Ölten: W10»13^ 10 » 'S ilMitt per ' M V l «>»tt per ZU. ■ Sot 3 ffio. Hlllg.ru men! te Marke, en und Ümgebi •eter, idingt. instein t Voller, WI gggSSSM Wer rp la tationen Gier riedberg,' r, Fulda, , ledern, !•' $n und abp, Blebertbiüt ition des Gi^- a kann aoeb fc j bezogen 01 Äl» 1JI.- 131.* 105< 1U« B.' Lrr-E' 0: Sauro ••• ' ei«»* |S. o**t «« do. iirs B Princ M ■ full m I** ,, ßob.«l^ £)ß«^5 w M-AiM SÄ’* fe* StfW Ite, 114 Erstes Blatt. Mittwoch den 17. Mai 1809 Meßmer Anzeiger Keneral-Anzeiger Aezngapreia vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfg. mit vringerlohä. »»nähme eoe Anzeigen zu der nachmittag» für den Rauben Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 llhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährliche Alle Anzeigen-BermittlungSftellen de» In» und AuSlaude« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgrgem. Wrhit ttgNch ii t Ausnahme de» Montags. Die Gießener -««itiea-tütter krben dem Anzeiger »chentlich viermal beigelegt. Amts- und Zlnzeigeblertt für den Ureis Giefzen. WubolÜon, Expedition und Druckerei: >4.tutete Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familien blätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Ualbstrnnde. Adresse für Depeschen: Anzeiger chtetz«. Fernsprecher Nr. 51. nach § 10 der Verordnung vom 11. Juni 1888 von nachverzeichneten Objekten ein Beitrag zur Berufsgenossenschaft nicht erhoben wird: 1) von Grundstücken, welche zu einem land- oder forst, wirtschaftlichen Betriebe überhaupt nicht gehören; 2) von allen Gebäuden nebst zugehörigen Hofräumen, Haus- und Ziergärten; 3) von Grundstücken von Betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes gelegen ist; 4) von steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirtschaftliche Benutzung dauernd eingestellt ist, sei es, daß jede Nutzung aufgehört hat, sei es, daß an Stelle der land- oder forstwirtschaftlichen eine gewerbliche Benutzung getreten ist (z. B. Verwandlung eines Ackers in einen Steinbruch). Diejenigen Grundbesitzer, welche derartige Befreiungsgründe, die sich der amtlichen Kenntnis entziehen, geltend machen können, werden aufgefordert, hie Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grundstück gelegen ist, bis zum 1. Juni l. I. zu beantragen. Gießen, am 15. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Uebersicht bet für das Jahr 1899/1900 von Grotzherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen znr Bestreitung der Kommuualbedürfniffe in den Landgemeinden des Kreises Gießen. Namen 4 der c J Gemeinden d Umlagen auf daS gesamte Kommunal- Steuer-Kapital der Ortseinwohner und Forensen Sonstige A uSs chl 8 ge Ordnungs-Nummer Namen der Gemeinden Umlagen auf das ge tarnte Kommunal- Steuer-Kapital der Ortsetnwohner und Forensen Sonstige AuSfchlLge Ausschlag Beitrag auf 1 JL Normal- Steuer- Kapttal Erheb.-Ziele Ausschlag Beitrag aus 1 JL Normal- Steuer- Kapital Erheb-Ziele Bezeichnung der Art de« AuSschlagS und der RepartittonSnorm. Ausschlag Beitrag auf 1 X Normal- Steuer- Kapital Erheb.-Ziele | Ausschlag Beitrag aus 1 X Normal- Steuer- Kapital Erheb.-Ziele Bezeichnung der Art de8 AuSschlagS und der RepartittonSnorm. 1 Abach....... <*! X X X — — — Keine Umlagen, jedoch Kirchen- 43 L «denstruth..... 3000 54,010 4 500 13,442 4 Aus daS Grundsteuerkapital steuer. der Parzellenbesitzer. 1 Mendorf a. d. Lahn . . 6400 42,174 4 44 Lollar ....... 11000 19,367 4 100 12,645 4 Aus «inen Teil des Grund- 'i Mendorf t. d. Lumda . 5700 15,723 4 100 0,388 4 Auf das Steuerkapital der eo. steuerkapitalS. t Alertshausen .... Ortseinwohner. 45 Londorf ...... 12000 40 306 4 2300 62,350 4 46 Lumda....... 3950 38,809 4 1057 10,432 4 Auf daS Steuerkapital der i Aten-Busrck..... 11940 34 617 4 420 1,566 4 DcSgl. immer steuerbaren Objekte. 6 Annerod...... 3300 24,957 4 — — — Keine Kirchensteuer. 47 Mainzlar...... 1200 8 030 4 1 Bellersheim..... 10000 30,911 4 550 2,715 4 Auf das Steuerkapital der 48 Münster...... 3500 39,888 4 Parochtanen. 49 Muschenheim m. Hof-Güll 5680 28,084 4 855 5,285 4 DeLgl. 8 Btergheim(Feldgemarkung) — — — — — — Keine Umlagen, jedoch Kirchen- 50 Ntedrr-Beffingeu . . - 2000 16,592 4 ) klterShatn..... 4260 steuer. 51 Nonnenroth..... 2000 21,995 4 96 1,417 4 Auf das Grundsteuerkapital. 55,724 4 200 2,616 4 Auf daS Steuerkapital der 52 Obbornhofen..... 10000 42,805 4 • 110 Bar «rod...... immersteuerbaren Objekte. 53 Ober-Befstngrn.... 2500 20.404 4 — — — — — — Keine Umlagen und keine 54 Ober-Hörgern .... 3900 20,298 4 1.1 Battenhausen .... 3600 22,922 Kirchensteuer. 55 Odenhausen m.Appmborn 2400 34,672 4 4 766 5,125 4 Auf daS Steuerkapital der 56 Ober-Steinberg (Feld- Auf daS Grundsteuerkapital. 4000 15,973 immersteuerbaren Objekte. gemarkung) .... — — — 616 43,548 4 Keine Kirchensteuer. 312 Beuern...... 4 57 Op^urod...... 800 10 913 4 113 öt itlar...... 5000 28,646 4 746 6,143 4 DeSgl. 58 Queckdorn..... 6200 32 331 4 114 Burkhardsfelden . . . 6000 43,975 4 59 Rabertshausen mit 1 !5 Lliimbach...... 1 'M Tmubrtngen mit HeibertS- 1500 3500 42,728 36 195 4 Ringelshausen . . . 2700 39,633 4 43 0,652 4 Auf das Steuerkapital der immersteuerbaren Objekte. Hausen...... 4 60 Reinhardshatn .... 3800 38,468 4 l;fl Dorf-Gill...... 6000 57,058 4 61 Reiskirchen..... 3500 21,050 4 ] .3 Werftadt mit ArnSburg. 4500 19,775 4 62 Rodhetm mit Hof Graß. 3000 29,314 4 L8 El itngShaufen .... 1000 5,570 4 63 Rödgen...... 7000 50,931 4 LA Fi ldheim(Feldgemarkung) — — — 1300 26,683 4 Auf daS Grundsteuerkapital. 64 Röthges...... 3000 39^657 4 2 !.l Äarbentelch..... 6800 50,184 4 65 RüddingShausen . . . 9800 68,469 4 S!2 G-tlShausen..... 5300 43,438 4 587 66 Ruttershausen m.Ktrchberg 1400 13J59 4 L!3 GSbelnrod..... 2100 34,703 4 10,566 4 Auf das Steuerkapital der 67 Saasen mit Bollnbach, ZI# Grotzen-Buseck .... 2 fi Stroßen-Lindm .... 4000 19000 7,261 23,482 immersteuerbaren Objekte. Veitsberg und Wirberg 5770 58,029 4 170 1,737 4 Desgl. 4 4 2122 25,798 4 Auf dos Grundsteuerkapital der Parzellenbefltzer. 2 Ä Grünberg...... 33200 32,692 4 1415 1,415 4 68 Stangenrod..... 3250 53,141 4 2!C Gaüntngen..... 28 Harbach...... 28 hvttenrod..... 7200 3250 82,398 31,777 105 Desgl. 69 Staufenberg mit Friedel- 4 4 0,487 4 DeSgl. Hausen...... — — — — — — Keine Umlagen, jedoch Kirchensteuer. — — — — — — Keine Umlagen, jedoch Kirchen- 70 Steinbach...... 5000 20 337 4 3 HD Hausen ..... 3 tll Heuchelheim..... 4000 20500 38,461 40 474 4 4 400 steuer. 71 Stetnhetm..... 2400 14,902 4 a. 470 b. 165 2.936 1,193 4 4 Auf daS Steuerkapital der immersteuerbaren Objekte. Auf das Steuerkapital der 318 hvlzhetm...... 3 IS hvngrn...... 7200 8000 23,365 11,107 4 1,615 4 Auf daS Steuerkapital der immersteuerbaren Objekte. 72 Stockhaufen..... 2500 48,684 4 Ktrchsptelgemetnde Rodhetm. 4 73 Trattz-Horloff .... 5800 30,937 4 SIH1 Inheiden...... 316* ««Isselbach...... 3!»; «lrin-Linden..... 5300 5130 10500 39 408 44,932 47,867 4 4 4 75 0,348 4 Auf daS Steuerkapital der 74 75 Treis a. b. Lumda . . Trohe....... 7000 1700 24,868 60,770 4 4 1615 7,924 4 Auf d«8 Steuerkapital der evangel. Ortsetnwohner. 31 ü kamgd....... 4000 19,506 246 immersteuerbaren Objekte. 76 Utphe ....... 500 2,798 4 1102 6.684 4 Auf daS Steuerkapital der 4 1,310 4 DeSgl. immersteuerbaren Objekte. 3 8! kamg-Göns..... 14000 23,565 4 1980 3,389 4 DeSgl. 77 Villingen..... 4000 17,980 4 318* lerngSdorf...... 3500 8,668 4 — — — Keine Kirchensteuer. 78 Watzenborn mit Steinberg 13000 41,257 4 175 0,580 4 DeSgl. 4iiOi Loater....... 4200 36,787 4 79 Weickartshain .... 3100 45,625 4 4111. kelhgestern..... 10000 22,386 4 1344 3,345 4 Auf das Steuerkapital der 80 WeiterShain..... 3600 31,527 4 4 1! kich mit Hof Albach, Coln- 16200 13,846 immersteuerbaren Objekte. 81 W'eseck....... 20000 35 235 4 Kaufen und Mühlsachsen 4 1280 1,193 4 Desgl. 82 Winnerod...... 1550 32,359 4 Vorstehende Uebersicht wird hierdurch als richtig bescheinigt und unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung der Umlagen in vier Zielen LMzwar in den Monaten Juni, August, Oktober und Dezember 1899 erfolgen soll. An allgemeiner evangelischer Kirchensteuer werden von den Anqehöriaen der evangelischen LiiMSkirche auf 1 Mark Steuerkapital 1,7 Pfennig erhoben. Die Publikation vorstehender Uebersicht ist im Großherzoglichen Regierungsblatt Nr. 9 vom 6. Mai d. Js. erfolgt, von welchem Tage ab auch die vierwöchige Frist zum Mwidrmgen von Reklamationen läuft, welche gegen die Erhebung von Umlagen überhaupt gerichtet sind. Gießen, den 10. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________ v. Bechtold. Bekanntmachung. D«ie Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz entweder gqjüjoiber teilweise nicht selbst bewirtschaften, werden hierdurch amfgefordert, bei der Bürgermeisterei derjenigen Ge- mimit, in deren Gemarkung die Grundstücke liegen, biS zip o B. Juni l. I schriftlich oder mündlich zu Protokoll bcoi flnitrag zu stellen, daß der auf die Steuerkapitalien iht^n Grundstücke oder einzelner derselben entfallende Bei- trruzM Berufsgenossenschaft von einem anderen, als Be- trtMmernehmer zur Zahlung Verpflichteten, erhoben wa-'siln.. Die Anträge müssen auch die nötigen Angaben äElwbiie Pachterträgnisse der einzelnen Lose enthalten. Sii-dann wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Gießen, den 15. Mai 1899. Betr.: Die land- und forstwirtschaftliche Berussgenossen- schaft für das Großherzogtum Hessen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen lassen. Unter Bezugnahme auf § 5 und 10 der Verordnung vom 11. Juli 1888, die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen betreffend, und unsere Ausschreiben vom 10. und 18. Mai, sowie vom 17. Juni 1889 (Anzeigeblatt Nr. 112, 119 und 167, drittes Blatt) machen wir Sie noch darauf aufmerksam, daß die Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz nicht selbst bewirtschaften, bei der Anmeldung das Rechtsverhältnis (z. B. Pacht rc.) und die Pachterträgniffe der einzelnen Lose anzugeben haben. Ueber die gestellten Anträge haben Sie ein Register nach der Zeitfolge der Anträge in vorschriftsmäßiger Form (cf. Formular A. zu der Verordnung vom 11. Juli 1888, S. 93 des Regierungsblattes) zu führen und dies Register spätestens bis zum 15. Juni l. I. unter Anschluß der gestellten Anträge und der dazu gehörigen Nachweise an «uS einzusenden. Innerhalb gleicher Frist sind die Anmeldungen ein- getretener Befreiungsgründe von der Beitragspflicht (cf. § 10 der allgem. Verordnung) mit dem von Ihnen zu führenden Antragsregister uns mitzuteilen. Die Anträge find von Ihnen zu prüfen und nach Befund als richtig zu bescheinigen. Sodann weisen wir Sie unter Bezugnahme aus § 14 und 15 der genannten Verordnung hierdurch an: 1) Verzeichnisse der in den Gemeinden etwa vorhandenen landwirtschaftliche» Nebeubetriebe (z. B. von Fuhrwerks-, Drescherei-, Brennerei-, Molkerei-, Steinbruchs-, Sandgruben-, Lehmgruben-, Torfstich-, Ziegelei-, Kalköfen-, Kellerei-Betrieben rc.), soweit diese Betriebe nicht bereits nach dem gewerblichen Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli 1884 versichert sind, 2) Verzeichnisse der außerhalb des Großherzogtums gelegenen Grundstücke, welche zu einem landwirtschaftlichen Betriebe im Großherzogtum gehören, mit Angabe dieser Grundstücke nach der Katasterbezeichnung der Größe und des Eigentümers, an den Vorstand der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft, Herrn Regierungsrat Nover in Darmstadt, bis Ende Juni l. I. einzusenden. v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Ortsvorstand zu Alsfeld beabsichtigt, mit dem am 24. Juli l. Js. zu Alsfeld stattfindenden Prämienmarkte eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Gegenständen zu verbinden, um die Mittel zur Prämiierung zu gewinnen. Großherzogliches Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 10000 Lose zu 50 Pfg. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständeu zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberheffen gestattet worden. Gießen, den 15. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Deutscher Reichstag. 82. Sitzung vom 15. Mai. 1 Uhr. Die Beratung des Jnvalidenversicherungs- gesetzes wird fortgesetzt beim § 8, der von der freiwilligen Versicherung handelt. Die Kommission ist hier über die Regierungsvorlage hinausgegangen, indem sie die Selbstversicherung auch gestatten will: 1) den Betriebsbeamten, Werkmeistern, Technikern, Handlungsgehilfen rc. mit mehr als 2000 Mk. bis 3000 Mk. Jahresarbeitsverdienst; 2) allen Gewerbetreibenden und sonstigen Betriebsunternehmern mit in der Regel nicht mehr als zwei versicherungspflichtigen Lohnarbeitern. Ein sozialdemokratischer Antrag Albrecht will jene Ziffer 1 wieder streichen. Ein Antrag Richter (freis. Vp.) will die Widerherstellung der Regierungsvorlage. Abg. Richter (freis. Vp.) bedauert zunächst die schwache Besetzung des Hauses und geht sodann auf den Paragraphen 8 ausführlich ein. Was Punkt 1 der Kommissionsbeschlüsse anlange, so habe sich doch die gesamte De^ficherungsgesetzgebung erstreckt auf Personen mit höchstens 2000 Mk. Arbeitseinkommen. Gehe man jetzt bis 3000 Mk., so werde der Kreis der Versicherung ganz außerordentlich ausgedehnt; noch bei weitem mehr geschehe dies durch Nr. 2. Man motiviere dies als Mittelstandspolitik. Mit dem Mittelstand sei aber schon vieles motiviert worden, was gar nicht dem Mittelstand zu gute komme. Man sollte doch meinen, daß alle diejenigen, denen schon jetzt der Rahmen der Versicherung zu weit gehe, erst recht gegen die in den Sommissionsbeschlussen verlangte neue Erweiterung des Rahmens der Versicherung Front machen müßten • ebenso die früheren Gegner des Reichszuschusses, der bei Annahme der Kommissionsbeschlüsse weit über 100 Millionen hmaus- gehen müsse. Abg. v. Loebell (kons.) giebt zu, daß die Aenderungeu der Kommission sehr einschneidende seien, bezeichnet es aber als dringend nötig, daß ^der Mittelstand gestärkt werden Deutsches Keich. Berlin, 14. Mai. Der Kaiser und die Kaiserin sind mit den jüngsten Kindern Samstag um 4 Uhr 40 Min. bei prachtvollem Wetter in Wiesbaden eingetroffen und am Bahnhofe von der Prinzessin Luise von Preußen und den Spitzen der Behörden empfangen worden. Vom Bahnhofe fuhren die Majestäten durch die herrlich geschmückten Straßen nach dem Schlöffe, überall von der zahlreichen Menschenmenge lebhaft begrüßt. Montag mittag trafen der Kaiser und die Kaiserin in Homburg v. d. H. ein, und begaben sich in einem vierspännigen Jagdwagen unter den Hochrufen des zahlreichen Publikums nach der Saalburg zur Besichtigung des dortigen Römerkastells. Der Kaiser wohnte Samstag abend der Hauptprobe des Lauff'schen I Dramas „Eisenzahn" bei. Sonntag morge» 8 Uhr V I gaben sich der Kaiser und die Kaiserin zu Fuß rum Gottesdienst nach der Hauptkirche. Abends war bie r\= Vorstellung des „Eisenzahn". Das Hoftheater war präck^ geschmückt. Das Kaiserpaar wurde mit Trompetenfanfar» I und Hochrufen empfangen. Das Publikum klatschte L. I allen Akten lebhaft Beifall. Ueber den Eindruck des Lau^ I scheu Werkes berichtet ein Berliner Blatt: Ein Ausha» I besagte zwar, daß das Publikum durch die Anwesenheit h? I Kaiserpaares sich nicht in seinen Beifallsäußerungen fDn' I beeinflussen lassen. Aber trotzdem ist der Eindruck dv I Publikums in einer Aufführung, deren äußerlicher Charakic so außergewöhnlich ist, kein unbefangener und utafcqebenbr Der erste Akt bot ein charakeristisches Stück Alt-Berlir das sich inmitten einer lebensvollen Szenerie vor der Ge I richtslaube und der Nikolaikirche abspielte. Hier tritt fcboi I die Figur des einstigen Berliner Bürgermeisters Berent I Ryke markant hervor. Es ist etwas anderes geworden, Q[< I Lauff vielleicht gewollt hatte, er steht da, trotz all fanf2 I Hasses, welcher sein Handeln beeinflußt, als ein Volkshch' I der für Freiheit ringt, und mannhaft und stolz I Idol bis zum Tode treu bleibt. Ryke ist des Dramas I Held. Der in kräftigen Linien gezeichnete Eisenzahu, dessen I Charakter durch rein äußerliche Handlungen sich offenbart I steht erst in zweiter Reihe. Als eine durchaus theatralische I Figur erscheint Rykes greife Mutter, deren Haß gegen bt< I eigenen Sohn nicht genügend psychologisch motiviert ist, I und deren Darstellerin das Theatralische leider noch vn- I schärfte. Scharf gezeichnet ist der Stadtschreiber Maximilian I Porkeles, dessen Vorname, wie man sagt, die leise Satire I gegen einen vielgenannten modernen Journalisten anbeutn | soll. Die einzelnen Figuren aus dem Volke und dem R,' sind energisch skizziert, es weht fast gar keine Hoflust iB | dem „Eisenzahn". Die patriotische Tendenz, die Liebe zu« I Denken und Handeln des Hohenzollernfürsten, tritt klar I und rein hervor; aber sie ist nirgends aufdringlich, unb I das ist ein wesentlicher Vorzug des Dramas, das auch nach I der technischen Seite einen Fortschritt gegen den „Büro I graf" bedeutet. Die Handlung ist ohne Liebeskonflikle, ft ] entrollt fast ausschließlich politische Vorgänge. Das cigü I bei einem historischen Drama gerechtfertigt sein, läfi/ jM I das Rhetorische zu stark hervortreten und nimmt der Am I das menschlich erwärmende. Die Sprache ist farbnnni I und namentlich in den lyrischen Stellen reich an potti,fy« I Bildern und Vergleichen. Leffler als Verend Ryke I ragte darstellerisch alle. Er war fest und warm. Er tot I eine Charakterleistung ersten Ranges. Herr Barthel ms I Frankfurt spielte und sprach den Eisenzahn mit pathetischer I Schönheit. Sonst traten noch die Damen Willig unb £ütt I gens, sowie die Herren Connard, Schreiner, Kochy, Roie. I Rodins und Valentin hervor. Die Inszenierung war vol I lebendiger Pracht und historischer Echtheit. — Vertagung des Reichstages. In de» 3k sprechungen des Seniorenkonvents am Samstag ist, wie bie nT.R." hört, zur Sprache gebracht worden, daß auf alle Fäll: die Novelle zum Juvalideugesetz und das Handelsprovi. sorium mit England nach den Pfingstferien bis zur Lei- tagung erledigt werden sollen. Letzteres muß bis zua 31. Juli erneuert werden, ist aber dem Bundesrat noch nicht zugegangen. — Ein Vorschlag zum Postzeitungstaris Die „Deutsche Warte" macht einen Vorschlag zum Poft I zeitungstarifentwurf, von dem man nur wünschen kann, daß ' er in den maßgebenden Kreisen Berücksichtigung finde: fit regt an, in bas neue Postgesetz die Bestimmung aufzn- nehmen, daß den Zeitungsverlegern das Recht zusteftn soll, von der Postverwaltung die Bekanntgabe der bei den Post anftalten abonnierenden Leser ihrer Zeitung gegen Er stattung der Kosten der dadurch entstehenden Schreibarbeit zu verlangen. Hierzu wird geschrieben: Es ließe sich vielleicht hiergegen Linwenden, daß es nicht immer im Interesse der Abonnenten läge, wenn der Verleger den Namen und Stand der abonnierenden Leser erfährt, da z. B. der Verleger eines sozialistischen Blattes versucht sein könnte, mit seinem Leserkreis aus der Beamtensphäre zu renommieren. Dieser Einwand ist aber nicht stichhaltig, da erstens der Verleger sich ins eigene Fleisch schneiden würde, wen» er durch eine derartige Unklugheit seinen Leserkreis vermindern wollte unb zweitens, weil auch die Tendenz des gelesenen Blattes noch lange nicht das politische Bekenntnis des Lesers zu sein braucht. Beamte lesen die oppositionelle Presse vielfach aus rein informatorischen Gründen. Was nun die der Postverwaltung erwachsende Mehrarbeit on- langt, so dürste darauf hinzuweisen fein, daß dieselbe doch nur zeitweise, und zwar meist schon zu vorher zu bestimmen, den Zeitpunkten auftreten würde, so daß für diese außer gewöhnliche Thätigkeit geeignete Hilfskräfte leicht herangezogen werden können. Durch Berücksichtigung dieser Anregung würde zweifellos einem bereits seit langer Zeit beobachteten Bedürfnis abgeholfen werden. — Der Kongreß der Gewerkschaften, der nach einwöchiger Dauer feine Beratungen am 13. M schloß, hat die Debatten mit anerkennenswerter Ruhe w» Sachlichkeit geführt. Abgesehen von einer die Assoziativ»" im Buchdruckergewerbe betreffenden Differenz herW durchweg die größte und geschlossenste Einigkeit. Unter be» Beschlüssen ist besonders bemerkenswert, die scharfe W lution gegen den Gesetzentwurf zum Schutze Arbeitswilliger nicht unbeachtet sollte auch der Versuch bleibender in dn Resolution über die Gewerkschaftskartelle im Sinne tinrt besseren Organisation der Strikes gemacht wird. Die ö* mühungen radikaler Zeitungen, der Sozialdemokratie Mauserung und den Gewerkschaften ihren nichtsozialdemokratischen Charakter gewissermaßen zu suggerieren, haoe^ auch auf dem Kongreß eine derbe und nicht mißverstano- liche Zurückweisung erfahren. Die Erklärungen Legicu- und BömelburgS sprachen in dürren Worten die JdeuN- fizierung der Gewerkschaften mit der Sozialdemokratie ausmüsse. Thue man dies nicht, so untergrabe man ein Bollwerk gegen die Angriffe von gewisser anderer Seite. Abg. Wurm (Soz.) macht gegen eine übermäßige Ausdehnung der freiwilligen Versicherung geltend, daß von dieser Erlaubnis nicht die Rüstigen, sondern nur diejenigen Gebrauch machen würden, welche schon einen Krankheitskeim in sich fühlen. Abg. v. Sa lisch (kons.) wünscht Annahme des § 8 in der Kommissionssaffnng. Abg. Roes icke-Dessau (wildlib.) tritt für Wiederherstellung der Regierungsvorlage ein. Abg. Hitze (Centr.) hält die Bedenken des Abg. Wurm für unbegründet, denn erstens müßten die kleinen Unternehmer, wenn sie sich versichern wollen, unter 40 Jahre sein, unb dann sei doch für sie die Wartezeit auf 400 Wochen ausgedehnt. Das seien 8 Jahre, und da könnten sich die Leute, die so spekulierten, wie Herr Wurm meine, denn doch verrechnen, denn sie könnten leicht vor Ablauf der 8 Jahre sterben. Abg. Oertel-Sachsen (kons.) tritt für die Kommissions- beschlüsse ein. Abg. Franken (nl.) plaidiert für den Antrag Richter. Abg. Richter (frf. Vp.) appelliert an den Staatssekretär Graf Posadowsky, doch zu dieser wichtigen Frage sich zu erklären. Sodann bittet er, angesichts des schwach besetzten Hauses die Abstimmung über seinen Antrag zu vertagen. Staatssekretär Graf Posadowsky entgegnet, er habe seine Stellung in der Kommission so eingehend bargelegt, baß es eine unnötige Verzögerung ber Debatte sein würbe, wollte er Gesagtes wieberholen. Die Regierung lege sich allerbings ein großes Maß von Selbstbeschränkung auf, weil sie ein bringendes Interesse daran habe, baß bieses Gesetz bald verabschiebet werde. Der Bundesrat werde erst, wenn die Beschlüsse zweiter Lesung vorliegen, die Bilanz ziehen und sich so oder so entscheiden. Die Abstimmung wird auf Antrag des Abg. Richter (frf. Vp.) ausgesetzt. § 10 spricht den nicht dauernd, sondern nur vorübergehend Erwerbsunfähigen eine Invalidenrente zu nach einer halbjährigen Karenzzeit (bisher beträgt dieselbe ein volles Jahr). Ein Antrag Albrecht (Soz.) will bie Karenzzeit auf ih Jahr herabfetzen. Der Antrag wirb abgelehnt, ebenso ein sozialbemo- kratischer Antrag zum § 11, ber von gänzlicher ober partieller Versagung ber Jnvalibitätsrente hanbelt, im Falle ber Versicherte bie Erwerbsunfähigkeit mehr ober weniger . selbst verschulbet hat. § 12 unb folgenbe Paragraphen hanbeln von der Befugnis ber Versicherungsanstalt, ein Heilverfahren eintreten zu lassen, sofern als Folge ber Krankheit jbes Versicherten Erwerbsunfähigkeit zu besorgen ist. ,^$@3 Ein Antrag Albrecht (Soz.) will auch b en Vor staub ber Krankenkasse berechtigen, unter Zustimmung des Versicherten bas Heilverfahren einzuleiten. Auch soll, wenn bas Heilverfahren Trennung bes Versicherten von seiner Familie bebingt, letztere bas statutarische Krankengelb von ber Krankenkasse beanspruchen können., Der Antrag wirb abgelehnt, besgleichen^ein..sozial- bemokratischer Antrag zu § 12c. Ueber § 16, betr. bie Wartezeit, wirb wegen seines I Zusammenhangs mit § 8 bie Abstimmung ausgesetzt. § 17, Beitragsleistung, bestimmt auch, unter welchen I Imftänben Beitragswvchen angerechnet werben, ohne baß I Beiträge entrichtet zu werben brauchen; so z. B. bei Er- I üllung ber Wehrpflicht, bei mit Erwerbsunfähigkeit ver- I bunbener Krankheit rc. Eine Ausnahme soll es aber u. a. I machen, wenn bie Krankheit durch geschlechtliche Ausschweif- I ungen verursacht ist. Ein sozialdemokratischer Antrag will diese Ausnahme- I beftimmung streichen. Dieser Antrag wird abgelehnt. Für denselben stimmten die gesamte Linke, die Anti- I semiten und vereinzelte Abgeordnete vom Centrum. § 20 handelt von ber Höhe ber Beitrüge. Vorlage | und Kommissionsbeschlüsse nehmen eine in zehnjährigen I Perioden erfolgende Normierung ber Beiträge in Aussicht. I Vorläufig sollen bie Beiträge in ben 5 Lohnklassen 14, 20, I 24, 30, 36 Pfg. betragen. Hierzu siub ein Antrag Richter I (frf- Vp.) unb ein Antrag Albrecht (Soz.) eingebracht. I Beibe werben abgelehnt. Ein weiterer Antrag v. Richthofen (kons.) will bem I Schlußsatz bes Paragraphen 20 hinzufügen: baß eine Er- I Höhung ber Beitrage bewilligt werben muß, wenn bie an- I gestellte Prüfung bie Beiträge als unzulänglich nachgewiesen I hat. § 20 wirb in ber Kommissionsfassung angenommen, I der Antrag v. Richthosen für bie zweite Lesung zurück- I gezogen. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Tagesorbnung: Fort- | setzung ber Beratung. Schluß 6i/4 Uhr. B antut di-s Den Pc foQ- f"5'“ wirb D' tragen ti »or W“ ’ KefMtn ll$ ,oir tu*11” *2. M üi „ntttM ®(| kr Mlchn P emliuWN11. tun 1°1,1,1 J ber Mlftrt«? SiSMtä, »tib ® Muten. » zniß- jeben L-ch unb daher auch b Ui Dr. Pretoria Kahlen können bi routbe. Die Deut kratischen Mi- Ibminiftratio-; 2 ranb haben uns na ' Denioüaten, sonder * Partei ja ich auch | - Deutsche • weis aus die sortt I Englands in Sian huanziehung beut' bemerkt: Die Perl eine Ausdehnung 1 ■ Eine politische Ein | freundliche Stimi i verden. Wir brc j schauen, um zu er i in Siam angelegt I treten des deutsch l China das Bertrc j schlossenheit, auf l asiatischen Wölfern : an dieser Stelle ti I tyroniften aber bür Unterlassung des für iAesuchs Sr. kgl. ho nn Bangkok nerstimm 'ist das nicht merk ► Bereitungen sm dr I »aisers getroffen, ' n haben sollen. Die I Deutschland für di i suchcs maßgebend n such um so wiinschei 1 eine geschickte j unsere Beziehungen ! Falles bald m Sti 1 ^enen Boden wie! . ,, -.Aus Brc . V >v'r: „Mehre * dorto Alegre sBr ' Mitteilung vi 1 ^«lch-r L-Hrer «„ ' N bet bm fei. r aus Greifsw unb au* , ' 'n Sott ' «"' •5^5 Wes mam-Äg"n i "■'»t "«'"'n-,? )twockE-»/M. ihm zur Last gelegten strafbaren Handln Bangkok verstimmt hat. Vom siamesischen Standpunkt ift b(iäs nicht unerklärlich, hatte doch der König Vorbe- b Mutigen für den Empfang des Bruders des deutschen KUaisersr getroffen, die Millionen in Anspruch genommen YUen 'sollen. Die Gründe politischer Natur aber, die in MMfland für die Hinausschiebung des prinzlichen Be- schchs maßgebend waren, ließen gerade für Siam den Bestich nun so wünschenswerther erscheinen. Wir zweifeln nicht, biirj eiine geschickte diplomatische Behandlung dieses für u Bre Beziehungen zu Ostasien durchaus nicht gleichgültigen FWrs bald im Stande sein wird, den möglicherweise ver- lclimeiu Boden wiederzugewinnen. — Aus Brasilien. In der „Nordd. Allg. Ztg." leüs'ni wir: „Mehrere deutsche Blätter haben aus der in C$W Alegre (Brasilien) erscheinenden „Deutschen Ztg." ei M Mitteilung wiedergegeben, wonach in Bom Jardin ein bescher Lehrer unschuldig in Haft genommen sein sollte, ot,W d«aß der deutsche Konsul in Porto Alegre dagegen ci nMiritten sei. Diese Mitteilung beruht auf Entstellung dcriö Zachverhalts. Thatsächlich ist der Lehrer Günther Milte aus Greifswald von den brasilischen Behörden als lu'^:zist bereits erwiesen. Müller hat nach Feststellung des TllM Aandes die Flucht ergriffen. Von dem kaiserlichen KcLchl in Porto Alegre war sogleich bei dem ersten amt- lid>ia Vorgehen gegen Müller das zur Aufklärung der S.Äch «Erforderliche veranlaßt worden." Kokates Md Ursvnyieües. Gießen, 16. Mai 1899. * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- hennjvg haben Allergnädigst geruht, am 22. April dem Orl^cr-ichtsmann Leonhard Stephan zu Rohrbach das HKgmeiine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige tremt $ienfte" zu verleihen. " Bevollmächtigung. Auf Grund Allerhöchster Ent- schWmg Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs öoiai 6. Mai l. Js. ist dem Herrn Sebastian Cahn in Friiichnt a. M. das Exequatur als Peruanischer Konsul fürL das Großherzogtum Hessen erteilt worden. " Deutscher Flotteuverein. Auf die telegraphische Nach- rikWdm der am Samstag Abend erfolgten Gründung eines Pv^mirrzialausschusses des deutschen Flotten- veA'tin-s in Gießen ist am 15. ds. bei dem Vorsitzenden deKsckm, Herrn Geh. Hofrat Profeffor Dr. Oncken, über in Po-Mumi w NM r nur wünschen!. reriickMM- die BchmL n das Ach- nntgabe du hrn Zeitin entstehende^-- sieben: Es.v es nicht -r M der W''v Leser erfäjrtA, lattes versE ■ IeamtenW:• r nicht stE. ■Jkt kann es im Jntereffe der Bestrebungen der Gewerkte ften, soweit sie auf dem Gebiete notwendiger Sozial- vivimen liegen, nur bedauern, wenn die Gewerkschaften icd) in der antinationalen Haltung der Sozialdemokratie Innen sie von dieser trennenden Punkt erblicken; die natür- W Folge ist, daß das berechtigte Mißtrauen, das die un- dlttsche Politik der Sozialdemokraten erregt, auch auf die liialcn Ziele und Bestrebungen der Gewerkschaften über- vagnn wird. Die bürgerlichen Parteien andrerseits werden fjch vor Augen halten muffen, daß sie mit einer, den sozialen Hsormen sich entgegenstemmenden Haltung der Sozialem v-kratie immer mehr Elemente zuführen werden, die ihr Don vornherein nicht mit Naturnotwendigkeit zufallen Wen. M. N. N. — Heber die wirkliche Bedeutung der Bewegung intet den Deutsch-Amerikanern infolge der sinn- bftn Zeitungsverhetzung und des Maulheldentums sucht Ächt zu verbreiten eine Mitteilung der „Hamburger Nach- lichttn" aus Chicago: Ich ersehe aus den uns gekabelten fischen Preßstimmen, daß man dort den Versammlungen •ttr t eutschen Vereine Chicagos und der vom Chefredakteur ütr ,,Westlichen Post", Dr. Pretorius in St. Louis, ar- mngiirten Zusammenkunft der deutschen Redakteure Missouris eine xu hohe Bedeutung beimißt. Das amerikanische Deutsch- tim hat so weit so wenig Einigkeit bewiesen wie weiland fctr Frankfurter Bundestag, und wir haben leider keinen AisMirck, uns Einigkeit zu lehren oder nötigenfalls einzu- Wltm. Möge das doch mal anders werden! Ich begrüßt jeden Versuch, der in dieser Beziehung gemacht wird, Md woher auch das Vorgehen der hiesigen Deutschen und Äte Dr. Pretorius mit großer Freude; aber erst die nächsten Wahkn können bekunden, ob ein günstiges Resultat erzielt murbt. Die Deutschen gehören fast durchgehends der demo- katischen Partei an und sind als solche schon Gegner der Maiiastration. Die ekelhaften Hetzereien gegen Deutsch- üonb haben uns natürlich erbittert, und zwar nicht nur die Ätwollraten, sondern ebensosehr die Republikaner, zu deren fütiei ja ich auch schon seit langen Jahren gehöre. — Deutsche Interessen in Siam. Unter Hin- a«is iauf die fortwährenden Reibereien Frankreichs und Äglonds in Siam erörtern die „Bangkok Times" die Ktror. siehung deutschen Kapitals, wozu der „Ostas. Ll." remerft: Die Verhältnisse in Siam liegen thatsächlich für •ine Ausdehnung des deutschen Einflusses ungemein günstig. 2m Politische Einmischung ist nicht vonnöten; die deutsch- .rnunUiche Stimmung aber sollte rechtzeitig ausgenutzt ? tiftiben. Wir brauchen nur auf das kleine Dänemark zu flauen, um zu erkennen, wie ungemein nutzbringend Kapital -« »Sicim angelegt werden kann. Daß das energische Auf- »mten des deutschen Reiches in seiner Interessensphäre in CSiina das Vertrauen zu seiner Macht und seiner Entschloss! nheit, auf seinem Rechte zu bestehen, bei allen c ^tischen Völkern in hohem Maße gekräftigt hat, soll auch i im biefer Stelle nicht unerwähnt bleiben. Als getreue Hl-sromsten aber dürfen wir nicht verschweigen, daß die LK Mei sts5. ”ürjttutiC *anbettig*' 6«. *5t, a[j (}; M-st uni> X 1' Wt ist l« H^dlungen A eine durchaus L Eer, beten Has psychologisch^ » leidn r ■ ^ladtschreiber^ man sagt, die 1' Journalist 8 bem Volke Ms ./st gar feine h M Tendenz, bie ’ ^nzollernfürsten/- «rgends ausdck des Dramas, W. Witt gegen da .ist ohne Liebest ische Vorgänge. ' rechtfertigt sein, 1 «eten und nimmt, ® Sprache ist sr Stellen reich an: ler als Verend fr ir fest und warn langes. Herr \ Eisenzahn mit p )ie Damen Williz / l>, Schreiner, M Die ^nszemmz«: ir Echtheit. lichstageS. Kt-i ts amtedjiM-' „ ter«“ ■ Ü »*.((1,1111 ■ Geivrrkl'y % Ä £ «i« ei* 1 f'L'LjÄ » e LLE nL8»9. einer Minderjährigen dringend verdächtig weil au6 übotMacht und auch während sechs Stunden polizeilich ein- ht das MWJ. gejpsm worden. Diese Maßnahmen sind aber den Um- eamtelesens 7 ftätinitit nach als gerechtfertigt anzuerkennen. Die Schuld natorischen s de ^.'Kuller an der ihm zur Last gelegten strafbaren Hand- zKM tz und Nd»prt L.lnilerltnffung des für den Januar in Aussicht genommenen PsinmM bis M RchchZ Sr. kgl. Hoheit des Prinzen Heinrich von Preußen aber btm NW Darmstadt folgende Antwort Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs eingelaufen: Bon der Bildung eines Provinzialausschusses des deutschen Flottenvereins in Gießen habe ich mit aufrichtiger Freude Kenntnis genommen und bin seiner treuen Teilnahme an der gemeinsamen Arbeit für des Vaterlandes Größe sicher. Ernst Ludwig. •* Von der Universität. Der von der Heidelberger Studentenschaft ausgegangene und an alle deutschen Universitäten gerichtete Vorschlag, dem ersten Kanzler des deutschen Reiches zu Ehren: 1) den 21. Juni zum dies academicus zu erklären, 2) am Sitz jeder Universität eine sogenannte „Bismarckssäule" aufzustellen, stand jüngst im Gesamtsenat der Gießener Universität zur Beratung. So freudig der Gedanke einer besonderen akademischen Ehrung des großen Kanzlers — und Ehrendoktors der Gießener Hochschule — begrüßt und anerkannt wurde, so wenig Anklang fand der erste Vorschlag, die Einrichtung eines neuen akademischen Feiertags; es gebe schon jetzt der Gelegenheiten zu feiern, mehr denn genug. Der passende Tag, Bismarcks Andenken zu ehren, sei für Gießen der 1. Juli, der Stiftungstag der Universität. Es wird beschlossen, dem jeweiligen Rektor die Ehrung des großen Toten bei dem Festakt am 1. Juli anheimzustellen. Der zweite Vorschlag wird grundsätzlich gutgeheißen, die Beschlußfassung aber verschoben, bis das Ergebnis der Konkurrenz für die Bismarcksäulen bekannt wird und ein Ueberblick über die Kostenfrage zu gewinnen ist, denn es müsse für ausgeschlossen gelten, daß die Gießener Studentenschaft für sich allein die erforderliche Summe aufbringen könnte. ** Sonder Perfoueuzüge ans Anlaß des Pfingstfestes werden, soweit sie die Station Gießen berühren, gefahren am 20. Mai: Auf der Strecke Gießen — Köln, ab Gießen: 1) morgens 5,35 (Vorzug 1.—4. Kl., in Köln 10,41), 2) morgens 8,30 (Sonderzug 1.—4. Kl., in Köln 1,12), 3) am 20., 23. und 24. Mai, an Gießen 4,45 nachmittags, am 20. und 23. Mai 7,17 nachm., am 20. Mai 11,14 nachm. (Sonder- bezw. Personenzug). Auf der Strecke Frankfurt —Gießen, ab Gießen nach Frankfurt am 21. Mai 2,43 vorm., 4,53 vorm. (1.—3. Kl,), am 20. und 23. Mai 11,50 vorm., am 20., 23. und 24. Mai 4,54 vorm., am 20. und 23. Mai, 6,40 und 8,08 nachm.; an Gießen aus Frankfurt am 20. u. 23. Mai 4,47 nachm., am 19. Mai 7,38 nachm., am 20., 21. und 24. Mai 12,20 nachts, am 19., 20. und 21. Mai 1,27 nachm. In der Richtung nach Marburg: Am 20. und 23. Mai, ab Gießen 4,55 nachm., am 24. Mai 7,49 nachm., am 20., 21. und 24. Mai 12,26 nachts, am 19., 20. und 21. Mai 1,42 nachts; an Gießen aus Marburg am 21. Mai 2,29 und 4,48 vorm., am 20. und 23. Mai 11,50 vormittags, am 20., 23. und 24. Mai 4,45 nachm., am 20. und 23. Mai 3,11 und 8,03 nachm. In der Richtung nach Fulda: Am 20. Mai ab Gießen 11,28 vorm., 5,00 nachm.; in der Richtung Fulda — Gießen: Am 23. Mai, ab Fulda 2,14, an Gießen 4,31 nachm. In der Richtung Gießen — Gelnhausen: Am 20. Mai, ab Gießen 4,29 nachm., an Gelnhausen 6,34 abends. A Mainz, 14. Mai. Alsbald, nachdem im verflossenen Herbste die großen Verkehrsstörungen bei der vormaligen Hessischen Ludwigsbahn eingetreten waren, verlautete mehrfach auf das bestimmteste, daß sowohl zur Entlastung des hiesigen Eisenbahntunnels als auch zur Herstellung einer direkten Linie Mainz-Wiesbaden beabsichtigt sei, im Bereiche des diesseitigen Eisenbahnbezirkes größere bauliche Veränderungen und Neuanlagen vorzunehmen, die hauptsächlich darauf abzielten, mit einer neuen Ueberbauung des Rheins und des Mains und einer Umführung um Kastel eine zweite Linie nach der Gustavsburg und nach Bischhofsheim zu schaffen. Seit dieses Projekt in die Oeffentlichkeit gedrungen, sind viele Monate und Wochen in das Land gegangen, ohne daß etwas weiteres über die Sache verlautete, so daß man vielseitig zur Ansicht kam, das ganze Projekt sei fallen gelassen worden. Dem ist indes, wie wir aus sehr wohl unterrichteter Quelle hören, nicht so, sondern ist im Gegenteil in der Zwischenzeit das ganze Projekt in allen Einzelheiten ausgearbeitet worden und zwar so weit, daß bereits morgen oder übermorgen von Berlin eine bautechnische Kommission zur Prüfung des Projekts an Ort und Stelle hier eintrifft. Wie man uns mitteilt, soll unmittelbar nach Sanktionierung des Projektes durch diese Kommission eine Vorlage zur Bewilligung der Geldmittel zu Ausführung desselben erfolgen. Mainz, 14. Mai. Am Samstag abend kurz vor 8 Uhr traf der neue Schnelldampfer der Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft „Kaiserin Augusta Victoria", auf seiner ersten Bergfahrt begriffen, hier ein. Das prächtige Schiff ist nicht nur der größte und am schnellsten fahrende Personendampfer unserer schönen Rheinflotte, sondern auch thatsächlich der erste Personendampfer, welcher auf deutschrheinischer Werft, aus deutschem Material und ausschließlich von deutschen Händen erbaut wurde und zwar auf der Werft zu Roßlau an der Elbe. Das Schiff ist ein erstklassiges Salonboot von 83 m Länge in der Wasserlinie, 8,2 m Breite zwischen den Radkasten und 1,09 m Tiefgang. Das Schiff hat vier Dürr-Kessel und seine Maschine entwickelt 1250 Pferdekräfte, so daß es den jetzigen größten Rhein- Salondampfer auf der Bergfahrt Köln—Mainz in der Fahrgeschwindigkeit um eine halbe Stunde schlägt. Singen, 13. Mai. Die heute dahier eröffnete, durch den hiesigen Verein der Hundefreunde veranstaltete Internationale Hundeausstellung ist mit etwa 560 Hunden beschickt. Darunter befindet sich eine größere Anzahl ans ersten Züchterkreisen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz. Die Dauer der Ausstellung ist auf Samstag, Sonntag und Montag festgesetzt; heute, am ersten Tage, erfolgt die Prämiierung. Aus der Zett für die Zett. Vor 150 Jahren, am 17. Mai 1749, wurde zu Berkeley der Wundarzt Eduard Jenner geboren, der 1796 die erffe Schutzpockenimpfung mit Kuhpockenlymphe anwandte, clt. r^nntniS/ Ueberstehen der eingeimpften ungefährlichen Kuhpocken für längere Zeit vor den Menschenpocken schützt, führte zur staatlichen Einführung der Zwangs- tmpfung am 1. April 1872 in Deutschland für Kinder im 1. und nochmals im 12. Jahre (Revaccination). Jenner starb am 2o. Januar 1823 in seiner Vaterstadt. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 15. Mai. Eine aufregende Szene ereignete sich am Samstag abend im Zirkus Schumann beim ersten Auftreten des Löwenbändigers Julius Seeth. Bei der zweiten Nummer, dem großen, von zwanzig Löwen gestellten Tableau, wurde eines der Tiere, namens „Romeo", widerspenstig und ging auf Seeth los. Dieser wollte, da er nur mit der Peitsche bewaffnet war, sich die eiserne Stange, die Hauptwaffe eines jeden Tierbändigers, reichen lassen, mußte aber, da dies nicht rasch genug ging und die Situation eine bedrohlichere wurde, die von Eisengittern abgesperrte Manege schleunigst verlassen. Bald kam er wieder mit der eisernen Stange und trieb den furchtbar brüllenden Romeo durch den Verbindungsgang. Alsdann wurde der Löwe mit der Wasserspritze bearbeitet, und er ging endlich in seine Zelle. Da Romeo seit einiger Zeit sich öfters höchst bösartig benommen hat, entschloß sich Seeth, das 17 Jahre alte Tier, das er selbst aufgezogen hat, sofort töten zu lassen. Ein wohlgezielter Schuß in den Kopf, vom Schwager Seeth's, Direktor Albert Schumann, abgegeben, machte dem Leben Romeos ein Ende. Seeth betrat später auf stürmisches Verlangen des Publikums wieder die Manege; er hat keinerlei Verletzung davongetragen. Die Vorstellung nahm alsdann ihren Fortgang. Verkehr, Kand- und Mtksunrtschast. Vietze«, 16. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 1.10—1.20, Hühnereier per St. 0—0 4, 2 St. 9—12 Enteneier 2 St. 11—12 Gänse- eier per St. 10—11 Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 3 4, Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 32 Tauben per Paar 0.80—1.00, Hühner per St. 1.10—1.40, Hahnen per Stück 1.50—2.00, Enten per St. JL 2.60—2.50, Gänse per Pfund JC 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 60—72 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 60—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bis 6.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. * 8.50—9.60, Milch per Liter 16 4- Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marttzeit darf im Nmherziehen nicht feilgeboten werden. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „£>erolbw. Berlin, 16. Mai. In dem gestern zu Ende geführten Vier-Tage-Rennen siegte der Franzose Champion, Zweiter wurde Cordang. Trient, 16. Mai. In Siuj in Dalmatien fand gestern mittag ein heftiges, von donnerähnlichem Rollen begleitetes sechs Sekunden dauerndes Erdbeben statt, welchem später noch ein vier Sekunden dauernder Erdstoß folgte. Die Ortschaften Turjai und Trilj wurden stark beschädigt. Zahlreiche Personen trugen Verletzungen davon. Haag, 16. Mai. Die Frage der Zulassung von Vertretern der Presse zur Eröffnungssitzung der Friedens- Ko n fe r e n z ist im Prinzip günstig entschieden. Man wird nur die Tragfähigkeit der Gallerie des Sitzungssaales prüfen. Gestern nachmittag verließ der päpstliche Nuntius den Haag. Er wird während der Dauer der Friedens-Konferenz seinen Aufenthalt in Luxemburg nehmen. Paris, 16. Mai. Heute nacht 2 Uhr ist der hervorragende Kunstkritiker und Journalist Sarcel im Alter von 71 Jahren gestorben. Paris, 16. Mai. Große Sensation erregt die vom „Temps" gebrachte Enthüllung der vier Schriftstücke, welche dem Kriegsgericht von 1894 im Beratungszimmer durch den Vorsitzenden Obersten Manrel den Richtern vorgelegt worden sind. Diese Schriftstücke sind: 1. das gefälschte Panizzardi-Telegramm, 2. das Schriftstück Gelte Canaille de D. 3. ein vergleichendes Schriftstück, nämlich ein Brief Schwartzkoppens an Panizzardi, welcher beweisen sollte, daß das erste Schriftstück Sette Canaille de D. von demselben Militär-Attache herstamme, 4. eine Abhandlung über Dreyfus, worin dieser angeklagt wird, verschiedene Artillerie-Geheimnisse an Deutschland ausgehändigt zu haben. Der Vorsitzende gab den Richtern diese vier Schriftstücke eins nach dem anderen in die Hände und erklärte, der Buchstabe D. bedeute Dreyfus und das Schriftstück stamme von Schwartzkoppen. Dann lenkte er die Aufmerksamkeit der Richter auf die Panizzardi- Depesche, welche bekanntlich im Kriegsministerium gefälscht worden war. Nachdem die Richter einige Minuten über diese Schriftstücke nachgedacht, erfolgte die Abstimmung, wonach Dreyfus einstimmig verurteilt wurde. Diese Veröffentlichungen des Temps, welcher die Mitteilungen wahrscheinlich von einem Mitgliede des Kriegsgerichts von 1894 erhalten hat, wird die Annullierung zur Folge haben, selbst wenn der Kassationshof die Revision ablehnen sollte. Madrid, 16. Mai. In Valadolid ist der Belagerungszustand aufgehoben worden. Z' dass d. bekannten Kuren geg. Angst, IVvl VUmvU Zwangagedanken, Schlafloeigk, Asthma, Hera- ?rreg., Magen- u. Darmträgh., Schwächezust, def. Gicht etc. auch in d. Jahre v. April biß Okt. in Auerbach9 Hessen stattfinden. Prosp. üb. Eigenart u. Wirkung frei. 2535 Dr. Borcherdt. kJ Gnauth. 8097 Alten-Buseck, den 16. Mai 1899. 01841 Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag !/a2 Uhr statt. Dr. Naumann. 3989 897! Bmner'sche Bade-Anstalt H. C. Werner, 01840 Der Vorstand des Krieger Vereins Lohra. 3984 ganz ergebens! ein Achtungsvoll 39H 3988 Heinrich Benner II. NM« Gestern nachmittag mußte in der Mar- burqerstraße ein 3992 Ni rechtzeUige Lieferung keine Garantie übernehmen kann. 3993 Karl Frensdorf. Gin Lauföürschchen auf sofort gesucht. 3974 sofort gesucht. 3975 Dampswnschaustall „Edelweiß". Versammlung in Passau. 3991 Sttllell-Geluchk Vermietungen Mietgel uche 3n urr hülfen Offene Stellen Uereine junges, dick gefleischtes Pferd wegen Beinbruch von Pferdemetzger Keßler geschlachtet werden. Tages-Ordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Feststellung des Etats pro 1899/1900. 3. Rechnungsablage pro 1898/99. 4. Geschäftsbericht pro 1898/99. 5. Bauprojekte. Der Vorsitzende: von Bechtold. Kreis-Krieger-Verbandsfest. Zu dem am 16. und 17. Juli d. I. zu Lohra, Kreis Marburg, stattfindenden Verbandsfest mit Fahnenweihe sollen die Wirtschaften und Plätze für Karussells, Schaubuden rc. am 583. Mai, vormittags 11 Uhr, im Gasthaus zum Löwen (am Bahnhof) verpachtet werden. Bedingungen liegen dortselbst offen. Zwei Einjährige suchen 2 ober 3 freundlich möblierte Zimmer per 1. Juni. Offerten unter A. Z. 01830 an die Expedition dieses Blattes. KeselNgkeitsverein Kkeiöerg. Einladung!ur Gknernl-VersanioilW am SamStag dem 27* Mai d. I., nachmittags 4 Uhr, auf der Aurg Hleiöerg. Emil Fischbach, Seltersweg. Sonnen- u. Aegenschirm-Wersteigerung Donnerstag den 18. Mai, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich kommissionsweise in der Restauration zur Wefteudhalle, Bahnhofstraße 48, einige Hundert Wegen- und Sonnenschirme in nut modemu Farbe« einen Pfeilerspiegel mit Trumeaux, einen großen Wandspiegel, einen hochfeinen Divan, etwas Gold- und Silbersachen, Mefser, Löffel, Gabeln und noch verschiedenes. und Schwimm-Anstalt ist eröffnet. Neuester vervollständigter Placat-Fahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Giesscib Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn» zum Preise von 580 Pfg. in der Expedition des Giessener Anzeigers vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. Grund- und Kasten-Bäder. Der Abonnementspreis beträgt für die Kinder-Abtellunqen Mk. 3.50 für freies Bassin Mk. 4, für Zellenbäder Mk. 5 Familien Preisermäßigung. Mache die Herren Studierenden auf einen Saisonpreis mit Mscst für 6 Mk. aufmerksam. Die Aufsicht, sowie der Unterricht im Schwimmen wird von mir selbst, sowie durch tüchtiges Personal geleitet. Die Anstalt entspricht allen Anforderungen und steht zu gebermanni Ansicht offen. Für Leibes-Uebungen sind Reck, Trapez, Lausbaum rc. angebtafit. Man bittet, die billigen Preise zu beachten. Zum Abonnement ladet Vergebung von Bauarbeiten. Die Erbauung eines zweistöckigen Konfirmandenhauses soll an einen Unternehmer vergeben werden Bewerber können Pläne, Bedingungen und Baubeschreibung bei den Architekten Herren Stein & Meyer einsehen oder auch gegen Erstattung der Koptalgebühr in Empfang nehmen. Angebote sind in verschlossenem Umschlag, mit entsprechender Aufschrift versehen, dem Unterzeichneten bis zum Abend de» 24. d. Mts. einzureichen. Gießen, den 16. Mai 1899. Der evangelische Gesamt-Kirchenvorstand. ♦®*®ww**®*®^e*** Drucksachen für den Privatbedarf Redaktion: L. Burkhardt. — Druck und «erlag der Brühl'schm UniverfitätS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. 3>ie Heutig- Yummer umfaßt 10 Seile» Todes Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute nacht V212 Uhr unsere liebe Gattin, Mutt«, Großmutter und Schwägerin Elisabetha Müller, grbamme, nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenm: Wilhelm Müller 111. verschiedenes Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof von jetzt ab bis zum 15. August d. I. von morgens 6 Uhr bis abends 9 Uhr geöffnet bleibt, und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glock-.uzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 15. Mai 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. fax, 15. Mm 1 wrmittag 10 lhrt , teilen das neue Mn - ring, im allgemeine! M, 14. Mai 1 \\{ M die m § 1 MicheMe herbei 1 ehrenhafter Mann I deu vielen unb ar I zuhelfen unb das - an der Spitze bk : Innern: im übrige ; ganz umgestaltet, i bleibt, dagegen ill i Mim das Krieg ! Bisconti-Penosta t 1 mehrmals, btfonbe. ! Som'm iß nity, 1 i gtfttlen, fonbttn ißn 8 SoftUi unb ba$ M II jlaatssekretiir Saland !PrLm seine llnterft 1 wertvoll ift, ba Son I Politikern bar grvs > wLrtige Politik bet i Franzosenftennd gi i Frankreich weiter \ ' Dreibünde abzulass 1 "an an, daß Jtal« 8819] Ein schöner, fast neuer Herd, 1 Wasch-, 1 Kachel-, 1 Wormser- Ofen, 2 Hängelampen, 1 Badewanne, 1 Polstersessel wegzugshalber billig zu verkaufen. 3819 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. MWi-Verm. Der Moöe-Ieffanzug ist zur gest. Ansicht der Herren Mitglieder in meinem Lokale aufgestellt. Diejenigen Herren, welche auf einen Anzug reflektieren, muß tch dringend ersuchen, innerhalb 8 Tagen zu bestellen, indem ich sonst für als: Visitkarten, Verlobungskarten, Vermählungsanzeige» Gratulationskarten, Einladungskarten, Trauerbriefe Danksagungskarten, üochzeitszeitungen etc. liefert rasch und. billig in jeder Ausführung die Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch Erben), Schulstrasse Aerlik 15. 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