•'ein, Ühr w heater; ,|(i iser, Qgmann. Scha>* ' Sch“'erkarten } 0 0mflib”8verb|ndt, r Turnhalle iWfigtni jlrogrii Der Borstavd $! irifi Mch yießek L Wen 3» W Haushalt inn den Mükm« ter •n, da Wyt4* He ttoittt oW bM* ■> *«. irke, n* .tat»«- A flirt «• 'N. " 0. ff*0'0' lriWn,,n: Nr. 37 Erstes Blatt. Sonntag den 12. Februar 1800 Meßmer Anzeiger Keneral-Wrzeiger Bei Postbezug 2 Matt 50 Pfg. vierteljährlich. ZSezugsprel» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu dcr nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vonn. 10 Uhr. ^e Anzeigen-Vermittlungsstellen des In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint tüqkick mü Ausnahme des MontagS. Die Gießener Kamilte» b tälter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal bcigelegt. Anits« und Anzeigeblatt för den Gieren Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Ktätter für hessische Volkskunde. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Wl. Nr. 3 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 7. d. M., enthält: (Nr. 2544.) Bekanntmachung, betreffend die Einführung von Bestimmungen über die Beseitigung von Ansteckungsstoffen bei der Beförderung von lebendem Geflügel auf Eisenbahnen. Vom 2. Februar 1899. Gießen, den 10. Februar 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Bechtold.___________________ Gießen, den 8. Februar 1899. Betr.: Die Errichtung einer Zwangsinnung für das Schornsteinfeger-Gewerbe im Bezirke des Großherzogtums Hessen. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen ait die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung bringen wir zu Ihrer Kenntnis mit der Auflage, sie in Ihrer Gemeinde den In- tc-reffenten auf ortsübliche Weise bekannt zu geben. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betreffend: Die Errichtung einer Zwangsinnung für das Schornsteinfeger-Gewerbe im Bezirke des Großherzogtums Hessen. Nachdem bei der Abstimmung sich die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden für die Einführung des Beitrittszwanges erklärt hat, ordnen wir hiermit an, daß zum 1. April 1899 eine Zwangsinnung für das Schornstein- fezgerhandwerk in dem Bezirke des Großherzogtums Hessen mit dem Sitze in Darmstadt und mit dem Namen „Schorn- fteinfeger-Zwangsinnung für das Großherzogtum Hessen" errichtet werde. Bon dem genannten Zeitpunkt ab gehören alle Gewerbetreibenden, welche in dem Großherzogtum Hessen das Schornsteinfeger-Handwerk betreiben, dieser Innung an. Darmstadt, am 26. Januar 1899. Großherzogliches Kreisamt Darmstadt. __v. Marquard._______________ Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, baß die nach § 6 des Neichsgesetzes vom 21. Juni 1887 6 bet die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Januar 1899 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Hafer Mk. 16,10, Heu Mk. 5,75, Stroh Mk. 4,20. Gießen, den 7. Februar 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gesundet»: Geld, 1 Brosche, 1 Geldbeutel mit Inhalt, 2 Paar und 1 einzelner Handschuh, 1 Cape, 1 Taschentuch, 1 Regenschirm, 1 Fächer, 1 Hufmesser, 1 Hammer, 3 Larven und 1 Teil eines ^Pferdegeschirres. Gießen, den 11. Februar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.W __________________Muhl.__ Bekanntmachung, betr.: Die Abhaltung der Viehmärkte in Gießen. Es wird hiermit wiederholt zur Kenntnis der Jn- lrr rffenten gebracht, daß auf Grund des § 17 des Reichs- zefetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 23. Juni 1880 und 1. Mai 1894 sowie der Ver- sÜDUNg Großh. Kreisamts Gießen vom 5. März 1898, allss anläßlich der Gießener Viehmärkte in Gast-, Privat- tnö sonstigen Stallungen zu Gießen und in den ^rien Wieseck, Heuchelheim und Klein-Linden unter- zeborachte Vieh, an den jeweiligen Markttagen von 8 Uhr ^Eags ab an dem dazu bestimmten Platze zwecks Unter» wfiung durch Großh. Kreisveterinäramt Gießen vorqeführt senden mnß. Da es lucht thunlich ist, daß die, die Untersuchung ownehmenden Tierärzte die Stallungen besuchen und das vmt zurückgebliebene Vieh besichtigen, ist die Schutzmannschaft angewiesen, die noch mit uubesichtigtem Vieh besetzten Stallungen in Zukunft solange zu sperren, bis alles Vieh aus denselben an die Untersuchuugsstelle am Viehmarkte vorgeführt ist, ferner aber auch diejenigen Handelsleute u. s. w. zur Anzeige zu bringen, welche die von ihnen zu Markt gebrachten Tiere nicht zur Besichtigung an die gedachte Stelle bringen lassen. Gießen, den 10. Februar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________Muhl._________________ Deutscher Reichstag. 29. Sitzung vom 10. Februar. 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung derBeratung der Novelle zum Bankgesetz. Abg. v. Kardoff (Rp.) verbreitet sich zunächst ausführlicher über die Währungsfrage. Des weiteren bemerkt er, in die glühenden Lobsprüche auf die Leistungen der Reichsbank könne er doch nicht so ganz einstimmen. Denn das Hauptkriterium hierfür seien die Wechselkurse. Ein zweites Kriterium sei der Bankdiskont, ein drittes der Schutz des Goldvorrats. Daß der industrielle Aufschwung wenigstens zu einem Teil an der Goldabnahme die Schuld trage, wolle er zugeben, mehr ausschlaggebend seien aber gewesen die ausländischen Anleihen und die Handelsunterbilanz. Die Notenkontingentierung halte er für verfehlt; 1875 habe er ihr zugestimmt, aber damals sei er noch in dieser Frage sehr unwissend gewesen. (Heiterkeit; Ruf links: Jetzt auch noch!) Wenn die Kommission es fertig bringe, unseren Goldvorrat zu schützen und den Diskont niedrig zu halten, werde er ihr sehr dankbar sein. Abg. Fischbeck (frs. Vp.) widerspricht den Schlußfolgerungen des Vorredners aus der Handelsunterbilanz. Daß Deutschland nicht in Verarmung begriffen sei, werde durch den Augenschein wie durch die Einkommensteuerstatistik ausreichend dargethan. Redner wendet sich hierauf den vorgestrigen Ausführungen des Abg. Gamp zu und erwähnt des weiteren einen Artikel im „Deutschen Wochenblatt" des Abg. Arendt. Da werde über die Gefahren gespottet, welche für eine verstaatlichte Bank im Kriegsfälle entstehen könnten. Und da sage Herr Arendt: „Gesetze zu machen für den Kriegsfall, das sei nicht deutsche Art!" Nun, meine Herren, ich wünschte wohl, daß Herr Arend wieder gesund ist, wenn wir hier über die Militärvorlage beraten. Dann mag er wiederholen: „Wir machen hier keine Gesetze für den Kriegsfall!" (Heiterkeit.) Redner erklärt schließlich noch das Einverständnis seiner Partei mit der Vorlage. Abg. Hahn (Bd. d. L.) bemerkt, die Angriffe gegen die Reichsbank seien nicht gerichtet gegen die Person des Präsidenten, sondern gegen das System. Dem Präsidenten müßte ein wirtschaftlicher Ausschuß aus allen Kreisen der Bevölkerung zur Seite gesetzt werden. Dringe man in der Kommission mit der Verstaatlichung nicht durch, dann müsse wenigstens der Gewinnanteil der Aktionäre herabgesetzt werden. Eine Garantie von 4 Prozent Dividende genüge vollkommen. Das Wichtigste sei aber die Diskontpolitik. Diejenige der Reichsbank habe sich nicht bewährt, und die Schuld daran liege in der Hauptsache bei der ganzen Organisation der Bank. Redner verbreitet sich weiter über die Wirtschaftspolitik, die Bismarck'sche und diejenige Caprivis einander gegenüberstellend; letztere habe der Landwirtschaft keinen genügenden Schutz geboten. Eine bessere Diskontopolitik würde eine Wohlthat sein für alle produktiven Stände Deutschlands (Beifall rechts.) Präsident der Neichsbank Koch nimmt die Diskontopolitik der Reichsbank in Schutz. Wenn das Wirtschaftsleben so in die Höhe gehe, wie seit 1895, wenn der Wechselverkehr so außerordentlich zunehme, dann seien die eingetretenen Diskontoveränderungen, nur natürlich. -Die beste Politik gegen Goldausfuhr sei und bleibe immer die Diskontopolitik. Den ihm, dem Redner, vom Abg. v. Kardoff gemachten Vorwurf, seine Leitung der Bank sei eine verhängnisvolle, müsse er als den stärksten Vorwurf bezeichnen, der ihm hätte gemacht werden können. Ferner sei behauptet worden, die Grundlagen unserer Währung seien nur schwache. Was werde das im Auslande für einen Eindruck machen, wenn hier ein Abgeordneter die Säule unseres nationalen Kredits als schwach darstelle! Abg. Brömel (frs. Vg.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Hahn, wobei er bemerkt, wenn Herr Hahn die Ausschließung fremder Waren als Hohenzollern- politik bezeichne, dann hätten die Konservativen kein Recht, die gegenwärtige Politik der Handelsverträge ebenfalls als Hohenzollernpolitik zu bezeichnen (Rufe links: Sehr richtig!). Redner tritt dann einem Angriffe des Abg. Heiligenstadt auf den Reichsbankdirektor in Hamburg entgegen, ebenso den Ausführungen desselben Abgeordneten über die Zentral« Genossenschaftskasse. Diese halte es nicht einmal für nötig, für genügende Veröffentlichung ihrer Geschäftsberichte zu sorgen. Abg. Heiligen st adt (nl.) bestreitet, unrichtig zitiert zu haben. Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antif.) hält es für das Richtigste, das Bankprivileg nur um ein Jahr zu verlängern, und durch eine aus allen Schichten der Bevölkerung zusammengesetzte Kommission ein neues Bankgesetz ausarbeiten zu laffen. Redner beleuchtet dann den Wechsel in der Stellungnahme der Sozialdemokratie, die vor zehn Jahren gegen die Bankvorlage gestimmt habe. Jetzt leiste sie dem Kapitalismus direkt Vorspann. Redner plaidirt noch für Verstaatlichung der Reichsbank, desgleichen der Abg. v. Wangenheim (Bund der Landw.). Abg. Dr. Schönlank (Soz.) erörtert den Unterschied zwischen der von der Sozialdemokratie und der von den Junkern angestrebten Art der Verstaatlichung. Bei der Reichsbank bedeute diese Verstaatlichung die Auslieferung der Bank an die Junker. Dafür seien die Sozialdemokraten nicht zu haben. Die Debatte wird geschloffen. Die Vorlage geht an eine besondere Kommission von 28 Mitgliedern. Morgen 1 Uhr: Interpellation Kanitz, betreffend die deutsch-amerikanischen Vertragsverhandlungen. Novelle zum Zivil- und Strafprozeß. Wahlprüfu,.geN. Schluß 6 Uhr. Lokales »ad DromnMes. Gießen, den 11. Februar 1899. Ernannt wurde am 1. Februar der Wilhelm Kautz in Friedberg zum Pedellen an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg, mit Wirkung vom 16. Februar 1899 an. •* Der Kunstausstellung im Turmhaus am Brand sind heute für kurze Zeit aus hiesigem Privatbesitz fünf Porträts von Richard Scholz, einem durch andere Bilder („Genofeva", „Abgestürzt") bereits vorteilhaft hier eingeführten Maler, überwiesen worden, die wir der Aufmerksamkeit der Besucher angelegentlich empfehlen. Da die Dargestellten, drei junge Damen und zwei Kinder, sämtlich Gießener sind, werden viele Betrachter in der Lage sein. Bild und Wirklichkeit miteinander zu vergleichen, und wir zweifeln nicht, daß die überraschende Lebenswahrheit und die vornehme künstlerische Haltung dieser Gemälde sich einstimmigen Beifall verdienen werden. Ganz besonders seien die drei größeren, mit entzückender Leichtigkeit hingeworfenen Bilder hervorgehoben, denen der Künstler hoffentlich noch manches ähnliche zur Freude unserer Ausstellungsbesucher folgen läßt. ** Akademischer Gesang-Verein. Fest-Konzert am Sonntag, dem 19. Februar. Sage mir, mit wem du umgehst, und ich will dir sagen, wer du bist. Zeige mir dein Programm, und ich will dir sagen, ob du ein würdiger Konzertunternehmer bist. Das sind zwei so wahre Aussprüche, daß man sich nach ihnen unbedenklich richten kann. Schauen wir uns aber das Programm des Akademischen Gesang-Vereins an, so müssen wir diesen Verein, in logischer Folgerung des oben Gesagten zu den allerbesten zählen. Vornehme Gesellschaft finden wir im Programm vereint, neben den Altmeistern Bach und Beethoven die beiden Geistesverwandten Berlioz und Liszt, denen sich Chopin, Brahms anreihen; aber auch die jüngeren sind vertreten durch Sarasate, Tinel und Humperdinck. Wie nun ein kundiger Gärtner von jedem Baum zu festlichen Gelegenheiten die reifsten und schönsten Früchte bricht, so hat auch Musikdirektor Trautmann mit Kennerblick die Meisterwerke der Meister ausgewählt und aneinander gereiht. In erster Linie interessieren die Chorwerke, da das ja das eigentliche Feld des Vereins ist. Humperdinck, der glückliche und talentvolle Komponist des „Hänsel und Gretel", hat Nr. 1 des Programms erhalten und zwar mit seiner Chorballade „Das Glück von Edenhall". Humperdinck ist ein Moderner, aber im guten Sinne; er verwendet auch Pauken und Posaunen, giebt ihnen aber keine Soli. Berlioz schließt sich mit einer Legende „Die Flucht nach Aegypten" an; dieses Werk bildet den zweiten, übrigens ganz unabhängigen, Teil der Biblischen Trilogie „Die Kindheit Christi". Der erste Teil betitelt sich „Der Traum des Herodes", der dritte „Die Ankunft zu Sais". Berlioz wird als Schöpfer der sogen. Programm-Musik bezeichnet, in Deutschland schloß sich ihm besonders Franz Liszt an, besten Ideen in selbständiger Weise sich zu eigen machend. Den letzten Chor und gleichzeitig die letzte Programmnummer nimmt Tinel mit dem „Sonnengesang" aus seinem Oratorium „Franziskus" ein. Tinels Werk ist ein durch und durch melodisches, und hat ihm seine Erstaufführung am 22. August 1888 in Mecheln einen europäischen Erfolg gebracht. Heber die Solisten des Abends sowie über die anderen Programmnummern äußern wir uns ein andermal. ** Sektion Gießen des D. u. Oe. A. V- In der letzten Sitzung sprach Herr Gymnasiallehrer Dr. Neßling über die Entwickelung des Wohlgefallens an der alpinen Landschaft. Aus dem Inhalt heben wir folgendes hervor. Die allgemeine Ansicht, daß in der Schätzung der Naturschönheiten eine Entwickelung vom Einfachen und Schlichten zum Großartigen und Wilden zu verfolgen sei, ist richtig. Heute haben wahrscheinlich mehr Menschen Verständnis für eine schöne Gegend wie früher. Dagegen ist die oft ausgesprochene Ansicht, daß unsere Zeit die Schönheit des Gebirgs entdeckt habe, eine Uebertreibung. Die zum Kunstgenuß nötige Sammlung ist selten geworden, da die geistige Frische durch die hastende Arbeitsweise vielfach verloren gegangen ist. Der Naturgenuß stellt geringere Anforderungen, daher wird er- bevorzugt; in derselben Richtung wirken die tmrsenderlei Erleichterungen des Verkehrs. Inniger Hst^jedoch das Naturgefühl im letzten Jahrhundert nicht geworden. So wenig wie in der Kulturentwickelung überhaupt, kann man in der Entwickelung des Naturgefühls von einem steten Fortschritt sprechen. Das religiöse Naturgefühl der Alten kann uns leicht tiefer scheinen als das des Mittelalters und der neueren Zeit bis zur Sturm- und Drangperiode. Vielleicht weiß aber das Altertum nur seinem Naturgefühl besseren Ausdruck zu geben. — Die römische Vorliebe für das Landleben zeigt sich bei allen augusteischen Dichtern. Freilich erleichterte der Reichtum der römischen Aristokratie ihr den Besitz von Landhäusern. Das Naturgefühl der Römer war, wie im großen und ganzen das der heutigen Italiener, auf das Anmutige und Heitere beschränkt. Das Verständnis für die Schönheit der Gebirgsnatur fehlte. Darum ist „von dem ewigen Schnee der Alpen, wenn sie sich am Abend oder am frühen Morgen röten, von der Schönheit des blauen Gletschereises, von der großartigen Natur der schweizerischen Landschaft keine Schilderung aus dem Altertum auf uns gekommen." Bis in das vorige Jahrhundert werden die Gebirge auch von Touristen fast nur als Verkehrshindernisse empfunden. Ein wirkliches Gefühl für die Gebirgsnatur der Alpen und des schottischen Hochlandes findet sich wohl vereinzelt bei Bewohnern dieser Gebirge. Rousseau kann man jedoch nicht das Verdienst bestreiten, dem romantischen Naturgefühl zum Sieg verhalfen zu haben. Nach ihm wurde wohl noch der Kreis der Objekte durch die Entdeckung des Hochgebirgs erweitert, aber dir Innigkeit des Naturgefühls der Sturm- und Drangperiode ist unübertroffen. Uebrigens eignet das moderne Naturgefühl fast nur den Germanen. — Den Eindruck einer schönen Landschaft in seine Ursachen aufzulösen, ist außerordentlich schwierig. Die psychologischen Vorgänge werden in dem Maß unerklärbarer, je einfacher sie scheinen. Zuzugeben ist, daß bei der herrschenden naturwissenschaftlichen Bildung auch die rein natürlichen Oberflächenformen der Erde selbst ohne Vegetation erhebend wirken können. Das Wohlgefallen an der Schönheit einer Landschaft beruht auf außerordentlich verwickelten Vorgängen, die vielleicht niemals bei zwei Individuen die gleichen sein werden. Dieselbe Landschaft wird von jedem Menschen und jedem Zeitalter anders aufgefaßt, wie dies die Landschaftsmalerei beweist. Der überaus anschauliche, fesselnde Vortrag fand den ungeteilten Beifall aller anwesenden Mitglieder und Gäste der Sektion. *• Theaterverein. Die sechste Vorstellung des Theatervereins brachte uns den „B a r t e l T u r a s e r" Philipp Langmanns, der vor zwei Jahren seinen Siegeszug über die deutschen Bühnen antrat. Das Stück ist ein Proletarier-, wenn man will ein Hungerstück. Einst gehörte es zum guten Tone bei unseren Aesthetikern, über die Darstellung der bitteren Not in der Kunst die Nase zu rümpfen und Freytag, dessen Technik des Dramas in manchen Kreisen noch heute großes Ansehen genießt, glaubte, es hieße die Kunst entwürdigen, wenn man die gequälte Lage Gedrückter, die Stellung der Armen zur Handlung eines Dramas verwerten wollte. „Die Muse ist keine barmherzige Schwester", lautet eine in diesem Zusammenhang vorkommende Aeußerung. Allein welche höhere Mission kann sie erfüllen, als sich eben der Gedrückten anzunehmen und die Not, und die durch Not bewirkte Schuld, die sich hier finden, dem ganzen Volke zu künden und seine Teilnahme dafür zu erwecken? Und man rede nicht davon, die Not sei unpoetisch. Daß der Hunger ein Motiv von unvergleichlicher poetischer Kraft sein kann, hatte längst Dante bewiesen, in dessen „Hölle" wohl keine Stelle so gewaltig ergreift, wie die Schilderung von Ugu- linos Vaterschmerz, der, ohne helfen zu können, eines seiner Kinder um das andere vor seinen Augen muß hinsterben sehen. Es dünkt uns ein dramatisch glücklicher Gedanke Langmanns, daß er mit den Leiden der hungernden Kinder das Vaterherz seines Helden bestürmte und diesen dadurch zu Fall kommen ließ, daß sich ihm in der größten Not die Möglichkeit bietet, seinen Kindern Speise, Gesundheit und darüber hinaus noch die Erfüllung des einen oder andern Lieblingswunsches zu gewähren. Und wie Bartel Turaser seiner Vaterliebe Gewissen und Ehre opfert, so büßt er auch als Vater, indem das, was den Kindern Segen bringen sollte, ihnen zum Verderben wird und die langentbehrte gute Nahrung zu reichlich genossen, sich für die geschwächten Organismen als tätlich erweist. Auch das ist konsequent, wie unter diesem Schicksalsschlag sich die sittliche Läuterung I des Mannes vollzieht, der feinen Meineid öffentlich bekennt und dessen Folgen freiwillig tragen will. Unseres Erachtens sind solche Konflikte ergreifender und ernster, als was sich im Leben eines „Grafen Waldemar" an Verwicklungen ereignet, namentlich wenn der Dichter diese so spielend behandelt und mit seinem Helden so glimpflich umgeht, wie es Freytag thut. Mit solchen Problemen, wie sie Langmann stellt, lenkt unser Drama wieder in die Bahn ein, die es bei Lessing und Schiller in „Emilia Galotti" und „Kabale und Liebe" verfolgte, und die es nie hätte verlassen sollen, Werken, die ihre dramatische Wucht und ihre hohe Stellung wesentlich dem unerbittlichen Ernst verdanken, mit dem jene hochsinnigen Männer soziale, ihre Zeit bewegende Fragen behandelt haben. An Ernst fehlt es auch Langmann nicht, und es dünkt uns ein gutes Zeichen für Jung-Oester- reich, daß einzelne neuere Werke — wir erinnern außerdem noch an Spitzers „Liebelei" — sich durch die tiefe Erfassung sozialer Probleme auszeichnen. Dennoch, glauben wir, fehlt Langmann die sichere Hand des echten Dramatikers. Der Strike, die Versuchung und der Fall Turasers sind äußerlich mit einander verschlungen, und der Verrat an seinen Gefährten, der doch eine wichtige Seite seiner unseligen That darstellt, bleibt später ganz im Hintergrund. Turaser ist wesentlich der ehrliche Mann, der durch die Not gezwungen wird, ein Schelm zu sein, nur ganz äußerlich ist es, daß sich sein Schicksal auf dem Hintergründe eines Strikes abspielt. Ueberhaupt scheint uns die ganze Schilderung des Strikes nicht genug in die Tiefe zu gehen; eine gewisse Rundung und Fülle besitzt doch nur die Gestalt Adolfs, während Meixner und die übrigen etwas schablonenhaft sind. — Die Darstellung war gut, und auch die schwierigen Massenszenen des zweiten Aktes gelangen trefflich. Herr Bauer, unser geschätzter Gast, gab den Bartel Turaser schlicht und ergreifend. Demnächst treten am meisten die beiden Frauenrollen der Marie Zelber (Frl. Schloß) und der Albine Turaser (Frl. Würdig) hervor. Die erstgenannte Rolle ist von dem Dichter wirksamer gestaltet, und die Darstellerin brachte sie voll zur Geltung. An Frl. Würdig lag es nicht, wenn die etwas mißlungene Gestalt der Gattin Turasers int zweiten Akte nicht ergreifender wirkte. Die Schuld lag unseres Erachtens an dem Dichter, der zu deutlich im zweiten Akte das Bestreben verrät, auf Kosten der dramatischen Logik seiner Handlung Fülle zu geben, und der darum auch Albine hier in mehr lärmender als dramatisch wirksamer Weise hervortreten läßt. Herr Wilhelmi bot als Adolf eine gute Leistung. Die gedrückte Existenz dieses wackeren Vertreters der alten Zeit, )er auf die Bestrebungen der jüngeren Generation etwas skeptisch blickt, wurde überzeugend vergegenwärtigt. Die Rolle des Arbeiters Meixner und des Färbermeisters Kleppl agen in den Händen zweier bewährter Darsteller, der Herren Walter und Liebscher. Die übrigen Nebenrollen boten keine Gelegenheit zum Hervortreten. Sie wurden alle brav ge« Vielt. Noch verdient hervorgehoben zu werden, daß das Söhnchen Turasers durch Reinhard Helm sehr gut wieder- gegeben wurde. Das Haus, das mit Ausnahme der Gallerten gut besucht war, folgte ergriffen dem Gange des Stückes. —tz. ** Dem 22. Jahresbericht der Gießener Ruder-Gesellschaft entnehmen wir folgendes: Um mit der Hauptaufgabe zu leginnen, die sich die Gesellschaft, sowie jeder Sportverein gestellt hat, ist es das erste, zunächst über deren sportliche Thätigkeit zu berichten. War es auch der Gesellschaft nicht vergönnt im verflossenen Jahre in dieser Beziehung größere Erfolge zu erzielen, so kann dieselbe doch mit den sport- ichen Leistungen zufrieden sein. Die ungünstigen Wasserverhältnisse im Frühjahr verhinderten es, mit den Hebungen, wie in früheren Jahren, rechtzeitig zu beginnen, infolgedessen von einem Besuch auswärtiger Regatten abgesehen werden mußte. Bei der am 31. Juli veranstalteten Regatta war die Gesellschaft mit zwei Mannschaften beteiligt, und errangen die Senioren einen schönen Sieg, während die Junioren ehrenvoll unterlagen. Die Opferwilligkeit der Mitglieder gestattete es, den Bootspark zu komplettieren, so )aß die Gesellschaft jetzt über folgende Boote verfügt: Rennboote: 1 Achter, 2 Vierer, 1 Dollenvierer. Schul- ) oote: 2 Gigs, 1 Dollenvierer, 1 Zweier, 1 Dollenzweier. In den Sommermonaten erfreute sich das idyllisch gelegene Bootshaus, durch die seitens des Vorstandes arrangierten gemütlichen Zusammenkünfte, eines regen Besuches, und sind auch für die kommende Saison einige derartige Veran- taltungen wieder geplant. Bei der am 31. Januar a. c. tattgehabten Generalversammlung wurden folgende Herren mit der Führung der Geschäfte für das Jahr 1899 jetraut: A. Scheel, 1. Vorsitzender; G. Schmincke, 2. Vor- itzender; E. Challier jun., 1. Schriftführer; H. Herlinger, 2. Schriftführer; A. Wittich, Kassierer; C. Krailing und A. Oßmann, Instruktoren; C. Rübsamen und L. Lotz, Ruderälteste. Als Vertreter der passiven Mitglieder wurden Herr Kommerzienrat W. Gail und Herr Zahnarzt G. W. Koch gewählt. Die finanzielle Lage der Gesellschaft ist trotz der großen pekuniären Anforderungen, welche alljährlich an die- elbe gestellt werden eine befriedigende. Der Mitglieder- lestand betrug am Ende des Jahres: 3 Ehrenmitglieder, 49 aktive, 165 passive Mitglieder und 4 Zöglinge. Es oll nicht unerwähnt bleiben, daß in der letzten Generalversammlung beschlossen wurde, zu dem am 2.—9. Juli stattfindenden Bundesschießen einen Preis zu stiften, sowie am Festzuge teilzunehmen. ** Die Stadt Darmstadt hat die Gehalte für ihre Volksschullehrer wie folgt festgesetzt: a. Für Lehrer: Anfangsgehalt 1350 Mk. Neun Zulagen L 200Mk. Höchstgehalt nach 27 Dienstjahren 3150 Mk. Wohnungsvergütung 500 Mk. b. Für Lehrerinnen: Anfangsgehalt 1200 Mk. Sieben Zulagen A 150 Mk. Höchstgehalt 2250 Mk. Wohnungsvergütung 300 Mk. c. Für Schulverwalter und Schulverwalterinnen: Vor bestandener Schulprüfung 1000Mk.; nach bestandener Prüfung 1150 Mk. bezw. 1100 Mk., steigend in drei Gehaltsklassen bis zu 1450 Mk. beiti 1300 Mk. Mietentschädigung 300 Mk. d. Funktion? zulage für Oberlehrer: 750 Mk. Darmstadt ist im Höchst gehalt nicht nur über Gießen hinausgegangen, sondern läßi was für die Lehrer von noch größerem Vorteil ist, bei Höchstgehalt schon nach 27 Dienstjahren erreichen. Außer dem hat dieses Regulativ Rückwirkung bis zum 1. Oktober 1898. Die Mehrausgabe, die der Stadt Darmstadt durct diese Regulierung erwächst, beträgt für ein Jahr 54 550 M § Mücke (Oberhessen), 10. Februar. In der Waldung „Laubberg" bei dem benachbarten Ilsdorf wurden bei dn dort abgehaltenen Holzversteigerung ganz auffallend hohe Preise für das Nutz- und Bauholz bezahlt. Da Festmeter Eiche-Schnittholz kostete im Durchschnitt 50 bst 70 Mk., gewöhnliches Werkholz 30 bis 35 Mk., Bau- und Schwellenholz erreichte eine Höhe von ca. 40 Mk. pro Fest, meter. Eine Eiche, welche ca. 35 Festmeter hielt, kam bti dieser Versteigerung auf die respektable Höhe von 200 U Das sind Holzpreise, welche diejenigen vor einem Jahrzehn: um das doppelte übersteigen. Man sieht hieraus rch deutlich, welcher Reichtum in unseren Vogelsberger SM ungen steckt. Allerdings konnte früher dieser Reichtum nist richtig verwertet werden, weil der Vogelsberg abseits b-r Verkehrsadern, der Eisenbahnen lag. Je mehr aber bt; Vogelsberg durch zweckentsprechende Bahnen er- und angr schlossen wird, desto beffere Preise erzielen seine wertvoller Holzsorten. § Ans dem Ohmthal, 10. Februar. Ein solch« sommerlich warmeTemperatur, wie sie am heutiger Tage herrschte, in der ersten Hälfte des Februar, bürfttn wir schwerlich im letzten Jahrzehnt gehabt haben. Mittags 13 bis 14 Grad Reaumur im Schatten, das ist eine Wärme, wie sie gar oft im Mai und Juni mangelt. Der leichte Schnee, der kürzlich bei beachtenswerter Kälte ftl, ist wieder überall gewichen, und auch keine Koppe nv.k sieht weiß ins Thal. Bei solch ungewöhnlicher Wäm dürften indessen Kälterückfälle nicht ausbleiben. + Nidda, 10. Februar. Unferer frei willigen Feuerwehr, die bereits 22 Jahre bestehe und gegenwärtig 92 aktive Wehrleute, sowie 83 passive Mitglieder zählt, wurden in letzter Zeit zur Anschaffung, bezw. Ausbesserung von Löschgeräten überwiesen: aus der Staatskasse 500 Mk., von den Feuerversicherungsgesellschaften „Colonia" und „Providentia" 100 und resp. 75 Mk., von der Magdeburger Versicherungsgesellschaft 50 Mk., und von der Hiesigei: Vorschußkasse 50 Mk., während unsere Stadtverwaltung ebenfalls aufs bereitwilligste das ihrige zur Anschaffung oob Geräten re. that, so daß der Stand des freiwilligen Feuer, wehrkorps als ein guter bezeichnet werden muß. A Aus Rheinhessen, 10. Februar. In Sachen der Weinsteuervorlage tagte heute nachmittag in Hahn heim (Kreis Oppenheim) eine aus vielen hundert Personen bestehende Protestversammlung, die um deswillen einen außerordentlich erregten Charakter annahm, weck cd vet lautbar geworden, daß der Vertreter des betreffenden Wahlkreises in der zweiten Kammer, Oekonomierat Wern her sich für das Weinsteuergesetz ausgesprochen hatte. Der genannte Abgeordnete war zu der Versammlung eingeladen worden, war indes nicht erschienen, sondern ließ sich wegen einer nicht aufschiebbaren Reise durch einen Vertreter entschuldigen, welch letzterer jedoch nicht in der Lage war, eine deutliche Erklärung abzugeben, welche Stellung der Abgeordnete zu der Weinsteuerfrage einnehmen werde. Diese zweifelhafte Erklärung erregte in der Versammlung ziemliche Bewegung und laute Proteste. Nachdem von verschiedenen Rednern die Weinsteuervorlage auf das schärfste kritisiert worden, beschloß die Versammlung, erstens eine Aufforderung an die Regierung zu richten, die Weinsteuervorlage zurückzuziehen und dieses Ersuchen der Regierung durch eine Deputation unterbreiten zu lassen; zweitens an die erste und zweite Kammer unter Hinweis auf die Schäden, welche das pro jeftierte Gesetz dem Weinbau und dem Weinhandel in Rheinhessen bringen würde, eine Petition zu richten, gegen die Regierungsvorlage einzutreten. — Nach dieser Versammlung fanb am Abend noch eine zweite Protestversammlung in Nierstein statt, zu welcher der Abg. Wernher, ber gleich zeitig Bürgermeister von Nierstein ist, auch direkst eingeladen wurde. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 100 Jahren, am 12. Februar 1799, schloß der berühmte Naturforscher und Physiker Laz aro Spalanzani zu Pavia die Augen zum ewigen Schlummer. Seine Ent' )eckungen, Versuche und Schriften über die Verdauungsfunktionen, den Kreislauf des Blutes und seine Beobacht' ungen über einen den Fledermäusen eigenen Sinn waren von hoher Wichtigkeit. Spalanzani unternahm außerdem größere Reisen nach Deutschland, der Schweiz und dem Orient und beschrieb die Merkwürdigkeiten dieser Gegenden. Er wurde am 10. Januar 1729 zu Skandiano geboren. Vor 62 Jahren, am 13. (nicht 12.) Februar 1837, starb zu Paris der Dichter Ludwig Börne, ein Mann von Charakter und ohne Frivolität. Alles, was er schrieb war der ganze Mensch, er kannte keine Phrase. Unter feiner gesammelten Schriften zeichnen sich besonders seine „drania tischen Blätter" durch klare und scharfe Kritik, wie durch hohen sittlichen Standpunkt vorteilhaft aus, was auch ®on seinen Gegnern anerkannt wird. Er wurde am 6. J»"' 1786 zu Frankfurt a. M. geboren. Vermischtes. * Daß Caprivi bei feiner harten und trockenen soldatische Natur nicht ohne Humor war, mag der Leser aus folgende Anekdote ersehen, die den Vorzug hat, nicht gut erfunden. , WM M beim Reichs kt Urteil L 6 jtrant®011“ L m-! H»' ein dum« »'' . ©eneral 61 .0*Ä, 'Lagen eine W oicl'st einem N 'M weiß 4^ «edruar: J M, »cd. M timnW, mu Februar: 4 Marie N ”* Mer, JtoWn hierselbsl. Januar: 28 Mathilde. 31. lodittr, Marte. Sohn, start. 4. 5. Dem Arbeiter Lunin- ein 6ohi 8. Dem Sraaer n 10. Dem Schlosser Februar: 2. ton MltnlMltt L Monate alt, 3. stach, hosvmr hosamn yi ML alt, Tochter von reche Magen, gr Louli Magen Megger und ®l alt, Maschinen Weichensteller i 32 Jahre, W Marie Helene Sonrab Belker 31 Jahre alt, 10. Luise Linb, Wer. Npii 1 6t w Den 4. M rocht . Denselben. Nilt Ao . J?fn 1 rin Mtv.'r, $ Wenberolh, kochte ju Sieben. Ve votiH Ww« Ä «tt« ta*; ^rdui ist J Ä* "Ä* Hs. y,>dch 1( LZ. »-rr-ichk. ;bi8 iu» i.jv ?• I" dir Wt °rs toatbcn t ""SW, M Mfäiiitt 50 8 3a», 8e "M.pn e Hohe von 20d ^kineniJahk M hieraus -Vogelsberger? 'dieser Reiche °geUberg abfeiu , & mehr abtt 7ynen er. und t ^elen seine werk tbruar. Ein i c' mie sie am Heu 'es Februar, bi- habt haben. L hatten, das ist Juni mangelt. tenswerter Kältr h keine Koppe gewöhnlicher 8 sbleiben. i«tt sreitvil e beM, und V3 Passive M. ichaffung, fiejnr : aus der TtaL- esellschaften M Mk., üonkr3tyt ., und vsitkrW sere Ätmalto lt zur SWuutz i >es sreioÄigrn ftc erden mch ir. In Sach» natytiittag in ?// fjiinbtrt Plpü itn deswillen s iwtyca, w:' v- bettDrnD^ onomient Btx0i ochen hatte. Dn rsammlung eG- andern lieh sich ntd) einen W nicht in der - ben, welche Stu qe einnehmen n der Lechm Nachdem w ge das uMutz, ® hie Weinst»^: eaierung durchs 's an die erste iben, «E y Weinhandel mr ’U richten, M L b-ef-r » ite IB**! a Wernher, dtt. ’ift, °°-h d"» fonbern wahr zu sein. Als Generalmajor v. Caprivi Brigade- iommanbeur in Berlin war, verkehrte er, ber Junggeselle, viel im Hause eines seiner Regimentskommandeure, des Grafen R. Eines Abends spät gingen Generalmajor v. Caprivi und Oberst Graf R. durch die Wilhelmstraße beim Reichskanzlerpalast vorbei, hinter dessen Fenstern noch viele Lichter brannten. Fürst Bismarck saß also noch an der Arbeit. Die beiden Herren sprachen über die schwere und verantwortungsvolle Thätigkeit des Reichskanzlers, und dabei warf Herr v. Caprivi lächelnd und zu den Bismarck- schen Fenstern hinaufdeutend, die Worte hin: „Der muß ein dummer Kerl sein, der mal dessen Nachfolgerschaft über- uiinmt!" Noch nicht zehn Jahre waren vergangen, da war General v. Caprivi Reichskanzler geworden. Graf und Gräfin R. gratulierten ihm und erhielten nach wenigen Tagen eine Visitenkarte, auf die der General-Reichskanzler nebst einem flüchtigen Dank die Worte geschrieben hatte: „Nun weiß ich, wer der dumme Kerl ist!" Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. Februar: 4. Wilhelm Schnabel, Taglöbner dahier, mit Marie Leich, geb. Philipps dahter. 7. Ludwig B.ll VI., Küfergesell zu Ni anheim, mit Eltsabethe Bill daselbst. Eheschließungen. Februar: 4 August Hatnz, Schmied von Queckborn mit Anna Marie Heß von Münster. 4. Martin Heinrich August Johann Wacker, Modellschretner dahter, mit Martha Elisabeth Wenderoth hier selbst. Geborene. Januar: 28. Dem Seiltänzer Friedrich Bleisteiner eine Tochter, Mathilde. 31. Dem BezirkSfeldwebel Eberhard Fortnagel eine Tochter, Marte. Februar: '2. Dem Weißbinder Ludwig Feuster ein S>hn, Karl. 4. Dem Zahntechniker Friedrich Lehrmund ein Sohn. 5. Dem Arbeiter August Belke ein Sohn. 5. Dem Metzger Friedrich Leumtng ein Sohn. 7. Dem Bremser Karl Gorr ein Sohn, Karl. 8. Dem Brauer und Wirt Jacob Müller ein Sohn, Ludwig Wilhelm. 10. Dem Schlosser Wilhelm Christian Semmler ein Sohn. Gestorbene. Februar: 2. Wilhelm Klinket, 14 Jahre alt, Realschüler, Sohn 80» Kohlenhändler Eduard Klinke! dahier. 3. Frida Gertrude Muth, b Monate alt, Tochter von Bäckermeister Ernst Muth dahter. 3 Kath. Hostnann, 2 Jahre alt, Tochter von Taglohnrr Friedrich Hofmann zu Münchholzhausen. 4. Eltsabethe Marte Petri, 1 Jahr eit, Tochter von Laternenaufseher Ludwig Petrt dahier. 5. Margarethe Magen, geb. Schultbeiß, 52 Jahre alt, Witwe von Schreiber LoatS Magen dabter. 6 Luise Kraft, 1 Jahr alt, Tochter von M- tzger und Wirt Georg Kraft dahier. 6. Heinrich Schlegel, 29 Jahre alt Maschinenbauer von Atz'ar. 7. Georg Etltng, 55 Jahre alt, W: ichensteller t P. zu Hungen. 8. Eleonore Keil, geb. Rücker, alt 82 Jahre, Ehefrau von Weißbinder Karl Keil II. dahter. 8. Anna Marie Helene Becker, 6 Monate alt, Tochter von PosthtlfSboten flcrreb Becker dahier. 9. Johanna v. Ritgen, geb. Zimmermann, 31 Jahre alt, Witwe von Geheimerat Prof. Dr. Hugo v Rttgen. 10. Luise Lind, geb. Hein, Witwe von Hofkonditor Eduard Lind dad»ier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Martukgemetnde. Den 4. Februar. Martin Heinrich August Johann Wacker, ein Wittwer, Modellschreiner zu Gießen, und Martha Elisabeth Wenderoth, Tochter deS verstorbenen Weichenstellers Heinrich Wenderoth ]U Gießen. Lukasgemeinde. Den 4. Februar. August Hatnz, Schmied zu Gießen, und Karte Heß, Tochter deS Ackermanns Peter Heß II. zu Münster. Denselben. Georg Heinrich Mertens, Kaufmann zu Hannover, und Maggie Antonie Jane Pascoe, Tochter des Bergwerkdirektors Samuel Pascoe zu Gießen. Getaufte. MaithäuSgemeinde. Den 5. Februar. Dem Kutscher Heinrich Prinz eine Tochter, Lina Margarethe, geboren den 3. Januar. Denselben. Dem Kutscher Johannes Fölfing ein Sohn, Karl Andrea«, geboren den 24 November. MarkuSgemeinde. Den 5. Februar. Dem Schreiner Otto Hartg eine Tochter, Marte, geboren den 20. Dezember. Lukasgemeinde. Den 5 Februar. Dem Bauafpiranlen Georg Reitz eine Tochter, Frieda Johanna Elisabeth, geboren den 27. Dezember 1898. Denselben. Dem Briefträger Georg Hermann Reul ein Sohn, Wilhelm Georg, geboren den 5. Januar. Denselben. Dem Kalkwerkbefitzer Carl HaaS V. eine Tochter, Marie Sophie, geboren den 9. Dezember 1898. Denselben. Dem Lokomotivheizer Wilhelm Seipp ein Sohn, Johann Wilhelm, geboren den 7. Januar. JohanneSgemeinde. Den 7. Februar. Ein unehelicher Sohn, Walter, geboren den 11. Januar. Militärgemeinde. Den 4. Februar. Dem Ober-Leutnant August Schröder ein Sohn, Curt Fritz Richard, geboren den 27. November. Beerdigte. Matrhäuvgemeinde. Den 4. Februar. Karoline Eleonore Gimbel, Witwe des verstorbenen Bahnmeisters Karl Gimbel, 71 Jahre all, starb den 2. Februar. MarkuSgemeinde. Den 4. Februar. Wilhelm Karl Kltnkel, Sohn des Kohlenhändlers Eduard Kltnkel, 14 Jahre alt, starb den 2. Februar. Den 10. Februar. Eleonore Reil, geb. Rtcker, Ehefrau des OfenputzerS Karl Keil, 62 Jahre alt, starb den 8. Februar. Lukasgemeinde. Den 7. Februar. Margarethe Magen, geb. Schultheiß, Witwe deS Skeibenten Louis Magen, 52 Jahre alt, starb den 5. Februar. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag, dem 19. Februar, Jnvokavit, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasgemeinde im Abendgottesdienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten. Am Sonntag, dem 26. Februar, Remini-cere, findet Beichte und heil. Abendmahl für die JohanneSgemeinde im Abendgottesdienst statt. NerKehr, Kand und Volkswirtschaft. Gieße«, U. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 0.75—0.90, Hühnereier per St. 6—7 2 St. 00—00 H, Enteneier per St. 7—8 Gänse« eier per St. 12—14 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar JL. 0.80—1.00, Hühner per St. 1.20—1.70, Hahnen per Stück v4L 1.30—2.00, Enten per St. JL 1.80—2.40, Gänse per Pfund vtt 0 00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 H, Schweine« fleisch, gesalzen, per Pfd. 80 H, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6,00 bis 7.00 Jt, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. JL 8.00—9.00, Milch per Liter 16 H. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Briefkasten. Rach Heuchelheim, e Sowenig der wohlbeschlagene Krummstiefel, als die „Haare auf den Zähnen" der „bewußten" vermögen uns fürchterlich zu werden. Bei dem offenbaren Mangel ihres „Hauptes" wäre es für sie geratener, sich nicht ohne Not der blößedeckenden Zipfelmütze zu begeben, ©in arger Schnupfen dürfte die unausbleibliche Folge dieser Mondscheinpromenade sein. — Gesunder Menschenverstand und einiger Mutterwitz enthebt uns ^billig der Spitzelhaltung; auch in diesem Falle geht uns eigene Erfahrung über alles. Ungewaschene Mäuler zu stopfen, gehört leider zu unseren Berufspflichten, den wütenden Lindwurm „gehörig" abzuführen, überlassen wir dem Spezialisten St. Georg. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 11. Februar. In der Wahlprüfungs-Kom- mission des Reichstages würbe gestern abend die Wahl des Abgeordneten Stöcker beanstandet. Berlin, 11. Februar. Die Interpellation Johannsen wegen der Ausweisungen aus Nordschleswig wird voraussichtlich am nächsten Mittwoch im Reichstage auf die Tagesordnung gesetzt werden. Berlin, 11. Februar. Zur Umgestaltung der Kirchhofsmauer des Friedhofes der Märzgefallenen im Friedrichshain hat bekanntlich seit dem Mai vorigen Jahres der Magistrat auf sein Gesuch um die polizeiliche Genehmigung bisher keine Antwort vom Polizeipräsidium erhalten. Nunmehr hat das Magistrats- Kollegium gestern beschlossen, wegen der Nichterteilung einer Antwort über das Polizeipräsidium beim Oberpräsidcnten Beschwerde zu führen. Paris, 11. Februar. Trotz des gestrigen Sieges der Negierung geht die allgemeine Ansicht dahin, daß ein längerer Bestand des Kabinetts unmöglich sei, da sich die Republikaner in zwei gleiche Hälften gespaltet haben. Eine Interpellation, wie die Negierung die Justiz-Organe gegen reaktionäre und cäsaristische Angriffe zu schützen gedenke, ist wahrscheinlich. Paris, 11. Februar. Die gestrige Kammer sitz u ng wird trotz des Sieges der Regierung als eine moralische Niederlage des Kabinetts Dupuy bezeichnet, welches sich aus die Nationalisten, Royalisten und Antisemiten stützen mußte, während doch Dupuy in seiner Programmrede sagte, wir wollen uns auf das republikanische Element stützen. In Senatskreisen macht sich nunmehr die Stimmung geltend, das Gesetz dennoch durchgehen zu lassen, da man hofft, auf diese Weise die Ruhe herzustellen. Andererseits möchte man nicht durch einen offenen Konflikt zwischen der Kammer und dem Senat die Verwirrung, welche bereits den Höhepnnkt erreicht hat, noch vergrößern. Paris, 11. Februar. Die Gesetzes-Vorlage der Regierung bezüglich das Revisionsverfahren, wurde in der gestrigen Kammersitzung mit 332 gegen 216 Stimmen an- geommen. Das Haus, besonders die Tribünen, waren überfüllt. Nach dem Berichterstatter Morliere, der die Vorlage verurteilte, sprachen verschiedene Deputierte teils für, teils gegen das Gesetz, wobei es öfter zu tumultuar- ischen Szenen kam. Ministerpräsident Dupuy suchte die Republikaner mit der Bemerkung zu beschwichtigen, daß es die Pflicht der Regierung sei, die Dreyfus-Angelegenheit zu Ende zu führen, und sie der allerhöchsten Gerichtsbarkeit des Landes zu unterbreiten. Haag, 11. Februar. Die holländische Regierung ist jetzt von verschiedenen Mächten über die eventuelle Abhaltung der Friedens ^Konferenz im Haag verständigt worden. Die hiesige Regierung hat die Mächte benachrichtigt, sie sehe dies mit großer Befriedigung. In hiesigen politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß die Konferenz nicht vor dem 15. Mai stattfinden wird. Petersburg, 11. Februar. Aus dem mittleren Sibirien kommt die Meldung, daß im Gouvernement Jeneffeisk in einer Hütte drei Männerleichen gefunden worden, welche man für Andrö und seine Begleiter hält, weil das Dach ihrer Behausung aus Tauwerk hergestellt ist. Die russische Regierung ist mit der Untersuchung der Sache beschäftigt. Washington, 11. Fcvruar. Der spanisch-amerikanische Friedens vertrag ifl nunmehr gestern nachmittag durch den Präsidenten Mac Kinley unterzeichnet worden. „Elephanterr-Kaffee" 37 von ver Hou. Kan««.Brennerei H. Di*qu6 & «r anerkannt die beliebttfie Mu.«- und kann bestens empfohlen werorL — wegen ihrer Billigkeit, ®rfltcu*fett und beförderen Brennart nach I. von LiebtgS Vorschrift (ietchte Huck.rumbüllung), wodurch daS Aroma gebunden und d»s schädliche, fettige Ausfchwitzen der Bohnen unmöglich ist. Diese Kaffee sind nur in verschlossenen Packeten -v haben, — mit Schutzmarke und Firma versehen — und ist damit jede Garantie geboten für einen reinen, unverfälschten, gesunden Kaffee. — Verkaufsstellen sind durch Annoncen diefes Blattes b> könnt. Vergebung von Schieferdeckerarbett. Die zir Erbauung eines Amts- zerichtsg^däudes in Grünberg nölige Dachdeckerarbeit wird hierturch nochmals unter Hinweis aus den Hönisterialerlaß vom 16. Juni 1893 M Vergebung auf dem Subrnissions- TC3 ausgeschrieben, nachdem nachträglich die Bestimmung getroffen »olden ist, daß die Dachflächen nicht miil Ziegeln (Biberschwänzen), sondern "in Schiefern eingedeckt werden sollen. Die Ausführungsbedingungen und Arbettsbeschreibung liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und ta letztere, mit Vordruck zu dem bez üglichen Angebots Vermerk ver- lchen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Dienstag de » 28. l. Mts., vormittags lOi Uhr, versiegelt und mit ent- sprechender Aufschrift portofrei an im abzugeben. .3uschlagsfrist 4 Wochen. 'Gießen, den 10. Februar 1899. Großherzogliches Hochbauamt. Neuling. 1356 Schaswewe- Verpachlung. Montag den 20. Februar 1899, vormittags 11 Uhr, soll die Schafweide der Gemeinde Wieseck für das Jahr 1899 auf hiesiger Bürgermeisterei verpachtet werden, wozu alle Interessenten höf lichft eingeladen werden. Wieseck, am 10. Februar 1899 Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 1346 Hiiipfellinilyen Verkaufe von heute ab prima feines, ausgebrat. Schweineschmalz von nur eigenerScklachtung, LPfd. 70Pfg. desgleichen prima feines Wnrstfett ä Pfd. 45 Pfg., sowie extra feines Speisefett ä Pfd. 50 Pfg. 1363 Fr. Schreiner, _________Metzgermeister. ff. HolffetuW Meikrribüttrr versendet in Postcolli, (Netto 9 Pfund) zu den billigsten Tagespreisen per Postnach- nahme O. Sager. 661] Versandhaus Holst. Meiereibutter. Meldorf i. H. 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Satz a. d. Konzert für Violine in D-dur 3) Sonate für Klavier in F-moll, op. 5 .... 4) Die Flueht nach Egypten (Biblische Legende), für gemischten Chor und Orchester..... 5) Soloetücke für Violine: a) Air a. d. Orchestersuite in D-dur .... b) L'Andalouse, Span. Tanz...... 6) Solostücke für Klavier: a) Etüde in E-dur . . b) Rhapsodie No. 12 7) Sonnengesang a. d. Oratorium Franziskus, für gemischten Chor........... ES war vo die Wemsteuer $ Hessen auf » der letzten Zeit o । aber auch mam W ausgeste! im Entwurf s Derselbe lautet! lö, Ärt 1. 1 ftinmti Vein un (teuer nach Maße her Bezeichnung . handel gelangen btt BchMNMg Mm gcherb^ Weintrauben h gleichgestellt. i Bezeichnung b aufgeführten! Art. 2. gang vom He Aerbraucher, zenten an eh anderen, von i brauner, fowh Maufy: fta 5rt. 3. I welcher zum Ver b« Ervbherzvgl ^.vmunionwein oder Branntwei d»."g;4.Wmpi ’°Jtrn fie iinent Meten werde ’ W; 5. Wein, tiU3 »Eichen! ^Mgeuer Lerzi Wrown wird- wunb non b,e Besreiung \ Art. ? 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