•’NtMaHifM ***' u„b &U(t lN*4ttti * ««i*h. * "hreilenfn'efe ßM 7. Satt. k Racke M au|ließt, von jetzt at Grundrenten-Ariefen und - S. 25 ff. der Gesetz- rlichen worden. 8665 >lt-Znßakt. onneos hasse 25. it jtita'Hi rckiiqni i, rtälle, Theater IUM, ent tiiHtxlige» chnt«t!chM^, Nag Mmber äfle ir gcAei eU'Verein. t1.8C 9116 9480 >899’ "dies-K »/. trt. Silberren» S-s.: 65**:: jsS^ Nr. 296 Zweites Matt Samstag den 16 December 1S99 Hrschtiut täglich mit Ausnahme deS Manlag» Die Gießener A««ttle»»tätter »erden dem Anzeiger »Kchentlich viermal bdgelegt Gießener Anzeiger ArzugspreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pfß monatlich 75 Pjg^ mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mart 50 Pjg. vierteljährlich. L»«ahme »en Anzeigen zu der nachmittag- für bee gelgmbra leg erscheinenden Nummer bi- von» 10 Uhr. General-"Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSflellen des In- und AuSlaadrO nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgegm. 21 miss’ und 2lnzeigeblntt für den Äveis Gie^rn. Uedaktton, Expeditton und Druckerei: Kchnkstratzr Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische Volkskunde. „ ............. i i J umtatum—asasiMM—!—■—a—— Adresse für Depeschen: Anzeiger HteN». Fernsprecher Nr. 51. * Vom Kriegsschauplatz. Die Niederlage Lord Methuens ist sehr schwer gewesen. Jeder neue Bericht über den Kampf weiß neue Verluste der Engländer zu melden, die fürchterlich zusammengeschossen sein müssen. Ueber die Niederlage bei Stormberg ist man in England äußerst ungehalten. So wird gemeldet: London. 13. Dezember. Man glaubt, daß der gestern vom Kriegsministerium veröffentlichte BerichtGatacres über seine Niederlage bei Stormberg nur ein kleiner Teil der Depesche ist, welche das Kriegsministerium erhalten hat. Die Bemerkung Gatacres in seinem Berichte, daß die Irischen Schätzen und Northumberland Füsiliere nach Sterkstroom geschickt werden, „um sich zu erholen", wird so aufgefaßt, als deute das an, daß Gatacre einen Rückzug nach Sterkstroom oder sogar nach Queenstown für nötig hält. — Nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Molleno erwartet man, daß die Buren Molt en o besetzen. Ambulanzen seien auf das Schlachtfeld geschickt, um die Verwundeten zu holen und Geistliche, um die Toten zu beerdigen. Nach einem Bericht des „Cape ArguS" herrschte beim Rückzüge von Stormberg erhebliche Verwirrung. Einmal soll Gatacres Artillerie auf Gatacres eigene Truppen, welche noch nicht aus der Thalfenkung heraus waren, geschossen haben. Thatsächlich zieht sich jetzt, wie amtlich eingestanden wird, die ganze Armee Gatacres, oder vielleicht ist es richtiger zu sagen, der „Rest" derselben, auf Sterkstroom, sildlich von Molteno, in der Richtung auf Queenstown zurück. Gatacre giebt es also auf, die Buren bei Stormberg noch einmal zu stellen; vielleicht sitzen sie ihm sogar auf den Fersen und sind dabei, ihn nach Queenstown ju treiben und dort einzuschließen. Treffend urteilen die New Aorker Blätter. So wird der Londoner „Daily Mail" von dort unterm 11. Dezember telegraphiert: „Die Nachricht von General Gatacres Niederlage hat hier größere Sensation hervorgerufen, als irgend rin früheres Kriegsereignis. DieZeitungen bezeichnen sie einmütig als die größte Niederlage der britischen Waffen an irgend einem Kampfe der letzten Zeit und meinen, nun liege ein weiterer Beweis dafür vor, wie sehr die britisch en Gen er äle dieKraft des Fein des unterschätzten. Der Glaube ist allgemein, daß das britische Prestige in Südafrika trotz der Ankunft der britischen Verstärkungen einen schweren Schlag erleiden wird. Die „Sun" sagt: „Die britische Armee muß erst die Angriffstaktik gegen eine ihr gewachsene Streitmacht lernen, die auf eigenem Grunde mit schnellfeuernden Kanonen und Mausergewehren kämpft. Ihre gegenwärtige Methode grenzt an Tollheit." Die „E v e n i n g Post" bemerkt: „Die Niederlage ist mehr demüthigend als gefährlich, da sie die wirkliche militärische Situation nicht beeinflußt. Aber wenn man fortfährt, in dieser lässigen Weise Leute zu verlieren, dann werden die Engländer alle Truppen, die bereits an Ort und Stelle sind, und jene, die sich noch auf der Reise befinden, benötigen, und werden finden, daß eine ziemlich große britische Armee in Prätoria in der Gefangenschaft auf sie wartet." Das „Evening Telegramm" sagt: „Es sieht nun so aus, als ob ein langer und hartnäckiger Krieg bevorstände. Der schließliche Sieg der Briten ist wahrscheinlich (?), dürfte aber nur mit großen Opfern erkauft werden." — Die Meinung ist hier allgemein verbreitet, daß Chamberlains Tage als Staatsmann gezählt sind. Einige Zeitungen besprechen in sehr abfälliger Weise seine jüngsten Reden und seinen Mangel an diplomatischer Geschicklichkeit vor dem Ausbruch des Krieges. Die Amerikaner dürften sich mit Bezug auf die Festigkeit der Stellung Chamberlains täuschen. Alle Augen sind jetzt auf Buller gerichtet. Nur ein wirklich entscheidender Sieg vor Ladysmith könnte die Lage der Engländer günstiger gestalten. Aber es hat nicht den Anschein, daß m Natal die Chancen Englands besser stehen als im Süden und Westen. Auf dem am Dienstag von dem Präsidenten des deutschen Reichstages, Graf Ballestrem, in Berlin veranstalteten „Bierabend" verbreitete sich das Gerücht, Ladysmith sei gefallen. Graf Herbert Bismarck sollte ein dahin lautendes Telegramm erhalten haben. Das Gerücht fand indes nur wenige — und keine unbedingt vertrauenden — Gläubigen. Auch die „Tägl. Rundschau" Lord Methueu. Unter den englischen Führern in Südafrika ist in letzter Zeit Lord Methuen durch seinen fast tollkühnen Zug zum Entsätze von Kimberley in den Voidergrund getreten. Es scheint ihm gelungen zu sein, am Modder River geringe Erfolge zu erringen, nun haben ihn die Buren aber vollständig geschlagen, und er befindet sich mit den Trümmern seines Heeres auf der Flucht. meldet den Fall der Stadt. Eine Bestätigung liegt aber noch nicht vor. « * Loudon, 14. Dezember. Das Kriegs amt hat die Mobilisierung der 6. Division befohlen. Diese Truppen sollen mittelst Schnelldampfern nach Südafrika transportiert werden. — Nach einer heute eingegangenen Meldung beläuft sich der Gesamtverlust der Engländer in der Schlacht am Montag auf 833 Mann, darunter 15 Offiziere tot, 48 verwundet und 5 vermißt. Ein Offizier ist gefangen genommen Die Brigade Wauchopes hatte in der Schlacht nicht weniger als 656 Mann an Toten und Verwundeten, mir Ausnahme der Offiziere, verloren, sodaß die Brigade vor der Hand kampfunfähig ist. — Ji^Kapstadt befürchtet man, die Niederlagen der Engländer könnten einen weiteren Abfall der Afrikander zur Folge haben. Ein Burenkolonist hat dem „Daily Mail"-Korrespondenten mitgeteilt, daß die Engländer 6000, die Buren nur 100 Mann verloren hätten. — In We st-Zululand herrscht große Augst. Aus Furcht, kommandiert zu werden, verbergen sich die Engländer im Busch. Die Frauen werden vom Feinde nicht belästigt Am kommenden Samstag werden hier größere Ereignisse seitens der Buren erwartet, da diese vor 61 Jahren einen großen Zuluchef am genannten Tage unterworfen haben. — „Daily Mail" zufolge verursacht die Niederlage MethuenS in Newyork große Sensation. Der Krieg wird bereits zur innerpolitischen Frage gemacht. Die Presse hält allgemein die Aussichten des britischen Prestiges in Südafrika für sehr entmutigend. Die demokratischen Führer sprechen offen ihre Sympathie für die südafrikanische Republik aus, und wünschen, die Regierung möge die konsularen Dienste für England zurückziehen. Biele bedeutende Politiker nehmen ebenfalls für die Buren Partei. — Die Jingoblätter bemühen sich jetzt, einen Angriff auf die Delagoabai durch erfundene Berichte über die Aktivität der Buren daselbst vorzubereiten. Telegramme des ,,Gießener Anzeiger". Brüssel, 15. Dezember. Nach hier eingettoffenen Nachrichten ist die Niederlage des Generals Methuen bei Mager- fontein als entscheidende Schlacht zu betrachten. Das Offizier-Korps der Engländer ist nahezu vernichtet, ihr gesamter Verlust beträgt jetzt jedenfalls über 1000 Mann, da die Zahl der Verwundeten 900 übersteigt. Methuen befindet fich bereits auf dem Rückzüge nach de Aar. Die beabfichtigte Operaton des Generals Buller ist nunmehr absolut vereitelt. Kimberley steht schutzlos da. Der Fall Kimberleys wird täglich erwartet, da das Hilfs-Korps des Generals Warron nicht vor Mitte Januar auf dem Kriegsschauplätze erscheinen kann. Loudon, 15. Dezember. Bezüglich des Börsengerüchtes von der Entsetzung von Ladysmith ist folgende Meldung der „Times" beachtenswert: Alles war gestern ruhig. Bei Schevelky kamen General Methuens Truppen in Berührung mit dem Feinde, jenseits des Tugela Flusses. Der Feind zog sich mit vielen Wagen zurück, was beweist, daß bis dahin keine entscheidende Schlacht unternommen wurde. Die Besatzung von Ladysmith machte abermals einen Ausfall und zerstörte die Modder-Speuit-Brücke, wodurch sie die Rückfahrt der Verbindung der Buren unterbrach. (Die englischen Berichte melden merkwürdigerweise immer das, was nicht geschah oder was geschehen könnte, nimals aber die wirklichen Thatsachen, d. h. die fortgesetzten gründlichen Niederlagen. D. Red.) AuS der Beschreibung der Schlacht am Modderflusse ist noch anzuführen, daß die Taktik der Buren bewunderungswürdig gewesen sei. Sie ließen die Hochländer-Brigade bis dicht an die Gräben herankommen, bevor sie ein Lebenszeichen gaben. Unter den Truppen des General Cronje befanden sich 4000 Mann von den Belagerungstruppen bei Mafeking. Auch die Verluste der Buren waren sehr schwer. Ein Gefangener „soll" ausgesagt haben, eine Lyddit-Granate habe 70 Mann getötet oder (!) verwundet. Jeder Stein auf dem Bergrücken und jeder Graben wurde beschossen. Zwei Lyddit Granaten platzten direkt über größeren Abteilungen der Buren, die hinter einer Bergkette standen. Am Montag früh hatten die Buren ihre Gräben besetzt. Die englischen Verluste in der Schlacht bei Stormberg betrugen 22 tote Offiziere, ferner wurden vier Offiziere und 76 Mann verwundet. Die allgemeine Stimmung in England drückt die „Pall Mall Gazzette" aus, wenn sie sagt, man müsse Bewunderung haben für die Tapferkeit der Leute. — Der Kriegsminister erhielt ein Telegramm des Oberbefehlshabers, General Buller, worin dieser folgendes berichtet: General Alfred meldet vom 13. ds. Mts.: Heute morgen 4 Uhr signalisierte man mir den Vormarsch einer feindlichen Kolonne von 1200 Mann, welche sich in die Gegend von Maauport begab. Ich sandte sofort eine Abteilung Kavallerie und eine Batterie Artillerie, damit sich dieselben dem Feinde entgegenstelleu. Die Artillerie brachte die Artillerie des Feindes zum Schweigen und die Kavallerie hielt den Feind auf, der sich in seine alte Stellung zurückzog. Am Nachmittag besetzten die Buren den Pachthof von Kleenfontein, wo wir sie von neuem angriffen. Die Buren zogen sich zurück, nachdem sie 40 Mann als Tote und Verwundete zurückgelassen hatten. Wir hatten einen Toten und sieben Verwundete. — Die „Times" berichten vom 12. d., 4 Uhr nachmittags aus Perke st room: Unter den gefallenen Engländern befinden sich 4 Offiziere und eine Anzahl Unteroffiziere. Die Buren brachten im ganzen 542 Gefangene, welche nicht verwundet waren, nach Prätoria. Unsere Vorposten brachten keine Mitteilungen über die Bewegungen des Feindes. — Aus Lorenzo Marquez wird berichtet: Der junge Lord Churchill, Korrespondent der „Morning Post", welcher in Natal gefangen wurde, ist aus Prätoria entflohen. (Das Ausreißen haben die Engländer überhaupt vorzüglich eingeübt.) — Es wird gemeldet, daß General Gatacre durch den General Warren, welcher in Südafrika angekommen ist, ersetzt werden soll. Man spricht auch von einer Ersetzung Lord Methuens. — Dem „Globe" zufolge wird die Mobilisierung der 8. Division erwogen. 300 Artilleristen sind von Gibraltar nach Kapstadt abgegangen. * * Eiu ernstes Wort. Der militärische Mitarbeiter der „Morning Post", der sich stets durch große Nüchternheit des Urteils über den Feldzug ausgezeichnet hat, schreibt in seinem, jeden Morgen der Königin vorliegenden Blatt: Im Angesicht einer Nation in Waffen, einer Nation, die einigestandenermaßen brutal, tapfer, stark und einig ist, haben wir als Sieger bereits die Friedensbedingungen diskutiert und die Beute geteilt. Es ist bedauerlich, daß wir als Volk nicht gethan haben, was, wie wir hoffen, unsere Gewohnheit als Individuen ist, die Ruhmredigkeit dem Manne zu überlassen, der seine Rüstung abnimmt. Das war die Gewohnheit derer, welche unsere Insel vor uns bewohnten, und wenn wir ihr gutes Beispiel ver- gaßen, so geschah eS vielleicht, weil wir in den langen Jahren des Friedens wie Jeschurun Fett angesetzt haben und guter Dinge gewesen sind. Nun, wir haben den Tag unserer Demütigung gehabt, laßt ihn unS in aller Unterwürfigkeit und Mäßigung hinnehmen und infolge der Lektion, die er uns gegeben, um so besser und stärker sein! Laßt uns von einer stillen, nicht ruhmredigen Entschließung sein und uns des Reiches würdig zeigen, welches uns unsere Vorfahren gewonnen haben! Deutsches Reich. Berlin, 14. Dezember. Der Kaiser fuhr heute vormittag beim Staatssekretär Grafen Bülow vor und hörte von 10 Uhr ab im Königlichen Schlöffe die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs des Militär- kabinetls v. Hahnke. — Der Bundesrat hat sich, wie der „Nat.-Ztg." berichtet wird, dahin schlüssig gemacht, daß amtlich der 1. Januar 1900 a ls der Anfang des neuen Jahrhunderts angesehen wird. — Der preußische Landtag wird zum 9. Januar einberufen; die amtliche Bekanntmachung steht unmittelbar bevor. — DaS Oberverwaltungsgericht hat heute in der Angelegenheit des Märzfriedhofs. Portals die Berufung des Magistrats kostenpflichtig verworfen. — Mit Bezug auf die bekannten Neichsgerichtsurteile, wonach der Diebstahl von elektrischer Kraft nicht bestraft werden kann, ist dem Bundesrat der Entwurf eines Gesetzes wegen Bestrafung der widerrechtlichen Entziehung fremder elektrischer Arbeit zugegangen. — Der ..Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Generalkonsuls in Shanghai, Legationsrat Dr. Stübel, zum Gesandten bei der Republik Chile. — Ein Modell der Kaisergig der „Hohenzollern" soll auf Befehl des Kaisers nach Paris zur Weltausstellung gesandt werden. — In parlamentarischen Kreisen ist man nach dem bisherigen Verlauf der Etatsberatung in Bezug auf das Schicksal der von der Regierung angekündigten Flotten- V orlage noch sehr im Zweifel, da die Deckungsfrage große Schwierigkeiten bereiten wird. Die Regierung wird zwar, wie man allgemein annimmt, an ihrer ursprünglichen Forderung nicht unbedingt festhalten, aber wenn sie selbst auf der Bewilligung der Hälfte des zuerst Verlangten besteht, so wird sie doch bei der Mehrheit des Reichstages auf großen Widerstand stoßen. Das Centrum will sich, wie es heißt, unter keinen Umständen auf eine Anleihe einlaffen, vielmehr verlangen, daß die Deckungsmittel ins Gesetz selbst ausgenommen werden. Sollte sich die Regierung hiermit nicht einverstanden erklären, so könnte die Flottenvorlage von vornherein als gefallen betrachtet werden. Giebt die Regierung aber ihr Einverständnis hierzu und verlangt sie als Deckung der Kosten, was man übrigens auch bezweifelt, irgend eine Reichssteuer, so stößt sie wiederum bei den maßgebenden Parteien auf Widerspruch. ES bleibt also der Regierung zur Durchsetzung ihrer Forderungen nur noch die eine Möglichkeit, derart auf die Einzelstaaten einzuwirken, daß diese einen Zusatz zur Einkommensteuer einführen. Allerdings ist es sehr fraglich, ob im Bundesrat eine dahingehende Einigung erzielt werden kann, da man infolge der großen Ausgaben, welche die vorjährige Militärvorlage und das letzte Flottengesetz erfordern, in einigen Einzelstaaten schon ohnehin an eine Erhöhung der direkten Steuern denken muß. Ausland. Wien, 14. Dezember. In der innerpolitischen Situation ist bisher eine Aenderung nicht eingetreten. Es verlautet, daß mehrere politische Persönlichkeiten heute vom Kaiser empfangen werden sollen, welche den Monarchen über die politische Lage informieren sollen. Im Budget- ausschusse erklärte der Ministerpräsident Graf Clary, daß man die Aufhebungen der Sprachenverordnungen nicht als eine Gehässigkeit gegen das ciechische Volk anzusehen habe, sondern es sei eine politische Notwendigkeit gewesen, da eine dauernde Regelung der Sprachenverhältnisse nur auf gesetzmäßigem Wege zu erzielen sei. Sodann ersucht Graf Clary dringend den Ausschuß, die notwendigsten Staatsangelegenheiten zu bewilligen und zwar nicht als Bertrauenskund- gebung für die Regierung, sondern lediglich im Interesse des Staates. Sodann ersuchte der Finanzminister, rücksichtlich des geringen Staatskaffenbestandes, die Ermächtigung zur Ausgabe einer Jnvestilutionsrente. Wien, 14. Dezember. Wie offiziös verlautet, treten demnächst die Delegationen zusammen behufs Be- schließung eines mehrmonatlichen Provisoriums für den gemeinsamen Haushalt. Rom, 14. Dezember. Der Papst präkonisierte im heutigen Konsistorium den Kanonikus Freiherrn Skribensky zum Erzbischof von Prag. Rom, 14. Dezember. In dem heute hier abgehaltenen Konsistorium hat der Papst den Bischof von Paderborn, Dr. Simon, zum Erzbischof von Köln, prä- konisiert. Rom. 14. Dezember. Der Präfekt von Palermo hatte den Fürsten Mirto und andere hervorragende Mitglieder der Maffia mit Festnahme bedroht, falls Fontana nicht entdeckt würde. Darauf stellte sich Fontana selbst, begleitet von zwei Rechtsbeiständen. Allseitiges Lob findet das entschloffene Vorgehen der Behörden gegen einen mächtigen Feudalherren und Maffiosen, wie Fürst Mirto.. Es dürfte der Maffia nicht mehr gelingen, Fontana den Händen der Gerechtigkeit zu entreißen. Die Anklagen lauten auf Mord, Vergiftung und Banknoten- . fälschnng. Pari?, 14. Dezember. Der Polizei-Kommissar Pechard, welcher die Haussuchungen bei den Assumtio- nistenpatres vorgenommen hatte, bestätigte heute unter Eid, daß er die Summe von 1800 000 FrcS. bei den Patres vorgefunden habe. Antwerpen, 14. Dezember. Eine englische Gesellschaft hat 30 Hektar Land in der Campine zur Errichtung einer Melinitfabrik angekauft. Madrid, 14. Dezember. Offiziell wird gemeldet, daß weitere 555 Mann Gefangene in Freiheit gesetzt worden sind. Die Gesamtzahl der freigelaffenen Gefangenen beläuft sich auf etwa 4000 Mann. Petersburg, 14. Dezember. Die russische Regierung erwartet das ausschließliche Recht zum Bau von Eisenbahnen in Persien. Petersburg, 14. Dezember. Eine Abordnung des Roten Kreuzes ist abgereist. Dieselbe wird sich in Neapel nach Südafrika einschiffen. Alexandrien, 14. Dezember. Die englische Kanonenbootflottille nahm im Suezkanal behufs Zufuhr von Kontrebande nach der Delagoabai Aufstellung. Deutscher Reichstag. 122. Sitzung vom 14. Dezember. 12 Uhr. Am Bundesratstische: v. Thielemann, GrafPosa- dowsky, v. Bülow, Tirpitz, Thielen, ffpäter auch Fürst Hohenlohe. Tagesordnung: Fortsetzung d egrje r st'en^P»« sung des Etats. Minister Thielen wendet sich gegen eine gestrige Aeußerung des Abg v. Kardorff, wonach die preußischen Wafferbautechniker unfähig seien, und bezeichnet diese Behauptung als eine ga»z unglaubliche, durch nichts begründete Beleidigung. Die preußischen Wafserbautechniker erfreuten sich so allgemeiner Anerkennung im In- wie im Auslande, daß diese durch den Ausspruch des Herrn v. Kardorff in keiner Weise beeinflußt werden könne. Was Herr v Kardorff von der technischen Unmöglichkeit gesprochen, den Kanal mit Wasser zu füllen, werde er, Redner, im preußischen Landtage widerlegen, und wenn dies geschehen, dann werde wohl auch Herr v. Kardorff dem Kanäle zustimmen. (Beifall). Abg. Richter (frs. 23g.) führt aus, zu bedauern sei, daß gestern Herr v. Miquel nicht länger im Reichstage geblieben, er würde dann auch auf das haben antworten können, was Herr v Kardorff über die verfassungswidrige Maßregelung von Landräten gesagt. Was die Rede des Kaisers in Hamburg anlange, so meine er, wenn der Monarch von seiner Redefreiheit in solcher Werse Gebrauch mache, dann habe man auch das Recht und die Pflicht dazu. Gegen solche Beschuldigungen, als ob wir das Wohl des Ganzen dem Parteiintereffe unterordneten, bedürfe cs nicht erst des Männerstolzes; solche B-schuldigungen abzuwchren, sei einfache Pflicht der S.lbsterhaltung. Auf die geplante Flottenvermehrung eingehend, bemerkt Redner, was sei denn eigentlich in den ersten acht Jahren seit 1888 abgelehnt worden an Schiffen? Rur zwei Küstenpanzerschiffe I Ein verantwortlicher Minister hätte verhüten müssen, bi ß in Reden des Monarchen solche Behauptungen öffentlich aufgestellt werden, die der Wirklichkeit nicht entsprechen. Wenn Herr v. Miquel sage, der Monarch bedürfe keines Ratgebers, so meine er, Redner, gerade das Vorkommnis in Hamburg beweist das Gegenteil. (Lebhafte Bravorufe). Graf Posadowsky habe von der Ucbernahme der Verantwortung für alle Reden des Kaiser gesprochen. Aber dann müsse doch wirklich erst Einer da sein, der die Verantwortung übernehme. (Bravos). Die ganze Art, wie die Flottenvorlage vorbereitet worden sei, sei charakteristisch für das ganze Regierungssystem. Obwohl die „Nordd. Allg. Ztg.* ursprünglich versicherte, ein Flottengesetz werde nicht vorgelegt werden, hätten sich doch die verschiedenen Minister in dieser Angelegenheit auf Reisen begeben (Heiterkeit), sodaß es da gleichsam eine Regierung „im Umherziehen" gegeben habe. (Lebhafte Heiterkeit). Eine solche Vorlage müffe nach eingehender Beratung der Minister festgestellt werden, aber nicht nach Trinksprüchen. Die Minister seien nicht blos dazu da, nur durch chre Unterschriften zu beglaubigen, was der Kaiser wolle. Redner schildert weiter, wie der Flottenspektakel losging in den von Schweinsburg, Zedlitz beeinflußten Organen. Dieses Spiel habe man „Volksbewegung" genannt. (Heiterkeit). Man möge doch nicht glauben, daß der Wohlstand und die Macht nur abh ngen von der Zahl der Schiffe, und daß dagegen alles Andere zurücktreten müffe. Die Ausgaben zu Wasser und zu Lande hätten sich enorm gesteigert Die Flotlenbegeistei ten sollten doch wenigstens sich selber besteuern. Statt dessen sehe man, wie Alles hindränge auf Getreidezollerhühung. Sicher sei, daß eine starke Neigung zur Erhöhung der Geireidezölle, zur Brodverteuerung bestehe. Auf diese Konsequenz des Fkottengesetzes mache er schon jetzt alle diejenigen aufmerksam, die etwa dem Gesetze zustimmen möchten. Redner wendet sich alsdann zur Tirpitz'schen Rede, die sich tn Widersprüchen bewegte. Herr Tirpitz hätte einfach am Montag sagen sollen: „Ich habe 1898 so gesprochen, wie mir befohlen war, und ich spreche jetz, wie mir befohlen worden ist. Ich steuerte damals Zick und steuere heute Zack! (Heiterkeit) Seine damaligen Erklärungen seien jedenfalls auf allen Seiten des Hauses im Sinne einer Bindung der Regierung aufgefaßt worden. Herrn v. Bülows Rede sei weiter nichts als eine Flottenrede gewesen. Die letzten zwei Jahre sollten uns etwas gezeigt haben. Bis ins 16. Jahrhundert habe der Herr Staatssekretär zuruckgegriffcn. Weshalb nicht noch weiter? Am Ende sei das Flottengesetz die notwendige Konsequenz der Völkerwanderung. (Stürmische Heiterkeit.) Und weshalb habe nicht auf Noah zurückgegangen werden können; was wäre aus Noah geworden ohne seine Flotte. (Stürmische Heiterkeit.) Abg. Richter geht hierauf auf den spanisch amerikanischen Krieg, auf Samoa und auf den Transvaalkrieg ein. Herr v. Bulow meine, Deutschland dürfe nicht bei Seite stehen, ohne etwas vom Kuchen abzubekommen. Ja, Kuchen! (Stürm. Heiterkeit.) Was noch übrig an Kolonien sei, das seien ja doch nur Krümel! Die Kolonien sollten eine Stütze sein für den Handel. Nun, diese Kolonien wollten vielmehr selber gestützt sein; sie kosteten Deutschland jährlich mehr, als ihr eigener Handel mit Deutschland betrage. Herr v. Bülow hätte lieber nicht das Wort gebrauchen sollen: „Deutschland wolle lieber Hammer sein, als Amboß " Deutschland werde niemals wieder Amboß sein, aber es solle auch nicht Hammer sein. Deutschland habe nicht den Beruf, darauf loszuhämmern und die Welt zu gestalten, wie es uns erwünscht sei! Die Volksvertretung habe die Aufgabe, zu wachen, daß die verschiedenartigen Interessen alle die gleiche Berücksichtigung finden, daß nicht im Einzelinteresse in seiner Bedeutung einseitig emporgeschnellt werde. Das sei die Pflicht der Volksvertretung auch gegenüber der Hamburger Rede. Herr v. Miquel habe von einem Ueber- maß der Kritik im Reichstage gesprochen und gewünscht, der Reichstag solle geschloffen hinter der Regierung stehen. Das sei aber die Verpflichtung nicht der Staatsvertretung, sondern die Pflicht eines Leibregiments (Stürmische Heiteikeit) Redner geht nochmals auf die Flottenagitation ein. Alles habe man zum Flottenverein gepreßt, vom Reichsbankpräsidenten bis zum Kellner im Eisenbahnrestaurant. Das alles sei freilich schon dagewesen. Im Jahre 1887 beim Septennat habe man Bilder von Muttern, die irren, u. s. w. verbreitet. Wenn der Herr Marinechef solche Bilder haben wolle, die er vielleicht brauchen könne, dann ständen ihm welche zur Verfügung (Stürmische Heiterkeit.) Redner schließt mit den Worten: „Wir von links erklären: Einer Regierung, die so sprunghaft verfährt und von unselbständigen Ministern geführt wird, können wir nur entschiedenes Mißtrauen entgegenbringen. Die j'tzige auswärtige Politik ist uns zu impulsiv, sie ist zu phantasievoll, um ihr irgend welches Vertrauen entgegenzubringen. (Lebhafter Beifall links.) Bayerischer Bundesbevollmächtigter Graf v. L e r ch e n f e l d erklärt, bei den Vorbereitungen der Flottenvorlage sei gegen die Bundesregierungen durchaus loyal vorgegangen worden. Wenn Abg. Bebet meine, er werde gegen eine Expropriierung des Bundesrats nicht- em» wenden, so sei diese Ausführung wohl nirgends sehr ernst genommen worden, aber es müffe gegen solche Darlegung doch Verwahrung eingelegt werden Gerade in der Einigkeit der verbündeten Fürsten, in einer starken Armee und in einer starken Flotte lägen die Garantie« für die Wohlfahrt des Reiches. (Beifall) Staatssekretär T i r p i tz entgegnet dem Abg. Richter, der bekannte Artikel in der „Nordd. Allg Ztg " sei erschlenen im Einverständnis mit dem Reichskanzler. Redner verliest weiter das Stenogramm seiner damaligen Rede. Niemand, auch der Abg Richter nicht, habe die Vorlage von 1897 so ausgefaßt, als ob damit für absehbare Zeiten die Flotten stärke endgiltig festgelegt sein sollte So lange Herr Richter nach feinet Weise über so vitale Fragen urteile, so lange werde er, Redner, es «IS fein gutes Recht betrachten, diese Fragen nach seiner Weise zu erörtern. (Bravo! rechts) Abg. Rickert (frs. 23g) meint, seine Freunde könnten die Rebe« des Kaisers mcht abhalten, die Dinge ruhig zu beurteilen und nach bem Willen des Volkes darüber entscheiden Dinge, die das Volk nicht «olle, könnten nicht durchgeführt werden, auch dann n'cht, wenn man sie an der höchsten Stelle wünsche. Das habe doch d'k Zuchthausvorlage gezeigt. Uebrigens sei der Liberalismus kein Gegensatz geg.n ein starkes Heer und eine starke Flotte; das werde sich auch bei der künftigen Vor läge zeigen. Redner geht auf die Beamtenmaßregelungen ein und bemerkt weiter, die Absage der Konservativen an den Reichskanzler sei baß Auffallendste, was bisher in dieser Form gegen die Regierung geleistet worden fei. Das seien die Folgen der Agitation des Bundes der Landwirte. Die Herren rechts sollten dem Reichskanzler dankbar fein für dessen Nachsicht (R dner wird mehrfach durch Zwischenrufe und Gelächter von rechts uuterbrochen.) Die Flottenvorlage würden seine Freunde sorgfältig prüfen; es kämen bei derselben sehr wichtige Faktoren in betracht. Was die Sozialdemokratie anlange, so könne man dieselbe nur durch eine volkstümliche Politik überwinden, welche das Bürgertum aus seiner Schlaffheit aufrütteln werde. Emer volkstümlichen Regierung werde das Volk die nötigen Mittel g rn bewilligen, die sie brauche zur Wahrung der Ehre und des Ansehens des Vaterlandes. (Vravo I) Abg. Roesicke-Kaiserslautern (Bund der Landw.) bezeichnet eS als auffällig, daß Herr Sattler namens der ganzen nationalliberale« Partei dem Reichskanzler Vertrauen ausspricht, weil viele Herren dieser Partei die Landwirtschaft genügend kennen, um zu wissen, daß sie unter der jetzigen Regierung bankerott gehest müffe. (Beifall und Wider spruch.) Dem Artikel 84 der Verfassung habe der Reichskanzler eine Auslegung gegeben, wonach dieser Artikel für die Beamten eliminiert werde. Vizepräsident Schmidt-Elberfeld bezeichnet die letzten Worte des Redners als parlamentarisch für unzulässig. Abg. Roesicke (fortfahrend) wendet ein, er habe nur von bet Auslegung bes Art. 84 gesprochen. Einer notwenbigen Flottenvermehrung werbe sich sicher bas beutsche Volk auf bie Dauer nicht wibersetzen; aber nicht minber nötig seien bebeutenbere Aufwenbungen für Verbesserung bes Verkehrs, namentlich für Kleinbahnen. Staatssekretär Graf Posabowsky führt aus, bei allem Wohlwollen für bie Lanbwirtschaft werde man doch wünschen müssen, daß die Landwirtschaft ihre Forderungen in Formen zu kleiden verstehe, die weniger geeignet feien, die Gegnerschaft anderer Gewerbe herauszufordern. Der Abg. Richter habe wieder seine große Geschicklichkeit bewiesen, gegen in Aussicht stehende Maßnahmen zur Vermehrung der Wehrkraft Rden zu halten; bisher aber immer erfolglos. Unterlasse Deutschland jetzt die Stärkung der Flotte, dann würde es bald in die Lage eines Kavalleristen kommen, der zwar ganz gut reiten könne, aber kein Pferd habe. Minister Thielen widerlegt die Vorwürfe des Abg. Roesicke gegen die Eisenbahnverwaltung. Abg. ;irhr. v. Hodenberg (Welfe) hält es für bedenklich, dem Volke Gelegenheit zu geben, an Steuerungen des Monarchen Kritik zu üben. Er bringe dem tapferen Burenvolke Sympathie entgegen, aber es liege kein Grund vor, die englische Politik zu verlästern. Die Flottenvermehrung werde die Landwirtschaft schwer treffen wegen der Entziehung der Arbeitskräfte. Abg. Graf Klinckowström (kons) erklärt, den Konservativm habe die Absicht fern gelegen, die Stellung des Kanzlers zu erschüttern. Abg. Dr. Hasse (nl.) bemerkt, so lange Bismarck am Ruder gewesen, habe das Volk nicht nötig gehabt, sich mit der auswärtigen Politik zu befaffen; die sei damals gut besorgt worden. Später sei ei leider anders geworden. Redner geht dann auf die Nordwestkamerun- Landkonzesfion ein und erklärt schließlich, daß er und feine Freunde übrt die Flottenvermehrung aufrichtige Freude empfänden, endlich werde doch die deutsche Weltpolitik amtlich anerkannt. Bundesbevollmächtigter Dr. v. Buchka entgegnet dem Vorredner, die Kamerunkonzession verfolge den Zweck, das Großkapital dorthin zu ziehen. Das Risiko sei ein großes, da die Grenzen in jener Gegend noch nicht sicher fest ständen. Abg Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) begründet die Stellungnahme seiner Partei zur Zuchthausvorlage und spricht seine Freude aus über die Aufhebung des Verbmdungsverbots. Was die Flottenvermehrung betreffe, so fei im Volke wirklich Verständnis für dieselbe vorhanden. Von Herrn Schweinburg hoffe er, daß derselbe recht bald von der geschäftlichen Stelle des Flottenvereins entfernt werde, und zwar mit einer recht kräftigen Bewegung. Redner protestiert schließlich noch regen die Verleihung christlicher Namen an Juden. Abg. v. Kröcher (kons) weist den Vorwurf des Staatssekretärs des Innern, der Abg v. Kardorff habe ein Kompliment vor der Sozialdemokratie gemacht, zurück. Nachdem noch Abg. Graf Oriola (nl.) das Wort genommen, wird die Debatte geschlossen. Die einzelnen Teile des Etats gehen an die Bud-etkom mission. Nächste Sitzung Dienstag, 9. Januar. 2 Uhr. Tagesordnung: Rechnungssachen. Schluß 73/4 Uhr. Lokales und Vrovüyielles. G i e ß e n , den 15. Dezember 1899. ** Ruhestandsversetzuug und Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 9. Dezember den Piäsidenten des Großherzogl. Oberlandesgerichts, Wirklichen Geheimerat Dr. Ludwig Knorr, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und vorzüglichen Dienste, mit Wirkung vom 1 Januar 1900 an, in den Ruhestand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. ** Aus dem Justizdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 9. Dezember den Senatspräsidenten bei demOberlandeSgericht, Friedrich Conradi, zum Piäsidenten dieses Gerichts, mit Wirkung vom 1. Januar 1900 an, zu ernennen. ** Postpersonal-Rachrichteu. Versetzt sind: die Ober« Postassistenten Aßmuß vou Friedberg «Hessen) nach Nidda und Hahn von Groß-Gerau nach Büdingen, die Postassistenten Bach von Nidda nach Butzbach und Lange von Bingen (Rhein) nach Groß-Gerau. Ernannt ist zum Postdirektor der Postkassierer Ockel in Alzey. Angestellt sind als Telegraphensekretäre der Ober-Post- assistent Ene nkel aus Worms in Bingen (Rhein) und bet «Herzog W yW4l Piäfidenten Jt ® Wl d« *ÄS5" diese- ®ltul -.3 Soi-I *Jo»t rpSSäS ' bqi »le 0M ''" Z'W- r-LKrL ""-Sr« titZ-Äi-' £ ltn an den ty2".etn M bt: J S«SM die 2j.°"lln sei bet Ration ÄSM'Wet Mslanjitt >ch durch Qmif*n^at s^ für betfH6en feit ei*L-» ftl|*< jsirfsB b,i l*i d--LL b,Äei «tat8“? nrtmMml« •iMt wer! viele Herren bieS \S\ delfall und Wider ' ?' MW* 'r ätW5 Pnbindungsonbots. »510«.»»«»» * n Bewegung. Kevnn p 3aW. I* Ober - Telegraphenassistent Erzgräber in Darmstadt. Gestorben ist der Postverwalter a. D. Frey mann in Gedern. - Hessische Laudeslotterie. Auch die nach der„Frkf.Z" gebrachten Mitteilungen erweisen sich anscheinend als unzutreffend, wenigstens veröffentlichen die „N. H. V." heute Einzelheiten aus dem Ziehungsplane, wonach dieser nicht zwei, sondern fünf Klassen umfaßt. Das Darmstädter Blatt meldet: Nach dem nunmehr festgestellten Ziehungsplan für die Hessische Landeslotterie werden 33 OOO Lose ä 165 Mark, eingeteilt in ganze, halbe, fünftel und zehntel Loose, ausgegeben werden. Jede Lotterie wird fünf Klassen um- faffen. Die erste Ziehung findet am 3. April 1900 statt. Der Preis der Lose für die erste Klasse ist 33 Mk. für ein ganzes, 16.50 Mk für ein halbes, 6.60 Mk. für ein fünftel und 3.30 Mk. für ein zehntel LoS. Es kommen zur Ziehung in der ersten Klasse 1 Gewinn zu 30000 Mk., 1 zu 10000, 1 zu 5000, 1 zu 3000, 2 zu 2000, 4 zu 1000, 6 zu 500, 12 zu 400, 38 zu 200 und 834 zu 78 Mk. In der zweiten Klasse beträgt der erste Gewinn 40000 Mk., l in der dritten Klasse 50000 Mk., in der vierten Klasse । 60000 Mk. In den vier ersten Klassen werden jedesmal 900 Gewinne gezogen im Gesamtbetrag von 136452 Mk., resp. 179712 Mk, resp. 241916 Mk., resp. 303520 Mk. In der fünften Klasse beträgt die Prämie 400000 Mk., also im günstigsten Falle, wenn dieselbe auf den 1. Gewinn von 300000 Mk. fällt, der höchste zu erzielende Gewinn 700000 M. Cs kommen weiter in dieser Klasse zur Auslosung: 1 Gewinn zu 200000 Mk., 1 Gewinn zu 100000 Mark, 1 Gewinn zu 50000 Mk., 1 Gewinn zu 40000 Mark, 1 Gewinn zu 30000 Mk. und 1 Gewinn zu 20000 Mark, ferner 2 Gewinne zu 15000 Mk., 3 zu 12000, 5 zu 10000, 8 zu 5000, 10 zu 4000, 75 zu 3000, 100 zu 2000, 200 zu 1000, 300 zu 500, 677 zu 400 und 213 zu 200 Mk. " Polizeibericht. Als in vergangener Nacht ein Student wegen Uebertretung in der Sonnenstraße von einer Schutzmannspatrouille notiert wurde, erging sich derselbe den Beamten gegenüber in solch unflätigen Redensarten und Ausdrücken, die hier nicht wiedergegeben werden können. Eine exemplarische Bestrafung wegen Beamtenbeleidigung wird derselbe noch obendrein zu erwarten haben. Darmstadt, 14. Dezember. Seine Majestät der Kaiser haben die Er.aubnis zur Anlegung ihnen verliehener nicht- preußischer Insignien Allergnädigst zu erteilen geruht, und zwar das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Rittmeister Grafen v. Bylandt, Baron zu Rheydt, Flügeladjutanten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Sachsen-; des Kaiserlich Russischen St. Stanislaus Ordens 2. Klasse in Brillanten: dem Major Freiherrn Röder v. Diersburg, Flügeladjutanten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs. Darmstadt, 14. Dezember. Wie verlautet, find die Waldungen des Fürsten Jsenburg Birstein bei Offenbach, über deren Ankauf unlängst ein Frankfurter Konsortium verhandelt haben soll, für 6 Millionen Mark in den Besitz des hessischen Fiskus übergegangen. Die Verhandlungen wurden durch Ministerialrat Braun und durch den Justizrat Gutfleisch Gieß-n geführt. Den in der Nähe liegenden Gemeinden soll, wie es heißt, so viel von bin Waldungen abgetreten werden, wie sie gebrauchen. Mainz, 14. Dezember. Schwerer Unglücks fall. Spät am Abend kam gestern ein herrenloses Fuhrwerk des Fuhrunternehmers Adam Gries, hier, an das Marienborner Ehauffeehaus. Nachforschungen ergaben, daß der Lenker des Fuhrwerkes am Klein-Winterheimer Berg herunter- gefallen und überfahren worden war. Er wurde hierher ins Spital verbracht und soll dort heute früh schon gestorben sein. Vermischtes. » Weimar, 14. Dezember. Der wegen dreifachen Raubmords zum Tode verurteilte Dienstknecht Hoffmann aus Oldisleben wurde heute morgen hin gerichtet. * Halle, 14. Dezember. An den Folgen einer Schlägermensur ist ein Corpsstudent, der Studiosus Th. verstorben. Die auf der Mensur vor etwa 8 Tagen erhaltene Kopfverletzung verheilte ganz normal, so daß Th. am letzten Freitag wieder auf der Kneipe erscheinen konnte. Am Samstag verschlechterte sich sein Zustand wieder, es trat die Kopfrose ein, der der hoffnungsvolle Mann zum Opfer fiel. Ob den Paukarzt irgendwie eine Schuld trifft, wird wohl die eingcleitete Untersuchung ergeben. * Dortmund, 14. Dezember. Ein bedeut end es Geschenk ist der Stadt zugefallen von einer früheren Dortmunderin, der Gattin des verstorbenen Geheimen Kommerzienrates Duden in Brüssel. Sie schenkte mit ihrem Gatten schon früher 250000 Mk. für die Errichtung eines Wöchnerinnenasyls; jetzt hat sie der Stadt 40000Mk. überwiesen für den Bau eines eigenen Gebäudes für die Stiftung. * Mauchen, 14. Dezember. Nach Zeitungsmeldungen aus Weinheim ist am Samstagabend die 73jährige Privatiere Dailer, als sie sich in einem unbewachten Moment von ihrem Krankenlager erhob, verbrannt, da die Nachtlampe umfiel und Feuer ausbrach. Ihre 68 jährige Dienerin erschrack beim Hinzueilen über den Anblick derart, daß sie einem Schlaganfall erlag. Universität und Hochschule. — Ernannt: Der Professor an der Universität Würzburg, Geheimer Rat Dr. WUH Konrad Roentgen, wurde, rote sitzt offiziell aus München gemeldet wird, zum ordentl. Professor der Experimentalphysik und Vorstand des physikalischen Instituts in der philosoph'schen Fakultät der Universität München, sowie zum Konservator des physikalisch-metro- nomischen Instituts des Staats daselbst ernannt. — Dr. Karl Dickel, Amtsgerichtsrat und L hrer an der kgl. Forstakademie Eberswalde, nebenamtlich zum a -o. Professor der Rechte an der Berliner Universität. — Gestorben r Im Alter von 84 Jahren in Wien der Professor der ehemaligen medizinisch-chirurgischen Josephs-Akademie Dr. Dominik Joseph Ritter v. Hauschka. — Berlin, 13. Dez-mber. Zum ersten Vorsrtzenden des Direktoriums der Akademischen Lesehalle wurde der erste und emsige Vertreter der katholischen Studenten, Clemens Schäfer, gewählt. ES standen den sechs Stimmen der nationalen Partei sechs Stimmen der Finkenschaft des sozialwiffenschaftlichen Studentenvereins und der Freien wlffenschaftlichen Vereinigung gegenüber; letztere sechs Stimmen wurden für den Centrumsmann abgegeben, der sich selbst wählte und damit über eine Mehrheit verfügte. — Berlin, 14. Dezember Den Morgenblättern zufolge sollen auf Befehl des Kaisers in der ersten Hälfte des Januar an den Universitäten und übrigen Hochschulen Jahrhundertfeiern veranstaltet werden. „ _ , — Verschiedenes: Der Geh. Medizinalrat Profeffor Weber, Direktor der medizintschen Klinik in Halle, tritt mit Ende dieses Semesters in den Ruhestand. — Am Mittwoch beging Prof. Hugo v. Ziemssen, der Direktor des medizinisch-klinischen Instituts in München, seinen 70. Geburtstag. — An der Straßburger Universität sind die beiden Privatdozenten der Medizin, Ur. Freund und Vr. Hoche zu außerordentlichen Professoren befördert worden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 17. Dezember. 3. Advent. Gottesdienst. In der Ttadtkirche. Vormittags 9«/i Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- und Marcusgemeinde gemeinsam. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Markusgemeinde, wozu besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen dazu in der Wohnung des Geistlichen, Bahnhofstraße 42, oder vor dem Gottesdienst in der Sakristei erbeten. Die konfirmierte männliche Jugend der Markusgemeinde wird gebeten, behufs einer Besprechung nach Schluß des Gottesdienstes in der Kirche zrr bleiben. Die Bibelstunde fällt am 21. und 28. Dezember aus. Am 1. Weihnachtsfeiertag wird im Vormitlagsgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für beide Gemeinden gehalten werden. In der Johanneskirche. Vormittags SV, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesbienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 3 Uhr: Christbesckerungsfeier für die Kleinkinder- Bewahranstalt. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasgemeinde im Abendgottesdienst, wozu auch besonders die Konfirmierten der letzten Jahrgänge emgeladen werden. Anmeldungen vorher bei dem erbeten. Montag den 18. Dezember wird keine Bibelstnnde mehr gehalten. Am Samstag, dem 23 Dezember, nachmittags 31/, Uhr, indel die Ehristbescherungsfeter für die Kinder des Nlnder- gotlesdiensteS der Johannesgemriude statt. Die Gemeinde wird hierzu freundlichst cinq-laben. Pfarrer Dr. Naumann. Die Weihnachtsfeier der Kinderkirche der lukasgemeinde indet Sonntag den 24. Dezembe, nachmittags 31/» Uhr flat. Am 2. Weihna isteiertag findet B/r Uhr: Hockamt mit Predigt. Nachmittags um 5 Uhr: sakiamentalische Brudersckaftsandacht; nach derselb n Weihnachtsbescherung an die armen Kinder der Pfarrei. Gotterdirnst der israelitischen KrligilmrgesrVchaft. Sabbathfeier am 16. Dezember 1899. Freitag abend 4 Uhr, Samstag vormittag 8*> Uhr, nachmittag 8 Uhr, Sabbathausgang 516 Ubr Nachmittag 2w Uhr SchrifterklLrung. WochengotteSdienst morgens 7 Uhr, abendS 4 Uhr. Ärmste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 15. Dezember. Der Bundesrat nahm gestern den Entwurf eines Gesetzes betreffend einige Aenderungen von Bestimmungen über das Po st wes en und den Entwurf einer Fernsprechgebüh ren-Ordnung in der Fassung der Reichstagsbeschlüsse an. Oppeln, 15. Dezember. Dem hier geborenen Afrikaforscher Emin Pascha soll Hierselbst ein Denkmal gesetzt werden. Koloniale Kreise sollen für das Projekt interessiert werden. Wien, 15. Dezember. Wie die Blätter melden, hat gestern der Kaiser dem Mitgliede des Polenklubs, Ritter von Gniewosz, den bestimmten Wunsch ausgedrückt, daß die Erledigung der Staatsnotwendigkciten zustande komme« werde und daß auch voraussichtlich der Polenklub getreu seinen Traditionen der Erledigung der Staatsnotwendigkeiten keine Schwierigkeiten machen werde. Ritter von GniewoSz versicherte hierauf dem Kaiser auf das bestimmteste, daß der Polenklub alles aufbieten werde, damit den Wünschen der Krone entsprochen werde. — Infolge des Zerfalles der Majorität spitzt sich die Krise immer mehr zu. Die Tschechen stehen zur Zeit vollständig isoliert da. In parlamentarischen Kreise« ist man fortgesetzt der Ansicht, daß mit einer MinisterkristS gerechnet werden muß. Triest, 15. Dezember. Hier wütet ein heftiger Sirocco, verbunden mit Regen und Springflut. Fiume, 15. Dezember. Ein jäher Wettersturz trat infolge eines heftigen Sirocco ein. Es herrscht jetzt anhaltend Regen. Rom, 15. Dezember. Das gute Aussehen des Papste» im gestrigen Konsistorium fiel allen Anwesenden auf. Anfangs sah der Papst etwas leidend aus, erholte sich aber zusehends, als das Publikum ihm zujubelte. Paris, 15. Dezember. Gestern abend fand hier eine Vorstellung zu Gunsten des Unterstützungsfonds der Buren statt. Dieselbe verlief glänzend und brachte zirka 10000 Franks ein. pirionctnffo karrst jede Jam» am beiten an» ClUüllblUllC, preietucrthcpeu direkt bon Sammle von Elten & Keussen und Velvets «r«. Mt. unser MustrrsorttmuU. Bekanntmachung. Der Boranfchlaq der G meinde Röthges für das Jahr 1900/1901 liegt vom 18. Dkzember 1899 an ackt Tage lang zur Em sicht der Jntereffenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Röthges, den 14 Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Röthges. Metzger. 8686 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Holzheim für das Jahr 1900/1901 liegt vom 18. D zembcr d. I. an acht Tage lang zur Ein sicht der Interventen auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Holzheim, den 14. Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. Klotz. 8685 KikLkuMtttvkrkin für Gießen und Umgegend. Haupt-V er Sammlung Sonntag den 17. Dezember, nachmittags 3 Uhr, bei Bauer. Tages-Ordnung ist durch Nr. 12 der „Biene" bekannt. Zahlreiche Beteiligung dringend erwünscht. Der Vorstand. Zweite, unöedingt letzte freiwillige Versteigerung eines Wohl- unb EWslsgeMrs in MD (Wirtschaft „Zum Mainzer Hof"). Mittwoch den 20. Aezemöer, nachmittags 4V- Uhr, soll das zur Nacklaßmafie deS verstorbenen I. F. Karl Bücking in Alsfeld gebörige Wohn- und Geschäftshaus, Main;ergafie Nr. 314, gegenwärtig Gasthaus „Zum Mainzer Hof", unter den bei der Versteigerung bekannt ,u gebenden Bedingungen meistbietend im Rathaus dahier zum letztenmal versteigert werden. AlSfeld, den 14. Dezember «899. Großherzogliches Ortsgericht Alsfeld. Arnold. 8687 HNdmbeitsschiilk von frl. fanöntann Giessen, Südantage 7. D'e Ausstellung der Weihnachts-Handarbeiten findet statt am LamStag den 16. und Lonutag den 17. Dezember, von vormi tags 11 Uhr bis abends 8 Uhr, und tft I dermann. insbesondere die S tern und Angehörigen der Schülerinnen, zum Bcsucke freundlichst eingeladen. 869b MimMchullM Dillenburg, g Donnerstag den 21. Dezem-err Vieh- nnd KrammarkL Perkk-isermuml, Versteigerungs- Anzeige. Mittwoch, 20. Dezember 1899, vormitt gs 9 Uhr, kommen zu Ober Widdersheim ca. 200 Mr. Klcinschkag, ca. 400 Mr. Bruchsteine wangrweise öffenilich meistbietend iegen bare Zahlung zur Versteigerung. Zusammenkunft der Steigerer auf Großh. Bürgermeisterei. 8683 Vetzberger, Großherzoglich.r Gerichtsvollzieher in Nidda. 8 8703 8696 sagen ihren innigsten Dark 04608 empfehle Die trauernden Hinterbliebenen. ff' Mosel Pfg- * Mor statt. Gebhardt. 8702 arerden. n Es bommt W hmf an, Der Borstand 8697 Einige Mädchen für leichte Arbeit gesucht. 8693 w-rden. ♦> fr ♦) fr ♦> A* in der Stadt Marburg. 04494 Es ladet ergebenst ein »ein SP 1867 Verantwortlicher Rebakleur: H. Ko eg ter. — Druck und Perlag der Brühl'fchen UnivrrfitätS-Buch- und Sreinü'irckerci (Pietsch Erben, in Gießen. . Etllpfkhlililge #. -7. ■' ' Uevtnietnngenz Nlietgeluche Offene Steffen Verloren PersOtdrnes Ftttlen-GesuchkH . 60 . 70 . 90 . 100 . 60 . 75 . ICO . 60 . SO ßardener Hraachcr Aeltinger Niersteiner Atat. Aotwekn Marca Atatia 2. 16. 30. Januar, 13. 27. Februar, 13. 27 März, IO. 24 April, 8. 22. Mai, 5. 19. Juni, 150 Mark pro MonatZ und Provision. la. Hamburger Haus suckt an allen Orten respekt. Herren für den Verkauf von Cigarren an Hänsle-, Wirte, Private usw. Off. u. H. 2917 an G. L. Daube u. Co., Hamburg. Statt jeder besonderen Anzeige. Die glückliche Geburt eines munteren Jungen zeigen hocherfreut an 3. 17. 31. Juli, 14. 28. August, II. September, 2. 23. Oktober, 6. 20. November, 4 18. Dezember. Wirtschaft in Gichn, im Mittelpunkt der Stadt, nahe der Bahnhofstraße gelegen, bei billiger Miete, 220 Hekto Jahresumsatz, alsbald zu ver- pachlen. Reflektanten wollen Adresse an HaasensteinLVogler,Sl.'G., Gießen, unter V. J. senden. Ui**”' SamStag den 16. Dezvr. 1899, abendö 8'/, Uhr, im Saale des Hotel „Großherzog von Hessen" Bortrags- abend, betr. die neuesten Erfindungen de'Gasbeleuckt« ungstechnik (Preß- gas rc.), sowie der 8689 Der- Vorstand. 045u3J Zuverlässiger Arbeiter für dau« ernde Beschäftigung sofort gesucht. Gmil Lotz, Koblenhandlung. O44t*7] Em Eh c^Sckuh verloren. Ab- zugeben gegen Belohn. Selterkweg 57, III. Iahresveitrag 2 MK. Anmeldungen werden au der Kasse auf der Kisvahu entgegeugenommeu. 87u4 04506] Ein Zuchtschwein oder zwei Einlegschweine zu verkaufen. Wetzsteingasse 16. General Versammlung dks Ilmgllettins vom Roten Kren; in Gießen (Kktfsverein für die Krankenpflege und Auterstühung der Soldaten im Aetde). Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Zweigvereins werden zu der Freitag deu 29. Dezember 1. I , abends 8 Ubr, in dem oberen kleinen Saale des Hotel Grotzherzog von Hessen stattfindenden ordentlichen General'Bersammlung ergebenN emgeladen. ^ages-Hrdnung: 1. Bericht über die Thäiigkeit des ZweigvereinS; 2. Rech- nungsablaae; 3. B schlußfaffung über Anträge von seilen des Vorstandes oder einzelner Vereinsrnnglieder; 4. Vorstandswahl. Gießen, den 14. Dezember 1899. Der Vorstand des Zweigvereins vom Roten Kreuz in Gießen. Jöckel, Landgerichtsdirektor. 8699 Die Schulkornrnifsion. Oskar Gutmann und Frau, Westanlage 31. Danksagung Für hte zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit, sowie bei dem Hinscheiden unseres ur vergeßlichen Heinrich Scho mb er Darmstadt, den 12. Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt. Morneweg. 8700 pr. Fl. o. Gl. Der Gesamt-Auflage unserer heutigen Ausgabe lügt ein Prospekt der Firma Karl Brück in Giesten M. 8691 Gewehr uetlomi. Am Sonntag, dem 10. Dezember, auf dem Wege vom Babnbof Gießen nach Krofdorf ein gelber Gcwehrtasren mit Inhalt verloren. 8688 Abzugeben gegen gute Belohnung auf der Bürgermeisterei 1« Krofvorf. e®e®@®o®^®<äiec®@eneneeeeee Kaufmännische Aachschuke. Sonntag den 17. Dezember, abends 8 Uhr. findet in der Turuhaüe, Steinstraße 3, die diesjährige Weihnachts-Feier unseres Lestrlingssteims statt, wozu außer den Mitgliedern des Kaufmänn scheu Vereins und deren Familien die Angehörigen der Schüler hiermit freundlichst emgeladen Der Borstand. »i iw im HBninni-' ' ~ ,»•**•*£ 9 m ri e WNt 1. Gießener Stemm- unö Ring-Club. Sonntag den 17. Dezember 1899: Große Weihnachts-Feier 04501] Möbliertes Parterrezimmer zu vermieten. Wetzft.instratze 40. Voroino erhalten billige e vl vluv Drucksachen, Mitgliedskarten, Eintrittskarten, Lwsenummern, Programme in der Briihl’schen Univ.-Dmckerel (Pietsch Erben) Giessen, Schulstrasse 7. Verein Jugendfreund. Unsere dicsjähriae WeihnachtS'Bescheruug findet am Sonntag dem 17. Dezember, nachmittags 4 Uhr pünktlich, in bei Turnhalle der höheren Töchterschule statt, zu welcher wir unsere werten Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins hiermit freundlichst einladen. ft Mttgl eder 10 „ Der Vorstand Kock- und Heiz- avparate. mit Vorführung von Apparaten »Zithern!! Günstige Kaufgelegenheit für den Weihnachtstisch. Wegzugshalber verkaufe den Rest meines Lagers in 8684 MziigliHku Zithern (neue und gebrauchte) — erstkl. Fabrikate von Jobst in Graz und Tiefenbrunner in Mittenwald —, Spikldostu, Albums mit Aufilr, KsftkrrtrmAlbüms etc. en ermässigten Preisen. Mufikalien mit 30 bis 40 »o Rabatt! Adolf Arnold Neuen-Bäue 16. Kaufmännischer herein. Samstag den 16. Dezember 1899, abends 9 Uhr, im Vereinshaus: Weihnachts-Feier. Wir laden hierzu unsere Mitglieder mit ihren Angehörigen ergebend ein. W dir fmith W i01; Mer Seile s «ehr als ein USt. Sollten Vorgang aller! samkeit der Si feit der Bum GeWe von ließe«, würde g Der „Tel schreibung des 8 beiLadysmitl \W Düochei und nahm Hu Um zwei llhr Den Truppen einer Buren F griffen bereits Lin Posten r Sud da er kei und rief: „Wi (Rotröcke) sind zwar mehrere dann aber auf Samen tourb gerne fprengt gefflf, das L schieden? AuSrüfl WuW Die ganze Ges dauert. - Bei ein scharfes Kavallerie statt Buren glaubtet kvp engagiert n rumpeln. Der KaMerie und Z »ar nm 6 Uhr Nen fürchtet Buren neu belel herbeifiihren wi, Eop die Garnisc Der britifd "ch allzu schli Riffen Galgenh d-r Eladt 'Nen sich zi b‘‘ "»ta 8b £e*«ffer f 'ft Mi c ®'‘ df-rde krhai aeb 6«. jsj’j] 5* iw Irl bin °°° Q -jonbin hib. "herbem feitn ■ ’M um bi,1 "‘«H 41 a* b mit L^blat1i Ctft* Ei ft1’ tol« ff db» ? IW he»k eg.j’We Solwbetn ? nl» »fr» So, 8Dt d-rn L" Eine Partie zmiickgcsctzter Puppen, Lpietwaren etc. bedeutend uuterm Preis. 8690 Moritz Gregori & Sohn. 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