‘Muit %» HL 1 j ♦ $r. 91 Erstes Blatt. Mittwoch den 19. April 1899 Kiehmer Anzeiger Heneral-Anzeiger Aints- und Anzei^eblutt für den ICrei^ lstieszen Bei PostbezuD 2 Mark 50 $f|. vierlelfShrlich. 3$qagsprrt* vientljährlich 2 Mark 20 W monatlich 75 Pf^ mit vringerloh«. Nftttat tt«Nch n SuSnahmr dr« MontagS. Alle Lsteigen-Vermittlan^ftell« de« In« und nehmen Anzeigen für den Eigener Lnzeiqcr entfcf*. Eie Gießener |i»HCt«xl(4tter ■cke dem Anzeiger Wgextttch niermet b rigelegt. >n Amten, daß letztere bereits so gut wie aufgegeben sei? Wie mpicöktisch das Gesetz sei, zeige § 1, indem derselbe die Mschschau vorschreibe für Tiere jeden Alters. Was solle Ä scmer heißen, wenn § 2 auf die Fleischschau verzichte, i NM irS sich um Kälber und Schweine unter 3 Monat und . jjuglcich um Hausschlachtungen handle? Die Hausschlacht- : tilgen müßten überhaupt freigegeben werden für Tiere jeden ' «tert Werde § 2 unverändert angenommen, dann werde fidi ü Süddeutschland ein Sturm der Entrüstung erheben. Z 5 or.bnc Beschaubezirke an, was unzweckmäßig sei. Redner : Ampgelt weiter die Bestimmungen bezüglich des ausländi- • ifchm Fleisches. Gehe es nicht an, ausländische Fleischer zu untersuchen, dann sage er: lieber die Sperre, als . Scksiung der unkontrollierten Einfuhr solcher ausländischen ' Baten. (Rufe rechts: Sehr richtig!) Mbg. Graf Klinckowström (kons.) bemerkt, in den ■jtxm Vorredner dargelegten Punkten sei die Landwirtschaft h DjÄ und West, Süd und Nord einig. Begreiflich sei die Mßftimmung aller Landwirte über diese Vorlage. In ' Binfwn scheine ein größeres Verständnis für landwirtschaft- i llüc Kragen zu bestehen, als im Reiche. Hier scheine in i mtschastlichen Dingen dem Auswärtigen Amt ein größerer «SmflG zugestanden zu werden, als dies zu wünschen und - Ätzlich sei. Das ausländische Fleisch müsse unbedingt dies- W : er Schau unterliegen; wenn das nicht möglich sei, i wtt'e es besser sein, die ausländische Einfuhr zu in- I Wtri'n. Staatssekretär Graf Posadowsky wendet sich zu- IMifyt gegen den Abg. Gerstenberger und geht dann auf 1)°:.'Gesetz selbst ein. Das Gesetz sei ein hygienisches zum (Zchiitz- der Gesundheit deutscher Staatsbürger und ein r nrkmiärpolizeiliches. Die Negierung sei auch nach der 1 (Marge durchaus berechtigt, alles ausländische Fleisch der- sinken Kontrolle zu unterwerfen. Die Hausschlachtungen 1 jiM^eben, sei nicht angängig. Im Interesse unserer Volks- t rtiljnung das ausländische Fleisch zuzulassen, sei doch wohl ntyiji, zumal bei dem eingeführten Fleisch die sanitäre - Äfutir wegen des hohen Hitzegrades, dem das Fleisch i roter tuotfen gewesen sei, denn doch eine geringere sei. Er, : fltönrr, sei überzeugt, daß sich manche Bedenken und Miß- i ichämdnisse in der Kommission auflösen werden, und er i mde vielleicht in der Kommission manche Erklärungen ab- (M'kir können, die er jetzt unterlasse, weil ihm hier der zärt- 11$ Stift der Stenographen folge. Abg. Wurm (Soz.) erklärt das Gesetz für unbedingte E!n>t:ndigkeit. Der Schauzwang müsie ein absoluter sein; k te: Ausnahme dürfe gelitten werden, selbst die Haus- s Uchlungen dürften nicht ausgenommen werden. Um die £ N4'»ssitzer vor Schaden zu hüten, bedürfe es einer obliga- t vrjchien Diehversicherung. Das Verlangen nach Fleisch- s |Mri' auch des ausländischen Fleisches lehne er zunächst ab, t tu demselben doch nur die Absicht einer Fleischverteuerung z A Grunde liege. Hbg Sieg (nl.) stimmt namens seiner Freunde dem < Bitz, im Prinzip zu, hält aber die Einwürfe gegen § 2 ( tfh. Hausschlachtungen) für berechtigt. § 16 (ausländisches Z W'ch) halte er in der vorliegenden Fassung für un- ü irihMbar. Bestreiten müsse er, daß im Vorjahre eine ^Kichnot existiert habe; es habe nur eine Fleischernot l krmiben wegen des übermäßigen Zuströmens amerikanischer 4 Siiaroen. Abg. Pachnicke (frs. Dg.) hält die Vorlage für ver- t kellulngsbedürftig, aber auch für verbesserungswert. Bei ssm» Freunden beständen u. a. Zweifel, ob die Doppelst also auch die Vorschau, auf das ganze Reich aus- $ werden könne. Redner plaidiert noch für Freigabe L »uchLUsschlachtungen, wenigstens in viel weiterem Umfange, c iik b»ii8 nach der Vorlage der Fall sein solle. Was unsere S »iittiungen zum Auslande anlange, so weise er darauf i sx nvie nach dem neuesten Bericht des Reichsgesundheits- fc im::$; pro 1897 vermutlich zwar mehrfach Seuchen vom t fclambc hereingeschleppt seien, wie aber größtenteils die < AM an dem Entstehen neuer Seuchenherde an der Ver- t wWsigung er gebotenen Maßnahmen im Inlaude gelegen IfjLt Sein Freunde wünschten jedenfalls nicht, daß mit hygienischen Maßnahmen protektionistische Zwecke verfolgt würden. Abg Holtz (Rp.) spricht sich gegen die Schau der Hausschlachtungen, ebenso auch gegen jedwede ungleichmäßige Behandlung des ausländischen Fleisches aus. Abg. Lenzmann (fts. Vp.) äußert seine Freude über das Gesetz, bedauert aber, daß auch gegenüber dieser so gemeinnützigen Vorlage die Geldbeutelinteresien nicht zum Schweigen gekommen seien. Der Kontrolle der Hausschlachtungen könne man vielleicht ganz entbehren, wenn man auch in Norddeutschland, wie bereits in Süddeutschland, das Volk daran gewöhne, kein rohes Fleisch zu essen. Die Doppelschau halte er für sehr nützlich. Staatssekretär Graf Posadowsky bemerkt noch, eine Schlachtviehversicherung sei im Bundesrat nicht durchzubringen gewesen. Die, welche sie wünschten, verweise er daher an die Einzelstaaten. Redner verteidigt namentlich die Kontrolle von Hausschlachtungen. Morgen Fortsetzung und Gewerbenovelle. Schluß 5i/t Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 17. April, lieber die Kabelverbindung mit Deutsch-Südwestafrika wird der „T. R." geschrieben: Als das Kabel 1887 bis nach Südafrika gelegt wurde, machten die erfahrenen Kolonialkreise dringend darauf aufmerksam, daß diese Gelegenheit benutzt werden müsse, um Deutsch-Südwestafrika an den internationalen Verkehr anzuschließen. Für diesen Vorschlag fand sich aber an amtlicher Stelle so wenig Verständnis, daß auch nicht ein Schritt zur Ausführung dieser notwendigen Einrichtung gethan wurde. Der Gebührensatz von 5,30 Mark für das Wort stimmt überein mit dem Satze von Transvaal zu uns. Er wurde durch einen Vertrag der englischen Telegraphen Gesellschaften mit der Transvaal-Regierung vor einigen Jahren vereinbart. An das Kabel in Swakopmund müssen sich aber noch Telegraphenlinien nach dem Innern des Schutzgebietes anschließen. Das nächste ist die Verbindung der Küste mit dem Regierungssitze in Windhoek. Außerdem sind solche Linien von dort nach Süden und Norden, wie nach Osten und Süd- westen notwendig. — Die Reichstagsverhandlungen über die Militär- Vorlage haben erneut die Aufmerksamkeit auf die Kavallerie und deren Zukunft gelenkt. Es dürfte daher die Nachricht von Jnteresie sein, daß der Chef der kriegsgeschichtlichen Abteilung I im großen Generalstabe Oberst Friedrich v. Bernhardt, demnächst ein größeres Werk über „Unsere Kavallerie im nächsten Kriege" veröffentlichen wird, in dem auch organisatorische Fragen zur Sprache kommen. Der aus der Kavallerie hervorgegangene Oberst, der ein Sohn des bekannten Staatsmannes und Historikers Theodor von Bernhardt ist, leitet die kriegsgeschichtliche Abteilung I seit Mitte vorigen Jahres. Während der Zeit seiner Thätigkeit hat die Abteilung unter anderem schon eine sehr bemerkens- werte Einzelschrift über den Kampf der 38. Infanterie- Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht vom 16. August 1870 veröffentlicht, die zum Brennpunkt einer lebhaften Polemik geworden ist. — Vom Alldeutschen Verband. Die zahlreich besuchte Versammlung des Vorstandes des Alldeutschen Verbandes hat in seiner Sitzung vom 16. April die folgende von Herrn Grafen Arnim-Muskau und Herrn Dr. Reismann- Grone vorgeschlagene Erklärung einstimmig angenommen: „Der Vorstand begrüßt mit Genugthuung die am 14. April im Reichstage abgegebene Erklärung des Staatssekretärs von Bülow, daß die Reichsregierung die Aufrechterhaltung der vertragsmäßigen Rechte Deutschlands auf Samoa als nationale Ehrensache empfinde und diese nicht verkürzen lassen werde. Der Vorstand wird nach wie vor kräftigst jede Reichspolitik unterstützen, die diese deutschen Rechte und Jntereffen mit Stetigkeit und Festigkeit vertritt und die deutsche Wehrkraft zur See in den Stand setzt, solche voll zu schützen." _ Deutschland und China Der „Times" wird aus Peking vom 16. April gemeldet: Die deutsche Truppen- abteihing halt Jtschau noch besetzt. Die sofortige Abberufung derselben ist widerrufen worden, da ein zu früher Rückzug hätte mißdeutet werden können. Die von China vorgeschlagenen Maßregeln, die feindliche Stimmung in Schantung zu bekämpfen, sind noch unzulänglich. Ausland. Budapest, 17. April. Wie aus zuverlässiger Quelle- gemeldet wird, wollen die ungarische Negierung und auch die ungarischen Zucker-Industriellen unter keinen Umständen auf die Zucker-Prämie verzichten, wodurch vorläufig eine Einigung mit der ungarischen Negierung ganz ausgeschlossen erscheint. Rom, 17. April. Einer Pekinger Meldung zufolge dürfte die chinesische Regierung nunmehr den Wünschen Italiens, betreffend die Pachtung der Sanmun-Bay- gegen Entrichtung eines jährlichen Pachtzinses, unter Beibehaltung der chinesischen Oberhoheit, entsprechen. Paris, 17. April. In der Rede, welche der frühere Minister Bart Hou gestern vor seiner Wählerschaft in Oloron über die Dreyfus-Affaire hielt, erklärte er, er sei, ohne seine persönliche Meinung über die Schuld ober Unschuld Dreyfus auszudrücken, von der Notwendigkeit der Revision des Prozesses überzeugt und zwar aus drei Gründen: 1. wegen der Unregelmäßigkeiten bei der Untersuchung, 2. wegen der Illegalität des Prozesses und 3. wegen der verbrecherischen Vergehen seitens Henry und Paty de Clam nach der Verurteilung des Dreyfus. Barthou sagte ferner, die Revision müsse nicht aufgefaßt werden als eine Revanche noch als eine Drohung gegen die nationale Armee, auf welche das Land seine größten Hoffnungen gesetzt habe. Die Armee könne nicht für einen Rechts-Irrtum, wenn ein solcher vorliege, verantwortlich gemacht werden und auch nicht für die verbrecherischen Thaten, welche von einigen wenigen ihrer Mitglieder begangen wurden. Nach den Versicherungen Barthous wird die Armee völlig gestärkt auS einer Prüfung hervorgehen, in welcher mit der größten Leidenschaft der Parteien versucht worden ist, die Armee mit dem Recht in Konflikt zu bringen. Belgien. Es ließ sich leicht voraussehen, daß die außerordentliche Blüte, in der sich zur Zeit das belgische Großgewerbe befindet, auch die Lohnansprüche der Arbeiter steigern werde. Die letzte Kohlenverdingung für die belgische Staatsbahn ergab eine Preissteigerung von nicht weniger als 2 Fr. für die Tonne, und die Bergleute beantworteten diese Preissteigerung sofort mit der Forderung einer 5 v. H. Lohnerhöhung. Eine solche Forderung wäre an sich gewiß sehr berechtigt. Doch wird von den Unternehmern eingewendet, daß die Arbeitslöhne schon in der Zwischenzeit erhöht worden seien. Nun ist der Arbeitslohn des Bergmannes in Belgien seit der letzten Kohlenverdingung von 31/2 Fr. auf 4 Fr. durchschnittlich gestiegen, was einer Lohnerhöhung von 15 v. H. gleichkommt. Die Bergwerksleitungen haben deshalb die Forderung der Bergleute abgeschlagen und schließlich eine Lohnerhöhung von 10 Centimes für den Tag zugestanden. Damit sind die Bergleute nicht zufrieden, sie verlangen eine Erhöhung um 20 v. H. Ein Teil der Arbeiter hat bereits die Gruben verlassen, für eine Wahrscheinlichkeit der weiteren Ausbreitung des Ausstande- sprach aber der Umstand, daß der Frühling feinen Anfang genommen hat, wo die Streiklust besonders rege zu werden pflegt. Diese Erwartung geht denn auch richtig in Erfüllung. Die nationale Vereinigung der Grubenarbeiter hat nämlich am Sonntag die Verkündung eines allgemeinen Ausstandes in den vier Kohlenbecken Belgiens beschlossen, und zwar mit solcher Beschleunigung, daß der Streik bereits morgen in Wirksamkeit treten soll, während anfangs dafür der 1. Mai in Aussicht genommen war. Falls die Bergleute dem Beschluß Folge leisten, wird der Ausstand 120000 Bergarbeiter umfassen. Obwohl letztere ruhig zu sein scheine», trifft die Regierung umfassende Maßregeln zum Schutze der Bergwerke. Im Bezirke Charleroi sind die Bürgergarden einberufen. T. R. Petersburg, 17. April. Immer trauriger sieht es im Notstandsgebiete aus. Dort ist jetzt auch amtlich bereits Hungersnot festgestellt worden, deren Kennzeiche», Skorbut und Typhus, unzweifelhaft zu Tage getreten sind, und zwar in Ortschaften, die bisher für durchaus wohlhabend galten. Es hieße das Augenscheinliche in Abrede stellen, wenn man von der üebettreibung des Notstandes spräche, wie das viele seit dem Hebst gethan haben. Im Kreise Menselinsk (Gouvernement Ufa) belief sich z. B. die amtlich festgestellte Zahl der aus öffentlichen Mitteln Gespeisten im September auf 77 000, im Oktober bereits auf 233000, im Januar auf 276000. Im benachbarten Kreise Belebei wuchsen die Ziffern in einem noch beschleunigtere» Zeitmaße; im September gab es hier 3160, im Oktober 112600, im Januar 240000 Esser. Das Wachstum der Zahl der Notleidenden läuft mit der Vermehrung der Zahl Versammlung Donnerstag den 20. April 1899, nachmittags 3»/, Uhr pünktlich: 1. Ermäßigung der Fernsprechgebühren. 2. Gesuch der Theaterdirektoren Kruse u. Helm um Bewilligung einer weiteren Subvention. 3. Die Beschaffung der für 1898/99 und 1899/1900 erforderlichen, durch Kapitalaufnahme zu deckenden, Mittel. 4. Gesuch des Friedrich Teigler um Erlaubnis zum Wirt- schaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 76. 5. Desgl. des Wilhelm Lippold, Brandgasse 8. *- H. Frühjahrs Gautag des Ganverbaudes 9 des Deutsche« Radfahrer-Bundes. Der am Festtage, nächsten Sonntag dem •f Die Berhaudluug über die Stellungnahme des 2ün. wirtschaftsrales zum ReichSgesetzentwurf, betr. Schlag' Vieh- und Fleischbeschau ergab die Annahme d■ betreffenden Ausschußanträge, welche befferen Schutz b- einheimischen Jntereffen gegenüber der Einfuhr von atu ländischem Vieh und Fleisch zum Ziele haben und verhü: wollen, daß auch nach Inkrafttreten eines Reichssteischbesch^ gesetzes im Großherzogtum Hessen nach wie vor ftrenqc- Bestimmungen in der Fleischbeschau zum Schade« t* Hessischen Landwirtschaft fortbestehen sollen, als in b-- Nachbarstaaten. Ferner schloß sich der Landwirtschaftsr nach eingehender Verhandlung den Anträgen an, welche »ü Entwurf des Hessischen Gesetzes, betreffend Aisführung > bürgerlichen Gesetzbuches vom betreffenden Ausschuß gqI(t worden waren. Dieselben bezogen sich auf den Leibgebii. vertrag, die Entfernung von Baumpflanzungen von hE- Grenzen des Nachbarn, die Beschränkung der Grundstück» teilung, die Anlegung von Mündelgeldern und die ordnung. Die Verhandlung der Wein ft euer ergab nc£ namentlicher Abstimmung mit 10 gegen 2 Stimmen bit nähme der vom Ausschuß für Wein-, Obst- und . gestellten Abänderungsanträge und im übrigen die Zusümmu^ zum Gesetzentwurf und zwar mit der Begründung der Süd sichtnahme auf den Zusammenhang der Weinsteuerfrage Biber gesamten Steuerreform und auf die bestimmten lichen Erklärungen der Großherzoglichen Regierung. Wen-: hin wird die Errichtung einer landwirtschaftlichen Stber = nachweis- und einer Auskunftsstelle für landwirtschahi > Rechtsfragen, letztere insbesondere mit Rücksicht aus Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches nach den t- liegenden Plänen genehmigt und beschlossen, Großherzogin Regierung zr: ersuchen, den Landständen eine bezügliche k r läge, betreffend Erhöhung des Staatszuschusies des Laut Wirtschaftsrates zugehen zu lassen zur Beschaffung der >! Beihilfe für die Errichtung genannter Unternehmungen fotr. für die Beschickung der Ausstellung der D.L. G. in (frar* furt noch nötigen Staatsmittel. Die übrigen Gegenstä der Tagesordnung werden vertagt und beschlossen, in kürze'- r Zeit wiederum eine Sitzung zu halten. R 8-. vente 23 ds. Mts., abends, stattfindende Festkommers wird i allen Besuchern, ebenso wie die anderen Darbietungen, viel Anziehendes bieten. Vor allen Dingen sei auf das Konzert unserer Regimentskapelle hingewiesen, für das Herr Musik, direktor Krauße ein sehr schönes Programm zusammen- gestellt hat. Der Bauer'sche Gesangverein wird unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Polster, mehrere I seiner bewährten Vorträge bieten, und für den humoristischen Teil werden in altbekannter Meisterschaft im Jntereffe der Sache u. a. die Herren Adam Müller und Heinrich Schopp, liebenswürdige Sportkollegen aus Frankfurt a. M. I und hervorragende Kräfte der dortigen großen Karnevals- I Gesellschaft, sorgen; außerdem ist der vielen Gießenern aufs beste bekannte Gesangs-Spezialist Herr Karl Ehrhardt, ebenfalls aus Frankfurt, für den Abend engagiert. — In- I Haber von Karten zum Saalfahren haben für den Fest- I kommers freien Zutritt; — sonst ist ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. zu zahlen, was mit Rücksicht auf das reichhaltige Programm als sehr niedrig bezeichnet werden muß. *• Postsekretär i. P. Mayer wurde in der letzten General-Versammlung des Kriegervereins einstimmig unter großem I Beifall zum Ehren-Vorsitzenden erwählt. •* Zur Berichtigung der gestrigen Notiz, betr. Besitz- I wechsel, in der Zigarrenfabrik der Firma Busch u. Mylius I in Heuchelheim teilen wir mit, daß der Mitinhaber der Käuferin nicht Kloß, sondern Cloos heißt. *♦ Polizeibericht. Ein Fahnenjunker des 89. Inf.- I Reg. in Schwerin, welcher vom 16. auf 17. d. M. in I einem hiesigen Hotel logierte, schoß sich gestern morgen in I seinem Schlafzimmer eine Revolverkugel in die Brust, so I daß er schwer verletzt in das Garnisonlazareth gebracht werden mußte. Es ist Hoffnung vorhanden, den jungen Mann am Leben zu erhalten. — Ein hier Studierender aus Frankreich, welcher vergangene Nacht im Hofe eines I Hauses der Bleichstraße in trunkenem Zustande herumirrte, wurde, da derselbe auf Zurufen keine Antwort gab, von | dem Hauseigentümer auf die Wache am Seltersthor ge- I bracht, um seine Personalien feststelleü zu lassen. Dem I jungen Mann scheint öfter derartiges zuzustoßen; denn erst I vor kurzem irrte er in mehreren Hofraiten herum, in der I einen die goldene Uhr, in der anderen den Hut zurücklafsend. I Die Gegenstände konnten ihm später wieder zugestellt werden. I *«- Reservisten unb Laudwehrleute müssen einen Wohn- I ungswechsel bem Bezirkskommanbo anzeigen. Wenn I seither Verfehlungen gegen biese Bestimmungen nicht so streng geahnbet würben, so soll bas jetzt anders werden, I und alle Reservisten und Landwehrleute, welche einen Umzug nach 14 Tagen nicht zur Anzeige bringen, unbedingt bestraft werden. ** Vom Sprachvereine. Man muß anerkennen, daß die I Sprache unserer Behörden von Fremdwörtern reiner ge- I worden ist. Die neuen Steuergesetze haben „Reklamanten" I und "Reklamationen" beseitigt; Bürgermeisterei und Bau- I ämter geben dem Lande ein gutes Beispiel; die Hofbibliothek I hat statt des früheren „Desiderien"-Buches nunmehr ein I Wunschbuch; die höheren Schulen veröffentlichen keine „Pro- I gramme" mehr, sondern Jahresberichte. Ueberall kann man I derlei Fortschritte wahrnehmen, leider aber auch noch viele I Rückständigkeiten, sogar Rückfälle. Immer wieder liest man j von „Revisionen" der "Wirtschaftslokalitäten" wegen „Kon- I zessionierung" des Betriebes, von „Remunerationen" für gewisse Beamte, von „Konkurrenz"-Eröffnungen, wofür man anderswo Offene Stellen sagt. Die Heberegister werden wohl auf den meisten Steuerzetteln für vollziehbar ober vollstreckbar erklärt, hier unb ba aber auch für „exekutorisch". | Proviantämter wünschen Wiesen-„Kreszenz" zu kaufen, unb wollen zur Beförberung ber Landwirtschaft „Probuzenten von Heu" bevorzugen. Produzenten von Heu! So weit also haben wir es schon gebracht, daß unsere Landwirte I das Heu selbst produzieren! Sie stehen damit den „Wein- I Produzenten" gleich, wie man neuerdings die Winzer zu be- I nennen pflegt. Wir meinen, diese Bezeichnung müsse sich I jeder ehrliche Winzer entschieden verbitten. ** Die Beamten und Angestellten der Post sind in ver- I schiedenen Städten mit dem neu eingeführten Sommerrock, I ber Litewka, versehen worden. Der Rock ist in Schnitt I und Farbe dem Sommerrock der Offiziere sehr ähnlich: leichtes, dunkelblaues Tuch mit einer Messingknopf Reche, I umgelegter Kragen mit roten Spiegeln, die in der Mitte I einen goldenen Streifen haben. Durch eine halbe Gurt I kann der Rock enger oder weiter gemacht werden, je uach- I bem es ber Träger bequem ober notwendig findet. In den I Kreisen der Postbeamten ist man mit der Litewka recht zu- I frieden. Die Röcke sind nach Maß angefertigt und fitzen I gut. Jedenfalls wird die Litewka im heißen Sommer leichter I unb bequemer fein als ber schwere, enge Rock mit aufrecht- I stehendem Kragen, unb bas ist eine Wohlthat, bie man allen I Beteiligten, ganz besonbers aber ben der Sonnenhitze so I viel ausgesetzten Briefträgern von Herzen gönnen wirb. MM' tonnen d. Js., n werben im L statt 55 btfi 2 ettt ßltiberl LlHe, I §qu4* im! Ju Mn jtnigen, rotli «erworbenen i dab-er Fori gefordert, tagen von leiinetem ftf. fpätere Forder W’iben tönnei r'd -U E' uSP-»1 sä« goto ' -„,3 Zondrr'D •fS bei bem 11 n Qis diese i mb ai9, Atc I ßcitrouu/ 1 ri i &«’ w. Ä; i«“1 l & «f I 4 1 ' ‘-tauOls®' i llmtlit J“ ® I t°ß di- W-h> . ,id)t -«ps-W ■ Aicsbaden, Boäenheim, ® As Abgc ßng wurden drsSreWrntv gitfhdben, Sninliurt a. 2 fl^btm r ai, bie preuM IiimmipeHortn dbttroigtn ®01 süu'MMgn$ «nm der Kranken parallel. Im letzten Monat hat bie Gesell- i - schäft bes Roten Kreuzes infolge der allerorten aufkommen- i ben Seuchen-Erkrankungen in der Beschaffung unb Absenbnng ' von Medizinalabteilungen eine verstärkte Thätigkeit entfalten 1 müssen. Diese Erkrankungen sind eine Folge des Nahrungs- i mangels unb weisen klar auf bie Unzulänglichkeit ber Hilfe I j hin, welche bis jetzt erwiesen worden ist. I ' Madrid, 17. April. Seit etwa vierzehn Tagen sind 1 wieder beunruhigende Gerüchte über Rüstungen unb | Zeltelungen der Karlisten verbreitet. Solche Ge- I 1 rüchte tauchen hier bekanntlich von Zeit zu Zeit auf, um I 1 gleich darauf wieder zu verschwinden, sodaß man kaum I mehr von ihnen Notiz nehmen kann. Diesmal aber scheiitt I ' die Sache ernster zu stehen. Die Regierung selbst, die sich I doch sonst so gut aufs Ableugnen der Thatsachen versteht, I ' giebt zu, daß in den letzten Wochen bie Anhänger des I I Thronforderers eine ungewohnte Thätigkeit entfalten, als I 1 hätten sie eine Erhebung vor. Das Wahlbündnis, das vor < kurzem Karlisten und Jntegristen (Rein-Katholiken) geschlossen I haben, scheint darauf hinzuweisen, daß alle reaktionären I Elemente des Laubes bie Ankunft bes Retters Don Carlos I für nahe bevorstehenb halten, benn sonst wollten bie ^nte- I gristen mit ben Karlisten nichts zu schaffen haben unb ließen pch burch bie Bischöfe leiten, bie roteber sich an bie be= stehenbe Dynastie anlehnten. Karlistische Agenten sind eifrig am Werke, bie noch immer unbezahlten Kolonial- I truppen für ihre Sache zu gewinnen. Es ist wirklich unerklärlich, wie bie Regierung biese Seite ber Frage über- I sehen kann. Trotz ihrer wieberholteu Versprechungen hat I sie ben Rapatriabos noch keinen Heller ausbezahlt, unb so haben benn viele, wie feftgefteöt würbe, Gelb von ben Kar- I listen angenommen. Wenn man bebenft, baß bie Zahl ber I heimgeschafften Truppen über 100,000 Mann beträgt, so I muß ber erwähnte Umftanb nicht belangslos erscheinen. | Der Sohn bes Prätenbenten, Don Jaime, ist noch immer I in Paris unb hält bort täglich Beratungen mit ben karlist- ischen Vorbermännern, wie Marquis Cerralbo, General I Cavera, Sangarren, Oyarzabal unb anberen, ab. Man I behauptet zwar, baß es ben Karlisten an ben nötigen Mitteln 1 gebricht, um eine Erhebung in großem Stil ins Werk setzen I zu können unb baß bie Stimmung ber Masse bes Volkes I ihnen nicht günstig ist, aber man scheint es boch als aus- I gemachte Sache anzusehen, baß binnen kurzem, vielleicht I noch vor Enbe bes laufenben Monats, bie Karlisten etwas I unternehmen werben, wie bie Regierung meint, lebiglich zu I dem Zwecke, um bie Verwenbung von erhaltenen Fonbs zu I rechtfertigen. Es verlautet aus zuverlässiger Quelle, ber ] karlistische Mabriber „Correo Espanol" sei in englischen Besitz übergegangen, vermutlich in ben des Lord Ashburn- I sham. Die dem karlistischen Aktionskomitee zugefloffenen I fünf Millionen sollen von einem englischen Bankierssyndikate I stammen, als dessen Vorstand Ashdurnsham genannt wird. I — Die Presse fordert die Regierung auf, die größte Wach- I samkeit zu üben und nötigenfalls rücksichtslos vorzugehen, | und zwar nicht mit geringen Streitkräften und kleinen Ko- I lonnen, die nichts auszurichten vermöchten, sondern von I vornherein mit dem Aufgebot aller Mittel, als ob der Auf- I stand schon in vollem Gange sei, da man nur so hoffen I könne, ihn im Keime zu ersticken. Im Kriegsministerium herrscht denn auch große Bewegung. Die Generalkapitäne I ber baskischen Provinzen, Aragoniens, Kataloniens unb Valencias sind nach Madrid gekommen, um persönlich die Berhaltungsbefehle des Generals Polavieja entgegenzunehmen. I Infolgedessen haben dieser Tage vielfache Truppenverschieb- I ungen stattgefunden. Auch bestätigt es sich, daß der Kreuzer I „Konte Venadito", der in Ferrol ausgelaufen ist, seinen I Kurs nach den baskischen Gewässern richtet, um diese zu I bewachen. — Kein Mensch scheint allerdings zu wissen, wo I der Spektakel losgehen wird. Vor einigen Tagen hieß es, I aus Andalusien und aus dem Baskenlanbe seien besonbers I deunruhigenbe Berichte hier eingelaufen, nun aber scheinen I Navarra unb Valencia bie bebrohtesten Punkte zu sein. I Dhatsache ist, baß es überall gärt, unb die Regierung wird ihre liebe Not haben, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Tägl. Rundschau. Lokales und UrsvinMes. Gießen, ben 18. April 1899. *‘ Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit ber Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Februar ' bem Bürgermeister Peter Tilger zu Weiher bas silberne Kreuz des Verbieustorbens Philipps bes Großmütigen, am 28. März bem Polizeibiener Heinrich Seebold II. in Erfelden das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. •* Ernennung. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 15. März den Bauaufseher-Aspiranten August Neumann aus Darmstadt zum Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Dieburg mit Wirkung vom 1. Mai d. I. ab zu ernennen. •• Ordens Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. April dem Kammermusiker i. P. Joseph Becker das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. *♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete«. Aus der Zeit für die Zeil. Vor 17 Jahren, am 19. April 1882, starb zu 'Dor. (Kent) ber Naturforscher Charles Darwin. Seine The»r hübet bie Richtschnur unb bas leitenbe Prinzip aller neue7 Forschungen über bie Entwickelung bes organischen Leif auf ber Erbe. In seinem Werke „lieber bie Entstehung k Arten" hat er ben Nachweis unternommen, wie sich die i- endliche Mannigfaltigkeit ber Tier- unb Pflanzenformen um.: bem Einfluß bes „Kampfes ums Dasein" vermittels „Zat wähl" unb „Vererbungskraft" aus wenigen Urtypen e völlig naturgemäßem unb notmenbigem Wege herausgetü!- hat. Er würbe am 12. Februar 1809 zu Shrewsbn geboren. _____________________ 60. Mittelrheirrischer Kreis Turula- zu Offenbach a. M. am 16* April 1899, Nachbem ber, burch Neubesetzung einiger Gauvertrcc stellen in seinem Bestaub etwas aufgefrischte Kreis-Ausl>i in sechsstünbiger Sitzung am Abend des 15. April 1 Jahres-Sitzung gehalten hatte, wobei u. a. nach dem 1 trag des Wiesbadener Fest-Ausschusses das heurige An.- Turnfest auf die Zeit vom 13. bis 16. August, der jf beitrag aber gegen diesen Antrag auf die seitherige fr- von 2 Mark festgesetzt wurde, auch eine Unterstützung^. Turnhallebau an den Turnverein St. Wendel bei Er brücken bewilligt worden war, fand gestern von vormiü- 10 Uhr ab (wie die Ausschuß-Sitzung im Hause des Ei Vereins Offenbach) der 60. Kreis-Turntag statt, wt». biesmal von bem fteöoertretenben Kreisvertreter, U- mspektor Schmuck-Darmstabt, geleitet wurde M 180 Vereinen mit 287 Abgeordneten beschickt war; außer. waren 24 Ausschuß-Mitglieder und 10 Gauturnwarle^ i ganzen also 321 Stimmberechtigte anwesend, eine Zayl,u bis jetzt auf keinem Kreis-Turntag erreicht worden Eingeleitet wurden die Verhandlungen durch c,ncn / ber zahlreichen und gut geschulten Sängernege bei L bacher Turnvereins, sodann wurden zunächst die r $ ungen im Bestand des Kreises während deS " bekannt gemacht, wonach 59 Vereine neu 19 Vereine ausgeschieden sind und der ^eis n• 1899 614 Vereine stark ist. Im Anschluß ty™* I Kreisvertreter Rothermel - Darmstadt den 9 welchen wir demnächst einer besonderen Bett q würdigen gedenken^ Für heute sei aus demsUben daß die turnerische Leistungsfähigkeit des Kreq s deutschen Turnfest zu Hamburg sich im besten I hat, was durch sehr ehrenvolle Beurteilung der . I riegen, zahlreiche Siege (V? aller <5lC9”)ttfvicleui *4 turnen, den Sonderübungen und den Wet'p Ausdruck fand, daß die Finanzen des ^retf t, .. I Ordnung befinden, indem die Kreiskaffe cm 1243 Mk. 12 Pfg., die Unterstützungskaffe em n tion 1755 Mk. 98 Psg. hat, daß endlich d-r Krns 60,879 Mitglieder zählt, von welchen 2Z,6dl> an I Übungen teilnehmen. Sreisturnwart He'dE und Geschäftsführer Thi-rols-D-rmstad. b-nch'-^^ sonderen über den Turnbetrieb und die «ass U-ber di- Wahl des F°st°r.-s für das nn , zu feiernde 25. Kreis-Turnfest and ett> gr°ß-r- 1 I statt. Die Koblenzer Turnerschast bewarb st-? Z Fest, um dadurch der Westhalste des «r J I Anregung und einen nahen Festort z ' gagjiri I gemeinde Worms machte ältere Rechte un 3 des „Wonnegaues" nach einem Kreisfes 6 .' 3 I vereine zu Offenbach stellten sich au den h'stor sch A I punkt unb beanspruchten das «Jubelfest , Neueste Meldungen. g.A.: Gchseider, Ger. Taxator JOOOOOOOOOC fm, 9 Hii der Frankfurterftraße bei Süchtiger Hosruumcher Zuvertüsßges Diea-mSÜchku gesucht. [O137Ö] Westanlage 44, in. findet dauernde Beschäftigung. [3348 Wilhelm Hetz, Brandgaffe. U^st kMnngen Wretgel'uche Offene Stellen AFrmietnngen Mlnpfelilnnaen Llelltn-Gklnchk Student sucht möbl. Zimmer, eventl. mit Pension. Offerten unter B. C. 01384 an die Expedition dieses Blattes. 12 cm Durchmesser, 12 m Länge mit 1,14 Mtt FichteN'Bohnenstangen, 12 rm Nadel Knüppel, 111 „ Nadel-Stöcke, MlfifU Nadel-Wellen, Ik'Dfl) Weichholz-Wellen. ZAsammenkunst morgen» Vorzügliches Sauerkraut, 01394] Per 1. Juni 6» bis 7-Zimmer- wohn. mit Gartenant., unw. Bahnhof, ges. Gießener Wohnungs-Nachweis, Bahnbofstraße 41, pari. 01350] Junger Mann mit guten Zeug- niffen sucht Stelle als Lagerist in einem Kolonialwaren-Geschäft. Offerten unter .Lagerist- an die Exped. d. Bl. auf dem Gute vollzogen. Wien, 18. April. Von unterrichteter Seite wird Die Gin Schneidergehilfe sowie ein Lehrjunge gesucht. 01407] W. Stumpf, Sonnenstr. 9. nr bit 1 pril 1882, f 8 Darwin.« lende $iihjL-.. ng des arp: „lieber dieüldr ernommtn, i? undM^. Dasein «ü aus «chi L: ndigmS-efmch uar V.;- j.■ ^^Dauer ^der^ M?rktzeit von 7 Uhr Morgens biS l Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Markt,ett darf im Uncherzieben nicht feUgeboten werden ei xni Sonder-Wett-Turnens m drei volkstümlichen Uebungs^ Saus- und Süchkugerätk staunend billig verkauft. H. Butron ans Wetzlar. Depeschen des Bureau .Herold-. Berlin, 18. April. Die beteiligten Minister hielten gestern mit dem Staats Kommissar der Börse eine neue Beratung wegen Wiederherstellung der Berliner Produktenbörse ab. . Berlin, 18. April. Im Prozeß Egloffstein wurde gestern abend das Urteil gefällt. Es lautete gegen den Angeklagten Schachtel wegen Unterschlagung und Untreue ru 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und 2 Jahren Ehrverlust, gegen den Angeklagten Dietzel wegen Beihllfe zu ^ Monaten Gefängnis und gegen den Angeklagten Grafen Egloststein wegen'Betrugs zu 9 Monaten Gefängnis. Anträge auf Haftentlassung wurden abgelehnt. , Königsberg, 18. April. Gestern hat in Jagershof die Vermählung der Frau Rosengart mit dem Referendar «kiirügrube. Suoß-Rechtenbach, 16. April 1899. UM Das Bürgermeister-Amt. Stadt. Fchlachthass. Freibank. 3313 Heute und morgen: Hchfeu-rifch 50 W Mhrend de» Viehmarkte» befindet "tiibie Freibank in der Großvich- kjlckchthalle. ib A 'M'41’ I6« in 2" I btt tr/ bt,. 9(lbttn uri ^rinsteu, m 2 El, 'N', Dbfrn w übrigen bj( Segtiti;. Iberffitiifc »f bitbtfc M« R-p. 'M« lle für hi,, t mit RLG 'esttzbucht; t* schlossen, inben eint b. -laatszuschH i zur Beschs ntcr Untere ng her D-Li Die übrige unb beschlvf alten. 21 Fichten-Derbstangen von 8 bis 7 bis Tüchtige Spengler sofort gesucht. F. Habenicht, 01403]Wiesenstraße 4. 335 t] Ein tüchtiges Dieust- müdcheu ans sofort oder 1. Mai gegen hohen Lohn gesucht. Frau Dr. Kubel. Tüchtige Rochalbeiter gesucht. 01399 Gebrüder Stamm. | 014101 Lehrling oder Sattler, welcher l®348 r«b im Polsterfach ausbilden will, findet . I Stelle bei TH^Brück. 01411] Kräftiger Hausbursche sofort gesucht bei Th. Brück. Damgadtcr Pferdemarkt. (Ziehung den 10. Mai) äk M». a 1 Mark Uhr I sl empfiehlt 3339 ber LUUU Richard Buchacker, Gießen Neuen-Bäue 11. **,ü66ei u'Xninb^7ema«t: Sch5°ud-rb°ll> I per titt, ®«-”run9 und Sturmhoch,prung. Ab. | U «.3lll wurden die Anträge der Fechtriegen des Kreises u Sm-bmig-ng btfonbercr Wk«Is-cht-n. sowie zwei «u- • Tt i-t .auf Bewilligung von Sitz und Stimme beim «reis- l ui "H. an die stellvertretenden G-mvertreter und Gon. l.Lrtrrtt; zurückgezogen der Antrag des Mo'N-Taunus- auf Leitung der Feldbergfeste durch den Kreis^ Tie Wahl des gefchäftsführenden und des ^urn- Vl-,äiä)usses auf vier Jahre ergab einstimmige Wiederwahl d sti icilher Gewählten, nämlich: als Kreisvertreter Rechnungs- r^Mthermel, als dessen Stellvertreter Turnmfpektor : SimuKf, als Geschäftsführer Ministerial-Registrator ^hierols, i .ii-lci zu Darmstadt (ohne den erwarteten Einspruch, bM bw Wahl dreier Ausschußmitglieder aus einem Verein nrid): empfehlenswert sei), für den Turn-Ausschuß Heidecker- LM-Sbuden, Schatt-Hanau, Münch-Hachenburg, Meller- '.Sersheim, Gräser-Frankfurt a. M. i 15 Abgeordnete für den Deutschen Turntag zu ^aunv lioirq wurden zu den 19 durch die Gaue Gewählten fettens i wdi'E lsturntages 3119^11t: - Wt-b -den, Schatt-Hanau, Münch-Hachenburg und Gräser- ztglich China», dem Abschlüsse nahe sei, als unzutreffend Irezeichnet. Paris, 18. April. Dem Cri de Paris zufolge ergav >ie Untersuchung der Affaire Deroulöde ein vollständige» Komplott zum Sturze der Republik, in das außerDöroulüde und Hadert auch die Generale Roget und Pellieux verwickelt find. General Zurlinden verweigerte jedoch die Mitwirkung, weshalb Döroulöde aus eigene Faust vorging und die bekannte Szene hervorries. Paris, 18. April. Der „Figaro" spricht die Befürchtung aus, daß die Gegenüberstellung des Generals Roget mit dem Obersten Picquart, welche seit einigen Tagen von allen Blättern gefordert wird, stattfinden werde, was höchst bedauerlich sei. Der .Figaro" versichert, der Kassationshof sei von der Regierung aufgesordert worden, sein Gutachten vor dem Zurücktritt der Kammer, d. h. vor dem 27. Mai zu veröffentlichen. Pari», 18. April Esterhazy veröffentlicht im Matin" einen Protest gegen die über ihn erhobenen Beschuldigungen, und schließt diesen Artikel mit den Worten: Man will aus mir den Sündenbock für bie Sunden vieler machen, aber das wird nicht gelingen. Ich werde meine Unschuld über alle Dächer rufen. Ich fordere vor ein unparteiisches und sicheres Gericht gestellt zu werden, um meine Unschuld darchun zu können. Loudon, 18. April. Nach einer Blattermeldung find die Verhandlungen betreffend China wieder auf große Schwierigkeiten gestoßen. Die forcierten militärischen Maßnahmen und Vorkehrungen Rußlands in Ostasien erregen ÄÄ einem N-gramm ^WaM,. ton werden drei Kommissare heute auf dem Staats'Depur- tement mit Hay, Poumforte und von Holleben zusammen Instruktionen der Kommission austauschen. Madrid, 16. April. Bestimmte Wahlergebnisse fehlen noch, doch ist bekannt, daß die Wahlen herkömmlich verliefen.^ In einzelnen Bezirken stimmte nicht einmal der hundertste Teil der Wähler. In Madrid sind nur N- narchisten gewählt. Eastelar und Sagasta sind gewählt. Die Mehrheit der Regierung ist noch bedeutender, als ge rechnet wurde. Kranes DiellSumbchen l sucht Frau L. Roll, Bahnhofstr. 51. "01409] Rähmädchen, IM Nähen auf Maschine erfahren, findet sofort dauernde Beschäftigung bei Th. Brück. 16. ityttl kung miger S-- chMltSni-' btnb M obti u. a. nach ' M baS W ■'S 16. August, t aut bit Wxi ) rm Mristu!- t Tt. Drubä i ab gchm m r huug m hautz ■ critz-TMtag F iben «mW? , qdeitet w« • unb 10 0r- lgte anwtvF, ■umtag «Z anblungen ••• ulten W mrben F es währ' Sereit;/ unbbe^,. . alwstadt . r »fA* zfählgkeä rfl sich ' '■ ,rli< C*'- « M ® P..-S S SffiÄSi l !=—-- t V ,rü6barten Gaue ließe- in n--*r.*,r «Mhmmuna Dlij .id» 163 Stimmen zusallen, wahrend Koblenz [«6 mit W und Worms mit 56 Stimmen begnügen mußten. Itelhtine bezweifeln wir nicht, daß Offenbach das Ver- tr.tn-:' in seine Festleitung zu würdigen wissen wird 3332] Ein möbliertes Zimmer zu ver- miethen. Selteröweg 85, m 3335] Möbl. Zimmer zu vermieten, evtl, mit Pension. Bleichstr. 13, vart- 01391] Laden, seither Schuhwaren- qeschäft, zu verm. Bahnhofftr. 43. namentlicher Abstimmung Verkehr, Land- und Volkswirtschaft. t i xiA> «ietet» 18. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenm^kt kosteten: Butter^^per Psd,^ 0.7 '-0^5, ^uhnnerer per St. 0-0^, 2 Et. 9-10,$, Enteneier 2 St. eier per St. n-12 H, Käse 1 St. 5-8 Käsematte per St. 8 L» !U in seine tfeiueuung 6U ^'7 Ninssibruna I Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 30 A, Tauben per P-cir 2-r «n-rag des TurmAusschufl^^,^. X o.T5-,.oo. Un^v-r^ X JjtJÄ töTl«»-» in Wiesbaden wurd-^ng-nvmmei, | oooj-o.oo, ÄÄ*» 6.60 vtL. Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 8.00—o du, Kravks öiirslhlhen Restauration Schneider, Oswaldsgarten. Montag den 24. April Aus dem »idt-n versteigert aus den Abteil- ’DQ/rrßf Hahnenkopf, Schanze und gClatRI NtMück. wird Mittwoch den LS. April 5 Fichtenstämme von 15 b s I ^ßer Posten 3334 18 cm Durchmefiir, 8 bis 12 m Länge mit 1,18 fm, kllllUUlkNkk [M M X XttXXMJLXX» ■ ■ I unjer GefchäftSlokal befindet sich jetzt 3333 ^wsß w Seltersweg 89 |nßt. Gefl. Offerten unter aeaeuüber dem Restaurant Elges. Nr. 3319 au die Expedition 8 B dieses Blattes. | Geschw. Aron, Spezialgeschäft für Korsette». LX nlt K< JMHHaK 71 X K K XJ Die Anion, Mzkmmk pklllsche l,°gkl^trSchkrüiigs-Kkm einen mi langer Hand Opel siegen überall. Opel brachen die Bahn der Fahrradindnsr Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Hinscheiden unseres innigstgeliebten Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders und Schwagers, des 01390] Unserem Kollegen Gutmann zu seinem 26jährigen Wiegenfeste ein dreifach -ollueriides Hoch. ______________Die alten Kollegen. Todes. Anzeige. Heute nachmittag 174 Uhr entschlief nach kurzem, schwerem Leiden unser innigst geliebtes Kind Albert was wir Freunden und Bekannten hierdurch tiefbetrübt mitteilen. H. Fourier und Frau. Stenooraphen-Gesellschatt Gaöelsberoer Giessen. Sonntag den 23. April, in Ge- meinfckaft mit den Stenographen Vereinen Wetzlar (Damen- und Herrenverein), Grünberg, Sich, Hungen und Gietzen