künde. thr, tna): a). unb Echtzler “*9 563 >terbekaffe ^er^awN. m Kaiser. unb dec stand. «T 'arfö«erie, auf en 285 MM hSh* ifen , ein brauner, Ion«” auf ten.ül«»" ibe trägt ein ,ringer gut« »w Md gin'o,nL n artenstrabt * ÄnM KW— M ente ,te den rb. OH 101.0° 100.5° 23.6» --L0 49.10 i00.ro 99>° gg.OO Lt.unk.b-S ,00.50 Hkunk-b''ggg 100.60 KK"«** erltf 81.00 ,69.35 lieN Nr. 16 Erstes Blatt. Donnerstag den 19. Januar ist>O ....."n..... I ■ ■■ I "I ... ' Gießener Anzeiger General-Anzeiger ZSeju,,spreis DiertciiÄUvlid) 2 Mark 20 M. manatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen j" der nachmittags für den -folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Ave Anzeigen-Bermittlungsstesten der In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. (fcrfdktnl Nr glich um Auönqhme des Montags. Die Gießener Aamikieublättcr werden dnn Anzeiger «dchentlich viermal bcigelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen. RedaNion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. .......... 11 m mi i ......... a—m—— Gratisbeilagen: Gießener Familiendlätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hestifche Uolkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Feil. Bekanntmachung. Wegen Erneuerung des Oberbaues wird der Bahnübergang in der Liebigstraße am 19. uud 2V. l. MtS. für den Wagen- und Reiterverkehr gesperrt. Gießen, den 17. Januar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Deutscher Reichstag. 11. Sitzung am 17. Januar. 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, v. Thiel mann. Zunächst wird in 3. Lesung debattelos die Uebereinkunft mit den Niederlanden angenommen, betreffend die gegenseitige Zulaffung der Tierärzte in den Grenzbezirken. In 1. und 2. Lesung wird sodann das internationale Zusatzübereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr erledigt. Es folgt die zweite Beratung des Etats pro 1899, und zwar des Spezialetats des Reichstags. Auf Antrag des Abg. von Frege (kons.) wird dieser Etat für heute von der Tagesordnung abgesetzt. Beim Etat des Reichskanzlers berührtAbg. Lenzm ann (frs. Vp.) die Lippe'sche Frage, welche eminent wichtig sei. Das Fundament Deutschlands sei und müsse bleiben: Das Recht! Trotz der Kleinheit der Frage habe sie doch eine gewisse Aufregung in Deutschland hervorgeru^^, ($&> Redner» wolle nicht über die bekannte in welcher gleichsam eine Art Zensur über einen Fürsten ausgesprochen wurde; er wolle sich nur der Rechtsfrage zuwenden. _ Es sei „nicht schön" gewesen, daß von dem Tode des Fürsten Woldemar dem Volke viele Stunden lang nichts mitgeteilt worden sei, so lange, bis als Regent der Schaumburger erschienen sei. Der Schiedsrichterspruch des Königs von Sachsen zu gunsten der Linie Lippe-Biesterfeld habe übersehen, auch gleich ausdrücklich die Erbfolge zu gunsten auch der Söhne des jetzigen Regenten festzulegen. Daher komme der Zwist. Der am 5. Januar vom Bundesrat gefaßte Beschluß habe das Kopfschütteln aller Juristen hervorgerufen. In dem Fürstentum dauerten nun auch die inneren Wirren fort; das sei ein unerträglicher Zustand. Daß die Lippe'sche Frage überhaupt vor den Bundesrat gebracht worden sei. übersteige alle Begriffe von Recht und Gerechtigkeit. Es sei Pflicht des Reichstages, sich in irgend einer Form dahin auszusprechen, daß die Thronfolge in einem Staate Sache der Landesgesetzgebung sei und den Bundesrat gar nichts angehe. Der Bundesratsbeschluß sei ein Nichts; man könnte ihn eigentlich vom Standpunkte der Verächtlichkeit vollständig ignorieren. (Präsident Graf Ballestrem erklärt, ein solcher Ausdruck gegenüber einem Bundesratsbeschlusse sei unzulässig). Wenn heute der hier anwesende Bundesrat seine Gründe für seinen Beschluß nicht darlege, dann werde das Volk auch das verstehen, aber sein Respekt vor dem Bundesrate werde nicht wachsen. Reichskanzler Fürst Hohenlohe führt aus, die Reichs- versassung gebe dem Bundesrate das Recht, selbst über seine Kompetenz zu entscheiden. Ein aufklärendes Wort sei daher nicht notig, lieber den Hauptpunkt, das Verhältnis der ^andesgesetzgebung gegenüber dem fürstlichen Hausrechte, sei die Entscheidung Vorbehalten. Er, der Reichskanzler, versage es sich, der künftigen Entscheidung vorzugreifen, -vcan habe bemängelt, daß der Bundesrat nicht sofort materiell entschieden hat. Wäre ein strittiger Successions- lall bereits eingetreten ober bevorstehend, so wäre es wohl vlcht angegangen, sich auf den Kompetenzpunkt zu be- Ichränken. Es entspreche dem Charakter des Bundesver- yaltnistes, nicht vorzeitig durch Vereinigung der verschiedenen Prozeßabschnltte die Möglichkeit auszuschließen, daß in eintret"CUCn *5tab™m cine Annäherung der streitenden Teile Abg. Lieber (Zentrum) bezeichnet den schaumburgischen h. nn den Bundesrat als ganz erstaunlich; er enthalte stärksten Fußangeln für das Reichs- und Staatsrecht, «s gebe nichts Konfuseres als diesen Antrag. Wenn er, fBn.trx blc Zuständigkeit des Bundesrats namens seiner chont r c ^yeunbe burchaus verneine, so müffe er doch io sehr die Zuständigkeit des Reichstags verneinen, sich privatfürstenrechtsfragen einzumischen. Es sei nicht bekannt, daß in dem Schiedsvertrage die schaumburg lippische Staatsregierung mitgewirkt habe. Habe sie das nicht, so gebe es nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Schiedsvertrag sei giltig, bann sei der schaumburg-lippische Staat nicht beteiligt. Ober derselbe sei beteiligt, dann wäre der Schiedsvertrag un- giltig. Der Bundesratsbeschluß sei in der That ein Nichts. Dem Bundesrate erwachse ein Vorwurf aus seinem Beschluß, er habe dem Rechtsbewußtsein einen schweren Schaden zugefügt. Und deshalb habe der Reichstag die Pflicht, Stellung hier zu nehmen und auszusprechen: Recht muß Recht bleiben! Abg. v. Dziembowski-Pomiau (Pole) beschwert sich über einen Erlaß, betreffend Behandlung von polnischen Namen seitens der Standesbeamten. Staatssecretär Graf Posadowsky erklärt, namens des Bundesrats müsse er entschieden Einspruch erheben gegen die Kritik, welche der Abgeordnete Lenzmann an einem Bundesratsbeschlusse geübt habe. Er frage, was wohl der Reichstag sagen würde, wenn ein Bundesratsmitglied eine solche Kritik an einem Reichstagsbeschlusse üben wollte. Herr Lenzmann sei weit über das hinausgegangen, was der Bundesrat vertragen könne. Abg. v. Levetzow (kons.) betont, seine Freunde suchten in dem Beschlüsse des Bundesrats nichts als die Konstatierung der Thatsache, daß nach Ansicht des Bundesrats es sich um einen Streit zwischen zwei Regierungen handele. Abg. Lenz mann (frs. Vp.) stellt fest, daß er den Bundesrat nicht habe beleidigen wollen. Der Etat des Reichskanzlers wird genehmigt. Es folgt der Etat des Reichsamts des Innern. AbL. Molkenbuhr (Soz.) führt Beschwerde über die zu niedrigen Festsetzungen der Seeunfallrenten. Geh. Rat v. Woedtke entgegnet, von irgend einer Gesetzesverletzung, wie Vorredner behaupte, könne keine Rede sein. Abg. Beckh (frs. Vp.) wünscht internationale Vogelschutzvereinbarungen. Staatssekretär Graf Posadowsky bedauert, daß es noch nicht gelungen sei, die bezügliche Pariser Konvention zu ratifizieren. Nunmehr vertagt sich das Haus auf Mittwoch 1 Uhr. Tagesordnung: Anträge, unb zwar Klinkowström (Bestrafung unbefugter Veröffentlichung von Geheimerlassen), Agster (obligatorische Gewerbegerichte), Rickert (Schutz bes Wahlgeheimnisses). Schluß 4% Uhr. Deutsches Reich. Darmstadt, 17. Januar. Ihre Königliche Hoheit bie Groß Herzogin unb Prinzessin Elisabeth reiften heute mittag, von Seiner Königlichen Hoheit bem Großherzog bis Frankfurt a. M. begleitet, nach Gotha ab. In Hochderen Gefolge befanben sich bie Hofdame Freiin v. Rotsmann unb ber Ordonnanzoffizier Leutnant v. Klip stein. Berlin, 17. Januar. Die Bubget-Kommission des Reichstages setzte heute die Beratung des Postetats fort. Staatssekretär v. Podbielski teilte mit, daß in den nächsten Tagen Reformvorschläge wegen der Bestellgebühr für Postanweisungen dem Reichsschatzamt unterbreitet werden. Titel 1: Gehalt des Staatssekretärs, wurde in Höhe von 30 000 Mark bewilligt. Bekanntlich war im vorigen Jahre die Erhöhung des Gehalts von 27 000 Mark auf 30000 Mark abgelehnt worden. Beim Titel 20 wird die Weiterberatung auf morgen früh 10 Uhr vertagt. Nach dem Postetat will der Vorsitzende die Etats für Kiautschou und den zur Militärvorlage zur Beratung stellen. Berlin, 17. Januar. Der Ausschuß des deutschen Handelstages war gestern zu einer Sitzung zusammengetreten. Er beschäftigte sich zunächst mit dem Anträge der Wiesbadener Handelskammer wegen Ermäßigung des Wagenstandgeldes für Sonn- unb Festtage. Der Ausschuß erklärte, baß bie Erhebung des Wagenstandgeldes an Sonn- und Festtagen in Widerspruch mit der Verkehrsordnung stattfinde. Das Wagenstandgeld sei daher nicht sowohl zu ermäßigen, sondern, soweit die Sonn- und Festtage in Betracht kommen, gänzlich aufzuheben. Auf Antrag der Handelskammer zu Breslau beschloß der Ausschuß: Der Handelstag erachtet eine generelle Verkürzung ber Ladefristen als nicht vereinbar mit den Bestimmungen ber Verkehrsorbnung, für ungeeignet, eine Beschleunigung bes Wagenumlaufs herbeizuführen, unb für eine schwere Belästigung unb Benachteiligung von Handel und Industrie; er richtet daher an die deutschen Eisenbahnverwaltungen das Ersuchen, die bisherigen Ladefristen wieder herzustellen. Die Magdeburger Beschwerde, daß in gewiffen Kauf- und Lieferungsverträgen eine Vereinbarung, wonach über Streitigkeiten durch ein Schiedsgericht oder durch Sachverständige entschieden werden soll, einer Stempelabgabe von Mk. 1.50 unterliege, erledigte der Ausschuß durch den Beschluß, an die betreffenden Stellen den Antrag zu richten: Die in Verträgen sich vorfindende Klausel, daß Streitigkeiten, die aus dem Vertrage entstehen, durch Schiedsgericht zu entscheiden sind, gilt nicht als besonderer Vertrag. Ferner einigte sich der Ausschuß, an den Reichskanzler eine Eingabe zu richten, worin auf die Schädigungen hingewiesen wird, die der deutschen Ausfuhr von Belgien drohen. Der Antrag der Handelskammer zu Brandenburg, geeignete Schritte gegen die Handelsthätigkeit der Landwirtschaftskammern zu unternehmen, soll auf die Tagesordnung ber nächsten Vollversammlung bes Hanbelstags gesetzt werben. Berlin, 17. Januar. Amerikanische Hetzereien wegen Samoa werben ber „Voss. Ztg." aus San Francisco mitgeteilt. In ber Zuschrift heißt es: „Aus Apia auf Samoa treffen weitere beunruhigenbe Nachrichten ein. Das Washingtoner Staats - Departement hat ben amerikanischen Konsul angewiesen, in Zukunft nicht mehr in Gemeinschaft mit dem britischen unb bem beutschen Konsul zu handeln und besonders dem deutschen Konsul kein Vertrauen zu schenken. Aus amerikanischen Kreisen verlautet, daß der deutsche Konsul beschuldigt werde, ohne Wissen der beiden andern Konsuln Waffen unb Schießstoffe ins Land geschmuggelt unb beutschen Handelsfirmen wichtige Vorteile verschafft zu haben." Die Sache hat natürlich nur Bebeutung als Stimmungsbild aus Amerika. — Die Einfuhr nach Deutschland betrug im Durchschnitt der Jahre 1889 bis 1897 4342,1 Millionen Mark, die Ausfuhr 3379,5 Millionen Mark. Das Jahr 1897 ergab bei der Einfuhr 4864,6, bei der Ausfuhr 3786,2 Millionen Mark. Seit 1889 ist die Einfuhr um 777,5, die Ausfuhr um 529,8 Millionen Mark gestiegen. Die Steigerung steht im Einklänge mit der Zunahme der Bevölkerung, die 1889 48 917 000, 1897 dagegen 53735000 Köpfe betrug. — Zum Krefelder Ausstand schreibt die „Franks. Ztg." : Man berechnet, daß zur Unterstützung der ausständigen Weber folgende Beträge nötig sind: Bei wöchentlicher Unterstützung von nur 8 Mk. pro Person und Woche muß der christliche Verband 5000 bis 6000 Mk. und die andere Webervereinigung 48,000 Mk. für die Woche zur Verteilung bringen; eine Strikesdauer von sechs Wochen angenommen, hat der christliche Verband 30 bis 32,000 Mk., der andere zum mindesten 250,000 Mk. aufzubringen. In einer Versammlung wurde schon zugestanden, daß die Strikes- kassen auch nicht entfernt über solche Summen verfügen. Trotzdem wollen auch die christlichen Weber in den Strikes eintreten, und haben es abgelehnt, auch nur probeweise unter dem neuen Lohntarif weiterzuarbeiten. Die Weber werden nur dann Erfolge erringen, wenn sie einen langen Ausstand ertragen können, denn ihre Gegner sind sehr kapitalkräftige Herren, die sich gegenseitig, wie behauptet wird, auch Aushilfe mit Warenbeständen zugesagt haben. Die Lager enthalten große Vorräte. Der Absatz ist fein starker. Den Fabrikanten steht zudem das Auskunftsmittel zur Verfügung, unbeschäftigte Handstühle wieder in Thätigkeit zu setzen. Man sieht, die größeren Aussichten sind auf Seiten ber Arbeitgeber. Trotzbem erklärt ber christliche Weberverbanb, vorläufig auf Unterstützungen verzichten zu wollen. — Deutschlanb unb Amerika. Angesichts ber wüsten Hetzereien ber amerikanischen Presse gegen Deutschland hat der Berliner Botschafter Mr. White viel Mühe, seine Landsleute zur Vernunft zu bringen. So erklärte er einem amerikanischen Vertreter der Presse: „Die ganze Entrüstungsbewegung gegen Deutschland ist dieses Jahr ebenso grundlos wie im vorigen Jahre, ja noch grundloser. Sie stammt von der geringen Anzahl derjenigen Leute, welche im Trüben fischen möchten. Deutschland weiß und zeigt, daß es weiß, daß seine einzig richtige Politik im fernen Osten darin besteht, mit Amerika auf gutem Fuß zu verbleiben. Die paar Deutschen in Hongkong und anderwärts, welche Amerika nicht lieben, und die paar Amerikaner, die Deutschland nicht lieben, dirigieren nicht die Politik der beiden Regierungen. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind vollkommen harmonisch. Die deutsche Regierung sah von vornherein, wie der Krieg mit Spanien enden würde, und acceptierte diese Situation aufrichtig. Sie ist mehr und mehr geneigt, mit uns zusammen zu arbeiten zur Aus- -ehnung des Handels und der Zivilisation. Erft vor einer Woche telegraphierte fte ihrem Vertreter in Jlo-Jlo, er solle keinesfalls Maßregeln zur Benützung der Spanier treffen, sondern die gesamte Angelegenheit den Amerikanern über- laffen." § Aus dem Ohmthale, 17. Januar. Seit einem Jahrzehnt hat die Ohm nicht einen solch hohen Wasser st an d erreicht, als in den gestrigen Abendstunden. Meterhoch war das Wasser gestiegen und setzte die Wiesen unten im Thal unter Waffer, so daß diese einem See glichen. Brausend stürzten die Wasser von den Bergen, überall schmutziggelbes Waffer mit sich führend, so daß der ganze Wasserstrom sich lehmgelb färbte. Im Felde hat das Wasser manche Ackergeschwemmt. Die aber im Wiesenthal gelegenen Gärten wurden gänzlich von dem Hochwaffer überschwemmt und **P Stadttheater. Gerhart Hauptmann, dessen „Versunkene Glocke" im vorigen Winter als Hauptzugstück mehrfach wiederholt werden mußte, gelangte gestern Abend mit dem einzigen Lustspiel, das er bis jetzt geschrieben hat, zu Worte. „Der Biberpelz" wird von dem Dichter selbst als Diebskomödie bezeichnet; genau genommen ist das Stück eine Satire, die moderne Verhältnisse karikiert und nicht ohne politische Anspielungen ist. Nur ein Ausschnitt, ge- wiffermaßen eine Probe wird geliefert, und der Zuschauer, der an die unausbleibliche Belohnung des Guten und Bestrafung des Bösen im Drama schon von der Schule her , .......ö___ ,______ v gewöhnt ist, ist äußerst verdutzt darüber, daß der Dichter | erde mit fortgeriffen, manchen^Rain durchbrochen und^ fort- nicht den geringsten Versuch macht, einen Abschluß zu bieten. — Die am schärfsten gegeißelte Persönlichkeit, den Amts- Ausland. Wien, 17. Januar. Das Abgeordnetenhaus । begann die heutige Sitzung in vollster Ruhe. Die deutsche । Bolkspartei, die deutsche Fortschrittspartei und die Schönerianer j begannen aber sofort nach Verlesung der Einläufe mit der । Obstruktion, indem sie die Aufnahme mehrerer Petitionen | ins Protokoll verlangten und hierüber namentliche Abstimmung forderten, welche, da sie genügend unterstützt war, auch durchgeführt wurde. Unter den Einläufen befanden sich Zuschriften der Regierung, in welchen die in letzter Zeit auf Grund des § 14 erlassenen Verfügungen dem Abgeord- «etenhause vorgelegt, wodurch die Vorlage über das Ausgleichs-Provisorium zurückgezogen wird. Ferner beftnden sich darunter mehrere Minister-Anklagen. Wien, 16. Januar. Die planmäßige Herausforderung des Deutschtums in Böhmen läßt sich an immer neuen Beispielen belegen. Ueber eine neue Gewaltmaßregel der Regierung schreibt man der „T. R." von dort: Soeben hat der Magistrat von Reichenberg eine Zuschrift der Statthalterei erhalten, in welcher dem Magistrat mitgeteilt wird, 1 daß der im Jahre 1892 (!) gefaßte Beschluß des Reichen- 1 berger Stadtverordnetenkollegiums, durch welchen die deutsche Sprache als alleinige Geschästssprache festgelegt wurde, von der Statthalterei sistiert (!) worden sei. Reichenberg ist eine ■ rein deutsche Stadt, die nur einen geringen Anteil tschechischer ' Einwohner, welche dazu fast durchweg keine Steuerzahler stnd, zählt. Daß man es mit solchen bei den Haaren herbeigezogenen Gewaltmaßregeln geradezu darauf abgesehen hat, die deutsche Bevölkerung herauszufordern, ist beinahe selbstverständlich. Was hätte die Sistierung eines vor fast sieben Jahren gefaßten Beschlusses sonst für einen Zweck?! — Daß unter solchen Verhältnissen auch die am 19. ds. vor dem Reichsgericht in Wien stattfindende Verhandlung betr. die Gründung eines Städtebundes für Deutschböhmen zu Ungunsten der Deutschböhmen ausfallen wird, ist kaum mehr zweifelhaft. Prag, 17. Januar. Die Untersuchung in Sachen des Rencontres zwischen einem deutschen und einem tschechischen Studenten, bei welchem ersterer den letzteren durch einen Revolverschuß schwer verwundete, ergab, daß der deutsche Student in der Notwehr von dem Revolver Gebrauch gemacht hatte. Paris, 17. Januar. Ein neuer Zwischenfall steht in der Dreyfussache bevor. Der famose Esterhazy soll nach Paris kommen und vor dem Kassationshos aussagen. Die Vernehmung dieses Hauptzeugen stieß sich, wie man aus Paris schreibt, bis jetzt an das Hindernis, daß Esterhazy freies Geleit in Frankreich verlangte. Er besorgte, im Auftrage des Untersuchungsrichters Bertulus, dem die Sichtung der Angelegenheit Christian Esterhazys gegen seinen Vetter, den Major, obliegt, verhaftet zu werden. Jetzt heißt es, daß der Präsident der Kriminalkammer des Kassationshofes, Loew, dem Justizminister in einem Schreiben die Notwendigkeit der Zeugenaussage Esterhazys nahegelegt hat, und daß der Minister dieses dem Generalprokurator des Appell- gerichts zur Weitergabe an Bertulus übermittelte. Letzterer antwortete, daß Esterhazy ohne die geringste Besorgnis für seine Freiheit nach Paris kommen könne. Daraufhin hat Esterhazys Advokat, Cabanis, erklärt, daß er seinen Klienten hiervon benachrichtigen werde. Males und Provinzielles. Gießen, den 18. Januar 1899. •• In den Ruhestand wurde versetzt am 12. Januar der Kanzleiinspektor am Landgericht der Provinz Oberhessen, Friedrich Backhaus, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste. *• Konzert-Verein. Wittich- Konzert am 23. Jan., abends 6Va Uhr, im Klubsaale. Zu einem der vornehmsten Konzerte dieser Saison dürfte sich das am Montag statt- sindende gestalten, welches im Hinblick auf die Mitwirkung der geschätzten und beliebten Künstlerin schon lange als Wittich-Konzert bezeichnet wird. Frau Marie Wittich hat aber auch ein volles Recht darauf, ein Unternehmen, an dem sie teilnimmt, ihren Namen tragen zu sehen, auch wenn sie zu Partnern eine so vornehme Künstlerschaft, wie das Homburger Orchester hat;''ihr Name, ihre Mitwirkung trägt jedesmal einen vollen Erfolg in sich. Ebenso hervorragend wie die Mitwirkenden ist nun aber auch das Programm zusammengestellt; unser nie rastender Universitäts-Musikdirektor Trautmann hat mit Feldherrn- blick seine Künstler erkannt, und Werke gewählt, die bisher «ns nicht gewährt werden konnten. So dürfte denn der kommende Montag ein ereignißreicher Tag in dem Musikleben Gießens sein, um den uns manche größere Stadt beneiden kann. -r. bad) zu richten. M m t •• In Amerika verstorbene Hessen. In New-Iort Frau Mumie O'Donnel, geb. Schmidt, 33 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — In Schofield, Wisc., Wil- Helm Helmich, 51 Jahre alt, aus Laubach. - Union Hill, N.J., Sebastian Hamel, 70 Jahre alt, aus Heppenheim a. d. B. — In Cincinnati, O., L. Hassinaer, 68 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — In New-Bork Carl Baab, 39 Jahre alt, aus Alzey. — In Chillicothe, O., Frau Katharina Griesheimer, 49 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — In Cedar Rapids, Ja., Adam Hartmann aus Heffen- Darmstadt. — In Shiloh Valley, Jll., Joh. Philipp Perschbacher, 75 Jahre alt, aus Schaafheim. — In Johnstown, Pa., John Raab, 62 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. Vorsteher Wehrhahn, gab in seiner zweiten und leider letzten Gastrolle Herr Büller. Wenn er nicht so geräuschvolle Wirkung erzielte, wie als „Registrator" am vorhergehenden Abend, so war es dagegen ein um so höherer Genuß, den gewiegten Darsteller diesen Stück für Stück seinen Nimbus einbüßenden Charakter meisterhaft entwickeln zu sehen. Die wie aus einem Guß geschaffene Leistung bestätigte das günstige Urteil des ersten Abends vollauf und erweckte den lebhaften I Wunsch bei allen, Herrn Büllers Kunst noch öfters hier I bewundern zu dürfen. — Von den hiesigen Künstlern ver- I dient Frau Direktor Helm in erster Linie mit Auszeichnung genannt zu werden. Ihrer Waschfrau Wolff fehlte nicht einer der vielen Züge, mit denen der Dichter diese verschmitzte 1 Person ausgeftattet hat. Völlig befriedigte auch „ihr Mann", wie er schlankweg genannt wird (Herr Walter), ebenso die nach der Mutter artende Tochter (Frl. Isenburg), I der anrüchige Motes (Herr Merker), der Hehler Wulkow (Herr Werner), der eingefleischte Bureaumensch (Herr | Liebscher) und der stumpfsinnige Amtsdiener (Herr Helm). I Herr Wilhelmi dürfte den Rentner Krüger um einen Grad I feiner geben. Herr D i e tz s ch erschien uns als Dr. Fleischer fast zu zahm. Auch die beiden Damen Pauli und Schuh- I mann, die nur im ersten Akt auftraten, sind zu loben. Die Einstudierung war in allen Teilen so sorgfältig, daß der Zuschauer nicht den Eindruck hatte, sich einer Premiöre gegenüber zu beftnden. Stadttheater. „A Basso Porto“ („Am unteren Hafen"), welches bei der ersten Aufführung hier einen durchschlagenden Erfolg erzielte, wird am Donnerstag dem 19. ds. Mts. wiederholt. Freitag den 20. ds. soll als zehnte Volksvorstellung „Der Pfarrer von Kirchfeld" von Anzengruber gegeben werden. Störenfried. Ein Student wurde heute Nacht von einer Schutzmannspatrouille notiert, weil er in der Bahnhof- und Marktstraße mit seinem Stocke an mehreren | Rollläden herunterstrich. Nachdem er notiert, begab er sich | nach dem Seltersweg, nahm hier seinen Stock mit beiden i Händen und strich an mehreren Läden herunter, wodurch die Rollläden beschädigt, und die Bewohner, in ihrer Ruhe gestört, an den Fenstern erschienen. Um dem Unfug ein Ende zu machen, wurde der Ruhestörer verhaftet. ** Der 17. Kongreß für innere Medizin findet vom 11. bis 14. April 1899 zu Karlsbad statt. Das Präsidium übernimmt Herr Quincke (Kiel). Folgende Themata sollen zur Verhandlung kommen: Am ersten Sitzungstage, Dienstag, dem 11. April: „Die Jnsufficienz des Herzmuskels". Referenten: Herr L. v. Schrötter (Wien) und Herr Martins (Rostock). Am dritten Sitzungstage, Donnerstag, dem 13. April: „Leukaemie und Leukocytose". Referenten: Herr Löwit (Innsbruck) und Herr Minkowski (Straßburg). Folgende Vorträge sind bereits angemeldet: Herr Moritz Schmidt (Frankfurt): „Frühdiagnose und Behandlung der Aorten- Aneurysmen". Herr Max Breitung (Coburg): „Ueber phono- graphische Stimmprüfung, ihre Technik, methodische Anwendung und diagnostische Bewertung". (Mit Demonstration.) Herr van Niesten (Wiesbaden): „Ueber den jetzigen Stand der Syphilis-Aetiologie". Herr P. Jacob (Berlin): „Experimentelle Beiträge zur Therapie des Tetanus". Herr F Blumenthal (Berlin): „Zur Wirkung des Tetanusgiftes". Herr Jaques Mayer (Karlsbad): „Beitrag zur Pathologie , der Gallensteinkrankheit". Herr Theodor Schott (Bad- i Nauheim): „Ueber die Behandlung chronischer Herzmuskelerkrankungen im jugendlichen Alter". Herr Groedel (Bad- Nauheim): „Bemerkungen zur Digitalis-Behandlung bei chronischen Kreislaufstörungen". Außerdem haben noch Vorträge in Aussicht gestellt die Herren: Nothnagel (Wien), v. Noorden (Frankfurt a. M.), v. Leube (Würzburg), Edgar Gans (Karlsbad), Naunyn (Straßburg i. Els.), Leichtenstern (Köln), Ebstein (Göttingen), Czerny (Breslau), Escherich (Graz), Stokvis (Amsterdam), Pribram (Prag), E. Kraus (Prag), Walko (Prag), R. v. Jaksch (Prag). Teilnehmer für einen einzelnen Kongreß kann jeder Arzt werden. Die Teilnehmerkarte kostet 15 Mark ----- 9 Gulden. Die Teilnehmer können sich an Vorträgen, Demonstrationen und Diskussionen beteiligen und erhalten ein im Buchhandel ca. 11 Mark kostendes Exemplar der Verhandlungen gratis. Mit dem Kongresse ist eine Ausstellung von neueren ärztlichen Apparaten, Instrumenten, Präparaten u. s. w., so weit sie für die innere Medizin Interesse haben, verbunden, An- I Meldungen für dieselbe sind an Herrn L. v. Mattonl (Karls- ihrer Bauerde beraubt. Die Mühlereien, denen früher se lange das Wasser gemangelt, mußten ihre Wasserräder schützen durch Abweisung und Hemmung des Hochwassers. In den Brunnen ist das Grundwaster meterhoch gefttcgen. Hat das Hochwasser so manchen Schaden verursacht, so ist doch sein Nutzen durch die großartige Bewässerung der Wiesen ersichtlich. Die ursächliche Bedingung zu einer guten Heuernte ist gegeben. Nieder Ohmen, 17. Januar. Am vorgestrigen Sonn- taa wurde hier in der Ohm in der Nähe der „Kingfaaser Mühle die Leiche eines hiesigen Mannes entdeckt und gelandet Ob der Ertrunkene das Opfer emes Unfalles geworden, oder den Tod gesucht, bleibt dahin gestellt. Letzteres wäre man allerdings versucht, anzunehmen, da derselbe vor einem Jahrzehnt des Vatermordes angeklagt wurde und darüber Strase verbüßen mußte. Dagegen spricht aber, daß der Gelandete Furcht vor dem Tode während seines Leb^is bekundete. Es ist somit nicht ausgeschlossen, daß der Ertrunkene in Folge der dunklen Nacht vom Wege abgeriet und in die hochgeschwollene Ohm fiel. Dafür spricht ai^ ein Fläschchen Branntwein, bas, noch gefüllt, bei der Leiche voraefunden wurde und das sich der Verstorbene kurz vorher gekauft. Bei solch dunklen, stürmischen Nachten mit Hochwaffer ist es überhaupt gefährlich an manchen Wegstellen unseres Ortes; man sollte darum für eine entsprechende Beleuchtung solcher gesährlicher Wege Sorge tragen. Die geringen Kosten rechtfertigen jedenfalls keineswegs ihre Nichtanlage. V. Vom westlichen Vogelsberge, 17. Januar. Der Wetterprophet Falb hat für die erste Hälfte des Monats Januar ziemlich das richtige getroffen, es hat gestürmt unv qereqnet, und die beiden kritischen Tage waren ungemütlich. In der zweiten Januarhälfte soll es kalt werden, aber ma» merkt noch nichts davon. Statt dessen regt sich die Vegetation sowohl in den Gärten, als auch auf den Feldern, und das ist sehr nachteilig. Die Goldlackstöcke im Hausgärtchen des Einsenders haben Knöpfe gebildet, und wenn die Witterung so weiter geht, kommen auch die Blüten hervor. Entschieden nachteilig aber ist die Thatsache, daß auch die Winterfrüchte: Roggen und Weizen bereits gewachsen sind. Wächst die Frucht im Januar, so wird im Sommer das Brot teuer, eine Bauernregel, die sich leicht erklären läßt, nämlich: wenn die Frucht im Winter wächst, wird sie weich und leidet alsdann durch Frühjahrsfröste. — Die oberste Forstverwaltung in Darmstadt hat eine Verfügung erlassen, die jeden Natur- und Waldfreund freuen muß. In Zukunft sollen schöne, alte Waldbäume, besonders wenn sie auch noch an hübschen Plätzen, aus Bergen, Hügeln und Aussichtspunkten stehen, nicht mehr weggehauen, sondern möglichst geschont werden. Seither suchte man dem Walde abzu- gewinnen, was nur möglich war; das ist für die Staatskasse wohl auch am vorteilhaftesten. Doch das Vorteilhafte und Nützliche kann auch mit dem Schönen verbunden werden, und das Schöne, das sich in überreicher Fülle in unseren deutschen Forsten findet, wird nun etwas stärker hcrvor- gehoben. Schöne Bäume, schöne Aussichtspunkts schöne Wege und Fußpfade wirken ästhetisch auf die WaMresucher bis zum einfachsten Bauernknaben herab, während einige hundert, oder einige tausend Mark mehr oder weniger im Staatssäckel spurlos an jedem Menschenkinde vorüberziehen. — Schließlich soll noch erwähnt werden, daß die gewaltige« Stürme am 2., 13. und 14. b. Mts. zwar nicht spurlos, im ganzen aber doch ohne großen Schaden anzurichten, vorüber gingen. Dem Wassermangel, der sich an manchen Orten zeigte, ist abgeholfen. Die Bäche und Flüsse fange« an, über ihre Ufer zu steigen. Seligenstadt, 16. Januar. Das wegen des historischen Trinklöffels weithin bekannte Gasthaus „zum Riesen" ging durch Kauf in den Besitz des Gastwirts und Metzgers Kaspar Friedmann III. um den Preis von 42,000 Mark über. Die Geschästsübergabe erfolgt am 1. August d. I. △ Mainz, 17. Januar. Wohl infolge der heftigen Regengüsse der letzten Tage ist heute Vormittag der neu- i aufgeworfene Eisenbahndamm gerutscht, der von der Ingelheimer-Aue durch den hiesigen Floßhafen den Anschluß an die Gleise der Staatsbahn vermittelt. Während der Rutschung befand sich auf dem Damm ein Materialzug, eine Maschine mit fünf Wagen, der in den Floßhafen fiel. Von dem Zugpersonal, das sich durch Abspringen rettete, ist bis auf den Heizer niemand erheblich beschädigt. Letzterer ist innerlich an der Brust verletzt und hat außerdem noch eine schmerzhafte Kopfwunde davon getragen, die von aus der Lokomotive gefallenen, glühenden Kohlen herrührt. Lokomotive und Wagen sind fast ganz unter Wasser und ragen nur an einzelnen Stellen hervor. Der gerutschte Damm ist auf Kosten der Stadt hergestellt worden, die Anlage wurde aber von Beamten der Staatsbahnverwaltung I vor kurzem abgenommen — Der Rhein ist noch fortwährend I im Steigen begriffen, sodaß die Ueberschwemmungs- I gefahr stündlich zunimmt, zumal fast ununterbrochen I Niederschläge stattfinden. Hier ist das Wasser während I der letzten 24 Stunden noch x/2 Meter gestiegen und wächst noch fortgesetzt, jedoch nur langsam. Vom Oberrhein wird gemeldet, daß in Kehl Stillstand eingetreten, wogegen in Maxau und Mannheim der Rhein noch steigt. Von I Wimpfen wird Fallen des Neckars Angezeigt, wogegen die I Nachrichten vom Main das Gegenteil melden. Im Mainkanal sind seit heute Morgen die Wehren niedergelegt. Mainz, 16. Januar. Gestern fand zum Benefiz des Pensionsfonds der städtischen Kapelle eine Aufführung der Hugenotten statt, zu der man sich vier Gäste gesichert I hatte. Drei davon konnten wir als alte Bekannte begrüßen, während wir in der vierten, in Frau Kammersängerin Brehm-Fritsch vom Hoftheater in Karlsruhe, die die Mar- I garete von Valois sang, eine ausgezeichnete Koloratur- I sangerin kennen lernten. Fräulein Hedwig Materna, unsere frühere Primadonna, hatte die Valentine über- I nommen und führte sie, wie nicht anders zu erwarten, ge- »fb Merräder Hochwassers. Wegen, rsacht, so ist Grung her n9 ju einer Svnn- "^ngsaasn" toeckt und ge- 1 Unfalles gr- ^llt. Letzteres 3 derselbe vor wunö darüber Nt, datz der W Lebens daß bet Ei- Wege abgeriet h spricht auch bei der Leiche "e kurz vorher iten mit Höchen Dechern : entsprechende tragen. Die ineswegs ihre Januar. Der e des Monats gestürmt und n ungemütlich, den, aber man ) die Vegetation üdern, und das ausgärtchen des i die Witterung i hervor. Ent- , daß auch die gewachsen finfc. m Sommer das ft erklären läßt, , wird sie weich — Die oberste sügung erlassen, ch. In Zukunft :8 wenn fit auch Hügeln und Aus- sondern möglichst dem Walde abzu- f für bit Staats- ba8 vorteilhafte rbunben werden, fülle in unferen > star'ter tynw mährend einige ' oder weniger im ade vorüberziehen. 4 d-° g-7»',s" M mcht fr" ' laben Mi* a an ** Md M° f*" jen d-s GEich« , jutnSfiief11 -SA ti-Tgs bet * tu Ä«i» bl'i ,m Äterm ® “Äta fei- den'„ttele, Abspr^ö ^hterer '19en’( r>errühll- Wasser und Ä® Kuns ■Ä”i .^treten, T? $on noch E ge» bi‘ M,!» W&'"’ 1 "fSÄf dck ehre" «l Acneft beI 1 vier hegr^^' S!^h di-A5" 1 Leukämie 1 (1) 1 Phil- Telephon 119. Marktstrasse 4. 86 Ziels frisch geschossene 40 625 11 AmtsMichts. 700 690 3 bei 22 12 9 Kühn. 688 1 5 Omibis-Zihkffm e Gesucht ein braver, anstelliger Junge it nufer (Snnhfrhrift 1U Bureau-tlilts- - 689 die lbst- 552] Fleißiges Ex- für sogleich oder sp ? ßmpfelilungtn Vermietungen Offene Stellen 1 HD 5 5 2 e K 6 45, 50, 60; Rotweine 1897er ä JL 40, 45, 1895er h JL 50, 60 100 Liter ab hier. Iagdverpachlung. Mittwoch den 1. Februar l. I., de» Nachmittag» um 1 Uhr, soll die Ober-Bessingener Gemeinde- Jagd auf weitere 6 Jahre im Rathause dahier öffentlich versteigert «erden. Ober-Bessingen, am 14. Jan. 1899. Gr. Bürgermeisterei Ober-Besstngen. B. Wolf, Glasermeister, Bahnhofstraße 32. 631] Auf 1. Februar ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen ge- Sudwigstratze 87, HI. " t-g, braves Mädchen ,Vfc später gesucht. Walltyorstraße 75, IL i Eichenstämme von 4 bis 16 m Länge und 20 bi» 53 cm Durchmesser mit 61,01 fm, » Buchenstämme von 3 bis 10 m Länge und 30 bis 54 cm Durchmesser mit 37,65 fm, Fichtenstämme von 18 bi» 22 m Länge und 16 bis 35 cm Durch messer mit 11,77 fm, i Weißtannenstämme von 9 bi» 16 m Länge und 24 bis 58 cm Durchmesser mit 5 fm, 1 Kiefernstämme von 5 bis 15 m Länge und 16 bi» 31 cm Durch messer mit 10,76 fm, ' Lindenstämme von 5 bi» 10 m Länge und 22 bis 36 cm Durch messer mit 4,43 fm, । Kirschbaumstämme von 5 bis 8 m Länge und 20 bis 25 cm Durchmesser mit 1,50 fm, Ahornstamm von 3 m Länge und 23 cm Durchmesser mit 0 12 fm, » rm Eichen-Nutzholzscheiter. Arnsburg, den 17. Januar 1899. Gräfl. Oberförfterei. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Im Eonfirmandensaal, Reustadt 61 r Donnerstag den 19. Januar, abends 8 Uhr . Bibelstunde. 4,1 ff. Pfarrer Dr. Grein.______________________________.. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des verstorbenen Kaufmanns Liebmann Katz in Gießen ist zur Abnahme der Schluß - vechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forde- rungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Mittwoch den 15.%ebr.1899, vormittags 11 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte hier- selbst bestimmt. Gießen, den 16. Januar 1899. Neidhart, Gerichtsschreiber des Großherzogl. Versteigerung. Donnerstag den 19. Januar d. IS., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich zwangsweise gegen Barzahlung: Verschiedene «asten mit Schriften- und Linien-Material ßowie einen Schrank und eine Kommode. gesucht 705 Gießener Gmmbns-GkskWaft. Schellfische, Kabliau, Zander, Schollen, Fluß' hechte, lebende Karpfen, Schleie re. eingetroffen. . 1S310 Prompter Versandt nach auswärts. I. M. Schulhof, Ieu=T Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. mit guter Handschrift zu Bureau-Hilfs- arbeiten und Kommissionen. — Selbst geschriebene Anerbieten besorgt die > „ Petition dieses Blattes unter 8. F. 698. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 152 Jahren, am 19. Januar 1747, wurde zu Harn- bürg der vorzüglichste astronomische Schriftsteller des 18. Jahrhundert» Johann Ehlert Bode geboren. Er war einer der ersten Gelehrten, die ihre Wissenschaft dem gebildeten Publikum zugänglich gemacht haben. Unter seinen zahlreichen Arbeiten Ist besonder» sein großer Himmelsatlas bemerkenswert, der in 20 Tafeln 17 240 Sterne nachweist und darstellt. Er starb am 23. November 1826 zu Berlin als Mitglied der dortigen Akademie und Direktor der Sternwarte. schwemmung ist größer als alle bisher erlebten. Heftige, anhaltende Regengüsse machten die Kinzig zum reißenden Flusse. In Alpirsbach standen Straßen und Häuser des niedern gelegenen Stadtteils tief unter Wasser. Die Feuerwehr wurde aufgeboten, um den Bewohnern der am meisten gefährdeten Häuser Hilfe zu bringen. Noch größer sind die Verheerungen und Schäden, die das Hochwasser m den von Alpirsbach weiter thalabwärts gelegenen Ortschaften und Städten anrichtete. Bei Tuttlingen stieg die Donau zu einer Höhe, die nur im Jahre 1799 annähernd erreicht wurde. Heute ist das Wasser der Donau wieder gefallen. Schwäb. Merkur. * Aus Baden, 16. Januar. Von allen Seiten des badischen Landes treffen Hochwasser-Nachrichten em. Die Schiltach und Kinzig haben die Pegelhöhe von 1882 beinahe erreicht. Alle Fabriken und Sägewerke mußten den Betrieb einstellen. Verschiedene Höfe des Kinzig- und Schiltach-Thales wurden schwer heimgesucht. In Donaueschingen hat die Brigach eine außerordentliche Höhe erreicht, die Häuser der unteren Stadtteile stehen im Waffer. Auch die Brega ist ganz ungewöhnlich gestiegen. Das Donauthal zwischen Hüfingen und Pfohren gleicht einem gewaltigen rauschenden See. Die Häuser in Hüfingen stehen teilweise bis zu 1 Meter im Wasser. VielVieh ist in den Fluten des Wassers umgekommen. Auf dem Schwarzwald schmelzen große Schneemassen bei dem warmen, heftigen Regen sehr rasch, und die Wasser stürzen tosend in die Thäler nieder. In Neustadt auf dem Schwarzwald kam der Aufseher Jakob Bauer in den Fluten ums Leben. Die Landstraßen sind teilweise völlig zerstört. Bei Todtmoos richteten Erdstürze großen Schaden an. Unterhalb der Station Mambach wurde die Bahnlinie von einem Erdrutsch verschüttet, kurz nachdem ein Zug über die Stelle gefahren war. In den Waldungen des Schwarzwaldes richten die Waffer in Verbindung mit dem noch immer wütenden heftigen Föhn unermeßlichen Schaden an. Unmassen von Hölzern wurden in die Thäler geschwemmt. ZTlluS der Schweiz, 16. Januar. Durch starke Niederschläge ist die Limmat stark angewachsen, und die von den Bergflanken rieselnden Wasserrinnen sind vielfach über ihre Ufer getreten. Der gewaltige Sturm der letzten Tage hat bei uns seine merklichen Spuren hinterlassen. Eine durch die Thalschaft führende elektrische Starkstromleitung ist durch die Naturgewalt auf eine weite Strecke stark beschädigt worden. Das Hochwasser richtete in Emmen großen Schaden an. Alle Fabriken sind geschlossen. Bei Wohlhusen wurde der Bahndamm bei der Ueberführung über 200 Fuß weit weggerissen. In Neuenburg brachte ein fürchterlicher Sturm zahlreiche Kamine und Fensterläden zum Sturze. Die Dampfschiffe konnten nicht fahren. Die Arve ist innerhalb 24 Stunden um 3 Meter gestiegen. Der hohe Wasserstand hat auch sonst einigen Schaden, aber von geringerer Bedeutung, angerichtet. * Die Limes-Ausgrabungen haben in den letzten Jahren wenig von sich reden gemacht, wahrscheinlich um dessent- willen, weil die Ausbeute an Inschriften geringer ist, als anfänglich erwartet wurde. Kennt man doch von den wenigsten der vielen Römerfestungen am Grenzwall auch Lungenentzündung 2 Allgem. Tuberkulose 1 Schlagfluß 1 Lungenerwelterung 1 Diarrhöe _______1. MWndlkr Bormann, Mäusburg. Gin Zunge l vom Lande für leichte Hausarbeit gesucht. Gebrüder Scheel. 651] Für mein Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft suche sofort oder auf Ostern einen Lehrling. Eberh. Metzger. Versteigerung in der Gräflichen VbkrsörflttkiArusbnrg. Mittwoch den 25. Januar, beginnend 10 Uhr vormittag» am Jägerpfad im Hain, werden au» den Distrikten Hain, Seewald, Seeberg und Hardt versteigert: Uermischtes. * Aus Württemberg, 16. Januar. Der Neckar ist derart über feine Ufer getreten, daß der Verkehr in vielen Gegenden vollständig gesperrt war. Bei Oberndorf hat der Neckar die Thäler ganz überschwemmt. Die Ueber- Summa: 7 (2) 4 (1) 2 1 (!) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von »uSwartSnach Gießen gebrachte Kranke kommen. sanglich wie darstellerisch sehr gut durch. Herr Hans Keller, ebenfalls vom Hoftheater in Karlsruhe, den zu Horen wir voriges Jahr in einem Konzerte Gelegenheit hatten, bot als Marcel eine vorzügliche Leistung. Herr August Lwer- «ann von Wiesbaden, der in voriger Saison hier den Wotan gesungen hatte, vermochte für seinen St- Bis ebenfalls lebhaftes Interesse zu erwecken. Diesen Gasten schlossen sich unsere hiesigen Künstler j?., jnhrton Herren Costa und Rünger, als Raoul und Levers, führten ihre Parts vortrefflich durch. Das Orchester, unter Leitung des Herrn Emil Steinbach, bot gleichfalls ausgezeichnetes, sodaß diese Vorstellung als eine in allen Teilen gelungene bezeichnet werden kann. H.L.M. Biugen, 14. Januar. Die hiesigen Hafenein- richtungen, die sich unsere Stadtverwaltung schon ein gutes Stück Geld hat kosten lassen, haben gestern die Stadtverordneten wiederum beschäftigt und zur Bewilligung einer Summe von 70 bis 80,000 Mark für genannten Zweck geführt. Es dreht sich um Anlagen und Ausladeemricht- xngen, Krahnen rc. in, bezw. direkt unterhalb des staatlichen Sicherheitshafens. Die Stadtverwaltung ging unter Hinweis auf das gute Beispiel Mannheims von der Ansicht ans, daß man bei Verkehrsanlagen nicht erst bis zum wirklichen Eintritt des Bedürfnisses solcher warten, sondern von vornherein durch frühzeitige Arbeiten dem zu erwartenden Bedürfnisse begegnen und es eventuell herbeiführen müsse. Aus Rheinhessen, 16. Januar. Wegen Unterschlagung von Portogeldern wurde in Worms ein 18jähriger Kommis in Haft genommen. — In Osthofen hat der am Freitag abend herrschende Sturm an den Leitungen des Elektrizitätswerkes einen solchen Schaden angerichtet, daß fast sämtliche Lampen der Straßenbeleuchtung erloschen. In H e ßloch wurde eine große Holzhalle durch den Orkan buchstäblich fortgeschleudert. In D a l s h e i m wurden durch den Sturm mehrere Häuser abgedeckt. Der Schaden ist beträchtlich. — Die Gewerbevereine Alzey, Flonheim, Gau-Odernheim, Sprendlingen, Wöllstein und Wörrstadt haben sich zu einem Bezirke Alzey zusammengeschlossen. — In Wonsheim wurden beim Dachsgraben zwei schwere Dächse erlegt. Dieselben wogen 28 Kilo. Darmst. Ztg. Zum sofortigen Eintritt wird ein angehender e Commis für ein hiesiges Fabrikgeschäft gesucht. Offerten unter X. Y. 684 befördert die Expedition d. BI. nur den Namen. Eine interessante Inschrift auf einer in mehrere Teile zerborstenen riesigen Steinplatte ist kürzlich in jenem kleinen Kastel beim Dorfe Böhmiug aufgefunden worden, das Gutsbesitzer Winkelmann im vorigen Herbst 2 Kilometer südwestlich von jener Stelle entdeckt hat, wo der Altmühlfluß die rhätische Grenzbefestigung durchbricht. Nach den Konsulatsangaben der Inschrift ist das Kastell mit seinen vier Türmen 181 u. Chr. vollendet worden als Commodus römischer Kaiser und Jspicius Cerealis, der Befehlshaber der dritten italischen Legion, Gouverneur von Rhätien war. Es wurden damals, ein Jahr nach Beendigung des großen Krieges gegen die Markomannen, die Vorfahren der heutigen Bayern, auch andere Kastelle hinter der Grenzmauer neu befestigt; es wurde eine neue Legion (die 3. italische) an die Grenze verlegt, und es wurde auch die Civilverwaltung Rhätiens in militärische Hände gelegt. Wöchentliche Ueberstcht der Todessälle in Gießm. 2. Woche. Vom 8. Januar bis 14. Januar 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 241V0 (incl. 1^0 Mann MMtär). Sterbllchkettsztffer: 15,10, nach Abzug der Ortsfremd«, 10,79 J/oo. Kinder « st'-d.« 2.-T3rt,: mich einzureichen. Krofdorf, 17. Januar 1899. Der Bürgermeister. Licktenthäler. 697 Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 18. Januar. Im Abgeordnetenhaus- wird von freisinniger Seite demnächst eine Interpellation wegen der Ausweisungen aus Schleswig eingebracht werden. ,... < »x. Berlin, 18. Januar. Die russische Note, welche das Programm für die Abrüstungs-Konferenz enthält, ist, wie die „Nationalzeitung" hört, gestern nachmittag dem Auswärtigen Amte übergeben wordeu. Brüssel, 18. Januar. Der „Soir" berichtet, daß der Kassationshof in Paris bisher 17 Fälschungen Henry s und seiner Helfershelfer festgestellt habe. Der Bericht des Kassationshofes werde in ganz Europa ein sensationelles Aufsehen, in Frankreich selbst aber die größte Betrübnis Hervorrufen, da authentische Dokumente 23errätereien hochstehender Militärs, deren bloße Mittelsperson Esterhazy war, beweisen. Jede sparsame Haussraa- mache einen Versuch mit Schulhofs gebrannten Kaffee das Pfand za 1 Mk. Andere Sorten in jeder Preislage stets frisch gebrannt, empfiehlt billigst J. M, Schalhof, Golt erhalts. 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