Donnerstag den 12. Octover 1899 Meßmer Anzeiger Heneral-'NHeiger Aints- und Anzeigeblntt für* den Ttveis Gietzen. ihng, Bruder Jahren rnuye UCl ucniicicicn uiuumt yvyvn vinv . MV« 0-1—7’----- 7- Gefahr erforderlich werden, z. B. Anbringung | so hat er den für eine spätere Zeit ihm von dem Mieter im vorhergesehene Es Alle Anzeigen-vrrmitllunßSstellen bei In- nnb ÄutlenHi nfbmtn Anzkigen für brn Gießener Anzeiger lene^eit een Anzeigen zu der nachmittag« für Im M«en>m Ta| erscheinenden Nummer dis vor». 10 Uhr. des wir Rtbaftien, Expedition und Druckerei: Ach.tßraße Ar. 7. Alk iDaljoungsmirtf «ach dem bürgerliche« Gesehbvche. B. Pflichten des Mieters, Rechte des Vermieters. (Nachdruck derboten.) Der Mieter darf ohne Erlaubnis des Vermieters die Wohnung ganz oder teilweise einem Dritten (Untermieter, Aftermieter) nicht vermieten oder zum Gebrauche überlassen. Sogenannte U n t e r v e r m i e t u n g o d erA f t e r v e r m i e t u n g ist also ohne Genehmigung des Vermieters gesetzlich verboten. Für den Fall, daß der Mieter ohne Genehmigung und gegen den Willen des Vermieters Räume seiner Wohnung einem Untermieter überläßt, liegt ein vertragswidriger Gebrauch der Mieträume vor, und der Vermieter kann das Mietverhältnis kündigungslos auflösen und gegen den Untermieter die Räumungsklage anstrengen. Verweigert der Vermieter die Erlaubnis, so kann der Mieter das Verhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist kündigen, sofern nicht in der Person des Untermieters ein wichtiger Grund für den Vermieter liegt, die Erlaubnis zur Untervermietung zu versagen, z. B. wenn der Untermieter ein unehrbares oder dem Hause schädliches Gewerbe betreibt. Ueberläßt der Mieter die Wohnung oder einen Teil derselben einem Untermieter, so muß er ein demselben bei dem Gebrauche zur Last fallendes Verschulden vertreten, auch wenn der Vermieter die Erlaubnis zur Untervermietung erteilt hat. Macht der Mieter von der Wohnung einen v ertrag S- widrigenGebrauch und setzt er den Gebrauch ungeachtet einer Abmahnung des Vermieters fort, so hat der Vermieter das Recht auf Unterlassung zu klagen. Auch kann der Vermieter ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist das Mietverhältnis kündigen, wenn der Mieter oder der Untermieter ungeachtet einer Abmahnung des Vermieters einen vertragswidrigen Gebrauch der Wohnung fortsetzt, der die Rechte des Vermieters in erheblichem Maße verletzt, insbesondere, wie schon erwähnt, einem Untermieter den ihm unbefugt überlassenen Gebrauch beläßt oder die Wohnung durch Vernachlässigung der dem Mieter obliegenden Sorgfalt er- Macht der Vermieter von dem ihm wegen vertragswidriger Benutzung der Wohnung oder wegen Nichtzahlung des Mietzinses zustehenden Kündigungsrechte Gebrauch, so heblich gefährdet. Der Mieter muß dem Vermieter im Laufe der Miete sich zeigende Mängel der gemieteten Räume z. B. Risse in den Wänden oder in den Decken eines Zimmers, Auftreten von Schwamm, u. a., unverzüglich anzeigen. Diese Anzeigepflicht besteht auch, wenn Vorkehrungen zum Schutze der gemieteten Räume gegen eine nicht Ndreffe für Dtprschm: Anzeiger chießtv Fernsprecher Nr. 51. regnet! Das Stubenmädchen kündet uns mit den"Mienen Bedauerns, und auch bie Wirtin wiederholt es, als nur eine Heldin vorhanden; ein Ronneburger Ritter war in der am Fuße des Hahnenkammes liegenden Randenburg von seinen Feinden belagert worden, der Frau des Ritters gewährte man freien Abzug, mit der Vergünstigung, mitzunehmen, was sie tragen könne. Sie packte ihren Eheherrn auf und trug ihn nach der jenseitigen Anhöhe. An der Stelle, wo heute die Burg steht, bat der Ritter seine Frau, ihn abzusetzen, sie schleppte ihn jedoch weiter, indem sie auf die Feinde deutete, und auSrief: „Allzunah!" In späterer Zeit, als die Kriegsfehde ruhte, baute der Ritter die Burg, und nannte sie nach der Antwort seiner Frau: „Allzunah", woraus dann der Name Alzenau entstanden sein mag. Das Schloß ist teilweise wohlerhalten, und befindet sich in demselben das Amtsgericht, auch die ehemalige Burgkapelle ist noch vorhanden, harrt jedoch ihrer Wiederherstellung. Da sonst nichts unsere Aufmerksamkeit fesselt, so wandern wir die Landstraße hinauf in den lieblichen Kahlgrund. Wir gelangen zunächst nach Kälberau, einem kleinen Oertchen, und ziehen dann der Kahl entlang zwischen Wiesen und obstbaumbedeckten Abhängen nach Michelbach, bekannt durch seinen Weinberg, der einen vorzüglichen Riesling liefert. Hier ist es die idyllisch gelegene Herrnmühle, welche einen Hauptanziehungspunkt für die Besucher des unteren Frei- gerichts bildet, und auch wir gehen nicht vorüber, ohne ein Stündchen an diesem schönen Plätzchen verweilt zu haben. Das regnerische Wetter der letzten Wochen hat bereits dte Sommerfrischler, die alljährlich auf der Herrnmühle Aufenthalt nehmen, heimwärts getrieben; in stiller Abgeschiedenheit liegt nun die in sommerlichen Tagen so belebte Mühle, und nur selten wird im Spätherbst oder Winter ein Ausflügler hierher verschlagen werden. Wir verlosten die Herrnmühle und lenken unsere Schrtte am Goldbörnchen vorbei über die preußisch bayerische Grenze nach dem auf bewaldeter Anhöhe malerisch gelegenen Jägerhaus Hüttengesäß; nur ein Steinhaufen erinnert daran, daß hier einst eine Raubritierburg stand. Von dieser Höhe aus voraus entrichteten Mietzins mit Zinsen vom Tage des Empfanges an zurückzuerstatten. Nach Beendigung des Mietverhältnisses muß der Mieter die Wohnung dem Vermieter zurückgeben. Für alle Beschädigungen der Wohnung, welche weder durch Zufall noch durch vertragsmäßigen Gebrauch bei Beobachtung der gehörigen Sorgfalt verursacht sind, muß er dem Vermieter gegenüber aufkommen. Der Mieter muß renovieren lassen alles, was durch thatsächliche Fahrlässigkeit oder durch ungeeignete Behandlung ruiniert oder verdorben ist. Werden Kohlen auf dem Kochheerd geklopft und besten Platten zerschlagen, Löcher in die Dielen gebrannt, Wände und Tapeten durch ein Probieren mit Nägeleinschlagen zerklopft, Fensterscheiben zerschlagen, und was dergleichen mehr ist, so hat Mieter für den so angerichteten Schaden unweigerlich aufzukommen. Giebt der Mieter die Wohnung nach der Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurück, so kann der Vermieter für die Dauer der Vorenthaltung als Entschädigung den vereinbarten Mietzins verlangen. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen, wenn der Vermieter einen höheren Schaden nachwnst, z. B., daß er die Wohnung an einen anderen für einen höheren Mietzins vermietet hat. Die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der vermieteten Wohnung verjähren in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Zeitpunkte, in welchem er die Wohnung zurückerhält. (Fortsetzung folgt.)_______________________ Rt. 240 Drittes Blatt. bietet sich dem Auge ein wunderschöner Blick aus das obere Freigericht und den herrlichen Teufelsgrund mit dem Sölpert und dem 371 Meter hohen Schanzenkopf, die zu besteigen wir uns versagen müssen, da uns heute noch eine lange Wanderung nach dem Hochspessart bevorfteht. Wir wenden uns deshalb wieder nach dem Kahlthale, und gelangen nach Niedersteinbach, woselbst wir die Eisenbahn benutzen, um baldmöglichst Schöllkrippen zu erreichen. Eine Reisegesellschaft, die sich trotz des anfangs regnerischen Wetters auf den Weg machte, befindet sich im Zuge, und zwar in Begleitung einer Musikkapelle; zur Freude aller Passagiere geht die Fahrt unter lustigen Weisen durch den schönen Kahlgrund. Ein heiteres Intermezzo, welches dte bayerische Gemütlichkeit von der rechten Seite zeigt, versetzte uns in die animiertest eStimmung: Vor Abfahrt des Zuges auf der Station Blankenbach erschien der Schaffner, und bat den Musikdirigenten, „im Namen der Expeditorin", (eine Dame versieht dort den Schalterdienst) vor der Abfahrt „noch einen aufzuspielen". Diesem Wunsche wurde bereitwilligst entsprochen, und als die Musik geendigt, setzte sich der Zug in Bewegung, begleitet von dem dankbaren Lächeln der Expeditorin. In Schöllkrippen angelangt, rasteten wir zunächst im Gasthause „zur Post", halten dann Umschau nach den umliegenden Orten und Höhen, und begeben uns, den Rest des Tages auszunutzen, an einer Reihe von Mühlen über Laudenbach nach Groß-Kahl und Edelbach, um von dort aus bis zum „Kahlborn" vorzudringen. An der Landstraße uach Wiesen befindet sich hier am Waldessaume, von Fichten umbuscht, die Kahlquelle, ein idyllisches Plätzchen zum Ausruhen nach langer Wanderschaft. Für uns ist jedoch der Tag noch nicht zu Ende; denn wir wandern, während bie Strahlen der untergehenden Sonne die bereits herbstlich gefärbten Wälder vergolden, an dem murmelnden Kahlbach entlang nach Schöllkrippen zurück, wo wir unser müdes Haupt zur Ruhe niederlegen. n(r «*f«’ Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter sür hessische Volkskunde._________________ 3te|Äfl»yreU vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pf^ mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf|. vierteljährlich. Unioersitäts Nachrichten. Stuttgart. Zum Nachfolger des verstorben Tübinger Univerfi- tätskanzlers Weißäcker wurde Geheimrat Profeffor von Mandry ausersehen. Wien. Der Professor des österreichischen Civilprozeßr echtes an der hiesigen Universität, Hofrat Anton Meng er, ist in den Ruhestand getreten. Altenburg. Im benachbarten Rasephas beging heute der Ulfilasforscher Geh. Kirchenrat Pfarrer Dr. Julius Löbe sein 60jähriges Jubiläum als Seelsorger der Gemeinde. Trotz seiner 94 Jahre übt der Jubilar sein Amt noch unermüdlich aus und ist auch noch immer wissenschaftlich thätig. Seine hervorragendste Leistung ist die kritische Gesamtausgabe des Ulfilas, zu der er sich mit seinem Freunde HanS von der Gabelentz verbunden hatte. Lemberg. Der Privatdozent Dr. Eduard Porebowicz wurde zum außerordentlichen Professor der romanischen Philologie an der hiesigen Universität ernannt. (Siehe auch zweites Blatt.) Die Glocken der Pfarrkirche zu Alzenau weckten uns am frühen Morgen aus sanftem Schlummer. Der Herbstwind umbraust das Haus, und während wir unter Dehnen und Recken uns noch einige Minuten der Ruhe hingeben, um den Plan der heutigen Wanderung nochmals durchzugehen, macht sich an den Fensterscheiben ein verdächtiges Geräusch vernehmbar, welches leise niederströmendem Regen ähnelt, und dieser Umstand treibt uns rasch aus dem Bette, nach dem Wetter auSzuschaueu. Wahrhaftig! C~ frftetid U|fi4 mit Au«nah»e bei Rente,«. Die Gießener :H*wWe*HiUer teerbtn dem Anzeiger wöchentlich viermal beigeiegt. unten in der Gaststube angelangt sind: Es regnet! Am meisten bedauern wir diesen Umschlag der Witterung; denn wir sind nun vor die Frage gestellt, ob wir schnellstens mit der Eisenbahn in die Heimat zurückkehren oder im Zeichen des Regenschirms unsere Wanderung fortsetzen wollen. Als wir geraume Zeit diese Frage ventiliert und mit Eifer den Kurs der Wetterfahne und den Zug der Wolken beobachtet haben, da bricht sich lächelnd die Sonne Bahn aus dem grauen Gewölk, und rasch sind wir entschlossen, wir wandern weiter. Außer der Burgruine und einer Cellulosefabrik bietet Alzenau nichts bemerkenswertes, und wir steigen, ehe wir dem Städtchen Valet sagen, den Burgberg hinan, um von hier aus noch einmal in das Kahl- und Mainthal zu schauen. Bei dieser Gelegenheit erinnern wir uns der Sage über die Entstehung der Burg Alzenau, welche anscheinend der Weinsberger Weibertreue nachgebildet ist. Hier ist jedoch FeuMetMl. Keröstsireifzüge durch WnterftanKen. Von Carl Geißler. (Nachdruck verboten.) II. starker Thüren und sicherer Schlösser gegen eine den Ort I unsicher machende Einbrecherbande. Unterläßt der Mieter I die Anzeige, so ist er zum Ersätze des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Der Mieter hat den Mietzins, wenn die Wohnung auf ein Jahr oder auf längere Zeit gemietet ist, nach dem Ablaufe je eines Kalendervierteljahres am ersten Werktage des folgenden Monats (1. Januar, 1. April, 1. Juli, 1. Oktober) zu entrichten. Ist der Mietzins nach kürzeren Zeitabschnitten (monatlich, wöchentlich oder nach Tagen) bemessen, so ist er nach dem -Ablaufe der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten. Von der Entrichtung des Mietzinses wird der Mieter nicht dadurch befreit, daß er durch einen in seiner Person liegenden Grund — Erkrankung, Tod, gefängliche Einziehung u. a. — an der Ausübung des ihm zustehenden Rechts, die Wohnung zu gebrauchen, gehindert wird. Dasselbe gilt, wenn der Mieter die gemietete Wohnung nicht benutzt, ohne daran gehindert zu sein. Wer eine Wohnung gemietet hat, muß den Mietzins bezahlen, einerlei ob er sie benutzt oder nicht, ob er sie benutzen kann oder nicht. Der Vermieter muß sich jedoch den Wert der etwa ersparten Aufwendungen sowie derjenigen Vorteile, die er, so lange der Mieter die Wohnung nicht gebraucht, aus einer anderweitigen Verwertung der Wohnung erlangt, auf den Mietpreis anrechnen lasten. Der Vermieter kann ohne Einhaltung einer Kündigungs- ftist das Mietverhältnis kündigen, wenn der Mieter für zwei aufeinanderfolgende Termine mit der Entrichtung des Mietzinses oder eines Teiles des Mietzinse« im Verzug ist. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn der Mieter den Vermieter befriedigt, bevor sie erfolgt. Die Kündigung ist unwirksam, wenn sich der Mieter von seiner Schuld durch Aufrechnung befreien konnte und unverzüglich nach der Kündigung die Aufrechnung erklärt. Unter Aufrechnung ist zu verstehen, daß der Mieter eine den Betrag des fälligen Mietzinses erreichende begründete Gegenforderung, der Einreden nicht entgegenstehen, an den Vermieter hat und dem Vermieter erklärt, daß er mit dieser Gegenforderung aufrechne. 7818 OOOOOOOOOOOODOCroOOOOOOOOOOOQOOOOOOOODOODOOOOOOOOiOOOOOOOOOÖOOO zu bedeutend ermässigten Preisen 6971 1 Atu ix Kats FlcWastt-Hillldrkuchen, Flkischftser-Gkßügrlsllttkr aus der 6473 mieten. Licherstrahe 7. Kein Kaufzwang. 4304 7222 <^aks!MllvgsIiiirstku u. Kefe« Äs Thiilvoriiigen, Schwämmt AD Fensterleder rc. A* Welz, Sekiersweg 2, Birkenstock & Schneider. 7294 Wiesbaden, im Oktober 1899. 7206 6o0d Licbigftrasze 13. 3ötXKXXXXXXXXXXXXX3OO cotxxxxxxxiorxxxx} Verloren OEFEK empfehlen 7123 vermieten. I. Weinert. Verantwortlicher Redakteur: H. Koegler^ Druck und Verlag der Brühl'schen UniversnätS-Buch- und Steindruckerei «Pietsch Erben) in Gießen. 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Nachdem die Grenzen des für die Nebenbahn Lollar- Londorf nötigen Geländes abgepflöckt sind und mit dem Erwerb des Geländes demnächst begonnen und auch der Bau unmittelbar danach in Angriff genommen wird, empfehlen wir den Besitzern der betreffenden Grundstücke, die zum Bahnbau erforderlichen Geländeteile in diesem Herbst nicht mehr zu bestellen. Die Abpflöckung ist sorgfältig zu schonen und unterliegen Beschädigungen derselben der gesetzlichen Strafe. Gießen, den 7. Oktober 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Am Sonntag, 22. d. Mts., nachmittags 31/2Uhr wird Herr Oekonomierat Leithiger aus Alsfeld in Großen-Linden im Keßlerschen Lokal „Zum Löwen" einen Vortrag über Züchtuugsgrundsätze unb Aufzucht des Jungviehs halten, zu dem ich jedermann freundlichst einlade. Die Herren Bürgermeister von Großen-Linden und der umliegenden Orte wollen für Bekanntmachung im Orte sorgen. Gießen, den 10. Oktober 1899. Der Direktor des landw. Bezirksvereins, v. Bechtold. Bekanntmachung. In den Gemeinden Groß>Altenstaedten, Altenkirchen und Werdorf, Kreis Wetzlar, ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und sind die Sperrmaßregeln aufgehoben worden. Gießen, den 7. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. *Der Krieg. Gießen, 12. Oktober 1899. Endlich sind die eisernen Würfel gefallen! Noch gestern früh war ein schwacher Hoffnungsschimmer vorhanden, bis auch dieser durch die später in den Mittagsstunden eintreffenden Nachrichten gründlich zerstört wurde. Zur Stunde, da diese Zeilen in den Druck gehen, sind die ersten Schüsse gefallen und die ersten Opfer an Menschenblut gebracht worden. So traurig diese Thatsache an und für sich ist, so ist die Gewißheit doch der bisher herrschenden Ungewißheit über das Kommende vorzuziehen. Auf wessen Seite die Sympathien der Deutschen und mit ihnen der gesamten Kulturwelt stehen, brauchen wir nicht noch einmal zu wiederholen. Auch auf die Ursachen des Krieges und die Winkelzüge der englischen Staatsmänner wollen wir nicht noch einmal eingehen; das ist hinreichend geschehen. Einst hieß es: „Du stolzes England, freue Dich!" Heute möchte man rufen: „Du stolzes England, schäme Dich!" Das Ultimatum. Wie wir kurz telegraphisch bereits berichteten, hat die Transvaalregierung sich zu dem Ultimatum an England entschlossen, zu dem sie mindestens schon vor acht Tagen berechtigt, ja dem Land gegenüber verpflichtet war. Möglich, wahrscheinlich sogar, wenn England nicht anderwärts schwere Verwickelungen entstehen, daß der nun unvermeidliche Kampf mit dem Untergang der beiden Burenrepubliken endet. Allein ihr Schicksal war auch beschlossen und besiegelt, wenn sie nicht kämpften — dann erst recht. Den Versuch einer letzten Entscheidung auf dem Felde der Ehre mußten die Buren machen, sie würden sonst ihrer ganzen Vergangenheit untreu werden und aller der Ruhmestitel verlustig gehen, die sie sich in Jahrhunderte langen Kämpfen errungen haben. Die entscheidende Meldung lautet: London, 10. Oktober. Chamberlain empfing heute eine Depesche von Milner, in der dieser ihm den Empfang einer Depesche des britischen Agenten in Prätoria mitteilt. Diese Depesche des britischen Agenten besagt, daß er von dem Staatssekretär Reitz eine Note erhalten habe, in der die Regierung von Transvaal verlangt: 1) daß alle zwischen England und Transvaal schwebenden streitigen Angelegenheiten durch Schiedsspruch oder auf andere freundschaftliche, zwischen England und Transvaal zu vereinbarende Weise geregelt werden, 2) daß die englischen Truppen sofort von den Grenzen Transvaals zurückgezogen werden, 3) daß ave englischen Verstärkungstruppen, die seit dem 1. Juni 1899 in Südafrika angekommen find, in einem angemesienen, zwischen England und Transvaal näher zu bestimmenden Zeitraum wieder aus Südafrika zurückgezogen werden, während Transvaal seine, setls sich verpflichtet, sich j den Angriffs auf irgend eine englische Besitzung während der ein- zuleitenden neuen Unterhandlungen zu enthalten. Wird diese Bedingung angenommen, so wird auch die Negierung von Transvaal bereit sein, die bewaffneten Boeren von den Grenzen zurückzuziehen; 4) wird verlangt, daß die englischen Truppen, die auf dem Meere unterwegs find, an keiner Stelle in Südafrika gelandet werden. Die Regierung von Transvaal fordert dringend von der englischen R-gierung eine sofortige zustimmende Antwort bezüglich der obigen vier Punkte, und zwar soll sie ihre Antwort nicht später, als Mittwoch, den 11. Oktober, um 5 Uhr abendS geben. Die Regierung von Transvaal möchte noch hinzmügen, daß sie für den unerwarteten Fall, daß sie innerhalb der festgesetzten Frist keine zufriedenstellende Antwort erhalten sollte, sich zu ihrem großen Bedauern gezwungen sehen wird, die Handlungsweise der englischen Regierung als eine formelle Kriegserklärung anzusehen, und sich für dte wetteren Folgen nicht für verantwortlich halten wird; daß sie ferner auch, falls neue Truppenbe wegungen nach den Grenzen von Transvaal innerhalb der festgesetzten Frist stattfinden sollten, genöthtgt sein wird, diese Truppenbewegungen als eine formelle Kriegserklärung anzusehen Wie uns aus London telegraphiert wird, erfahren die „Times", die Antwort Großbritanniens auf das Ultimatum der Südafrikanischen Republik werde lediglich das Bedauern darüber ausdrücken, daß Präsident Krüger einen ernsten Schritt gethan habe, und ferner besagen, daß die britische Regierung zur Zeit dem Präsidenten Krüger nichts weiter mitzuteilen habe. Die englische Presse. Die heutigen Londoner Morgenblätter bezeichnen das Ultimatum als anmaßend und, sogar.^ls unverschämt, da es Großbritannien diktiere, wieviel Truppen es in seinen eigenen Kolonien haben solle, und die letzte Hoffnung auf Frieden zerstöre. Die „Times" druckt im Anschluß , an ihre Leitartikel ein Gedicht von Swinburne ab, das mit den Worten beginnt: „Patience long sick to death is dead“ (Die Geduld, lange tot krank, ist tot.) und mit den Worten endet: „Strike England and strike at home“ (Schlage England und schlage gründlich.). Im Leitartikel sagt die „Times", das Ultimatum werde seitens der großen Mehrheit des britischen Volkes mit tiefem Bedauern ausgenommen werden. Bis zum letzten Augenblick habe man an der Hoffnung festgehalten, daß Englands Differenzen mit der Republik ohne Blutvergießen beseitigt werden könnten, und noch am Montage habe der Herzog von Devonshire geäußert, er wolle nicht an einer friedlichen Lösung verzweifeln und gestern abend noch habe Lord James von Hereford seine Rede in Aberdeen in ähnlichem Sinne begonnen. Sowohl dem Tone wie dem Inhalte nach sei das Dokument (das Ultimatum), sagt die „Times", eine studierte und insolente Herausforderung. Den Männern, welche das Dokument aufgesetzt und gebilligt hätten, sei es darauf angekommen, ihren Streit mit England durch das Schwert zu entscheiden und durch das Schwert müsse er nun entschieden werden. „Daily Graphic" schreibt: „Transvaal hat den Handschuh hingeworfen, um ein System der Rassentrennung und Rassenverfolgung in Südafrika aufrechtzuerhalten. Wir nehmen diese Herausforderung an und Transvaal kann sicher sein, daß wir uns nicht zurückziehen, bis vom Tafelberge bis zum Sambesi jeder weiße Mann nut seinem Nachbar gleichsteht." Die konservativen Blätter gebrauchen natürlich starke Worte. Die „Morning Post" schreibt: „Krüger hat die Maske abgeworfen, welche seine Fürsprecher in England bisher getäuscht hat. Der „Standard" bemerkt: „Das Recht sowohl wie die Macht werden auf Seiten der Sieger sein". „Daily News" meint, man könne nicht mehr sagen, daß die Buren für ihre Unabhängigkeit kämpfen und daß England sie zum Kriege habe zwingen wollen. Krüger habe den Krieg erklärt, weil er den Krieg der in der Note vom 8. September vorgeschlagenen friedlichen Lösung vorzog. Das „Daily Chroniele" bezeichnet das Ultimatum als höchst unglücklich abgefaßt, doch enthalte es einige Wahrheiten, denen gegenüber kein billig denkender Mann seine Augen verschließen könne. Nur der radikale „Morning Leader" nimmt direkt gegen die Regierung Stellung, wobei er schreibt: „Rhodes und Chamberlain haben ihren Zweck erreicht. Angetrieben durch Heu chlerische Friedens-Versicherungen, welchen die kolossalen Kriegs- Vorbereitungen in der That widersprachen, hat Transvaal endlich dem britischen Kabinett ein Ultimatum überreicht. Wir hedaueru und wir beklagen sogar diese Handlung, aber wir können nicht behaupten, daß wir sehr darüber überrascht sind. Das Wunder ist eben, daß die Buren, die sich wie Ratten in einer Falle gefangen sahen, nicht vor einigen Tagen schon einen verzweifelten Schlag gegen ihre Gegner führten, deren endgültiger Erfolg nicht zweifelhaft ist." Der „Morning Leader" drückt am Schluffe die Hoffnung aus, daß, wenn der Kampf vorüber ist, die Nation, welche im Grunde Ungerechtigkeit heißt, alle diejenigen ernstlich zur Rechenschaft zieht, welche vom Kabinett abwärts dazu geholfen haben, daß Englands Ehre mit diesem grausamen und vorsätzlichen Verbrechen befleckt worden ist. Daß die englische Presse größenteils den Krieg billigen würde, war vorauszusehen. Eindruck wird ihre perfide Heuchelei aber nirgends machen. Jedermann weiß ja, daß die Buren sich in der Notwehr befinden und daß es Selbstmord gewesen wäre, zu warten, bis England fertig gerüstet dagestanden hätte. Nicht Transvaal hat den Krieg erklärt, sondern England, das mit herausfordernden Noten und mit der Ansammlung von Streitkräften an der Grenze der Republik, noch während die Verhandlungen schwebten, begonnen hat. Darüber giebt es keine Frage. Vor dem Richterstuhle der öffentlichen Meinung der gesamten gesitteten Welt, sowie vor dem Forum der Geschichte steht England als der frivole Friedensbrecher und Vergewaltiger des Völkerrechts, der Bur der südafrikanischen Republiken als der heldenmütige und todesmutige Verteidiger seiner ungerechter Weise angegriffenen Freiheit. Vom Kriegsschauplatz. Der Kriegszustand zwischen England und Transvaal beginnt heute nachmittag um 3 Uhr nach englischer Zeit; voraussichtlich werden morgen schon Nachrichten über Ereignisse vorliegen. Die strategische Lage ist bereits früher hier erläutert worden, es erübrigt, kurz zu wiederholen, welchen Verlauf notwendigerweise die ersten bald zu erwartenden Kämpfe nehmen müssen. — An der Westgrenze von Transvaal und dem Oranjestaat lagern die Buren zwischen Boshof und Kimberley, zwischen Bloemhof und Fourteen Streams, zwischen Lichtenburg und Mafeking, überall in der Nähe der englischen, an der Front der Buren entlang laufenden Bahn. Die in den Händen der Engländer befindlichen Stützpunkte und Bahnstationen sind zur Verteidigung eingerichtet. Hier ist bei einem Vorstoß der Buren zu erwarten, daß die Bahn an mehreren Punkten unterbrochen wird und kleinere englische Abteilungen abgefangen werden; ein schneller Erfolg gegen die vorbereiteten und mit Maschinengeschützen versehenen Stellungen der Engländer bei Kimberley, Vryburg, Mafeking ist nicht wahrscheinlich. Es würde nicht überraschen, wenn sich der erste Kampf an der Westküste bei Fourteen Streams abspielen würde, wo die englische Bahn den Vaal überschreitet. Diese Brücke zu zerstören, ist für die Buren ebenso wichtig, wie für die Engländer die Behauptung der Brücke. Aehnliches läßt sich auch über die Oranje-Brücken unweit Hope-Town, die Pontons von Norwal und Bethulil sagen. — An der Südostgrenze steht dem Einrücken der Buren bis über Newcastle hinaus kein Hinternis entgegen; die britischen Vortruppen werden hier unter leichten Rückzugsgefechten auf die Linie Dundee-Glencoe-Biggarsberge zurückweichen müssen, während jedenfalls gleichzeitig Buren und Engländer mit zweifelhaftem Erfolge in der Gegend des van Reenen-Paffes nordwestlich Ladysmith handgemein werden. Diesen Paß in den Händen der Buren zu lassen, wird man englischerseits nicht geneigt sein. — Die Burenheere werden jetzt anschwellen, auf welche Ziffer ist schwer vorauszusehen, jedenfalls sind die Buren jetzt noch an Zahl bedeutend den Engländern überlegen, die heute höchstens 20000 Combattanten zählen. Mit jedem Tage ändert sich das zu gunsten der Engländer. Aus Mafeking wird der „Köln. Ztg." depeschiert: Die englischen Truppen richten sich in jeder Weise auf einen für heute nacht zu gewärtigenden Angriff ein. Die Mannschaften legen über Nacht die Waffen nicht ab. Die Vorposten sind verstärkt. Alle Truppen haben sich zum Kampf bereit zu halten. Man glaubt, daß die Buren versuchen werden, die Stadt bei Tagesanbruch zu bombardieren. — Der „South African News" ist ein Telegramm aus Prätoria zugegangen, in dem es heißt, General Joubert habe die verschiedenen Lager der Buren angewiesen, sich für den sofortigen Vormarsch bereit zu halten. * * Weitere Meldungen: Brüssel, 11. Oktober. Dr. Leyds erhielt eine Depesche aus Prätoria, wonach morgen die Buren in Natal eiu- rücken und New-Castle stürmen werden. London, 11. Oktober. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet aus Ladysmith, die Grenze von Natal stehe den Buren offen. Die gesamte Bevölkerung an der Grenze sei geflüchtet. Die englischen Truppen bereiteten sich auf den Angriff der Buren vor. In Mafeking seien alle Vorbereitungen seitens der Engländer getroffen, um einen Handstreich der Buren zu verhindern. Alle Häuser sind verbarrikadiert. (Vgl. neueste Meld.) Deutsches Reich. Berlin, 11. Oktober. Der Kaiser hat während seines Jagdaufenthalts in Schweden den Kronprinzen von Schweden und Norwegen zur Teilnahme an der diesjährigen Hubertusjad im Grünewald eingeladen. Der Kronprinz hat die Einladung angenommen und wird am 1. November in Berlin eintreffen. — Gegenüber bestimmt auftretenden Angaben englischer Blätter über die Reise Kaiser Wilhelms nach England halten die „Berliner Reuest. Nachr." an der Auffassung fest, daß eine Regelung der Einzelheiten einer Reise des Kaisers nach England noch nicht stattgefunden hat. — Abreise der Königinnen von Holland. Die Königin Wilhelmina der Niederlande und die Königin- Mutter Emma verabschiedeten sich heute vormittag im Stadtschlosse zu Potsdam aufs herzlichste von der Kaiserin und fuhren alsdann, von dem Kaiser begleitet, um 9% Uhr im vierspännigen Wagen ä la Daumont zum Bahnhofe. Der Kaiser geleitete die Königinnen, nachdem diese von den Erb- prinzlich Wied'schen Herrschaften Abschied genommen hatten, zum Waggon und verabschiedete sich durch Handkuß, worauf die Abreise der beiden Königinnen erfolgte. Der niederländische Gesandte Jonghcer Tets van Goudriaan mit dem Personal der Gesandtschaft, sowie zahlreiche Mitglieder des .Holländervereins „Nederland en Oranie“ halten sich gleichfalls zur Verabschiedung eingefunden; letztere überreichten prächtige Blumengaben und sangen die Nationalhymne. — Wie die „Berl. Reuest. Nachr." hören, hat der Kaiser das Entlassungsgesuch des Präsidenten der Seehandlnng, Freiherrn v. Zedlitz, genehmigt und letzterer die Geschäfte der Seehandlung bereits abgegeben. — Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht im amtlichen Teile seiner heutigen Nummer die bereits kurz erwähnte Ansprache des Kaisers während der Besichtigung des aus Oftasien zurückgekehrten großen Kreuzers „Kaiser" an die Besatzung im Wortlaut. Danach sprach der Kaiser als oberster Kriegsherr der Besatzung seinen und des ge- samten deutschen Vaterlandes Dank dafür aus, daß sie von neuem den deutschen Namen im Auslande zu Ehre gebracht haben. — Reichskanzler Fürst Hohenlohe, welcher von seiner Erkältung wiederhcrgestcllt ist, folgte gestern einer Einladung zur kaiserlichen Tafel im Neuen Palais zu Potsdam. Am Freitag wird der Reichskanzler zu Ehren des hier anwesenden ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, General Harrison, ein Diner geben, zu welchem der Botschafter der Vereinigten Staaten am hiesigen Hofe, Minister White, der englische Botschafter, die Staatsminister Graf Posadowsky und Graf v. Bülow und andere hochgestellte Persönlichkeiten Einladungen erhalten haben. — Die heute früh verbreitete Nachricht, daß der Finanzminister v. Miquel von einem neuen Unwohlsein befallen sei und deshalb die Reise nach Hannover aufgegeben habe, ist unrichtig, denn der Minister ist heute früh nach Hannover abgereist. — Die Reichsschulden Kommission ist heute zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten. Man nimmt seitens der Kommission an, daß es sich um die Revision der Bestände des JuliusturmeS in Spandau handelt. — Betreffs der Frage der Entschädigung für die in Samoa den Weißen zngefügten Verluste hört die „National-Zeitung", daß zwischen Deutschland und England eine Verständigung auf der Grundlage erfolgt ist, daß die Kosten der Entschädigung von den drei Vertragsmächten getragen werden. Der Beitritt der Vereinigten Staaten zu diesem Abkommen wird in den nächsten Tagen erwartet. — Eine neue Stellung ist in dem Kreuzer- Geschwader geschaffen. Ein Chef des Stabes ist ernannt worden, und zwar in dem Kapitän zur See, Müller, Kommandant des Kreuzers Deutschland. — Der erst kürzlich zum Oberlandesgerichtsrat ernannte ehemalige Reichstagsprüsident Frhr. Rudolf von Buol-Berenburg wurde, wie aus Karlsruhe gemeldet wird, wegen leidender Gesundheit in den Ruhestand versetzt. Das Befinden des ehemaligen Reichstags- Präsidenten hat sich in letzter Zeit so verschlimmert, daß er das neue Amt nicht mehr auözuüben vermochte. Hannover, 11. Okober. (Sozialdemokratischer Parteitag.) David-Mainz setzte heute während der ganzen Vormittags-Sitzung die Verteidigung Bernstein's fort, lieber die Resolution Bebel und andere Resolutionen wird erst im Laufe der nächsten Tagung abgestimmt werden. Nürnberg, 11. Oktober. Die heutige Hauptversammlung des evangelischen Bundes sandte Hul- digungSdcpcschen an den Prinzregenten und den Kaiser. Zur Begrüßung der Versammlung waren erschienen: der Oberbürgermeister, Vertreter des bayerischen Ober-Kon- fistoriumS, der Universität Erlangen, der Siebenbürger und Waldenser Gemeinden, der evangelischen Kirche Belgiens und Hollands. Zahlreiche telegraphische Grüße liefen aus Oesterreich ein. Den Festvortrag hielt Dr. Berger-Berlin über Humanismus und Protestantismus. Ausland. Wien, 11. Oktober. Die Vermählung der Kronprinzessin Stephanie mit dem Grafen Lonyay wird hier als feststehend betrachtet, trotz des Dementis eines Wiener Blattes. Der Familienrat unter Vorsitz des Kaisers gab bereits seine Zustimmung. Der Kaiser sprach nur den Wunsch aus, daß mit der Vermählung gewartet werde, bis die Tochter Stephanies, Erzherzogin Elisabeth, heiratet. Die Vermählung Stephanies wird nun dadurch ermöglicht, daß ihre Tochter mit dem Herzog von Württemberg verlobt werden wird; hierauf wird Kronprinzessin Stephanie auf ihre Rechte und Titel verzichten und sich mit Lonyay vermählen. Der König der Belgier, der Vater Stephanies, willigte ebenfalls in die Heirat. Kronprinzessin Stephanie lernte int vorigen Jahre Lonyay kennen. Schon damals tauchten Gerüchte über das Projekt dieser Ehe auf. Amsterdam, 11. Oktober. Zur Unterzeichnung verschiedener Verträge und Erklärungen wird der italienische Delegierte der Friedenskonferenz, Graf Nigra, gegen den 18. d. M. im Haag erwartet. Vermutlich treffen auch Abgeordnete von anderen Staaten ein. Kopenhagen, 11. Oktober. Der deutsche Anarchist Gold mann, der während des Zarenbesuches unter verdächtigen Umständen hier verhaftet wurde und dabei heftigen Widerstand leistete, wurde ausgewiesen. (Die politischen Nachrichten aus der ganzen Welt konzentrieren sich in den letzten Stunden naturgemäß auf Transvaal und England und so finden unsere Leser diese an erster Stelle. D. Red.) Lokales. Gießen, 12. Oktober 1899. ** GeschichtSkalender. Vor 74 Jahren, am 13. Oktober 1825, starb zu Nymphenburg bei München Maximilian I. Joleph, König von Bayern. Um sein Land und Volk bat er sich unvergängliche Verdienste erworben. Der Akademie der Wissenschaften widmete er, ein Fürst deS Friedend, vollste Aufmerksamkeit, und stiftete die noch jetzt ein.6 Weltrufes genirßende Akademie der Künste. Sein leutseliges Wefen und gutherziger Charakter verschasiten ihm allgemeine Beliebtheit. Er wurde am 27. Mat 1756 zu Mannheim geboren. •• Schularbeiten bei Lampenlicht. Die Abende werden länger, und unsere alte, im Sommer mißachtete Freundin, die Hauslampe, tritt wieder in ihre Rechte. Wie hell muß sie brennen, wenn die Augen unserer Kinder nicht den Gefahren ausgesetzt sein sollen, welche das Arbeiten bei einer zu schwach- n Beleuchtung mit sich bringt? Wir wiffen ja, daß Lesen, Schreiben und Nähen bei ungenügendem Licht das Auge anstrengt, daß wir in einer solchen Lage gezwungen sind, andauernd nahe zu sehen, und daß dieses Nahesehen die Entstehung von Kurzsichtigkeit im höchsten Grade be- günstigt. Ein Verstoß gegen die richtige Beleuchtung kommt namentlich in denjenigen Familien vor, in welchen mehrere Kinder an einem und demselben Tische arbeiten müssen. Das ist kein Wunder, denn die Kenntnisse über die zum Arbeiten erforderliche Lichtmenge sind erst neueren Ursprungs und noch keineswegs in die breiten Volksschichten gedrungen. Man kann als Regel aufstellen, daß unsere Durchschnittslampen, mit der besten Glocke ausgerüstet, auf nicht weiter als einen halben Meter seitlich benutzt werden dürfen. * • * •• Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 11. Oktober u. a. den Königlich Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Buchanan. *• Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 11. Oktober den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch Dr. Gottfried Haustädt zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Seligenstadt Karl Rummel auf fein Nachsuchen zum Landgcrichtssekretär bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen, den Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Lorsch Theodor Waas zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gernsheim, und den Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gießen Jakob Do sch zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Nidda zu ernennen. ** Wie in früheren Jahren sind augenblicklich die Kreis- ämter von der Großherzoglichen Regierung beauftragt, Erhebungen über die derzeitige Lage des ArbeitSMarktes unb über die Lage des Arbeiter- standeS und der Industrie anzustellen. Ferner werden über die Produktionsverhältnisse, sowie über die Lebenshaltung der Arbeiter in Industrie und Gewerbe eingehende Ermittelungen gemacht, und sind die Handels- und Gewerbekammern mit der Durchführung dieser Erhebungen beauftragt worden. ** In den Ruhestand wurde versetzt am 30. September der Steueraufseher Anton Etz zu Mainz auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu geleisteten Dienste. •* Ernennung. Herr Gerichtsasseffor Dr. Popper in Frankfurt a. M. ist zum Amtsrichter beim Gericht in Hanau ernannt worden. ** Stadttheater. Dem Wunsche vieler Abonnenten und Theaterfreunde entsprechend, hat die Direktion beschlossen, morgen Freitag das so beifällig aufgenommene Lustspiel, „Der neue StiftLarzt", nochmals zur Aufführung zu bringen. — Sonntag wird das Volksstück mit Gesang, „Hopfenraths Erben", gegeben. *♦ Kriegerverein Gießen. In der am Montag ab- gehaltenen Generalversammlung des Kriegerver- cinS wurde die Schlußrechnung über das im Juni abgehaltene 25jährige Stiftungsfest nebst dem Prüfungsbericht der Revisoren vorgelegt und dem Festrechner Entlastung erteilt. Die Ausgabe übersteigt die Einnahme um etwa 200 Mk., welche dem aus freiwilligen Beiträgen gebildeten Reservefond entnommen wurden. Von diesem Fond bleiben rund 1000 Mk. übrig und wurde beschlossen, das Kapital zu je einem Drittel der Unterstützungskasse des Kriegervereins, der unter Verwaltung des Verbanbspräsidiums stehenden Viktoria Melita-Stiftnng und dem in unserer Stadt bestehenden Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege zu überweisen. ** Dr. Georg Kolb f. Nach einem Bericht des Neuter'schen Bureaus wird aus Mombasa gemeldet, daß der auch hierorts durch seine Vorträge und Studium bekannte Dr. Georg Kolb am Rudolf-See von einem Rhinozeros getötet worden ist. Eine Bestätigung dieser Trauernachricht muß allerdings noch abgewartet werden. *' Es sei für die Hasenjagd darauf hingewiesen, daß die Treiber, welche bei Treibjagden verwandt werden, in der JnvaliditätS- und Altersversicherung versichert werden müffen. Im UntcrlaffungSfalle tritt eine Strafe von 300 Mk. ein. Theater. Gießen, 12. Oktober. (Stadttheater) Die gestrige erste Volksvorstellung in dieser Saison fand, wie gewöhnlich, vor vollständig, ausverkauftem Hause statt. Nur einige reservierte Logenplätze waren unbesetzt. Gegeben wurde Schillers „Don Carlos*. Gespielt wurde flott und die für hiesige Verhältnifle recht brauchbare Vorstellung mit großem Beifall ausgenommen. Auf Einzelheiten kommen wir morgen zurück. -r. L. Mainz, 11. Oktober. „Feodora" musikalisches Drama in 3 Akten, Musik von Umberto Giordano, Text von Arturo Colatti, errang gestern bei seiner ersten deutschen Aufführung am hiesigen Stadttheater, nach dem ersten Akte einen mäßigen, nach dem zweiten und dritten Akte einen ziemlich starken Erfolg. Der Text der Oper ist von Arturo Colatti, nach dem gleichnamigen Schauspiele von Sardou geschickt bearbeitet. Giordano, der bereits durch zwei andere Opern vorteilhaft in der Mufikwelt bekannt ist, zeigt sich auch in dieser Oper als theoretisch wohlgebildeten Musiker, der die Instrumentierung trefflich versteht, nur hält er sich zu sehr an seine berühmten Landsleute wie Verdi, Mascagni und Leoncavallo, besonders an Traviata erinnert die Musik zu Fedora stark. Der musikalisch wertvollste Akt ist unzweifelhaft der zweite, gegen den die beiden andern merklich abfallen. — Man hatte das möglichste gethan, um das Werk so glänzend als möglich herauszubringen. Zu sämtlichen drei Akten waren neue Dekorationen, teils in dem Atelier der Herren Gebr. Kautsky und Rottonara angefertigt, teils von Herrn Theatermaler Hermann Schilling hergestellt, angeschafft worden. Frau Neumann Hahndorff als Fedora war sowohl gesanglich als auch darstellerisch vorzüglich und auch Herr Frank als Boris Jpanoff genügte vollständig. Von der Menge der Mitwirkenden nenne ich noch Fräulein Wangerin und Herrn Rünger, die beide gut waren. Den obengenannten im Verein mit Herrn Direktor Steinbach und Herrn Regisseur Moor ist der Löwenanteil am Erfolg der Oper zuzuschreiben, die wohl kaum lange auf dem Spielplan bleiben dürfte, obwohl sie am Stadttheater in bürg angenommen sein soll. ______________________________________ Universitäts Nachrichten. — Gieße«. Die Herren Studierenden, welche im beginnenden Wintersemester die Universität Leipzig zu besuchen gedenken, machen wir darauf aufmerksam, daß im dortigen Evangelischen Vereinshause (Noßstraße 14) nicht blos für die ersten Tage gutes Unterkommen zu finden ist, sondern auch während des Semesters ein reichlicher, kräftiger Mittagstisch (kein Trinkgeld, kein Bierzwang!) zum Preise von 60 Pfg. gewährt wird. Unter etwa 250 Tagesblättern und illustrierten Zeitschriften liegt auch unsere Zeitung au«. Der Reinertrag aus dem Mittagstisch fließt den Liebeswerken der Innern Mission zu. — Göttingen. Geheimerat Professor Dr. Wilhelm Ebstein feiert am 23. Oktober sein 25jähriges Professoren- und Klinikerjubiläum. — Der Berliner Börsenzeitung zufolge steht es fest, daß an der Straßb urger Universität eine katholische Fakultät errichtet wird. — Kiel. Der bisherige Privatdozent in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität Profeffor Dr. Heinrich Biltz ist zum außerordentlichen Professor in derselben Fakultät ernannt worden. — Christiania. An unserer Universität ist eine Profeffur für deutsche Litteratur errichtet und dem Dr. I. W. ©ruinier übertragen worden. — Kochkurse für Aerzte. Die Wiener „Medizinische Presse" schreibt: Nach dem Muster mehrerer Universitäten der Bereinigten Staaten Nordamerikas wird die Berliner Universität in kürzester Zeit an zwei Berliner Kochschulen Kurse für Aerzte einrichten lassen. Eiue derartige Institution erscheint in jeder Hinsicht überaus nach, ahmenswert, denn dem Grundsatz „Qui bene nutrit, bene curat“ kann nur jener Arzt vollauf gerecht werden, der über die richtige Herstellung der NahrungSmittcl im Klaren ist und seinen Kranken auch über die zweckentsprechende Zubereitung der Nahrung Ratschläge zu erteilen vermag. Nicht mit Unrecht wird vom Volksmund mancher alte Praktiker der Medizin als guter Koch gerühmt, und nicht zum mindesten auS diesem Grunde auch dem besten Diagnostiker vorgczogcn. Die jungen Aerzte unserer Zeit, die nach einer Periode therapeutischem NihiliSmuS in das Extrem therapeutischer Viclgeschäftigkeit zu verfallen drohen, sollten auS den Erfahrungen der sogen, „alten" Aerzte wenigstens die eine Lehre ziehen, daß die Praxis vom Arzt nicht nur die Rczeptier- kunst, sondern auch Vorschrift über Krankcndiät verlangt. Durch geeignete Kochkurse wären unsere Aerzte allerdings am leichtesten der Mühe übcrhoben, sich ihre kulinarischen Kenntnisse entweder auS schlechten Koch, büchern oder erst in der Praxis und durch die Praxis zu verschaffen. Es wäre ein Anschauungsunterricht, und noch dazu ein notwendiger nöliger als so mancher gelehrter Ballast, den der Mediziner mit auf seinen Weg bekommt, und den er bald nach dem Doktorat frohen Herzen» und mit dem Gefühl der berechtigten Erleichterung über Bord wirft. — Geheimrat Prof. Robert Koch weilt, wie die Vossische Zeitung, mitteilt, gegenwärtig mit seiner Begleitung zum Studium der Malaria und anderer Krankheiten in Batavia in Niederländisch-Jndien. Wie lange der Forscher dort bleibt, steht noch nicht fest. Dandel und Verkehr. Volkswirtschaft, an *Oktober. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. Jt 0.90—1.10, Hühnereier per St. 7—8 H, 2 St. 14—15 H, Enteneier 1 St. 0—0 H, Gänse- der per St. 6-00 H Käse 2 St. 5-8 H, Kasematte 2 St. 6-6 A, «rbsen per Liter 18 A. Linsen per Liter 29 A, Tauben per Paar ** 0'10-0.80, Hühner per St. A 1.00—1.20, Hahnen per Stück ** 0.60—1.10, Enten per St. vtL 1.80—2.00, Gänse per Pfund •* 0-b^-0.60, Ochsenflersch per Pfd. 68—74 A, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 A, Schweinefleisch per Pfd. 66—74 A, Schweine- Md), gefallen, per Pfd. 78 H, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 A, Hammelfleisch per Pfd. 60—70 A, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 biS Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per tttr. X 5.00—6.00, Milch per Liter 16 A, Zwetschen per Ctr. 8,00—10,00. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens biö 2 Uhr nachmittags. Während der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf im Umherztehen nicht fellgeboten werden. + Gedern, 10. Oktober. Heute fand hier, vom schönsten Herbstwetter begünstigt, der vierte diesjährige V ich markt statt. Aufgetrieben waren in Rindvieh etwa 40 Stück (schwach befahren). Die Durchschnittspreise waren wie folgt: Einjährige Stiere das Paar 110 bis 120 Mk., welches jedoch meistens geringere Ware war. Zwei und dreijährige Stiere waren nicht da. Einige einjährige Rinder waren vorhanden, wovon das Stück 160 bis 180 Mk. kostete, zweijährige Rinder pro Stück 200 bis 220 Mk., trächtige Rinder das Stück 220 bis 260 Mk., jedoch auch hier mehr geringere Ware. Milchkühe wurden verkauft zu 220 bis 250 Mk. das Stück, frischmelkende Kühe daö Stück 250 bis 300 Mk. Saugkälber und fettes Vieh war nicht da. Der Handel war allgemein lebhaft. Preise find noch wie seither. Es waren viele fremde Handelsleute gekommen, welche mitunter in ca. 20J ahren nicht hier waren, infolge der fast überall herrschenden Maul- und Klauenseuche, wodurch meistens die Märkte nicht abgehalten werden dürfen. Es konnten auch viele erschienenen Käufer nichts kaufen, da zu wenig Vieh da war. In Schweinen war der Markt dagegen sehr gut befahren, sogar etwas überfahren, da sehr wenig Handelsleute gekommen waren. Aufgetrieben waren in Schweinen etwa 800 Stück, meistens junge Herbstferkel im Alter von 5 bis 12 Wochen. Es kosteten das Paar: 5 bis 7 Wochen alt 12 brs 20 Mk., 7 bis 9 Wochen alt 25 bis 30 Mk., 9 bis 12 Wochen alt 35 bis 40 Mk. Besonders war hierin der Handel sehr flau, etwa die Hälfte blieb unverkauft, auch die Preffe waren verhältnismäßig sehr gering. Sommerferkel (sogenannte Einlegeschweine) kosteten das Paar 50 bis 70 Mk., bessere Sorte das Paar 80 bis 90 Mk., welche auch meistens verkauft wurden. Zuchtschweinc waren nicht da. Einige fette Schweine, welche aufgetrieben waren, wurden alle verkauft, der Gentner Schlachtgewicht zu 50 bis 52 Mk. Preise waren allgemein verhältnismäßig schlecht, hauptsächlich etwas zurückgegangen. Der Handel war sehr gedrückt. Der nächste Markt findet erst wieder im Monat Dezember statt.. brand, Milcht bm?tnl 0>0 Mk-° Wt? * selben Wechsel«« fflrämien aus * .1 ml Diskonto Komm «tag SÄbSjffi 9180 6proz. . aiHitt W-lW t 31.80. .. Df ««-irr-, D. M. 13,33, S-a>-Wchen Ä, * Dir Berlin" * Stuben und Werft inst roll beschäftigte Jnbustne -ohlenpreise ganz we überall herrschende Arbeite ursacht habe. Der Men «erfieifung erfahren, deren für sämtliche Lrennmateria Preise im größeren U erwarten fein. Natürll der Provinz nicht ausblei rechtzeitig eingekaust hat, wir einen langen und fa seinen schweren Aerger ha labftt Das Sin he unb wirb mit dem Einkau Die jetzt anhaltenbe nasse 1 Vorteil, ba solche bei dies ebenfalls noch nicht fletroefn dieselben werben statt hell r für bezahlten Preise nicht Ätoiftm hierdurch Verluste, für Warnung bienen unb w nach altem brauch, b. h. l Haardtsanbblatt werten je in starte nicht hell unb wurde dieser Tage ein gr zwischen 25-26 M. lose selbe wurde von bet Hes bie solche kommissionswei ein Luxemburger Fabrika, Male in der Preislage i °°n einem Echneibfabrika hbalen würben nur M Qualität unb Sortierung P'äizer geschästslos, feine Wtbmatft. gafi Svenen Woche aUetäuki war überall ein sehr großer httierverhältnissen im allqe Ifflannl werben kann, herrsc Atm hte unb ba ich! 55”' allgemeinen b Vorwoche. 0., - etftbt vrWi Äg am 7. Oktober 1 Wneßirien: Nr. 3111 S; &ri, m» 8to. Serie 14, 6™ Sr. 2, 13 2 H, gl **’»* P-klS 2500 fa. le 199595 2155rJ6J13 37 franltn. 5565 245 «7 u._. Elberfeld- Affler < IA. Friedrink aDn Erni Richard V« S6° W (Cleve) ^ann Henu “anDüa8n i Co,, vTu Br°mer, Beilin- v ’, vltov j, u . fSch°PPenstedÄ V e«tet) H SGZ Ahnin, A b ,5°latti. tt! 'S-n, i l Stahlt Der L°L »«etten und 6*S,tCi"'»-n ¥J I”" mb«? l“k“ 9*= N m» In nute1 “'= i.6mt!«8mb4?Ä,,': Jcaviata «leM, sMS SS t waren ar ^ Mleu e S fast - bie M 'e wodurch ^ Jiele er- S.L^5'L ?ÄS*S8 E. Echzell, 11. Oktober. Der Schweinemarkt, der hier fiatt- fanb, brachte befriedigende Preise-, es wurden 18 bis 22 Mark für das Paar 6 bis 7 Wochen alter Milchferkel erzielt. Da die Kartoffeln sehr gut ausfallen und billig sind, rentiert sich das Müsten der Schweine immer noch. * Pfttttgstadt, 11. Oktober. Entgegen verschiedenen falschen Gerüchten über den Verkaufspreis der hiesigen Papierfabrik Hildebrand, Ulrich u. Co. kann der „Pf. A." die aus zuverlässiger Quelle kommende Nachricht wiedergeben, daß die Fabrik am Samstag zum Preise von 110,000 Mk. an Herrn Papierfabrikanten Euler zu Bensheim übergegangen ist, welcher bereits am 1. November die Leitung derselben übernimmt. Frankfurter Börse vom 11. Oktober. Wechsel auf New-Port zu 4 21* a—22* 8. Prämien auf Kredit per ult. Okt. 1.75%, do. per ult. Noo. 3.10%, Diskonto Kommandtt per ult. Okt. 1.30%, do. per ult. Noo. 2.30%, Lombarden per ult. Okt. 0.50%. Notierungen: Kreditaktien 226—225.50, Diskonto Kommandtt 19120-20-10-30-190.70, Staatsbahn 140.30-140.—, Gotthard 142.20, Lombarden 32.10. Ungar. Goldreme 96.65, Italiener 91.80, 6proz. Mexikaner —, 3proz Mexikaner 26—, Oesterr. Coupon- 84%, Amertk. Coupons 4 20, Privat Diskont 4,8/ie%. 1% bt« 2% Uhr: Kredit 225 50-225-225 70, Diskonto Kommanbit 190.80-190.70, Staatsbahn 140-139 80-140, Lombarden 31.80. Limburg, 11. Oktober. Fruchtmarkt. Roter Wetzen Mk. 13.33, Saat-Weizen Mk. 13,50, Korn Mk. 11,00, Saatkorn Mk., 1145, Hafer Mk. 6,65. * Die Berliner Kohlengrotzhändler geben bekannt, daß die Gruben und Werke infolge der sehr erheblichen Ansprüche, welche die voll beschäftigte Industrie und auch das Ausland an sie stellen, die Kohlenpreise ganz wesentlich erhöht haben, und daß ferner der überall herrschende Arbeitermangel eine Erhöhung der Arbeitslöhne verursacht habe. Der Kohlenmarkt hat infolge deffen eine außerordentliche Versteifung erfahren, deren Begleiterscheinung eine Erhöhung der Preise für sämtliche Brennmaterialien ist. Eine weitere Steigerung der Preise im größeren Umfange soll in diesem Winter noch zu erwarten sein. Natürlich werden dann auch die Preissteigerungen in der Provinz nicht ausbleiben. Wer da sein Feuerungsmaterial nicht rechtzeitig eingekauft hat, oder hat einkaufen können, der wird, wenn wir einen langen und kalten Winter bekommen, wegen der Heizung seinen schweren Aerger haben. Tabak. Das Einheimsen der Tabakernte ist jetzt beendet und wird mit dem Einkauf der Herbsttabake bald begonnen werden. Die jetzt anhaltende naffe Witterung ist den Herbsttabaken nicht zum Vorteil, da solche bei diesem Wetter gerne Schimmel ansetzen. Die ebenfalls noch nicht getrockneten Sandblatt leiden auch hierunter, denn dieselben werden statt hell nur braun in Farbe; es sind also die hierfür bezahlten Preise nicht der Ware entsprechend und entstehen den Käufern hierdurch Verluste. Dies mag den Käufern ebenfalls wieder zur Warnung dienen und werden solche sich endlich mal wieder bequemen, nach altem Brauch, d. h. bei nur dachreifem Zustand, einzukaufen. Die Haardtsandblatt werden jetzt empfangen und sind mit wenig Ausnahmen in Farbe nicht hell und für Cigarrengut zu kräftig. Im Lokogeschäft wurde dieser Tage ein größerer Posten 1897er Heslacher Tabak Original zwischen 25—26 Mk. lose genommen verkauft. (Etwa 18U0 Ctr.) Derselbe wurde von der Heslacher Genossenschaft an eine Speyerer Firma, die solche kommissionsweise gekauft haben soll, abgesetzt. Ferner kaufte ein Luxemburger Fabrikant ca. 2000 Ctr. 1897er und 1898er Schneidtabake in der Preislage von 36—42 Mk. Ein kleinerer Posten wurde von einem Schneidsabrikanten vom Rheinland gekauft. In Cigarrentabaken wurden nur Kleinigkeiten zu verschiedenen Preisen je nach Qualität und Sortierung umgesetzt. Lose, feine Rippen 9—9%, lose Pfälzer geschäftslos, ferne gebündelte 11 Mk. verpackt. Btehmarkt. Fast sämtliche Viehmärkte berichten in der vergangenen Woche alleräußerst lebhaften Geschäftsverkehr. Der Zutrieb war überall ein sehr großer, und da bei den günstigen sommerlichen Futterverhältniffen im allgemeinen der Viehbestand ein gut genährter genannt werden kann, herrscht überall sehr rege Kauflust Die Preise mußten hie und da infolge des größeren Angebotes wohl etwas weichen, im allgemeinen hielten sie sich jedoch auf dem Niveau der Vorwoche. Verlosungen. — Stadt Brüssel 100 Ares. Loose vom Jahre 1897. Ziehung am 7. Oktober 1899 Auszahlung am 2. Januar 1900. Gezogene Strien: Nr. 3115 5967 7824 12207 12391 14473 14497. Hauptpreise: Serie 14497 Nr. 12 fc 5000 Frcs. Serie 7824 Nr. 18 ä 1000 Frcs. Serie 14473 Nr. 9 ä 500 Frcs. Serie 14497 Nr. 5, 24 je 250 Frcs. Serie 3115 Nr. 6, 9, 11, 22, Serie 5057 Nr. 11, Serie 7824 Nr. 2, 13, 22, 23, Serie 12207 Nr. 2, 7, 10, 21, 25, Serie 12391 Nr. 5, Serie 14473 Nr. 2, 17, Serie 14497 Nr. 19, 20, 23 je 152 Frcs. — Alle übrigen gezogenen Nummern je 100 Frcs. (Ohne Gew.) — Stadt Paris 400 Arcs.-Loose vom Jahre 1894 bis 96. Ziehung am 5. Oktober. Auszahlung am 1. November 1899. Hauptpreise: Nr. 330629 ä 100000 Fr. Nr. 343 691 ä 20000 Fr. Nr. 381311 403 611 je 10000 Fr. Nr. 24 743 32 166 379798 je 2500 Fr. Nr. 16113 37348 43029 88655 175480 176232 183062 199595 215565 245 497 271763 289 933 378 255 395951 je 1000 Franken. (Ohne Gew.) Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Holzbildhauer Ewald Hagenkotwetter, Barmen; Fahrradhändler Hermann These, Berlin; Kaufmann Gustav Adolf Böhmer (A. Böhmer & Co.), Dresden; Kaufmann Adolf Eller jr., Elberfeld; Kaufmann Emil Christian Friedrich Mathias Eskildsen (A. Friedrichsen Nachf. W. Eskildsen), Flensburg; Brauereipächter Richard Marggraf, Hainewalde (Grossschönau); Bierbrauer Otto Rauch, Materborn (Cleve); Kaufmann Max Fliess (Louis Fliess), Schönfliess (Königsberg, N.-M.); Magazinverwalter Karl Voss, Osnabrück; Maler Hermann Rasmussen, Otterndorf; Zuckerwarenfabrikant Hermann Henkel, Pforzheim; Müller Hermann Noltemeyer, Rodenberg; Höker H. P. Bremer, Gemeinde Rebberg (Schleswig); E. Gan- sow & Co., Velten i. M. (Spandau); Kaufmann J. Frankenstein, Stettin; Kaufmann Otto Tilch, Stettin; Kaufmann Paul Koch, Stettin; Restaurateur Ferdinand Vetter, Stuttgart; Kaufmann Wilhelm Schiffer (Schiffer-Hamers), Viersen; Kurhauspächter Paul Gerl ach, Westerland; Landwirt Georg Friedrich Kissel, Zwingenberg; Bau- Unternehmer Wilhelm Neumann, Queulen (Metz); Kaufmann Kurt Perschke, Nordenburg; Bierbrauereibesitzer Jos. Langlouis, Kappel (Riedlingen); Witwe des Kaufmanns Gustav Letzner, Papstorf (Schöppenstedt); Flaschenbierhändler Friedr. Gust. Oeser, Jahns- dorf (Stollberg i. Erzgeb.); Tapisseriegesohäftsinhaberin Marie Wimmer, Straubing; Müller Beruh. Winking, Vreden; Bau-Unternehmer Karl Heinr. Soheibner, Waldhelm; Kaufmann Oskar Otto, Waldheim. Gottridirnst der israelitischen Arligiousgrseüschast. Sabbathfeier am 14. Oktober 1899. Freitag abend 5" Uhr, Samstag vormittag 8»o Uhr, nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 6*> Uhr. Nachmittag 2®o Uhr Schrifterklärung. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 5 Uhr. Wetterbericht vom 12. Oktober 1899. Während im hohen Norden mehrere Depressionen vorüber- ziehrn, besteht über ganz Central- und Süd-Europa hoher Druck allerdings mit vorwiegender Intensität fort. Infolgedessen ist daS Wetter meist heiter und unter TagS mild. Am Nordrande der Alpen herrscht Jöhnlege. Voraussichtliche Witterung: Abgesehen von Morgennebeln zunächst noch meist heiter, im Süden föhnig. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Preßprozeß in Darmstadt. Darmstadt, 12. Oktober, 12 Uhr mittags. (Telephon- Meld. d. G. A.) Vor der hiesigen Strafkammer findet heute unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Ri st er die Verhandlung gegen die „Franks. Ztg." resp. den Redakteur A. Giesen, „Mainzer Journal", Franz Heribert Roepgen, „Mainz. Reuest. Nachr.", Bodo Mallen, statt. Die Staatsanwaltschaft ist vertreten durch den Oberstaatsanwalt Dr. Schmitt: als Verteidiger fungieren für die „Franks. Ztg." Rechtsanwalt Muser-Offenburg, Grünewald- Gießen, für die „Reuest. Nachr." Dr. Loew-Mainz, für das „Mainzer Journal" Rechtsanwalt Dr. Schmitt, Reichs- und Landtagsabgeordneter, Mainz. Der Redakteur Giesen, welcher versucht hatte, den Termin zu verschieben, war anwesend und verwahrt sich gegen die Meldung hiesiger Blätter, daß er aus böswilliger Absicht eine Verschleppung herbeizuführen gesucht habe. Er sei schwer krank, was das ärztliche Zeugnis bestätige, und werde er seinem Verteidiger die Hauptvernehmung überlassen. Als erster Zeuge wird Se. Exz. Staatsminister Dr. Dittmar vereidigt. Derselbe verwahrt sich entschieden, daß er im Falle Küchler irgend welche Beeinflussung zu gunsten des Küchler versucht habe. Diese Ausführungen dauern sehr lange. Sr. Exz. dem Justizminister Dr. Dittmar wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog gestattet, Zeugenaussagen zu machen, soweit sie nicht das Dienstgeheimnis verletzen und das Reich um den Staat gefährden, während Sr. Exz. dem Staatsminister Rothe Zeugenaussagen zu machen verweigert wurde. Die Verhandlungen dauern noch fort. (Vgl. Gerichtssaal.) Berlin, 12. Oktober. Der Kaiser gedenkt, am 26. d. Mts. einer Einladung des Prinzen Albrecht von Preußen entsprechend, sich nach Blankenburg am Harz zu begeben und daselbst an den großen Hofjagden teilzunehmen. Die Rückkehr von dort nach dem Reuen Palais zu Potsdam wird voraussichtlich am 27. d. Mts. abends erfolgen. Berlin, 12. Oktober. Im Reichsamt des Innern ist man zurzeit damit beschäftigt, eine Vorlage behufs reichsgesetzlicher Regelung der Beschäftigung verheirateter Frauen in Fabriken auszuarbeiten. Karlsruhe, 12. Oktober. Zu den badischenLand- tagswahlen sinden die Wahlmännerwahlen am 16. November statt. Stettin, 12. Oktober. Das Befinden des Oberpräsidenten und früheren Staatsministers von Puttkamer hat sich verschlimmert. Die Familien- Angehvrigen sind um das Leben des Erkrankten besorgt. Wien, 12. Oktober. In einer abends abgehaltenen Versammlung sprach der Abgeordnete Neuber über die politische innere Situation. Sodann verurteilte der Redner das Verhalten Englands Transvaal gegenüber. Budapest, 12. Oktober. Der serbische Dampfer „Deligrad" stieß bei dichtem Nebel mit dem österreichischen Dampfer „Hildegard" auf der Donau zusammen. Mehrere Matrosen des serbischen Schiffes ertranken. Das Schiff selbst ist total unbrauchbar geworden. Paris, 12. Oktober. Es verlautet, Frankreich werde zu der Weltausstellung außer dem Zaren als Chef einer verbündeten Macht an keinen anderen Souverän eine offizielle Einladung ergehen lassen. Paris, 12. Oktober. Die hier verbreitete Meldung, daß einem geheimen Abkommen zwischen Deutschland und England zufolge England die T>elagoa-Bai und Deutschland Angola besetzen wolle, begegnet großer Entrüstung. Man glaubt indes, daß es sich nur um eine englische Manipulation handelt, um Deutschland gegen Frankreich aufzuhetzen. Paris, 12. Oktober. Die „Patrie" versichert auf Grund zuverlässiger Meldungen, daß die Gouverneure sämtlicher französischer Kolonieen den Befehl erhalten hätten, die in Missionen befindlichen Offiziere anzuweisen, keinen Schuß mehr abzufeuern und jedes koloniale Unternehmen aufzugeben. London, 12. Oktober. Mehrere Blätter melden, daß Kapitän Harriston, der britische Konsul beim König von Abessynien sich demnächst von Marseille aus nach Abessynien einschiffen wird. Derselbe ist der Ueberbringer wertvoller Geschenke der Königin Viktoria an Negus Menelik. Ec wird denselben einladen, der Königin einen Besuch zu machen, wenn er im nächsten Jahre nach Paris zur Weltausstellung kommt. Der Trausvaal-Krieg. Die nachmittags eingetroffenen Depeschen bestätigen den Ausbruch des Krieges. Wir lassen die wichtigsten folgen: London, 12. Oktober. Nach einer Meldung aus Ladysmith haben die Buren aus dem Oranje-Freistaat über den Homagreen-Kap die Grenze überschritten und bedrohen die Stadt und Eisenbahn-Station. Aus Kapstadt wird versichert, daß die Kap-Kolonie in Kriegszustand erhalten wird. Rom, 12. Oktober. Wie die „Jtalie", das Organ der republikanischen Partei, erklärt, sind zahlreiche Anfragen eingelaufen, in denen von Transvaal aus um italienische Freiwillige gebeten wird, aber weder Garibaldi noch Cancini haben eine Expedition vorbereitet. Wie verlautet, wird zwischen den Großmächten verhandelt, um den Krieg zwischen England und Transvaal möglichst zu lokalisieren. Loudon, 12. Oktober. Standard meldet aus Charlestown, die Buren des Oranje-Freistaates haben 37 Meilen südlich von Newcaptown die Grenze überschritten. London, 12. Oktober. Ein Telegramm aus Prätoria meldet, daß der britische Agent in Prätoria von der englischen Regierung den Befehl erhalten hat, seine Papiere demdortigen amerikanischen Vertreter zu übergeben. Derselbe wird für den Schutz der englischen Unterthanen während des Krieges s orgen. Pratoria, 12. Oktober. Auf eine Anordnung der Transvaal-Regierung ist das Radfahren außerhalb der Stadt vollständig untersagt. Dasselbe ist nur gestaltet im Dienste des Heeres. Loudon, 12. Oktober. Morning Leader melden, daß sich in Irland eine große Bewegung zu gunsten Transvaals bemerkbar macht. Es wird dort offen der Wunsch ausgedrückt, daß die Buren den Sieg davontragen möchten. Irländische Blätter veröffentlichen das Lied eines irischen Dichters, welches einen Aufruf an das irländische Volk zur Unterstützung Transvaals enthält. London, 12. Oktober. Daily Mail glaubt bestätigen zu können, daß ein geheimer Vertrag zwischen England und Portugal besteht, nach welchem England seine Truppen durch portugiesisches Gebiet nach Transvaal führen könne. — Demselben Blatt zufolge hat der englische Vertreter in Prätoria der Transvaal-Regierung eine kurze abschlägige Antwort auf das Ultimatum bereits zugestellt. Amsterdam, 12. Oktober. In hiesigen unterrichteten Kreisen glaubt man, daß England den Versuch machen werde, an verschiedenen Punkten einen gleichzeitigen Angriff zu machen, um die Buren zu zerstreuen und auf diese Weise die Aufmerksamkeit derselben von dem Hauptpunkte des Angriffs abznlenken, gegen welchen alsdann der allgemeine Angriff ausgeführt werden soll. London, 12. Oktober. Auf den Börsen in London, H u l l und anderen englischen Städten fanden großeKund- gebungen statt, beim Abgang des Ultimatums am gestrigen Nachmittag. Sämtliche Makler schwenkten die Hüte und stimmten patriotische Lieder an.___________ Seiden-Bltisen ml z.°° und höher — 4 Meterl — porto- und zollfrei zugesandtI Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißer und farbiger „Henneberg-Seide" von 75 Pfg. bis 18,65 per Meter. , 7326 6. Henneberg, Seiden-Fabrikant (k. u. k. Holl.) Zürich. ^Myrrhoun-Seife unübertroffen zur 75aut- und Schönheitspflege. O’ls beste T^inderseife ärztlich empfohlen. 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