lch«: Wagdl, lungen dea i^E**«*. ^ich Nietelche. wecken bestimmt. d f» 2 Personei Personen der- 2? "MtU0 Ä «ket sehen Buchhand. meister zu haben, erein. 16. November. openheim. k Ibsen. 792$ Triesch rfort. Ende nach 10 Uhr. b verschiedenen Wichtungen, r und an der Kbendkasne. ft l mm UM ember: in Steins Garte» unter Vereins. Ansprache, inz (über Seemannsimfiion) -,t aus Frankfurt a. M. en bet Seite bet inneren in 10 M für bie Person, ben werden dankend antze- Stadt unb Land werten ___________ 7966 Hm sm Kurze Zeit! in Netzen ertlokal ünbergerstraße 47 NWltM ‘'gut str 6«t|i 3’tt. 4 Herren, . sssasg iS 8 10 Uhr ab: nit <5*^wzügici'e" n* •*chinackes in . in be»sere’.L L8NN DieMag den 14. November M. 268 Zweites Blatt Wetzener Anzeiger Heneral-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis «Sieben uttt* mit laln^w bei Bei Postbe-u, 2 Mark 50 Pf,, vierteltährlich. Ule Anzetgrn-BermtNlua,»stellen bt» In. anb ÄulteiM nrpmen Anzeigen für ben Gießener Anzeiger Nezngsprer- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 PfA mit Bringerloh«. Mr Meßen« >ew*t<»*UtUx •erben ban Rnzei^r «schentUch viermal bettrie,L U»a«chM« ••« ««zeigen zu bet nachmittag für bee htybi Xe, erfchrinenben Nummer btt vor». 10 Uhr. 99 und sein Stab. General White Jgo. Generalmajor Yule. Von den in Ladysmith eingeschlossenen Führern der englischen Truppen ist es dem Generalmajor French gelungen, sich nach Durban durchzuschlagen. Gegenwärtig ist er auf~"bem Wege nach Kapstadt zum Oberstkommandierendeu Sir Redvers Buller. General- major Aule wurde in der Schlacht bei Glencoe ziemlich schwer verwundet, so daß von den drei Stabsoffizieren nur noch Generalmajor Hunter Dienst versieht. Wir führen die vier Offiziere unseren Lesern im Bilde vor. IttbehU«, Expedition unb Druckerei: Fch.kßr.ße »r. 7. Abreffe für Depeschen: Anzel-er -Utz«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Klätter für hessische Volkskunde. der österreich-ungarische Minister des Aeußern, Graf Goluchowsky, sandte telegraphisch seine Glückwünsche. — Zu der Meldung der „Berliner Neuesten Nachrichten" über die Einladung des Abgeordnetenhaus- Präsidenten von Kröcher zur Hofjagd schreibt tue „Deutsche Tageszeitung": Die ganze Sachdarstellung verfolgt den durchsichtigen Zweck, die Meinung aufkommen zu lassen, als ob in der Beurteilung der Kanal-Vorlage eine Meinungs-Verschiedenheit innerhalb der konservativen Partei, soweit ihre Mitglieder dagegen gestimmt haben, vorhanden gewesen sei. Das ist durchaus nicht der Fall gewesen. Herr von Kröcher hat zu der Kanal-Vorlage keinen anderen Standpunkt eingenommen, als seine Fraktionsgenossen, welche die Vorlage abgelehnt haben. — Die Einladung zur Letzlinger Hofjagd ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß Herr von Kröcher in der Nachbarschaft von Letzlingen begütert ist. Lokales und Vrsvmsielles. Gießen, den 13. November. ** Gefchicht-kalerr-er. (Nachdruck verboten.) Dor 66 Jahrm, am 14. November 1831, starb zu Berlin einer der bedeutendsten unb einflußreichsten neueren Philosophen Georg Friedrich Wil, Helm Hegel, der (Stifter eines eigenen Systems, d.ssen oberster Satz lautet: „<5dn und Denken ist EtnS . £>f0eI und feine An- Hänger erfreuten sich der Gunst des preußischen KuliuSmimsterS zwar geschieht dies auf ausdrücklichen Wunsch Lord Salis- burys, der die Königin Viktoria zur Einladung v. Bülows veranlaßt habe. Bom Komplott-Prozesi. Paris, 11. November. Vor dem Slaatsgerichtshofe legt Staatsanwalt Bernard in seiner Rede dar. daß für die Aburteilung der Angeklagten der Staatsger t ch tsh o f zuständig sei, weil diese, selbst wenn sie keinen auf eine gewaltsame Aenderung der Staatsform gerichteten Angriff begangen hätten, sich doch Verbrechen schuldig gemacht hätten, die einem solchen Angriff sehr nahe ver- wandt waren. Der Staatsanwalt fordert am Schluß seiner Ausführungen den Senat auf, sich für zuständig zu erklären. Darauf wird die Sitzung unterbrochen. Aus der gestrigen Verhandlung ist über die charakteristische äußere Gestaltung noch folgendes nachzutragen: Beim Zeugenaufruf erhebt sich plötzlich Jules Gusrin von seiner Bank und ruft: Ich will die Zeugen sehen, das ist mein Recht, das ift sehr wichtig für mich. Der Vorsitzende schneidet ihm das Wort ab mit dem Bemerken: Schweigen Sie, Sie haben die Verhandlung nicht zu leiten. Unter den vorbeigehenden Zeugen bemerkt man einen Lastträger im Arbeitsanzug, der seinen großen Lederhut in der Hand trägt. Unmittelbar auf ihn folgen die Generäle Florentin und Roget. Die Belastungszeugen sind 67 an der Zahl, ein Teil fehlt. Sodann werden die Entlastungszeugen aufgerufen, mehrere derselben geben den Angeklagten, bei denen sie vorbeikommen, die Hand. Die große Zahl der I Zeugen drängt sich in dem Halbkreis zwischen der Präsidententribüne und den Sitzen der Verteidiger und Senatoren durcheinander, dadurch entsteht Lärm. Der Vorsitzende verfügt, daß die Zeugen, welche geant- I wortet haben, durch die auf der Gegenseite befindliche Thür abtreten I sollen Jules GuLrin steht abermals auf und will sich als Leiter der I Verhandlungen aufwerfen, er will dem Vorsitzenden eine gute Methode I vorschlagen, wie die Zeugen den Ausgang finden können. Der Vorsitzende I sällt ihm abermals ins Wort. ES entsteht neuer Lärm, die Zeugen und I die Angeklagten gestikulieren. Guörin ruft: Ich bin ein Angetlagter, I meine Freiheit steht auf dem Spiel, ich muß, um mich verteidigen zu I können, mir die Zeugen ansehen können. Ich fordere dieses Recht I I Abermals Lärm. Der Angeklagte Cailly erhebt sich mit lebhaften Ge- I beiden. Nachdem der Vorsitzende die Ruhe wieder hergestellt hat, wird I der Zeugenaufruf wieder ausgenommen. Das Erscheinen der Madame I Gyp, alias Gräfin Märtel, scheint unter den jungen Gehilfen der Ver- I leidiger eine gewisse Erregung zu bewirken. Sie beeilen sich, sie zu be- I grüßen. Der Zeuge Oberst Monteil will ähnlich wie Guörin Einspriich I erheben. Der Vorsitzende erhebt sich und erinnert daran, daß das Gesetz I den mit sechs Monaten Gefängnis bestraft, der die Sitzung stört, selbst I wenn es Zeugen fein sollten. Er werde keinen Anstand nehmen, ge- I gebenenfalls diese Strafe zu verhängen, er sei nicht geneigt, den Lärm I zu dulden. Diese strenge Mahnung stellt die Ruhe auf einige Zeit Ausland. BohmifchBrod, 11. November. Der hiesige Stadtrat verweigerte die Einquartierung der behufs Aufrechterhaltung derOrdnung eingetroffenen Kompagnie Infanterie. Die Soldaten mußten zwangsweise in einem Gasthofe einquartiert werden. Brüffel, 12. November. Hiesige Studenten begaben sich in die Transvaal-Gesandtschaft und drückten dem Dr. Leyds ihre Sympathie für die Buren aus. Dieser dankte in warmen Worten den Studenten für ihre Gefühle. Die Studenten organisierten hierauf in den Straßen eine burenfreundliche Kundgebung. Antwerpen, 12. November. Bestem Vernehmen zufolge befinden sich in Antwerpen mehrere englische Offiziere, welche Leute für das englische Heer nach Süd- a f r i k a a n w e r b e n. Die Polizei ist den Werbern auf der Spur. London, 11. November. Die Königin gedachte heute vormittag in Windsor, wohin sie von Balmoral zurückgekehrt ist, die königliche Leibwache, welche nach Afrika geht, zu inspicieren. Loudon, 11. November. In Estcourt find im Hotel des Generals Murray zwei Kisten Dynamit entdeckt worden. L .. „ m Belgrad, 12. November. Es werden neuerdings Versuche gemacht, eine Aussöhnung zwischen dem Ex- königMilan und derExkönigin Natalie herbei- zuführen. Letztere verhält sich jedoch ablehnend. Paris, 11. November. Der Londoner Korrespondent des „Matin" hält die Meldung aufrecht, daß Graf Bülow den Kaiser nach England begleiten werde, und Deutsches Keich. Berlin, 11. November. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Anzahl Auszeichnungen, welche der Kaiser aus Anlaß der diesjährigen großen Herbst- manöver an badische Beamte verliehen hat. U. a. erhielten das Großkreuz deS Roten Adlerordens Staats- minister Dr. Nokk, den Noten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub Minister v. Brauer, den Roten Adlerorden 2. Klasse Generalintendant Dr. Bürklin, den Kronenorden 1. Klasse mit Brillanten der preußische Gesandte am badischen Hose, v. Eisendecher, und den Kronenorden 1. Klasse der Fmanz- minister Dr. Buchenberger. — Der Kaiser hat gestern abend ein längeres Telegramm als Erwiderung auf das Dank-Telegramm des Kolonialrates in der Samoa-Angelegenheit zu Händen des Fürsten Wied dem Kolonialrat zugehen lassen. Staatssekretär von Bülow hat in einem Schreiben, das m der Sitzung des Kolonialrates zur Vorlesung kam, seinen Dank ausgesprochen. — Wie die „Berliner Neuesten Nachrichten" hören, hat unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Samoa- Abkommens Kaiser Nikolaus von Rußland m der langen Unterredung, mit der er nach der Tafel in Potsdam den Staatssekretär Grafen Bülow auszeichnete, diesem in sehr herzlicher Weise zu seinem Erfolge gratuliert. — Die „Berliner Neuesten Nachrichten" bleiben bei der Annahme, daß die Reise des Botschafters Grafen Eulenburg an die süddeutschen Höfe nut den politischen Ereignissen in den letzten Wochen z u- sammenhängt. , , — Die „Berliner Neuesten Nachrichten" Horen, daß die Anmeldungen zum Eintritt als Seekadett in die kaiserliche Marine bis jetzt um 60 Prozent zahlreicher erfolgt sind, als in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. - Der „Lokal-Anzeiger" schreibt: Unsere Meldung, daß der Staatssekretär Graf von Bülow den Kaiser auf der Reise nach England begleiten wird, können wir entgegen allen Anzweifiungen auf das Bestimmteste aufrecht erhalten. — Auch die „Staatsbürger-Ztg." brmgt die Reise des Grafen Philipp Eulenburg mit einem bevorstehenden Kanzlerwechsel in Zusammenhang. . — Dem Staatssekretär des Auswärtigen, Grafen v. Bülow, sind, wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, nach dem Abschluß des Samoa Abkommens von vielen Seiten Glückwünsche zugegangen. Mit besonderer Wärme gratulierten der Großherzog von Baden und der Herzog Regent Johann Albrecht zu Mecklenburg-Schwerin. Auch Rochefort wird aufgerufen. Er fragt allsogleich den Präsidenten: Weshalb bin ich vorgeladen? Dieser antwortet: Ich weiß es nicht besser als Sie. Sie sind ein Entlastungszeuge. Sie rotrben antworten, wenn man Sie fragt; unterdessen ziehen Sie sich zurück! Man hört im Saal von draußen hereinschallende Ruse: Es lebe Guerm, es lebe Doroulvde! Nieder mit den Juden! „Man möge diesen Rufen ein Ende setzen!" befiehlt der Vorsitzende. Die Saaldiener eilen hinaus und sogleich entstehen neue Zwischenfälle im Saale. Einige der Angeklagten schreien die benachbarten Senatoren an, so ©uörin, Cailly und Dubluc. Sie rufen: Nieder mit den Juden! Bande von Erkauften! Der Anwalt Menard besteigt die Tribüne, um für feinen Klienten das Recht zu fordern, auf eine gehässige Drohung und Beleidigung, die diesem von der öffentlichen Tribüne zugerufen worden ist, antworten zu dürfen. Der Vorsitzende erklärt, er würde das selbst gerügt haben, wenn er es gehört hätte. Mehrere Zeugen rufen, indem sie vor dem Vorsitzenden vorbeimarschieren: Es lebe die Armee! Es lebe die Republik! -Set Lärm ist unbeschreiblich. Der Generalstaatsanwalt erhebt sich und will sprechen, muß sich aber wieder setzen. Der Vorsitzende gibt Befehl, einen Zeugen, der im Vorbeikommen Hochrufe auf Döroulöde und die Armee ausgebracht hatte, zu verhaften. Anhaltender Lärm. Dieser Zeuge wird abgeführt. Der Anwalt Falateus erklärt, daß Beschimpfungen von der rechten Seite des Sennts ausg^ gangen seien. Der Vorsitzende erwidert, diese Worte des Verteidigers seien gewiß über seine Gedanken hinausgegangen. „Inmitten des Lärmes konnten mir wohl einige Zwischenfälle entgehen, aber wir sind hier Richter, und ich befehle, daß Jedermann stillschweige " Falateus bemerkt, der Abgeordnete Pörillier, der sich unter den Zuschauern befinde, habe einen Zeugen unterbrochen; er erinnert Pärillier daran, daß er hier nur Gast sei und daß er Stillschweigen zu beobachten habe. Der Vorsitzende drückt die Hoffnung aus, daß nunmehr alles mit Ruhe und Würde vor sich gehen werde, und der Zeugenaufruf wird unter verhältnismäßiger Ordnung fortgesetzt. Unterbeffen ist eine Abteilung Mumzipalgardisten in den Saal eingetreten und nimmt längs der Zeugenbarre Aufstellung. Die Zeugen müssen an ihnen vorüber. Während der Verhandlung spielten sich im Zeugenzimmer ähnliche Szenen wie gestern ab. Man hatte heute die Zeugen getrennt, die Be- । lastungszeugen auf die ein?, die Entlastungszeugen auf die andere Sette i gewiesen. Letztere riefen fortgesetzt: Es lebe Dsroulvde, nieder mit den Juden! Rücktritt! Rücktritt! Sie fangen die Marseillaise und den chant da döpart, indessen die Munizipalgardisten und die Saaldiener ruhig zusahen. (KölmZtg) Generalmajor General Generalmajor French. White. Hunter. AM v. Alkenftein. Auf d-m Hegelplatze in Berlin steht sein« Büste. Er wurde am 27. Auguu 1770 zu Stuttgart geboren. * * Ermächtigung zur Annahme und znm Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 7. November Aller- gnädigst geruht, den nachstehend Benannten die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen Ordens- dekorationen, und zwar: der großen Silbernen Medaille am St. Stanislaus-Ordensbande: dem Hofstallfourage» meister Georg Friedmann, dem Leibkutscher Christian Schneider, dem Hofwagenmeister Heinrich Kircher; der kleinen Goldenen Medaille am St. Annen Ordens- bande: den Hofkutschern Jakob Philipp, Adam Amelung, Andreas Effler, Andreas Stumpf, Peter Götz, Philipp Reichert, Georg Gerot, Adam Kunkelmann, Friedrich Pabst, Balthasar Schreiber, Daniel Christ und Johannes Bertaloth, den Hofreitknechten Konrad Jox und Adam Kilian, dem Hofstallportier Kuno Nees, sowie dem Hofwagenwärter Nikolaus Neudörfer zu er. teilen; desgleichen des St. Annen Ordens 2. Klasse: dem Kammerherrn Maximilian Freiherrn v. Bellersheim; des St. Annen Ordens 3. Klasse: dem Hofarzt Medizinal- rat Dr. Draudt; der großen Goldenen Medaille des St. Sranislaus>Ordens: den Kammerdienern Philipp Wolf und Karl Küster; der kleinen Goldenen Medaille des St. Annen-Ordens: dem Silberverwalter Konrad Ickes, dem Hofkoch Ludwig Kloß, dem Kammerdiener Wilhelm Kühnel, dem provisorischen Kammerdiener Jakob Schmitt; der kleinen Goldenen Medaille des St. Stanislaus-Ordens: dem Kanzleidiener Johannes Kempf, den Hoflakaien Karl Brand, Peter Reiß, August Seipp, Friedrich N eit er, Joseph Leinberger, Ludwig Lang, Georg Borger, Adam Schäfer, Johannes Hamburger, Heinrich Ludolph und Lorenz Pfeifer; der kleinen Silbernen Medaille des St. Annen-Ordens: dem provisorischen Hofkoch Jules Perard; der kleinen Silbernen Medaille des St. Stanislaus Ordens: den Hoflakaien Jakob Dern und Paul Kantzenbach, dem Zimmerwärter Friedrich Braun, den Hauswärtern Adam Hohenadel und Heinrich Bolz, den Küchenwärtern Joseph Geiger und Adam Hambach, dem Gartenwärter Christoph Rosignol. ’* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Oktober dem Bürgermeister Andreas Ricker im Rembrücken das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps-Ordens zu verleihen. * * Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Höhr, sowie zwischen Gießen und Melsungen ist eröffnet worden. • * Sitzung der Großh. Handelskammer um 10. l. Mts. Anwesend waren die Herren: Koch, Scheel, Balser, Katz, Klingspor, Schirmer und Wortmann. Die regelmäßige Ergänzungswahl zur Großh. Handelskammer für das verstorbene Handelskammermitglied Herrn Albert Kraatz, sowie die beiden weiteren in gesetzlicher Reihenfolge ausscheidenden, jedoch wieder wählbaren, Herren Ernst Balser und A. Katz sindet am Mittwoch dem 6. Dezember l. I., nachmittags von 2 bis 6 Uhr im Sitzungszimmer der Großh. Handelskammer statt. Zum Wahlkommissär wurde Herr Fabrikant Heinrich Schirmer gewählt und zu Urkundspersonen die Herren Fabrikant Gustav Müller und Kaufmann August Noll II. ernannt. Die Lifte der Wahlberechtigten soll vom 14. bis 24. d. Mts. inkl. in den Geschäftsräumen des Bankhauses A. Heichelheim aufliegen. Einwendungen gegen diese Liste sind bei Meidung der Nichtbeachtung in derselben Frist bei der Großh. Handelskammer vorzubringen. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß in diesem Wahltermin nur diejenigen in das Firmenregister des Großh. Amtsgerichts Gießen eingetragenen Firmen und Gesellschaften von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können, welche ihren Sitz in der Stadt Gießen haben. Für den Wahlbezirk Gießen-Land, umfassend die Orte des Kreises Gießen, die zu dem gleichnamigen Amtsgericht gehören, sowie für die Wahlberechtigten aus den Amtsgerichtsbezirken Grünberg, Homberg, Lich und Hungen und aus den Kreisen Alsfeld und Lauterbach werden die erforderlichen Bekanntmachungen demnächst durch die zuständigen Großherzoglichen Kreisämter erfolgen. — Die hiesige Reichsbanknebenstelle teilt der Kammer mit, daß Wechsel, welche in den Orten Bant, Heppens und Reuende zahlbar sind, von jetzt ab angekauft werden können; dieselben sind an die Reichsbanknebenstelle in Wilhelmshaven zu girieren. Der Zusatz „bei Wilhelmsaven" ist zulässig, dagegen sind Wechsel, welche die Bezeichnung tragen Bant-Wilhelmshaven usw. abzulehnen. — Solche Firmen, welche Geschäftsverbindungen mit Australien anknüpfen wollen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß es sich empfiehlt, behufs Einholung einer möglichst zuverlässigen Auskunft nähere Erkundigungen überden hierbei einzuschlagenden Weg bei der Kammer einzuziehen. — Der Metern Berliner Kaufleute und Industrieller hat in einer an den Reichstag gerichteten Eingabe darauf hingewiesen, daß me beabsichtigte Ausgabe neuer Postwertzeichen auch ^9l °ßere Beträge, von 80 Pfg., 1 Mk., 2 Mk., 3 Mk. und 5 Mk. die zwischen den Wertzeichen der Reichspost emersetts, der bayerrschen und württembergischen Post andererseits bestehenden Verschiedenheiten vermehren und damit zugleich die Zahl der Unbequemlichkeiten erhöhen werde, welche aus der Geltungsbeschränkung der verschiedenen deutschen Postwertzeichen erwachsen. Der genannte Verein hat deshalb die Bitte ausgesprochen, der Reichstag möge dahin wirken, daß, unbeschadet der im Art. 52 der Verfassung des Deutschen Reiches enthaltenen Bestimmungen über die Postsonderrechte Bayerns und Württembergs, Postwertzeichen mit Geltung für das gesamte Reichsgebiet eingeführt werden. Die Kammer beschloß, den vorstehenden Antrag ui geeignet erscheinender Weise zu unterstützen. — Die König!. Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M. ersucht uns, die Geschäftswelt darauf aufmerksam zu machen, daß die Auflieferung der Güter während der Tageszeit, möglichst entsprechend dem Güterzugfahrplan viel zur Beschleunigung der Güterbeförderung beitragen würde. Wir lassen diesen amtlichen Hinweis im Wortlaut folgen: „Bei größeren Güterabfertigungsstellen entstehen dadurch oft erhebliche Unzuträglichkeiten, daß Stückgut erst in den Abendstunden angeliefert wird. Zur Abhilfe haben wir vor Jahresfrist für die größeren Stationen unseres Bezirks angeordnet, daß die zweckmäßigsten Aufgabezeiten für Eil- und Frachtstückgut für die verschiedenen Hauptrichtungen des Verkehrs übersichtlich zusammengestellt und unter gleichzeitiger Angabe der Abgangszeiten der betreffenden Züge durch Aushang, durch Veröffentlichung in Lokalblättern und unter Umständen auch durch besondere Mitteilung an die größeren Versender bekannt gemacht werden. Diese Bekanntgabe hat seither leider nicht die wünschenswerte Beachtung gefunden. Ein geringer Erfolg ist nur auf einzelnen kleineren Stationen zu verzeichnen, auf den großen Stationen erfolgt die Auflieferung der Stückgüter seitens der bedeutenderen Versender, namentlich der Spediteure, nach wie vor größtenteils in den Abendstunden. Gleichwohl haben wir die in Frage kommenden Abfertigungsftellen angewiesen, die angeordnete Einrichtung unter Berücksichtigung aller Aenderungen in den Beförderungsvorschriften und Fahrplänen auch ferner beizubehalten. * * Lefeabend des Ortsgewerbevereins. Wir wollen nicht unterlassen, noch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß am Dienstagabend, 14. November, im Lesezimmer, Kaiserhof 2. Stock, die Lehrmittel — mechanische Apparate — der Großh. Gewerbeschule vorgeführt werden, und daß dabei den Mitgliedern, insbesondere den Handwerksmeistern manches Interessante und Belehrende für ihre Berufsarbeiten geboten werden wird. Möge dieses Entgegenkommen allseitig bei den Handwerksmeistern Wiederhall finden, und die Leseabende immer mehr dazu ausformen, zu was dieselben dienen sollen, nämlich zur Bereicherung des Wissens, — durch Studium der neueren Erscheinungen auf den verschiedenen Gebieten. * * Die Frequenz der Geborenen hat sich im Großherzogtum Hessen seit dem Jahre 1890, nachdem dieselbe in den Jahren 1877 bis dahin zurückgegangen war, wiederum konstant von Jahr zu Jahr erhöht, die Geburtsziffer ist innerhalb der letzten 7 Jahre von 31 p. M. auf 34 p. M. gestiegen und es hat damit der sog. natürliche Zuwachs der Bevölkerung in dem Maße sich erhöht, daß während letztere in früheren Jahren zwischen dem Betrage von 8000 und 10000 sich bewegte, nunmehr regelmäßig ein jährlicher Geburtenüberschuß von 12000 bis über 14000 erreicht wird. Im Jahre 1898 wurden 35 301 Lebendgeborene verzeichnet, während nur 20 383 Todesfälle sich ereigneten, der Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen erreichte damit den hohen Betrag von 14918 oder von 14 p. M. der Bevölkerung. * * Beleuchtung der Treppenhäuser. In letzter Zeit, seit die Dunkelheit früher eingetreten, sind Unfälle in Häusern wieder öfter dadurch vorgekommen, daß viele Hausbesitzer, bezw. die von diesen Beauftragten, die Beleuchtung der Treppenhäuser und Fluren unterließen. Es kam u. a. ein Fall vor, daß eine ihrem Berufe nachgehende Waschfrau auf einer unbeleuchteten Treppe fiel und das Bein brach. Der Hausbesitzer ist in solchem Falle allein verantwortlich und für den vollen Schaden der verletzten Person haftbar. * * Gefährdung eines Eiseubahnzuges. Am vergangenen Samstag abend zwischen 5 und 6 Uhr waren auf dem Schienengeleise der Bieberthalbahn an der Kurve Rodheimer- straße nach Heuchelheim von ruchloser Hand zwei Holz- pfähle niedergelegt morden, jedenfalls in der Absicht, einen Unfall herbeizuführen. Die Hölzer konnten noch rechtzeitig vor Ankunft des Zuges entfernt werden, wodurch ein Unfall verhütet wurde. - m. Evangelischer Bund. Die hiesige Ortsgruppe des Evangelischen Bundes hatte für letzten Samstag den in der österreichischen Los- von Rom-Bewegung vielgenannten und viel geschmähten Pfarrer D. v. Zimmermann aus Wien zu einem Vortag über die auch in Deutschland die Gemüter bewegende Uebertrittsbcwegung gewonnen. Der Vortragende schilderte an der Hand zahlreicher Belege aus einer Diasporapraxis, deren Vorpostengefechte ihm augen- cheinlich weder den Blick für das unbewußt-komische in den Ansichten und Aussprüchen des katholischen Volkes über die Evangelischen, und noch viel weniger seinen gesunden Humor rauben konnten, die Lage der österreichischen evangelischen Kirche, der an der Wende des Jahrhunderts neue und ungeahnte Aufgaben dadurch zugefallen sind, daß das katholische Volk zu erwachen und für evangelische Frömmigkeit Sinn zu bekommen beginnt. Der Anfang unseres Jahrhunderts and die Völker und Fürsten im Kampf und die Konfessionen im tiefen Frieden; sein Ende zeigt uns das umgekehrte Bild: die Friedensbestrebungen der Nationen auf der einen, die Befehdung der Konfessionen auf der anderen Seite. Schuld daran sind die seit 30 Jahren zu unerträglicher Höhe gesteigerten Ansprüche der römischen Kirche, die ja nach dem Ausspruch des Bonifatiusblattes eine „Schwester- irche" überhaupt nicht kennt. Die Reaktion gegen solche Anmaßung hat nun in Oesterreich eine tiefe religiöse Bewegung gezeitigt als einen wunderbaren Abschluß unseres materiellen Jahrhunderts. Umso wunderbarer, als das katholische Böhmen ihre Geburtsstätte, das katholische Oesterreich ihr Gebiet ist! Die Bewegung ist religiös, wenn auch ihr Anfang mit Politischen Fragen verquickt war. Die reutschen Gemeinden in Böhmen, denen man czechische Priester sandte, besannen sich auf das Recht ihrer Mutter- prache, und auf die nie ganz vergessene Zeit, da ihren Vätern ein deutsches Evangelium in deutscher Sprache gepredigt wurde, bis die von den Jesuiten verschriebenen Dragoner sie wieder in die Messe trieben. Ihre Nachkommen fühlen nun von neuem die Wahlverwandtschaft zwischen Deutsch und Evangelisch, und die Sehnsucht nach dem einen hat auch das Verlangen nach dem anderen wieder geweckt. So entstanden in der Stille evangelische Gemeinden, und nicht nur in Böhmen, sondern in ganz Oesterreich. Ueber 10,000 Personen sind bereits übergetreten, am Reformationsfeste in der Lutherischen Kirche zu Wien allein 40 auf einmal; und zwar nicht aus Demonstrationsgelüsten, sondern nach mehrwöchigem Besuch der evangelischen Predigt und des Unterrichts. Die Bewegung wird weitergehen trotz der Verdächtigungen und Chikanen. Die Versuche, das Volk irre zu leiten und kopfscheu zu machen, fruchten nichts mehr. Der gesunde Sinn sagt auch dem gemeinen Mann sehr wohl, daß LoS- von Rom weder soviel ist wie los von Gott, noch wie los vom Kaiser, wie man mit Vorliebe von ultramontaner Seite ausstreut; auch daß, wer nicht mehr katholisch ist, darum nicht etwa nicht mehr christlich, sondern erst recht ein Christ im apostolischen Sinne ist. Auch die Chikanen seitens der Behörden rc. werden nicht auf die Dauer hemmen können. Dem angebrochenen Frühling muß der Herbst und die Ernte folgen. Wie in Oesterreich selbst der Spott über die Uebertritte und das Mißtrauen vor dem Ernst der ganzen Bewegung allmählich schwand, so geschah es auch in Deutschland, und der evangelische Bund, dem anzugehören in Oesterreich den Evangelischen gesetzlich nicht gestattet ist, mit dem sie aber in ihrer stets gefährdeten Lage von jeher sympathisierten, hat nicht nur das Recht, sondern aufgrund seines Programms sogar die Pflicht, hier durch werkchätige Hilfe, aufklärende Schriften rc. helfend beizuspringen. — Der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe des Ev. Bundes, Herr Prof. D. Krüger sprach dem Redner für seine Ausführungen herzlichen Dank aus, den die zahlreich erschienenen Zuhörer ihrerseits bereits durch reichen Beifall ausgedrückt hatten. Die einer böhmischen Gemeinde für ihren Kirchbau zugewiesene Tellersammlung ergab über 80 Mk. Ein großer Teil der Anwesenden, insbesondere aus akademischen Kreisen blieb mit dem Vortragenden noch längere Zeit in lebhaftem Austausch vereint. ** Vereins- und sonstige Kueiplokale. Es besteht unter Vereinen und sonstigen Korporationen hier vielseitig die irrige Ansicht, daß die Polizeiorgane ihre Kneip- oder Vereinslokale in Fällen, in denen es sich nach Eintritt der Feierabendstunde um ruhestörenden Lärm oder unerlaubtes Musizieren handelt, nicht betreten und dort nicht Ruhe gebieten dürften. Diese Ansicht ist falsch. Die Polizei ist berechtigt, und in Fällen, wo es sich um nächtliche Ruhestörungen handelt, verpflichtet, sei es in öffentlichen Wirtschaften, gemieteten Kneiplokalen oder in geschlossenen Gesellschaften, ja sogar in Privatwohnungen einzuschreiten und die gesetzlich jedem Einwohner zustehende Nachtruhe herzustellen. cT Rockenberg. 12. November. Seit einer langen Reihe von Jahren bestand am hiesigen Platze eine Apotheke, welche aber vor mehreren Jahren wegen zu geringer Rentabilität einging. Der letzte Inhaber, Herr Apotheker Sartor, siedelte nach Großen-Linden über, woselbst damals eine neue Apotheke errichtet wurde. Der Besitzer der Butzbacher Apotheke richtete später hier eine Filiale ein. Die hiesige Gemeinde hat nunmehr das Gebäude mit dem angrenzenden Garten käuflich erworben und Infjt dasselbe gründlich renovieren. Man hofft, daß die Regierung die Konzession zum Betrieb einer Apotheke für unsere Gemeinde wieder erteilen wird. — In den letzten Jahren hat hier die Sandstein-Industrie wieder ganz bedeutenden Aufschwung genommen, was hauptsächlich auf die rege Bau- thätigkeit zu Bad Nauheim zurückzuführen ist. Unsere ausgedehnten Steinbrüche liefern nämlich den größten Teil der zu den Neubauten dort erforderlichen Hausteine, wodurch zahlreiche Bewohner des Ortes lohnende Beschäftigung finden. Die Gemeinde selbst hat mit einem Unternehmer einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem derselbe unter gewissen Bedingungen gegen eine bestimmte Abgabe zum brechen der Steine berechtigt ist. — Eckartsborn, 9. November. In dem hiesigen Basaltbruche ist durch einen eingestürzten Pfeiler, ein aus Berg- heim gebürtiger, 37 Jahre alter Arbeiter, so schwer beschädigt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Es sind demselben beide Beine gebrochen und ist er außerdem am Rücken schwer beschädigt. n, Büdingen, 11. November. Die Liste der Wahlmänner für die bevorstehende Landtagswahl im Wahlbezirk Büdingen-Alterstadt ist jetzt veröffentlicht und zeigt, daß die Reformpartei, die eine sehr rührige Agitation entfaltet hatte, am besten abgeschnitten hat, sodaß sie möglicherweise als Siegerin aus dem Wahlkampf hervorgeht. Ganz bestimmt läßt sich das zur Stunde noch nicht behaupten, da sie noch keinen Kandidaten endgiltig öffentlich normiert hat, und manche Wahlmänner nur für eine bestimmte Persönlichkeit, in zweiter Linie aber für Herrn Pfarrer Bernbeck in Staden, der als parteiloser Kandidat aufgetreten ist, verpflichtet sind. Das konnte deshalb geschehen, weil dieser in allen wirtschaftlichen Fragen mit der genannten Partei übereinstimmt. Aus diesem Grund war dieser auch in der öffentlichen Agitation, trotz des Drängens von mancher Seite, so sehr zurückhaltend. Gar keine Chancen hat Herr Landgerichtsrat Seeger von Gießen, der über 8 bis höchstens 10 Stimmen nicht erhalten dürfte. x Mainz, 12. November. Für die das nächste Jahr hier stattfindende500jährige GeburtstagsfeierJohann Gutenbergs nehmen jetzt allmählich die Pläne für die in das-Auge gefaßten Veranstaltungen festere Gestalt an. Um )em Feste eine Anziehungskraft nach außen zu sichern, kam in den verschiedenen Kommissionen und Unterausschüssen die Ansicht zu allgemeinem Durchburch, daß neben der atabe* mischen Feier und einem projektierten Fackelzug unbedingt ein akademischer Festzug zur Ausführung kommen müsse. W tzew»il^tveckt. V .9<”i öt"t^.unb »>>h° ff'11«, ütnjuJ' Debet ^hJ**unb ltDl dir N.^"rchz „U,N in, ^iwngen ^ls mehr i l en und Wann ur u.n,,et Qejunbe °Von ®ot? nLb^ Lor- ,tI,e.6e bon'uJrnVltlo8 nicht mehr i aD10ntQn« A auf bie$yi!*ohner zustehende NachKuhe er. ^eit einer langen Reihe i Platze eine Apotheke, n wegen zu geringer Ren- Inhaber, Herr Apotheker nden übet, woselbst damals xbe. Der Besitzer der Butz- :tt hier eine Filiale ein. mehr das Gebäude mit dem erworben und dasselbe offt, daß die Regierung die potheke für unsere Gemeinde en letzten Jahren Hal hier wieder ganz bedeutenden Auf- -Wich auf bie rege S» Wsthm ift. nämlid) ben gr°hm TnU« tbnliien W* ru5 lobnenbe MW bat mit einem Uiiternejmer XÄmKtWfe -«fi b’itimmteabgabe jum bree^en • {“ft* rÄ**rj lägB setzt velGE -on ent, it sehr fie * chnitten hüt' ! h^vorgehl- bem D°h«-1?M be- zur Stunde 7 tandivaten *9 eine be- ahlmänner nur P IrtS««'»'-; rnt kus d'^^Mgens til«ti-«.lr1 Hine i ©iefeen- b« 5Ä’Äi*S ft ÄÄä unb zwar ein solcher, der durchaus dem Feste und seiner Bedeutung angepaßt. Wie die Sache durchzuführen, und ob mit dem Zug ein Festspiel zu verbinden ist, und insbesondere wie die Mittel zu beschaffen sind, soll jetzt die nächste Aufgabe der betreffenden Kommissionen sein. ** Mainz, 11. November. Folgendes der „Perronsperre" zu verdankende Kuriosum berichtet ein Wiesbadener Blatt aus Mainz, welches schreibt: Seit einer Woche sind auch wir mit der Perronsperre auf den hiesigen beiden Bahnhöfen beglückt. Diese Beschränkung wird besonders im Anfang nicht sehr angenehm empfunden. Dabei besteht eine komische Anomalie. Der Perronschein kostet 10 Pfg., der Fahrschein vierter Klasse vom „Hauptbahnhof nach Bahnhof Neuthor" nur 5 Pfg. Für 5 Pfg. kommt man also nicht nur auf den Perron, sondern noch zwei Kilometer weiter durch den Tunnel nach Neuthor. Nun hat es schon Schlaumeier gegeben, die sich Fahrscheine vierter Klasse nach Neuthor für 5 Pfg. genommen haben, blos um den Perron zu betreten. Beim Verlassen des Perrons sind sie über den Betrug, der nach juristischem Urteil offenbar vorliegt, von dem den Perron beaufsichtigenden Eisinbahnbeamten interpelliert worden, worauf sie die naheliegende Ausrede benutzt haben, sie hätten „leider" den Zug versäumt. L. Mainz, 12. November. In der gestrigen Generalversammlung des Mainzer Karnevalvereins teilte der Kassierer Adolf Karlebach mit, daß die vorjährige Kampagne mit einem Destzit von 3622.51 Mk. abgeschlossen habe. Die Einnahmen betrugen zusammen 63815.12 Mk., denen die Ausgabe mit 67 437.62 Mk. entgegenstehen. Unter einstimmigem Beifall der Narrhallesen wurde beschlossen, trotzdem das Gutenbergfest im nächsten Jahre stattfindet, zu tagen. Q Mainz, 12. November. Nach allgemeinem Verlauten dürfte die Wiederbesetzung des hiesigen Bischofstuhles nicht lange auf sich warten lassen. Sowohl innerhalb des Domkapitels wie bei den sonst mitredenden Faktoren ift man bezüglich der der Regierung vorzulegenden Kandidatenliste schon eifrig thätig und werden bereits vielfach Namen genannt, die der Regierung unterbreitet werden sollen. Da die Beziehungen zwischen dem Ministerium in Darmstadt und den kirchlichen Behörden beziehungsweise dem päpstlichen Stuhl die denkbar besten sind, so dürften die in Vorschlag kommenden Kandidaten auf keinen großen Widerstand in Darmstadt stoßen. Die Bischofswahl in Hessen vollzieht sich bekanntlich nach der Bulle ad dominici gregis custodiam vom 11. April 1827 in der Art, daß das Domkapitel eine Kandidatenliste bei der Regierung einreicht, iyotion die letztere die ihr nicht genehmen Personen streicht. Aus den übrigen Namen wählt das Domkapitel den Bischof, der alsdann noch der Bestätigung des Papstes unterliegt. 4- Aus Nheinheffen, 12. November. Die Lese ist jetzt in ganz Rheinhessen beendet. Bis zu 120 Grad gingen die erzielten Mostgewichte. Der Mostverkauf ging äußerst flott von statten und wurde der quantitative Ausfall durch die für den Most erzielten hohen Preise ziemlich ausgeglichen. Geisenheim, 12. November. Von dem nun schon seit dem 1. d. Mts., vormittags 10 Uhr, vermißten Herrn Weingutsbesitzer und Weinhändler Franz Jann fehlt trotz aller Nachforschungen bis heute noch jede Spur. Der Vermißte, ein in allen Weinfachkreisen bekannter und hochgeschätzter Herr, lebte in den denkbar besten Vermögensverhältnissen, bekleidete alle Ehrenämter hiesiger Stadt, war ein zwar stiller, aber großer Wohlthäter der Armen und überall gleich hochgeachtet wie beliebt, so daß man sich keinen Grund zum Verlassen denken kann und leider annehmen muß, daß ihm irgend ein Leid zugestoßen ist. Bingen, 12. November. Im Rheine ist sowohl auf hessischer Seite als auch auf preußischer Seite bei Rüdes- heim je eine Baggermaschine aufgestellt, um die durch das fallende Wasser entstandenen Unebenheiten zu entfernen und für die Schifffahrt günstige Fahrwege herzustellen. Die Passage wird durch das beständig fallende Wasser immer schwieriger und konnten die Schlepper mit Anhang nur mit größter Vorsicht diese Strecken befahren. Die größeren Schlepper der Firmen Haniel, Stinnes usw. bringen ihre Züge nur hierher, und werden diese Anhänge mit kleineren Dampfern von hier aus weiterbefördert. Die Leichierungen nehmen täglich zu, und sind es Güterboote und Segelschiffe, welche einen Teil ihrer Ladungen in Leichterschiffe überschlagen müssen, um im Rheingau weiterfahren zu können. Aussichten auf ein baldiges Steigen des Wassers sind noch keine vorhanden. Rübesheim, 8. November. Dieser Abenbe kurz vor Arbeitsschluß ereignete sich an dem Neubau der Weinfirma Gebr. Schleif, dem hiesigen Staatsbahnhof gegenüber, ein schwerer Unglücks fall Bei den Kellerausschachtungs- Arbeiten rutschten plötzlich Erdmassen nach und erdrückten den Arbeiter Johann Retzel vom Nachbardorfe Aulhausen derart, daß er sofort tot war. Der Verunglückte hinterläßt eine arme Wittwe mit elf noch unmündigen Kindern, die nunmehr des Vaters und Ernährers beraubt sind. Krofdorf, 10. November. Anläßlich seines 50jährigen Dienstjubiläums erhielt Herr Pfarrer Geibel von hier, den Kronen-Orden 4. Klasse. Es mag in Landgemeinden wohl wenig vorkommen, daß Pfarrer und Lehrer desselben Ortes auf ihr 50jähriges Dienstjubiläum zurückblicken können, und daß Beide noch im Amte sind. Vor einem Jahre nämlich konnte auch unser erster Lehrer, Herr Weil sein 50jähriges Dienstjubiläum feiern. Marburg, 12. November. Die „Oberh. Ztg." schreibt: Zu unserer Mitteilung über die Verurteilung des Berichterstatters Becker bittet uns Herr Erdmannsdörffer um Aufnahme folgender Berichtigung: Die in Nr. 266 der „Oberh. Ztg." enthaltene Mitteilung, das „hiesige national- foziale Blatt" habe „in 2 Exemplaren ihrer Nr. vom 4. März eine falsche Nachricht eingeschoben", widerspricht den Thatsachen. Wahrheit ist es vielmehr, daß die „Hessische Landeszeitung" als solche, d. h. die im Unterzeichneten ver körperte Leitung des Blattes, der Einrückung jener Notiz in 2 Exemplare vollständig fern steht, nichts von ihr gewußt und sie nach Kenntnisnahme aufs entschiedenste getadelt hat, daß also die Einrückung eine reine Privatleistung des Berichterstatters Becker darstellt, die die „Hessische Landeszeitung" als solche nichts angeht. — Hierzu bemerkt die „Oberh. Ztg.: Daß Herr Erdmannsdörffer jene That entschieden mißbilligt, freut uns konstatieren zu können. Das Verhalten eines Angehörigen der „Hessischen Landeszeitung" rückt aber dadurch in noch schärfere Beleuchtung. Vermischtes. * Bendorf, 12. November. Auf dem hiesigen Bahnhofe stießen gestern abend zwei Güterzüge zu s am men, und zwar fuhr der eine Zug dem andern direkt in die Flanke. Der Materialschaden ist ziemlich erheblich. Menschen wurden nicht verletzt. Beide Geleise waren bis heute früh um 3 Uhr gesperrt. Von dieser Zeit an konnte der Betrieb wenigstens auf einem Geleise wieder ausgenommen werden. * Paris, 10. November. (Die abgelehnte Erb schäft.) Rosa Bonheurs letztwillige Verfügungen haben große Ueberraschung bei ihren Freunden, bittere Enttäuschung dagegen bei ihren Verwandtem hervorgerufen. Bekanntlich hat die große Tiermalerin ihre Freundin Miß Anne Elisabeth Klumpke, die während RosaS letzter Lebens zeit ihre beständige Gesellschafterin war, zur Universal erbin eingesetzt. ES muß hier gesagt werden, daß die geniale Malerin bei weitem nicht so reich war, wie sie allgemein taxiert wurde. Abgesehen von den noch in ihrem Besitze befindlichen Gemälden, die bei den amerikanischen Dollarfürsten sehr gesucht sind, bestand ihre Hinterlassenschaft in 250,000 Mk., die sie in Hypotheken angelegt hatte, in 12,000 Mk. barem Gelde, das sich sorgfältig verborgen in ihrem Schlafgcmach vorfand, und in dem reizenden Landhause zu By, das sie mit Vorliebe bewohnte. Als vor zwei Jahren Miß Klumpke, eine Amerikanerin von Geburt und selbst Malerin, zu Rosa Bonheur in Beziehungen trat, die durch einen amerikanischen Kunst mäcen vermittelt wurden, bat sie um die Erlaubnis, die geniale Künstlerin malen zu dürfen. Während der Sitzungen bildete sich nach und nach ein so inniges Verhältnis zwischen den beiden gleichgesinnten Seelen heraus, daß Rosa die junge Amerikanerin zu sich ins Haus nahm und, noch bevor fünf Monate verstrichen, zu ihren Gunsten ein Testament abfassen ließ. Nach dem Tode der großen Malerin gaben Bruder und Schwager derselben — beide Bildhauer — die Absicht kund, das Testament ihrer Verwandten anzufechten, ein feines Taktgefühl aber hat Miß Klumpke, um jedes peinliche Aufsehen zu vermeiden, nunmehr endgiltig auf die ganze Erbschaft verzichten lassen. * Paris, 11. November. Große Bestürzung herrscht hier infolge der Pest in Algier. Es sind daselbst bereits zahlreiche Erkrankungen festgestellt worden, besonders in der Provinz Konstantin. „Eclair" und „Matin" befürchten, daß hierdurch der Weltausstellung großer Schaden entstehen werde. * Livorno, 11. November. In der vergangenen Nacht um 1 Uhr 10 Min. und heute vormittag 10 Uhr 14 Mm. wurden mehrere heftige Erdstöße verspürt. Jagd und Spart. »Waldheil," Verein zur Förderung der Interessen deutscher Forst» und Jagdbeamten und zur Unterstützung ihrer Hinterbliebenen. Auch in diesem Jahre richten wir an uns.re Mitglieder, Freunde und Gönner die herzliche Bitte, jetzt zur Zeit der beginnenden Treibjagden unserer besonders eingedenk zu sein. Überall, wo deutsche Jäger versammelt sind, um dem edlen Waidwerk gemeinsam zu huldigen, sollten sie auch den „Verein Waldheil" nicht vergessen, der sich die hohe Aufgabe gestellt hat, alle hilfsbedürftigen Angehörige der grünen Farbe, insonderheit unversorgte Witwen und Waisen mit Rat und That zu unterstützen. Gerade bei Treibjagden und allen sonstigen geselligen Zusammenkünften zur Winterszeit hat jedes unserer Mitglieder die beste Gelegenheit, Freunde der edlen Jägerei zum Eintritt in den Verein „Waldheil" zu veranlaßen und Geldsammlungen zu gunsten seines wohlthätigen Zweckes zu veranstalten. Jede nutzlos verschossene Patrone, jedes zu Unrecht erlegte Stück Wild und jede Sünde gegen die gerechte deutsche Waidmannssprache sollten bei allen Treibjagden zu gunsten der „Walbheil"-Kasse besteuert werden. Eine entsprechende Jagdordnung kann von der Geschäftsstelle des Vereins in beliebiger Anzahl unentgeltlich bezogen werden. Einige Worte beim Schüsseltreiben und das Herumreichen einer Meldeliste während desselben würden gewiß manchen zum Eintritt in den Verein „Waldheil" bestimmen. Jedrs unserer Mitglieder sollte seiner Jagdausrüstung auch Meldekarten für „Waldheil" und desien Satzungen beifügen, um solche unter die Jagdgäste zu verteilen. Die Geschäftsstelle des „Waldheil" liefert diese Drucksachen in jeder gewünschten Anzahl kostenlos Auch können sehr hübsch ausgeführte und praktische Jagdeinladungskarten unentgeltlich vom Verein „Waldheil" bezogen werden. Diese Jagdeinladungskarten haben eine neue Fassung erhalten und (affen sich jetzt als Postkarte versenden; auch ist auf denselben die zur Erhebung von Jagdstrafgeldern bestimmte Jagdordnung abgedruckt. Wenn wir das vorgestckte Ziel erreichen, daß alle Grünröcke Deutschlands und die Mehrzahl der Freunde und Gönner der edlen Jägere, dem Verein „Waldheil" angehören und ihr Scherflein spenden, kann der Verein die an ihn gestellten großen Anforderungen mit dem gewünschten Erfolg und Nachdruck in Zukunst erfüllen. Um aber dieses Ziel zu erreichen, bedürfen wir der treuen Hilfe und Unterstützung aller unserer Mitglieder. Hier ist Gelegenheit geboten, die leider immer noch zu oft wiederkehrende traurige Thatsache zu beseitigen, daß bedürftige Angehörige der grünen Gilde oder deren hilflose W'twen und Waisen der öffentlichen Mildthatigkeit anheimfallen müssen. Sind olle Grünröcke erst einig in freudiger Unterstützung unseres frisch aufblühenden, Segen spendenden Vereins „Waldheil", dann wird diese den Stand der Fachleute schwer bedrückende Thatsache verschwinden, und allen Bedürftigen kann und wird von dem Verein „Waldheil" in der Stunde der Not geholfen werden. Also frisch auf mit Waidmannsheil ans Werk, ihr „Waldheil"-Mitglieder, und sorgt dafür, daß wir das vorgesteckte Ziel recht bald erreichen. Werbt Mitglieder und sammelt für die „Waldheil"-Kasse bei jeder Gelegenheit, insonderheit aber auf den Treibjagden! — Wir rechnen auf treueste, kräftigste Unterstützung Gerichtssaal. NN. Darmstadt, 11. November. Der vor ca. 14 Tagen verhaftete und wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit an seinen Schüler(Rdh sparen und doch rasch und mühelos Ihren ll Alt Zweck erreichen, so benützen Sie bei der Wäsche Sunlight-Seife. Rasch wird Ihr Zweck erreicht, denn infolge des hohen Fettgehaltes dieser aus den besten Rohprodukten hergestellten Seife wird Ihre Wäsche in der halben Zeit gereinigt, die Sie bei anderer gewöhnlicher Seife benötigen-, mühelos, denn das lästige Kochen und Brühen mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen, die den Waschtag zu einem Schreckens» tag machen, kommen vollständig in Wegfall. Wer je einen Versuch mit Sunlight-Seife gemacht hat, wird immer diese Seife wählen. . Ueberall zu haben zum Preise von 25 Pfg. per Doppelstück m elegantem Karton verpackt. 6211 Kirchliche Nachrichten. Svavqelisrye Gemeinde. Montag den 13. November, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gesch. 6, 8 ff. Pfarrer Euler. Dienstag den 14. November, abends 6V< Uhr, in der Stadtkircke: Festgottesdienst zur Feier des Jahresfestes des Ober- hessischen Vereins für innere Mission. Pfarrer Reeg aus Offenbach a. M. Die Konsirmanden-Vereinigung der Lukasgemeinde fällt — wegen des Jahresfestes des Oberhessischen Vereins für innere Mission — Dienstag den 14. November aus. Die nächste Zusammenkunft findet Dienstag den 21. November statt. innen unter Anklage gestellte Oberlehrer an der hiesigen Mädchen-Volksschule in der Blumenstraße, Ehrhardt Gaß stand am Samstag schon vor der Strafkammer, um sich wegen dieses Deliktes zu verantworten. Zu der Verhandlung, welche den ganzen Tag in Anspruch nahm und bei verschlossener Thür stattfand, waren viele Zeugen geladen, da in Verbindung mit dieser Sache, auch gegen den 17jährigen Sohn dcS Besitzers des Schießhauses Girnhardt wegen desselben Vergehens Anklage gestellt war. Das Urteil für beide Angeklagte lautete auf Freisprechung und wurden dieselben sofort in Freiheit gesetzt. Die ganze Sache, welche seiner Zeit soviel Aussehen erregte, scheint sich auf eine Reihe von Klatschereien und Denunziationen gekränkter Eltern aufgebaut zu haben, wenn auch nicht verschwiegen werden darf, daß Herr Oberlehrer Gaß einer Anzahl seiner Schülerinnen gegenüber mehr wie väterliche Zuneigung besaß und dieses bei denselben öfters zu Tage treten ließ. Von seinen Kollegen und auch von Lehrerinnen soll Herr Gaß wegen dieser Manier oft berufen worden sein. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, da in dem vorliegenden Fall der § 176III nicht in Anwendung kommen konnte. Ob aber damit die vollständige Rehabilitierung und Wiederindienststellung des Herrn Gaß eintreten wird, muß dahin gestellt bleiben. Zur Ehre unserer gesamten hessischen Lehrerschaft kann aber gesagt werden, daß in diesen Kreisen die Erziehungs- Manier d es Herrn Gaß schon seit Jahren als mißständig angesehen und verurteilt worden ist, und wird wohl auch die Schulbehörde der Angelegenheit nochmals näher treten und die geeignete Remedur eintreten lassen zum Wohle unseres hessischen Schulwesens. Schisssnachrichten irorddeutschrr Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Lar Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 11. Novem'>er. [ßcr transatlantischen Telegraph.) Der Postbampfer Maria R ckme-s, Kaptiän E- O.ff lmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbehalten in Galvtfton angekommen. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 11. November wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. 11 Novbr. Fruchtpretic. Weizens 15 00—15 20, S-äv-- .. .. 15,50—15,80, M-fit a 15,10-15 50 Hafer 12,64—13 50, Lrbsen X 15,50-00 00, L^sen A CO,00—00,00, Wicken A 00,00, Lein 00,00, Kartoffeln 0,00—0,' 0, Same« A 19,00—00,00. Frankfurter Börse vom 11. November. "Wechsel auf New-York zu 4.191/2-2OV2. Prämien auf Kredit per ult. November 1.25 / , do. per ult. Dez. 2.90 / , Diskonto Kommandit per ult. Nov. 1°/., do. per alt. Dez. 2 35 7o, Lombarden per ult Nov. 0.56%, do. per ult. Dez. 0.90 /o, Staatsbahn per ult. Dez —.—%. Notierungen: Kreditaktien 230.40-10.20, Diskonto-Kom- mandit 191.90-192, Staatsbahn 141.30-20-00, Gotthard 143.—, Lombarden 32.20, Ungar. Goldrente 97.85, Italiener 92 70, 6prozentige Mexikaner —.—, 3proz. Mexikaner 25.90, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.18%, Privat-Diskont 5t3/ie /0 G. 1% bis 2% Uhr: «Kredit 230.10-229.90, Diskonto Kommandit 192.—191.90, Staatsbahn 141.10 Lombarden 32.20. — Bom Tabaksmartt. Im Laufe der vergangenen Woche ging es im Einkäufe der noch bei den Produzenten hängenden Cigarrentabake sehr ruhig zu, da der erste Sturm sich gelegt, die Händler sich täglich besser überzeugen, daß die Qualität sowie Brand sehr viel zu wünschen übrig lassen und bie Tabaksbauern immer noch auf hohe Preise halten. Am besten wäre es, wenn die Händ.er die Produzenten in Ruhe ließen, bis der Tabak reif und abgehängt ist unb solchen dann nach Qualität und Beschaffenheit kaufen würden. Wir glauben, daß alsdann beide Teile befriedigt wären und niemand sich übervortellt glaubt. In Viernheim wurden dieser Tage die Tabake vom Produzenten empfangen und waren solche gut abgehängt. Dieselben fielen in Farbe mit w^nig Ausnahmen besser aus wie die Heddesheimer. Die Berg- sträßer Tabake wurden im Laufe der Woche ebenfalls empfangen, ließen aber viel zu wünschen übrig. Ueberall das gleiche Bild, viele grüne unreife Tabake. Was Reife anbelangt, fallen die Haardttabake am besten aus, nur dürften dieselben etwas länger sein. Der Tabak in Lampertheim, der dieser Tage abgehängt wurde, soll nicht nur feucht, sondern auch naß abgehängt sein, was für die dafür angelegten Preise (Mk. 36—) nicht viel bedeutet, denn dieser Tabak kann es ertragen. Wenn die Händler nicht bald einsehen, daß es bester ist, den Bauern auf eigene Rechnung adhängen zu lasten und dann erst zu kaufen, finden wir es vollständig in Ordnung, wenn die Händler an den Tabaken nicht nur nichts verdienen, sondern noch viel Geld verlieren. Dies rst das beste Heilmittel. Der Tabak in Ladenburg wurde dieser Tage abgehängt und rasch von Mk. 18—24 verkauft. Derselbe repräsentiert ein braunes und gutbraunes Schneidgut. In alten Tabaken wurde in Lorsch ein größerer Posten von einem Fabrikanten an Händler zu unbekannten Preisen verkauft und besteht aus Herbst- und Cigarrentabaken ca. 1000 Centner. In Mannheim wurden Kleinigkeiten in Um- unb Einlagetabaken, sowie lose Einlagen umgesetzt. Pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine 9 bis 9Vs Mk. Obst. In der abgelaufenrn Berichtswoche war Angebot auS H.sten, Rheinland, Oesterreich-Ungarn, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien und Italien vorhanden. Bezahl wurde Mk. 690—855 pro 10,000 Ktiogr., einzeln pro Ztr. Mk. 4-5.50. Im allgemeinen ift mau mit den erzielten Preisen sehr unzufrieden und mußte haupt- iächnch das französtsche Obst im Preise sehr nachgeben. Die Zufuhren nehmen merklich ab und befindet sich ziemlich viel der angebotenm Ware in Händen der Händler, die große Verluste erleiden dürften. Vom Petroleum. Petroleum war auch in letzter Woche stramm behauptet. Der Konsum deckt sich langsam und regelmäßig für ben lrufenden Bedarf, während Amerika feste Tendenz bet abnehmenden Vorräten meldet. Wiederherstellung von Gold- und Spiegelrahmen. Grosses Lager moderner Leisten. Einr ahmen von Bildern, Gemälden etc. Karl Ludw. Leib jr. 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Pfandbriefe. 87, Westdeutsche Ser. Königs- u. s do. Anl. 82 20 82.10 Deutsch«. 4 Gothaer unkb. Bodencredit Laura . . . 258.— 252.10 98.15 89.65 97.95 89.50 4 do.Staatsrte. 95.05 94.80 4 Hess. Ludwigs- 1903 ... 100.— 100.- in Cöln . . 96.— 95.80 Oest. Staatsb. 31/8 8 D. Reichs-Anl. do...... 47, do. E.B.Gold o. 89 ... . 101.30 100.80 4 bahn v. 68/69 do. v. 75/78 . _ _ __ 4 Grundschbk. Ser. V—VI 101.— 101.— 4 Ung. Lds.-Ctr. 94.— 94.— 142.30 141.30 »V1 Preuß ConfolL 98.— 98.— Arg. inn. Anl. do. äuß. v. 88 84.— 83.10 4 Allg.dt.Kleinb. 99.60 99.70 4 do. I-U 100.— 100.— liiirft. do. Süd bahn 32.60 32 20 8 do...... 89.50 89.65 47, 71.75 71.50 auViLvVtsch«. 87. do. unk. 1906 9350 93.50 4 BuderuS . . . - . - — — Gotthardbahn. 143.90 143 — S'/, Badische v. 86 —.— 5 ChinestscheAnl. 96.30 97 40 4 Elisab.-B.strfr. 100 — 100.25 4 Frkft. Hypbk. 4 Eisenb. Rtbk. . 100.— 99.50 Jura-Simplon —.— — — 31 /« Bayr.St.-Obl. 96.95 96.85 4 Egypt^ unific. . 106.10 106.30 4 Kaschau-Oder- XIV..... 100.— 100.— 47, Hirzh. u. Lollar — —.— Princ Henry . 116.20 115 30 4 cuHeff.Si.-Obl. —. - —.— 6 Mexico v. 99 . 98 — 98.— berget v. 91 _ — _ — 37. bo.XII—XIII 94.50 94.50 8V1 do. ..... 96.60 96.80 6 do. Ser.I-III 42.50 42.65 4 Lombarden. . 94.60 94.55 37, do. XV. . . 95.45 95.45 -«k'-rüt». in Procrnte». Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau - Regul. Cöln-Minden. 8 81/ do...... Württemberg. 86.db 97 40 86.25 97.40 3 do. Silber. . 2labte-@bl 26.— 26 25 3 4 do...... Oest. Staatsb. 69.30 101.10 71.— 100.70 4 Frkft. Hyp.- Creditverein 99.40 99.40 Dtsch.Reichsbk. Berliner Hand. 155.60 167.90 156.10 166.10 4 141.— 164 15 141.— 163 — 5 « eianbii»«. Griech.E.B. v. 39.30 39.20 4 37i 37, 37. Darmstädter . do...... —.— —.— 3 3 do. I-VIII . do. 0. 85 . . do. Erg.-Netz Prag-Dux 96 . 89.20 84.50 89.— 4 37, do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 30, 33 . . . do. Ser. 29 . 100.60 94.40 95.— 100.60 94.40 95.— Darmstädt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. Disct.-Comm. 146.80 205.80 115.- 192.75 146.50 205.— 115.— 192.10 5 37, 128.50 136.75 129.50 136.80 4 1890 .... Griech.Monop. Gießener (alte) do. v. 96 . . —.— 93 30 93.30 3 3 86.— 78.85 86.— 79.25 37, 3 Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb.TH.40 Raab-Grazer . Türk. frs. 400 39.20 136.35 39.10 136 75 5 Italiener?tte. —— 92.70 101'30 3 Raab-Oedenb. 4 Ldw.Cred.-Bk. 98.95 98.95 Dresdener . . 163.— 162.- 140.50 140 30 8 do...... .— —.— 37, Mainzer . . . do...... (alte) . . . 76.80 76.30 4 Hambg.Hypbk. 99.75 Mitteldt. . . . 115.— 115.— 128.90 127 90 4 Oeft. Goldrte.. 99.60 99.40 • 3 do. v. 97 . . 74.70 74.50 Ser.141-250 99.75 Nationalbk. . . 144.30 144.— 27, 100 50 4Ve Oest. SUberrte. 98.65 99.10 4 Offenbacher. . Wormser . . . 100.20 4 Rudolf Gold . 99.80 100.- 37, do. 46—190 93.50 93.50 Oest. Cred.-Act. 230 20 230 40 118.— 116*6» 41/a Portug. Staat 36.10 86 50 87. 3 Jtal. gar.E.B. 56.30 56.30 37. Meining. Hyp. 93.90 93.90 ♦ 3 8 do...... 25.— 25.20 do...... 67.70 94.25 3 Livorneser . . 60.45 60 — 4 do. neue . . 100.— 100.— Jabnhie-lrtüH per Stück in Mk. 5 Rum. am. Rte. 96.— 95.80 Lissaboner . . Rom n—vni Buenos - Aires 94.30 4 Sicil. v. 91 . 95.10 95.50 37, do. unk. 1907 95.50 95.50 Kleyer Fahrrad 201 — 195.10 Ansbacher st. 7 38.70 39 10 4 Ruffen v. 80 . 98.80 99.50 47, 5 Toscanier . . 98.05 98 20 4 Pomm. Hypbk. 99.75 99.75 Henninger Augsburg, fl.7 25.— 25 40 8l/a Schweden« 80 96.55 —_— 4 Ruff. Südost . — 4 Preuß. Hypbk. Brauerei. . 142.— 139.- Brschw.Thlr20 129.— 130 — 4 Serben v. 95 . 60.— 60.— LtadeßtzrlAnl. 1 4 do. Südwest —_— 99.— VIII—XII 100.— 100.— Farbw. Höchst. 403.— 402.— Freiburg, ss.10 — 25.2» 4 I Spanier . . . — — —.— 4 S.-Braunf.. . —.— — 4 Rjasan-Ural« Wladikawkas . 98.20 98.15 4 do. neue. . . 101.— 101.— Nordd. Lloyd . 125.— 124.80 Malländ.fS.10 12.70 13.— ß - Türk.Zoll-Obl. 98.80 98.70 37, do...... 92.60 4 —-— — 37. do. 1905 . . 93.50 93 50 Bochumer Guß 263.— 256.50 Meininger st. 7 » — e — 24.20 1 bo. coroJLit.C. 25.50 37, do. Lich . . . 1 — —.— 5 Anatolier. . . 99.— 97.— 37. Rhein. Hypbk. Gelsenk. Brgw. 200.40 197.10 Pappenh. fl. 7 —.— 25 — 1 do. LitD. —.— —.— 37, Dsnbg.-Bterst. 1 90.— 89 80 3 Salon. Mon. 56.85 56.90 unk. 1904 . 93.20 93.10 Harpen. Brgw. 203.90 200.— Venediger L. 30 23.45 23.6» ... »°° ****** Mr noch einige anfnahm der W altz Mn werden da Gebiete zurMeten politische Situation P ihre Schatten Doroui der Reichstagstagung sichtlich sehr bewegte, Fragen sollen gelost n Uber das, was dem geglichen werden. N mnd daran, daß ne, absichtigt seien, und Politik unter dem Ems deu Mmmffage. i nur Vermutungen ge des Reichstags bead Budgettecht des letz nicht sest, oder aber um bit Marineversti da er oorauäfidjtlid): punkte der ruhigen Eindrücke der Parte wird genehmigt, jen Seite werden nur di Verstärkung sprechen, iiiifgtbottn wirb, u Daß manches für sprechen kann, wird se objektiv beurteilt wird' wiegt vdn umgekehrt. Interessant ist Kammer von einem merlung bezüglich de meinte, wenn das bi des Reichs versagen Centrum isoliert da. das letztere über d gemacht, war ja a; Daß es dem Plane, mchi chu hart das $ und denselben zum freilich auch nicht. Daß es neben Fragen zu löse. **£1**; btiielefi- e , besonders lern t fiM an dm SM Sinne, «ni k"' ie Weiter ffl *•! Denn roi, ’ ouf der @trn6» S* i” h°d«! ott neuen UnfittPH skihren u nid “'M™ g-snndr «'ta“ä » ter @ J 4"n» obt * „T !i” 1,1 * uv*' Mweder 7^" Tlroll batln WhJ?oder «•»« d«i ? der D Mln eine, *S8ü *Ktkil