Atz Sofci Diäten Bn Preisen. 1 jr., 8-/, H ?esseu. Gesellschaft nnb ju jeroonnenen Seteiniiß’ Irfion nach dm ty* eJ®& öes AongrÄ m) Nch der Etz, wichtigen einen. M M Krankfurl« #;f: nmlußg». le Sereinijobr.!. Mmüih# Vichtige Sereinäi^mbt t Der VoreUai V. wM #'/, Uf)f. ' ", med. Koep\ WMpE ityMet ift jchr Der Vorstand. 1899. Kgsev, März' if 1881 Mlkn-ten vis- lerf gilben«^ rtugieft" s&** ST* apiuiu»**' Jen Etiketten- 1.5», *'> ehe Mk. 3.- Zuckerkranke. 2358 tos u=i detail: essen- Freitag den 17. März M. 65 Zweites Blatt 1899 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. virrteljährlich. »v aatzme een «nzeigen zu der nachmittag» für ben filtzenden Lag erscheinenden Nummer bi» norm. 10 Uhr. Aetugspreta vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf^ mit Bringerlohn. Alle Anzeigen-LermittlungSstellen de» In- und LuSlandeM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Grfcheint ILgNch mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener >«*i(iener6fttr »erden dem Anzeiger »»chentlich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. Rebehten, Lrpedition und Druckerei: Kchnlvr.tze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Zandwirt, Klätter für hesiische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Htetz«. Fernsprecher Nr. 51. Zur Beisetzung des Fürsten Bismarck. Noch ruht Deutschlands großer Kanzler im Sterbe- zimmer des FriedrichSruher Schlosses, wo sein Sarg eine provisorische Stätte gefunden hatte, bis ein des gewaltigen Mannes würdiges Mausoleum errichtet worden war. Bisher hatte man angenommen, daß die Ueberführung der sterblichen MKe des Fürsten in das Mausoleum am 1. April statt- pnbfc'n würde, in letzter Stunde scheint dieser Plan aber auf- gcgrben worden zu sein, und der feierliche Akt erfolgt be- reitr am heutigen Donnerstag. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist her Tag gewählt mit Rücksicht auf das Eintreffen der Leiche der verewigten Fürstin, welche nunmehr neben'ihrem demahle ihre bleibende Ruhestätte finden soll. Ursprünglich waren weitgehende Pläne gemacht worden, damit große Kreise an der Ueberführung der Leiche des Fürsten in das Mausoleum beiwohnen könnten. Noch einmal sollte das deutsche Volk Gelegenheit haben, seiner Liebe, Verehrung und Bewunderung für den Altreichskanzler Ausdruck zu geben. Denn ein Volk, das seine großen Toten chrt, ehrt sich selbst, und kaum einen größeren Toten hat es in Deutschland je gegeben, als es Fürst Bismarck, der eiserne -anAler war. Wir sind davon überzeugt, der Tag seiner endlichem Beisetzung hätte den Beweis geliefert, wie tief noch die Oerehrung für den Toten im Herzen des deutschen Volkes vurzelt, wie dankbar ihm jetzt und immerdar ganz Deutschland dafür ist, daß er es sich zu seiner Lebensaufgabe gerächt hatte, ein einiges Reich herzustellen, die deutschen Stämme zu sammeln, sie in ihrer Gesamtheit mächtig und -groß nach außen hin zu machen. Die Beisetzung soll nun aber in engem Kreise stattfinden. Kaiser Wilhelm läßt es sich nicht nehmen, dem treuen Diener seines Großvaters das litztr Geleit zu geben, und das deutsche Volk ist dem Herrscher dankbar für dieses Zeichen der Pietät. Sonst wird iie Beteiligung an der Feier sehr begrenzt sein; nur ein rusrrlesener Kreis von Personen dürfte Zutritt erhalten. Das Mausoleum im FriedrichSruher Park wird nun ton deutschen Volkshelden aufnehmen, mit dessen Namen die Gründung des Reichs eng verknüpft ist, lausende und aber- ckusende werden ihre Schritte lenken nach dem Sachsenwalde, m ihren Tribut zu zollen dem Manne, der so großes ge- lltiftrt hat. Der Name des Fürsten Bismarck wird fortleben m d«er Geschichte, wenn auch längst der Leib zu Asche ge- nsoeben sein wird. Durch viele Generationen hindurch wird tot Verehrung und Bewunderung sich fortpflanzen, und mit Macht werden unsere Nachkommen sich erzählen, von den Astesthaten des Mannes, dessen Hülle im Parke von Friedrichsruh beigesetzt worden ist, deffen Werke aber hoffentlich alle Zeiten überdauern. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 15. März. Wie ein Berichterstatter meldet, ist für die dritte Lesung der Militär-Vorlage ein Verständigungsversuch gemacht, welcher sich in der Richtung bewegt, daß in einer vom Centrum beantragten Resolution die Bereitwilligkeit ausgesprochen wird, später den Wünschen der Militär-Verwaltung betreffend die Kopfstärke der Bataillone zu entsprechen. Berlin, 15. März. In der Budget-Kommission des Reichstages wurde heute für die höheren Unterbeamtenstellen in der Postverwaltung die beantragte Gehaltsaufbesserung beschlossen und bezüglich der Postassistenten eine Resolution angenommen, nach welcher dieselben im nächsten Jahre etatsmäßig angestellt werden müssen. Berlin, 15. März. Der Kaiser sprach heute morgen bei dem Staatssekretär v. Bülow vor. Um 10Uhr hörte er den Vortrag des Chefs des Civil-Kabinetts und um 11 Uhr denjenigen des sächsischen Kriegsministers. Zur Frühstückstafel beim Kaiserpaar waren geladen u. a. der Admiral L la suite v. Knorr. Berlin, 15. März. In einem Anfalle von Geistesumnachtung hat sich heute vormittag im Grünewald der bekannte Schauspieler am deutschen Theater Hermann Müller erschossen. Friedrichsruh, 15. März. Die Leiche der Fürstin Bismarck ist heute nacht hier eingetroffen und nach dem großen Salon des FriedrichSruher Schlosses gebracht worden. Auch der Sarg, der die Leiche des Fürsten birgt, wurde in den großen Salon getragen. Beide Särge wurden auf einen gemeinsamen Katafalk gestellt. Vor Ueberführung der Leiche nach dem Mausoleum wird im großen Salon eine Trauerandacht abgehalten werden. Bei der morgigen Ueberführung wird der Kaiser, der vormittags IV/g Uhr in Friedrichsruh eintrifft, unmittelbar hinter dem Sarge schreiten. Nach Beendigung der Feier kehrt der Kaiser sofort nach Berlin zurück. — Sozialdemokratisches. Auf der zu Ostern zusammentretenden Landeskonferenz der Sozialdemokratie Sachsens wird es vorausichtlich wieder zu heftigen Auseinandersetzungen kommen. Zunächst ist über die Frage der weiteren Beteiligung an den bevorsteherden Landtagswahlen Beschluß zu fassen. Hier stehen sich die Anschauungen ebenso diametral gegenüber, wie bei den letzten Ergänzungswahlen. Obgleich diese infolge der Einführung des Dreiklaffen-Wahlgesetzes eine schwere Niederlage für die Sozialdemokratie bedeuteten, ist der überwiegende Teil der Führer, denen der „Vorwärts" energisch sekundiert, doch für Wahlbeteiligung, weil dieselbe die beste Gelegenheit bietet, die Massen agitatorisch zu erregen. Dagegen haben verschiedene starke Versammlungen strikte Wahlcnthaltung beschlossen, und daß die Leipziger und Zwickauer Wahlkreise ihren früheren ablehnenden Standpunkt festhalten werden, ist jetzt schon gewiß. Nicht minder erregt wird der Meinungsaustausch über den aus Anlaß der Aufhebung des Verbindungsverbotes für politische Vereine der Landeskonferenz zu unterbreitenden Parteit'Organisationsentwurf für Sachsen werden, nachdem das Land in vier Agitationsbezirke eingeteilt, die selbständige Organisation der einzelnen Reichstagswahlkreise aber beibehalten werden soll. Hiergegen macht sich, namentlich unter den Leipziger und Chemnitzer Genossen, starke Opposition geltend. Diese verlangen zum Zweck einer strafferen Organisation die Gründung eines sozialdemokratischen Landesvereins, wie in Württemberg und Bayern, dem die Lokalvereine korporativ beizutreten hätten. T., R. Ausland. Haag, 15. März. Die Liste zur Einladung der Abrüstungs-Konferenz ist der niederländischen Regierung von Seiten Rußlands nunmehr überreicht worden. Die niederländische Regierung wird in den allernächsten Tage» an die verschiedenen Regierungen Einladungen ergehen lassen. London, 15. März. Ueber einen Unfall, welcher dem Prinzen Heinrich von Preußen zugestoßen ist, wird aus Shanghai telegraphiert: Während Prinz Heinrich dem Stapellauf eines kleinen Panzers beiwohnte, fiel ihm ein Stück Holz auf den Kopf und brachte ihm eine stark blutende Wunde bei. Der Prinz hielt dennoch die beabsichtigte Rede und behandelte den Unfall als unbedeutend. Paris, 15. März. Im Prozeß Gohier wurde heute vormittag, nachdem die Geschworenen sämtliche Schuldfrage» verneint hatten, der Angeklagte unter ungeheurem Jubel des Auditoriums, in welchem die Freunde Gohiers in großer Zahl vorhanden waren, freigesprochen. Kopenhagen, 12. März. Mit der Geburt eines Prinzen auf Schloß Sorgenfrei scheint die Thronfolge in Dänemark nach menschlichem Ermessen auf lange Zeit gesichert — nicht weniger als drei Thronfolger nennt Dänemark jetzt sein. Der neugeborene Prinz stammt in direkter Feuilleton. Künstliche Seen und Thalsperren. Line Ltudie aus der moderuen Wafserbautechuik. Von Karl Rudolfi. (Nachdruck verboten.) Wenn von der Ausnutzung der Naturkräfte zu mensch- llihe« Zwecken die Rede ist, denkt jeder, wie dies nach dem Scrl rufe der technischen Entwickelung unseres Jahrhunderts mit anders sein kann, zunächst an Dampf und die mit tojjen Hilfe erzeugte Elektrizität. Fast unbemerkt bleibt es bibei, wie eine Naturkraft im Begriffe steht, sich die früher imecgehabte Stellung und Bedeutung wiederzuerringen, aus btr fie durch die moderne Entwickelung verdrängt wurde. Lir meinen damit die Kraft des fließenden oder fallenden Laßsers, welche vor kaum hundert Jahren ihre führende M« an die Dampfkraft abgeben mußte, binnen kurzem aber das Bild mancher Gegenden gänzlich verändern, und oon ungeahntem Einfluß auf vielen Gebieten des wirtschaft- lichem Lebens werden wird. Auf allen Gebieten der Wasserbautechnik herrscht emsiges Deiben und lebhafte Arbeit; der zweihundert deutsche Meilen Cenge Seeschifffahrtsweg, welcher dem russischen Reiche die am englischer Willkür unabhängige ersehnte Verbindung Wslhen der Ostsee und dem Schwarzen Meere geben soll, Md allen Ernstes in Angriff genommen; das Zustande- fhirren des Kanales, welcher quer durch Deutschland von Kkstom nach Osten führen soll, und eine sich hundertfach brzEt machende wirtschaftliche Großthat sein wird, ist nicht nch: anzuzweifeln, und die Ausnutzung der Gebirgswässer zj» rain fabrikatorischen Zwecken macht reißende Fortschritte. Dabei ist eine uralte Idee wieder zu Ehren gelangt, welche schon vor langen Jahrtausenden die Wassermüller dazu führte, sich künstliche Staubecken und Teiche anzulegen, um unabhängig von den Launen einer bald regenreichen, bald trockenen Reihe von Tagen die nötige Wasserkraft zur Verfügung zu haben. Der Unterschied zwischen einst und jetzt liegt aber darin, daß man statt armseliger Teiche von einigen Hektaren Oberfläche und 2 oder 3 Meter Tiefe Wasserflächen schafft, welche die Größe und Tiefe stattlicher Seen haben und, da sie meistens in gebirgigen Gegenden liegen, dem landschaftlichen Reize ihrer Umgebung nur zur Zierde gereichen. Anch in alten Zeiten sind derartige Werke bereits angelegt worden, und zwar zu Bewässerungszwecken. Merkwürdigerweise haben die Chinesen, die, wie ihre zahlreichen und langen Kanäle beweisen, schon vor Jahrtausenden Meister des Wasserbaues waren, an der Schaffung von Thalsperren nicht gedacht, welche bei den regelmäßigen Ueber- schwemmungen ihrer großen Ströme von geradezu unberechenbarem Nutzen gewesen wären. Die ersten, welche diese Idee, und zwar gleich in ungeheurem Maßstabe, verwirklichten, waren die Aegypter, welche schon um 2200 vor Christus unter König Amenemha III., mit dem Beinamen (guten n Meri" (d. i. Seekönig) den bekannten See Möris schufen, welcher westlich vom Nil in der Oase Fayüm belegen ist, und, da er unter dem Hochwasserniveau des Nil liegt, sich alljährlich von selbst mit Wasser füllte, welches, in tausende von Adern verzweigt, weite Flächen sterilen Wüstensandes in fruchtbare Gegenden verwandelte, und übrigens auch die zuweilen allzu reichlich ausfallende Nil- uberschwemmung in wohlthätiger Weise regulierte. Natürlich verfiel das segensreiche Kulturwerk, wie so manches andere, in den Stürmen der späteren Zeiten, und der Wanderer, der heute diese Stätten besucht, findet nur noch klägliche Reste des einstigen Weltwunders, welche unter dem Namen Birket el Kerun bekannt sind, und in keiner Weise mehr ihrem ursprünglichen Zwecke entsprechen. Die Kultur hat sich eben andere Heimstätten gesucht, und man muß nach ihren heutigen Centren wandern, um Thalsperren und künstliche Seen in größerer Zahl teils schon vollendet, teils in Ausführung begriffen zu finden. Dar wesentlichste bei diesen Anlagen ist der Sperrdamm, welcher bei niedrigen Stauhöhen aus Erde aufgeführt wird, sobald es sich aber um größere Becken handelt, aus Mauerwerk auf das massivste erbaut und mit wasserbeständigem Zement und Beton versehen wird, um dem ungeheueren Drucke der Wassermassen stand zu halten. Natürlich legt man solche Sperrwerke am liebsten in oberhalb geräumigen, nach abwärts sich verengenden, mit steilen Rändern versehenen Thalbecken an, deren Untergrund fest genug ist, das schwere Sperrwerk zu tragen und Durchquellungen und Unterspülungen zu verhindern, und deren Kultur niedrig genug ist, um die Grunderwerbskosten nicht ins ungemessene zu steigern. Die Vorteile eines wasserreichen Stausees sind aber s» vielseitig, daß im nachstehenden nur die wichtigsten hervor- gehobe» werden können. Zunächst wird damit eine gleichmäßige Betriebskraft für industrielle Werke in Gebirgs- thälern und auch weit in die Runde geschaffen. Seit der im Jahre 1891 auf der elektrischen Ausstellung zu Frankfurt am Main dem Publikum vorgeführten elektrischen Ueber- tragung eines namhaften Teiles der Kraft des Lauffeuer Neckarfalles nach dem 177 Kilometer davon entfernten Ausstellungsplatz hat man den ungeheueren Wert dieser fast ungenutzt dahinfließenden Stromkräfte erkannt, und es ist kein utopisches Traumbild, daß die Industrie in den nächste» Jahrzehnten aus den unheimlich anwachsenden Großstädte» aufs Land hinauswandern und ihre Maschinen statt mit Kohle durch Wasserkraft oder durch mittelst Wasserkraft er- ununterbrochener männlicher Linie vom ersten Oldenburger auf Dänemarks Thron, von Christian I.; ein jüngerer Sohn seines Sohnes Christian III. nämlich war Stammvater der Glücksburger. Im ganzen Lande erregte die Geburt des Prinzen freudige Teilnahme. Sowohl der überaus beliebte Prinz Christian als auch seine junge Gemahlin erfreuen sich der allgemeinsten Sympathie, ja, es muß überraschen, wie schnell sich die junge deutsche Prinzessin durch ihr liebenswürdiges, anspruchsloses Wesen trotz der vollkommenen Zurückgezogenheit, in der sie lebt, diese Sympathie erwarb. Für den alten König bedeutet die Freude, den ältesten Sohn seines ältesten Enkels in den Armen halten zu könne!', einen Lichtstrahl in dieser dunklen Zeit der Trauer. Dieser Tage wird die Mutter der Prinzessin Alexandrine, die Großherzogin Wittwe Anastasia, eintreffen. K. Z. Males und UrovinMes. In Sachen der preußisch-hessischen Eisenbahn-Gemeinschaft wird den „Berl. N. Nachr." (zum Teil in Bestätigung von schon Bekanntem) geschrieben: „Bor Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn und der Betriebsgemeinschaft mit Preußen war der Reinertrag der Hessischen Staatsbahnen ein äußerst geringer. Die volle Betriebsgemeinschaft mit Preußen trat am 1. April 1897 ins Leben; aber die Verwaltung der Hessischen Ludwigsbahn wurde bereits am I. Januar 1897 für Rechnung von Preußen und Hessen geführt. Aus diesem Grunde kann auch das Betriebsjahr 1896/97 zur Vergleichung der früheren mit den jetzigen Eisenbahn-Einnahmen nicht herangezogen werden, sondern »an muß auf das vorhergehende Betriebsjahr 1895/96 znrückgreifen. In diesem waren die Einnahmen folgende: I. Hessischer Anteil am Reinertrag der Main- Ncckar-Eisenbahn....... 1276465 Mk. 2. Reinertrag der Oberhessischen Bahnen . 328365 „ 3. Desgl. von 3 kleinen Bahnen .... 14640 „ zusammen 1619290 Mkl Vorstehende Summe bildet den sogenannten Betriebsüberschuß. Um die Reineinnahmen für die Staatskasse zu finden, sind von diesem Betriebsüberschuß die Zinsen der Eisenbahnschulden mit 1 514721 Mk. und der Staatszuschuß zu den garantierten Linien der Hessischen Ludwigsbahn mit 225000, insgesamt 1 739 721 Mk. abzuziehen; es ergiebt sich dann nicht nur keine Reineinnahme, vielmehr war ein Zuschuß aus der Staatskasse von 120431 Mk. erforderlich. Demgegenüber stellten sich die Eisenbahn-Einnahmen nach der Verstaatlichung und seit der Betriebsgemeinschaft wie folgt: In das Budget für die Finanzperiode 1897/1900 sind die Einnahmen aus den Staats-Eisenbahnen mit 9891000 Mk. eingestellt, zieht man hiervon die Schuldzinsen mit 7 695000 ab, so verbleibt ein Reinertrag von 2196000 Mk. Die tatsächlichen Einnahmen für 1897/98, dem ersten Jahr der dreijährigen Finanzperiode, haben aber den Voranschlag um 1 067 080 Mk. überschritten, es ergiebt sich daher ein faktischer Reinertrag von 3263080 Mk. Vergleicht man diesen Betrag mit dem Defizit von 1895/96 im Betrage von 120000 Mark, so ergiebt sich — wenn man den Ausfall an früher von der Hessischen Ludwigsbahn gestellten Staatssteuern mit 250000 Mk. in Abzug bringt — eine Besserung der hessischen Finanzen von 3168 000 Mk. Die Betriebsgemeinschaft hatte somit ein sehr günstiges Resultat für Hessen. Unter solchen Umständen ist es nicht zu verwundern, wenn die ursprüngliche Opposition völlig verstummt ist, zumal auch die mit dem Uebergang verbundenen vorübergehenden Unbequemlichkeiten und Störungen längst geregelten Verhältnissen Platz gemacht haben und allen irgend erfüllbaren Wünschen der Bevölkerung Rechnung getragen worden ist." den Fenstern eines guten Teiles der Häuser. Sehr bezeict nenb für das Interesse, das auch in weiteren Kreisen de elsässischen Bevölkerung solchen Zeugen einer durch praktisch«' Kunstsinn ausgezeichneten Vergangenheit entgegengebract wird, ist die Thatsache, daß sich in diesem kleinen kürzlich ein „Verein zur Erhaltung von Reichenweier Aln: tümern" gebildet hat. In hübscher Ausstattung liegen nunmehr die Satzungen dieses Vereins vor, zu denen " junger elsässischer Künstler, I. Jacques Waltz, ein Sv des hochverdienten Konservators des Kolmarer Schongavc - Museums, ein sehr hübsch gezeichnetes stimmungsvolles Till blatt beigesteuert hat. Der Verein will den Zustand Reichenweier Altertümer feststelleu und deren Erhaltung du^ Intervention bei der „Gesellschaft zur Erhaltung D’ historischen Denkmälern des Elsasses" und bei der (Semei1 Reichenweier herbeiführen, erforderlichenfalls auch diese b regeln durch Subventionen, Uebemahme von Arbeits- u Aufsichtskosten unterstützen, je nachdem auch selbständig h 4"'^' SÄ?"'.»«»' «Sin (Köm 118 «e(b«t l««be 5*9*" * Ä L’ 'n w ° mit ^de Wi fteut ’’ 1 ^und °tt"° d" > in oCt S Ä b* KiÄ-bs' VW- Dir tzll fchzuMm, °v es Aufmerksamkeit du qmrnd von Toulo Möglichkeit ^nes v Iidi, cm solchs kc Wwerk enthalten» tad) Einschlepper Pulvermagazin au bit Pulvermagazin und sie isolieren n Kredit von bem A ■ WW Cnn. Men hat.unter wnbening deutscher Noch vor 15 Jahrei 200000 deutsche E Micher Sutoanbi diese M ÜU' V« Wmtnluiy c ersreuliche Rücksch entwickelt hat, si aufrichtiger Gesel Wein einschenken Lande harrt, sie Vissende Mensch! finden, daß eine oft notwendig ifi der Vereinigten i baijtim, bafc ein I nid/t bat bebeutet, für den deutschen N dieser Richtung und dn undrratenen u gehende „Deutsch dem eben ausgesai verflossenen Jahr f< fln Deutsche und jh ,,n einzelnen für Nlieiten, Ache Ueber 10000 Mich Arbeit nach ^ftrn wieder 35 Mckgrsandt werd darunter. au t Deutsche tzrseW D1Qnn ltarl Tchar nannt, eine Huld 'Hast nur dein se ""begrenzten Reic ^ob Astor äug > °°r bttn gd daß er ein > 6* M» Eine Last find 100,000 Mark Baar-Geld gewiß nicht für den Glücklichen, der am 14., 15., ^.. IB. unb 19. Avril den Haupttreffer der WohlfahrlS-Lofe L Mk. 3 30 (Porto und Liste 30 Psg. mehr) der 2. Lotterte zu Zwecken der deutschen Schutzgebiete gewinnt. Lose empfiehlt das General-Debit Ludwig Müller & Eo., Bankgeschäft in Nürnberg, tn München »no hier alle LosoerkaufSstellen. erscheint. Er stand tief südlich am Himmel, bewegt sich aber nordwärts, und sein Ort war am 6. März gemäß ! der Beobachtung auf der Lick-Sternwarte: Rektascension 54» ii; Deklination 24« 9'. Nach den vorläufigen Rechnungen auf dieser Sternwarte erreicht der Komet am 14. April seine Sonnennähe. Am 16. März steht er in 54« Rektascenston und 12« südlicher Deklination, also südlich von den Sternen ö und e in Eridanus. Am 5. März hat Professor Wo l s auf der Sternwarte Königstuhl bei Heidelberg einen äußerst I lichtschwachen Kometen photographisch entdeckt, der an Hellas- I feit einem Sternchen 11,5. Größe vergleichbar war. Es I ergab sich, daß es der Tultlesche Komet von 13*/5 Jahren I Umlausszeit ist, dessen Wiederkehr im gegenwärtigen Jahre I rechnungsmäßig zu erwarten war. Derselbe ist zuerst im I Jahre 1790 gesehen worden, darauf blieb er unsichtbar bis I zu seiner Rückkehr 1858, wo er als periodisch erkannt wurde. I Rechnungsgemäß kehrte er 1871 und 1885 zur Sonne I zurück, war aber so außerordentlich lichtschwach, daß er nur I mit den größten Ferngläsern gesehen werden konnte. Für I die Wiederkehr im gegenwärtigen Jahre war von Dr. Rahts I in Königsberg eine genaue Vorausberechnung erfolgt, wonach I er in den Monaten März bis Mai vielleicht sichtbar werden könnte. Dies hat sich also bestätigt, doch steht der Komet von dem vorausberechneten Ort etwas weiter ab, als man I erwarten durste. Die Helligkeit des Kometen wird bis Ende März voraussichtlich nur sehr wenig zunehmen. * Uniformen auf der Buhne. Bon einem neuen Zensurstückchen sind die Wiener Privatbühnen betroffen worden, indem ihnen sämtliche österreichischen Uniformen von der Szene weggestrichen sind. An einem der letzten Vormittage I wurden die einzelnen Vertreter der Privatthealer vor das zuständige Polizeibureau ihres Bezirks geladen, wo man ihnen die I betreffende Verfügung der Zensurbehörde der Statthalterei vorlas. In dieser heißt es, daß „von nun an sämtliche auf Wiener I Privattheatern gezeigte Militär- und Beamtenuniformen sich in derart markanter Weise von den zurzeit in Oesterreich üblichen unterscheiden müssen, daß jede Verwechslung aus- aeschlo sen erscheint." Die Vertreter der Bühnen mußten darauf durch Unterschrift bestätigen, daß ihnen die Verfügung mitgeteilt worden ist. Damit sind die österreichischen Uniformen denn in der That so gut wie verbannt von der Wiener Privatbühne. Die Direktoren wollen übrigens wie es nicht anders zu erwarten war, gegen die neue unwillkommene Verfügung Protest erheben. * Verkehrswesen. Wie sehr man in England bemüht I ist, das Reisen bequem zu machen, zeigt der Bericht über I die am 9. ds. Mts. erfolgte Eröffnung einer neuen Linie I der Great Central Railway, welche von London nach der I Ostküste führt. Die Züge dieser Eisenbahn bestehen nur aus Wagen 3. und 1. Klasse, die Wagen 3. Klasse sind alle mit gepolsterten Bänken und riesigen Fenstern versehen. ! Außerdem giebt es einen Speisesalon und einen Küchen- I wagen für die 3. Klasse. Der von der Central Railway gebotene Komfort erregt sogar in England Aufsehen. Ein Passagier 1. Klasse kam dieser Tage erst in dem Augenblick, als der Zug sich in Bewegung setzte, sprang rasch in den I hintersten Wagen und pries den Zufall, der ihn gerade in I einen Wagen der 1. Klasse geführt hatte. Erst beim I Essen erfuhr er, daß er 3. Klaffe fahre, worauf er erklärte, I er werde ferner überhaupt nur 3. Klasse fahren. ♦ M.P.C Submarine Boote. DerIngenieur D. Alton, I welcher das letzte Nordenfelt'sche submarine Boot konstruierte, I und dasselbe in den Jahren 1886 und 1887 führte, bis es I verloren ging, verurteilt in einem Briefe an die Londoner I „Ingenieur-Zeitung" ausnahmslos alle Arten von submarinen Fahrzeugen. Er sagt, daß die Konstruktion solcher Schiffe eine Art Verrücktheit zu sein scheint, von der die verschiedenen Staaten zu gewiffen Zeiten befallen werden, I bei der zunächst überall derselbe Enthusiasmus herrscht, dieselben Hoffnungen gehegt werden und derselbe Unsinn ge- schwatzt wird. Das submarine Boot mit seinem geringen Tragvermögen und der Gefahr für die eigene Besatzung ist I als Kriegsmaschine undenkbar, oder wie Lord Beresford sagt: Dasselbe ist eine ganz nutzlose Kriegsmaschine schon wegen der fehlenden moralischen Eigenschaften der Mannschaft, welche stets in Himmelsangst schweben würde. Die Resultate mit dem Nordenfelt-Boote haben die völlige Unmöglichkeit jeglicher Art von Unterseeschiffen gezeigt. In der deutschen Marine sind solche Versuche bisher nicht gemacht worden, da, abgesehen von den oben angeführten Gründen, die Undurchsichtigkeit des Wassers eine sichere Führung unmöglich macht. * Bismarcks Humor. Eine bisher noch Nicht veröffentlichte Bismarck-Geschichte wird dem „Wiener Tageblatt" aus der Kreisstadt Wenden in Livland berichtet: Dort lebt ein ehrsamer Bürger Namens Trampedang, der vor einer Reihe von Jahren Gelegenheit hatte, den ersten seiner Ehe entsprossenen Buben zur Taufe zu bringen. Vorher schrieb Herr Trampedang, ein begeisterter Bismarck-Ver. ehrer an den Reichskanzler einen Brief, in welchem er um die Erlaubnis bat, dem Jungen den Vornamen „Bismarck" beizuleqen. Der alte Reichskanzler beantwortete eigenhändig das Schreiben des Wendener Bürgers und Stadthauptes in Zustimmendem Sinne; zum Schluß hieß cs: „Sollte mir trotz meines hohen Alters (der Fürst war damals siebzig) der Himmel noch einen Jungen bescheren, so werde ich nicht verfehlen, ihn - Ihre Einwilligung vorausgesetzt _ auf den Namen „Trampedang" taufen zu lassen." — I Der Wendener Bürger verwahrte dieses Schreiben Bismarcks sorgfältig unter Glas und Rahmen, und er nannte den Knaben, der inzwischen ein Heranwachsender Primaner geworden ist, wirklich Bismarck. Ein „Trampedang Bismarck" I aber ist, wie vorauszusehen war, ausgeblieben. I * „Furchtbar g'lacht." Der Berliner Kunstkritiker Fritz I Stahl hat, wie verschiedene Blätter melden, an dem Tage nach der bekannten Kunstdebatte im Reichstag den Professor Stuck besucht. Er fragt das Stuck'sche Ehepaar | nach dem Eindruck, den jene Debatte auf sie gemacht habe, foulütii’Sriiit »s M bis Mk. 5.85 per Meter — japanische, chinesische rc. in den neuestez DesfinS und Farben, sowie fawane, weihe und farbige »Herrrreberg- eribe* von 75 Pfg. bis Mk. 18.65 per Meter — in den modernste« Geweben, Farben und Dessins. An Jedermann franco und verzollt Ina Haus. Muster umgehend. , 10177 G. Henneberg’s Seiden-Fabriken (k.u.k.Hofl.), Zürich. dkS W qtU| ?l 1,1 c lie amäu • L “"Ml l;. "s fctnbjti Hrauben acht ." K iso die Wan9 dtnommtn - * in der „S, Rädern. sgen ametifan: einer Bekannten Itc in solches Rad von js ’n keinem Ausflüge M waren; ders- h einen Mechaniker: n; die Pedale tratni ler Sportsgenosse, n-t? Ec, war schließlich se Spottgeld losschlagü :et Rat: Kauft inlant: innen, welche es mit ik 1 sich nicht erst öttlk. Tbent Rad ihrer ng aus dem Deutsi dem soeben erschiri: Deutschen Reichs yr_ seit Gründung des ntwerpen, RottcLe. i nur 20,966 bd-f- 1 24,631 im Ire • im Jahre 1895 1 hre 1887 und W- 1881 ist die chnten Teil herchMt» en letzten vier pnro; wahren 1875 »Mw mit 22,898 M y >r die AuÄndemg ■ ^ständige Mn nvch'' gütige Mrkmch^ m Auswanderern W' er MMsche W" ' Te 189717,030) W ad) M^orbami 180) nach anderen D. » , mW «m > Wen, wmuW® ; Mig ist d,r und ift auf. d die nach den aus noch Edrehe >ie W der Wf*; . " tatten S«men «-■ V 0000 Einwohners 83 WürttM «„8 gtwjW । itj. let d« »*'4 w« *' r, "L M. »s i* auch,n durch PJ ent< ubl™ vor, z- •„ ses $ere Saltz' LvKLKi ifi^ Lfl den B - S Ss-' I(ftflurierung8ar6eiten vorgehen; endlich sollen die aufge- knt»enen Altertümer in einem hierzu geeigneten tofal unter I Fracht und verwahrt werden. Der jeweilige Burgermeffter In Reichenweier ist Ehrenpräsident des Vereins. Hier liezt einmal eine Dereinsgründung vor, der man die vollste I “".™££"Ä SÄT" „■" Montag in der Deputiertenkammer der Marineminister Lockr oy, eine zweifache Untersuchung, technisch und ger,ch . lich, habe bisher keinerlei positive Erfolge gehabt, denn auf her Unglücksstätte habe sich keine Spur gefunden, und die rMffpn9 Neunen der Katastrophe seien tot oder Nicht im I L’be Hufnärunqen zu geben. Das Pulvermagazin bestand »s zwei gettenn^en Magazinen das eine en.h.eli braunes Pulver, das keinen Unfall veranlassen kann, in dem anderen I Kb sich sogen. Pulver B, dessen Beständigkeit mcht voll- kmmen ist. Der Schweseläther, welcher einen Bestandteil I blfL Pulvers bildet, kann verdunsten und das Pulver sich rliü tzen. Bisher haben solche Zersetzungen noch kemen Un- lil herbeigeführt, sie finden auch nur statt unter dem Em- flu6 sehr hoher Temperatur, wie dies an Bord des „Ad- I miml Dnperrö" der Fall gewesen ist. Die Temperatur in dem Pulvermagazin von Lagoubran hat nie mehr als 19 L. betragen. Die gerichtliche Untersuchung verfolgte den Zweck, sestLustellen, ob es sich um ein Attentat handelte: „Unsere Aus merksamkeit muß ernstlich auf die Vorgänge tn der Um- yegcnd von Toulon und dem Arsenal gerichtet sem. Die M.siichkeit eines verbrecherischen Anschlages ist augenscheinlich ein solches kann auch durch Unterschieben einer ein Ühriverk enthaltenden Kiste an Stelle einer Pulverkiste ober durch Einschleppen einer anberen Höllenmaschine in das Pul oermagazin ausgesührt werben. Er glaube, daß man | die Pulvermagazine in weiteren Zwischenräumen anlegen I uni sie isolieren müsse. Er werbe zu diesem Zweck einen Mit von bem Parlament verlangen. * Deutsche Einwanderung in New York. In ben letzten I fahren hat unter ben erschwerenben Gesetzen bie Em- HBberung beutscher Reichsbürger erheblich angenommen. Roch vor 15 Jahren lanbeten allein in New-York nahe an 200 000 deutsche Einwanderer, das heißt etwa ein Drittel I Kindlicher Zuwanderer überhaupt. Im Jahre 1897 war diese-Zahl auf 22533 gesunken, um die Hälfte weniger als bk Ankömmlinge aus Oesterreich-Ungarn. Wenn sich dieser erfreuliche Rückschritt in den letzten Jahren besonders rasch entwickelt hat, so liegt das an dem ersprießlichen Wirken aufrichtiger Gesellschaften, die ihren Auswanderern reinen ©ein einschenken über das, was ihrer hier im fremden Saibe harrt, sie darüber aufklären, daß arbeitsscheue, un- »is ende Menschen hier nicht das Gold auf der Straße finden, daß eine Kenntnis des Englischen sehr erwünscht, I di notwendig ist, daß das Leben in dem größten Teile b(u Bereinigten Staaten unvergleichlich viel teurer ist als d°h«im, daß ein Tagelohn von 1 Dollar ober etwa 4 Mk. Mi das bebeutet, was etwa ein Wochenlohn von 30 Mk. | für ben beutschen Arbeiter vorstellt. In New-York hat m i liefet Richtung unb überhaupt als thatkräftige Freunbin 1 der unberatenen unb mittellosen Deutschen die seit 1784 bestehende „Deutsche Gesellschaft" segensreich gewirkt Aus dem eben ausgesandten Jahresbericht ersieht man, daß im verflossenen Jahr fast 14000 Dollar für wohlthätige Zwecke in Deutsche und ihre Nachkommen verausgabt worden sind, im einzelnen für Krankenpflege, freie ärztliche Besuche, Mahlzeiten, Kohle und Kleidung, auch etwa 40000 Mk. bar. lieber 10000 Männern und Frauen wurden unenb «ll'lid) Arbeit nachgewiesen. Auch im vergangenen Jahre mißten wieder 3599 mittellose oder lästige Ankömmlinge iiiüüidgefanbt werben, aber es waren nur 185 Deutsche larrnnter. Zu seinem siebzigsten Geburtstag hat die Deutsche Gesellschaft zu New-York unfern berühmten Lanbs- mi.in Karl Schurz einstimmig zu ihrem Ehrenmitgliebe er- iaiunt, eine Huldigung, die seit dem Bestehen der Gesell- sta.st nur dem seiner unbegrenzten Wohlthaten unb ebenso °nb egreuzten Reichtümer wegen bekannten Schwaben Johann Za-kob Astor aus Walborf zuteil würbe. * Vergehen gegen das Nahrnugsmittelgefetz. Eine von hc Nahrungsmittelpolizei entbeefte Fälschung kam dieser Tage vor bem Schöffengerichte Elberfelb zur Verhand- lung. Der Hänbler H. verfälschte bas bekannte Magai ba- tucch, daß er ein anbered Probukt, bas er nicht absetzen bunte, bamit vermischte, unb die so gepanschte Ware als Maggi verkaufte. In anbetracht seiner bisherigen St-raslosigkeit wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von M. 20.—, eoentl. 4 Tagen Gefängnis, und zu den Kosten Kcurteilt. Besonders betont wurde die Gleichmäßigkeit der Viaggi-Würze, sowie die große Sorgfalt, mit der die Maggi- 8e-ellschaft die Herstellung ihres Produktes Überwacht, indem ßc dasselbe selbst unter die Kontrolle der Nahrungsmittel- svlizei stellt. * Aus dem Notizbuch eines eiligen Reporters: ,biin Mann, Namens Drucker, ist ermordet aufgefunden toben. Der Mörder hat die scheußliche Thal sicher nur les Geldes wegen verübt, doch glücklicherweise hat Drucker jernbc am Tage vorher sein ganzes Gelb auf bie Spar- bfsse gebracht, so baß er nichts weiter als sein Leben verloren hat." — lieber einen Straßenunfall: „Das unglück- lichie Opfer würbe ins Krankenhaus gebracht, wo sich ber tan auch noch jetzt befinbet unb erfreuliche Fortschritte jur Besserung macht, obgleich er von dem Chefarzt der Walt und einigen feiner erfahrensten Assistenzärzte besudelt wird." — Von einem Schiffsunfall: „Es gelang hum Kapitän, von bem fintenben Schiffe bie nahe Küste iNimmeub zu erreichen unb zugleich bas Leben seiner $rrjßu zu retten. Es war bei der Marine-Versicherungs- ^iellschaft mit 100000 Mk. versichert unb trug eine volle hbtung Zement." * Neue Kometen. Am 3. Marz ist von Swift in flonrbamerifa ein neuer Komet entbeckt worben, ber als etatrn 7. Größe mit runder Nebelhülle und kleinem Schweif und die Frau Profefforin antwortete : „Furchtbar g lacht harnrnr alle zwei." — Das war jedenfalls auch das einzig richtige. ________________ Sitterfltur, Wissenschaft und Kunst. - Stein der SSeifen* enthält in seinem kürzlich er- schienenen 14. Hefte abermals eine Anzahl ebenso instruktiver als illustrativ bemerkensiverter Abhandlungen, von welchen wir vornehmlich jene über die Kriegsbrückenbauten, über Dampfmaschinen, bie Vorarbeiten bei Weingartenanlagen und die intereffanten Reproduktionen von Mondphotogiaphien zu dem Artikel MarSkanäle und Mondkanäle hervorheben möchten. DaS Heft enthält ferner eine anziehende Schilderung einer Eisenbahnfahrt nach KonNantinopel (zweite Hälfte), illustrierte techiäsche Mitteilungen (JnftruktionSwagen, Kamine rc), naturwiffenschafiliche Mitteilungen (darunter über Lawinenstürze in den Alpen mit zwei Abbildungen), sowie zahlreiche Notizen für Haus und Hof. .Der Stein der Weisen" (A. HaN- leben'ö Verlag, Wien) füllt seine Stellung als einzige m deutscher Sprache erscheinende populärwiffenschastliche Revue so vorzüglich aus, daß er von jedem Interessenten als eine universelle Informationsquelle benützt werden kann. Der vor kurzem abgeschlossene 21 Band fuhrt in überzeugender Welle die Thatsache vor Augen, daß bie Zeitschrift ihrer schwierigen Ausgabe in allen Stücken gewachsen ist. Universtläts Nachrichten. — Marburg. Der außerordentliche Professor in der tschen Fakultät unserer UntDeifiiät, Dr Franz Leonhard, ist zum ordentlichen Professor in derselben Fakultät ernannt roorben. — Kiel. P ivMdozent Pc-)stffor ^-,^0'8 Karsten wurde zum außerordentlichen Proseffor in der phllosophischm Fakultät d.r K.'rlkr°°b-."D7'.ub°r°rt.n.ttch- SProf.ffor -n d.r £.6- nifiben Hochschule, Dr. Friedrich todjtHing, ist zum «ußerorde»!- lichen Proscsior in der philosophlscheu Fakultät der UntverstiSt |U Göttingen ernannt worden.__________ Verkehr, Land und Volkswirtschaft. - Nach dem soeben erschienenen Gefchäftsbericht der Bu- deruS'schen Eisenwerke zu Wetzlar für 1898 ist der Abschluß ein befrirdiaender. Der Reingewinn übersteigt bin vorjährigen um 60 000 Mk er beträgt 349,294 Mk. 81 Pfg. Nach Beschluß der Generalversammlung vom b. Juli 1898 soll den Befitzern> der^Aktien Lit. A die Umwandlung ihrer Aktien in Sletchderechtigte für da Geschäftsjahr 1898 mit halber Diotdendenb-rechttgung ausgestattete Akttm unter folgenden Bedingungen eingeräumt werden. 1. ®i« lom- ltchen 4000 Stück Aktien Lit. A lautend über le Mk. 1000 auf dm Inhaber mit Dioidendenbogen find «löbalb bei dem Dmstande einzureichen. 2. Gleichzeitig mit der Einreichung ist än^^.^Xten non Mk 175 für jede Aktie zu leisten. 3. Von den eingereichten Stamm Aktien werden die Nr. 2001 bis E, sobald die» gefetztt» zulässig ist, vernichtet, und cs werden den Aktionären auf je zwei eingereichte Aktien Lit. A über Mk. ^000 je ein Stück - Mk. 1000 zurückgegeben. Diese Aktien sind durcheinen «ufbru» „neue Dividendendogen 1898 auSg» geben kenntlich Semacht. 4. Aktien Lit. B (Vorzugsaktien) werven ebenfalls -lSbald b-i dem Vorstände eingereicht und mit dem Aufdruck versehen. „In Gemäß beit de« Beschlusses der außerordentlichen Generalversammlung vom , 5. Juli 1898 auf Vorzugsrechte verzichtet. b.D" durch Dte | Kapital Heradfetzuna entstehende Buchgewinn von Mk. ^OOO.OOv und die Zahlung von Mk. 700,000 im Gesamtbeträge von Mk. 2,700,000 werden verwandt mit Mk. 2.500.M) zu Abschreibungen und Mk. 200,000 zur Dotierung der Rücklage für Erneuerungen Mk. 2,700,000. „Aus letzterem Fonds sind die Ausgaben zu ve- fttetten, welche erforderlich werden, um daS Unternehmen in feiner jetzigen Letstungsfähigkett zu erhallen." Das Akttenkapttal der Gesellschaft besteht nunmehr aus Mk. 2,000 000 Aktien A nab Mk. 4,000,000 Aktien Lit. B, welche unter sich völlig Sletchberechttgl sind. Die Durchführung dieser Maßregel war um deswillen leicht weil sämtliche Aktien sich noch tn der ersten Hand befinden und wett durch sie jeder Interessengegensatz zwffchen denl Aktien D.t A unb B besettigt wurde. Außerd.m bot sie Gelegenheit, die Buchwerte der Anlagen heradzus.tzm und schaffte gleichzeitig Mk. 700000 neue Barmittel. Die Gesamt-Erzsörderung betrug im Berichtszahre 174 625 Tonnen, 8666 mehr aiS 1897. Recht erfreulich stellen fich die Ergebnisse de« HüttenbetriebS. Die Roheisenerzeugung bat gegm 1897 eine erhebliche ©teigerunn erfahren, sie wuchs von 94105 auf 110037 Tonnen, in gleichem Maße ist der Roheisen-Absatz gcst egen. Sehr günstige Erfolge wurden mit der Verwertung der Schlacken e zielt, Mal. mit der Erzeugung von Schlackensteinen; eS wurden abgesetzt 7,413,000 Stück. Von dem Reingewinn bleiben zur Verfügung 359,124 Mk. Nack Ueberwetsung von Mk 17,474 an die Referoe unb Mk. 26,621 für Tantivmen werden Mk. 300(XV al« 6 Proz. auf sämtliche Aktien verteilt (1897 Mk. 240,000 den 6proz. I Vorzugsaktien allein), wobei Mk. 90,375 fast unverändert auf neue Rechnung bleiben. In der Bilanz ist die alte4'/,proz. Anleihe fast beseitigt, Ke neue 4prozentige figuriert mtt Mark 6 Mill., da Mk. 500,000 noch nicht begeben sind. Die Gruben rc. stehen jetzt mit Mk. 6,e5 Mill, zu Buche (i. V. Mk. 9 « Mll.), die Hütlen- anlagen mir Mk. 4,t6 Mill. (i. V. Mk. 4,„ Mill^). DaS Zementwerk ist mit Mk. 98,000 v rzeichnet; es soU im August den Betrieb b ginnen mit zunächst 100,000 Fuß p. DaS wnde zur befferen I AuSnützung der Schlacken führen, deren Absatz 1898 ktwaS zunahm (in Sand und Mehl aus 92,151 Tonnen, in Schlackenst^nen auf 7.. Mill ). Der Berickt hofft von der Verlängerung deS Roheisen- syndikats biS Ende 1900, daß bis dahin eine Verfaffung nach der Art ber Kokssyndckate zu erreichen sein werbe. Atck>ererseitS rühmt es dem Roheisensyndikst große Zurückhaltung in Festsetzung seiner I Preise nach. »teebeee, 15 Marz. Fruchtmarkt. Rother wai»en JL 13,52, weißer Weizen X 13.30, Korn X 10.70, Gerste X 9.16, Hafer X 7.33. Es giebt keine Reklame, die Palmin ( nicht rechtfertigt. Palmin, reines Pflanzenfett, frei von Fettsäure, 65 Pfennig das Pfund, lernt jede Hausfrau sehen i *'1?itttt \ Christian Meinhardt, Sckloßqasse 10. 5? Neu! 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