[en 15. Deiember, '«Stoffe. kmlgeM- n lieber Satte, $r «® &ibtn [W|l interblie&enen: Iflffrr. aguer. cibcr rn entschlafen ist. rbliebeueu. 99. Dejeinber, nach. 8637 DeMbn, rch 88H ie imlung iN * Ter Sorjtauo^ finger Telephon 18. S Lederwaren )rfefeui//e-Waren ld Munition jhTplattenkofier ewichts-Erspar"19 50 bis 60 pCt- 8 52 M' •»"TiTo hten, patentirteD,vom < erzeugt611 Mittwoch de« 13. December 1809 Nr. 293 Zweites Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Giefzen monatlich 75 Pf-, mit Bringerlohn. Zzezugspreis vierteljährlich Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme »en Anzeigen zu der nachmittag- für den geltenden teg erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigrn.BermittlungSstellen de- In« uud AuSlande- nehmen Anzeigen für den Gießen« Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mn Ausnahme de» Montag-, Die Gießener y fätt< t »erden dem Anzeiger »dchenUich viermal betgeleßt. Vtt^thion, Expedition und Druckerei: >4.tür«6< Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Zandwirt, Klätter für hessische UolKsbunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. * England und die Türkei. Gießen, den 12. Dezember. Mr. Chamberlain ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine kleine Freude wohl zu gönnen. Während alle Welt seine Politik verurteilt und ihn verantwortlich macht für all die Opfer, welche der Krieg in Südafrika erfordert, wird ihm in einem einzigen Staate Beifall gezollt vom Herrscher und von Untertanen. Freilich ist es nur der kranke Mann, welcher den Krieg billigt, und in einer Adresse, mit Namen von 40 seiner Untertanen bedeckt, wird England Glück gewünscht zu dem Raubzuge, aber die Thatsache allein, daß in Europa jemand auf feiten des britischen Reiches steht, darf Chamberlain befriedigen. Wie wäre es mit einer Allianz zwischen England und der Türkei? Der Gedanke wäre so Übel nicht angesichts der Thatsache, daß in Asien und Afrika viele Millionen Muhamedaner unter der Oberherrschaft Großbritanniens leben. Hat die Türkei berechtigte Ursache, die Freundschaft Englands zu suchen? In letzter Zeit hieß es wieder, daß Rußland wegen Zahlung der fälligen Kriegsentschädigungsrate mit der Türkei in Konflikt geraten sei. Das ist freilich nichts neues, denn Rußland hat bisher noch keine Rate ohne Anwendung von Zwangsmaßregeln erhalten, und es wäre wunderbar, wenn diesmal eine Ausnahme stattsinden sollte. Aber im Orient heißt es bekanntlich: „für England oder für Rußland", und da die Freundschaft für das Zarenreich im Jldiz Kiosk gegenwärtig den Nullpunkt erreicht hat, so ist nichts natürlicher, als daß man Sympathien für England ostentativ zur Schau trägt. Von diesem Gesichtspunkte allein ist das Verhalten des Sultans und seiner getreuen Muselmanen zu betrachten. Wir haben uns schon oft mit dem Reiche des Padischah an dieser Stelle beschäftigt und konnten konstatieren, daß jedesmal, wenn das europäische Konzert bei irgend welcher Gelegenheit auf den Sultan einwirken wollte, England das Karnickel war, welches sich von den anderen Großmächten trennte und Sonderinteressen verfolgte. Das geschah in fast allen Fällen zu dem Zwecke, um Rußland aus dem Sattel zu heben. Während des Beginns des griechischtürkischen Kriegs sah man freilich England auf Seiten der Hellenen — eben weil Rußland im Verein mit den anderen Mächten den Bruch des internationalen Rechts seitens Griechenlands verurteilen mußte. Sonst aber hat England meistens dazu beigetragen, den Sultan in seinem Widerstand gegen Reformen zu bestärken und die Anstrengungen der Großmächte, den christlichen Untertanen in der Türkei aufzuhelfen, illusorisch zu machen. Ob England auf die Sympathieen der Türkei stolz sein und auf dieselben für alle Fälle rechnen darf, ist freilich eine andere Frage. Der Wind schlägt am Bosporus gar zu leicht um, und wenn der Zar in der Kriegsentschädigungsfrage mit sich reden laßt, dann wendet sich ihm auch wieder die Neigung des Sultans zu. Aber immerhin ist es beachtenswert, daß Chamberlains Politik wenigstens von einer Seite Anerkennung gefunden hat, von der er sie vielleicht gar nicht erwartete. Wir sind die Letzten, welche ihm diese Anerkennung mißgönnen! " - 1 ■ — - . . • Fokales und Provinzielles. Gießen, 12. Dezember 1899. * * Geschicht-kalender. (Nachdruck verboten.) Vor 100 Jahren, am 13. Lezemd.r 1799, wurde zu Düsseldorf Heinrich Heine geboren, ein Dichter von reichster Begabung, doch voller ungelöster W'dersp ücbe. Sein .Buch der Lieder" ist eine der wundersamsten Gaben, die \t ein Dichter s-Mem Volke bot; sein Loreley Sang: „Ich weih nicht, was toll eS bedeuten", ist Gemeingut von A t und Jung. In frtmbtx Eide, auf dem Friedhöfe am Fuße des Montmartre, schläft er den ewigen Schlummer. * ♦ Vom kupferne« Sonntag. Der vorgestrige Sonntag, a« welchem unsere Geschäftsleute das erste Mal vor Weih «achten bis 7 Uhr abends verkaufen durften, hatte viele Fremde in die Stadt gezogen. In der Neustadt, der Marktstraße, auf dem Marktplätze, der Mäusburg rc. herrschte besonders am Nachmittag ein überaus reger Verkehr, Haupt, sächlich von Landleuten, die allerdings in den meisten Fällen vorerst nur ihre Schaulust an den Ausstellungen in den Erkern befriedigten. Die Umsätze, die trotzdem erzielt wurden, waren in einzelnen Branchen, z. B. Manufaktur-, Kurz-, Wolle- und Spielwaren recht gute. Das eingetretene Wetter hat offenbar Leben in« Geschäft gebracht, wenn auch die Käufer, der Beständigkeit desselben nicht tränend, vorsichtig einkaufen. Da- Geschäft mit der Stadtkundschaft ist noch sehr rückständig. Diese wartet nach alter Gepflogen- heit mit ihren Weihnachts Einkäufen bis zuletzt, wo dann die Läden mit Käufern überfüllt werden. Häufig hört man dann die Klage, daß man als alter Kunde von dem Geschäftsmann- nicht mit derjenigen Sorgfalt und Zuvorkommenheit bedient sei, wie man es erwarten könne. Ge rade die Weihnachts Einkäufe sollte man möglichst zeitig besorgen, solange die Läger noch gut sortiert sind, und dann hat man auch viel mehr Ruhe, seine Wahl zu treffen, und hat nicht nötig, lange in den Läden zu warten, bis man bedient wird. Dem Kausmanne aber ist es eine Erleichterung, wenn sich das Geschäft mehr verteilt, und nicht alles die letzten paar Tage sich zusammendrängt. • -7- ** Ruhestandsversetzung und Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 9. Dezember den Steuerkommissär des Steuerkommissariats Büdingen, Regierungsrat Ernst Hoos, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Dienstnachfolgers an, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treugeleifteteen Dienste in den Ruhestand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. •• Ernannt wurde der Regierungsbauführer Fritz Kritzler aus Michelstadt zum Regierungsbaumeister. «* Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Grebenstein ist am 11. Dezember eröffnet worden. Neuer Beamtenverein. Am verflossenen Samstag hat sich in Frankfurt ein „hessischer Richterverein" konstituiert, der das ganze Großherzogtum umfaßt. Zweck der Vereinigung ist ein engerer Zusammenschluß, der einerseits der Mitteilung und Besprechung wichtiger theoretischer und praktischer Rechtsfragen dienen soll und anderseits die Hebung und Forderung der Kollegialität unter den Mitgliedern und die Wahrung der Standesinteressen ins Auge faßt. Auch will die Vereinigung auch Hinterbliebene ihrer Mitglieder im Bedürfnisfall unterstützen. Der erst genannte Zweck soll vornehmlich durch ein zu gründendes Vereinsblatt erreicht werden. Dem Verein traten sofort über 100 Richter und Staatsanwälte aus dem ganzen Großherzogtum bei. *♦ Beim Herannahen des Weihnachts • Packetverkehrs erscheint es uns angezeigt, auf verschiedene Punkte hin- zuweisen, deren Beachtung für die Absender von Packeten besonders wichtig und geeignet ist, das Publikum vor Nachteilen und Unannehmlichkeiten zu schützen. Die Packele sind dauerhaft zu verpacken. Dünne Pappkasten, schwache Schachteln, Zigarrenkisten sind nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Packete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Packet gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen in Leinwandverpackung, welche Feuchtigkeit, Fett, Blut u. s. w. absetzen, darf die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post-Packetadressen für Packetaufschriften nicht verwendet werden. Es ist ratsam, dem Inhalte der Packetsendungen einen Zettel beizufügen, der die vollständige Adresse enthält. Der Name des Be- stimmungsorts muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Packetaufschrift muß sämtliche Angaben der Begleitadresse enthalten, zutreffendenfalls also den Frankovermerk, den Nachnahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbestellung u. s. w., damit im Falle des Verlustes der Begleitadieffe das Packet auch ohne dieselbe dem Empfänger ausgehändigt werden kann. Aus Packeten nach größeren Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Packeten nach Berlin auch der Buchstabe drs Postbezirks (0., W., 80. u. s. w.) anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebes trägt es wesentlich bei, wenn die Packete fr anfiert aufgeliefert werden; die Vereinigung mehrerer Packete zu einer Begleitadresse ist thunlichst zu vermeiden. $ eitere Aufschriften, die sich auf dem Verpackungsstoff etwa noch befinden, müssen vor der Ablieferung vollständig beseitigt, oder unkenntlich gemacht fein. Bei dem außerordentlichen Anschwellen des Verkehrs ist es nicht thunlich, die gewöhnlichen Beförderungsfristen einzuhalte» unb namentlich auf weitere Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige Zustellung vor dem Weihnachtsfest zu übernehmen, wenn die Packete erst am 22. Dezember oder noch später eingeliefert werden. ** Dnnggrnben-Entleerung. (Eingesandt.) Die hiesigen Landwirte, die, wie auch anderswo, bei uns immer einig sind, sobald es sich darum handelt, ihre Notlage zu verbessern, haben bekanntlich die Preise für die Dung- gruben -Entleerung schon einmal gesteigert. Unsere Hausbesitzer haben sich damals den Preisausschlag ruhig gefallen lassen. Vor kurzem verlangten die Absuhrleute Gießens statt bisher 1 Mk. 70 Pfg. 3 Mk. für die Abfuhr eines Fasfes Jauche, jedenfalls in Rücksicht auf die kommende Kanalisation, die allerdings in frühestens 3—4 Jahren die Hausbesitzer von den Landwirten unabhängig macht. Man merkte die Absicht, und wurde verstimmt. Eine größere Anzahl Hausbesitzer wandte sich an die städtische Verwaltung mit dem Anträge, die Stadt möge das Abfuhrgeschäft in die Hand nehmen. Wir erfahren nun aus sicherer Quelle, daß in der vergangenen Woche seitens der städtischen Verwaltung verhandelt worden sei, und in Aussicht genommen ist, wenn die Landwirte die Dungabfuhr nicht auf 2 Mk. pro Faß heruntersetzen, das Abfohrgeschäft durch die Stadt mit Hilfe des Fuhrparks der Omnibus-Gesellschaft ins Werk gesetzt werden wird Es ist nicht zu verkennen, daß die in Aussicht genommene Thätigkeit für die Omnibusgäule die reinen Erholungsfahrten sein werden. — Hoffen wir im eigenen Interesse unserer Landwirte, um deren Ackerbau um Gießen herum es sehr schlecht bestellt sein würde, wenn sie die wohlfeile und dabei vorzügliche Düngung nicht hätten, daß es zu einer für alle Teile befriedigenden Verständigung kommt. * In dem Telephonwesen zunächst der Stadt Berlin, danach wohl auch der anderen Großstädte im Reichspostgebiet, steht eine bedeutsame Veränderung bevor, welche die von manchen Seiten gehegte Besorgnis vor einer Verteuerung der Benutzung des Fernsprechers beseitigen und der privaten Telephonfabrikation ein neues und weites Gebiet eröffnen wird. Es wird darüber berichtet: Das kürzlich vom Reichstage verabschiedete Postgesetz erhöht zwar die Telephonmiete in den Städten mit zahlreichen Anschlüssen über den bisherigen Jahresbetrag von 150 Mk., für Berlin auf 180 Mk., und bei dieser Erhöhung wird es auch für Ladeninhaber und andere Geschäftsleute, die auf sehr häufige Benutzung des Fernsprechers angewiesen sind, einstweilen sein Bewenden behalten. Zugleich aber wird eine Einrichtung getroffen, die für den Privatmann und dessen Haushalt den Preis auf den 5. Teil des jetzigen Betrages ermäßigt. Die Reichspostverwaltung ist, wie man weiß, zum Aufgeben der oberirdischen Leitungen gezwungen, weil bei diesen die elektrischen Straßenbahnen durch Ablenkung des Stromes die Verständigung in wachsendem Maße erschweren. Anläßlich der notwendigen Verlegung der unterirdischen Leitung sollen nun die Kabel allmählich durch alle Straßen und an jedes Haus geführt, und jedem Haus soll ein Fernsprechapparat zur Verfügung gestellt werden, der die Anbringung von zehn Nebenanschlüssen gestattet. Der jährliche Mietspreis für den Hauptapparat beträgt 180 Mk., für jeden Nebenanschluß 10 Mk., bei 10 Nebenanschlüssen also 180 + 10 X 10 = 280 Mk., so daß auf jeden Anschluß nur eine Jahresmiete von 28 Mk. entfällt. Das ist ein erheblich billigerer Mietpreis, als er irgendwo in der Welt gezahlt wird, darauf berechnet und geeignet, den Fernsprecher in jeden Haushalt einzubürgern. Die Apparate für die Nebenanschlüffe will die Reichspostverwaltung ferner nicht selbst liefern, sondern ihre Hergabe an Private den Fabriken überlassen. Eine neuere Erfindung gestattet, von jedem Nebenanschluß aus das Fernsprechamt ohne Hilfe eines Vermittlers (Portiers u. s. w.) anzurufen. Die mit Sicherheit vorauszusehende Entwickelung wird die sein, daß wohl jeder Hausbesitzer für sein HauS einen Anschluß an die Fernsprechleitung nimmt — wie an die Kanalisation, die Gas- und Wasserleitung — und den anteiligen Betrag der Wohnungsmiete zuschlägt. Der Nachzügler, die sich der Neuerung gegenüber anfänglich ablehnend verhalten, dürften nicht allzu viele fein, schon weil sie bei verspätetem Anschluß die Kosten der Pflasteraufreißung und Pflastererneuerung vor ihrem Hauseingang zu tragen haben würden. • * Evangelischer Arbeiter-Derein Gießen. Im dichtgefüllten Saal des Lenz'schen Felsenkellers hielt am vergangenen Sonntagabend Herr Prof. Dr. Sievers einen Vortrag über die Buren. Mit großer Aufmerksamkeit folgten die Anwesenden de» klaren, lichtvollen Ausführungen des Vortragenden, welcher mit Hilfe der Landkarte und vieler Abbildungen zunächst auf Land und Leute einging, und namentlich der letzteren Charakter, Beschäftigung, Zusammenleben fesselnd zu schildern wußte; sodann sprach er über die Ursachen, welche zum jetzigen Krieg führten und schloß mit der sehr anschaulichen Darlegung der augenblicklichen Kriegslage. Mit lebhaftem Beifall dankte die Versammlung dem Herrn Referenten; an de» Vortrag schloß sich eine Diskussion an, bei welcher auch aus der Mitte der Versammlung heraus eine Tellersammlung für die Buren in Anregung gebracht wurde. Das Ergebnis derselben betrug nahezu 25 Mk. Wie der Vorsitzende, Herr Pfarrer Dr. Grein, noch mitteilte, wird am nächsten Familienabend, der ja bekanntlich durch eine Verschiebung erst am Neujahrstag in Steins Garten stattfinden kann, Herr Prediger Zettel- mann aus Frankfurt a. M. die Festansprache halten, im übrigen wird an diesem Abend die Weihnachtsfeier in der hergebrachten Weise begangen werden. ** Geflügel- u»d Vogel-AuSstelluug. Das Ausschreiben für die vom 26. bis 28. Januar auf dem Windhof in Aussicht genommene Dritte Allgemeine Geflügel- und Vogel-Ausstellung ist inzwischen versandt worden. Da- »ach wird die Ausstellung nur aus einer Prämiirungs- Abteilung bestehen und in 9 Unterabteilungen zerfallen. Die bei der letzten Ausstellung eingerichtet gewesene Verkaufs- Abteilung für Großgeflügel und Tauben kommt dieses mal wegen Raummangel in Fortfall. In der Klasse Kollektionen dürfen Stämme von 7 bis mindestens 5 Tiere ausgestellt werden; doch läßt man, im Gegensatz zur letzten Ausstellung, wo nur Hühner in dieser Klasse zugelasien waren, auch Gänse und Enten in derselben zu. Nach dem uns vorliegenden Ausschreiben zerfallen die auszustellenden Hühner ihren Rassen und Farben nach in 38 Klassen, von denen folgende betreffs der auf dieselben zu verteilenden Preise von Interessenten mit Garantie versehen sind: Brahma: dunkle. —■ Hamburger : Goldsprenkel, Silbersprenkrl, Goldlack, Silberlack sowie Schwarze. — Italiener: rebhuhnfarbige, gelbe sowie weiße. — Bantam: einfarbig und gesperbert. Von den 4 Klassen Enten sind Aylesbury und Rouen garantiert. Bei den 17 Klassen Tauben haben Brieftauben Garantie gefunden. Es steht aber zu erwarten, daß auch die nicht garantierten Klaffen Großgeflügel und Tauben so zahlreich beschickt werden, daß bei diesen erste und zweite Preise zur Verteilung kommen. Im ganzen sind bei der Ausstellung mit den garantierten 77 Klaffen zur Prämiirung vorgesehen. Die stärkste Beteiligung werden ohne Zweifel die garantierte« Klassen finden und wird damit zugleich bei diesen Rassen ein Wettbewerb hervorgerufen, wie er bet den vorangegangenen Geflügel - Ausstellungen nicht vorhanden war. Die bedeutenden Züchter, besonders der Hamburger und Italiener Hühner sehen sich erst veranlaßt, auszustellen, wenn betreffs der Gewährung von ersten und zweiten Preise« für diese Klassen Garantie vorhanden, was bei schwacher Beteiligung in einer Klasse ohne Garantie ausgeschlossen ist. Besonders Züchter, die vom Ausstellungsort weit entfernt wohnen, scheuen sich, ihre Tiere den weilen Weg machen zu lassen, wenn sie betreffs der Preise, die verteilt werden, nicht Sicherheit haben. Die Ausstellungen des Gießener Geflügel- zuchlvereins finden in hühnerologischen Kreisen immer mehr diejenige Beachtung, die sie in der Thal verdienen. Sind es doch auch dieses Mal wieder die in Deutschland anerkannt bedeutendsten Kenner unserer Geflügelraffen, welche bei der bevorstehenden Ausstellung im Januar das Preisrichteramt übernommen haben; wir erfahren wenigstens aus dem Ausschreiben, daß der Rentier Martin von Lehrte und der Redakteur Rudolf Kramer von Leipzig das Amt als Preisrichter für Großgeflügel und Tauben freundlichst übernommen haben. Auch sür die Vogel- und Geräte Abteilung ist cs wieder gelungen, in dem Rentier I. Schweickhardt von Frankfurt a. M. einen Preisrichter zu gewinnen, der seine Sache gründlich versteht. Durch diese unparteiischen Sachverständigen, welche mit den Ausstellern gar keine persönlichen Berührungspunkte haben, und die einen Tag vor der Eröffnung der Ausstellung ohne Katalog, also ohne zu wissen, wer Eigentümer der ausgestellten Tiere ist, die Prämiirung vornehmen, ist die volle Gewähr gegeben, daß bei der Zuerkennung der Preise nur der Wert und die Beschaffenheit der Tiere bestimmend ist. Für Preise kommt zur Verteilung der Gesamtbetrag des eingegangenen Standgeldes, abzüglich 15 Prozent für Futterkosten, und bestehen dieselben aus Geldpreisen, silbernen und broncenen Medaillen und Diplomen. Man erwartet dieses mal eine besonders starke Beteiligung von Züchtern aus unserer heimischen Provinz, sind doch für jede Klaffe besonders zahlreiche und wertvolle Ehrenpreise zu erringen, und cS hat die Geflügelhaltung und Geflügelzucht in unserer Umgebung, angeregt durch den Gießener Geflügelzuchtverein und dessen Ausstellungen, in den letzten Jahren zugenommen und sich wesentlich gehoben. X Vom Laude, 11. Dezember. Gegenwärtig bilden wieder die Zigeuner eine wahre Plage der Landbewohner. Mit unnachsichtlicher Strenge sollte man das zudringliche Gesindel zurückweisen. Ties ist das einzige Mittel, dem braunen Volke daS Handwerk zu verleiden. 0 Atzenhain (Kreis Alsfeld), 10. Dezember. Hier ereignete sich gestern ein sehr bedauerlicher Unglücksfall. Obgleich das Eis noch nicht fest war, wagten sich zwei Knaben auf den am Ausgang des Ortes befindlichen Weiher, der von einem Graben durchzogen wird. Plötzlich brach die dünne Eisdecke, und der eine der beiden unvorsichtigen Knaben sank vor den Augen seines Kameraden unter. Dieser, selbst nicht im stände, dem Freunde beizustehen, eilte ins nahe Dorf nach Hilfe. Leider kam diese zu spät. AIS man den Verunglückten nach vieler Mühe aits Ufer brachte, war — wohl infolge eines Herzschlages — bereits der Tod eingetreten. Der auf so tragische Weise ums Leben gekommene Junge heißt Dörr und stand im zwölften Lebensjahre. — Fast in jedem Wiuter liest man in de» Blätter« von derartigen Unglücksfällen, und trotzdem läßt die Jugend immer wieder in sträflichem Leichtsinn die nötige Vorsicht außer Acht. Eltern und Lehrern sollte dieser traurige Fall Veranlaffung geben, die Kinder eindringlichst hinzuweisen auf die schlimmen Folgen, die das Betreten einer Eisfläche, bevor deren Tragfähigkeit nicht gehörig erwiesen, nach sich ziehen kann. n. Altenstadt, 11. Dezember. Die unter der Spitzmarke n Aus dem Nidderthal in Nr. 291 stehende Mordgeschichte ist böswillige Erfindung, für die der betreffende Berichterstatter aber nicht verantwortlich gemacht werden kann, weil das Gerücht mit größter Bestimmtheit auftrat und den Vorgang bis ins einzelste ausmalte. Die ganze Gegend war in der Mitte" der vorigen durch das Gerede in größte Aufregung versetzt. Danach sollte ein Schäfer auf dem Sterbebette gebeichtet haben, er habe in Gemeinschaft mit seinem Herrn vor 5 Jahren in der Scheuer desselben ein junges Mädchen erdrosselt und dann im Felde verscharrt, von seinem Herrn hätte er 1000 Mk. Schweigegeld erhalten, könne aber nun nicht ruhig sterben, bis er sein Gewissen erleichtert habe. Es wurde nun in der ganzen Gebend erzählt, angestellte Nachgrabungen an der bezeichneten Stelle hätten die Richtigkeit der Angaben des sterbenden Schäfers ergeben, und der Mitschuldige, ein angesehener Landwirt, sei bereits verhaftet. Es verlautet jetzt, man habe den Erfinder der Schauermär ausfindig gemacht. — Der Winter hat mit ungemein scharfem Frost bei uns eingesetzt. Gestern halten wir schwachen Schneefall. Hoffentlich bewährt sich auch jetzt das Sprichwort: „Strenge Herrn regieren nicht lange." Bei de» jetzigen Steiukohlenpreisen wäre das sehr zu wünschen. § Ruppertenrod, 10. Dezember. Gestern feierte unser Bürgermeister, Herr H. Westrupp, sein 25jähriges Dienstjubiläum als Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher. In der ihn charakterisierenden, stillen, bescheidenen Art beging er die Feier im engsten häuslichen Kreise. Jede Ovation hatte er sich verbeten, aber von Alsfeld war doch Herr Kreisrat Dr. Melior erschienen, um den Jubilar zu begrüßen und zu beglückwünschen. Im Beisein des Gemeinderats sprach er in herzlichen, warmen Worten dem Jubilar seine Anerkennung für dessen Verdienste aus, die nicht nur im engen Kreise der Gemeinde, sondern auch — wie die Ordensauszeichnuug beweise — in weiteren Kreisen anerkannt und gewürdigt würden. Dem Jubilar war zum Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs das silberne Kreuz Philipps des Großmütigen verliehen worden. Es ist eine schwere Kunst, in der Verwaltung einer Gemeinde, es allen recht machen zu können. Wie sehr aber Bürgermeister Westrupp sie zu pflegen gewußt, das beweist seine bereits zweimal erfolgte einstimmige Wiederwahl. Das volle Vertrauen der Gemeinde, ihre ungeteilte Verehrung und Liebe hat sich der Jubilar in vollem Maße zu erwerben gewußt, wie auch die Wertschätzung seiner Behörden. Es darf heute schon als sicher gelten, daß die Gemeinde bei der in zwei Jahren zu erfolgenden Neuwahl ihren verehrten Vorsteher einstimmig wiederwählen wird. Gewiß der schönste Anerkennungsbeweis. Wir aber wünschen dem rüstigen Jubilar eine noch recht lange, segensreiche und dankesfrohe Amtsführung! △ Darmstadt, 11. Dezember. Die vor 11 Monaten gegründete und bereits 1300 Mitglieder umfassende Sterbekasse für die Mitglieder des Landesgewerbevereins hat jetzt den ersten Todesfall zu verzeichnen. Die Witwe erhielt sofort das Sterbegeld von 500 Mk. auS- bezahlt. Die außergewöhnlich günstige Sterblichkeitsziffer ist offenbar der Sorgfältigkeit zu verdanken, mit welcher die Prüfung der ärztlichen Gesundheitszeugnisse und darnach die Ausnahmen durch den Kaffenvorstand ftattzufinden pflegt. Seit 1886 unterzogen sich in 24 Ortsgewerbevereinen im ganzen 1591 Lehrlinge der Gesellenprüfung. Die erste derartige Prüfung wurde im Jahre 1886 mit 8 Lehrlingen abgehalten. Inzwischen fanden im ganzen 88 Lehrlingsprüfungen statt. Die Zahl der Prüflinge mag wohl gering erscheinen; es ist indessen zu berücksichtigen, daß noch im Jahre 1896 nur 63 Ortsgewerbevereine bestanden und die 37 weiteren Vereine erst in den letzten 3 Jahren gegründet wurden. Mit der Zeit dürsten wohl in allen (100) dermalen bestehenden Ortsgewerbevereinen die Gesellenprüfungen zur Einführung gelangen, sodaß schon die nächstjährige Landesausstellung voraussichtlich von verhältnismäßig vielen Vereinen mit Lehrlingsarbeiten beschickt werden dürfte. 8 Darmstadt, 12. Dezember. Die in verschiedene Blätter übergegangene Nachricht von bei schweren Bedrohung der Bäckerfamilie K. in Bensheim a. d. B. hat sich heute als anscheinend harmloser, aber doch sehr bedenklicher Scherz aufgeklärt. Als heute früh um 4 Uhr der seit ca. 6 Wochen bei Herrn K. in Stellung befindliche ca. 20 Jahre alte Bäckergehilfe Pfeiff aus Siefersheim in Rheinhessen nach einem Gespräche mit seinem Meister aus der Wohnstube in den Hof trat, wurden angeblich plötzlich 5 Schüsse von der Seite auf ihn abgefeuert, die ihn und das ganze Haus kolossal erschreckten; Pfeiff wurde zwar nicht verletzt, gab aber an, daß an seinem Anzug ein Knopf abgeschossen sei. Als der Meister und die Mitbewohner herbeieilten, um den frechen Eindringling und blutgierigen Mörder, der durch die verschlossenen Thüren herein gekommen sein mußte, festzunehmen, war dieser verschwunden. Ganz Bensheim war in Aufregung, ob des doch sehr bedenklichen Vorkommnisses, bis heute nachmittag der hiesige Kriminalwachtmeister Daniel und der Gendarmerie-Wachtmeister Hein in Bensheim in der Behausung de» Thatbestand aufnahmen und auch den Pfeiff verhörte». Dessen unnatürliche Darlegung des Vorfalles, sein ausfallendes Benehmen und ein im Hofe gefundener 5 mal gebundener sog. „Frosch", der nach näherer Besichtigung 5 mal geknallt haben mußte, gaben der Sache ei« anderes Ansehen und gestand auch der Pfeiff nach zweistündigem Kreuzverhör ein, sowohl der Absender der mehrfachen Drohbriefe, wie auch der Beranlasier der heftigen Schießens am frühen Morgen gewesen zu fern. Der dummdreiste Bursche gab auf Befragen an, von einem „Unbekannten" zu dieser Frevelthat aufgefordert worden zu sein; anfangs habe er gezögert, schließlich konnte er nicht mehr anders. Die eingeleitete Untersuchung wird weiteres Licht in die Sache bringen und dem Missethäter jedenfall- einen kräftigen Denkzettel hinterlassen. Sehr zu begrüße» ist, daß durch das energische Vorgehen der Polizei und Kriminalbeamten sich der Fall so einfach aufgeklärt hat, damit die darüber sehr beunruhigten Einwohner Bensheim» wieder ohne Bedenken ihre Nachtruhe genießen können. A Vom Mai», 11. Dezember. Der Mai» geht heute sehr stark mit kräftigem Treibeis. Die Bierbrauer beeile» sich, ihren Eisbedarf rechtzeitig zu decken. Der Stromverkehr ist vollständig eingestellt. Die „fliegenden Brücke»" zu Klein-Krotzenburg und Seligenstadt sind abgefahre». Der Personenverkehr mit dem gegenseitigen Ufer kann nur mühsam durch Kähne vermittelt werden. A Seligenstadt, 11. Dezember. Ueber die vor 14 Tagen mittelst Beschlusses der Generalversammlung mit Wirkung vom 1. Januar 1900 auf Grund des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches erfolgte Umwandlung der bisherigen „Spar- und Hilfskasse" in eine „eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" wurden vielfach unrichtige, die gedeihliche Fortentwicklung der Kaffe hemmende Darstellungen und irrige Ansichten verbreitet. Die Kassenverwaltung hat deshalb Veranlaffung genommen, in einem besonderen Flugblatte die tatsächlichen Verhältnisse, sowie die absolute Notwendigkeit und offensichtliche Nützlichkeit der Umwandlung eingehend zu erläutern und dadurch die unter zahlreichen Mitgliedern gefestigte» Bedenken erfolgreich zu zerstreuen. In der Thal gehörten bis 1898 über 500 Genossenschaften dem Verbände der hessischen landw. Genossenschaften an, worunter 341 Sparund Darlehenskassen, welche sämtlich die unbeschränkte Haftpflicht einführten. — Die hiesige Kasse hatte im letzte» Rechnungsjahre eine Einnahme von rund 80040 Mk. und eine Ausgabe von 66586 Mk., erzielte also einen Rest von 13454 Mk. DaS Kapitalvermögen beträgt 117 953 Mk., während sich das aus den Gesamteinlagen und den kapitalisierten Zinsen zusammensetzende Schuldkapital auf 109962 Mk. beziffert. Der Reservefond beträgt somit dermalen 7990 Mk. Die Verwaltungskosten betragen nur 745 Mk. Im letzte» Jahre traten 71 neue Mitglieder der Kasse bei. «Q Mainz, 11. Dezember. Durch Entschließung vom 5. d. Mts. wurde der durch ein Kuratorium geleiteten St. Marienschule hier (Knabenschule mit Pensionat) Korporationsrechte verliehen. — Seit heute morgen bringen Main und Neckar starkes Treibeis und eiligst flüchten sich Schiffe und Flösse in die Häfen, da, wenn die Kälte anhält, sich bei dem außerordentlich niederen Wafferstand befürchten läßt, daß der Rhein auch sehr bald mit Ei» gehe« wird. In dem Mainkanal find gestern bereits die Nadelwehren niedergelegt worden. Hier sank die Temperatur verflossene Nacht bis 8 Grad unter Null. = Aus Rheinhessen, 11. Dezember. Infolge anno- nymer Denunziation war gegen die Rheinhessische Kognakbrennerei, Weingroßhandlung H. Beckmann in Gaualgesheim Untersuchung wegen Weinfälschung eingeleitet worden. Wie der Firma jetzt von der Staatsanwaltschaft mitgeteilt wurde, ist das Verfahren eingestellt worden. — Zwecks Erbauung einer Kaserne ist der Militärfiskus mit der Gemeinde Gonsenheim wegen der Er- Werbung eines Terrainkomplexe» von einer Größe von 124 Morgen in Verbindung getreten. • Marburg, 11. Dezember. Die Einwohnerzahl unserer Stadt beträgt nach der neuesten Feststellung 17,030. Gegen daS Vorjahr ist eine Zunahme von 260 Personen zu konstatieren. (Oberh. Ztg.) • Frankfurt a. M., 10. Dezember. (Folgen der Eingemeindung.) Man schreibt der „Kl. Pr.": Die Seckbächer trinken mit Vorliebe ihren Schoppen in der eigenen Gemeinde; sie lieben es nicht, andere Plätze mit ihrem Besuche zu beehren. Staunen erregte es daher, al» sich am letzten Sonntag mehrere Ortsbürger nach dem benachbarten Enkheim begaben, um dort ihren Durst z» löschen. Auf die unter den obwaltenden Umständen ver zeihliche Frage des mit dem Besuche beehrten Wirtes: „No, wo kommt Ihr denn auf einmal her?" antwortete» die Seckbächer: „Mer sein jetzt Städter un da müsse mer enauS uffS Land!" Eine Frage für die Küche. Frägt man irgend eine geschickte Köchin, womit sie Suppe«, Saucen rc. verdickt, wird meift die Antwort: „Mit B«own H. Poison'» Mondamin', da es hierfür das beste Mittel »st. Ferner frage man, ob sie auch schon die neuen Rezepte für die wa.men Mondamin- Gerichte v rsucht bat. Wenn nicht, kann man diese Rezepte in eine« Buche kostenlos und franko von Brown & Potton e> halten. Ma» b sucht nur unter deutlicher Adnsie^angabe an Brown * Polsorr^ Berlin C. 2, sofort zu schreiben. Gttchickte Köche fcbShen das Verdienst und die leichte wie schnelle Anwendung des Mondamins bet wa-men Sp tfen. In den falten Wintertagen sind d efe neuen Rezepte der Familie sowohl wie der Köchin gern w'lltommen. Mondam« Brown & Potton ist überall in Puketen ä 60, 30 u. 15 Pfg. erhälilich ßchtrtzmarN» Fleisch-Extract übertrifft, trotx billigeren Preises an Nlhrkre* und Wohlgeschmack die Liebig’schen Extraete und ist in allen besseren Drogen-, Delicatesaee- und Colonialwaaren-Handluntren an haben. f w Ä ” M an' "I*. liefotbtn ”Oh ''"tu 5>unq toj Jet Mijjt i«i b t LM« SÄS E-2r **«!«'ft -AÄ K8,elt°8e«e ’.T NtntrotfhL l®9llWWtai ®« nitt, anbei' W ■n erregte .« >*' “ Dtlibirget de» ® boxt id«" ‘ A ontroortete« tu“ St 'N b° ”liif *■*£> die nelicst®81* 0.H»otinDe^ die Küche. Mn. womU ^S^ ’rl7ft ff'"’* lTfl8fJS5 «titel ‘ft. t!r Mond-oito« ifir dte tDfl'^rn in fint« ' Jan diele R'L Ä sollen lickte ^t,Aonbam*nf »j«25s ir-. Mtz per 1/2 Kilo. Kausßattungs-Hhee Wil. 2.50. Jamikien-Wee .... ., 3.-. Jrühstücks-Hßee...... 3.50. Hcfellschasts-Tßee. . . ,, 4. . MeKtar-Hs-ee..... ,. 5.-. W* Niederlage von Hriginat-Aosen mit Schuhmarke ä 1 ^fb., Vr ^fb. unb •/« Usb. bei 7083 Emil Fischbach, Hießen, Selterstveg. 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November 1886, betr.: d»n Betrieb von W'.rtsch-flen und den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus für die Dauer von drei Jahren nachstehendes Ortsftatut erlassen. 8 1. In der Gemarkung Gießen soll die Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft, sowie zum nicht nur vorübergehenden Ausschänken von Wein, Bier oder anderen geistigen Getränken nur dann erteilt werden, aoenn ein Bedürfni» hierfür vorhanden und nachgewiesen ist. § 2. Das Ortsstatut tritt mit d:m Tage seiner Bekanntmachung in Kraft. Gießen, den 11. Dezember 1899. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bekanntmachung. Nachstehende» Ortsst tut wird hiermit öffentlich bekannt^gemacht. Gießen, den 11. Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Wir machen hi rm t noch besonder» darauf aufmerksam, daß unge- achtet de» von Großh. Kreisamt ergangenen Verbote» de» für 12. und 13. Dezember vorgesehenen Viehmarkre» der für Mittwoch, den 18. DezemberL899 vorgesehene Krämermarkt (Christmarkt) fiattfindel. Gießen, den 9. Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 8615 Gnauth. 3» blvorstchendcm Weihnachtsfcste empfehle trein großes Lager in. Stahlwaren Tranchierbestecke Tifchmesser, Gabel» Dessertmesser Taschenmesser Rasiermesser Echteren re. 8568 Waffen aller Art Alobertbüchserr Revolver Pistolen Patronen Zsechtutenfilien re. OptWküMaretl Opern- und Reisegläser Grillen, Piueenez Reißzeuge Barometer Thermometer re. Adam Reinig, vorm. C. Sartorius, 30 Seltersweg 30. Caviar. Maronen. Mineralwasser. Gothaer Cervelatwurst. Kaffee in allen Preislagen roh und gebrannt n. entsprechenden feinen n feinsten Qualitäten. Diverse Sorten Käse. Spirituosen und Punschessenzen. Monns. Weine. Backzuthaten. 8470 Cliokolade ö. Kakao aus der Fabrik J. Pb. Wagner fc Co. in Mainz, van Houtens Kakao. Biookers Kakao. Thee in auserlesenen Sorten und Mischungen. 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Der Ausschuß für Errichtung eines Kriegerdenkmals: Jean Kirch, Vorsitzender. Louis Emmelius, Schriftführer. Für die Kriege, kameradfchaft: Georg Schneider, Vorsitzender. Für den V.teranen-Verein: Louis Perri in., Vorsitzender. Gießen, am 29. November 1899. Spar- und Leihkasse Gießen. Doering. Zur Backzcit empfehle feinstes tHiitmrljl emvsi.'blt in bekannter Güte Wilh. Haas, Bekanntmachung. Die Benutzung des Schveinemarktplatzes und verschiedener anderer Plätze zur Förderung de» in der Lahn gewonnenen Eises soll für den lausenden Winter Mittwoch, 13. Dezember 1899, vormittag- 11 Uhr an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werde». Gießen, den 11. Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Ueberraschend billige Preise. Garantie für Solidität. Vergleichen Sie meine Master. Angabe ob schwäre, weiss, farbig. Seidenbau» S. Mathias, X ii rnberg 168. 4751 Spar und Leihkasse Gießen. Im Monat Dezember l. Is. werden bet der unterzeichneten Kaffe außer an den feststehenden Tagen Mittwochs und Samstag« auch noch «eben Dienstag und Donnerstag Geschäftstage abgehalten. Die Einleg t werden ersucht, unter Vorlage der Bücher die Zinsen in Empfang zu nehmen oder zuschreiben zu laffen. Zinsen, welche bi» Ende Dezember nicht in Empfang genomm n sind, werden den Einlegern gut geschrieben und vom 1. Januar 1900 an verzinst. Es brauchen hiernach im Monat Dezember alle diejenigen Einleger bei der Kaffe nicht zu er scheine», welche nur Zinsen beischreiben lasten wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres grfchehen. Bei Abnahm' von 5 Psund per Pfo. 18 Big. 8622 Emil Bender. Aufforderung. Zum dauernden Gedächtnis an die in Giesten geborenen oder er Hogenen aktiven Teilnehmer des Feldzugs 1870/71 soll-n aus Beschluß der Stadtverordneten Versammlung in der Vorhalle des alten Rathauses Gedenktafeln mit tun Namen dieser Teilnehmer aufg«stellt und zusammen mit dem Kriegerdrnkmal, voraussichtlich am 10. Mai 1900 enthüllt werden. Im Interesse der Vollständigkeit des aufzustellenden Nimensverzeich- »iffe» richten wir hierdurch an die Beteiligten und deren Angehörige die Bitte, baldgefälligst bet einem der Unterzeichneten Vor- und Familiennamen, Lharge und Truppenteil, bei welchem der Betreffende den Feldzug mib gemacht hat, schriftlich anmelden zu wollen. Datier Genever garantiert reines Kornprodukt nach Holland. Breunart, speziell für Magen- und Aierenleidende, L '/i Flasche 2,50 X, '/»'Flasche 1,50 X. Niederlage bei: 7985 C. G. Kleinhenn, Delikatesten-, Fisch- und Geflügelhandlg., Bahnhofstraße 59.Telephon 68. UittwSlh bte 13. 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