Nr. 611 Erstes Blatt. Sonntag den 12. März 1899 Verdin. ze-Extraetes e senden MMt wird, ist juNül raße 55. 11. M M KM Saalbau. i % W. Irr H1"6' ittagS 4 W: euer chiöikj-Mrt iiernnst i 1899. i», uew**' rÄia* 3ene »ton 1,40 m, n steten i«2°Ä Gießener Anzeiger General-Anzeiger N«,»gsprels vierlrljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringtdo^n. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. InnaNme »en Nnzeigen zu der nachmittag« für de« '»lgcnden La, erfcheinrnde« Rümmer bi« vorm. 10 Uhr. Alle Auzeigen.BermNtlungSstellea de« In- und Ausland«« nehmen Anzeigen für den GieHenrr Anzeiger entgegce. Orscheinl ttgNch eit Ausnahme de« Montag«. Dir Siegener N>e«itie»ßtLtter exrbai dem Anzeiger »SchenNich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblntt füv den Tkveis Gietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: A4»kftratze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, KliMer für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger chieße». Fernsprecher Rr. 61. AmtlicherIell. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 ßber die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Nebrrrar 1899 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Hafer Mk. 16,90, Heu Mk. 6,30, Stroh Mk. 4,70. Gießen, den 6. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Nachdem unter dem Rindvieh und den Schafen zu Laubach, Kreis Schotten, die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, iji über tic stuchten Gehöfte und über die Gemarkung Laubach die Sperre angeordnet worden. . Gießen, den 10. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Zwicker, 2 Laschenmesser, 1 Muff, 1 Regenschirm, 1 Halstuch, 1 Paar Strümpfe, 1 Sack mit Waschklammern, 1 Schulbuch, 1 Wagen- kctte und 1 Laterna magica. Gießen, den 11. März 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ____________' Muhl. Politische Wochenschau. Als die Ernennung des Prinzen Heinrich zum Chef ieS ostasiatischen Geschwaders bekannt wurde, da galt es -in manchen Kreisen für sicher, daß der Admiral von Dietrichs in Ungnade gefallen sei, weil er vor Manila lic Regeln des internationalen Codex verletzt habe. Dem wird nunmehr offiziell widersprochen. Eine weitere offizielle Kundgebung teilt mit, daß über die Vorgänge auf Samoa demnächst ein amtlicher Bericht gegeben werden solle. Das ist auch die höchste Zeit, da eigentlich niemand wußte, doran er war: ob wirklich der deutsche Konsul gefehlt ober szb England und Nordamerika einen Vergewaltigungsakt iegangen haben. — Die Regierung soll mit dem Resultat i jec Beratung der Militärvorlage nicht zufrieden sein; aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Zentrum aber noch mit fh reden lassen und die Regierung befriedigen. Im Aus lande war es im Laufe der letzten Woche jumlich still. Die englische Regierung hat dem Parlamente fkanntlich einen umfangreichen Flottenvermehrungsplan «orgelegt, den Herr Goschen in längerer Rede begründete. Interessant ist die Bemerkung, daß, falls der Abrüstungs- ■jlm des Zaren Gestalt gewinne, England bereit sei, auf Flottenvermehrung ganz oder teilweise zu verzichten, es dazu freilich jemals kommen wird, erscheint sehr siiglich. Die Beziehungen Italiens zu China haben sich noch «iht geklärt, wenigstens ist bis zu dem Augenblick, in sichern wir dieses schreiben, die Zustimmung des Tsung-li- JJjttten zur Besetzung eines Teils der chinesischen Gebiete ckirch Italien nicht erfolgt. Wir haben darüber vor einigen ligen ausführlich geschrieben, so daß wir uns jetzt weiteres -aiparen können. Was sollen wir von Frankreich mitteilen? Allem Inschein nach herrscht dort völlige politische Windstille. Ibrr unsere Meinung bleibt nach wie vor, daß die Leiden- $a|ften nur schlummern. Die Erkrankung des Papstes ist zum Stillstand ge- -fommen, womit freilich nicht gesagt sein soll, daß alle chesaihr vorüber ist. Bei dem Alter des hohen Patienten ist vielmehr einiger Pessimismus nicht unberechtigt. Noch eine Erkrankung einer fürstlichen Person hat im £au‘fe dieser Tage von sich reden gemacht: diejenige der SoKttgin von Belgien. Allen Befürchtungen zum Iro-'j ist deren Befinden ein besseres geworden, und man darf chsfi'rn, daß die Königin ihrem Lande erhalten bleibt. (xx) Deutscher Reichstag. 53. Sitzung vom 10. März. 1 Uhr. Am Bundesratstische: Kolonialdirektor v. Buchka. Tagesordnung: Kolonialetat. Etat fürDentsch- Ost-Afrika. Abg. Bebel (Soz.) erwähnt zunächst die Peters'sche Broschüre, um eine Angabe derselben — daß er selbst bei seinen Angriffen auf Peters mit Eugen Wolff, unter einer Decke gesteckt habe — als völlig unwahr zu bezeichnen. Weiter kommt Redner auf die Baumaun'schen Veröffentlichungen, die „Galgenskizzen" aus Ostafrika zu sprechen. Kolonialdirektor v. Buchka erklärt bezüglich der Broschüre Peters', die Postverwaltung habe wegen der unqualifizierbaren Beschuldigungen Peters Strafantrag gegen denselben gestellt. Er selbst habe es für unnötig gehalten, ebenfalls Strafantrag zu stellen, denn die Angriffe Peters fielen in sich zusammen. Die Pacifikation in Ostafrika fei im großen und ganzen durchgeführt, daß ab und zu kleine lokale Empörungen stattfänden, sei nur natürlich. Diese verminderten sich aber immer mehr. Ab^. Lieber (Centr.) schließt sich dem Urteile b. Buchkas und Bebels über Peters Broschüre an. Peters fei jetzt wohl im Reichstage endlich abgethan. Zu wünschen sei die endliche Regelung der Affaire Denhardt-Wüu, Entschädigung der Familie Denhardt, welche durch die Aufgabe von Witu seitens des Reichs schwer geschädigt sei. Direktor v. Buchka erwidert, das Reich habe keinerlei rechtliche Verpflichtungen gegen Denhardt. Er werde aber die Zahlung einer Entschädigung befürworten. Abg. v. K a r d o r f f (Rp.) bedauert die moralischen Verfehlungen des Herrn Peters; aber die ihm gewordene Strafe sei doch sehr hart, angesichts seiner großen Verdienste. Abg. Graf O r i o l a (natl.) kündigt eine Resolution zugunsten Denhardts an. Abg. Arendt (Rp.) meint, Peters sei milde zu beurteilen, denn er habe schweres Unrecht erfahren. Die Dis- ziplinaruntersuchung gegen ihn sei nur die Folge einer Mystifikation des Reichstages und der Regierung seitens des Abg. Bebel gewesen. Der angebliche Brief Tuckers sei eine schwere Verleumdung gewesen. Herr Bebel müsse Aufklärung geben, woher er die Mitteilung hatte über den Tuckerbrief. (Ruf Bebels: Nein!) Abg. Bebel (Soz.) bleibt dabei, seine Quelle nicht zu nennen. Die Debatte wird geschlossen. Beim Titel Schwimmdock in Dar es Salaam bittet Abg. Freese (frs. Vg.), das Dock in solcher Breite anzulegen, daß zwei große Schiffe nebeneinander gleichzeitig in Dock gehen können. . Corvettenkapitän Faber hält dies nicht für zweckmäßig. Der Titel wird bewilligt. Für eine Bahn Tanga—Muhesakorogwe (Usambara- bahn) sind 2 Millionen gefordert; die Kommission hat nur l8/4 Millionen bewilligt. Ein Antrag Graf Stolberg (kons.) will die Vorlage, also 2 Millionen, wiederherstellen. Abg. Graf Stolberg (kons.) bittet um Annahme seines Antrages. Abg. Freese (frs. Vg.) behauptet, die Bahn sei von Anfang an von der ostafrikanischen Gesellschaft ganz irrationell gebaut worden. Auch hätten sich die Erwartungen bezüglich der Rentabilität weder jetzt erfüllt, noch würden sie das in Zukunft. Er bitte, es bei dem Beschlüsse der Kommission zu belasten. Direktor v. Buchka bittet um Annahme des Antrages Stolberg. Abg. Graf Arnim (Rp.) tritt für den Antrag Stolberg ein und weist auf die hervorragende Qualität des Usambarakaffees hin. Abg. Richter (frs. Vp.) meint, bis jetzt hätten uns die Kolonien nur Kosten gemacht und die Aussichten auf wirtschaftliche Vorteile hätten sich mehr und mehr verringert. Es gehe doch nicht an, daß, wenn dies Unternehmen einer so reichen Gesellschaft, wie es die afrikanische sei, sich als verfehlt herausstelle, dann das Reich eintrete. Redner geht bann auf die Überproduktion in Kaffee ein. Direktor v. Buchka empfiehlt Erhaltung der Bahn, die für die Entwickelung unserer Kolonien von großem Werte fei. Abg. Hasse (nl.) empfiehlt den Antrag Stolberg. Abg. Lieber (Centr.) ist bereit, die ganze Summe, 2 Millionen, zu bewilligen. Es fei nur die mangelnde Aufklärung über die Sachlage gewesen, welche das Centrum in der Kommission veranlaßt habe, den Abstrich zu beschließen. Abg. v. Kardorff (Rp.) kann das ziffernmäßige Vorrechnen betreffs der Kosten unserer Kolonien nicht gutheißen. Schatzsekretär Thielmaun entgegnet, er sei verpflichtet zu genauer Rechnungslegung gegenüber dem Reichstag und den verbündeten Regierungen. Der Titel Ostafrika wird genehmigt. Beim Titel Kamerun bemängelt Abg. Lehr (nl.) die zu seltene Einberufung des Kolonialrats. Direktor v. Buchka meint, alle Augenblicke könne man den Kolonialrat nicht einberufen; das würde zu kostspielig fein. — Abg. Müller-Sagau (frs. Vp.) giebt feinem Bedauern darüber Ausdruck, daß die Kultur des Gummibaumes in Kamerun nicht gelungen fei. Der Rest des Etats für Kamerun wird genehmigt. Morgen 1 Uhr Fortfetzung. ____________________Schluß 6i/4 Uhr.____________________ Ausland. Wien, 10. März. Selten hat in Oesterreich ein Stück echt polnischer Verderbnis ein so großes Aufsehen erregt, wie der Krach der mit Dutzenden von Millionen arbeiienben großen Galizischen Sparkasse in Lemberg, die infolge leichtfertigen Wirtschaftens einen Verlust von 41/, Millionen ®muui ausguweisen hui. Die Mißstände bei dieser Geldanstalt sind in der That grauenhaft. Abgesehen davon, daß der größte Teil der Rücklagen verloren ist, wäre der jämmerliche Zusammenbruch der ganzen Anstalt unvermeidlich gewesen, wenn nicht in zwölfter Stunde das Land mit hilfreicher Hand eingriffe. Der galizische Landtag hat die Gewährung einer Landbürgschaft zur „Gesundung" der Sparkasse beschlossen, da im Falle eines Zusammenbruches viele Tausende von kleinen Leuten um ihre Spareinlagen gekommen wären. Die greulichen Mißstände bei der Galizischen Sparkasse werfen wieder einmal ein grelles Licht auf die sattsam bekannte polnische Wirtschaft. Der verhaftete Direktor Zima ist sicherlich nicht der einzige Schuldige, das wird schon die gerichtliche Untersuchung an den Tag bringen. Der ehemalige Reichsratsabgeordnete Szcze- panowski, dieses große finanzielle Genie, erfreute sich der hohen Gunst des ehemaligen Statthalters Kasimir Badeni, vor dessen Fürsprache sogar der Einspruch des landesfürstlichen Kommissars der Sparkasse verstummen mußte. Wie sagte doch seinerzeit Graf Badeni in Graz? „Die Deutschen wissen bis auf den letzten Kreuzer sparsam zu wirtschaften, bei uns in Polen verschwindet aber das Geld zwischen den Fingern, man weiß nicht wie." — Das war aufrichtig gesprochen. Die Polen haben nun ihr Panama. Zuerst kam das Vorspiel der lieben tschechischen Brüder im Herbste vorigen Jahres mit dem Krach einiger Vorschußkaffen; nun sind die Polen würdig nachgefolgt. Ob die Polen aus dem Zusammenbruche der Galizischen Sparkasse einige gute Lehren für die Zukunft behalten werden? Schwerlich. Tägl. Rundschau. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 11. März 1899. *• Von der Universität. Die Veränderungen im Lehrkörper unserer Hochschule faßt die „Frankf. Ztg." nochmals wie folgt zusammen: Der ordentliche Professor der Pharmakologie K. Gaethgens trat mit Ende des letzten Sommersemesters in den Ruhestand. An seine Stelle ist der bisherige außerord. Professor I. Geppert in Bonn berufen, der seine Vorlesungen im nächsten Semester beginnen wird. Die Verhandlungen wegen der Neubesetzung der ordentlichen Professur für Physik, die durch die Ueber- fiedelung Professor V. Wiener'S nach Leipzig frei wird, sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Zu außerordentlichen Professoren wurden ernannt die bisherigen Privatdozenteu H. Walther (für Gynäkologie), G. Sticker (für innere Medizin) und R. Haußer (für Mathematik). Die Vsnia legendi haben sich bei der philosophischen Fakultät erworben Dr. Kinkel und Dr. Messer für Philosophie und Pädagogik, Dr. Helm für Germanistik. •• Aus dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 6. März l. Js. ist der seitherige Rechtsanwalt Martin Emmerling in Darmstadt zum Regierungsaffeffor ernannt worden. ** Ein Frühlingsbote in Gestalt eines lustig krabbelnden Maikäfers wurde uns gestern eingeliefert. Dm 9. Mr), nmd Raroltnt Schell« M Glehen. ** Stadttheater. Sonntag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr, findet eine eigens arrangierte Schüler- und Den 5. My. i i Ibolf Wllftltn Xobttt, Dm 5. Mq. Dt Mtrmi KWethe hmrii Dm I). Mz. T 1 k»hn, Emst Gustav Fe * Mannheim, 9. März. Am Dienstag abend kam in die Wirtschaft „Zum Rosengarten" in der Schwetzigcrstraße in Neckarau der Fabrikarbeiter Friedrich Hacker, eine frischblutende, menschliche Ohrmuschel tu der Hand. Grad hab ich einem das Ohr abschneiden müssen", und zeigte die schauderhafte Trophäe unter den Gästen herum. Er hatte im Streit mit dem Fabrikarbeiter Matt diesem kurzerhand das rechte Ohr abgeschnitlen. Hacker wurde verhaftet, Matt ins Krankenhaus verbracht, wo ihm das Ohr wieder angenäht wurde. . r • Tölz,6.März. Eine gräßliche Mordthat wurde gestern abend aus dem Wege van Tölz nach Oberbuchen verübt. Man sand heute morgen das zwanzigiährige Mädchen Maria Schweighofer von Heilbrunn, int Dienste bei Bacher, Bauer in den Linden, abseits von der Buchenerftraße, ungefähr eine Stunde von hier entfernt, tot liegen mt Stichen in Kopf und Hals und ausgesuchtem Bauche, sodch di- Gedärme h-raushing-n. Der leere Geldbeutel lag daneben. Das Mädchen, das gestern abend 6 Uhr sich van Tölz nachhause begab, hatte kein Geld bet sich. Es herrscht hier große Aufregung über die ruchlose Thal. * Wie die Präsidenten der Republik präfidiereu. Louoet, der neue Präsident der Republik, hat kürzlich zum erstenmal« im Elysee, in dem Salon der Souveräne, wo oft naa stürmischer Beratung schon mancher Beschluß gefaßt, wordev ist, den Vorsitz im Ministerrat geführt. Es ist nicht uw interessant, zu wissen, wie die verschiedenen Präsidenten dei Republik sich bei dieser Gelegenheit verhalten haben. Den Präsidenten Car not z. B. wurde es stets zu warm m Zimmer und er öffnete oft das Fenster, Herr de Freycinä dagegen war stets frostiger Natur. Deßhalb hielt es ch' I nicht lange auf dem protokollmäßigen Platze und er ruckle I seinen Stuhl in die Nähe des Kamins. Felix Faure tau I stets nach einem Spazierritt im Bois de Boulogne in dea I Ministerrat, aber niemals ohne sich vorher des Reitkostun» entledigt zu haben. Er drückte sämtlichen Ministern W I Hand, brachte eine launige Stimmung mit, und folgte dann aufmerksam ihrer Beratung, indem er mitunter Fragen ® sie richtete, aber niemals aus seiner konstitutionellen Roiu durch allen offene Meinungsäußerung heraustrat. Cäsium 1 Perier beobachtete eine große Reserve und die Ruhe eine* Schiedsrichters. Er sprach langsam, gütig, aber: mit. M- tonung. Grevy präsidierte hingegossen in seinen WW „i la papa". Er beschränkte sich darauf, nachdem bi Minister gesprochen hatten, die Lage kurz zu rekapituliere und diejenigen, die nicht seiner Meinung waren, nachmittags zu einer Unterredung ins Elyse zu berufen. Marschall s Mahon genierte sich am wenigsten, seine Meinung zu sage». Den Ministern, die anders dachten als er, sah er W ins Gesicht und schlug auch manchmal nut der Faust den Tisch, wenn sie nicht nachgeben wollten, gewann ovo stets schnell seine Fassung wieder. Unter Thiers fand sV jeden Tag Ministerrat statt. Er trank während der SitzM regelmäßig eine Tasse Kaffee, die er m der einen H "1 I hielt. Mit der anderen deutete er an, daß er das Li I ergreifen wolle. Wenn die Sache ernst zu werden bW Vermischtes. i. März. Die Kaligewerkschaft „Bur- ............» Gewerken, daß im östlichen Querschlage der 360 Metersohle ihres Schachtes unter dem Salzthon ein 6y2 Meter mächtiges Hartsalzlager angefahren Aus der Zeit für die Zeit. Bor 75 Jahren, am 12. März 1824, wurde zu Königsberg Gustav Robert Kirchhoff geboren, der sich einen unvergänglichen Namen durch seine im Verein mit Bucher gemachte Entdeckung der Spektralanalyse erwarb, wodurch die Möglichkeit geschaffen wurde, über Stoffe, welche Nicht nur die Sonne, sondern die entferntesten Fixsterne und Nebelflecke zusammensetzen, aus den Eigenschaften des Lichts, welches sie aussenden, Aufschluß zu erhalten. Kirchhoff starb am 17. Oktober 1887 als Professor in Berlm. Vor 18 Jahren, am 13. März 1881, erlag Kaiser Alexander II. von Rußland dem schweren Verhängnis, dem er mehrmals durch glückliche Fügung entgangen war. Bei einer Fahrt nach dem Winterpalais in Petersburg wurde ein Sprenggeschoß gegen seinen Wagen geschleudert, welches den unglücklichen Monarchen dermaßen zerschmetterte, daß er eine Stunde später seinen Geist aufgab. Russakow und die anderen Urheber der nihilistischen Schreckenstat den Strang. _____ ^amilien-Borstellung statt, der am Donnerstag eine Abendvorstellung folgen wirb. Heber gedachtes Gastspiel am Züricher Stadttheater schreibt der „Züricher ^ges-Anzeiger iq Rniil 1898. Die Projektionsbilder des Herrn Joachim-Bellachini bieten des Interessanten $ viel und auf so anschauliche Weise, daß sie g-nz wähl Anspruch aus ausverkaufte Hauser erheben dürfen, Sue Reis- Aitjof Nansens nach dem Nordpol kann nicht leid) anschaulicher und instruktiver dem Verständnis ™tgeted werben, als es hier geschieht. Madame Joachim-Bellachini begleitet die Bilder mit einem sehr sorgfältig ausgearbel eten Bortrags-Resumö aus dem Werke Nansens, über dessen letzte Expedition. Die Bilder selbst sind farbig, zum Teil lebendig, man sieht zum Beispiel die ungeheuren Eisschollen im Wasser daher treiben und die Fram bedrohen, die sich aber dank der eigenen Bauart dieses Schiffes damit begnügen muffen es nur in schräge Stellung zu bringen. Eines der Bilder versetzt den Beschauer aus Franz Josefs-Land, em anderes zeigt das Leben auf dem Verdeck der „Fram", wieder eines eine verwegene Walfischjagd, viele der Bilder versetzen m die unwirtlichen, von Eis bedrohten Gewaffer des Nordens, vergegenwärtigen die gefährlichen Lagen der -nger-n B°. gleitung Nansens, z.B. die Bedrohung durch °"°n S-waltig n Eisbären, dann wieder sehen w,r eine nordlandisch gemütliche Weihnachtsfeier in der Kajüte der „Fram" im hohen Norden. Es gewährt einen eigentümlich anziehenden Eindruck, die kühnen nordfahrenden Matrosen gemütlich am weißgedeckten Tische bei behaglichem Schmause zu sehen und ru denken, wie weit, weit, sie von der nördlichsten Menschenniederlassung sich besinden. Auch die zweite, unser Sonnensystem veranschaulichende Bilderserie bot des Interessanten sehr viel. Man konnte da die genauen Großenverhaltnisse und Ellipsenlinien des Laufes unserer Planeten kennen lernen, konnte die Oberfläche des Mondes und des Mars sehen, die Ursachen des Mondwechsels, der Sonnen- und Mondsinsternisse durch Anschauung kennen lernen. Die dritte Serie bestand aus Wiedergaben berühmter Gemälde, die Szenen aus dem Leben Jesu Christi darstellen. Die Farbenpracht dieser Bilder erinnert zu den hervorragendsten Glas- aemälde. Eine weitere Serie führt nach Indien in die wunderbaren Bauwerke von Delhi, an die Ufer des Ganges, auf die Elephantenjagd, auf den indischen Leichenverbrennungsplatz, in Tempel und Mausoleen, an die Festlichketten der Proklamation der Königin Viktorias, von England zur Kaiserin von Indien u. s. w. Einige sehr drollige Spaßbilder, derei Figuren sich unter fröhlichem Lachen der anwesenden Kmde- bewegten, schlossen die Vorstellung, nachdem noch mehrer NaturpbäN2men zur Darstellung gebracht waren, z.-^ Fiu rrnd Ebbe, ein Ausbruch des Vesuv während der Nacht, em Sturm auf einem schweizerischen Bergsee rc. Alle die Buder, farbenprächtig, geschmackvoll und sehr korrekt arrangiert verdienten die unbedingteste Aufmerksamkeit und ernteten auch durchweg warmen Beifall. Man säume also nicht mit einem baldigen Besuch dieser eigenartigen Vorstellungen im ** Gießener Lesehalle Vereiu. Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins fand am 28. v. M. in der Lesehalle statt. Der vom Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Frank, erstattete Geschäftsbericht zeigte einerseits, was mit verhältnismäßig geringen Mitteln erreicht wurde, und andererseits, wie viel noch zu thun bleibt. Aus dem Bericht heben wir besonders folgendes hervor. Die Lesehalle wurde eröffnet am 21. Juli 1898. Daß dies in einem so behaglichen Heim geschehen konnte, ist das mit großem Dank anzuerkennende Verdienst der Stadtverwaltung, die nicht nur die Räume, sondern auch die Kosten für die Heizung und Beleuchtung sowie die hierzu nötigen Einrichtungen m frei- qebiqer Weise bewilligte. Die etwa 1700 Bände, die; Die Bibliothek bei der Eröffnung zählte, waren durch Schenkungen zusammengekommen, die beiläufig 50 aufliegenden Zeitungen und Zeitschriften werden teils unentgeltlich, teils zu ermäßigten Preisen, teils ohne Preisermäßigung geliefert. Freiexemplare und Preisermäßigungen sind jedoch nur aus kurze Zeit gewährt worden. Von ganz besonders wertvollen Bücherschenkungen sind diejenigen der Herren Prof-'0r- Noack, Gymnasiallehrer Hüter, Geh. Oberschulrat Schiller, D^ Stammler, Prof. Dr. Strahl in Gneßen und Fehsenftw und der Frau Blacker in Freiburg t. B. zu nennen. Diesen schließen sich an die Herren Direktor Bansa, Direktor Blase, Oberbürgermeister Gnauth, Prof. Dr. Groos, Proft Dr. Hansen, Dr. Holzapfel, cand. hist Klein, Buchhändler To- pelmann, Dr. Tips, sowie die Verlagsbuchhandlungen Kirch- heim-Mainz, Teubner-Leipzig, Paetel-Berlm. Em besoiideres Verdienst erwirbt sich die Brühl'sche Druckerei durch die Überlassung einer großen Anzahl illustrierter Zeitschriften. Der Bücherbestand hat sich dann durch Ankauf langsam v^- mehrt. Bedeutende Ankäufe konnten wegen der großen sachlichen Ausgaben nicht gemacht werden, obgleich die hiesigen Buchhandlungen ein dankenswertes Entgegenkommen bewiesen. Eine besondere Förderung erfuhr der Verem durch die Spenden von je 200 Mark aus der Wilson-Stiftung und aus Den Heberschüssen der Sparkasse, wofür den betreffenden Behörden auch an dieser Stelle herzlichster Dank ausgesprochen sei. In diesen Dank schließen wir em alle übrigen Geber, auch diejenigen, deren Namen hier aufzufuhren wir uns leider versagen müssen. — Die von zwei Mitgliedern geprüfte und für richtig befundene Rechnung ergab einen Fehlbetrag, der sich durch noch nicht getilgte Forderungen aus über'250 Mark erhöht. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Sodann wurde der seitherige Vorstand, der nach den Satzungen auf ein Jahr gewählt war, einstimmig wiedergewählt. Ferner beschloß die Versammlung, die Lesehalle in den Monaten März und April versuchsweise bis 10 Uhr (statt 9 Hhr) abends zu öffnen. Diese Einrichtung soll eine dauernde werden, sobald der Besuch des_ Luftraumes nach 9 Hhr abends ihre Notwendigkeit eraiebt. Schließlich trat die Versamr.ckung in die Bcsprecyüng eines vom Vorstande eingebrachten Antrages ein, dessen besondere Wichtigkeit in die Augen fällt. Aus den oben angeführten Ergebnissen der Rechnung im Vergleich mit der den Lesern bereits aus früheren Mitteilungen bekannten Benutzungsstatistik geht unwiderleglich hervor, daß die verfügbaren Mittel zu den stets wachsenden Anforderungen, die das vorhandene Lesebedürfnis an die Anstalt stellt, in gar keinem Verhältnis stehen. Es erscheint daher die Erhöhung der Einnahmen des Vereins aufs dringendste geboten. Das ist aber nur möglich, wenn die Mitglieder zur freiwilligen Erhöhung ihrer Beiträge und zur Leistung eines einmaligen außerordentlichen Beitrags sich bereit finden, und wenn neue * Mitglieder gewonnen werden. Es giebt m unserer Stadt eine große Anzahl gut situierter Mitbürger, die noch nicht Mitglieder des Vereins sind und für die em dauernder oder einmaliger namhafter Beitrag zur Förderung der Vereinsbestrebungen eine Kleinigkeit wäre. Unsere Anstalt dient keinen Sonderbestrebungen, keiner einzelnen Partei, keiner einzelnen Gesellschaftsklasse; für alle ist sie da, und füi alle ist sie, wie der Erfolg lehrt, fegensreich. Das sollte doch nicht verkannt werden und die Lesehalle nicht mit jedem anderen beliebigen Verein durch die Redensart. ich bin bei so fielest Vereinen" auf eine Stufe gestellt werden. Diesen Erwägungen konnte sich die Versammlung nicht verschließen und beschloß daher, von neuem an den Gemeinsinu unserer Mitbürger in oben genannter Weise heranzutreten. Hoffen wir, das der Erfolg der aufgewendeten Mühe entsprechen möge. *♦ Examina. Schon seit einer Reche von Jahren oe- steht in unserer Stadt eine Vorbereitungsan st alt für das Freiwilligen-, Schul- und Finanzexamen, die, ohne ihre Zuflucht zu Reklamen in den Tagesblättern zu nehmen, die schönsten Erfolge aufzuweisen hat. Eine ganze Anzahl junger Leute, größtenteils aus der hiesigen Volksschule hervorgegangen und daher mit guten deutschen Vorkenrck- nissen ausgerüstet, verdankt derselben ihre spätere berufliche Vorbildung und gesicherte Existenz. So wurde beispielsweise erst gestern ein junger Mann entlassen, der nach kaum l'/e jährigem Besuche das Schulexamen ohne Schwierigkeit bestand, obgleich er während der ganzen Hnterrichtszeit bis auf einen Monat seine berufliche Thätigkeit beibehalten hatte. Auch von den früheren Schülern, die sämtlich ihr Ziel nach der ersten Prüfung erreichten, konnten die Berufsarbeiten ohne Störung mitversehen werden. Zu diesen nahezu gesicherten Erfolgen trägt ohne Zweifel die Art der Vorbereitung, die sich in allen Fällen genau an den zu erreichenden Zweck anschließt und es nur mit Schülern derselben Kategorie zu thun hat, erheblich bei. Junge Leute, welche beabsichtigen, sich den vorgenannten Prüfungen wie auch dem Gerichtsschreiber-Examen zu unterziehen, seien auf diese Anstalt hiermit hingewiesen. Die Expedition dieses Blattes ist jederzeit bereit, nähere Auskunft zu erteilen und wolle man sich daher eventuell dieserhalb an sie ** Stadttheater. Der Sonntagabend bringt auf vielfachen I ' Wunsch eine Wiederholung der bei der ersten Aufführung I mit außerordentlichem Beifall aufgenommenen Schauspiel- Novität „Fuhrmanu Henschel" von Gerhardt I f) aut) t man. Herr Hubert Dietzsch spielt die Titel- I rolle. - Montag geht als letzte Volksoorstellung Bartel Turaser" in Szene, und zwar mit Herrn I Arthur Bauer von Frankfurt a. M. als Gast. Die I Eintrittspreise sind serhöht auf Mk. 1.— für nummerierte Loge, Mk. —.60 für Saalplatz, Mk. —.30 für Gallerie. I Die Premiöre des Ritter'schen Schauspiels „F r a u M a r i e I findet zum Benefiz für Fräulein Margaretha Würdig am kommenden Dienstag statt. I - Personenhaltestelle auf „Abendstern". Wie wird vernehmen, findet morgen, Sonntag den 12. Marz, nachmittags I 2 Uhr in der Wirtschaft des Herrn Bürgermeisters Schlierbach in Rodheim a. d. Bieber eine weitere Interessenten-Versammlung wegen Errichtung einer Personenhaltestelle an der Normalbahn auf „Abendstern" statt. Erfreulicherweise ist ein großer Teck des I erforderlichen Betrages für den Warteraum schon gezeichnet, sodaß zu erwarten steht, daß binnen kurzem eine Personenhaltestelle auf „Abendstern" errichtet wird. *• Der Gießener Tierfchutz-Verein, der im ^ahre von hem verstorbenen Herrn Polizeirat Fresenius ws Leben gerufen wurde, darf sich getrost sagen, daß er stets nach Kräften bemüht war, die schütz- und wehrlose Tierwelt vor | Mißhandlung zu bewahren, und das Barmherzigkeitsgesuhl für dieselbe in weiteren Kreisen zu wecken und ZU pstegen. Diese Ziele hat er zu erreichen gesucht durch gerichtliche Bestrafung vonTierquälereien, durch Verbreitung geeigneter Winke zur Aufklärung, Belehrung und Anleitung zum Schutze, zur Wartung und Pflege der Tiere. Der hiesige Tierschutz- Verein hat auch nicht versäumt, ferne im Ausschusft zum Schutze der Tiere gehaltenen Vorträge in diesem geschätzten Blatte (Gießener Anzeiger) zu veröffentlichen, und allen seinen Mitgliedern monatlich die Tierschutzzeitung unentgeltlich zugehen zu lassen. Auch war er bemüht, den Vogelschutz" nach allen Kräften dadurch zu fördern, daß er m den hiesigen Anlagen, auf dem Friedhöfe, in Feld, Gärten und Wald während seines siebzehnjährigen Bestehens 1400 bis 1500 verschiedene Nistkästchen aufhängen ließ. Ferner wurden die armen hungernden Vögel dadurch gehegt und gepflegt, daß sie bei strengem Winter ebenfalls aus den in unseren Anlagen, den Schulhöfen und auf dem Frledhoft angebrachten Futterbrettern und Fickterhäuschen reichlich mit Futter bedacht wurden. Genannter Verein hat auch im vergangenem Jahre 3000 Stück Tierschutzkalender bezogen zur Verteilung unter seine Mitglieder und die Schulkinder der hiesigen Schulen. Diese Verteilung haben alle Freunde der Tierwelt gewiß Hrsache, mit Freuden zu begrüßen, denn dadurch wird die „Jugend" für unsere heilige Sache gewonnen, und in ihre Herzen Barmherzigkeit und Mitleid für die gequälte Tierwelt eingepflanzt. In allen sonstigen Fragen den Tierschutz betreffend hat sich unser Verein stets fördernd, belehrend, mahnend bethatigt, und seine Bestrebungen sind auch immer von den Bewohnern unserer Stadt, deren Opferwilligkeit ja bekannt ist, unter- stützt worden. Da aber im Laufe des Jahres 1898 viele Mitglieder unseres Vereins durch Wegzug ausgetreten oder durch Tod ausgeschieden sind so hat sich unsere^MckgUedcr- zahl, die auch der Einwohnerzahl unserer Stadt (23000) durchaus nicht mehr entspricht, bedeutend vermindert, und wir sind genötigt, weil wir für unsere gute Sache gerne noch mehr thun möchten, mit der Bitte um Beckntt zu unserem Vereine an unsere Mitbürger heranzutretem Mithelfen an unserem edlen und großen Werke zum Wohle der Tiere und zum besten der Menschen kann ,°der wes <5tanb't, Alters oder Geschlechts er sei, denn der lahrlichc Mindest, betrag beträgt nur ein- Mark, gewiß ein- geringe Summe, die jeder übrig hat, der sich oon dem Leiden der Tiere m seinem guten Herzen gerührt fühlt.' ®n™elJ”unse,LJut Mitgliedschaft nehmen gerne entgegen die Herren Ober, lehrer Fuhr und Hahn, der Herr Lehrer Straub uni> Herr Lehrer i. P. H. Curfchmann. Hohoechj « Ntitt 6t den i ?8.89' *•» »ote I Seginnenb. \M st ; Jdnbemalb, 18! Menfaue 8 Menfam 131 U-lstmm, 1 “ '°> N«n.s ' J*« «: Sg* 'S*« Ntittjit 8 H 'Sy? W M 8odl Dl-ur« Mb z K« ütrolhK SobNi j-rttdlich Schatibtt ew Mj.-3.vr. ®il ruht«. 5. MM z -aihartna Ärof- Kraft ja f SRonitt alt, Sohn wi uttnli», 21 Me alt, Mhrlm vn>lrr, 8 Moi 3-tfpltt dihtrr. 7. Mr ♦i’inrli B-lsu »nm r.-W »aufminn 3«n yi Za-» alt, »Uwe z «nna WmM fMnrab Mlkovtstus dah .«II, Ehefrau üonSttflmat t-p-.ltt, 12 W alt. ®i iwunBbtdi. Ws M Str Hohversteigerung 58 im Wiestlker Gememdewald. kaufen. 'N hrn abend 6 Uhr 1^. Rornbetg/ versteigert werden: i,ld bei sich- 181 Eichenftämme mit 62,66 fm, 2234 Heb. Buchenstämme mit 5 fm, chlose Thai. 3 £ouV 50 2227 heim. das 225' billigst 2238 2248 rm EicheN'Scheit u Joh. Fischer, zinßeigmuiM (Jhiipfrliliinocn (Offene Stellen Zu verkaufen 1900 9200 881, erlag Saist hweren Berhängv^ Mg enttzantzen wc alaiS in Pttnsbn, 1 Wagen gefchleudkr 'rmaßen zerschmettki- ist aufgab. 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Die Verhandlungen im Prozeß Landauer wegen Beleidigung des Polizei-Kommissars Gottschalk in Sachen Zielen wird am 22. d. Mts. vor der I 3. Strafkammer des Landgerichts I stattfinden. Berlin, 11. März. In der Privatklage des Chefredakteurs der „Vossischen Zeitung" gegen den verantwort- | lichen Redakteur der „Deutschen Tageszeitung" steht die Anberaumung eines neuen Termins nächstens zu erwarten, nachdem die Klage durch Beschluß des Gerichtshofes wieder in den vorigen Stand eingesetzt worden ist. Berlin, 11. März. Der Eingang der Kan al-Vorlage beim Abgeordnetenhause steht unmittelbar bevor. Es wird beabsichtigt, ihre erste Lesung sofort auf die Etats- Beratung folgen zu lassen, damit die Wahl und die Bildung ! der mit der Vorberatung zu betrauenden Kommission noch vor den Osterferien erfolgen kann. Rom, 11. März. Trotz der großen Schwäche giebt die Gesundheit des Papstes augenblicklich keinen Anlaß zu Besorgnissen. Die Aerzte bemühen sich, den Kräftezustand zu erhöhen. Der Papst war durch den Tod seines Pariser Freundes, des Nuntius Monsignore Clari, sehr erschüttert. Augenblicklich bezeichnet man als Nachfolger des Ver- I storbenen den bisherigen Kanzler der päpstlichen Nuntiatur, I Monsignore Belmonte. Rom, 11. März. Es verlautet, daß Canevaro die chinesische Regierung auffordern wird, die Note zurückzuziehen, mit welcher sie die Forderung Martini beantwortete. | Der Minister wird erklären, daß er kategorisch aus der Ab- Wieseck, am 11. März 1899. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 2253 extrafein, Wiener, Gemüsenudeln, beste deutsche, Bordeaux - Pflaumen, Z wetschen, türkische gesucht vou As Opel Fahrrad- und Motorwagenfabrik Lackiabrik sucht einen mit der Herstellung von £>tl* Lacken gründlich vertrauten Schmelzer bei auter Bezahlung. 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Dem berittenen Gmdarm Heinrich Lang eine Tochter, Elisabeth, geboren dm 29. Jänner. Beerdigte. MertuSgemeinde. Dm 10. MSrz. Elise Jung, geb. Stobr, Witwe deS Mechanikers Christian Jung, 66 Jahre alt, starb dm 8. März. Für Schneider. Einen tüchtigen Arbeiter auf Klcin- stück gegen hoben Lohn auf Werkstatt sucht 2237 I. Becker, Bahnhofstraße 8. Zur Saison Empfehle meine Mumm- und Karten-Sämereien in bekannter Güte bestens. Friedrich Georg, Samenhandlung, Kunst- und Handelsgärtnerei, 2239 Seltersweg 41. 2218 Gustav Walter, Gießen. zu verkaufen. Ludwigsstraße 18. Zug-Jalousien solide, bewährte Systeme, liefert Ernst Bloedner, 2247 SelterSweg. 17 , Eichen- ,, Bemerkt wird noch, daß klamm- und Nutzholz zuerst zur tretung der Sanmun-Bay bestehe, und wenn China bis zu einem bestimmten Termin Italien nicht zufrieden stelle, er sich Vorbehalte, so zu handeln, wie es der Zweck erfordere. Rom, 11. März. Der Papst, der als völlig wieder- hergestcllt erscheint, empfing gestern zum erstenmale nach seiner Krankheit den Kardinal von Mecheln, der ihm im Namen der belgischen Katholiken die Summe von 100000 Fr. überreichte. Diese Summe ist das Ergebnis einer Subskription, welche vor zwei Monaten eröffnet worden ist. Rom, 11. März. Der verstorbene Nuntius Clari soll, wie es heißt, durch den belgischen Nui tius R i n a l d i n i ersetzt werden. Neapel, 11. März. Der Vesuv wirft seit den letzten Tagen wieder bedeutende Dampfsäulen sowie Steine unb Asche aus. Das Observatorium erwartet eine sehr aktive Periode des Vulkans für die kommende Woche. Arco, 11. März Das Befinden des Erzherzogs Ernst ist andauernd ein befriedigendes. Es hat sich ein großer Hustenreiz eingestellt. Die Temperatur beträgt 38,5. Oedenburg, 11. März. Die seitens des alldeutschen Vereins in den deutschen Gemeinden West-Ungarns verbreiteten Flugschriften mit der Aufforderung, sich gegen die Maggyasierung der Familien- und Ortsnamen aufzulehnen und deutsche Schulen zu fordern, wurden polizeilich bc< schlagnahmt. Die Regierung plant ernstltche Maßregeln । gegen einen solchen Schritt. j Brüssel, 11. März. Der Kardinal-Erzbischof von Mecheln hat angeordnet, daß in allen Kirchen für die Genesung der Königin Messen gelesen werden sollen. Der Zustand der Königin hat sich bedeutend gebessert. Prinz Albert liegt seinen militärischen Pflichten wieder ob. Dte Prinzessin Clementine unternahm am Freitag einen längeren Spaziergang, und der König machte eine größere Fußpartie im Laufe des gestrigen Tages. Paris, 11. März. Trotz der kürzlich ausgegebenen offiziellen Dementi taucht von neuem das Gerücht von der Verlobung des Prinzen Georg von Griechenland mit der ältesten Tochter des Prinzen von Wales auf. Die Verlobung soll bereits in nächster Zeit stattfindeii. Paris, 11. März. Die österreichische Familie Walsin- Esterhazy hat beschlossen, einen neuen Prozeß gegen ben Obersten Esterhazy anzustrengen, und diesem das Recht zu entziehen, den Namen und das Wappen der Familie zu ^^Paris, 11. März. Der Anwalt Leblois hat gegen den I Richterspruch in Bezug auf die Richter-Regelung tn der Picauart-Angelegenheit Berufung eingelegt. Petersburg, 11. März. Die Nachrichten aus Fin- I land lauten beunruhigend. Die dortigen Garnisonen sind verstärkt worden. , , Belgrad, 11. März. Offiziell wird die Meldung als eine Erfindung bezeichnet, daß die serbische Regierung I den Bruch mit dem russischen Gesandten Schadowsky im I Einverständnis mit dem hiesigen österreichischen Gesandten gemacht habe. Ebenso unbegründet sind die Gerüchte von einem vollständigen Abbruch der russisch-serbischen Beziehungen. IW* I, im Dienstes "V-A* > h; uub fc. ®erttltt zu * le». Michels ' VW bet lün H wes Statin lirhrliche MiA m geringe Leiden der Tien> ^Meldungen 1; die Herren £)bt 'hrer Straub m l. kaligewerkfchast „A n östlichen Ouerlchl^ unter dem ilzlager angesahm tnstag abend kam» -erSchmeßigerM edrich Hacker, a» tchel in der Ham «x den Wen hem üardeiter Matt diesen hnitten. Hacker mm Fracht, wo ihm W Gasmotor 1-pferdig, stehend, gut gehend, billig zu verkaufen. 2218 __________Av. Reinig, Gießen. 0810] Ein Pferd (Schimmel), guter Läufer und Zieher, preiSwürdig zu ver- Stadt. Schlachthaus. Freibank. 2178 Heute: Atierfikislh W. 54 Pfg. Maccaroni, extrafein, Wiener, peil« V&l* litt«*oft W ■foUt)«»®! wgtl' «rsfibtntte * d- -- Egt MNs- O valle „ Eichen „ H Buchen-Knüppelholz, „ Eichen- „ davon 10 rm Doppellänge, 8200 Wellen Buchen-Reisig, 0804] Eine Drei, bis Bier-Zimmer- Wohnung mit Küche und Zubehör wird in freier Lage und gutem Hause von zwei alleinstehenden Damen zum 1. Juli gesucht. Offerten unter H. 0804 an die Ex- pedition d. 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Dem Schneider Karl Barnick eine Tochter, I Szlharine Margarethe Elisabeth. März: 1. Dem Tapezier Friedrich linmermann ein Sohn, HanS Edgar. 2. Dem Bierbrauer Karl Btrerf ein Sohn, Friedrich Karl. 2. Dem Schachimeister Heinrich Bdmet ein Sohn, Otto Ignatz. 3. Dem Lokomotivheizer Joseph Bauer eine Tochter, Elise Kunigunde. 4 Dem VerstcherungS- Zotpektor Friedrich Wilhelm Hild eine Tochter, Frida. 5. Dem chitf-dremser Friedrich Wagener ein Sobn, Heinrich. 9. Dem Bahn- ,weiter Ludwig Luh eine Tochter, Elise. 10. Dem Kausmann Kliedrich Schneider eine Tochter. Gestorbene. _ ,,, „ „ März: 3. Dr. Wilhelm Köhler, 30 Jahre alt, GerichtSaffessor | tahier. 5. Friedrich Ranstadt, 62 Jahre eit, Dachdecker von AiSseld. 6 Katharina Kraft, geb. User, 44 Jahre alt, Ehefrau von Landwirt Zkiedrich Kraft zu G-rdenheim. 6. Martin Robert Brunow. < Monate alt, Sohn von Dreher Franz Brunow dahier. 6. Franz hrmtchs, 21 Jahre alt, Bergmann von Neunkirchen. 6. Albert Sßdfrelm Bepler, 8 Monate alt, Sohn von Metzgermeister Konrad Bipltr dahier. 7. Heinrich Balser, 1 Jahr alt, Sohn von Landwirt Heinrich Balser zu Annerod. 7. Adolf Jung, 4 Monate alt, Sohn von Kaufmann Jacob Jung dahier. 8. Elise Jung, geb. Stohr, 69 Jahre alt, Witwe von MechanlkuS Christian Jung dahier. 9. Anna MalkomestuS, 1