1S99 Mittwoch den 14 Juni Zweites Blatt m 137 r Nnzeigen ,u der nachmittag- für bee Die Trausvaalsrage. lll. [155,65593. wnch sich kein ftemder Staat zu nb uns als aß 2. 5. 9. 28. 4. 4. 1884 3. 10. 8. 1873 26. 3. 4. 7. 1874 6. 3. 1875 1. 9. 1876 3. 21. ms 1878 23, 17. IM furt a. M. 1888 1889 1890 5. 5. 12. 12. 3. 5. 8. 8. 1891 1892 1893 1894 1895 1897 Hüt Anze'grn.Brrmtttlung-stellen be« In- und Au-lande- nkhmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger rntgege». 7. 2. 2. 11671, 13304,1« 12, 18063, 18Ä 24. 3. 7. 10. 10. 11. 2. 17. 17. 1. 6. 2. 11B HW UM 1II fci Ar^ugsprei» pierifiiäbrhrfi 2 Mark -X> l:* Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. IthMon, Expedition und Druckerei: Kch.kßr.ße Ar. 7. 1872 1. 22. :1;ÜO : usii 1879 15. 1880 5. 14. 1882 26. 1883 13. 18. 1885 21. 31. 18. 8. 1886 21. 31. BW «z, Klar Ratten ber Serien Xi 6 auf den i.(j Endigt worin also auf aUt 638, 2486, 2 6384, 6966, 7. 10907, 1116* 16402, 16622 20148, 20435 23916, 24350, 26450, 27241, 30190, 30803, 63761, 64978, 69884, 70841, i. 75791, 76242, ? 76 8 2 3, 76923,' 'ünch/ea PfanN wtlfy erst nach ki ■ die Zeit vom 1 lofaalN onMel sind noch M LIL Bogumil Dawison, bedeutender Schauspieler, f. , Grundsteinlegung zum Wagnertheater m Bayreuth. Schnorr von Carolsfeld, berühmter Maler, f. K. A. Devrient f. Emil Devrient f. Gründung der Großherzoglichcn Musikschule zu Weimar. Karl Wilhelm, Komponist der „Wacht am Rhein", f. , , T Wilhelm v. Kaulbach, berühmter Maler, t- Vollendung der Großen Oper in Parts. Erstes Gastspiel der Meininger am Friednch- Wilhelmstädtischen Theater in Berlin. Bizet, französischer Opernkomponrft, f- Errichtung des Kunstgewerbe-Museums in 1887 22. 27. 2. Adrkflr für Drpeschen: Anzeiger Hiete«. Fernsprecher Nr. 51. Kunst und Kunstgewerbe. (Schluß.) Meyerbeer t- , , Agnes Sorma, berühmte Schauspielerin, . Eröffnung des Rauch-Museums zu Berlin. Strauß, Komponist, f- , , t r, Peter v. Cornelius, der hochberühmte deutsche Meister, t- t . . 12. Grundsteinlegung zur Nalionalgallerie m Berlin. — Eröffnung des Kunstgewerbe-Museums m 12. 2. Hans v. Bülow f. 21. 5. Franz v. Suppö, Operettenkomponist, j. 3 8 Marie Seebach, bedeutende Schauspielerin, t- Friedrich Mitterwurzer, bedeutender Schauspieler. t- ®*bB-rliu 12. Juni. D-r Kolonialrat ist heute nach, mittag 1 Uhr unter dem Vorsitz des Direktors v. Buchka im Reichstagsgebäude zu einer neuen Sitzung zusammen- 3. 6. 10. 7. 7. Meßmer Anzeiger Aeneral-Mizeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis Gies;«« Femüevm. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder AuSzug verboten.) Chronologische Uebersicht V. Erste „Parsival"-Aufführung in Bayreuth. Richard Wagner f. . Begräbnis Richard Wagners im Garten seines Hauses zu Bayreuth. Einweihung des Siegesdenkmals aus dem Niederwald. r, _ o Stiftung des Verbandes deutscher Kunstgewerbevereine. Gustav Richter, Maler, t- Hans Markert j-. 200jährige Geburtstagsfeier Joh. Seb. Bachs. Franz Abt, bedeutender Komponist, f- W. v. Camphausen, Geschichtsmaler, t- Gründung des Liszt-Vereins zu Leipzig. Karl v. Piloty f. Franz Liszt |. . . Gründung des Liszt-Museums in Weimar. Gründung der Liszt-Stiftung in Weimar. Centennarfeier von Mozarts „Don Juan". Berlin, 12. Juni. Der Kaiser öon 9V» Uhr die Vorträge des Chefs des ^-Wil- Kabinetts v. L u k a n u s, des Staatssekretärs T i r p i tz und des Chess des Marine-Kabinetts, Freiherrn °. Senden- urt Q. M an r teilen, ivtWM für Wdel und. Heichelheim hwitz, Heidelberg der Umtausch de ese »um Tagetcr- unb ** :. - H*1; ■ b, wen«0' ! erden- ni 1899. , fW*t UeG4 eniit;lDfltnef|m< bei Igrntagl. t» Gießener A«p'M-r«ßt»t1er »ctxlfia b-m Anzeiger viermal Jenny Lind f. Eröffnung des Wiener Hofburgtheaters. — — Eröffnung des Volkstheaters zu Worms. 1. 7. Eröffnung der internationalen Kunst-Ausstellung in München. — — Die Meininger stellen ihre Kunstreisen em. 31. 1. Meissonier, franz. Maler, t- 24. 10. Robert Franz, Liederkomponist, f- 18. 10. Gounod, franz. Opernkomponist, f. theaterS. 8. Theodor Döring, berühmter Komiker und Charakterdarsteller, f. 5. Gottfried Semper f. r 6. Karl Fr. Lessing, bedeutender Maler, f. 8. Vollendung des Kölner Dombaues. 5. 10. Jacques Offenbach, Opernkompomst, f- 15. 10. Einweihung des Kölner Domes. _ — Eröffnung des Opernhauses zu Frank- jigs" DF ’m, sf ÜCIQb^Un^^ des hiesigen Rabbiner- Seminars, Dr. Hildesheimer ist geftoiben. 8CttCsneriin 12. Juni. Di- Minister und Staatssekretäre I waren gestern abend der Einladung des Reichskanzlers I dürften Hohenlohe zu einem Glase Bier gefolgt. ' 1 Berlik 12. Juni.^ Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Reichsgerichtsrats vr. Olshausen m l^Jun^ach' der im Reichs-Eisenbahnam. ausgestellten Nachweisung find aus den deutschen Eisenbahnen, ausschließlich Bayern, im Monat April d. I. 152 Be- triebs-Unsälle vorgekommen, bei denen 43 Personen aetötet und 89 verletzt wurden. 9 Berlin, 12. Juni. Der Bundesrat hieltheute nachmittag 2 Uhr eine besondere Sitzung ab, m welcher die Novelle zum Gesetz über die Rechtsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete nach dem Anträge des Ausschusses, dem sie überwiesen war, angenommen wurde. Die Vorlage geht unverweilt dem Reichstage zu, um noch vor dessen Vertagung Gesichts der im Haag tagenden Friedenskonfe^ö häÄ es «England für angezeigt, mächtig mit dem Sadel zu r-)1» Nicht etwa einer Großmacht, einem ebenbürtigen I Mw gilt der Zorn John Bulls, sondern der kleinen süwasrikunischen Republik, an deren Spitze Ohm Kruger stech, dar seit langen Jahren bemüht ist, seine Mitbürger ge.M we Uebergriffe der in der Kapkolome dominierenden eiT.iglini.er zu schützen. Daß er dabei auf die Hu- stt WWwi weiter Kreise im Auslande rechnen konnte, zeigte I u. . ü. des Telegramm, welches der deutsche Kaiser mtt Beginn de dB Jchres 1896 anläßlich der glücklich durchgeführten Al.bMhc des englischen Angriffs an den Präsidenten Kruger I sa-Me. Heute haben freilich die Anschauungen «ne Wandln na tri ahren. Cecil Rhodes, welcher als der intellektuelle Utibei jenes Raubzuges öffentlich gebrandmarkt worden w rar, isl vor einiger Zeit seitens der maßgebenden berliner StMi mit Auszeichnung empfangen worden, und Deutsch- Ict riit stdht im Begriff, diesem Mann für seine weitgehenden w iiMcistlichen Pläne wirksame Unterstützung zu leihen. N-"ch immer steht in England derselbe Mr. Chamberlain lli?al>tr Spitze der Kolonialgeschäfte, welcher sich als ein so ci fjrigcr Fürsprecher der Vergewaltigung Transvaals gezeigt bchit, urb deshalb thut man gut, die Absichten Englands in SWaiwka mit Bezug auf Transvaal mit mißtrauischen Augen n .iPschten. Freilich hat die Hauptforderung, welche Eng and arm bti Regierung der südafrikanischen Republik stellt, imiiBttbiin manche Berechtigung. Es handelt sich bekanntlich dcrm, die englischen Unterthanen Ohm Krugers, die sog. U ttüliixers, in Bezug auf die politischen Rechte den Buren üliaMteacn. Bisher waren diese Uitländer m Transvaal ziLlick rechtlos, aber die Regierung in Pretoria mag wohl ihm! Gründe haben, mit der Verleihung politischer Rechte v. »»Mg zu sein. Denn schon jetzt machen die Ausländer dU'n Transvaal-Regierung das Leben recht sauer durch Jw- tr-iimr aller Art, und die Schwierigkeiten wurden noch * sein, wenn die Rechte dieser Intriganten sich steigerten. SBMtnn deshalb Präsident Krüger bei seinenUnterhandlungen ntiü! beim Gouverneur der Kapkolonie, Sir Milner, in diesem P!m!le nicht nachgegeben hat, so ist das immerhin er ar, . Fiebertaae zeigt pcy oer ziu»ia,iug. -jvuu) o’ iotr oabet auf die Dauer den englischen Forderungen ^tt^n Fi vertage z g ZMäschen ausgebildet, womit w.itiisttthen können, ist immerhin fraglich. - England ist ^oen pno v g Varioloiden zer- g rnj, mnd Transvaal ist k ein. Das letztere beharrt auf das Frever fem ^noe^ in bem Grade wie bei d r8«i>,sicht, daß die Verleihung ^ohtt^cr^^ in den echten Pocken. Die Pusteln fließen viel seltener zu- i "ÄJ? 36Ä ÄS I 2....»!.«»d-... -- — Dresden. , m Reichsgesetz über das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste. Eröffnung der Nationalgallerie in Berlin. August. Erste Bühnenfestspiele in Bayreuth. — Vollendung des Johanneums m Dresden. 4. Friedrich Preller, berühmter Maler, t- — Eröffnung des neuen Dresdener Hof- Berlin. 25. 2. Sophie Schröder, berühmte Schauspielerin,-f 17* io' Fund römischer Silbergeräte bei Hildesheim. 13. 11. B. Genelli, Zeichner und Maler, f- 14. 11. Rossini f. . _ _ Vollendung des Museums m Weimar. 9. 3. Hektor Berlioz f. 22. 6. 50jährige Jubelfeier des Düsfeldorfer Künstlervereins. . 1. 10. Errichtung der Hochschule für Musik m Berlin. __ _ Vollendung des Hofopernhauses m Wien. 2. 6. F. W. Gubitz, berühmter Holzschneider, f. 8. 2. Moritz v. Schwind t- 13. 5. Auber, franz. Opernkomponist, t- Mich-n-r iMilÄm«, Der WN Dlätier für hessische Volkskunde. _____ meintlichen Rechte zu verhelfen. «adurnttaa hier einqetroffen und haben bis auf wnteres im Durch die Erfolglosigkeit der Verhandlungen Zwisch I ^-üdenrickloß Wohnung genommen. „D. T. Krüger und Milner, ha. sich die Lage st°r zu« und G W 4 . Die seit gestern eingetretene die Arbeit n.ch. leicht. Prinzessin Elisabeth bereits gestern mittag ----HU.ärAoc 5 Ubr 21 äRin ans Schottland wieder hier -mg-.rosien Deutsches HieM. . lllltl rourt,cn am Bahnhose von Ihren Großherzogltchen Darmstadt, 12. Juni. Die Annahme, daß Se. Komgl. betten Prinz Wilhelm und Prinz Heinrich, Sr. Hoheit der Grohherzog nur leicht an Masern erkrankt dem Prinzen und Ihrer Großherzoglichen Hoheit sei, hat sich leider nicht bestätigt. Die Symptome ließen ^^r Prinzessin Ludwig von Battenberg empsangen. bald eine ernstere Erkrankung annehmen. Der m Stell- ’ > desanden sich Schlüsseldame Frenn v. Grancy Vertretung des aus Urlaub befindlichenl L°.barz.°s Hi-rrn Oberho,meister Frhr. Ri-d-sel zu Eisenbach. Geheimerat vr. Eigenbrodt Se. Komgl. bA°«d°lnd- | Berlin. 12. Juni. Der Kaiser hörte heute morgen i Artt Med.-Rat Dr. Draudt veranlaßte die Rückkehr oes Herrn Dr. Eigenbrodt. Am Samstag wurde noch Herr Professor Dr. Riegel von Gießen berufen. Auf Wunsch Sr. Königl. Hoheit war die Veröffentlichung von Bulletins bis gestern unterblieben und wurde erst gestern nachmittag 4 Uhr das folgende Bulletin ausgegeben : Seine Königliche Hoheit der Großherzog sind an I Blattern (Varioloiden) erkrankt. Die Krankheit hat bis j-tzt einen normalen Verlaus genommen. Das Allgemein- befinden ist gegenwärtig besriedigend. ' Dr. Eigenbrodt. Dr Riegel. tVarioloiden sind eine mildere Form der echten Pocken, ionst aber mit diesen identisch. Durch Uebertragung der I Varioloiden auf einen Gesunden können schwere Pocken, I durch Ansteckung mit den echten Pocken nur Varioloiden entstehen. Letzteres findet vorzugsweise -N den seltenen I Fällen statt, in denen Geimpfte, bei denen der Impfschutz I kein ganz vollkommener war, angesteckt werden, woher es kommt, daß die Pocken nicht mehr so verheerend auftreten wie früher. Schon die dem Ausbruche des Pockenaus- I schlaqs vorausgehenden Erscheinungen sind bei den Varioloiden milder als bei den echten Pocken. Das Fieber ist geringer und von kürzerer Dauer; gewöhnlich schon am dritten Fiebertage zeigt sich der Ausschlag. Nach 24 bis v. —. • • ort * f r'? n J. _ _ M.ßAAkilS «4 Vya n tritt I ordnung vom 31. Juli 1897 schreibt in I. 4. direkt vor, I daß Wände und Decken, soweit sie nicht mit abwaschbarer I Bekleidung oder Oelfarbenanstrich versehen sind, mindestens I jährlich einmal mit Kalk srisch angestrichen werden sollen. I Was ist aber in diesen Betrieben seit 31. Juli 1897 ge° I schehen? Beinahe nichts! Auf Vorhaltungen bekommt der Beamte zur Antwort: | „wir können unseren Betrieb nicht 3 bis 6 Tage stehen I lassen." — Dagegen könnten bei gutem Willen die Wände I während des Betriebes ohne Störung für diesen verputzt werden. Der Anstrich, welcher nur wenige Stunden Arbeit erfordert, wird dann einmal nachts oder auch ausnahmsweise auf Grund des § 105c, Absatz 1, Ziffer 3 d. Gew.- Ord. Sonntags bewirkt. Es wäre dann der Verordnung entsprochen, und der Unternehmer besäße freundliche und Helle Betriebsräume. Dichter Fußboden und saubere, Helle Wände sollten für die Arbeitsräume sämtlicher Betriebe mit allen zu Gebote stehenden Mitteln erzwungen werden! IV. Wirtschaftliche und sittliche Zustände der Arbeiterbevolkeruug; Wohlfahrtseinrichtungen; Verschiedenes. Ernährungsverhältnisse. Es wird nicht zu viel sein, wenn man annimmt, daß in der Stadt Gießen 1200 und mehr Arbeiter aus den Nachbarorten beschäftigt werden, welche allabendlich in ihr Familienheim zurückkehren und jeden Tag früh in die Stadt kommen. Viele von diesen Arbeitern haben Gelegenheit, die Speiseräume ihrer Fabrik zu Mittag aufzusuchen, in welchen sie sich mitgebrachte Speisen wärmen können. Einem großen Teil geht jedoch diese Vergünstigung ab. Die Männer gehen, um sitzen zu können, zur Mittagszeit in das Wirtshaus, die Arbeiterinnen gehen bei schönem Wetter auf der Promenade auf und ab. Beide verbringen jedoch die Mittagszeit bei kärglichem Imbiß, da sie nicht viel Geld dafür ausgeben können. Kaffee und etwas Butterbrot, bei den Männern Bier mit Wurst und Brot bilden das gewöhnliche Mittagessen. Erst abends, wenn die Leute heim kommen, wird warm gegessen. Bei schwerer, beziehungs- ; weise andauernder Arbeit ist es entschieden ungesund, mit- I tags kalt zu essen. Unter diesen Umständen dürfte in Erwägung zu ziehen sein, ob nicht eine Speiseanstalt oder einige Wärmehallen in der Stadt Gießen sehr am Platze wären. Den Speiseanstalten, in welchen für wenig Geld eine warme Suppe mit Fleisch und Gemüse zu haben ist, stehen die Arbeiter allerdings meistens sehr skeptisch gegenüber. Große Fabriken mit Speiseanstallen haben vielfach die Erfahrung gemacht, daß die Arbeiterfrauen ihren Männern lieber stundenweit her zu Mittag das Essen bringen, als daß der Mann sich zum essen des billig und meist besser Gebotenen entschließen könnte. Städtische Speiseanstalten müssen Frauen zu Köchinnen haben, welche die Kost der I Landbewohner bereiten können und ihren Geschmack ver- I stehen. Die Wärmehallen dagegen bieten den Vorteil, daß I die Arbeiter, ohne im Wirtshaus sitzen zu müssen, doch I unter Dach und Fach, vor den Unbilden des Wetters ge- I schützt, ausruhen können. (Fortsetzung folgt.) 0. Aus Oberheffe», 9. Juni. Gefälschte „neue" Kartoffeln lautet die Ueberschrift einer größeren Mitteilung in Nr. 131, erstes Blatt des „Gieß. Anzeigers" v. 7. d. Mts. Am Schluffe des Artikels wird ausgespochen: Die Umgestaltung alter Kartoffeln zu jungen ist nicht mehr neu, und das ist sehr richtig, denn der „Gieß. Anzeiger" hat bereits zu Anfang der 90er Jahre in seine» „Land- wirtschaftlichen Winken und Ratschlägen" einen größeren Aufsatz über Fälschung von Nahrung«- und Genuß- Aus dem Jahresbericht des Grotzh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen sür 1898 (die Provinz Oberhessen umfassend) (Fortsetzung). Handhabung der gesetzlichenBe st immun gen. Die Baugenehmigung der Neubauten und Umbauten von gewerblichen Anlagen wird neben Vorkehrungen gegen Feuersgefahr und Sicherheit der Betriebsstätte im besonderen noch von der Einrichtung guter Licht- und Luftverhältniffe abhängig gemacht. Ebenso wird eine genügende Anzahl von Aborten verlangt. Abgelegene Betriebe haben für gutes Trinkwasser zu sorgen. Bei großen Betrieben wird ein Hauptaugenmerk auch auf gute Wasch- und Badeeinrichtungen gerichtet, sowie auf Garderobe- und Speiseräume, letztere mit Wärmevorrichtungen für mitgebrachte Speisen. Die Cigarrenfabriken haben bei Neuanlagen, welche namentlich auf dem Lande entstanden sind, wirklich Befriedigendes geleistet. Hohe, luftige Räume, genügende Anzahl von Fenstern und fachgemäße Ventilationseinrichtungen zeichnen die neueren Cigarrenfabriken aus. Nur für guten, dauerhaften Fußboden haben die Unternehmer bisher noch wenig Sinn gezeigt. Fichtene Bretter werden dicht zusammengefügt, damit der Fußboden den Vorschriften allenfalls entspricht, ein Uebriges wird aber nicht gethan. Selten sieht man, daß die Fußbodendielen mit Nut und Feder ineinandergreifen und auf diese Weise für später einen dichteren Fußboden gewährleisten. Die so vorzüglichen Fußböden aus Rotbuchenriemen, welche mit Harz oder Parafsin imprägniert sind, sich nicht verziehen, schwer abnutzbar sind und auch nicht glatt werden, wollen sich gar nicht recht einführen. In gleicher Weise sind diese Fußböden aus Rotbuchenriemen für Buchdruckereien sehr zu empfehlen. Namentlich wurden die Fußböden verschiedener Buchdruck-Maschinensäle sehr mangelhaft befunden. Dagegen sind die Fußböden der Setzereien durchweg besser. Die Wände der Arbeitsräume in älteren Cigarrenfabriken und Buchdruckereien sind zum großen Teil sehr abqestoßen, abgenutzt, schmutzig und staubig. Bei Neubauten sollte man die Wände der Arbeitsräume 1,80 Meter hoch in hellen Verblendsteinen ausführen, damit Beschädigungen mcht so leicht Eintreten. Außerdem wäre dann die Wand 1,80 Meter hoch abwaschbar. Es empfiehlt sich überhaupt Wände und Decken der Arbeitsräume aller Betriebe jährlich hell anzustreichen, die Fußböden zeitweise zu ölen und die Ritzen L7 Fußboden zu verkitten. Die Buchdruckerei-Ver- Lokales und Provinzielles. Gießen, 13. Juni 1899. ** Vom Sprachvereine. Die geringschätzige Behandlung der deutschen Sprache im Schweizer Verkehrs- und namentlich Gasthofswesen sucht man oft mit dem Hinweise auf die nichtdeutsche Mehrheit der Reisenden zu entschuldigen oder gar zu rechtfertigen. In Wirklichkeit aber sprechen die Zahlen zu unseren Gunsten. Von den 2300000 Fremden, die 1897 in schweizerischen Gasthäusern übernachtet haben, sind 18 vom Hundert Schweizer, 34 v. H. Reichsdeutsche, 17 v. H. Engländer, 8 v. H. Amerikaner, 11 v. H. Franzosen, 2 v. H- Italiener, 10 v. H. Sonstige. (Nach der Aufstellung in der von Prof. Dr. Julius Wolf zu Breslau herausgegebenen „Zeitschrift für Sozialwissenschast".) Hieraus folgt, daß nicht das Französische, sondern das Deutsche den Anspruch auf vorwiegende Verwendung im Schweizer Verkehrsgewerbe hat. Und nach dem Deutschen kommt erst das Englische, ehe das Französische Berücksichtigung erwarten dürfte. Das sollten sich unsere deutschen Besucher der Schweiz merken und überall ihre Folgerungen und Forderungen daraus ziehen. ** Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 21.—27. Mai in Mainz 23, in Darmstadt 23, in Offenbach 15, in Worms 7 und in Gießen 9, zusammen 77, davon 21 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 14,9, Darmstadt 17,2, Offenbach 18,3, Worms 9,7 und auf Gießen 19,1. — Die Todesursache anbelangend, verstarben an Diphtherie 1 (Darmstadt), an Diarrhöe und Brechdurchfall 5 (je 1 in Mainz, Darmstadt und Gießen, 2 in Offenbach), an Lungenschwindsucht 12 (je 5 in Mainz und Darmstadt, je 1 in Offenbach und Worms), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 9 (3 in Mainz, je 1 in Darmstadt und Offenbach, je 2 in Worms und Gießen), an Gehirn-Apoplexie 5 (je 1 in Darmstadt und Worms, 3 in Offenbach), an sonstigen Krankheiten 45, (je 14 in Mainz und Darmstadt, 8 in Offenbach, 3 in Worms, 6 in Gießen). Ausland. Wien, 12. Juni. Heute fand unter dem Vorsitz des Kaisers ein gemeinsamer Ministerrat statt. Wie verlautet, stellen sich der Ratifikation der Ausgleichs-Vereinbarungen wegen der Handels-Verträge neue Schwierigkeiten entgegen. Wien, 12. Juni. Der „Extrapost" zufolge soll der Reichs rat Anfang September einberufen werden. Genua, 12. Juni. Der Herzog und die Herzogin von Orleans sind nach Turin abgereist. Sie werden immer noch von zahlreichen französischen Geheim-Agenten auf Schritt und Tritt bewacht. Paris, 12. Juni. Am Samstag gab der Senator Trarieux zu Ehren Piequarts ein Festmahl, an welchem etwa 300 Personen teilnahmen, darunter Prinz und Prinzessin von Monaco, sowie zahlreiche Senatoren und Deputierte. Paris, 12. Juni. Nach heftiger Debatte, welche die sozialistischen und radikalen Abgeordneten über die gestern vorgekommenen Mißhandlungen einer Anzahl republikanischer Journalisten und Abgeordneten seitens der Polizei in der heutigen Kammersitzung hervorgerufen haben, erklärte die Regierung, sie werde keine andere Tagesordnung annehmen, als eine solche, in welcher die Kammer ihr vollstes Vertrauen für die Regierung Ausdruck gebe. Nachdem nacheinander sechs Tagesordnungen von der Kammer abgelehnt worden sind, wurde mit 366 Stimmen eine Tagesordnung angenommen, welche folgenden Wortlaut hat: „Die Kammer ist entschlossen, nur eine solche Regierung zu unterstützen, welche ihrerseits die repulikanischen Institutionen mit Energie durchzusetzen und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten bestrebt ist." Alsdann geht die Kammer zur Tagesordnung über. Nach der Annahme dieser Resolution j erhoben sich sofort die anwesenden Minister und zogen sich zurück. Der Ministerpräsident Dupuy begab sich alsdann sofort in's Elysee, um dem Präsidenten Loubet die Demission des gesamten Kabinetts anzubieten. Die Kammer vertagte sich bis auf nächsten Montag. London, 12. Juni. Ein aus Teheran eingelaufenes Telegramm meldet, daß die Pest in Duskire aufgetreten ist Mehrere Eingeborene sind erkrankt. Bis jetzt sind 30 Todesfälle zu konstatieren. Die persische Regierung, unterstützt von englischen, französischen und russischen Aerzten, trifft energische Maßregeln zur Einschränkung der Krankheit. Afrika. Zur Transvaalfrage liegen folgende I Drahtmeldungen vor: In Bloemfontein glaubt man zu I wissen, daß Präsident Krüger bei dem Volksraad die Ab- I schaffung des Dynamit-Monopols in Vorschlag gebracht I habe und daß der Oranje-Freistaat seinen Einfluß in Pre- I toria für die Erlangung von Reformen geltend mache. — I „Von Kapstadt eingelaufene Nachrichten machen es wahr- I scheinlich, daß das Ministerium der Kapkolonie, unterstützt I von der Liga der Afrikander, sich in einem dem Frieden I günstigen Sinne aussprechen werde. Nach diesen Meldungen I werde die Agitation von der Partei des Cecil Rhodes I genährt." I Etel gebracht und darin auch angeführt, wie alte ZU neuen herausgeputzt werden. So burditrtVhL A geleimt wie die Pariser Fälscher sind unsere deutschen Ä'. köpfe bei wertem nicht, die Fälschung geliebt und zwar ungefähr in folgender Weise: Die suchen im Frühling ihre Vorräte durch und Knollen von mittlerer Große, etwa wie Hühner,?/? noch etwas geringer, beiseite. Diese kleinen ’ um deswillen bevorzugt, weil die wirklich neuen ff»? - in der Regel anfangs nur von mäßiger Größe * werden stach dem Ausscheiden sorgfältig untersuch h J irgenb em Mackel an der Knolle ist und kommende ' oder zwei Tage, je nach Bedürfnis, in eine Bütte mit r J Wasser. Die Kartoffeln saugen sehr rasch Feucht jede Runzel verschwindet, und die äußere Schales angespannt. Nun nehmen die Aufputzer saubere 8fr* deren Haare nicht zu hart sein dürfen und bürfaV Knollen, eine Arbeit, die flink vonstatten gebt Die Schale der Knollen platzt auf und fliegt nur so hinwe/ siehe da, es tritt eine neue Kartoffel, gelblich- bl?' rötlich glänzend zu Tage, je nach der ursprünglichen & und Farbe. Für zwei oder möglicherweise auch brei ' hält die Fälschung stand, besonders wenn die Knoll., einem kühlen, dunklen Orte aufbewahrt werden andern schrumpfen sie bald ein. Wenn die gefällten ©ortrv einem guten Jahrgang stammen, wie wir z. B. im w/ Jahre einen hatten, gelingt die Täuschung vollkommen h der Geschmack ist ein guter, und das Auge wird butd Auffrischung bestochen. Zwei Sinne zusammen wirken siver als ein einziger; aber bei einem vorausgeaan«-i schlechten Jahrgang gelingt es nicht so leicht. Die vered? I liebenswürdigen Hausfrauen können Übrigens ba« Suniti- recht gut einmal probieren und nachmachen und sie uy einen doppelten Vorteil davon, einmal: lernen sie Rummel und werden dadurch in die Lage versetzt, sich I Täuschung zu bewahren; dann: können sie sich'm,-' I gestrengen Eheherrn einen ganz netten, unschuldigen machen, wenn sie ihm gelegentlich einmal friifotitig rej I Kartoffeln vorsetzen, die im eigenen Keller ntn I Probatum est! Ans Oberhessen, 9. Juni. Eine alte Sille ober m1 mehr Unsitte ist der noch in vielen Dörfern Nicht I „Leichenschmaus". Bei einem Trauerfall tottbtn v. Verwandten, Bekannten und Freunde des SJerflotbeiM Reiche „gebitt" (zum Mitgehen gebeten). Nach der -y I erdigung finden sich dann sämtliche Leidtragende im I hause ein und werden da bewirtet. An Speise unb T i: I mangelts nicht. Mit Brot, Wurst, Butter, Käse, Bier.Br^c wein, Kaffee, Wecke wird aufgewartet, und war btr F: nicht besonders schwer, so entwickelt sich schließlich eine gr. animierte Stimmung. Hinterher wird dann der Leich- schmaus von den Teilnehmern und Verwandten des Ä storbenen oft selbst mißbilligend besprochen. Manempki! cs selbst als etwas Lästiges und — Ungehöriges. 1!- trotzdem besteht diese „alte Sitte" immer weiter, und n mand will den Anfang zur Abstellung dieser „Unsitte' t Dorf machen. Wird man nicht „gebitt", so faßt mans. als Beleidigung auf, und veranstalten die $intetblitlw.i kein Mahl, so werden sie als geizig verschrieen. Man vl sich aber keine Feindschaft machen, und so gehts ruhig tuen: In vielen Dörfern ist aber der Leichenschmaus schon Lrc abgestellt. Die Leidtragenden aus dem Dorfe werben. S: gar nicht mehr und die von auswärts gekommenen mit eirr I einfachen Kaffee bewirtet. Dadurch wird die Irautrfti viel stiller und würdiger begangen. Für die llngch-'n-ir des Verstorbenen muß es eine Erlösung fein, wenn fic nia mehr wie früher die Aufregungen und Anstrengungen dies' Nachfeier durchzukosten haben. Möge diese Zeilen mit ; beitragen, daß diese „alte Sitte" recht bald übtiatt -c gestellt werde. D. T. A. x Vom Lande, 12. Juni. Allerorts finden ge£T wärtig die Heugrasversteigerungen statt. Die babtii zielten Preise sind verhältnismäßig gering, da viele fianbiu noch bedeutende Vorräte aus dem vergangenen Jahre besi s" Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, bleibt der diesjähr? Heuertrag weit hinter dem vorjährigen zurück. Hält *d| trockene Wetter längere Zeit an, so dürfte auch die Gre meternte nur mäßig ausfallen. Auch auf den bereits n: gemähten Kleeäckern wächst der zweite Klee nur langer nach. — Dem Roggen, welcher jetzt in voller Blüte j > kommt die trockene Witterung sehr zu statten. Da der die bei uns am meisten angebaute Getreideart ist, so zu wünschen, daß die Blüte gut verläuft. O Reiskirchen, 12. Juni. Durch die Gendarr-' wurde heute morgen im Felde dahier ein armer zwölsjäh Junge aufgegriffen und auf die Großh. Bürgermei'-" verbracht. Er gab an, daß er von Lollar sei und fi«^ Samstag von dort entfernt habe, um seinen Bruder, wew auf dem Heibertshäuser Hof dient, zu besuchen. Am 2,(* tag morgen habe er sich bann hierher gewandt. Nao^ er leiblich gestärkt worden war, wurde er nach Gießen^ von da nach Lollar geführt. △ Aus dem Ohmthal, 12. Juni. Man erinnert < gewiß noch des blutigen Zusammenstoßes 3» nt Zigeunerbanden im November des vorigen 3a^rc^J Wettsaasen. Daß die überfallene, angeschossene und btfl geschlagene Herde der anderen blutige Rache geschwlr läßt sich nach den Umständen leicht annehmen. Die griffenen Zigeuner stammten aus Norddeutschland. A> genannte Zigeunerschlacht erinnert uns lebhaft eine et. Tage stattgefundene bei Aurich. Messer, Säbel, Dß Gewehr und Revolver haben hierbei wiederum eine j , gespielt. Wie berichtet wird, wären die Parteien f^ori Jahren gegenseitig verfeindet, und bei dem nunmey folgten Zusammenstoß wurde die alte Fehde zum Aus. . gebracht. Männer, Frauen, Jünglinge und Greise beteckz sich mit Messern und Dolchen am Kampfe. Spater; man zu den Schußwaffen. Drri Schwerverletzte, eine a. hie --"iE I Stint' W V @ IM-« iitigtei und*«® V 'W M!« ,ni"9fw'N 1 ° ! I Sefttrr «”61,1 ! i ! Sein« M. Frien : uns von dem - srestausilhuß ’i i und Gästen de i, wie möglich &v . __ der Steroi !Die Festh°lle i schäften werbe. i in ausreichend : tin aus dem t 6 Oer jedoch so ; Turnen verfor । Ijüt die Mll I übernommen. I schienen, aus d i tag den 17. I i «vereint n i mMW ®e . g>M W0 : Festzug durch ! Musterritgw, : Der Montag i Vollsbelustigi i mast und (s i werden Geleg : Sacklaufen, ' , zur Erheitern i das Detter u i und 19. Juni. i sich einpnben. Ultinj, 11 Vers Mittwoch 1 tagS 2 Uhr ve »ahierimAusl über Den 9lad F. Sonatine 2 Eg: \ Anikdv 2 gliche jWnrr fj i. Saurmo Loyha, 2 mit Aussa maschine, zwei vollst seder-Mat Rouleau^ mit Glasl Glaö und als: Beu lücher, Bet Stellleiter - echrriiui rätr u. Höabelbän benzwinger 1 Gehrung- schinr für 'arten, tzich rott- unb ( L Wli| «W.iott Röb wHtlbu' ,D°- bin •Wo ei ^8 «ll 5*« bi Versteigerung. Jfeu! Äen! to Vorrätig in den Apotheken und Drogerien. Man verlange Prospekt. 3840 Hiesenrveg 4, Kcke Aahnhosstraße. 4328 MWMW WiesMen HicrftHflirriniiiHi, gibt blendend weisse Wäsche,. Unübertreffliches Wasch- und Bleichmittel. lAlleln echt mit Namen Dr. Thompson I u. Schutzmarke SCHWAN. Vorsicht vor Nachahmungen! Ueberall käuflich. 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Bon hier soll sie gegenüber der Rhein-Nahebahu auf dem linken Ufer der Nahe nach Münster am Stein laufen unb oon hier nach Adernheim gehen, von wo aus sie m du- Gl.intha bahn (welche teilweise umgebaut wird) emmunben fofl. ®te Bahn führt weiter bis Alieuglan, von wo aus bis Glanmünchweiler bie Straße Lanbstuhl-Kusel, bie eM‘J* gebaut werben wirb, benutzt werden soll. Von Glanmunch- weiler ift als weiterer Weg für die Bahn gedacht, Wold mohr St. Ingbert, um dann auf der einen Seite nach Saarbrücken, und auf der anderen Seite nach Saargemimd weitergebaut zu werben. _________ FSV 12. 3uni Unser diesjähriger ..Ausschuß", i tneT näheren unb weiteren Umgegend sehr stark, be- - . Volksfest, war vom schönsten Wetter begünstigt, unb beu herrschte benn auch in unserem Stäbtchen ^nd ^bsmderS^aus dem Festplatze buntbewegtes Leden und ,-rr ;,i.n Der heutige Tag ist hauptsächlich dem Preis- ^"■"9eXX wobei neben anderen Preisen et« von aufwr»! Sei«» «rlauchi dem Herrn Grafen gestifteter Han aU9,*W 10. Juni. Nur uoch^wenige Tage trennen Juni. Allerort- igerungtn stall mßig gemg'^' j dem vergangen .heu 166t bi-*' i vorjährigen ^ it an, so duch- le«. M “ d-r M i« f* ■ Äte W* e gut jjni. 6 er von M •äS-rt* t. - W y>S SKI ifü ltt ii 81 Lt benn einer Beziehung an bie ber Spanier vor bem Kriege erinnert. , „ , * Die Stadt Aberdeen ist durch Enthüllungen uver bie V e r w a l t u n g des dortigen als P r i v a t u n t e r n e h m e n betriebenen Friedhofes in geradezu entsetzensvolle Aufregung geraten. Seit geraumer Zeit sind nämlich, um Platz für neue Bestattungen zu schassen, frische oder hatv- verweste Leichen aus den Gräbern genommen und zum Teile verbrannt, zum Teile in Gruben verscharrt, teilweise aber auch wochenlang in einem Schuppen aufbewahrt worden, bis der unerträgliche Geruch jede Annäherung der Friedhofsarbeiter verbot. Namentlich wurden die Leichen Fremder, auswärts Wohnender und Reisender, dieser rohen Schau- I düng unterworfen, da in ihrem Falle die Gefahr nicht vorlaq, daß Verwandte oder Freunde der Verstorbenen von ihrer Entfernung Kenntnis nahmen. Nichtsdestoweniger ist durch Zufall ein Fall bekannt geworden, in dem der Sarg ausgegraben wurde, nachdem die Hinterbliebenen kaum den Friedhof verlassen hatten, und dies führte zur Anzeige bn 1 der Polizei. Der ganze Friedhof wird letzt behördlich untersucht, um den Umfang des Skandals festzustellen. Als grauenhafte Einzelheit mag noch angeführt werden, daß Schmucksachen, die mit Leichen zusammen begraben worden, von den Friedhof-Beamten hervorgeholt und verkauft wurden Im Uebrigen entziehen sich die Einzelheiten, die über d Ein- und Ausscharrung der Leichen verrathen worden sind, der Wiedergabe in einer Zeitung. __ vEiMo pf m J. EtMstignng gewidmet. Tauziehen, Rmgkamps Klette^ Ml ld umb Schubkarrenrennen Mit und ohne Hmdernip tue* Gelegenheit geben, Kräfte und Gewandtheit zri zeigen; S.iileiiien, Topsschlagen, Eterlausen und Wurstschnappen jN triid-iterung der Zuschauer beitragen. wird ■a 3 Weiter uns günstig bleiben, bann werben am - uud&W.^uni viele Turner und Gaste m Friedbergs Mauer si^'Äin^Njl. Juni. Heber bas schon mehr erwähnte Hrinki nur SeltrrS'Sprttiiel (Augusta-Viktoria) natürlich Kohlensaurer Mineralwasser Tafel- und Gesundheits-Waffer ersten Ranges. Malisch-wuiitilche nab gihondif^ionqutEt in Selters e. W- Gkmal-Vttttttimg für Gießen en) Umgegend: Friedrich. Hainer, Montags, Mittwochs und Frei, tags von 9 Uhr abr 4248 irischeZwiebelkuchen W. Amend, __Bahnhofftratze 62. Pa. neue Maties-Ketnigk > frisch eingetroffen bei 4611 Carl Eichmann «derstratze 1, Ecke Nordanlage J. H. 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