1809 Samstag den IS. März Erstes Blatt. Aintr- rind Anzeigeblatt für den K«b EHL Nr. 8 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 14. d.Mts, lüler. denn, werde dieselbe abgelehnt, werde sie später wieder einbenutzt den ihr durch obengenannte Resolution gebotenen — _ * < ■ n . ..c. __CöhC CVnfiro tinfmPH; KM; -in- 5 Allr Anzeigkn-BrrmittlungSstellnz bei In- und AuSlande- nehmen Anzeigen für den (Rieftener Anzeiger entgegen. Kuhmilch leidende, kenntlich. i’SCHES Rebcrttion, Lxpebinon und Druckerei: SchukKraße Ar. 7. «nneNnte »en Anzeigen zu der nachmittags für ben ftljenben Ta, erscheinenden Nummer bii norm. 10 Uhr. is Aechtheit des »e nur olin-Cream ,munyn gebracht werden. Abg. Lieber (Centr.) erklärt, seine Freunde würden ihren heutigen Antrag nicht eingebracht haben, wenn bisher das Wort „unannehmbar" gefallen wäre. Das sei aber nicht geschehen. Dies und die drohende Gefahr für das Vaterland im Falle des Mißlingens einer Verständigung habe in der Centrumspartei das Bewußtsein der Verantwortung gestärkt, welche sie auf sich nehme, wenn sie ihrerseits die Verständigung ablehne. Redner geht auf die Einzelheiten seines Antrages näher ein und empfiehlt denselben zur Annahme. Es sei dem Centrum nicht leicht geworden, den obigen Weg vorzuschlagen. Den verbündeten Regierungen könne er den Vorwurf nicht ersparen, daß sie das Entgegenkommen des Centrums eigentlich nicht verdient haben. (Heiterkeit). Reichskanzlers Fürst Hohenlohe erklärt, die verbündeten Regierungen halten an ihrer Ueberzeugung fest, daß das von ihnen geforderte in seinem ganzen Umfange notwendig sei. Im Hinblick auf die militärische Wichtigkeit der Vorlage und in der Erwägung, daß ihre Durchführung keine Verzögerung erleiden könne, seien die verbündeten Negierungen entschlossen, der Vorlage auch in der ver- I änderten Form zuzustimmen; allerdings nur unter der Be- I dingung, daß die Resolutionen des Centrums angenommen I werden, wonach die Regierungsforderung in ihrem vollen I Umfange, wenn auch nicht jetzt, so doch noch rechtzeitig vor I Ablauf des Quinquennats, genehmigt wird. Abg. v. Lev e tz ow (kons.) giebt namens seiner Fraktion I die Erklärung ab, daß sie angesichts der Erklärung der I Regierung und im Vertrauen auf die in der Resolution I ausgedrückte Zusage den Centrums-Vorschlägen zustimme. Abg. v. K ar do r ff (Rp.) giebt eine ähnliche Er- I klärung ab. Abg. Bass ermann (nl.) begrüßt die jetzige Einigung und bekundet, daß seine Freunde die vom Abg. Lieber ge- I schlagene Brücke beträten. I Abg. Rickert (frs. Vg.) stimmt namens seiner Fraktion I für die Kommissionsbeschlüsse. Abg. Richter (frs. Vp.) weist die Vorstellung zurück, I als ob der Reichstag hier nach der Lehre von dem be- I schränkten Unterthanenverstande kein Urteil gegenüber der Heeresverwaltung habe. Auf den Antrag Lieber eingehend, bemerkt Redner, die durch denselben geschlagene Brücke sei I doch nur geschlagen, um die Regierung aus einer unhalt- I baren Position herauszubringeu. Was die zweijährige Dienstzeit anlange, so werde er darauf aufmerksam mache«, daß diese unter allen Umständen für die fünfjährige Periode I gesichert sei. Es sei unbedingt notwendig, die zweijährige Dienstzeit für die Dauer festzulegen. Redner geht I dann sehr ausführlich auf die ganze vorgeschlagene Or- I ganisation ein, welche nicht in sich festgeschlossen sei, sonder« I wiederum nur einen Wechsel auf die Zukunft, Anweisungen I auf spätere Nachbewilligungen darstelle. Nach den Bor- I gängen seit letztem Donnerstag habe er, Abg. Richter, de« I Eindruck, daß oben nicht alles in Ordnung sei, daß die ei«- I heitliche Führung fehle. Bei solchem impulsiven autokratische« I Eingreifen, bei solchen Plötzlichkeiten sei die Gefahr um so I schwerer zu vermeiden, daß Krisen entstehen. Abg. Bebel (Soz.) führt aus, daß er im Interesse I der Steuerzahler die Vorlage ablehnen müsse. Die Resolution I IV lege dem Reichstag eine Verpflichtung auf für die Zu- I fünft, sei ein Wechsel, den der Reichstag später unbedingt I würde einlösen müssen (Rufe rechts: Sehr richtig!) Abg. P re iß (Els.) lehnt die Kommisfionsbeschlüsse, den I Antrag Lieber und die Regierungsvorlage ab. Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) be- I dauert, daß die Regierungsvorlage nur in der Form Lieber I bewilligt werden könne. Das kaudinische Joch, das Herr I Lieber leugne, stehe bereit, es möge kriechen, wer krieche« I wolle, er, Redner, krieche nicht mit. (Große Heiterkeit). Die I tyrannische, diktatorische Haltung des Centrums habe i« I weitesten Kreisen Erbitterung erregt. Heute, am Gedenktag I der Beisetzung Kaiser Wilhelms und an dem Tage, wo sich I über dem ersten Kanzler die Gruft geschloffen, heute werde I ein gutes Stück Vertrauen in die Festigkeit unserer Regiering Äbreffe für Depeschen: Anzeiger Dietzen. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Älüttec für hessische Volkskunde. litt (Plak), fte Fachschule.) ipril 1899. 13 bis 20 Jahren. Vor- elw.-Prüfun^. »ü fiewerbetrtihttk i, ionate finden am;?-1 i der Arbeitszeit uni'-1 ■ere unterstellt | iuere Auskunft durcjil A. Harr. 1 dtbilt: . .jrx - » r. (Nr. 2552.) Gesetz, betr. bte Einrichtung eines besonderen Senats für das bayerische Heer bei dem Reichs- mlüärgericht in Berlin. Dom 9. März 1899. (Nr. 2553.) Bekanntmachung, betr. bte Außerkraftsetzung des Postvertrags zwischen dem Norddeutschen Bunde inb Norwegen. Vom 1. März 1899. Gießen, am 17. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Aezngspret» vierteljährlich 2 Mart 20 Psg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Gießener Anzeiger General-Anzeiger lkhrrrn. Die Schule enthält folgende Abteilungen: I. Mit dreijährigem Lehrplan: Lehrwerkstätten für Elfenbeinschnitzer, Holzbild- huer, Drechsler und Ciseleure. Unterricht im knnstgewerblichen Zeichnen und Modellieren: für Bildhauer, Stukateure, Zeichner, Modelleure, Malier, Schreiner, Töpfer, Bauhandwerker usw. Hierzu eine Vorklasse mit einjährigem Lehrplan: für Projektionszeichnen, Schaltenkonstruktion, Beleuchtungs- funbe, Architekturzeichnen, Ornamentzeichnen, Fachzeichnen inb Skizzieren. H. Mit je einjährigem Lehrplan. Zwei Fachkurse, für Figuren- und Ornament- itodellieren, Figurenzeichnen, Aquarellmalen, Fachzeichnen lind Entwerfen (in alten und modernen Stilen), Gewand- stlldien. Aktzeichncn (freiwillig und nur bet entsprechenden rorkenntnissen.) , Außerdem finden Vorträge statt über Anatomie des Memschen, ornamentale Formenlehre und Stilkunde, Technologie, Materialien- und Konstruktionslehre. III, Fortbildungs-Unterricht: Aufsatz, Rechnen, Buchführung, Geometrie, Gesetzeskunde, Wechsellehre, Kalkulation und Rundschrift. m , ... . , ^unqe Leute, mit den nötigen Vorkenntmffen versehen, löimen als außerordentliche Schüler auch einzelne Mer der Werkstätten oder des übrigen Unterrichts besuchen. Der Unterricht wird durch eine vorzügliche Modell- mb Vorbildersammlung unterstützt. Das Schulgeld beträgt halbjährlich lo Mk. Anmeldungen und Gesuche unbemittelter befähigter Schüler um Nachlaß des Schulgeldes sind mit den nötigen Uni erlagen versehen an den Leiter der Anstalt zu richten, dir zu weiterer Auskunft bereit ist. Erbach i. O., den 1. März 1899. Ser Vorsitzende des Aufsichtsrats: Der Leiter der Anstalt: S'tegmüller, Bürgermeister. Klein, Hauptlehrer. Die Entscheidung. Mit großer Spannung hatte man allgemein der Ent- »ickelung der innerpolitifchen Situation entgegengesehen und ml Recht besorgt, harrten viele der Entscheidung darüber, ib ein ernster Konflikt zwischen der Regierung und der Mehrheit des Reichstages ausbrechen, und der letztere gar mfaelöst werden würde, wenn er die Militärvorlage nicht «olll und ganz bewillige. Unsere Leser werden sich des «Mels erinnern, den wir bereits zu Beginn der Woche bmchten, und in welchem wir entschieden die Auffassung ver- iratten daß schließlich doch ein Konflikt vermieden und eine Le-ständigung herbeigeführt werden würde. Wie richtig inftre Beurteilung der Situation war, haben die Ereigniffe mttiat, und der Verlauf der Reichstagssitzung am Donners- lagi hat bewiesen, daß der Streitpunkt doch nicht dazu an- gchan war, das deutsche Volk zu beunruhigen und es Erdings dem Kampfe der Parteien auszultefern. Daß die Regierung von der Notwendigkeit ihrer Liderung durchaus überzeugt war, daran hat wohl niemand Miveiselt; umso anerkennenswerter ist ihre Resignation, mm ihr die letztere auch leichter gemacht worden ist durch Et. 66 trittst ttgklch »t Ausnahme dc- Montag« Die (Biefjtner •trbtu dem Anzeiger «tchentlich viermal beigelegt. tt xttion Deutscher Reichstag. 57. Sitzung vom 15. März. 1 Uhr. Das Haus ist wiederum in allen seinen Teilen außerordentlich gut besetzt. Tages-Ordnung: Zweite Lesung der Etatsreste. Vom Etat des Reichsamts des Innern waren diverse Besoldungstitel für Bureaubeamte nebst einer Reihe von Petitionen an die Kommission zurückverwiesen worden. Die Kommission beantragt, die Titel unverändert zu bewilligen. Das Haus beschließt demgemäß. Auch die noch vom Poste tat rückständigen Besoldungs- titel werden nach den Vorschlägen der Kommission genehmigt, wobei Staatssekretär v. Podbielski erklärt, daß fortan bei der Post zwei streng geschiedene Laufbahnen bestehen: die obere und die mittlere. Für die obere bedürfe es des Reifezeugnisses bei einem Gymnasium, Realgymnasium oder Oberrealschule, für die mittlere der Reife für Untersekunda bei den genannten resp. gleichstehenden Anstalten. Nach 4 Jahren erfolge in letzterer Laufbahn die Assistentenprüfung; dieser folge die Anstellung sofort auf Lebenszeit. Nach sechs- jähriqer Dienstzeit als Assistent könne die Sekretärprüfung erfolgen, welche auch den Zutritt zu der Stellung als Ober- sekretär eröffnet. Die zum Postetat vorliegenden Resolutionen werden nach den Vorschlägen der Kommission erledigt. Debattenlos werden Reste vom Etat des Reichsschatz, amtes und der Reichsschuld erledigt. * Es folgt die 3. Lesung der Milttärvorlage. Es liegt hierzu der Antrag Lieber vor, den § 2, betr. die Friedenspräsenzstärke in der Kommissionsfassung wiederher- rustellen § 3, welcher von der Einteilung tn bte verschobenen Truppenverbände handelt, soll in der Faffung der Regierungsvorlage wiederhergestellt werden mit dem Zusatz: In den 482 Eskadrons für die Kavallerie sind diejenigen Formationen einbegriffen, welche zur Erhaltung und Weiterbildung der Spezialtruppe der Jäger zu Pferde (Meldereiter) erforder- h<$ Weiter beantragt Abg. Lieber (Centr.), die dritte Resolution der Kommission dahin zu vervollständigen, daß die Einstellung von Mitteln in den Etat auch erfolgen soll, nur statt der aktiven Mannschaften Zivilpersonen als Oeko- nomiehandwerker einzustellen. Schließlich geht der Antrag Lieber auf Annahme i ^ner Resolution IV: Die Bereitwilligkeit auszusprechen, ; wenn sich bei Ausführung des gegenwärtigen Gesetzes die ! nachweisliche Unmöglichkeit ergeben sollte, mit der Frredens- vräienzstärke von 495500 Gemeine rc. bte zweijährige Dienstzeit beiden Fußtruppen au^echt zu erhalten, alsdann nötigenfalls auch noch im Laufe der Geltungsdauer des § 2, tn I erneute gesetzgeberische Erwägungen über Bemeffung der s P j646 Kl messen, Hroßherzogkiche Iachfchuke für Elfeubeiuschuitzerei rrud verwandte Gewerve l erhebliche Verzögerung erleiden müßte. Erbach i. C. I benutzt bett ihr durch obengenannte Re. . An der Anstalt werden in allen Gebieten des Kunst- I Ausweg, noch im Laufe der nächsten fünf Jahre nottgen- havdWerks junge Leute theoretisch und praktisch tüchtig ausgebildet. veaiuu deS Sowmerhalbjahres am 10. April 1899. Unterrichtet wird von vier Fachlehrern und zwei Hufs- falls mit weiteren Forderungen an den Reichstag heranzutreten. Und allem Anscheine nach ist es schon jetzt ausgemacht, daß die Regierung von der ihr gebotenen Möglichkeit auch wirklich Gebrauch machen wird. Ein Jahr kann viel verändern in den Anschauungen des Reichstages, haben doch die Beratungen der verflossenen Legislaturperiode über die Flottenvorlage ein Beispiel dafür gegeben. Daß der Konflikt für jetzt vermieden werden konnte, erfüllt uns mit Genugthuung; wir wollen hoffen, daß solche Verständigungen zwischen Regierung und Parteien überall da Platz greifen, wo es daS Interesse des Vaterlandes nur irgend zuläßt. (xx) I bie vom Zentrumsführer Dr. Lieber beantragte Resolution, I Friedenspräsenzstärke mit den verbündeten Regierungen em. I wonach der Reichstag sich verpflichtet, mit der Regierung in I zutreten. f . rxnQercr Aussübruna neue Verhandlungen über die Bemessung der Friedensprasenz- Kriegsmimster B. G o gl ei: legt wi Ian9etet au«f^nn« ftärte eiiuutreten falls es sich Herausstellen sollte, daß bei bte große Bedeutung der Infanterie für das veutflye Heer ' dem Stande von 495500 Gemeinen und Gefreiten die zwei- bar. Die Präsenzstärke müsse so gestaltet '""ben, aß 1 iäfirine Dienstreit der ^uktruvven nicht aufrecht erhalten I zweijährige Dienstzeit durchgeführt werden könne. Er appelliere Dienstzeit Der Struppen Ni^t i > Nochmals an das Haus, die Regierungsvorlage anzunehmen; weroen tonne. r , ( I < hwrhp sie fhiifer wieder et«- Die vom Reichskanzler Fürsten Hohenlohe abgegebene Erklärung läßt erkennen, wie schwer der Regierung ihr Verzicht auf die ganze Forderung geworden ist. Nicht um ein Haar breit wird von der Ansicht abgegangen, daß tm Interesse der Landesverteidigung die geforderte Präsenzstärke unbedingt vorhanden sein muß. Nur die Erwägung, daß bei einem ablehnenden Standpunkt der Regierung auch die von der Kommission gebotenen Zugeständnisse verloren fein würden, und daß die Durchführung der Erhöhung der Präsenzstärke und die Ausbildung der Armee dann eine - ■■ Die Regierung Mtl Fahrrad w, trer11« Fahrra4werkf hofer&Jw^ i SSK w n wirdful-’Stbui^c begraben. Das Programm der neuen deutschen Politik heiße: Es wird fortgewurstelt! (Heiterk.) Abg. v. Wangen heim (Bd. d. Landw.) spricht sich im Sinne der Konservativen aus. § 1 wird debattelos angenommen. § 2 wird gemäß dem Antrag Lieber ix der Kommissionsfassung angenommen. Auch im übrigen gelangen die Bestimmungen des Antrages Lieber zur Annahme. Der Antrag Richter (frs. Vp.) auf dauernde Sicherstellung der zweijährigen Dienstzeit wird abgelehnt. Der Rest des Gesetzes wird debattelos angenommen, sodann die Resolutionen ebenfalls d e b a t t e l o s, einschließlich der neuen Lieber'schen Resolution IV. In der Gesamtabstimmung wird die Militärvorlage mit 2 22 gegen 132 Stimmen angenommen. Nächste Sitzung Samstag 1 Uhr: Etatsreste und Rechnungssachen. Schluß 6i/j Uhr. Deutsches Keich. Berlin, 16. März. Die Centrums-Fraktion des Reichstages hat noch gestern abend den Abänderungsantrag zur dritten Lesung der Militär-Vorlage eingebracht und zunächst die Friedens-Präsenzstärke nach den Vorschlägen festgesetzt und folgende Resolution zur Annahme gestellt: Der Reichstag wolle beschließen, die Bereitwilligkeit auszusprechen, wenn sich bei Ausführung des gegenwärtigen Gesetzes die nachweisliche Unmöglichkeit ergeben sollte, mit der Friedens-Präsenz von 495 500 Gemeinen, Gefreiten und Obergefreiten die zweijährige Dienstzeit bei den Fußtruppen aufrecht zu erhalten, alsdann nötigenfalls auch noch im Laufe der Geltungsdauer des § 2 in erneute gesetzgeberische Erwägungen über Bemessung der Friedens-Präsenzstärke mit den verbündeten Regierungen einzutreten. Berlin, 16. März. Bei der dritten Lesung der Militär-Vorlage im Reichstage erklärte heute der Reichskanzler Fürst Hohenlohe: Im Hinblick auf die militärische Wichtigkeit der Vorlage und in der Erwägung, daß ihre Durchführung keine Verzögerung erleiden könne, seien die verbündeten Regierungen entschlossen, der Vorlage auch in der veränderten Form zuzustimmen, allerdings nur unter der Bedingung, daß die Resolution des Centrums angenommen werde, wonach die Regierungsforderung in vollem Umfange, wenn auch nicht jetzt, so doch noch rechtzeitig vor Inkrafttreten des Gesetzes angenommen werde. Berlin, 16. März. Zur Neuorganisation der Marinebehörden. Offiziös wird folgendes mitgeteilt: „In der Presie ist die Ansicht laut geworden, daß die anderweite Organisation der oberen Marinebehörden dem Marine-Etat widerspräche. Dies ist nicht zutreffend; es handelt sich lediglich darum, daß einige Kredite, die der Etat enthält, nicht ausgenutzt werden können, weil die Voraussetzungen weggefallen sind. .Allerdings bedarf der zur Beratung stehende Etat für das Rechnungsjahr 1899 einiger Aende- rungen, namentlich redaktioneller Natur. Bei dem vorgerückten Stadium aber, in dem sich die Etatsberatung befindet, dürfte es sich empfehlen, den Etat so zu lassen, wie er ist, um so mehr, als, wie wir aus sicherer Quelle hören, ein Nachtragsetat vorbereitet wird. In letzterem wird es sich namentlich um eine undere Gruppierung einzelner Ausgabeposten handeln. Etwaige Mehrausgaben werden sich in sehr geringen Grenzen halten und den Betraa, um welchen der Etat für das Rechnungsjahr 1899 hinter dem zulässigen limitierten Etat zurückbleibt, auch nicht annähernd erreichen. Bis der Nachtragselat die Genehmigung des Reichstages gefunden hat, werden nur solche Ausgaben geleistet werden können, für die im Etat 1899 die Geldmittel nach Höhe und Zweckbestimmung vorhanden sind." Berlin, 16. März. Die deutsche Kolonial- Gesellschaft hat eine Eingabe an den Reichskanzler gerichtet bezüglich der Ableistung der Dienstpflicht in den Schutzgebieten. Die Gesellschaft bittet im Anschluß an die Danziger Beschlüsse um Erleichterungen, Abkürzung und teilweise Befreiung von der Dienstpflicht für Auswandererin unseren Kolonieen. Berlin, 16. März. Der Kommandeur der kaiserlichen Schutztruppe, Hauptmann v. Kamptz, meldet aus Ngillam in Kamerun nach dem deutschen Kolonialblatt, daß am 14. Januar die befestigte Stadt im Sturm genommen worden sei. Von der Schutztruppe wurden 11 Mann leicht verwundet. Es sei reiche Beute gemacht worden. Der Feind sei unter starken Verlusten flüchtig. Berlin, 16. März. Der Gouverneur von Deutsch- Oftafrcka, Generalmajor Siebert, ist in Dar-es-Salam eingetroffen. — Personalreform in derPostbeamtenlauf- ?a .r. kcl Zangen Sitzung der Budgetkommission des Reichstages gab der Staatssekretär v. Podbielski über die geplante Personalreform in der Postbeamtenlaufbahn folgende Erklärung ab: Allen Assistenten soll die Möglichkeit eröffnet werden, in die Sekretärlaufbahn einzutreten. Vorbedingung zum Eintritt in die mittlere Laufbahn ist die Reife für die Untersekunda eines Gymnasiums, eines Realgymnasiums oder einer Oberrealschule. Nach vier Jahren ist die Assistentenprüfung abzulegen. Die etatsmäßige Anstellung als Assistent oder als Postverwalter erfolgt sogleich auf Lebenszeit. Bewährte und tüchtige Assistenten können nach mehrjähriger Dienstzeit zur Sekretärprüfung zugelaffen werden. Durch das Bestehen dieser Prüfung erlangen sie die Aussicht, in Stellen für Post- sekretäre, Oberpostsekretäre, Oberpostdirektionssekretäre usw. einzurücken. — Abänderung des Weingesetzes. In der Zeit vom 6. bis 9. Februar hat bekanntlich im kaiserlichen Gesundheitsamte eine Versammlung von Sachverständigen auf dem Gebiete der Weinerzeugung, des Weinhandels und der Nahrungsmittelchemie unter Zuziehung von Regierungsvertretern über eine Abänderung des Weingesetzes beraten. Der Zweck der Verhandlungen war die Information der Reichsbehörden über die Wünsche der beteiligten Berufskreise, sie haben in Form einer Umfrage ohne Fassung von Beschlüssen stattgefunden. Friedrichsruh, 16. März. Heute vormittag waren zwei Personen- und zwei Extrazüge hier eingetroffen, mit denen mehrere tausend Personen zu der Beisetzungsfeier des Fürsten und der Fürstin Bismarck hier anlangten. Die ebenfalls hier eingetroffenen Mitglieder des Wahlvereins sammelten sich zu Gruppen von je 100 Personen. Ferner traf eine aus zehn Offizieren und Unteroffizieren bestehende Deputation der Kürassiere von Seydlitz unter Führung des Regiments-Kommandeurs, als Vertreter des Hamburgischen Senats Bürgermeister Dr. Mönkeberg hier ein. Die Ehren- Kompagnie des 2. hanseatischen Infanterie-Regiments Nr. 76 nahm mit Fahne und Regimentsmusik am Bahnübergänge vor dem Schlosse Aufstellung. Tausende von Zuschauern versammelten sich auf der Schloßseite nach der Bahn und dem Hohlwege nach dem Mausoleum entlang. Um 11 Uhr 25 Min. traf der kaiserliche Zug ein. Der Salonwagen hielt vor dem Portal des Schlosses. Fürst Herbert Bismarck, Graf Wilhelm Bismarck und Graf Rantzau, sowie die anwesenden Generale begrüßten den Monarchen am Bahnhofe und geleiteten ihn zum Schloß. Der Kaiser hatte die Uniform der Garde-Kürassiere angelegt. Er begab sich zu dem Zimmer, wo die Särge standen und verrichtete dort ein stilles Gebet. Alsdann ordnete sich der Zug. Die Kapelle des Infanterie-Regiments Nr. 76 schritt voran, dann folgte in weitem Abstande die Leichen-Parade. Tausende von Fackeln, von den Spalier bildenden Mitgliedern des Wahlvereins gehalten, flammten längs des Weges zum Mausoleum auf, durch die sich der Trauer-Kondukt langsam hindurch bewegte. Alle entblößten die Häupter. Zuerst kam der Sarg der Fürstin, dann folgte in weitem Abstande der des Fürsten. Hinter diesem schritt der Kaiser an der Seite des Fürsten Herbert. Dann folgten die Familie Wilhelm Bismarck und Rantzau, Schweninger, der Generaladjutant Kaiser Wilhelm I, Admiral Tirpitz, Graf Posa- dowsky, Graf Waldersee und viele Militärs. Punkt 12 Uhr langte der Kondukt im Mausoleum an. Der Kaiser betrat die Kapelle, indes die Särge vor dem kleinen Altar nieder- gesetzt wurden. Dann begann die Feier, der der Kaiser stehend beiwohnte. Pastor Westfahl hielt die Gedenkrede. Die kirchliche Feier hatte nur 20 Minuten gedauert. Der Kaiser begab sich dann mit dem Fürsten Herbert ins Schloß zurück, wo das Frühstück eingenommen wurde. Der Kaiser sprach angelegentlich mit dem Fürsten. Nach einer halben Stunde Aufenthalt im Schloß verabschiedete sich der Monarch und begab sich, von den männlichen Mitgliedern der Familie begleitet, zur Bahn. Vom Koupee aus unterhielt er sich noch mit dem Fürsten Herbert Bismarck. Um 1^/, Uhr fuhr der Zug ab. Ausland. Wien, 16. März. Trotz allen Widerspruches von deutscher wie von tchechischer Seite will Graf Thun nun doch ein S p r a ch e n g e s e tz auf Grund des Notparagraphen 14 erlassen. Es soll im großen und ganzen bereits ferliggestellt sein, jedoch erst nach Schluß des böhmischen Landtages und nach Bekanntwerden der deutschen nationalpolitischen Forderungen veröffentlicht werden. — Ferner verlautet sogar, daß die Regierung nach wie vor den Gedanken festhält, den Ausgleich mit Ungarn auf Grund des § 14 abzuschließen und den Reichsrat erst nach Durchführung des Ausgleichs einzuberufen. Paris, 16. März. Wieder eine neue Dreyfus - ge schichte: Das Pariser Blatt „Petit Bleu" beschuldigt soeben eine „Persönlichkeit", mit der offenbar der ehemalige russische Botschafter von Mohrenheim gemeint ist, den ganzen Dreyfushandel dadurch angezettelt zu haben, daß er dem General Boisdeffre die vielgenannten gefälschten Briefe des Kaisers Wilhelm, in denen Dreyfus genannt wird, eingehändigt habe. Mohrenheim habe dadurch die Schuld, die Bestimmungendes französisch-russischen Bündnisses an Deutschland verkauft zu haben (!), von sich auf Dreyfus ablenken wollen. — Die Veröffentlichung ist ein neuer Beitrag zu den Ungeheuerlichkeiten, die in diesem Handel schon aufs Papier gesetzt und in Frankreich wohl auch geglaubt worden sind. Vielleicht wird Herr von Mohrenheim, der ja auch im Ruhestände seinen Wohnsitz in Frankreich hat, in dieser Sache auch ein Wort mitreden wollen. — Weiter ist aus der Dreyfus-Esterhazy-Unratgrube noch zu erwähnen, daß in London der inzwischen von dort nach Rotterdam abgereiste Esterhazy in einer Unterredung mit einem Pariser Berichterstatter die Generale des Generalstabes mit Schmähungen überhäufte, Cavaignac einen Dummkopf nannte, Piquart schmachvolle Sitten nachsagte, Dreyfus für einen Verräter erklärte, sich selbst als Opfer seines Diensteifers in der Gegenspionage bezeichnete, ferner behauptete, Boisdeffre völlig in feiner Gewalt zu haben u. dgl. m. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 17. März 1899. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 15. März dem Major und Bataillonskommandeur vom Grenadier-Regiment König Friedrich I. (4. ostpreußisches) Nr. 5, v. Scheven, seither im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Groß. Hess.) Nr. 116, das Ritterkreuz 1. Klasse, bem Roßarzt Krause vom 2. Garde-Ulanen-Regiment, seither im 1. Großh. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner- Regiment) Nr. 23, das Ritterkreuz 2. Klasse, und dem Mthengen Wachtmeister im Großh. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25 (Großh. Artillerie-Korps), Winkler, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen m verleihen geruht. '* + Dorträge über das bürgerliche Gesetzbuch. Auf Ver- anlaffung Großh. Ministeriums findet vom 18. l. Mts ab Samstag nachmittags im hiesigen Juftizg-bäude für die Gerichtsschreiberei-Beamten und -Gehilfen bet Amtsgerichte unserer Provinz ein Cyklus von Vorträgen über das neue bürgerliche Recht statt, um den Gennanten Ge legenheit zu geben, sich mit der praktischen Durchführung der einschlägigen Bestimmnngen des B. G.-B. und seinen Ausführungsoorschriften vertraut zu machen. • * Sitzung Großh. Handelskammer vom 14. l. Mz Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Balser, Heichelheim Schirmer. Die Kammer beschließt zunächst, eine von ihr bereits Ende November 1898 an den Herrn Reichskanzlei gerichtete Eingabe zu wiederholen, des Inhalts, daß die Dampfer der drei Hauptlinien nach China, Japan und Australien auf der Aus- und Heimreise Rotterdam undAntwerpen anlaufen mochten. — In Betreff btt Ein teilung des ganzen Großherzogtums in Handelskammer bezirke ließ Groß. Ministerium der Kammer die M teilung zugehen, daß beabsichtigt werde, die Kreise Schotten und Büdingen der Handelskammer Friedberg, und di« Kreise Alsfeld und Lauterbach der Handelskammer Gießen zuzuteilen. — Mit der Art und Weise der durch die in Frage kommenden Kreisämter auszuführenden Vorarbeiten, wie Ermittelung und Befragung der Wahl- berechtigten rc. rc., ist die Handelskammer einverstanden — Die Ziehungen der Losanleihe der Stadl Barletta haben auf Grund eines von dem Provinzial' rate genehmigten neuen Programms mit der 106. unb 107. Ziehung wiederum begonnen. Die Auszahlung der Prämiengewinne soll vom 20. Juni d. Js. ab durch Ver Mittelung der Gemeindekaffe (Caesa communale) in Barletta gegen Vorlage der Originalobligatiouen erfolgen. — Ein Teil des Jahresberichtes für 1898 gelangte zur Verlesung. ** Vortrag. Der als Leiter deutscher Volks' bühnen spiele in dem Umfange der hessischen Provinz, Thüringens und Sachsens, und auch als Rezitator hervorragender neuer Dichtungen bekannte Schauspieler unb Regisseur Viktor Hertel, hat kürzlich sowohl in Hanau, als in Eschwege und Marburg mit dem Vortrage einiger solcher Werke glücklich debütiert. Konrad Ferd. Meyers Dichtung „Huttens letzte Tage" — und Rostands berühmt gewordenes Stück „Cyrano von Bergerac" fanden eine gleich empfängliche Aufnahme bei dem Publikum genannter Städte, wie der Inhalt der Dichtungen eine feinsinnige Wiedergabe in der Rezitation. — Da auch für Gießen ein solcher Vortrag in Aussicht genommen, aber noch auf einen etwas späteren Zeitpunkt verschoben ist, so geben wir nur vorbereitend einen Bericht der „Hanauer Zeitung" vorn 9. d. M. hier wieder: In der von Herrn Regisseur Hertel gestern abend im „Deutschen HauS" »tr* anftalteten Rezitation wurden den Zuhörern Teile eines Dichterwerkes vorgeführt, welches den eigenartigsten und ergreifendsten Erzeugnissen poetischer Schaffenskraft aus unserer Zeit zuzuzählen ist: „Huttens letzte Tage" von Konrad Ferd. Meyer. Der Dichter ist 1825 in Zürich als Sohn eines Regierungsrats geboren, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, und nahm auf die Universität von dorther eine Vorliebe für klassische Philologie und @c schichte mit, obgleich er sich als Fachstudium die Rcchtr Wissenschaft ausgewählt hatte. Unterbrochen wurde dieses durch ein fröhliches Wanderleben, längeren Aufenthalt in Lausanne, Genf, Paris, Rom, Florenz rc. durch Streifereien in Graubünden und Ausflüge nach Deutschland. In An ertennung seiner schriftstellerischen Leistungen ernannte ihn die Universität Zürich 1880 zum Ehrendoktor. Seinen schriftstellerischen Flug hat Meyer verhältnismäßig spat genommen, aber dann gleich stattlich und imposant. Seine ,.Balladen, Romanzen und Bilder" zeigten den ausgeprägten Charakter der genannten dichterischen Form und ein ver- ständnisinniges Erfassen ihres Wesens. Die epische Dichtung „Huttens letzte Tage" (1872), ein stil- unb schwungvolles, interessant und packend geschriebenes Lebensbild mit teilweise prächtigem Kolorit, brachte den Namen des Dichters in weitere Kreise. Den Litteraturfreunden wird das dichterische Kunstwerk längst nicht mehr unbekannt sein; denen, die ck nicht kennen, möge ein Studium desselben dringend «■ pfohlen werden. Alle Anerkennung aber verdient Herr Hertel, der es unternahm, demselben auch in hiesigen Kreise« das Interesse und Verständnis zu erschließen; verstand er es doch, jeden einzelnen durch fein nüancierte, den jeweiligen Schilderungen angepaßte Vortragsweise dauernd zu fesseln. * • Fleisch- unb Wurst-Abschlag. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, haben die hiesigen Metzger infolge freiwilliger Vereinbarung eine Preisermäßigung für Schweine fleisch und Fleischwaren eintreten lassen. * * Polizeibericht. Vor einigen Tagen abends wurde ein Passant der Rodheimerstraße mit seiner Braut von vier hiesigen jungen Burschen in höchst brutaler Weise verfolgt und belästigt, wobei einer der Thäter sich noch eines Vergehens gegen § 183 des Strafgesetzbuchs schuldig machte. Die Thäter sind ermittelt und einer derselben heute früh verhaftet worden. *t Neue Apfel- unb Beereuweiusteuer in Hessen. 'M dem jetzt vorliegenden Bericht des Finanz-Ausschusses Zweiter Kammer hat zu dem Weinsteuergesetz das Finanzausschuß Mitglied, Herr Abgeordneter Christ, den Antrag gestellt, daß auch der Apfel- sowie der Beerenwein derselbe» Steuer unterliegen soll, wie der Wein, d. i. Mk. 5 pro 100 Liter (— Mk. 60 pro Stück». Motiviert wird dieser Antrag damit, daß der von der Großh. Regierung ausgestellte Grundsatz, der „ausgleichenden Gerechtigkeit", welcher zu einer Besteuerung des Weins führe, auch für den Apfel- und Beerenwein zutreffend fei. Man wird diesem Antrag eint gewiß j «L, d« us!> n hT0 Stnck **Tw1®“1 fS'i« e* jaubwirte» M ° ■ss.* Wter «• « fonntt, denn der As wenn der * N mdit iMsA Produktion unb ben MW«, der N sartdestehen unb m Möglich ist, wenn i übernimmt, o. ! billiger giebt Da M.6bisD-.8l entsprechen. Wie ut, durste unschwe' izgelbtn Hunderte sich mit dem Beeu nur aus Erd-, B fiüiksfall, der sich am 13. d. Mts. hier ereignete, ist unzutreffend und bedarf der Berichtigung. Nach den Beeisen, die sich inzwischen ergaben, kann von einem Sebst- :iorbe keine Rede mehr sein. Jeden abend stellte der junge ffichp — ein überaus braver, freundlicher, junger Mannte Wasser in dem eisernen Rohre des neuen Hausbrunnens ui, Zu diesem Behufe mußte der Brunnendeckel zurückgelegt Mlden, und um an den Abschraubkrahnen zu gelangen, mßüe sich, da dieser Krahnen ein ziemliches Stück unter Ü!( Erdoberfläche angebracht ist, der unglückliche junge Mann wrw»ärts beugen. Am Brunnenrande war es feucht und fischig, möglicherweise hatte es auch schon etwas Eis ge- gk’jn. W. Repp glitt aus und stürzte mit dem Kopfe, Mvärts in den Brunnenschacht. §§ Vom höheren Vogelsberg, 15. März. Seit anfang iiiq'er Woche ist auch hier das prächtigste Frühjahrs- »it ler eingekehrt. Die Landwirte beginnen mit ihren ^arbeiten. Die Wintersaat ist diesmal wieder vollständig Bigetommen, was früher nur alle 5 bis 6 Jahre einmal bi: Fall war, und scheint es, als ob unser rauhes Klima ffh zugunsten unserer Landwirte bessern wollte. §§ Bermuthshain, 14. März. In dem benachbarten Mstwillenroth wird jetzt ein größeres Etablissement mit SMpfbetrieb für Holz-Industrie speziell zur Rechen- pbn falion errichtet. Gleichzeitig ist die Einrichtung für LMpfsägerei vorgesehen. Darmstadt, 14. März. Die für die Bureaubeamten der Snichtsschreibereien zum Verständnisse und der praktischen SniDertung des bürgerlichen Gesetzbuches vom Justizmini- ftntam eingerichteten Jnstruktionsvorträge haben ftrStarkenburg am letzten Samstag nachmittag im hiesigen Mjpalast ihren Anfang genommen. Am Eröffnungsvor- l lüge: des Herrn Landgerichtsdirektors Dr. Hangen beteiligten sich 65 Beamte und Bedienstete. Der zweite Vortrag wurde esi den 25. März anberaumt. Auch in Mainz und Gießen ötgarnnen die instruktiven Vorträge am Samstag. In Gießen ■tibi tu solche jeden Samstag abgehalten. Für auswärtige Än-ßgerichte mit stärkerem Beamtenpersonale wurde die Ein- mÄming getroffen, daß das Gerichtsschreiberpersonal ab- nMnd die Vorträge besucht, und sich dann gegenseitig «üben gewonnenen Belehrungen vertraut macht. Mainz, 16. März. Das gestrige letzte diesjährige symphon iekonzert fand zum Besten des Orchester- AHonsfonds statt. An Stelle des, leider sehr schwer -KO WH w praktischer, d°s I j M D Aachen ' > Dom u , _ frei, Balser L* Machst, 'eh Kn Hem M»; \ Inhalts^ -nad> China, Jnpe' umreise en* -In Beireff - msinHandelsklli nr der Sammet di, N^e, die Kreise er Friedberg, „ Handelskammer ®ni d Weife der durch -> ^führenden Borml« tagung der melskammer einverstw ?sanleihe der tzi, 'nes von dem $toDiiy mms mit der 106, • m. Die Auszahlung -ni h. Js. ab durch i i commoDale) in ®ur'- lioiten erfolgen. - f ir 1898. gelangte ü tot deutscher Ml ze der hessisch« $rot; d auch als bekannte Schau', kürzlich sowohl::/. mit dem VortlPV t. Konrad Feil. Kufti ge" - und bt tano von ftrgtiac ufnahme bei Pckiku t der Dichtuytn eine sn- tation. - A aud|' . Aussicht genommen, i Zeitpunkt verschoben r einen Seri# der eher: In der von fc 1 „Qtutfätn Harn' ' ßufjörerti teilt & den eigenartig - chn mW totzte Tage'« ist 1825 in wen, besuchte das hm auf die UniverM i fafy'tubium die VW verbrochen wurde die , länanen MnW »pI W*;- it) «WA . tn ™m gfjrenb*..-" Ns -‘•ff 5? nnung * für cn *• . ,6# t ffygtfS u«b erkrankten Kapellmeisters Emil Steinbach hatte der zweite Kapellmeister, Karl Pfeiffer die Leitung des Konzertes übernommen und er entledigte sich seiner Aufgabe bestens. Er dirigierte die Orchesternummern bestehend aus: LiSzts reizender Suite „l’Arlesienne'', „Klingsors Zaubergarten und die Blumenmädchen aus Parsifal" (für den Konzertgebrauch eingerichtet von Emil Steinbach) sowie die Ouvertüre zu Siegfried Wagners „Bärenhäuter" vortrefflich und hat somit den Befähigungsnachweis für die größten Aufgaben glänzend erbracht. Mit begreiflicher Spannung hatte man letzgenanntes Werk erwartet, sollte es uns doch mit der Erstlingsarbeit des jungen Wagner bekannt machen. Derselbe hat von seinem berühmten Vater gar manches gelernt, gar manches aber auch abgeschrieben, er instrumentiert gut und zeigt eine sichere Hand, aber die Größe der musikalischen Behandlung des orchestralen Teils vermißten wir bei der Ouvertüre gänzlich. Dieselbe erscheint uns mithin als nicht mehr als eine bemerkenswerte Talcntprobe. Als Solisten waren Frau Lilly Rebna aus Paris und Herr Willy Burmester gewonnen. Erstere besitzt eine ziemlich große, gut geschulte Stimme, leider fehlt ihr aber jede tiefere Empfindung. Sie sang deutsche und französische Lieder, gefiel uns aber in den französischen ungleich besser. Herr Willy Burmester ist hier bereits als ein Geiger von hervorragender Technik bekannt, und auch gestern blieb ihm sein Erfolg treu. Er spielte Spohrs „Violinkonzert in E moll Nr. 7" und Wieniawskys „Faustfantasie" sowie als Zugabe eine Etüde von Papagini. H. L. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 86 Jahren, am 18. März 1813, wurde zu Wesselburen im Dithmarschen Christian Friedrich Hebbel geboren, einer der größten deutschen Dramatiker, doch auch einer der absonderlichsten, sodaß seine Stücke, trotz grandioser Schönheiten, reinen Genuß nicht gewähren. Seine berühmteste Schöpfung ist die Nibelungen-Trilogie, welche seinerzeit den Berliner Schillerpreis (3000 Mk.) erhielt. Hebbel starb am 13. Dezember 1863 in Wien. Schisssnachrichteu______ Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch bU Agenten (teil LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 16. März. (Per transatlantischen Telegraph«! Der Schnellpostdennpfer Lahn, Eapt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist heute 4 Uhr morgens wohlbehalten ta Newyork angekommen, Bremen, 16. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer Bremen, Capitän W. Meißel, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, tst heute 4 Uhr morgens wohlbehalten to Newyork angekommen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 19. März. Judica. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Militärgemeinde. Nachmittags 2y8 Uhr: Kinderkircke für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schloss er. ___Nachmittags 6 Uhr: Siehe Johanneskirche.____ Beichte und heil. Abendmahl wird gehalten werden: Gründonnerstag abends 6 Uhr und Charfreitag im Vormittagsgottesdienst, beidesmal für Matthäus- und Markusqemeinde gemeinsam. Ferner findet eine Abendmahlsfeier für die Matthäusgemeinde in Verbindung mit der Konfirmation am 2. Ofterfeierlag statt. Die Beichte dazu wird am 1. Osterfeiertag, abends 6 Uhr, im Anschluß an den Abendgoltesdienst gehalten werden. In der Johanneskirche. Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 8 Uhr: Pfarrer Euler. Mittwoch den 22. März, abends 6 Uhr: Sechste Passionsandacht Pfarrer Euler. Nächsten Sonntag, Palmarum, Feier deS allgemeinen Buß- und Bettages. An demselben wird eine Kollekte erhoben zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen. ,, , . _ Beichte und heil. Abendmahl werden gehalten werden: Gründonnerstag abendS 8 Uhr und Charfreitag tm Vormittagsgottes- dienft, beidesmal für die Lukas- und die Johannesgemeinde gemeinsam. Katholische Gemeinde. Samstag den 18. März. Nachmittags um 45 Uhr, Samstag vormittag 8» Uhr Predigt, nachmittag 3« Uhr, Sabbathausgang 7«J Uhr. Nachmittag 3 Uhr SchrifterklLrung Neustadt 13. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 6 Uhr. Briefkasten. 3. in L. Bum Lragrn eines N volverg iß Gen.hwignns erforderlich, um die Sie zunächst bei der Ort-polizeibrhör'e do» kommen muffen._________ ______________________ Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau .ftcrolb'. Berlin, 17. März. Die Morgenblätter besprechen das Ergebnis der gestrigen Reichstags- Ab st immung. Der „National-Zeitung- scheint das eine unbestreitbar, daß sich bei der Militär Vorlage wieder einmal der Mangel an Zusammengehörigkeit und ein daraus sich ergebendes Defizit an zielbewußtem Wandeln innerhalb der Regierung hcrauS- gestellt habe. Das Verhalten des Kriegsministers v. Goßler sei ein neues Anzeichen dafür, daß die Räder der Negierungsmaschine nur mangelhaft in einander greifen. Die „Voss.Ztg." sagt: Der gestrige Kompromiß werde für die Nation nicht billig werden. Der Kriegsminister müßte seine Sache schlecht betreiben, wenn er es nicht versteht, im nächsten Jahre noch mehr als 7600 Mann durchzubekommen. Das Centrum werde dafür auch zu haben sein. Der „Deutschen Tages- Zeitung" zufolge, sollen die maßgebenden Stellen des Reiches entschlössen gewesen sein, zum äußersten zu schreiten und den Reichstag aufzulösen. Daß dieser Entschluß nicht durchgeführt worden sei, sei nur der Vorstellung des Königs von Sachsen zu verdanken. Berlin, 17. März. In der gestrigen Abendsitzung des Abgeordnetenhauses wurde die zweite Lesung des Etats vollständig erledigt. Heute erfolgt die dritte Lesung. Wien, 17. März. Der Entwurf einer Abänderung der Wiener Wahlordnung, das allgemeine Wahlrecht mit der Bedingung der fünfjährigen Ansässigkeit in Wien wurde gestern von der antisemitischen Gemeinderats-Majorität unverändert angenommen. Die sozialistischen Arbeiter veranstalteten abends eine Versammlung vor dem Rathause und riefen: Hoch das allgemeine Wahlrecht, wir sind auch Wähler, nieder mit Lueger. Die Polizei mußte einschreiten, und die Menge flüchtete unter dem Rufe: Pfui, die Polizei. Eine große Anzahl Verhaftungen wurden vorgenommen. Wien, 17. März. Das von jungtschechischer Seite gemeldete Gerücht, der F i n a n z m i n i st e r habe seine Demission gegeben, dieselbe sei aber nicht angenommen, wird von zuständiger Stelle als durchaus unwahr bezeichnet. Pilsen, 17. März. Der deutsche Kouleur-Student Kolar wurde auf offener Straße von einem Polizisten verhaftet, weil er durch das Tragen der Kouleurkappe öffentliches Aergernis gegeben habe. Auf energische Vorstellung einiger Kollegen des Verhafteten ordnete der Bezirkshauptmann die sofortige Freilassung an. Bozen, 17. März. Im chemischen Hörsaale der Realschule zu Roverovo fand eine Explosion von Leuchtgas statt. Der Professor wurde schwer, einige Schüler leicht verletzt. Rom, 17. März. Die „Oppinione" schreibt, daß der Papst von einer Ohnmacht in die andere falle und daß die Kräfte im Verfall seien. Andererseits wird gemeldet, Lapponi habe gestern den Papst bei guter Gesundheit angetroffen. Der Papst äußerte zu Lapponi: Jetzt könne er ruhig nach Hause zu seiner Familie gehen. Bis 5 Uhr abends weilte Lapponi im Vatikan. Rom, 17. März. In den nächsten Tagen wird sich der Deputierte Luzzatti nach Paris begeben, um mit der französischen Regierung über das vorgesehene Nachtrags- Uebereinkommen zum italienisch - französischen Handelsverträge, betreffend den Seidenhandel, ein Einvernehmen zu erzielen. Paris, 17. März. Die Kammer wird die Beratung über den Haushalt Ende nächster Woche beenden. Die Beratungen des Senats werden wahrscheinlich nach den Osterferien beginnen. Paris, 17. März. Ein dem Justizminister befreundeter Abgeordneter bestätigt die Meldung, nach welcher alle Anklagen gegen die verschiedenen Ligen in den nächsten Tagen von der Kammer fallen gelassen werden sollen. ES ist dies das einzige Mittel, damit sich das Kabinett aus der Sackgasse befreien kann, in welche es geraten, indem die eine Liga verboten, die andere unbehelligt war. Wie auch das Urteil ausfallen möchte, die Regierung hätte sich nach beiden Seiten hin Feinde geschaffen. Paris, 17. März. Der frühere Unterrichtsminister im Kabinett Möline, Ramboud, will heute anläßlich der Interpellation Fabre im Senat über die Anmerkung von Offizieren für die neue Patriotenliga Beweise für die Verbindung der Liga der Menschen- und Bürgerrechte mit dem Auslande erbringen. Paris, 17. März. Wie in unterrichteten Kreisen verlautet, waren die zur Leichenfeier Faures hierher entsandten Vertreter des Zaren mit einer besonderen, die Abrüstungs-Konferenz betreffenden Mission betraut. Von anderer Seite wird versichert, sie hätten dem Präsidenten eine neue Konvention zur Unterschrift vorgelegt, welche ein militärisches Abkommen zwischen Rußland und Frankreich enthielt, das nicht Deutschland, sondern England ins Auge faßt. Madrid, 17. März. Die Königin-Regentin wird morgen den Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen._________________________________ „Ein unentbehrliches Toilettemittel Myrrholin-Seife werden", schreibt ein bekannter Mediziner. In ähnlicher Weise äußerten fich s. Z. viele angesehme Aerzte, und daß diese Prophezeiung sich bewahrheitet hat, ist der beste Beweis für die Borzügltchkett dieser selbst für die zarteste Haut der Frauen und Kinder unübertroffenen Tolletteseife. Ueberall, auch tn den Apotheken, erhäMich. 2399 Iwei Jimmer zu vermieten. 2403 Wurstfeit b) Wurstwaren Mk. per Pfund. 2124 Verdingung Gin Kausöürschchen gesucht. Kausöürschchengesucht Schillerstrabe 7. 2400 20 // Leun. Herrenwäsche 73 rm w 2384 Sames. Redaktton: E. Burkhardt. Vermietungen V;.. Wietgesuche Offene Stellen KerWedenes ; Einpfelsluntzen Vereine 160 3370 275 4 54 74 9 29 0.60 0.76 1.00 1.20 1.10 2.00 0.90 0.80 1.00 0.65 0.70 0.50 1.40 1.60 1.00 0.80 0.80 0.90 0.64 0.80 n ii // II M 59 17 19 16 4Vi 98 640 rm n « Buchen-Scheit, Buchen-Prügel, Eschen Prügel, Radel-Prügel, Buchen-Stöcke, Nadel'Stöcke, Buchen.Retfig, gemischtes Reisig, erste Durchforstung. Brühl. Hofmann. Kreuder. Pirr. 0889 Marktplatz 8. 0890 Marktplatz 8. Leberthran feinst blank Wedijinal- frisch eingetroffen bei 2389 Emil Fischbach. eingesehen werden können. Gießen, den 15. März 1899. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. gesucht für den Vertrieb eines leicht verkäuflichen Konsumartikels. Hoher Verdienst. Näheres unter W. 381 an Haasenstein & Vogler, A.'G., Kastel. Lehrling* mit guter Schulbildung zum baldige» Eintritt gesucht von 2089 A & G. Wallenfels, Kolonialwaren und Delikatessen. Kotelett« und Bratenstücke Bauchftücke Gesalzenes Fleisch Schinken mit Knochen Nußschinken . Rollschinken Gekochter Schinken Speck, geräuchert Dörrfleisch (Rauchfleisch) Lenden und Schnitzel Schweinefett, roh Schweinefett, ausgelasten Pensionat. In mein Pensionat können noch einige Töchter guter Familie zu Ostern oder später eintreten. — Näheres Prospekt. Anna Nover, Darmstadt, Grafenstraße 27. Hotzversteigerung. Montag den 20. d. Mts. wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert : Emil Schussler. Giessen, den 17. März 1899. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen Verluste unseres lieben Gatten und Vaters Seraphin Stanbach, Postschaffner i. P. besonders den Herren Postbeamten, sowie allen denjenigen, welche ihn zu seiner letzten Ruhe begleitet haben, sagt innigsten Dank Die tieftranerude Familie Stanbach. Gießen, den 16. März 1899. 2381 Zusammenkunft morgens 9*/a Uhr sm Forsthause in Winnerod. Winnerod, den 15» März 1899. Oberhemden. Maßbestellungen werden in der denkbar kürzesten Zeit geliefert. Aug. Montanns Nächst., Marktplatz 0/10. Montag den 20. März t8dt abends 81/« Wk, roy Versammlung im Wiener Hof, NeuenwO SS SS**. Kleiner Laden mit Nebenzimmer oder 2 Parterrezimmer sofort zu mieten gesucht durch 0896 W. Hild, Bahnhofstraße 15. Oelfarben , f ® trocknend, Harttrockenöl, troänet fehl rasch unthc! Leinölsiccativ, zum Einölen, Bernsteinöllackfarbe, rasch und ohne nachzullebcn mit hohem Glanz trockn Fnssbodenlack, “» "•“feS”'**" Barketwachs, auch für Linoleum geä-nt sowie alle sonstigen Artikel zum Anstreicheu und W'M« der Fnstbödeu bei __. Emil Fischbacu- Alle Aeuheiten in Frührosa.Kartoffeln zum Setzen zu haben der 4 cetonom Kitz, Marburgerstraße 65. Ob97] Ordentliche Lauffrau gesucht. Dammstratze 34, n. 2391] Tüchtiges Laufmädchen oder L-uffr-u fofort Eichen-Wellen, 143 rm Nadel-Knüppel (63 rm E. K. G. V. An die heutige Probe wird erinnert. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass unsere gute Mutte., Grosamutter und Schwiegermutter Frau Eithariua Schussler Wwe. heute nacht im 53. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: HM. HchiachthM. Freibank. 2284 Heute und morgen: Ochsrnsteisch 56 M Kalbfleisch 50 Psg. Bekanntmachung. Aus dem Wege freiwilliger Vereinbarung treten von' den 18. b. Mi«, nachfolgende Fleisch-, Warst- nud Aettware« Verkaufspreise bei den unterzeichneten Metzgern, em: a) Schweinefleisch und Ifeifchwaren: ' ° r r o.72 Mk. per Pfund. Bekanntmachung. Das Fahren der zwei vierräderigen Giehfäffer pro 1899/1900 soll im Subm'ffwnSweae vergeben werden. Reflektierende wollen ihre Offerten bis rum 27. d. Mts. verschloffen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bei der unterzeichneten Behörde einreichen, woselbst auch die Bedingungen Bürger-Gesellschaft. Touutag den 10. d. Mts.: . Ausflug nach dem 'Windhof Fahrgelegenhen mit der Bieberthalbahn. Abfahrt nachmittags 4 h. Rückfahrt abends 9.21 Uhr. Der Vorstands 2379] Göthestratze, Nähe der Aula, 1 bis 2 frdl. möbl. Zimmer an älteren Herrn zu vermieten, am liebsten mit Pension. Näberes Bruchstratze 6, II. 2390] Wohnung mit Zubehör im ersten Stock wegzuqshalber zu vermieten. A. Bourgeois, Neuen-Bäue 16. ' 0888] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Seltersweg 57, BI Die Beerdigung findet statt: Sonntag nachmittag 3 Uhr von der Frauenklinik aus. Mngerkraiy. Heute, Samstag den 18. März, abends 8>/, Uhr: Ävend-Anterhattung im Käst M 2^97 Der Vorstand. I sind 3 m lang), 31 „ Radel-Stöcke, 1310 Radel-Wellen. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr auf der Winkelschneise. Großen-Linden, am 16.März 1899. Großh.BürgermeistereiGroßen-Linden Hausmacher Leberwurft, frisch - „ „ geräuchert. Leber- und Blutwurst, frisch • • „ „ „ geräuchert Arnold. Beppler. Boller Wwe. Braun. Euler. Henkel. Hessler. Hilgardt. Jughardt. Kiefer. 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März 1899 sollen in den Zimmer'schen, Waldungen zu Winnerod, Distrikt Buchwald, Neuhof, Eichköpfel und Petersgrund, versteigert werden: 20000 Fichten-Bohnenstangen, 660 3n*«UilQn8en mlt 8,50 fm| ~ sind eingetroffen. ' ' 452 Lärchenftangen mit 12,20 fml Sa«; neue englische Muster Inhalt, in 2392 sämtlicher Arbeiten zur Ausführung von vier Arbeiterwohnhäusern (Doppelhäuser) für je vier Familien. Die Verdingungsunterlagen und Zeich I nungen liegen auf dem Bureau der I i2 Eichenstämme 2b bi« 29 om[«neten Durchmeffer, 5 bis 8 rn lang I untl tönnen toon da gegen porto- und — 2,2 fm, ! bestellgeldfreie Einsendung von 1 Mark Fichtenstamm (Schnittholz), bezogen werben. Die Eröffnung der 42 cm Durchmeffer, 8 m tang We^nOet E 4. Am» l. 3, M = LH tm/ ne Gießen, den 17. März 1899. Nadelstämme, 15 bis 35 cml Großberzogliche Durchmeffer, 5 bi» 14 m lang I Eisenbahn-Betriebs-Jnspektlvn 1. 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Bahn Bensheim Schönberger [ Dberramstadt- gierung zur Erwo Bahn Bensheim- rnmstadt-Lindenfli Schönberger bc^iigli für trlebigt $n er// tr/ttn famtntr, baS < SEnnützige Zwecke i'ormaljpurigen kytzrnheim betreff lussivn Die Abgg. warver Weise für d noch die wirtschaftlikk Verbindung hervor u Sachen Beschluß n fm, daß der Ba mge verschleppt woi 7X ^gehen lassen Jtnnw und Einsicht fchustbch nötig sei. tnmisters in das St KütistsjHe pes Stig? ääS durch etuen D U"d es ,t^.‘n 8tf daniuke^ „t Niird. '°> S-k- iK'b : Wt glä 40^'in 'Mett. 4000 Mn »nietifd l