jVtcitaq den 14 April Zweites Blatt I »p 87 <6 0 0 K ¥ 6 ■ Alle Anzrigen-BermUilungSstellen bei In- und AuslandiD nehmen Anzeigen für den (Siebener Anzeiger entgegen. Q Cb v c? s B v fi B B B cv s s Cß & & cv cv 71 »5 N cv s 0 z cv < H >t U|fi4 gute I ? lahme bei lontogl. B O E cv B ** cd Iteattion, Lxpedition und Druckerei: Kch»lSr«tze Nr. 7. Einführung längst versprochener Reformen für verschiedene christliche Provinzen des Türkenreichs erinnern will. -Jeoen» allS hat der Vorgang eine weitgehende politische Bedeutung und ist vielleicht der Ausgangspunkt zur neuerlichen Aufrollung der orientalischen Frage. Die Diplomatie durfte dem Mahnbriefe des Zaren große Beachtung schenkens) Sind nun die Quellensucher, welche unter mehr oder minder mystischen Gebräuchen als Laien ihr Handwerk betreiben, durchweg Schwindler? Keineswegs! Die zahlreichen unbestreitbaren Erfolge predigen laut das Gegenteil, und daß dem so ist, darf uns nicht wunder nehme«, wenn wir erwägen, daß gewisse geologische Fachkenntnisse dabei oft von den Quellenftndern angewandt werden und sich durch Generationen vom Bater auf den Sohn vererben. Dazu kommt natürlich noch, daß die reiche Erfahrung den Blick für die zur Bohrung am meisten sich eignenden Oertlichkeiten schärft. Einer der berühmtesten Quellensinder aller Zeiten war Abbs Paromelle, welcher in seinem französischen Vaterlande und weit über die Grenzen desselben hinaus vieltausendmal erfolgreich zu Rate gezogen wurde, und seine vielseitigen Erfahrungen in einem noch heute interessanten Buche ..Quellenkunde" niedergelegt hat, welches von Cotta auch ins Deutsche übersetzt worden ist. Kaum weniger berühmt als der eben genannte war, wenigstens in seiner engeren schlesischen Heimat und im östlichen Deutschland überhaupt, der bekannte schlesische Graf Wrschowetz, und ein bäuerlicher Quellenfinder, der in Schlesien weithin Ansehen genoß, ist ihm vor wenigen Wochen in den Tod gefolgt. Manchmal freilich geht es dem gelehrten und dem ungelehrten Quellensucher wie dem Goethe'schen Zauber- lehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr los werden kann. Das Wasser sprudelt dann in ungeheurer Mächtigkeit und wirft große Mengen von Sand aus dem sich mehr und mehr erweiternden Bohrloche aus, sodaß im Innern der Erde große Hohlräume entstehen, deren Decken schließlich zusammenbrechen. Dann verwandelt sich der erhoffte Segen in Unheil, wie bei jener noch in aller Erinnerung stehenden Katastrophe in einem posenschen Städtchen, bei welcher in der Ausdehnung ganzer Straßen der unterminierte Boden einsank und die darauf stehenden Häuser tn unbewohnbare Ruinen verwandelt wurden. Adresse für Depeschen: Anzeiger -letze». Fernsprecher Nr. 51. allen größeren I uns immer reichlicher die belebende Wärme spenden. Am ' ’ ' 1. April geht das Tagesgestirn gegen 5»/^ Uhr auf und um V Z t» erall Fahrrad- Vermischtes. • Die erste DoMuniverfität in Frankreich. Aus Paris wird berichtet: Hier hat sich jüngsthin eine Gesellschaft zur Gründung von Bolksuniversitäten gebildet, Die sich ver moralischen und intellektuellen Erziehung der Arbelterklasse widmen will, ganz nach dem Beispiel der Gesellschaft, die in London seit längerer Zeit mit großem Erfolge wirkt. Die jungen Leute, die sich an die Spitze dieses Unten nehmens gestellt haben, sind Studenten, die der edle Wunsch beseelt, die Arbeiter den Gefahren der Schänken zu entziehen und ihnen Gelegenheit zur geistigen Fortbildung zu geben. In dem alten Faubourg Saint-Antoine ist die erste dieser Volksuniversitäten eröffnet worden, und hier werden allabendlich Vortäge über Moral, Wissenschaft und Litteratur gehalten. Der Erfolg, den diese Vorträge trotz ihres kurzen Bestehens erzielten, hat die Organisatoren des Unternehmens ermutigt, dasselbe auszudehnen und am 1. Oktober ein veritables Universitätsgebäude im Faubourg Saint-Antoine zu eröffnen mit einem Museum, Vortragssälen, einer Bibliothek, einem Unterhaltungs- und einem Turnsaal, sowie Büreaus für medizinische und lundische Konsultationen. Das wird die erste Volksuniverfität Frank- «•SÄ' •ste >- U Über / fr® । btx» .V Sv (SießkNkr gieeilft t»0 fitttr ■xr '-yn btm Anzeiger wHijK.id) viermal tagekgt reichs werden. , ♦ Nordfeebader auf Sylt. Die Seebadedirektion hat soeben eine ..Beschreibung der Nordseebäder Westerland und Wenningstedt auf Sylt" herausgegeben, welche den Besuchern dieser Bäder einen ebenso wertvollen Führer rote Ratgeber bietet. Das mit hübschen Illustrationen aus- qestattete handliche Werkchen, in welchem sich auch Angaben über die kürzesten und bequemsten Reiseverbindungen von größeren Städten Deutschlands und Oesterreich-Ungarns betreffenden Angelegenheiten, und ist in r _ Reisebureaus, Ausgabestellen für zusammenstellbare Fahr- 1899 Bezugspreis üitrtciiäbrltd) 2 Mark 20 Pig. monatlich 75 Pig. mit Bringcrlohn. Bei Postbezug 2 9Jidrl 50 Pfg. vierieliährlich. Feuilleton. Huessensinder und Wasserzauöer. Bon Dr. Kurt Rudolf Kreusner. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Dan einzig sicheren Wegweiser zur Auffindung von urMirdischen Quellen und Wasserrinnsalen bietet natürlich bitt Scwlogie. Das im Regenfall zur Erdoberfläche meder- icchndc Waffer folgt auch weiterhin dem Gesetze der Schwere ui 1. sucht durch Spalten und poröses Erdreich in die Tieft zu j jungen. In weit ausgedehnten Ebenen nun, namentlich mi linjenigcn des Tieflandes, kommt es nicht weit auf di \m Wege. Denn hier ist meistens auf mehrere hundert •lUÜft Tiefe das Erdreich durch diluviale Ablagerungen g,Mell, und alle vorhandenen Zwischenräume sind hier bis zi.r>vhe des Wasserspiegels der benachbarten Ströme, gvtiit und Bäche mit Wasser vollauf gesättigt. Es ist da- h»-Mechaus nicht wunderbar, daß man in solchen Gegenden ntidmiß schon in geringer Tiefe Überall auf reichliches ö&wi’ stößt, und daß das Niveau in daselbst angelegten AKNMM genau nach den jeweiligen Wasserständen der benach- bcicutm Flußläufe steigt und sinkt. Inders liegen die Verhältnisse in sandigem oder in hikziligem oder gebirgigem Terrain. In Sandgegenden man oft sehr tief graben müffen, ehe man auf Grund- rotiij« stößt; in Gebirgsgegenden aber hängt die Lokali- ftftmnqi der Quellen lediglich von dem Verlauf der geo- icMrn Schichten ab. Wenn in sanft geneigter schiefer GL-°k eine undurchlässige Erdschicht, wie Thon, Mergel, L ch wder Lette, verläuft, über welche durchlässige Erd- n-iocim streichen, so wird das Regenwaffer bis zu der von b::üni gebildeten Grenzfläfie, dem sogenannten Wasser fii>niiben Horizont vordringen und dort, wo die durch- ISi'lgt Schicht abbricht oder sehr schwach ist, als Quelle zu $ii allgemeinen ist Rußland in Geldangelegenheiten uernlid) tolerant, und es hat ja auch der Pforte gegenüber wi'ilgchlnde Rücksicht geübt; aber es ergibt sich hieraus für Roland eine ausgezeichnete Handhabe, das Abhängigkeits- nec^l.iiiS der Pforte zu verschärfen. Rauh einer Meldung aus Konstantinopel hat Rußland der T Wki Neuerdings wieder eine scharfe Mahnung bezüglich der A »*oing der Entfchädigungsraten zugehen lassen und besteht ii :Ifkiil. ktlicher Regulierung derselben. Aller Wahrscheinlich- ke it nach hat der Zar wieder eine Forderung in petto, beoi Erfüllung dem Sultan schwer fallen dürfte. Au w'-öchem Gebiete diese Forderung zu suchen ist, entzieht sich Ural btir Kenntnis; aber der Zar hat em fühlendes Herz füfcdn» große Zahl christlicher Untertanen bed Sultans, uiEtttf ist nicht unmöglich, daß er den Padifchah an die Gratisbeilagen: Gies;ener Familienblätter, Der hesjische Landwirt Dtätter für hessische Volkskunde._________________ Gießener Anzeiger T«e /2 Uhr, am 30. April um 33/4 Uhr auf und nähert sich der Sonne. Ihre Entfernung von uns nimmt zu, der scheinbare Durchmeffer des Planeten verringert sich infolgedessen von 16 auf 13 Bogensekunden. Ihre Sichelform nimmt zwar gleichzeitig ab, d. h. sie nähert sich «ehr der Kreisform; die Verkleinerung des Durchmessers Lberwiegt jedoch, so daß der Planet schwächer wird. — MarS ist noch am Abendhimmel in den Zwillingen zu finden. Auch seine Helligkeit nimmt ab, da er sich von uns entfernt und sein scheinbarer Durchmesser sich daher von 8 auf 7 Dogensekunden verringert. — Von den kleinen Planeten, die zwischen Mars und Jupiter ihren Lauf um die Sonne ausführen, gelangen zwei der hellsten im April zur Opposition: am 5. April Pallas und am 24. April Ceres. Pallas steht nördlich vom Bilde der Jungfrau im Bootes und nimmt späterhin ihren Lauf durch das Haupthaar der Berenice. Leres ist tm Bilde der Jungfrau zu finden. Zur Beobachtung dieser Himmelskörper muß jedoch ein kleines Fernrohr zu Hilfe genommen werden, obwohl Ceres unter Umständen auch von einem scharfen Auge ohne Fernrohr erkannt werden kann. — Der mächtigste Planet unsres Systems, Jupiter, gelangt im April ebenfalls, und zwar am 25. im Bilde der Jungfrau zur Opposition. Er geht am 1. April kurz vor 9 Uhr, am Ende des Monats reichlich zwei Stunden früher auf und bleibt dann die ganze Nacht am Himmel. Sein scheinbarer Durchmesser beträgt 41 Bogensekunden, seine Helligkeit ist jetzt am größte». Schon ein mäßiges Fernrohr zeigt auf seiner ovalen Scheibe einzelne Streifen, ein ganz kleines Fernrohr reicht schon hin, um die Bewegungen der vier größten seiner Monde zu verfolgen. In dem Kreisläufe dieser Trabanten sind namentlich die Momente von Wichtigkeit, an denen die kleinen Lichtpünktchen in den Schatte« des Planeten eintauchen und dann plötzlich verschwinden, oder aus dem Schatten hervorkommen und dann ebenso plötzlich aufleuchten. Diese Erscheinungen finden nämlich für alle Beobachter, unabhängig von ihrem Standorte auf der Erde, zu gleicher Zeit statt. Ihre Beobachtung giebt daher ein bequemes Mittel, die Zeit zu bestimmen. So wird am 6. April um 11 Uhr 11 Minuten abends der erste Mond verfinstert. In dein Momente, wo der Mond in den Schalten eintritt, muß man daher eine Uhr, die richtig gehen soll, auf 11 Uhr 11 Minuten stellen. Am 13. April findet eine Verfinsterung des zweiten Trabanten um 8 Uhr 37 Minuten statt — ein paar Stunden später, nämlich um 1 Uhr 5 Minuten, wird der erste Mond wieder verfinstert. Am 19. April um 9 Uhr 35 Minuten kann das Eintreten des dritten Mondes in den Jupiterschatten beobachtet werden. Am 20. April um 11 Uhr 14 Minuten wird wieder der zweite Mond und am 22. April um 9 Uhr 27 Minuten der erste Mond verfinstert. In der Nacht vom 25. zum 26. April endlich ist eine vollständige Verfinsterung des dritten Mondes zu beobachten: der Eintritt in den Schatten erfolgt um 1 Uhr 33 Minuten, der Wiederaustritt um 3 Uhr 7 Minuten. — Saturn steht im Skorpion und wird allmählich für die Beobachtung günstiger. Er geht am 1. April um 1 Uhr morgens, am 30. zwei Stunden später auf. Bei seiner stark südlichen Deklination — 21 Grad südlich vom Aequator — kommt er aber nur bis zu etwa 16 Grad über unser« Horizont. — Uranus ist ebenfalls im Skorpion zu finden — er geht reichlich eine Stunde vor dem Saturn auf. — Neptun steht im Stier und geht am 1. April gegen 1 Uhr morgens, am 30. April zwei Stunden früher unter. — Im ersten Drittel des Monats pflegt sich an klaren Abenden etwa in der Zeit von 8 bis 10 Uhr das Zodiakallicht am Westhimmel sehen zu lassen. — Um den 20. April stellt sich der Meteorschwarm der Lyriden ein: aus dem Sternbilde der Leyer kommen eine Anzahl von Sternschnuppen hervor, die sich durch langgestreckte Bahnen und eine verhältnismäßig langsame Bewegung auszeichnen. — Von den Leuchten des Fixsternhimmels finden wir in den Abendstunden des April die wohlbekannten sieben Sterne des großen Bären hoch Iber unserem Haupte nach Osten zu' Unterhalb dieses Sternbildes leuchtet im Osten ein Stern mit gelblichem Glanze, Arkturus im Bootes. Zwischen dem großen Bären und dem Bootes dehnt sich das Bild der Jagdhunde aus, das außer einem Sterne 3. Größe nur schwächere Himmelskörper enthält. Dafür sind aber in ihm sehr interessante Nebelflecke vorhanden, so der berühmte große Spiralnebel. Im Nordstern erblicken wir eine» kleinen Halbkreis, von einem Sterne zweiter »nd fünf Sternen vierter Größe gebildet. Dies ist das Bild der nördlichen Krone, bekannt dadurch, daß in ihm am 12. Mai 1866 plötzlich ei» Stern zweiter Größe aufleuchtete und sehr schnell wieder schwächer wurde, so daß er am 20. Mai dem unbewaffneten Auge bereits wieder verschwunden war. Au das Bild der Krone schließt sich weiter nach Norden zu der Herkules und an diesen die Leyer mit der Wega an. Im Norden selbst steht unterhalb des Polarsterns der Cepheus und darunter ziemlich nahe de« Horizonte der Schwan mit Deneb. Im Nordwesten erblicken wir die Kassiopeja, leicht kenntlich durch ihre Form: fünf Sterne zweiter Größe bilde« ein W. Hier steht auch der Perseus mit dem bekannten veränderlichen Sterne Algol. Im Westen funkelt Cavella im Fuhrmann. Unterhalb dieses finden wir den Stier mit dem Aldebaran und der lichten Gruppe der Plejaden. An den Stier schließt sich der Orion an, in dem Rigel und Beteigeuze prächtig strahlen. Hier erblicke« wir ferner die Zwillingssterne Castor und Pollux, zu denen als Dritter sich der Mars gesellt, hier steht der Procyon und hier der hellste der Fixsterne, der Sirius. Gerade im Süden haben wir das Bild des großen Löwen mit Regulus, während im Südosten das Sternbild der Jungfrau mit der Spika und dem Jupiter über den Horizont heraufsteigt. (Dr. Homann in der Nat.-Ztg.) * Dem König Mbert von Sachsen soll als dem ältesten Ritter des Ordens pour le merite am 13. April d. I., d. h. an dem Tage, wo er vor 50 Jahren für seine Tapferkeit bei Düppel mit diesem höchsten preußischen Kriegsorden ausgezeichnet wurde, eine eigenartige militärische Huldigung dargebracht werden. Etwa 700 alte Soldaten, keiner unter 70 Jahre alt, die 1849 in Schleswig-Holstein oder in Dresden mitgekämpft haben, werden zur Beglückwünschung ihres Kriegsherrn zusammenkommen und von diesem im Garten seiner Villa empfangen werden. * Das Deutschtum in Brasilien. Der vom „Foreign Office" in London im Februar 1899 herausgegebene englische Konsularbericht Nr. 493, „Trade, Finanzes and Colonisation of the three Southern States of Brazil“, veranschlagt die in Südbrasilien lebenden Deutschen auf 347 000 Seelen. Die gesamte Einwohnerzahl der drei brasilianischen Südstaaten beträgt 1480 000 Seelen. Demnach also würde das deutsche Element etwa den vierten Teil der Bevölkerung Südbrasiliens ausmachen. Die Ziffern für die einzelnen Staaten werden folgendermaßen angegeben: Parana: 280000 Einwohner, darunter 40 000 Deutsche. Santa Catharina: 300 000 Einwohner, darunter 100000 Deutsche. Rio Grande do Sul: 900 000 Einwohner, darunter 200000 Deutsche. Schon allein aus diesen Zahlen geht hervor, welche Bedeutung die deutsche Kolonisation für Südbrasilien hat und welche Position die Deutschen in wirtschaftlicher Beziehung in Südbrafilien einnehmen. Die Gesamtzahl der in ganz Brasilien lebenden Deutschen beträgt ohne Frage mehr als 400 000 Seelen. Allein im Staate S. Paulo wohnen ungefähr 25000 bis 30000 Deutsche. Die Anzahl der deutschen Kaffeebauer in Espirito Santo wird auf 15000 bis 20000 geschätzt. Dazu kommen dann noch die deutschen Kolonisten in Juiz da Fora, Mucury und Petropolis, sowie die deutschen Kaufleute und Handwerker in den großen Städten. Man dürfte die Gesamtzahl der in Brasilien lebenden Deutschen also auf etwa 450000 Seelen berechnen können. * Der Kirchhof des Ozeans. Man schreibt der „Köln. Volksztg." aus Washington: Das Marinedepartement der Regierung von Canada hat kürzlich eine Karte der Insel Sable-Jsland, genannt „Der Kirchhof des Ozeans", veröffentlicht, auf welcher alle die 200 Wracks markiert sind, die an diesem gefährlichsten Punkte des atlantischen Ozeans aufliefen. Die lange, schmale Insel liegt ungefähr 145 Kilometer südöstlich von Cap Canso, an der Küste von Neuschottland und zwar mitten im Kurse der Ozeanfahrer. Die Insel ist 42 Kilometer lang und ungefähr P/2 Kilometer breit, das ist jener Teil der Insel, der durch das Spiel der Fluten nicht beeinflußt wird. Wie groß der andere Teil ist, kann nie festgestellt werden, denn derselbe ändert sich fast von Tag zu Tag. Heute strecken sich die Sandbänke der Insel meilenweit nach dieser Richtung hinaus in den Ozean, morgen nach jener, und dieser Umstand ist es, der Sable-Jsland zu dem gefährlichsten Punkt für den Ozeanverkehr macht. Häufig hat ein Kapitän geglaubt, Sable- Jsland genügend weit entfernt gelassen zu haben, um sein Schiff in der nächsten Minute auf einer der tückischen Sandbänke auflaufen zu sehen, während 24 Stunden früher vielleicht ein größerer Dampfer dieselbe Stelle ungehindert befahren hatte. Die Katastrophe der „Moravia" hat diese Insel in den letzten Tagen wieder in Erinnerung gebracht; der Rumpf des Dampfers, deffen Mannschaft sich glücklicherweise retten konnte, wurde entzwei gebrochen, auf einer Sandbank 12 Meilen nördlich von der Insel liegend, gefunden. Wie gesagt, liegen 200 dem Namen nach bekannte Wracks in der Nähe von Sable-Jsland, aber es ist kein Zweifel, daß die Zahl der hier zugrunde gegangenen Schiffe thatsächlich weit höher ist. Die bekanntesten der hier zugrunde gegangenen Dampfer sind die Dampfer „Georgia" und die französische Fregatte „L'Afrikaine", doch enthält die Liste Namen aus fast allen Flotten der Welt. Dek Bug des Dampfers „Glasgow", der „Maskonomee", der Rumpf der „Boston" und die Rippen der „Guide" sind die letzten Ucberbleibsel der hier zugrunde gegangenen Wracks. Die Insel ist nur von den von der kanadischen Regierung dort unterhaltenen Wächtern bewohnt, doch ist sie mit Vorräten an Lebensmitteln u. s. w. für Schiffbrüchige reichlich versehen. * Den Schrecken der Deutschen in Kiantscho» bilden die Sammler von Marken und Ansichtskarten im großen deutschen Vaterland. Die „Deursch-Asiatische Warte", der amtliche Anzeiger des Kiautschou-Gebiets, veröffentlicht folgenden Schmerzensschrei: Kein Postdampfer kommt in Tsintau an, der nicht aus Deutschland und anderswoher eine ganze Ladung von Briefen und Karten brächte, worin die de« Empfänger« meist unbekannten Absender ergebens! oder sehr ergebenst, achtungs- oder hochachtungsvoll bitten oder ersuchen, ihnen doch freundlichst oder gefälligst, gükmft oder geneigtest eine Ansichtskarte oder Briefmarke, vielle,^ auch mehrere, aus Tsintau zu senden. Wir Tsintauer find gewiß recht gute Leute und erfüllen den Sammellustioen gern ihre« Wunsch, zu bunt aber kann einem die Cache werden, wenn die Marken- und Kartenliebhaber, w» so oft geschieht, die Beifügung des Wertes für Karten und Marken „vergeffen" und zu allem übrigen verlangen, da» man sich ihretwegen auch noch in Unkosten stürze. ' Da! geht nicht a«, und deshalb haben wir Tsintauer uns ne schworen, uns solche Behandlung nicht mehr gefallen lassen. Wenn somit die „vergeßlichen" Sammler in qJ kunft von uns etwas lange auf die Erfüllung ihres Wunich^ warten müssen, so mögen sie sich das selbst zuschreiben und ihrer eigenen „Vergeßlichkeit". Welch ergötzliche Slük« übrigens die Sammelwut zu zeitigen vermag, bevch> an Schreibe», das unserem neuen Gouverneur, Herrn ÄojMdn z. S. Jäschke, zuging. Es lautet: „Ich habe gehört, Sie als Gouverneur von Kiautschou engagiert find, bitte um eine Ansichtskarte von dort." • Baronin Hirsch. Eine der reichsten Frauen der Vrlt und zugleich eine der freigebigsten Wohlthäterinnen in m Paris gestorben, die Baronin Hirsch; sie erlag'am 31. g)läq im 65. Lebensjahr einer dreimonatigen schmerzhaften, Krank heit. Sie war die Witwe des bekannten Barons 3)?ort) Hirsch - Gereuth, der sich beim Bau der türkischen Elfin, bahnen ein riesiges Vermögen erworben, das ungefähr auf 900 Millionen Franken geschätzt ward. In der Pariser Gr sellschaft spielte er zur Zeit eine große Rolle, gab in semei, Hause prachtvolle Feste, denen die höchste Aristokratie bc wohnte, verließ aber gekränkt Paris, als er bei seiner & Werbung um die Aufnahme in den Merliton-Kluö Durdifa!: er hielt sich seitdem bis zu seinem Tode vor drei Iah«!, meist in London und auf seinen ungarischen Gütern auf. Bei dem Prinzen von Wales stand er in hoher Gunst; bieie: erschloß ihm die Thüren der englischen Gesellschaft. Leiber hatte er sein außerordentliches Glück schon 18o7 bunt bat Tod seines einzigen Kindes, seines 30jährigen Schms, ;n büßen;' von seinem Gelde blieb ihm daher nur dar du gnügen, es mit vollen Händen ausgeben zu können. Dir Gr legenheit bot sich ihm dazu bei der russischen Judenverfolg'..^ unter Alexander III.; er ließ seine Glaubensgenossen in Südamerika sich ansiedeln; wenn der Versuch trotz der verausgabten Millionen schließlich keine Früchte trug, so wo- das nicht seine Schuld. Seine Witwe, der er sein ganze» Vermögen vermachte, setzte sein Wohlthätigkcitswerk r großem Maßstabe fort; sie schenkte dem Pasteur-Institut zwei Millionen Franken, gründete iu Paris eine Ruhegehältcr Kasse für verarmte Damen aus der besseren Gesellschaft; in Oesterreich Kreditkassen für Arbeiter, in London ein Sanatorium, in New-Jork ein Asyl für mittellose, aus Europa eingewanderte Mädchen; in Baiern eine Anstalt für Wöchne rinnen. Vielleicht lassen sich noch andere anonyme Schenkuna- n auf ihre mildthätige Hand zurückführen, sie zog bw He« lichkeit bei ihren Werken vor. Der Kaiser von Oesterreich verlieh ihr den zum Andenken an seine Gemahlin gestifteten Elisabeth-Orden und versetzte ihre Adoptiv-Erben, die beiden Deforest, in den Freiherrnstand. * Ei«8 der nach Deutsch-Südwestafrika entsandten deutsche« Dienstmädchen hat einen in verschiedenen Zwischenräumen geschriebenen Brief in die Heimat gesandt, aus dem di« „D. Kolonial-Ztg." einiges mitteilt. Der erste Eindruck, den das Mädchen von der Küste empfing, war, wie voraus zusehen, nicht der günstigste. Sie schreibt: „Denk Dir da großen Ozean und dann eine fürchterliche, haushohe Bru- düng, und dann denk Dir eine große, gelbe Sandwüste Kein Hälmchen Gras, kein Baum, nicht das alkrHeinrte Sträuchchen, nur Sand, Sand, soweit das Auge reufit Und über dieser Sandwüste brütet der tropische Himmel, s’i ist es ein bischen windig, kann kein Mensch draußen sei», dann jagt der Wind mit dem Sand. Es ist schauerlich, man kann nicht sehen, nicht atmen. Und in diese Sandmiu denke Dir so schön weit verstreut 12—15 Häuser au» Brettern und dann vielleicht ebenso viele Hottentottenkraals, das ist Swakopmund! Hier wächst nichts als Hunde nni Flöhe; die giebts hier unzählige, kein Mensch kann vor retten. Alles in allem sind hier vielleicht 200 Deut'che mit der Schutztruppe. Jeder Bissen, den die Leute htr effen, ist importiert aus allen Himmelsrichtungen. Äm wird aus Kapstadt eingeführt. Wie das Essen hier ist. kaimst Du Dir denken, morgens Reis mit Büchsenmilch. Reis und Rindfleisch, abends, was übrig bleibt. jeden Happen Wurst, alles in Büchsen. Das Pfund W kostet 4 Mk., Brot (solches wie unser 25 Pfennig Brot, r °u gröber und sandig) kostet 1,50 Mk., Kartoffeln jino o® theuersten, der Sack 36 Mk. Die Flasche Bier kostet 2,->0 JJ - ich bekomme alle Mittag eine Flasche, und, wenn es heiß ist, nachher noch eine." — Nach kurzer Zeit äußert i sich schon weniger enttäuscht: „... Leben kann man hier, u Schwester, das sehe ich. Vier Wochen bin ich siho" und so wird die Zeit vergehen. Es gibt hier Llcht- u Schattenseiten wie überall im Leben. Es ist hier em vi q) ■ triste, aber ich schwärme ja fürs Einsame .. Herrschaft ist sie sehr befriedigt. Sie schreibt: . Stellung gefällt mir. Meine Herrschaft ist relzend zu - unsere Frau ist ein Engel an Güte und Sanftmut, - unser kleiner Junge ist süß, wenn er morgens angeia r kommt und ruft schon von Weitem: „Guten Ültorgen, -ta 1 Ihre Wohnung schildert sie folgendermaßen: „Ich meinem Hause ganz allein . . . Da ist erstens d,e groß, hell und ganz gut ausgestattet, dann kommt de vi stall und dann kommt meine Stube, schön groß, em F-ns^ und eine Thür, drin ein Bett, ein Tlsch, em h - Waschtisch, ein Kleiderriegel. Also Du siehst, 'st ° , ba!“ Auch baß zwei Schwarze für die grobe «wert ■ sind, wirb in demselben Briese berichtet. Interessant s feS; U! Ai*;”1 Pee Z auch It'N MlUU la nf K-Ä iinb 9 *r il$r io "i ZTfflf, da""abtn I.WÄ' Im alts haben 0 «i Stellung grM ' # UutiW rtitbt kaum «ne BinsuM Oec, Lakao, S üfltin wird Zua taotyn Preises wec WnMnissen sasi liAspunis beduch -fm daß ßch * M i. 6o. in - iitMu SMs iip) Mdes Ersu -rM hat. Der । Xu beliebten unt be Au» obige s siirn in Girhm men guten Rus । bn unb wahrh c in binnen 14 £ Hießen, iWW kwchr Horden i lech der vererben ! Solle rchmidi 15. d. M. bk i eaien, da spät«- i »<6r berechtig L Kröll, . f. Verdi । Innung oon f ttnuMnm unb I VMMnw jur' _ tau Hel iemtn; An, i l. I., DonnUtig i rmrntr btr unter) 1 winqungen u. ! fingythtn unb i Rwm koste T1 Pkg. (mit i: • dtlriebSse ' Zuschlag- ®run^rg(5ef • — en er Vorzüglicher 3086 im Zapf. 3176 340 von Heim'ch Arnold II M Marktstrsße 28, Telephou 115, empfiehlt 1065 GkwSstvvdklll pr. Vst. 40,50 a. 60 Vst., KavserRad empfiehlt 2993 R n bestes‘Rad! W Vertreter: Adolf Baer, Giessen. 8070 Ut HH>f v h I ii iiiU'ii ( MILCHPULYER ’ i| einzig richtiger Zusatz aur Kuhmilch für kleine Kinder und Magenleidende. Niederlagen dar ah Plakate kenntlich. Sßrührosa, bi'lau Blüte (hockfein), nagmun bonum JAVA- Kaffee nestles; kindermehl Bekanntmachung, betreffend: Die Löber'sche Stiftung. 'Jue obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Mark jährlich an >i nm in Gießen geborenen, verwitweten Handwerker zu vergeben, welcher vt'UM guten Ruf besitzt, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt u rt mir wahrhaft dürftig sein mutz. Anmeldungen werden von heute tm binnen 14 Tagen auf dem Büreau des Armenamts entgegengenommen. Gießen, den 10. April 1899. Tabletten nur 10 bis 12 Pfg., und mit Rücksicht auf diesen billigen Preis sollte keine Hausfrau es versäumen, einen Versuch mit Saccharin zu machen, das in den meisten Drogen- und Kolonialwarenhandlungen zu haben ist. Um Verwechselungen mit Nachahmungen vorzubeugen, verlange man ausdrücklich „Saccharin" und lasse sich nichts anderes geben. * Die Hausfrauen seien hiermit auf die gebrannten Java Kaffees der Dampf-Kaffeebrcnnerei M. S ch u st e r in Bonn aufmerksam gemacht. Die Erzeugnisse derselben erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit und zeichnen sich durch gleichmäßige vorzügliche Qualität vor allen anderen Sorten vorteilhaft aus. Die Kaffeebrennerei ist mit den neuesten und bewährtesten Röstapparaien ausgerüstet und leistet, gestützt auf eine ca. 50 jährige praktische Erfahrung, die größte Garantie für ein in jeder Hinsicht tadelloses Röstprodukt, dessen kostbare Eigenschaften so hervorragend sind, daß für denjenigen, der nur einmal Kaffees von M. Schuster versucht, es keiner weiteren Anpreisung bedarf. So erklärt sich, daß Schusters Kaffee auf allen bisher beschickten Aus' stellungen mit den höchsten Auszeichnungen, goldenen und silbernen Medaillen, prämiirt wurde, zuletzt auf der Allgemeinen Deutschen Kochkunst-Ausstellung in Hannover mit der einzig höchsten Auszeichnung der Branche. Schusters Kaffee ist in der bekannten Niederlage Hierselbst H. Wallach, Gießen, Marktpl. 8 zu haben, und verweisen wir auf das Inserat der Firma M. Schuster, Bonn in heutiger Nummer. ♦ Zur Nachahmung! Die Stadt Mannheim a. Rh. hat in ihrem Voranschlag für 1899 19,341 Mk. Zulage für städtische Beamten und 46,321 Mk. zur Aufbesserung der Löhne der städtischen Arbeiter eingestellt. Diese Aufbesserung der Arbeiter besteht aber nur zum kleinen Teil in eigentlicher Lohnerhöhung, sondern wird durch eine zweckmäßige andere Lohnzahlungsordnung zur Ausführung gebracht. So werden künftig Löhne für alle gesetzlichen Feiertage bezahlt werden, ebenso während der Militärübungen in Reserve und Landwehr (abzüglich der reichsgesetzlichen Vergütung), während der Krankheit eines A. Schuster, Bonn, Dampf-Kaffee-Brearrerei, gegr. 1857, « JU 60, 70, 75, 80, 85, 90 und 9Ü Pfg. daS halbe Pfund. Verkaufsstelle in Gieße«: H. Wallach, Marktplatz 8. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. gwwtrto mit Firma liefert billigst Mrü-Csche Aoiv.-prackirri. 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Ä» n San. «W; vrmag, rnrur, h, 34 habe lM en9Qgittt »tt StA VohlthätnL sie erlag’as 1 schrnrrzh^ inten ! d-r tiirft «ti, daß : 3nbet$r V Rolle, »ochste Antals er bei iz >ierliton-N Lode vor K Wischen tze ■ in hoher tzr en Gesellsche- schon 18,i iOjiihrigen? i daher nur en zu könnet ischen M e Glaubens : Versuch Früchte trug, toe, der er r Wohlthatigkeii-^ dem Pasteri Saris eine besseren Wij: , in Mi ir: MittM dllr fc ^«qveZchentM Kaiser mM ne SemajlL^ loptip-Srben, bitt riluatfaha bir enen Zwischen!: efanbt, cuiß bfl er erste Eü- ing, war, »te rc: ceibt: ficht, hiulshche itze, gelbe nicht daß afli: weit daß N i ttopischc $ie" i Mensch dm? nd. Es ist Und in dieses t 12-15 F viele yoltent:; t nichts allein Mensch ei vielleicht - ifcn, d-« i» ilsiichM" ld°sG" til ’ 5 übrig Men- ®Qi !- nKW'1', DIE.. «“5 * nr1 f,. ka *« L;ll> ifcqi 'Jt tteilnngcH über den Lohn, den sie erhält: „Gestern ijdlpi ich mich recht gefreut, denn ich habe das erste Mal 6 -fit? gekriegt. Frau G. gab mir 25 Mk. und Herr S., doc rudere Herr aus dem Geschäft, 10 Mk. Nun werde (Cbo hx sparen." Und an einer anderen Stelle heißt es: „Wj bem Schiffe habe ich nichts gebraucht, als zu Briefen uwtt'Lrinkgeldern. Ich habe das ganze Geld, das für unter- «etglberechnet war, mit herüber gebracht, und letzt am ersten ha^nch ja schon wieder 35 Mark bekommen, und hier braucht ia auch kein Geld." DaS Klima bekommt ihr gut. „Ihr, ich bin gesund und munter. Das Klima bekommt »»-.ich sehe viel wohler aus als in Berlin." Auch an Ler- onruungen fehlt es nicht: ..Kaisers Geburtstag habe ich oejwt wie noch nie in meinem Leben. Donnerstag haben di.-r Caulleutc gefeiert. Da gab es Toaste, Kuplets, lebende Bä lta und dann Ball. Ich habe getanzt bis an den Hellen MMWil. und wie getanzt. Dann Freitag war nachmittags Mrcn 3 U^r im „Hotel Bismarck" Festessen, das Kouvert 18' M, dann abends großes Feuerwerk und Ball bis Sonn, ebifeib, bis die Sonne hell schien. Überall war ich eingeladen, Unfalles haben G,'s (ihre Herrschaft) bezahlt." Schließlich fer noch verraten, daß die Briefchreiberin „bereits fünf re «le Heiratsanträge" bekommen, sie aber sämtlich abge- fcft^eii hat. Noch habe ich ja Zeit, schreibt sie, meine gefällt mir, meine Herrschaft ist reizend u s. w. ♦ Unentbehrlich für die Küche ist eine sühe Würze. Es lc um eine Speise oder ein Getränk, sei es Much-, 9Jld)k Biersuppe, Haferbrei, Gerstenschleim oder Kaffee, Tltzn. Kakao, Schokolade Warmbier, Grog, Punsch, zu t(Ü an wird Zucker verwendet, und doch ist derselbe des hkß'hen P reises wegen für unzählige Familien in bescheideneren MMmissen fast unerschwinglich. Daher wird allen auf EliHoriiis bedachten Hausfrauen der Hinweis willkommen feüÄ, ß sich der seit 12 Jahren von der Firma Fahlberg, V 9 i u. To. in Salbke Westerhüsen a. Elbe in den Handel gei'ihtfj!e Süßstoff „Saccharin" als ein sehr billiges uvk gesundes Ersatzmittel des teuren Zuckers vorzüglich be- tat. Der Ersatz für 1 Pfund Zucker kostet in Form bear beliebten und sehr leicht verwendbaren Saccharin- Macl-rsni Krnch.Mall-roni Apfelrinse98er,. ApfklspaUen Aprikosen Kirnen K-tteln „ Feigen Kirschen Iwetschen „ SevischtesVbst,, la. Emmenthnler- „ Sdomer« „ «onda. „ zimbnrger- l „ Snvd. OstmrA Euler, Walltborstroße 33. Sii Sodor kosten 10 Flaschen koenkiatires Wasser nur 70 Pfg. bei Ottto Schaaf, Seltersweg 39. Jede erfahrene « W « X Hausfrau verwende Fahlberg, List & Co.’s Saccharin-Tabletten den besten und gesündesten Süssstoff. Der Ersatz von 1 Pfund Zucker kostet nur 110—13 Pfennige I Daher grosse Ersparniss. Ausgezeichnet zum Versüssen von Kaffee, Thee, Kakao, Schokolade, Suppen, Grog, Punsch, Glühwein, Warmbier, Limonaden u. s. w. Zu haben in allen durch Saccharinplakate kenntlichen Drogen-, Kolonial- und Materialwarenhandlungen. 1200 P. Schadeck, jranfefurftr tz°s ZklbstgkwoimkNkk, reiner Bienenhonig abzugeben. Grüubergerstrafte 12, III. Versuchen Sie gefl. den vielfach preisgekrönten Arbeiters auf ein Vierteljahr hinaus, ^unb die Löhne verstorbener Arbeiter werden noch zwei Monate lang weiter- bezahlt an ihre hinterlaffenen Wittwen und Waisen. * Bolttbibliotheken. Die Gründung von Volks- und Arbeiterbibliothekeu gehört unstreitig mit zu den wichtigen sozialen Aufgaben der Gegenwart, und cs ist erfreulich, daß nun zum erstenmal auch im preußischen Staats- Haushaltsetat ein Betrag von 50,000 Mk. zur Förderung von Volksbibliotheken eingestellt ist. Im Königreich Sachsen wird die Begründung von Volks- und Arbeiterbibliotheken schon seit dem Jabre 1876 aus Staatsmitteln unterstützt. Von 1876 bis 1889 wurden jährlich 15,000 Mk. und von 1889 bis 1897 jährlich 18,000 Mk. für diese Zwecke verausgabt. Im Etat 1898/99 ist dieser Betrag auf jährlich 20,000 Mk. erhöht worden, sodaß sich mit Ende des Jahres 1899 der gesamte Staatsaufwand für diesen Bildungszweig auf 394,000 Mk. stellt. Auszug aus den Standesamtsregistern der Gemeinde Mieseck. Bom 7. März bis 10. April 1899. «heschlietzrrrr-err. März: 19. Landwirt Heinrich Peter Becker mit Eltsabethe Wilbelm dahier. 19. Bahnarveiter Georg Walldott von Garbenteich mit Elisabetbe Katb. Schneider dahier. 19. Monteur Heinrich Balth. W-aner mit Elisabethe Schmidt dahier. 23. Der Lehrer^ Adotf Heinrich Sckroth zur Weiterttadt mit Kath. Marg. Lina Kimmck babkr. April: 3. Bahnarbeiter Philipp Lotz IV mit Dorothea BSlzel dahier. 3. Babnarbeiter Heinrich Balth. Göbel mit Helene Hammel dahier. 9. Landwirt Heinrich Karl Werner mit Luise Weller dahier. Geborene. , März: 19. Dem Bahnarbrit.r Johannes Erb ein Soho, Heinrich. 19. Dem Former Heinrich Schneider eine Tochter. Lina. April: 5. Dem Eigarrenmacher Emil Luh ein Sohn, Emu. d. Dem Ctgarrenmacher Karl Pfeiffer eiue Tochter, Lina. «estorbeue. März: 11. Anna Marie Eckhardt, 81 Jahre alt. 11. Elisabethe Rodrnhausen, 69 Jahre alt. 15. «aroline Möser, Ehefrau voo Philipp Möser V., 56 Jahre alt. 21. K-tb-rine Hofmann, Ehefrao von Reinhard Hofmann, 57 Jahre alt. 27. Lina Ziegler, Tochter von Wirt Adam Ziegler, 23 Jahre alt. tmotzge Forderungen an den Rach- lau§ bti verstorbenen Rentnerin Frl. Lchmidtboru sind bis zum Ift«. d. Mt». bei mir geltend zu mvlchm, da spätere Forderungen nicht mttir berücksichtigt werden können. 1 Kröll, StitttgMg 12. I Berdioguog der Äes'trung von 908 Stück Bahrt» grxanftt inert und 747 Stück Weg» gr,«Ist« inen »ur AuLsteinung der Reu« Laustrecke Lollar-Londorf. Sttmiint Dienstag den 18. April M:)., r ormittags 10 Uhr, im Arberls« itiunin iser unterzeichneten Bauabteilung. ngen u. s w. können daselbst nmOhnn und die Berdingungsunter« g«gen kostenfreie Einsendung von 5UU ßfj. (nickt in Briefmarken) durck BetriebSsekretär Baetz bezogen Zuscklagsfrist 3 Wocken. 3089 O:unberg (Heffen), den 6. April 1899. «roßh. Hesi. Ei senbahn BauabteUung. ä® bann [D < tiir , Dii Aj j Cervelatwurst, einste Gothaer, empfiehlt 2388 Emil Fischbach. Flaschenbier aus der Brauerei ®. Bichler, hell und dunkel, empfiehlt 3059 Earl Reh, Wagengaffe 1, nahe MäuSb. Kein Husten mehr beim Gebrauch von Pectol-BonbonS (Coniferen - Kräuter • Malz - Zucker). In Paketen i 30 und 50 Pfg. zu haben bei 3100 Gustav Walter, Gießen. Leberthran, feinst blank Medizinal«, friüiiiimfletroften bei 2389 _____Emil Fischbach. Vorzüglicher Spierling-Apfelwein im Zapf. 3087 Hessischer Hof, W. biirgrl. MiNasstisch Aufruf! empfehlen in großer Auswahl Ä ganz ergebenst eingeladen. Gin Kutscher gesucht Diezstratze 7. 3172 3180 : Die Seit für Herren und Damen. Honorar pro Kursus Mk. 15.—. H. Tichy, Friseur. _ treten. zu vermieten. Bleichstratze 40. 01235] Kleines Farnilienlogis zu vermieten. Katharinengaffe 10. Telephon 21. Westanlage 15. ®etr.; D Südanlage 22, part mieten. 99 1060 ’S hß WUH. Weigel, Löberstraße 9. 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