ffrtita« dm 16. Juni Zweites Blatt beraten wurde. Szene, welche keines Kommentars bedarf, zeugt von der wundervolle kleine Bronzegrupp- melancholischer Dackel oon söhnung anzubahnen. Idddlon, Lxpediüon und Druckerei: Ach.kSr.tze Ar. 7. «drrffe für Depeschen: An»eiger Htche». Fernsprecher Nr. 51. |U der nachmi>,»»> ffc »« erscheinenden Nummer bt8 vorm. 10 Uhr. Alle Nnzeigen-BermittlungSstellen de« An- und Lußlande» nehmen Anjeigen sür den Gießener Anzeiger tntgtg*. «r. ^livahwe ttK. srnrok 'Messing,^ berzug, mit Gro Doppel-fr ir ie-eS Auge wir ’eift, Saflb, Ww, larke Vergröw yottw r LdMvdurt«z n feinem . ium Nr; -: pur 10 lt ohre, FeldW , Baromeler, ushallungsgecx gratis und' "A 1 bchtzq ft. äU3C3g,t9|^' 14. Suni. Di- Arbeitgeber des Bau- 'bes haben die Aussperrung er- °°llstand'g Sur gleicher Weise von 1 und dem Witz dieses Meisters. reliefartiq behandeltem Nixenkopf, an niederem Pfosten, m ein davor befindliches schlichtes Becken. Aber dieser Brunnenkopf ist kein totes, dekoratives Beiwerk. Eine reizende, schelmische Nymphe, welche zur Seite des Brunnens steht, kitzelt ihm mit einem Halm die breite, feiste Nase, und zwingt ihn so zum Lachen, daß er das Wasser hervorpruscht. Der Brunnen ist wie geschaffen für eme kleine Parkanlage, für den Vorgarten eines Schlößchens oder emes schonen^ Landhauses, ^^r eine ganze Reihe bemerkens- “SÄ»» =-«*>“ ä* ää 'EÄzr s ronz-artig patinierter Brunnen zeugt , nq-es aus ™ » Ausstellung — das muß betont der künstlerischen Fertigkest der Phantasie E g bms de skn^p.ur-ll-n Auspe g^ @emMbCiilu8. s°s Meisters. Das Wasser strömt aus | werden ^'st durch die Sezession sehr beein- trächtigt wurde. Ich bin überzeugt, daß die Spaltung der Künstlerschast das Berliner Kmistleben nicht fdrdirn l°ndern schädigen wird, und der stete Rückgang des öffentlichen In t-reffes sür unser- Kunstausstellungen ist wohl schonals eine Folg- der jahrelangen Zwistigkeiten und R-ib-rei-n in den Kreisen der Künstler anzuf-h-n. Es wäre e ne dankbare Ausgabe der Besten unter ihnen, wieder eine Ber Deutsches Reich. Berlin, 14. Juni. Dem Bundesrat ist eine lieber. . Daß man s±ffÄfiS "»»Ä 8ifx*'**sf- > d S ch' s s a hrts - rtrag - s vom 20. Juni 1892 | „ L-*-.* .,ns nnr unüberlegtem Handeln toarnt._ ®ie GrHS-tt-g-»: Mi-ß^n Lmnli-ndMer, Der hejMHiidmrt, Klütter. für heAschc Deiksliuniie 18»» 3te|wg*FreU vikrtkliährlicv 2 Mart 20 Pf«, monatlich 75 Pftz. mit Bringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteltährlich. ft WIM UeH4 mit» l!«!»ahwr de« Rh tag«. tt- Gießener kam Anzeiger öiermal ia,,U««t. Feuilleton. I Pie große Aerkiner Kunstausstellung. ® ö TC (Nachdruck verboten.) I Die Tkulptur. (Schluß.) I «i, Genius Mit gesenkter Fackel, eine nicht sehr n» swfTpnnrie des Todes ist das Werk einer Dame, I » M 8'n-ll-s Werk, . niemand würde wohl diese Frauengestal a s GrabA s1t ansehen, wenn der Katalog sie Nicht als solche be. «tm-t- Ich glaube, von dieser farbenfreudigen Gestaltung : ».Bildwerken zu Ehren der Toten sind wir noch weit *£ der großen Zahl bemerkenswerter Porträ.büsten Um bervorqehoben eine Bronzebüste Schopenhauers von «Mo Formilli (Florenz), di- Marmorbüste eines In- Miellen von Ernst Herter, eine leicht patinierte Marmor- üiii! des Kaisers als Admiral von Friedrich Psannschmidt, L di- Gruppe der drei Kinder des Herrn Reg erungs- -7 Kiestbke von Stephan Walther, di- Büsten des G°- Braein Ober-Regierungsrats Spinola von Martin Wolff, di- des Grasen Moltke und Pros. Dr. Frenzels von ^'"on^crgreifender Wirkung ist eine überlebensgroße vstelluna „Di- Verspottung Christ," von Hermann Ask, D es- lebendige Darstellung emer biblischen i-M ucht. rkus B- l Kirchnfl" 'seiend billig & ( *7/// II. >189,1 - | unaen wendet, und vor unüberlegtem Handeln warnt. Die Besorgnis vor dem Ausgang- Kn-8-s nut den Buren ' I ist nickt aerinq; denn diesmal steht viel aus dem ^piei, r 1 eine Niederlage der englischen Truppen wurde die britische Herrschaft über ganz Südafrika aufs äußerste bedrohen, da (ianie bolländische Element in Südafrika durch die britischen Ränke zusammengeschweißt und entschlossen ist, sich zu einem gewaltsamen Vorgehen vorbereitet hat, Kckgehen kann, die einflußreiche Rhodespartei drangt ihn lüften treten lassen, beweist, wie man in London den Bode« ruhiaer Ueberleaung verloren hat. Eine Gruppe britischer Spekulanten, beten Häupter in London. °d-r ub-rhaupt IN Europa, wohnen, geht darauf aus, die Republik zu ver- aewaltiqen. Diese Absicht unterstützt die englische Regie- I rung, und nun spricht man sogar vom ^rtreten englischer Reckte. Gegen den Wortlaut des Londoner Abkommens von 1884 mischt man sich in die inneren Angelegenheiten ber Republik. Von der Versöhnlichkeit der letzteren zeugt es wieder daß soeben die Vorschläge des Präsidenten Krüger betreffend'das Stimmrecht dem Volksraad in Gesetzesform den 2weck des Gesetzes, seine Aussichten und seine etwaigen Folgen zu bilden und es den Thatsachen anzupassen. ch heute ist in mancher Beziehung eine Wand ung m der Beurteilung der Vorlage eingetreten; denn ^ele, welche früh das Gesetz von vornherein verwarfen, sind nun, nachdem der Inhalt bekannt ist und zeigt, daß er 6«* Nicht so ngo_ rose Bestimmungen enthält, rote wau vermutete, mch h fn entkbiebene Gegner. Die nächsten Tage wnden voraussichtlich über bie Stellung der Parteien Aufsch uß bringen.___ ( } — oQlbon 14. Juni. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die'Londoner Verroaltungsbill an, "ach welcher auch Frauen zu Stadträten ernannt roerden dürfen. Afrika Die T r ansv a al f r a g e giebt in ihrem jetzigen Stande zu mehreren allgemeinen Betrachtungen Anlaß. Das Verhalten in Prätona und m London ist em rprfit »erid)iet)ene5. Von Transvaal aus wurde bie Lage noch als hoffnungsvoll bezeichnet, als Krüger und Miner schon von Bloemfontein abre.sten, dagegen war England a k n,, n/ feit Aniana 1896 bewie -n hat, und die ihr I ÖWS» hat, geht "daraus hervor, daß em nicht geringer W- n , ?to- Meßmer Anzeiger Henerat-Unzeiger Amts- und Anzeigeblntt fnv den NrNs Gi-st-n Der Schutz der Arbeitswillige«. !« steht nunmehr fest, daß der G-I-tz-ntwurf zum Sei«, - »er gewerblichen Arbestsverhältmffe noch m -rs er m Reichstage zur Verhandlung kommt, bev^ dieser bi« mi Herbst vertag, wird. Set gteunben und Gegnern beir äctatte herrscht der lebhafte Wun ch, dieselbe recht bald an! N-num Langen -u lassen und so dürft-enn noch inm.&iufi dieser Woche die jedenfalls sehr anregende Deba >!' -r hu?! Gesetz im Reichstage beginnen. " Tic Erörterungen über den von der Regierung 8=^" S«-! Arbeitswilliger dauern nun b-re"s über acht Mo^ na ü, iks war bekanntlich der Kaiser selbst, welcher am 6. $ltoltr v. Js. in Oeynhausen ber ,aS°°» ben Absichten der Regierung ,Fr-'lich hat der G-^ „.-fflWi-ri -in anderes Aussehen erhalten, a^ der Kaiser «te in kurzen Worten zu skizzieren vermocht-, und von UN ÄÄÄÄm'ä r: ä SL"J 'S»“ i«™>> «■ I a»w MSMMZMMM8M Nmung-n über das Koalitionsrecht Auswüchse g-z-it,g. Pichler-Paffau bestimmt worden, bcli'iin 'welche bie Regierung bie Pflicht habe, zu beseitigen. I--- IfäiDirb schwer sein, biese verschiebenen Anschauungen unter eiwnföut zu bringen; einzelne Gegensätze werben sich Uber- i fanb ein Kabinettsrat unter La lassen. Jebenfalls ist es wertvoll, die einzelnen-A ~ fatt, in dem über Transvaal P1«iii< n in der ersten Lesung Stellung zu dem E ® wurde. Wie verlautet, wurde die Kriegsfrage ■ . werter kleiner Bildwerke, von denen ich wenigstens einige Siene, welche temes stommcmui» vtuuH, | „.^rfitp- Neckerei" von Paul Aichele, eine Schlangen- Gestaltungskraft eines Künstlers, der feinen Weg abseits nennen • suao »erroalb, eine Bronzestatuette „Nieder- von der breiten wohlgebahnteu Straße wandelt. D-r Nam- • Säenn" von Thomas .Demerlein (München), Kokolsky, den man jetzt sobald nicht wieder vergessen wir , h ^^ude, dunkelgebeizte Bronzefigürchen (Mu,amwesi- ist uns bereits bekannt durch s-me ,m Auftrage d-r Stad .Elsenbeinträgeriu und Naokrieger) von Berlin für den Koppenplatz in ub-r^benSgroßem Maßstabe elf Präger Waterkant" — ein sehr lebens, ausgesührte liebliche Gruppe „Das Ballspiel . Eine Ber Bon sR^ert Hannig, „Berliebter Faun kleinerung dieser Gruppe — eine ®^'CSt^nBaa,P von Ernst Hisch-n (München), ein sehr^^IZvn-s M^°r- Kindern — finden wir auch m der Ausstellung. ... »5' jjetn Bade" von Johannes Hoffarth, em GipS- Eine „Im Sterben" betitelte Gruppe von Christoph E^-'Rvllkutsch-r" von Leo Koch, sowie die Bronz-grupp- Roth (München) darf ich nicht unerwechnt lassen. E ™n Ferdinand Lepke: eine schone, nackte biederer Handwerker von kerniger deutscher Art halt da ^be #M cinem Burschen geküßt, deffen sie sterbende Kind, in -,n Kiffen gehüllt, auf den Kmeen Di ff ^wehren kann. Ferner ein-reizende kleine Kinder- Mutter starrt schmerzlich bewegt auf das Kind,_ ‘'e't b «ajuettc in Gips, betitelt „Untröstlich" von Hermann Pagels, kümmert und voll Bangen fernen letzten Hauch erwartenb. ^‘“^1" w P . Ehampagnerflasche anklamniernd-S Das Ganze ist tief empfunden und von uberrasch-ud-r . 3 ^ntaine für einen Speisefaal gedacht, von Lebenswahrheit, und doch kann w°n sich des Eindruckes mch |'9b xjv Gipsmodell „Bierfahrer" von Otto Richter, erwehren, daß die Szene malerisch gedacht und nach d-r Ruoots P y patinierte Frauenbuste, von Behandlung durch Pinfel und Farben verlangt. „i»rie°- , München), „Entspektor Brasig" von Paul 9 Unter bet großen Zahl mter-ffanter Statuetten muffen $ . A gufc naturwahre Bronzefigur „Kegelnber di- Arbeiten von Victor Seifert, der Nicht nur em talen • ' ' Karl Wegner (Magdeburg) und endlich -IN- voller Künstler, sondern auch -in seiner Humorist ist, ganz I Bauer a A._ »nn I besonders hervorgehoben werden. Seinen „Dieb", em Ganf- I stehlender Satyr, von Schäffer u. Walcker, A.-G., IN tadellosem Bronzeguß ausgeführt, mochte ich als ein g°r^ezu köstliches Werk bezeichnen. Ein von Seifert m Gifis modellierter und bronzeartig patmierter Brunnen zeugt m 1. a. Weiß! *• »■2,50 f P '■ Vi in Id Preis 11 Hof-Gü 2b freit 80 1b freie 80 j hof-Güll k ^xt\& dtt' U .. 4b RI SiegerEhrr bach a. Nr. 11 60 MI Verz. 1 Anerkennun Sb Sieger-Ehr^ w. a Preis 210 b. Grün b. Arbeitern 5 Brausebäder, 8 Waschstellen und 1 Wannenbad. 1 Buchdruckerei in Gießen mit etwa 40 Arbeitern 8 Waschstellen. 1 Bierbrauerei in Gießen mit etwa 60 I Arbeitern 2 Brausebäder. Vielfach hört man aber die Gewerbetreibenden klagen, daß die Wasch- und Badeeinrichtungen von den Arbeitern I sehr wenig benutzt würden. Es wird sich mancher die Zeit dazu nicht nehmen wollen. Mögen die Betreffenden daran denken, daß nicht nur die Nahrung, sondern auch der sprudelnde Quell Gesundheit und Kraft giebt. Dienstjubiläum. Wenn es einerseits eine recht erfreuliche Erscheinung ist, daß Arbeiter und Arbeiterinnen 25, 31, 37 Jahre einer Fabrik angehören, so ist es andererseits doch recht betrübend, daß dieses treue Festhalten an einem Arbeitgeber I vielfach so wenig von denselben anerkannt wird. m c/X3?6!”3, 'sU?L A"solge einer Anregung des «Aoudes des Mittelrheinischen Zweigverbandes deutscher Müller in Frankfurt a. M. findet kommenden Sonntag in Alzey eme Versammlung der Mühlenbesitzer Rheinhessens statt, zum Zwecke der Gründung einer lokalen Verbindung der Mühlenbesitzer Rheinhessens und deren Anschluß an den Mittelrheinischen Zweigverband deutscher Muller in Frankfurt. — Seitens der städtischen Verwaltung hier ist der Verein deutscher Gas- und Wasserfachmänner, welcher in einigen Tagen seine diesjährige Generalversammlung in Kassel abhält, einqeladen worden, für feine nächstjährige Generalversammlung Mainz äu wählen. Mit den Interessenten haben dieserhalb bereits Besprechungen stattgefunden und wird, falls die Generalversammlung hier stattfindet, eine Ausstellung mit derselben verbunden werden. - Vor einigen Wochen ist hier wegen Zechprellerei und sonstiger Schwindeleien eine flott auftretende Persönlichkeit verhaftet worden, die sich als Offizier ausgab und sich Staudner nannte. Nach langem Bemühen der Polizeibehörde hat es sich jetzt herausgestellt, daß man es mit einem gefährlichen Verbrecher und Hochstapler zu thun hat, der von einer langen Reihe von Behörden steckbrieflich verfolgt wird und der nach Verbüßung der hier zu erwartenden Strafe noch eine ganze Rundrei e Ju anderen Gerichten zu machen hat. Der wirkliche Name des Verbrechers ist Paul Gusi e l sky, und stammt derselbe aus Breslau. I 1. Alten-Buseck, 15. Juni. Ein gar liebliches Fest I durste am vorigen Sonntag, dem 11. d. M., die Gemeinde I Alten-Buseck feiern, und mit ihr feierte gern und froh eine Anzahl auswärtiger Gäste, die man freundlich dazu eingeladen hatte. Es wurde die vor elf Jahren von dem I Ortsgeistlichen, Herrn Pfarrer Scriba, und dem Kirchen- I Vorstände geplante und nun unter Gottes Gnade und Hilfe I vollendete Kleinkinderbewahranstalt, welcher rnög- I "chst bald eine Gemeindekrankenpflege beigefügt werden soll feierlich eingeweiht. Im Vormittagsgottesdienst predigte I ??.^,dfarrer Deggau, der Geistliche des Diakonissenhauses Elisabethenstift zu Darmstadt, auf Grund von Hesek. 34, 12 | über Kleinkinderpflege und führte dann die Anstaltsschwester mit herzlichen Worten in ihr Amt ein. Namens des I Kirchenvorstandes und der ganzen Gemeinde hieß der Orts- I geistliche dieselbe ebenso herzlich willkommen. — Nachmittags I hatte sich eine große Schar Festteilnehmer unter । dem Klange der Kirchenglocken bei dem Anstaltsgebäude I versammelt. Nach dem Gesang: „Nun danket alle Gott" hielt der Ortsgeistliche in schlichten, von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten die Weiherede. Dann folgte em Kindergesang, worauf die Uebergabe des Hauses I erfolgte. Herr Kreisbauinspektor Stahl überreichte mit I ml Ansprache dem Herrn Provinzialdirektor von I Bechtold den Schlüssel, dieser dem Ortsgeistlichen, welcher I mit den Worten: „Im Namen des Kirchenvorstandes über- I nehme ich hiermit dieses Haus und öffne die Thüre im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes" aufschloß und der Schwester das Haus mit einem Segenswunsch übergab. Mit dem Gemeindegesang: „Ach, bleib mit deiner Gnade", einem Weihegebet, Vater-Unser ! Mitteilungen seitens des Ortsgeistlichen, dem sehr zart vorgetragenen Kindergesang: „Laßt mich geh'n" und dem ?C$mn . f^oß diese Feier. — In den übrigen Stunden des Nachmittags wurde das in jeder Beziehung recht zweckdienlich eingerichtete Anstaltsgebäude von den Festteilnehmern besichtigt. — Bei einer Nachfeier in der gedeckten Halle des Bürgermeisters Körber brachte Herr Pfarrer Scriba einen Trinkspruch aus auf die erschienenen Gäste, Herr Provinzialdirektor von Bechtold auf die Gemeinde Alten- Buseck, und Herr Pfarrer Hepding von Großen-Linden auf den Ortsgeistlichen. Daß dieser durch seinen jahrelangen unermüdlichen Eifer m besonders reichem Maße die Entstehung der Kleinkinderbewahranstalt zu Alten - Buseck gefördert hat, sei hier besonders hervorgehoben. — Die Gesamtkosten der Anstalt sollen sich auf 12—13 000 Mk. belaufen — In der Weiherede wurde allen Wohlthätern und Förderern der Anstalt der Dank ausgesprochen: der Verwaltungsbehörde, dem Herrn Provinzialdirektor von Bechtold, Kreisamtmann Böckmann, Kreisbauinspektor Stahl Kreisstraßenmeister Sensfelder; den sämtlichen beim Bau beschäftigt gewesenen Handwerkern und Arbeitern: dem Ortsvorstand von Alten-Buseck; der Spar- und Leihkasse zu Gießen; den Herren Louis und Heinrich Emelius, die in hochherziger Weise das Werk mit 2000 Mk. unterstützten- Kommerzienrat Heichelheim zu Gießen; Herrn Baron von Buseck in Gießen; allen sonstigen Gebern, die mit größeren oder kleineren Beiträgen mithalfen. — Unter den । erschienenen Gästen bemerkten wir außer den bereits genannten Vertretern des Gr. Kreisamtes den Herrn Fabrikanten und Stadtverordneten Louis Emelius mit Familie von Gießen, Herrn Oberamtsrichter Scriba von Alsfeld den Bruder des Ortsgeistlichen, einige Dekanatsgeistliche und verschiedene Diakonissinnen. — Tags nach der Einweihung fand die Eröffnung der Anstalt mit 53 Kindern "0". — Es war eine liebliche und erhebende Feier, welcher wir beiwohnen durften. Wir schätzen die Gemeinde Alten- Buseck glücklich, daß für die Wohlfahrt ihrer kleinen Kinder so treulich gesorgt worden ist. Wir wünschen, daß auch die geplante Gemeinde-Krankenpflege in Alten-Buseck bald ins Leben treten möge. - Möchten nun auch die Gemeinden des Kreises Gießen, welche noch keine Kleinkinderbewahran- stalt besitzen, sich ernstlich bemühen, eine solche zu bekommen! - 69 ** ■ gigen‘- * , N‘10’ ' *-@i 1 *t’ij Siegel und v \ Eigent- ( i PitiS 75 ‘ ' W! 2 PB 501 ' bilh. Kl «(aff' ^4. S 1. Preis 75 j Hail Fl? Das 25jährige Jubiläum wird sich allenthalben für einen Ehrentag desjenigen gestalten, der feine Kräfte ununterbrochen in den Dienst eines Amtes, einer Familie oder emes Vereines stellt. Man wetteifert, diesen Tag so schön wie möglich zu gestalten und ihn als Erinnerungstaq für das spätere Leben und Wirken des Jubilars zu stempeln. Anders aber vielfach mit den Arbeitern, wie von größeren Cigarrenfabriken bekannt wurde. Mit rauschendem Vergnügen und Pomp diesen seltenen Tag zu feiern, verlangt der Arbeiter nicht. Ein freundliches Gedenken seitens der Firma, ein bloßes Anerkennen für diesen, ein Menschenalter bedeutenden Zeitabschnitt, würde ihn gewiß erfreuen und ihm das erhebende Bewußtsein verleihen, auch als ein nützliches Glied der Kette angesehen zu werden. Industrie und Arbeiter, beide gehören zusammen, eines kann ohne das andere nicht bestehen. Dieses sollten die Unternehmer doch beherzigen und in dem Arbeiter nicht nur die Maschine betrachten, die aufgestellt ist, um ihnen Waren zu liefern. Kommt bann der 25. Jahrestag der ununterbrochenen Thätigkeit eines Arbeiters in einem Betriebe heran, so wird der Sache gar keine Erwähnung ge- than. Ja, wie von einzelnen solcher übergangener Jubilare gefagt wurde, wird dieser Tag womöglich noch für 10 Minuten Verspätung mit den üblichen Geldstrafen in das i Strafbuch verzeichnet. Angesichts dessen klagen viele Unternehmer über die stets mehr und mehr schwindende Anhänglichkeit der Arbeiter an ihre Arbeitgeber. — Kein Unternehmer sollte eine derartige Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit an den Tag legen, vielmehr sollten alle in den Büchern die Dienstzeiten ihrer Arbeiter verfolgen und dieselben entsprechend belohnen. Es werden dieses dann Beispiele werden, die unseren Arbeiternachwuchs von Generation zu Generation anspornen, auszuhalten und ihre Pflicht ebenfalls so lange zu thun, damit auch ihnen an ihrem Ju- bilaunistage werde das Allermindeste, „die Anerkennung". Öffentliche Lesehalle in Gießen. r. .JP 2t- Juli 1898 wurde in Gießen in Gegenwart I f±\ißer,rc,et bret ®c^rbcn- d-r Innungen, dcs Ortsgew-rbkv-rcins u. f. w. eine L-schallc eröffnet. Die SiMv"9?? CmCr Cxnfo 9cble9cne roie geschmackvolle und prattijdjc. Dte Beleuchtung >st Gasgluhlicht und macht die ®m."^,un9 ,cmen..rech' freundlichen Eindruck.^ Die Lesehalle ist vorläufig geöffnet an Werktagen von 6 bis 9 I A>r abends und Sonntags von 11 bis 1 Uhr mittags D-r AuSlccheraum tft geöffnet Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 6 bis 8 Uhr abends. d I Lesezimmer in Friedberg. In der Stadt Friedberg ist bereits feit einer Reibe von Jahren vom BolkSbildungsverein ein Lesezimmer mit Liste Landwirtschafts-Gesellschaft "vom^tz^bis^iz^ Abteilung 1: Tiere. L Pferde. «"LL aS'Mfjw 3- tä I _r „ 1A B. Arbeitspferde. Klasse 19. Hengstfohlen der Schläge Klasse 17 irq? c 3. Preis 75 Mk. Verz. Nr. 132 G ‘ amtmann, Hof-Güll b Lich * ® ffaann, (. 4. Preis 50 Mk. Verz. Nr.' 134, SV in o x Haffelheck b. Bad-Nauheim. ; Klasse 22. Stuten schwere Schläge 1896 Ä?b. e3'"'"’ s*l". rp D- Gebrauchspferde. ^affe 40. Reitpferde für schweres, mittleres und o-x Gewicht unter dem Reiter. -■ * - — II. Rinder. A. Simmenthaler. maffe 1. Bullen, sprungfähig, vor dem 8. Juni 1896*, 4. Preis 75Mk. Verz. Nr. 8, Zuchtverein 91ifdb Gern. Billertshausen. 1 ^asse 2. Bullen sprungfähig, in der Zeit vom ß. 1896 bis 8. Juni 1897 gebottu. 3. Preis 100 Mk. Verz. Nr. 28, Zuchtveiem w ©tgent. K. Pfannstiel, Angenrod. 1. 2 4176] Mansardenwohnung, 3 Zimmer, Küche, abgesckl. 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M°kk°r°i- aenossenschaft Ostheim-Nieder-Wetsel in Osthetm. 3. Preis kl. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 497. Molkerei- »■»Itoi. genoffenschaft Storndorf-Badenrod in Storndorf. Klaffe 2. Frische Butter aus süßem Rahm gesalzen. Preis gr. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 569. Molkereigenossenschaft Groß-Felda. Klaffe 3. Frische Butter aus saurem Rahm ungesalzen. 1. Preis kl. silberne Preismünze, Berz. Nr. 608. Molkereigenossenschaft Echzell. . 1. Preis kl. silberne Preismünze, Berz. Nr. 616. Molkern- genofsenfchaft Hungen. 2. Preis gr. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 605. Molkereigenossenschaft Alsfeld. . Preis gr. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 606. Molkereigenossenschaft Büdingen. Preis kl. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 611. Molkereigenossenschaft Grebenau. Preis kl. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 612. Molkereigenossenschaft Vogelsberg. Preis kl. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 61«. Molkereigenossenschaft Nieder-Gemünden. Klasse 21. 2. Preis gr. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 1069. Molkcre,- qenoffenschaft Hungen. Preis kl. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 1070. Molkerei- genoffenschaft Hungen. Preis kl. bronz. Prcismünze, Berz. Nr. 1073. Molkereigenossenschaft Büdingen. Klaffe 23. Preis gr. bronz. Preismünze, Berz. Nr. 1074. Molkerer- genoffenschaft Büdingen. Gruppe 9. Bienenwirtschaft. IV. Schweine. a. Weiße Schweine im ausgesprochenen Edelschwem- (englischen) Typus. Klasse 1. Eber über 12 Monate alt. IM Preis 120 Mk. Berz. Nr. 6, Oberamtmann Hoffmann, H^f-Güll b. Lich. 2^ Preis 80 Mk. Berz. Nr. 7, derselbe. Klaffe 2. Eber bis 12 Monate alt. 1k». Preis 80 Mk. Berz. Nr. 58, Oberamtmann Hoffmann, hk'f-Güll b. Lich. lc.-Preis 80 Mk. Berz. Nr. 56, derselbe. 3t«u . 45 „ „ „ 57, derselbe. Klasse 3. Sauen über 12 Monate alt. Sichr'Ehrenpreis des Hessischen Landwirtschaftsrats, Offen- bülch a. M., 100 Mk., und la Preis 80 Mk. Berz. Nir. 111, Oberamtmann Hoffmann, Hof-Gull. 2k Preis W Mk. Berz. Nr. 113, derselbe. 3b Preis 45 Mk. Nerz. Nr. 112, derselbe. Almkernnung. Berz.Nr. 122, Koch, Hof-Hasselheck b. Nauheim. Klasse 4. Sauen 8 bis 12 Monate alt. SSiiigev Ehrenpreis des hessischen Landwirtschaftsrats, Offen- Verwischtes. ♦ Die erste «»ine automobil Cmnibublinit soll demnächst auf der Strecke M-ran-Trasvi und retour eröffnet werden. Weiter ist noch ein regelmäßiger Motorwagen- Verkehr von Landeck nach Trasoi und -m dritter vonMeran nach Landeck und zurück geplant. Auf der ersten Ltme soll ein Gesellschaftswagen von 10 Pferdekraften und Platzen ür 15 Personen, auf der zweiten bei gl-.ch-r M°t°rlr° ein solcher mit 12 Sitz, und 6 Stehplätzen, endlich aus der dritten ein schnellsahrender Postomnibus mit Brieskasten und 10 Sitzplätzen verkehren. ♦ Da» kleinste und teuerste Grundstück Berlins hat kürzlich seinen Besitzer gewechselt. Das fragliche „Grundstück ist nur vier Quadratmeter groß, nämlich zwei Meter breit liegt zwischen Königskolonnaden und dem Theater Kauffmanns Barietö und besteht in einem winzigen Laden, der vor einigen Jahren von einem Ctgarettenhändler für 6100 Thaler erworben wurde. Jetzt hat — so behauptet wenigstens das „B. T." — eine Baugesellschaft das „Grund- stück" für 50000 Mk. gekauft. _______________ Wöchentliche Uebersicht der Todesfillr iu Gießen. 23. Woche. Vom 4. Juni bis 10. Juni 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500 (tvcl.l«^ Mami Mllllär). SterblichkettSziffer : 21,22, nach Abzug der OrtStremden 8,48 /«. K«n o er E, ft.rd-n «o: Zuf.mmm: Zigaretten wieder frisch eingetroffen. 4®27 Größte Auswahl in vorzüglichen Zigarren und Zigaretten empfiehlt Ph. Weiler, (Havanna-Hans.) Zu vermieten: Frankfurterstraße 46 per sofort oder später Wegzugs halber die seither von Herrn Geheimrat Buderus innegehabte, hochelegant ausgestattete Wohnung Mit schönem Erker und Garten- PrerS 1550 Mark. . 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