1S99 Mittwoch den 16. August Zweites Blatt Nr. 191 it: ,bt®w iaU, IHM eitlen, Ep»rdition und ®ruderet: Ach«cßr.t- Ar. 7. Devon Sittbet. 6003 Alle «nzetzen.«ermtNlun-rstellen M In- und ttuilea^ «chmen Anrei,en für den »ietzener Anzeiger entgeh». Adreffe für Depeschen: JUjeiget Fernsprecher Nr. 51. £OrP3 (Parademarsch ^rt. 3. Ich sende MW V. Joh. Strauss B- Fischet. Eremiten“ v. Mailard. '■ Magners .Walküre1 Fantasie für Cornet mpeter- und Paaker- idert. 12, Potpourri Eilenberg. U. W a (Zapfenstreich und itrie 75 Pfg, Ernst Challier, -sanmlm-s lüags 3 Ahr, Zrückel IX' Den hierzu einfl* IW. dahier ein Vieh- Mdlichst eingeladen ichiehl nur von der ig btt schönsten zu von SMMem, en unb einer Reihe inbet in dem Zelte JlartiplQ^e W nai)tn, W sich der en hatte unb laden i. s Comite. Ne»ugsprei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 PfU. mit Brtngerloh». Bei PostbejUf 9 Mark 50 Ps^. >ierieliätzrlich Januar d. I- ErtlLiuntz W oe^ammlung- Gratisbeilagen i Gießener FamMenblätter. Der hessische Landwirt, Plätter für hessische Volkskunde. ___________ 5882 13 aus Hannover ■Im II.) H- Fischer. SS- * q-W Mcht. frechst UtM mit »urnahme bei Montag«. Die «iehener »erden dem Anzeiger »dchcnUich viermol ßeigelogt. qeftalt war das Schicksal zweier Aeronauten, Sivel und Croce-Spinelli, welche am 15. April 1875 einen Ballonausstieg unternahmen, der sie bis zur Höhe von 8600 Meter hinauftrng, während ein dritter Teilnehmer, der widerstandsfähigere Tissandier, den kritischen Zeitraum m Ohnmacht überstand und wieder zum Leben ewachte, als der Ballon bereits im Fallen war. n Im Gegensatz zu dieser unglücklichen Ballonfahrt vermochte der Berliner Luftschiffer Dr. Berson mittelst Sauerstoffatmung ohne Schaden bis zu der zuvor me erreichten Höhe von 9100 Meter vorzudrmgen und hatte zweifelsohne noch höher steigen können, wenn Nicht der Ballast zu Ende gewesen wäre. Wenn man die beiden erwähnten Ballonfahrten mit einander vergleicht, so ergiebt sich, daß in den höchsten Höhen von 8000 Meter und darüber der Sauerstoffmangel verderblich wird, und daß der Tod ausschließlich durch Erstickung eintritt, der sich als Todesursache allenfalls, was aber nicht streng bewiesen ist, die Zerreißung lebenswichtiger Organe, besonders gewisser Nervenzentren, durch die bei dem beträchtlich verminderten Atmosphärendruck aus dem Blute austretenben Blutgase zugesellen kann. In den anderen hier angeführten Fällen spielt der Luftmanqel natürlich auch' eine wichtige Rolle, aber nicht die allein entscheidende. Wichtiger ist er trotz der geringeren Höhe noch im Falle des korpulenten Bergsteigers; denn das Sauerstoffbedürfnis eines arbeitenden Körpers ist annähernd proportional dem Lebendgewicht, und da die Lungen der Fettleibigen im allgemeinen von Natur aus innerhalb des in seinen Dimensionen nun einmal von Geburt aus ungefähr gegebenen knöchernen Brustkorbes nicht wesentlich größer sind als diejenigen von normal starken oder mageren Personen, müssen die ersteren mit der Leistungsfähigkeit der Lungen, wie ihre leicht zutage tretende Kurzatmigkeit be- beweist die Schaffensfreudigkeit, die sich allenthalben regt, i um dem Kaiser auch äußerlich den Beweis zu liefern, wie sehr die Bewohner der Stadt Dortmund sich freuen, ihn m ihren Mauern begrüßen zu dürfen. Wir können kühn behaupten: es ist kein Haus und sei es auch noch so be- | scheiden und noch so entlegen, das nicht mit ewigen Fähnchen und Guirlanden geziert ist, auch wenn die Straße an der es liegt, von dem Landesvater nicht berührt wird. Und nun erst die Feststraße, die der Kaiser durchzieht. Diese ist zu einer via triumphalis in des Wortes vollster Bedeutung hergerichtet. Ein Blitz aus heiterem Himmel war daher das Telegramm, das am 18. Juli eml.es und den Besuch des Kaisers absaqte. Da war mit einem Male alle Schaffensfreudigkeit unserer Bürgerschaft wie gelamt, ewe stumme Resignation hatte sich aller Gemüter bemächtigt; die Hand, die vordem so eifrig sich regte um dem Kaiser einen würdigen Empfang zu bereiten, sie erschlaffte m lässiger Ruhe. Herbe Enttäuschung malte sich auf allen Gesichtern, als sich von Mund zu Mund die Trauerkunde verbreitete: Er komntt nicht! Und welche Begeisterung entfachten wieder die nach bangen Tagen von dem prosaischen Telegraphen m der guten Stadt Dortmund verbreiteten wenigen kaiserliche Worte: Gerührt durch die Anhänglichkeit der Westfalen habe ich mich entschlossen, zur Einweihung des Dortmund-Emskanals nach Dortmund zu kommen! Sofort als diese Nachricht sich wie ein Lauffeuer verbreitete, schwand alle Resignation. Er kommt doch, so rief man sich auf den Straßen zu. Und die Begeisterung war die gleiche wie vordem. Wenn auch die Zeit von der definitiven Ansage des kaiserlichen Besuches selbe der auch die Malereien im „Reichshof" hergestellt hat. Die'in Gestalt mittelalterlicher Thorburgen an den Kreuzungen der Mallinkrodtstraße mit der Scharnhorst- und Schützenstraße sich erhebenden Triumphbogen sind ausgefuhrt von der Baufirma Schaub-Weißhaar, die Malereien von Wilh. Hammann-Düsseldorf. Eine großartige DekoraN sehen wir am „Römischen Kaiser", dann der Betenstraße an der „Essener Kredit-Anstalt", dem Stadthause, dem Bäumerschen Hause, auf dem Südwall bei ^Trn^" Otto, Direktor Springorum, Justizrat Melchior, dem Grasen- hof, hervorragend ist auch die Dekoration des Elektrizitätswerks an der Martinstraße. Auch im westlichen Viertel, Rheinischestraße, werden sehr schöne Dekorationen geboten. Maschinenfabrik Lipp- mann und Depot der Straßenbahn heben sich durch elektrische Beleuchtung glänzend hervor, während das Steinme^ Geschäft, Marmor- und Granitwerk von Heinr. Ochs durch Aufstellung einer Kaiserbüste auf schwarzem, Granitpostament, umgeben von einem schonen ^ottenbau, auf welchem über der Kaiserbüste ein mächtiger Adler seine Schwingen ausbreitet, sehr vorteilhaft wirkt. Vor dem Postament ist das eiserne Kreuz angebracht, sodaß alles zusammen, umgeben von frischem Grün und Fahnen, cm sehr prächtiges Bild abgiebt. Die Ausschmückung der Märkischen Straße fällt besonders ins Auae Am Neuthor erheben sich unzähliche Fahnen- mastm di- an bet Einfahrt d-r -inz-ln-n F-ststraß-n angebracht sind. Auch di- dort b-finblich-n G-bäud-, Gymnasium zc. haben prächtigen Flaggenfchmmk angelegt. Sehr wirkungsvoll ist die Ausschmückung der Ueberfahrt der Rheinischen Bahn; Fahnen, Wappen, verbunden rmt Guirlanden und frischem Grün sind dort in sinniger Weise angebracht worden, sodaß man glauben sollte, einen wirklichen Thorbogen vor sich zu sehen. Die Mälzerei von Overbeck und der angrenzende Tattersall, sowie die Besitzung von Pohlschröder u. Co. zeichnen sich durch wirkungsvolle Deko- rationen aus, dortselbst erheben sich auch mehrere Tribunen. Dortmunds Brauereien stehen in Bezug auf Dekorierung nicht hintenan. So haben, so weit wir wahrnehmen konnten, die Löwen-Brauerei und namentlich auch die Union-Brauerei großartiges geboten, wie man sich am heutigen Abend bet der Illumination überzeugen kann. Es wurde zu wett führen, hier alle Einzelheiten aufzuführen. Erwähnt sei nur die Dekoration der Gesellschaft „Helios", die durch eine umfangreiche elektrische Anlage an der ganzen Front des Gebäudes wirklich etwas großartiges geschaffen haben. Auch die anderen Straßen, die der Kaiser zum Ham passieren Feuilleton. Der Mensch auf den höchsten Wergen. Ei» hygienischer Beitrag zur Sommertouristik. Von Dr. med. Kurt Rudolf Kreusner. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Eiu junger schlanker Mann von mittleren Körperkräften wagt sich an eine Hochgebirgspartie, etwa an den Ortler, die Bernina oder die Jungfrau, also an Berge von ungefähr 4000 Meter Höhe. Ohne besondere Umstände geht es bis zu einer Höhe von 3000 Meter und darüber, und außer etwas erschwertem Atmen und Herzklopfen und vielleicht etwas Kopfschmerz deutet nichts auf eine drohende Gefahr. Plötzlich treten Schwindel, Uebelkeit und Erbrechen ein, und der junge Mann ist, ehe seine Begleiter sich dessen versehen, eine Leiche. Ein dritter Fall. Ein Luftschiffer macht im Ballon eine Hochfahrt. Wohlgemut geht es bis zu Höhen von 7000 bis 8000 Meter, ohne daß der in Ballons mitgenommene Sauerstoff eingeatmet zu werden braucht. Auf einmal werden seine Muskeln so schwach, daß er kaum im stände ist, den Kopf zu bewegen; während sein Geist vollständig klar ist, versagen die Extremitäten, ja selbst das Sprachoraan jeden Dienst. Es übermannt ihn unwiderstehliche Müdigkeit nnd er verfällt in Ohnmacht mit dem letzten Gefühle, als ob er in ewigen Schlaf versänke. Kommt der Ballon in kurzer Zeit wieder in tiefere Regionen mit dichterer Atmosphäre, so kehrt das Bewußtsein zurück. Hällt sich der Ballon jedoch längere Zeit mit den ohnmächtigen Insassen in diesen höchsten Höhen auf, so geht der Betäubungsschlaf unmerklich in den ewigen über. Verweist, stets eher ins Gedränge kommen als grazil ge- Jm ersten wie im zweiten Falle wirkt aber verhängnisvoll die hochgradige Ermüdung. Zuerst kommt m Betracht, daß in bedeutenden Höhen, wie die Versuche mit dem Ergo- graphen (Kraftmesser) ergeben, die Leistungsfähigkeit der Muskeln bedeutend herabgesetzt ist. Dazu kommt, daß d e angespannte Aufmerksamkeit auf den Weg, ja für die auf jeden einzelnen Tritt zu wählenden Stellen einen weiteren Teil der Körperkraft absorbiert. Endlich geht es aber den übermäßig angestrengten Muskeln nicht anders, als einem über die Grenzen der Elastizität oder Zugfestigkeit m Aw spruch genommenen Gummibande oder Eisendrahte. Es finden molekulare Veränderungen statt, rückgängig zu machen sind. Die Herzmuskelfasern dehnen sich über Gebühr, und so tritt bei schnellem Bergaufsteigen nicht selten eine bleibende Herzerweiterung ein welche sogar unter Umständen bis zur selbstverständlich sofort totlichen Zerreißung der Herzwand sich steigern kann. Außerdem produziert aber jede arbeitende Muskel sogen. Ermudungs- stoffe. Wo Arbeit geleistet wird, kann dies immer nur aus Grund des Umsatzes latenter Energie in lebendige Arbeit geschehen. Bei den Dampfmaschinen sind es die zur ^>er- brennung aelangenben Kohlen. Im Menschen- unb Tierkörper aber ftnb es bie burch bie Ernährung enlstanbenen beim, ergänzten festen unb flüssigen Substanzen bes Leibes, welche zum Teil unter ber Einwirkung beS Atmungs- sanerstoffes in ben einzelnen tierischen SeHen £nber£ Stoffe umgesetzt werben. Schon Kohlensäure, Harnstoff[ un Harnsäure, bi-se alltäglichen Zer etzungspre> uhe d-r mensch- Namen „Ermüdungsstoffe" bekannt sind bis zum heutigen Tage eine wiber alles Erwarten kurze war, so hat boch Dortmunbs Bürgerschaft gezeigt, baß auch ibr das englische Sprichwort „Time is money , „Ze" ist Geld" nicht unbekannt ist. Wie wurde Nicht allenthalben gesorgt, das erforderliche Grün für Guirlanden ur^ Maien zu beschaffen! Und als aus dem Harz die Nachrichten ent» gingen e« fei nicht möglich, in so kurzer Zeit bi° so unb soviel tausenb Meter Gmrlanben und Kranze zu liefern, ba würben, ,° weit es thnnlich war, bie w-stf°l-sch°n Eichen, unb Taunenwälber geplünbert unb wo bie mch langten, da half das „Eichenlaub" der Papiergeschäfte aus. Mau machte eben aus der Not eine Tugend. Wo der Schmuck an natürlichem Grün verhältnismäßig gering ist, doi ist der Schmuck an Fahnen und Draperien um so ausgedehnter. Ein Gang durch die Feststraße, die der Kaiser befahrt^beweist, wie die städtischen Behörden und die Bürgerschaft | alles aufgeboten hat, um die Ausschmückung zu einer des uno <2>eroerue, nuummuu, -------------z- . ;» verehrten Landesvater würdigen zu gestalten. Die Mipolame zu begrüßen. Daß der Willkommgruß ehrlich gemeint ist, Mallinkrodtstraße ist ausgestattet mit drei im Stile der - - • ~ ‘ ""t. I ^telalterlichen Thorburgen gehaltenen Ehrenpforten und dazwischen zahlreich aufgestellten Flaggenmasten. An der Kreuzung dieser Straße jenseits der Münsterstraße ist eme prächtig arrangierte Abschlußdekoration a^ Mittelpunkt eine die Industrie versinnbildende Figur dar- gestellt, die in der rechten Hand einen Eichenzweig und in der linken einen Zuschlag hält. Di- reichen Beflaggungen bes Hasensestplatzes selbst, die vornehme und prunkvolle Ausstattung des Kaiserzeltes, sowie die wirkungsvollen, künstlerisch m Malerei ausgeführten Ehrenbogen schufen ein unvergleichlich schönes Büd. Die Hauptdekoration mit Kaiserzelt, Ehrenpforten und Beflaggungen lag in der Hand der Rheinischen Fahnenfabrik von Wilhelm Hammann in Düsseldorf, welche bei uns einen nuten Namen durch die Ausstattung unseres letzten Bazars hat. Die Firma leistete höchst Anerkennenswertes, zumal es eine nicht zu bewältigende Aufgabe war, die Dekorationen rechtzeitig herzustellen; - es blieben hierzu nur 3 Tage. Als Se. Majestät landete, war alles fertig. Auf der Münsterstraße, Brück- und Betenstraße, welche i der Kaiser nach dem Austritt aus der Mallinkrodtstraße I befährt, hat man vollständig im Dekorieren gewetteifert, einer suchte den anderen zu übertreffen. Am Eingang der Brückstraße ist in der kurzen Zeit von 2 Tagen das frühere alte Burathor errichtet worden. Hier wurde gearbeitet mit einer Emsigkeit ohnegleichen. Die Zimmerarbeiten an diesem Bau hat Herr Zimmermeister Hanebeck von hier, die Malereien Herr Maler Schmitz aus Köln gefertigt, der- Zum Kaisertage schreibt bie „Tremonia" unterm 12. bS.JDlt«.: Glück auf im Kohlen und Stahlgebiebt! Heil Kaiser! so klingt es in Wort und Lied Dir heute entgegen, jubelnd erbrausend Aus Herzen und Kehlen von Hunderttausend! Ja ehrlich gemeint ist dieser Gruß der biederen wohner der Mark! Sie haben, wie Emil Rittershaus ihnen sagt, keine schönen Reden und vieler Worte ^b^fluß, aber was sie bieten, das kommt aus Herzensgrund. Treue das ist der Charakterzug der Westfalen, treu sind die Sohne der roten Erde, ergeben dem angestammten Herrscherhause der Hohenzollern. Alle Gaue des alten Sachflnlandes sind heute geistig vereint mit den Bewohnern der Mark, die sich glücklich Preisen, in der Metropole des westfälischen ^ndustrie- bezirks den geliebten Landesvater, der Schützer von Kunst und Gewerbe, namentlich aber den Arbeiterkaiser Wilhelm II. >zuM4^ 5993 ,001 ids V'"°s Gießener Anzeiger General-^Heie>er Amt-- und Anzeis-blutt für den Nrei- «Meszen. wird, sind herrlich ausgeschmückt, eine sucht die andere zu überbieten. Die Ausschmückung des Hauptportales des Haines selbst verrät eine echte Änstlerhand, und auch die Blumenarrangements vor dem Kaiser Wilhelm-Denkmal sind erfreuliche Zeichen der heimischen Dekorationskunst. Deutsches Reich. Darmstadt, 14. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden am Mittwoch, 16. August, weder Audienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen. Darmstadt, 14. August. Aus Jagdschloß Wolfsgarten wird der „Darmst. Ztg." unterm 13. August gemeldet: Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin besuchten heute den Gottesdienst in der Kirche zu Langen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben die beabsichtigte Reise nach Bayreuth heute abend angetreten. — Se. Durchlaucht Prinz Victor zu Isenburg und Büdingen in Birstein ist nach einem Besuche bei den Allerhöchsten Herrschaften heute nachmittag wieder abgereist. Berlin, 14. August. Der Kaiser trifft nach einer Meldung aus Cronberg am 19. ds. zu mehrtägigem Besuche seiner Mutter, der Kaiserin Friedrich, auf Schloß Friedrichshof ein. Berlin, 14. August. Heute morgen arbeitete der Kaiser mit dem Gesandten Grafen Wolf-Metternich und begab sich gegen 11 Uhr vormittags nach Arolsen zur Einweihung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. Berlin, 14. August. Der bevorstehende Geburtstag des Kaisers von Oesterreich wird am Hofe durch ein Festmahl in Wilhelmshöhe gefeiert werden. Der Botschafter von Szögyenyi-Marich, welcher seinen Urlaub unterbricht, und das Personal der Botschaft sind dazu geladen. Berlin, 14. August. Der sozialistische Reichstagsabgeordnete Agster ist nach den „Berl. Neuest. Nachr." in Stuttgart in der Tobsuchtszelle des Bürgerhospitals untergebracht worden. Er leidet seit Jahren an Morphiumsucht. Berlin, 14. August. Eine beanstandete deutsche Waffensendung nach Transvaal. Eine Nachricht, die nicht wenig Aufsehen und Entrüstung Hervorrufen wird, erhält die „T. R." von ihrem Berichterstatter in London auf dem Drahtwege: Aus der Delagoabai ist die Nachricht eingetroffen, daß der Dampfer „Reichstag" mit Kriegsbedarf für Transvaal, worunter sich 15000 Gewehre befanden, am Sonnabend angekommen ist. Die Ladung wurde aber auf Befehl der portugiesischen Behörden festgehalten. Der deutsche Konsul hat vorläufig Einspruch erhoben und sich um Instruktionen nach Berlin gewandt, worüber beträchtliche Aufregung entstanden ist. — Das ist ein ganz völkerrechtswidriger Eingriff der portugiesischen Behörden, denn Transvaal befindet sich nicht im Kriegszustand mit irgend einem Reiche. Reine Kriegsbefürchtungen geben den portugiesischen Behörden um so weniger einen Vorwand, Waffenlieferungen zu beanstanden, als das portugiesische Ostafrikagebiet nicht mit England in einem staatsrechtlichen Verband steht. Englische Waffenfabriken haben zuweilen den eignen Feind mit Waffen versehen. Was sollte deutsche Waffenfabriken hindern, einem Land, das zwar Gefahren ausgesetzt ist, aber den Krieg noch nicht gekommen sieht, Kriegsbedarf zu liefern? Diesem rechtswidrigen Schritt der portugiesischen Behörden muß die Umkehr und die Sühne auf dem Fuße nachfolgen. Arolsen, 14. August. Unter Glockengeläut und Böllerschüssen und unter ungeheurem Jubel der Bevölkerung Ptomäinen und Leukomäinen des Leichengiftes und hochgiftiger Bakterienkolonien große Aehnlichkeit besitzen. Ihre Ansammlung, die sich ebenfalls proportional der geleisteten Arbeit vollzieht, äußert sich nun in der schädlichsten Weise auf die zartesten Gebilde des Körpers, nämlich das Nervensystem. Die im verlängerten Mark und Halsmark liegenden Zentren, welche Atmung und Herzschlag regulieren, werden vergiftet, und je nach dem Grade der Vergiftung kommt es zu den leichteren oder schwereren oben beschriebenen Lähmungserscheinungen, welche in Tod übergehen können. Das ist in großen Zügen der Mechanismus und Chemismus der Bergkrankheit, und es handelt sich nur noch darum, daraus die Konsequenzen für ein vernünftiges Verhalten der Touristen zu ziehen. Oberster Grundsatz muß natürlich sein, nie aus Eitelkeit eine Leistung erzwingen zu wollen, welche der Körper nur mit Dransetzung der alleräußersten Energie ein oder wenige Male leisten kann. Viele Rennfahrer haben sich in ähnlicher Weise schon irreparable Herzleiden zugezogen und dem Bergkraxler geht es leicht ebenso. Wer im Sommer anstrengendere Bergtouren unternehmen will, trainiere sich wenigstens vorher durch Spaziergänge und kleinere Bergpartien, bei welchen nicht nur der Körper seinen Wasserüberschuß abgiebt, sondern auch Herz und Muskulatur zu größeren Leistungen befähigt werden. Treten aber als Vorboten nahenden Unheils: Schwindel, Ohrensausen, Ekel, Erbrechen, Flimmern und Farbenerscheinungen vor den Augen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Nasenbluten und hochgradige Rückenschmerzen auf, so drehe man am besten um, ohne sich durch den Spott der Gefährten zu einer Parforceleistung anspornen zu lassen, die man vielleicht mit dem Leben bezahlen muß. Zum mindesten ruhe man sofort auf das ausgiebigste aus und führe dem Körper durch Verdünnung des durch Schwitzen und Aus' atmung gefährlich verdickten Blutes Flüssigkeit zu, als welche sich am besten Wasser, dünner Thee oder Kaffee, am aller, wenigsten aber alkoholische Getränke, wie Wein oder gar Kognak und Schnaps, eignen. erfolgte um 12i/2tUjr der Einzug des Kaisers in die festlich geschmückte Stadt. An der Ehrenpforte hielt der Bürgermeister eine Ansprache. Der Kaiser dankte und es folgte die Weiterfahrt in das Residenzschloß. Straßburg, 12. August. Elsaß-Lothringen rüstet sich zum zweiten Mal in diesem Jahre, zum Empfang des Kaisers, besonders Metz, wo er bereits nächste Woche eintrifft, ist eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Er wird dort die Einweihung des Denkmals für die Gefallenen des 1. Garde-Regiments vornehmen, dessen Herstellung er von Beginn an mit besonderem Interesse verfolgt hat. Von ihm rührt die künstlerische Idee zu dem Denkmal her. Mit dessen Aufstellung, die Bauunternehmer Mungenas: aus Metz leitet, ist man eben noch beschäftigt. Auf drei Meter hohem Sockel erhebt sich eine Erzgestalt, modelliert von dem Bildhauer Walter Schott in Berlin. Auf dem Sockel liest man die Inschrift: „Den braven, unvergeßlichen Kameraden Wilhelm II. und sein 1. Garde-Regiment zu Fuß. Das ganze Denkmal, einschließlich der den Erzengel Michael darstellenden Figur, wird eine Höhe von 6—7 Meter erreichen. Mit erklärlichem Interesse sieht man nicht allein im Elsaß, sondern überhaupt in Süddeutschland den Kaisermanövern entgegen, bei denen eine gewaltige Truppenmacht zusammengezogen wird. Es nehmen daran teil 91 >/2 Bataillone Infanterie und Jäger, 92 Schwadronen Kavallerie — darunter 2 Detachements Jäger zu Pferde —, 70 Batterieen Artillerie — darunter 8 reitende — und 4 Pionier-Bataillone. Davon gehören 30 Schwadronen und 2 reitende Batterieen nicht den drei für die Kaisermanöver bestimmten Armeekorps, dem 13., 14. und 15., an, sondern sind aus dem 8., 10. und 16. übernommen. Gegenüber den vorjährigen Kaisermanövern nehmen diesmal 2 Bataillone, 32 Schwadronen und 1 Batterie mehr teil. Außerdem ist aber noch zu berücksichtigen, daß sich vom 14. und 15. Armeekorps 40 Bataillone auf Kriegsstärke befinden, sowie daß sämtliche Batterieen dieser beiden und zwei Drittel der des 13. Korps mittleren und hohen Etat haben. Ausland. Wien, 14. August. Wie die „Neue Freie Presse" erfährt, soll ein hoher Staatsbeamter wegen Spionage verhaftet worden sein, und zwar ist dies der Ober-Revident der Staatsbahn im Eisenbahn-Ministerium, August v. Mo selig. Er entwendete die auf die Mobilisierung bezüglichen im Eisenbahn-Ministerium liegenden Akten, die er an den Ritter von Prziboworski verkaufte. Dieser ist seit Februar flüchtig und ließ sich seine Pension bis Juni nach Brüssel senden. Verdächtig in dieser Angelegenheit ist auch ein gewisser Przibitzer, welcher ebenfalls verhaftet wurde. Die Akten wurden an die französische, wahrscheinlich auch an die russische Regierung verkauft. Genf, 14. August. Im hiesigen serbischen Emigranten- Organ bestreitet Frau Nikolic, daß ihr Gemahl ein Geständnis abgelegt habe. Paris, 14. August. Inder Komplott-Angelegenheit stehen weitere elf Verhaftungen bevor. Paris, 14. August. Der Abgeordnete Coch in hat dem Minister-Präsidenten Waldeck-Rousseau mitgeteilt, daß er ihn sofort nach Zusammentritt der Kammer über die Haltung der Regierung in der Komplott-Angelegenheit inter- icllieren werde. Belgrad, 14. August. Die Verhaftungen dauern fort. Gestern wurden wieder 20 Personen, meistens junge Leute, Studenten und Handlungs-Angestellte verhaftet. London, 13. August. (Telegr. der „Köln. Ztg.") Die „Central News" läßt sich aus Johannesburg, 12. ds. berichten, die Erwiderung der Regierung auf den Vorschlag einer Prüfung des Wahlrechtsgesetzes werde anfangs nächster Woche nach London gesandt werden. Lebhafte militärische Vorbereitungen sind auf dem Johannesburg be- rerrschenden Fort und auch in Pretoria im Gange. Aus Capstadt verlautet, die Regierung Transvaals treffe mit der Niederländischen Bahn Vorbereitungen zur Mobilmachung. Es seien schon Eisenbahnwagen nach dazu ausersehenen Punkten gesandt worden. — Das in Durban angekommene Liverpool-Regiment wird sich Unmittelbar nach Laings Nek begeben und hat Befehl, diese wichtige Stellung unter Umständen zu halten. Konstantinopel, 10. August. Auf politischem Gebiete herrscht hier zurzeit vollständige Windstille, da keine Frage von größerer Bedeutung auf der Tagesordnung steht. Verschiedene schwebende Angelegenheiten, darunter die Wiederaufnahme der Beratungen auf der Pforte bezüglich des Abschlusses der türkisch-griechischen Konsularkonvention, nehmen einen schleppenden Verlauf. Immerhin benützt man diese ruhige Epoche türkischerseits zur Ausgestaltung freund- icher Beziehungen zu den fremden Staaten. So wird es viel bemerkt, daß sich der französische Botschafter, Herr Constans, immer mehr und mehr in der Gunst des Sultans estsetzt. Verleihungen von hohen Orden, Überreichung von kostbaren Geschenken und ähnliche Vorgänge zeigen, daß Herr Constans persona gratissima beim Sultan ist. Letzterer versäumt ferner keine Gelegenheit, die Vertreter der Balkan- taaten seiner wohlwollendsten Gesinnungen zu versichern. Von Griechenland und Serbien war diesbezüglich schon bei früheren Gelegenheiten die Rede, und kürzlich hatte der neue diplomatische Agent Bulgariens, Herr Geschoss, eine Antriltsaudienz, die gleichfalls einen sehr befriedigenden Verlauf genommen hat. Der Sultan bereitete Herrn Ge- choff den freundlichsten Empfang, ließ sich den ersten Sekretär )er bulgarischen Agentie, Herrn Pass ar off, vorstellen und prach sich sehr anerkennend über die Haltung des Kabinetts Grekosf aus. Fast gleichzeitig verlieh der Sultan dem bulgarischen Ministerpräsidenten, Herrn Grekoff, den Groß- ordon des Osmanie-Ordens, dem bulgarischen Minister des Innern, Herrn Radoslawoff, dem Finanzminister, Herrn Teneff, den Großkordon des Medschidje-Ordens, und dem Minister für öffentliche Arbeiten, Herrn Madjaroff, die zweite Klasse des Osmanie-Ordens. Es sind aber auch minder freundliche Momente in den internationalen Beziehungen der Pforte zu verzeichnen. So hat letztere eine Entscheidung in der oft erwähnten Quaifrage getroffen, die als unbefriedigend bezeichnet werden muß, indem sie die wichtigeren Forderungen der Botschaften nicht zur erwünschten Lösung bringt, und das ist doch nur eine Angelegenheit von verhältnismäßig engeren Grenzen. Wichtig ist es, daß die großen Schwierigkeiten, die zumal infolge der zollamtlichen Behandlung dem Handel der fremden Staaten mit der Türkei in den Weg gelegt werden, trotz der Kollektivschritte der Botschafter noch immer fortbestehen. Es ist bedauerlich, daß man nicht darauf bedacht ist, die auf diplomatischem Gebiete eingetretene Ruhepause zur Einführung von Verbesserungen in der finanziellen oder allgemeinen Verwaltung des Reiches zu benützen. Die finanzielle Lage der Türkei ist nicht günstig. Der Minister hatte sich mit dieser Angelegenheit gerade in der letzten Zeit wiederholt zu befassen und gerüchtweise verlautet, daß die Stellung des Finanz- ministers, Reschav Bey, erschüttert sein soll. Was kann übrigens ein bloßer Personenwechsel an der Spitze des Finanzministeriums nützen? Von der Einführung irgend welcher gesunder Reformen in der Finanzverwaltung hat man nichts gehört. Nur auf militärischem Gebiete ist durch die Schaffung der Jlavebataillone eine Neuerung zu verzeichnen, wie denn überhaupt die Verwaltung des Kriegsministeriums vielfach als die beste Administration in der Türkei gilt, wenn man von den Ministerien der Zivilliste und der Administration der Krondomänen absieht. Capstadt, 13. August. Es wird hier von zuverlässiger Seite versichert, daß die Führer der Afrikander in einer gestern abgehaltenen Versammlung beschlossen haben, der Regierung von Transvaal zu raten, sich zur Einsetzung einer gemischten Untersuchungskommission in der Wahlrechtsfrage zu verstehen. Kskales and Provinzielles. + Grünberg, 14. August. Das anläßlich des Stenographenverbandes gestern nachmittag in der geräumigen, schön geschmückten Turnhalle stattgehabte Konzert des hiesigen Musikvereins war sehr gut besucht. Im Verlaufe desselben dankte der Vorsitzende des Verbandes den Bewohnern Grünbergs für die freundliche Aufnahme, welche die Verbandsteilnehmer in Grünberg gefunden und für das Interesse, welches man den Bestrebungen des Verbands hier entgegenbringe. Dem hiesigen strebsamen Stenographenverein überreichte Redner sodann ein sehr geschmackvoll ausgeführtes, vom Gießener Bruderverein gestiftetes Bild. — Zu Beginn des dem Konzert sich anschließenden Festballes wurde die Verteilung der den Siegern bei dem im Frühjahr zu Offenbach stattgehabten Preiswettschreiben zuerkannten Diplome vorgenommen. Den von den Damen Grünbergs für die erste Abteilung bei dem gestrigen Wettschreiben (260 Silben in der Minute) gestifteten Ehrenpreis, einen silbernen Pokal, errang Herr Kammerstenograph Winkler-Darmstadt, dem die Gabe durch Frl. Adele v. Ber- goffsky nach sinniger Ansprache überreicht wurde. — Der Ball selbst, wie überhaupt die ganze Veranstaltung nahm einen sehr schönen Verlauf, und gewiß werden die auswärtigen Festteilnehmer in jeder Hinsicht befriedigt unser gastliches Städtchen verlassen haben. n. Aus der Wetterau, 13. August. Schneller als man anfänglich annahm, ist die diesjährige Ernte verlaufen. Eine so gleichzeitige Reife sämtlicher Getreidearten, wie wir sie heuer hatten, tritt selten ein. Es steht nur noch verschwindend wenig Getreide auf dem Halm. Und das ist gut, denn es ist jetzt in die Totreife eingetreten, bei der ohne großen Körnerverlust kein Abmachen möglich ist. Schon in den letzten Tagen hörte man die Binder oft sagen, dafi der zuletzt gemähte Weizen leichter sei, als der früher geschnittene. Dieser Gewichtsunterschied kommt nicht ausschließlich auf Rechnung der größeren Wasserverdunstung in Halm und Aehre, sondern ist zumteil auch eine Folge vom Ausfallen der Körner. Was die Ernteergebnisse anbelangt, so sind sie sehr verschieden, oft schon auf dem kleinen Raum einer Gemarkung. Lager und Hagel haben die Körnererträge stellenweise dezimiert. Doch ist auch hier die Ernte immer noch eine gute. Der Strohertrag ist überall ein reicher. Neben den alten, graubraun gefärbten Strohhaufen im Feld, türmen sich bereits die hohen, hellgelben neuen, denn die Maschinen sind schon tüchtig im Gang. Der Körnerertrag ist gut, bis sehr gut, am höchsten bei Hafer und Roggen. Die Ausbildung der Körner läßt im großen, und ganzen nichts zu wünschen übrig. In landwirtschast-- ichen Kreisen sieht man darum eben zufriedene Gesichter, denn die harte und saure Feldarbeit findet dieses Jahr guten Lohn, zumal allem Anschein nach die Frucht in gutem Zustand eingeheimst werden kann. Auch die Futterkräuter und Hackfrüchte liefern eine reiche Ernte. — Die Dreschmaschinenbesitzer haben bei dem Arbeitermangel ihre Mann- chaften unter recht günstigen Bedingungen dieses Jahr aus Ostpreußen kommen lassen. Einige haben im Vogelsberge einen festen Arbeiterstamm, der jedes Jahr ihrem Rufe Folge leistet. -t- Orteuberg, 14. August. Vor ungefähr einem halben 1 Jahre hat ein Bauunternehmer aus Starkenburg einen Steinbruch in der hiesigen Oberförsterei um den namhaften Preis von 1000 Mark gepachtet, in der Voraus- etzung, daß Pflastersteine zu fördern wären. Anfangs waren die Proben sehr vielversprechend; in den tieferen Schichten wurde das Gestein rauh und schwer zu bearbeiten, odaß jetzt der Bruch verlassen werden muß, wodurch einige Verluste entstehen. Sie sind aber nur unbedeutend gegen diejenigen, die durch Nachgrabungen in der Forstwartei Finkenloch, wo man auf Silber zu stoßen hoffte, entstanden sind. Der Steinbruchpächter wurde durch die Forstverwaltung von seinem Vertrage entbunden. — Die herrliche Witterung fördert unsere Erntearbeiten. Das Grummetgras ist bereits sehr schön geworden; auf manchen Kleeäckern kann dieses Jahr ein sehr hübscher dritter Kleeschnitt gemacht werden, was bekanntlich nicht jedes Jahr zu geschehen Pflegt. §§ Von der Ernte, 14. August. Im Felde türmen sich in der Nähe der Ortschaften die Kornhaufen. Man muß das Korn, das teilweise geklöppelt, hinaussetzen, um in den Scheunen Platz für den übrigen Erntesegen zu behalten. Die Dreschmaschinen haben ihre Arbeit begonnen. Man drischt vorher das Korn. Aber auch der Weizen ist schnittreif, und Gerste und Hafer beginnen zu reifen. Bis zum Beginn der Manöver dürfte die Ernte völlig bewältigt sein. Das jetzige Wetter ist der Ernte sehr günstig, das Getreide kommt trocken in die Scheuern. Wie im vorigen Jahr, so kann auch wiederum in diesem, der Landmann ein frohes Erntedankfest feiern, und von Herzen dankbar sein dem, an deffen Segen, alles gelegen, Gott dem Allgütigen. nn. Darmstadt, 14. August. Die am gestrigen Sonntag zu Groß-Umstadt abgehaltene Generalversammlung des Landesgewerbvereins und die damit verbundene 50jährige Jubelfeier des Bestehens der dortigen Handwerker schule war außerordentlich zahlreich von den Gewerbtreibenden des gesamten Großherzogtums besucht. Frühmorgens schon brachten die Bahnzüge viele hunderte von Festgästen, welche von dem Komitee, an der Spitze der unermüdliche Präsident des Groß-Umstädter Gewerbvereins, am Bahnhof begrüßt und zu der im Realschulgebäude veranstalteten Ausstellung von Zeichnungen und Schüler:Arbeiten geleitet wurden, woselbst die Kunstgewerbe- und gewerbliche Fachschule zu Offenbach, die Gewerbeschulen zu Bensheim, Darmstadt und Michelstadt, sowie die Handwerker- Sonntags-Zeichenschulen der Provinz Starkenburg die Leistungen ihrer Schüler anschaulich zur Darstellung gebracht haben. Von allen Seiten der zahlreichen Besucher konnte man nur Worte der Anerkennung über das hier zur Ausstellung gebrachte hören, und besonders die Kunstgewerbeschule zu Offenbach, sowie die Gewerbeschule zu Darmstadt, erstere mit ihrer neu errichteten Fachschule für feine Lederarbeiten und Damenstickereien, und letztere mit den Fachschulen für Dekorationsmaler, Kunstschlosser, Dekorateure usw., hatten sich des Beifalls aus sachverständigen Kreisen zu erfreuen. Nach Schluß der Besichtigung begaben sich die Teilnehmer unter Vorantritt eines Musikkorps nach dem „Weißen Roß", woselbst um 10 Uhr das Frühstück eingenommen wurde. Um V212 Uhr wurde im großen Saal des „Weißen Roß" die Hauptversammlung des Landesgewerbvereins durch Herrn Regierungsrat Noack eröffnet. Zu derselben hatten sich als Vertreter der Regierung Ministerialrat Braun, Kreisrat Heß, sowie Delegierte des Württemberger Landesgewerbevereins und des Straßburger Gewerbvereins eingefunden. — Bürgermeister Eidmann begrüßte die zahlreiche Versammlung namens der Stadt Groß- Umstadt, während Herr Staab die Teilnehmer im Namen des Jubelvereins und seiner Jubiläumsschule von Herzen willkommen hieß und einen kurzen Rückblick auf die nunmehr 50jährige Thätigkeit der Handwerkerschule gab. — Ministerialrat Braun entbot namens der Großh. Staatsregierung dem festgebenden Verein und der Schule zum 50jährigen Jubiläum die herzlichsten Glückwünsche. Der Verein stelle sich mit seiner heutigen Feier würdig in die Reihe derjenigen Gewerbvereine, welche bereits die gleiche Jubelfeier begehen durften. Bürgersinn und das Zusammengehen des Handwerks hätten stets Großes geleistet, das beweise die prächtige Groß Umstädter Gewerbeausstellung. Um diesen Leistungen eines halben Jahrhunderts ein Zeichen äußerer Anerkennung zu widmen, habe Seine Königl. Hoheit der Großherzog dem Großh. Bürgermeister Eidmann das Silberne Kreuz des Ordens Philipps des Großmütigen und Herrn Staab das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens zu verleihen geruht. Mit herzlichen Dankes- worten nahmen die Herren ihre wohlverdienten Auszeichnungen unter dem Beifall der Versammlung entgegen. — Hierauf wurde in die Beratung der Tagesordnung eingetreten. Reg.-Rat Noack weist auf das Institut der neu gegründeten Sterbekasse hin und bittet die Versammlung für das Aufblühen der Kasse weiter zu wirken, so daß eventuell später an einen Weiterausbau verschiedener Wohlfahrtseinrichtungen gedacht werden könne. Minist.-Rat Braun referierte sodann über den Stand der Organisation des Handwerks in Hessen. Hiernach kann von der Regierung zurzeit ein abschließendes Urteil über die Gestaltung der Handwerkerkammern gegeben werden. Mit Baden und Württemberg schweben wegen gemeinsamen Vorgehens in dieser Frage noch die Verhandlungen um nach dem Wunsch dieser Regierungen die Organisation auf gemeinsame Basis stellen zu können. Im Reichsamt des Innern sei man augenblicklich mit der Ausarbeitung eines Normalstatuts beschäftigt, zuvor würden aber noch die Einzelstaaten gehört werden, umsomehr als gerade eben in einzelnen Handwerkskreisen die Organisationsbestrebungen im Fluß seien. Bezüglich der Frage des Wahlrechts ob direkt oder indirekt sei man noch nicht schlüssig, doch neige man dem indirekten Wahlrecht aus mancherlei Gründen zu. Den im Großherzogtum befindlichen 13 Bezirksausschüssen solle eventuell die Funktion eines Wahlkörpers zufallen. Bei der Diskussion wurde von allen Rednern der Wunsch nach direktem Wahlrecht geltend gemacht und die Verwendung der Bezirksverbände als Wahlkörper anerkannt. Der Regierung sollen über diese Fragen die Berichte der Verbände zugehen. Einen weiteren Punkt der Tagesordnung bildete der Bericht des Stadtverordneten Barber-Mannheim über das Vergebungswesen, der bei Submissionen nur dem den Zuschlag erteilt wissen will, welcher dem Mittelpreis der in Betracht kommenden Gebote sich 10 Prozent über, oder 20 Prozent unter dem bauamtlichen Kostenanschläge sich bewegt. Die Ausführungen Barbers fanden allgemeinen Beifall und sollen die Bezirksvereine diesen Gegenstand auf Grund einer gefaßten Resolution in den Bereich eingehender Beratungen ziehen. Damit war die umfangreiche Tagesordnung erledigt und fand hierauf im „Gasthof zum Lamm" das Mittagsmahl von über 100 Gedecken statt. Nachmittags begaben sich die Teilnehmer in die Gewerbeausstellung, woselbst man bei Konzert noch einige gemütliche Stunden verbrachte. Gelegentlich der diesjährigen Generalversammlung des Landesgewerbevereins zu Groß Umstadt wurde zur Umgestaltung des Vergebungswesens in Hessen die nachstehenden Beschlüsse gefaßt und den Bezirksverbänden zur Begutachtung und baldigen Aeußerung überwiesen. Die in dem Großh. Hessischen Ministerial-Erlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., ausgesprochenen allgemeinen Grundsätze sind bei richtiger Beobachtung und Durchführung wohl geeignet, die dem öffentlichen Vergebungswesen anhaftenden Uebelstände zu bessern. Hinsichtlich des Verfahrens bei der Zuschlagserteilung bedürfen jedoch die seither im Staats- und Kommunalbauwesen herrschenden Grundsätze einer zeitgemäßen Umgestaltung, wozu folgende Vorschläge dienen sollen: 1. Das Ausschreiben für Arbeiten und Lieferungen von 500 bis 5000 Mark erfolgt nach Maßgabe eines Kostenanschlages, welcher von den arbeitsvergebenden Behörden in der Art festzustellen ist, daß in jedem Jahre von etwa je sechs hinreichend erfahrenen Handwerksmeistern der einzelnen Handwerkszweige Preisangebote soweit möglich für alle einschlägigen Arbeiten eingezogen werden sollen. Der sich hieraus ergebende Durchschnittspreis ist alsdann bei Aufstellung der Kostenanschläge für die Arbeitsvergebungen zu Grunde zu legen 2. Lieferungen oder laufende Unterhaltungsarbeiten bis zum Betrage von 500 Mark können zu Einheitspreisen aus fester Hand vergeben werden. Bei laufenden Unterhalungsarbeiten sind in abwechselnder Reihenfolge die ortsansässigen Handwerker nach näheren Bestimmungen zu berücksichtigen. 3. Lieferungen im Werte von 500 bis 1000 Mark können öffentlich ausgeschrieben werden, doch können solche auch in engerem Ausschreiben vergeben werden. Bei diesem Verfahren müssen mindestens 3 Angebote vorliegen. Der Zuschlag ist demjenigen zu erteilen, dessen Angebot dem Kostenanschlag nach unten zu am nächsten kommt. Soweit es sich ermöglichen läßt, sollten zu diesen Arbeiten die hierfür in Betracht kommenden Unternehmer abwechselnd herangezogen werden. 4. Lieferungen im Werte von über 1000 Mark müssen öffentlich ausgeschrieben werden. Von den einlaufenden Angeboten kommen nur diejenigen in Betracht, welche bis zu 10 von Hundert über oder 20 vom Hundert unter dem bauamtlichen Kostenanschläge sich bewegen. Aus diesen Anerbietungen ist derjenigen der Zuschlag zu erteilen, welche dem Mittelpreis der in Betracht kommenden Gebote nach unten zu am nächsten kommt. 5. Lieferungen und Arbeiten über 5000 Mark können an den Mindestfordernden vergeben werden, ebenso ist bei Lieferungen von reinen Handelswaren in der Regel das mindeste Angebot anzunehmen. 6. Generalunternehmer sind thunlichst auszuschließen; die dem Verdingungsanschlage beigefügten Zeichnungen sind so genau wie möglich zu fertigen und in Kopien thunlichst unentgeltlich oder gegen mäßige Vergütung abzugeben. Als Ort für die nächste Generalversammlung, mit welcher auch eine Lehrlingsarbeiten-Ausstellung des ganzen Landes verbunden sein soll, wurde Worms gewählt, Mainz und Oppenheim hatten sich ebenfalls gemeldet. P.C. Groß Umstadt, 13. August. Wie wir dem „Erbacher Kreisblatt" entnehmen, hat Herr Kreisrat Fey die Bürgermeister seines Kreises, die Kreisbeamten, Mitglieder des Kreistages und Kreisausschusses zum gemeinsamen Besuch der hiesigen Ausstellung am nächsten Freitag, dem 18. August eingeladen. Der Besuch der Ausstellung an dem letzten Sonntag war ganz enorm. Eine solche Menge Menschen hat Groß-Umstadt wohl kaum noch in seinen Mauern gesehen. Vermischtes. * Brandentsch'ädigungen für Marienburg. Die von den einzelnen Versicherungsgesellschaften zu zahlende Brand- entschädigung ist nach der „Danziger Ztg." nun annähernd festgestellt und verteilt sich wie folgt: Magdeburger 50000 Mk., Leipziger 150000 Mk., Deutscher Phönix 25000 Mk., Norddeutsche 10000 Mk., Transatlantische 37 000 Mk., Colonia 100000 M., Thuringia 50000 Mk., Union 120000 Mk., Hamburg-Bremer 70000 Mk., Westdeutsche 30000 Mk., Preußische National 65000 Mk., Deutsche 24000 Mk., Gladbacher 14000 Mk., Oldenburger 15000 Mk., Aachen-Münchener 20000 Mk., Schlesische 25000 Mk., Gothaer 60000 Mk., Berlinische 45000 Mk., Commerzial 1000 Mk. und Elberfelder 500 Mk., zusammen also 911500 Mk., und zwar Gebäude, Mobiliar und Waren. Rechnet man aber noch die Kosten der Nichtversicherten, sowie den nicht versicherten oder nicht als versichert bekannten Schaden hinzu, dann wird sich der Gesamtbetrag wohl erheblich höher belaufen. * Die diesjährigen Bayreuther Festspiele liegen zu zwei Dritteln schon hinter uns. Denn von 20 Aufführungen sind zwölf vorüber, und acht müssen in der kurzen Zeit vom 11. bis 20. August noch erledigt werden; es wird deshalb an die Ausdauer und Leistungsfähigkeit der Mitwirkenden die denkbar höchste Anforderung gestellt. Die Festspielleitung kann sowohl mit den künstlerischen als finanziellen Erfolgen sehr zufrieden sein; die Kritiken sprachen sich im allgemeinen sehr anerkennend über das im Festspielhause Gebotene aus. Rückhaltlose Anerkennung fanden das Orchester, die Chöre, die Szenerie, Maschinerie und Regie. Da das Haus stets bis zum letzten Platz, auch die Galerie inbegriffen, ausverkauft war, so darf die Einnahme auf 600000 Mk. berechnet werden. (20 Vorstellungen mit 1500 bezahlten Plätzen zu 20 Mk.). Der Einnahme stehen allerdings sehr bedeutende Ausgaben gegenüber, allein es verbleibt doch ein ganz annehmbarer Ueberschuß. * Eine nachahmenswerte Neuerung — unter dieser Spitzmarke geht durch die deutsche Presse folgende Meldung aus New-Aork: „In Brooklyn wurde letzten Sonntag eine mehr als lausend Bände umfassende Kinderbibliothek in Tompkins-Park eröffnet. Es wird den Kindern, die den Park besuchen, möglich sein, in die Bibliothek zu gehen, sich ihre Lieblingsbücher auszusuchen und dann wieder in eine stille Ecke des Parks zurückzukehren, wo sie ungestört lesen können. Bei Kindern und Eltern findet die Neuerung freudigste Ausnahme. Es wäre zu wünschen, daß derartige praktische Reformen auch ihren Weg nach Europa fänden." — Hoffentlich aber nicht nach Deutschland! Die Kinder können ihr Lesebedürfnis in der Häuslichkeit hinreichend befriedigen; sie sollen in der frischen Luft nicht noch über Büchern drucksen, vielmehr sollten die Eltern darauf halten, daß die Kinder sich körperliche Bewegung machen und spielen. * Das Recht der Bienen nach den Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches. Bekanntlich regeln die Bestimmungen der §§ 961—964 des neuen bürgerlichen Gesetzbuches das Besitzrecht an den Bienen und Bienenschwärmen. Eine sehr ausführliche Kommentierung dieser Gesetzesparagraphen aus der Feder eines Juristen versendet der Praktische Wegweiser, Würzburg, kostenlos an Interessenten gegen Vergütung des Portos (Postkarte mit Rückantwort genügt). * Eine Millionenstiftuug. Frau Heriot, die Witwe des kürzlich verstorbenen Mitbesitzers der Grands Maga- sins du Louvre, hat zur Gründung einer Altersversorgungskasse für die weiblichen Angestellten des Hauses, deren Gehalt 5000 Franks nicht übersteigt, die Summe von 1 Million Franks gespendet. Frau Heriot war selbst in ihren jungen Jahren im Louvre angestellt gewesen. UniversMs Nachrichten. — Göttingen. Der ehemalige ordentliche Professor an der Universität Dorpat Dr. Leo Meyer ist zum ordentlichen Honorar- Prosesior in der phtlosophtschm Fakultät der hiesigen Universität ernannt worden. — Leipzig. Hier werden gleichfalls in den Herbstferien Fortbildungskurse für Aerzte stattfinden. — Halle. Dr. Karl Heldmann, wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Landesbibliothek zu Kastel, habtlitirrte sich an der hiesigen Universität alS Privatdozent für mittelalterliche Geschichte. — München. Dr. phiL Sigmund Helbmann auS München wurde als Prtvatdozent für Geschichte in die erste Sektion der philosophischen Fakultät und Dr. phil. Ka-l Schwarzschtld aus Frankfurt a. M. als Privatdozent für Astronomie in die zweite Sektion der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität ausgenommen. — Lausanne. Der Staatsrat des Kantons Waadt hat den bisherigen außerordentlichen Professor für Chemie an der hiestgtN Universität Dr. Ernst Chuard zum ordentlichen Profestor dieses Fache« ernannt. — Amsterdam. Fräulein M. Boissevain aus Amsterdam ist für das Studienjahr 1899/1900 zur Assistentin am zoologischen Laboratorium de8 Profestors Dr. E. PH. Slutter an der htefigen Universität ernannt worden. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. — Nummer 33 der »Jugend", Münchener illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben (G. Hirths Verlag in München, Preis Mk. 3 pro Quartal, Mk. 1 pro Monat exkl. Porto), enthält unter anderem: Titelblatt von Fritz Erler (mit Gedicht von F. v. Ostint). — „Seine Senta" von Johannes Schlaf. — „Poetisch" von A. Otrey. — „Siegfried Wagner" von Houston Stewart Chamberlain, mit Siegfried WagnerS Bildnis von Otto Greiner. — „Morgenfahrt" von W. Lobsien, mit Zeichnung von E. Neumann. — „Gedanken" von Otto Ernst. — „Beati possidentes“ von Julie Wolfthorn. — „SwtnegelS Brautfahrt" von Reinhold Volker. — „Hofbräu und Hoftheater" von A. 0. Kubinyi. — „Schnell fertig" von A. Schmid- hammer. — „Ueberflüssig" von W. Caspari. — Kleine Geschichten. — Witze. — Humor des Auslandes. — Aktuelles: „Bitef Venus- AphroditeS an die „Jugend". — „Dewey." — „Das Lied von den sechs Nonnen." — „Galltfet beim Abholzen." — „Ein Muciue Scae- vola der Kunst." — „Aus dem lyrischen Tagebuch des Leutnants v. Versewitz." — „Schüttelreime eines Urlaublosen." — „Schrecklicher Traum deS Ftnanzmtntsters Kaizl." — „Wiener Straßen- demonstratton." — „Die Poesie muß umkehren!“ — „Mein Hrrz ist in England." — Lustige Nachrichten. — Allgemeine Weltgeschichte von Theodor Flathe. Dritte Auflage. In Originalletnenvand 3 Mk. 50 Pfg. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Zum drittenmale geht dieser Abriß der Weltgeschichte hinaus, der sich schon so viele Freunde erworben hat. Der Verfasser, Profestor a. D. der Fürstenschule zu St. Afra in Meißen, hat es in meisterhafter Weise verstanden, den überreichen Stoff auf noch nicht zwanzig Bogen in relativ erschöpfender und auch in an- sprechenber Weise zur Darstellung zu bringen. Die höchst überficht- liche Anordnung und Gruppierung, die durchlaufende Beifügung der Jahreszahlen am Rande, sowie ein gewistenhast gearbeitetes Register erleichtern die schnelle Benutzbarkeit des verdienstvollen HandbüchleinS, dessen Wert durch die l1/, Bogen starke tabellarische Uebersicht und sechs Stammtafeln noch erhöht wird. Sämtliche Kapitel der Ländergeschichte hat der Autor bis auf die neueste ZeU sortaeführt; so find z. B. die Faschodafrage, der Sieg Kitcheners bei Omdurman, die Präsidentschaft Loubets und die Haager Friedenskonferenz bereits berücksichtigt. Schiffsnachrichten Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl L00S und I. M. Schulhof. Bremen, 10. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben - Postdampfer Bremen, Capitän R. Nierich, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 10. August. [$et transattantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben Postdampfer Willehad, Capitän O. Dolger, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgenS wohlbehalten in Baltimore angekommen. Jede praktische Hausfrau wird eine soeben unter der Marke „MackS Pyramiden-Glanz- Stärke" in den Verkehr gebrachte Neuheit mit Freuden begrüßen. Die billige kleine Packung zu 10 und 20 Pfg., die große Ergiebigkeit und die gleich gut Verwendbarkeit zum Matt- und Glanzbügeln, sogar ohne vorherige« Trocknen der Wäschestücke, machen MackS Pyramiden-Glanz Stärke für jeden Haushalt unentbehrlich. 5203 25 Pfg 3u flr. M b., ItUfM W ArttePd: A Gk Das M an die Groß kaokeuv Indem wir Mistemms de d. Z. 15.187 zr Sir an, sich st' roolltn. Die in nn' 7898 bezüglich werden hinbur nur sind die < allwöchentlich, Allgemeine Zugleich c die seither de von denjenigen haben und dies wie seither, ge *65*- ■"5* lÄ V**W Messend-. Die Ge Das W an die Zur Bese siihrung eines anlaßt, unter ! erlassenen Ann Nr. 4 von 18< blatt Nr. 2 vc herzoglichen Ol und Nechnungs die Fälle, in i 26. März 1891 kranlenversicher iu bestimm 1. Aus di Dienstann 24- Februar 1( Hat hiernach btr R-g-, ®tnt*itig Q ™» dikselbr v, *rten (M. 8f “• Die durc w *r :ä' des & 7 ** ti a8 ,r 5v, * Sliff Qtjii Gr **< S 1Ä e» RMHee: t. vurkhartzt. — »rnd web Bert«, bet Brllhl'schen UaweriUM-««*. unb Sttiabrndetd (Pietsch Lrden) te Metz«. 1899. Großherzogliches Amtsgericht. 5963 Wiener. Bor«, Gericktsvollzieher 5965 billigst. 4868 Wochen bei Gericht anzu- feiben binnen 6 dem unterzeichneten meldm. Gießen, 9. August Können- nnd Resenschinne. Reparaturen und Merzithtu DeKanntmachung. Die Parzelle Flur I Nr. 332 der Gemarkung Gießen ist laut Eintrag vom 6. 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