। 'Netfra^. ieTle~~ «Met, ib*'u‘tt”',,mMtiffl othek- L 622fr Mt *» Mn tetttt«, au® 2 unmöblierte Part.° t gleich. Offerten an VutaqiMe 44. 6507 IC delle und 1 Lehrling gesucht, ito Lecker, Äwengasse 28, ige als Hausburiche gejuckt. tvningS, Seltersweg u. raber, zuverlässiger, jüngerer |t unö ein Taglöhmr für beit bei gutem Lohn gesucht. «k, Gerberei, Äahnbofstr. lö. Wz nb gtl* h btt M b K n Bursche zu einem Pserb Bäcker RUwWt. reltttsweg 9 KäS* ~ tä&tfgä inberjr^/ n Arbeiter * Ä Sftg f&atig Ivar, 1 sofort S csi-L ' hie 6lP^*lion?fi .•ätf - -'S MW«>» einem älteren Herrn aus säen nimmt die Expedition d. Bl. entgegen.____ Em bis zwei tüchtige Wasch- ständig gesucht. Vranvgasfe 5, u._______. s«m WecktragM ’W„). Neum'vam o«_ tiwiTHiSÄÄ*- rotmenstrahE- UM8 ti„de tagsüber gesE- MS? Nr. 216 Erstes Blatt. Donnerstag den 14. September 1SO9 - - IJ l -T rL--- r>J— ' wMaaBM*flBHaa,BIBIIBaaBu^'WMHMaOaaCSCnnBMMDBHHKnK«' ' - V Wehener Anzeiger Heneral-Un^eiger Bei Postbezuf t Mark 50 PI.. -«iertrltährttch #Sci«g>rrtn Gieheuer Anzeiger eetg^»'- chrscheid eh iafrnefcMt de* «ontegk *k Gießener werden dem Anzeiger wfrchentttch viermal freiftkgL Aints« und Anzeigeblatt fuv den Kreis Giefzen. Mehlen, Eichrdition und Druckerei: Achnkstraße Mr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der herrsche Landwirt, Klüttrr für hessische Volkskunde. .. .. 'S«'« Adresse für Depeschen: Muzei-er -tetze». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung, betr.: Maul- und Klauenseuche. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Kleinlinden erloschen und Desinfektion erfolgt ist, haben wir die angeordneten Sperrmaßregeln aufgehoben. Gießen, den 12. September 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold._______~ Bekanntmachung, betr.: Vorträge über Düngung. Nächsten Sonntag den 17. September b. I., nachmittags 4 Uhr, wird Herr Landwirtschaftslehrer Dr. v. Peter aus Friedberg im Bingel'schen Lokal zu Grüningen einen Vortrag über Düngung halten. Ich lade hierzu alle Mitglieder des Vereins und alle, die sich dafür interessieren, ergebenst ein und bitte um recht zahlreiches Erscheinen. Die Herren Bürgermeister bitte ich, die Abhaltung des Vortrags ortsüblich bekannt zu machen. Gießen, den 12. September 1899. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. __________________v. Bechtold.__________________ Bekanntmachung. Betreffend: Die Maul- und Klauenseuche. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Lollar größeren Umfang angenommen hat, ordnen wir hiermit die Sperre des Orts Lollar und dessen Feld gemarkuug an. Danach unterliegt der Verkehr mit Rindvieh, Schweinen, Schafen und Ziegen folgenden Beschränkungen: Das Durchtreiben derselben von außerhalb durch Ort und Gemarkung ist verboten. Die Einfuhr von solchem Vieh über die Gemarkungsgrenze in den gesperrten Ort ist nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung gestattet. Die Ausfuhr ist ebenfalls nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung mit schriftlicher Erlaubnis der Bürgermeisterei Lollar auf Grund einer Aeußerung des Großh. Kreisveterinärarztes zulässig. Wer ein Stück Vieh an einen auswärtigen Metzger oder ein Schlachthaus liefern will, muß also zunächst die Untersuchung durch den Großh. Kreisveterinärarzt veranlassen und wenn danach der Ausfuhr kein Hindernis im Wege steht, einen Erlaubnisschein der Großh. Bürgermeisterei lösen. Bei dem Transport muß er diesen Schein, der eine dreitägige Gültigkeit hat, mit sich führen und die vorgeschriebenen Transportbedingungen genau beobachten, auch der Polizeibehörde (Bürgermeisterei) des Empfangsorts Nachricht geben. Auf Antrag der Bürgermeisterei wird von uns im Bedürfnisfalle angeordnet, daß der Großh. Kreisveterinärarzt sich wegen Ausstellung solcher Bescheinigungen an einem bestimmten Lag wöchentlich, der ortsüblich bekannt zu machen ist, dienstlich einfindet. Die Sperrmaßregeln bezüglich verseuchter Gehöfte oder Weiden bleiben daneben bestehen. Im übrigen können Klauentiere aus nicht verseuchten Gehöften innerhalb der gesperrten Gemarkung zur Feldarbeit benutzt oder auf die Weide getrieben werden, nicht aber über die Gemarkungsgrenze hinaus. Wer Grundstücke oder Anlagen in einer anderen Gemarkung besitzt, muß dieselben entweder durch Pferdegespanne oder aber durch Rindviehgespanne aus dieser anderen Gemarkung besorgen. Jede Weggabe von Milch aus der gesperrten Gemarkung darf nur nach vorheriger Abkochung erfolgen; ausgenommen, wenn die Abgabe an eine Molkerei erfolgt, welcher das Verbot der Abgabe ungekochter Milch zugegangen ist. Ausfuhr von Dünger, Rauhsutter und Stroh aus dem Sperrgebiet ist verboten. Gießen, den 12. September 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______________ v. Bechtold.__ Bekanntmachung. Bei der heute auf dem Viehmarktplatze zu Grünberg abgehaltenen Ortsschau für Vogelsberger Vieh der Zuchtvereine Grünberg und Lauter wurden nachstehende Preise zuerkannt: 2. und 5 Anerkennung 5 M mit M II 10 3- und 5 Anerkennung 5 H IV. Klbiuue», erkeuvbar tragend. H bei 5 5 2. 2. 3. 3. 3. 20 20 10 10 20 20 20 10 15 15 10 10 10 5 5 1. 2. 1. 2. 2. 3. 3. für Fanny, August Frank, Grünberg, für Eva, Christian Pitz, Lauter, für Lotte, Heinrich Zinßer, Grünberg, für Frieda. 2 bis 4 Kälbern. Hermann Giller, Grünberg, für Frieda, Christian Pitz, Lauter, für Liese, Kaspar Bräuning, Lauter, für Lotte, Heinrich Kasper, Lauter, für Rosa, > Mk.: Kaspar Großhaus, Grünberg, Hermann Giller, Grünberg, für Blume, Georg Hofmann III., Grünberg, für Lina, Theod. Stein, Grünberg, Heinrich Feldmann, Lauter, für Nelly, Heinrich Hock, Lauter, für Rosine, Karl Queckbörner, Grünberg, für Toni, Ph. Zimmermann, Grünberg, der Vorführung ausgezahlt. Gießen, den 11. September 1899. Der Direktor des Kreiszuchtvereins. Boeckmann. für Bertha, Konrad Schwadel, Grünberg, für Frieda, Peter Aff, Lauter, für Julie, Hermann Vellen, Göbelnrod, für Fanny. I. Bullen. 1. Preis: 40 Mk., Gemeinde Grünberg für Bulle Fritz, für Bommer, Karl Frank III., Grünberg, für Leda, Heinrich Zimmer, Lauter, für Lotte, Ph. Schomber, Grünberg, für Selma, Hermann Velten, Göbelnrod, für Bommer, Johs. Henkel II., Grünberg, für Ruth, . Mk.: Konrad Schwadel, Grünberg, 2. 2. 2. 3. Kühe Mk., Hieronymus Herzberger, Queckborn, III. 1. Preis: 30 Preis: 25 Mk., n 15 ,, „ 25 „ Julius Zimmer, Lauter, für Bulle Max. II. Kühe mit höchstens 2 Kälbern. Preis: 30 Mk., Johs. Henkel II., Grünberg, für Flora, Anerkennung und 5 Mk.: Jakob Haas, Grünberg, für Rothe, „ „ 5 „ Johs. Henkel, Grünberg, für Thekla; nicht auszahlbar, weil der Besitzer schon 2 Preise für andere Tiere erhalten hat. Außerdem wurden noch aus Mitteln des Kreiszuchtvereins an 7 Viehbesitzer je 2 Mk. verwilligt. Die Preise wurden sofort nach Schluß des Richtens Die Affaire Dreyfus. Trotz des Spruches von Rennes ist sie noch nicht „tot"; das Urteil des Kriegsgerichts bezeichnet nur einen Aktschluß. Die Anhänger Dreyfus zeigen sich keineswegs ermüdet; deutlich tritt aber das Bestreben der Regierung und der militärischen Kreise nach möglichster Beruhigung des Landes hervor. Wir meldeten bereits gestern, daß die Mitglieder des Kriegsgerichts zusammentreten wollten, um sich über die Unterzeichnung eines Gesuches schlüssig zu machen, welches sich dafür aussprechen soll, Dreyfus die Strafe der Degradation zu erlassen. Bekanntlich war gleich nach der Verurteilung gemeldet worden, daß ein derartiges Gesuch bereits abgesandt worden sei. Vom psychologischen Standpunkt aus ist dieser Schritt interessant. Wäre das Kriegsgericht der felsenfesten Ueberzeugung, daß Dreyfus schuldig sei, so ist nicht zu verstehen, weshalb man einem Landesverräter im Soldatenrock diese Schmach ersparen will, zumal er, wenn man seine Schuld annimmt, mit zehn Jahren Gefängnis wohlfeil genug weggekommen ist. Sollten auch der Majorität des Kriegsgerichtes die Indizien, auf Grund deren er verurteilt ist, nicht ganz einwandsfrei erscheinen? Oder haben jene französischen Blätter Recht, welche die Bewilligung der „mildernden Umstände" als einen Kompromiß darstellen, der zwischen jenen Richtern, die an Dreyfus' Schuld glaubten, und denen, welche ihn für unschuldig hielten, getroffen sei? Wie man auch die Sache auffaffen mag, man steht vor einem Rattenkönig neuer Fragen und Widersprüche. So viel scheint aber jetzt sicher zu sein, daß die Politik hier mitspricht, welche im Interesse des inneren Friedens Frankreichs nach einem Mittelwege sucht, der die Nationalisten einigermaßen befriedigt und auch den Dreyfusianern wenigstens so weit entgegenkommt, daß das Schicksal des unglücklichen Verurteilten etwas gelindert wird. Auch der Gedanke seiner Begnadigung wird, wie gemeldet, erwogen. Allein außerhalb Frankreichs wird man nicht verstehen, warum in solchen Dingen diplomatische Erwägungen eine Rolle spielen und nicht lediglich der Rechts- standpunkt maßgebend sein soll. Emil Zola und der Dreyfus-Prozest. Nachdem dem Prozeß in Rennes mit der abermaligen Verurteilung Dreyfus' geendet hat, ergreift Emil Zola, dessen Auftreten seiner Zeit die Revisionssache eigentlich in Fluß brachte, abermals das Wort, um die Fortsetzung des Kampfes für die Rehabilitation des Verurteilten anzukündigen. Er veröffentlicht in der „Aurore" einen Artikel, überschrieben „Der fünfte Akt". Es heißt darin: Es ist immer mein Entsetzen gewesen, daß der überführende Beweis der Wahrheit in der Dreyfus-Angelegenheit aus Deutschland kommen werde. Die Stunde ist jetzt nicht dazu angethan, um Stillschweigen über die hierdurch mögliche Gefahr walten zu lassen. Vielfach ist die Ansicht verbreitet, man müsse den Tag erwarten, an dem Deutschland unter einem Donnerschlag den letzten Akt der Angelegenheit vollzieht. Vor meinem Prozeß im Januar 1898 erfuhr ich auf das Bestimmteste, daß Esterhazy der Verräter sei, daß er an Schwartzkoppen eine große Anzahl Schriftstücke ausgeliefert habe, daß viele dieser Schriftstücke von seiner Hand waren, und daß die vollständige L-ammlung derselben sich im Kriegsministerium in Berlin befinde. Als ich die Wahrnehmung machte, daß das Kriegsgericht in Rennes Dreyfus wiederum verurteilen werde, sagte ich zu Labori, er solle Schwartzkoppen als Zeugen vernehmen lassen. Der Präsident des Kriegsgerichts weigerte sich, dies zu thun, und so muß die Regierung sich diese Dokumente auf diplomatischem Wege von Deutschland verschaffen. Alsdann wird eine neue Revision notwendig werden. Wenn die Regierung aber hiervor zurückschrecken sollte, so wird die Verteidigung der Wahrheit und Gerechtigkeit das Notwendige thun. Nicht einer von uns wird seinen Posten verlassen, den unbesiegbaren Beweis werden wir schon erbringen. Am 23. November werden wir wieder in Versailles versammelt sein. Mein Prozeß wird, da man es will, wieder beginnen. Wenn bis dahin die Gerechtigkeit nicht zu ihrem Recht gelangt ist, werden wir ihr dazu verhelfen. Labori wird alsdann sein Plaidoyer halten; ich werde ihn nicht zum Stillschweigen auffordern, er wird nur die Wahrheit zu sagen haben, ohne Besorgnis, daß er mir schadet, denn ich bin bereit, die Wahrheit mit der Freiheit und dem Blute zu bezahlen. Vor dem Kassationshof der Seine habe ich die Unschuld Dreyfus' beschworen, ich beschwöre sie vor der ganzen'Welt und ich versichere nochmals, die Wahrheit ist auf dem Wege, und nichts wird sie aufhalten. In Rennes hat sie große Fortschritte gemacht, ich habe nur noch das Bedenken, sie mit einem Donnerschlag als Rächerin herabkommen zu sehen, und daß sie das Vaterland zerstört, wenn wir uns nicht befleißigen, sie selbst unter dem klaren Himmel auf Frankreich ruhen zu lassen. Deutschland uud die Pariser Welt Ausstelluug. Der deutsche Kommissar für die Pariser Welt-Ausstellung, Geheimrat Richter, hat sich in Begleitung dreier Architekten nach der französischen Hauptstadt begeben, um die weiteren Arbeiten in der deutschen Abteilung zu fördern. Diese Reise, die unser Kommissar gerade in dem Augenblick angetreten hat, in welchem ein Sturm gegen die Beschickung der Ausstellung sich zu erheben beginnt, beweist, daß man in den maßgebenden deutschen Kreisen nicht gesonnen ist, die Zusage der Beteiligung an der Pariser Weltausstellung zurückzunehmen. Diese ruhige Auffassung der Frage kam auch in den Ausführungen zum Ausdruck, die der Vertreter der Kommission, Herr Geheimrat Lewald, einem Mitarbeiter der „B. L. A." machte. Er wies zunächst auf die eingangs erwähnte Abreise seines Kollegen hin und fuhr dann fort: „Was hat denn die Ausstellung mit der Politik zu thun? Die Ausstellung verfolgt und verkörpert lediglich wirtschaftliche Zwecke. So einfach ist das Absagen auch gar nicht. Jeder Industriezweig tritt als geschlossenes Ganzes auf, für das der Einzelne seinen Teil beiträgt. Es könnte mithin nur die ganze Branche sich ausschließen. Daß aber eine Neigung für derartige Demonstrationen irgendwo bestände, dafür haben wir bisher nicht das geringste An- zeichen. Im Gegenteil. Wir wissen nur, daß überall fleißig gearbeitet wird, um zur rechten Zeit das Beste zu bringen. Sie führen die Lederbranche an, die nun nicht mehr mitmachen wolle. Das ist eine alte Geschichte. Schon vor l*/2 Jahren sagte sie uns ab. Wir hatten also gar nicht mehr auf diesen Industriezweig gerechnet. Seitens der französischen Ausstellungsleitung haben wir jederzeit das freundschaftlichste Entgegenkommen gefunden. Stets haben wir miteinander Hand in Hand arbeiten können, und unsere Wünsche fanden bereitwilliges Gehör. So bestanden und bestehen zwischen uns die besten Beziehungen. Ich bin daher überzeugt, daß das Ganze nur ein Sturm im Glase Wasser ist." Die „Köln. Ztg." schreibt zu der auch von verschiedenen Seiten Deutschlands erhobenen Aufforderung, die Pariser Weltausstellung nicht zu beschicken, diese Herren, die ihrer sehr begreiflichen Entrüstung in jeder Form Ausdruck geben wollten, sollten doch bedenken, daß Entschlüsse dieser Art reiflich überlegt sein wollen. Sollte die Entwickelung der Dreyfussache in der schmählichen Bahn verharren, in die sie gebracht worden ist, und auf solche Weise die der Ausstellung feindliche Strömung in andern großen Ländern verstärkt werden, sodaß diese sich veranlaßt sähen, der Ausstellung fern zu bleiben, so würden auch wir die Frage zu erwägen haben, welche Stellungnahme uns hier unser wirtschaftlicher und politischer Vorteil vorschreibt. Aber wir haben, so sagt das Blatt, nicht den mindesten Grund, bei dieser Sache an der Spitze zu marschieren. Gefühlspolitik und Nützlichkeitspolitik sind zwei verschiedene Dinge, und wir glauben, daß Deutschland am Ende des 19. Jahrhunderts allen Anlaß hat, der Nützlichkeitspolitik treu zu bleiben, mit der es in den letzten Jahrzehnten im ganzen und großen garnicht schlecht gefahren ist. Deutsches Keich. Berlin, 12. September. Nach der im Reichs-Eisenbahnamt aufgestellten Nachweisung sind auf deutschen Eisenbahnen ausschließlich Bayern im Monat Juli dieses Jahres 218 Betriebsunfälle vorgekommen, wobei 68 Personen getötet und 128 verwundet wurden. — Die Königin von Württemberg ist heute vormittag in Potsdam eingetroffen. — Der K a i s e r hat dem KronprinzenvonJaPan den Schwarzen Adlerorden verliehen. Das Handschreiben des Kaisers an den Kronprinzen ist von Burg Hohenzollern unterm 9. d. Mts. ergangen. — Raiffeisen-Vereine und Geistliche. Der Verbandstag der deutschen Pfarrvereine in Stendal faßte auf Antrag des Pfarrers Fritzsch (Hessen) folgenden Beschluß: Aus Anlaß des AnstnnenS des Koburger Speziallandtaaes, den Geistlichen die Mitarbeit an den Raiffeisen'schen DarlehnSkassen zu verbieten, spricht die Abgeordnetenversammlung ihr Bedauern aus. Sie hofft, daß die Regierung diese segensreiche Liebesarbett, die den Gemeinden wirtschaftlichen Schutz und Vorteil bietet und sittliche und religiöse Förderung im Gefolge haben kann, nicht hindern wird. — Im „Reichsanz." befindet sich heute die amtliche Veröffentlichung des Karfreitagsgesetzes. Das Gesetz trägt das Datum des 2. September. — Sehr beunruhigend lauten die Nachrichten, welche über die fremdenfeindliche Bewegung in Schan- tung fortgesetzt hier einlaufen. In der neuesten Nummer des Ostasiatischen Lloyd wird die Befürchtung ausgesprochen, daß neue Kämpfe in der unsere Einflußsphäre bildenden Provinz unausbleiblich erscheinen. Bischof Anzer ist auf einer Reise nach Peking schwer erkrankt. Die Krankheit hat ihren Grund in den großen Strapazen, denen sich der Bischof besonders im letzten Jahre unterziehen mußte. Steht doch seit einem halben Jahre die ganze Mission gleichsam in Flammen. Kaum war das Feuer im Osten in der Präfektur Jtschau notdürftig gelöscht, als er auf der Reise nach Aentschaufu telegraphisch benachrichtigt wurde, daß auch in der Gegend von Zining Unruhen ausgebrochen seien. Unter diesen erdrückenden Nachrichten brach er zusammen. — Mit jedem Tag mehrten sich die Hiobsbotschaften. P. Noyen entging mit knapper Not einer Bande in der Stadt Küie durch Flucht ins Manda- rinat, P. Dewes mußte aus Tyasian flüchten, nachdem man schon alle seine blühenden Stationen geplündert hatte, P. Ziegler konnte sich in Iüntscheng nicht mehr halten. — Zur Belebung der sozialdemokratischen Landagitation in der Provinz Brandenburg die seit einiger Zeit fortgesetzt im Rückgänge begriffen ist, soll mit Beginn des Herbstes eine neue sozialistische Landarbeiter- Zeitung von der Agitationskommission für die Provinz herausgegeben werden. Das Blatt soll vornehmlich der Widerlegung der im Hülle'schen Verlage erschienenen patriotisch-religiösen Schriften dienen, und die Gesindeordnung, unter der die Landarbeiter stehen, kritisch beleuchten. Auf den Wahlkreiskonferenzen, die zurzeit überall abgehalten werden, klagt man fast allgemein über die mangelnde Verbreitung der sozialdemokratischen Presse. Als Ursache dieser Erscheinung wurde von verschiedenen Seiten der Mangel an geeignetem Agitationsmaterial und das Fehlen kenntnisreicher, mit dem Leben der Landbevölkerung vertrauter sozialdemokratischer Schriftsteller angegeben. — Die Blättermeldung, daß der Oberpräsident der Provinz Posen, Frhr. von Willamowitz Möllendorf seine Entlassung nachgesucht habe, wird nunmehr auch der „Nordd. Allg. Ztg." als richtig bezeichnet. — Aus sicherster Quelle erfährt die „Dtsch. Tagesztg.", daß die Hofwürdenträger, Schloß-Hauptleute und Kammerherrn, die gegen den Kanal gestimmt haben, bis auf weiteres von dem Hoflager verbannt, sind. Karlsruhe, 12. September. Der Kaiser fuhr heute früh 3 Uhr 20 Minuten, der Großherzog von Baden und die andern Fürstlichkeiten um 3 Uhr 50 Minuten mit Sonderzug nach Thamm. Der Kaiser übernahm heute den Oberbefehl über die Armee-Abteilung des 13. und 14. Armee-Korps vor Thamm. Der Großherzog fuhr zu Wagen über Markgröningen in die Gegend von Pulverdingen und stieg dort etwa um 6 Uhr zu Pferde. Zunächst ritt der Großherzog wieder ostwärts zum rechten Flügel des 14. Armeekorps, welches die Clems überschritten hatte und mit der 28. Division östlich des Schönbuchhofs in Stellung gerückt war, während die 29. Division auf Maiserfeld-Hochdorf zum Angriff vorging. In Zusammenhang mit der Division nahm das 13. Armeekorps aus der Linie Ditzingen-Leonberg noch weiter links herum greifend eine nordwestliche Angriffsrichtung. Der Großherzog hatte sich frühzeitig nach dem Standpunkte des Kaisers an der Kathrinenlinde begeben und ritt dann, als auch die 28. Division zum Angriff befohlen wurde, mit dieser vor bis zu dem Wäldchen Hochscheid, dem Brennpunkte der Offensive der Armee-Abteilung. Um 10 Uhr wurde das Manöver abgebrochen. Der Großherzog von Baden kehrte zu Wagen nach Ludwigsburg und von dort mit Sonderzug nach Karlsruhe zurück, wo die Ankunft um 2 Uhr erfolgte. Ausland. — In Budapest wurde Dienstag der achte Kongreß der internationalen kriminalistischen Vereinigung von dem Justizminister Ploß, welcher zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde, eröffnet. Es sind zahlreiche Mitglieder aus allen Weltteilen anwesend. Paris, 12. September. Die drei Personen, welche in der vergangenen Nacht verhaftet wurden, weil sie von einem, der Wohnung Guvrins gegenüberliegenden Hause demselben Lebensmittel zukommen ließen, werden wegen Teilnahme an einem Komplott gegen die Sicherheit des Staats verfolgt werden. Die Polizei beschlagnahmte über 200 Kilogramm Lebensmittel. Ca. 15 Packele waren auf diesem Wege bereits den Antisemiten zugegangen. London, 12. September. In Manchester findet nächsten Freitag ein Friedenskongreß statt, an welchem der liberale Führer Morley teilnehmen wird. — Wie wir bereits meldeten hat auf die Anfrage des Präsidenten Krüger von Transvaal, was die englischen Truppenanhäufungen in Südafrika zu bedeuten hätten, der Staatssekretär Milner die schroffe Antwort gegeben, das englische Militär solle die englischen Interessen schützen. Bei der Diskussion dieses Depeschenwechsels im Volksraad waren die verschiedenen Reden, die zu dieser Frage gehalten wurden, von einer Schärfe und Leidenschaftlichkeit,'wie man sie sonst bei den Buren nicht gewohnt ist. Lombaard bezeichnete die Antwort Milners als die eines Mannes, der fünf Whiskeys im Leibe hätte. Der Krieg müsse kommen, deshalb solle man endlich damit anfangen, das Feuer entzünden und ein Ende machen. Trotz dieser kriegerischen Sprache der Buren schöpft man in Berliner wohlunterrichteten Kreisen wieder einige Hoffnung auf Erhaltung des Friedens zwischen England und Transvaal, die sich vornehmlich auf den Umstand stützt, daß sowohl in London wie in Prätoria mächtige Einflüsse zugunsten des Friedens sich geltend machen. Wie wir bereits mitteilten, hatte der deutsche Botschafter in London Graf Hatzfeld nach dem entscheidenden englischen Kabinetsrat am vergangenen Freitag eine Unterredung mit Lord Salisbury, um sich über den Stand der Angelegenheit zu informieren. Die von anderer Seite gebrachte Meldung, daß es sich dabei um bestimmte Abmachungen für den Fall eines Krieges handelte, entspricht nicht den Thatsachen. Mates und UrooinMes. Gießen, den 13. September 1899. ** Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 9. September dem ordentlichen Professor an der medizinischen Fakultät der Landes-Universität, Geheimen Medizinalrat Dr. med. und phil. Konrad Eckhard, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. *• Vom Manöver. Die diesjährigen Brigademanöver konzentrieren sich bis jetzt fast ausschließlich in btr Umgegend von Grünberg. Das gestrige Gefecht zog sich mehr in nördlicher Richtung; nachmittags bezog ein Teil der 117er wieder in den verschiedenen Ortschaften Quartier, während mehrere Kompagnien auf freiem Felde abkochten, ihre Zelte aufschlugen und dort biwakierten. Unangenehm überrascht wurde ein Bataillon, welches bereits der regnerischen Witterung halber in Notquartieren untergebracht war, indem es auf Brigadebefehl abends um 9 Uhr wieder zum Biwakieren ausrücken mußte. Sowohl beim Abkochen, als auch in den verschiedenen, in unmittelbarer Nähe von Grünberg stattgehabten Biwaks hatten sich eine große Anzahl von Schaulustigen eingefunden. — Gestern fand ein größeres Gefecht statt, in dessen Verlauf die um Grünberg liegenden Höhen von den 118ern genommen wurden. Heute gehen die Brigadeübungen zu Ende, worauf dann in der Nachwoche die ganze Division zunächst in der Gegend von Fulda manöverieren wird. — Vom 16. bis 20. ds. Mts. wird der Kreis Gießen wieder reichlich mit Einquartierung bedacht werden, da hier die Uebungen zum Abschluß kommen. ** Auszug aus der Sitzung Großh. Haudelskaunuer vom 9. September. Anwesend waren die Herren: Koch, Scheel, Heichelheim, Katz, Klingspor, Schirmer und Wortmann. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Herr Vorsitzende in warmen Worten des am 6. September verstorbenen Kammermitgliedes Herrn Albert Kraatz, zu dessen Ehren die Erschienenen sich von den Sitzen erheben. Die Handelskammer für Frankfurt a. O. und die Neumark hat an den Herrn Staatssekretär des Reichspostamts das Ersuchen gerichtet, die Einführung von verschließbaren Abholungsfächern in den Postämtern verfügen zu wollen. Die Handelskammer Gießen verkennt nicht, daß die Einführung solcher Fächer manche Vorteile biete, glaubt jedoch, daß an mittleren und kleineren Plätzen ein wirkliches Bedürfnis bis jetzt nicht hervorgetreten ist und beschließt deshalb, von einer Unterstützung der vorliegenden Eingabe abzusehen. — Die General-Direktion der König!, bayrischen Staatseisen- bahnen hat bei der ständigen Tarifkommission der Deutschen Eisenbahnen die Versetzung von Mehl- und Mühlenfabrikaten in die allgemeine Wagenladungsklasse beantragt. Die General- Direktion der Badischen Staats-Eisenbahnen, welche mit der Erstattung des Gegenberichts betraut worden ist, hat die Kammer um eine gutachtliche Aeußerung über den vorgenannten Antrag ersucht. Nach vorangegangener Anhörung hiesiger namhafter Firmen, sprach sich die Kammer in einem eingehend begründeten Gutachten entschieden gegen die angestrebte Tariferhöhung aus. Das Großh. Ministerium des Innern teilt der Kammer mit, daß, ebenso wie mit Frankreich im Jahre 1898 eine Vereinbarung über den gegenseitigen Markenschutz in China getroffen wurde, jetzt auch ein gleiches Abkommen mit der niederländischen Regierung geschlossen worden ist und daß demgemäß die mit Jurisdiktion versehenen deutschen Konsularbehörden in China dahin verständigt worden sind, daß gegen diejenigen Reichsangehörigen einzuschreiten ist, welche die in Deutschland eingetragenen Warenzeichen von Niederländern verwerten. Entsprechende Weisung hat die niederländische Regierung an ihre dortigen Konsularbehörden zum Schutze deutscher Warenzeichen, die in den Niederlanden eingetragen sind, gerichtet. — Der Kammer ist ein Verzeichnis der in das Handelsregister des Kaiser!. Gerichtes von Kiautschau eingetragenen und der nicht eingetragenen Firmen zugegangen. Interessenten können dasselbe auf Wunsch einsehen. Im Auftrag der Königl. Belgischen Regierung teilt das belgische Konsulat in Mainz der Kammer mit, daß gelegentlich der am 1. Juni d. I. in Gent eröffneten Provinzialausstellung noch im Laufe des Monats September ein Internationaler Kongreß zur Vervollkommnung der Nahrungsmittel mit Ausstellung von Nahrungs-Produkten stattfinden soll. Etwaige Interessenten im Kammerbezirk können das betreffende Programm durch das genannte Konsulat erhalten. ** Radrennen am 17. September auf dem Sportplatz an der Hardt. Die Nennungen sind sowohl von feiten der Berufsfahrer wie der Herrenfahrer recht zahlreich eingegangen und es wird sehr scharfe Kämpfe beiden einzelnen Konkurrenzen geben. Von den bedeutenderen Berufsfahrern, die ihr Erscheinen bestimmt zugesagt haben, nennen wir heute u. a. die Herren Jehlicka und Scharer aus Prag, Derossi und Carboni aus Turin, Struth und Koch aus Mainz, Albert Becker aus Worms, Lautermann aus Darmstadt, Gebr. Kexel aus Koblenz u. s. f. — Von bekannteren Herrenfahrern sind zu nennen die Herren Carl Duill, Jos. Seischab, Giacomo Stratta, Boggio, Nicolaus, Goertz, Drescher, Henkel und viele Andere. — Zu dem Mannschaftsfahren um die Ehrengabe der Stadt Gießen sind fünf Vereine mit je fünf Fahrern eingeschrieben, und es wird auch hier für die schließlichen Sieger der größten Anstrengungen bedürfen, da die besten Kräfte auf das sorgfältigste ausgewählt worden zu fein scheinen. nn. Verhandlungen der evangelischen LandeSsynode. Unter dem Vorsitz des Alterspräsidenten Prälat Habicht trat heute die evangelische Landessynode zu mehreren Tagungen zusammen. Die Sitzung wurde um ya10 Uhr mit Gebet eröffnet, und die Vereidigung der neueingetretenen 12 Synodalmitglieder vorgenommen. Zur Wahl der beiden Präsidenten übergehend, wurde Geh. Justizrat Dr. Weber- Offenbach einstimmig zum ersten und Professer Dr. Stamm- Gießen zum zweiten Präsidenten gewählt. Als zweiter Schriftführer an Stelle des verstorbenen Dekan Römheld wurde Dekan Pullmann-Grünberg mit großer Majorität gewählt. Präsident Weber übernahm unter Dankeswortc» an die Synode das Präsidium und gedachte in einem ehrenden Nachruf nochmals der Verdienste des verstorbenen früheren Präsidenten Dekan Walther-Ober-Jngelheim. Präsident Weber hob sodann die hervorragende Thätigkeit des früheren Präsidenten des Oberkonsistoriums Exzellenz Goldmann und erhob sich die Synode zum Zeichen der Dankbarkeit von den Sitzen. Präsident Goldmann Exzellenz dankte tief bewegt und drückte seine Freude aus, daß er von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog zum Mitglied der Synode berufen worden sei. Er gibt ferner der Hoffnung Ausdruck, daß auch der neue Präsident das Kirchen-Regiment mit sicherer Hand leiten möge und erhob sich die Synode zu dessen Ehren von den Sitzen. Unter dem Ausschluß der Oeffentlichkeit wird sodann über den Gesetz- Entwurf die Gehalte der Geistlichen betreffend verhandelt und gibt Oberkonsistorial-Präsident Buchner hierzu eingehende Erläuterungen. Nach Wiedereröffnung der öffentlichen Verhandlungen wird über diesen Gegenstand die Generaldebatte eröffnet und treten die Synodalen Brand und Haupt für Besserstellung der Geistlichen ein. Oberkon- sistorialrat Dr. Walz hebt ebenfalls die Notwendigkeit der Besserstellung der Geistlichen hervor. Diese seien die Stützen der gesellschaftlichen Ordnung und deshalb müffe man die Mittel zu einer anständigen Existenz gewähren. Schluß 3/4l Uhr. Morgen Fortsetzung 9 Uhr. •* Eine neue Art von sogenannten AnfichtSpostkarten hat den Absendern Unannehmlichkeiten gebracht. Auf dem Markt in Nidda wurden solche, mit ziemlich einfältigen Marktscenen bemalte, etwa dreimal größer als gewöhnliche, mit der Überschrift „Drucksache" und mit einer Dreipfennigmarke versehen, verkauft. Ganz unten steht klar gedruckt der Vermerk: „Nur mit Namensunterschrift zu versehen". Diese Bemerkung wurde von den meisten übersehen, und außer dem Namen wurden noch allerhand Bemerkungen beigefügt. Die Karten wurden entweder nicht expediert, oder . Meld,1 sSr baden Mden von Meldung von Fulda, 12. f 6 uhr brach Lfi des W? Scheuer sowie Sta das fil Scheuer befand sich Verwaltung von TelegrapPler Ä teufe auf dem D Landgraf PhU die Enihullun großer Beteiligung Vereinen statt. u und einem Festgesa Weiherede. Dem das Hoch auf benft unter Glockengeläut Fritzlar, 12. £ nehmigten den Bert über das Elektri sonders, daß sich nc äußerst billig stellt, brauch von 300 M über 300 M. au' stunde beträgt nai vorauszusehen, das sich befindet, spate Brennstunde auf 2 Hersfeld, 12. etwa 4 Jahre alt, deckers Maiwald die Geis unb ert • MaMurg, i rat Otto Duvigi bet Stadt besonder W vertrat er Ma 70. Geburtstages ernannt worden. ' brfnrt, 12. angekündigte große um die Meisterst! Lauser-Kassel den 1 Sekunden), j Erfurt den dritten * M 12. (3 Dienstmagd des G 100 der behördlich **' festnageln. Wund, daß ihr sl Nach . Siftnai, 12 der 8nl !" aefe^en 'äOtto e,l,M a b, ” Frar Ä SÄ? *ur »etbi U* (»e i ' ®tt »"ranke M ff 4 «»der “Wie HL R9f*onteH 'NbicS.^ S* >°d°chT°"« Micke- mok7' oatz Qtt ün* L 61« la^^en Ä en: - ?^tseisen. und MM^^sche» e°ntt5Z°br.katen b°h^ ^neral- lt tooibtn 5C ?lt bet erung über t?Qt b\ W™ M sür die schWichen : i bedürsen, da die besten gewählt worden zu sein ischen Landessynode. Unter Prälat Habicht trat heute mehreren Tagungen zu- i/.lO Uhr mit Gebet er- neueingetretenen 12 Spur Wahl der beiden W । Justizrat Dr. ffieber- nÄeffervrStaE isftsg 'S g* beut -r ftini b"" Mli-d d-r W>9. 8” Hoffnung gibt »" feto* che und 9ßnter dem te” ®'6 tt w 0W’ Wx#* *’ stlichen vea u Bietot*” di- * STssse .A'SL's *s;; **SJ ilb-A d-i- den Vermischtes. • Magdeburg, 12. September. Hier ist der Stadtrat Otto Duvigneau gestorben, der sich im Dienste der Stadt besonders hervorgethan hat. Von 1887 bis 1890 vertrat er Magdeburg im Reichstag. Anläßlich seines 70. Geburtstages war er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden. * Erfurt, 12. September. Am Montag fand hier das angekündigte große Radwettfahren statt. Beim Fahren um die Meisterschaft von Thüringen erwarb sich Willy Läufer-Kassel den ersten Preis (5000 Meter in 5 Minuten 438/5 Sekunden), Keitel-Erfurt den zweiten und Kritzmann- Erfurt den dritten Preis. • Jena, 12. September. In Mittelpöllnitz wollte die Dienstmagd des Gutsbesitzers Burkhardt in dem Stande, wo der behördlich angekörte Bulle steht, ein Seitenbrett wieder festnageln. Durch dies ungewohnte Geräusch wurde das Tier unruhig und drängte die Magd so gegen die Wand, daß ihr sofort der Brustkasten eingedrückt wurde. Nach wenigen Augenblicken trat der Tod ein. • Eisenach, 12. September. Am Freitag begann hier der Cyklus der unter der Oberleitung des Hofrats Edward in Szene gesetzten Aufführungen des Lutherfestspiels von Otto Devrient. lieber 100 Eisenacher Bürger beteiligen sich an der Darstellung, Herr Edward selbst spielt den Luther, Frau Dr. Hauser-Berlin die Katharina von Bora. Es werden voraussichtlich sechs Aufführungen stattfinden. " Gerbst'ädt, 12. September. Gestern abend stürzte auf der Strecke Halle-Hettstedt zwischen Polleben und Burgsdorf der Schaffner Schäfer von der Plattform. Es wurde ihm der Kopf abgefahren. ♦ Rudolstadt, 12. September. Im Stadtrat wurde beschlossen, mit verschiedenen Persönlichkeiten in Unterhandlung zu treten, um den Bau eines Technikums in hiesiger Stadt zu sördern. Bezüglich der Errichtung eines Elektrizitätswerkes war man der Ansicht, daß die Stadt die Angelegenheit möglichst selbst in die Hand nehmen solle, um durch Verbindung mit der Gasanstalt diese selbst nutzbringend zu erhalten, event. sogar zu fördern. * Posen, 12. September. In Godurowo sind 15 Personen nach dem Genuß verdorbenen Kalbfleisches schwer erkrankt. * Leipzig, 12. September. Die gestern gemeldeten Skandalnachrichten aus Flöha bestätigen sich, sind jedoch nach den „Dresd. Nachr." stark übertrieben. Verhaftet sind nach dem genannten Blatte vier Männer, und zwar ein unverheirateter Lehrer, ein verheirateter Schloffergehilfe, sowie ein verheirateter und ein unverheirateter Handarbeiter. Unrichtig ist, daß ein verheirateter S1 Jahre alter Fabrikfeuermann aus Anlaß dieser Affaire den Tod in der Flöha gesucht hat. Dieser hat sich dem König!. Amtsgericht Augustusburg freiwillig gestellt, ist aber auf freiem Fuß belassen worden. Das 1886 geborene Schulmädchen Luise Antonie K. ist am 11. September zwangsweise in die Befferungsanstalt Bräunsdorf bei Frei9on der Post den mutmaßlichen Absendern zurückgegeben; auch dürfte, wo sie an die Adresse gelangten, Strafporto uacherhoben worden sein. • Alsfeld, 12. September. Die „Oberh. Ztg." schreibt: „Wir verbreiteten am SamStagnachmittag in einem Teile des Leserkreises durch Extrablatt die Nachricht, daß Kapitän Dreyfus von dem Kriegsgericht zu Rennes freigesprochen worden sei. Wir sind leider in dieser Sache das Opfer einer vermutlich Börsenzwecken dienenden Falschmeldung aus Frankfurt a. M. geworden." (Auch in Wiesbaden wurden von mehreren Blättern Extrablätter mit der Meldung von der Freisprechung Dreyfus' ausgegeben.) Fulda, 12. September. Vorgestern nachmittag gegen 6 Uhr brach in dem benachbarten Orte Ziegel in dem Anwesen des Bauern Karl Vogel Feuer aus, wodurch dessen Scheuer sowie Stall mit Bodenraum abgebrannt sind und das Wohnhaus des Vogel stark beschädigt wurde. In der Scheuer befand sich auch ein der Kaiserlichen Telegraphenverwaltung gehöriger Gerätschaftswagen mit den zum Bau von Telegraphenleitungen erforderlichen Geräten, Werkzeugen und Materialien, welcher ebenfalls ein Raub der Flammen wurde. Die Entstehungsursache ist bis jetzt unbekannt, doch liegt hier keine Brandstiftung vor. Kassel, 12. September. Um 12y2 Uhr mittags fand heute auf dem Platz des Sanet Martinsdomes, in dem Landgraf Philipp der Großmütige beigesetzt ist, die Enthüllungsfeier seines Denkmals unter großer Beteiligung von Behörden, Korporationen und Vereinen statt. Nach einem Vortrag des Posaunenchors und einem Festgesange hielt Superintendent Wissemann die Weiherede. Dem Enthüllungsakt folgten das Lutherlied, das Hoch auf den Kaiser und die Niederlegung von Kränzen unter Glockengeläute. Die Stadt prangt im Festschmuck. Fritzlar, 12. September. Die Stadtverordneten genehmigten den Vertrag mit der Firma Siemens u. Halske über das Elektrizitätswerk. Hervorgehoben sei besonders, daß sich nach diesem Vertrag der Stromverbrauch äußerst billig stellt, so z. B. stellt sich der Preis bei Verbrauch von 300 Mk. die Ampäre-Stunde auf 10 Pfg. und über 300 Mk. auf nur 9 Pfg. Eine 16 fertige Brennstunde beträgt nach dieser Berechnung 2*/2 Pfg. Es ist vorauszusehen, daß, wenn das Werk im regelrechten Betrieb sich befindet, späterhin der Preis für eine solche 16 fertige Brennstunde auf 2 Pfg., ja bis auf l3/4 Pfg. ermäßigt wird. Hersfeld, 12. September. Gestern nachmittag fiel der etwa 4 Jahre alte Sohn des am Eisfeld wohnenden Dachdeckers Maiwald in der Nähe der elterlichen Wohnung in die Geis und ertrank. berg übergeführt worden. Alle übrigen Nachrichten und Gerüchte sind aus der Luft gegriffen. • Leipzig, 12. September. In Sommerfeld wurde der 31 Iahe alte Einwohner Wintzeck auf dem Heimweg von einem Tanzvergnügen von vier jungen Burschen überfallen und auf grauenhafte Weise ermordet. Es liegt ein Racheakt vor. Die Thäter sind verhaftet. • Braunschweig, 12. September. Die der Berliner Schauspielerin Frau Freund im Zug Köln-Berlin abhanden gekommene Tasche mit Pretiosen ist hier wieder gefunden worden. Sie war durch Versehen eines Gepäckträgers in das Gepäck Braunschweiger Damen geraten. • Hamburg, 12. September. Wegen Raubmordes, begangen an einer Ehefrau in Altengamme, war am 11. Juli vom Schwurgericht der Weber Wilhelm Fischer zum Tode verurteilt worden. Seine Revision, die nur kleine Rügen enthielt, wurde vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. * Köln, 12. September. Die Gewerbevereine Deutschlands halten in diesen Tagen hier ihren achten Verbandstag ab, mit dem zugleich das 70jährige Bestehen des Gewerbevereins für Köln und Umgegend gefeiert wird. Am Sonntag versammelten sich die Mitglieder des Kölner Vereins mit den zahlreich eingetroffenen Delegierten der einzelnen auswärtigen Vereine zu einer Festversammlung, der Vertreter der Regierung und der Stadt beiwohnten. Gratulationen statteten ab der württembergische, bayerische, badische, thüringische und hessische Verband, der Landesverband Nassau, der pfälzische, badische, mecklenburgische, hannoverische und elsässische Gewerbeverein, der große Schweizer Gewerbeverband u. s. w. Die Gewerbeausstellung wurde durch den Bürgermeister Thewalt eröffnet. * Oberhausen, 12. September. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich auf dem Thyssenschen Werke in Bruckhausen. Unter heftigem Knalle platzte ein Rohr an der Gebläsmaschine eines Hochofens, wodurch das Dach demoliert wurde. Durch den ausströmenden Dampf wurden eine Anzahl Arbeiter mehr oder weniger verbrüht. Vier wurden ins Krankenhaus gebracht und einer von ihnen ist dort bereits gestorben. * Mannheim, 12. September. Die Firma Benz L Co., Automobilfabrik, hat ihren Pariser Vertreter angewiesen, er möge die Plätze anderwärts vergeben, da sie die Ausstellung nicht beschicke. • Wreschen, 12. September. In Borgnikowo ist eine Frau und ihr zweijähriges Kind an Pilzvergiftung gestorben, der Ehemann schwer erkrankt. Ein drei Tage altes Kind wurde von der Frau im Bette erdrückt. * Wolgast, 12. September. Der letzte (?) Veteran aus den Freiheitskriegen, August Schmidt, ist, 104 Jahre alt, heute nacht gestorben. * Wien, 12. September. Bor den czechischen Geschworenen in Kuttenberg begann heute morgen die Verhandlung über einen angeblichen jüdischen Ritualmord. Die czechische Bevölkerung der ganzen Gegend ist schon seit Wochen durch antisemitische Agitatoren und Flugschriften in Aufregung versetzt. Am 29. März d. I. zurzeit der jüdischen Osterfeiertage, wurde in einem Wäldchen bei dem czechischen Städtchen Polna ein neunzehnjähriges Mädchen, Anna Hruza, mit einem Schnitt im Halse ermordet aufgefunden. Der Thäter konnte lange nicht entdeckt werden; Anhaltspunkte für das Motiv des Verbrechens fehlten, da weder Raubmord noch Lustmord vorlag. Viele Verdächtige wurden verhaftet und wieder freigelaffen. Endlich konzentrierte sich der Verdacht auf den jüdischen Schuhmacher Leopold Hilsner, der sich als Bettler und Vagabund arbeitslos in Polna umtyertrieb. Er steht heute als Angeklagter vor Gericht. Die Antisemiten behaupteten sofort, es liege ein Ritualmord vor, da die Leiche blutleer gefunden wurde, was aber die Gerichtsärzte dadurch erklärten, daß die Leiche vor der Auffindung lange Zeit in einer Bachrinne gelegen, wodurch alles Blut ausgelaucht worden sei. Die Geschichte von dem Ritualmord wurde ausgeschmückt durch die Angabe, daß die jüdischen Schächter zweier Nachbarorte am Morde beteiligt seien, was sich als Erfindung erwies, weshalb Hilsner allein angeklagt ist. * Oporto, 12. September. Die deutschen Aerzte gaben, nachdem sie Kulturen mit Blut von im Hospital Erkrankten hergestellt hatten, ihre Diagnose ab, die das Vorhandensein der Pest feststellte. • New-York, 12. September. Cornelius Vander- bilt, der bekannte Eisenbahn-Magnat, ist heute früh gestorben. Arbeiterbewegung. Dresden, 12. (September. Die bereits gemeldete Aussperrung von etwa 1200 Steinmetzen in Dresden und Umgegend war denselben von den Arbeitgebern bereits vor kurzer Zeit in Aussicht gestellt worden. Es war das durch einen Beschluß der Vereinigung der Steinmetzmeister von Dresden, Pirna und Umgegend geschehen, der die Absicht autzsprach, daß im ganzen Bezirk neue Arbeit nicht mehr ausgegeben werden solle, wenn bis zum 4. September mit den ausständischen Pirnaer Steinmetzen eine Einigung nicht zu erzielen sei. Diese letztere ist wesentlich durch die Dresdener Steinmetzen verhindert, an denen die Pirnaer bisher einen festen materiellen Rückhalt hatten. Im Zusammenhang mit dem Vorgehen des ge- nannten Dresdener Arbeitgebervereins haben die in Dresden vor einigen Tagen versammelten Vertreter des Verbandes deutscher Steinmetzgeschäfte beschlossen, daß, wenn die Aussperrung in Dresden sich nötig mache, such hier die Arbeit nicht eher wieder ausgenommen werden solle, als bis in Berlin, BreSlau, Bunzlau und Pirna eine völlige Einigung mit den ausständigen Arbeitnehmern erzielt sei. Es verdient bemerkt zu werden, daß die Steinmetzen von Dresden und Umgegend sämtlich organisiert sind. Sie bilden dort eine Kern« truppe der sozialdemokratischen Partei. M.'Gladbach, 12. September. In der Weberei von August Göldner kündigten ebenfalls sämtliche Arbeiter wegen Lohnstreitig- keiten. Die Weberbewegung ist wieder in der Zunahme begriffen. Krefeld, 12. September. Zwischen der Krefelder Seidenfärberei G. Büschgens Sohn und einem Teile der ausständischen Buntfärber ist eine Einigung erzielt. AuSständisch find noch 500 Färber. (Dgl. 215 des „Gieß. Anz.") Gottrrdirnst in der Kynagozr. Donnerstag den 14. September 1899: BersöhnungSfest. Vorabend «22 Uhr, Predigt, morgens 7« Uhr, Predigt und Seelcnfeierr 11» Uhr vorm., nachmittags Uhr Predigt, FefteSauSgang 7» Uhr. Während der Predigten ist der Eintritt zur Synagoge nicht gestattet. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold'. Berlin, 13. September. Die vorn „Konfektionär" gebrachte Mitteilung, daß das russische Kaiserpaar auf sein er Reise nach Darrnstadt erst Potsdam berühren werde, ist nicht richtig. Wohl aber wird dasselbe voraussichtlich die Prinzessin Heinrich von Preußen in Kiel besuchen und einige Tage bei derselben verweilen. Eine Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Nikolaus ist für später in Aussicht genommen. Kiel, 13. September. Auf dem dem ersten Geschwader als Aufklärungsschiff beigegebenen Kreuzer Wacht erfolgte durch Reißen von 26 Stehbolzen am Backbord-Vorderkessel eine Explosion. Vier Mann wurden getötet. Die Explosion fand bei der Flottenübung im Belt unweit Korsoer statt. Nur dem Umstande, daß der Kesselraum, in welchem sich nur die Bedienungsmannschaft befand, abgeschlossen war, ist die Verhütung eines größeren Unglücks zu danken. Wien, 13. September. Infolge des seit Samstag anhaltenden Regenwetters laufen aus allen Landesteilen Oesterreich-Ungarns bedrohliche Nachrichten ein. Die Flüffe steigen rapid. Viele Ortschaften sind überschwemmt. In Nordböhmen hat das Hochwasser bedeutenden Schaden angerichtet. Mehrere Personen sind ums Leben gekommen. Wien, 13. September. Der Abgeordnete Wolff wird voraussichtlich die Einladung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses Dr. Fuchs nicht annehmen, doch auch die Teilnahme der beiden anderen deutschen Gruppen ist sehr zweifelhaft. Die Haltung der Sozialdemokraten ist noch nicht bekannt. Bürgermeister Lueger wird als Obmann der Christlich-Sozialen wahrscheinlich annehmen. Rom, 13. September. Der Papst war gestern krank. Er gewährte nur dem Kardinal Aloisi eine kurze Audienz. Er leidet an großer Schwäche. Im Vatikan befindet man sich in großer Aufregung. Verdun, 13. September. Gestern abend entstand eine heftige Feuersbrunst in einem Gebäude, in welchem eine Anzahl Pferde der manöoerierenben Artillerie untergebracht waren. Mehrere Soldaten, welche sich an den Rettuugsarbeiten beteiligten, wurden schwer verwundet ins Hospital gebracht. Fall Dettweiler. Darmstadt, 13. September, 10 Uhr 45 Min. vorm. (Privattelegramm d. „G. A.".) Die Zeugenvernehmung Dettweiler ergab nichts neues von Belang. Der Zeuge Gymnasiallehrer Dr. Geyer in Alzey will niemals von einer Bevorzugung des jungen Dettweiler etwas gemerkt haben, er habe niemals eine Präparation erhalten, die ein anderer Schüler nicht habe erhalten können. Gymnasiallehrer Dr. Schrohe-Bensheim bekundet in einer ganzen Anzahl von Fällen, die die so auffallende und unberechtigte Mithilfe des Vaters Dettweiler nahelegt, daß daran keine Zweifel sein konnten. Niemand außer dem Vater wußte die Aufgaben, niemand außer ihm konnte sie verlangen; und aus sich selbst konnte der junge Dettweiler die Aufgaben nicht wissen und nicht machen. Der junge Dettweiler hat auch wiederholt die Aufgaben schon gewußt und mit in die Schule gebracht; allen Schülern sei dies aufgefallen. Die Zeugenvernehmung dauert fort. Dreyfus. Paris, 13. September. Der „Liberts" zufolge ist die Regierung entschlossen, sich jeder Einmischung in die Dreyfus-Angelegenheit zu enthalten. Solange der Beschluß des Revisionsrates über das Annullierungsgesuch der Verteidigung nicht getroffen, ist jede Begnadigung Dreyfus' unausführbar. Paris, 13. September. Die Liga der Menschenrechte erläßt einen Aufruf an ihre Mitglieder mit der Aufforderung, infolge des Urteils zu Rennes ihren Feldzug für die Wahrheit und Gerechtigkeit fortzufetzen unter Anwendung von gesetzlichen Waffen, ohne zur Gewalt zu schreiten. Paris, 13. September. Nach einer Meldung des Soir wäre im gestrigen Minister rate mit 8 gegen 3 Stimmen abgelehnt worden, dem Kassationshofe die Angelegenheit Dreyfus zu übertragen. In der Minorität blieben Monis, Lanossan unb Millerand. Rennes, 13. September. Seit seiner Wiederverurtei- hing ist Dreyfus die Erlaubnis entzogen worden, andere Personen als die Mitglieder seiner Familie zu empfangen. Budapest, 13. September. Im Gemeinderat brachte Karl Eoetvoes einen Antrag ein, wegen des Dreyfus-Urteils die Pariser Weltausstellung nicht zu beschicken. Transvaalkrifis. London, 13. September. Nach einer Meldung aus Prätoria wurde Chamberlains Depesche gestern im Volksraad verlesen. Dieselbe rief große Erregung hervor. Die Depesche verlangt Naturalisation der Uitländer in fünf Jahren, sowie deren Wählbarkeit in den Volkraad. Die Annahme dieser Forderungen wird ohne Verzug verlangt. London, 13. September. Hier hat sich ein Komitee gebildet, welches außerhalb jeder politischen Partei den Versuch macht, einen Krieg mit Transvaal zu verhindern. 4. September d. Js, vormittags ) l Uhr, auf d m Kalkwerk Raab am Taubenftein bei Wetzlar: iO Doppelwaggon Weißkalk und 6 Dovpelwaggou Graukalk gemäß Artikel 343 H. G. B. für Rechnung dessen, den es angeht, öffentlich meistbietend versteigert. Wetzlar, den 11. September 1899. 6625 Heffter, Gerichtsvollueher. sn & Die Wanderer, G.R.-G. 1896. Deutscher Flotteu-Bereiu. Aroviuzi al-Ausschuß der Krovinz Höerhessen. Unter dem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs von Heffen. Nachdem in der konstituierenden Versammlung vom 13. Mai d. I. hierselbft ein Zweigverein des Deutschen Flotten-Vereins unter der Bezeichnung: Deutscher Alotteu -herein Provinzial - Ausschuß der Provinz Oberheffen gegründet worden ist, werden die verehrlichen Mitglieder zu einer weiteren am Mittwoch dem 20. September, abends S’/s Uhr, im Cafä Ebel Hierselbst stattfindenden Versammlung zwecks Vornahme der satzungsmäßigen ErgänzungSwahl deS Ausschuffes ergebenff eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen wird im Jntereffe der Förderung unseres patriotischen Unternehmens ergebenst gebeten. Gießen, den 10. September 1899. 6630 Provinzial-Direktor von Bechtold. Geh. Hofrat Professor Dr. Behaghel. Real- gymnasiallehrer Dr. Block. Eisenbahnsekretär Blum. Oberbürgermeister Gnauth. Kommerzienrat Heichelheim. Kommerzienrat Hehligenstaedt. Stadtverordneter Kirch. Geb. Medizinalrat Profeffor Dr. LShlein. Geh. Hofrat Professor Dr. Ducken. Landgericktsrat Dr. Schäfer. Pfarrer Schlaffer. $ti bet tJnW tingetret* lie Diplomatenloge. Unverkennbar liegt tu beginnt mit der Bervehmaag Er soll Kasfierei sagt aus: „Alles, r gesagt habe, ist wahr unschuldig, ich bin tu werde als solcher sie AtteMer gesehen, ii habe Lovacevic bei Schnaps zu trinken, schwerer Anklage hi< mich auftecht." - Kasse viel Geld geh jährlichen Umsatz v Leben Politik bettie geborenes Kind. G Elenden (zeigt aus i zum ersten Male ii des Angeklagten übe sie im Tone starker j mit dem tetätrr t kennen, unb tyaupttt, Brechens schuldig. • lügt, er lügt, ich bi wendet]-. Dn lügst, Attentat ans Milan selbst zur Polizei ges Königs. Du lügsti lügst-' (Zum Präsi vimic im Novembei wir gesprochen hab« dramatischer Kraft, greifen, das sich vor Ersuchung hat der "n Mai mit Peter $ der Dimic anwe Milans besprochen, «apoleondors den $ «arageorgievic erklär Eg gehen, ihm d für den üaufmänniscfien Bedarf liefert rasch und billig die J'ßrühl’sehe tUnii).-^Druckerei, (Bietsch frben) 7 Schulstram 7. 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