Chamberlain — und ihr Uitländertroß in der Republik den Ausschlag geben. Wir registrieren noch die letzten Nachrichten zu diesem Konflikt: London, 10. Oktober. Nach Depeschen aus Südafrika ist dort alles ruhig, und dieBuren führen keinerlei Bewegungen aus. Das Johannesburger Kommando und das deutsche Korps lagern zwei Stunden von Prätoria. Präsident Krüger sagte in einem Interview, es sei schwer zu sagen, was kommen werde. Die Landung großer britischer Verstärkungen in Natal mache ihm keine Sorge. Er sei voll Vertrauen ans den Allmächtigen. Davon, daß Hofmeir und Roseinnes nach Prätoria kommen wollten, wisse er nichts, und über die vorgeschlagene amerikanische Vermittelung sei nichts weiter zu sagen. London, 10. Oktober. Das „Bureau Dalziel" meldet aus Prätoria: Dem dortigen britischen Vertreter wurde heute mittag eine dringende Depesche überreicht, in welcher Transvaal auch die ausdrückliche Versicherung verlangt, daß alle britischen Truppen binnen 48 Stunden von derGrenze zurückberufen werden, ebenso alle in Südafrika eingetroffenen Verstärkungen. London, 10. Oktober. Heute vormittag ritten 80 Mann der New-South-Wales-Lancers, die bisher im Lager von Aldershot ausgebildet wurden und jetzt nach Südafrika abgehen, durch die City und wurden von einer Ungeheuern Menschenmenge unter Aeußerungen großer Begeisterung begleitet. Paris, 10. Oktober. Eine der „Agence Havas" aus Prätoria ohne Abgangsdatum zugegangene Depesche meldet: Tsie Negierung von Transvaal hat die Antwort Englands auf ihre letzte Note noch nicht erhalten; die Erlasse bezüglich der Einberufung der englischen Reservisten und der Mobilisierung der englischen Truppen rufen daher hier die größte Entrüstung hervor. Die öffentliche Meinung ist hier allgemein für eine sofortige Aktion, und dieselbe Stimmung herrscht im Oranje-Freistaat. • * * Im Gegensatz zu unseren obigen Ausführungen lassen die heute nachmittag eingetroffenen Telegramme keine Hoffnung mehr überig: London, 11. Oktober. (Tel.) Nach Meldungen aus Kapstadt beabsichtigen dieBuren, heute die Grenze zu überschreiten und die Pässe zu besetzen. Loudon, 11. Oktober. (Tel.) Nach Meldungen aus Madras macht sich unter den Muhamedanern eine bedenkliche Gärung gegen die Engländer bemerkbar, welche von russischen Emissären geschürt wird. London, 11. Oktober. (Tel.) Nach Meldungen aus Süd-Afrika besteht nunmehr kein Zweifel mehr darüber, daß die Buren spätestens morgen, wenn die englische Regierung keine befriedigende Antwort auf das Ultimatum Transvaals gegeben hat, die Offensive ergreifen werden. Die Einnahme von Ladysmith und Mafeking dürfte daher vor Ende der Woche Thatsache werden. Alle Maßregeln sind getroffen worden, um die Eisenbahn-Verbindung gleich nach Beginn der Feindseligkeiten zu zerstören. Amsterdam, ll.Okt. (Tel.) Hier verlautet, die Königin Wilhelmine habe von Kaiser Wilhelm das Versprechen erhalten, daß derselbe alles thun werde, damit die Unabhängigkeit der beiden Buren- Regierungen aufrecht erhalten bleibe. London, 11. Oktober. (Tel.) Das gestern abend bekannt gewordene Ultimatum der Transvaal-Regierung hat hier die größte Erregung verursacht. Die „Times" fügen der Veröffentlichung des Ultimatums hinzu: Wir haben allen Anlaß, zu glauben, daß die Antwort, welche an Transvaal gesandt werden wird, in einem kurzen Telegramm bestehen wird, worin in wenigen Worten das Bedauern ausgesprochen wird, daß Präsident Krüger es für notwendig erachtet habe, ein so ernstes Telegramm an die englische Negierung zu senden, und gleichzeitig erklärt wird, daß die englische Regierung der Transvaal- Regierung vorläufig keine andere Mitteilung zu machen habe. Die Minister sind für Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenberufen worden. London, 11. Oktober. (Tel.) Im Ministerrat, welcher auf gestern abend verschoben wurde, wurde, wie verlautet, beschlossen, die Forderungen Transvaals vollständig zurückzuweisen. Infolgedessen wird der Krieg auf regelrechte Weife heute nachmittag 5 Uhr beginnen. London, 11. Oktober. (Tel.) Die konservativen Blätter erklären, England sei genötigt, den Krieg zu führen. Die Blätter verlangen von der Regierung, daß der Krieg mit der größten Schnelligkeit beendet werde. Die liberalen Blätter drücken die Meinung aus, daß, wenn jetzt der Krieg ausbreche, er der von der englischen Regierung befolgten Taktik zuzuschrciben sei. „Morning Leader" sagt, die Herren Cecil Rhodes und Chamberlain haben nun ihrenZweck erreicht.sürden sie gearbeitet haben. Transvaal ist durch die Nadelstiche und die heuchlerischen Erklärungen, welche durch die Thatsachen Lügen gestraft worden sind, müde geworden. Wir bedauern, daß sich Transvaal entschlossen hat, ein Ultimatum abzusenden. Die Thatsache überrascht uns jedoch nicht, das Gegenteil hätte uns mehr überrascht. Die Buren saßen wie eine Maus in der Falle, und es ist bewundernswert, daß sie nicht schon früher ihre Zähne gezeigt haben. Ihre bisherige Zurückhaltung liefert den Beweis, daß sie bis zum letzten Augenblick den Ausbruch von Feindseligkeiten vermeiden wollten. London, 11. Oktober. (Tel.) Chamberlain kam früh ins Kolonialamt, wo große Thütigkeit herrscht. Mehrere Diplomaten besuchten das Auswärtige Amt, darunter auch diplomatische Gesandte. Es erhält sich das Gerücht von der Abtretung der Delagoa-Bai an England. Der Kaufpreis betrage 8 Millionen Pfund. Deutschland und Frankreich hätten ihre Zustimmung hierzu gegeben. Kskates und Ursvissiettrs. Gießen, 11. Oktober 1899. ** Geschichtskalender. Vor 4 7 Jahren, am 12. Oktober 1492, erblickte Christoph ColumbuS zum ersten Male auf seiner großen Reise den amerikanischen Boden, die Watltngsinsel, welche die Eingeborenen Gnanahani nannten, der man aber später zu Ehren des Erlösers den Namen San Salvador beilegte. Bald darauf wurde auch die im spanisch-amerikanischen Krieg« viel genannte Jnstl Kuba entdeckt. •• Der große Szenenwechsel in der Natur macht sich von Tag zu Tag mehr bemerkbar. Regen, Nebel und rauhe Stürme haben gemeinsam an dem Sommerkleid der Bäume und Sträucher gezerrt, sodaß einzelne von ihnen in bemitleidenswerter Kahlheit dastehen, der Blätterabfall verstärkt sich, und der bekannte bunte Herbstteppich ist stellenweise so dicht, weich und elastisch, als wäre es ein echter Smyrnaer. Das ist die Zeit, wo etliche Menschen sich gedrungen fühlen, melancholisch zu werden, wo sie aus einer oft eingebildeten Nervenstimmung heraus über Vergehen und Hinwelken, Scheiden und Meiden, und den alles ereilenden Tod ebenso tief- wie trübsinnige Betrachtungen anstellen, und damit nichts anderes erreichen, als daß sie zahlreichen Mitmenschen die Laune verderben. Es mag ja Verhältnisse geben, unter denen das erklärlich und entschuldbar ist. Wer z. B. sieht, wie die Bäume ihr Sommergewand los werden, ohne daß sie sich über einen neuen Winterüberzieher die Wipfel zu zerbrechen brauchen, wäh end er selbst an seiner naphtalinduftenden Winterhülle die glänzenden Spuren einer viel längeren als dreijährigen Dienstzeit wahrnehmen und sich eingesteheu muß, daß hier ein „Neubau" ein Gebot der dringendsten Notwendigkeit ist, der hat alle Ursache, in jedem kahl werdenden Baume einen unangenehmen Mahner zu sehen. Im großen Ganzen aber kommt die Menschheit ebenso gut durch Herbst und Winter, wie durch Frühling und Sommer, und manchem, der sich leicht an Wald und Feldern satt sieht, dünken die Freuden im wohlig durchwärmten Zimmer, in fröhlicher Tafelrunde erstrebenswerter und höher, als der Genuß der Gaben, welche die Natur darbietet. Der Gesellschaftsmensch beginnt den Naturfreund in den Hintergrund zu drängen: da das große Himmelslicht so früh ausgelöscht wird, huldigt man um so länger der künstlichen Lichtquelle der Kronleuchter, an Stelle des vielstimmigen Vogelkonzertes tritt das Klingen der Geigen und Flöten; Plaudern und Lachen ersetzt das Rauschen des Waldes und des Baches, und anstatt durch Berg und Thal zu schweifen, dreht man sich im lustigen Reigen mit einer schönen Partnerin. Und dabei wird ein Eifer, eine Zähigkeit, eine Ausdauer entwickelt, die, auf andere Verhältnisse übertragen, Menschcnschicksale umgestalten konnten. So tanzt die junge und ältere Welt sich in den Winter hinein, selten vermißt einer die Freuden der grünenden und blühenden Jahreszeit! * * ** Auszeichnung. Seine*Königliche Hoheit derGroß- herzog haben Allergnädigst geruht, am 8, Oktober dem Schriftsetzer und Drucker Heinrich Lehr VII. zu Nidda, ■s harten. ck), * «chch 3^ fiobet 1899 Nhr: Mriniti K« Programm. ts "Ntttt M Met iotniker- -em... Miht T06& iellung sollst ergebens Lobe, tor. is morgen, Donnerstag, vorzuleqen. 7308 599, akeods 8 Ahr, «er Maal). frifeuren Stier, Koll- acher Mrftg'. henen- Damenlatten K 40 Psg« Der Vorstand. WH «hn in meine W-hmr . Roese, und •Geschäft ÄK*- ok-Matr^6” :eder-K'»een n *“* '*««« FleA bew» „ter sr« 240 Zweites Blatt Donnerstag den 12. Oktober 18iy> Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Wfr vierteljährlich ÄeneNK • Anzeigen zu Str ntchmittagi für te« feigmtoi erscheinenden Nummer Mi »em. 10 Uhr. Alle Anzeigen-LrrmitttunßifteNeu des In- und Auilentet nehmen Anzeigen für dm Giejmer Anzeiger citgtgxs, zrezugopre'^ vierteljährlich 2 Mark 20 Psz monatlich 75 Pfg mit Vringerloh» arit »uimchme des MoattHs Meßmer Mttoi tem Anzeige »Schmtlich viermal heißeießt. Amts- uni Anzeigeblatt für den Areir Gieren. ■etarftten, Expedition und Druckerei: Hx. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der herrsche Kandwirt, Mütter für hessische Volkskunde. ■'■'J. -........ S»" 1 ‘i'-liK Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. *Was wirds? Berlin, 11. Oktober 1899. In der Transvaalkrise ist infolge der Zurückhaltung der Buren eine Pause eingetreten, die diesen verhängnisvoll werden kann. Die größte Gefahr für Natal ist vorüber. Die beste Siegeschance für die Buren scheint verloren zu sein. Mitte der Woche dürfte Sir Georg White etwa 20000 Mann zur Verfügung haben, genug, um die befestigten Lager bei Glencoe und Ladysmith uneinnehmbar zu machen und starke Posten für die Verbindung beider Positionen und Bewachung der Grenzen zu erübrigen. Durch diese Truppenkette dürste Natal gesichert sein, und das Operationsfeld der Buren wird auf das schmale, vom Majuba Hill nach Dundee abfallende Thal eingeschränkt. Wenn sie dieses Gebiet besetzen, was dann? Die Engländer werden sich nicht beeilen, sie anzugreifen. Ein Ausfall der Buren über die Nordgrenze wäre ziemlich unschädlich, er würde sie in halbe Wildnis führen. Im Westen könnten sie Mafeking und andere Städtchen besetzen und vor allem die Eisenbahn an vielen Stellen zerstören, aber der einzige wirklich gefährliche Verlust wäre doch nur die Wegnahme Kimberleys, und diesen Platz glaubt man ebenfalls geborgen. Wenn die Buren also auch einige Wochen lang hier und dort eine erfolgreiche Offensive ergreifen, so müssen sie doch in der Hauptsache warten, und wenn sie Tag für Tag un- thätig bleiben müssen, so werden sie bald zu fragen beginnen, warum sie denn überhaupt an den Grenzen stehen und von ihren Farmeü weggeholt sind, wo ihre Gegenwart gerade jetzt zur Saatzeit mehr als je vonnöten ist. Es läßt sich nicht von der Hand weisen, daß ein längeres unthätiges Warten eben bei dem eigentümlichen Charakter der Burenarmee geuiffe Gefahren in sich birgt. Daß es mit ihrem Transport- und Verpflegungswefcn herzlich ärmlich bestellt ist, geben die meisten Gewährsmänner zu. Sie bilden schließlich eine Art Reiterheer der alten Zeit, das Plötzlich erscheint und verschwindet und fortdauernd in Bewegung ist. Die Buren würden darum bald empfindlichen Mangel an Proviant zu leiden beginnen, falls sie genötigt sein sollten, wochenlang zur Grenzbewachung auf derselben Stelle zu verharren. Noch größeren Einfluß verspricht man sich in England auf die Kriegsstimmung der Buren. Ein Heer von dieser Zusammensetzung müsse kämpfen oder die geringe Disziplin mache sich sofort fühlbar, und der Wunsch, nach Hause zurückzukehren, nähme überhand. Mit anderen Worten: man glaubt, den Buren, insbesondere des Freistaats, werde die Kriegslust ausgehen, ehe es wirklich zum Entscheidungskampfe kommt. An diesem Punkte setzt auch die Friedenspartei in ihrer Hoffnungsfähigkeit ein und malt sich die Entwicklung der Dinge dahin aus, daß die Mobilisierung der Buren nur eine Gegendrohung zu dem britischen Säbelrasseln sei; daß, wenn das britische Ultimatum, durch den Einfluß Lord Salisbury's und in letzter Reserve der — Königin in gemäßigten Grenzen gehalten, endlich überreicht ist, Krüger sozusagen die Ehre Transvaals für befriedigt erklären und einlenken wird. Wie weit diese Auffassung richtig ist, mag dahingestellt bleiben, jedenfalls ist sie weit verbreitet. Die Volksstimmung in England zeigt sich allerdingsfortgesetzt sehr kriegerisch; aber man thut offiziell nichts, so daß sichs fragt, weshalb noch immer der Frieden erhalten bleibt. Eine genügende Erhaltung böte allerdings der Umstand, daß einige Wochen Verzögerung für England einen großen Gewinn bedeuten. Es fragt sich aber, ob außerdem nicht etwas hinter den Koulissen vorgeht, das mäßigend und einschüchternd auf das Kabinett Salisbury wirkt. Wir denken hierbei besonders an Rußlands Absichten auf Persien und Afghanistan und Graf Murawiews letzte Rundreise. Es ist allerdings nicht anzunehmen, daß Rußland den Engländern direkt den Krieg erklärt; aber es kann ihnen während eines Feldzuges in Südafrika in Asien so viel wegfischen, daß England dort in Scheffeln verliert, was es in Afrika mit Löffeln gewinnt. Die Engländer sind aber so nüchterne Rechner, daß sie aus solchen Erwägungen vielleicht noch vom Kriege mit Transvaal abstehen. Als wahrscheinlich möchten wir einen solchen Ausgang nach dem Muster des Hornberger Schießens allerdings nicht bezeichnen; aber er ist wenigstens noch möglich. Mag dem sein wie es wolle, Thatsache ist,, daß England einmal tabula rasa mit den „Selbständigkeitsphantastereien" der Transvaaler machen will, und es wird sich ohne Zweifel nur befriedigt erklären, wenn nicht mehr die Buren, sondern die englischen Kapitalisten — an ihrer Spitze, wie wir wiederholt darlegten, der Ober—ehrenmann in Diensten der Buchdruckerei von Ludwig KlovS zu Nidda, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" zu verleihen •• Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Baden- Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl (Baden), Durlach, Eppingen, Ettlingen, Heidelberg, Hockenheim, Karlsruhe (Baden), Mannheim, Pforzheim, Rastatt, Schwetzingen und Weinheim wird am 10. Oktober eröffnet werden. ** Oeffeutliche Lesehalle. 1836 Bände sind im September ausgeliehen worden, — ein sicheres Zeichen, daß der Winter naht. Von diesen Bänden kommen auf: Illustrierte Zeitschriften 473, Erzählende Litteratur 849, Vers- dichtungen 22, Jugendschriften, Märchen, Sagen 374, Geschichte und Biographieen 42, Länder- und Völkerkunde 20, Naturwissenschaft, Technologie 38, Philosophie 10, Sprachwissenschaft, außerdeutsche Texte 8 Bände; auf Männer: Handwerksmeister 128, Aerzte, Rechtsanwälte 18, Kaufleute 93, Beamte 23, Unterbeamte 55, Techniker, Schriftsetzer 54, Arbeiter, Tagelöhner 42, Diener, Burschen, Kellner 32, Lehrlinge, Gehilfen 435, Schüler, Volontäre 556, Studenten 16, Ohne Standesangabe 9; zusammen 1461 Bände; auf Frauen: Ehefrauen, Witwen, ältere Unverheiratete 94, Gewerbtreibende 33, Arbeiterinnen, Tagelöhnerinnen 15, Dienstmädchen 1, Beamtinnen 4, Junge Mädchen, Lehrmädchen 228; zusammen 375 Bände. Nach auswärts wurden 36 Bände verliehen. ** CircuS Lobe. Auch die gestrige Vorstellung int Circus A. Lobe fand trotz des vorher bekannt gegebenen äußerst reichhaltigen Programms vor nur mittelmäßig besetztem Hause statt. Die Leistungen sämtlicher beteiligten Künstler waren dennoch wiederum künstlerisch vollendet und fanden den vollen Beifall der Besucher. Einzelne Nummern dieses Programms herauszugreifen und eingehend zu würdigen verbietet uns der zur Verfügung stehende Raum. Wir wollen uns also nur auf den Hinweis beschränken, daß nur noch wenige Vorstellungen stattfinden werden und darum den Besuch des Circus auch an dieser Stelle an- gelegentlichst empfehlen. ** Polizeibericht. Gestern vormittag 11 Uhr fiel die Taglöhnerin Anna Müller aus Ulrichstein beim Auswaschen von Wäsche in die Lahn und ertrank. Da dieselbe in letzter Zeit öfters unpaß war, wird vermutet, daß dieselbe infolge eines Ohnmachtsanfalles in das Wasser gestürzt und dabei ums Leben gekommen ist. — Im Laufe des gestrigen Tages mußten zwei hiesige Arbeiter wegen Trunkenheit und Ruhestörung verhaftet werden. *• Elektrizitätswerke für ganz Oberhessen. Die Elektrizitätswerke zu Niedersedlitz bei Dresden beabsichtigen bei Gießen ein großes Elektrizitätswerk für ganz Oberhessen (!) zu errichten und den Gemeinden Elektrizität zu Beleuchtungszwecken abzugeben. Auch Bad-Nauheim will sich diesem Unternehmen anschließen und ist geplant, daß die Stadt Bad-Nauheim die Abgabe von Elektrizität an Private in eigener Verwaltung übernimmt. Die „Friedb. Ztg." schreibt hierzu: Mit der Gesellschaft zur Errichtung eines Elektrizitätswerkes für Oberhessen vorm. O. L. Kummer zu Niedersedlitz-Dresden soll zwecks Abgabe elektrischen Lichtes und Preisfestsetzung desselben mit einem Vertreter verhandelt werden. (Kommt diese Centrale für Oberhessen zustande, so ist die Sache so gedacht, daß die Stadt den Strom von der Gesellschaft bezieht und denselben dann den Konsumenten auf eigene Rechnung abgiebt.) ** Wie wir schon meldeten, brachte kürzlich die „Köln. Ztg." die Mitteilung über die im hessischen Regierungsblatt veröffentlichte neue Organisation der Ministerialabteiluug für Schulangelegenheiten, woran gleichwie in anderen Blättern, (z. B. in der „Frkf. Ztg.") die Bemerkung geknüpft war, daß man wohl nicht fehlgehe, wenn man die getroffene Aenderung mit gewissen unliebsamenVorgängen der letzten Monate in ursächlichen Zusammenhang bringe. Des weiteren war gesagt, daß in Hessen den „neuen Männern" allseitig das größte Vertrauen entgegengebracht werde. Hierzu schreiben heute die „N. H. Volksbl.": Das hat nun offenbar eine Persönlichkeit, deren Namen zu erraten es gewiß keiner großen Divinationsgabe bedars, zu einer in der letzten Sonntagsnummer der „Köln. Ztg." zum Abdruck gebrachten Zuschrift veranlaßt, die wir hier etwas niedriger hängen möchten. Dieselbe lautet: „Die Verordnung über die Zusammensetzung der Ministerial- abteilung für Schulangelegenheiten steht nicht in Verbindung mit jüngeren Vorkommnissen, sondern schafft nur die Möglichkeit, einen Juristen nicht nur, wie es bis 1898 der Fall war, als Vorsitzenden, sondern auch als Vortragenden Rat zu berufen. Das Bedürfnis dazu war längst vorhanden. Uebrigens hat die Abteilung nicht, wie früher gemeldet worden war, zwei Schulmänner als vortragende Räte, sondern einen, und zwar für die höheren Lehranstalten; nur als „außerordentliches Mitglied" wird weiter ein Gymnasialdirektor (Mathematiker) im Bedürfnisfalle zugezogen. Dem gewiffenhaften Berichterstatter erübrigt zu der an sich richtigen Bemerkung, daß „den neuen Männern das größte Vertrauen entgegengebracht werde", noch ein Zusatz: Wir stoßen in allen Kreisen, welche eine kräftige und selbständige Fortentwickelung des hessischen höheren Schulwesens für nötig halten — man nennt darunter auch allerhöchste Namen —, auf den Ausdruck des Bedauerns, daß es nicht möglich erschien, diejenigen Kräfte dem Lande zu erhalten, deren rmflenschaftliche und persönliche Befähigung zur Durchführung jener Aufgabe niemand leugnet. Und dieselben weiteren Kreise besorgen, daß die ^neuen Männer" weder geeignet noch auch nur gewillt seien, diejenigen Q urd)jufüf)ren, welche getroffen werden müssen, wenn das he fische höhere Schulwesen, dem die Unterrichtswissenschaft Ausgezeichnetes verdankt, nicht stillstehen und zurückgehen soll. Denn hierzu gehört auch em Stück Rücksichtslosigkeit gegen Bequemlichkeit und Beharrungs- Vermögen, und — vestigia terrent." Die letztere Bemerkung scheint auf Einen der ver- floffenen Männer abzuzielen. Im übrigen mag sich der Verfasser der hier produzierten Zuschrift trösten. Ueber den Weggang derjenigen, die dem Lande zu erhalten aus bekannten Gründen unmöglich war, herrscht außer bei ihm selbst und dem ihm zunächst stehenden Kreise, keinerlei Bedauern. Die „neuen Männer", denen man, wie nicht in Abrede gestellt werden kann, im Lande allseitig Vertrauen entgegenbringt, besitzen nicht nur ebenfalls die erforderliche wissenschaftliche Befähigung, sondern außerdem den großen Vorzug vollständig intakten Charakters. Man darf deshalb mit voller Beruhigung einer kräftigen und selbständigen Fortentwickelung unseres hessischen Schulwesens entgegensetzen! . . . Darmstadt, 10. Oktober. Heute morgen gegen 6 Uhr wurde der Leutnant a. D. Felix Perrott im unteren Hausflur der Hofraite Jrenestraße 81 liegend tot aufgefunden. Er ist offenbar die Treppe zwischen der Haus- thüre und dem Parterrestock heruntergefallen und hat sich das Genick abgestürzt. Dieburg, 10. Oktober. Dem hiesigen Männer- Gesangverein ist eine große Ehrung zuteilgeworden. Wie Herr Präsident Frank den Vereinsmitgliedern in einer Versammlung gestern nachmittag in längerer Ansprache bekannt gab, hat Seine Königliche Hoheit der Großherzog Ernst Ludwig Allergnädigst geruht, zu dem im nächsten Jahre stattfindenden Gesangswettstreit einen Ehrenpreis zu stiften. Mainz, 10. Oktober. Von einem bedauerlichen Schicksale wurde eine hiesige Familie betroffen. Das bereits erwachsene Mädchen der Familie wiegte sich, wie dies so häufig Kinder thun, zwischen zwei Stühlen; plötzlich kam einer der Stühle ins Rutschen, das Kind stürzte zu Boden und fiel auf den Hinterkopf so unglücklich, daß es alsbald betäubt war. Ein herbeigeholter Arzt konstatierte einen Schädelbruch. In einigen Tagen war das Kind verstorben. „M. A." Marburg, 10. Oktober. Heute morgen durcheilte die Trauerkunde unsere Stadt, daß ein allbekannter und beliebter hessischer Lehrer, unser Mitbürger Herr Heinrich Schick, Vergangene Nacht durch den Tod abgerufen wurde. Der Verblichene ist, wie die „Oberh. Ztg." berichtet, im Jahre 1819 in Leidenhofen (Kreis Marburg) geboren, hat also das hohe Alter von 81 Jahren erreicht. Seit 1830 wirkte er, nachdem er das Seminar in Schlüchtern absolviert, als Lehrer an der Freischule Hierselbst. Nie meldete er sich zu einer anderen Stelle, weil er seine Befriedigung darin fand, ein Lehrer und Erzieher der Kinder der Armen zu sein. Im Jahre 1880 beging Schick sein 50jähriges Berufsjubiläum und wurde ihm bei dieser Gelegenheit ein von seinen früheren Schülern und Schülerinnen unterzeichnetes Ehrendiplom überreicht. Einige Jahre später trat er dann in den wohlverdienten Ruhestand. Ein bleibendes Andenken ist ihm gesichert. Aus der Rhön, 10. Oktober. Der nunmehr sichergestellte Bau der Eisenbahnlinie Hünfeld-Geisa- Vacha (zum Anschluß an die Werra-Bahn), welche das Rhöngebirge im Norden umgeht, lenkt die Aufmerksamkeit auf die Verkehrsverhältnisse in diesem Gebiete. Auch diese neue Linie bedeutet keine Erschließung des Rhöngebietes. Es muß geradezu als eine Merkwürdigkeit bezeichnet werden, daß im Herzen von Deutschland ein Gebirgsstock, dessen höchste Erhebung 900 Meter beträgt, noch von keiner Bahn durchquert ist, obgleich deren sechs d'.cht an denselben heranführen! Die Endstationen derselben find Bischofsheim, Fladungen, Kaltennordheim, Hilders (Tann), Gersfeld und Brückenau; diese umschließen, wie aus der Landkarte zu ersehen, ein kleines Gebiet, das noch dazu bei mäßiger Länge ganz geringe Breite (zwischen Bischofsheim und Gersfeld eine solche von nur 9 Kilometer) besitzt. Um den Verkehrsbedürfnissen Rechnung zu tragen, wäre es daher das Nächstliegende, die beiden letztgenannten Punkte zu verbinden, wodurch das Rhöngebirge genau in der Mitte und in der wichtigsten Richtung von Ost nach West die so dringend nötige Querverbindung erhielte. Zudem sind hier die Geländeverhältnisse ganz günstig, indem von Bischofsheim über Oberweisenbach und Rengersheim nach Gersfeld nur geringe Höhenunterschiede und keine wesentlichen Schwierigkeiten vorhanden sind. Daß die in Betracht kommende Baustrecke je zur Hälfte auf bayerischem und preußischem Gebiete liegt, würde die Kosten für jeden der beteiligten Staaten Verringern. Abgesehen von dem Personenverkehr, der an Touristen und Sommerfrischlern in diesem Jahre im Rhöngebiete die Höhe von zirka 20,000 Personen erreichte, käme die neue Strecke auch dem Güterverkehr nach Nordwest Deutschland, der Ausfuhr von Holz, Basalt und Bergwerks-Produkten an der Rhön zu statten. Welch' hohe Bedeutung übrigens der gesteigerte Personenverkehr für den Wohlstand der Rhöner haben würde, geht aus dem Umstande hervor, daß jetzt schon in einzelnen Dörfern bis zu 150 Fremde Sommeraufenthalt nehmen, während in den Städtchen diese Ziffer über je 1000 steigt. Vermisihtes. * Berlin, 10. Oktober. Heute nachmittag versuchte der 20 Jahre alte Uhrmacher Hermann Manke aus Altona seine 17jährige Geliebte Bertha Albrecht aus Büel in Mecklenburg-Schwerin zu ermorden. Er hatte bereits in Hamburg mit ihr ein Verhältnis und war dieselbe, während er in Hamburg eine Gefängnisstrafe wegen schon einmal begangenen Mordversuches an dem Mädchen verbüßte, nach Berlin verzogen und hatte hierselbst in der Potsdamerstraße eine Stellung angenommen. Manke lauerte ihr daselbst auf und wollte sie zwingen, mit ihm zusammen eine Wohnung zu beziehen. Da das Mädchen sich dessen weigerte, versuchte Manke ihr mit einem Messer den Hals zu durchschneiden. Das Mädchen wehrte sich heftig und erhielt nur einen Schnitt durch die Mundwinkel. Auf das Hilfegeschrei des Mädchens herbeieilende Maurer nahmen den Attentäter fest und Übergaben ihn der Polizei. Berlin, 10. Oktober. Ein neuer Raubmord ist in Berlin verübt worden. Der Polizeibericht meldet darüber: „Heute, Dienstag, Mittag 12'/, Uhr wurde die Witwe Hedwig Joost, geb. Thiele, in ihrer im vierten Stock des Hauses Skalitzerstr. 59b belegenen Wohnung in der Küche tot aufgefunden. Anscheinend liegt Raubmord vor. Die That hat vermutlich heute früh zwischen 7 und 8 Uhr ftattgefunben. Die Ermordete ist durch einen mit einem stumpfen Instrument gegen die rechte Schläfe geführten Schlag getötet worden." — Nach weiteren Nachrichten ist der That verdächtig der 29jährige Zimmermann Richard Trotzer. Dieser hatte lange Zeit bei Frau Joost als Schlafbursche gewohnt und war vor etwa acht Wochen ausgezogen, wobei er ihr Geld schuldig blieb. Montag abend zog er wieder zu seiner früheren Wirtin und ging mit dem 18jährigen Sohn Dienstag früh nach 6 Uhr zusammen fort. Der Mörder hatte nach der That feinen blutbefleckten Anzug gegen einen reinen des jungen Joost vertauscht. Vermißt werden ein Portemonnaie mit Geld, Schmucksachen und eine Damenuhr. Die Personalbeschreibung des Trotzer lautet: Größe: 1,56, Haar: dunkelblond; Schnurrbart: blond und stark; Gestalt: schlank; Gang: etwas lahm. Tätowierungen auf dem linken Oberarm und am Handgelenk. Kleidung: Er trägt ein blaues Jackett und schwarzen, oben eingedrückten Filzhut. * Köln, 10. Oktober. Nachdem über die vom Metro- politankapitel vorgeschlagenen Kandidaten über die Wahl eines Erzbischofs die Entschießnng Sr. Majestät erfolgt ist, wurde das Metropolitankapitel heute durch den. Regierungskommiffar, Herrn Regierungspräsidenten Frhr^ v. Richthofen, von der allerhöchsten Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Die Wahl des Erzbischoses durch das Metropolitankapitel — die erste freie Wahl feit der Wiederherstellung des Erzbistums — wird nunmehr bald erfolgen. • Göttingen, 10. Oktober. Am Samstag morgen fanden Arbeiter, die zur Bahn gingen, in den Wallanlagen vor dem Gronerthor die Leiche des Herrn Dr. med. Kreibohm. Derselbe war in der Nacht zu einem Schwerkranken gerufen worden, aber ihn selbst hatte unterwegs der Tod durch einen Herzschlag ereilt. Allgemein bedauert man den raschen Heimgang des allgemein beliebten und bewährten Arztes. * Oberhausen, 10. Oktbr. Infolge falscher Weichen- fteHung fuhr ein Rangierzug auf einen Prellbock, wodurch die Lokomotive und der Packwagen zertrümmert wurden. Der Lokomotivführer und der Heizer wurden I getötet. ♦ München, 9. Oktober. Nach der „Münch. Freien Preffe" lautet das Gutachten des Bonner Professors Pelmann über den Geisteszustand des entmündigten Grasen Montgelas völlig zu gunsten des Entmündigten. * Wien, 9. Oktober. In Rosenthal bei Budwcis landete ein großer Militärballon mit bayrischen Offizieren. • Wie«, 10. Oktober. Der 20 Jahre alte Buchhalter Bewersdorf, der dem Holzhändler Stolz in Berlin 12000 Mark unterschlug, wurde hier verhaftet. * Wie«, 10. Oktober. Heute fiel hier der erste Schnee. * Moskau, 9. Oktober. In der vergangenen Nacht richtete ein Sturm auf der Nikolaibahn große Verheerungen an. Etwa 100 Telephon- und Telegraphenstangen wurden umgeworfen; zeitweise mußte der Verkehr unterbrochen werden. Stellenweise erfolgte starker Schneefall, der den Boden fast meterhoch mit Schnee bedeckte. • Yokohama, 10. Oktober. Wie nunmehr angenommen wird, wurden infolge Her ab stürzens eines Zuges in. der Nähe von Utfunomiga 50 Personen getötet. • Konstantinopel, 10. Oktober. Der im Juli in Berlin wegen angeblicher Unterschlagungen verhaftete Rechtsanwalt Bartsch aus Konstantinopel wurde heute hier vom deutschen Konsulatsgericht einstimmig fr eigesprochen. Gingesandt. Gießen, 11. Oktober 1899. Nach langem Hoffen und Harren, ist den Bewohnern des Nordost Gießens, ein schöner Wahn zerrissen worden. Kurz und bündig erklärte die Eisenbahndirektion Frankfurt, durch den Mund des stellvertretenden Oberhauptes der Stadt Gießen, daß sie nicht gewillt ist, den bescheidenen und doch so gerechten Ansprüchen der Provinzial-Haupt- und Universitätsstadt Gießen auf Errichtung eiueS Personenbahnhofs am Rovberg Rechnung zu tragen. Dieser ablehnende Bescheid trifft nicht allein die Stadt Gießen, sondern auch den bedeutenden Ort Wjeseck Seit Jahren bemühen sich die Interessenten beider Orte, um ein kleines Aequivalent für den so sehr zurückgesetzten Stadtteil Nordost zu erreichen — aber leider wieder vergebens. Noch trauriger ist es für W i e s e ck ! Ein aufblühender Ort, das größte Dorf in Oberhessen, muß zuschauen, wie rücksichtslos es bei Seite gedrängt wird. Vertrauensvoll legten beide Gemeinden ihre so wichtige Angelegenheit in bewährte Hände — und wie sieht das Resultat aus? War es wirklich nicht möglich, zu rechter Zeit an maßgebender Stelle, mehr Nachdruck zu geben und die Angelegenheit schärfer zu betreiben, zumal die Genehmigung schon ziemlich sicher war? Es bleibt nun den Interessenten weiter keine Unterstützung als sich selbst zu helfen. G1 Arbeiterbewegung. M.-Gladbach, 10. Oktober. In einer Reihe Webereien sind neue Lohnforderungen gestellt worden. Bei der Gladbacher Wollindu- strie-Aktieng'-sellschaft vormals L. Josten, bei Elsner u. Co. und Peter Nonnenmühlen wurden Lohnerhöhungen bewilligt. Bei den Firmen Klein u. Vogel in M.-Gladbach und Klöters u. Lamerz in Giesenkirchen schweben die Verhandlungen noch. Da es bei Klein u. Vogel nicht zu einer Einigung kam, haben dort die Weber gekündigt. Bei Blöm und Remy sind sie, wie wir schon mitteilten, nach Ablauf der Kündigungsfrist heute in den Ausstand eingetreten. In dem Werke von Görtz, Clay u. Co. in Neuwerk verlangen die Weber Lohnerhöhung, zehnstündigen Arbeitstag und Einführung der 14 tägigen Kündigung. Eine Einigung ist noch nicht erzielt, und der Vorstand des christlichen Textilarbeiterverbandes für M.-Gladbach und Umgegend kündigt an, daß er die Sache der Arbeiter vertreten werde. Die Mitglieder des Vorstandes des Verbandes sind übrigens sämtlich auf Grund des Preßgesetzes mit einer Geldstrafe belegt worden, weil sie während des Ausstandes in der Weberei von von der Stemmen und Kaubes ein Flugblatt verteilen ließen, auf dem der Drucker nicht angegeben mar. Krefeld, 10. Oktober. Sämtliche 416 heute arbeitenden Färber und Mädchen der beiden vom Ausstande betroffenen Großfärbereien richteten eine Eingabe an den Oberbürgermeister, worin sie wegen fortgesetzter Bedrohungen um polizeilichen Schutz und Aufhebung der Streikposten bitten. 10- M sssiä SKTs a.fjgrj MSN 34 iniint'man y dung fl Men, die Kaserne und L HM die AM ' stch hiervon 66 Austreten der Beulens fallen täglich mehr aß dies das erste Ra.daß Lissabon 10. CH acht Pefifalle konstati •» * durch d'e A bic gelbe! w2eute °° »f *1 £ 67 Ztm. - Bon Eisler, l ttttb Ausdrücke, Berla soeben Lieferung 6, die 8 diese Lieferung rechtfertig günstige Urteil. Mivei Marburg. Die prozeß, sowie die strasr Semester an unserer Uni: In Gemäßheit durch zur allgemeine! । i Montag bett 16 aus bet Korbanlage, zweimal abgehalten r Zum Besuchel der letzten brei U N äugten. Der Unterricht 5 bis 7 Uhr abends fl Es haben sich eit Montag den ’Ww Mtu1 ^suchen, Schadet, ®Wre, Atvgrach Bäcker. Montag de M pflichtigen Mu, Schlosser, Schreiner, m ade sonstigen Bl . Dienstag b. Schulpflichtig Ute 6taeis JWten und A- Am Besuche bet Abc Strafen einjun *Wen Eltern, Vc M**l richt ®ie6en, ben 4 dem Sus iC’95 4 Uhr, de» u Gnau SfWbürgeri M-rgs /A den iz ÄLr ihr tz7d L °°- «»« “«« tajjft) blitb. ”'nät«9 hib »®?'n u»d ,,,e Rifs ? It.1”6faue^ 3a*tt unb «*JÄtw58 “FÄ,£ AN?i°-L JS’M d->« ffittro- >«> d-r Wnber, °»ch balb ttjota. «m •5am6ta§ utotgtti n9en- 'N den Wallanlagen >e des Herrn Dr. med. * Nacht zu einem Schmer- chn selbst hatte unterwegs reilt. Allgemein bedauert allgemein beliebten und 'lgefalscherWeichen» ! i einen Prellbock, wodurch M zertrümmert wurden. der Heizer wurden s stach der „Münch. Freien des Bonner ProsestorS । des entmündigten Grasen des Entmündigten. losenthal bei Budwcis arballon mit bayrischen : 20 Jahre alte Buchhalter zhändler Stolz in Berlin hier verhaftet. eute fiel hier bet erste der vergangenen Nacht itolaibahu ^ro^r Ver- leyhvn- und Telegraphen- tweise mußte der Verkehr ise ersolgte starker Schnee- sch mit Schm bedeckte. Wie nunmehr angenommen ürzenS eines Zuges in- Nersonen getötet, er. Der im Juli m Berlm innen verhaftete Rechts- mtinopel wurde heute hier m)L ftiefttt»/ U. Oktober 18». SMSÄ iS**’ kl Sei 3WF* !° [eiter wieb« |U entM - ( (II Ein auiblü^^Seüe Auen,' wie rückstÄ ^tige Ä»-Wrft**** «cOUtz. K ■ Ntt Elsner U-^en ltlkw st-n, b« [ Lei den L (Archen Vnicht»; Sters J-, ^ein^Älbm^ Da es ^iijt 2 Lnbigun9^ Skbft Lff(Uprt J0öri5( ß(aj ■» Sa’®", rinfl*!" »■ SÜrf*”'sine 6""l** Hs-V ftan6< ivon" ' An ^°" trS-lw-Mtz und Heer und Marine. Mit den Gardelitzen versehen wurden die Mäntel der Mannschaften und Unteroffiziere des Gardekorps, während bisher die Mäntel der verschiedenen Truppenteilen im preußischen Heer nur durch die Achselklappe unterschieden wurden. Auch die Mäntel der Kadetten haben die gelben Gardelitzen erhalten. DaS Kommando der 3. Matrosen'Artillerie-Abteilung zu Lehe fordert junge Leute, die Lust haben, ihrer Militärpflicht in Kiautschou zu genügen, auf, sich beim Kommando in Lehe zu melden. Junge Leute von kräftigem Körperbau, einer Größe von mindestens 1 Mtr. 67 Ztm und nicht unter 19 Jahre alt, werden für Kiautschou als Dreijährig-Freiwillige angenommen. Eintritt erfolgt am 3. November. Gesuche sind unter Beifügung des vom Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission des Aufenthaltsorts ausgestellten Meldescheins zum dreijährig-freiwilligen Eintritt beim Kommando einzureichen. Die Pestgefahr. Berlin, 10. Oktober. An das hiesige auswärtige Amt gelangte von Dr. Vogel, der im Februar dieses Jahres vom hiesigen Institute für Infektionskrankheiten nach Argentinien gesandt wurde, eine telegraphische Mitteilung, daß Vogel in Paraguay die Beulenpest festgestellt habe. In Asuncion habe er 54 Fälle von Beulenpest konstatiert, wovon 34 tätlich verlaufen sind. Als Ursprung der Seuche nimmt man Ansteckung aus Portugal an. Die Pest wurde auf den Hafen, die Kaserne und das Hospital lokalisiert. Die argentinischen Merzte haben die Bekämpfung der Krankheit übernommen und versprechen sich hiervon Erfolg. Ebenso wird aus Newchang (Nord-China) das Auftreten der Beulenpest vom 15. vorigen Monats gemeldet. Daselbst fallen täglich mehr als 10 Personen der Seuche zum Opfer. Es ist dies das erste Mal, daß die Pest in China aufritt. Lissabon, 10. Oktober. Gestern wurden in Oporto wiederum acht Pestfälle konstatiert. Meratur. — Von Eisler, Wörterbuch der philosophischen Begriffe und Ausdrücke, Verlag von E. S. Mittler u. Sohn, Berlin, erschien soeben Lieferung 6, die Begriffe Instinkt bis Monade behandelnd. Auch diese Lieferung rechtfertigt das bei Erscheinen der ersten abgegebene günstige Urteil. UnioersttSts Nachrichten. Marburg. Die Vorlesungen über Strafrecht, Strafprozeß, sowie die strafrechtlichen Uebungen wird im kommenden Semester an unserer Universität für den hierher berufenen Profeffor Oetker aus Würzburg, der sein Amt erst int nächsten Sommersemester antritt, Dr. Thomsen (bisher Privatdozent in Kiel) halten. Familienrecht, Erbrecht und Pandektenexegese übernimmt Profeffor Andrä, der von Göttingen als ordentlicher Profeffor hierher berufen ist. Das Lehrpersonal der juristischen Fakultät ist somit wieder vollständig, sodaß im kommenden Wintersemester die erforderlichen juristischen Vorlesungen ohne Ausnahme gehalten werden. Marburg. Der Bibliothekar Dr. Kochendörffer von der hiesigen Universitätsbibliotbek wurde nach Königsberg versetzt. Berlin. Der Privatdozent der Chemie an der hiesigen Universität Prof. Dr. Max Hayduck, ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Berlin. Der bisherige Privatdozent der Theologie, Prediger Lic. Paul Gennrich ist zum Direktor des neuerrichteten Predigerseminars in Dembowalonka W.-Pr. ernannt worden. Berlin. Jubiläum >der Technischen Hochschule. Das Programm der Festlichkeiten für die Hundertjahrfeier der Königlichen Technischen Hochschule in Berlin lautet: Mittwoch, den 18. Oktober, abends 7*/, Uhr: Begrüßungsabend im neuen König!. Operntheater (Kroll), Berlin, Königsplatz. Donnerstag, den 19. Oktober, vormittags 10 Uhr: Enthüllung der von dem Verein deutscher Ingenieure bezw. von dem Verein deutscher Eisenhüttenleute und der nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahl-Industrieller dargebrachten Denkmäler von Werner v. Siemens und Alfred Krupp. Mittags 12 Uhr (Versammlung bis spätestens 11'/, Uhr): Festakt in der großen Halle des Hauptgebäudes der Technischen Hochschule. Nachmittags 5 Uhr: Festessen im neuen König!. Operntheater (Kroll), Berlin, Königsplatz. Freitag, den 20. Oktober, vormittags 11 Uhr: Empfang der Abordnungen und Festsitzung in der großen Halle des Hauptgebäudes der Technischen Hochschule. Nachmittags nach Schluß der Festsitzung: Besichtigung der Institute der Hochschule. Abends 8 Uhr: Festkommers der Studentenschaft (Einladungen werden von dieser erlassen.) Samstag, den 21. Oktober: Fackelzug der Studentenschaft. Die Teilnahme an den Festlichkeiten ist beim Festausschuß (Technische Hochschule Charlottenburg) anzumelden. — Nach einer neuerlichen Verfügung des Kultusminister ist der Nationalzeitung zufolge zur Vornahme der Nachprüfung im Hebräischen diejenige wissenschaftliche Prüfungskommission zuständig, in deren Bezirk entweder die Universität liegt, an welcher der Prüfende zurzeit der Meldung studiert, oder das Gymnasium belegen ist, an welchem er das Zeugnis der Reise erlangt hat. Leipzig. Der Privatgelehrte Dr. Hugo Berger wurde zum außerordentlichen Profeffor der Geschichte und Erdkunde an der hiesigen Universität ernannt. Die Frage der Zulassung weiblicher Aerzte wird den am 16. Oktober in Hannover tagenden Centralverband von Ortskrankenkassen im Deutschen Reiche beschäftigen. Die Verwaltung der Stuttgarter Ortskrankenkassen hat einen Antrag auf Zulassung der Frauen zum medizinischen Studium an sämtlichen Landes- Universitäten und zum ärztlichen Beruf gestellt. Die Ergebnisse der ärztlichen Staatsprüfungen im Deutschen Reich für das Jahr 1897/98 werden vom Kaiserlichen Gesundheitsamt veröffentlicht. Die ärztliche Approbation erhielten zusammen 1314 Kandidaten der Heilkunde, darunter 21 Ausländer. Von den Inländern entfallen auf Preußen 835, auf Bayern 150, aus Sachsen 74, auf Weimar 8, Koburg-Go'ha 6, Altenburg 5, Meiningen, Rudolstadt, Reuß j. L. und Sondershausen je 1. Don den geprüften Kandidaten haben 939: 9 halbe Jahre, 158: 10, 211: 11 und mehr halbe Jahre studiert. Die ärztliche Prüfung dauert durchschnittlich 7 Monate, Bei den einzelnen Universitäten ist sie sehr ungleich; am längsten durchschnittlich in Berlin, 11 Monate, am kürzesten in Kiel, Marburg, Tüb- wgen und Gießen, 4 Monate. In Jena dauert sie durchschnittlich Petersburg. Zum Rektor der Petersburger Universität wurde Professor Holmsten ernannt. Paris. Wie von hier gemeldet wird, ist der Philosoph Paul Janet, Mitglied der Academie des Sciences morales et politiques und früher Professor an der Sorbonne gestorben. Chicago. Der Profeffor der Geschichte an der hiesigen Universität Hermann Ed. v. Holst, früher Profeffor an der Universität Freiburg im Breisgau, hat aus Gesundhettsrücksichten seine Professur niedergelegt. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 11. Oktober. Gestern abend fand beim Kaiserpaar im Neuen Palais bei Potsdam eine Abend- täfel statt, zu der u. a. die Königin Wilhelmine und ihre Mutter, die Prinzen Friedrich Heinrich und Joachim Albrecht von Preußen und Herzog Albrecht von Württemberg geladen waren. Berlin, 11. Oktober. Bei ihrer Rückkehr aus dem Neuen Palais passierte den Königinnen der Niederlande ein eigenartiger Unfall. Als der Wagen in den nach dem Stadtschlosse von Potsdam führenden Weg einbog, fuhr der Kutscher infolge des dichten Nebels in den Sumpf, wo die Pferde bis an den Leib einsanken. Schutzleute requirierten einen Mietwagen, mit dem die hohen Herrschaften bis zum Schlosse fuhren. Der gesunkene Wagen konnte nur mit Mühe herausgeholt werden. Rom, 11. Oktober. Die Regierung hat die Bezüge des Erzbischofs von Palermo gesperrt und der Armee-Verwaltung übergeben. Bekanntmachung. In Gemäßheit des Art. 23 des Volksschulgesetzes bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß die Fortbildungsschule Montag den 16. Oktober I. I., im Gtadtknabeuschnlhause auf der Nordanlage, beginnt und von genanntem Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird. Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlassen wurden und sich hier aufhalten. Der Unterricht findet von 3 bis 5 Uhr nachmittags bezw. von 5 bis 7 Uhr abends statt. Es haben sich einzufinden: Montag den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Alle schulpfl'chtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die kaufmännische Fachschule besuchen, Schreiber, Schriftsetzer, Buchbinder, Geometer, Photographen, Graveure, Litographen, Friseure, Sattler, Schneider, Kellner, Ausläufer, Gärtner, Bäcker. Moutag den 16. Oktober, nachmittags 5 Uhr: Alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Schreiner, Glaser, Weißbinder, Lackierer, Tapezierer, Mechaniker und alle sonstigen Bauhandwerker. Dienstag den 17. Oktober, nachmittags 5 Uhr: Alle übrigen Schulpflichtigen. Unter Hinweis auf Art. 25 des Volksschulgesetzes, wonach Lehrherren, Dienstherren und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Fortbildüngsschule nötige Zeit bet Meldung polizeilicher Strafen etnzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die beteiligten Eltern, Vormünder rc., den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Gießen, den 11.Oktober 1899. 7811 Für den Schulvorstand: Gnauth, Hahn, Fuhr, Oberbürgermeister.Oberlehrer. Bekanntmachung. Für das Hospital werden 40 Malter Speisekartoffeln benötigt, deren Lieferung auf dem Submissionsweg vergeben werden soll. Offerten mit Preisangabe und Proben sind bis zum 14. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, in dem Hospital — Seltersweg 11 — nieder- zulegeri. Gießen, den 11. Oktober 1899. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. 7310 MrstrigermiM Bekanntmachung. Donnerstag den 12. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen im Bieker'schen Saale dahier Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie 3 Ballen Kaffee zwangsweise gegen Bar versteigert werden. Gießen, 11. Oktober 1899. 7315 Seipel, Gerichtsvollzieher. Elllpfl'hIlUMN IrischgeschosteneKasen sowie neue Kastanien und gelbe Salat« kartoffeln empfiehlt billigst 03616 H» Klotz, Mäusburg 17, □ 13.110. 9 W l III Gr. M Heute frische Schellfische, «ablian, Zander, Schollen, Klütz, hechte, lebende Karpfen, Schleie, Forellen emaetroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. I. M. Schulhof, «L» Kolomalwaren- und Delikatessengeschäft. Fertige Flaiikll-Hknidkil eigener Fabrikation in vollen Größen und vorzüglichen Qualitäten empfehlen 7297 C. Röhr & Co. Vermietungen Ilrankfurterstraße 24 Parterrewohnung, 8 Zimmer nebst Zubehör und Gartenanteil, vom t. Januar ab zu vermieten. 7299 03602] Geräumige Mansardenwohnung an ruhige Leute per sogleich oder später zu vermieten. Bahnhofstraße IS. 03610] Große Stube und Küche im 3. Stock zu verm. 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Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Anna Müller heute morgen plötzlich verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Teybicke. Der kaufmännifche Verein beabsichtigt, in seiner Fachschule Unterricht im Schreiben auf der Schreibmaschine einzuführen und wird deshalb hierzu ein geeigneter Lehrer gesucht. Bewerber wollen ihre An Meldung bei unserer Schulleitung — Steinstraße 19, 2. Stock — gefälligst einreichen. 7309 Die KchulKmnnsfion dkr KaufnmnnWn Fachschule. ReaeuHime Reparaturen prompt und billig. sind in bekannt soliden Qualitäten für Damen, Herren und Kinder etngetroffen. 7052 A. Fangmann. 7312] Ein tüchtiges, sauberes Bürschchen vom Lande zum baldigen Eintritt gesucht. Ehr. 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Süßrahmbutter pro Woche bis zu 100 Psd. für Darmstadt auf Jahresabschluß gesucht. Gest. Off. unter 6. P. 7300 an die Exped. d. Bl. Reiugehalteue Exemplare der Nr. 238, 1. Blatt, des Gießener Anzeigers werde» in der Expedition daselbst zurückgekanft. Todes-Anzeige Herrn John Reuss Oie trauernden Hinterbliebenen. 7818 heutes8'morgen um 2 Uhr nach langem, schwerem Leiden im Alter von 73 Jahren zu sich zu rufen. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Vater, Bruder und Onkel Die Beerdigung findet statt: Freitag den 13. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in Lieh. Germania Plantation (Amerika), Giessen, Lieh, den 10. Oktober 1899. - ■j-i? ML... w • .GM KM Wp Mi " GW -M' ■ AM 'ffe'” M KD- #7 M I ■ ! •v'/.! - M -■y I iW'5 HM,- Ki^l M cur: H. Koeglcr. — Druck und Perlag der Brühl'schcn Universitäts-Buch» und Steindruclerei (Pietsch Erven) in istcyen. Die yeutige Yummer umfaßt 12 K-itcn -8S UiJti# «Ä> Ä*'”' kW Ä» ^krWreihüg 8on jjf NsDWlvikie ö B. dflichien des 2 Der Mieter baij Wohnung gan) ober tc Äftermieter) nicht verm Sogenannte!! nt er v er ist also ohne Genehm boten. Für den Fall, und gegen den Willen 1 nung einem Untermieter Gebrauch der Mielräum Mietverhältnis kündigun- mietet die Rämungskla^ muht die Erlaubnis, \ unter Einhaltung der in der Person des Un den Vermieter liegt, di versagen, z. B. wenn dem Hanse schädliches ( die Wohnung oder ein so muß er ein -emselbe des Verschulden vertu Erlaubnis zur Unterüe Macht der Mieter vidrigenGebrauch einer Mahnung des Ä das Kecht auf Unterlaß miet« ohne Einhaltung Verhältnis kündigen, wen »»geachtet einer Abrnahn^ widrigen Gebrauch der des Dennirter- in erhel wie schon erwähnt, eil überlassenen Gebrauch Vernachlässigung der d heblich gefährdet. Der Mieter muß M zeigen ß.'« <■ 8. W „ *Me«,guflrelel “Wn. ©iefe gn>eiai ««9« HitsLe b ^»lßr«se W1«. Mit U ^tul Geräusch h,/ J an dl Äftt' w! ^te, 4 Met Umj tegnet'. ^ttn bettet ^edauerns^M^^' Un/fn her i 8fm meifbn ^ube tung- kPh Nen bebaue fe*" m7V'hb ' Nt im n.T1 der tot Si(.t re fit :&«£?■» Xh.h„ btr g>, " wi LZK w