BS99 Samsta« den 15. April Erstes Blatt. lethode, werfen werben. Was an Hifiirn, tn»tNition und Drudnd: Ar. 7. «MfHild) viermal bd|de(t werben können. Auch bestehe bie Absicht, an anderen großen Städten in derselben Richtung vorzugehen. Morgen 1 Uhr: Samoa-Interpellation, Fortsetzung der ausgesprochen. Abg. Rintelen (Zentr.) hält hier bie Ausdehnung bes Staatsmonopols nicht für genügenb begründet. Er, Redner, wünsche auch nicht eine zu große Ausdehnung desselben, schon deshalb nicht, damit nicht gar zu viele Personen in Abhängigkeit vom Staate geraten. Es glaube annehmen zu dürfen, daß nur durch die erfolgreiche Konkurrenz der Privatposten die Reichspost gezwungen worden sei, mit ihren Tarifen etwas herabzugehen. Wie könne man da wünschen, daß die Privatposten beseitigt würben. Abg. Oertel (Bd. d. Landw.) bestreitet, daß bte Vorlage ben Eindruck der Fiskalität mache. Er selbst und seine Freunde stünden dem Grundgedanken der Vorlage: Ausdehnung des Monopols, sympathisch gegenüber. Einzelne Bedenken würden ja wohl in der Kommission erledigt werden. Auf eine Bemerkung des Redners, daß die Post die Zeitungsabonnements pränumerando erhebe und postnumerando auszahle, also Zinsen davon ziehe, entgegnet Staatssekretär v. Podbielski, die Post sei stets bei der Reichshauptkasse in Vorschuß. Abg. Dasbach (Zentr.) führt aus, eine Partei, auf beten Rücken noch die Schläge des Kulturkampfes zu sehen seien müsse sich sehr hüten, durch Zustimmung zu Monopolerweiterungen die Zahl der vom Staate Abhängigen noch zu vermehren. Der neue Zeitungstarif gefährde die Existenz der kleinen Provinzpresse und sei unannehmbar. Staatssekretär von Podbielski entgegnet dem Vorredner, er solle doch bedenken, daß es sich nur um 2 bis 21/ tausend Privatpostbeamte handele; von einer nennenswerten Vermehrung der abhängigen Beamten könne da doch keine Rede sein. . ,T Abg. Werner (Ant.) spricht sich im ganzen wohlwollend über die Vorlage aus. . Nunmehr wird der Entwurf an eine besondere Kommission verwiesen. Es folgt die 1. Lesung des Entwurfs einer Fernsprechgebührenordnung. Staatssekretär von Podbielski begründet die Vor- läge und bezeichnet als deren Ziel bie billigere Versorgung des glatten Laubes mit Fernsprechverbindungen. Abg. Singer (Soz.) ist völlig einverstanden mit der Ausdehnung des Fernsprechwesens zu möglichst billigen Abonnementssätzen auf das platte Land, die kleinen Städte; aber er sei nicht damit einverstanden, daß wieder die größeren Städte bie Kosten davon tragen sollten. Der Tarif, wie Inf Ersuchen Großh. Ministeriums der Finanzen, Ab. tenirig. für Forst- und Kameralverwaltung, weisen wir Sie keits-, nicht einen Rechts-Anspruch hätten, habe er nicht als seine, sondern als Ansicht der verbündeten Regierungen Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heWtze Landwirt Matter für hessische Volkskunde. Ldreffe für Depeschen: Jhurißet Fernsprecher Nr. 51. JNA sionfrt, HllMlehMtlw iloilw «fr*‘l" II MfiuWi '■ filmet ILtzNch eh e Lfinabmc der AechtWr Deutscher Reichstag. 64. Sitzung vom 13. April. 1 Uhr. Tages-Ordnung: Fortsetzung bej ersten Lesung vierteljährlich 2 Mart 20 Pf,, monatlich 75 Pf, mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mart 50 Pf,. vierteljährlich. b er Po st Vorlage. . • Abg. Fischbeck (frf. Vg.) bemerkt, ferne politischen ! Freunde bedauerten, daß die Regierung hier wieder nach der alten Methode verfahre: einen Schritt vorwärts, einen Schritt rückwärts. Bei diesem Entwurf sei eben wieder für seine Urheber der Finanzgedanke der feste Punkt gewesen, um den sich alles drehe. Der Herr Staatssekretär habe sich in Bezug auf die angebliche Unzuverlässigkeit der Pnvat- posten gestern auf die Handelskammer in Hannover berufen. Er habe sich da aber geirrt, denn diese Kammer habe eine Eingabe an den Reichstag gerichtet, in der ausdrücklich gebeten werde, von einer ? Abstand zu nehmen (Hört! Hört!). Das Publikum sei auch immer zufrieden mit den Privatposten gewesen. Zweifellos sei, daß die Privatposten ein Recht auf Entschädigung hätten, und zwar aus eine ausgiebige; ebenso die Angestellten. Der Konzessionspflichtartikel^U sei zu verurteilen; dem neuen Zeitungstarif aber ftef)X er freundlicher gegenüber. Die Bestimmung wegen der (Mreßboten müsse entschieden verworfen werben. Was an zugesagt, bczw. beabsichtigt sei, müsse jedenfalls in bas Gesetz selbst hmem und nicht dem Reichskanzler anheimgegeben werden. Staatssekretär von Podbielski bestreitet, daß mit dem Konzessionspflichtartikel eine -völlige Unterdrückung der Polizei-Verordnung, betreffend die Vertilgung der Maikäfer. Unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit ®e> uc qiigd'lig Großh Ministeriums des Innern und der Justiz vo imß. März 1894 zu Nr. M. I. 5910 wird in Gemäßheit des A,!m. 7*. des Ges. vom 12. Juni 1874, die innere Ver- tt'ültung und bie Vertretung ber Kreise und Provinzen betr., fütf ben Kreis Gießen verorbnet was folgt: • § 1. 3ebcr Besitzer eines Grundstücks ist gehalten, innerhalb en: tl bi-n ber Ortspolizeibehörbe zu bestimmenden össent- lu $btUnnt zu machenden, geeigneten Zeitraums sämtliche ai dcrr Grundstück befindlichen Bäume und Gebüsche täglich miMük.i? bi« spätestens 8 Uhr durchschütteln bezw. durch- v--------r . fuäin und die gesammelten Maikäfer auf geeignete Weise Ptivatanstalten beabsichtigt sei. Daß diese nur einen Billig. zu lafien. Bon ben Walbungen unterliegen biefet > — — Btefimnnung nur die mit Laubholz bestockten Bestandsränder lä nzö b»er Felder, Wiesen, Kultur flächen, Blößen, Schneisen Gießen, ben 11. April 1899. betr.: Die Vertilgung der Maikäfer. Die ttchh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. -Aachfolgenbe Verfügung Großherzoglichen Ministeriums Männern und der Justiz, Abteilung für Schulangelegen- hckiii!, vom 4. Mai 1894 teilen wir Ihnen zur Kenntnis um.i Nachachtung mit. v. Bechtold. stahl it cht« El * auer-Versick schäft m. d. U. ama-M _ ui iß iikge. § 2. 3m jeder Gemeinde bestimmt der Gemeinderat alljähr- ti.jfl) tiibe ober, wenn erforderlich, mehrere Kommissionen von \t i kti Mitgliedern, welche sich davon zu überzeugen haben, dcSl'jbir: in § 1 angeordneten Maßregeln befolgt werden. Fstcktt dieselben, daß bei einzelnen Besitzern dies nicht ober nicof im genügender Weise der Fall ist, so kann auf deren Aümag die Ortspolizeibehörde das Sammeln der Maikäfer .imijss'gen den Willen der Verfügungsberechtigten auf deren Rtloofen vornehmen lassen. bezüglich sämtlicher Waldungen fällt die vorstehende ei mm Kommission überwiesene Aufgabe der Staatssorstver- wnMg zu. § 3. iZmwiderhanblungen gegen die in § 1 getroffenen An- Durüiyngcn werben auf Grund des Art. 78 des Gesetzes vom Ul' Zuni 1874, die innere Verwaltung re. betr., mit Geld- fbUrotjt bis zu 30 Mk. bestraft. § 4. vorstehendes Reglement tritt mit dem heutigen Tage in i Greift. 8-ießen, ben 11. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. er hier vorliege, sei zu hoch. Die beabsichtigten au oma- tischen Fernsprechstellen sollten noch erheblich vermehrt und Gespräche schon zu 10 Pfennig zugelassen werden. Staatssekretär von Podbielski führt aus, voraus- Berlin, 13. April. Die „National-Ztg." verzeichnet die Thalsache, daß sich bie Samoa-Angelegenheit in den diplomatischen Verhandlungen ber drei Negierungen insbesondere zwischen dem deutschen und englischen Kabinette wieder zugespttzt hat. Im Laufe des heutigen Tages hätten sich die diplomatischen Verhandlungen ungünstiger gestaltet. Die „National-Ztg." meint, bei gegenseitigem guten Willen lasse sich jeder Anlaß zur Befürchtung, die nach den em- ia aericniei ui uvl «v . gelaufenen Nachrichten auf Samoa Herrsche, ausschließen, Befthränkung des Privatpostwesens I wenn bie drei Regierungen bereit seien, bie Drehungen J - - - - — • - 1 dreier Großmächte nicht durch bie etwaigen Fehler der Konsuln und Schiffs-Kommandanten, welche vermöge der Entfernung jeder wirksamen Kontrole entrückt sind, beeinflussen zu lassen. . A Berlin, 13. April. Aus Weimar Wird gemeldet, daß der berühmte Hallenser Augenarzt, Professor Albert Gräfe im 69. Lebensjahre dort gestern abend an den Folgen eines Influenza-Anfalles gestoUMjyjU Berlin, 13. April. (SefterT^roWwTjQtttf der hiesige englische Botschafter eine längere Unterredung mit dem Staatssekretär v. Bülow, deren Verlauf an sich befriedigend war, schließlich aber, wie ber „Lokal-Anz." schreibt, sich mehr mit ber Stellungnahme des englischen Kabinetts gegenüber den deutschen Vorschlägen, als mit dem jüngsten Handstreiche der Samoaner beschäftigt haben dürfte. Für die offenbare Wichtigkeit der Konferenz spricht die Thatsache, daß gestern abend nach der Vorstellung im Schauspielhause, die erst um 11 Uhr zu Ende war, Herr v. Bülow dem Kaiser darüber noch Bericht erstattete. Berlin, 13. April. Die Reichstags-Kommission für das Jnvaliditäts-Versicherungsgesetz nahm heute ihre Beratungen wieder auf, und zwar mit der zweiten Lesung des Gesetzes. Die §§ 1 bis 3a wurden erledigt. Berlin, 12. April, lieber den neuen Zwischenfall auf Samoa läßt sich „ReutersBüreau" aus Apia melden, daß der Hinterhalt, in dem drei Offiziere und vier Matrosen der Engländer und Amerikaner gelobtet wurden, sich auf einer deutschen Plantage befand (?), deren Geschäftsführer I verhaftet nnb an Bord des englischen Kriegsschiffes „Tau- i ranga" gebracht wurde, da man gesehen habe, wie er Mataafaleute zum Kämpfen aufforberte. (?) — lieber diesen Vorfall, welcher sich an demselben Ort ereignet zu haben scheint, wo im Dezember 1888 der Zusammenstoß mit dem Landungskorps der deutschen Kriegsschiffe „Olga", „Adler" und „Eber" stattfand, liegt aus amtlicher deutscher Quelle folgende Nachricht vor: Die Engländer haben das Dorf (Name unleserlich) jeden Tag beschossen. Sowohl Tanu- wie Mataafa-Leute plündern fremdes Eigentum. Am 1. April ist eine englisch-amerikanische Landungstruppe von 70 Mann in einem Hinterhalt bei Vailele geraten, wobei drei Offiziere gefallen und zwei Landungsgeschütze genommen sind. Die Kriegsschiffe haben die Beschießung erneuert.. Die „T. R." bemerkt dazu: Wir brauchen nicht besonders hervorzuheben, daß es sich für das englische Nachrichten- I bureau wieder darum handelt, dem Vorfall eine Spitze gegen Deutschland zu geben. Ebenso ist es mit folgender Meldung desselben Bureaus aus Apia vom 3. April: „Bei ber Ankunft des englischen Kriegsschiffes „Tauranga" erließen ber britische und der amerikanische Konsul eine Proklamation, um Mataasa eine letzte Gelegenheit zum Einlenken zu geben. Die französischen Geistlichen versuchten gleichfalls chren Einfluß geltend zu machen, aber alle Anstrengungen schlugen fehl. Die Aufständischen fuhren in der Plünderung fremden Eigentums fort, zerstörten Brücken und verbarrikadierten die Wege. Nach dem Gefecht am 29. März wurden mehrere Aufständische von den Anhängern Malietoas getödtet und verwundet, worauf die letzteren bie Köpfe der Gefallenen im Triumph durch Apia trugen. Kapitän Stuart, der Befehlshaber ber „Tauranga", war hierüber außer sich, ging zn Malietoa und drohte, jeden Mann niederzuschießen, den er hier- ? nur oli»* ,.ilC^od) sich die für rubr. Betreff verausgabten Kosten be- lanfin int) wie groß ungefähr bie Zahl ber vertilgten Mai- Tüfljtl ist; letztere Zahl ist in Litern anzugeben. v. Bechtolb. bei betreffe. Malietoa erließ eine diesbezügliche Proklamation. Der deutsche Konsul schrieb an Admiral Kautz und fragte, ob zwei große christliche Nationen einen solchen barbarischen Mißbrauch billigten, der gegen die christlichen Gesetze und gegen den Beschluß des obersten Gerichtshofes verstieße. Der Admiral sandte eine spitzige Erwiderung, er sei völlig damit einverstanden, daß der Gebrauch unmenschlich sei, müsse aber darauf Hinweisen, daß, wenn der deutsche Konsul den Beschluß des obersten Gerichtshofes vom Januar aufrecht erhalten hätte, kein Blutvergießen notwendig gewesen wäre, und daß, obschon es ein alter Brauch aus Samoa sei, es doch erst vor zehn Jahren der Welt bekannt geworden sei, als die Köpfe einiger ehrlicher deutscher Soldaten von dem barbarischen Häuptling Mataafa abgeschnitten wurden, welchen der Vertreter der großen christlichen Macht Deutschland jetzt unterstütze. Die Samoaner erzählen, Mataafa sei bei drei Gelegenheiten entschlossen gewesen, sich zu ergeben, aber der deutsche Konsul habe ihm geraten, es nicht zu thun. Jetzt erklärte Mataafa, er werde sich nie ergeben, sondern bis zum Tode kämpfen." Im Gegensatz zu diesem Bericht muß anerkannt werden, daß die Amerikaner mehr der Wahrheit die Ehre geben. In einer Unterredung mit einem Vertreter der „Associated Preß" in London sagte der amerikanische Botschafter Choate bezüglich der gegen die Deutschen in Samoa erhobenen Anklage auf Verrat, daß sich in den aus Samoa eingetrofsenen Nachrichten keine Bestätigung für die Behauptung finde, daß Deutschland in den neuesten Vorfall verwickelt sei. Das Blutvergießen sollte die drei Mächte veranlassen, eine definitive Derstän- digung zu beschleunigen.____________________________ Ausland. Budapest, 13. April. Hier wurde eine Frau namens Rosa Berthold verhaftet, welche halberwachsene Mädchen dem Laster zugeführt hatte. Die Staatsanwaltschaft soll die Untersuchung in dieser Sache auch auf einen jungen Magnaten, einen Reichstags-Abgeordneten und einen angesehenen Kaufmann ausgedehnt haben. Pilsen, 13. April. In der Anlage um den jüdischen Tempel wurden Flugschriften in tschechischer Sprache gesunden, welche die Aufforderung enthielten, wie in Nachod, auch hier gegen die Juden vorzugehen. Die Polizei konfiszierte die Blätter. London, 13. April. Bewaffnete Kutter der englischen Kriegsschiffe „Tauranga" und „Porpoise" haben 46 Rebellen- boote und mehrere Dörfer zerstört.________________________ Lokales und Provinzielles. Gießen, den 14. April 1899. ** Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 12. April dem Oberst und Kommandeur der 14. Feld- Artillerie-Brigade, v. Beck, seither Kommandeur des Großh. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Korps) das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen geruht. *• Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. März dem Bürgermeister Karl Heinrich Koch in Oppenheim das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. •* Vom höheren Lehramt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 12. April den Lehramtsassessor Dr. Karl Hattemer zu Michelstadt zum Lehrer an der Realschule daselbst zu ernennen; ferner an demselben Tage: 1) dem Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen Dr. Georg Clemm, 2) dem Lehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach Dr. August Röschen, 3) dem Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Wilhelm Sammet, 4) dem Lehrer an der Realschule zu Alsfeld Karl Henkelmann, 5) dem Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt Arnold Mendelssohn und 6) dem Lehrer an der Viktoriaschule zu Darmstadt Dr. Adolf Helmsdörser den Charakter als „Professor" zu erteilen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs vom 22. Februar l. I. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Kostheim Lorenz Thomas, Brandmeister, und Johann Jordann, Brandmeister. •• Zu Steneraufsehern wurden ernannt am 4. April I. Js. die Steueraufseher-Aspiranten August Beck aus Lützel-Wiebelsbach, Georg Beck aus Kirch-Brombach, Johann Philipp Bertaloth aus Hahn, Anton Engler aus Frei- Weinheim, Johann Peter Gölz aus Wald-Michelbach, Valentin Meffert aus Nordheim, Philipp Weller aus Trebur, mit Wirkung vom 16. April I. I. •* Eugen Seitz -j-. Am 11. d. Mts., abends, starb in Wiesbaden der Geheime Medizinalrat und frühere Professor in Gießen Eugen Seitz. Geboren 1817 in Vilbel, studierte er in Göttingen, erwarb sich in Gießen 1842 den Doktortitel, war Assistent und Dozent in Tübingen und Gießen, und darauf 1856 Direktor der hiesigen medizinischen Klinik. Es ist hier nicht der Ort, von seinen wiffenschaft- lichen Leistungen zu sprechen. Hervorgehoben aber mag «erden die klare, prunklose und tiefgehende Art, mit welcher er seinem Unterricht oblag. Zahlreiche Schüler sind ihm für die Sorgfalt und Gründlichkeit, mit der er sie anleitete und für ihren Beruf vorbereitete, dankbar, und werden sich seiner mit Pietät gern erinnern. Aber auch viele aus unserer Bürgerschaft haben ihn noch persönlich gekannt. Diese werden ihn noch im Gedächtnis haben, wie er jederzeit mit seinen reichen Kenntnissen und Ersahrungen den Kranken in uneigennütziger Weise zu helfen bereit war. Geräuschlos hat sich seine Wirksamkeit vollzogen, aber darum nicht weniger bedeutungsvoll. Nachdem er Gießen verlaffen, lebte er einsam in Wiesbaden, und stiftete auch dort als konsultierter Arzt vieles Gute, bis ihn ein Herzleiden zu vollkommener Ruhe zwang. Still und ohne Prunk haben ihn die Verwandten in der Familiengruft zu Darmstadt beigesetzt. Eine noch bei seinen Lebzeiten von srüheren Schülern ins Leben gerufene „Seitz-Stiftung" wird seinen Namen unter den hessischen Aerzten unvergeffen machen. Die Erde ei ihm leicht! ♦* Parlamentarisches. Der Finanzausschuß und der vierte Ausschuß der Zweiten Kammer tagten am 11. d. M. im Ständehaus. Der letztere hatte 12 Gegen- tände auf der Tagesordnung, welche eingehend besprochen wurden, und über welche die Berichte jetzt ausgearbeitet werden können. — Der Finanzausschuß setzte am 12. April eine Sitzungen fort, und lieferte an diesem Tage 42 Beichte zur Drucklegung an die Kanzlei der Zweiten Ständeammer ab. Wechselstempelsteuer. Im Oberpostdirektionsbezirke Darmstadt ertrug die Wechselstempelsteuer im März d. Js. 15,652 Mk. 50 Pfg., im ganzen Rechnungsjahre 1898/99: 181,146 Mk. 10 Psg. (9319 Mk. 90 Pfg. mehr als in 1897/98). ** Großherzogliche Handelskammer. In den Sitzungen vom 21. und 28. März gelangte der Jahresbericht für 1898, der in aller Kürze im Druck erscheinen wird, zur Verlesung. — In der Sitzung vom 8. l. Mts., in welcher die Herren Koch, Balser, Heichelheim, Katz und Wortmann anwesend waren, beschloß die Kammer, eine Eingabe an den Reichstag gegen den demselben vorliegenden Entwurf betr. die Neuordnung der Fernsprechgebühren zu richten. Die Kammer erachtete zunächst den der geplanten Neuordnung zu Grunde gelegten Berechnungsplan für nachteilig, da er keine zeitgemäße Reform darstelle, sondern den Gebrauch des Telephons einzuengen geeignet sei. Nur eine, auf der Verbilligung des Jahresabonnements beruhende Aenderung der Gebühren mit einem höchsten Satz von 150.— Mk. für Plätze ersten Ranges und mit Zwischensätzen bis 60.— Mk. könne als wirkliche Verbesserung angesehen werden, welche auch dem platten Lande zu gute käme und das Telephon zum Allgemeingut im Dienste des modernen Verkehrs mache. Die Fernsprechgebühr dürfe für Städte mittlerer Große höchstens 100.— Mk. betragen, wie denn auch eine seinerzeit von der Kammer veranstaltete Umfrage gezeigt habe, daß sich in der Stadt Gießen bei Einführung dieses Satzes die Anschlüsse um etwa 50 Prozent vermehren würden. Erhebungen, die auf Veranlassung der Handelskammer Gießen von anderen Kammern veranstaltet worden seien, hätten für andere Städte ein gleich günstiges Resultat ergeben. Dagegen begrüßte die Kammer unter Hinweis auf das glänzende Ergebnis, welches die Einführung des 25 Pfennig - Tarifes im Fernsprechverkehr benachbarter Städte bis zu 50 Kilometer Entfernung im Gefolge hatte, daß die bereits von ihr mehrfach befürwortete Einführung einer Zwischenstufe für Ferngespräche von 50—100 Kilometer, zum Satze von 50 Pfennig im Entwürfe vorgesehen und wünscht, daß dieser Teil der Vorlage zum Gesetz erhoben werden möge. — Eine wertvolle Bereicherung erfuhr die Bibliothek der Kammer durch das ihr von dem Königl. Preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten in dankenswerter Weise gemachte Geschenk: „Berlin und seine Eisenbahnen 1846—1896". ** Lesehalle-Verein. Im Monat März wies die Benutzung der Lese- und Bücherhalle wiederum eine nennenswerte Steigerung auf. Es wurden insgesamt verliehen 1471 Bände (1,329 im Februar). Davon entfielen auf illustrierte Zeitschriften 415, Romane, Novellen ic. 645, klassische Litteratur 90, Gedichtsammlungen 18, Jugendschriften 116, Länder- und Völkerkunde 50, Geschichte und Kriegsgeschichte 62, Naturwissenschaften, Technologie, Gc- sundheitslehre 55, Philosophie 8, fremdsprachliche Litteratur 12 Bände. Auf die einzelnen Berufsklassen verteilten sich die Entleihungen wie folgt: a) an M ä n n e r: Handwerker 530, Arbeiter 230, Kaufleute 150, Schüler und Studenten 140, Beamte 90, ohne Srandesangabe 31 Bände (Summe 1171); b) an Frauen: Hausfrauen und -Töchter 238, Gewerbetreibende 32, Arbeiterinnen und Dienstmädchen 20, Lehrerinnen 10 Bände (Summe 300). Nach auswärts wurden 72 Bände verliehen. Wir bemerken zu der vorstehenden Statistik, daß die geringen Entleihungsziffern aus dem Gebiete der Länder- und Völkerkunde sowie der Naturwissenschaften, Technologie rc. wiederum nur auf die Geringfügigkeit der Bestände zurückzuführen ist, die Nachfrage dürste etwa dreimal so stark gewesen sein. Was die Beteiligung der Frauen betrifft, so ist sestzustellen, daß die dem weiblichen Geschlecht angeborene Schüchternheit manche derselben immer noch von der Benutzung abzuhalten scheint. Möchten sich doch recht viele überzeugen, daß gar kein Grund zur Scheu vor der Entleihung eines guten Buches vorliegt. Auch eine regere Beteiligung der Arbeiter wäre sehr erwünscht. *• Die Musterriegc des Gießener Turnverein in Hamburg. Nach der soeben in der „Deutschen Turnzeitung" veröffentlichten Zusammenstellung der Ergebnisse der Musterriegen bei dem 9. deutschen Turnsest in Hamburg im vorigen Jahre hat die Musterriege des Gießener Turnvereins für ihre Leistungen folgende Noten erhalten: 6 Turner am Barren: Anmarsch: gut; An- und Wegtreten am Gerät: gut; Ordnungsverhalten der Gesamtheit: recht gut; Ausführung der Hebungen: recht gut; Abmarsch: gut; Gesamturteil: recht gut. ** Der Lokomotivführer Bindewald von hier, von besten Verunglückung wir in voriger Nummer berichteten, ist seinen schweren Verletzungen im Landkrankenhause zu Fulda erlegen. •* Waldbrand. Während der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten lies dort die Nachricht ein, daß an den Ochsenwiesen ein Waldbrand ausgebrochen sei. Wie sestgestellt wurde, ist der Brand durch die Funken einer Lokomotive der oberhesfischen Eisenbahnen entstanden. Das Feuer, durch ziemlich starken Wind angesacht, hat sich rü(* über etwa zwei Hektare Eichenhege, rechts an der Rödaener Chaustee in der Nähe des Bahnwärterhauses, verbreitet und auch einige Hausen Wellenholz beschädigt. Zur wältigung des Brandes rückten zwei Kompagnien Militär aus. Den zur Bekämpfung des Feuers getroffenen Maß. nahmen kam der Umstand zu statten, daß die Brandstelle an der die Rödgener mit der Anneroder Straße verbindende» mit ziemlich gefüllten Wastergräben umgebenen Schneise la»' wodurch dem Feuer ein natürliches Hindernis geböte» wurde. Die ebenfalls aufgebotene städtische Straßenarbeiter- Mannschaft brauchte nicht mehr einzugreifen. H. Fruhjahrs-Gautag des Gauverbandes 9 des Deutsche, RadsahrerBundes. Der gestrigen Besprechung des 8r. rangements und Programms dieser Festlichkeit, welch, Sonntag, den 23. April d. I. hier in Gießen stattfindet, möchten wir heute noch anfügen, daß auch bei dieser legenheit wieder die Kapelle unseres Jnfanterie-Regirnenl, „Kaiser Wilhelm" unter Leitung des Herrn Musikbir^s, Krauße konzertieren wird, wie dies bisher bei allen ftaltungcn der Gießener „Wanderer" der Fall war. - dem abends in Steins Saalbau stattfindenden Festtvwwer» mit Damen hat der Bauer'sche Gesangverein mehrere Vorträge unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Polster, in dankenswerter Weise zugesagt, die neben anderen gefang^ lichen und humoristischen Vorträgen auswärtiger, insbesondere Frankfurter, Sportskollegen in bunter Reihe mit den beliebten Darbietungen unserer Regiments-Kapelle abwechsel» werden. Zu dem Festkommerse hat jeder freien Zutun, der mit Eintrittskarten für den Nachmittag (Reigenfahren.c - ! versehen ist; andernfalls wird ein kleines Eintrittsgeld vc» 50 Pfg. erhoben. □ Vo» nordwestlichen Vogelsberg, 13. April. Lebhch blüht zur Zeit wieder das K a r t o f f e l g e s ch ä ft. Die Aussicht, quelle ist die Wetterau. Da man hierin weiß, wie start die Nachfrage nach neuen Setzkartoffeln im Vogelsberg «ft, so fehlt es keinesfalls an Ausfuhr und Angebot. M wöchentlich kommen Wagenladungen voll Kartoffeln in de» verschiedenen Ortschaften an. Der Preis bewegt sich je nach der Sorte zwischen sechs und sechseinhalb Mark für ben Doppelzentner. Die starke Nachfrage nach neuen Äattofidn wird aber keinesfalls verursacht durch einen vorhandm» Mangel an Kartoffeln, sondern nur durch die Erkenntnis daß der ÄZechsel mit neuen Setzkartoffeln grunbbebingtnb ist für eine gute Kartoffelernte. Das vorjährige überaut naffe Frühjahr, das eine zeitige Kartoffelsetzung unmögliA machte, hat gelehrt, daß man bei später Saat aus keine Spätsorten sehen darf. Diese werden dann nicht genügtnt reif, haben noch grünes Kraut im Herbste, und die Knolle?, bleiben seifig und weniger schmackhaft. Vielleicht mach! man sich diese Erfahrung in diesem Frühjahr, das leide-, wieder eine späte Felderbestellung zu bringen scheint, zu nutze. § Aus dem Ohmthal, 13. April. Um die Mitte bei diesjährigen Februar war die Temperatur fast doppelt (j hoch als jetzt um die Mitte des April. Der Schnee if zwar wieder überall gewichen, aber heute morgen warn die Dächer, Wiesen und Fluren weiß bereist. Dazu nic^t ein Frühlingslüftchen, das dafür sorgt, daß das Feuer in den Oefen nicht ausgeht. Die landwirtschaftliche Arbeit, die kaum begonnen, steht wieder still; Pflug und Egg« rasten und rosten. Das Land ist durch die gewaltige» Niederschläge zu Anfang dieser Woche wieder sehr seuch: geworden. Wie stark diese Niederschläge gewesen, konnte man am Stand des Wassers sehen. Die Ohm trat über ihre Ufer und überschwemmte das grüne Wiesenthal; ein Bild, das man sonst nur im Herbst und Winter zu sehr» bekommt. Der seitherige Verlauf des Frühlings läßt befürchten, daß er dem vorjährigen ähnlich werde. Damals gab es auch nichts als Regen, und erst mit Beginn des August stellte sich dauernd schönes und trockenes Wetter ein. Diese Befürchtung gründet sich auf die ungewöhnii^ Trockenheit im Februar und März. Wie die Erfahm.g der letzten Jahre lehrt, fällt unsere Witterung sehr oft aai dem einen Extrem in das andere. Offenbach, 13. April. Zum Fr ankfurter Brauerstreik. Eine Mitgliederversammlung des Gastwirt-LercinS, die gestern abend im „Rheinischen Hof" tagte, nahm Stellung zu dem durch den Streik hervorgerufenen Bierboykott 7>c Versammlung sprach sich für eine friedliche Beilegung M zwischen ben Brauereien und den Brauern bestehenben aus und faßte in diesem Sinne die folgende Resolutwn'. „Die am 12. April in der Restauration „Zum Hof" hier tagende Versammlung der Mitglieder btt W-- Vereins für Offenbach a. M. und Umgegend erblickt m dem gegenwärtig zwischen dem Verband der Brauereien von, Frankfurt a. M. und den streikenden Arbeitern^bestehenvc« Differenzen eine immer mehr fühlbar werdende Schädigung Insbesondere wirkt der damit verbundene Bierboykott |u viele ihren Beruf noch ernst nehmende Wirte geradezu veu nichtend. Wenn man in Betracht zieht, welche Forderung^ an Miete, Steuern, Heizung, Beleuchtung und sonstrgr Anforderungen an die Wirte gestellt werden, so muß m» sich mit Recht sagen, daß die Existenz vieler Wirtssammc in Frage gestellt ist. Die Versammlung erklärt audbruan weder für noch gegen die eine oder andere Korpora - Stellung zu nehmen, sondern lediglich dahin zu wirken, v. eine beiderseitige Verständigung herbeigeführt wird, ® daher die Absicht der heutigen Versammlung, dem ^eroa^ der Brauereien, sowie den streikenden Arbeitern Der] folgenden Vorschlag zu machen: Die Vertreter vorgenanni« Korporationen zu ersuchen, eine nochmalige gegenseitige Handlung anzubahnen, wodurch die Möglichkeit nicht S- schlossen wäre, eine friedliche Erledigung und Beseitigu g des uns schwer treffenden Mißstandes zu erreichen, o 9 ergeh, di- dringende Bitt- an beide Teile, diesem unser., vorurteilsfreien Ersuchen entgegenzukommen, um uns weiterem Schaden zu bewahren." - vrrpE - MM«? ,'i1' . ® I em” ■ 6tol6 eitb ** ' ü. Silit ti«5 B Aus 9 rt k C tlUt t« fa» * A 11. It« -fHiben Samstag Hessischen Lai .Olim f°19* (mintit: Sittel Biititwl) mb Wicht« W frtt Psnbtpchi । >1 SorMAft Eh Mgsberg der Stedichlen spncht s d!N Empfindung o LlaffMng mtsaö Xw\tx grsÄMar 117. jlcckn mtWZe vom A a) bet S I b) btt A ■r or \i ca. 200 Cül rxfiatut, wüb hier Dir MW l'Gi'dfiWad) Hfrmen aber auch 1 Wehlich 20 Pfg i «arfen) ebenda b Angebote fl 'Hit entsprechender bis zum d da dem Unterlid tiUfotn, I 214 * «Par, r-i Sei Uni 8m Äein 3» N N «u» 4 25 Pfg atro-« Xi CO Herrentandem, o 981 Vermietungen Mietgesnche Ftelleil-Gesiiche Du uerluiitfcit (Offene Stellen • >* ■ ö VZv-r>^\ #Hf-und ä 10 Pfg. das Täfelchen, denn sie geben in wenigen Minuten, mit geringer Mühe und nur mit Zrnatz vob Wasser. */t Liter ebenso kräftiger als leichtverdaulicher Snippe, die jeden Gaumen befriedigt. 2840 Erhältlich in 60 verschiedenen Sorten, wie: Erbs-, Reis-, Gemüse- Swppe etc., in Dolikatess- und Kolonialwaren Geschäften. das Lied von der Freundschaft. Zum Volkslied ge worden, ist eines seiner einfachen und doch so sinnigen Lieder: „Aennchen von Tharau-. Dach wurde am 29. Juli 1605 zu Memel geboren. Neueste Meldungen. Depescken deS Bureau „Herold^. Berlin, 14. April. Blättermeldungen zufolge hat der bekannte Maler Simon Mores ein Mittel gegen die Reblaus gefunden, welches sich nach vielen und längeren Versuchen außerordentlich bewährt haben soll. Berti», 14. April. Die heute auf der Tagesordnung des Reichstages stehende Interpellation über die Samoa« Angelegenheit ist auf Wunsch des Abgeordneten Dr. Lieber einer Abänderung in ihrem Wortlaut unterzogen worden, und infolgedessen von Vertretern aller Parteien mit Aus« nähme der Sozialdemokraten unterzeichnet. Sie lautet nunmehr wie folgt: Ist der Herr Reichskanzler bereit, über die Vorgänge auf Samoa, sowie über die von der Regie« rung getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen Auskunft zu geben. Rom, 14. April. In politischen Kreisen beobachtet man mit Spannung die Ereignisse auf Samoa. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß die Dinge auf Samoa die schwersten Folgen nach sich ziehen können. Paris, 14. April. Dem „Journal" zufolge ist zwischen dem Kriegsminister und dem Justizminister ein Ein« Verständnis zustande gekommen wegen einer Gegenüberstellung von Gonse, Picquart und Paleologues und dem Kommandanten Cuignet, sowie zwischen dem letzteren und dem Artilleriechef Masson. Washington, 14. April. Die Mitglieder deS Ausschusses über die Samoa-Angelegenheit werden sich am 25. April von San-Franzisko aus an Bord des Dampfers Badges einschiffen. Die Ernennung des ersten Sekretärs der deutschen Botschaft in Washington zum Kommissar soll gestern erfolgt sein. 8 teßen, den 14. April 1899. Der Wtrtschasts. Ausschuß: Jean Kirch, Vorsitzender. „Quäkers-Schutzmarke Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesrllschast. Sabbathfeier am 15. April 1899. Freitag abend 6») Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr, nachmittag Uhr, SabbathauSgang 8" Uhr Nachmittag 3*° Uhr Schrifierklärimg Neustadt 13. Wochengottesdienst morgens 6» Uhr, abend- 8" Uhr. l'S. NttbMs-Flhießev des Kad. Favdks-Schiihev- mrtriw, des Wh. und Melrheiv. Schühenbundes vom 1. bis 10. Juli 1899 ftt Gietzen. Der Wirtschaft-Meirieb ,3) der Schoppenweinhalle (»ein im Glas), h) der Konditorei mit Cafe COn. je an. 200 Quadratmeter Flächeninhalt und mit elektrischem Licht aus« geff-'M wird hiermit zur Verpachtung ausgeschrieben. Ne Bedingungen, sowie Lageplan liegen auf dem Büreau der Herrn Ennill Fischbach, Selterrwrg 24. in Gießen, zur Einsichtnahme offen. fö*»n »aber auch gegen Erstattung von 50 Pfg. (naw auswärts ein- »chEMch 20 Pfg. für Porto, gegen Einsendung von 70 Pfg. in Brief« mcxnleti) ebenda bezogen werden. ___ Amgebote find schriftlich, postfrei, nach Maßgabe der Bedingungen wi< «tssprechender Aufschrift versehen bis zum Z2. April er., nachmittags 2 Uhr, fte Mrg^«tzentwurf._______-———====== Aus der Zeit für die Zeit. Sor 240 Jahren, am 15. April 1659, starb als Professor ii i IvniziSberg der Liederdichter Simon Dach. In seinen KvMeo spricht sich Wärme des Gefühls und Wahrheit bev knn>findung aus; daneben ist die Form gefällig, die DoK rsstllimg einfach und frei von sprachlichen Härten. Eines biei^n gtesühlswarmen, zu Herzen sprechenden Gedichte ist Children are Love’s flowers“, sie erheitern und verjüngen unser Herz und Sinn, um jedoch frisch und fröhlich zu sein, bedürfen sie vor allem der bekömmlichen Nahrung. Diese gewährt ihnen Quäker Oats, die anerkannt beste Haforspeise, denn dieselbe ist ebenso nahrhaft, wie leicht verdaulich. Erhältlich nur in den bekannten gelben Paketen mit der ÄS ,n • vniönttnti. Herrn $ Her bei c der Fall t mbtnben z. öesangvtitz tnitn, ^eben Qtibr.' Stetiger,« r Reiht y "is-Saptlll jeder fitta «tag («eigtrt dies 6inttr.! b 13. tzpiL. schäft. Dill litrin wtitz,» ein im $o;i t unb Anx voll Sattoji: eis bewegt f. nnhalb Mai : nach neun 'ch einen t: durch bit k- löffeln grafe is üorjäjriy. rloffelsttziniz r jpätet Sau « n bann nijt1 erbste, uni!:i t haft. Äi: . Fchch, te ■ mngeiite]- L i jeroi; fr- W' irü • heust W j fertig N Mainz, 13. April. Die Landtagswahl im leise NiersteiN'Riederolm ist auf den 21. ds. MtS. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 8138 Heute und morgen: Ochsenjirislh 50 Pfg. Nachmittag- um 2'/, Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschaftsandacht. ^t, dah öti 81- .dmrtschaM! t M W, nl i durch die rbnndene Ae ende WA# zieht, ieleuchtE . -llt «M -I- i,!■ ob« trf, Katholische ©emeiobe. SamStag den 15. April. . Nachmittags um 4'/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 16. April. 2. Sonntag nach Ostern. Vormittags von 6*/t Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht., , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Communion; , um » Uhr: Die zweite heil. Messe; Militärgottesdienst, mit Predigt. um 9i/s Uhr: Hochamt mit Predigt. wenig gebraucht, billig zu verkaufen. Wo? zu erfragen in der Exped. 01319] Neue Sihbadewanne zu verkaufen.__________Bleichstratze 16», I. Zwei Heschäftshäuler in prima Lage Gießen- sind zum Preise von 22,000 und 55,000 Mk. sofort zu verkaufen. Offerten unter T. 2565 an die Expedition dieses Blatte-. Wohnung, 5 bi- 6 Zimmer, Nähe der Universität ober Kaserne, zu mieten gesucht. — Offerten mit Preisangabe unter S. 01315 an die Expedition dieses Blatte- erbeten._________________________ 01318] Für einen Studenten wird SB. möbliertes Zimmer "M> mit Mittagstisch gesucht. Offerten mit Preisangabe unter M. W. 11 Darmstadt postlagernd._______________ Gicßkim UohiwM-Nachwkis Poppelsdorfs Bureau, 01322 Bahnhossir. 41, part., sucht stets eine Anzahl kleine und versch. große Wohnungen. Kirchliche Nachrichten. äugelt sche Gemeinde. SamStag den 15. April. 3* der JohanneSkirche. Nachmittag- 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Euler. Sonntag den 16. April. MisencordiaS Domini. Gottesdienst. I« der Stadtkirche. Vormittag- 9*/t Uhr: Pfarrer Dr. Grein Vormittag- 11 Uhr: Kinderkirche für die MarkuSgememdt. Pfarrer Dr. Grein. Nachmittag- 6 Uhr: Siehe JohanneSkirche. Die Kinderkirche für die MalthäuSgemeinde findet Sonntag den 23. April, nachmittags 2'/, Uhr, statt. Versammlung der konfirmierten Mädchen aus der Matthäus« gemeinde DonnerStag den 20. April, nachmittags 6 Uhr, im Schwesternhaus. Versammlung der Konfirmandenvereinigung der Matthäus« gemeinde in der Herberge: Sonntag den 23. April, abendS 8 Uhr. Ju der JohanneSkirche. Vormittags 9 Ministerium nun angeorbnet, daß binnen gegebener Fi, nne fteie Innung zu konstituieren sei, ansonsten die qes.O-i-c Auflösung ber bestehenben Innung erfolgen werbe. <.1 zwei Tagen steigt der Rhein hier ganz rapid. Vordem gestrigen Morgen bt8 zu dem heutigen Abend ist ntinEltiticn von cirka einem Meter eingetreten. Gegei^ md -tifltr- Stand 2,29 Meter. Vom Oberrhein wie auch »ui Ain wird gleichfalls starkes Wachsen gemeldet, wo- aeaci iie Nachrichten vom Neckar langsames Fallen anzeigen. c»,enheim, H. April. Nachdem Herr vr. Schneider die, tzitlle eines Direktors der hiesigen Realschule nieder« t§, i't heute der Nachfolger Herr Dr. Dorfeld von durch Herrn Oberschulrat Professor Dr. Dett« w ei ilrr in sein Amt eingeführt worden. A An» de« Großherzogtum Hessen, 13. April. Som« «exikn Samstag findet in Darmstadt eine Plenarsitzung deA hessischen Landwirtschaftsrates statt, bei welchem unter aiiD'ßtm folgende nicht unwichtige Punkte zur Erörterung loBmttn: Stellungnahme zum Reichsgesetzentwurf betreffend EWithtwieh und Fleischbeschau, Errichtung einer landwirt- schttlich-n Arbeitsnachweisstelle, Maßregeln zur Forderung her Pferdezucht in Hessen und Stellungnahme zum Wem- l^erfer/e/6 Riegentm«« 3244 3246 Mannheim, Paris, München, Elberfeld. h- Verschiedenes Der Vorstand 3232 3247 3236 verkauft billig 3250 Jnderthal, Großmühle^ 3245 2963 3233 Gießen, den 14. April 1899 Für Mrrter 3) 01334 Wißmar, den 14. April 1899 Lehm Besprechung der Jahresfeier 3184 abzufahren 3227 3248 3239 Der Vorstand Dienstag und Freilag: 'n der ingleich 8 -ute Leghühner, 2 Marquisen (gut erhalten, 2 1 Leiter (25 Sprossen), 1 Glasthüre, 2 Fenster, 1 eiserner Gossenstein erlegen ist. Um stille Teilnahme bitten Mittwoch: Fechten. Turnen drr AUerSrieoe. Donnerstag: Damenriege. Anfang jedesmal abends 8 Uhr. Anmeldungen werden in unserer Turnhalle entgegengenommi«. Der Vorstaud. Turnverein. Die regelmäßigen Tnrnstnnd finden statt: wurde nachweislich in der kurzen Zeit seit ihrer hin-1 führung Velourskieiderschutzbor de in der Original- waare des Erfinders Vorwerk verkauft. Dies* Thatsache beweist am besten die unerreichte, ah unverwüstlich bewährte Qualität des Original-!1 ahn- kates. Man achte darauf, dass sowohl die gewöhnlulu Veloursborde für Strassenkleider, als auch die besser* Mohairwaare Primissima auf der Waare den A<> ■ druck n Vorwerk“ tragen muss. Jedes bessere Gesek führt diese Qualitäten. e Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Friedrich Habenicht sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. 3249 In Uniform Tandem sür 2 Herren, leihweise abzugeben, auf Stunde bei 3041 W. Simon, Lollar. Die Beerdigung findet Sonntag den 16. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, in Fulda vom Krankenhause aus statt. 1839-1899. Samstag den 15. ds. Ms., aöends 8'/r Mr: Versammlung im Hessischen Hof „Hygiea“. Oskar Höpfner’s Anstalt für schweb. Heilgymnastik, Orthopädie and Mrdilal-Maffage-K»r'> DV Staatlich konzessioniert. Hieße«. Moltkcstraße 8. Von heute ab werden in meiner Anstalt Mittwochs und Sam« lag« unbemittelte OrtSkrauke frei behandelt und zwar von 3-6 Ufr. Äetattien: «. Burkhardt. - Druck und »erlag der Brühllchen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Vietf<6^rbe® mmfr 10 Seite». Die tieftrauernden Hinterbliebenen Fulda, Giessen, Köln, den 14. April 1899. Für die überaus herzliche Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste unseres lieben Vaters, sowie sür die zahlreiche Blumenspende und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Liebrich sagen innigsten Dank Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Lantz. ” gontE & bälN- Gießener Freiwillige Feuerwehr. Montag den 24. April, abends 8*/2 Hlhr: Haupt-Versammlung bei P. Berg (Stadt Marburg). Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht 2. Abhör der Rechnung 1898/99. 3 Voranschlag pro 1899/1900. sehr billig zu verkaufen Bahnhofstraße 30. Militär-Kriegs- u. Mens-IllvMeu- u. Militär- AWälter-Derem für die Proviu? Gberheffev zu Gießen. Den Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, daß der Auftuf in Nr. 85 und 87 dieses Blattes sich nicht auf den unserigen Verein bezieht. Die diesseitige Quartal-Versammlung findet am 30. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, in Lonys Bierkeller statt. Gießen, den 14. April 1899. In dem P ftrflor in der lM unfires oi Mtiiommtn. Di p der Ereignisse b i Wär unseres p- ! Leise Dtrföärt • ßanblnngtn ül i m M gehen, 2 enujrtiftn, denn > Pch gegenseitig bi «int gewisse #V\ Men rmvgW i zuletzt drchmgc ! engsten wirtschc I Mn erinnert c reiche die Siinl i lands vor zwe i össenlliche Me i Unserer intern | stehen. Man i zolles und nnfi : EchreckgeMe ; gütgt. Sine ti i bujitrenbe unb e k bem finflufi agi flytat, die zu R । loMsüMicher % sch zwei : daran gewohnt, I land nüchterner i Schrecknisse finl I bn'lannischen Z • diehen, als in I kolonialminister । des Freihandels I Mdnstand, der 1 lvcrsse btt groß zchrmtnUt. To hat ti> vertragSmähiae Verhältnisses j xnb auf beidei Poppelsdorfs Rechtsdurea», Bahnhofstraße 41. 01326 AuSkunfti.RechtSangelegenheitenrc. Svreckzeit: Borm. von 8 bis 12 Uhr. Äusser Stand, die überaus zahlreichen Beweise der Teilnahme beim Hinscheiden unseres geliebten Vaters, Grossvaters, Urgrossvaters und Schwiegervaters, des EMsSchühenvereinKießen Dienstag den 18. April er., abends 81/, Uhr: General-Versammlung in dem Schützeuyause. Tages-Ordnung: 1. Bericht. 2. Decharge-Erteilung des Rechners. 3. Anmeldung zum Deutschen SchützenbMe. 4. 17. Verbandrschießen. 5. Beteiligung am Festzug des Krlegervecem» Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Onkel und Schwager Friedrich Bindewald, Lokomotivführer, infolge eines Unglücksfalles am Mittwoch dem 12. d. Mts. im Alter von 41 Jahren seinen erhaltenen Verletzungen einzeln zu beantworten, bitten wir die Freunde, auf diesem Wege unseren innigsten Dank entgegennehmen zu wollen. Die trauernden Hinterbliebenen. r jy 1846 4. Verschiedenes. Der Vorstaud Mrosa Fehkartoffelu abzuqeben bei 01331 Georg Simon, Grabenstrabe. Kartoffeln AbbruchsversteigeruH bestehend in Fußböden, Treppen, Brenn- und Navholz. Samstag nachmittags 2 Ahr Seltersweg 22. 2879] Ein Akademiker sucht zwei Gymnasiasten tägl. Nachhilfe resp. Unterstützung im Studium zu erteilen. Äquivalent — freie Station. Adreff. zu erf. unter 400 in der Exped. d. Bl.________ Gute Kost und LogiS erhalten junge Leute billig. 2363 G. Kraft, Metzger und Wirt, ______________Wetzsteinstraße 42.__ 3055] Ein bis zwei Penstonäre finden tn gutem Hause freundl. Aufnahme. ®o? sagt die Expedition d. Blattes. Schüler findet gute Penfiou. 2992_______________Kirchenplatz 6. 3162] Junge Leute können Kost und Logis erhalten. Altes Schloß, Kanzleib.5. -”3121] An gutem Privat-Mittags- u. Abendtffch können noch einige befs. Herren teilnebmen. Göthestraße 46, 1 Treppe. Eine Krankenpstegerin empfiehlt sich. 01314 Näheres in der Expedition d. Bl. Englisch und iransofisch. Privat- und Nachhilfestunden werden von einer Dame erteilt, die Sprachen im Ausland erlernt. Offerten an bte Exvedltion d. Bl. unter Nr. 3191. Ein kleiner Hund IW* zugelaufen (schwarz und weiß). Nr. 2498. 01329 Ludwig Bechtold, Allendorf a. Lahn. Existenz oder Nebenverdienst! Herren, bie sich dem Verkaufe eines leicht absetzbaren, gern gekauften Artikels widmen wollen, finden bei einigem Fleiße lohnende Beschäftigung. Anerbieten unter P. 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