1SO9 Sonntag den 19. März Erstes Blatt. Rr. 67 Zlints- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen. mahle« tin-Seife das Alle Anzeigen-vermitttung-strllm der In- und AurlandeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegn». IV' ÄdHrhion, Expedition und Druckerei: Zchakstratze Nr. 7. Wen, M eü-Früchteo, in li etc., habe ich roh c lenefemt een Anzeigen zu der nachmittag» für den lelgeBbc« Zt| erscheinenden Nummer di» vorm. 10 Ubr. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hirtzen. Fernsprecher Nr. 51. Gratisdeitagrn: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmrt, Klätter für hessische Volkskunde._________________ $etr.: Wie oben. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen *h die Grosth. Bürgermeistereien und die örtliche« Jnvalibitäts- uud Alters BersicherungSstelleu des Kreises. Auf die vorstehende Bekanntmachung weisen wir Sie hiemnit ausdrücklich zur Nachachtung hin. Zugleich beauf- tragen wir die Großh. Bürgermeistereien, diese Bekanntmachung in ihren Gemeinden wiederholt öffentlich verkünden zu lassen, und die Rechner der Gemeinde- und Ge- rneindekranken-Kassen besonders darauf zu verweisen. v. Bechtold. Politische Wochenschau. Eine Woche voller Erwartungen, Befürchtungen und Aufregungen liegt hinter uns. Konflikt oder nicht? Das war die große Frage, die auf aller Lippen lag. Und wenn auch die Krisis im Sinne der Versöhnung gelöst worden ist, so beherrschte doch ernste Besorgnis die Gemüter. Um so freudiger ist allgemein die Genugthuung, daß eine Verständigung erzielt worden ist und schwere innerpolitische Kämpfe vermieden werden konnten. Freilich wird die Abstimmung über die Militärvorlage noch lange nachwirken und auf das Verhältnis der Parteien zu einander ihren Stempel drücken. Ziemlich überraschend kam die Nachricht, daß am Beisetzungstage Kaiser Wilhelms I. auch die Leiche des Fürsten Bismarck ihre letzte Ruhestätte finden würde. Die Teilnahme des Kaisers an der Feierlichkeit hat um so wohl- thuender berührt, als weiteren Kreisen der Zutritt nicht gestattet werden konnte. Daß mit der Schließung der Gruft in Friedrichsruh das Interesse an dem Altreichskanzler nicht erloschen ist, brauchen wir kaum zu betonen. Der Sachsenwald wird noch Jahrhunderte der Wallfahrtspunkt zahlloser Patrioten sein. Ueber die Verhandlungen Cecil Rhodes mit der Reichsregierung ist etwas authentisches noch nicht bekannt geworden; nur aus den Veröffentlichungen englischer Blätter kann man ersehen, daß seine Mission von Erfolg war. Wir haben schon früher betont, daß wir das Vertrauen zu unserer Regierung haben, sie werde unter keinen Umständen das Reichsinteresse aus dem Auge lassen. Auch auf dem Gebiet der Marineverwallung hat uns die letzte Woche Ueberraschungen gebracht. Auf die Aufhebung des Oberkommandos der Marine war wohl kein Laie gefaßt gewesen. Wir wollen hoffen, daß die Aende- rungen unserer Marine zum Segen gereichen. In Oesterreich giebt man sich großen Hoffnungen hin, daß der innere Friede bald wieder hergestellt sein wird; freilich macht auch niemand ein Hehl daraus, daß der Herrschaft des Grafen Thun ein Ende gesetzt werden muß. Noch immer sind die Differenzen zwischen Italien und China nicht erledigt. Daß die chinesische Regierung schließlich die klügere sein und nachgeben wird, bedarf wohl kaum einer besonderen Betonung. — Neuerdings sieht man bei unseren Freunden jenseits der Alpen eine lebhaftere Thättgkeit der Anarchisten voraus, weshalb bei allen geeigneten Gelegenheiten große Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. Wie weit die Befürchtungen begründet sind, läßt sich heute noch nicht ermessen. Das Befinden des Papstes gibt wieder zu ernsten Besorgnissen Anlaß; wenigstens macht die Schwäche des Patienten bedenkliche Fortschritte. Die Tage des heiligen Vaters scheinen wirklich gezählt zu sein. Die innerpolitische Situaton Frankreichs hat im Laufe dieser Woche keine Veränderung erfahren; wann eine definitive Klärung der dortigen Verhältniffe eintreten wird, ist freilich noch nicht abzusehen.(xx) xrezuftAprtls Dirrtrij&bchif) 2 Mark 20 Pfg. wonatlid) 75 Ptz mi! iBvingedobn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. üurtrtjäbrlidj. der höheren Bürgerschule zu Dieburg Dr. Johann Sciden- berger zum Lehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg, den Lehrer an der Realschule und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt Michael Dietrich zum Lehrer an der Realschule zu Bingen und den Lehrer an der Realschule zu Butzbach August Todt zum Lehrer an der Realschule und Landwirtschaftsschule zu Groß- Umstadt — sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1899 an — zu ernennen. . r , ** Stadttheater. Man muß es der Direktion Kruse-Helm lassen, daß sie in der Wahl der Gäste der zu Ende gehenden Spielzeit überaus glücklich gewesen ist, und keine Kosten gescheut hat, uns Leistungen auserlesener Kräfte vorzuführen. Auch das vorletzte, gestrige Gastspiel des von früher her hier in bestem Andenken stehenden Herrn Oskar Bohn Le vom Kölner Stadttheater darf als eine Musterdarstellung des von Moser'schcn vieraktigen Lustspieles „Der Veilchenfresser" gelten. Leider war das Haus nur mäßig besucht, nichts desto weniger hallte es wieder von dem rauschenden Beifall der Zuschauer, die mit regstem Interesse dem erfreulichen Gang des Stückes folgten. Die Handlung des seinerzeit die Bühne beherrschenden Lustspieles dürfen wir als bekannt voraussetzen, es erübrigt demnach nur einiges über die packende Wiedergabe der einzelnen Rollen verlauten zu lassen. Herr Oskar B o h n L e als Victor von Berndt, darf als Urbild eines Edelmannes, wie sie ja bekanntermaßen in unserer Armee nicht selten sind, gelten. Ein grundehrlicher, aufrichtiger Charakter, ist ihm der Kampf gegen die Lüge ein Vergnügen, für das er unbedenklich sein Leben in die Schanze schlägt. Seine Part- nerin, Frl. Würdig, der zuliebe er den Kampf ums Dasein wagt, spielte ebenfalls ausgezeichnet, nur schien sie leider stimmlich nicht unbeeinflußt zu sein. Frau Direktor Kruse, als Victors Tante, Frau von Berndt ist gleichfalls durchaus zu loben. Herr Köhler, als Reinhard von Feldt, gab als unfreier Freier, weitschweifiger Referendar und wenig mustergiltiger Einjährig-Freiwilliger eine köstliche, wiederholt stürmische Heiterkeit erregende Figur. Fräulein Pauli, als Valeska diente ihm als wertvolle Folie. Herr Waller, war uns als Oberst von Rembach etwas zu rauhkehlig, führte indes trotz fehlenden Portepees seine Rolle als Festungskommandant befriedigend durch, während er als Oberst und Freier der Fran v. Wildenhain unschwer von dem auf Handstreiche geschulten Husarenleutnant mit dem treffenden Namen Victor ausgestochen wurde. Herr Liebscher und Fräulein Rux zeigten sich als Herr von Golewski, und Frau von Belling als auf den bösen Leumund ihrer lieben Nächsten bedachte Intriganten und fanden sich mit ihrer Rolle befriedigend ab. Fräulein Schuhmann, als Minna, und Herr Wilhelmi, als Peter, gaben ihre Rollen natürlich mit großem Geschick wieder. Auch die brave Soldateska, die Herren Merker, Castera, Werner, Neumann und Reichert exerzierten erfolgreich, und trugen so zum Gelingen des Ganzen nicht wenig bei. Die ganze Vorstellung war wie gesagt eine Musterleistung, was neben dem dankbaren Stoff, dem überaus wirksamen Spiel des geschätzten Gastes, nicht minder aber auch der kundigen Regie des Herrn Liebscher, wie der offenbaren Lust und Liebe der übrigen Mitwirkenden zu danken sein dürfte. ** Stadttheater. Ueber Herrn BohnLe's „Kean", welchen der Künstler morgen (letzte SountagsvorstellunH hier als Abschiedsrolle spielen wird, schreibt eine Magdeburger Kritik: Gastspiel Oscar BohnLe. Das Dumas'sche Lustspiel Kean, das mit unserm Gaste, Herrn Oskar BohnLe vor geräumten Orchester in Szene ging, interessiert trotz mancher Unwahrscheinlichkeit und Unklarheit doch, besonders am Schluffe bei der Lösung des Knotens, durch seine effektvollen Szenen und namentlich durch die Gestalt des Titelhelden, immer von neuem. Herrn BohnLe gelang es durch seine Auffassung der Rolle und durch seine Darstellung, dies Interesse im höchsten Grade zu wecken und von Akt zu Akt zu steigern. In packenden Zügen zeichnete der Künstler die mannigfachen Situationen des Dramas und machte dadurch die Gewalt glaubhaft, die der Held auf alle Kreise seiner Umgebung ausübt. Ueberall wußte er bei richtigen Ton zu treffen. Den Höhepunkt der Darstellung bildete die Hamletszene, einesteils als solche selbst, sodann in ihrem meisterhaft zum Ausdruck gebrachten Uebergang zum plötzlichen Wahnsinnanfall. Vorzüglich kommt dem Künstler sein schönes, biegsames, allen Stimmungen sich anschmiegendes und dann wieder kraftvolles Organ zu statten. Da die Rolle des Kean sehr gut dazu angethan ist, die übrigen Darsteller in den Schatten zu stellen, so muffen Males und Provinzielles. Gießen, den 18. März 1899. ** Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 15 März Allergnädigst geruht, den Kanzleigehilfen, Finanzaspiranten Friedrich Engel aus Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Großherzoglichen Hofmarstallamt mit dem Titel „Hofmarstallamts-Assistent", mit Wirkung vom 1. April l. I. an, zu ernennen. . ** Bestätigung. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzoq haben Allergnädigst geruht, am 15. März der am 21 Februar l. I. durch die Stadtverordnetenversammlung zu Worms erfolgten Wiederwahl des Georg Binder zum Bürgermeisterei-Beigeordneten der Stadt Worms die Ve- ftätigunq zu erteilen. *♦ Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entschließung Groß- berzoqlichen Ministeriums der Justiz vom 11. März 1899 ist der Großherzogliche Gerichtsasseffor Dr. Stallmann in Darmstadt bis auf weiteres mit Aushilfeleistung als Richter bei Großherzoglichem Amtsgerichts Worms beauftragt worden. k ** Höhere Schulen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 15 März ben Lehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg Karl Altendorf zum Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Offenbach, den Rektor Gießener Anzeiger General-Anzeiger UßNch «h L»»nahme be» Mintag». Die ®t (ferner »«»tkie,»kälter »erden dem Anzeiger »Lchentiich viermal beigelegt. An den zwei Sonntagen vor Ostern wird für hanbelsgewerbe zu Gießen bie Beschäftigungs- unb Ver- Bekanntmachung, betreffenb Jnvalibitäts- unb Altersversicherung. Unter Hinweis auf §§ 22, Abs. 2, Ziffer 1 bes Jnv.- unb Alters-Versicherungs-Gesetzes vorn 22. Juni 1889 unb unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 8. März 182)9 (Kreisbl. Nr. 60) bringen wir hiermit zur öffentlichen Äenntnid, baß für bie in der Land- und Forstwirtschaft be- jchrstigten Personen vom 2. April 1899 an, Beitragsmarken bet Jnvalibitäts- unb Altersversicherung zu verwenden sind: 1. m den Gemeinden Gießen und Großen-Linden: a) für männliche Personen: der 3. Klaffe zu 24 Pfg. b) für weibliche Personen: der 2. Klaffe zu 20 Pfg. 2. in allen übrigen Gemeinden des Kreises: a) für männliche Personen: der 2. Klaffe zu 20 Pfg. b) für weibliche Personen: der 1. Klaffe zu 14 Pfg. Bezüglich der Beiträge der sonstigen Arbeiter und fliEbeiterinnen hat es bei den seitherigen Bestimmungen ft im Bewenden, (s. § 22, Abs., 2, Ziffer 3 bis 5 des Jnv.- unb Alters-Versicherungs-Gesetzes vom 22. Juni 1889). Gießen, den 17. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. big, 30. elttijlheni Stlricb. I l>. _______1 SM rem3ngrem^ 90 _nft ^A J ™ i» Oceanlag.7 Tage- W faie * ffäibern. her * ***** ' : M.N e»; !u*8w, ®i8en, ®lstrasse| auf 1 verlegeu; k le bei Entnahme von iarke, M 7\ Mck Bekanntmachung. In Ober-Mockstadt, Kreis Büdingen ist die Maul- und tlamenseuche erloschen und sind die angeordneten Sperrmaß- rtgieln aufgehoben worden. Da die Maul- und Klauenseuche in Aulendiebach, Kreis Bübingen, nur noch in einem Gehöft herrscht, ist bie an- geordnete Orts» und Gemarkungssperre aufgehoben und nur öehöftssperre belasten worden. Unter den Landgestütsbeschälern der Station Berstadt ifi die Brustseuche ausgebrochen, und die Station gegen den kerkehr mit Pferden bis zum 7. April lfd. Js. abgesperrt norden. Gießen, den 15. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung, bett.: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. kavlfszeit bis 7 Uhr abends zugelassen. Gießen, am 18. März 1899. Großherzogliche- Polizeiamt Gießen. __________________I. V.: Roth.__________________ Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Rohrverlegungsarbeiten ist der Scuenroeg zwischen Neucnbüue und Weidengasse am Dienstag, den 21. l. Mts., für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 16. März 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ________Muhl.___________________ Gefunden: 1 Taschenuhr mit Kette, 3 Broschen, 1:Vorstecknadel, 2 Taschenmesser, 1 Damengürtel, 1 Handlich, 1 Taschentuch, 3 Kragen, 1 Schirm, 3 Klingel Garn, 1 «Herrnhut, 1 Baumsäge, 1 Rechen, 1 Peitsche und 1 Mundharmonika. Gießen, den 18. März 1899. Großherzocfliches Polizeiamt Gießen. Muhl. wir es unser« Darsteller als ein besonderes Verdienst an« rechnen, daß er in diesen Fehler nicht verfiel, sondern durch künstlerisches Maaßhalten das Ensemble wesentlich unter stützte. Ein gewaltiger Beifallsturm und Hervorrufe des ganzen Hauses belohnten wiederholt bei offener Szene und nach den Aktschlüssen die Leistungen des Künstlers. •* Absperrung der Wasserleitung. Wir machen auch an dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des städtischen Gas- und Wasserwerks aufmerksam, betreffend die nächsten Dienstag nachmittag erfolgende Absperrung der Wasserleitung auf dem Neuenweg u. s. w. ** Befihwechsel. Das der Frau Emma Seuling gehörige Geschäftshaus, Steinstraße 78 (Ecke der Schottstraße), ging heute für den Preis von 31,000 Mk. in den Besitz des Herrn Alois Blum (Bierhandlung) hier über. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 32 Jahren, am 19. März 1867, starb als Professor in Heidelberg Ludwig Häusser. Geboren am 26. Oktober 1818 zu Kleeberg in Unterelsaß ist er schon früh zu einem Anhänger Deutschlands geworden und hat, wie irgenb einer, bewiesen, daß er sich als solcher fühle. Bleibende Denkmäler seiner Gesinnung bilden seine historischen Werke. Von außerordentlicher Wirkung war Häussers aus tiefstem Innern quellende Rede sowohl in seiner akademischen Dhätigkeit als auf dem größeren politischen Schauplatz. Als Mitglied der sog. gothaischeu Partei hat er der nationalen Sache seine beste Kraft gewidmet. Vor 129 Jahren, am 20.. März 1770, wurde zu Lauffen am Neckar der Dichter FriedrichHölderlin geboren, der für das Hellenentum schwärmende Verfasser des Brief-Romans „Hyperion" und vieler schwungvoller Gedichte in antiken Rhythmen, dessen phantasiereicher Geist, »en ungestillter Sehnsucht nach unerreichbaren Zielen verzehrt, früh durch die Nacht des Wahnsinns umhüllt war, bis er im hohen Alter am 7. Juni 1843 in Tübingen von feinen Leiden erlöst wurde. Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. März: 4. Heinrich Philipp Julius Junker, Bauschreiber dahier, mit Margarethe Gümbletn Hierselbst. 11. Georg Friedrich Hertlein, Htsenbabnadjunkt zu Rudtpoldtng, mit Marte Luise Naumann hter- selbst. 11. Friedrich Otto Tauber, Zahlmeister-Aspirant zu Frankfurt a. M., mit Lina Margarethe Elisabeth Henriette Belloff hierselbst. 14. Wilhelm Konrad Gtllmann, Kaufmann zu Düren, mit Emilie Haack zu Mannheim. 14. Heinrich Hmgstenbera. Kaufmann zu Neuenrade, mit Wilhelmine Henriette Margarethe Gröninger dahier. 14. Friedrich Schäfer, Ciqarrenmacher dahier, mit Karoltne Elisabeth Schell hierselbst. 14. Michael Synowvk, Hilssbremser dahier, mit Elisabeth Katharine Diehl hierselbst. 15 Adolf Steglinger, Geschirr- Händler dahier, mit Marte Stiehler hierselbst. .. Eheschlietzungen. März: II. Johannes Jako^, Schubmacher dahier, mit Elisabethe Dorothea Ott hierselbst. 11. Karl Georg Hupseld, Schloster dahier, mit Johanna Helene Katharine Semmler hierselbst. 15. Wilhelm Christian Jacob Lästert, Schloster dahier, mit Barbara Klepper hierselbst. Geborene. März: 8 Dem Lehrer Adam Kneipp ein Sohn, Friedrich Jacob. 10. Dem Friseur Adolf Largtzdoif eine Tochter, Marte Helene. 11. Dem Fuhrmann Jacob Mäurer eine Tochter, Frida. 12. Dem Tagiähner Jost Rüspeler «in Sohn, Friedrich Wilhelm. 12. Dem Rechnuogsführer Karl Ockel ein Sodn, Karl Eastmir Wilhelm Heinrich Ludwig. 13. Dem Monteur Heinrich Weitz eine Tochter. Gestorbene. März: 11. Marie Jughard, geb. Stein, 45 Jahre alt, Ehefrau von Fuhrmann Earl Jughard hierselbst. 12. Anna Margarethe Haupl, 49 Jahre alt, Dienstmagd dahier. 13. Seraphtn Staubach, 47 Jahre alt, Postschaffner dahter. 14 Wilhelm Rau, 631/» Jahre alt, Schlossermetster von Ottweiler. 15. Konrad Langgöns, 23 Jahre alt, Maurer von Gambach. 16. Gertrude Mohr, geb. Wörner, 39 Jahre alt, Ehefrau von Metzger Heinrich Mohr zu Burgsolms. 16. Andreas Heinrich Lehr, ?Vi Monate alt, Sohn von Schloffer Johann Georg Lehr dahier. 16. Anna Hohlwein, geb. Quieretn, 55 Jahre alt, Ehefrau von Lokomotivführer Philipp Hohlwetn von L'mvurg. 16. Konrad Hedderich, 70 Jahre alt, Taglöhner dabter. 17. Katharine Schüßler, geb. Kraft, 52 Jahre alt, Wittwe von Vorarbeiter Philipp Schüßler dahter. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemetnde. Den 11. März. Johannes Jacob, Schuhmacher zu Gießen, und Elisabethe Dorothea Otto aus Gießen. Den 12. März. Jakob Frech, Metzger zu EdeSheim i. d. Pfalz, und Karoltne HaaS, Tochter des verstorbenen Schuhmachers Johannes Haas zu Gießen. MarkuSgemeiode. Den 12. März. Karl Georg Hupfeld, Schloffer zu Gießen, und Johanna Helene Katharine Semmler, Tochter von Zugführer Georg Semmler zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 15. März. Wilhelm Christian Jacob Löffert, Schloffer zu Gießen, und Barbara Klepper, Tochter des verstorbenen Spenglermeisters Bernhard Klepper II. zu Nteder-Olm. Getaufte. Matthäusgemetnde. Den 12. März. Dem Pofthilssboten Heinrich Schmidt ein Sohn, Wilhelm Jakob, geboren den 29. Januar. Den 15. März. Dem Wir: Robert Meuser ein Sohn, Paul Georg Christian Joseph, geboren den 11. Februar. MarkuSgemetnde. Den 12. März. Dem Schlosser Karl Hupseld ein Sohn, Karl, geboren den 4. Januar. Denselben. Dem Bahnarbetter Johannes Hofmann eine Tochter, Margarethe Marie Katharine, geboren den 25. Januar. Denselben. Dem am 14. November verstorbenen Taglöhner Nikolaus Wenzel ein Sohn, Ernst Heinrich Gilbert Peter, geboren den 8. Februar. Denselben. Dem Weißbinder Ludwig Feuster ein Sohn, Karl, geboren den 2. Februar. LukaSgemeind e. Den 12. März. Dem Uhrmacher Emil Otto ein Sohn, Paul Konrad Heinrich Max, geboren den 30. August 1898. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Karl Heinrich, geboren den 22. Februar. Johannesgemeinde. Den 12. März. Dem Flaschenbterhändler Heinrich Merz eine Tochter, Emmy Gertrude Anna, geboren den 30. Januar. Milttärgemeinde. Den 12 März. Dem Bezirksfeldwebel Eberhard Fortnagel eine Tochter, Marte, geboren den 31. Januar. Beerdigte. Markusgcmeinde. Den 14. März. Marte Jugbard, geb. Stein, Ehefrau i* Fuhrunternehmer Karl Jughard III., 46 Jahre alt, starb e 11. März. Verkehr, Hand- und Volkswirtschaft Gietzen, 18. März. Marktbericht. Auf dem heutig Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 0.80—0.90, Hühners per St. 5—6 H, 2 St. 10—11 H, Enteneier per St. 6—7 ®än< eier per St. 11—13 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 8 j Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 30 Tauben per Sb- X 0.90—1.00, Hühner per St. X 1.20—1.80, Hahnen per bä X 1.30—2.00, Enten per St. X 1.90—2.40, Gänse per Mfy,. X 0 00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindsle^ per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 4, Schwn^ fleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 60—66 4 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo 6.60 hi 6.60 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 8.00—9.1/ Milch per Liter 16 4- Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr H c mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzrit barf m Umherziehen nicht feilgeboten werden. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold*. Berlin, 18. März. Gestern abend fand im Künstln Hause eine Gedenkfeier für Ludwig Bambergs statt, bei welcher der Abgeordnete Dr. Barth die Gedächln j, rede hielt. — Nach der gestrigen Feier im Trauer^, traf noch ein Kranz von der Kaiserin Friedrich ein. Berlin, 18. März. Wie der „Lokal-Anzeiger" aus Ku meldet, besuchten gestern abend die Aerzte Mazzoni w Lapponi den Papst, dessen Gesundheit sie vorzüglf fanden. Der Papst spazierte im Zimmer herum und unttx hielt sich über die pessimistischen Nachrichten der Zeitung über sein Befinden. Mazzoni sagte, er sei über den Heilung Prozeß der Wunde und über das Gesamtbefinden des Papft befriedigt. Brünn, 18. März. Die große Spinnerei von Taubert Söhne ist niedergebrannt. Die Arbeiter ^vermochten fii nur durch schleunige Flucht über eine Nottreppe zu retia. Ein Arbeiter trug schwere Verletzungen davon. Paris, 18. März. In Justizkreisen wurde gestern btt Meinung Ausdruck gegeben, Düroulöde und Hadert würden wegen ihres mißglückten Putsch-Versuches vor bti Senat als den höchsten Gerichtshof verwiesen werden. Paris, 18. März. Der ehemalige L e u t n a n t B 0 i s s01, der im vorigen Monat auf dem Bahnhofe in Chalons vcr« haftet wurde, ist gestern wegen Entwendung von Papier«, welche die Sicherheit des Landes betreffen, zu 5 Jahr» Gefängnis und lOjährigem Zwangswohnsitz mit Verlust da bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. London, 18. März. Der hiesige chinesische Gesandtt ist nach Rom abgereist, nm mit der italienischen föegierunj über den Sanmun-Bay-Zwischenfall zu verhandeln. Kopenhagen, 18. März. Die politische Lage x\\ gespannt und eine Ministerkrisis steht bevor. Mehren Minister wollen wegen der Haltung des Parlaments zuM treten. Als Chef des neuen Kabinetts wird Graf Fci; Frisenborg, der größte Gutsbesitzer des Landes, genannt. (Ihnpffh hinten ÄL Schlachthaus. Freibank. 2284 Heute und Montag. 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Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch den 5. April d. A daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 17. März 1899. Der Vorsitzende des Banausschnsses. Zimmer Kaufmännischer Verein. Donnerstag, den 30. März c., abends 9 Mr pünktlich im VereinShaus Außerordentliche Generalversammlung Tagesordnung: 1) Satzungsänderungen. 2) Etwaige Anträge der Mitglieder, die vier Tage vorher schriftlich einzureichen sind. 2414 oder Genie nnd Leidenschaft. Lustspiel in 5 Akten von A. Dumas. Dm Empfang der Modellhüle sämtlicher Nonveautes der Saison beehrt sich ergebens! anzuzeigen 2449 A. Fangmann, Kahuhofüraßc 29. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, heute morgen 11 Uhr unseren innigst geliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Karl Reinschmidt, Kgl. Lokomotivführer i. P. in noch nicht vollendetem 52. 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Strauss. — III. Teil. 9) Finale a. d. Op. „Rienzi“ v. Wagner. 10) „Kaiserblumen!“ Gavotte (neu) v. J. Brodt. 11) „Confetti!“ Potpourri (neu) v. J. Klein. (Erklärung zu „Confetti* siehe Programm.) 12) „Kosakenntt! Polka Prof. Dr. Walther Frauenarzt 0911 verreist vom 18. März bis 10. April. 0923] Ein Mädchen empfiehlt sich im Bügeln in und außer dem Hause. Näheres Schlotzgaffe 15. Gute Kost und Logis erhalten junge Leute billig. 2363 G. Kraft, Metzger und Wirt, Wetzfteinstraße 42. Krieger-Kameradschaft Giessen. Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, die Mitglieder davon in Kenntniß zu setzen, unser Kamerad Karl Reinschmidt, Nrankfurterstratze 76, gestern morgen 11 Uhr verschieden ist. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag Va2 Uhr statt. Versammlung pünktlich um 1 Uhr im Chausseehaus, Frankfurter, straße 82. 2450 Gießen, den 17. März 1899. Der Vorstand. 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