e :h $ t • 392 9 I*). | 51 'Str. igm Pwsen. Rühl, o td|13| (weine g unb Meinen Ge- q -ntipfatfen 9 «' 4'’: o di. v mittags- g 1 o pke. o rogoopyo öOOOOOO iser o !1M J LS j .m diverse tl Mken. J >QOOOO^ •ht. I! B»" e5A>“>- R.» **-*** 9it. 13 ’B Drittes Blatt. Sonntag dm 15. Januar IS»» Meßmer Anzeiger Heneral-Anzeiger Bri Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloha. Alle Anzeigcn-Bermittlungsficllen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamikieuvlätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Amts- und Attzeigeblatt für den lirete Gieren. Volitische Wochenschau. Der sogenannte Triumphzng des Oberpräsidenten v. Köller durch die Provinz Schleswig hat einiges Aufsehen erregt, und findet selbst auf nationaler Seite nicht volle Zustimmung, weil die Dänen die Herrn v. Köller erwiesenen Ehrenbezeigungen leicht als Heraussorderung auffassen können. Immerhin darf mit Gcnugthuung konstatiert werden, daß das Deutschtum in Nord-Schleswig mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Anläßlich der fünfzigjährigen Wiederkehr des Tages, an welchem Kaiser Franz Josef zum Chef des Grenadier- Regiments „Kaiser Franz Josef" ernannt worden tst, find zwischen dem deutschen und dem österreichischen Kaiser herzliche Telegramme gewechselt worden, welche erkennen lassen, wie innig die Beziehungen der beiden Monarchen zu einander sind. — Große Beachtung hat der Besuch gefunden, welchen Kaiser Wilhelm am letzten Sonntag dem französischen Botschafter in Berlin abstattete, und es ist erklärlich, daß daran die verschiedenartigsten Vermutungen geknüpft wurden. Daß Deutschland, wie ebenfalls gemeldet worden war, in dem englisch-französischen Zwiste für Frankreich Partei ergriffen habe, darf aber wohl von vornherein als ausgeschlossen gelten. Der Segen des Marine-Sextennats machte sich auch bei der Beratung des Flottenetats in der Budgetkommission des Reichstags bemerkbar. Ohne jede erhebliche Debatte wurden die einzelnen Positionen genehmigt. Frankreich kommt aus den Aufregungen^ gar nicht heraus. In letzter Woche machte die Demission des Vorsitzenden einer Zivilkammer des Kassationshofes Namens Quesnay de Beaurepaire viel von sich reden, wodurch die Dreyfusgegner wieder reichlich Wasser auf ihre Mühle bekamen. Die in dieser Angelegenheit eingebrachte Interpellation in der Kammer hatte eine äußerst erregte Debatte zur Folge, endete aber mit einem Siege der Negierung. Wann wird Frankreich endlich einmal Ruhe finden vor der Dreyfus- Affaire? Im Lande Meneliks ists nicht recht geheuer. Wenn es freilich bei internen Fehden zwischen einzelnen Ras bleibt, dann ist die Sache nicht so schlimm, und im Interesse Italiens wollen wir wünschen, daß die Abessynier nicht etwa übermütig werden und den Italienern den diesen verbliebenen Besitz in Afrika streitig machen wollen. Baron Banffy scheint sich an der Spitze der ungarischen Regierung wieder sicher zu fühlen, wozu vielleicht seine letzte Audienz beim Kaiser Franz Josef ihm das Recht giebt. Vermutlich haben die Parteidifferenzen in Ungarn jetzt ihre Schärfe verloren, wenigstens ist ein Ausgleich nicht ausgeschlossen. Die Berichte von den Philippinen lauten sehr verschieden. Während man selbst in Washington zugab, daß die Lage auf der malaiischen Inselgruppe sehr kritisch sei, heißt es andererseits wieder, in Manila habe sich die Situation gebessert. Niemand vermag die Nachrichten auf ihre Richtigkeit zu prüfen! Deutsches Reich. Berlin, 13. Januar. Postvorlage. Die dem Bundesrat vorliegende Novelle zum Postgesetz nimmt, wie jetzt aufs neue bestätigt wird, für das Briefporto von 10 Pfg. eine Erhöhung des Maximalgewichts bis 20 Grm. in Aussicht. Dabei soll bestimmt werden, daß die Ortstaxe auch auf den Nachbarortsverkehr ausgedehnt werden kann. Die Zeitungsgebühr soll betragen 10 Pfg. für jede Bezugszeit ohne Rücksicht auf deren Dauer; ferner 15 Pfg. jährlich für das wöchentliche einmalige oder seltenere Erscheinen, sowie 15 Pfg. jährlich mehr für jede weitere Ausgabe in der Woche; und schließlich 10 Pfg. jährlich für jedes Kilogramm des Jahresgewichts, mindestens jedoch 40 Pfg. für jede Zeitung. — Bei Ausdehnung des Postregals soll den Anstalten der Privatposten, die vor dem 1. April 1898 entstanden und ununterbrochen bis jetzt betrieben sind, eine Entschädigung gewährt werden, und zwar nicht nur für die Verminderung des eigentlichen Vermögensstandes, sondern auch in gewissem Umfang für entgangenen Gewinn Auch die Bediensteten der Anstalt sollen event. eine einmalige Entschädigung erhalten, die je nach der zurückgelegten Dienstzeit (3 Monat bis 6 Jahre) ein Monatsgehalt bis ein Jahresgehalt beträgt. — Aus Madrid läßt sich die „Voss. Ztg." berichten, daß nach einer Meldung des „Jmparcial" die Regierung sich durch die Kortes zur Veräußerung der Karolinen und der übrigen ostasiatischen Inseln ermächtigen lassen werde. Wieweit Deutschland hierbei beteiligt ist, geht daraus nicht hervor. — Die sozialdemokratische Presse, das heißt die Blätter, welche der Verbreitung der sozialistischen Ideen und Lehren dienen, zerfällt in zwei Teile, die politische und die Gewerkschaftspreffe. Von den 71 politischen Zeitungen erscheinen 41 täglich, 16 wöchentlich dreimal, 7 wöchentlich zweimal, 6 wöchentlich einmal und eine monatlich; hierzu kommen noch zwei wöchentlich erscheinende Unterhaltungsblätter, eine wöchentlich erscheinende Wochenschrift und zwei Krae Amtlicher Feil Adresse für Depeschen: Anzeiger chießen. Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Mütter für hessische Uotksknnde. Bekanntmachung, betr.: Kurpfuscherei. Ein gewisser Otto Mehlhoru in Brunndöbra (Sachsen) macht in hiesigen Zeitungen Reklame für ein vorzüglich bewährtes Mittel gegen Rheumatismus und Asthma, über welches er gegen Einsendung einer 10 Pfg.- Marke Auskunft geben will. Diese Auskunft besteht in der Uebersendung mehrerer Drucksachen unter 5 Pfg.-Marke, darunter auch eine Offerte auf das gepriesene Heilmittel, welches Cineol genannt und zum Preise von 2 Mk. pro Flasche gegen Nachnahme angeboten wird. Auf Bestellung erhält man alsdann das Mittel nebst Gebrauchsanweisung zugesandt, nach welcher dasselbe gegen nicht weniger als 25 Krankheiten des menschlichen Körpers wirksam sein soll. Das Mittel besteht nach der chemischen Analyse zum größten Teil aus Terpentinöl unterZusatz einer geringenMengeMenthol und repräsentiert die Flasche desselben einen Wert von höchstens 20 Pfg. Es handelt sich hiernach um den Vertrieb eines schwindelhaften Geheimmittels, wobei mit der pekuniären Schädigung des leichtgläubigen Publikums^ um deswillen auch eine Gefährdung desselben Hand in Hand geht, weil das qu. Mittel als wirksam gegen eine Reihe schwerer innerer Erkrankungen (Magenleiden, Rachitis, Blasenkatarrh, Brechdurchfall, Influenza, Lungenschwindsucht 20) angepriesen wird, gegen die ihm jede Heilkraft fehlt, während seine Anwendung überdies die gebotene Zuziehung ärztlicher Hilfe zum schweren Nachteil des Kranken verzögert. Wir warnen deshalb das Publikum vor diesem Schwindel. Darmstadt, den 4. Januar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Darmstadt. Weber. Bekanntmachung, betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zu Alsfeld. Nachdem unter den Faseltieren der Stadt Alsfeld die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, ist über die Gemarkung Alsfeld und über das verseuchte Gehöft, den städtischen Faselstall, die Sperre verhängt worden. Gießen, den 12. Januar 1899. Großherzog'.iches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Feuilleton. Englische WoMsöMiotßeken. Von Dr. Ernst Schultze. (7. Fortsetzung.) Fragt man aber den Bibliothekar einer public library, welche Autoren am meisten gelesen werden, so nennt er uns mit Stolz die besten Namen aus der englischen Literatur, und es ist bemerkenswert, daß darin das Gefühl der Leser am meisten zum Ausdruck kommt; es kommt sehr häufig vor, daß z. B. die Arbeiter in den Fabriken sich gegenseitig von den Büchern, die sie lesen, und von dem Eindruck, den diese auf sie gemacht haben, erzählen. Allerdings ist auch zu berücksichtigen, daß die Bibliothekare dem Publikum in der liebenswürdigsten Weise zur Hand gehen und jeden Leser, von dem sie annehmen können, daß er nicht recht weiß, was er lesen soll, zu beraten suchen. Eine treffliche Hilfe, zumal für den ungebildeten Leser, bieten auch die Kataloge der englischen Volksbibliotheken. Mehr als die Hälfte dieser Kataloge wird, wie bereits erwähnt, von der Belletristik eingenommen, während der übrige, wissenschaftliche Teil in verschiedene Unterabteilungen zerfällt. Diese Kataloge siod nun nach einem Prinzip angelegt, das meines Wissens in Deutschland bisher noch nicht zur Anwendung gekommen ist: Man bezeichnete es in England als das dictionary System; es besteht darin, daß jedes Werk nicht nur unter dem Namen seines Verfassers eingetragen', sondern auch unter dem Hauptwort seines Titels verzeichnet ist, eventuell auch unter den Hauptworten, salls es mehrere sind. Gustav Freytags „Ahnen" würden auf diese Weise sowohl unter „Freytag", wie unter „Ahnen" 8U finden fein, Hans Hoffmanns „Gymnasium zu Stolpen- burg" sowohl unter „Hoffmann", wie unter „Gymnasium" und unter „Stolpenburg". Daß dies eine sehr äußerliche Katalogisierung ist und auf wissenschaftliche Bibliotheken nicht angewandt werden kann, ist selbstverständlich, und niemand 'besser bekannt, als den Engländern selbst. ~ Man benutzt das dictionary system eben auch nur für bie Lotion-Abteilung der public libraries, bei denen man voraussetzt, daß sie gerade von ungebildeten Lesern viel benutzt werden, und mir will scheinen, daß seine Anwendung hier recht angebracht ist." Auf die wissenschaftlichen Abteilungen näher einzugehen, hat hier keinen Zweck. Ich will nur noch erwähnen, daß die letzte Seite des Katalogs gewöhnlich von der Aufzählung der Bücher der Kinderabteilung (juvenile department) gebildet wird; eine solche besteht nämlich in einer ganzen Reihe von public libraries. Es ist aus dem Bestreben hervorgegangen, den Kindern nicht dieselbe belletristische Literatur in die Hand zu geben, die für die Erwachsenen bestimmt ist, sondern ihnen eine Auswahl von Büchern zur Verfügung zu stellen, die für ihr Alter geeignet sind. Wohl in allen diesen Fällen steht die Bibliothek in Verbindung mit den Lehrern der verschiedenen Schulen, um das juvenile department in Einklang mit den letzteren zu halten, wie überhaupt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Lehrer ganz mit Recht besondere Rücksicht genommen wird. In einzelnen public libraries hat man auch Lesesäle für Knaben und Mädchen eingerichtet, die des Nachmittags geöffnet sind, und sich als außerordentlich nützlich erweisen, namentlich in Rücksicht auf die Kinder, denen die elterliche Aufsicht während der Tagesstunden fehlt, und die hier sicherlich bei weitem besser aufgehoben sind, als in dem Gewühl und dem Schmutze der Straße. Eine wichtige Neuerung, die zuerst an den ameri- konischen Volksbibliotheken auftauchte, ist vor einer ganzen Reihe von Jahren von Liverpool in England eingeführt worden und jetzt dort in ausgedehntem Maße im Gebrauch. Man hat nämlich in den Städten, die sich über ein größeres Flächengebiet ausdehnen, es nicht bei der Begründung einer Zentralbibliothek bewenden lassen wollen, sondern hat auch die entlegeneren Stadtgebiete mit Büchern zu versehen gesucht, indem man eine Reihe von branch-libraries (Filial- Bibliotheken) einrichtete. Man findet diese Filialen jetzt in den meisten einigermaßen ausgedehnten Städten Englands. Sie bestehen gewöhnlich aus einem Lesesaal für Zeitungen und Zeitschriften, einer Nachschlagebibliothek und einer Ausleihebibliothek, die natürlich bei weitem nicht die Größe der Zentralbibliothek erreicht, aber doch sehr oft nicht weniger als 4000 oder 5000 Bände umfaßt. Am weitesten ist dieses System in Leeds ausgebildet, einer der Hauptindustriestädte Mittel - Englands mit 400,000 Einwohnern; sie dehnt sich über ein sehr großes Flächengebiet aus, und man hat deshalb dort nicht weniger als 33 Filialen eingerichtet, von denen einige nur in den Abendstunden geöffnet sind, weil sic hauptsächlich für Arbeiter bestimmt sind: dazu kommen dann noch fünf Filialen in Gemeindeschulen, die nur für Kinder dienen sollen (für die übrigens auch in einigen der anderen Filialen Vorkehrungen getroffen sind». Auch für das weibliche Geschlecht findet man hier und da besondere Leseräume eingerichtet, obwohl man sich im allgemeinen damit begnügt, einen ober mehrere der Tische bes Lesesaales durch eine Tafel „Ladies only“ für dasselbe zu reservieren, das, nebenbei bemerkt, auch unter den Bibliothekaren (in England nicht so stark wie in Amerika) vertreten ist. (Fortsetzung folgt.) 1). rote Insgesamt sind für das Landheer 65,300,000 32,700,000 Dollars ausgegeben worden, also im ganzen zwischen Monat Landheer: 600,000 1,200,000 12,000,000 16,500,000 29,500,000 5,500,000 März April Mai Juni großer Stärke braust seit gestern abend über unsere Gegend hin und hat zahlreiche Bäume entwurzelt, anderen Aeste abgeschlagen und vieles Stroh von den im Freien sitzenden | Haufen verweht. Schornsteinteile wurden losgelöst und mit vielen Ziegeln zur Erde geschleudert. Eben — gegen Mittag — hat er zwar von seiner Heftigkeit verloren, sich aber noch nicht gelegt. Berstadt, 13. Januar. In diesen Tagen fand dahier die Abstimmung der Grundbesitzer in hiesiger Gemarkung über die beantragte Feldbereinigung statt. Da sich jedoch die Mehrzahl derselben gegen die Feldbereinigung erklärte, dürfte dieselbe dahier vorerst nicht ausgeführt werden. △ Mainz, 13. Januar. Von einer von dem Kriegs- Ministerium entsandten Kommission wurde heute in Gemeinschaft mehrerer hiesiger Stabsärzte die Schloßkaserne hier, auf ihren sanitären Zustand untersucht. Die Kaserne, welche seiner Zeit als Kriegslazarett gebaut wurde, und Von der Nidda, 13. Januar. Ein Sturm von Juli bis 13. August Males und Provinzielles. Lollar, 15. Januar. Herr Engelbach, Geschäfts- I führer der Sterbekasse des Landesgewerbevereins für das I Großherzogtum Hessen hält heute, nachmittags 4 Uhr beginnend, einen Vortrag über das neue Handwerkergesetz I auf Anregung des hiesigen, unlängst errichteten Ortsgewerbe- I Vereins im Schönhof dahier ab, und machen wir alle Ge- I werbetreibenden von hier und Umgegend auf die große I Wichtigkeit desselben aufmerksam. Der Zutritt ist jeder- I mann gestattet. Nach diesem Vortrage ftnden Erläuter- I ungen über die Handwerkersterbekasse statt. Bei dieser I Gelegenheit möge nicht unerwähnt bleiben, daß die Gemeinde I Daubringen dem hiesigen Ortsgewerbeverein in dankens- I werter Weise 25 Mark zur Unterhaltung der Sonntags- I zeichnenschule gespendet hat. Diese Schule besuchen jetzt I bereits 30 Schüler, und ist Bedürfnis nach einem größeren I Lokal vorhanden, nachdem das von der Gemeinde^ Lollar I zur unentgeltlichen Verfügung nebst Heizung unb Stellung I von Subsellien gegebene Lokal die Schülerzahl nicht I mehr faßt. n. Von der Nidda, 12. Januar. Der schon so oft ge- I priesene milde Winter hat uns auch für den Tisch I manche Annehmlichkeit gebracht. In den Hausgärten konnte | man bereits ab und zu von den Salatbeeten von dem im Herbst nicht verpflanzten Winterlattich ausstechen und sich dies so beliebte und um diese Zeit sonst auf dem Lande kaum aufzutreibende Gericht verschaffen. Draußen auf den Aeckeru wächst üppig die Rapunzel, der Feldsalat, und unsere kleinen Feld-Wasserrinnsale strotzen von Brunnenkressen. Den Feldmäusen bekommt die Witterung anscheinend auch I ganz gut; denn auf vielen Kleeäckern laufen sie einem kreuz ! und quer vor den Füßen her. In den Dörfern brummen immer noch die Dreschmaschinen. In früheren Jahren standen sie um Weihnachten bereits still. Dieses Jahr haben sie hier und da bis in den März hinein zu thuu. Draußen auf dem Felde nehmen darum die zahlreichen Strohhaufen noch nicht ab. Täglich sieht man mit Stroh beladene Wagen auf unserer Landstraße auf dem Wege nach Hanau und Frankfurt, wo namentlich Handdrusch-Roggenstroh gesucht und gut bezahlt wird. In den genannten Städten, sowie ui Friedberg und Nauheim herrscht im Baugewerbe noch emsige Thätigkeit. Unsere arbeitende Bevölkerung, die großenteils dort lohnende Beschäftigung sindet, braucht darum eben noch nicht feiernd daheim umherzugehen und zieht so und auch durch Ersparung von Brennmaterial Vorteil vom gelinden Winter. Unseren Landwirten fehlt bei diesem Zug der Arbeiter nach den Städten vielfach das notwendigste Gesinde. Viel mehr als früher werden die Vermietungsbnreaus in Anspruch genommen, um den Dienstbotenmangel decken zu helfen. Und diese müssen, um den Anfragen genügen zu können, vielfach Knechte aus dem fernen Osten kommen lassen. Diese treten bei uns lieber in Dienst, als in ihrer Heimat, in der ja nach den Zeitungen auch Leutenot herrscht, weil hier die Bezahlung eine bessere ist. Die Holzhauerarbeiten erlitten bis jetzt keine Unterbrechung und gehen ihrem Ende entgegen. Bei den noch großen Brennholzbeständen ist kaum anzunehmen, daß die Holzpreise dieses Jahr hohe sein werden. Flotte: 2,400,000 9,800,000 7,000,000 6,500,000 5,500,000 1,500,000 und für die Flotte deshalb feuerfest angelegt ist, soll bedeutend vergrößert und I nach verschiedenen Richtungen hin ausgebaut werden, wozu I im Reichsbudget beträchtliche Mittel vorgesehen sind. Da durch den projektierten Umbau der Schloßkaserne sowohl der schönste Teil wie das unfern der Kaserne befindliche kurfürstliche Schloß in ihrem Ansehen beeinträchtigt würden, macht sich hier eine lebhafte Agitation gegen das Projekt geltend. — Der gestern Abend und während eines Teiles der Nacht lobende Orkan hat hier und in der nächsten Umgebung beträchtliche Verheerungen und Schaden angerichtet. Während in der Stadt viele Fensterscheiben und Dachteile dem Unwetter zum Opfer fielen, hat der Sturm m der nächsten Umgebung unter Bäumen und sonstigen Pflanzungen sehr bedeutend gehaust. Auf exponierten Punkten wurden Bäume von beträchtlicher Dimension entwurzelt. Besonders heftig war die Wirkung des Sturmes auf dem Rhein, und wurden mehrere Fahrzeuge von ihrer Ankerung gerissen. In Hechtsheim stürzte ein 35 Meter hoher Schornstein ein und auf der Hechtsheimer Höhe wurde ein ganzer Ringofen von dem Sturme zerstört. Wahrscheinlich wird sich die Zahl der Hiobsposten noch vermehren. — Ein früher hier, und jetzt in Hungen (Oberhessen) wohnender Gerichtsvollzieher hat sich am letzten Sonntag von zu Hause fort begeben, um seine hiesige Familie zu besuchen. Der Mann ist nicht hier angekommen, aber auch nicht nach Hause zurückgekehrt, noch Haler sonst ein Lebenszeichen von sich gegeben. Man vermutet, daß dem Manne ein Unglück zugestoßen ist. Mainz, 13. Januar. Mainzer Schleppschifffahrtsverein. Da die Bemühung der Verwaltung, sämtliche Gläubiger zu einem Arrangement zu bewegen, ohne Erfolg geblieben sind, ist der Gesellschaft nichts übrig geblieben, als den Konkurs anzumelden, was gestern geschehen ist. Heute Morgen ist bereits ein provisorischer Gläubigerausschuß zusammengetreten, der auf einen Zwangsvergleich hinarbeitet und innerhalb der vorgesehenen gesetzlichen Frist Versuche machen will, das Mannheimer Finanzkonsortium an sein Kaufsgebot zu fesseln. Ob letzteres gelingen wird, läßt sich billig bezweifeln. Vermischtes. * In Wörish ofen soll dem Prälaten Kneipp ein Denkmal gesetzt werden. Die Mittel dazu sind von den Kurgästen aufgebracht worden. Die Grundsteinlegung des dem Bildhauer Seeböck in Rom übertragenen Werkes hat bereits stattgefunden, und die Enthüllung soll im Sommer erfolgen. * Verein für Handlungs-Kommis von 1858 (Kaufmännischer Verein) in Hamburg. Im abgelaufenen Jahre sind durch den Verein 6037 kaufmännische Stellen besetzt worden, gegen 5516 im Vorjahre. Am 7. Dezember vermittelte der Verein bereits die 71,000ste Stelle seit seinem Bestehen. Dieser bedeutende Erfolg ist ein erfreuliches Zeichen für die fortgesetzt wachsende Ausdehnung der kostenfreien Stellenvermittelung des 58er Vereins. Neu ausgenommen wurden im letzten Jahre 10036 Mitglieder, so daß der Verein jetzt bereits über 56,000 Angehörige zählt. Er besitzt 298 V^irks-Geschäftsstellen, die sich über alle fünf Weltteile erstrecken. Seine verschiedenen Wohlfahrts- einrichtnngen (Pensionskasse mit Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisen-Versorgung; Kranken- und Begräbniskasse, e.H.; Unterstützungskasse, die namentlich bei Stellenlosigkeit wirkt u. s. tu.) können auf eine ersprießliche Thätigkeit auch in dem abgelaufenen Jahre zurückblicken. Die Mitgliedskarten ; und Kassen-Quittungen für 1899 liegen an der Hauptkasse I in Hamburg und an 'den Geschäftsstellen zur Einlösung bereit. * In Berlin ist der Direktor des königlichen Domchors, Ausland. Christiania, 10. Januar. In Norwegen steht wieder einmal eine soziale Resorm auf der Tagesordnung, die ihres gleichen sucht. Die parlamentarische Arbeiterkommission, die sich mit der Frage der Volkspensionen beschäftigt, und eme ungemein umfassende Sozialstatistik ausgearbeitet hat, dürfte in einigen Monaten, vielleicht schon März, mit ihren Arbeiten fertig sein und will dann dem Storthing einen Vorschlag einreichen, der eine Invaliditätsversicherung für das ganze Volk bezweckt. Darnach soll jedem Einwohner Norwegens, Mann oder Fran, ohne Rücksicht auf Alter und Stand eine Pension zugesichert werden, von der die be- tressende Person leben kann. Diese Pension soll von dem Augenblick an in Kraft treten, wo der Betreffende unfähig wird, seinen Unterhalt zu erwerben, mag dies durch Krankheit, Unfall, Alter oder Schwachheit herbeigeführt werden. Petersburg, 9. Januar. Generalleutnant Baron Kaulbars, der diirch sein Auftreten in Bulgarien im Jahre 1886 in weitern Kreisen bekannt geworden war, ist unter Enthebung von der Stelle des Stabschefs der finländischen Truppen zum Mitgliede des wissenschaftlichen Ausschusses des Haupt st ab es ernannt worden. Witzblätter in 14tägigem Turnus. Von den Gewerkschaftsblättern erscheint eines dreimal wöchentlich, 30 wöchentlich, eine dreimal monatlich, 21 alle 14 Tage und 4 monatlich. Insgesamt steht also der sozialdemokratischen Agitation die stattliche Zahl von 133 Zeitungen zur Verfügung. merken die Blätter. _ , s • Die Londoner Röntgen-Gesellschaft hielt zu Ende des vorigen Jahres wieder eine Versammlung ihrer JJntglteoer und Gönner ab. Diese erst vor einigen Monaten gegründete wissenschaftliche Vereinigung verfügt schon jetzt über eine bedeutende Anzahl von Mitgliedern. Die letzte Versammlung war eine ungewöhnlich glänzende und von einer Reihe der bedeutendsten englischen Gelehrten aus den Gebieten der Physik, der Chemie, der Medizin und den verwandten Wissenszweigen besucht. Wie die „Allgemeinen Wissenschaftlichen Berichte" seinerzeit meldeten, hatte die Rontgeii- Gesellschaft vor einiger Zeit Rundschreiben an möglichst viele Forscher gesandt, um Berichte über beglaubigte Falle von Hauterkrankungen, die durch Röntgensche Strahlen erzeugt wurden, zu sammeln. Die Ergebnisse wurden nunmehr den Mitgliedern vorgelegt. Die Schlüsse sind folgende: Erstens sind in hohem Maße luftleere Focusröhren wemger zur Verletzung der Haut geeignet als sogenannte schwache Röhren, zweitens wird die schädliche Wirkung der Strahlen durch eine Zeugschicht, also durch die Kleider gehemmt. Drittens: die eigentliche Ursache der sogenannten X-Strahlen- Verbrennung ist noch ungewiß und entweder der von der Röhre während ihrer Thätigkeit abgegebenen Hitze, den Kathodenstrahlen oder den X-Strahlen zuzuschreiben, oder endlich sie rührt von Büschelentladungen her, die an den Endpunkten der Röntgenschen Röhren stattfinden. Dr. Holland aus Liverpool teilte in derselben Sitzung mit, daß er gemq^ Hautgeschwüre durch Röntgen-Strahlen anscheinend gänzlich zu heilen vermochte. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Röntgen-Gesellschaft eine ständige Kommission zur Untersuchung der Wirkung Röntgenscher Strahlen auf die Haut einsetzen wird, die aus ärztlichen und physikalischen Sachverständigen zusammengesetzt sein müßte. 98,000,000. Vom Kongreß sind im Ganzen 360,000,000 Doll, bewilligt worden, die sich auf die Zeit bis 1. Januar 1899 * Vom Neujahrsempfang republikanischer Präsidenten wird manches Ergötzliche berichtet. Präsident Mac Kinley und Frau hielten im Blauen Saale des Weißen Hauses ihren Neujahrsempfang ab. Zuerst kamen die Staatssekretäre und das diplomatische Korps, geführt von dem britischen Botschafter Sir Julian Pauncefote. Dann folgten die Richter des obersten Gerichtshofes, die Bundesjenatoren und die Kongreßmitglieder, die Offiziere der Armee mit General Miles an der Spitze, die enthusiastisch empfangen wurden. Hierauf kam das große Publikum, in die Hunderte zählend. Mac Kinley schüttelte seinen Mitbürgern die Hände mit einer Geschwindigkeit von 75 in der Minute, ohne die geringste Ermüdung zu zeigen. — Anders ging es bei Felix Faure zu. Beim Empfang im Elysee wurde streng nach der Hoforduung darauf gehalten, daß die Besucher zehn Schritt von dem Präsidenten sich entftrnt hielten, bis dieser durch ein gnädiges Zeichen das Naher- treten gestattete. Beim Neujahrsempfang ist der erforderliche Stoff der Unterhaltung durch die Umstande geboten. Präsident Faure hat also nicht nötig, ihn mühsam aus der Ferne herbeizuholen, wie zum Beispiel kürzlich, als er Präsident Iglesias ihn besuchte: Felix Faure fragte ihn mit lauter und vernehmlicher Stimme nach dem Preisstand des Kaffees in Costa-Rica. Während des Vorbeizuges der Würdenträger hatte der Präsident seine Würdenträger um sich. Er versteht es vortrefflich, jeder Verwechselung mit ihnen vorzubeugen, indem er sich von ihnen ablost, er Präsident tritt einen Schritt vor, macht eine Bewegung I nach rechts, eine andere nach links und steht dadurch in | erhabener Einsamkeit und Hoheit da, wobei ihm ft nie 9roBc ! Gestalt trefflich zu statten kommt. „Die monarchischen Ueoer- liefeningen sind in Frankreich noch nicht ausgestorben, dem I Präsidenten der französischen Republik selbst mag es vor- ! kommen, als gäbe es noch einen König in Frankreich , ve- Prof. Albert Becker, gestorben. * Die Akademie der Wisieuschafien in Petersburg! wählte zu Ehrenmitgliedern den König von Schweden und Norwegen und die Königin vvn Nuinäliien. Zum korrespondierenden Mitgliede wurde das Mitglied der Münchener Akademie Friedrich Hirth gewählt. * Der Reisende Hauptmann Daniel Braun hat beschlossen, im nächsten Sommer eine Expedition von der Ostküste Islands über Jan Mayen nach der Ostküste Grönlands | in der Nähe des Kap Barclay zu unternehmen, um Nachforschungen nach Andree anzustellen. * Eine wichtige zoologische Expedition unternimmt Prof. Wilson von der Kolumbia-Universitüt in New-Jork. Er will in Aegypten die Entwicklungsgeschichte eines afrikanischen Knochenfisches erforschen, des allen Zoologen wohlbekannten Flösselhechtes (polypterus bichir), der als Urahne der Amphibien betrachtet wird. Der Fisch wurde von Dr. Hunt im letzten Sommer im Nil aufgefunden, konnte aber nicht während seiner Brutzeit beobachtet werden. Durch die jetzt geplanten Untersuchungen kann eine sehr wichtige zoologische Frage ihrer Entscheidung näher gebracht werden. * Obgleich der Krieg zwischen Spanien und Amerika nur 114 Tage gedauert hat, so hat er doch der Vereinigten Staatenregierung 150,000,000 Dollar gekostet, von i denen etwa 98,000,000 thatsächlich ausgegeben worden sind. Einer Mitteilung des Internationalen Patentbureaus Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, entnehmen wir folgende Zusammenstellung, aus welcher ersichtlich ist, in welcher Weise sich die Ausgaben auf die verschiedenen Monate und sie sich zwischen Landheer und Flotte verteilen. Universitäts-Uachrichten. — Bonn. Der Direktor der Union sitälS-Sternwarle, Professor Dr. Karl Friedrich Küstner, hat den an ihn ergangenen Rus an die Sternwarte in Hamburg angenommen. Er wirb jevoa» fein neues Amt erst zum Oktober dieses Jahres übernehmen.- In den Bonner akademischen Kreisen wird der Abgang Kustners lebhast bedauert. ~rct{)urQ t B. Der außerordentliche Professor de« Civilrechts, Dr. Merkel, hat eine Berufung nach Berlin erhalten. Verkehr, Land- und Volkswirtschaft. — Seit der Einführung des Reichs PennyportoS am Weih- r.achtstaae hat sich der englische Postverkebr mit Kanada schon säst verdoppelt. Die Räumlichkeiten deS Londoner Generalpost- smteS erweisen sich immer mehr als unzulänglich. Einstweilen werden einige benachbarte Geschäftshäuser für den Postdtenst gebraucht — Die einfachsten Wahrheiten brauchen oft am längsten, biS sie sich Bahn brechen. So verkennen noch viele Hausfrauen den Unterschied zwischen Kathreiners Malzkaffee und jenen Produkten, die nichts anderes sind, alS gebrannte Gerste oder geiSstetes Malz. Diese schmecken schlecht, gerade wie die Etchorie, Kaffee Essenzen u. s. w., den Kaffee zwar dunkler machen, aber nicht verbeffern können. Kathreiners Malzkaffee ist daaegen nach einem eigenartigen vatentierten Verfahren mit einem Extrakt auS dem Fleische der Kaffeefrucht imprägniert, der direkt in den Kaffe»plantagen gewonnen wird. Infolge dieser Fabrikattonsmethode übernimmt der ächte ^Kathreiner" Geschmack und Aioma des Bohnenkaffees in so hohem । Grade, daß er als vollkommener Ersatz dienen kann, während er alS Zusatz durch wirkliche Geschmacksoerbesserung vorzügliche Dienste leistet. 491 „Elephanten - Kaffee" 37 von der Holl. Kaffee-Brennerei H. Diequä & Co. ist anerkannt die beliebt ste Marke und kann bestens empfohlen werden — wegen ihrer Billigkeit, Ergiebigkeit und besonderen Brennart nach I. von LtebtgS Vorschrift (leichte Zuck rumhüllung), wodurch daS Aroma gebunden und daS schädliche, fettige Ausschwttzen der Bohnen unmöglich ist. Diese Kaffee sind nur in verschlossenen Packetev z» haben, — mit Schutzmarke und Firma versehen — und ist damit I jede Garantie geboten für einen reine«, unverfälschte«, gefu«de« | Kaffee. — Verkaufsstellen sind durch Annoncen dieses Blattes bekavui. anuot 1899 Renten wird f Sinlth ?en Hauses 'lc Slaats- ‘ von dem ooslenatoren r ^wee mit '.ompsanM o>c Hunderte bürgern die lfr Minute, lnders ging im Eiysee galten, daß slch entfernt das Nijher- ber erfordernde geboten, sam aus der ich, al§ der e ^agtc ihn nn Preisstand rbeizuges der ^enträger um ’dMung mit ablöst/ bet e Bewegung dadurch in i seine große »ischen Ueber- estorben, dem mag es vor- inkreich", be- zu Eude des :r Mitglieder en gegründete st über eine te Seijamm» n einer Reihe Gebieten der a verwandten n WGvschast- die Mtgen- i an möglichst glaubigte Fälle c Strahlen er« würben mm« faib fofaenbe: öhren weniger uuM ^chroache der Strahlen leider gehemmt. ^tenX-Sttahlen- )er der von der nen Hiße, den »schreiben, oder lCT, die an den M. Dr.<*”J’ , d°ß -r gmV ieininb gänrt jeiM d»i i* N jur. AM- n nf ifl#« len. kitliMrte, W u£,trn<6D2iW ,g Mnr's ’Ä«»* le, fÄdltr» i'n(II1Ä der ilinteef C W KÄL Ko« aunflh V $o6n,i '-5L- LS'."" 4kkinintniiidjiiii($eii Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Erbauung einer ^orst- wartwohuuug i« Harbach nötigen Arbeiten des Rohb.ues nebft Materiallieferungen, nämlich Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Dachdecker- und Spenglerarbeit, werden hierdurch unter Hüweis auf den M nisterial- erlab vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Zeichnungen, AusführungS- bedingunnen und Arbeitsbeschreibungen liegen Montags und die vier letzten Wochentage in unserem Amtslokal, Dienstags in dem Rathaussaale zu Grünberg zur Emsicht offen und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk ver sehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empmng genommen werden Angebote sind bis zum 31. Ja- ouar l. IS., tiorm. 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 12. Januar 1899. GroßherzoglicheS Hochbauamt. Reulrng. 588 MsteWWE Holzversteigerung m den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen. Dienstag den 17. Januar und Mittwoch den 18. Januar 1899, vormittags 10 Uhr be> ginnend, sollen im EttingShä.tser Gemeindewald, Distr.kt Teich, nach verzeichnete Hölzer versteigert werden: 33 Stück Fichten • Schnittholz- siämme von 27 bis 39 cm Durchmesser und bis 25 m Länge mit 52, 1« fm; 116 Stück Fichten-Bau- lolzstämme von 13 bis 26 cm Durchmesser und bis 24 m Länge mit 97,71 fm; Eichn-Grubenholz ?irka 8 m; 900 Stück Fichten-Derb- Zangen bis 10 m Länge mit 35,53km- 1671 Stück Flchten-Neisstangen bis V m Längs mit 14,71 fm. Dienstag den 17. Januar kommt das Fichten-Bau- uns Schnittholz und das Eichenholz, Mittwoch den 8. Januar kommen die Derbstangen und Reisstangen zur Versteigerung. Der Anfang am ersten Tage ist am Teich, am zweiten Tage auf der Hard bei Holznummer 1. Ettingshausen, am 10. Jan. 1899. Gr. Bürgermeisterei Ettingshausen. Görnert. 501 Holzverkauf in der Königt. Oberförstern Krofdorf Donnerstag den 26. Jät' wer 1899, vormittags 10 Uhr km men in der Fccund'schen Wirtschaft zu Krofdorf zum Verkauf: Tchuhbezirk Krofdorf, Distrikte 13 a, 13 b, 14, 15, 16 (Kreuzschläge) und 25 (Kuhbett): Eichen: 9 rm Scheite und Knüpvel, 26 rm Reiser; Buchen: 763 rm Scheite und Kuüppel, 96 rm Steckholi, 1442 rm Ruser. Der Königliche Oberförster. Busold. 699 j (i:inPfrliInihh'ii Ausverkauf. . Wegen Aufgabe meines Lagers lasse ld> Montag den 16. und Dienstag 17. d. M., jedesmal vormittags tv Uhr beginnend, sämtliche Vorräte an «toffen, fertigen Kleidern, Herren- ta«en, Hüten und Mützen, sowie eine Barne «ragen, Shlipse, Sammet »and, mehrere 1000 Dutzend Knöpfe versteigen in meiner Wohnung Waßvnborn, den 14. Januar 1899. Jung II., Schneidermstr. Specialltät: Schwedische und astreine amerikanische Zimmer-Thüren Futter und Bekleidungen etc. Emil Funcke. Haupt-Compt. n. llusterlager: Coblenz, Schlossstrasse 7, wohin alle Anfragen r.u richten sind. Lager: Frankfurt a. M., Niedenau 15. Ulustr. Preislisten gratis u. franco. Amxugshalber verkaufe ich alle Arte» von Möbeln und Polstersachen zu bedeutend herabgesetztem Preisen A. Grünebaum, (Rieften, Bahnhofstrasse 3!. SiM—IMIIIIIT -g'^SCaMEK MILITÄR- PfBrde- Jecken, weltberühmt, dick, warm, wie Pelz, grau oder braun ISO X ISO gross, vollst. Pferd bedeckend jetzt nur JHLk. 3.95. Sport-Doppel-Decken gold oder erbsgelb, extra gr. u. schwer L 160 X 202 Inur Mark 5.95. Jtkrlcubci ßtgen Nachn. ’Jlictn ^uiag. —