ISO» Sonntag den 15 October Erstes Blatt. Nr. 243 ■Itctl en Aints- und Anzeigrblatt für den Kreis Gieren. 4®. England. fiiflssen. | * * i ßotb 11 Nllr Ln-eigen-Bermitttun-rflellen M In- Mlb ÄultaaX nehmen Anzeigen für bm Gießener Anzeiger g gleicb h‘ docdlewe» er. »tbeftien, Expebition und Druckerei: Kch.kstratze Ar. 7. a°ävrküe- Ananhme Bee Anzeigen zu der nechmittag- für d« tetGardee le% erschein enden Nummer dir Dereu 10 Uhr. und denselben ohne Verzug aussühren werden. In militärischen Kreisen erwartet man ein gemeinschaftliches Vorgehen der Buren und der Streitkräfte des Oranje-Freistaates gegen das englische Haupt-Quartier in Ladysmith, wo ein Haupttreffen zu erwarten ist. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Buren sogar den Plan hegen, bis nach Durban vorzudringen. London, 14. Oktober. (Tel.) Nach einer Meldung aus Kapstadt wurde wegen der Gefahr hochverräterischer Umtriebe amtlich verkündet, daß Civilisten in Feldlagern nur gegen besondere Pässe zugelassen werden. Reporter dürfen die Truppen nur begleiten, wenn sie Erlaubnisscheine vom englischen Kriegs-Ministerium dazu haben. Loudon, 14. Oktober. (Tel.) Um den zerstörten gepanzerten Eisenbahnzug angreifeu zu können, hatten die Buren die Schienen aufgerissen. Der Zug wurde von der Artillerie der Buren eine halbe Stunde lang beschossen und dann in Besitz genommen. 15 englische Soldaten sind dabei getötet worden. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, Briefmarken, 1 Brosche, 1 Brille, 1 Taschenmesser, 1 Shwal, 1 Kinder- «mhang, 1 Herrenhut, 1 Taschentuch, 1 Spitzenhaube, 1 Stück Futterstoff, 1 Spazierstock, 1 Damenregenschirm, 1 Markttasche, 1 Metermaß, 1 Spannkette, 1 Hundspeitsche, 1 Sack Kleie und 1 Sack ohne Inhalt. Gießen, den 14. Oktober 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. ________________ «breffe für Depeschen: Jbn|tiget Gieß«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Der hessische Kandwitt, Dlätter für hessische Volkskunde.______________ * Vom Kriegsschauplatz. Gießen, den 13. Oktober 1899. Die Depesche Chamberlains an Sir A. Milner, in der die Antwort auf das Ultimatum Transvaals erteilt wird, lautet wie folgt: „ , m „Die Regierung Ihrer Majestät erhielt mit großem Be- dauern die peremptorischen Forderungen der Regierung der Südafrikanischen Republik, die in Ihrem Telegramm vom 9. d. Mts. übermittelt find. Teilen Sie der Südafrikanischen Repu- tlit als Antwort mit, daß die Bedingungen derartig find, daß die Regierung Ihrer Majestät es für unmöglich erachtet, darüber zu diskutieren." _ ,. , . Die Weltmacht England nimmt also den Fehdehandschuh auf, den ihr das kleine Boerenvolk in Südafrika not» , im "chngeWe k. Maie in bereiten Zungen erbeten werden. Kkzegspret« vierltljLhrlich 2 Mark 20 Pf§. monatlich 75 mit Bringerlohe. Bei Postbezug 2 Mart 50 Pf«, vierteljährlich. Loudon, 14. Oktober. (Tel.) Aus Aldershot wird gemeldet, daß alle Reservisten am 17. Oktober kriegsbereit sein werden. Am 20. werden diese Reservisten in 15 Eisenbahnzügen nach dem Hafen von Southampton zur Einschiffung gebracht. London, 14. Oktober. (Tel.) Zwei Eisenbahn» bahnzüge mit Flüchtlingen vom Kriegsschauplätze stießen bei Viktoria West zusammen, wobei 9 Personen getötet wurden. London, 14. Oktober. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, daß eine angesehene holländische Persönlichkeit erklärte, falls die Buren Kimberley einnehmen, werde die gesamte holländische Bevölkerung des Kaplan des die Waffen zugunsten Transvaals ergreifen. London, 14. Oktober. Die Meldungen über die ersten kriegerischen Operationen der Buren, wobei die Engländer 15 Tote zu beklagen haben, erregen großes Aufsehen in allen Kreisen. Die Promptheit, mit welcher die Buren bei der Kriegserklärung vorgehen, läßt darauf schließen, daß sie längst ihren Kriegsplan vorbereitet haben Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amtlicher Teil- Bekanntmachung. Betr.: Jahresberichte der Gewerbeinspektionen für 1899. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen MN bit Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit unserer Auflage vom 18. September er. (Amtsblatt ohne Nummer vom 13. September d. Js.) noch im Rückstände sind, werden an deren sofortige Erledigung erinnert. Gießen, den 13. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. frfMet tt,Ul- mir Uu-netzme be« Äent»|«. Die Gießener yeeHftteMitUr »erben bent Anzeiger «gchentttch viermil beige legt. Vertage. eßm eine Hauj-witder« Mstrch 14, ie unb tonben bwWbtn yi Unterföwb, baß |üt ftrait n. IM MHandlong. Weiß- unb Roivrtnt von 190 Pfg. an. Bti Abnahme M. mehr. Deutsche und !ii, gMMe U. gedrungen hingeworfen hat. Die kriegerischen Ereignisse sind naturgemäß noch nicht Über Plänkeleien hinausgekommen. Vom westlichen Kriegsschauplätze wird uns gemeldet: . . Mafeking, 13. Oktober. Die Bewegungen der britischen Truppen vor der Stadt hatten den Zweck, Defensiv- Stellungen einzunehmen. Jetzt sind die Truppen des Obersten Baden-Powell so verteilt, daß sie einen Angriff zurückweisen können. Es sind indessen bisher keine Anzeichen von einem Anmarsche der Boeren vorhanden. w Loudon, 13. Oktober. Wie dem Reuter'schen Bureau aus Kapstadt unter dem gestrigen Tage berichtet wird, ist der Telegraphendraht bei Maribogo, 40 engl. Meilen südlich von Mafeking, zerschnitten. — Dasselbe Bureau berichtet aus Vogburg, daß gestern nachmittag eine Abteilung Buren den Grenzzaun niedergerissen und, nachdem sie gegen die Eisenbahn vorgerückt war, die Telegraphendrähte zerschnitten hat. 2000 Buren halten jetzt die Bahnlinie besetzt. Buch an der Natal-Grenze ist es zu einem Zusammenstoß noch nicht gekommen. Da die Engländer beschlossen zu haben scheinen, Charlestown und Newcastle ohne Schwertstreich zu räumen, so werden dieBuren vermutlich erst bei Glencoe bezw. D u n d e e auf bewaffneten Widerstand stoßen. Das nächste Ziel der Boeren ist Ladysmith, das nicht ganz 150 Kilometer von Volksrust, der letzten Eisenbahnstation in Transvaal, entfernt liegt. Ladysmith ist die Kreuzungsstation für die Bahn nach Transvaal und für diejenige nach dem Oranje Freistaat, welche über Harrismith führt und allerdings bei Bethlehem endet. Mit der Einnahme von Ladysmith würden die Buren die Truppenzusammenziehung der Engländer sehr erschweren, indessen dürfte die Einnahme des Ortes nicht leicht sein, da dort bereits mehrere englische Regimenter eingetroffen sind. Von dieser Seite des Kriegsschauplatzes ist nur folgende Meldung zu verzeichnen: Durban, 13. Oktober. Die Boeren nahmen die Station Albertina, die Eigentum der Natal-Staats- eisenbahn ist, obwohl sie im Oranje-Freistaate liegt. Die Erregung in Ladysmith nimmt zu. Die Truppen sind bereit, auf Befehl sofort vorzugehen. Prätoria, 13. Oktober. Präsident Krüger lehnte es ab, Prätoria zu verlassen. Er erklärte, er werde wie ein braver Kapitän auf der Brücke bleiben, gleichviel ob sein Schiff sicher in den Hafen einlaufe oder in die Tiefe sinke. London, 13. Oktober. Das englische Haupt- Quartier wurde nach Ladysmith verlegt. London, 13. Oktober. Aus Vryburg wird unter dem heutigen Datum gemeldet: Ein gepanzert er Eisenbahn« zug ist zerstört worden. Man befürchtet große Verluste von Menschenleben. Die Meldung wird offiziell bestätigt. London, 13. Oktober. „Daily News" melden aus Kapstadt, die Buren hätten mit den eingeborenen Häuptlingen des Basuto-Landes Vereinbarungen getroffen, damit diese die Engländer angreifen sollen. Es sind zahlreiche Waffen verteilt worden. London, 13. Oktober. Nach einer anderen Meldung versicherte der Häuptling der Basutos dem Vertreter der britischen Regierung seine Neutralität gegenüber Deutsches Reich. Berlin, 13. Oktober. Heute vormittag hat der Kaiser in Gegenwart des Staatssekretärs von Bülow den Gesandten von Haiti in Antritts-Audienz empfangen. Um 12’/4 Uhr gewährte der Kaiser dem früheren Oberpräsidenten von Willamowitz-Möllendorf die erbetene Audienz. — Der Kaiser hat dem niederländischen Minister des Auswärtigen, de Beaufort, und dem niederländischen Gesandten am hiesigen Hofe den Roten Adler- Orden I. Klasse verliehen. — Das Staatsministerium trat heute nachmittag 3 Uhr unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe in seinem Dienstgebäude zu einer Sitzung zusammen. — In der bekannten Angelegenheit des Afrikareisenden Dr. Esser wird berichtet, daß derselbe unter Belassung seiner Offiziers Qualität den schlichten Abschied aus dem Militär-Dienstverhältnis erhalten hat. — Wie das „Berliner Tageblatt" hört, wird die sozialistische Fraktion des Reichstages alsbald nach dem Wiederbeginn der Sitzungen darauf drängen, daß von den von ihr eingebrachten Jnitiativ-Anträgen derjenige, welcher die Aufhebung des Majestäts-Beleidigungs- Paragraphen des Strafgesetzbuches bezweckt, mit an erster Stelle zur Verhandlung kommt. — Aus England kommt eine sensationelle Nachricht über die angebliche Niedermetzelung einer deutschen Expedition in Kamerun. In hiesigen maßgebenden Kreisen ist jedoch von einer solchen Angelegenheit nichts bekannt. Man zweifelt die Richtigkeit der Meldung an und ist der Ansicht, daß der Gouverneur von Kamerun zweifellos von einem Ereignisse von solcher Tragweite Kunde erlangt und auf telegraphischem Wege der Reichs-Regierung davon Mitteilung gemacht hätte. — Der Magistrat beschloß, gegen das Erkenntnis des Bezirksausschusses betreffend das Portal des Friedhofs der Märzgefallenen beim Oberverwaltungsgericht Berufung einzulegen. Berlin, 13. Oktober. Die Novelle zum Unfall- Versicherungsgesetz dürfte dem Bundesrat erst nach Neujahr zugehen. Gegenwärtig unterliegen die vom Neichs- amtc des Innern ausgearbeiteten Abänderungs-Vorschläge erst der Begutachtung des preußischen Staatsministeriums. Berlin, 13. Oktober. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." erklärt in einer offiziösen Auslassung, daß die Blättermeldung, der Direktor im landwirtschaftlichen Bureau de- Staatsministeriums Dr. von Falck habe im Auftrage des Herrn von Miquel die Redaktion der „Kreuzzeitung" aufgesucht und daselbst irgendwelche Erklärungen abgegeben, für unbegründet. Weimar, 13. Oktober. Der Schauspieler Groß erhielt, wie er einem hiesigen Blatte mitteilte, einen Engagementsantrag für Vorstellungen, welche die preußische Negierung in vier Städten der Provinz Posen zum Zwecke der Verbreitung des Deutschtums veranstalten wird. Hannover, 13. Oktober. Sozialdemokratischer Parteitag. Die heutige Sitzung zeigte zunehmende Erbitterung, anfangs gegen Auer, weil er persönliche Gehässigkeiten in die Debatte gebracht. In seinem Schlußworte spottet Bebel über Bernsteins Zustimmung zur Resolution; jetzt wundere er sich bei Bernstein über gar nichtmehr. Wozu denn der Lärm? „Auer hat mich diskreditieren wollen." (Stürmische Kundgebung.) Ich beschwöre Sie, Parteigenoffen, bleiben Sie ruhig! Er hat mich ■■ V lellee. . Fried %(eld. en«' Fldd schott6”’ 6eietn' bgehei* ■do» °°d td»'"”""' ’r8leLGie"eDerh ditto” de .geb *» «erde« _ , beK)8en jsen öer Briiu D») Bräu i») ... Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindvieh' beständen des Ludwig Jost I. und Peter Seibert II. zu Crumbach, Kreis Biedenkopf, ist erloschen. Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben worden. Die Maul- und Klauenseuche unter den Nindvieh- beständen zu Günterod, Kreis Biedenkopf, ist erloschen nub die angeordneten Sperrmaßregeln aufgehoben worden. Gießen, den 13. Oktober 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. "Bekanntmachung. Unter dem Rindviehbestande des Conrad Müller zu Ockershausen, Kreis Marburg, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Ortsjperre angeordnet worden. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Merlau, Kreis Alsseld, mit Ausnahme eines Gehöfts erloschen ist, ist die über Merlau und den Bahnhof Mücke verhängte Gemarkungssperre wieder aufgehoben worden. Auf letzterem darf nunmehr wieder Vieh verladen werden. Bezüglich des noch verseuchten Gehöfts bleibt die Gehöftsperre bestehen. Die über Nie der-Ohmen, Kreis Alsfeld, verhängte Gemarkungssperre ist wieder aufgehoben worden. Bezüglich einer Hofraite bleibt bis auf weiteres Gehöftsperre bestehen. Nachdem das Erlöschen der Maul- und Klauenseuche in Ruppertsburg, Kreis Scholten, amtlich festgestellt worden ist, ist die über diese Gemarkung verhängte Sperre aufgehoben worden. Nachdem amtlich festgestellt worden ist, daß in Ulfa, Kreis Schotten, die Maul- und Klauenseuche erloschen ist, sind die angeordneten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben worden. Nachdem unter dem Viehbestand des Heinrich Desch zu Wetterfeld, Kreis Schotten, die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, ist über das verseuchte Gehöft iie Sperre verhängt. Gießen, den 12. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. e- gestern bei der Kladderadatschgeschichte förmlich grimmig angeblickt. Was sollen die ollen Kamellen? Privatgespräche zu verwerten, ist nicht fair. Ich werde mit ihm sehr, sehr vorsichtig sein. (Stürmischer Beifall. Wir auch, wir auch!) Auer selbst spottete privatim mir gegenüber über Marx und Engels als Parteipäpste. (Unruhe.) Mit dem Kladderadatsch habe ich mich geirrt; aber wer konnte solche unerhörte Prosperität ahnen. Die Krise und die Ueberproduktion aber wird in noch schlimmerer Form alsbald hinterherkommen. Ich glaube nicht an Davids soziale Dreieinigkeit. Ich schwöre allerdings nicht, daß das so bleibt; vielleicht kommt auch für mich ein Tag von Damaskus. (David: Aha!) Die Landtagswahldebatte hängt mir zum Halse hinaus. Bleibt Liebknecht bei seinem Verlangen für nächstes Jahr, dann wird er eine eklatante Niederlage erleiden. Ich bin des trockenen Tones satt. Die schmählichen Disziplinwidrigkeiten wie in Sachsen müssen aufhören. Es heißt parieren. Bernstein soll sich nicht unterstehen, von neuem zu rebellieren. Die freie Forschung darf die Grundlagen nicht antasten.- Auer wendet sich gegen Bebel. Er, Auer, habe lediglich in Abwehr der wider ihn gerichteten Denunziationen gehandelt. Monate lang hätten seine Angreifer das große Maul; auf den Tag seien sie gekniffen. (Beifall.) Die Resolution Bebels wird angenommen. Ausland. Wien, 13. Oktober. Die Antisemiten beriefen auf den 23. Oktober eine Volksversammlung nach Hernals ein, mit der Tagesordnung: Stellungnahme zur Beleidigung der Katholiken gegen die Juden in der Protest- Versammlung der jüdischen Kultusgemeinde. Wien, 13. Oktober. Heute vormittag wurde der Ministerpräsident Gras Clary vom Kaiser in längerer Audienz empfangen. Brüssel, 13. Oktober. Das belgische Königspaar erhielt bisher keine offizielle Anzeige von der Absicht der Erzherzogin Stephanie, den Grafen Lonyay zu ehelichen. Damit ist aber nicht gesagt, daß diese Absicht nicht dennoch wahr sein kann. Das belgische Königspaar nämlich steht schon seit Jahren allen Plänen einer Wiedervermählung der Tochter feindlich gegenüber. Auch verzeihen ihr die Eltern nicht die lebhafte Parteinahme für ihre Schwester Luise von Coburg. Das ist der Grund, weshalb Erzherzogin Stephanie seit endlos langer Zeit jeden Verkehr mit den Eltern mied, und als sie diesen Sommer auf der Durchreise nach England hier einen kurzen Besuch machte, trat der König eine Reise an, um eine Begegnung zu vermeiden. Auf diese Weise lernte die Tochter der Erzherzogin Stephanie, Erzherzogin Elisabeth, ihre Großeltern erst kennen, als sie dreizehn Jahre zählte; aber sie hat noch nie das Brüsseler Palais betreten. Paris, 13. Oktober. Die Budget-Kommission beschloß die Abschaffung der Gehälter von 35 Bischöfen sowie die von General-Vikaren und zirka 700 Vikaren. Paris, 13. Oktober. Infolge des Zwischenfalles in Montelimar veröffentlicht das Amtsblatt eine Verfügung, wonach die Offiziere nicht mehr inZivilausgehen dürfen. Paris, 13. Oktober. Der Jntransigeant berichtet, man habe gestern im Orient-Expreßzug einen an der Hüfte verwundeten Herrn gefunden, welcher von den Mitreisenden als der Oberst Schneider erkannt wurde. Der frühere österreichisch-ungarische Militär-Attache soll in einem Duell, welches in der Dreyfus-Angelegen- heit seinen Ursprung haben soll, verwundet worden sein. Petersburg, 13. Oktober. Der Appell-Senat verurteilte den Pastor von Holst-Andern zu dreijähriger Amtsentsetzung wegen Konfirmation von Kindern aus Mischehen. Der Prokurator hatte gegen das freisprechende Urteil des Rigaer Bezirksgerichtes Berufung eingelegt. Petersburg, 13. Oktober. Gutem Vernehmen nach wird in der nächsten Zeit ein russisches Konsulat in Köln errichtet werden. London, 13. Oktober. Der heute vormittag zusammengetretene KabinettSrat sollte die Thronrede feststellen. Konstantinopel, 13. Oktober. Bei Hofe erregte es einiges Aufsehen, daß der Sultan die älteste kaiserliche Prinzessin beauftragt hat, einen Condolenzbesuch im Harem des Großveziers zu machen; jedenfalls ein seltenes Ereignis. ZickKles «nd Provinzielles. Gießen, den 14. Oktober 1899. ** Geschichtstalender. (Nachdruck verboten.) Vor 47 Jahren, am 15. Oktober 1852, starb zu Freiburg a. d. U. Friedrich Ludw«g Jahn, der deutsche Turnvater, der während des Friedens bauptiächl'ch durch Betreibung des TurnwcsenS für Kräftigung der Jugend und Wtedererhebung des Vaterlandes thätig war. Wie damals so viele, so unterlag auch er argen Verfolgungen, weil er *vie höchst gefährliche Lehre von der Einheit Deutschlands aufgebracht." Jahn wurde am 11. August 1778 zu Lanz bei Lenzen geboren. ** Erntedankfest. Mit Dank gegen Gott, den Geber alles Guten, tritt am heutigen Festtage die Gemeinde in Stadt und Land vor das Angesicht ihres Vaters im Himmel. Jst's doch trotz vielfacher Schäden und Verwüstungen durch der Elemente Gewalt im großen und ganzen ein gesegnetes Erntejahr gewesen, auf dessen Ertrag in Scheune und Keller der fleißige Landmann nun zurückblicken darf. Und nicht nur er, nein jeder in seinem Handwerk, Geschäft, Beruf streut Samen ans auf Hoffnung des Gedeihens und Gelingens. Darum sollen auch diejenigen heute mitfeiern, die an ihrem Teil Gottes Hilfe und Segen erfahren haben und doch auch in ihrem Lebenskreise es fühlbar genug empfinden, ob Mißwuchs oder Fülle, Teuerung oder Ueberfluß gewesen ist auf dem Felde. Zu dem freudigen Dank aber müsse treten der Geist der Demut, Genügsamkeit und Sparsamkeit, welcher den empfangenen und erfahrenen Segen nicht als einen Raub hinnimmt oder mutwillig verschleudert, sondern sich als Haushalter des ewigen Gottes weiß, dem er einst Rechenschaft über sein Thun und Lassen, Arbeiten und Genießen geben wird. Vor allem aber soll der Christ dessen eingedenk bleiben, daß der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern ewige Güter und eine jenseitige Welt kennt, die köstlicher sind als alle Reichtümer und Freuden dieses irdischen Lebens. Wer kein verfehltes Leben einst beklagen will, das nur Sünde, Seufzen und Sorgen, im besten Falle Mühe und Arbeit aufzuweisen hat, soll sich durch das Erntedankfest des Heilandes Wort in Seele und Gewissen prägen lassen: „Ich habe euch gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe!" Solche Frucht aber ist: Gottvertraaen, Nächstenliebe, Ewigkeitssinn. Möchte sie unsres evangelischen, deutschen Volkes Ruhm und Ehre sein! * • * ** Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 30. September den Ministerialrat Freiherrn von Biegeleben, mit Wirkung vom 1. Oktober ds. Js. an, zum Mitgliede der Prüfungs-Kommission für das Finanz- und technische Fach zu ernennen. Feierabend stunde bei Wahlen. Verschiedene Kreisämter bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß die Polizeistunden bei Wahlversammlungen für Reichstag und Landtag vom Tage der Ausschreibung der Wahl bis nach vollständig beendeter Wahl in dem betreffenden Wahlbezirk nicht zur Anwendung kommen. • * Kuustverein. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand ist geöffnet täglich von 11—1 (nicht, wie gestern irrtümlich gemeldet, von 1—4), mit Ausnahme Samstags, Mittwoch auch nachmittags von 3—5, Sonntag ununterbrochen von 11—3 Uhr. • • Aus dem Theaterbureau. Morgen (Sonntag) gelangt, wie schon bekannt, das Volksstück „Hopfenraths Erben" zur Aufführung, welches vor so vielen anderen Possen den Vorzug hat, neben heiteren, komischen Szenen auch einen gediegenen, lebenswahren Inhalt zu besitzen. Komik und Ernst wechseln mit heiteren Kouplets, und entrollen vor dem Zuschauer ein Bild großstädtischen Lebens mit seinen Licht- und Schattenseiten. Die Bierbrauers- witwe Hopfenrath spielt Frau Direktor Helm. Die Soubrettenrolle liegt wiederum in Händen des Fräulein Eichenwald, welche sich am vergangenen Sonntag beim Gießener Theaterpublikum auf das vorteilhafteste einführte. • * Polizeibericht. Drei von hier gebürtige berüchtigte Taugenichtse, welche schon einige Zeit ihren Unfug in hiesiger Stadt treiben, wurden gestern abend 11 Uhr in der Schulstraße verhaftet. Dieselben belästigten in der Sonnenstraße die Ablösung eines Militärpostens; von einem Schutzmanne verwarnt, verübten sie einen derartigen Lärm und vergingen sich nach Eingreifen der Schutzleute gegen diese, sodaß sie alle drei wegen Ruhestörung, Widerstand, Bedrohung und teilweise wegen Gefangenenbefreiung sich zu verantworten haben. Darmstadt, 14. Oktober. Einer Petersburger Meldung der „Polit. Korrespondenz" zufolge ist die Abreise des russischen Kaiserpaares nach der Heimat für die letzte Oktoberwoche in Aussicht genommen. Der Aufenthalt in Skierniewice wird ungefähr acht Tage dauern. Ueber Ort und Zeit der Zusammenkunft mit Kaiser Wilhelm ist noch nichts Genaues bekannt. Darmstadt, 13. Oktober. Die Unschuld vomLande. Ein hier bedienstetes Mädchen aus Ober-Ramstadt sollte vorgestern nachmittag mit einem zehnjährigen und einem einjährigen Mädchen ihrer Dienstherrschaft in den Anlagen spazieren gehen. Statt dieses zu thun, ging das Mädchen mit den Kindern nach Ober-Ramstadt und blieb dortselbst über Nacht. Die geängstigten Eltern suchten die ganze Nacht in der Umgebung der Stadt, natürlich vergeblich, nach dem Verbleib ihrer Kinder. Gestern früh wurden dann die Kinder in Ober-Ramstadt abgeholt. Eronberg, 13. Oktober. Kaiserin Friedrich ver» läßt am 19. d. M. nach sechsmonatigem Aufenthalt Schloß FriedrichShof und begiebt sich zunächst auf drei Tage nach Rumpenheim und dann zum Winteraufenthalt nach Süd- tyrol. Nach Berlin wird die Kaiserin in diesem Winter nicht kommen, da sie auf Anraten der Aerzte den Winter im Süden verbringen will. Hanau, 12. Oktober. Die Stadtverordneten be- schlossen heute die Annahme eines der Stadt von der im August d. I. verstorbenen Witwe Auguste Jung zugefallenen Vermächtnisses von 150,000 Mk., deren Revenuen hauptsächlich zu Unterrichtszwecken verwendet werden sollen. Außerdem hat die Verstorbene letztwillig verfügt, daß nach dem Ableben ihrer Tochter der Stadt auch ihre Villa mit Park zufällt; der Park soll als öffentliche Anlage und die Villa ebenfalls einem gemeinnützigen Zwecke, wie etwa für Kunst und Wissenschaft, dienen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 16. Oktober, abends 6 Uhr: Gottesdienst jur Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für die Kinder aus der Johannesgemeinde. Die Angehörigen der Konfirmanden, sowie dir Gemeinde werden zu diesem Gottesdienst herzlichst eingeladen. Pfarrer Dr. Naumann. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gieße», 14. Oktober. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.90—1.10, Hühnereier per St. 7—8 4fr, 2 St. 14—15 H, Enteneier 1 St. 0—0 4, Gänse- eiet per St. 6—00 4s, Käse 2 St. 5—8 4s, Käsematte 2 St. 5-6 4s, Erbsen per Lüer 18 Linsen per Liter 29 Tauben per Paar X 0.70—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.10, Hahnen per Stück X 0.60—1.00, Enten per St. X 1.80—2.00, Gänse per Pfund X 0.50—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4s, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 4s, Schweinefleisch per Pfd. 66—74 4s, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 .3», Kalbfleisch per Pfd. 64—66 4s, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 4s, Kartoffeln per 100 Kilo 3.80 biS 4.80 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 5.00—6.00, Milch per Liter 16 4s, Zwetschen per Ctr. 8,00—10 00._____________ Ans dem Geschäftsleöen. Görlitz (Schlesien) verdankt seine Berühmtheit den dort bestehenden, bewährten Tuchfabriken. Besonders wird dort das TuchversandhauS von Boefig & Co. empfohlen, welches vermöge seiner großen Kundschaft gut und billig verkaufen kann. Die größte Auswahl in Herren- und Damenstoffen steht hier zu Gebot, die Preise selbst sind äußerst billig gestellt, die Stoffe zeichnen sich durch große Haltbarkeit und schönes Aussehen aus. Die genannte Firma hat außer ihren eigenen Fabrikaten auch eine hervorragend schöne Auswahl von Neuheiten der gesamten Tuchindustrie Deutschlands zu billigen Preisen und versendet jedes Maß direkt an Private. Wir machen noch ganz besonders auf die der heutigen Auflage beiliegenden Prospekte genannter Firma aufmerksam. 7382 Ärmste Meldungen. Depeschen deS Bureau .Herold*. Budapest, 14. Oktober. Die Vermählung be£ Grafen Lonyay mit der Kronprinzessin-Witwe Stephanie soll schon in allernächster Zeit stattsinden unk demnächst amtlich bekannt gegeben werden. Paris, 14. Oktober. Gestern wurde das Gerücht verbreitet, Oberst Schneider sei nach einem Duell mit General Roget, in dem letzterer verwundet worden sei, nach Wien zurückgekehrt. Die hiesige österreichisch-ungarische Botschaft erklärt jedoch das Gerücht für unbegründet. Paris, 14. Oktober. Das „Echo de Paris" gibt an, aus bester Quelle erfahren zu haben, daß eine wichtige Bestellung von Kanonen für Transvaal bei einer französischen Firma gemacht worden ist. Die Bestellung soll über Mozambique nach Transvaal beordert werde». Der französische Minister des Aeußern werde aber die Absendung verhindern lassen. Paris, 14. Oktober. Der „Figaro" berichtet, daß Oberst Schneider in verschiedenen Fällen Frankreich auf Spione aufmerksam gemacht hat. So habe Schneider der französischen Regierung die letzte Spionage-Angelegenheit von Nancy angezeigt. Paris, 14. Oktober. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag wurde in Breslin der Kaserne Porstrein, woselbst das 6. Marine - Infanterie - Regiment liegt, eine Fahne aufgepflanzt mit der Inschrift: Hoch Därouläde, hoch der Herzog von Orleans, nieder mit Loubet. Eine Untersuchung hierüber ist eingeleitet worden. Barcelona, 14. Oktober. Gestern abend begaben sich zahlreiche Einwohner vor das Rathaus und forderten unter feindlichen Rufen die Demission des gesamten Gemeinderates. Der Bürgermeister mußte Gendarmerie herbeirufen, um die Municipalräte vor Gewalttätigkeiten schützen zu können. Die Gendarmerie ging mit blanker Waffe vor. Mehrere Demonstranten wurden verwundet. Alle Läden wurden geschlossen. Die Handelsleute weigern sich, Steuern zu zahlen. Die Kundgeber manifestierten sodann vor der Universität und warfen dort sowie bei verschiedenen Redaktionen die Fenster ein. Permielnngen 73b0j Schone Wohnung, 4 Zimmer nebst Zubehör, sof. ob. später zu veim. ____________I. Trapp, Steinstr. 53. Seltersweg 81, 11, eine 4 Zimmer- wohnung mit Zub. zu verm._______7395 03671) Wohnung, 3 Zimmer nut Zub. vermieten.________Riegelpfad 21« 03648] Kleine Wohnungen für solide Arbeiteifamilien, Helle Wei kstätte u große Lagerräume mit Stallungen billig zu verm. 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Scho de Paris" gibt a», haben, daß eine wichtige ör Transvaal bei einer den ist- Die BeMng anättaal fa*J iteu^ttn wttbt ata«« Siaato“ taW«t, M 1 Lpiouage-Angetegen «M**5iS der / [jeat eine >^‘gi;9h b nS, * ffllt von Orleans 16« -f* 5 ,9ata « nnb jotbericB § Mh°^ u /des ge- die Dem s>' ' Der WSfwr * die «JSrie M i. Die ^ "Dn; en wurden ■re Dcmonstta^ ^^etS- gejd)(ofleu'^ Mdgeder >SS-E i*S„ «0- MHHMMMHOMHM • ••••©©•• Hotel Victoria, Hochachtungsvoll Gustav Mund übergegangen ist. in so hohem Masse entgegengebrachte Wohlwollen bestens danke, bitte ich, dasselbe auf meinen wollen. ßvziaV ietßV .neijßO käuflich in den Besitz des Herrn Indem ich für das mir Nachfolger gütigst übertragen zu Einem hochverehrten hiesigen, sowie auswärtigen und reisenden Publikum hiermit die ergebene Mitteilung, dass mi^ dem Heutigen das von mir seither betriebene Ph. Schtrinn 7391 —w—wwwocc— Gustav Mund, seitheriger Oberkellner des „Hotel Lenz“. Höflichst bezugnehmend auf Vorstehendes, werde ich sehr bemüht sein, durch eine sorgfältige und aufmerksame Bedienung der mich beehrenden Gäste den guten Ruf des Hauses in jeder Hinsicht zu erhalten. Hochachtungsvoll und ergebenst Großen Borteil bringt MAGGI zum Würzen der Suppen. Statt das Fleisch der Suppe wegen auSzusieden, lege man es in kochendes Wasser ein und erhalte es so saftig und kräftig. — Der Fleischbrühe füge man einige Tropfen Maggi bei. Er hältlich bei 7017 Gebrüder Michel, Wallthorstraße 29. 03665] Sckubmachergeselle sofort ge- sucht, Karl Müller, Liebigstraße 64. Kandkanger sucht 03670 H. Carl6, Bleichstraße 11. Jüngerer HauSbursche gesucht. Daniel Rühl, Bäcker, 03663______________Marktplatz 13. Sauberer Kausbmsche gesucht. 7371 ________Kondi/orei Hettler. 03677] Schuhmacherlehrling gesucht JustuS Benner, Maktstraße 34. 03662] Gut empfohlene Putzfrau sucht einen Tag die Woche Frau Prof. Biermann, Frankftrstr. 46. 7397] Dienstmädchen oder Mädchen tagsüber gesucht. Bergstraße 17, II. 03687] Em zuverlässiges, braves Dienstmädchen in kleinen Haushalt gesucht. Eintritt 1. Novbr. Frau Bruno Büttner, Seltersweg 68, 1 Treppe. 7400] Laufmädchen gesucht. Kirchenplatz 6. 03873] Tüchtiges Laufmädchen oder Frau per sof. gesucht. Ludw'gstr. 14, II. Stellen-Gesuche Junger, verheirateter, tüchtiger Förster aus guter Familie sucht Stellung irgend- welcher Art. Off, u. 7330 an die Exp. Ems. Frl., 20 Jahre, kath., in Küche und Hausarb. erf., möchte den HauShalt eines ält. alleinsteh. Ehepaar übern. Alleinst. Dame (Witwe) nicht ausgeschl. Off. u. A. 03667 an die Expedition d. Bl. 03672] Braves, junges Mädchen sucht Monatsstelle.Neustadt 31, II. 3ii verkaufen Für Einjährige. Gut erhaltener grauer Militär- mantel billig abzugeben. 0359 __________Bahnhofstraße 39, H. Ungefähr 100 Centner gebrochene Aepsel nur gute Torten, hat zu verkaufen Julius Zimmer, Btugmühle bei Lauter, 7379 Post Grünberg.. 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Tenor), Professor Karl Udel (II. Tenor), Ferd. HörbedeF (l. Bass), Eugen Weiss (II. Bass). — Klavierbegleitung: Julius Fischer. 1. Kremser, Das Herzklopfen. 2. Blümel, a) Schatzerl klein. b) Im Schwabaland. 3. Wernay, Rhinozerosballade. 4. Gernerth, Heiratsantrag. Programm. 5. Solo-Vortrag des Herrn Prof. Udel. 6. Kirchl, Der alte Goethe. 7. Vernay, Gustav Grund. 7894 8. Gernerth, Moderne Wanderlust. 9. Kässmayer, Der Freischütz. Eintrittskarten zum Preise von 2 Mk. (Sperrsitze 3 Mk.) sind in der Musikalienhandlung des Herrn Challier zu haben, und zwar bis zum 28. Oktober ausschliesslich für VereinsmltgHeder — welche gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Sperrsitzkarte erhalten können — von da ab auch für Nichtmitglieder. Habe mich hier als praktischer Arzt I niedergelassen. ; Dr. Karl Floch, Asterweg 9. t Sprechstunden: An den Wochentagen 8—9 vormittags, 2—3 nachmittags. Sonntags nur 8—9 vormittags. 03684 —M—OMB—■ IW ■—MCM—j Gesangverein Harmonie. Heute, Sonntag den 15, Oktober 1899, abends 8 Uhr: Feier des 53jnhrigen MtnHsfeßes verbunden mit Konzert und Tanz bei W. Busch, Grünbergerstraßc. Freunde des Vereins sind willkommen. 7404 Der Borstand. Todes-Anzeige Herrn Schutzmann Johann Jost Dönges An gestern abend um 11 Uhr, nach langem, schweren Leiden, im Alter von 54 Jahren zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen XX Z»r inner! Giessen, den 14. Oktober 1899. Die Beerdigung findet Montag tfen 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Ludwigstrasse 22, aus statt. 7393 Danksagung Herrn John Reuss Di© trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 13. Oktober 1899. 7386 7389 sagen herzlichsten Dank Hause, Ludwigflraße 22, aus statt. 7399 Familien E. u. C, Geissler u. Jul. Möhl. ausgeführt von der 7403 Anfang präcl* i/i5 Uhr. Entree 40 Pfg. Anfang 8 Uhr. Ende nach lOVt Uhr. Bier per Glas 12 und 15 Pfg. Verantwortlicher Redakteur: H. K segk er. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitSts-Buch- und Stcindruckerci (Pietsch Erben) in Gießen. $>ie heutige Wummer umfaßt 16 Seite« .i» dargebracht worden sind, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schlosser sagen wir innigen Dank. Für die uns gewordenen Zeichen der Teilnahme bei dem Ableben unserer lieben Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Frau Ludwig Geissler Wwe. Alfred Helm. M. Eickenwald. Alwin Henry. Rose Knöfel. Wilh. Wilhelmi Franz Rolan. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns anlässlich des Hinscheidens unseres lieben Vaters, Bruders und Onkels, des Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Gatten, Vater, Schwiegervater und Onkel, Giessener Stadttheater. Sonntag den 15. Oktober 1899 t Kopfenralh's ßrben Volksstück mit Gesang in 6 Bildern von Wilkens, Musik von Michaelis. Pers onen: Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Spiel plan. 1. Treu zur Fahne! Marsch v. Schneider. 2. Ouvertüre za Figaros Hochzeit v. Mozart. 3. Salonporlen! Solo für Flöte v. Krausse. 4. Finale a. d. Op. Lurline v. Wallace. 5. Ouvertüre zu Ilka v. Doppler. 6. Serenade für Streichquartett und Solo für Cello v. Volkmann. 7. Hofball-Tänze v. Feträs. 8. Divertissement a. d. Afrikanerin v. Meyerbeer. 9. Hochzeitsmarsch a. d. Sommer- naohtstraum v. Mendelssohn. 10. La Czarine, Mazurka v. Gannl. 11. Lustiges Marsch-Potpourri v. Komzak. Sonnlag, 15. Oktober, abends 8 i/zUhr: Frier des 20. Ztistuugsftstls im kleinen Saale Steins Harten Freunde des Vereins können ein geführt werden. 7373 Der Aorstarrd. Ädelma Blumberg Günther..... Käthcken..... Gelbsiegel. Theaterkasf. Kopp, Schneider . . rc. rc. Versammlung pünktlich um 2l/a Uhr bei Kamerad Rühl, Ludwigstr. 6. Gießen, den 14. Oktober 1899. Der Vorstand. Steins Garten. Sonntag den 15. Oktober: Grosses Konzert Daß die Lage in f klärt ist, haben wir ich-, die Situation so unM dn Mslheidung über! zwanzig Landräte und dem Schlachtfelde gefal ihnen zugefellt: das ij Präsident der preußisch frischer Erinnerung, als Enthüllungen brachte ii des Freiherrn, woraus l welche die „Post" gegei Feder eines sehr hohen nämlich derjenigen des £ folge der JuMretme dtsM \ün Massuna verwunderlich, edensvtve bewilligt wurde. Alsi tineS noch viel höher s nun, faüß sein Gesundl kämpfen gegen den Ka lich unentwegt festhalte Wie wenig die $ übrigens aus dem sch Herrn v. Miquel erhel Minister btlanntlid) ein< etwa befyufy anbtrndtü ausscheiden, thun dies n dir nicht allzu handfest i Minister gehabt, welche i Kvu heute wil Miäii Portefeuille uirbrürgeu • Hm v. Miquel V Die Beschwerden seines Uche Kur in Wiesbadei bl^cm Jahre scheir Zu sein. Mußte »*«9 bil Sorfmui ä »ar »Nanfutigm unterroo, P“rt «nfdjräntten. „ mHdot »-mg-n ° m Segleilun Sanaoeet iut 6inroei| f«b«n toottte. ateji„ 11 "W s°d°ß dL S **•*"! »Äll... - SabtlalitrgtrSttworapljtmitrtiaSitStu Beginn des Anfangs Unterrichts a) für Damen: Dienstag den 17. Oktober, abends 8 Uhr, im Realgymnasium; b) für Herren: Mittwoch den 18. Oktober, abends 8% Uhr, im Veretnslokal (Cafö Ebel). Beginn des Fortbildungs Unterrichtes für Herren: Donnerstag den 19. Oktober, abends 8*/a Uhr, im Vereinslokal (Cafä Ebel). Weitere Anmeldungen werden bei Beginn des Unterrichts entgrat genommen. Anmerkung. Der Beginn des Fortbildungskursus für Damen und des Debattenkursus wird demnächst bekannt gegeben. 7392 Baron von Jankowitz Walter Steinert. Christiane Hopfenrath WilhelmineHelm Rudolphine, ihre Tochter Alix Hardegg. Hans, ihr Neffe . . Aug. Kirchhoff. Dabelslein, Butterhdl. Alfred Helm. Krieger-Kameradschaft Giessen. Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, Mitglieder davon in Kenntnis zu setzen, Kamerad Johann Jost Dönges ** Schutzmann gestern abend 11 Uhr verschieden ist. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 3 Uhr, vom Sterbe- das A, toetttt »y durch »r°ßt Öoltn't ,Nt i »ttbienltn j betau »ie foÄ6 »«’ des £“« bitjm fobaih« btt ”"*1» Mte » SÄ»?: Mttt ff« ail «ad OOkhrr eih. her o?n; °b« »Jf d°rha»d-? ! -