dem Präsidium oe Herrn Grafen von Solms-Laubach stehende lavv" wirtschaftliche Verein für die Provinz Oberheffeu hat mehr auch eine Jungvieh- Weide im sogen. Tiergarten bei Hungen Herrichten lassen. Dieselbe wu mit dem l.Juni d. I. eröffnet werden. Zugelassen werde» | nur Rinder, welche von in das Herdbuch eingetragene» | Eltern abstammen. Das Weidegeld beträgt für die Zel vom 1. Juni bis 1. Oktober pro Stück 55 Mk., wozu leooG der Provinzialvereiu einen Zuschuß von 20 Mk. leiste^ Außerdem versichert der Verein die zur Weide gebrachte -- | Niederlande. In dem soeben ausgegebenen amtliche: I Verzeichnisse der Mitglieder der Friedenskonferenz I find der Vereinbarung gemäß die Staaten in alphabelisLel I Reihenfolge geordnet. Das Verzeichnis beginnt mit „Ai'o magne“ und schließt mit „Turquie“. Im oanzen fci 25 Staaten vertreten. Die Zahl der amtlichen I ist 98. Drei Staaten sind bloß durch je einen Delegierter. I vertreten: China, Griechenland und Persien. Von bei Großmächten ist Rußland ziffermäßig am stärksten (butefc I acht Delegierte) vertreten, dann kommen Frankreich, Deutjcb land und Oesterreich mit je sechs, Italien mit fünf, ($ng I land mit vier Delegierten. Dazu kommen noch die dipli matischen Sekretäre, Hilfsarbeiter und Dolmetscher. Mont: negro ist in dem.Verzeichnis mit der Bemerkung aufgeführt „Siehe Rußland", da Montenegro durch den russisch» Bevollmächtigten vertreten wird. Erft am Montagnach mittag hat der päpstliche Nuntius Tarnassi Haag verlasse: und sich nach Luxemburg begeben, wo er im bischöfliche I Palais Wohnung nimmt. Noch letzter Tage waren dipsi matische Bemühungen im Zuge, um zu vereinbaren, baj ein Vertreter des Papstes zum mindesten zu jenen Konferenz sitzungen geladen werde, in welchen die Frage der Schiedsgerichte zur Erörterung gelangt, zumal ja der Papst n verschiedenen Fällen schon das Amt eines Schiedsrichters ausübte, doch scheiterten die Verhandlungen offenbar ai Widerstande Italiens. — Der erste russische Bevollmächtigte, Herr von Staal, ist leidend. Er erkältete sich bei beti Besuche des „Schlosses im Busch" und hat leichtes i Fieber, doch ist keine Gefahr vorhanden. Der achtzig jährige Staatsmann ist jedoch großer Schonung bedürftig Das Unwohlsein des Herrn v. Staal hat zu dem Gerücht Anlaß gegeben, daß die Eröffnung der Konferenz verschoben werden soll. — Heute (Mittwoch), am Vorabend der Er Öffnung der Konferenz, findet bei dem niederländischen Minister des Aeußeren, de Beaufort, ein Empfang ftatt, um den Delegierten Gelegenheit zu geben, in persönlich« Beziehungen zu treten. 129. N.L^ M * auSgegrbL der Frieden-! die Staaten im Verzeichnis btgit: Furquie“. ch der amtliche 3B durch je einet! Ä und Perfitt, t sermaßig am M kommen Franlmt. chS, Italien mit i- )azu kamen nti ter und Dolmetsche.' it der Semerfung enegro durch den rr rd. fri'l oi te rtillsLmmsfiW «h eben, mo er Ä Wsli'. ch Per ^e m tz - u5 zu vereinbaren. Äefien pMLvchn t, MÜ \a bei t Amt eines LU- Verhandlungen r. ■jti russische fr erkältete y rusch" und - vorhanden.. ■ roher Schl- Ztaal hal . - s - ,ng dn S^ - h>.« * ■ bei dem luiort, ein W. t zu geben, a .^chrn uM-j !*■ Nbtnlt* iankMto ,' ?at stnanziell en. „V»i 5- . [ "'«'S t, durch bl, 7 m. ®sgenteii, Jl toenige üfe äa"«l ß«d, x, b°"d-. 6eC ^Nfen, aufjl tbreitung #' « Drei»11 & ie * t ä’®*! jifls ch »ul. *ir m,: ,U*; Ü>- "uS» w'S»; s> S ÄÄ •M ; jo <* 7«-»-^ die j“1 fiere gegen Unfall und Tod und trägt die Kosten für tier- tr iliche Aufsicht. Die Leitung der Jungvieh-Weide wurde Herrn Gutspachter v. Oven zu Hungen übertragen. Die fton seit einer Reihe von Jahren bestehende Provinzial- Kohlenweide befindet sich in der Gemarkung Merlau ki Grünberg. ** Gestern nachmittag 3 Uhr fand die Einweihung des mm Schwesternhauses des Allgemeinen Vereins für Armen- nb Krankenpflege statt. Die dazu geladenen Gaste, darunter Herr Provinzialdirektor von Bechtold, Herr Oberbürger- rüster Gnauth, der Dekan der theologischen Fakultät Herr Profesior Dr. Baldensperger — zahlreiche andere, feie der Rektor magnifleus, Herr Geheime Rat Dr. Löh - leim u. a. waren verhindert und hatten schriftliche Glück- rbnfsche gesandt — hatten sich mit dem Vorstand, den Elfern und Helferinnen des Vereins und den Schwestern in dem neuen geräumigen und festlich geschmückten Saal »ttfummelt. Mit dem Gesang des Lieds: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" wurde die Feier eröffnet, ilebtann begrüßte der Vorsitzende, Herr Pfarrer Schlosser, die Versammlung in einer Ansprache, in der er einen Rückblick auf die erfreuliche Entwicklung des Vereins im allge- meimn und auf die des Hauses und seine Baugeschichte im besonderen warf, und den warmen Dank des Vereins für «lle Unterstützung und Förderung, die er von allen Seiten, m Behörden und Privaten, namentlich von den Vertretern der Stadt Gießen, und ganz besonders von dem Herrn Oberbürgermeister in so überaus reichem Maße empfangen Hobe, aussprach. Er teilte mit, daß von den ca. 121000 Mk. betreggenben Kosten des Baues bis jetzt etwa 112 000 Mk. •0e Ubr, nachmittags 4 Uhr Schristcrktärung, Sabbathausgang 9°< Uhr Vertrchr, Kmri> uud Uotkswirtschast. M ' 17- Mat. Fruchrmarkt. Roter Wetze» £“,00' weißer Wetzen X 13.90, Lorn X 11.23, Gerste X 9.18, Haser X « 41. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold*. Berlin, 18. Mai. Der am nächsten Mittwoch vormittag im Reichstage erfolgenden Eröffnung des Tub erku- lose-Kongresfes werden die Kaiserin und die Großherzogin von Baden beiwohnen. Berlin, 18. Mai. In Bozen wurde gestern abend der Referendar und Reserve-Leutnant Bogislaw Ritter von Oheimb aus Berlin verhaftet. Oheimb hatte sich in Süd-Tyroler Kurorten verschiedene Hochstapeleien und Betrügereien zu Schulden kommen lassen. Er wurde unmittelbar nach seiner Verhaftung ins Bozener Kreisgericht eingeliefert. Königsberg, 18. Mai. Gestern sind zwei Enlastungs- Zeuginnen des Rosengart'schen Mordprozesses, nämlich die Frauen Putsch und Ziegrahn auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft unter dem Verdacht des Meineides verhaftet worden. Frau Rosengart befindet sich zur Zeit auf der Hochzeitsreise in Italien. Braunschweig, 18. Mai. Das Warenhaus Rudolf Korstadt ist gestern abend völlig niedergebrannt. Der Schaden an Waren und Gebäuden beträgt etwa eine halbe Million Mark. Nach einem Gerücht sollen auch Menschenleben bei dem Brande zu beklagen sein. Wien, 18. Mai. Bei einem Ausfluge, den eine Gesellschaft von fünf Personen, unter welchen sich die Schauspielerin Fräulein Sachs vorn Josefstädter Theater befand, mit einem Automobilwagen unternahm, fuhr letzterer infolge Ausspringens eines Hebels einen steilen Abhang hinab. Der Wagen stürzte um und sämtliche Insassen trugen mehr ober weniger schwere Verletzungen davon. Rom, 18. Mai. Die Meldung von der bevorstehende« Verleihung des Kardinalshutes an den Erzbischof Stablewski in Posen ist unbestätigt. Stablewski befindet sich nicht unter den Kandidaten, überhaupt kein deutscher Bischof. Rom, 18. Mai. Visconti Veno st a richtete ein, Rundschreiben an die Vertreter Italiens, worin er das Festhalten des Kabinetts an der bisherigen Dreibund-Politik betont. Brussel, 18. Mai. Die belgische Regierung wird die Abberufung des hiesigen französischen Gesandten Gerard, welcher den französischen Spion in die hiesige Gesellschaft einführte, verlangen. Der Skandal erregt hier großes Aussehen. Haag, 18. Mai. Die Friedens-Konferenz wird sich heute nach der Eröffnung wegen des Pfingstfestes auf eine Woche vertagen. Haag, 18. Mai. Die erste Kammer des Generalrates hat einstimmig die Summe von 75000 Gulden zur Deckung der Kosten für die Friedens-Konferenz bewilligt. Paris, 18. Mai. Die Senatoren haben eine Sub - skription eröffnet zur Deckung der Gerichtskosten von 2000 Francs für Fabre in feinem verlorenen Prozeß gegen Papillaud, als Kundgebung gegen die antisemitischen Hetzer. Paris, 18. Mai. Ein vom Senator Trarieux dem Kriegsminister vorgelegtes Gutachten einer bedeutenden französischen Autorität gipfelt in der Forderung, alle Kriegsrichter von 1894 über die Geheimakten vernehmen zu lassen. Paris, 18. Mai. Josef Neinach veröffentlicht im „Siöcle" folgende Anschuldigungen gegen den General Mercier. Darnach habe Mercier nicht nur im Jahre 1894 durch Mitteilungen ohne Vorwissen des Angeklagten und seines Verteidigers geheime, Dreyfus belastende Schriftstücke an die Geschworenen einen Rechtsfrevel verübt, sondern sich auch durch eine Fälschung schuldig gemacht, indem er vor den Richtern den wissentlich gefälschten Wortlaut des Panizzardi-Telegramms vorzeigte und alles dieses, um einen Unschuldigen, einen Elsässer, einen französischen Offizier zu verurteilen. Und seit vier Jahren ist dieser Unschuldige im Kerker, während Mercier frei lebt. Grenoble, 19. Mai. Die Manifestationen gegen die Antisemiten, die zu dem Prozeß Regis hier ein- getroffen sind, dauern fort. Petersburg, 18. Mai. Der im Kaukasus reisende General Lissenko und der Gymnasial-Direktor Pobje- donoszew wurden von Räubern überfallen, wobei der erstere getötet worden ist. Bekanntmachung. Wei dem Kaiserlichen Postamt 2 in Gießen (an der Schulstraße) iilfi tine öffentliche Sprechstelle eingerichtet worden, welche am 20. Mai dem BEs übergeben werden wird. Ihre Benutzung steht jedermann gegen EMicktung der üblichen Gebühren während der Dienststunden des Postamt« frei. Der Sprechbereich der öffenttichen Sprechstelle ist der gleiche, wro-deijjenige der Stadt-Fernsprecheinrichtung in Gießen. TLarmstadt, den 15. Mai 1899. Kaiserliche Ober - Postdirektion. I. V.: Wagner. " liclnnuitiiiiidjnnßfii Mittwoch den 24. d. Mts., vormittags 9 Uhr, wird in meiner Amtsstube verschiedene Pflasterarbeit öffentlich vergeben werden. Kostenanschläge und Bedingungen auch vorher hier zu ersehen. Groß-Rechtenbach, d. 15. Mai 1899. 4023 Das Bürgermeister-Amt. ÄuipMiiilgt'li Lebende Krebse empfiehlt 3903 I M. Schulhof. Irische Schellfische 1018 und Gaötiau heute eintreffend. E. Dort. Stadt. Schtachthavs. Freibank. 4038 Heute und morgen: ßuhAkisch 50 psg. 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Guthaben der Mitglieder 2. Aufgenommene Kapitalien 3. Noch zu zahlende Rechnungen 4. Reservefond 5. Betriebsrücklage 6. Reingewinn Emil Fischbach, Seltersweg. Stand der Mitglieder am 31. Dezember 1897 Zugang in 1898 Abgang in 1898 Daher Stand der Mitglieder Ende 1898 Reiskirchen, den 17, Mai 1899. Nichts ist gesunder für Kinder, I wie Quäker Oats, die anerkannt I ~r . * beste Haferspeise der Welt. Lg Anmeldungen erbitte sofort, ist ärztlich festgestellt, dass Quäker § f*Qrl FrPTlcdnrf Oats als ein vortreffliches Hilfs-1 - V<*i 1 11 UliJÜOrL mittel in der Kinderernährung zu betrachten sind, denn dieselben sind leichtverdaulich und daneben Achtung! Kammerjäger Schwarz empfiehlt sich zur Vertilgung von Ratten, Mäusen, Schwaben, Wanzen, Ameisen und mehrfach preisgekrönt ist das garantiert beste Metall - Putzmitte I । der Gegenwart und viel besser als Putzpomade! Jeder Versuch führt eu dauernder Aktiva. 1. Kaffenbestand 2. Warenvorrat 3. Mobiliar nach Abschreiben von 10 Prozmt 4. 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Beck 4032 $a■ “nb Th°t, mit Darlehen und Gaben, mit Geschenken allerlei —... ---- Überaus reichlich unterstützt haben, besonders auch für den reiZ ? fi iMBni (bi- jetzt 8023 Mk. an Geschenken und ® TOre^HUnfete(n und innigsten Dank auszuspreche,.^ M K« sog. lantttbacher töagenk6”^ 5“ Ä“??* Ä (leichter Einspänner mit Federsitz) r l^re ^-tlnahme bewahren zu wollen. zu verkaufen. 01819 Gießen, den 18. Mai 1899. LouiS Faber, Wagnermeister. | «r- —-WFI r §er Aorstand: SS? -sSSÄ Ä ’"'1 wenig gebraucht, zu verkaufen. cnc ’T »rau Amtsgerichtsrat Gebhardt. Pfan-' - Seltersweg 52, im Laden. Fran Kommerzienrat Heyligeusta^ : Frau Professor Höhlbaum. Fabrikant E. Kauffmann. Kaus^ JÄVttt Nassauer. Frau Geh. Rat Pasch. Frau L. Scklatter mit Motorbetrieb Sd,()roQ(n aen- ?tau ®ct>- Rat Sieben,' bCrlrtttfCtt* h1, SB Hier. Fräulein A. Windecker. Beigeordneter H. Wolf', Sehr rentabel und wenig Konkurrenz. I__ Fräulein L. Wortmann. 4937 .Gefl. Anfragen unter R. 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