Sonntag den 13. August 1899 Rr. 189 Liweites Blatt Heneral-Anzeiger Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieszen. Fernsprecher Nr. 51. chog Nh». 3 iljt en echie^IL" Qfld kräftige« j‘ hochfein68 5751 len*>ec «njeigen ju der nechmittagi für b« jeiyuMai lag erschrinendeu Nummer Hl »om. 16 Uhr. USe Anzeigen-BermiMungSstellen bei In- onb Äuilacb^ nehmen Anreizen für den Gießen« Anzeiger uUgegea. 1« » Uhr. yorstand. ‘ßifofopßenwafö. ogenannW. gleich ner B,iiu a) Brau Kenntnis, dah ich meir mie-HHaft äfl wliteijührcn werbt >n Abnehmer durch m Äebeftien, Expedition und Druckerei: ><|*nir*te Ar. 7. xsM schlossen sei. Dem Könige von Preußen wurde der Entschluß schwer, und wäre die Schlacht von Langensalza nicht geschlagen, wäre nicht so viel Blut vergossen worden, so fragt es sich, ob er sich dazu entschlossen hätte. Graf Münster bat den ihm persönlich bekannten Grafen Bismarck um eine Unterredung, die am 7. August stattfand. Graf Bismarck sagte, es gehe ihm selbst jetzt manches zu rasch, er könne versichern, daß er die Annexion nicht beabsichtigt habe, daß er von vornherein die Selbständigkeit Hannovers habe achten wollen. Anfangs Mai habe er Hannover noch ein Neutralitätsbündnis angeboten ohne Reformprojekt und mit Garantie des ganzen Territorialbestandes; er habe immer gehofft, Hannover würde, wie im siebenjährigen Kriege zu Preußen halten und hätte nie glauben können, daß es solche vorteilhafte Anerbieten hätte ausschlagen können . . . Der König von Hannover habe keine Gelegenheit versäumt, seinem Hasse gegen Preußen Luft zu machen und habe jede Verhandlung unmöglich gemacht. Graf Münster meinte, Bismarck möge von der Person des Königs absehen, es handle sich um das Schicksal einer der ältesten Dynastien in Europa, er möge die Abdankung des Königs verlangen und erklären, er wolle nur mit dem Kronprinzen verhandeln. — Graf Bismarck erwiderte, er habe diese Idee auch gehabt, habe auch den König darum in Wien sondieren lassen, indessen wie immer die Antwort erhalten: ein Welf könne sich unter einen Hohenzoller nicht beugen. Graf Münster stellte dem Grafen Bismarck noch einmal vor, daß es auch im Interesse Preußens liege, einen 2 000 000 Seelen starken Stamm sich durch ein Bündnis zum Freunde zu machen, statt ihn durch plötzlichen Ueber- gang sich zu verfeinden, die antipreußische Stimmung habe von jeher bestanden und existiere auch jetzt noch. Für einen engen Anschluß an Preußen seien aber, da die Bundesverhältnisse nicht mehr zu halten, auch diejenigen, die es früher nicht gewesen wären, jetzt entschieden, für die Annexion niemand. Auf Münsters Anfrage, ob Se. Majestät und das Ministerium die Annexion schon bestimmt und formell beschlossen hätten, sagte Bismarck ja. Alsdann es mir aufgefallen, wie wenig umfangreich die Sprachkenntnisse der gebildeten Finnländer sind und wie geflissentlich sie es vermeiden, auch nur zu verraten, daß sie vielleicht Deutsch oder gar russisch verstehen.*) Die beiden Sprachen sind, wie ich überzeugend wahrnehmen konnte, den Finnländern nicht nur unbekannt, sondern sie lieben sie auch nicht. Sie sind wie die Engländer und halten jedermann für ungebildet, der ihre schwedische oder finnische Muttersprache nicht kennt. Indes, mit dem Französischen war ich bisher doch ganz gut durchgekommen, hier aber versagte auch das Idiom der grande nation. Da ich's nun für unmöglich hielt, in einem civilisierten Lande gegenüber einem offenbar gebildeten Menschen nicht einen Sprachlaut ausfindig machen zu können, der Halbwegs eine Verständigung ermöglichte, erkundigte ich mich mit der Schüchternheit, die mir meine eigene mangelhafte Kenntnis auferlegen mußte, ob der Herr- Pfarrer vielleicht englisch verstehe. Er schüttelte wiederum den Kopf, eine gewisse Röte peinigender Unbeholfenheit stieg in seinem Gesichte auf, und er murmelte einige Worte, die offenbar finnisch waren, denn sie erinnerten mich an das Esthnische in meiner Heimat Livland. Froh, vielleicht doch noch eine Brücke sprachlicher Verständigung zu finden, begann ich esthnisch zu sprechen. Und siehe da! Die Miene meines Gegenüber klärte sich ein wenig auf. Zwar sind finnisch und esthnisch sprachlich etwa so verschieden, wie hochdeutsch und holländisch, aber ein gewisser Wortschatz ist beiden verwandten Idiomen doch noch gemeinsam, sodaß mit Hilfe von Gesten eine Unterhaltung immerhin möglich ward. Und als ich dann auf den Gedanken kam, einige lateinische Brocken einzuflechten, da war mein Landpfarrer — ein solcher war es — ganz entzückt, und ich muß beschämend gestehen, daß er die Sprache der alten Römer recht fließend redete, während ich unzählige Stoßseufzer an den heiligen Zumpt richten mußte, um mit Hilfe meiner Schulennner- ungen an seine Lehren nur einigermaßen Rede und Antwort stehen zu können. Wir radebrechten über Finnlands Gegenwart und Zukunft. Ich gewann ein ziemlich klares Bild von der Selbstverwaltung des Landes, von der Vierkammer-Verfassung, in der die Adelskammer mit 100, die Geistlichkeit mit 37, «) Eine Ausnahme machen vielleicht nur die Großindustriellen und Grotzkaufleute, die natürlich in den modernen Kulturfprachen bewandert sein müssen. haben, hat die Reise des französischen Ministers des Aeußern De lc ässe nach Rußland viel Beachtung gefunden. Alle daraus gezogenen Schlüffe sollte man aber vorsichtig aufnehmen, da es sich bei der Reise scheinbar hauptsächlich nur um eine Erwiderung des Besuchs Muraviews in Paris handelt. ' Daß Rußland gesonnen ist, eine Art Oberaufsicht in Ostasien auszuüben, geht daraus hervor, daß es in Peking Vorstellungen erhoben hat gegen das beabsichtigte chinesischjapanische Bündnis. Welchen Erfolg dieser Protest haben wird, besonders bei Japan, läßt sich noch nicht ermessen; käme die chinesische Regierung allein in Betracht, so würde sie sich jedenfalls fügen. In England ist das Parlament geschlossen worden, nicht ohne daß noch vorher ernste Drohungen gegen Transvaal ausgestoßen worden seien. Der britische Löwe erhebt seine Tatze gegen eine Fliege! WenrUch die in Rennes stattfindenden Verhandlungen im Dreyfus-Prozesse noch immer die Augen der Welt auf sich lenken, so beginnt doch das Interesse vorläufig zu erlahmen, da man bezüglich der Freisprechung Dreyfus' sich keinen Zweifeln hingiebt. Größere Spannung erregt das Auftreten Merciers in den nächsten Tagen und der übrigen „Kronzeugen", die die Verurteilung des Kapitäns auf de n Gewissen hatten. Man nimmt an, daß noch viel Unrat zu Tage gefördert werden wird. (xx) M lrnmdl. etagrkkn Antritt 20 Psg. 1 Dänemark verwendet. Das Comite. lahme. W* forme meinet iefchäst Jetri, vierteljährlich Iti 2 Mark 20 Pfß. monatlich 75 Pfg mit Bringerloh». Bei Postbezug R Mark 50 P^. »ierteljährlich Deutsches Reich. M.P.C. Berlin, 10. August. Der jetzt in den Fürstenstand erhobene Graf Mün st er, der Nachfolger Hohenlohe's auf dem Pariser Botschafterposten ist bekanntlich Hannoveraner. Im August 1866, als bekannt wurde, daß Hannover annektiert werden würde, ging Graf Münster teils im Auftrage seiner Standesgenossen, teils der Königin Marie nach Berlin, um dort im Interesse des Welfenhauses zu wirken. Er erfuhr dort, daß die Annexion fest be- Politische Wochenschau. Die Anwesenheit des Kaisers in Dortmund bei der Einweihung des Dortmund-Ems-Kanals stand im Laufe der letzten Woche im Vordergründe des Interesses. Der Monarch hat durch sein Erscheinen bei der Feier allein schon beurkundet, welch hohen Wert er dem vollendeten Werke nicht nur beimißt, sondern welche Bedeutung für ihn der Mittellandkanal hat, der als eine Fortsetzung der eben eröffneten Strecke anzusehen ist. Uns erschien es von jeher nicht angemessen, daß der Ausbau des Kanalsystems, das doch dazu bestimmt ist, die Verkehrsinteressen zu fördern, und der Allgemeinheit zu dienen, zum Ausgangspunkt von politischen Agitationen gemacht worden ist. Wir stehen im Zeichen des Verkehrs, und da will man verhindern, daß Verkehrswege geschaffen werden? Nicht geringe Aufmerksamkeit hat man der Ernennung des deutschen Botschafters in Paris Grafen Münster zum Fürsten von Derneburg zugewendet. Kundige wollen darin eine neuerliche Bestätigung dafür sehen, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich die besten sind, und zu einem erfreulichen Ausblick in die Zukunft Anlaß geben. Es ist ja zu hoffen, daß das, was Graf Münster in Paris gesäet hat, nämlich Frieden und Versöhnung, im Laufe der Zeit hundertfältig aufgehen wird. Der Botschafter konnte fieilich besonders deshalb so erfolgreich wirken, weil er die Leberzeugung hegen durfte, daß der Kaiser die eingeschlagenen Bahnen billigte und die gleichen Wege wandelte. In der letzten Woche war wieder viel von einem beabsichtigten Besuche des Kaisers in England die Rede. Veranlassung hierzu gab wohl die Meldung, daß zwischen Wilhelm II. und der Königin von England Handschreiben ausgetauscht worden seien. Aus der Thatsache, daß die britischen Blätter immer wieder den Besuch anregen, kann man übrigens ersehen, wie hohen Wert man darauf jenseits des Kanals legt. Wie wir schon in einem besonderen Artikel dargethan wenigen Minuten auf irgend ein wüstes, kleines, tannenbedecktes Eiland fahren zu lasten, und von dem höchsten Punkte desselben aus, umgeben von lautloser Stille, einsam und allein stundenlang Umschau zu halten, Robinson Crusoe inmitten höchster Zivilisation, bis der schrille Pfiff der Dampfpfeife das Nahen des Schiffchens kündet, das einen b«r Weltvergessenheit wieder entreißt und in unglaublich kurzer Zeit dem vollen Pulsschlage westeuropäischen Lebens ^uf^Von Helsingfors aus hat der Reisende die Möglichkeit, auf der finnländischen Eisenbahn in raschem Fluge nach Osten auf der Linie Wyborg-St. Petersburg, oder nach Nordwesten auf der Linie Tawastehuus—Tammerfors— Uleaborg zu fahren. Ich schlug die erstgenannte Richtung ein, um zur größten Sehenswürdigkeit des Landes, dem Jmatra, zu gelangen. Bis zur Station Riihimäki laufen diese Linien zusammen; dort trennen sie sich, um fast in einem stumpfen Winkel auseinanderzugehen. Wie prächtig fährt es sich auf der finnischen Eisenbahn, der einzigen Bahn im heiligen Rußland, auf der ein anständiger Mensch auch dritter Klasse reisen kann! Auf hartem Granitboden, auf eisernen Brücken über Schluchten und Flüßchen, in kurze Tunnel hinabtauchend, geht es glatt und geräuschlos dahin, sodaß von dem Schwanken und Lärmen gewöhnlicher Eisenbahnen garnichts zu merken ist: es ist, als rutsche man pfeilschnell über Parquet dahin! Der Blick auf die vorüberfliegende Gegend ist anziehend, aber er bietet, nachdem man die ersten Eindrücke in sich ausgenommen hat, wenig Neues, Abwechselndes; der Charakter des Landes ist überall derselbe, nur die Dimensionen wechseln. Das zeigt sich auch sonst im Lande, ob man es im Norden oder Osten oder Westen bereise. Ich begann mich deshalb für meine Mitreisenden zu interessieren. Mir gegenüber, am Fenster des Waggons, saß ein ehrwürdiger Greis, dessen Aeußeres auf einen Pfarrer schließen ließ. Ich eröffnete ein Gespräch mit ihm in deutscher Sprache, erhielt aber auf meine Frage, wie lange wohl die Fahrt bis Wyborg dauern würde, nur ein Kopfschütteln, das soviel wie das bekannte holländische „Kann nit verftahn!" bedeuten sollte. Ich that meine Frage nun auf französisch — dasselbe Kopfschütteln. Ich fragte russisch — keine Antwort. Sonderbar! Schon in Helsingfors war ne Beate*. »ewerbebank will zu engagieren gl fach, WeMer- >c. sind unbedingt an an iw V°r- i Karl Loos, 595? trftetat ttßNch mit Ausnahme bei Mvntazi. Di« Siebener »erben bem Anzeiger Wöchentlich viermal bdgckgt Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kmdwirt, Ibreffe für Depeschen: Anzeiger chieße» Klätter für HMche Uock-ckunde.__ww «USS Mr. er.: Feuilleton. Aas „Land der tausend Seen". Reise-Erinnerungen von Erwin Bauer. (Nachdruck verboten.) II. Auf der firruläudischen Eisenbahn nach Wyborg. Die Umgebung von Helsingfors. — In den Skären. — Die flnnländische Eisenbahn. — Sprachkenntnifse der Finnländer. — Eine interessante Unterhaltung. — Finnlands Staats- Verfassung. — Wyborg. — Der Segen der deutschen Kultur. Die Wunder von „Monrepos". — Ein letzter Blick auf Wyborg. Der Saima-Kanal. Die Umgebung von Helsingfors ist schön und eigen, aber nicht so großartig wie die Landschaft im Osten und Nordosten des Landes; hier walten in der Hauptsache noch ungeschwächt die Kräfte und Gebilde der Natur, während um Helsingfors, wie überhaupt im Westen Finnlands, überall die Menschenhand verbessernd, ausschmückend, künstlerisch und wirtschaftlich schaffend und die Naturschöpfungen verkleinernd emgegriffen hat. Sehr interessant ist immerhin eine Fahrt in den sogenannten Tierpark, eine Alpenlandschaft im kleinen nördlich von Helsingfors, mit prächtigen Anlagen, mühsam zu ersteigenden Aussichtspunkten und einem hoch gelegenen, im Schweizerstile gehaltenen Restaurant. Der Hauptreiz in dieser Gegend bleibt indes das Meer, und eine Fahrt durch die Skären auf den kleinen Dampf- booten, die vom frühen Morgen bis spät in die Nacht hiinein das Jnselgewirr durchkreuzen, ist ungemein lohnend. Diese Skären sind nämlich durchaus nicht überwiegend kahle »der doch unbewohnte Granitfelsen mit spärlicher Vege- t.aiion; die größeren derselben sind vielmehr mit kräftigem Walde und einer bunten Flora bedeckt und dienen den vornehmen Bewohnern von Helsingfors als herrlich gelegene, kühle Villeggiaturen in dem kurzen, aber heißen Sommer. Ich habe auf diesen Inseln schloßartige Villen mit Park- und Blumenanlagen und Kolonien für Sommer- snischler gefunden, die sich mit ähnlichen Kolonien und Willen überall in der Welt messen können. — Besonders reizvoll aber ist es, sich von diesen bewohnten Inseln in M ' Prediger a llv- Es war nachmittags, zur Vesperstunde, als ich nach etwa neunstündiger Fahrt in Wyborg anlangte. Ich suchte zunächst das „Societetshus" auf und ließ mich deshalb vom Bahnhof durch die neuen Anlagen und die breiten, hübschen Straßen der Neustadt in die Altstadt fahren. Das „Societetshus" war indes besetzt, und ich mußte wieder zurück, um in „Belvedere", dem in einem wohl gepflegten Parke an der Bucht von Wyborg belegenen Hauptvergnügungsorte der Wyborger, wo das stattliche Gebäude eine Restauration mit einem Logierhaus vereinigt, eine Unterkunft zu suchen. Ich that es nicht mehr wie gern, denn die Altstadt Wyborz, die allein von der alten Hanse- und Handelsstadt übrig geblieben ist, ist durchaus nicht anheimelnd: kleine, düstere Häuser, enge, schmutzige Straßen, russische Kirchen und jener „Dunst aus der Tiefe", den ein Ort erzeugen muß, der außer mit Bauhölzern nur noch mit Theer, Talg, Fett, Butter, Eisen und Fischen handelt, — all das treibt den Fremdling zurück. Hier hatte das Russentum unverkennbar schon Fuß gefaßt; das verriet der Geruch und das Aussehen der Altstadt und der Anblick breiter russischer Lastwagen mit den Krummhölzern über den Pferdeköpfen; das verrieten die russischen Trachten und Physiognomien. Und ich hatte die Einkehr in „Belvedere" nicht zu bereuen. Freilich, teuer war es hier, sehr teuer, aber aus dem Gehege der Zähne des Wirtes, dessen spärliches Grauhaar ein gesticktes Mützchen, ein „Calottchen", bedeckte, tönten deutsche Laute, breite, sächsische Laute, und deutsch war die behagliche Einrichtung, deutsch die Gründlichkeit der Bedienung und — Schröpfung des Gastes. O Segen der deutschen Kultur! Ueberallhin sendet sie ihre Pioniere, die Gastwirte, aus, auf daß das im Mutterlande erworbene Geld der reisenden Stammesgenossen nicht in fremde Taschen fließe und heimatliche Laute, Eisbein mit Sauerkohl und echtes Bier den in die weite Welt Verschlagenen an das Vaterland erinnerten. Von den Türmchen, die „Belvedere" zieren, genießt man einen hübschen Ueberblick über Wyborg; vor dem Beschauer liegt die weite, klare Bucht von Wyborg mit ihrem regen Verkehr, im Hintergrund tauchen Felsen und Wälder auf; links erhebt sich auf einer Insel der Turm mit den Befestigungen des alten Schlosses von Wyborg, jetzt von Kasernen, Gefängnissen und russischen Soldaten besetzt; dahinter lassen blaue Hügel und laubbedeckte Anlagen der Bürgerstand mit 36 und der Bauernstand mit 55 Mitgliedern vertreten sind, und in der die Abstimmung nach Kammern geschieht, während in diesen letzteren selbst nach Köpfen abgestimmt wird; von dem Senate und den ihm unterstellten Behörden, die aus der Wahl der Kammern hervorgehen und die Executive im Lande bilden; von der Kontrolle der russischen Regierung durch den vom Zaren ernannten General-Gouverneur rc. Auch hier ward mir bestätigt, was ich schon in Helsingfors erfahren hatte, daß die Gleichberechtigung aller dem Nationalitätenkampfe zwischen Schweden und Finnen ein Ende gemacht habe, und daß das Land und seine Einwohner auch nicht daran dächten, ihre Verfasiung, ihr selbständiges nationales Schulwesen, ihre eigenen Einrichtungen im Post-, Münz-, Zoll- und Militärwesen, ihre auf altes schwedisches Recht begründete und zweckmäßig ausgestattete Rechtspflege den russischen Forderungen freiwillig zu opfern. Zwangsweise haben die Finnländer freilich schon manches von diesen Regalen aufgeben müssen, aber um so zäher halten sie am Reste fest, welcher ihnen immerhin noch eine gewisse Unabhängigkeit verbürgt. In der That, die von den russischen Zaren selbst auf den zwei berühmten Landtagen von Borgo (1809) und von Helsingfors (1863) dem Großsürstentum Finnland verliehene und gemeinsam mit den Ständen ausgearbeitete Verfassung mit dem periodisch wiederkehrenden Landtage hat den Einwohnern eine derartige Selbständigkeit und ein derartiges nationales Empfinden eingeimpft, daß par ordre du Tsar hieran schwerlich etwas geändert werden wird. Und wenn ich der Mitteilungen des alten Landpfarrers, der kurz vor Wyborg von mir mit einem freundlichen Händedrucke Abschied nahm und des Liedes gedenke, das mir allenthalben im Lande entgegengeklungen ist, des Liedes: „O Land, du Tausend-Seen-Land, Wo Sang und Treue wohnt, Du unsres Lebens sichrer Strand, Du Land der Väter, Zukunftsland, Vor deiner Armut dich nicht scheu, Sei frisch und froh, fei frei!" so hege ich die Zuversicht, daß an den finnländischen Granitfelsen alle russisch-tatarischen Gelüste trotz aller Drangsale, die sie Den Einwohnern bereits gebracht haben und gerade jetzt aufs neue bringen, schließlich doch zu schänden werden müssen .... daß sich gelegentlich der Reserve- und Landwehrübungen in diesem Frühjahre das bestätigt habe, was seiner Zeit das Kriegsministerium zu ernstem Widerstande gegen die Einführung der zweijährigen Dienstzeit bei der Infanterie veranlaßt hat. Die unter denselben Garnison- und sonstigen Dienstverhältnissen übenden Landwehrmannschaften, welche im allgemeinen noch eine dreijährige Ausbildung genossen hatten, überragten nicht nur in ihren Einzelleistungen, sondern besonders in denen im größeren Verbände bei weitem die Reservisten, die nur zwei Jahre gedient haben. Wenn hierbei auch nicht verkannt werden darf, daß für diese Ueberlegenheit der Landwehr moralische Gesichtspunkte insofern einen sehr großen Einfluß üben, als der meist selbständige, ältere, fast durchgängig verheiratete Landwehrmann an seinen Dienst mit größerem Pflichtgefühl und Ernst wieder herantritt, als der meist noch unselbständige, unverheiratete, vor allem aber jüngere und leichtlebigere Reservist, so sind diese Einflüsse doch nicht so bedeutend (?), um allein die Mehrleistungen der Landwehrleute erklärlich zu machen. Man muß daher wohl zu der Ueberzeugung kommen, daß die Hauptschuld an dieser Erscheinung auf die verkürzte Dienstzeit allein zurückzuführen ist. Ist diese Erfahrung bei allen Regimentern in gleicher Weise gemacht worden, so folgt daraus die zwingende Notwendigkeit, schon jetzt Vorsorge zu treffen, um das bei den Reservisten noch fehlende nachzuholen. Damit würde dann gleichzeitig erreicht werden, daß die später zur Landwehr übertretenden Reservisten mit besserer Vorbildung zu den Landwehrübungen kommen. Dieses zu erreichen stehen drei Wege offen, nämlich: 1) Wiedereinführung der dreijährigen ' Dienstzeit. 2) Nachdienen derjenigen Mannschaften, welche in der ersten Reserveübung hinter dem Durchschnitt zurückstehen, 3) längere Dauer der einzelnen Reserve- bezw. nötigen Landwehrübungen. — Ein Gericht in Mannheim sprach drei Zimmerleute, die angeklagt waren, sich bei Gelegenheit des dortigen Zimmerstreiks gegen § 153 der Gewerbeordnung vergangen zu haben, mit der Begründung frei, daß in dem Verhalten der Angeklagten keine Drohung im Sinne des Gesetzes sei. In dem Urteil wurde hervorgehoben, daß der Gesetzgeber durch die hohe Strafe, die für ein verhältnismäßig geringes Vergehen in der Gewerbeordnung vorge- sehen sei, den Gerichten die Pflicht auferlegt habe, derartige Fälle besonders genau zu prüfen und sich bei der Aburteilung in scharfen Grenzen zu halten. — Zur Eisenbahn-Dienst zeit schreibt die „T. R.": Die Eisenbahndirektion Halle a. S. macht bekannt: „Nachdem neuerdings auch in Halle und Kottbus der Dienst für das Rangierpersonal auf 12 Stunden ausgedehnt worden ist, setzen wir voraus, daß diese Anordnung nunmehr für sämtliche Bahnhöfe, auf denen bisher ein achtstündiger Rangierdienst eingerichtet war, durchgeführt ist. Sollten trotzdem noch Abweichungen bestehen, so sind diese sogleich zu beseitigen oder etwaige Hinderungsgründe einzuberichten. Weiter machen wir darauf aufmerksam, daß eine demnächst etwa für notwendig zu erachtende Abkürzung der Dienstdauer nur im Rahmen der vorgesehenen Kopfzahl und nur nach diesseitiger vorheriger Genehmigung geschehen darf." — Sollten Staatsbetriebe nicht soziale Musteranstallen sein? — Auf das Treiben der gewerbsmäßigen Streikagitatoren wirft neuerdings ein in den Berliner Bauarbeiterkreisen großes Aufsehen erregender Fall ein grelles Licht. Als „erster Vertrauensmann der Maurer drückte er seine Sympathie für den Adel und das Volk Hannovers aus und versicherte, daß alles geschehen werde, um die Anhänglichkeit an die Dynastie, die man in Preußen sehr zu achten wisse, zu respektieren; es sei schlimm, daß der König Georg so schwer zugänglich sei und sich voraussichtlich auf kein Arrangement hinsichtlich seines Vermögens sowohl, als auch hinsichtlich des Entbindens vom Huldigungseide einlassen würde. — Pastor D. theol. v. Bodelschwingh hat der „Hilfe" aus Bad Gastein folgende Mitteilungen gemacht: Ihre Anfrage in betreff des Kaiserbesuchs in Bielefeld vor zwei Jahren ist mir hierher nachgefolgt, und ich stelle aus meiner Erinnerung folgendes so gut ich kann sest: In der That tobte in jenem Frühling in Bielefeld eine heftige Strikebewegung unter den Bauhandwerkern, die insofern auch speziell gegen uns gerichtet war, als in einer öffentlichen Strikeversammlung der Beschluß gefaßt wurde, es dürfe unter keinen Umständen ein Vereinshaussaal, den wir für unsere Kranken bauten, fertig gestellt werden, weil wir in demselben unser Kaiserpaar empfangen wollten. Dennoch wurde durch wenige treue Leute, die zu uns hielten, der Saal fertig. Ich gebe zu, daß die Tyrannei seitens der Strikcnden härter war, als der gesetzliche Schutz, der den Arbeitswilligen gewährt wurde oder auch vielleicht gewährt werden konnte. Doch habe ich darüber beim Kaiser keine Klage geführt. Vielleicht ist es aber von anderer Seite geschehen. In Wilhelmsdorf gab es dann vor der Thür des Desinfektionsofens zur Reinigung der Kleider der Arbeiter ein etwas lebhaftes Gespräch, das ungefähr so verlief. Einer der anwesenden Herren äußerte sich dahin, daß der richtige Strolch sein Ungeziefer wohl gar nicht los werden will.' Der Kaiser ergriff die Gegenpartei und sprach sich durchaus freundlich im Sinn der arbeitslosen Wanderer aus. Ich stimmte ihm bei und ließ hierbei in Erinnerung der schweren Not, die wir die letzten Wochen durchgemacht hatten, die Bemerkung fallen, daß viele Arbeiter von Herzen gern arbeiten möchten, wenn ihnen nur der nötige Schutz gewährt würde. Es ist wohl zweifellos, daß aus diesen Worten der Kaiser seinen Anlaß zu der Sparrenburger Rede genommen hat, die übrigens in ihrem Zusammenhang viel arbeiterfreundlicher geklungen hat, als sie später ausgedeutet ist. Er verlangte Schutz für volle nationale Arbeit und strenge Bestrafung aller derer, die solche Arbeit störten. Daß aus diesen meinen hingeworfenen Worten das sogen. „Zuchthausgesetz" entstanden sein soll, muß ich entschieden bezweifeln. Hier müssen andere Faktoren mitgewirkt haben. Das Wort des Kaisers konnte ebenso gut für und wider Arbeitgeber wie Arbeitnehmer gedeutet werden. — Ich würde für meine Person, wenn eine neue Gesetzvorlage kommt, am allermeisten dafür sein, daß bei Strikes ein Zwangsverfahren aufgerichtet wird, welches Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichzeitig nötigt, vor einem Schiedsgericht zu erscheinen und Frieden zu machen. Die jetzigen halbierten Maßregeln halte ich in der That für unbarmherzig, aber das Gesetz darf nicht einmal den Schein haben, als ob es einseitig gegen die Arbeiter gerichtet wäre. Auf welcher Seite das größere Unrecht liegt, ist in vielen Fällen schwer zu entscheiden; und darum sind jene unparteiischen Schiedsgerichte durchaus nötig. — Auffallend ist ein Artikel der „Schlesischen Ztg." über die „bisherigen Erfahrungen mit den Ue- bungen des Beurlaubtenstandes" aus „militärischer Quelle". Es heißt da, es unterliege wohl keinem Zweifel, „Monrepos" und seine Schönheiten ahnen; und wendet man sich, so fliegt der Blick über die schmale, felsige Halbinsel hinweg, auf der die Altstadt liegt, hinaus in das Jnsel- gewirr und die Kanäle der Wyborger Skären bis zum hellen, blauen Wasser der Rhede von Trangsund, dem Außenhafen Wyborgs — ein malerischer Anblick! . Meines Bleibens in dieser Stadt war trotzdem nicht lange: Handel und Wandel kleiner Hafenstädte, die noch dazu den Mittelpunkt einer russischen Militärverwaltung bilden, sind nicht nach meinem Geschmacke, und ich beschloß, als mich abends die Töne der Militärkapelle, die in „Belvedere" konzertierte, einlullten, nur noch des Morgens „Monrepos" zu besuchen und gegen Mittag des folgendes Tages fortzudampfen — weg von Wyborg, hinaus in den Saima-Kanal. Aber fast hätte ich am nächsten Tage meinen Plan geändert, überwältigt von den Zauberreizen „Monrepos", des schönsten Fleckens Erde, den mein Fuß je betreten. Glutrot tauchte die Sonne aus dem finnischen Meerbusen auf, als ich mich auf den Weg nach Schloß „Monrepos" machte. Die Chaussee führte an dem finsteren Wyborger Schlosse vorüber, das mit seinen auf den Wällen wandelnden russischen Schildwachen wie eine Zwingburg von der Insel herüberschaute, einem kleinen Wäldchen zu. Nach einer Wanderung von etwa 20 Minuten überschritt ich eine Brücke und geriet in kühlen Waldesschatten, aus dem eine schöne Lindenallee zu den Thoren und weiter ms Innere des auf einer langgestreckten Felseninsel liegenden, dem Baron Nikolai gehörigen Schlosses führte. Ein kleines Eintrittsgeld hatte mir am Thore den Zugang eröffnet, und ich fühlte mich bald wie in einen Zaubergarten versetzt. Aus Baumgruppen und Blumenbeeten schaute das stattliche Schloß „Monrepos" hervor, rechts aber schnitt eine Bucht tief in den Schloßpark hinein und gewährte einen herrlichen Ausblick auf klares, spiegelglattes Wasser und waldbekränzte Granitinseln. Ich stand vor einem stolzen Obelisken, den bei Austerlitz und Kulm gefallenen Herzögen von Broglw, Verwandten des Besitzers, errichtet; links und rechts erhoben sich Felsengruppen, schattige Gebüsche, lauschige Gänge und Lauben, tiefe Grotten mit murmelnden Quellen, aus denen winzige Bächlein wie Silberschlangen durch das Gestein und den grünen Rasen rieselten, ausgedehnte Walo- partien, in denen das dunkele Grün der Nadelbäume und Eypressen mit dem hellen Laube gewaltiger Eichen, Linden, Deutschlands" (lokaler Richtung) fungierte seit einiger Zeit ein radikaler Sozialdemokrat. Dieser Genosse hat das Kunststück fertig gebracht, Steikhetzer und Streikbrecher in einer Person zu sein. Er war es, der die Fliesenleger, seine engeren Berufskollegen, aufwiegelte und in den Streik trieb, der bekanntlich für die Ausstündischen ohne jeden Erfolg endete. In einer der Streikversammlungen drang der Betreffende darauf, daß die Forderungen unter allen Umständen durchgesetzt würden, eine ablehnende Antwort müßte mit Sofortiger Arbeitsniederlegung beantwortet werden. Die Forderungen wurden als unberechtigt abgewiesen, die verhetzten Fliesenleger traten in Streik, während der ©treib apostel selbst zu den alten Bedingungen weiter arbeitete und ruhig zusah, wie seine Kollegen auf sein Betreiben Lohn und Brod verloren. Als die Sache ruchbar wurde, mußte der arbeitswillige Aufwiegler ^sein Amt niederlegen, und in einer Versammlung, die über ihn zu Gericht saß, sich wenig schmeichelhafte Bezeichnungen gefallen lassen. Es handelt sich dabei durchaus um keinen Einzelfall, die Sache erscheint vielmehr typisch für eine gewisse Sorte sozialdemokratischer Agitatoren. So wurde vor einiger Zeit festgestellt, daß der Referent in einer sogen. Maiversammlung, der für „vollständige Arbeitsruhe am 1. Mai, als die einzige würdige Demonstration", eingetreten war und jeden, der anderer Meinung war und nutzlose Maßregelungen vermeiden wollte, als „Verräter an der Arbeitersache" bezeichnete, selbst am „Weltfeiertag" ganz ungeniert durchgearbeitet hatte. — lieber einen Aerztestrike in Sachsen weiß der „Vorwärts" zu berichten: Bekanntlich hat Sachsen vor einiger Zeit Aerzte-Zwangsinnungen geschaffen „zur Hebung des Standesbewußtseins". In Uebereinstimmung mit ihren Kollegen im Reiche streben sie danach, auch von den Krankenkassen Gebührensätze nach den Mindestsätzen der ärztlichen Gebührentaxe, das ist 1 Mk. für die einfache Konsultation, zu erlangen, Sätze, von denen die Kassen-Verwaltungen behaupten, daß sie dabei mit den bisherigen Beiträgen nicht existieren könnten. Als seinerzeit bei Schaffung des Gesetzes über die ärztlichen Bezirksvereine von Vertretern der Krankenkasse darauf hingewiesen wurde, daß die Vereine ihre durch das Gesetz ihnen gewährte Macht dazu benützen würden, den Krankenkassen unerfüllbare Bedingungen aufzuerlegen, gab die sächsische Regierung die Versicherung, daß sie das keineswegs wünsche, und daß sie solchen Bestrebungen entgegentreten würde. Nach Votierung des Gesetzes wurde dann im Verordnungswege noch eine „Standes- ordnung", dazu erlassen und diese benützen jetzt die Aerzte in der That in der befürchteten Weise gegen Krankenkassen. Sie verbieten ihren Mitgliedern, mit einer gewissen Kasse Verträge abzuschließen, weil sie die erwähnten Forderungen nicht erfüllen will. Der Bezirksverein Dresden-Land droht Zuwiderhandelnden Mitgliedern sogar mit der Einleitung des ehrengerichtlichen Verfahrens. Das Interessante an dem Falle ist nun die Thasache, daß es sich um die Kasse eines großen Staatsbetriebes handelt, nämlich um die gemeinschaftliche Betriebs-Krankenkasse der sächsischen Staats- eisenbahnen, in Deren Vorstand die Verwaltung der sächsischen Staatseisenbahnen maßgebend ist. — Ein Blatt, das tagtäglich gegen Ausbeutung und für anständige Bezahlung der Industriearbeiter auftritt, das den Vorteil vereinter Kräfte, wenn diese sozialistischen Zwecken dienen, nicht hoch genug anzuschlagen weiß, sollte sich doch nicht scheuen zu sagen, daß ein Preis, der nicht selten der Leistung eines Bedienten gewährt wird, kein angemessenes ärztliches Honorar • n |]flb bckge^^- £ Ll>° M SÄ tannt ift Ml iei«8 bu» ««** DÄ W. fitäien, d-r g ,r neueren 3" »WM Erasmus- Mit« in * Lollar nach M hat nufi das x Stint mit große ungtn haben tin Meier untf um die Höhe i unterzogen w lassen sch ans nicht ziehen; < Kenntnis des geschertes his gangenheit de dankenswert, glühender S stetiger persö griff i*, preußischen § Weit sortzu und Staats-Ar Data über die Gegend nicht gestützt ans < der FeitM langen) Fre gangenheit t Haus von9. angesessen; aus) in der Salzböden : drei Feldern tronat hatte Mainz. 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Males und MsviuMes. A Von der Lahn, 10. August. (Neue Ausgrab - ungen und Forschungen). Archivdirektor Freiherr Schenk zu Schweinsberg aus Darmstadt hat seine Ferienzeit, die er alljährlich in Fronhausen zuzubringen pflegt, dazu benutzt, mehrere Tage hindurch Ausgrabungen auf der Altenburg (Haltestelle Friedelhausen) zu veranstalten. Bekannt ist in weiteren »reisen der herrliche Blick von der Höhe jenes Bergrückens aus nach Gießen, Marburg, Amöneburg, Frauenberg, Gleiberg, Staufenberg, den Taunus usw. Das Auge des Beschauers ruht auf zwei deutschen Universitäten, der Romantik der alten Zeit mit ihren Burgen und der neueren Industrie (Eisenwerke zu Lollar, Eisenbahn usw.), dazwischen windet sich wie ein silberner Faden die Lahn. Wem Erasmus Alberus nicht fremd ist, der weiß, wie dieser bereits in anschaulicher Weise den Gang von Gießen über Lollar nach Marburg geschildert hat. Freiherr v. Schenk hat nuÄ das Terrain vermessen lassen, (3 Morgen?) und seine mit großer Sorgfalt und Umsicht geleiteten Ausgrabungen haben eine Mauer von ca. 2 Meter Dicke etwa ein Meter unter der Erdoberfläche blosgelegt, die sich rings um die Höhe zog, und deren Alter noch näherer Feststellung unterzogen werden soll. Zuverlässige Schlußfolgerungen lassen sich aus den vorhandenen Mauer-Resten einstweilen nicht ziehen; auch geben die Akten der Archive nach der Kenntnis des Freiherrn v. Schenk bis dahin noch wenig gesichertes historisches Material behufs Feststellung der Vergangenheit der Altenburg. Immerhin ist es in hohem Grade dankenswert, daß der genannte Forscher — zumeist bei glühender Sonnenhitze — mit großer Ausdauer und unter stetiger persönlicher Leitung die interessante Arbeit in Angriff nahm, der Kosten zu geschweigen. Pflicht des Preußischen Staates wäre es, bald in größerem Umfange die Arbeit fortzusetzen, die der hessische Direktor des Hausund Staats-Archivs so dankenswert begonnen hat. Sichere Data über die Geschichte der Altenburg sind in der hiesigen Gegend nicht erhalten. — Eine weitere Aufgabe steckte sich, gestützt auf archivalische Untersuchungen (die demnächst in der Zeitschrift für hessische Geschichte zur Mitteilung gelangen) Freiherr v. Schenk in der Erforschung der Vergangenheit von Odenhausen (Lahn). Dort war das adlige Haus von Mehrenberg schon im 12. bis 13. Jahrhundert ungesessen; dann erwarb der deutsche Orden (von Marburg aus) in der Gemarkung der beiden Dörfer Odenhausen und Salzböden Besitzungen; z. B. i. I. 1358 einen Hof mit drei Feldern von ca. 27 alten Morgen usw. Das Patronat hatte Nassau; die Gemeinden gehörten zur Diözese Mainz. Frhr. v. Schenk stellte in Odenhausen durch Nachgrabungen und Forschungen fest, daß die jetzige Kirche, aus alter (Mehrenberger?) Zeit stammend, nur mehr im Mittelschiff erhalten ist, daß sie ohne Zweifel früher noch zwei Seitenschiffe — im romanischen Stil erbaut — gehabt hat, die mit der Zeit versielen oder abgetragen wurden. Die vier Rundbogen im Schiff der Kirche nach beiden Seiten, die zum Teil bloßgelegt wurden, lassen das mit voller Bestimmtheit erkennen; zudem ist das sehr alte Chor der Kirche in seiner Bauart, Fenstern, Altar rc. rc., von besonderem Interesse. Die Forschungen auch hinsichtlich der Buchen, Kastanien oder dem Silber der Pappeln wechselte. Und hob ich den Blick, so gewahrte ich in den Kronen der Bäume versteckt oder auf den Gipfeln der Felsen zur rechten Häuschen aus Bork, schwebende Brückenstege aus Hellen Birkenstämmen, einfache Bänke, kleine Rotunden in verschiedenstem Stile und offene Naturgalerien, schwer zu erreichen, wie Vogelnester, aus denen jedoch ein weiter Rundblick den Genuß der großartigen Natur gestattete. Nach fast zweistündigem Umherklettern in dieser imitierten Gebirgslandschaft, bei dem das Entzücken über den ewig wechselnden Fernblick jede Strapaze vergessen ließ, langte ich wieder unten auf dem freien Gartenplatze vor dem Schlosse an und schlug mich, nach kurzer Bewunderung der geschmackvollen Gebilde der Gartenbaukunst, nach links seitwärts in die Büsche, wo wohlgepflegte Fußpfade in eine romantische Felsenschlucht führten. Links gewaltige Granitblöcke, wie von Riesenhand übereinander getürmt, aus deren Fugen und Rissen schlanke Tannen und buschige Grähnen emporragten, mit ihren Wurzeln die moosbedeckten Steine umklammernd; rechts, bald dicht an den Pfad herantretend, bald zurückweichend und durch Steinhaufen und Baumgruppen dem Blicke entzogen, das murmelnde und plätschernde Wasser, auf dessen Rücken Schiffe und Boote wie majestätische Schwäne still dahinzogen, oder Dampfer ächzend und fauchend vorübereilten. Immer enger ward die Schlucht, immer wilder und gewaltiger die Szenerie; der Pfad führte um eine Felsenecke, und vor mir breitete sich eine schmale blumenbedeckte Wiese aus; die Felswand zur Linken trat ein wenig zurück, zur Rechten aber hatte ein schmaler Wasserarm einen stattlichen, mit Laubholz bewachsenen Granitfelsen vom Festlande abgetrennt, auf dessen Gipfel ein Miniatur Ritterschloß mit vier runden, gezackten Eck- tiürmchen sich erhebt: das Erbbegräbnis der Familie des Barons Nikolai, die „Ludwigsburg". Ich wanderte weiter; die Schlucht verengte sich rasch wieder ; der liebliche Charakter der kleinen Wiese verwandelte sich wieder in die Tannen- und Granitwildnis, und mein Fuß betrat einen Tunnel, keinen künstlichen in die Felswand gebohrten, sondern einen natürlichen, durch den Zu- saimmenschluß der Granitblöcke über dem Haupte geschaffenen. Dann noch einige Schritte weiter zwischen hohen Felsen, eiine Wendung nach links, und ich blieb überrascht stehen: limks hatte sich im Gestein ein Winkel gebildet, aus dem such hell und leuchtend vom dunkeln Granit und von einer Kirche und des adligen Hofes in Odenhausen werden fortgesetzt werden, und ist es ein sehr anerkennenswertes Verdienst des Freiherrn v. Schenk, daß er zuerst — schon im vergangenen Winter — diesen Forschungen emsig nachgegangen ist, und bei den Ausgrabungen an Ort und Stelle wirksam und mit Erfolg die Initiative ergriffen hat. -j- Grünberg, 11. August. Bunt bewegtes militärisches Leben und Treiben steht unserer Stadt und Umgegend bevor. Vom 1. bis 20. September werden die meisten Orte mit Einquartierung belegt. Ohne Zweifel wird auch diesmal wieder die Bevölkerung hiesiger Gegend den zu erwartenden militärischen Gästen durch freundliches Entgegenkommen den Aufenthalt so angenehm als möglich zu gestalten suchen. — Der Stadtvorstand hat das in der Bahnhofstraße gelegene Anwesen des Herrn Baurat Dr. Diefenbach angekauft, um die Gebäulichkeiten niederlegen zu lassen. Es wird dies wesentlich zur Verschönerung der Straße, in der gegenwärtig drei Neubauten aufgeführt werden, beitragen. x Oueckborn, 11. August. Hier und in den umliegenden Gemarkungen ist man, dank der günstigen Witterung, mit der Getreideernte schon ziemlich weit vorgeschritten. Sowohl Körner- als auch Strohertrag sämtlicher Fruchtarten lassen -fast nichts zu wünschen übrig. Zu wünschen wäre nur, dan die Witterung anhält, damit der reiche Erntesegen auch vollständig gut eingebracht werden kann. n. Von der Nidda, 10. August. Gestern hatte das Wasser der Nidda den ganzen Tag über abermals jene schmutzigrote Färbung, die es jedesmal zeigt, wenn die Abwässer der Fabriken in der Nähe von Nidda in sie hineingeleitet werden. Das Wasser sieht da immer sehr ekelerregend aus. Wenn auch gerade kein dadurch hervorgerufenes Absterben der Fische nachgewiesen werden kann, so wäre doch deshalb zu wünschen, daß jene Einführung unterbliebe, weil mitunter, z. B. in Staden, das Flußwasser zum Kochen verwendet werden muß, da sich im Brunnenwasser, seines hohen Salpetergehaltes wegen, manche Speisen ungemein schwer weich kochen lassen. n. Aus Oberhefsen, 10. August. Die Agitation für die Landtagswahlen ist hier bereits im Gang. Vertrauensmännerversammlungen zwecks Erledigung der Kandidatenfragen haben schon mehrfach stattgefunden. Die Reformpartei hat Aussicht, den Nationalliberalen zwei Wahlkreise abzunehmen. Die Sozialdemokraten hoffen, einen Wahlkreis zu erobern. P. Friedberg, 11. August. Nach uns zugegangener Mitteilung finden in diesem Jahre zwei Obstver- wertungskurse für Frauen und Mädchen an der Großh. Obstbau- und Landwirtschaftlichen Winterschule in Friedberg statt, und zwar vom 11. —13. und 14.—16. September. Dieselben umfassen praktische Uebungen in der Herstellung von Dörrprodukten aus Obst und Gemüse, kandierten Früchten, Apfelkraut, Marmelade, Gelee, Pasten, feinere Konserven von Obst und Gemüse in Gläsern und Büchsen. Das Honorar beträgt nur 3 Mk. W. Aus der Wetterau, 11. August. In Nr. 182 des „Gießener Anzeigers" vom 5. August ist mitgeteilt worden, daß viele Kraut- und Kohlpflanzen herzkrank würden und an den Wurzeln monströse Anschwellungen zum Vorschein kämen, die die Größe einer Mannesfaust erhielten, wodurch die Pflanze zu Grunde ginge. Die Ursache dieser Gruppe finsterer Tannen ein Marmorbild des Sangesheros Wäinämöinen abhebt. Auf einem erratischen Blocke sitzt er da, der sangesgewaltige Greis, mit der Rechten die im Schoße ruhende Kantele haltend, die Linke begeistert gen Finnland ausgestreckt. Es ist ein Meisterwerk der Bildhauerkunst, nach dem Original des Dänen Boruz vom finnischen Bildhauer Takauen geschaffen. Und weiter und weiter drang der Fuß in die Schlucht, an der Einsiedelei vorüber zu Silvias Brunnen, wo Narziß aus Marmor sich im Quell spiegelt, und immer weiter, bis der Pfad ein Ende nimmt und Felswände, die sich vor die Schlucht gelagert haben, den Weg versperren; hier ist es dunkel, kühl und feucht, von den Granitblöcken tropft Wasser, und wäre nicht ein Streifen blauen Himmels über den Tannen zu erblicken, so könnte man meinen, man sei in einer Höhle. Es war längst Mittag vorüber, als ich „Monrepos" verließ und in die Hitze, den Staub und den Lärm der gewöhnlichen Welt zurückwanderte, ganz erfüllt von den Eindrücken, die ich soeben empfangen. Ich hatte kaum Zeit, in „Belvedere" ein kleines Mahl einzunehmen, als helles Läuten den Abgang des Dampfers nach dem Jmatra anzeigte. Rasch war ein Billet bis zu den Wasserfällen gelöst, ich eilte an den breiten, stattlichen sogenannten Ostquai, der rechts unterhalb des Schlosses gelegen ist, und erreichte den hübschen, komfortabel eingerichteten Paffagierdampfer noch gerade rechtzeitig; ein helles Läuten, einige schrille Pfiffe der Dampfpfeife und fort ging es in die Bucht von Wyborg hinein, der Mündung des Saima-Kanals zu.*) Zunächst waren die Blicke der zahlreichen Passagiere rückwärts gewandt. Von der Wasserseite aus nahm Wyborg sich recht nett aus, weil das Auge zunächst auf die freundliche, vornehme Neustadt fiel. Auch das Schloß gewährte von hier aus ein interessantes Bild, weil die Ueberreste einer vergangenen Zeit: der hohe viereckige Unterturm, auf dem ein achteckiger Turm mit einer dunkelroten Kapuze steht, ein niedriger, schlanker Eckturm und einige, mühsam geflickte alte Schloßmauern, deutlich sichtbar hervortraten, während die Neubauten, die Erdwälle und die heutige Bestimmung des Schlosses nicht zu gewahren waren. Vor allem aber nahm das Auge von „Monrepos" Abschied, das sich zur rechten in seiner ganzen Schönheit am Rande der Bucht dahinzog. *) Man tarn jetzt auch unter Benutzung der Bahnstrecke Wyborg- Joensuu nach dem Jmatra gelangen, aber die Kanalfahrt ist unbe- otnßt vorzuziehen. Erscheinung, die dem Korrespondenten zum erstenmale zu begegnen scheint, sind aber doch Insekten, und die Erscheinung ist viel älter, als man glaubt. Ich habe diese Mißbildungen schon Dritte der siebziger Jahre an der Bergstraße und im südwestlichen Odenwalde beobachtet, und man hat gefunden, daß sie in nassen Jahren auftritt, in denen auch häufig heiße Tage mit Regentagen abwechseln, wie wir es in diesem Sommer häufig erlebt haben. Alljährlich findet man im Frühjahre kleine Knötchen an den Gemüse- und Kohlpflanzen. In diesen Knötchen sitzen kleine, weiße Würmchen, welche die Ursachen der monströsen Anschwellungen sind. Letztere entstehen bei besonders günstigen Bedingungen, wie sie der laufende Sommer darbietet. Man soll deshalb stets beim Setzen der Gemüsepflanzen sorgfältig darauf achten, daß die Knötchen aufgebrochen, und das Insekt herausgeschüttelt wird. Außerdem soll man die mit monströsen Wurzeln behafteten, in der Regel herzkranken, also von einem Pilze angegriffenen Pflanzen auf einen Haufen bringen und ein tüchtiges Feuer darunter machen, welches die Keimsporen der Pilze und die Eier der Insekten zerstört, widrigenfalls zu befürchten ist, daß sich die Schädlinge ein- nisten und nicht mehr leicht zu bekämpfen sein werden. M. Aus der mittleren Wetterau, 11. August. Gegenwärtig herrscht lebhafte Nachfrage bei uns nach Mirabellen, Pflaumen und Frühzwetschen, und es werden gute Preise geboten. Leider können wir keinen Vorteil davon ziehen, denn das wenige Steinobst, welches sich bis Ende Juni an den Bäumen gehalten und schon eine recht ansehnliche Größe erlangt hatte, ist auch noch herabgefallen. Man kann an zwanzig Zwetschenbäumen vorbeigehen und wird nicht eine einzige Frucht erblicken. So schlecht ist es seit einem Jahrzehnt mit Steinobst nicht mehr gewesen, als in diesem Jahre. A Mainz, 11. August. Bei der am 21. ds. Mts. erfolgenden Hierherkunft des deutschen Kaisers wird der Empfang in gleicher Weise bethätigt werden, wie im vergangenen Jahre. Unfern dem Bahnhof und vor dem Großherzoglichen Palais sollen Ehrenpforten errichtet werden, und die Straßen, durch welche der Kaiser nach dem Schloß reitet, Guirlanden- und Flaggenschmuck erhalten. Dem Kaiser wird wiederum ein Ehrentrunk gereicht werden, und zwar in der Gestalt von 1868er Steinberger Kabinett- Auslese, welche Perle des Jahrhunderts ein Stadtverordneter gestiftet hat. Bei seinem Hiersein wird der Kaiser eine Besichtigung über die 42. und 49. Brigade abhalten. Zuerst findet Gefechtsmanöver beider Brigaden gegen einander statt, dem sich ein Vorbeimarsch der Truppen anschließt. — Die ernste Zurückhaltung, welche die Vertreter der städtischen Verwaltung bei den Verhandlungen mit dem Militär - fiskus wegen Austausch und Erwerbung verschiedener militärischer Gebäude bethätigt haben, hat das Gute bewirkt, daß die gegenwärtig hier weilenden Delegierten des Kriegsministeriums ihrerseits viel zugänglicher geworden sind und sich jetzt zu Konzessionen und Zugeständnissen verstanden haben, die der Hoffnung Raum gewähren, daß trotz der großen Schwierigkeiten die schon ewig schwebenden Verhandlungen doch noch befriedigenden Abschluß finden werden.__________ Universitäts-Nachrichten. — Berlin. Ein Franzose, Herr Claude Flamand aus St. Germain wurde von der mediztntschm Fakultät zum Doktor promoviert; er erhielt das Prädikat cum laude. Dann wandte das Interesse sich dem Kommenden zu. Der Saima-Kaual war rasch erreicht, eine bewunderungswürdige Schöpfung des menschlichen Geistes und der menschlichen Kraft. Dieser Kanal hat nämlich das Rätsel gelöst, wie Schiffe von erheblicher Größe bergan fahren können! Er verbindet den Saima-See mit der Wyborger Bucht, ist ca. 60 Kilometer lang, ca. 12 Meter breit, zählt 28 Schleusen und ist unter Benutzung mehrerer kleiner Seen und ihrer natürlichen Verbindung erbaut. Die Schiffe steigen 70 Meter oder etwa 240 Fuß allmählich in die Höhe, bis sie das Niveau des Saima-Sees an der Endstation des Kanals, Lauritsala, erreichen. Anfangs fuhr unser Dampfer, der reichlich 10 Fuß Tiefgang hatte, in ein kleines Flüßchen hinein; bald verengte sich das Bett zum Kanal, dessen Ufer massive, breite Granitquais bildeten, und wir gelangten zu den ersten Schleusen. Der Dampfer fuhr hinein in ein gewaltiges zweiflügeliges, eisenbeschlagenes Holzthor und hielt vor einem ebensolchen Thore. Dann ward hinter ihm das erste Thor durch einfache Hebel und Winden langsam geschlossen, so dicht, daß kein Tropfen Wasser durchdringen konnte. Und nun ward das Thor am Bug geöffnet. Brausend stürzte das Wasser aus dem nächsten höher gelegenen Schleusenbassin herein und hob das Schiff um mehrere Fuß. Es fuhr weiter, das Thor hinter ihm ward wieder geschlossen, ein neues vor ihm ward geöffnet, und dieselbe Prozedur wiederholte sich im Laufe der Fahrt noch reichlich zwei Dutzend Mal. Dazwischen kamen wieder längere Strecken ebener Fluß- resp. Kanalfahrt, bei der wir auch durch die Seen von Justilaa und Särki kamen. Die Landschaft auf beiden Seiten des Kanals ist reizend und abwechslungsreich; vornehme Villen, reinliche Restaurationen, in welche das Anhalten des Dampfers innerhalb der Schleusen einen minutenlangen Sprung gestattete, einfache Holzhäuser der finnischen Bewohner, Wald und Granitfelsen, hin und wieder auch Getreidefelder bilden die Sceneric. Die Romantik vertreten die Seen mit ihren kleinen, idyllischen Inseln oder ihren hohen, steilen Felsen, die oft so nahe zusammentreten, daß das Schiff unter ihren schräg herüberragenden Gipfeln durchfahren muß. ... So anregend die Fahrt war, und so reiche Eindrücke sie auch bot, so vermochte sie doch das Gefühl der Spannung nicht zu vertreiben, mit dem wir Reisenden des Kommenden harrten — des Jmatra, von dem wir schon so viel gehört! Antwerpen] nach Bibliotheken und einzelne gute Bücher werden stets zu guten Preisen angekauft. 1543 J. Ricker’sche Buchhdlg., Südanlage 5. Ein halber Marge« Klee (erste Ernte) zu verkaufen. 5836 auageführt von der Kapelle des 5882 sofort gesucht. 5935 Anfang 8 Uhr. EntrSe 75 Pfg. vindnug setzen. 5868 Eintritt LV Pfg. Militär ohne Charge IO Pfg Mitglieder bei Vorzeigung ihrer Karten frei. 5934 dingungen zu verkaufen. 5798 Georg Kraft, Wetzsteinstraße 42. nungen unten quittiert sind, abzuliefern. 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