Dienstag den 12. September Nr. 214 Erstes Blatt. 189© Gießener Anzeiger General-Anzeiger Anits» und Anzeigeblatt ffit* den Alreis Gieren. 641$ 31» gen und Gewichte. 4lene>ee Anzrigen zu ber n«*eriltagi fftr be>ttien und Druckerei: F4*tßr«ße Nr. 7. Kezugsprets vierteljährlich 2 Mark 20 Pf^ monatlich 76 mit vringerloh«. . Bei Postbezug R Mark 60 Pl^ ^erleljährltch Bor der Berhaudluug. Neunes, 9. September. Es ist ein angenehmer Spätsommermorgen. In den Straßen, die das Lyceum umgeben, ist Gendarmerie postiert, wie an allen Vilaine-Uebergängen Infanterie-Abteilungen Wache halten. Die Bevölkerung ist vollkommen ruhig, da mit Max Regis alle der Agitation verdächtigen Elemente Rennes verließen. Zum neunund- zwanzigsten Male durchschreitet Dreyfus heute das Spalier zwischen dem Gefängnis und dem Lyceum. Keine Spur der Aufregung ist auf seinem Gesichte wahrzunehmen. Im Lyceumhof ist eine Escadron Dragoner aufgestellt, im Saale zehn Gendarmen, ebensoviele hinter der Vertheidigerbank und hinter den Sitzen Carrieres und Coupois. Die weiße Dame wurde, weil nur der Presse angehörige Damen zugelassen werden durften, abgewiesen. Durch Abklopfen der Taschen überzeugt sich Kommissar Hennion, daß die eintretenden Herren keine Waffen mitführen. Auf den Plätzen hinter dem Richtertische sitzt der Akademiker Graf und der ehemalige Kolonieminister Guysse, welchem Dreyfus die ersten Vergünstigungen auf der Teuselsinsel verdankt. Der Saal ist vollständig gefüllt. Nachdem der Gerichtshof eingetreten, erhebt sich der Vorsitzende und befiehlt die Vorführung des Angeklagten. Dieser tritt in strammer Haltung ein und begrüßt die Mitglieder des Kriegsgerichts. Der Präsident erwidert den Gruß. Das Plaidoyer Demanges. Die Vormittag-Sitzung wird um 7y2 Uhr eröffnet. Der Präsident erteilt alsdann dem Verteidiger Demange das Wort. Es ist mäuschenstill im Saale. Demange betont, er habe seine Rede gestern in dem Augenblick abgebrochen, wo er die direkten Beweise besprechen wollte, «ämlich den technischen Wert des Bordereaus. Die Anklage behaupte, nur der Angeklagte habe die erwähnten Schriftstücke in seinem Besitz haben können. Dieser Beweis müsse aber noch erbracht werden; die Beschuldigung allein genüge nicht. Um den Beweis erbringen zu können, müsse man natürlich Schriftstücke aufweisen können, die vom Angeklagten ausgeliefert wurden. Bis jetzt sei dies aber noch nicht geschehen. Es handele sich seitens der Anklage nur um Vermutungen, welche absolut grundlos seien. Es sei doch geradezu unmöglich, zu erklären, wie ein Artillerieoffizier, der eine Note über eine hydropneumatische Bremse des Geschützes „120 kurz" senden will, von einer hydraulischen Bremse spreche und so den Wert seiner Ware herabdrücke. Man könne daraufhin erklären, daß der Autor des Bordereaus kein Artillerist war. In dieser Beziehung tappe man im Dunkeln. Aber nicht mit dem Schatten schaffe man Wahrheit, sondern nur mit dem Licht. Nachdem Demange auch die verschiedenen Behauptungen des Generals Mercier als Hypothesen hingestellt, wendet er sich zum Regierungs- kommiffar und sagt: „Nur die Verteidigung allein hat das Recht, Hypothesen aufzustellen. Sie, der Kommissar der Regierung, dürfen nichts beibringen als den Beweis, den das Gewissen des Richters braucht, wenn es eine Verurteilung aussprechen soll." Man müsse sich, so fährt Demange fort, an die Briefe erinnern, die Esterhazy geschrieben, und aus denen klar hervorgehe, daß er auf der Schießschule in Chalons war. Was die Note über die Die Sitzung wird sodann auf nachmittags 3 Uhr vertagt. Als Dreyfus den Saal verläßt, ruft ihm auch das Publikum: „Mut! Mut!" zu. Dreyfus ruft, dem Publikum zugewandt, aus: „Ich bin unschuldig!" Darauf ruft Jaurös: „Nur Mut, Dreyfus!" Während der Sitzungspause besuchte Frau Dreyfus ihren Gatten und verweilte unter vier Augen eine Stunde bei ihm. Der Wagen wurde durch vier Gendarmen zu Pferde begleitet. Die letzte Sitzung. Um 3 Uhr nachmittags beginnt die neue, letzte Sitzung, in welcher zuerst Regierungskommiffar Carriöre nochmals das Wort ergreift und wiederum die Verurteilung des Angeklagten beantragt. Alsdann zieht sich, nachdem Demange nochmals kurz für die Freisprechung Dreyfus' plaidiert, der Gerichtshof zurück. Nachdem während der ganzen Beratung im Saale und im Hofe eine gedrückte Stimmung wie bei einem Leichenbegängnis geherrscht, ertönt Plötzlich ein Glockenzeichen. Vom Hofe draußen stürzen alle in den Saal, der bald dicht gefüllt ist. Niemand setzt sich, alle stehen im tiefen Schweigen. Das Kriegsgericht läßt unbegreiflich lange auf sich warten. Fast eine Viertelstunde vergeht, die unbeschreiblich peinlich ist. Ueberall sieht man blasse Gesichter. Endlich ertönt ein zweites Glockenzeichen. Ein Ruf der Erleichterung geht durch den Saal, dem sofort wieder tiefes Schweigen folgt. Der Unteroffizier, der das hinten im Saale stehende Jnfanterie- piquet kommandiert, ruft mit seiner rauhen Wachtstuben- stimme: „Faßt das Gewehr an!" Die Gewehre klirren und auf der Bühne oben erscheint das Kriegsgericht. Der Präsident ist bleich. Auch die Richter sehen ernst, beinahe finster drein. Der Präsident legt die Hand salutierend an seine Mütze und spricht die üblichen Worte: „Im Namen des französischen Volkes", während die anderen Offiziere des Kriegsgerichts gleichfalls salutieren. Dann beginnt er die Verlesung mit seiner halblauten Stimme, die keine Bewegung verrät und die kein Wort besonders betont. Im Saale herrscht eine feierliche Stille wie in einer Kirche. Als der Präsident die dem Kriegsgericht gestellte Frage verlesen, macht er eine kurze Pause und verkündet dann in dem nämlichen halblauten Ton die Antwort: Ja, der Angeklagte ist schuldig! (Bewegung.) Ein Schrei des Entsetzens geht durch den Saal, dann drängt alles zum Ausgang. Aber die Gendarmen lassen niemand heraus, ehe das Urteil zu Ende verlesen ist. Die gefürchtete Manifestation unterbleibt vollständig, aber in meiner Nähe sehe ich zwei Herren, die weinen. Auch Demange oben auf seiner Verteidigerbank, der vor Eintritt des Kriegsgerichts mit gefalteten Händen dasaß, als ob er betete, ist jetzt in Thränen ausgebrochen. Das Urteil. Das Urteil lautet: In der geheimen Beratung des Kriegsgerichts hat der Präsident folgende Frage gestellt: „Ist Alfred Dreyfus, Generalstabshauptmann, schuldig, 1894 Machinationen mit einer auswärtigen Macht oder einem ihrer Agenten unterhalten zu haben, um sie zu veranlassen, Krieg gegen Frankreich zu führen oder ihr die Mittel dazu zu verschaffen, indem er ihr die im Bordereau erwähnten Noten auslieferte?" Der Präsident hat die Stimmen einzeln eingeholt, indem er beim untersten Grade begann und selbst seine Stimme zuletzt abgab. Das Kriegsgericht erklärt mit fünf gegen zwei Stimmen auf die gestellte Frage: Ja, der Angeklagte ist schuldig. Das Kriegsgericht erklärt ferner mit Majorität, daß mildernde Umstände zuzuerkennen sind. Der Präsident hat hierauf von neuem über die Bestrafung abstimmen lassen. Demzufolge verurteilt das Kriegsgericht mit fünf gegen zwei Stimmen Dreyfus zu zehn Jahren Haft. Das französische Wort lautet detention. Hierauf werden die Gesetzesartikel aufgezählt, auf Grund deren das Urteil gefällt wurde. Endlich wird dem Regierungskommissar Befehl erteilt, dieses Urteil sofort dem Verurteilten vor der unter Waffen angetretenen Wachmannschaft vorlesen zu lassen und ihm bekannt zu geben, daß er 24 Stunden Frist hat, um Revision einzulegen. Nach Verlesung des Urteils bemerkt der Präsident noch: Das Kriegsgericht bleibt in der Sitzung bis zur vollständigen Räumung des Saales. Ich bitte das Publikum, in Ordnung und schweigend den Saal zu verlassen, um zu keinem Einschreiten Anlaß zu geben. Thatsächlich erfolgte die Räumung ohne Zwischenfall. . Dem Angeklagten wurde das Urteil nicht im Gesäng- nishofe verlesen, sondern, wie der „Franks. Ztg." gemeldet wird, im Sitzungssaale selbst, nachdem das Kriegsgericht Deckungstruppen anlange, so müsse bewiesen werden, daß diese Arbeit nur dem Generalstabe habe bekannt sein können und ebenso, daß Dreyfus sie gekannt habe. Warum habe man das Datum des Bordereaus verändert? Esterhazy habe sich die betreffenden Mitteilungen verschaffen können, und es sei möglich, daß derselbe seinem Freunde Henry vertrauliche Mitteilungen entlockte, mit denen er dann Mißbrauch getrieben habe. Weshalb habe Henry Selbstmord begangen? Lediglich deshalb, um sich für ein Verbrechen zu strafen, das er begangen, und das die ganze Armee sofort entschuldigte? £>abe er vielleicht befürchtet, daß er schändlich von Esterhazy getäuscht worden sei und daß er kompromittiert fein könne? Warum habe er ausgerufen: „Die Elenden!" Habe er dabei an Esterhazy gedacht? (Demange spricht diese Worte mit sehr lauter Stimme.) Man mache volles Licht! Man bedenke, daß drei Männer im Generalstabe sich intim kannten, Esterhazy, Weil und Henry, die von allem Möglichen hätten sprechen können, auch von allen geheimen Stücken. Daraus ergebe sich ein neuer Zweifel. Im Falle eines Zweifels müsse aber das Gewissen des Richters den Angeklagten freisprechen. Auch die bezüglich der Note über Madagaskar irre man im Dunkeln, und was die Schießvorschrift anlange, so könne dieselbe nur von einem Manne (Esterhazy) geliefert fein, der im Lager von Chalons gewesen fei. Auch die Behauptung der Anklage betreffs des Satzes: „Ich reife ins Manöver!" falle in Nichts zusammen. Der Herr Regierungskommissar möge doch irgend jemand nennen, der bezeugen könne, daß Dreyfus Schritte gethan, um ins Manöver zu kommen. Ich glaube, so fährt Demange fort, „alle Hypothesen der Anklage zerstört zu haben. Damit Sie verurteilen könnten, dürften Sie nicht den geringsten Zweifel darüber haben, daß Dreyfus allein die Dokumente des Bordereaus habe kennen können". Es tritt nun eine Pause ein. Während derselben ergeht man sich natürlich von allen Seiten in Prophezeiungen. Nicht wenig wird auch das militärische Aufgebot besprochen, welches der Umgegend des Lyceums das Aussehen eines Kriegslagers gibt. Nach der Panse bespricht Demange die Schrift des Bordereaus. Sie fei alles, was von der Anklage bleibe. Und was sei dieser Beweis wert? Selbst die Experten hätten zugeben müssen, daß das Bordereau nicht die natürliche normale Schrift des Dreyfus fei. Sei die Schrift aber eine künstliche? Bertillon, dessen erfinderischem Geist man die gebührende Achtung zollen müsse, habe sich getäuscht, wie sich eben jeder Gelehrte täuschen könne. Weiter protestiert Demange gegen die Hypothese, daß Esterhazy der Strohmann Dreyfus' gewesen sei. Von Esterhazy kommt Demange auf Picquart zu sprechen, und später zieht er einen Vergleich zwischen Esterhazy und Dreyfus, wobei er bemerkt, daß, wenn er die Anklage gegen Esterhazy zu vertreten hätte, er es in anderer Art thun würde und konnte, als es hier gegen Dreyfus geschehen sei. Als Demange zum Schlüsse seines Plaidoyers kommt, spricht er mit Donnerstimme. Das Publikum im Saale ist tief erschüttert. „Wo sind die Gründe für den Verrat des Dreyfus? General Boisdeffre hat von psychologischen Gründen gesprochen. Ah! Psychologische Gründe! Dieser Mann hatte Reichtum, Kinder, die sein Stolz sind, eine unvergleichliche Frau. Dort auf der Teufelsinsel in allen Torturen ist er stolz und aufrecht geblieben. Ich frage, ob das ein Verräter thut. Sie werden ihn freisprechen, weil Sie Menschen sind. Ich bitte Gott, Frankreich den Frieden zurückzugeben, Ihnen allen aber (zum Saale), ob Sie mit mir ober gegen mich sind, sage ich: „Wir sind einig in einem Gefühle, in der Liebe zum Vaterlande!" (Stürmischer Beifall). Demange wird umringt und beglückwünscht. Seine Gattin trocknet ihm Stirne und Schläfe. Präsident Jouaust will Labori das Wort erteilen. Dieser verzichtet. Auf Aufforderung des Präsidenten ergreift Dreyfus das Wort. Er bemüht sich, feine Bewegung zu bemeiftern. Dreyfus sagt: Ich will nur wenige Worte sprechen. Vor meinem Vaterlande, vor der Armee gebe ich die Versicherung ab, ich bin unschuldig. Das einzige Ziel, das ich er- strebe, ist die Ehre meines Namens zu retten, des Namens, den meine Kinder tragen. Fünf Jahre lang ertrug ich die fürchterlichsten Leiden. Ich habe aber die Ueberzeugung, daß ich das Ziel erreichen werde Dank Ihrer Loyalität und Ihrem Gerechtigkeitssinne!" (Langanhaltende Bewegung.) Präsident: „Sind Sie zu Ende?" Dreyfus: „Ja, Herr Präsident!" BiU Iu6na|mc bei ReRtßgi. Li« Gießener ■werben bem Anzeizer viermal beigdtft „SeifenPuleer fliebe8 .UjeJ. richt. Oktober, * Bobn* ***** ife tnM1 $*6? Sä“ gN Hk. - et, sollte fc Gerbrand einOerichtet werden. iohlo -zJ'“ «hte lX30”«»%luh»w; es Tracht ' 'ä «« Urteil 'Ndlts. *• ®efiember 1899, btt ®^en Ä Äm^be8n» «?Ä;‘ ** ftfig Megenüb« bei S n ^ern und Schüler» tli*f btle 5n°tn,enbigteitz n*1 m allen Gliedcn ,re Staatsregierung hege hl vergönnt sein tumbe, gelehrten Anstalt 3 größte Vertrauen. - latnn den neuen Direktor herzlichste. - Darauf ln gedankenvoller Rede & auf ihn einftürmtcn achte Vertrauen dadurch >e Kraft dieser Anstalt tets sein stiller Wunsch 'rchors beendete die er- ibtl, ^ntenb.-Bureau- l8. Armeekorps, zu ber Division zum 1. Oktober ittmbet l. I. der Johann ium Steuerkoinmifsariats, Besuch des Bades im Geisel infolge der Schul- heblichen Rückgang gegen- imt wurden abgegeben lat Juli, oder im Durch ber gegen 304 im Wonat n einjelnen »erteilt, wie unter 453 zu 10 Pf., n 211 M 10 n inner, W Frauen, awie Masiage zusammen 160 Personen benützt, daL ichtigt. sts Assessoren und -AccefWu buches werden am Mtt - >9, nachmittags 4Uhr, Sicherem Vernehmen nach er h I. eine Sitzung des *5*5^ "g'SS** -UÄ* ’li k W® r- *1 U-LSS Äh** Sk?d, 3e". i, w» wurde"/' welche -oonifte» "«„Ltmen der hr Ersten 9r7btr 'S* £ S«‘* n>ea«1 btt hW’” worvei' diese Anerkennung von berufener fachmännischer Seite dazu beitragen, daß sich der Vertrieb der Karten, der schon einen ganz bedeutenden Umfang angenommen hat, noch mehr erweitert. — Erwähnt mag hierbei noch werden, daß in kurzer Zeit in demselben Verlag ein Hänsel- und Gretel-Märchen- Bilderbuch, den Kindern erzählt von Adelheid Wette, mit den gleichen Illustrationen erscheinen wird. ** Polizeibericht. 1) Ein hier wohnhafter Scherenschleifer wurde am vergangenen Samstag wegen Verbrechens gegen § 176 d. R.-St.-G.-B. verhaftet. 2) In vergangener Nacht wurde ein Einwohner von Wieseck im Lollarer Wald, in der Nähe der Wellersburg von drei Strolchen üb erfüllen, wobei zwei derselben den Mann festhielten und der dritte ihm die Taschen leerte. Bis jetzt ist es der Gendarmerie gelungen, zwei der Thäter festzunehmen. Der Dritte konnte nicht näher beschrieben werden, derselbe soll Hannoveraner Dialekt sprechen. 3) Der Taglöhner Justus Berg, ein berüchtigter Raufbold aus Gießen, mußte wegen fortgesetzter Ruhestörung verhaftet werden, hierbei widersetzte er sich derartig, daß er geschlossen auf einem Wagen ins Haftlokal gebracht werden mußte. 4) Gestern Abend um 9’/2 Uhr wurde der Taglöhner Jakob Becker aus Mainzlar in der Rodheimerstraße in der Nähe des Feldschlößchens von dem nach Bieber abfahrenden Zuge ungefähren und trug am Rücken, Kopf und Armen Verletzungen davon. Becker stellte sich in angetrunkenem Zustande mit ausgestreckten Armen vor den Zug, der Führer konnte den Zug nicht sofort zum Stehen bringen, so daß Becker eine kurze Strecke mitgeschleift wurde. Derselbe wurde in die Klinik gebracht. 5) Ein Ruhestörer von hier, welcher in vergangener Nacht bei der Betretung dem Schutzmann fortlief, jedoch eingeholt wurde, widersetzte sich dem Beamten, sodaß Anzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt erfolgen mußte. 6) Der Zwangszögling Heinrich Schäfer von hier, welcher in Rodheim bei Hungen seinen Pflegeltern entsprungen bezw. durch seine Eltern widerrechtlich dort abgeholt worden war, wurde gestern durch den Polizeidiener von Gr.-Erda hier eingeliefert. cT Büdingen, 10. September. Die Ernte ist nunmehr beendet und überall hört man die Dreschmaschinen, die damit beschäftigt sind, den reichen Ernteertrag auszudreschen. Gerste und Hafer sind sehr gut ausgefallen. Der Körnerertrag des Korns geht über den Durchschnittsertrag. Dagegen bleibt der des Weizens hinter dem Durchschnittsertrag zurück. — Die Grummeternte hat infolge des trockenen Sommers vielfach nur den halben Ertrag geliefert. Die Kartoffelernte verspricht dagegen eine sehr reiche zu werden, wie sie in langer Zeit nicht war. Auch die Zuckerrüben haben sich infolge der Hitze der letzten Tage sehr gut entwickelt und weisen einen hohen Prozentsatz an Zuckergehalt auf. — Die Aepfel- ernte ist in vielen Orten hiesiger Gegend eine recht gute. So wird die von Altenstadt auf 7 bis 8000 Malter, die von Stockheim auf 1500 bis 2000 Malter geschätzt. Für das Malter Leseäpfel werden 5 Mk. bezahlt. Der Preis Schüttelobstes dürfte sich auf 10 bis 12 Mk. das Malter stellen. — Zwet schen fehlen in hiesiger Gegend fast gänzlich, während es Birnen hier und da, aber auch nur wenige giebt. Groß-Gerau, 9. September. Gestern nacht verschied plötzlich im 83. Lebenjahre infolge eines Schlaganfalles der in hiesigen Kreisen hochgeachtete und allgemein verehrte Herr Steuerrat Schweis gut. Als der Entschlafene im Februar 1895 nach 50jähriger Amtsthätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand trat, da war es wohl aller Wunsch, daß dem greisen Jubilar noch viele Jahre ungetrübten Glückes beschieden sein möchten. Leider war es anders bestimmt, der Vater ist seinem ihm erst vor kurzem vorausgegangenen Sohne in die Ewigkeit gefolgt. Biblis, 9. September. Dieser Tage wurde ein hiesiger junger Mann aus achtbarer Familie wegen Verübung eines schweren Sittlichkeitsverbrechens in Untersuchungshaft genommen und sofort nach Darmstadt ins Arresthaus abgeführt. („N. H. V.") Mainz, 9. September. Bei dem heutigen zweiten Termin zur Verpachtung des Rechts der Erhebung des Brückengeldes auf der Mainzer und Kostheimer Brücke und dem Trajekt zwischen Mainz und Kastel blieb Herr Bruckwilder -Köln mit 192,500 Mk. Höchstbietender. Mainz, 9. September. Die fortwährend in den D-Zügen vorkommenden Diebstähle lassen der Vermutung Raum, daß eine wohlorganisierte Diebesbande besteht, welche' die Reisenden der D-Züge ausplündert. So wurde vorgestern abend, wie die „N. H. V." melden, in dem von Mannheim kommenden D-Zug wieder ein frecher Taschendiebstahl verübt. Einem Reisenden wurde seine Brieftasche mit 300 Mk. entwendet. Der Diebstahl wurde noch am selben Abend telegraphisch der Bahnpolizei gemeldet. Da aber jeder Anhaltspunkt über den Dieb fehlte, so war es gar nicht möglich, auch nur die geringste Nachforschung zu halten. Es hätten sonst sämtliches Reisende visitiert werden müssen. * Hanau, 9. September. Reiche Vermächtnisse. Wir haben in unserer letzten Nummer bereits verzeichnet, daß der Stadt Hanau zu Schulzwecken von der verstorbenen Frau Auguste Jung, Witwe des schon vor längerer Zeit verschiedenen Fabrikanten Pedro Jung, der Betrag von 225000 Mk. letztwillig vermacht worden ist. Ergänzend ist nach dem „Hanauer Anzeiger" nachzutragen, daß hiervon jeder der sechs städtischen Schulen (Oberrealschule, höhere Mädchenschule, beide Mittelschulen und beide Volksschulen) 25000 Mk. zufallen. An den erstgenannten vier Schulen, Lie Schulgeld erheben, sind die Legate für Freistellen benimmt, an den schulgeldfreien Volksschulen jedoch für Prämien, die an Knaben und Mädchen für gutes Betragen in und außerhalb der Schule sowie für Fleiß alljährlich verteilt werden sollen. Ein Legat von weiteren 25000 Mk. ist bestimmt zur Unterstützung solcher Eltern, die ihre Kinder höhere Schulen als die Volksschulen besuchen lassen, denen jedoch ihre Verhältnisse nicht gestatten, die begonnene Ausbildung der Kinder weiter fortzusetzen. Die städtische gewerbliche Fortbildungsschule erhielt gleichfalls 25000 Mk., bestimmt zur weiteren Fortbildung nicht hinlänglich bemittelter talentierter Schü;er. Der jetzt bereits vorhandenen Kleinkinderschule fielen 10000 Mk. und der noch zu errichtenden zweiten Kleinkinderschule 5000 Mk., dem Kinder- hospitalfonds 10000 Mk. zu. Hiermit ist der genannte Betrag von 225000 Mk. erschöpft, nicht aber die Zahl der Legate. Das Königl. Gymnasium erhielt 20000 Mk., die König!. Zeichenakademie 25000 Mk., in beiden Fällen bestimmt zu Freistellen für würdige Schüler. Ferner fielen dem Vaterländischen Frauenverein 10000 Mk., der Diakonissenanstalt ebenfalls 10000 Mk., dem Kinderhort 5000 Mk., dem Geschichtsverein 10000 Mk., dem vereinigten evangel. Waisenhaus 500 Mk. und verschiedenen anderen Instituten rc. noch kleinere Legate zu. — Zum Schluß ist noch zu bemerken, daß, wie wir vernehmen, später auch das von der verstorbenen Wohlthäterin bewohnte Haus und der daranstoßende große Park an die Stadt Hanau übergehen werden. Das Haus soll jedoch dann nur Kunst und Wissenschaft fördernden Zwecken, wie z. B. der Unterbringung einer Sammlung, dienen. Kassel, 9. September. Der Kongreß deutscher Touristenvereine wurde heute nachmittag unter Vorsitz des Amtsgerichtsrats Müller-Arnsberg eröffnet. 21 deutsche Gebirgs- und TouristewVereine, soviel wie noch niemals zuvor, sind vertreten. Namens des Magistrates begrüßte der Landesbrandkassen-Direktor Dr. Knorz die Versammlung. Der Verband zählt jetzt über 102,000 Mitglieder. — Der Kongreß beschloß, ein Huldigungstelegramm an den Kaiser abzusenden. Zum nächstjährigen Kongreßort wurde Hagen gewählt. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „ßerolbh Berlin, 11. September. In den letzten Tagen wurden die Mannschaften der Marine, welche sich auf Urlaub befinden, telegraphisch vom Marine- Kommando zurRückkehr nachKiel aufgefordert. Man ist geneigt, diese Maßregel darauf zurückzuführen, daß man in leitenden Kreisen den nahen Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen Transvaal und England befürchtet. Wien, 11. September. Wie von unterrichteter Seite verlautet, hat der Präsident des Abgeordnetenhauses die Mission übernommen, eine Verständigung zwischen den politischen Parteien herbeizuführen. Paris, 11. September. Vor der Festung Guorins ist alles ruhig. Die Zahl der Neugierigen in der Rue Chabrol nimmt ab. Oporto, 11. September. Vorgestern ist ein Pest fall mit tätlichem Ausgange festgestellt worden. Gestern ist kein weiterer Fall vorgekommen. Gibraltar, 11. September. Das amerikanische Flaggschiff „Olympia" mit Admiral Dewey an Bord ist nach New-Aork abgegangen. Dreyfus. Berlin, 11. September. Das „Kleine Journal" schreibt: Der Spruch der Offiziere bedeutet für uns nicht mehr nur die Vernichtung der Ehre eines Unschuldigen, er ist eine freche Beschimpfung unseres kafferlichen Herrn. Auf einem großen Werke der Kultur wollten wir uns im Jahre 1900 an der Seine mit unseren ehemaligen Feinden in brüderlichem Wettstreit vereinigen. Das kann und darf nicht mehr geschehen. Bevor die Regierung diesen Beschluß faßt, möge im ganzen deutschen Reiche jeder Industrielle, jeder Gewerbtreibende erklären, wir gehen im nächsten Jahre nicht nach Paris!! Paris, 11. September. Eine neue Degradierung Dreyfus' scheint ausgeschlossen. Zur Verhandlung vor dem Revisionsrate kommt der Verurteilte nicht nach Paris. Paris, 11. September. Aus der Sprache des „Petit Parisien", des Organs des Ackerbauministers, wird vielfach geschlossen, daß die Regierung jeder Einmengung in die Affaire Dreyfus abgeneigt ist. Paris, 11. September. In republikanischen Kreisen ist man überzeugt, daß ein Staatsstreich an dem Tage erfolgt, an welchem Hand an Mercier gelegt wird. Die Solidarität der in der Dreyfus-Affaire kompomittierten Offiziere ist vollständig vorhanden und die Offiziere werden sich gemeinschaftlich mit den Nationalisten an die Spitze eines Putsch-Versuches stellen. Paris, 11. September. Die Sozialisten sind entschlossen, auf keinen Fall eine nochmalige Degradation Dreyfus' vor sich gehen zu lassen, da diese Degradation den Verlust der durch die Revolution eroberten Menschenrechte bedeute. Paris, 11. September. Dr. Pozzi, welcher Dreyfus untersuchte, erklärte, Dreyfus fei auf jeden Fall physisch hin. Er habe nur eins, höchstens zwei Jahre noch zu leben. Er fei unheilbar schwindsüchtig. Demange und Labori umarmten sich beim Verlassen des Sitzungs-Saales weinend. Sie verließen auf polizeiliches Ersuchen Rennes um Mitternacht. Sie geben den Kampf nicht verloren. Paris, 11. September. Mornard, der Advokat der Frau Dreyfus vor dem Kassationshofe, äußerte über die Strafe, die Dreyfus dort abzubüßen hat, die fünf Jahre Teufels-Insel zählen bei Berechnung der neuen Strafe ganz gewiß, aber nicht doppelt. Dies gilt nach dem Gesetz von 1875 nur für Gefängnis-Einzel- Ijaft, nicht aber für die Internierung (Detention). Dreyfus, der bisher Detemiertcr war, hat somit noch fünf Jahre abzubüßen. Mornard schloß: Ich glaube, Dreyfus wird nicht neuerdings degradiert werden. Seine Richter haben, wie ich vor der Abreise hörte, ein auf die Degradierung bezügliches Gnadengesuch unterzeichnet. Paris, 11. September. Als Jnternierungsort werden neben Corte noch die Festungs-Gefängnisse Belle Jsle en mer und Doullens genannt. Als Internierter darf Dreyfus täglich den Besuch feiner Frau, Kinder und Brüder empfangen. Rennes, 11. September. Dreyfus hat gestern morgen sein Revisionsgesuch unterzeichnet. Das Gesuch geht an den militärischen Conseil der Revision in Paris. Man sieht voraus, daß es verworfen werden wird. Dreyfus bewahrt andauernd eine außerordentliche Ruhe. Seine Familie, seine Freunde sind aufgeregter als er. Er tröstet feine Frau und feinen Bruder. Es ist noch unbekannt, wann er Rennes verlassen wird. Es zirkuliert eine Adresse an Dreyfus, die James und Professor Basch in Umlauf gefetzt haben. Budapest, 11. September. Wie verlautet, will die Opposition im Abgeordnetenhaufe darüber interpellieren, ob es richtig sei, daß Leutnant von Cernnschi vom österreichischen Militär - Attache Schneider in Paris als Spion verwendet wurde, da Cernuschi gleichzeitig der französischen Regierung Spionagedienste geleistet hat, und ob Cernuschi es war, der das Konzept des Briefes von Obersten Schneider mit einem falschen Datum versehen hat, und warum Cernuschi nicht bereits aus der Liste der österreichischen Armee gestrichen fei. Brüssel, 11. September. Petit bleu hat in seinem Expeditions-Lokal eine Adresse aufgelegt, für welche er Unterschriften sammelt und worin der Familie Dreyfus die Sympathieen der Unterzeichner und die Ueberzeugung von der Unschuld Dreyfus ausgedrückt wird. London, 11. September, „Pall Mall Gazette" ist überzeugt, daß der französische Handel von der Welt boykottiert werden wird, und daß die französische Ausstellung nicht stattfinden werde. Trausvaalkrisis. London, 11. September. Der Oranje-Freistaat hat alle verfügbaren Polizeimannschaften an die Basuto- Grenze gesandt. Die Buren exerzieren eifrig im Heidelberger Distrikt und sind sehr kriegerisch gestimmt. Nichtsdestoweniger ist eine gewisse Unruhe bemerkbar und es wird dringend Grenzverstärkung verlangt, da andauernd mit einem plötzlichen Einfalle der Engländer gerechnet wird. London, 11. September. Die Blätter veröffentlichen eine Erklärung, welche Präsident Krüger in Prätoria abgegeben hat. Krüger sagt darin, die Transvaal- Regierung könne unmöglich den Engländern dieselben Rechte wie den Eingeborenen gewähren. Kein besonnener Engländer werde solches verlangen, und der Politik Chamberlain zustimmen. Krüger erinnert an die Sympathie Gladstones gegenüber dem Transvaal-Staate und schließt mit den Worten: Die Buren fordern die Wahrung ihrer Freiheit, d. h. ihres Lebens. Prätoria, 11. September. In einem Interview mit einem Journalisten erklärte der hiesige General-Prokurator, ein Krieg mit England erscheine ihm unvermeidlich, aber er fei überzeugt, daß die Mehrzahl der Einwohner des Oranje-Freistaates und der Republik von Natal sich den Buren anschließen werden. London, 11. September. Die Versammlung der vereinigten Arbeiter-Verbände Englands, welche gestern statt- fiuden sollte und in der zu Guusten einer friedlichen Politik Transvaal gegenüber manifestiert werden sollte, wurde auf den nächsten Sonntag verschoben. — In den Kirchen wurde gesteru ein Hirtenbrief des Bischofs von Herexford verlesen, worin die Ungerechtigkeit der agressiven Politik gegen Transvaal in heftigen Worten verdammt wird. Der Attentatsprozeff in Belgrad. Belgrad, 11. September. Der Präsident des Standgerichtes verständigte die Zeitungs-Berichterstatter, daß, falls sie nicht objektive Berichte brächten, er ihnen den Eintritt in den Gerichtssaal verbieten werde. Verkehr, Zand un- Volkswirtschaft. SikLubS«-, 9 Sept. Fruchtpreise. Weizen X 15,42—15,50, Äorn X 13,50-14,00, Gerüe X 14,36-14 59, Hafer X 12,58-13,00, Erbsen X 00,00-00,00, Linsm X 00,00—03,00, Wick?». X 00,00, Lein X 00,00, »«ktoffem X 6,00-0,10, Samen X 19 00—19,50. ^Myrrholin-Seife unübertroffen zur 'föaut- und Schönheitspflege. (3ls beste T^inderseife ärztlich empfohlen, fäleberall, auch in den (Apotheken, erhältlich. Danksagung Th. Schwieder und Frau, Elisabeth, geb. Körber Giessen, den 11. September 1899. 6605 Weideugasse 7. 6663 beziehen. 6600 6585 bei Hungen in Oberhessen. F Breidenbend, Speyer (Rheinpfalz). 6580 Frisch eingetroffen: Gesellschaft gesucht. 6583 Offerten unter J. W. 6904 an Rudolf Moffe, Berlin S.W. empfehlen 6591 87. Darmft. Bk.-Setien 23' 80 FebacNoe• 8L Vvrkhirtzt. -MsteiWWM upPEN (Mene Stellen VerWeMs 101.00 100.80 101.50 98.95 6368 & 10 Pfg- für 7, Liter vorzüglicher Suppe. C. €1. Kleinhenn, Aahnhofstrahe. 3 87. 4 4 3 3 Gießen. 9. September 1899. Großh. Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion 1. yrocnt! 87. Deutsche ReichSanl. Brüder Schmidt, Seltersweg 88. Rdflltion, WRnietnngen Fried. Rosse, Aniv.-Tanz- und Kechtlehrer. bett. Maßregeln Unter Äezugn Maß -es Reichsk wir hiermit auf 12. Juni 1874, bü Kreise und Provin. 4 Wochen an, daß kommende Peftsa lrankung sosor heüsamt Gietz^ behorde bei Me zur Anzeige zu Zur bckeriv Untersuchungsstelll ffitut der Landest Gießen, den Großl Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust unserer lieben, unvergesslichen Grossmutter Vlaitkarten, Verlobungskarten, Vermählungsanzeigen, Gratulationskarten, Einladungskarten, Trauerbriefe, Danksagungskarten, üochzeitszeitungen etc. liefert rasch und billig in jeder Ausführung die Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch Erben), Schulstrasse 7. Bauernbrod (Kornbrod) 4 Pfund 42 Pfennig bei 6598 Bäcker Klingelhöffer. Hotel. 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Angebotsformulare sind gegen porto- und gebührenfreie Einsendung von 0,50 Mk. (nicht in Briefmarken) von unterzeichneter Betriebs-Inspektion zu W»»1“ * Der Reich ffleifaaitit ih I. 7 61 Nachdem bie ss NW in U^c GuroipaS vvitzeM selbst und Mr zu ist die amtliche i Zarewo des rujfv dmische, den Ve ausgebrochen sei. Gefahr der Einsch gerückt. In Ant welches die Pest Achtung nicht zu, Pest stch auch in SBennglei^ # J°hrr 1897 wn Indien ent sammelt Ijat, V u» Reiche aus! IS «immer öujamntewirlen« ™b iasbcs-nder- StB" Nän= jJJ» - NifäOe, ‘V«1 auch fyr / °ei b£n( N sie Dam, onff er nicht ÄÄ' plötzlich 2 liegen sWä 6584] Antritt sofort. Resp. la. Hamburger Haus zahlt sol. Herren 120 Mark pro Monat und hoheProvision für Zigarrenverkauf an Wirte, Private usw. Offerten unter J. 8733 an G. L. Daube & Co», Hamburg. Kursbericht wit -$• Km. /. & C«.5 Gießen, gahnhoMraße 63. Frauklurter Börse vom 9. September 1899. -G Patent - Schuhbfirst en - Fabrik für Deutschland. - Berlin S. II. 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