1809 Donnerstag den 16 März Erstes Blatt. Aints- und Anzeigeblatt für den Tiveis Gieren ksbad v. Levetzow. Auch sie würden bei der dritten Lesung stimme« seiet Mr Anzeigen-BermittlungSstellen M In- und Ausland«» arhmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen« it&SW*'"*' l»1 I1 I» Redaktion, «rt)ffcition und Druckerei: Schukstruße Nr. 7. fallen werde. Abg. Hausmann-Böblingen (südd. BP.) bekämpft jede Heeresvermehrung, desgleichen Abg. Lanzinger (Bauernbund). m , Abg. Szmalakys (Litthauer) ist für die Vorlage. Abg. Richter (frs. Vp.) kann nicht begreifen, daß man über den Abstrich von 7000 Mann so viel Aufheben« macht. Er zitiert alsdann ebenfalls die heute gefallene Bemerkung, daß nur die Militärverwaltung solche Fragen beurteilen können. Mit dieser Behauptung degradiere man den Reichstag zum bloßen Echo der Regierung. Der Parlamentarismus würde also ganz überflüssig sein. Aber auch in der Heeresverwaltung herrsche jetzt der Zickzackkurs, wie die Frage der fünften Bataillone und anderes beweise. Der Kriegsminister sei ja auch herzensfroh, wenn er die Vorlage mit den Centrumsabstrichen unter Dach und Fach bringe. Den Reichstag dürfe man doch nicht als eine Geldbeschaffungsmaschine betrachten. Komme es zur Auflösung, dann werde man ja wissen, daß der Reichstag nicht wegen der 7000 Mann aufgelöst werde, sondern deshalb, weil man einen ganz anderen Reichstag haben wolle, mit dem man die Zuchthausvorlage und die Abänderung des Wahlrechts durchsetzen wolle. Es werde sich da^m handeln, ob ein autokratisches, selbstherrliches Regiment herbeigeführt oder ob | ein selbständiges Parlament in den bisherigen Grenzen ber- behalten werden solle. Abg. Freese (frs. 93g.) erklärt, seine Partei behalte sich ihre Stellungnahme für die dritte Lesung vor. Reichskanzler Fürst Hohenlohe führt aus, die Maßnahmen der Regierungen seien geleitet von der Sorge für die Sicherheit des Reiches und sie seien sich auch ihrer Verantwortung vollkommen bewußt. Abg. Bebel (Soz.) spricht gegen bie Vorlage, Abg. Liebermann von Sonnenberg (Antis.) für dieselbe. § 2 der Regierungsvorlage wird mit 209 gegen 141 Stimmen abgelehnt, desgleichen § 2 in der Kommissions- fassung. Die Artikel 2 und 3 werden angenommen. Einige von der Kommission beantragten Resolutionen sollen erst bei der dritten Lesung beraten werden. Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr: Etatberatung und dritte Lesung der Militärvorlage. Schluß 6i/4 Uhr. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Mittler für hessische Volkskunde._____________ «»nähme »eo Anzeigen zu der nachmittags für ben felgenden Daß erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Mm an der ordn « Donnerstag ft Angrsaale der B: 'aftung der Vorsts llch. Neuwahl |ir und durch Wegzug at und Vorstand. rstanb: )r. Haberkorn. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hlehen. Fernsprecher Nr. 51. Abg. v. Kardorff (Rp.) spricht sich namens seiner Partei in Bezug auf deren Abstimmung bei der zweiten Ziffern des § 2. | Kriegsminister v. Goßler erkennt an, daß die Grund- I sätze, auf denen die geplante Organisation beruht, genehmigt I worden sind. Aber es seien in der Kommission auch Aende- I rungen der Vorlage eingetreten, die in zwei Teile zu teilen I seien: in wichtige und weniger wichtige. Nachdem der I Minister beide Teile ausführlich dargelegt, erklärte er, daß er für seine Person an der Regierungsvorlage unbedingt I festhalten müsse. Zunächst habe sich nicht gleich übersehen lassen, welche Konsequenzen, welche Aenderungen in der I Organisation der Beschluß der Kommission nach sich ziehe. Jetzt aber seien die bezüglichen Berechnungen angestellt, und er, Redner, könne Stellung zur Sache nehmen. Es frage I sich, ob das Pauschquantum der Kommission genüge, um I allen Truppenteilen die notwendigen Etats zu sichern. Er müsse verneinen, daß die Ziffer ausreicht, und er gebe der Hoffnung Ausdruck, daß es möglich sein werde, die Regierungsvorlage wieder herzustellen. Er appelliere an den Patriotismus des Hauses. Abg. Sattler (natl.) erklärt, daß seine Partei sich ihre endgiltige Entscheidung über die Militärvorlage bis zur dritten Lesung Vorbehalte. Die Präsenzziffer sei eine technischmilitärische Frage, die nur von der Kriegsverwaltung ent- | schieden werden könne. (Beifall rechts, Gelächter links). Er ' hoffe, daß es bis zur dritten Lesung noch zu einer Einigung , kommen werde. Abg. von Levetzow (kons.) erklärt, es sei nicht zu verkennen, daß die Vorlage große Opfer fordere, diese Opfer ständen aber in keinem Verhältnis zu den schweren Folgen, die ein etwaiger Krieg nach sich ziehen müßte. Die Kosten, die durch die Herabsetzung der Regierungs- forderung erspart würden, beliefen sich auf 2 bis 2'/z Millionen Mark; das sei eine wahre Lappalie. Die Regierungsvorlage fordere das Minimum des Notwendigen. Er mit seinen Freunden stimme daher für die Wiederherstellung der Vorlage; werde dieselbe nicht angenommen, dann würden i sie für jetzt nicht in der Lage sein, sich auf die Kommissionsbeschlüsse einzulassen. Die Partei werde sich deshalb die definitive Stellungnahme bis zur 3. Lesung Vorbehalten. (Beifall rechts). Abg. Lieber (Zentr.) wendet sich zunächst gegen bte Bemerkung bes Abg. Sattler, baß nur bte Heeresverwaltung solche Fragen beurteilen könne. Die Folge bieses Stanb- punktes würbe sein: Der Reichstag hat allen Forberungen ber Heeresverwaltung zuzustimmen. Rebner wenbet sich sobann gegen ben Referenten Abg. Bassermann unb bemerkt, ber Reichstag würbe eine um so kläglichere Rolle spielen angesichts besten, baß Beschlüsse bes Reichstags so unb so oft von ben verbünbeten Regierungen abgelehnt worben seien, auch wenn sie einstimmig gefaßt gewesen I sxien. Wie stehe es z. B. mit ben Veteranenpensionen? I (Beifall). Für bie Frage ber Leistungsfähigkeit bes beutschen Volkes, nicht nur in finanzieller Beziehung, sonbern vor I allem auch in personeller Hinsicht, sei bie Vertretung bes deutschen Volkes, ber beutsche Reichstag, in erster Lime zustänbiq. Diktate müsse ber Reichstag mit aller Bestimmtheit ablehnen. Dafür sei die Verfassung vorhanden; dafür seien die Abgeordneten hierhergeschickt worden, um technische Forderungen zu prüfen auf die Leistungsfähigkeit des Volkes bin Redner streift alsdann den Arbeitermangel auf d^n I Lande und geht dann des weiteren nochmals näher auf die Militärvorlage ein, deren Zweck auch erreicht werde trotz I der Abstriche der Kommission. Sollte die Ausführung dieses Gesetzes wirklich den Nachweis ergeben, daß die Truppen oder die zweijährige Dienstzeit geschädigt bezw. gefährdet würden dann sei das Zentrum bei einem späteren Anlaß bereit eine neue Regelung der Frage der Präsenz eintreten zu lasten. (Heiterkeit). Zurzeit sei aber ein solcher Nachweis nicht geliefert. Redner kommt auf die bedeutenden Ausaaben auch für bie Marine zu sprechen. Wir halten, so schließt Abg. Lieber, an ben Kommissionsbeschlüsten fest unb hoffen, baß auch bie verbünbeten Regierungen unb bie Rechte unb bie Nationalliberalen den Versuch mit biesem Abstrich machen werben, statt eine Krise heraufzubeschwören, I üon der bas Enbe nicht abzusehen ist, und an ber mir I keine Schuld tragen. (Beifall). Iler Art ledieDttD^ 'tabt «itta* * °°d Üm. Deutscher Reichstag. 56. Sitzung vom 14. März. 1 Uhr. Das Haus ist in allen seinen Teilen gut besetzt. Am vurndesratstische: Kriegsminister v. G o ß l er, Staatssekretär M Posabowsky, später Reichskanzler Fürst Hohen- l»He. Auf ber Tagesorbnung steht bie zweite Lesung h c Militärvorlage. Beim Artikel I wirb § l kb'rttelos genehmigt. § 2 hanbelt von ber Friebenspräsenzstärke, ber Vorlage 502 526 Gemeine und Gefreite, nach bem iommissionsbeschluffe nur 495500. 38<|Ufl$prrls vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Sßffr mit vringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. 2801 1 16- Ah, nafr Wehener Anzeiger General-Anzeiger Warnung. Im allgemein öffentlichen Interesse bringen wir nach- fthenben Fall zur Kenntnis. Seit längerer Zeit laufen täglich von ber Einwohnerschaft hiesiger Stabt bittere Klagen darüber bei uns ein, daß Itt frühere Taglöhner Ludwig Scheerer hier, welcher jcil Jahren an Nervenzuckungen leidet, in geradezu brutaler inb oft gewaltthätiger Weise in Wohnungen eindringe, die Lewohner durch Betteln belästige und alleinstehende Frauen furch seinen erschreckenden krankhaften Zustand erschrecke mb ängstige. Scheerer, welchem im vorigen Jahre seitens k Behörde im städtischen Bürgerhospital ein sorgenfreies Isyl gegeben war, entzog sich dieser Fürsorge in böswilliger «b sicht, wahrscheinlich weil in dieser Anstalt fein Alkohol urabreicht wird, und begann die Bettelei von neuem. Die vom Gericht gegen Scheerer erkannten, nicht un- tatenben Haftstrafen konnten auf. Grunb eines ärztlichen Gutachtens in Rücksicht auf fein körperliches Leiben an bem- Wen nicht vollstreckt werben. Ein wieberholtes Ansinnen slitens ber Stabtverwaltnng an ben p. Scheerer, sich in tüs Hospital zu begeben, hat berfelbe kurzweg abgelehnt, teil demselben bas Betteln zur Gewohnheit geworben, unb tr die ihm gespenbeten Gelbbeträge in geistigen Getränken «fgehen läßt. . Um ben fortgesetzten Belästigungen ber hiesigen Em- whnerschaft ein Ziel setzen zu können, wirb bieselbe ft in g enb gebeten, bem Scheerer fernerhin keinerlei Al- iofen mehr zu verabreichen, da nur dadurch erreicht werden MV, baß er in bas stäbtischc Hospital zurückkehrt. Sollte Scheerer bas Betteln fernerhin nicht unterlassen hb sich babei ungehörig benehmen ober sogar Gewaltthätig- hit (vergl. 31t. 18? iud) für Auer- utft perur.gr« unb mstrukkion. »reiläch erbelts-DreMto ute Ä Süchk. t ttflt $tdU Deutsches Reich. Berlin, 14. Marz. Bei der Abstimmung über die Militär-Vorlage lehnte der Reichstag den maßgebende« Paragraph 2 der Regierungsvorlage mit 209 gegen 141 Stimme» ab. Damit ist die Militär-Vorlage in zweiter Lesung abgelehnt. Die dritte Lesung findet am Donnerstag statt. Berlin, 14. März. Wie bie „National-Zeitung" hört, finbet bie Beisetzung bes Fürsten unb der Fürstin Bismarck in ber Grabkapelle bei Friebrichsruh übermorgen, am Donnerstag, im kleinsten Kreise statt. Der Kaiser wirb bem Vernehmen nach ber Feier beiwohnen. — Hierzu wirb noch gemelbet: Fürst Herbert teilte dem Reichstagswahlverein von 1884 in Hamburg mit, es würbe ihm eine persönliche Genugthuung sein, wenn bie Vereinsmitglieber, welche seinem Vater stets bie Treue bewahrt, auch an biefer Trauerfeier teilnehmen würben. Die Mitglieber bes Verein« werben also auf bem abgesperrten Terrain burch Spalier- bilbung, mit Fackeln in ben Hänben, bem Fürsten bie letzte Ehre erweisen. Frauen und Kinber hülfen, polizeilicher Verfügung zufolge, währenb bes Traueraktes bas Terrain nicht betreten. Eine umflorte Rosette wirb als besonderes Trauerzeichen ausgegeben. Wie verlautet, wirb wegen bei Ausfalls ber Hamburger Börse am Trauertage verhanbelt. Die fürstliche Familie trifft Mittwoch in Friebrichsruh ei». Nach bereu Ankunft wirb bie Festsetzung bes offizielle» Programms erfolgen. Der Pfarrer Westphal aus Brunstorf, welcher Bismarck bas Abenbmahl reichte, sowie ein Super- intenbent aus Ratzeburg sollen bie Kapelle weihen unb bie Gebenkrebe halten. — Die Absperrung von Friebrichsruh wirb so streng sein, wie bies noch nie ber Fall war. Berlin, 14. März. Das heutige Marine-Verorbnungs- blatt veröffentlicht einen Erlaß bes Kaisers, ber die neue Organisation ber Marine enthält. Nach demselben kommt bie Behörbe „Oberkommando der Manne . M 18"' 1 W>' Silbertt"^ Wiest" 18if । >lr. (>4 erfchei»1 tigNch »it Ausnahme des Montags. Die Gießener fcfrbtn dem Anzeiger »ichmtlich viermal beigelegt. Bekanntmachung. Der Osterfeiertage wegen wird der auf den 3. April ss. Js. fallende Zahltag der Kreiskasse Gieße» zu Huugen uud Ltch nicht an diesem Tage, sondern am Montag, dem 587. März abgehalten werben. Gießen, ben 13. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________ v. Bechtolb.____________________ Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Gebäube-Abbrnchsarbeiten wirb bie Rittergasse nach ber Mäusburg zu behufs Vermeidung ton Unglücksfällen für ieben Verkehr von heute bis auf »eil eres gesperrt. Gießen, ben 15. März 1899. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. in Fortfall. Die bisherige Admiralstabs-Abteilung des Oberkommandos wird selbständig mit der Bezeichnung „Admiralstab der Marine" mit dem „Chef des Admiralstabes der Marine" an der Spitze und dem Sitze in Berlin. Der Chef des Admiralstabes wird dem Kaiser unmittelbar unterstellt. Ferner werden dem Kaiser unmittelbar unterstellt: die Chefs der Marine-Station, der Inspekteur des Bildungswesens und die Geschwaderchefs. Berlin, 14. März. Der neue Munizipal-Präsident von Apia, Dr. Solf, reist in diesen Tagen von hier nach seinem Bestimmungsort in der Südsee ab. M.P C. Berlin, 14. März. Es ist ein offenes Geheimnis, daß die augenblicklicheKomplikation derLage wesentlich darauf zurückzuführen ist, daß der Kaiser es als oberster Kriegsherr nicht verantworten zu können glaubt, wenn eine Reichstagsmajorität Abstriche an den Forderungen macht, welche in den militärischen Sachverständigen-Kreisen als das Minimum dessen angesehen werden, was gegenwärtig zur Verstärkung der deutschen Wehrfähigkeit bewilligt werden müsse. Es fällt hierbei besonders ins Gewicht, daß in einer Reihe anderer Großstaaten neuerdings Bewilligungen für die Armee und Marine von den Parlamenten anstandslos votiert werden. Demgegenüber könnte nach außen hin der Eindruck entstehen, daß im deutschen Reich die Entschlußfähigkeit der gesetzgebenden Faktoren, eine notwendigerschienene Initiative der Heeresverwaltung zu unterstützen, geringer sei, als in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Inwieweit außerdem auch Erwägungen der inneren Politik dazu beigetragen haben dürften, es notwendig erscheinen zu lassen, dem Eindruck zu begegnen, als ob die Regierung geneigt sein könne, sich auch in militärpolitischer Hinsicht Bedingungen vom Centrum aufnötigen oder diktieren zu lassen, darüber wird man erst reden können, wenn die jetzige Krisis überwunden ist. Daß sie mit einer gewissen Plötzlichkeit in die Erscheinung treten sollte, hat Veranlassung zum Aufwerfen der Frage gegeben, warum denn die Regierung in früheren Stadien der Beratung den Glauben an ihre Bereitwilligkeit habe aufkommen lassen, sich mit dem ihr im Antrag Lieber Gebotenen zufrieden zu geben. Es erscheint zweierlei möglich. Erstens nämlich, daß man den Bewilligungs-Eifer im Centrum zunächst mit Hilfe von Konnivenz sich soweit habe entwickeln lassen wollen, als irgend möglich, und dann, daß man an den leitenden Stellen der Reichsregierung die Situation überhaupt dahin aufgefaßt habe, daß sie im Zeichen der Bemühung stehe, mit dem Centrum so viel zu erreichen, als möglich. Wenn neuerdings mehrfach dem Kriegsminister von Goßler eine gewisse Schuld an der Herbeiführung der jetzigen Situation beigemessen wird, insofern derselbe sich der ausschlaggebenden Partei gegenüber zu konnivent verhalten habe, jo erinnert dies bis zu einem gewissen Grade an die „Umstände", die als begleitende Erscheinungen des seinerzeitigen Fallens des Admiral Hollmann eine gewisse Berühmtheit erlangen sollten. Während wir dies schreiben, ist noch alles, was die nächsten Tage bringen werden, zweifelhaft. Jedenfalls hat die augenblickliche Krisis aber das Gute vor früheren vorauf, daß sie rasch zu einer Entscheidung führt. Berlin, 14. März. Dem Vernehmen nach ist nunmehr die Liste der Kandidaten für die Osnabrücker Bischofswahl, die der Staatsregierung genehm sind, von Berlin zurückgesandt worden. Sie enthält, wie aus Osnabrück gemeldet wird, folgende Namen: Weihbischof Graf Galen- Münster, Dompropst Bergmann-Minden, Weihbischof Dr. Schmitz Köln, Seminarregens Voß-Münster, Bischof v. Euch- Kopenhagen. Diese Wahl wird demnächst von statten gehen und dürfte sich zugunsten des mitgenannten Propstes Bergmann vollziehen. Berlin, 14. März. Die Krefelder Weberbewegung greift in den Gladbacher Bezirk über. In mehreren Webereien sind die Arbeiter in den Ausstand getreten oder haben gekündigt. Eine von 1200 christlichen (ultramontanen) Textilarbeitern besuchte Versammlung in München-Gladbach forderte den zehnstündigen Arbeitstag und unbedingte Freiheit des Zusammenschlusses. — Im Disziplinarverfahren gegen Professor Delbrück ist der Termin für die Verhandlung vor dem Disziplinarhof auf den 25. März anberaumt worden. — Graf Pückler, der bisherige Amtsvorsteher in Klein-Tschirne, veröffentlicht anläßlich der Mitteilungen über sein antisemitisches Auftreten nachstehende Erklärung: In den größeren Tageszeitungen habe ich kürzlich die Meldung gelesen, daß ich meines Postens als Amtsvorsteher enthoben sei. Diese Nachricht beruht nicht auf Wahrheit. Die Regierung hat mir nach meiner zweiten antisemitischen Rede allerdings gedroht, das Disziplinarverfahren gegen mich ein- Zuleiten. Da ich nun genau wußte, daß ein solches Verehren mit meiner gewaltsamen Amtsentsetzung endigen würde, so habe ich der Sache vorgebeugt und habe freiwillig die Amtsgeschäfte bis auf weiteres an meinen Herrn Stellvertreter abgegeben. — Die Hungersnot, welche seitdem vorigen Jahre rn Britisch Ostafrika geherrscht hat, scheint nun auch auf das deutsche Gebiet hinübergreifen zu wollen. Nach Nachrichten, welche bei der evangelischen Missionsgesellschaft eingelaufen finö, haben die Leute von Maueromango, eine Station der Berliner Missionsgesellschaft für Deutsch-Ostafrika, schon dreimal vergeblich gesäet. Die Missionare bauen eine Kirche, um den Bewohnern Arbeit und Brot zu geben, und Pastor v Bodelschwingh hat einen Aufruf an die Freunde der Mission erlassen zur Beschaffung von 1000 Rupien — Großes Elend ist auch im Kaplande und in einem Teile »pu Deutsch Südwestafrika, besonders in Keetmannshoop Das Missionshaus wird von früh bis abends von Hungernden belagert. Auf einer achttägigen Reise von Warmbad bis Keetmannshoop traf der Missionar nur einmal Menschen, wie er schreibt „abgehärmte, wankende, mit ekelhaften Krankheiten behaftete Gestalten". Im Anschlüsse an diese traurigen Mitteilungen geben auch wir die Bitte des Pastor Dr. v. Bodelschwingh um milde Gaben weiter und wünschen nur, daß auch Deutsch-Südwestafrika bedacht werde. Beiträge in Geld ober Briefmarken will Herr v. Bodelschwingh in Bethel bei Bielefeld oder P. lic. Trittelwitz, Berlin W., Schaperstraße 3 entgegennehmen. Planen, 14. März. Die „Neue Voigtländische Zeitung" veröffentlicht heute das in der Angelegenheit der fortgesetzten Tüll-Diebstähle gefällte Urteil. Darnach wurden 16Angestellte der Stickereibranche von dreiMonatenGefängnis bis zu 47, Jahren Zuchthaus verurteilt. Ausland. Wien, 14. März. Die Begehrlichkeit und Anmaßung der Tschechen geht, so schreibt man der „Tägl. Rundschau" aus Deutschböhmen, manchmal geradezu ins Unglaubliche. Wie bekannt, streben sie jetzt mit aller Gewalt darnach, die in deutschen Händen befindliche böhmische Sparkaffe mit ihrer reichen, viele Millionen von Gulden betragenden Rücklage in ihre Hände zu bekommen, was ihnen aber doch kaum gelingen dürfte. Nunmehr richten sie ihr Augenmerk auf einen weiteren deutschen Gegenstand, auf das alte Theatergebäude, in welchem zwar heute noch gespielt wird, das aber Eigentum des Landes ist. Die Tschechen wollen nämlich in Prag ein zweites tschechisches Theater haben, und da verlangen sie nun, daß ihnen entweder das alte Theatergebäude bezw. der Platz zur Erbauung eines tschechischen Theaters überlassen werde, oder „das tschechische Recht sollte dahin ausgenutzt werden, daß die Deutschen verhalten werden, eine Enschädigung für den Bau des neuen tschechischen Theaters zu leisten!" Das ist doch gewiß der Gipfel tschechischer Unverschämtheit! Die Tschechen wollen eben heute den Deutschen gar nichts gönnen und möchten ihnen am liebsten den Bissen vom Munde wegstehlen. Dabei spielen sie aber überall die gekränkte Unschuld, und erklären, sie verlangen nichts anderes, als Gleichberechtigung". Wie sie diese Gleichberechtigung aber auffassen dort, wo sie die Macht haben, das zeigt am besten die Stadtgemeinde Prag, die außer den Beiträgen für die deutschen Volksschulen — zu denen sie gesetzlich verpflichtet ist — nicht einen einzigen Kreuzer deutschen Zwecken zuwendet, nicht einen einzigen deutschen Beamten oder Arbeiter anstellt und nicht einen einzigen Deutschen in das Stadtverordneten-Kollegium wählt, obwohl die Deutschen in Prag fast die Hälfte Steuern zahlen. Der Deutsche soll eben fleißig zahlen, damit der Tscheche „reiten" kann. Brüssel, 14. März. Aus Ecaussines wird gemeldet, die Lage der hiesigen strikenden Granitarbeiter scheint in ein neues Stadium einzutreten. Verschiedene Besitzer von Granitbrüchen der Umgegend sollen entschlossen sein, ein Syndikat zu bilden, um den Arbeitern einen thatkräftigen Widerstand leisten zu können. Andere Granitbruchbesitzer, welche einen Teil der Ausständigen wieder eingestellt hatten, sind von den hiesigen Besitzern ersucht worden, die betreffenden Arbeiter wieder zu entlasten. Brest, 14. März. Ein englisches Geschwader, bestehend aus acht Kreuzern, vier Panzerschiffen und einer Korvette, kreuzte gestern morgen vor Quessant und schlug dann einen südlichen Kurs ein. Iokales und Provinzielles. Gießen, den 15. März 1899. ** Von der Universität. Unter den Universitäten, welche (in der Nachricht aus Heidelberg in Nr. 62 dss. Blattes) gegen die Idee einer Bismarckfeier im Svmmerhalbjahr sich ausgesprochen haben, wird fälschlich auch Gießen genannt. Hier ist über eine solche Feier noch nicht Beschluß gefaßt worden, nur hat man an der Wahl dcs 21. Juni im Hinblick auf das am 1. Juli stattfindende Universitäts- feft zunächst Anstoß genommen. * Realschule. Gestern fand die diesjährige Abgangs- Prüfung der Abiturienten der hiesigen Realschule statt. 15 wurden auf Grund ihrer Leistungen im schriftlichen Examen von der mündlichen Prüfung befreit. Bon elf Schülern, welche sich derselben unterzogen hatten, haben acht bestanden. Die Namen der Schüler, welche bestanden haben, sind: Atzbach (Baufach), Konrad (Kaufmann), Du har dt (Kaufmann), Frank (Gericht), Gräf (Bankfach), Heyer- hehrer), Kahn (Kaufmann), Kanngießer (Elektrotechniker), Keil (Kaufmann), Krieger (Kaufmann), Kuri (Maschinenbaufach), Sauber (Geometer), Lehmann (Elektrotechniker), Mann (Gericht), Petri (Kaufmann), Reinhardt (Jngenieurfach), Schmidt (Bahnfach), Schröder (Gericht), Schulze (Oberrealschule Darmstadt), Stamm (Kaufmann), Thylmann (Jngenieurfach), Weller (Marine), Zulauf (Elektrotechniker). *' Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Heffen, Nr. 3, ausgegeben Darmstadt, 8. März, hat folgenden Inhalt: Ausschreiben Nr. 5 vom 3. März 1899, betr. die Feier des allgemeinen Buß- und Bettages (am Sonntag Palmarum, 26. März), Ausschreiben Nr. 6 vom 3. März 1899, betr. die Palmarums-Kollekte (zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen). ” Die Herbstübungen der Großh. Heff. (25.) Division finden, wie laut „W. Z." nun definitiv beschlossen ist, in der Provinz Rheinhessen statt, und zwar auf der Operationsbasis Osthofen - Westhofen - Kreuznach, Alzey-Mainz. Das Regiments- und Brigade-Exerzieren der Jnfanterie- truppen werden auf den großen Truppenübungsplätzen bei Darmstadt und Mainz abgehalten. P. Stadttheater. Gestern abend ist unserem Publikum das Vergnügen zu teil geworden, außer den Schauspielern auch einmal einen leibhaftigen Dichter herauszuklatschen. Herr Ritter von Hannover wohnte nämlich der Erstaufführung seines bürgerlichen Trauerspieles „Frau Maria" Persönlich bei und kann mit dem äußeren Erfolg, bett fein Erstlingswerk bavontrug, zufrieden sein. Durch Ibsen, Sudermann, Halbe, Hauptmann und Langmann ist ja den Modernen in der letzten Zeit hier in Gießen genügend der Boden bereitet worden, so daß man auch einem Anfänger jener Richtung hinreichendes Verständnis entgegenbrachte. So nahm denn der klare, alles Beiwerk verschmähende Aus- bau, die natürliche Sprache, die wirkungsvolle Verwendung der tragischen Ironie sehr für die Dichtung ein. Aber die Wahl des Stoffes dämpfte wieder das Wohlgefallen. Man kam über das Abstoßende der Vorgeschichte und der Kramer szene nicht hinaus, man glaubte den Beweisführungen der Frau Maria nicht, weil sie sich auf Sophismen stützen, die dem natürlichen Denken und Empfinden stracks zuwiderlaufen, man vermißte einen Ruhepunkt, ein aufhaltendes Moment in der Entwicklung. Entschiedenes Talent leuchtet durch, vermag aber die Schwächen des Stückes nicht überall in den Schatten zu stellen. — Fräulein Margareta Würdig war als Benefiziantin in der Rolle der Frau Marie die Hauptheldin des Abends und wurde durch Hervorrufe und Blumenspenden verdientermaßen ausgezeichnet. Sie bewältigte ihre große Aufgabe mit vielem Geschick und richtiger Auffassung und sucht»tzie peinlichen Stellen, z.B. in der Erzählung des ersten Aktes, möglichst zu verdecken. Namentlich kam die unerschütterliche Ueberzeugung davon, daß sie das Rechte thue, die in den Deklamationen über den „heiligen Mord' bis zur Verstiegenheit geht, sehr wohl zum Ausdruck. Frau Helm spielt derbe Rollen im allgemeinen besser, und war als Frau Sander trotz redlichster Mühe nicht ganz am Platze. Herrn Merker war Gelegenheit geboten, eine zweite schwächere Auflage des Baron Räcknitz aus dem „Glück im Winkel", an das „Frau Marie" stark erinnert, zu geben. Aber er hatte seine Rolle nicht sicher genug inne, und kam um die heikle Klippe, das Tragische ins Lächerliche zu wandel«, nur mit genauer Not herum. Herr Dietz sch (Dr. Bähr) konnte sich nur in löblichster Weise als guten Gatten und Vater zeigen, da der Dichter selbst ihm den ganzen Konflikt er« spart. Als Pastor Schröder war Herr Liebscher gut, wenn auch vielleicht nicht immer natürlich genug. 2Tu$ der kleinen Rolle der Frau Meves wußte Fräulein Schuhmann recht viel zu machen. — Das Stück spielte sich dank der tüchtigen Regie flott ab — eigentlich zu rasch, denn die Aufführung beanspruchte noch nicht zwei Stunden. Für die Zukunft müßte also wohl noch ein Einakter beigegeben werden. •* Stadttheater. Der erste Held und Liebhaber des Kölner Stadttheaters, Herr Oskar Bohnoe, hier durch seine früheren Gastspiele auf das vorteilhafteste bekannt, wird im hiesigen Stadttheater am Freitag dem 17. d. M. als Veilchensreffer" und am (Sonntag dem 19. d. M. als „Kean" auftreten. ** Bürgermeister-Konferenz. Am 11. d. M. fand im Saale des „Löwen" die dritte Versammlung der im vorigen Jahre begründeten Kreiskonferenz der Bürgermeister bt$ Kreises Gießen unter Vorsitz des ersten Sprechers, Hmn Bürgermeister, Reichstags- und Landtagsabgeordneten Köhler von Langsdorf statt. Anwesend waren ungefähr 50—60 Bürgermeister und Gemeindevertreter. Der erste Sprecher (dies Wort wurde gewählt, um anzudeuten, daß der Inhaber dieses Amtes mehr die Funktion eines ersten seines gleichen als eines Präsidenten haben soll) verbreitete sich eingehend über die Behandlung der Notariatsfrage im Landtage, über feine Erfahrungen mit der von her Konferenz ausgegangenen, mit 10—11000 Unterschriften versehenen Petition gegen die Notariate, über die heftigen Kämpfe, die im Landtage um die Vorlage getobt, lieber die Verhandlungen im Landtage selbst referierte der als Augen- und Ohrenzeuge anwesend geweseneBürgermeister Leu n-Großen-Linden. Redner erklärte sich zunächst mit dem Vorgehen des Herrn Abg. Köhler im Landtage einverstanden, er habe wacker gestritten, trotzdem seine Stellung von den besten Rednern des Landtages hart bedrängt gewesen sei. Scharf kritisierte Redner besonders das Verhalten des Abg. Dr. Schmitt-Mainz; unter Anlehnung an das Bürgerliche Gesetzbuch und das Einführungsgesetz dazu behauptete Herr Bürgermeister Leun weiter, daß der Inhalt der Petition richtig, die Ausführungen der Abgg. Osann, Schmitt, Ulrich, Metz, Heidenreich, Schröder u. s. w. auf unrichtigen Annahmen beruhten. Die mit Beifall aufgenommene Rede gab dem ersten Sprecher, Herrn Köhler, Veranlassung, daran noch Auslassungen zu knüpfen, die in dem Mahnruf gipfelten, die selbstständigen Erwnbs- stände des mittleren Besitzes sollten sich freimachen von btt Bevormundung der alten Parteien, sie würden dann einsehen, daß alle ihre Interessen sie zur Einigkeit unter einander hinwiesen. Nur der Uneinigkeit der Klassen des ehrlichen Erwerbs und auch zum Teil der Rückgratlosigkeit der meisten Bürgermeister sei es zu verdanken, wenn man im allgemeinen so wenig Rücksicht auf das gemeine Volk nähme. Schließlich erklärte Herr Kohler, „einem furchtlos und steifnackig des Volkes Interessen hütenden Bürgermeisterstande hätte die Regierung nimmer das Notariatsgesetz zu bieten gewagt" Die mit Beifall aufgenommene Rede erfuhr durch die Herren Bürgermeister Feldmann-Lauter, Schwarz-Garbenteich und Mettenheimer-Eichelfachsen weitere Ergänzung. —Hieraus wurde in die Verhandlungen über die Bür ger meister gehaltc eingetreten. Es wurde wiederholt des Umstandes Erwähnung gethan, daß die Bürgermeister fast mehr als Beamte von feiten des Staates in Anspruch genommen würden, als vo» der Gemeinde; man sollte deshalb mehr die Staatskaffe als die Gemeinden mit den erforderlichen Kosten belasten. 3m übrigen sprach sich die Versammlung gegen die von enter andern Seite angeregte Pensionierung der Bürgermeister aus; sie erscheine als ein Unding angesichts der Wählbarkeit der Bürgermeister; es wurde beschloffen, eine neue Petition an den Landtag zu richten, in ber um Ablehnung der Gesuche um Pensionierung von Bürgermeistern und um Gebühren-Berechtigung für die von den Bürgermeistern zu erledigenden Staatsgeschäfte ersucht wird. Nach ®it von ®gutrI' ?'h in btbtuM E&S« «Bä üdtia-hm w* 2 bah 3 btx W4' airidjKlÜfl« M nchelungsdeiträk bk besonders le btMen Regier wird, seim letzte schwerer 9htjdt ÄnMS * -.»ttttlb« unbunmiue ,«MbekMunb°ll Vrnbtl, und Mi zu mj Kosten bes Mtzge AngesW aber a schwermigm, diesem bei den sogar. MW luS/anb täi von bet i i ibabnupi unter gewisser ■ -tiid btt Konferenz der iten Hesfischm MM lirculnjlaV unb BeM ISaM bk bxWnbt ? \otort unb otyit MM Mn, bi baut unb unm cntwuü.bkA Weise Berwch Der erste Ss Resolution infonbi wirtschaft, Reichst sowie möglichst o Provinzial- und B den Verhandlunge •Steuerreform, leinen Umftänben l fyierjii trflärte $er. peuer betämpfe, baß i die großen Vorzüge ' im allgemeinen, nich fui Rheinhessen, wvl ablehnenbrn Votums durch seinen Widers' wolle. Die nächste ftmmentreten und ül Gesetzentwurf betr. ** Patent« und ^Herzogtum Hes Anmeldungen, l « Täurederiv. Darmstal und Lollar, Lollar i Vorrichtung zum - einer gezahnte' Mener Platte i Schuler, Os dessen Seitenteile Offenbach. ^.Mgen Zelt: Arten Rekiame- Worms. P Lff* * «- f " ein™ । w 9t »„Öen, R. ' ^er die ä?' $ zum Ätiti. 9tllN *5? H(t Großh Ml, ä am Die Königin verließ Schwurgericht. W. Gießen, den 15. März 1899. Schluß der Verhandlung gegen den Dienstknecht Peter Weitzel wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Die den Geschworenen vorgelegten Schuldfragen lauten: Ist der Angeklagte schuldig der vorsätzlichen Brandstiftung? Auf Antrag | der Verteidigung: Sind mildernde Umstände vorhanden? 1 Der Vertreter der Staatsbehörde,! Gerichts-Assessor Reuß plaidiert für schuldig im Sinne der Anklage. Der Angeklagte ist geständig, vorsätzlich aus Rache ein Haus in Brand gesetzt zu haben, in welchem Stroh gelagert. Der Angeklagte sei zwar noch nicht vorbestraft, diese Thatsache allein könne indes nicht hinreichen den Angeklagten vor der vollen Strenge des Gesetzes zu schützen. Die Beweisaufnahme habe sich eingehend dahin bewegt, ob der Angeklagte an dem betreffenden Abend betrunken gewesen. Der Versuch seitens der Verteidigung dies nachzuweisen, sei mißglückt. Die Thal des Angeklagten sei eine äußerst gemeingefährliche solcher Mensch gehöre ins Zuchthaus. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Rosenberg II plaidiert für die Bejahung der Frage nach mildernden Umständen. Der Angeklagte entstamme einer Familie, dessen Oberhaupt ein periodischer Trinker war. Die Erziehung des Angeklagten sei eine mangelhafte gewesen. Trotzdem hat der Angeklagte bisher sich frei gehalten von Verbrechen und Vergehen. Dies fet em Beweis, daß nach Lage der Dinge in dem Angeklagten em guter Kern steckt. Ohne Frage war er am 7. September wenigstens angetrunken, dies sei auch durch die Zeugenvernehmung dargethan. In vollständig nüchternem Zustande wäre der Angeklagte einer solchen That nicht fähig gewesen. Es seien auch Momente vorhanden, welche beweisen, daß der Angeklagte Reue über seine That bekundet hat, daher erkläre sich auch das Geständnis. Die Gefängnisstrafe genüge vollständig, um die That des Angeklagten zu sühnen, und daher bitte er, die mildernden Umstände für seinen Klienten zu be- jahen. — Nach kurzer Beratung verkündete der Obmann, ^akob Korrell, Fürstlicher Kammerdirektor aus Büdingen, den Wahrspruch der Geschworenen dahin: Der Angeklagte ist schuldig unter Versagung mildernder Umstände. — Der Ankläger beantragt, auf eine Zuchthausstrafe von sieben Jahre ! zu erkennen und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre auszusprechen. Das Urteil erkennt auf 5 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Weise Verwahrung einzulegen. Der erste Sprecher wurde ersucht, den Wortlaut der I Kies olution insonderheit dem Präsidenten der hessischen Land- I »intschaft, Reichstagsabgeordneten KreiSrat Geh. Rat Haas, I smie möglichst allen Vorsitzenden der landwirtschaftlichen Provinzial- und Bezirksvereine mitzuteilen. Die noch folgen- I den Verhandlungen bezogen sich u. a. auf die hessische Steuerreform, wozu die Konferenz erklärte, daß unter I feinen Umständen dieselbe zu Fall gebracht werden dürfe. Hierzu erklärte Herr Köhler, daß er prinzipiell die Wem- steuer bekämpfe, baß er aber auch auf der andern Seite die großen Vorzüge der Steuerreform für den Bauernstand im allgemeinen, nicht allein für Oberhessen, sondern auch für Rheinhessen, wohl zu würdigen wisse und er (trotz seines I ablehnenden Votums im Finanzausschüsse) nte und nimmer durch seinen Widerspruch die Steuerreform scheitern lassen wlle. Die nächste Konferenz wird im Mai oder Ium zu- lammentretcn und über den wahrscheinlich dann vorliegenden Gesetzentwurf betr. die freiwillige Gerichtsbarkeit beraten. ♦* Patent- und Gebrauchsmuster-Eintragungen von im Großherzogtum Hessen lebenden Ersindern. Patent- kl nMeldungen. Verfahren zur Darstellung monomole- tularer Säurederivate des Eugenols und Jsoengenols, 6. Merck, Darmstadt. 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Die Abgangsprüfung in 1898 bestanden 11, in 1899 19 Schüler. An der Schule unterrichteten zwölf Lehrkräfte. Das laufende Schuljahr schließt mit öffent- Wen Prüfungen am 17. März, das neue beginnt am 10«. April. Neueste Meldungen. Depescken des Bureau „Herold". Berlin, 15. März. Das Kaiserpaar wohnte gestern abend einer Festlichkeit in der englischen Botschaft bei, welche zu Ehren Cecil Rhodes stattfand. Berlin, 15. März. Graf Friedrich Hohenthal, welcher vor etwa zwei Jahren wegen Ausschreitungen zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt und später steckbrieflich verfolgt worden ist, wurde vor einiger Zeit auf der Insel Rügen verchaftet. Seine Strafe verbüßt er jetzt in (5tTa$ktün, 15. März. Der Arbeiter Mittag hat gestern seine frühere Wirtin, eine 70jährige Frau, und deren drei- ährigen Enkel in räuberischer Absicht zu ermorden ver- Aus der Zeit für die Zett. Vor 96 Jahren, am 14. März 1803, starb zu Hamburg der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock. Mit seinen dichterischen Schöpfungen lenkte er die deutsche Poesie tn neue Bahnen und bezauberte durch Großartigkeit der Stoffe und durch enthusiastische Behandlung derselben. Seinen Ruhm begründete fein Meisterwerk „Messias", ein in Hexametern geschriebenes Heldengedicht. Der Dichter wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg geboren und ruht an der Seite seiner gefeierten Meta auf dem Kirchhofe zu Ottensen. urteilt. „ .. . „ Brüssel, 15. März. Die Besserung im Befinden der Königin nimmt täglich zu. Die Königin verließ gestern nachmittag zum ersten Male nach ihrer Krankheit das Schloß und begab sich zu Wagen in das Brüsseler Palais. . . . London, 15. März. Aus Washington wird gemeldet: Nach zahlreichen Konferenzen und einem Notenwechsel zwischen dem Staatssekretär Hay und dem englischen und deutschen Botschafter sei ein befriedigendes Einverständnis zwischen den drei Mächten über Samoa erzielt. London, 15. März. Das Auswärtige Amt hat gestern ein Blaubuch über die chinesische Angelegenheit ver- veröffentlicht. . . . , London, 15. März. Der Nebel, der in den letzten Tagen wieder ein sehr starker war, hat zahlreiche Opfer gefordert. , , L r .. New-York, 15. März. Infolge anhaltender heftiger Schneestürme im Staat Missouri sind zahlreiche Ziige em- geschneit. Ein Zug ist seit drei Tagen in meterhohem Schnee begraben und fest eingefroren. Zahlreiche Arbeiter sind nach der Unglücksstätte gesandt worden. Manilla, 15. März. Unter der hiesigen Bevölkerung greift die Ruhr in besorgniserregender Weise um sich. Die Ursache davon liegt in dem schlechten Trinkwasser, mit welchem die Stadt versorgt wird, seitdem die Wasserpumpen von den Tagalen abgeschnitten sind.__ A Mainz, 14. März. Mainzer Schleppschiff. | sahrtsverein in Konkurs. In einer Publikation fordert der Konkursverwalter die Inhaber von Obligationen der I Gesellschaft auf, solche ihren Konkursanmeldungen nachträglich beizufügen, da bei der großen Masse der Obligationen I Prüfung und Abstempelung im Prüfungstermin unmöglich, I und leicht dadurch Weiterungen für die Gläubiger zu bc« I fürchten. t _ . , △ Mainz, 14. März. Die Führer der Sozialdemokraten im Wahlkreis Mainz Oppenheim scheinen bereits die Auflösung des Reichstags ins Auge gefaßt zu haben. Für den kommenden Sonntag haben dieselben schon nach verschiedenen Orten des Wahlkreises engere Partei- Versammlungen anberaumt. — Anläßlich der Märzereigmsse | im Jahre 1848 veranstaltet die hiesige demokratische Partei | am 16. ds. Mts. eine Gedenkfeier. — In der letzten Sitzung der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wurde der von hier gebürtige 40jährige Taglöhner Joses Pfeiffer wegen Majestätsbeleidigung zu 6 Monat Gefängnis verurteilt. Offenbar um Unterkunft im Gefängnis zu finden, hatte Pfeiffer ohne jede Veranlassung bei einem । Schutzmann auf der Straße über den Kaiser und den Großherzog geschimpft. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft find derartige Majestätsbeleidigungen weit verwerflicher als unüberlegte Aeußerungen bei Wirtshausgesprächen, weshalb er eine Gefängnisstrafe von 9 Monat beantragt batte. Nach Mitteilungen, welche aus den zwischen der städtischen Verwaltung hier und dem Kriegsministerium in Berlin wegen I Tausches größerer Geländekomplexe gepflogenen Ber- I Handlungen jetzt allmählich in die Oeffentlichkeit dringen, I scheint nur sehr geringe Aussicht vorhanden zu sein, daß I die von der Stadt angeregte Beseitigung der Schloßkaserne I zur Ausführung kommen wird, indem der Militärftskus nut I Ansprüchen hervorgetreten ist, welche die städtischen Ver- I treter nicht glauben verantworten zu können., Diphtheritis Masern Lungenschwindsucht Influenza Herzfehler Krämpfen Krebs Leberschwund Nierenentzündung Wochen betlsteber Altersschwäche_____ Summa: Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ^Myrrhoun-Seife unübertroffen zur "$5aut- und Schönheitspflege. 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Kr erste Split )euten, daß der Achte -s ersten seines glei^ erbrckete sich ei*! ^tzftage imLandte-i >n der Konferenz och iften De#nen^htiv d* diemLan die LechaMMg» tgen- Md OHM eachen des st fit« «ebnet« M W ÄÄ «*?*£?*'* WlaH“iUgti K-S fl‘ “ L eji: bet jiatatloW*1 «.gr eSolf-ti; 3er"1 bieten Gesetz iLfn buri. Kede s«. oft “'Larbt’-Äb i.eP.Wi S •n'M- 1^*6 sucht. Der Thäter ist entkommen. Die Opfer des Verbrechens sind in bedenklichem Zustande nach dem Kranken- Hause überführt worden. Berlin, 15. März. Sämtliche Morgenblätter gebe« bei Besprechung der gestrigen Reichstags-Sitzung dem Wunsche Ausdruck, daß cs bei der dritten Lesung der Militär-Vorlage noch zu einer Verständigung zwischen Regierung und Parlament kommen möge, damit eine Reichstags-Auflösung vermieden werde. Die „National-Zeitung" sagt, eine Auflösung würde wahrscheinlich keinen besseren, sondern einen schlechteren Reichstag bringen. Die Gesamt- Politik der Regierung sei nicht dazu angethan, daß eine Mehrheit von Wählern sich begeistert um sie scharen sollte. Auch die „Vossische Zeitung" meint, bis morgen könnte viel geschehen. Die Staatsmänner der Regierung könnten mit den Staatsmännern des Centrums binnen 24 Stunden handelseinig werden. Selbst der „Vorwärts" warnt die Regierung vor einem unüberlegten Schritt. Die Sozial bemotraten wüßten nicht, wie sie jenen geheimnisvollen i Mächten zu bauten vermöchten für bas, was sie für Die Sozialbemokratie thun. „ r L , Friedrichsrnh, 15. März. Bei ber Ankunft des Kaiser s zur Beisetzung des Fürsten und der Fürstin Bismarck in dem neu errichteten Mausoleum wird eine Ehrenwache des 31. Infanterie-Regiments aus Altona zur Stelle sein. Der Aufenthalt des Kaisers durfte ein bis zwei Stunden dauern. Es sind bisher sechs Sonderzüge angemelbct. Der Sarg des Fürsten wird heute von Mit- gliedern eines Hamburger Instituts nach dem Sterbez mmer des Fürsten gebracht. Eine Abordnung der Halberstadter Kürassiere wird heute vormittag hier eintreffen. Detmold, 15. März. In der vergangenen Woche fand vor dem hiesigen Landgerichte Verhandlung lu der Klagesache des Grafen Erich zur Lippe-Weißenfeld gegen den Grafregenten Ernst von Lippe statt. Graf Erich beansprucht die Herauszahlung eines Teiles einer den Biesterfelder Grafen zugeflossenen Rente. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die von dem Redakteur der Lippe'schen Tageszeitung, Wil Y Bruder, gegen das Urteil des hiesigen Landgerichts (sechs Wochen Festungshaft wegen Beleidigung des Grafr^enten durch die Presse) eingelegte Revision wurde vom ^el^^^- ^^^Wttn^l5^März. In hiesigen politischen Kreisen ver- I lautet, daß der Reichsrat Mitte April einberufen toerb$oiemb‘15. März. Der ehemalige Redakteur der „Bozener Zeitung", EmanuelUlrich, sowie der Redakteur der „Marburger Zeitung", Hans Kordan, wurden wegen Beleidigung der katholischen Kirche zu drei Monaten schwerem Kerker, verschärft mit monatlich einem Fastentag, ver- hner Beratung schritt man zum Punkt 4 der Tagesordnung. I 2d Reichsgesetzentwurf betr. die Schlachtvieh- unb I -Neischschau. Der erste Sprecher verbreitete sich eingehend Ker den Gesetzentwurf und beleuchtete namentlich die durch ton eiben dem Bauernstand wie dem Metzgergewerbe drohende Schädigung. Die von ihm vorgeschlagene und von der Ver- I fammluna einstimmig angenommene Resolution lautet. I ’ ik ÄonE ^Bürgermeister Kc-is- G.eßm °-rlammelt am SamStag, dem 11. März 1899, zu Gt-b-ri, beschließt . Die deutsche Landwtrlschisi tm allgemeinen der b lüsch Wiuernstand tm besonderen, sowie da» gesamte deutsche M.tz^er «werbe sind In bed.utmdem Maße durch da« in Aussicht Nevenoe i ^lachtoteh- unb Fleischbeschau Gesetz von Gefahren bedroht, denen I <-nby Ä XeÄli?nUnb( des & lindlschen G-oßkapttaliHmus unbabefl h« (5 infAhmna eines Reichsge ktzes über die Schlachtvieh und ^ieiilp- w.-st. »ur Z'tt ft-ht, zunächst iolg.nt. Solg.n ^/DZ'd"°mÄ7G»im.tz,.r d-r d-u.Ich-n S-.städt- U^e.n die besonders seit der gegenwärtigen Paanzperiode seitens der hessischen Regierung durch n.mhaste StaatsbeitrSg^ wird, seine letzte Hilfe erblickt, auch diese letzte Hoffnung in schwerer Notzeit dahtnschwtnden steht. «S» Angesichts dieser allgemeinen und unser ganzes deutsches Volk «lttelbar und unmittelbar bedrohenden Gefahr, die ihren ^Eehungs- purb etnzia und allein aus der Abstcht Verleitet, ben handel, unb zwar zuerst auf Kosten ber Lanbwtrtschast, jetzt auch luf Kosten bes Metzgergewerbes inS Ungemessene zu sörbern AnaesichlS aber auch ber nicht kleinen Schäbigungen und Beschwerungen, bte unseren Bauernstand durch Vor- und Nachbestchttgung H den sogen. Hausschlachtungen in Ausstcht stehen, während da« lufllanb teils von ber Dorbesichiaung, teils von ber Fleischbeschau ibcrchaupt unter gewissen Umstänven gänzlich freigelassen werben soll, lichtet die Konferenz ber Bürgermeister im Kretfe Gießen sowohl an kn Hesstschen Lanbwtrtschastsrat als auch an bte lanbwtrtschastlichen tzlootnztal- unb Bezirksvereine, sowie an alle Metzgerinnungen betz ranbeS die dringende Aufforderung und Bitte: MW sofort unb ohne Verzug biese Körperschaften einzuberufen und gegen diesen, das Wohl des ganzen deutschen Volkes in mittelbarer und unmittelbarer Weise arg gefährdenden Reichsgesetzentwurf, die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betr., in energischer Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen. 10. Woche. Vom 5. März bis 11. März 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24100 (tncl. 1600 M«nn Militär). SterblichkeitSztffer: 25.89, n«ch Abzug der 12,95*1 It®. ft»'61" »n: Er-»»'"-' 2.-1Tw. 2 (1) — — 2 (1) 1 — 1 — 1 (1) 1 (1) — — 1 _ 1 — 1 (1) — —■ 1 (1) 1 — 1 — 1 (1) 1 (1) — — 1 1 — — 1 (1) 1 (1) — — 1 (1) 1 (1) — — 1 1 — — 12 (6) 6 (4) 3 3 (2) Versteigerung. Am Freitag dem 17. März er., nachmittags 3 Uhr, sollen im Geflügelpark des Herrn Fritz Schreiner an der Ederstraße hierselvft die nicht abgeholten Gewinne der Verlosung zur Zwetten Allgemeinen Geflügelausstellung, bestehend in Hühnern und Tauben 2c.z öffentlich gegen bare Zahlung meistbretend versteigert werden. 2342 ______Der BerlosungS-Ausschutz. Donnerstag den 16. d.W., Nachmittags 3 Uhr, sollen 2 Fahrräder, sowie Mobiliargegenstände und Schuhwaren aller Art zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden. Zusammenkunft der Steigliebhaber eine halbe Stunde vor der Versteigerung auf meinem Bureau. Gießen, den 15. März 1899. 2341 Seipel, Gerichtsvollzieher. WpfeliliuiM ÄL Schlachthaus. Freibank. 2284 Heute und morgen: Kalbfleisch 50 pfg. Fste. Tafel-Birnen, „ ital, Brünellen, ,, getr. Aprikosen ., Apfelringe, ,, Apfelschnitzen, ,, Kath.-Pflaumen ,, türk. Pflaumen sowie Freisselbeeren Heute frische Schellfische, Kabliau, Zander, Schollen, Flutz- hechte, lebende Karpfen, Hechte, Forellen eingetroffen. _ 310 Prompter Versandt nach auswärts. I. M. Schulhof. Kolonialwaren- und Delikateffengeschäft. Kopfsatalpffanzen gelben Winter, beste Sorte, bei 0849 _____________ Gg. Unverzagt. Gartensand Anfubr prompt und bMg. C. Rübsamen, Damosdacgerei. 2332 Vermietungen 23i8] Die Mansarde des von Klip- stein'schen Nebenhauses Frankfurter- strotze 13 in vom 1. Ma, ab an ruhige kinderlose Mieter zu vermieten. Zwei gerade Zimmer, ein schräges, ein Alkoven und Küche, Wafferleitung und sonstiges Zubehör. Preis 16 Mark monatlich. 2331] Schöne Wohnung von vier Zimmern, Badezimmer und allem Zubehör per 1. Juni ober später zu vermieten. Näheres bei M. 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Burkhardt. — >md Bertei der vrühl'schen UniversttStS'Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Z»ie heutige Summer umfaßt 12 Ai Damstadt 14. «Sroßherzoc |inö «rllrulkgrkehrt. Berlin, 14. Ma i bi? Verleihung der tzrrzvgin von A Serlin, 14. % Reichstags zur rerslcheruugsgel > aber ben §51, E'nril 14. Mär »hl Reichstages ralung zunächst Änn '.tu LuegsmmstnS, »Gegenstand btx Tag i in der Organstaüvn fich sodann der Bei . treffend Aufbesserw Berlin, 14. 3J 1 Ostsee, Admiral i l bisherigen Vertret! des Ranges eines Inspekteur der Mc Berlin, 14. 5 ' AesePes'BMge bet 1 nad) btt fBtfer unb । Vortage roitb Dom Setlin, 14. März ^l^eordnete vr. Lud '^starben. ,tonaN , zchAlstrstzt H 14. März lMi«gte$aitn -n,W trolle : 5>un em Uftimatunt ■ iu Berjöfnt, ■*" Me 1 14 l”,01 Wh «efiiemnS die W im «Mlii . „ R-d-id, 14. $ T'.«« »omni. vcaittb, 14. W, ' fil, h iÜ'fi Montag»- ’Ä S&m T tügärgt. $65 1 d-z 7' & äs?»“