18»» Dienst«« dm 1L. Juni Zweites Blatt Deutsches Reich- Berlin 10. Juni. Das Abgeordnetenhaus erledigte *'*•*** ' V . , ■ m <_____Xi« Xritlimrn >ung. ankfurt a.3 4. 11. 1849 3. 8. 12. 22. 10. 1859 2. 1847 1848 1854 2. 1856 29. 1860 1861 1850 1851 3. 8. 8. 10. 5. 5. 8. 2. 3. 4. 4. 7. 9. 10. 12. 1857 1858 Lllc Anzeigen-BkruuNlunMellm bei In- unb LuLlaafeS nehmen »njeigen für ben «ießencr »njdget rntyt*- 26. 17. 21. 22. 3. 7. 12. 3. 1. 4. 1. 6. 7. 5. 12. 5. 2. 4. 11. 10. 12. 1. 1. 1. 7. 1. 1. 2. 9. mit lilalicfeee bei aniui*. 25. 1840 27. 29. 23. 1842 11. 16. 25. 29. 13. 4. 26. 6. 1838 23. 3. Rehfetun Expedition unb Druckerei: ^nkSr.ße Ar. 7. 1828» 10». 10. O. 11. ■HaiMitiH riermal ww- 1836 5. 9. 26. 11. 13. 12. a Zur Erneuerung rmr obersten hessischen Schulbehörde spieler, f. 2. Adelina Patti, große ital. Sängerm, . 4 Sarah Bernhardt, ftanzösische Tragödin, (oder 22. 10. 1844). 3. Thorwaldsen f- 4. Clara Ziegler, geniale Tragödm, - 10. Friedrich Mitterwurzer, origineller Darsteller und bedeutender Schauspieler, *. hat zu entscheiden nach Pflicht und Gewissen das Ministerium, seine Ausgabe ist es, sich umzusehen nack> emem. üch g°n an die Spitze der Schulabteilung. Gerade der Umstand, daß Herr Staatsminister Roche sich nicht auf den engherzigen Standpunkt der — Äbreffe für Depeschen: Au»etger chietz«. Fernsprecher Nr. 51. Ferdinand Raimund, berühmter Komiker und Dichter, f. Gründung des Leipziger Kunstverems. Franz v. Lenbach, Porträtmaler, •. Friederike Goßmann, bedeutende Schauspielerin, *. Erstes deutsches Sängerfest zu Frankfurt a. M- Bizet, französischer Opernkomponist, Paganini, berühmter Violinvirtuose, t- Hans Makart, bedeutender Maler, •. Gabriel Max, Historienmaler, * Schinkel, berühmter Baumeister, t- Dannecker, berühmter Bildhauer, f. Ludwig Barnay, berühmter Schauspieler, . Cherubini, Opernkomponist, t- Paulina Lucca, große dramatische Sängerm, Millöcker, Operettenkomponist, •. Paul Meyerheim, Tiermaler, •- Grundsteinleguug zum Ausbau des Kölner Domes. Wereschagin, russischer Maler, W A. Vestri, berühmter Tänzer, Erfinder (Fortsetzung.) Ludwig Knaus, berühmter Maler, *. A. Rubinstein •. . . Hans v Bülow, Klaviervirtuose, *. Eduard Lassen, Komponist, •. Albert Niemann, berühmter Sänger, ♦. Jos. Joachim, Violinvirtuose, ♦. Reinhold Begas, Bildhauer, *. Karl Goldmark, Komponist, *. Ludwig Devrient, berühmter Schauspieler, f- Johannes Brahms, Komponist, *. Aloys Senefelder, Erfinder der Lithovereins. Wilhelmine Schröder-Devrient fi. Lola Montez f. Lr Ernst Rietschel, berühmter Bildhauer, f. Zwirner, Dombaumeister, f. Heinrich Marschner, Komponist, f- Nestroy, berühmter Komiker und Theaterdichter, f- ,r, Pietro Mascagni, italienischer Opern- komponist, *. (Schluß folgt.) 14. 12. 1862 31. 5. 1863 7. 12. 3te|*|si>rdi viertelJLhrlich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 75 Pf«, mit vringerlohtt. Bei Postbk,ug 2 Mark 50 Pf* vierteljährlich. 183300 81. 130. 183BM1S. 288. 156. 183831«. MD. A8M IG. 18384241. 24. graphie, f- r P . r . Maria Seebach, bedeutende Schauspielerin, . (Begründerin der Seebach-Stiftung.) 3. Charlotte Wolter, die große Tragödin, *. 10* Boildieu, Komponist, f. 12. Adolf Sonnenthal, berühmter Schau- H. 8. 2in. 18'.$ 166. 200. 300. M. Felix Mendelssohn-Bartholdy t- Beginn der Wartburg-Restauration. Donizetti, ital. Opernkompouist, t- Schwanthaler, Bildhauer, f. F. Chopin t- Konradin Kreutzer, Komponist, t- Gottfried Schadow, Bildhauer, t- Gust. Alb. Lortzing t- Spontini, berühmter Komponist, t- , Daguerre, Erfinder der Photographie, f. Joh. Jos. Dannecker, Bildhauer, t- Rubini, italienischer Tenorist, f. Robert Schumann, Liederkomponist, t, irrsinnig. Ehr. Daniel Rauch, berühmter Bildhauer, f- Leoncavallo, namhafter italienischer Opern- 8. 28. 17. 14. 27. 21. 24. 12. W y 1841 9. 10. 8. 12. Gießener Anzeiger ■ui«. X—G euer al- i n >e i ess' r ** Amts- und An;-is-blatt für den Areis Giefzen FeuilletM. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck ober AuSzug verboten.) Chronologische Uebersicht V. Kunst und Kuustgewerbe. atlen I. ab. iau aus dem 1 Luton Zimm .rs-g^> spieler, *- 2 Adolf Donndorf, Bildhauer, •. 3 Leopold Robert, berühmter franz. Genremaler, endet durch Selbstmord. 4. Franz v. Defregger, berühmter Maler, . 9. Bellini, italienischer Opernkomponist, f. Gratisbeilagen: Gießener Lamilienblälter, Der hessische Landwirt, Dtätter für hessische Volkskunde. ii , nennunq eines Fachmannes im Prinzip ebenfalls die Beeilung vom ersten Tage an rech.igung Kiefer Ferderung aner'E^ha^ Unserer Meinung nach ist findet wissen wird. sondern eine - u--------» _ Lehrerschaft mit dieser Berufung für Hessen verwirklichte, i S.SS se*. anderen Berufen, im Forstfach, im Steuerfach stehen ja jetzt Fachmänner an der Spitze, wahrlich nicht zum Nachteil dieser Zweige der Staatsverwaltung. Wir sind überzeugt, daß Herr Staatsminister Rothe, der durch d,e Er- eschäftsgch^' litglieber iarenschulden eserorsondr letrieilri* finge®«111 *1* 5 empfehlen, schon jetzt an die Stände diese Forderung zu richten, damit die neue Schulabteilung vom ersten Tage an vollzählig und arbeitsfähig ist. । auch ein einziger Referent für das Volksschulwesen nicht ge^ *"■ ?■» «ftts ÄÄ& I >«. 3-m. 36..»** K6« * solaen werde, schau laßt eine andere Stimme sich vernehmen, Buckingham-Palast m L°nd°n °m Ihre Königliche daß ein Mann von der gleichen nationalen Gesinnung Hoheit „werden am Monwg^chmtt^ Berlin, 10. Juni. Gras v. Hoh-nau, Flügel- Adjutant und Kommandeur des Garde-Kürassier-Regiments, wurde nach dem heutigen Brigade-Exerzieren vom Kaiser zum Kommandeur des Regiments Garde du Corps ernannt. , L mit Rücksicht auf die masernartige Erkrankung Seiner folgen^ solle gragen au8j national gesinnt ist Königlichen Hoheit des Großherzogs ,m Großherzog- Gottlob jeder hessische Beamte. Die Frage dn Nachfolge I li($cn Residenzschloß absteigen. bat ru entscheiden nach Pflicht und Gewissen das Ministerium, I Berlin, 10. Juni. Unter dem B^ehl des Kaiser- . s h Ä . cejne Auiaabe ist es, sich umzusehen nach einem tüchtigen I erer,jeitc heute vormittag die gesamte Garde-Kavallerie a f decken sucht, ei Schulmann, der, an di? Spitze de«'hessischen^Schulwesen- ^m Tempelhofer Felde. Bo» L^iewK^^e-Regmeu^ oecren luiyi, । । x r-._ und feine dienst- I „ k:ecen Exerzitien die 6. Kürassiere aus Zranoen bürg und das 3. Hnsaren-Regim-nt aus Rathenow herangezogen. Auch die Kaiserin nut dem Kronprinzen von Schweden wohnten den militiirischen Hebungen bet. Berlin, 8. Juni. Der Kaiser wird, wie nach Berliner Blättern verlautet, auch in diesem Jahre der Unteres Regatta des Norddeutschen Regattavereins beiwohnen, dm am Samstag, bem 17. Juni, stattfindet und auch an dem der Reaatta auf dem Schnelldampfer „Fürst Bismarck de Hamburg-Amerika-Linie sich anschließenden Diner teilnehmen. Wahrscheinlich wird der Kaiser bereits itn Laufe des Freitag- (16. Juni) in Hamburg eintreffen und beim preußischen Werfen« kr Nnzeißrr HZ »Vms» nbeschränkter $ ;x 1898« Pauk* , Den cstano, . und seine dienst^ Blosstellung ttche Qualifikation die Gewähr bietet, die Jntereffen^ der I Schule — niemand zu Leid und niemand zu Freud zu vertreten und zu fördern, die Blüte des hessischen Schulwesens, die nicht einzelnen Persönlichkeiten, sondern wesentlich auch der freudigen Berufstreue des gesamten Lehrerstandes zu danken ist, zu bewahren. Tüchtige Schulmänner stehen zur Verfügung und es bedarf nicht der Kränkung des ganzen Standes, die in der Ernennung eines Juristen zum Nachfolger Soldans liegen müßte, nicht in der Person des Juristen, nicht m der Wahl eines Juristen überhaupt, läge die Kränkung, sondern in der damit ausgesprochenen Bekundung: einer der I ^sandten GraftüUnich Wohnung nehmen. - । Fachgeuossen hat weichen müssen, ist der Bewe^ erbracht, 1Q Das Abgeordnetenhaus erledigte , I daß keiner sich eignet." Noch m der letzten Generalver- I oecunq die Vorlage betreffend die ärztlichen t I sammlung haben die akad. geb. Lehrer dem Muns I Kdrenaerichte Es folgten Wahlprüfungen. Eine längere Dank ausgesprochen für die Berufung radV^de? Umstand Debatte^enflpann fich^ bei den Wahlen der Abgeordneten prinzipielle Forderung der gesamten deutschen I s < r Q Der Antrag der Kommission wurde "" 5enen 0trh,,rtI,4te-1 kftAAMÄ »ersteuliche Moment bei unseren bettübenden Vor- I FvWvVVr inam dein zuschauenden Ausland gegenüber ist ja gerade I . . der l'Astamd, daß niemand den Weg zur Wahrheit sperrt, Anzeige. ondck.n duß jeder diesen Weg sucht. Kein Vorwurf trifft roden Knob» bie tci' die Konfession, denen die Schuldigen munden Knabeo fein Vorwurf trifft aber auch die Gegenseite m -er .-Machen Verfolgung des allen gemeinsamen Zieles. §Sn6en Ml!s'Oief'j!j Zi!Ü ist „volle Klarheit, ungeschminkte Wahrheit und 2a Kfall^Dettweiler hat schon ein Opfer gefordert, jett- Mriisterialrat Soldan hat die Bürde des Amtes meder- . Aeccll Mr Eingeweihte war dies keme ^eberraschung, ♦MSWjchoinbti 'feiner Ernennung fürchteten viele die Möglichkeit 'ineii fcM und vielleicht wären über kurz oder lang von tNdedvk Seite Klagen laut geworden, die Lehrerkrelsen chvimlaWe nicht verstummen wollten und schon vor der Er- uuniuu uenrnmg ^um Ministerialrat oft geäußert wurden. Der chrenchst! Charakter des Herrn Soldan ist damit ni^tim MtlgM angetastet, die Gründe sind wo anders zu suchen. Die; Seichtigkeit verlangt allerdings heute schon den Hm- weis^düfi die seitherigen Kräfte, die der Schulabteilung zur Ver'chWNtg standen, nicht genügen, um die gegen früher gewallt mgewachsene Geschäftslast zu bewältigen. Angeblich besttllä die Absicht, mit dem neuen Budget eme weitere Ratt Mü:fic die Schulabteüung zu verlangen, es durfte sich bei tei r otroenbig werdenden Erneuerung dieser Behörde chreilivln biie „Neuen Hess. Volksblätter": Nei d-n betrübenden Vorgängen, die in j —■—un^er : es Vaterland zum Bedauern aller Wohlmeinenden Ha nu' iMchr zum Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit Mö» nemaä! hckben, sind alle Versuche mit Entschiedenhett zurück- nWer Mink zuweichm, welche sich bemühen, persönliche, politische, on- Uchm 2 s '^mük Momente zur Erklärung der tiefgehenden Be- * "^ffi^ÄtberUnterfieaungunlautererimotibe, 2OTT n di :-Sirtügung begreiflich erscheinen zu lassen, die sich aller be- n ichW ha«. Richt nach dem Beruf, nicht nach der Partei, nicht ich t»mSonfession sind die geschieden, die eintreten ^Wahrheit Keruben fnnw nd Nch, nicht verantwortlich ist bas Ganze für bas Ver- rx.. cherai dkS 'Einzelnen, verantwortlich erst wirb bas GanzLi cnrüJibaS Vergehen bes Einzelnen zu i a cui nur unter ber falschen Annahme, baburch ben Stand —? gjattei. bie Konsession, bas Vaterland vor B'"-»-""-'- ber Pirouetten, f. i ^43 __ — Errichtung des Leipziger Konservatoriums. 17. 3. Karl Seydelmann, berühmter Schau- 19. 22. 1844 24. 27. 1845 16. komponist, *. . . 10. 11. Gründung des Künstlervereins zu Leipzig. — — Gründung der Kunstakademie zu Weimar. Ludwig Spohr, Komponist, -j-. Gründung des Allgemeinen deutschen Musik- schulden zu tilgen und die Gehalts- und Pensionsverhältnisse der Staatsbeamten zu verbessern. Paris, 10. Juni. Sehr umfassende militärische und I polizeiliche Maßnahmen werden für das Rennen in I Longchamps zum Sonntag getroffen. Auf dem ganzen Wege I vom Elysee bis Longchamps werden Truppen Kette bilden. I Außer der Polizei und der republikanischen Garde werden I auch Kavallerietruppen der Pariser Garnison aufgeboten werden. Der Ministerpräsident und der Polizeipräfekt legten im Wagen den Weg zurück, den Loubet am Sonntag nehmen wird und bestimmten die Plätze, wo besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen werden müssen. Auf dem Rennplätze werden m einem besonderen Zelte drei Untersuchungsrichter und I ebenso viele Staatsanwälte mit einem entsprechenden Schreiber- I stabe anwesend sein, um etwaige Verhaftete sofort zu ver- I hören. Der „Figaro" glaubt, daß infolge der getroffenen I Maßnahmen der Sonntag ruhig verlaufen werde. Andere I Blätter sehen lärmende Kundgebungen voraus. Im Quartier I ^atin machte sich am Freitag eine gewisse Erregung bemerk- I var. Gruppen von Studenten durchzogen die Straßen unter den Rufen: „Es lebe das Heer!" „Es lebe Loubet!" Uebrigens ist der Herzog von Orleans, von dem verlautete, baß er sich heimlich in Frankreich aufhalte, auf seinen I sizilianischen Besitzungen eingetroffen. Paris, 9. Juni. Die royalistischen Stutzer, die mit dem Monokle im Auge und dem Krimstecher am I Lederriemen am vorigen Sonntag den Präsidenten miß- handelten und verlästerten, finden auch in der ausländischen I Presse ausnahmslos die gebührende Verurteilung ihres I albernen Geniestreichs. Die Dummheit der Royalisten, schreibt man heute der „Kölnischen Zeitung" aus Paris, I ist, besonders unter dem jetzigen Prätendenten, sprichwörtlich geworden. Wenn ihnen aber noch ein Funke von Verstand geblieben, so werden sie einsehen müssen, daß sie des bösen Geistes Werk gethan haben, der stets das Schlechte will und stets das Gute schafft; sie haben der Beliebtheit Loubets Vorschub geleistet und ihm für seinen Besuch in Longchamps am nächsten Sonntag eine unausbleibliche I Huldigung gesichert. Ein Stockschlag unter den obwaltenden I Umständen ist ebenso wenig entehrend wie der Biß eines tollen Hundes; niemand kann sich dagegen schützen, auch I em Präsident der Republik nicht, selbst wenn er im Kreise I von Damen sitzt, deren hoher gesellschaftlicher Rang — eine Botschafterin, die Gräfin Tornielli, befand sich darunter — ihn in den Augen der Ritter von der weißen I Nelke tote eine Freistätte hätte schirmen sollen. Wahr- I schemlich wird den Herren jetzt das Gefühl ihrer Einfältig- I kett zum Bewußtsein gekommen sein, denn wenn auch die I französische Verfassung von 1875 die körperliche Antastung des Präsidenten nicht vorgesehen, so fehlt es doch im gewöhnlichen Strafrecht nicht an Paragraphen, die dem Knüttelführer Baron Christiani eine Kerkerbuße von zwei I bls fünf Jahren einbringen können. Falls also Loubet I nidjt von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch macht, wird I Baron Christiani reichliche Muße haben, an das Hürden- I rennen von Auteuil zu denken. Zum Märtyrer zu werden I unb Gefängniskost zu essen, wenn man einen Palast be- I wohnt und bei Durand und Paillard speist, dazu fehlt I bcr royalistischen Jugend die Lust. Einen Vor- I geschmack davon haben die jungen Herren schon in den I verwichenen 24 Stunden auf der Polizeipräfektur erhalten. Dort fanden sich gestern morgen bereits ihre Verwandten I beiderlei Geschlechts ein, um sie zu trösten und mit leckerm 1 Mundvorrat und mit Toilettgegenständen zu versorgen. I ®anje Ballen mit feiner Wäsche — der französische Stutzer I . hn de 8iecIe läßt bekanntlich in England waschen —, mit | Aus dem Jahresbericht des Großh. Hessische» Gewerbe-Jaspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen für 189# (die Provinz Oberheffen umfassend) (Fortsetzung). Allgemeine Beobachtungen. Während, wie bereits mitgeteilt, im ganzen auf 1004 Arbeiter 19 Unfälle zu verzeichnen sind, kommen in be Brauereien auf dieselbe Anzahl Personen 132 Unfälle. $ der Hauptsache sind es hier Unfälle, welche sich ereignete beim Transport und Verladen von Gegenständen, sow i ' durch Sturz von Personen. Es wird hier der in be Brauereien übliche, durch Gratisabgabe von Bier begünstig- Biergenuß zum großen Teile schuld sein, daß die Arbeit« weniger vorsichtig sind. In den Holzschneidereien sind in der Regel die Kreis und Bandsägen nicht vorschriftsmäßig geschützt. Besonder, Augenmerk wird darauf gerichtet, daß die Sägeblätter au - von unten eingefriedigt werden. Der Schutz der Trans missionsanlagen in Holzschneidereien, namentlich der ent« dem Schneideraum liegenden, läßt oft viel zu wünsche übrig. Die Schutzvorrichtungen sind zum großen Teil vo i Händen gewesen, später aber beim Nachsehen der Tran i Mission, Reinigen des Raumes, Herausnehmen des Säg.' mehles und Schmieren der Lager entfernt und unachtsame! weise bei Seite geworfen worden. Ebenso sind aus bei Fußboden heraustretende Riemen in Holzschneidereien urt Mühlen häufig nicht umwehrt, was durch einen Holzkaste: so einfach, billig und dauerhaft bewirkt werden kann. In den Webereien des Bezirkes stehen die Web stühle zum Teil so dicht nebeneinander, daß ein Hindurch gehen zwischen den Stühlen kaum möglich ist. Es ist $• verwundern, daß nicht mehr Unfälle in diesen Betrieben voi kommen. An Hebezeugen sind im Berichtsjahre 5 ünfäD vorgekommen, welche allerdings nicht erheblich waren. 3 einem Falle war der Gurt eines Aufzugs gerissen, währerv sich ein Arbeiter auf der Fahrbühne befand. Die Fan« Ausland. I Wien, 10. Juni. Die Ernennung des Prinzen I Hohenlohe zum Statthalter von Nieder-Oesterreich steht I bevor. I Wien, 10. Juni, lieber die Einzelheiten zu dem ab- I geschlossenen Kompromiß verlautet, die Zollgemeinschaft I und das Bank-Provisorium dauerten bis Ende 1907. Neue Handelsverträge dürften ebenfalls nur bis zu diesem Zeitpunkte abgeschlossen werden. Die neue Bank-Organisation I soll sofort in Kraft treten. I — In militärischen Kreisen Oesterreichs beschäftigt man I sich neuerdings ernstlich mit der Frage der Einführung I der Lanze als Kavalleriebewaffnung. Die öster- I reichisch-ungarische Kavallerie ist gegenwärtig fast die einzige, I welche durchwegs nur mit Feuergewehr und Säbel ausge- I rüstet ist, seit man auch dem Ulanen, den bevorzugten Lanzen- I reitern, zuerst teilweise, dann ganz die Lanze genommen hat. Dies geschah, als die russische Linienreiterei einheitlich als Dragonerwaffe organisiert und die Pike nur der Gardereiterei und den Kosaken gelassen wurde. Seither haben aber fast alle europäischen Armeen die in ihrem Gewichte | erleichterte Pike als Bewaffnung nicht nur für Ulanen, sondern für die gesamte Reiterei eingeführt, und insbesondere in Deutschland sind auch Kürassire, Dragoner, Husaren und I Chevauxlegers mit der Lanze bewaffnet worden, welche 1870 bis 1871 den „Ulanen" zu der gefürchtetsten Reiterart ge- I macht hatte. Angesichts des Umstandes, daß die Lanze I anderswo sogar schon zur Einheitswaffe der Reiterei geworden ist, soll man nun auch im österreichischen Heere die I Notwendigkeit erkannt haben, diesen Gegenstand wieder auf- I zunehmen. Es würde sich darum handeln, entweder vorläufig I nur die Ulanen, deren kennzeichnende und geschichtliche Waffe ja doch die Lanze ist, oder die gesamte Kavallerie, also auch Dragoner und Husaren, damit auszurüsten. Brüssel, 10. Juni. Perreux, der mit Zola zugleich I verurteilte und gleich ihm geflüchtete verantwortliche Redakteur I der „Aurore" hat sich nach elfmonatlichem heimlichen I Aufenthalt in Brüssel, Moulins, Lüttich und anderen Orten nunmehr ebenfalls nach Paris zurückbegeben, um sich der Behörde zu stellen. Berlin, 10. Juni. Der deutsche Botschafter in Petersburg, Fürst Radolin, der von seinem Leiden vollständig wiederhergestellt ist, sollte im Laufe des heutigen Nachmittags vom Kaiser im hiesigen Schlosse empfangen werden. Der Botschafter gedenkt bereits übermorgen auf feinen Posten zurückzukehren. Berlin, 10. Juni. Die Steinsetzer-Innung hat heute mittag dem Gewerbegericht ein Schreiben zugehen lassen, in welchem sie den vom Einigungsamt des Gewerbegerichts vorgeschlagenen Vergleich ablehnt. Die Innung erklärte, daß sie in dem Vergleich nur eine Bewilligung der Forderungen der Gesellen erkenne. Demzufolge haben die Steinsetzer heute den Strike fortgesetzt und es befanden lich Wittags nach Schätzung der Lohn-Kommission etwa 400 Mann im Ausstande. — Das Gewerbegericht wird am Mittwoch zusammentreten, um in dieser Angelegenheit einen । Schiedsspruch zu fällen. Berlin, 10. Juni. Dem „Lokal-Anzeiger" wird aus Kairo mitgeteilt, es sei unwahr, daß der Zigeuner-Primas Rigo in Aegypten an der Pest gestorben sei. Berlin, 9. Juni. Anläßlich der Erwerbung der I Karolinen-^ Palao- und der Marianen-Jnseln I dürfte es angebracht sein, an die Vorgeschichte dieser Er- I Weiterung unseres Kolonialbesitzes zu erinnern. Während I der im vergangenen Jahre stattgehabten Wirren auf den I Philippinen unternahm, so berichtet ein Korrespondent dem I "B- T.", der inzwischen heimgekehrte Kreuzer „Arcona" I eine mehrmonatige Expedition nach dem ausgedehnten I Archipel, um die Verhältnisse kennen zu lernen. Am I 18. Juli 1898 verließ das Schiff unter dem Kommando I des Fregattenkapitäns Reincke Kiautschou, besuchte zunächst I Nagasaki und dampfte am 26. Juli nach den Marianen. I Der Kreuzer lief die wichtigsten Häfen an und ging dann I nach den Karolinen, wo die Kreuzfahrt mehrere Wochen I dauerte und die deutsche Flagge auf allen größeren Inseln I gezeigt wurde. Zuletzt besuchte die „Arcona" die Palao- I Inseln, und erst am 16. Oktober erreichte das Schiff, I nachdem es fast volle drei Monate in den Gewässern des I neuen deutschen Kolonialgebietes gekreuzt hatte, die Haupt- I stadt der Philippinen. Nach dieser eingehenden Besichtigung I trat der Kreuzer über Kiautschou die Heimreise an. I M.P.C. Die en bloo Annahme des Hypothekenbankengesetzentwurfs im Reichstage scheint jetzt gesichert zu fein. Das würde bedeuten, daß die Arbeiten im Zuge der einheitlichen Gestaltung unseres bürgerlichen Rechtes ihrem Abschlüsse nahen. Es bleiben jetzt nur noch die Revisionen des Urheberrechts und des Versicherungsrechts übrig, um die bereits in der ersten Hälfte der siebziger Jahre inaugurierte Vereinheitlichung des bürgerlichen Rechts herbeizuführen. — Um die Landflucht der Arbeiter und ihr unnötiges und zielloses Arbeitsuchen im Umherwandern einzudämmen, hat der Vorsitzende des Ausschusses des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise, Br. Freund in Berlin, an den Staatssekretär des Reichspostamtes, v. Podbielski, das Gesuch gerichtet, den Arbeitsuchenden und Arbeitgebern in kleinen Städten und auf dem flachen Lande die Benützung des Fernsprechnetzes im Verkehr mit Centralarbeitsnachweisen unentgeltlich zu gestatten, insoweit dieser Verkehr zur Nachweisung von Arbeit erforderlich ist. Es kommen nämlich immer noch viele beschäftigungslose Leute vom Lande nach der Stadt, besonders nach den großen Städten, in der unbestimmten Hoffnung, hier Arbeit zu finden. Diese Hoffnung ist oft trügerisch, während der Centralarbeitsnachweis j den Leuten in ihrem Heimatsort selbst, oder in dessen unmittelbarer Nähe Arbeit hätte nachweisen können, wenn er telephonisch angefragt worden wäre. Diese Anfrage kann aber von mittellosen oder ganz armen Arbeitsuchenden nur kostenlos geschehen. Zur Verhütung des Mißbrauchs könnten vielleicht die Bürgermeister, Landräte oder Postämter ermächtigt werden, den Arbeitslosen die Benutzung ihres Fern- I sprechers unentgeltlich zu gestatten. Der Antrag verfolgt, wie Dr. Freund bemerkt, nicht geschäftliche Ziele, sondern will staatliche volkswirtschaftliche Zwecke fördern. — Auch I der deutsche Herbergsverein und der Gesamtvorstand der Verpflegungsstationen sind in derselben Richtung bei dem Staatssekretär vorstellig geworden, nachdem ihr Gesuch auf eine Gebührenermäßigung von 25 v. H. mit Hinweis auf die entgegenstehenden Bestimmungen des Gesetzes vom 6. April I 1892 abgelehnt worden ist. — Eine Kundgebung des Prinzen Ludwig von Bayern. Bei einem Festmahl am Donnerstag in I Kronach erwiderte Prinz Ludwig von Bayern auf eine I Rede des Reichsrats Frhrn. v. Würtzburg, welcher der deut- I f^en Gesinnung des Prinzen gedacht hatte, den „Münch. I Neuesten Nachr." zufolge etwa Folgendes: Die Hauptsache tft letzt, die verschiedenen Staaten in Einklang zu bringen; bann kann die Zufriedenheit mit dem Bestehen des Deut- I 'chen Reiches fortdauern. Ich weiß nicht, ob viele von I ^nen in der Befreiungshalle waren. Dort hat einer der I deutschsten aller deutschen Fürsten und ein hochsinniger Herr, mein Großvater, die Worte eingeschrieben: „Mögen die I Deutschen nie vergessen, was die Befreiungskämpfe not- I wendig machte, und wodurch sie gesiegt haben." Notwendig I gemacht hat sie die deutsche Uneinigkeit, daß die deutschen I ©taaten statt mit einander, gegen einander gearbeitet haben. I «Ifo ift es die Aufgabe der deutschen Staaten, von den I dürften angefangen, mit einander und nicht gegen einander treu unb fest e,nanbel si° zusammenstehen - Der feierliche Schluß des bayerischen Landtags wurde heute persönlich durch den Prinzreqentcn vorgenommen. In dem Landtagsabschied wird ausdrücklich aus die günstige Finanzlage des Landes hingewiesen, die es et- I moglichte, außer den ordentlichen Staatsbedürsnissen auck> noch eine Reche außerordentlich wichtiger Staatsausgaben sür Kunst, Industrie und Landwirtschaft zu bestreiten, StaatS- Pasteten und Champagner langten bnrt „ wurden Mutter und Schwiegermutte? a6cr '« | zugelassen, noch passierten die Körbe und 5'"' thüre; die hochadeligen Sproßlchge mußttn L dem gemeinen Küchenzettel begnügen onk s $ batf ■ Men und geröstetes Rindfleisch ^stehen pathiekundgebungen für Soubei halten LLm, Elysäe treffen ununterbrochen Telegramm. $'!! al aus allen Teilen Frankreichs und aus d"m Ausl \ba|' welchen Loubet der Ehrerbietung und versichert wird. Loubet empfing gestern eine Komgin von England. Seine Gemahlin, die Äf4~' tag den Austritten m Auteuil beiwohnen muß. S“ I gestern nachmittag eine glänzende Genuatbm.^ reit Arbeiterbevölkerung der Vorstadt La Billette di? den Rationalisten und Royalisten besonders' starkÄ^' worden war. Frau Loubet nahm die Einweil,,.« neuen Kinderkrippe vor und hatte zu dies/? Söhnchen mitgenommen. Die Ovationen, die der Ke? ' des Präsidenten bereitet wurden, waren überanFh und entschädigten diese reichlich für die Rohheit der ! Jugend, deren Zeuge sie am Sonntag in Auteuü ge!r? London, 11. Juni. An „großen Ta'a^n-^1 englische Oberhaus zum malerischsten Bilde Ä rljyCn, günstigsten Bedingungen vorhanden, um zwischen der ameri konischen und der Marine des deutschen Kaisers ein fram», Uches Verhältnis herbeizuführen, wenn wir daran erinnert daß die deutsche Marine eine Art Pflegekind der unimn tft. Durch e„,en alten Marineoffizier erfahren wir näM daß Foxhall Parker der erste Flaggoffizier der deutfchei Manne war. Parker war Kapitän in der amerikanischen JJlarine und erhielt einen längeren Urlaub, um die beutid: ! Marine zu reorganisieren. Dies war im Jahre 1848/43 I als man sich zum Ankauf einiger Kriegsschiffe entschloss । batte, die aber später wieder verkauft wurden, ba die tö fupten des Bundestages sich anderen Richtungen zuwandlci Parker nahm damals noch verschiedene amerikanische Mc nneoffiziere mit nach Deutschland, die teils wegen DueÜi teils wegen anderer Vergehen ihren Abschied bekomm! hatten, die ihre militärische Ehre jedoch nicht berührtem. Umgekehrt nahmen verschiedene junge deutsche Offizier- Dienst auf dem amerikanischen Kriegsschiff St. Mrencr wo der Kommandant Kapitän Hiran Paulding ihre M oilbung übernahm. Von diesen ertrank einer, toä^renb bie drei anderen später Admiral wurden, nämlich Hoffmann, Berger und Bartsch, welch letzterer jetzt in Weimar lebt. wyi» ”rUL 5 ’0?‘l < ’ht dieser wbt*$uraeer rp'lltb lj ? s* ; zurerlö^ vin «rt. zelzeltend. ß «11 Der § $ ,»or: .3**’ Sujuftraum uno Entstehenden Wase, someder -ttn Absatz 1 d- « s bie Natur d Rz.eziehen sich 1,1 Mverbebetriebe. An die B fzesährliche Ber rmiissen, haben kommen diesbez libald nach. A * sich viele - tnoäxnien. Di< I W nichts eil 1 krch Wt ! Staub ist nicht ! Staub ist nich 10 Jahre be - in btn Arbeit i hier verschied i werbeunterneh j Hauptgewicht i stände, sondei i Betriebes gest i daher angeblid tyiSumi c daß keine Setri ifame ßntftiiubui ttorrden aus Tisl i pifivrintr M . lichni StaMs i sich auch M . Luft unb kam * Wulf i Bau des H 1 findet sich a und Fahr Reiterfest vo und schon w Hippodroms die Uniform Rock und dc die ftronprin unb Schmest, Hessen, wäre Preisfahren, ficht auf bie Ze Ausstellu Ich'cken dieser reich nschj^e ^6^-- ober $ m m^te n Wn, bie in Hvhe bei Nr 55-35BI «H «toü (ei bi ^Mehinen *a Porteur Eewber l gegei bei Alters in U bi« bis M teer», ^°»«eu R0i'hi 3818 D R.-P. je, und dir l M Sirdars K in dir Borgäng> Staaten. ) heinenden Aw« enthalten: ch luden, um zwG 8 deutschen Kch en, wenn mir k: e Art PflegM leoffizier echhmi tt Flaggoffizier k tapitän in dnm igeren Urlaub, im: )icS war im Ich ligtr Ar/egS/chifit - verkauft routbro, abtTtn Richtung!-! nichirbene amt land, die teils ux tti ihren 8bjtv' Ehre jedoch r. ene junge btnb! len Sriegsschifi - i Hiran Packir en ertrant eine wurden, näBL tzterer jetzt in? 4259] Die Wohnung des Herrn General von Madai ist sofort, mit oder ohne Stak, anderweit zu vermieten. Näheres Sü-a«la-e IS, IL Bekanntmachung. Nachdem wir beschloff-n haben, di- für unsere Zwecke erforderlichen SM bet bei JnoalidULt«. und Alieroverstcherungianstalt in ®annflabt ««tmchm-n, kündigen wir hierdurch die von uni au-gegebenen 3-/, °/sigen «■Porteur Obligationen zur Rückzahlung -mf de» »«. G-P- t mdur 1. I. und fordern die Inhaber dieser Papier- aus, die K(q>ttal. b «i,,> gegen Rückgabe der Stücke nebst nicht verfallenen Coupons und bei unserer Kaffe - Gartenstraße 11 — oder den hiesigen Stetes in Empfang zu nehmen, wobei zugleich bi- Stückzin en vom Wli bis Ende September l. I. vergütet werden. Kapitalien, «»lÄe bis z« dem geuauuteu Termin nicht erhoben worden s tch werden in der seitherigen Weise weiter verzinst, und k Allllseu alsdann jederzeit bei unserer Kaffe in Empfang r,Mmmen werde«. > Gieß en, am 8. Juni 1899. «amaenoffeuschaft des evangelischen Arbeitervereins zu Gießen Slngett. Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Doering. Haas. L" rbet Heu bie i t*,unbfll|^ Toiletten dazu während über fy in den Stigttn wgolbete ®onnet§to: '8 im Sudan Aachener Badeofen D. R.-P. Ueber 50 OOO Oefen im Gebrauch. In 5 Minuten ein wanne** Bad! py Original **^3 4604] FamilienlogiS zu vermieten. Liviffenbergerwes 56. 3701] Kleine Wohnung zu vermieten, »ahnhofstratze 32. - nut ed)t, wenn bittet Ob meinen Fabriken bt,°g-n - schwm». roeib und farbig, von 75 Pfg. MS Mk. 18,65 per Meter in den modernften Geweben, Farben nnb D-lstns. An Jedermann franco und verzollt ins Haus. Muster umgehend. G. Henneberg’s Seiden-Fabnken (k. u. k. ho«.), Zürich. . iftanlfatt a. M., 10. Juni. Seibern wir den stattlichen ] sg,;m bes Hippodroms an der Wtlhelmsbrucke haben, rnh"‘i ssich auch Gelegenheit zu allerlei öffentlichen Reit- u«! Uahrvorsührungen. Noch steht das glanzende RL-tascst vom Marz dieses Jahres IN frischer Erinnerung, „Mit schon wieder füllten sich gestern dl- weiten Raume des H MdiromS mit einer auserlesenen Gesellschaft, in welcher biitr Uniform ebenso stark vertreten war wie der bürgerliche »b! u nd das geschmackvolle, vornehme Damenkleid. Auch di «Kronprinzessin von Griechenland und deren Schwager Ui ic Schwester, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hich«, waren anweseud. Es galt em Preisreiten und Ptes-rhren, und der Zeitpunkt dafür war wohl mit Ruck- siiH aus bie gegenwärtig hier stattsinbenbe landnnrtschast- liiik-klusstellung gewählt worden. Die Be,ucher und Be- sckfi,!m dieser Ausstellung waren denn auch ebenfalls zahl- reri! erschienen, trotz der ziemlich teuren Platze. Em S-W- oder Parkettplatz kostete 8 Mk., und für einen Steh- pl bc mußte man noch 2 Mk. bezahlen, aber nur die Gluck- li ifc, die in der vordersten Reihe standen, konnten bei der HMe Cb er Brüstung von den Vorgängen in der Bahn etwas ruher Berichterstatterber „Strßb Poft." macht Bemerkungen dazu, deren Berechttgung niemand verkennen wird: „Man weiß ja und erkennt auch an, daß in mihtanfdjcn Dingen ein gewisser eiserner Disziplinarzwang herrschen^mutz, dieser nimmt aber gelegentlich ein gar seltsames Gesich , wenn er in das Zivilverhältnis überspielt. Der Bezirks« arzt, der, zu einem Schwerkranken gerufen, nicht erschein, setzt sich schwerer Ahndung aus; man kann ihn nicht em- sperren, weder bürgerlich noch militärisch, wenn er einer , Berufspflicht folgt. Nun wird weiter gemeldet, daß wahrens des Stubenarrestes in Triberg ein Selbstmörder nur gerettet werden konnte dadurch, daß der Bürgermeister von Triberg, ein pensionierter Offtzier, den Bezirksarzt unter Uebernahme der Verantwortung veranlaßte, den auferlegten Arrest zu I brechen Die Logik der militärischen Disziplin wurde ver« langen, daß jetzt sowohl der Bezirksarzt wie auch der Oberstleutnant-Bürgermeister m wettere militärische Strafen I genommen werden. Man könnte geneigt fein, aus der Sache I kleines Lustspiel zu machen: „Der Bezirksarzt als 1 Reserveoffizier". Sie hat aber doch auch ihre ernste Sette, I indem sie ein Schablonentum enthüllt, das nicht so glattweg die Kritik des gesunden Menschenverstandes bestehen kann. I Das ist vom Nebel namentlich bei militärischen Dingen, I nicht ernst genug genommen werden können, und daher auch bsi Sa^e nicht h-rausforb-rn hülfen. Man kann . kleinen militärifchen Ahnbungen nicht em,ach ben bürger- licken Beruf außer Acht kaffen, wenn man auch sonst zu geben mag, baß her Arzt grunbsätzkich kein ""beres Recht beanspruchen kann, als ein anberer bürgerlicher Mensch. Est modus in rebns; jebes Ding will eben -'N- Art haben * Die «ruhte Hitze seit Menschengebeuken I ben letzten Tagen in New-York. Sehr viele Hitzschlage I sinb vorgekommen, von benen mehrer- tätlich verliefen. Dl- Erbe verborrt, bie Preise ,teigen. seherait * Qtoei Pestfälle sind, wie der „Times aus ^eyeran vom Mittwoch gemeldet wird, in Buschir vorgekommen. Der Hafen ist amtlich für verseucht erklärt. Unioersitäts Nachrichten. -Bonn Nach dem Im Druck befindlichen »mM»m P--s°°^ WWZMWW a ÄÄÄJafc: sä äääSStBs« SWZSWW >LWZW« genau um dos Doppelte gW«««, ,üm SÄ SSSlÄ’ls.s I Leipzig jetzt in der Zahl der neu aufgenommenen Studierenden schon I Um °W°ien.^ Der außerordentliche . 'Proseffor I Dr Otto Friedmann wurde zum außerordentlichen Professor \ x Handels- und Wechselrecht, sowie für Eivtlprozeß an der Konsular- I 5Äföl)e^.1 gßiem^Der^Profeffor der allgemeinen und pharmaceuttschm des ersten chernlfchen UnlP-rsttStS-Laborawrstimr. I _ qArid). In der phllosophifchen Fanuiar oer I Hochschule habilitierte sich Dr. Johannes Häne für das Spezialfach der Kulturgeschichte ^tWtx, ein geborener Frankfurter, I wurde zum ordentlichen Profesior für klassische Philologie an der I hiesigen Hochschule ernannt.______ ahresberit i Gewerbe ) lspektioa M 1898 rhefien umfflp Itzling), toba^tungii i^nen sind, l Personen >en °°»^, . 66 «md K* Warfst schuld kn fi«d i« W »p "iLi. Hi®»»* >, itt enlsel» . . r W». L-iF w 1 „neu. Ein Wettbewerb im Fahren eröffnete den Retgen i einspännig, zweispännig und vrerspannig zagten die Herr I von Frankfurt und Umgegend, welch' edle Gespanne und Wagen sie besitzen und wie sie zu fahren I 9 die Zweispänner wurden von Kutschern gelenkt. I Ron Biererzüqen, an denen es in Frankfurt nicht I mangelt war nur derjenige des Rittmeisters Kramer I (24. Drag.Megt.) aus Darmstabt zur Stelle. Daun konnten bie Pserbehänbler zeigen, was sie an Gespannen nnb Re vserden zu leisten vermögen, und der Rest der fast vier 1 stündigen Vorführung gehörte den Herrenreitern. In fu f I Abteilungen, wovon drei ausschließlich für Offiziere • I stimmt waren, wurden die drei Gangarten geritten. er Mauer, Hürde und Koppelrick gesprungen. .Pofend standen die Preisrichter inmitten der Bahn, verzeichneten das „ I I Wem " h- Sattel- und Zaumzeug, Stand, Gangarten | Settenqänge, Springen, Sitz und Erwirkung, und überreichten den Siegern eine rote, blaue ober gelbe Rosette der später ein Ehrenpreis folgte. Diese Prüfung dauert naturgemäß ziemliche Zeit, und da nur fünf Retter zugleich sich den Richtern stellten, so zog sich die Sache sehr m.bi Länge und wirkte auf den unbeteiligten Zuschauer schlteßlich ermüdend. Aber es müssen eben bei all solchen Deranstal- I tunqen erst Erfahrungen gesammelt werden. • Frankfurt, 10. Juni. Eine überaus zweckmäßige I Verkehrs-Einrichtung ist im @11^611 be9Tl^- I Zwischen dem Elektrizitäts- und Bahn-Amt und der Reichspost-Verwaltung ist ein Vertrag über die Einführung I elektrischer Postwagen auf der städtischen Straßenbahn ver- I einbart worden, welcher den oberen Mdtischen Behor^ zur Genehmigung vorliegt. D,e Stadt hat nach Inh des Vertrags sämtliche Geleiseanlagen einschließlich der Oberleituna und der Postwagen zu beschaffen und wird durch eine für den einzelnen Wagen zu letfbmbe ^gabe seit^s ber Reichspostverwaltung entschädigt. Die durch1 1 f neue Einrichtung ^erbcifle^ü^rte' Qah[ von Postfuhrwerken mit jährlich etwa 50,000 Fahrten l aus b-n v-rk hrsr-ichsten Straßen ber Stabt ist »°« wesent- Nchem ällgemteem, Interesse uub ist schon ausbt-sem Grunbe bie geplant- Einrichtung - bi- erste derartige in Deutsch, lanb — freudig zu begrüßen. o . „ I * Der Arzt im Stubenarrest. Dl- „Badische Lanbesztg. I sckreibt. „Der Bezirksarzt von Triberg wurde kurz. I liä) in seiner Eigenschaft als Reserv-osfizier von dem Mafor bes M-kbeamts Triberg eines Abenbs dienstlich auss Me d I amt gerufen. Der Bezirksarzt erschien nicht, „°n chukdigte sich jeboch am anbeten Morgen, daß ihn s"N ärztlicher Be. I ruf zu einer Wöchnerin gerufen habe, so daß -hm uw möalick aewesen sei, zu erscheinen. Schon aber war vom I Meldeamt die Meldung des Dienstvergehens ans Bezirks- I Lman7o nach Donaueschingen abgegan^ Bezirksarzt dann ein zweitägiger Stubenarrest auserlegi 1 wurde. Wir haben vor unserer militärischen Organisation I die aufrichtigste Hochachtung, allein Arzt und Swbmarrest man braucht diese beiden Worte nur nebeneinander zu stellen, I um sofort den unversöhnlichen Widerspruch zu suhlen. G - I wiß hätten die bestehenden Vorschn ten auch eme andere I Regelung der Angelegenheit ermöglicht, und die Der- I I antwortung für die naturwidrige Maßregel, durch die den Kranken der Arzt auf zwei Tage entzogen wird, trifft m I erster Linie die Personen, die es nicht verstanden haben, die ! Forderungen des militärischen Dienstes Anklang zu bringen mit der Rücksicht auf bte ^1^19^ ^eru des Arztes, der zu jeder Stunde des Tages und der Nacht bereit sein muß, ans Krankenlager zu eilen. Aber auch iw System muß eine Lücke vorhanden ftttt, wenn es du-Möglichkeit einer derartigen unglückseligen Maßregel offen laßt. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß der Fall den Anlaß zu Bestimmungen geben wird, die eme Wiederholung eines solchen, die besten Volkskreise im Innersten aufregenden Vorkommnisses unmöglich machen. Wie um bie Absurdität des ärztlichen Stubenarrestes recht deutlich vor Augen zu führen, schoß sich ein Einwohner von Triberg dne Kugel in ben Kopf, währenb ber Bezirksarzt un Stubenarrest saß unb ein anbetet Atzt nicht °ufzutt-iben war- der Selbstmordversuch wäre wohl von Erfolg begleitet gewesen, wenn nicht der Bürgermeister von Triberg, der glücklicherweise pensionierter Offizier ist, ^zirksarzt unter Uebernahme der Verantwortung veranlaßt hatte, den Stubenarrest zu brechen und dem schwer Verletzten zu Hilfe zn kommen, der dann auch am Leben erhalten wurde. Der ganze Fall spricht in Anbetracht der besonderen Umstande, vorder Wöchnerin bis zum Sebstmordkandidaten, eine so beredte Sprache, daß wir weiteres nicht hmzuzusugen ! brauchen." Soweit die „Badische Landesztg.". Der Karls- ™t*“'%epimmungen, baß Schntzvottichtung-n g-g-n zcsi.Wich- B-tühtung-n von Maschinen -c. »vrhanben sei inü fltn aben sich die Unternehmer zumeist gewohnt und ! o'.L LLzü'gUch-n g--ign-.-n IVotschkäg-ii m °t^^R-g- bai 5 T* «bet für Ventilation unb Staubaussaugung In sch viele G-werbcunternehrner noch immer nicht rech «Lew Di- Einrichtung kostet G-lb, brmg. «. ber fite »Ws ein unb verbraucht einen Tnld-r Betriebs krafft. Meistens vernimmt man bie Entschuldigung. „Der Sti»d ist nicht schädlich, ber Staub ist bakt-tienfrei, ber I St«i W nicht ätzenb, bie unb bie Arbeiter sinb schon über IW Ja^re bei mir.“ Gerat,- bie Beschaffung gu er Lus in 1 In l'rbeitäräumen wirb sehr vernachlässigt imb^ß hiei-i-hschiebentlich noch viel g=t- Natur bes B-RiebSt gestattet.“ Sehr viele Gewerbebetriebe gestatten dal« angeblich überhaupt keine Staubabsaugung. -sn L u m p e n s 0 r. i e r - r e i e n herrscht ber Uebelstanb, ba'etoie Betriebskraft vorhanden ist, und somit eme wirk^ sarM El tstanbung nicht erzielt werden kann. Die Lumpen loccti« :nuf Tischen sortiert unb zerrupft, in *®?r pen silierte Bleche ober Drahtgeflechte mit darunter beflnb- Iidifirc Sttaubläften eingelassen sinb. 3" ben Saften ammelt fidi Ul* viel Schmutz, aber sehr viel Staub schwebt IN ber LuM urtd kommt in die Lungen der Arbeiter. (Fortsetzung folgt.) Mit neuem HOUfaßll’S 6S8Ä6l1 Muschelreflector. 1 Prospekte J G. Hoaben Sohn Carl Aachen. * yXrrXnn S i» . roinbetit sie Fangvorrichtungen bet Jof' ls nn9 ütii.Th l(! c? ühprFurrt dieser Schutz vorhanden ist, sind äutzerft mang i :ir ' ba;t 1 J unzuverlässig; die Umwandungen des Fahrschachtes I Ä K .»'i. i*.« ™ w- •Ä tT- ifakS k-vrA warum Hefe® nicht bnrch bi- meist billig°r-n. Nm iiiDeTTjiiriacrcn und besser kontrollierbaren Tiegelgußstahl- -d werden. Die Aufzüge in den Hotels sind s°nb«LrsMv°-Ichrist-n erlassen h°b-n, so machb sch doch! -kl Mangel weitgehender und spezieller^staatlicher Bo tl!ltt; ifwMenb Einrichtung unb Betrieb von Auszügen, "Ät'i«1 ' L L. G-sunbh-itsschäblich- Einflüsse. Wt Allgemein- Beobachtungen. Der § 120a bet Gewerbeorbnung schreibt IN Absatz 2 «9 unb bi(j7. ^näbelonbete ist (ür genügenbes Licht, ausrewhenben 1*^ Vniii'tiim unb Lustwechsel, Beseitigung bes bei bem Betriebe “ ®oHfai entSten ©taube«, ber babei entwickelten Dunste unb ' Ä i" bTr babei’entfteDenben Absälle ®»^,u «tagen.“ cn rSMai 1 desselben Paragraphen steht am Schluß. „ : V Stür be» Betriebes [eftaSet.“ Diese Bestimmungen b w* mch nicht nur auf Fabriken, sondern auf alle Ge 4295] Scbone Wohnung ömi zwei Zimmern, Küche und abgeschl. Korridor an ruhige Leute sofort zu vermieten. ttirchenplatz 10. 4316] Mansarde, 3 Zimmer, an ruhige Leute per sofott oder später zu vermieten. _______________Bahnhofftratze 41. 4506] Ein Familienlogis, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. September, evtl, per 1. Juli, zu vermieten. — Eine Mansardenwohnung, 4 Zimmer, per 1. Juli zu vermieten. Wlstrrweg o. 3996] Eine schöne 4-Zimmerwohnung, 1. Etage, mit Zub. ist per 1. August m vermieten. 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