1S99 Sonntag den 17 December Aintr. und Anzrigeblatt für den Ureis Gietzen He*- >ppe. •Lotterie He Lnteißen«8ermitttuntz» 00.H »ebrtite«, epebttten und Druckerei: Nr. 7. ll ■ l» t. nommen haben, von der Hauptstaatskasse wieder als selbständige Kasse losgetrennt werden, wie dies bereits srilher der Fall war, als die Staatsschulden sich noch in sehr bescheidenen Grenzen bewegten. Die Abtrennung der beiden genannten Kassen muß als ein dringendes Erfordernis bezeichnet werden, da nur dann der Hauptstaatskasse eine dem modernen Wirischasts- und Berkehrsleben entsprechende Beweglichkeit ermöglicht werden und nur dann die Uebersicht- lichkeit der Geschäfte und der ganzen Staaissinanzen gewährleistet werden kann. Auch sind die Geschäfte der Staats« chulden- und Landeskreditkasse zwar unter sich sehr ähnlich, von denjenigen der eigentlichen Hauptstaatskasse aber ihrer ganzen Art nach so verschieden, daß schon aus diesem Grunde eine Scheidung zweckmäßig wäre. Es ist klar, daß durch diese Trennung in zwei selbständige Kassen Mehrkosten nicht vermieden werden können; diese sind aber nicht nur im Interesse der Sicherheit der Staatsfinanzen und einer übersichtlichen Geschäftsführung, sondern auch um deswillen erforderlich, weil einer Behörde die volle Verantwortlichkeit für die Verwaltung dreier so I bedeutender Kassen auf die Dauer nicht mehr zugemutet werden kann. Es ist eine Pflicht der Regierung, ihren Beamten keine größere Verantwortlichkeit auszuladen, als sie in Wirklichkeit tragen können; die Regierung dürfte sich in dieser Pflicht auch dann nicht irre machen lassen, wenn durch deren Ersüllung wesentliche Mehrkosten entstehen würden. Es besteht aber kein Zweifel, daß im vorliegenden I Falle der verhältnismäßig nicht allzu bedeutende Mehraufwand bereits in kurzer Zeit infolge der durch die Neuorganisation der Lokalkassen demnächst möglich werdenden Aushebung von ländlichen Distriks-Einnehmereien feinen Aus- 1 gleich finden wird. _____________________ b&viÄ idt. )iger neuen, über am chanoe- Äbrtffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. yei*e»FteU vierteljährlich 2 Mark 20 Pftz- monatlich 76 Pftz mit vringerlotz«. Bei Postbezutz 2 Mark 50 Pftz vierteljährlich. [ bere te einen grossen Teil bald Mangel darin ein treten idenhaus David, Darmstadt Lingam Hessen angeMU Grösster Gewinn im glücklichsten Falle Bk. 700,000« Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Nr. 297 Drittes Blatt I aöend: 87W Suiten, aße 47. n U"d Shfaifa naln. 61 als Hmorisl. Hrrrschastm jur No- i bemWn Mn, 6r. Durchlaß ? Ausßr-V ii, s, # S Uhr. 8708 wb abends 8 Uhr. Durch die Schaffung einer so großen Anzahl von örtlichen Kassestellen und die Uebertragung der Einzeler- hebung und -Auszahlung auf dieselben sind die Rentämter überflüssig geworden, und es müssen an deren Stelle im | wesentlichen die Distrikts Einnehmereien treten, da es eine ganz unnötige Komplikation des Geschäftsganges herbei- führen würde, wenn man zwischen der Centralkasse des I Landes und den örtlichen Kassen noch zwei Arten von Mittelkassen, nämlich die Rentämter und Distriktseinnehme- reien. mithin ein System von vier Kassestellen verschiedenen Ranges, weiter bestehen lassen wollte. Auch die Zahl der I Distrikts-Einnehmereien wird mit der Zeit ganz beträchtlich vermindert werden können, da die Entlastung durch die unteren Hebestellen viel bedeutender sein wird, als der Arbeitszuwachs infolge Aushebung der Rentämter. Diese Stellenverminderung wird um so eher möglich sein, weil I zurzeit schon viele Distriktseinnehmer in den Landbezirken I nur ungenügend beschäftigt sind, und deren Stellen ^digüch I deshalb nicht aufgehoben wurden, um im Interesse der Be- I völkerung mancher Gegenden nicht noch größere Ent- I fernungen von der nächsten staatlichen Kasse zu schaffen. I Selbstverständlich müssen die Unterhebstellen möglichst I häufig einer gründlichen Revision unterworfen werden, die teils durch die Distriktseinnehmer, teils durch besondere Bezirksinspektoren erfolgen soll, denen gleichzeitig auch die Visitation der Distrikts Einnehmer übertragen werden soll. Es bedarf keines näheren Nachweises, daß es eme wesent- | liebe Verbesserung bedeutet, wenn anstelle der zurzeit durch Beamte der Ministerialbuchhaltung im Nebengeschaft bewirkten Visitation der Distriktseinnehmer eme Untersuchung, deren Dienstsührung durch besonders zu diesem Zweck ernannte Beamte tritt. Auch leuchtet es ein, daß es zweckmäßig und sogar durchaus nötig ist, daß die Revision der Distrikts Einnehmer und die Oberrevision der Untererheber in einer Hand liegt. Die soeben geschilderien Neueinrichtungen werden schon ohne Aufhebung von Distriktseinnehmereien nur einen unwesentlichen Mehraufwand erfordern, bereits m wenigen Jahren wird aber hierdurch eine ganz beträchtliche Ersparnis erzielt werden könnnen. Gleichzeitig mit der Neuorganisation der Lokalkassen ist auch eine ioiche der Cent.ralkasse geplant, bte in erster Linie dadurch bedingt ist, daß die Hessische SlaatS- schuld in wenigen Jahren auf mehr als das Achtfache ihres früheren Betrages gestiegen ist. Es soll deshalb die Staatsschuldentilgungskasse und mit ihr die Landeskreditkasse, deren Geschäfte in letzter Zeit gleichfalls außerordentlich zuge- mannt. Ein Leutnant sitzt am Ruder. „Laß fallen! — Ueberall!" und vorwärts fliegt das schnelle Fahrzeug dahin, wo die Bojen ausgeworfen wurden. Aber nicht fo schnell gelingt das Finden. — Die ..Stahl" war m voller Fahrt und mag nach dem Rufe „Mann an Bord, noch eine Viertelmeile gelaufen sein. Verzweifelt spähen die Augen des Offiziers, der Kadetten über die aufgeregte See, Nirgends eine Spur! Die Wellen köpfen schäumend und erschweren das Ei kennen der Bojen. Dazu beginnt der Abend zu sinken. Enger und enger wird der Gesichtskreis. Mit Ueberanstrengung rudern die Kadetten, im großen Kreise schießt das Boot'dahin. . Die Korvette hat beigedreht, ist an den Wind gegangen — aber auch das Scbiff bietet keinen sicheren Anhalt, em geringer Grad von Bewegung ist ja unvermeidlich und zum Ankern ist die See hier zu tief. Dunkler und dunkler senkt sich die Nacht, längst ist die Sonne unter der Kimm ver« schwunden. . „ Vergebens!" murmelt der Offizier im Boote — „vergebens!" Zum letztenmale späht er um sich. „Beide verloren — beide!" Da fällt vom Schiffe her plötzlich em weißer Lichtschein über das Meer, eilt über die Ferne ringsum und bleibt jetzt hasten auf dem Boote, dessen Umgebung fast taghell beleuchtend. „Der Scheinwerfer! klingt es wie ein Erlösungswort von den Lippen eines der Kadetten. Der Offizier aber ruft jetzt ermunternd: „Geben wirs nicht auf — noch ist nicht alles verloren der Lange ist ja ein vorzüglicher Schwimmer!" Wieder werden die Riemen durch das wogende Salz- tvafier gezogen - mit Sicherheit folgt di- S.tahl-ngatb- deS elektrischen Lichte« den Bewegungen deS Boote«, Da _ plötzlich richtet sich der Kadett, der im Bug AuSguck hält doch empor, „Dort, dort - Steuerbord voraus eine Boje! Halb eingetaucht! - Weiß Gott, e« hält sich einer t*«n« rit ftrtjuäax bei Heutig*. Wtfctntr 9 c t rMibtn beet Antzcjtzrr -rchenSich »kcmel betpfett —Tn* Zur Neuorganisation des Kassenwesens in Hessen wird in der „Darmst. Ztg." offiziös mitgeteilt: Die von der Regierung beschlossene Neuorganisation deS Kastenwesens umfaßt sowohl die oberen und unteren Lokalkastestellen, als auch die Hauptstaatskasse unb bte mit ihr vereinigten Spezialkassen. — Eine Aenderung der Organisation der Lokalkassen wurde bereits vielfach erstrebt und tauchte insbesondere auch bei den Landständen mit jeder Finanzperiode von neuem auf. Der Grundgedanke der nunmehrigen Neugestaltung und die Ausführung desselben unterscheidet sich aber sehr wesentlich von den in den früheren Jahren ausgesprochenen Absichten und Vorschlägen der Kammer und Presse. Bei der jetzigen Neuregelung besteht nämlich der leitende — früher nur ganz nebensächlich berührte — Gesichtspunkt darin, dem Publikum den Verkehr mit den Staatskassen sowohl zur Zahlungsleistung an den Staat als auch zur Empfangnahme von dem Staat möglichst zu erleichtern. Diese Absicht soll dadurch erreicht werden, daß an möglichst vielen Orten, welche nicht Sitz einer Distriktseinnehmerei sind, staatliche Kassestellen errichtet werden, die entweder mit der Gemeindeeinnehmerei verbunden oder — wo dies nicht möglich ist — sonst einer geeigneten Persönlichkeit übertragen werden, so daß m Zukunst in der Regel kein Wohnort des Großherzogtiims weiter als etwa 4 Kilometer von der nächsten Staatskasse entfernt ‘.'ein soll. In ben größeren Städten sollen den Distriktseinnehmern hauptsächlich für die Erhebung der Stenern besondere Untererheber beigegeben werden. Durch diese Einrichtungen wird eine große Zahl von Mißständen beseitigt, insbesondere wird vermieden, daß das städtische unb ländliche Publikum währenb ber Zahlstunben, bezw. ber auswärtigen Erhebungstage ber Distriktseinnehmer ost stunben- lanq warten muß. Der Zahlungspflichtige m Stadt unb Land kann künftig an jedem beliebigen Tage ohne große Zeitversäumnis seine Schuldigkeit an den Staat entrichten, ebenso können die Empfangsberechtigten, vor allem also auch die im Dienste des Staates beschästigten Arbeiter, den Betraa ihrer Forderungen jederzeit an ihrem Wohnort oder wenigstens in dessen nächster Nähe in Empfang nehmen. - Den örtlichen Untererhebern soll eine entsprechende Hebgebühr gewährt werden. ,,, . In Preußen hat sich eine ähnliche Einrichtung m em- zelnen Landesteilen bereits seit einer langen Reihe von Jahren derart bewährt, daß man dort die Emzelerhebung der Staatssteuern rc. durch die Gemeinden vom 1. April 1895 ab auf die gesamte Monarchie ausgedehnt hat. Feuilleton. Wann über Word*) von Fried. Freiherr von Dincklage-Campe. Gar nahe liegen sich oft Freude und Schmerz un Seemannsleben! — Die KadettewCrew auf S. M. S. Stahl hatte die „musical middys“ — ^Bezeichnung war natürlich in wunderbarer Schnelligkeit auch m der Kadetten- mefte bekannt — zu den genossenen Ehren und Erfolgen noch mit manchem „drink“ beglückwünscht und besonders ber „Lange" ließ seiner Frenbe vollen Lauf, jeder wußte, baß er bes Borddichters intimer Freund war. * Gegen abend kommt stärkere Brise auf und bringt Befehl . ..Bramsegel bergen! Bramraaen unb Bramstang an Deck!" Das Manöver ist glatt verlaufen und eben hat der 1. Offizier das Kommando : „Kai die Raaen" gegeben. Die Raaen fliegen herum, stellen sich auf und meber. In demselben Augenblick aber ein Ruf — em Schreckenszeichen. Aus der Bramsaling sieht man einen Mann niederkommen _ er muß in eine Bucht getreten und umgenssen sein. Im Fallen greift er nach dem Mars-Gaitau, nach den Sessäss WMMMW unser Heer interessieren, sei das herrliche Buch bestens empfohlen. Toppnants, — vergebens! Jetzt berührt der Oberkörper die Bagienraa — es muß ein harter Schlag gewesen fern, der Fallende wird auf das Leekreuzwant geschleudert — eine Bewegung deutet auf das Bestreben, sich in ben Webeleinen zu halten. Rasch gleitet ber Körper an dem steis- gefefcten Gut nieber. Von allen Seiten springen bie Kadetten herbei, den Stürzenden aufzufangen. Schon haben zwei Kadetten die Jakobsleiter erklommen, schwingen sich in das Want — schon strecken sich die Hände aus nach dem bewußtlos Niedergleitenden! Zu spät! Um eme Sekunde zu spät' - Heber die Rüsten hinweg rollt der Körper - hinab in die sckäumende See - ein kurzes Aufspritzen unb verschwunben ist der Fallende in den Fluten. Noch hat sich das Salzwasser nichi wieder geschlossen über dem Unglücklichen, als von ber Mailing aus ein kühner Retter sich hinabschwingt - mit weitem Kopfsprung erreicht er genau bie Steve, an der soeben der Kamerad verschwand. „Mann über Bord" — „Der Lange!" — „Ja, wenn einer ihn rettet, bann gelingt es biesem Braven!" So gehts von Mnnb zu Munbe.' Ader lange Zeit zum Erwägen bleibt da nicht. Flugs werden bie Rettungsbojen hiiiabgeworfen unb von ber Kommandobrücke giebt auch schon der Kom Mandant das Kommando zum Beidrehen: ..Luv!" ..Unter» segel — Gai auf!" „An die Luvgroßbrassen!" „Los Groß- marsbulien — braß back!" Das dicht beim Winde segelnde Schiff folgt gehorsam dem Ruder, die Segel schlagen back, die Fahrt vermindert sich — aber dennoch verschwinden bie roten Sojen weit Himer dem Spiegel — von dem Schwimmer, von dem Verunglückten nichts zu sehen! „Steuerbordkutterklar!" In großer Präzision Ist die Knttcrkrew zur Sie«-. „Riat zum Fieren: Fier weg Kutter!» Schon auch' da« Boot in die Flut in Lee de« Schiffes — ist bald de. Lokales und Vrovtnfieltes. Gießen, den 16. Dezember 1899. ** Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 96 Jahren, am 18. Dezember 1803, starb zu Weimar der Dichter So bann Gottfried v. Herder, einer de bedeutendsten und eb flukreichsten Arbeiter am Werke bir Z vilisation. Don seinen Sch, tsien find h.rvorzuhev.n: „Gedichie", „Der Cid", „Geist der hebi>S,schen Poesie", und das Hauptwerk: „Idem zur Philosophie der Geschichte der Menschheit." *♦ Das Schlittschuhlaufen, der schönste Wintersport, hat nunmehr begonnen. Aus künstlichen ober natürlichen Eisbahnen tummelt sich jetzt schon Groß und Klern, unb Mit ben kommenben Feiertagen wirb bte Zahl derer, welche der schönsten Leibeskunst bes Winters huldigen, noch bedeutend Meßmer Anzeiger chmeral-AnMer Itwpol «*■* ob* . a X)*6« 1899, Hirzen » Kraell beehrten die Versammlung durch ihre Anwesenheit. E> öffnet wurden die Verhandlungen mit einem begeistert ausgenommen, n bi eiferen Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog und vit Gesang der Nationalhymne „Heil unserem Fürsten Heil." Der Referent betonte in seinem Vortrrge, datz es nicbt der Ego smus und Eigennutz srt, welcher die Lehrerschaft veranlasse, zur G.haltssrage Stellung zu nehmen, sondern die Wah ung euer sozialen Foiderung. Wenn die Schule ihre ideale Aufgabe erfüllen und die Lehrerschaft Trüg'r und Förderer deS Volks- und StaatSwohlS entspreche d der Kultur- enlwtckclunz unseres Landes lein und bleiben sollen, dann müssen die Lehrer zur Erfüllung dieser Aufgabe die dadurch bedingte ge- sillschasiliche Stellung etnnehmen. Dazu gehört aber nicht allein die individuelle Persönlichklit deS Lehrers, sondern auch die Achtung, welche er infolge se.neS Honorars genießt. Je Höher die Arbeit des LehrerS gewertet wird, um so höher ist dessen erziehlicher Erfolg. Berufsfreudigk it und idealer Sinn dürfen durch mat.ritlle Sorgen nicht verkümm-rt und g-schmöleit werden. D«e Wo te Sein.r Königlichen Hoheit des Großherzogs in der Thronrede am Schlüsse des Landtags „sobald die Mittel eS erlauben, auch den berechtigten Wünschen der Volksschullehrer aus Verbefs rung ihrer Verhältnisse gerecht zu werden", sind uns ein heiliges Vermächtnis, welches uns Ä Vertrauen zu unserer Staatsregtrrung, wegen Erfüllung unserer Wünsche bestärkt. Die Willjabrung derselben ist um so wichtiger, Ö!S u‘ Rachbarkolleqen *« P"uß n uns in finanzieller Hinficht oft um 700 btS 900 Mark üoeifl rgelt hoben. Die Gleichstellung der Lehrer an den höheren Schulen ohne Rücksicht auf Stadt und Land läßt erhoffen, d-ß auch bei den Lehrer n an den Volksschulen mit dem gleichen Maßstabe gemessen wird. Der Landwirtschaft ist es ermöglicht, durch die Verkehiserleichterung, den Versand und die genossenschaftlichen Verbände für ihre P.odukte höhere Preise zu erzielen. Dadurch haben die olelerwähnten billigen Lebensmittelpreise für das Land längst aufgehört. Wenn endlich rei den übrigen hessischen Staatsbeamten gleicher Vorbildung, gleicher Arbeitsleistung bte gleiche Bezahlung entspricht, so kann nicht vorausgesetzt und angenommen werden, daß bei den Volksschullehrern nach anderen Grundsätzen verfahren werde. Die Herren Landlagsabgeordneten bewiesen durch ihre Ansprachen, ihr Wohlwollen sowohl für die Schule wie auch für die Lehrer und betonten den Wünschen der letzteren entgegenzukommen, allerdings aus Kosten des Staates und nicht der einzelnen Gemeinden, wie von böswilliger Seite ausposaunt wurde. Bevor jedoch die Steuerreform eine einigermaßen sichere Ueb> sicht über die Staatseinnahmm «'mögliche, könne (ine GehaltS- er öhung wohl kaum eintreten. Jedoch würden sie mit der Bewilligung anderer Kosten solange sparsam verfadren, biS die GehaltS- rage der Lehrer erfüllt, und die Fo tbilduogSschule verstaatlicht sei. Hierzu müßten die Gelder beschafft werden. Die Weiterungen der beiden Herren Abgeordneten wurden sehr beifällig ausgenommen. Eine Resolution, fltpfe’nb in dem Satze: Gleichstellung aller Lehrer mit gleicher Vorbildung nach den beim Beamkengesrtze maßgebenden Grundsätzen, fand einstimmige Annahme. Die Versammlung verlief ehr ruhig, sachlich und würdig. z Wetterbericht. DaS Minimum über dem Mittelmeergebiet !>at sich noch vertieft unb ist mit der gestern über Mitteldeutschland gelegenen Depression in Verbindung getreten. In Central-Europa sowie über dem Nord- und Ostseegebtet ist der Lustdruck etwas ge- Itegen, indeffen ist seine Verteilung sehr unregelmäßig. Kleinere Tetlmtnima liegen am Kanal und vor der Elbemündung. Dal M-xtmurn hält sich tm Nordosten. Am Nord- und Südrande der Alpen befinden sichTeildepresstooen und ist tmGebirge und indeffen Vorlande ziemlich starker Scho «fall eingetrttm. Die Temperaturen liegen noch immer sehr tief. — Voraussichtliche Witterung: Trübes Frostwetter mit zeitweisen Schneefällen. 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