Dienstag den 15 August Erstes Matt. 1800 Nr. 190 Amts- unb Airzeigeblatt für den Ttreis Gieren. MM LÄ. 4. 5. 6. Alle Anzeigen-BrrmittlungSstelleu M In- uni ÄuilanHI nehmen Anjeigen für den Gießener Anzeiger entgeh«. Relettien, Expedition und Druckerei: ZchNtstrntze Ar. 7. anzusprechen haben; 7. an diejenigen, auf deren Grundstücken in den öffentlichen Büchern solche Rechte eingetragen sind, welche sie für erloschen halten, aber noch nicht haben löschen lassen, um diese Löschung unter Vorlage der nötigen Beweise hierzu zu erwirken. Rechte der unter pos. 1 — 7 genannten Art, welche nach Ablauf von drei Monaten weder in den öffentlichen Grund- tlmd Hypothekenbüchern, bezw. den zu den Flurbüchern ge- hisrigen Mutationsverzeichniffen, noch in den in Gemäßheit d-er Anmeldungen aufzustellenden Verzeichnissen gewahrt sind, 6- leiben bei der stattfindenden Feldbereinigung unberücksichtigt, eintragen lassen; an die Obereigentümer und Fideikommisberechtigten, welche ihre Heimfalls- und Successionsrechte nicht durch Eintrag der Lebens-, Erb- und Landsiedel-, Leih- oder Fideikommisqualität eines Grundstücks im Grundbuch haben eintragen lassen, um ihre Rechte, soweit dies nach Artikel 37 und 38 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 noch zulässig ist, im Grundbuch eintragen zu lassen; an diejenigen, welche Pfandrechte, Eigentumsvorbehalte, Revokations-, Resolutions- oder Nichtigkeits-, Sepa- rations- oder andere Sicherheitsrechte, die weder im Hypotheken- noch im Grundbuch gewahrt sind, an zur Bereinigung bestimmten Grundstücken geltend machen können, um unter Vorlage der betreffenden Urkunden und genauer Bezeichnung der Forderung und derjenigen Grundstücke, welche zur Sicherheit dienen, die Einträge in die öffentlichen Bücher zu erwirken; an diejenigen, welche Realservituten, die nicht durch die bei der Bereinigung vorzunehmende neue Weg- und Wässerungsregulierung erlöschen, sondern noch nach derselben geltend zu machen sind, z. B. Weg- und Wasserleitungsgerechtigkeiten zu gunsten von Grundstücken, die nicht in die Bereinigung fallen, Lehm-, Thon-, Sandgrube- oder Kellerberechtigungen auf zur Bereinigung gehörigem Gelände anzusprechen haben, ferner an die, welche solche Grundstücke zu lebenslänglicher Nutznießung, zur Benutzung als Brautgabe bis zur geschwisterlichen Teilung, zur Sicherung einer lebenslänglichen Leibzuchts- oder Auszugsberechtigung Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische Volkskunde.__________________ Adreffe für Depeschen: Anzeiger chieße». Fernsprecher Nr. 51. as-Schlristtei. . 4155 ebenso werden erloschene, aber in den öffentlichen Büchern noch nicht gelöschte Rechte als fortbestehend behandelt. Friedberg, den 10. August 1899. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär: Süffert. haranguierten die Menge, Hochrufe auf die Armee auszubringen. Nun ging der Sturm los. Die Liga der Menschenrechte war sehr stark vertreten. Einer ihrer Vertreter, der Sekretär Bourdon, rief Mercier, als dieser den Saal verließ, zu: „Mörder, Schurke!" Bourdon wurde verhaftet. Man suchte ihn zu befreien. Ein Gendarm wurde zur Bilaine- Brücke gedrängt und wäre ohne die Hilfe einiger beherzter Mitglieder der Liga der Menschenrechte ins Wasser geworfen worden. Die Verhaftung Dsroulöde's und seiner Genoffen übte in den Kreisen seiner Anhänger eine niederschmetternde Wirkung. — Ein Weltkongreß zur Beratung der Impf frage findet am 24. und 25. September in Berlin statt. Es sollen Vorträge gehalten werden über die Lehren von der Schulimpfung, über die Statistik des Impfschutzes, über die Jmpfschüdigung, über die Verhütung und sichere Heilung der Pocken, über den Zwang der Impfung vom Standpunkt des Rechtes, der Philosophie urib der Religion. Persönlich eingeladen werden sollen Bundesrat und Reichstag, Reichsamt des Innern, das Reichsgesundheitsamt, Regierung und Landtage der deutschen Bundesstaaten und der anderen an der Jmpffrage beteiligten Staaten, die medizinischen Fakultäten der Hochschulen, die Vorstände der Vereine für natürliche Heilkunde usw. Die Einberufer des Kongresses sind als Jmpfgegner bekannt. — Nach einer neueren Meldung findet die Verzögerung der Kölner Bischofswahl ihre Erklärung durch Verhandlungen wegen Errichtung eines Bistums Aachen. — Ueber die Landtagsersatzwahl in Nassau wird der „T. R." aus Weilburg geschrieben: Bei der Ersatzwahl für das Abgeordnetenhaus standen sich am 11. August gegenüber der konservative Landrat Dr. Beckmann-Usingen und der nationalliberale Stadtverordnetenvorsteher Mischke. Die Leitung der nassauischen Zentrumspartei gab die Parole aus, für den nationalliberalen Kandidaten zu stimmen. Herr Mischke siegte mit 2 Stimmen (106 gegen 104). Durch seine Persönlichkeit entriß 1893 Dr Beckmann dem Freisinn den Wahlkreis. In der konservativen Fraktion wirkte er für die wirtschaftlichen Interessen des Regierungsbezirks, öfters die östlichen Genossen zu seiner Ansicht herüberziehend. Nassau wird diesen einflußreichen Abgeordneten sehr vermissen. — Der badische Schulprozeß. Die Klage des Rektors der Oberrealschule in Baden-Baden, Dr. Pfeffer, gegen einen Arzt und den Redakteur des klerikalen „Echo" hat mit der Freisprechung der Angeklagten geendet. In den Entscheidungsgründen des Schöffengerichts wird betont, daß das Gericht die bei den Examen von Prof. Dr. Pfeffer angewandten Maßnahmen, wie das Durchgehen des Stils^ Empfehlen dieser Methode an feine Kollegen, das Hinweisen auf gemachte Fehler und die nicht mißzuverstehenden Andeutungen über die Lektüre bei den mündlichen Prüfungen für unerlaubt gehalten habe, so daß dem Beklagten Schmidt nicht das Recht habe abgesprochen werden können, auf Abhilfe zu dringen. Da ihm der Instanzenweg verschlossen gewesen sei, habe er sich mit Recht an die Presse gewendet. Das -Gericht hat dabei die Anwendung des § 193: „Wahrung berechtigter Interessen" für geboten erachtet. Auch sei es der Ansicht gewesen, daß dem Angeklagten dre Absicht der Beleidigung in dem Artikel fern gelegen habe. — Die diesjährige Bischofskonferenz findet am 23. August in Fulda statt. Sämtliche Bischöfe Preußens werden daran teilnehmen. Im Anschluß daran wird das 50jährige Jubiläum des Bonifaziusvereins gefeiert werden. Bei diesem Fest am 24. August wird ein großer kirchlicher Pomp entfaltet werden, besonders die Prozession, bei der die sämtlichen Reliquien des heiligen Bonifazius getragen werden, sott ein Glanzpunkt kirchlicher Feierlichkeit werden. Die Prozession wird voraussichtlich von dem Kardinal Fürstbischof Kopp aus Breslau geführt werden und sämtliche anwesende Bischöfe werden im Ornat den Reliquien des Heiligen Geleit geben. Nerugrprei- vikrteljährlich 2 Mark 20 Pfz monatlich 75 Pfß. mit Brmgrrloh». . Bei Postbezu, 2 Mark 50 Pf», vierteljährlich. 9eni*Bt Anzeigen zu der nrchmittagö für ta getynlai erscheinenden Nummer Hi Dom. 16 Uhr. rtuiWÄnnb »rf MB. l».- SS,***unt 5 I MB. I6" »Me Wagt» SS-«*— Erscheint ttgNch mit Ausnahme deS Montags. Di« Gießener »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal deigelogt. HmlilchnKeil. Bekanntmachung, betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen. Auf Grund des Artikel 19 des Feldbereinigungsgesetzes vom 28. September 1887 fordere ich hiermit die beteiligten Grundbesitzer auf, die Einträge der Eigentums- und der sonstigen Rechtsverhältnisse in den öffentlichen Büchern, insoweit dieselben den bestehenden Verhältnissen nicht mehr entsprechen, innerhalb einer Frist von drei Monaten bei dem Großh. Amtsgericht Alsfeld berichtigen oder ergänzen zu lassen, damit die bestehenden Rechtsverhältnisse beim Bereinigungsverfahren berücksichtigt werden können. Die Aufforderung ergeht: 1. an diejenigen, welche Grundstücke im Bereinigungsbezirk erworben, aber ihren Eintrag im Grund- oder Flurbuch bezw. im Mutationsverzeichnis noch nicht erwirkt haben, um die Errichtung und Jngroffaüon ihrer Erwerbtitel oder die Berichtigung irriger Einträge zu erwirken; 2. an diejenigen, welche zwar im Grundbuche stehen, aber weil sie schon vor Einführung des Gesetzes vom 21. Februar 1852 eingetragen waren, ohne Beifügung des Erwerbtitels, um letzteren nach Maßgabe des Artikel 28 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 eintragen lassen, indem sonst, abgesehen von dem Hindernisse bei der Feldbereinigung, demnächst nur eine Bescheinigung des Besitzstandes statt einer Eigentumsurkunde ausgestellt werden wird; 3. an diejenigen, welche an ein auf fremden Namen im Grundbuch eingetragenes Grundstück einen Vindikationsoder einen unter gewissen Umständen zu realisierenden An- und Rückfallsanspruch wegen eines vor Einführung des Gesetzes vom 21. Februar 1852 vertragsmäßig gemachten Eigentumsvorbehalts oder wegen einer bei der Veräußerung beigefügten auflösenden Bedingung eines Endtermins oder einer Zweckbestimmung zu bilden haben, ohne diesen Anspruch durch den Vermerk „streitig" oder „beschränkt" im Grundbuch gesichert zu haben, sowie an diejenigen, welche unter Nachweis der gesetzlichen Voraussetzungen die Bemerkung „gehemmt" wollen Ausland. Paris, 13. August. Gnörin, der Chef der Liga der Antisemiten, ist noch immer in seiner Wohnung im Klublokal der Antisemiten verbarrikadiert. Er hat 40 seiner Anhänger bei sich, alle bis an die Zähne bewaffnet, und mit Lebensmitteln auf längere Zeit versehen. Jeder soll 300 Patronen bei sich haben, womit sie ihr Leben bls zum letzten Blutstropfen verteidigen wollen. Gusrm hat seine Gefährten schriftlich den Schwur ablegen lassen, sich bis zum Tode zu verteidigen. Die Regierung ist entschlossen, die ganze Gesellschaft aushungern zu lassen. Die Ver- . m 5708 iHrch 1, Irttt Waren eine noi *• Meine werte Waren gütigst unter, end lieber, es. ------------- Mg. ' ^Mng teile ich M in fcefien. res Mvnalmjsn, inbegrenzt haltbar, :6t es SttMll M. t'Krpoellverschloß ttii und 6ittfa(hbtiL MsteünnginGlG iWetn ©ermatt 1 nmecktzungausgeM rsrt jngsstöiWM 5aC. *" rL wjf anrrtbe’)' - fr toben sein soMtn. ttbeke in K»elen’ »ta«.. (<)icßciuit Anzeiger Heneral-Anzeiger Bekanntmachung. Nachdem in vielen Gemeinden des Kreises die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, und sich dieselbe von Tag zu Tag mehr verbreitet, wird hierdurch der Handel mit Rindvieh, Schweinen, Schafen und Ziegen im Umherziehen für das Gebiet des Kreises Biedenkopf für die Zeit vom 12. August bis einschließlich 18. September d. Js. untersagt. Handel im Umherziehen (Hausierhandel) liegt vor, wenn der Handel außerhalb des Gemeindebezirks des Wohnorts stattfindet, ohne daß der Betreffende an dem Orte, wo er Geschäfte machen will, eine gewerbliche Niederlassung besitzt. In dem vorstehenden Verbot des Hausierhandels ist das Verbot des Betretens der Gehöfte, der Stallungen und der Weiden seitens der Händler, Metzger u. s. w. und ihrer Beauftragten mitenthalten. Zuwiderhandlungen werden nach § 148 Ziffer 7a. der Reichsgewerbeordnung mit Geldstrafen bis zu 150 Mk. und im Unvermögensfalle mit Hast bis zu 4 Wochen bestraft. Biedenkopf, den 11. August 1899. Der Königliche Landrat. Deutsches Reich. Berlin, 13. August. Ueber den Eindruck des gestrigen Tages wird den hiesigen Blättern aus Rennes telegraphiert: Die Nachricht über den Verlauf der Sitzung des Kriegsgerichts wurde durch die Prozeßteilnehmer schnell in alle Teile der Stadt getragen. Ueberall in den Cafes und an Hoteltafeln herrschte große Erregung. Demange erzählte, daß die von Mercier vorgebrachten Papierschnitzel fast den ganzen Inhalt des geheimen Dossiers bilden. Man will ihm schon gratulieren. Er sagt: Noch nicht. Die Verteidiger bestätigen, daß Dreyfus den Brief geschrieben hat, in welchem er sagt, er habe sein Wort gehalten, die betreffende auswärtige Macht im Prozeß nicht zu nennen und sich beklagt, daß man trotzdem die Oeffentlichkeit ausgeschlossen habe. Er habe aber nicht damit sagen wollen, daß Casimir Perier ihm die Oeffentlichkeit versprochen habe. Die Verteidiger bestätigen ferner, daß Dreyfus auf der Teufelsinsel sich über seine Familie beschwert habe, erklären dies aber mit der verzeilichen Ungeduld Dreyfus, da er nicht wußte, wie sich die Familie für ihn bemühte. Das Auftreten Casimir Periers, der vor allem darauf bedacht war, die Behauptung zurückzuweisen, er habe Dreyfus etwas versprochen, und der allzusehr, um seine eigene Person besorgt schien, wird ziemlich abfällig beurteilt. Aus den Erklärungen Casimir Periers ist übrigens noch ein Satz interessant. Er sagte: „Wenn ich die Präsidentschaft der Republik verlassen habe, geschah es nicht infolge von diplomatischen Zwischenfällen, sondern weil man mir nicht alles mitteilte, was man mir hätte vorlegen müssen." Die Nachrichten über die Pariser Ereignisse tragen dazu bei, die Zufriedenheit der Dreyfusionisten und die Bestürzung der Nationalisten zu steigern. Es ist nach dem gestrigen Fiasko Merciers wahrscheinlich geworden, daß General Billot am Montag seine früheren Erklärungen widerrufen wird. Es ist auch aufgefallen, daß die Richter gestern Dreyfus viel wohlwollender anblickten und Oberst Jouaust zum ersten Male den Gruß Dreyfus erwiderte, als dieser in den Sitzungssaal eintrat. Dreyfus übte während der ganzen gestrigen Rede Merciers die übermenschlichste Selbstbeherrschung, obgleich jedesWort derselben ihm hätte Wutschreie entlocken können. Er blieb indessen völlig ruhig. Er biß sich nur auf die Lippen, und eine immer tiefere, zuletzt purpurne Röte überzog seine abgehärmten Wangen. Erst zu allerletzt brach seine angehäufte Empörung in ein Gebrüll aus, unter dem der' Saal erschauerte, während Mercier fieberrot wurde. Die Nationalisten gestehen nach dem gestrigen Auftreten Merciers ihre große Enttäuschung zu. Zwei Nationalisten, welche im Hintergründe des Saales den Verhandlungen beiwohnten, waren von Deroulöde beauftragt, ihm auf das schnellste die sensationellen Enthüllungen Merciers zu telegraphieren. Als sie an das Telegraphenamt kamen, um das vollständige Fiasko zu berichten, erfuhren sie DLroulöde's Verhaftung. In dieser Stimmung stürzten sie vor das Lyceum und Haftung des Abgeordneten Lasics steht bevor. Alle Verhafteten werden vor ein Hochgericht gestellt. Rochefort soll, sobald er Kenntnis von den Verhaftungen erhalten, eiligst Aix les Bain verlassen haben und nach der Schweiz geflüchtet sein. Der Antisemit Drumont, der in Rennes ist, soll, als Mitglied des Komplotts, ebenfalls verhaftet werden. Wie jetzt feststeht, hatten die Verschwörer gegen die Republik ihr Augenmerk auf den General Nogrier geworfen. Eine Untersuchung ist gegen das Blatt „Petit Francais" eingeleitet wurden. Die Aufregung in Paris über die gestrigen Ereignisse ist ungeheuer. Der für gestern abend erwartete Straßenaufruhr ist durch die strengen Maßregeln der Polizei unterblieben. Die französische Regierung ist nur unwesentlich durch die Ereignisse in Mitleidenschaft gezogen worden, Marchand, welcher sich zudem noch in Paris befand, hat gestern nachmittag 4 Uhr Befehl erhalten, sich unverzüglich nach Toulon zu seinem Regimente zu begeben. Paris, 13. August. Das Blatt „Voltaire" versichert, daß die antisemitischen, royalistischen und nationalistischen Gruppen die Aussagen Merciers benutzen, um in Paris eine Agitation über die von ihm gemachten Enthüllungen hervorzurufen. Es war beschlossen, Maueranschläge anzubringen und Flugschriften in allen Stadtvierteln auszuteilen. In jedem Stadtviertel sollten alsdann Versammlungen organisiert werden; dieselben sollten in Kundgebungen ausarten und schließlich auf ein gegebenes Zeichen die gesamten Kundgeber zusammengezogen werden; um eine Monstre-Kundgebung in den Straßen von Paris gegen die Negierung und Dreyfus zu veranstalten, um die Republik zu stürzen. „Radical" sagt: Es ist etwas anders gewesen in Frankreich. Alle Republikaner werden der Energie Waldeck-Rousseau" Beifall zollen. Sein Ministerium hat nunmehr den Titel: „Ministerium der republikanischen Verteidigung" sich erworben. Clömenceau schreibt in der „Aurore": Nachdem Mercier verhört worden, müssen wir zugestehen, daß der gefoppte Beaurepaire durch einen neuen Gefoppten, nämlich durch Mercier, ersetzt worden ist. Der „Gaulois" versichert: Wir werden trotz alledem siegen, denn wir haben das Volk und die Armee für uns. „Petit Journal" sagt: Die Anhänger Dreyfus seien niedergeschmettert und ihre Gesichtszüge zeigten ihre Entmutigung. Nennes, 12. August. Der Polizei-Präfekt hat bis auf weiteres das Auffliegen von Brieftauben aus Nennes verboten. Nennes, 12. August. Unter den Anwesenden im Saale des Kriegsgerichts zirkulierte heute die Frage, wann eigentlich der wirkliche Keulenschlag kommen werde. Man hegt die Ansicht, daß Mercier entweder sofort verhaftet oder den Aerzten überwiesen wird, welche ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen sollen. London, 8. August. Der Panamakanal. Der anglikanische Bischof von Honduras hat einem Vertreter der „Daily News" über den Panamakanal einige interessante Angaben gemacht, die den in Europa gäng und gäben Ansichten durchaus zuwiderlaufen. Ihr Inhalt war folgender: Die Arbeit an dem Panamakanal ist nicht, wie man in Europa vielfach glaubt, aufgegeben worden; sie ist vielmehr im vollen Schwung, und innerhalb höchstens vier Jahren werden der Atlantische und der Stille Ozean Zusammenstößen. Er, der Bischof, habe den Kanal dreimal besucht, und er könne aus eigenster Anschauung versichern, daß die mächtige und einflußreiche Gesellschaft, die die Arbeit nun übernommen habe, sie erfolgreich durchführen werde. Mehr als die Hälfte sei nun fertig, und Tausende von Arbeitern, Chinesen, Neger, Mischlinge und wenige Weiße seien eifrig an der Arbeit. Die Gesellschaft sei in der Hauptsache französisch; er glaubte aber nicht, daß die Vereinigten Staaten Schwierigkeiten machen werden. Jedenfalls hätten sie bis heute nicht protestiert, und er sehe nicht ein, mit welchem Recht sie das thun wollten. Der Nicaraguaplan, von dem es nun plötzlich ganz still geworden, sei ein unmöglicher Vorschlag, wie ihn nur Leute, die das Land nicht kennen, hätten machen können. Die Hauptschwierigkeit, die dem Panamakanal entgegengestanden, die Flußfrage, sei nun durch den Bau gigantischer Schleusen praktisch überwunden. Zum Schluß bemerkte der Bischof: „Der Kanal wird breit genug sein, daß zwei der größten Dampfer einander passieren können. Er wird den Welthandel revolutionieren. Er wird z. B. die Reise von Liverpool nach Neuseeland um 8 Tage abkürzen. Er wird aus den zwei kleinen Städtchen Colon und Panama, die beide in meiner Diözese liegen, die Port Saids Amerikas machen." Petersburg, 11. August. Das amtliche Organ des Generalgouverneurs von Turkestan schreibt über die Möglichkeit einer deutsch-französischen Annäherung: Wir sind von jeder Befürchtung anläßlich der Möglichkeit einer solchen Annäherung weit entfernt. Unser Optimismus gründet sich sowohl auf die mächtige Stellung Rußlands auf dem asiatischen Festlande im allgemeinen, wie auch auf die großen geographischen und Militär politischen Vorteile der Lage unserer asiatischen Besitzungen, welche Rußland die Möglichkeit geben, seine entscheidende Stimme zur Geltung zu bringen. Möglicherweise aber möchten wir bereit sein, in gewissen Grenzen eine solche Gruppierung der Interessen in Ostasien als rettende Schutzwehr gegen die alle Ufer überflutenden Interessen Englands und dessen egoistische Politik zu begrüßen. Eine ähnliche politische Kombination unter Mitwirkung Rußlands hat die praktische Probe bereits im Jahre 1894 an der Küste des Stillen Ozeans bestanden. Males und MovinMes. Gießen, den 14. August 1899. * Empfang. Se. König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 12. August u. a. den Medizinalrat Dr. Vogt von Butzbach, den Gymnasialdirektor Professor Dr. Schädel von Gießen. *• Nuhestandsversehung ttnb Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Groß her zog haben Allergnädigst geruht, am 12. August den Kanzlei-Inspektor bei der Ober- Rechnungskammer, Kanzleirat Sebastian Blum, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner treu geleisteten, mehr als 50jährigen Dienste, mit Wirkung vom 16. August an, in den Ruhestand zu versetzen und ihm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. ** Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 12. August den Kanzlisten bei der Ober-Rechnungskammer, Karl Klotz, zum Kanzlei-Inspektor, und den Kanzleigehilfen, Vizefeldwebel Karl Lipp aus Ulrichstein, zum Kanzlisten bei der Ober- Rechnungskammer, mit Wirkung vom 16. August an, zu ernennen. ** Aus dem Finanzdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 12. August den Steuerkommissär des Steuerkommissariats Ober-Ingelheim, Otto Stroh, in gleicher Diensteigenschaft, mit Wirkung vom 1. September d. I., in das Steuerkommissariat Mainz I, — den Distriktseinnehmer der Distritseinnehmerei Friedberg, Rendanten Ernst Büttel, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Dienstnachfolgers an, in gleicher Diensteigenschaft in die Distriktseinnehmerei Bad Nauheim, — den Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Alzey I, Rendanten Georg Emrich, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, vom Tage des Dienstantritts seines Dienstnachfolgers ab, in den Ruhestand zu versetzen. ** Ausfichtsturm auf der Hochwart. In der Stille des Waldes ist in den letzten Wochen ein Bauwerk entstanden, welches auf die Bewohner Gießens und Umgebung für die Folge größere Anziehungskraft ausüben dürfte, — der Turm auf der Hochwart. Die erste Anregung dazu ging von Mitgliedern des hiesigen Verschönerungs-Vereins aus, und es hatte letzterer die Absicht, ein 7 Meter hohes Gerüst mit Plattform auf jenem viel besuchten Punkt zu errichten. Da ein solches bei dem raschen Wachstum des dortigen Baumbestandes schon in wenigen Jahren überflügelt und daher zwecklos geworden wäre, so wurde auf Vorschlag und nach den Plänen des Stadtbaurats Schmandt der jetzt fertiggestellte Aussichtsturm errichtet. Daß solches möglich wurde, ist sowohl dem großen Interesse des Herrn Oberbürgermeisters Gnauth und der Stadtverordneten- Versammlung dem Projekte gegenüber, wie der Opferwilligkeit des Verschönerungs-Vereins zu verdanken, indem letzterer einen einmaligen Beitrag von 1000 Mk. und zehn weitere Jahresbeiträge X 100 Mk. zu den nicht unerheblichen Kosten beizusteuern beschloß, während der Stadlvorstand die Ausführung des Turmes im übrigen für Rechnung der Stadt und durch diese genehmigte. Der auf durchaus sicherer Treppe auch für nicht schwindelfreie Personen zugängliche, aus Holz konstruierte Turm erhebt sich auf solid gemauerten Fundamenten, mit welchen er fest verankert ist, bis zu einer Höhe von rund 24 Metern in der ersten und 28 Metern in der zweiten Plattform über das Terrain, so daß er auch die höchsten der benachbarten Bäume noch wesentlich überragt und eine umfassende Rundsicht gestattet. Der Blick schweift weithin, — im Südosten und Osten bis zu den Höhen des Vogelsberges, im Norden und Westen bis zum Frauenberg bei Marburg und den Höhenzügen des sogen. Hinterlandes, im Südwesten zum Taunus. Nur im Süden sind in gleicher Höhe der Ann eberg und der Schiffen- berg vorgelagert, ohne jedoch das Gesichtsfeld viel zu beschränken. Zu Füßen des Turmes breiten sich in gesättigtem Grün die verschiedenen Bestände des großen Stadtwaldes aus, hie und da von Wiesengründen freundlich belebt, während weiterhin die Stadt Gießen und zahlreiche freundliche Dörfer malerisch in die Landschaft eingestreut erscheinen. Es ist daher die Aussicht eine ganz eigenartige und wesentlich verschieden von derjenigen des Schisfcnbergs, wie des Gleibergs. In besonders prächtigen Farben lugen die Häuser von Annerod hinter der grünen Wand des Waldes hervor. Unter dem weit ausladenden Dache, welches rings um den Turm angebracht wurde und bei ungünstigem Wetter genügenden Schutz gewährt, sind mehrere Ruhebänke befestigt. Der Besuch des Turmes kann daher allen empfohlen werden. Im Vertrauen auf eine bereitwillige Mitwirkung des Publikums, die neuerstandene „Hohe Warte" vor böswilligen Beschädigungen zu schützen, oder falls solche vorkommen sollten, die Thäter unnachsichtlich zur Rechenschaft zu ziehen, hat man vorerst von Anbringung einer verschließbaren Thür abgesehen, so daß der Turm jederzeit und für jedermann zugänglich ist. — Die Ausführung der Maurerarbeiten erfolgte durch Heinrich Keßler, die der umfangreichen Zimmerarbeiten durch Wilhelm Keßler, beide von Annerod, die der Schlosserarbeiten durch Louis Haubach aus Gießen unter der Leitung des Stadtbaurats Schmandt und der speziellen Aufsicht des Vautechnikers Altvater. •• Diinöbergturm. Mit dem ersten Zuge der Bieberthalbahn fuhren Sonntagmorgen eine stattliche Anzahl Damen und Herren und unternahmen bei herrlichstem Wetter den lohnenden Spaziergang zum Dünsberg. Galt es doch, dort oben einer kleinen Feier beizuwohnen, bei welcher in das Mauerwerk des neu werdenden Aussichtsturmes eine Urkunde eingefügt werden sollte. Kurz nach 9 Uhr wurde die Spitze des Berges erreicht, wo bereits Gäste aus Wetzlar, Lollar, Fellingshausen, Rodheim, Bieber, Frankfurt, und wer weiß wo sonst noch her, der da kommenden Feier harrten. Nach Unterzeichnung der herrlich ausgestatteten Urkunde — ein Geschenk des Herrn Otto Kindt — durch die anwesenden Mitglieder des Vorstandes begab man sich auf den bis jetzt zirka 3,60 Meter hohen Sockelbau des Turmes, wo die Feier alsbald ihren Anfang nahm. Herr Kommerzienrat Georgi als 1. Vorsitzender des Komitees für den Turmbau ergriff zunächst das Wort, um in begeisterten Worten die Entstehungsgeschichte des Projektes zu schildern. Er gedachte dabei der früheren Mitarbeiter des Jahres 1882, von welchen es außer ihm nur noch Herrn Photograph Uhl möglich wurde, dem seit 1898 wieder errichteten Komitee beizutreten. Anerkennend und dankbar wurde insbesondere aller derjenigen gedacht, welche sich in den letzten Jahren soviel Mühe um das Gelingen der Sache gegeben haben, und in unermüdlicher Thätig- keit nach und nach die Mittel herbeischafften, um den Turmbau nun endlich zur Ausführung zu bringen. Nach Verlesung der Urkunde, welche einerseits die Geschichte des Vereins enthielt, sowie andererseits über die Kosten des Baues, die hervorragenden Stifter von Geld oder Baumaterialien Auskunft gab, wurde dieselbe mit noch anderen wichtigen Aktenstücken in die doppelten Kapseln eingelegt und durch einen schweren Stein überdeckt. Nun folgten die üblichen Hammerschläge, welche wir ihres trefflichen Inhalts wegen unseren Lesern nicht vorenthalten möchten. Herr Kommerzienrat Georgi-Gießen sprach: Man wird dich hier erbauen, Damit du läßt erschauen Dieser Landschaft Herrlichkeit Jetzt und aller Ewigkeit. Herr Aug. Waldsch midt-Wetzlar: In treuer Vereinigung der Schwesterstädte Gießen und Wetzlar mit touristischem Gruß: Berg auf — Berg ab — Durch! Herr A. Zur buch-Gießen: Die Freude am Wandern, Der Genuß der freien Natur Schafft eine gesunde Seele In einem gesunden Körper. Herr Postsekretär Haubach: Möge dieser Turm all' seinen Besuchern nur Freude bereiten. Herr Kühn: Der Gegend zur Zierde, Dem Wandrer zum Schutz, Allen zur Freude! Herr Architekt Meyer, der Erbauer des Turmes: Rage du stolzer Bau Hoch in des Aethers Blau, Winke zur trauten Rast Wandrern nach Müh und Last. Lad' sie zur Umschau ein Weit in das Land hinein, Daß sie in Jubel nur Preisen dich, o Natur! Erstehe: Stark — mächtig — unerschütterlich! Es folgten dann Hammerschläge eines Wetzlarer Herren und des Maurermeisters Rinn von Heuchelheim der die Arbeiten übernommen hat. Damit war die offizielle Feier beendet. Bei Bier und Wein und einem solennen Frühstück, das auf dem grünen Teppich der Natur eingenommen wurde, herrschte gar bald die gemütlichste Stimmung. Bis zur letzten Minute wurde auf dem herrlichen Aussichtspunkt verweilt, und dann der Rückweg angetreten, wo, dank des freundlichen Entgegenkommens des Herrn Betriebsdirektors v. Muhlert, ein Extrazug die Festgäste wieder nach Hause brachte. Damit endete die wirklich schöne Feier, und allgemein hegte man den Wunsch, daß bei der Einweihung des Turmbaues in etwa 6 bis 8 Wochen das Wetter eben so schön sein möge. Dann werden sich wohl Tausende zur Feier auf dem von der Natur so herrlich ausgestatteten Punkt einfinden. ** Stenographisches. Gestern unternahmen die Ver- eine der vereinfachten deutschen Stenographie (Einigungssystem Stolze-Schrey), Marburg, Wetzlar, Lollar, Herborn, Gladenbach und Gießen, einen gemeinschaftlichen Ausflug nach Staufenberg mit Damen. Nach eingehender Besichtigung der Burg versammelten sich die Teilnehmer im Saale, wo dann Herr Kullmann-Gießen die Anwesenden herzlich willkommen hieß, und gleichzeitig beit mittelwestdeutschen Bundesvorstand feierte. Herr Fenner- Marburg dankte, und sprach über die Entwickelung der vereinfachten Stenographie, worauf Herr Wilker-Gießen unseres Altmeisters Stolze und der Herren Schrey und Bäckler, Berlin, in schönen Worten gedachte. Nachdem letzterer Herr noch den Trinkspruch auf die Damen ausgebracht, hielt ein gemütliches Tänzchen die Ausflügler noch lange zusammen. Schrift-Heil! P.C. Groß-Umstadt, 13. August. Eine Nebenabteilung der hiesigen Gewerbe-Aus st ellung Gruppe 12 Unterrichts- und Bildungswesen ist in dem ausgedehnten Gebäude der hiesigen Real- und Landwirtschaftsschule untergebracht, und in der Zeit vom 13. August bis einschließlich 27. August (14. Tage lang mit 3 Sonntagen) zur Besichtigung geöffnet. — Es stellen hier aus: die Kunstgewerbe- und gewerbliche Fachschule Offenbach a. M. (Zeichnungen, Kunststickereien, feinere Lederarbeiten) ca. 60 Sonntagszeichnenschulen der Provinz Starkenburg (ihre Schülerzeichnungen), ferner die Gewerbeschulen Bensheim, Darmstadt, Michelstadt (ihre Arbeiten), unter denen die Darmstädter Gewerbeschule mit ihren Fachkursen für Dekorationsmaler und Dekorateure, Kunstschlosser und Perrückenmacher, und deren Meisterkurs für Holz- und Marmorarbeiten wohl besonders hervorgehoben werden darf. Wir versäumen nicht, auf diesen sehr lehrreichen und sehenswerten Teil der Ausstellung aufmerksam zu machen. (Der Besuch dieses Teiles ist unentgeltlich). Wir empfehlen allen Besuchern, welche bis zum Abgang ihres Zuges auf dem Hauptausstellungsplatze, wo wöchentlich 3mal Kapellen konzertieren, bleiben wollen, die Ausstellung in der Realschule (5 Minuten vom Bahnhof entfernt) zuerst zu besichtigen. t* Zentralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M- Wie wir vor kurzem mitteilen konnten, waren der Zentralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. ganz bedeutende Anmeldungen auf die verschiedensten Obstsorten s?* in gering Mirabell^' si« Ä«» so bequemen 1 luiig der Z Händler zu v den gehM möchten dH irgend welche neben haben, c Qilfoenvtrt»! Md W® bi* W-is- ™ mehr rafdj 91' Tannusktuvs a Eingabe hat > dm Klub eine dem Feldberggit Architekt Adolf Ms auf die eid Jahrespa tai bestehenden Achtung m l Pschauer nid Einholung eilt wirb M nach unter im wese LchnneriMen hat eben nur en des Vertragsä incister v. 91a1 unb bann Vöt WM nach Jchchnnbnt Vor 1 Edinburg bi steller Walt feine große getreue Sch Romans uni schreibers. botsford. *'v. Ire W \ein zn Adenb. mit anderen von Johann natürlich n Donau zu so packend, MS au dein Dom 6 » ® rot tu L v zng des 2 in Wiesbade Stunde. Er achtzehn Gai mit Festreite ZU Pferd. I btt Gau 5 5Dlahv ®au Rheint MitnbatU Nahe-Gan, TauliAGai Wiesbaden ^sichren, "beschreiten. den £ Truppen Hb gtadttn Traten "Wia", bt unb buti bauen, m :Wtit iit. tzlar: ‘9 bet S^tsefterftabt, «b - Durch! ’ ■Sw«* er berieni^ner:: "inni ® du« e, bttngen » ‘«nt tä bi“M b ober m, ^aue§ Sb ^err ^Mlnerzjeu lern, ^Natur Seele örper. I’ feiten SSefu^rn t de, 'N bauer des Turmes-. Blau, ch und Last, ein nein, r -i - unerschütterlich! jläge eines Wetzlare nn von Heuchelheim de mit war die osfiM n und einem folenne ipid) der Natur eit bald bit gemüt/ichsi! , xouibe auf btm Herr Dann der Rückweg ar i EntgegeutmMus *.• ert, ein EMzug te. Damit endete ! hegte man den Wmi-' mbaues in etwa 6 h; ein möge. Dann merte dem von der Mur ja ien. »W1 unternahm die »t. chen §">logra^u w ®'ftÄ men gememW* n'l jamlte« N die Dl ,1 unb glechMll U k." $h,re ie 6nt».de »9 b« » fi« »ilker-« „kHerren geb«». N°ch ™ üt Dutue» « t ®i«= *n?S n t «W^MenV sihreShüleP'^! ysfei r De!«--'^" „d i»f erriide-'L 6»* DraI^nimen ° 11 ”"&»<» M illf mW61,,r' *1 ##• * von den Konsumenten zugegangen. Die Nachfragen haben sich inzwischen in erheblichem Maße gesteigert, leider aber entsprechen ihnen die Angebote nicht, denn diese laufen nur in geringerem Umfange ein. So sind z. B. Aprikosen, Mirabellen, Neiueclauden zu den besten Preisen fast nicht zu haben. Die geringen Angebote sind wohl eine Folge des im allgemeinen ungünstigen Obstjahres. Der Grund dürfte wohl aber auch darin zu suchen sein, daß es immer noch zahlreiche Obstproduzenten gibt, die von der für sie so bequemen und keinerlei Kosten verursachenden Vermittelung der Zentralstelle absehen und lieber das Obst an Händler zu Preisen abgeben, die in keinem Verhältnisse zu den gehabten Kosten und Mühewaltungen stehen. Wir möchten daher nochmals an alle Obstzüchter, welche Obst irgend welcher Sorte und in irgend welcher Menge abzugeben haben, die Aufforderung richten, der Zentralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M., Gneisenaustraße 15, alsbald davon Mitteilung zu machen. Sie werden auf diese Weise raschen Absatz zu guten Preisen finden. *}•* Der Feldbergturm. Der Feldbergturmbau wird nunmehr rasch gefördert. Auf eine von dem Vorstand des Taunusklubs an die Regierung in Wiesbaden gerichtete Eingabe hat letztere sich damit einverstanden erklärt, dem Klub eine Fläche von rund 1500 Quadratmetern auf dem Fcldberggipfel zur Erbauung des von dem Frankfurter Architekt Adolf Hänle entworfenen monumentalen Aussichtsturms auf die Dauer von achtzehn Jahren gegen Zahlung eines Jahrespachtgeldes von Mk. 5 zu verpachten. Nach den bestehenden allgemeinen Bestimmungen kann von der Regierung in Wiesbaden eine längere als achtzehnjährige Pachtdauer nicht festgesetzt werden, dazu würde es der Einholung einer Ministerialentscheidung bedürfen. Es wird aber nach Pachtablauf die Erneuerung des Vertrags unter im wesentlichen gleichen Bedingungen wohl keine Schwierigkeiten finden; die Pachtdauer von achtzehn Jahren hat eben nur eine formelle Bedeutung. Es bedarf nur noch des Vertragsabschlusses, wozu von der Regierung Forstmeister v. Nathusius in Homburg ermächtigt worden ist, und dann können die Vorarbeiten beginnen. Es ist also Aussicht vorhanden, daß der Turm noch im neunzehnten Jahrhundert fertig wird. „Frkf. Ztg." Aus der Zeit ffir die Zett. Vor 128 Jahren, am 15. August 1771, wurde zu Edinburg der berühmte englische Dichter und Romanschriftsteller Walter Scott geboren. Sein Hauptverdienst ist seine große Natürlichkeit und seine außerordentlich naturgetreue Schilderung. Er ist der Begründer des historischen Romans und gilt noch heute als das Muster eines Romanschreibers. Scott starb am 21. September 1832 zu Abbotsford. Vermischtes. *jD. Frankfurt a. M., 13. August. Eduard Strauß nennt sein zweites und letztes Konzert (Dienstag) Walzer- Abend. Es werden dabei in entsprechender Abwechselung mit anderen Stücken hauptsächlich die allbeliebten Walzer von Johann und Eduard Strauß zum Vortrag kommen; natürlich werden wir auch wieder die schöne blaue Donau zu hören bekommen, die keine Kapelle der Welt so packend, so echt herausbringt wie die Strauß'sche. * -r- Wiesbaden, 13. August. Der imposante Festzug des 24. mittelrheinischen Kreis-Turnfestes in Wiesbaden brauchte zu seinem Vorbeimärsche eine volle Stunde. Er bestand aus neun Abteilungen, die sich aus achtzehn Gauen zusammensetzten. Eröffnet wurde der Zug mit Festreitern und der Musik des 27. Artillerie-Regiments zu Pferd. Ihnen folgten Radfahrer, Festkomitee, Behörden, der Gau Heffen, worunter Gießen, der Main-Gau, der Main-Rhein-Gau, Saar-Blies-Gau, Jdarthal-Gau, Gau Rheinhessen, Gau Süd-Nassau, -Gau Frankfurt, Gau Offenbach-Hanau, Rhein-Mosel-Gau, Lahn-Dill-Gau, Unter- Nahe-Gau, Main-Taunus-Gau, Mittel-Mosel-Gau, Mittel- Taunus Gau, Unter-Mosel-Gau, Aar-Gau und Turngau Wiesbaden. Die einzelnen Turnvereine und Turngemeinden aufzuführen, würde Den Rahmen dieses Berichts bedeutend überschreiten. An der Spitze der Gaue marschierten Musikchors, den Schluß bildeten wundervoll geschmückte Rad- fahrergruppen oder prächtige von zwei, vier oder sechs Pferden gezogene Prunkwagen. Erwähnt sei die Bachus- Gruppe, gestellt vom Küferverein Wiesbaden, der Metzgergehilfenverein, welcher auf einem Prunkwagen einen festlich geschmückten lebendigen fetten Ochsen, der sicher guten Spießbraten liefert, mitführte, der Gärtnerverein „Hedera", der Bäckergehilfenverein, die Wafferspendende Hygiea, die Gambrinus-, die Winzer- und die Narrhalla- Gruppe. Ferner beteiligten sich die Feuerwehren, Gesangvereine, Krieger-, Postunterbeamtenverein mit Fanfarenbläser zu Pferd und noch viele sonstige Vereine an dem Zuge nach dem Festplatze. Am Abend lockte ein Doppelkonzert, eine große Illumination und ein Brillantfeuerwerk noch eine Menge Festteilnehmer nach dem Kurgarten. Das ganze Fest ist von der schönsten Witterung begünstigt. Eingesandt. Gießen, 14. August 1899. Eln hiesiger Verein unternahm gestern dnen Ausflug nach Schotten und dem Hoherodskopf. Einige der Teilnehmer benutzten die Gelegenheit, auch dem nur eine Viertelstunde vom Hoherodskopf entfernt liegenden, mit zwei Aussichtstürmen versehenen Taufstein, dem höchsten Punkt des Vogelberges, einen Besuch abzustatten, um hier die prachtvolle Aus- und Fernsicht zu genießen. Während nun der kleinere der Aussichtstürme, abgesehen von einigen wackeligen Treppentritten, vollständig intakt ist, unb ohne Gefahr auch von Frauen bestiegen werden kann, fehlen an der untersten, ziemlich steilen Leiter des bedeutend höheren, angeblich neueren Ausstchtsturmes in ziemlicher Höhe hintereinander zwei Sprossen, sodaß es eiaentlich nur Waghalsigen möglich ist, dieses Bauwerk zu besteigen. Wenn nun auch die Aussicht vom kleineren Turm schon verlohnt, den Taufstein zu besuchen, wieviel lohnender ist aber dann erst die Besteigung des viel höheren Turmes; wenn er nur allen zugänglich wäre! Vielleicht tragen diese Zeilen, deren Zweck es ist, Besucher des Hoherodskopfes auch zum Besuch des Taufsteins anzuregen, dazu bei, daß dem Mißstand bald abgeholfen wird. R. Temperatur der Lahn und Luft nach Rerumur gemessen am 14. August, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: , Wasser 17>/,°, Luft 22Ve°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 15. August bis 19. August. DlenStag den 15. August, nachmittags von 41,! bis 61/« und abends von 8 bis 10 Uhr aus der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Nachmittags 4 Uhr tm Saale: Vortrag des Hockw. Herrn Mtssions- prokurators P Dominikus Enshoff über: „Unsere Kolonie in Deutsch-Ost-Afrika", zum Besten des hiesigen katholischen Ktrchen- baues und der Missionen. Abends 8 Uhr im Saale: Konzert von Sophie Adelheim, Vtolin-Vtrtuostn aus Paris, unter Mitwirkung des Herrn Hentot L6oy, Pianist aus Berlin. Mittwoch den 16. August, nachmittags von 4/z 1 ähnlichen Bec Nach (Sröffnun Klagten Drey W in seiner Nö nach der >»idmr, bai t dessen er vern Präsident aud verlas Oberst d'eselbe Angel« Nelben ßerr; Kaufmännischer Verein in Frankfurt (am Main) für Mitglieder und Geschäftsinhaber kostenfreie Stellenvermittelung. (1898: 38% der Bewerbungen und 40° o der Vakanzen, 5653 bisher überhaupt 42000 Stellen vermittelt.) Königs-Ulanen-Regiments (I. Hannoverschen) No. 13 aus Hannover (Chef Se. Majestät der Deutsche Kaiser Wilhelm II.) unter Leitung des Kgl. Stabstrompeters Herrn H. Fischer. Programm. I. Teil. 1. Marsch der früheren hann. Gardes da Corps (Parademarsch der Königs-Ulanen). 2. Ouvertüre z. Op. „Die Zauberflöte“ v. Mozart. 3. Ich sende diese Blumen Dir! Lied v. Wagner. 4. Morgenblätter, Walzer v. Joh. Strauss. 5. Ich und Du! Konzertpolka für zwei Trompeten (Solo) v. H. Fischer. II. Teil. 6. Ouvertüre z. Op. „Das Glöckchen des Eremiten“ v. Mailard. 7. Herzkönigin, Gavotte v. Thiere. 8. Grosse Fantasie aus Rich. Wagners „Walküre* v. Seidel. 9. Aubade printaniöre v. Lacombe. 10. Goldeise, Fantasie für Cornet ä Piston (Solo) v. Köpke. (Herr Freise.) III. Teil. 11. Fanfaren aus der altritterlichen Trompeter- und Paukerkunst, nach Motiven aus der Zeit vom 12. bis 17. Jahrhundert. 12. Potpourri a. d. Op. „Mignon“ v. Thomas. 13. Blau Veilchen, Mazurka v. Eilenberg. 14. Auf der Wacht! Solo für Piston (in der Entfernung). 15. Retraite (Zapfenstreich und Gebet der Kavallerie) v. Wieprecht. 5969] Zur selbstständigen einer gut gehenden Mehgerei auf dem Lande wird ein Gefunden eine goldene Damenuhr mit Kette. Näheres Frankfurterstraße 76, III. Mas nicht gefasst, nehme per Nachnahme retour. Weltfernrohr No. 80 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer geliebten Gattin und Mutter Louise Schäfer, geb. Keuler, insbesondere der treuen Schwester für die aufopfernde Pflege und Herrn Pfarrer Hellwig für die trostreichen Worte, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagt herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Schäfer. OODCDtXXXXXXXXXXJOIOICXXXXXXXXXXXXXXXX^ Todes-Anzeige. , Heute mittag 5 Uhr entschlief nach langem, schweren Leiden unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel Clemens Fink im Alter von 48 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: die Brüder Wilhelm Fink. Adolph Fink. Gießen, den 12. August 1899. 02863 Die Beerdigung findet Dienstag den 15. August, nachmittags 5 Uhr, von der alten Klinik aus statt. ^Aefangverein»»<> VA OK» Heiterkeit. Heute Dienstagabend: Singstunde. QTOQoncxaotxaancxxxnioaoacxxxxxaotxxacooc l-, , ui Hebadiee: A. Burkhardt. — «nrf w* »«leg ter »rühl'schm llmtersitLtt-virch. EremdrEr-i («‘rtfd» »rve«) m Hetzen. Die Heutige Wummer umfaßt 10 Seiten «... Wietgeluche zum täglichen Aas wechseln. O. R. G. M. 51 353. 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