tll. s«b«, ’*• 12, Ml 3» feilen abgegeben und ist i tt.R W We ä Psar 85 Pfg, '^ieckä w 75 Vö J , 2.40 M } ' 4-90 , , ■ * 3.80 „ nÄtat u 2.80 » » 2.60 ,, tz, mit von , 2.25 , rchnürftiesel .der. V O ZtzötWl reifen. inb Kakenstiefel nier. fei werben in bem Sui« LÄtaim ieubau. i Matt "96 nfmann heim. ____________ ceits duck au« Heteii* Mm mdt von einirlse» SS25 Nr. 292 Zweites Blatt Dienstag den 12. December W&tot UtQ4 vrit 1*»ae*ee bei Vt GttHentr »erben bem Lnzeißtr »SchenMch viermal Gießener Anzeiger )leiRflaFreU „krlrljährl»^ 2 Mark 20 Uff. monatlich 75 Pf» mit vringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfß. vierlrljährlich. Usuatzme Inpigen zu her nachmittagt für bti ^fObai lag ert^daenben Nummer btt »arm. LS Nhr. Heneral-^Unzeiger KSt Lnieißen.vtrmiNlun§!8e8« btt In« unb lultacK nehmen Anzeißro für brn Aietzeutr Nuzeixer en>§*#«». Anrts- und Anzeigeblutt für den ‘Kreis Gietzen. NtbaH», tpebitian unb Druckerei: >4BC|re|< Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Zer hrUsthe Kandwirt, Klätter für hessische Volkskunde. J 1 1 ---■■■■■" Hbreffe für Depeschen: Anzeiger fcUfcsu Fernsprecher Nr. 51. Lokales und Movinsieves. Gießen, den 11. Dezember 1899. ** «efchichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Dor 29 Jahren, am 12. Dezember 1870, ergab sich die F.stung Pfalzburg in Lothringen den deutschen Truppen. Die Stadt selbst ging in ('nem elenden Zustande in die Hände der Sieger über, denn viele Häuser waren Svutt und Brandstätten, und ein großer Teil der Einwohner war von Armut und Krankheit heimgesucht.! *• Die allgemeine Sterbekaffe Gießen, welche vor nunmehr zehn Jahren gegründet wurde und jetzt in ihr elftes Geschäftsjahr tritt, besteht zurzeit aus 910 Mitgliedern. Dieselbe hatte im verflossenen Jahre einen Zuwachs von 76, dagegen einen Abgang von 9 Mitgliedern durch Tod. Während seines zehnjährigen Bestehens hat der Verein 86 Sterbefälle unter seinen Mitgliedern gehabt und wurden an 15 Mitglieder ä 75 Mk., an 15 ä 100, an 24 ä. 120, an 23 ä 150 und an 9 ä 170 Mk., in Summa 10485 Mk. ausgezahlt. Außerdem besitzt der Verein einen Reservefond von 3527 Mk. und ist mithin in der Lage, selbst in außergewöhnlichen Fällen seinen Verpflichtungen nachzukommen. Auch ist die Sterbekasse wiederum in der angenehmen Lage, vom 1. Januar 1900 ab das Sterbegeld von 170 auf 185 Mk. zu erhöhen. Das Eintrittsgeld beträgt für eine Person: im Alter von 16 bis 25 Jahr 1 Mk., 25 bis 30 Jahr 1.50 Mk., 30 bis 35 Jahr 2,50 Mk., 35 bis 40 Jahr 4 Mk., 40 bis 45 Jahr 7 Mk. Bei der Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefallbeitrag von 25 Pfg. z« bezahlen. Für jeden Sterbefall eines Mitgliedes ist der Kasse ein Beitrag von 25 Pfg. zu entrichten, welcher durch den Kassenboten gegen Quittung erhoben wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist Herr Schneidermeister Georg Pfaff, Kreuzplatz 10, Herr Schuhmachermeister Seidewand, Teufelslustgärtchen 20, sowie Herr H. Bruchhäuser, Wolfstraße 8, gerne bereit. Volksvorstellung. „Nora", Schauspiel in 3 Akten von Ibsen, welches vor kurzem im Theaterverein zur Aufführung gelangte und sich eines durchschlagenden Erfolges zu erfreuen hatte, wird am Mittwoch, dem 13. ds., als „Volksvorstellung" gegeben. Fräulein Hammer spielt die Titelrolle. Eintrittspreise: Loge 1 Mk., Saal 40 Pfg., Gallerte 20 Pfg. •• Aus dem Theaterbureau. Die Proben zu der Suppö- schen Operette „Zehn Mädchen und kein Mann", welche in den nächsten Tagen hier zur Aufführung gelangen soll, haben bereits vor einiger Zeit begonnen. In dieser Operette, die man zu den melodiösesten Supps'schen Kompositionen rechnen kann, ist das ganze Damenpersonal der hiesigen Bühne in hervorragender Weise beschäftigt. — Die Holz- und Stroh Instrumente, welche in der Operette von den mitwirkenden Damen auf der Bühne unter Begleitung des Orchesters gespielt werden, sind der Direktion vom Kölner Stadttheater in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt worden. MH NEA M- •• Fristgestattuug im Pfändungsverfahren. Gestattet ein Gläubiger im Laufe des Zwangsvollstreckungsverfahrens eine Frist von bestimmter Dauer (z. B. von 14 Tagen oder bis zum 25. d. Mts.), ohne zugleich in der Fristbewilligung zu bestimmen, daß nach Ablauf der Frist das Verfahren fortzusetzen sei, dann hat das Verfahren bis auf erneuten Anruf des Gläubigers zu beruhen. Will daher ein Gläubiger seine Beitreibungssache im Gange erhalten, ohne sich später Schreibereien oder Gänge zu verursachen, so thut er gut, in der Fristbescheinigung kurz zu erwähnen, daß nach Ablauf der Frist Fortsetzung stattfinden soll. Unbekannt mit dieser ministeriellen Bestimmung, ist schon mancher Gläubiger in Nachteile gekommen, indem er annahm, das Verfahren werde von dem Gerichtsvollzieher ohne weiteres nach Ablauf der Frist fortgesetzt und vielleicht nach monatelangem Warten er erst auf seine Anfrage erfuhr, daß dies nicht der Fall sei, daß aber auch die Pfänder nicht mehr vorhanden seien. ** Wechselstempelmarken. Die Entscheidung über die gegenwärtigen, den Jahreszahlvordruck „18" tragenden Wechselstempelmarken liegt jetzt erst dem Bundesrat vor und wird nach Erledigung alsbald amtlich bekannt gegeben werden. Wie wir an zuständiger Stelle vernehmen, wird der Beschluß voraussichtlich dahin lauten, daß die vorhandenen Bestände zunächst aufgebraucht werden sollen, daß die bisherigen Marken auch noch nach Ablauf dieses Jahres zur Stempelung von Wechseln benutzt werden können. Der Bundesrat dürfte daher die gesetzliche Bestimmung, nach welcher auf den Marke« keine Korrekturen oder Rasuren vorgenommen werden dürfen, dahin ändern, daß bei den gegenwärtig ausgegebenen Marken jener Jahreszahlvordruck „18" auszustreichen und dahinter die Jahreszahl „1900" zu schreiben ist. Für die große Zahl derjenigen, welche die Kassierung der Wechselstempelmarken durch einen Firmenstempel mit Datum oder vermittelst einer Schreibmaschine bewirken, wird die betreffende Bundesratsoerfügung übrigens gar nicht in Betracht kommen, denn es wird in solchen Fällen von der Steuerbehörde schon jetzt nicht verlangt, daß das aufgestempelte Datum der Kassierung ganz genau auf der Vordruckftelle der Marke steht. Wie wir weiter hören, sind indes auch neue Wechselstempelmarken mit dem Jahreszahlvordruck „19" bereits in der Herstellung begriffen. •* Dreijährig • Freiwillige zum Seebataillon. Anfang November 1900 wird eine größere Anzahl Dreijährig- Freiwilliger bei den Seebataillonen zur Einstellung gelangen. Die Dreijährig Freiwilligen müssen gemäß § 11, 3b der Marine - Ordnung von kräftigem Körperbau, mindestens 1,65 Zentimeter groß und von guter Sehleistung sein. Auch wird die Anforderung der Tropendienstfähigkeit an dieselben gestellt, da sie im Frühjahr 1901 nach Kiaut- schou entsandt werden. Geeignete Leute, nicht unter 19 Jahren, haben sich unter Einsendung des Meldescheins und sonstiger Zeugnisse, sowie unter Angabe der Körpergröße möglichst'bald an das Kommando des 1. Seebataillons in Kiel bezw. des 2. Seebataillons in Wilhemshaven zu wenden. Anmeldungen ohne diese Papiere PP. bleiben unberücksichtigt. Handwerker werden bevorzugt. Den Meldeschein hat der Freiwillige bei dem Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission seines Aufenthaltsortes zu erbitten und hierbei folgende Papiere vorzulegen: a) eine schriftliche Einwilligung seines Vaters oder Vormundes, b) eine obrigkeitliche Bescheinigung, daß er durch Zivilverhältniffe nicht gebunden ist und sich untadelhaft geführt hat, c) ein Geburtszeugnis (Auszug aus dem Standesamtsregister seines Geburtsortes). ** Zur Bewältigung de8 bevorstehenden Neujahrspostdienstes sind vom Reichspostamt besondere Maßregeln getroffen worden. An leitender Stelle wird, wie die „Verk.-Ztg." schreibt, besonderer Wert darauf gelegt, daß diesen Anforderungen in vollem Maße entsprochen und namentlich der Ortsverkehr rasch und zuverlässig bewältigt werde. Die Ober^ Postdirektionen sind daher aufgefordert worden, alle Anordnungen, die zur Sicherung der ordnungsmäßigen und glatten Erledigung des Neujahrspostdienstes für die Postanstalten ihrer Bezirke zu treffen sind, eingehend zu erwägen und mit allen erforderlichen Maßnahmen rechtzeitig vorzugehen. Dabei wird auf folgende Punkte besonders hingewiesen. Durch fortgesetzte Aufsicht ist dafür zu sorgen, daß in der Aufbewahrung der eingelieferten und der von weither eingegangenen Briefe, sowie der angekommenen Kartenschlüsse klare Ordnung und Uebersichtlichkeit herrschen, und daß die Sendungen unbedingt stets in der Reihenfolge ihrer Einlieferung oder ihres Einganges bearbeitet werden. Damit das Publikum Gelegenheit hat, sich an dem Sortiergeschäft zu beteiligen, sind in den Schaltervorräumen bedeutender Postämter besondere Briefeinwürfe für die verschiedenen Gattungen von Briefpostsendungen und für Ortsbriefe u. s. w. in erweitertem Umfange herzurichten. Das Publikum ist durch Aushänge in den Schaltervorräumen, durch Bekanntmachungen in den Lokalblättern und durch persönliches Benehmen der Amtsvorsteher mit den Vertretern des Handelsstandes und den Inhabern der großen Firmen auf die Einrichtung und ihre richtige Benützung hinzuweisen. Die größeren Postanstalten können ermächtigt werden, von dem Bedrucken der eingehenden gewöhnlichen Briefe und Postkarten mit dem Ankunftsstempel am 31. Dezember und am 1. Januar abzusehen, wenn dadurch eine wesentliche Beschleunigung in der Bestellung erzielt wird. Umfassende Vorbereitungen werden für den Neujahrsbriefverkehr in Berlin getroffen. Insbesondere soll das Sortiergeschäft dezentralisiert werden. Dies soll in der Weise geschehen, daß die Neujahrs > Ortsbriefe künftig nicht mehr dem Briefpostamt in ihrer Gesamtheit zugeführt, sondern, soweit thunlich, bereits bei den Aufgabepostanstalten nach Bestellpostanstalten sortiert und verantwortlich abgebundeu werden. Die fertigen Briefbunde sollen demnächst den Bestellpostanstalten im allgemeinen unmittelbar, ohne Vermittelung des Briefpostamts, zugeführt werden. Der gegenseitige Austausch der Brief- buude und Briefbeutel mit Neujahrsbriefen wird mit Hilfe besonderer Briefpostfahrten und mittelst Dreirädern bewirkt werden. •* Ueber Fra« Prasch-Grevenberg als „Zaza" liegt uns ein Ausschnitt der „Freisinnigen Zeitung" vor, welcher lautet: Es ist eine alte Geschichte, der dieses Stück den vollen Reiz der Neuheit verleiht, und einen sehr pikanten dazu. Ein vortreffliches Stück, freilich heißt es nicht bloS, es ist „Zaza" eine der schwierigsten und vielseitigsten Aufgaben für eine Schauspielerin, auch eine der dankbarsten. Die Rejane Hst in Paris einen ihrer größten Triumphe damit gefeiert, hier in Berlin Auguste Prasch-Greven berg ihre vollendete Künstlerschaft im strahlendsten Lichte gezeigt. Das war nicht blos ein unbändiges, übermütiges, leichtsinniges und leidenschaftliches Mädchen, es war eine Chansonette, eme Kunstzigeunerin, wie sie leibt und lebt und zwar eine französische, die das nationale ebenso scharf charakterisiert, wie das rein menschliche. Eine Volkssängerin, ohne Schminke und Puder, jeder Ton echt und zum Herzen gehend, wie häufig erbrauste der Sturm des Beifalls über feuchten Augen! Die Ankleide- und Versöhnungsszenen waren von vollendeter Anmut und Decenz. *e Polizeibericht. Am verflossenen Freitag verunglückte der Dienstknecht Peter Fischer, in Diensten bei Oekonom Karl Euler dahier, dadurch, daß demselben in der Frankfurterstraße die Deichsel seines Wagens derart in die Seite stieß, daß derselbe mehrere Rippenbrüche davontrng. — Der Dienstknecht August Mausolf, welcher bei einem hiesigen Oekonomen in Diensten stand, mißhandelte das Pferd seines Dienstherrn aus Rache, indem er demselben mit einer Mistgabel in das Bein stach. — Vergangene nacht entstand in einer Wirtschaft an der Rodheimerstraße zwischen Wirt und Gästen eine Schlägerei, wobei es mehrere blutige Köpfe absetzte. Anzeige wurde erhoben. ** In Amerika verstorbene Hessen. Detroit, Mich., John Gnau, 75 Jahre alt, aus Allendorf, Kurhessen. — Orange Township, Hancock Co., O., Gattin von Heinrich Kannewald, geb. Schellhaas, 38 Jahre alt, aus Brandau, Großherzogtum Hessen. — Nashville, Tenn., Katharina Jeck, 74 Jahre alt, aus Büdingen, Hessen-Darmstadt. — College Point, N. A., Wilhelm Heinze, 65 Jahre alt, aus Rotenburg, Kurhessen. — Pitlsburg, Pa., Sophia Pfeiffer, geb Trautmann, 77 Jahre alt, aus Reichelsheim, Großherzoglum Hessen. — Philadelphia, Pa., Susann a L u e r s s e n, geb. Hermann, 69 Jahre alt, aus Groß Rohrheim, Hessen-Darmstadt. △ Vom Lande, 10. Dezember. Wie auf dem platten Lande zuweilen Wahlsiege gefeiert werden, zeigt deutlich nachstehende, aus zuverlässiger Quelle stammende That- fache: Bei der am Freitag zu K. bei G. abgehaltenen Bürgermeisterwahl unterlag das bisherige Gemeindeoberhaupt. An der Siegesfeier durften auch sämtliche Frauen der Wähler des durchgedrungenen Kandidaten und künftigen Dorfmonarchen teilnehmen. Jeder Frau wurde ein Liter Wein zu 1 Mark und entsprechendes Backwerk verabreicht. Der Wirt, bei welchem das Sieges-Zechgelage veranstaltet wurde, hatte 4 Stück Schweine und 1 Rind geschlachtet, wovon er 100 Kilo Schwarteumagen und 200 Paar Knackwürste herstellte. Nachdem aber das ganze Quantum schon am Samstag aufgezehrt war, mußte abermals ein feistes Grunztier sein Leben lassen. Des Guten war in- deffen hiermit noch nicht genug gethan. Drei begeisterte Anhänger des neuen Regiments stifteten bei demselben Wirte zusammen 110 Mk. zum Vertrinken auf das Wohl des neuen Dorfobersten. Das tolle Treiben in der Wählerkneipe möge sich der Leser selbst ausmalen. Es sei hier nur noch erwähnt, daß im Siegestaumel — ob mit Absicht oder aus Fahrlässigkeit, mag dahingestellt bleiben — durch das Fenster des unterlegenen bisherigen Bürgermeisters geschossen wurde. Nach dem Schützen recherchierte man bisher vergeblich. n. Friedberg, 9. Dezember. Gestern wurde der im 76. Lebensjahre gestorbene Schulinspektor i. P. Schulrat Schmidt hier beerdigt. Der Verstorbene war von Einrichtung der Schulinspektorate an bis zu seiner 1895 erfolgten Pensionierung der technische Leiter des Volksschulwesens in unserem Kreis. Vor der Uebernahme dieses Amtes war er Pfarrer in Rheinhessen gewesen. Er erfreute sich großen Ansehens und allgemeiner Beliebtheit. Davon legte der ungeheuer große Leichenzug beredtes Zeugnis ab. R. i. P. cf Seligenstadt, 10. Dezember. Ju unseren Vereine« herrscht seit Beginn der Winterzeit ein reges Leben und Streben nach Selbstvervollkommnung. Auswärtige und einheimische Redner suchen durch belehrende Vorträge veredelnd und aufklärend zu wirken. Heute nachmittag beispielsweise wurden zwei Vorträge gehalten. Im „Römischen Kaiser" sprach Herr Gustav Möckel aus Bad-Homburg im Gewerbeverein über das zeitgemäße Thema: „Kaufmännische Kenntnisse im Gewerbe mit besonderer Berücksichtigung des unlauteren Wettbewerbes." Gleichzeitig hielt Herr Veterinärarzt Dr. Weber dahier im Hofbrauhaus „Mainlust" für die Mitglieder und Freunde des Bauernvereins einen Vortrag über „Viehwährschast uach dem deutschen bürgerlichen Gesetzbuche." Beide Vorträge erfreuten sich lebhaften Besuchs. A Dom hessischen Main, 10. Dezember. Auf dem Mainstrom geht heute schon ziemlich viel Treibeis von beträchtlicher Stärke. Die Bierbrauer beeilten sich schon gestern, in den Ausbuchtungen des Maines und dessen Seitengewässern zu eisen. In den Buchtungen der Gersprenz hatte das Eis gestern bereits eine Stärke von 8 bis 10 Zentimeter erreicht. Ein ziemlich erheblicher Schneefall vervollständigte heute vormittag von 8 Uhr ab das winterliche Landschaftsbild. Die Kettenschlepper eilen den schützeu- den Winterhäfen zu und der Schiffs- und Floßverkehr ist Unterbrochen. Im allgemeinen huldigt man indessen der zuversichtlichen Hoffnung: „Gestrenge Herren regieren nicht lange!" A Mainz, 10. Dezember. Im Interesse des Zug- «nd Lokomotivpersonals ist auf dem hiesigen Centralbahnhof jetzt eine Einrichtung geschaffen, wie eine solche Praktischer, vollkommener nnd besser wohl auf keinem zweiten Bahnhof anzutreffen ist. Es ist dies ein aus 26 Räumen bestehendes Gebäude, das als Aufenthalts- und Ueber- nachtungslokal für das im Eisenbahndienste am härtesten dem Wind und Wetter ausgesetzten Zug- und Lokomotiv- personal eingerichtet ist. In demselben befinden fich mit Töpfen und Pfannen ausgerüstete Küchen, in welchen ununterbrochen kochendes Wasser zur Bereitung von Kaffe und Thee vorhanden ist. Die Schlafzimmer, in welchen die peinlichste Reinlichkeit gehalten wird, sind nach den Beamten- stellungen getrennt und ebenso sind besondere Aufenthalts- lokale für pausierendes Personal eingerichtet. In den Schlaflokalen sind vollständige Betten mit besonderer Wäsche. Wasch- und Baderäume mit Brause- und Wannenbäder vervollkommnen die Einrichtung. Ein Hauswart ist besorgt, daß ein Verschlafen des Personals nicht vorkommt. — Während es mit der sehnlich erwünschten Niederlegung der Festungswälle trotz allen möglichen Anstrengungen keinen Schritt weiter gehen will, werden in aller Stille Verhandlung en wegen Verkauf der großen Kastel er Reduitkaserne gepflogen und zwar mit einem ebenso solventen wie einflußreichen Kaufliebhaber. Als solcher tritt Hämlid), wie wir aus sehr wohl unterrichteter Quelle erfahren, eben der Eisenbahnfiskus auf, der das Terrain für die Erweiterung der jenseitigen Bahnanlagen unbedingt benötigt ist. Die Verhandlungen schweben schon mehrere Wochen. — Die bekannte, renommierte Bierbrauerei zum „Roten Kopf" hier, ist samt Kellereien von der Aktiengesellschaft „Schöfferhof-Dreikönigshof" käuflich erworben worden und wird mit derselben verschmolzen werden. So Mainz, 10. Dezember. Wegen Verletzung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb hat der Verein Mainzer Kaufleute gegen eine hiesige Manufakturwarenfirma, die angeblich unbefugter Weise Konkursausverkauf inserierte, gerichtliche Anzeige erstattet. Es dürfte wohl auch das erste Mal fein, daß eine derartige Anzeige von einer kaufmännischen Korporation und nicht von Konkurrenten ausgeht. — Aus dem Großherzogtum Heffen, 10. Dezember. Nach einer zwischen der Regierung in Darmstadt und dem bischöflichen Ordinariat in Mainz getroffenen Vereinbarung soll in Zukunft von den Katholiken des Bistums Mainz eine allgemeine Kirchensteuer erhoben werden. Die Erträgnisse sollen für die künftige Regelung der Gehalte der Geistlichen vom 1. April 1900 an, ferner zur Bestreitung Rückzahlung der von den Ständekammern zur Aufbesserung der der allgemein-kirchlichen Bedürfnisse der Diözese, endlich auch zur Pfarrgehälter pro 1899/1900 bewilligten Darlehns von 70000 Mk. verwendet werden, lieber die Höhe der Kirchensteuer, die Art ihrer Erhebung und Verwendung sollen alljährlich Vertreter aus dem Laienstande beraten und beschließen. Zu diesem Zweck wird ein „Diözesan-Kirchen- vorstand" im Bistum Mainz ins Leben gerufen werden, dem in der Ausübung seiner Geschäfte eine bischöfliche Kom- aniffton aus drei Mitgliedern des Ordinariats, drei Dekanen und drei Laien zur Seite steht, indem sie die Vorlagen vor- Lereitet und den Beratungen beiwohnt. Die Wahlen zu dem Diözesan-Kirchenvorstand finden noch in diesem Jahr statt. Durch diese Neuerung wird für die Folge von den Katholiken wie von den Protestanten nur insoweit Kirchensteuer erhoben, wie sie solche für ihre kirchlichen Zwecke gebrauchen. Krofdorf, 9. Dezember. Ein trauriges Ende ist dem in den 60er Jahren stehenden Taglöhner Johann Adam Stork von hier zuteil geworden. Der alte Manu war gestern in Vetzberg gewesen und hatte sich gegen abend von dort auf den Heimweg gemacht. Dabei muß er hingestürzt »nb liegen geblieben fein. Heute früh gegen 9 Uhr wurde seine Leiche in der Nähe von Vetzberg durch Herrn Polizei diener Leib von hier und fe nem Schwiegersöhne aufgefunden. Dem Anscheine nach ist der alte Mann erfroren. Wetzlar, 9. Dezember. In der gestrigen Schwur- gerichtssitzung beim Landgericht Limburg richte sich die zur Verhandlung gekommene Anklage gegen 1) den Lehrer a.D. Zoh Friedrich Tewaag, 2) den Leimsieder Ed. Tewaag, 3) den Friedrich Karl Tewaag, 4) den Bergmann Emil August Karl Paul, alle vier von Haigerseelbach im Dill- kreiS. Den Angeklagten wird vorgeworfen, in den Jahren 1898 und 1899 zu Haigerseelbach falsche Fünf, Zwei- und Einmarkstücke angefertigt und als echtes Geld in den Verkehr gebracht zu haben. Die Verhandlung fand unter großem Andrange des Publikums statt. Zeitweilig war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Das Urteil lautete w e folgt: Lehrer a. D. Tewaag 3 Jahre Zuchthaus, Friedrich Karl Tewaag 3 Jahre Gefängnis, Eduard Tewag 1 Jahr Gefängnis , Bergmann Emil August Karl Paul 1 Jahr Gefängnis. Weilburg, 10. Dezember. Dem Vorstand der Kerker bachbahu Aktiengesellschaft zu Christianshütte ist die Erlaubnis zur Vornahme allgemeiner Vorarbeiten für eine volle und schmalspurige Nebeneisenbahn von Dehrn nach Dietkirchen als Fortsetzung der Nebenbahnen von Kerkerbach nach Dehrn erteilt worden. Marburg, 10. Dezember. Im Burenkrieg ist auch ein alter Herr unserer Burschenschaft Alemannia Dr. med. O. Hohls, gefallen. Dr. Hohls war Generalarzt der Burenarmee und befand sich im Hauptquartier des Generals Joubert. In Ausübung seines aufopferungsvollen Berufs fiel er von einem Granatsplitter tätlich getroffen bei Ladysmith._________________ „Oberh. Ztg." Vermischtes. Berlin, 9. Dezember. In Spandau wurde der Feldwebel Grahl vom 5. Garde-Grenadier-Regiment wegen Unterschlagung von Amtsgeldern verhaftet. * Prag, 10, Dezember. Wegen starken Treibeises wurde der Verkehr auf der Elbe an den Umschlagplätzen Laube, Schönpriesen und Aussig eingestellt. * Abbazia, 9. Dezember. Hier herrscht eine strenge Kälte. Ein starker Schneefall ist eingetreten. * Belgrad, 10. Dezember. In ganz Serbien herrscht enorme Kälte und gewaltige Schneemassen gehen nieder. Hier ist jeder Straßenverkehr unmöglich; in der Provinz ist jegliche Verbindung unterbrochen. * Petersburg, 9. Dezember. In dem Befinden Leo Tolstois ist eine kleine Besserung eingetreten. Eine direkte Gefahr ist nicht mehr vorhanden. Kirche und Schule. n. Nidda, 9. Dezember. Im „GamdrinuS" hier tagte heute eine von ujer 170 Lehrern besuckte Versammlung, aut deren Tagesordnung die Gehaltsfrage stand. Nach sehr leb Hafter Diskussion wurde folgende Resoluiion, d'e mit der in Alz-y gefaßten übcreinstimmt, angenommen, die der Regierung und den Landständen übeimttdt werden soll: „Die aus dem südlichen Tttl von Oberh.ssin heute in N dda versammelten Lehrer, Seiner Könto- ltchen Hoheit, unserem erhabenen L-ndessürsten, für die in der Thronrede beim Swlusse des letz'en Landtages so gnädig zugesagte B sserg staltung der Besoldung«v rbSItriffe der Volktzschullehrer unter? thänigst dankend, sprechen Großherzogltcher S'aattregieru^g ihr unbedingtes Vertrauen aus, in bei sicheren Hoffnung, daß bohe S'aats- regierung mit den beiden hoh n S'ändekammen wie bisher für die gedeihliche Entw-ckeluna der chttfi den Volksschule eintreten und die materielle Lage der Volksichullehrer Hcss ns nach Maßgabe des Beamteob.soldungsgesetz s und entsprechend den Eingaben der h.ssischen Lehrerver-ine regeln werde. Kassel, 10. Dezember. In den Tagen vom 1.—8. Dez-mber fand tn den Räumen des Königlichen Provlnzial-Schu kollegtums die Prüfung für Mtttrlschullebrer und diejenige für Rektoren statt. Den Vorsitz in der Prüfungskommission führte Herr Provinzial Schulrat Dr. Otto, als Mitglieder der PriUungtz- kommtssion wirkten die H rrrn Geh. Regierung«- und Schulrat Dr. Roß aus Wiesbaden, Regterungs- und Sckulrat Dr. Schneider und Oberrealschuldirektor Dj Quiehl aus Kassel, Semtnard'rektor Lotz ans Dillenburg und Oberlehrer Fianke aus Usingen, Von den 12 Kandidaten, welche zur Mttlelschulprüfung erschienen waren, bestanden 8, nämlich die Lehrer Bretz aus Hattenheim, Grünewald aus Lortzbach, Hrrdt aus Griesheim. Hartmann aus Wiesbaden, Knöpfe! aus Homberg, Schüt'ker aus Frankfurt a. M., Seibert aus Kassel und Walther aus Frankfurt a. M. Außerdem unterzog sich Lehrer Lenz aus Homburg v. d. H. einer Ergänzungsprüsung mit E folg. 3'1 ber Rcktorerprüsung hatten fich 16 Herren gemeldet, davon bestanden im ganzen 9; die Befähigung zur Le tung von Mittelschulen m't fremdsprachlichem Unterricht und böherer Mädchenschulen erhielten Lehrer F. W. Schmidt undLhrer W. Schwär,baupt aus Frankfurt a. M.; die Prüfung für das Rektorat an V lks- 'dmlen b. standen die Lehrer O-kar Eitze und August Heise aus Kassel, Tbomas Haubrtch aus Rüdtsbeim, Gustav Jung au« Wiesbaden, K. I. Michels aus Eltville, Philipp Merz und I. P. Reuß aus Frankfurt •. M Universität und Hochschule. — Ernannt: Der Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, Professor Dr. Friedrich Kohlrausch zu Charlottenburg zum o. Honorar-Professor. — Der a. o. Professor der alt-testamentarischen Exegese an der evangelisch-theologischen Fakultät in Wien, Dr. Ernst Sellin, von der theologischen Fakultät der Leipziger Universität zum Ehrendoktor. — Der erste Prosektor am anatomischen Institut in Tübingen Dr. med. Heidenhain zum a. o. Professor. Zum Direktor der neubegründeten zahnärztlichen Schule in Zürich, der Zahnheilkunde Dr. Billeter. Als Dozenten fungiern neben ihm fünf Zahnärzte. — Gestorben r Der Dozent für Elektrochemie am Polytechnikum zu Karlsruhe Dr. Hans Luggin am 5. Dezember in Klagenfurt. — Verschiedenes. Aus Oxford wird berichtet: Max Müller eierte Mittwoch in aller Stille seinen 77 Geburtstag Professor Müller hat sich von den Folg.n seiner jüngsten Krankheit noch nicht erholt, be- indet sich aber auf dem Wege der Besserung. Aus Erlangen wird berichtet: Die Frequenz der Hochschule ist in diesem Winterhalbjahr stark gesunken. Der Rückgang betrifft namentlich preußische Mediziner (aus bekannten Gründen). Während noch im Sommersemester 1044 Studierende eingeschrieben waren, sind es jetzt nur noch 974. Das Wiener medizinische Doktoren-Kollegium eierte am, Sonntag, ein seltenes Jubiläum. Vor fünfhundert Jahren wurden die ersten Zeilen ber „Acta facultatis medicae Vindobonensis", einer Sammlung von Fakultäts-Angelegenheiten und ärztlichen Personalien, medergeschrieben. Di ses Diarium des medizinischen Wien und Österreichs beginnt im Mittelalter und schließt in unsren Tagen- Eme getreue Reproduktion der ersten Seite ziert die Festschrift, die das Kollegium seinen Mitgliedern und Gästen überreicht. Die Wittwe des im August 1896 verstorbenen Philosophen und Professors an der hiesigen Hochschule Richard Avenarius hat die Bibliothek desselben der Hochschule zum Geschenk gemacht. Graz, 10. Dezember. Der hiesige Universitätsprofessor Dr. F r i s ch au e r wurde wegen boshafter Verleumdung der anderen Professoren und wegen Aufreizung der slovemschen Studentenschaft vom A m t e s u s p e n d i e r t und die Disziplinar-Untersuchung gegen ihn eingeleitet. Spiktzlm brr irrthrigttn Frankfurt» Slabtrhrutrr. Opernhaus, Dienstag, 12. Dezember. %7 Uhr. „Figaros Hochzeit". Im Ab. Gew Pr. Mittwoch, 13. Dezember. Geschloffen. Donnerstag, 14. Dezember. Vi7 Uhr. .Tristan und Isolde". Im Ab Gew. Pr. Freitag, 15. Dezember. %8 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Lumpaci Dagabundus". Außer Ab. Samstag, 16. Dezember ? Uhr. .Hernanr*. Im Ab. Gew. Pr. Sonntag, 17. Dezember. 8,a Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Opheus in de» Unterwelt" Auß. Ab. 7 Uhr. Reu einstudiert: Die Verkauft« Brant". Im Ab. Gr. Pr. Montag, 18. Dezember 7 Uhr. Zu Webers Geburtstag Vorstellung zu ermäßigten Preisen. »Der Freischütz". Auß. Ab. Schauspielhaus. Dienstag, 12 Dezember. 7 Uhr. „Der Probekandidat". I« Ab. Gew. Pr Mittwoch, 13. Dezember. Uhr. Festvorstellung zum 100 Geburtstage Heinrich Heine». 1. Abteilung: „Auf Montmartre", einleitendes Gedicht von Emil Claar, gesprochen von Fräulein Charlotte Boch, hierauf: neu einstudiert: „Ratkliff". Tragödie von Heinrich Heine. (Bahneneinrichtung in 2 Akten.) 2. Abteilung: Recitationen und Konzert unter Mitwirkung von Fräulei» Bossenberger, Fräulein Schacko, Herr von Bandtowski und Herr Dr. Pröll sowie der Damen Jrmen und Trisch, Herren Volz und Diegelmann. Auß Ab. Gr. Pr. Donnerstag, 14 Dezember. 7 Uhr. Abonnement-Vorstellung für den ausgefallenen Mittwoch: „Der Probekandidat". Gew. Pr. Freitag, 15. Dezember. 7 Uhr. „Der Probekandidat". Im Ab. Gew. Preise. Samstag, 16 Dezember. 7 Uhr. »Krieg im Frieden". Im Ab. Gew. Pr. Sonntag, 17. Dezember. '» Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen-. „Der Probekandidat". Auß. Ab. 7 Uhr. Wiederholung der F. stvorstellung zum 100 Geburtstage Heinrich Heines. 1. Abteilung: „Auf Montmartre", einleitendes G-dicht von Emil Claar, gesprochen von Fräulein Charlotte Boch, hierauf neu einstudiert: „Ratkliff" Tragödie von Heinrich Heine. (Bühneneinrichtung in 2 Akten.) 2. Abt.ilung: Rezitativ» und Konzert unter Mitwirkung von Fräulein Rosienberger, Frl. Schacko, Herr von Bandrowski und Herr Dr. Pröll, sowie der Damm Jrmen und Trisch, Herren Bolz und Diegelmann. I« Ab. Gr Pr. Montag, 18. Dezember. %7 Uhr. „Der Kaufmann von Venedig". Im. Ab. Gew. Pr. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Grünberg, 9. Dezember. Fruchtmarkt. Weizen 15—15,90 Mark, Korn 14—00 Mk., Gerste 14,94—15 Mk., Hafer 13—00 Mk., Erbsen 15—00 Mk. Frankfurter Börse vom S. Dezember. "Wechsel auf New-York zu 4.201/2-21 Vz- Prämien auf Kredit per ult. Dezember 1.30%, do. per uü. Januar 8%, Diskonto Kommandit per ult. Dez. 1.05%, do. per. ult. Jan. 2 50, Lombarden per ult Dez 0 55 /0, do. per ult. Jan. 0.00%, Staatsbahn per ult. Dez —.—% erhältlich. Notierungen: Kreditaktien 236.—, Diskonto - Komman- dit 193 10-20-193, Staatsbahn 1 8 60, Gotthard 143 30 Lombarden 31.60 Ungar. Goldrente 97.75, Italiener 94 —, 6prozentiech Mexikaner 00.00, 3proz. Mexikaner 25.40, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19, Privat-Diskont 5%(/0. 1% bis 2% Uhr: Kredit 236-235,80. Diskonto Kommandü 193.—, Staatsbahn 138.60, Lombarden 31.60. Butter, «äse und Eier. Berlin. Hof- und Genoffenschaftsbutter 1. Qualität 112 Mk., 2. Qualität 109 Mk., do. Abfall 105 Mk. — Königsberg i. Pr. 100 bis 107 Mk. für 50 Kilo. — Hamburg. Butter 1. Klaffe 115.78 Mk., 2. Klasse 107.60 Mk für 50 Kilo netto, reine Tara. — Nordhausen. Landbutter 2.40 Mk., Speisebut'er 2.50 bis 2 60 Mk., feinste Gutsbutter 2.50 bis 2.60 Mk. für 1 Kilo. Eier 4.20 bis 4.40 Mk. für 60 Stück, 1,40 bis 1.47 Mk. für 1 Kilo. Käse 4 bis 5 Mk. für 60 Stück. — Magdeburg. Eßbutter 2.20 bis 2 60 Mk. für 1 Kilo. Eier: für 60 Stück 3 60 bis 4.80 Mk. — Kempten Süßrahmbutter 99 Mk., Sennbutter 96 Mk. für 50 Kilo im Engros-E-nkauf. Käse: Monaiskäse, Fabrikat, welches in jungem, unversandtfahigem Zustande von den Sennereien zur Ablieferung kommt. Engros-Einkaufspreise auf den Sennereien des Allgau per 50 Kilo: Limburger feinste prima voll, fett 00 Mk., Limburger feinste prima 00 bis 00 Mk, Limburger prima 00—00 Mk., Limburger sekunda 00 bis 00 Mk , Romadour, feinste prima 00 bis 00 Mk., Romadour, vollfett 00 Mk, Weißlack, vollfett (Bierkäse) 00 bis 00 Mk., Weißlack %fett (Bierkäse) 00 bis 00 Mk. — Würzburg. Butter 0.80 bis 0 90 Mk. für % Kilo. — Mannheim. Die Ewr-Preise steigen fortwährend. Zufuhren im In- und Auslang gering. Es kosten heute: schwerste ital. Eier per 1000 St. CO bis 00 Mk., frische deutsche Eier per 1000 St. 62 Mark, ungarische Eier per 1000 Stück 64 Mk., russische Eier per 1000 St. 66 Mk., bulgarische Eier per 1000 St. 00 Mk., steyerische per 1000 St. 68 Mk., bayerische Eier ver 1000 St. 70 bis 00 Mk. □ Deutsch Ostastatische Handels-Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Berlin. Von vrsieunb'ier Sette wird uns folgendes mti$uida: Die Gesellschaft ist am 14 Januar 1899 turch notaiirllen Akt mit dem Sitze zu Berlin errichtet und unter dem 14. Februar 1899 daselbst handelsgertchtlich eingetragen worden. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Ein- und Ausfuhrhandel und aller sonstigen kaufmännischen Geschäfle. ferner die Anlage und Verwertung von industrtrllen Etablissements tm deutschen Kiautfchon Gebiet und der chi»>fischen Piootnz Sch«ntung. Datz u'sprüngl.che (voll «ingezehlte) Stamm-Kaptt-l der Gesellschaft betrug 105 000 Mark unb soll e zur Erwerbung eines für den tn Aussicht genommenen G schästsbetrteb geeigneten Terrains tn der S'adt Tfiniau tm Ktaulschou-Gebtet und zur D ckung der Kosten der auf demselben zu errichtenden Baulichkeiten, sowie zur Bestreitung der Organisationskosten dienen. Interessenten werden von d>r Geschäftsstelle der GeseUichafl: Beilin "W., Pallas-Str. 13, auf Wunsch Prospekte und Zetchnungsschetne zugesandt. Wetterbericht. Den Norden des Erdteils bedeckt hoher Druck, welcher sich vom weißen Meer über Finnland und Skandinavien bis zur Nordsee erstreckt. Gegen Süden hin nimmt der Luftdruck ab und lagert über dem Mittelmeergebiete, soweit es die heute nur mangelhaft vorliegenden Nachrichten erkennen lassen, eine umfangreiche Depression. Bei dieser Drnckverteilung sind in den kontinentalen Lagen östliche bis nordöstliche Winde vorherrschend, welche in der Schweiz vielerorts heftige« Charakter tragen. In Italien herrscht starke Bora. Bei uns ist das Wetter meist hriter, jedoch liegen die Temperaturen allgemein sehr tief. Voraussichtliche Witterung: Vorwiegend heiteres aber rauhes Frostwetter. Humoristisches. * Ein neues Blumenthal-KadelburgfcheS Bühnenwerk kündigt das „Goldberger Stadtblatt" an, indem es schreibt: Theater in Goldberg. Zur Eröffnung: Sin wenig gebrauchter Winterüberzieher Von Blumenthal und Kadelburg. steht billig zu verlausen. Wo? sagt die Expedition des Blattes. Im weißen Rößl. * Im Gerichtssaal. Richter: „Angeklagter, erklären Sie mir, wie Sie es angestellt haben, die schwere, eisenbeschlagene Kiste ganz allein ortzubringen, ohne dabei irgend ein Geräusch zu mach n." — Angeklagter; „Das lohnt nich, Herr Präsendent, das kriegen Sie ja doch Ihr Lebtag nich fertig." * Unter Aerzten. Dr. A: „Es ist unglaublich, wie schwer es mir mitunter fällt, zu meinem Honorar zu gelangen " — Dr. B.: „Das kann ich von mir nicht behaupten." — Dr. A.: „In der That?" — Dr. B.: „Gewiß; ich habe die Erben stets sehr koulant gesunden." * Beim Zahnarzt. Bauer: „Was kostet bas Zahnziehen Zahnarzt: „Eine Mark, — mit Gas 5 Mark." — Bauer: „Fünf Mark? Na, dann will.ich lieber morgen bei Tageslicht wiederkomrncn."'' * Druckfehler. . . . . Von dem regen Jagderser der Gäste zeugen auch auf ver gestrigen Treibjagd wieder viele gut getroffene Hofen." Ä ?!'!-" 1S-15,* ”“■» Hafer is-oo jr,, *• Dezember. nber do. per M D.m- ’.^do.Jer.a d0‘ Per tit. Jan. 0.00%, .Skonto ■ Kommen- ®rd ^330 Lombarden 6pro?entiech Mexikaner Coupons '■ Diskonto Komm and* 1. Htt. 1. Qualität 112 Mk., ■ - Königsberg i. Pr. urg. Butter 1. ftiafle l|[o netto, reine Tara. - ebutter 2.50 bis 2 60 ÖL, Io. Eier 4.20 bis 4.40 M o. Käse 4 bis 5 Mk. für biä 2 60 Mk. für 1 Kilo, empten Süßrahmbutter im Engros-Einkauf. Käse: nötrfanbtfn^igtm Zustande Gngro5i@inlauf8prei[t auf iurgtr (einfit prima doH- 0 Mk, Limburger prima , Äomabour, feinfit prima ooUfttt f^ittttft) 00 bi» 00 M. iilo. — Mannheim. Die m In- und Auslang gering. )6L CO bis 00 Mk, frische ische Eier per 1000 Stück Hf, bulgarische Gier per 8 M, bayerische Sier per 5^ RZK ''ch, Herren '' ta9. U li unk 7 Uh? \on Vir ’^etVrobef' "s'°lluna > °ndidaf. l; .M’l !? 100®et chen n„K ^"tmartre* *• ,Gesellschaft mit bt* bcfininbittr Tritt nihl tft am 14 Januar 1SIÄ lerlin tulältl und unter 41116 ringdr agm worben. ;eb von Tw-und AuW- Sef6äfie, ferner die Anlagr bllfiementd im deulschev hoDlni S6"lung. plt,ntr@eWflMroi eines für d.n in »Hf leirainS in btt M ) dung der froflen btt W sowie zur L'stcckwg i« werden von btt MM Str. 13, auf 8Bunf<6 W > unb Skandmarnen dis,« _ ouffbnilf ab und lagert ZW Sw**** „dm-i fN11 ?ctg. nterüberzi-h" iQbelbut8- d!s"'Ll°tter- Sngeklagttt'Kaaz'a^ igsS Sauer- .6 , IEtllpkeWMli feinstes Kulmbacher Petzbräu im Zapf. Restaurateur Steinmeier, ___________Licherstraße 1._______8580 Bettfedern unb 7344 Daunen Trauerkleider itt jeder Preislage billigst bei C. Röhr & Co. Reisszeuge empfiehlt Emil Schmidt, # s. T. d. F. Liebriche Nachfl., J 16 Neuenweg 16. ---------- Blusen und Röcke 6615 stets grosser Vorrat bei: Aug. Montanus Nachfl., Inh. R. & M. 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I. soll die Christ- befcheruug für die Kinder unserer Anstalt staitfinoen. Wir haben für 230 Kinder die Brscheiung herzurichten und den WechnachtStifch mit Gaben za decken. Um dies zu können, wenden wir uns wi der an die L ebe und dsn wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Rmber und bitten, uns Gaben an Kle dungSstücken, Stoffen, Garn u. bergt., be« sonders ab r auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Lifte zur Erhebung von Beit ägen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelang'» zu lasten: Frl. Amalie Bansa, D-ezstraße 15; Frau Dr. Brüel, Moltkestraße 3; Frai AmtStzerich'srat Gebhardt, Bergstraße 3; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebig »traße 21; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; F l. Emilik Langermann, Süoanlage21; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frl. Luise Wortmann, Asterweg 16. Auch d.e Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empsa-'q zu nehmen. Gießen, den 4 November 1899. 7828 Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Spar- und Tciljkalfc Gießen. Ausschuß-Sitzung Dienstag dm 12. Dezember L Z., nachmittags 4 Mr, im Sitzungszimmer Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gießen, am 28. Novembrr 1899. Direktion der Spar- und Leihkaste Gießen. I. E.: Wiener. 8467 Stets ccharfl Kronentritt unmöglich! Schonung der Pferde durch stets sicheren Gang. Das einzig Praktische für glatte Wege. FataD& Die Vorzüge der H-Stollen sind bedingt durch die besondere Güte des I 8 Stahls, den nur wir dazu verwenden. Zum Schutze gegen minder- I 1 werthige Nachahmungen ist jeder einzelne unserer H-Stollen mit neben- | Po ! stehender Fabrikmarke versehen, worauf man beim Einkauf achtel Grosse Preisermässigung. I'reisliste und Zeugnisse gratis und franco. Leonhardt & Co., Berlin-Schöneberg. CrWs Pchmmkgkk!!! Gg. 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