MT i-Ansta r< 8i»U -ngsten: W*®W.U|(! g.44%. w «S K> . 23 , . 83 , alver per Sü : Lot 3 Pfg. billiger, -y r'sche mH , wie rntee lup« wie lernte ^»teiWr |Q, wie feinste Wt? wie feinste Netute» Natarbutter e feinste Naturbe ich. "H IHW fenv: iriLailM. Saß» tv>!> » iisform^ TeN» , w rtftf**’ ssso lBweglb fieblt ;h®r Jit. 115 Aweites Blatt Donnerstag den 18. Mai 1899 Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger fcrw**t Hl zu bet oachmittagS für bee '*ic*ta $e| erscheinendeu Nummer Hf bene. 10 vhr. Alle Anzeige».«ermittlungSstellen bei In- nab ÄuiteaNi nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger lMgigm. »ezng-prets vieneljährlich 2 Mark 20 Pfg. msaatlich 75 Pfg, mit vrmgerlohä. Bei Postbezug 2 Mar? 50 Pfz vierteltthrlich. (kMetat tügNch RÜ Ausnahme bet Montags. Die Gießener * ben ben Anzeiger sißenttich vtermal M**tt Amts- und Anzeigeblatt für den 'Kreis Giefzen. Gratsbeilase»: Meßrnrr FamilienblMer, Ker heWche Kan-wirt, «breffe für Depeschen: Anzeiger $14*. KMrr für hessische Volkskunde. Fernsprecher Nr. 51. MaHts, Ezcpebition und Druckerei: AchukOr-te Ar. 7. Zur Eröffnung der Friedenskonferenz. Im Haag, der stillen holländischen Residenz, tritt am Donnerstag Mittag die Konferenz zusammen, deren Der- lanMungen die ganze gebildete Welt seit Monaten mit ge- spanntestem Interesse entgegensieht. H Einer märchenhaft schönen Botschaft gleich, kam in den letzten Tagen des Monats August vorigen Jahres die Kunde ton idem Befehl des jungen Zaren an seinen Minister des teuf-ern, den in Petersburg akkreditierten auswärtigen Vertreter n die Mitteilung zugehen zu lassen, daß der Zar die .^nitiiatioe ergreifen wolle, zur Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens und zur möglichsten Herabsetzung der Äerrriäßigen Rüstungen. Daß die Friedensworte aus dem stunde des Gebieters der gewaltigsten Streitmacht der Welt Ämei, verlieh dem Ereignis seine große Bedeutung, und man W\ wohl sagen, daß keine Begebenheit der letzten Jahr- -zthnlll ein solches Aufsehen hervorgerufen hatte in dem ‘»eitmi Erdenrunde, wie jene Botschaft. Der Zar wollte ‘bin erhabenen Gedanken des ewigen Friedens der Ver- wirkü chung näher bringen, und schlug zu diesem Zwecke «ine Konferenz vor, welche sich mit der Frage der Ab- Mstnoig beschäftigen sollte. Was die edelsten Herzen und Sie besten Köpfe aller Völker seit Jahrhunderten erträumt ■nb i rsehnt hatten, der Kaiser von Rußland wollte es voll- fibringe«. Allerorten erfreute sich die Kundgebung des Zaren der Herzlichsten Sympathien, und es war nur zu natürlich, daß MN iihr anfangs eine noch höhere Bedeutung beilegte, als ffie in Wirklichkeit hat. Es galt von vornherein für sicher, .boiß kein Staat sich weigern werde, den Vorschlag in nrnstejfte Erwägung zu ziehen. An einigen Stellen, beson- b»K3 iin England, schrieb man freilich Rußland finstere . Wengedanken zu, das war aber kein Hindernis, die Bot- -ichft sympathisch aufzunehmen. Im Laufe der Zeit hat sich zwar die erste große Be- - Wisterung für das Vorhaben des Zaren etwas abgekühlt, ‘Spion nach und nach zu der Ueberzeugung kam, daß ein ..iivigier Friede" immer ein wünschenswerter Zustand, aber 1 luir etin schöner Gedanke bleiben werde, und daß der Erfolg Hier Konferenz dem hochherzigen Streben des jungen Kaisers ' i.ity «ganz entsprechen könne. Aber auch mit dieser Ein- s'charkung ist zu erwarten, daß die Anregung nicht ohne f!«zmS>reiche Folgen für den Frieden der Welt bleibt, und i M o us b/n Verhandlungen wenigstens etwas Ersprießliches 1 jttMBkoNIMt. Die erlauchtesten Vertreter der Mächte sind im Haag zu einem schönen Zwecke, zu herrlichem Thun beisammen. Mögen ihre Beratungen den größtmöglichen Erfolg haben, mögen sie geleitet sein von dem ernsten Bestreben, die Greuel des Kriegs auf ein Mindestmaß zu beschränken, und die Völker einander näher zu bringen, damit künftige Kriege nur noch zu den Seltenheiten gehören, (xx Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände, nn. Darmstadt, 16. Mai 1899. Die Sitzung wird um */,11 Uhr durch Präsident Haas eröffnet. — Am Ministertisch das gesamte Justizministerium und Staatsminister Rothe. Die Tribünen sind infolge des „Falles Dettweiler" so dicht besetzt, daß es schwer ist, durchzukommen. Die Beratung des Ausführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch wird heute mit Artikel 125 bis 127 fortgesetzt. Diese Artikel enthalten die Bestimmungen zur Anlegung der Mündelgelder. Abg. Haas- Offenbach wünscht, daß außer den Sparkassen auch die Kassen der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften zur Anlegung von Mündelgeldern berechtigt sein sollen. Schon bei der Landwirtschaftlichen Enquete sei der Regierung dieser Wunsch unterbreitet, aber bis heute nicht berücksichtigt worden. Die Sicherheit der Sparkassen sei doch eine sehr relative, denen sich die landwirtschaftlichen Kreditkaffen getrost gegenüberstellen könnten. Auch in anderen Staaten insbesondere in Preußen sei man geneigt, den Kreditgenossenschaftskassen die Berechtigung zur Anlegung von Mündelgeldern zu gestatten. Mit vollem Vertrauen möge man diesen Kaffen in Heffen diese Konzession erteilen, auch ohne spezielle Genehmigung der Vormundschaftsbehörde Mündelgelder zu verwahren. Es sei geradezu eine Ehrenaufgabe des Hauses, dafür einzutreten, daß bei der jetzigen Gelegenheit diese Kaffen nicht wieder hinter die Sparkassen zurückgestellt würden. Zur Sicherstellung der Einlagen seien gewisse Kautelen festzusetzen, wie sie auch bei den Sparkassen eingeführt seien. Redner hofft, daß sein Wunsch, der auch ein Wunsch der gesamten landwirtschaftlichen Kreise sei, Genehmigung der Kammer finden werde. — Landgerichtsrat Best stellt fest, daß es nach dem Reichsrecht gar nicht möglich sei, dem Wunsche des Abg. Haas- Offenbach zu entsprechen, weil dort den Landwirtschaftlichen Kreditkassen nicht gestattet sei, Mündel- und sonstige Gelder zu verwahren. Das Reichsrecht anerkenne nur solche ö ff ent» liche Sparkassen, welche unter staatlicher Aufsicht stehen. Wenn man das Reichsrecht durch ein Landrecht ersetzen wolle, so sei dieses Verfahren null und nichtig und nur auf dem Papier stehend, weil sich kein Vormundschaftsrichter finden werde, der diesen Kaffen diesePriorität zusprechen würde. — Abg. Frhr. v. K ö th spricht sich ebenfalls für die Berechtigung der landwirtschaftlichen Kreditkassen, Mündelgelder anzulegen, aus, um damit einem lang gehegten Wunsche der Landwirte entgegenzukommen. — Abg. David stimmt ebenfalls dem Antrag Haas-Offenbach zu, glaubt aber, daß es nach dem Reichsgesetz nicht möglich sei, den Antrag anzunehmen. Dort sei genau bestimmt, daß nur öffentliche Sparkaffen zur Anlage von Mündelgeldern berechtigt seien, während von Kreditgenossenschaften keine Rede sei. Die Ausführungen des Regierungs-Vertreters ließen hierüber keinen Zweifel. — Justizminister Dittmar findet es begreiflich, daß der Abg. Haas-Offenbach als Förderer des landwirtschaftlichen Kredit- und Genossenschaftswesens für die landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften so warm eingetreten ist. Er bedauert aber, demselben in einer ganzen Reihe von Punkten widersprechen zu müssen. Er würde pflichtwidrig handeln, wenn er die Kammer nicht nachdrücklichst davor warne, die Anträge des Abg. Haas-Offenbach anzunehmen, wozu die Regierung niemals ihre Zustimmung geben werde, weil darin ein Verstoß gegen die Reichsgesetzgebung gegenüber der Landesgesetzgebung enthalten sei. Damit würden Hoffnungen erweckt, die niemals befriedigt werden könnten. Er warne daher nochmals dringend, den Antrag nicht anzunehmen. — In gleicher Weise äußert sich auch der Abg. Schmeel, der dem Haus die Annahme der Ausschußanträge empfiehlt. — Bei der nun folgenden Abstimmung werden die Anträge Haas mit großer Majorität abgelehnt und die Ausschußanträge angenommen. Art. 273, welcher von der Aufhebung bisheriger Landesgesetze handelt, wird einstimmig angenommen. Ebenso die Art. 274/277. Damit ist die ganze Gesetzes-Vorlage genehmigt. Es erfolgt nunmehr die Beantwortung der Interpellation des Abg. David über die Vorkommnisse am Ludwigs-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt. — Staatsminister Rothe teilt dem Hause mit, daß am 21. April von dem Direktor des Ludwigs- Georgs-Gymnasiums bei der Abteilung für Schulangelegenheiten Anzeige erhoben worden sei, welche diese Behörde veranlaßte, gegen vr. A h l h e i m und Oberschulrat vr. D e t t w e i l e r wegen ungerechtfertigter Bevorzugung des Sohnes des Die Bedeutung der WuchWrung und der Kalkulation für das Handwerk nni> Kleingewerbe. (Nachdruck verboten.) II. Die gewerbliche Kalkulation. Das Zurückgehen nicht weniger Kleingewerbe- und HjMdroerksbetriebe, mitunter sogar der gänzliche Ruin der- fetllh, hat häufig seinen Grund darin, daß die Gewerbe- tnsrjtruben und Handwerker ihre Erzeugnisse nicht richtig zu biiamhmn wissen. Einige kalkulieren wohl überhaupt nicht, f£ n keltisch-nationc Trockenappara Nfältigflet Sueff Artei ech 8*0» Nni »eue. X KCr Mm M, o M«b ?5 "*ft A |l"6a4 »in Wett. :S >° St|l| L1?' vW ; Sektion bes v- jWoben tnorboL «abttt Dom 22. eblt' eine fw ^.selbst mit; g^gen Mirjj °.^unbay.z. »M d« 6oni, beschlossen. 6:. Italien eine fo X "'cht militän; der neue Wuß fc S emstlnnnig bat; 16 der revifioL lgt, den ®entt gung, wegen $ ilschungen vor! n. erzielte. ® jlminjiM ierhkffku, 16.1 1 sind vorübergW üblichen RcgiM c Eismänner bur^r::: ihr bitSmaligti M wenn der Mi an? ■ ischävigen t* fo - ie mit janbugtimH v >Ib unW mm e fttyubmi“ bttfityti »t !B A in iwftm Bi I ifät tSt* W1 Mich gtR. M nbunbivieberuGiti te, von btt M reM eine recht ri Iditt alles En- 'ch goibgelbt, - t Maat tf* ■ cttt. Auch M e öortteffti^;. dieFrühg^- Santo** ;i «1181««» ”5 dl« tö®1 *1 Bttfi11' Jinjtn hdiL' .«•fS- matenül^', . q. $S*. * 2 gnch: JS<“’ L bMhlts jgflii h«l» deu'Ä^lbst^Ä •** M tzsL gdternot, wie sonst um diese Zeit vorhanden; in den kchrunen lagern noch Heuvorräte und draußen auf den Kiesen sieht man einer abermaligen guten Heuernte ent- jtgtn. Den Obstgärten, die sich gerade in der vorigen Lache in voller Blüte befanden, gereichte natürlich das fJtübc Regiment der Eisheiligen zum Segen. Das Ab illifyen der Obstbäume hat sich recht günstig vollzogen, der Fruchtansatz ist ein reicher. Den Bienen ist jetzt der Tisch Bar reich gedeckt, und — was Hauptsache ist — sie haben iioon gut tafeln können. Der Wald prangt irn „rnaien- irischen Grün"; es hat lange gedauert, bis er sein Früh- ling-skleid bekommen, umso rascher hat er es aber angezogen. Die gefürchtete Maikäferplage, gegen die man sich schon zu iLstsn begonnen, ist ausgeblieben und dürfte gewiß auch vihtt mehr auftreten. Die Bäume stehen im Laub, die Obfttbäume haben meist abgeblüht; da kommen die Knofpen- jress.er jetzt zu spät — unseren Schulknaben zum Leidwesen, tit lieber Maikäfer sammeln, als zur Schule gehen. 4- Eichelsdorf (bei Nidda), 16. Mai. In der gestern dahier stattgefundenen Bürgermeisterwahlschlacht fegte Herr Beigeordneter Frey mann mit 110 Stimmen übet den Gegenkandidaten Herrn Alt, für den nur 29 Bürger Zelts! abgaben. — In dem Nachbarorte Ulfa zog sich Herr Dr. Fritz letzte Woche infolge operativer Behandlung eines Patienten eine anfänglich unbedeutende Wunde zu, bei der leider Blutvergiftung eintrat, sodaß der allseits tdidbte Arzt nach der Klinik zu Gießen übersiedeln mußte, la jein Zustand nicht unbedenklich ward. Friedberg, 15. Mai. Der hiesige Guftav-Adolf- Frouenverein hatte eine von Herrn Kirchenbaumeister lras. entworfene künstlerische Adresse an Ihre Majestät die -Kaiserin von Rußland gerichtet, um die Auf- mrlssamkeit der Kauerin auf unseren Stadtkirchenbau zu knfem. Nunmehr hat Ihre Majestät in hochherziger Weise .W Mk. dem Kirchenbaufonds überwiesen und zugleich ihre große Freude über die „künstlerisch ausgeführte Adresse unb ibie dieselbe begleitenden Ansichten aus dem Hessenlande" -ausgesprochen. Mainz, 16. Mai. Der große Wiener Männer- zeinngverein, der gegenwärtig 283 ausübende, und Ü9 beitragende Mitglieder zählt, wird auf seiner dies- HriZen Sängerfahrt am 25. Juli hier in Mainz Einkehr haltm, und zu einem wohlthätigen Zweck ein großes Konten in der „Stadthalle" veranstalten. Die zahlreichen Mmzer Gesangvereine rüsten sich bereits, um die Wiener Msts würdig zu empfangen. Von hier aus begiebt sich der Wiener Verein nach Köln, wo ihm zur Abhaltung eines SonMes, nicht nur der Gürzenich kostenfrei überlassen, :'jonbrrn auch noch Mk. 1000 zu den Kosten der Veranstal» Ning seitens der Stadt Köln bewilligt wurde. X Das Rad im Mainzer Wappen. Man schreibt der .Frcmkf. Ztg.": Woher stammt das Rad im Mainzer Happen? Von Erzbischof Willigis, heißt es, dem Wagaierssohn. Der wollte dem Spott über seine geringe Herkunft dadurch die Spitze abbrechen, daß er das Wagenrad m-Wappen aufnahm. Das ist ganz hübsch, übernatürlich «ine Sage. Eine neue Antwort auf die alte Frage zu geben., hat der mit ansehnlichem wissenschaftlichen Rüstzeug Mgeilhane Professor Schädel vom Mainzer Realgymnasium mlemommen. („lieber den Namen und das Rad der Stadt Mairnz." Verlag von Wilckens, Mainz 1899.) Er führt ms im jene dämmerigen Zeiten, in denen der Gott Mogo, ein kcltisch-nationaler Jupiter, am Mittelrhein verehrt wurde. Eines seiner Attribute ist bas Rad, nämlich das uralte mystische Rad der Sonnenscheibe. Mogo ist der Namenspatron von Mainz, sein Rad das Mainzer Wappenbild. Diese These wird durch eine Fülle von Nachweisen und Folgerungen gestützt. Ob sie richtig ist, müssen Fachmänner prüfen. Plausibel ist sie jedenfalls und interessant, und auch einige Seitenpfade, über die uns der Autor zu seinem Ziel geleitet, sind anziehend, z. B. was er über die sakrale Bedeutung des Rades und die Rolle, die es bis in die Gegenwart in Volksgebräuchen und Gewohnheiten entnimmt, zusammengetragen hat. Eine Tafel mit acht Abbildungen erhöht die Nutzbarkeit des Schriftchens. Vermischtes. • Kassel, 15. Mai. Ein schreckliches Unglück hat während des Gewitters am Samstag ein Blitzschlag in der Nähe von Lichtenau im Gefolge gehabt. Der Blitz schlug in eine Gruppe von zehn, unter Aufsicht eines Waldaufsehers auf einer Rodung arbeitenden Mädchen aus Reichenbach. Eines derselben, namens Riekchen Siemon, wurde sofort getötet, ein zweites, die Tochter einer Witwe, so schwer getroffen, daß es gelähmt und bewußtlos ist und man an seinem Aufkommen zweifelt; die übrigen Mädchen wurden sämtlich betäubt, der Aufseher ebenfalls, sie konnten sich jedoch nach einiger Zeit wieder erholen. Iserlohn, 15. Mai. Seit Mitte April sind hier im ganzen acht Erkrankungen an schwarzen Pocken vorgekommen. Der erste und einzige mit Tod endende Fall betraf eine ältere Frau, die zahlreiche Kost- und Logierleute beherbergte. Die Krankheit soll durch eine aus Riga (Rußland) zugezogene Familie, deren Kinder an Blattern gelitten haben sollen, übertragen worden sein. Festgestellt wurden diese Erkrankungen nicht, auch genasen die Kinder schon vor der Erkrankung der Logiswirtin. Außer diesem Falle wurden im ganzen dann noch sieben Fälle angemeldet, die alle auf unmittelbare Ansteckung zurückgeführt werden können. Alle Erkrankten, mit Ausnahme zweier ganz leicht betroffenen, in ihren Wohnungen isolierten Kinder, befinden sich in den städtischen Epidemiebaracken. Die übrigen internierten Personen bestanden aus Angehörigen der Erkrankten, wurden nur beobachtet und konnten zum großen Teil wieder entlassen werden. Die vorliegenden Krankheitsfälle sind alle leichter Natur und bei keinem der Kranken ist ein ungünstiger Ausgang der Krankheit zu erwarten. Die gebotenen Vorsichtsmaßregeln werden streng gehandhabt. * Die vielumstrittene Frage, ob auch Zeitungen au Soldaten portoftei als eigene Angelegenheit des Empfängers versendet werden dürfen, ist nun, wie dem „Schwarzw. Boten" gemeldet wird, dahin entschieden, daß es zulässig ist, sofern das Gewicht der Sendung 60 Gramm nicht übersteigt. * „Ich schnitt es gern in alle Rinden ein". Vor einigen Wochen revidierte in einem lothringischen Dorfe der Herr Maire die dortige Volksschule. Er fand, wie sich das für ein Schuloberhaupt geziemt, vielerlei an den Leistungen und Bestrebungen der bildungsbeflissenen Jugend zu tadeln. Insbesondere rügte er, wie die „K. Volksztg." erzählt, die Unsitte, in die Schulbänke mit Hilfe des Taschenmessers Namen und sonstige graphische und bildnerische „Kunstwerke" einzuschneiden, wovon die Bänke, auf denen das strenge Auge des Dorfbeherrschers ruhte, allerdings reichliche Proben aufwiesen. Für den Fall eines „fortgesetzten Lebenswandels" in dieser Beziehung wurden energische Strafen zugesichert. Während die Jugend in den vorderen und mittleren Banken ernst und zerknirscht den mahnenden Worten lauschte, machte sich in den hinteren Bänken allmählich eine steigende Unrube vernehmbar und ein munteres Gekicher folgte, das sich auch durch das drohende Heranschreiten des Herrn Maire nicht verscheuchen ließ. Dieser aber hatte kaum einen Blick auf ben Punkt geworfen, auf den die fröhlichen Augen und verschiedene Fingerspitzen hinwiesen, als er seinen Hut nahm und sich verabschiedete. Es war dort nämlich der Bor- und Zuname des Herrn Maire selber von seiner Schulzeit her eingeschnitzt, samt der Jahreszahl! Mteratur, Wissenschaft und Kunst. — Die im Verlage von Karl Grüninger in Stuttgart erscheinende illustrierte Famtlien-Zettschrtst »Echo vom Gebirge" wird mit Recht daS LiebltngSblatt der Zitherspteler genannt. 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Philipp, Ernst von Hohenlohe, der dritte Bruder des Fürsten Chlodwig, starb am 3. Mai 1845, im 25. Lebensjahre. Das Gedicht stammt auS dem Jahre 1846. Philipp Ernst. Vom Schlosse schau ich einsam JnS stille Thal hinab. Da seh ich im Mondschein ein Blinken: Die Kirche und daS Grab. Da haben sie Dich begraben, Den ich so heiß geliebt; Den Freund, den tapfer«, treuen, Wtc'S keinen zweiten giebt! Sie haben viel tausend Thräne« JnS Grab Dir nachgesandt; Sie haben sich wieder getröstet, Sie haben Dich nicht gekannt. Doch meine Thränen fließen Roch wie an jenem Tag, Da man Dich hinuntergetragen Und mir das Herz zerbrach. Drucksachen, Rechnungen, Aactnren, ßircntare, Briefbogen, Umschläge mit Airmendrnck fertigt billig Arühl'slht Mv.-§uch- u. Aemdruckttki, Schulstraße 7. 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Die I Benutzung der Wa^ I dies auch in der : kommisionssitzung : v. Goßler den (JeneralftabeS Ober I ckargelrgt. Aas du 11810/11 umfassende i welche die Sinnensch i und für bit Kriegs i Die Pläne hierfür lii i über die mMrifche I dir AiegSerfahrung । züsrfcher Teile habe' । geben. Hätten wir ! her Binnenfchiffahr i hergesehen, die den i wachsen würden, (i i den Rhein-Marne- : reich während des : reicher Weise ausn > die Belagerung ho: I Die Eisenbahnen 5 I Aetrieb regelmäßig i zum beendeten llch I Bahnen ju ftcßenbt ' bii Äi/tungsfähigkeit ' Deshalb muß die $r : (Mtzen suchen. Bn' i »egen Zerftvrnngen, : Personal- oder Mad ' leitung auf Land- ■ - auch fortlaufend die i sollen, soweit ihre ( ' N Mar seit dem 1 • Bahnbetrieb hat gt 1 Anforderungen, die ■ netz herantreten wei xn der Nanalkommi • «urden. Solche 3) ®le fie in einem 1 Werden, sind noch t 1 * Erforderlichei I K, bleibt der kü ^mge Heereslest, I ^oßen Schritt zum f * Deshalb ' oe -peeresmassen a ■ P^gt werden. 06« M i '‘"»«Ni« auf J I * vor dem kn? 1qi Schuh war en! Grösste Auswahl in allen Neuheiten Streng reelle Bedienung 3808 gjü- Montags $i< & Wer bauen will versäume nicht, Preise einzuholen bei 616 Emil Horst, Giessen «uuftUHtf un» Cementwarenfabrik, «aumatkrialtcnhandlun« -K. . i,a ^L1ruoe°Ten am ersten Lage nick tüchtiges, im Koche« ungenügend entwickelte Glut nicht viel nicht ««erfahrenes Hansmäd- 2...'. cheu wird zum 1. Juui gesucht, scheint dann als große Wohlthat. Meldungen werden entgegen- fortwLyreud im Hauge z« eryatteu. i/t fotgeudes ,« öe- aeuommeu von 1 4. Hhr tinhl k E. sErtlg gekocht, so hat man gewöhnlich einige Zeit nichts 2 Ul)l ? zuzubereiten in diesem Falle bedeckt man die Glut 1 bis 2 Finger stark (ca. 2 Centi- Abeuds nach H Uhr vom Hans- Meter) Mit Grudeasche und verlangsamt hierdurch das Gluten des Kokes Wenn,— Verwalter Hotz, Nahruuas- "UM "Q?.ctnticn Stunden die Asche bei Seite schiebt, wird sich viel Glut zeigen, G berg 9. I Uber welcher es rasch kocht. 00 z JJ Nabrnnasbera ä L bic Nuterhattung der Hrude üöer Wacht wird entsprechend ähnlich W ayruugsverg 8. verfahren, nur muffen beim Zurechtmachen der Grude am Abend einige ßöffel 8lfäe 0 Will, TT U 1 w .... M 3800 R. Lange. «■ ■«* entfernt teerten btf »ertiefunflen in ettoa 8öffelflröße enttf^en, ße Z bei Willi. llerbert. Marktplatz 2. 01817] Fleißiges, solides Dienst- ausfullt; dann deckt man das Ganze mit einer dünnen M G Mädchen auf Anfang Juni gesucht/"' ba§£ Kaffeewaffer gewöhnlich schon im Sieden D G Frau Lino ^ülch, Bleickstr 11 III I r1 9cnu9^ ^lserteschleben der aufgelegten Asche, das Kochen in den Töpfen! ^"blchstr. 11 lebhafter zu gestalten. Während des Kochens wird öfters und stets nur dünn MWGGWSGGOGGGVGGGGOGOGGOGD E«t solides Dieostmädchkn SIeut: ,n 2 6,6 3 m,nuten 911,1,1 berfel6c an unb in 5 »Mmu,-» — sür einen kleinen Haushalt nach auswärts , , Der Grudekoks darf nur feucht zur Verwendung kommen. Für Haus- ac'o t . v 3968 Haltungen, Oekonomien rc. werden die Gruden meist seitlich an die Sparkoch- Zu erfragen m der Exped. d. Blattes.'hprhfi w F lviy KrmIu>HIkW»^MEl>kiHWe-j Lenz'scher JeksenKeller Brikettfabrik. « Theerschwelerei. | Cottis Lent. Dritter Merbuksche gesucht. 88«b Wilh. Löber. 3930] Ein HnuSburfche, sowie ein Lehrling gesucht. 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Er ist geruchlos, besteht fast nur aus Kohlenstoff und Elüll OPölff besitzt 5000 bis 6000 Wärmeeinheiten. I Der Konsum an Grudekoke betrug aus den Schwelereien der Provinz Sachsen ^OfOtttdfmarßtt Defikat-fs-n ntth im Jahre 1883: 13 000 Doppelladungen = 2 600000 Zentner «gtvtv 11 uuwaten, ^eilnaief/eN UN0 KUoftUlyLe. ■ n 1893: 26 000 „ — 5 200000 1 und sind hiernach ca. 250000 Familien mit Gruden versehen. Die Grudeöfen, welche in den verschiedensten Größen zur Ausführung kommen, diene« nicht allein zum Kochen von Speisen und Getränken, sondern auch zum Heizen von Wohnungen, Schulen, Kasernen, Veranden, Trockenräumen, Gewächshäusern Badeeinrichtungen rc., öesonders in der Landwirtschaft zum Kochen des Biehfutters, zum Dämpfen von Kartoffeln und Rüben rc. rc. gcr ^ervrauch von Brenumateriat ist uugemeiu gering; man braucht | su 24 Stunden für einen Grudeherd mittlerer Größe nur für 8 bis 10 Pfennig İfe. 5>te Keizung mit Hrndekoke ist die deaköar Vequemste und fauverste; sur die richtige Behandlung der Grude ist nur einige Uebung und Aufmerksamkeit | nötig. Jeder Hausfrau macht es Freude, auf einem Grudeofen selbst zu kocken. . Die auf dem Hrudeherd zuöereiteten Speisen find bei weitem schmack- yafrer und uayryafter, tote dte auf anderen Kochapparaten hergestellten, da die ln den Gruden eine immer gleichmäßige ift; ein langsames Kochen aber auf den Nährwert der Speisen eine vorteilhafte Wirkung ausübt. Ueberkochen oder Einkochen ist gänzlich ausgeschloffen. Beim Gebrauch eines Grudeofens ist jede Nebenarbeit möglich und wird daher Zeit und Geld gespart. Stunde bei Tag oder Nacht ist das Feuer im Gange und ist fortwährend kochendes Waffer zu haben. m Nuß trete« bei einer Hrude auf, sodaß die Töpfe von Außen stets sauber bletben. Irdenes Kochgeschirr ist hier ganz ohne Gefahr in Gebrauch zu nehmen. tr ^ie «onstruktio« der Grudeösen ist eine sehr einfache und aus obiger! Figur ersichtlich. Zwischen Kochraum uud Feuerungsraum liegt ein Rost aus Staben oder auch aus Platten; auf diesen Rost werden die Töpfe gestellt. Der !!!-/'mähbare Feuerungskasten wird bei Snöetrleösetzung der Hrude zur Hälfte mit Asche angefullt glühende Kohlenasche eines Herdfeuers auf diese Asche geworfen und darauf der Koke gestreut. ' u tn, p ^.r man breitet auf der Asche eine Schaufel voll Grudekoke aus, gießt etwas Spiritus darüber und zündet denselben an. Ohne zu stören oder umzu- ruhren, streue man, nun etwas Koke dünn darüber, nach einer Stunde wieder etwas । und kann dann spater schon stärker Koke aufgestreut werden. Am sichersten ist es I den Grudeofen am ersten Tage nickt zum Kochen zu verwenden, da die noch 11 iinnpmmpnh pnfh?!rf»rt» nicht viel zu leisten vermag. I 2)ie Grude kann in einem Haushalte das ganze Jahr hindurch brennen, er- nnnn nlnrnhp skcahitnnt ' l Sonnen- u. Wegmschirm-Dersteigerunii Donnerstag den 18. Mai, nachmittags 2 Uhr, verkeilen lAa0nlmtffl0n6roeifc in bcr Restauration zur Westeudhalle hnfstraße 48, einige Hundert 8 P Wegen- und Sonnenschirme in nnr nwbt«t» einen Pfeilerspiegel mit Trnmeanx, einen grotzeu WauL sp^gel, eiuen hochfeinen Divan, etwas Gold- und fcübtr. kachln, Mester, Löffel, Gabeln und noch verschiedenes. Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Ein Haus in bester Lage Gießens, zu jedem Geschäft geeignet, zu verkaufen. 3024 —«u erfragen in der Expedition d. Bl Irnt Mm» . 01824 Hammstratze 14 Part. 01821] EinHich gut erhalt. Damenrad zu verkaufeu. khlllpp Stlvi-, Schulstr.