Tagesordnung: 2. LesungdesAntragesLieber- mann v. Sonnenberg (Antis.) betr. vorgängiges Betäuben der Schlachttiere. Auf dem Tische des Hauses liegen Holzschlegel, Schlachtmasken 2C. zur Ansicht. Bei § 1 tritt Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) für den Antrag ein, der durchaus nicht antisemitisch sei. Der Antrag bezwecke lediglich Humanität gegen die Tiere. Die dem Reichstage zugegangene gegnerische Gutachten-Sammlung enthalte auffälligerweise keinerlei Bezugnahme auf die beste Schlachtmethode, die mit der Schußmaske. Abg. Lieber (Centr.) führt aus, mit dem Reichstage verwerfe auch seine Partei jede unnötige Tierquälerei, wie sie bei den Vorbereitungen zum Schächten ebenso gut vorkommen könne wie bei den Vorbereitungen zu anderen Schlachtmethoden. Dergleichen könne eben vorkommen und komme vor bei jeder Schlachtweise. Es sei ja mitgeteilt worden, daß sich Tiere bei dritten und ferneren Schlägen auf die Maske losgerissen haben. Solche unnötigen Quälereien verwerfe er durchaus, und er meine, es könne da nötigenfalls auf Grund des Strafgesetzbuches vorgegangeu werden. Meine Freunde, so fährt Redner fort, unterscheiden sich unversöhnlich von dem Antragsteller darin, daß sie auf die innerreligiösen Angelegenheiten der Juden Rücksicht nehmen. Die Emanzipation der Juden ist eine geschichtliche und rechtliche Thatsache; damit rechnen wir, und wir lassen an ihren religiösen Gebräuchen nicht rühren. Das gesamte Judentum steht auf dem Standpunkt, daß ein solcher Eingriff, auch in der hier vorgeschlagenen Form, in die rituelle Schlachtweise, ein Eingriff sein würde in religiöse Satzungen. Zum Schluß zitiert Abg. Lieber eine zu friedlichem Zusammenleben der Konfessionen mahnende Ansprache des Erzbischofs Crementz an eine Deputation von Rabbinern im Jahre 1893. Vizepräsident v. Frege erteilt nunmehr das Wort dem Abg. Oertel-Sachsen. Ehe dieser aber das Wort ergreifen kann, erschallt plötzlich von einer Zuschauertribüne der laute Ruf: „Nicht für Ochsen-, sondern für Menschenrechte!" Gleichzeitig wirft der Rufer, ein junger Mensch, eine Hand voll Flugblätter in den Sitzungssaal hinein. Der Betreffende wird durch einen Diener sofort zum Saal hinausbefördert. Abg. Oertel-Sachsen (kons.) tritt für den Antrag v. Liebermann ein. Abg. v. Tiedemann (Rp.) ist gegen denselben. Er würde für einen Vorschlag zu haben sein, der sich gegen jede Tierquälerei, bei jeder Art von Schlachtung, richte. Der vorliegende Antrag sei zu einseitig. Abg. B i n d e w a l d (Antis.) Plaidiert für den Antrag. Er führt alsdann aus, die Juden, die eine Minderheit darstellten, müßten sich der Allgemeinheit unterordnen. Das thäten sie aber nicht, indem sie religiöse Gebräuche vorschützten, und da füge sich leider die Majorität. Die Antisemiten würden immer wieder mit ihrem Anträge kommen, wenn auch jedesmal zehn Judenschutzredner ihnen gegen» überträten. Abg. Schrader (frs. Vg.) erklärt, er sei mit den Abgg. Lieber und v. Tiedemann darin einig, daß möglichst gegen jede Tierquälerei vorgegangen werden müßte, daß aber keine Methode des Schlachtens besonders vorgeschrieben werden dürfe, von der nicht nachgewiesen sei, daß sie gut sei, und den Vorzug verdiene. Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) erklärt, nötigenfalls würde er sich mit einer Resolution begnügen. Er bitte deshalb das Haus, heute die Abstimmung über den Gesetzentwurf auszusetzen. Der Antrag des Abg. v. Liebermann, die Abstimmung auszusetzen, wird abgelehnt. Vor der Abstimmung über § 1 zweifelt Abg. v. Liebermann (Antis.) die Beschlußfähigkeit des Hauses an. Präs. Graf B a l l e st r e m bemerkt, das Bureau müsse leider diesen Zweifel teilen. Er beraume daher die nächste Sitzung an, auf morgen 1 Uhr mit der Tagesordnung: Zweite Lesung des Jnvalidengesetzes. Abg. Singer (Soz.) teilt dem Hause mit, daß er morgen sofort beantragen werde, das Jnvalidengesetz von der Tagesordnung abzusetzen. Schluß oi/2 Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 9. Mai. In der Reichstags-Kommission zur Beratung der Novelle zur Gewerbe-Ordnung wurde der heute neu beantragte § 139o (Ladenschluß- W: rkeihch N, jfte $>#* ;l aMtM" in ifl«”!! nur bl zur. 110 Erstes Blatt. Donnerstag dm 11. Mm 1899 Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich AezugspretL vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg monatlich 75 Pfg. mit Brmgerlohn. Inuahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. BQt Anzeigen-Vermittlung-stellen de» In. und Auslandenehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Orschetnt UgNch mit Ausnahme de» Montag». Dir Gießener -amtkienß kälter »erden dem Anzeiger »öchentlich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblutt für den Ttveis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnkftraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dtätter für hessische Uatbsbunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung, betr.: Maul- und Klauenseuche. Nachdem in zwei Fällen die Einschleppung der Maul- and Klauenseuche in den Kreis durch wandernde Schafherden festgestellt worden ist, ordnen wir hiermit gemäß § 8 bei Ausschreibens Großh. Ministeriums des Innern vom 3. Juli 1897 an, daß wandernde Schafherden im Kreise Ai» ße» nur die Kreisstraßen benutzen dürfen und der Führer derselben mit dem Zeugnis eines beamteten Tierarztes versehen sein muß, in welchem das Freisein der Herde von Mcrul- und Klauenseuche bescheinigt ist. Ein solches Zeugnis ist 3 Tage lang gütig und muß dem Polizei- und Aufsichts- personal, in allen Fällen aber unaufgefordert der Orts» Polizeibehörde desjenigen Orts vorgezeigt werden, in deffen Ge- mflirtung die Herde zum Aufenthalt eingeführt wird. Zu- wit»erhandlungen unterliegen der Strafbestimmung in § 664 des Reichsgesetzes vom 23. Juni 1880. Gießen, den 10. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Gießen, den 10. Mai 1899. Setr.: Wie oben. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Ortspolizeibehörde« und die Gendarmerie des Kreises. Sie wollen wandernden Schafherden Ihre besondere Aufmerksamkeit zuwenden, sich die in obiger Bekanntmachung erwähnten Zeugnisse vorzeigen lassen und im Falle ord- nuvgsmäßige Zeugnisse nicht vorgelegt werden können, die sofl»rtige Einsperrung der Herde und ihre Bewachung inso- laxge anordnen, bis die Seuchenfreiheit der Herde durch krcr-Sveterinäramtliches Zeugnis nachgewiesen ist und uns so. fort Nachricht geben. Wird die Verseuchung festgestellt, so ist bien Anordnungen des Kreisveterinärarztes aufs pünktlichste |u entsprechen. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Nachdem in einer Schafherde in der Gemarkung Hof- A Ibach die Maul- und Klauenseuche in großem Umfang scstgestellt worden ist, haben wir die Sperre der Weide in ter Gemarkung Hof-Albach angeordnet. Das Durchtreiben ton Klauenvieh durch die Gemarkung ist danach verboten. Gießen, den 9. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. " Bekanntmachung. Zu Beienheim, Kreis Friedberg, ist die Maul- und Hauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre verfügt. Gießen, am 8. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Kimmekfasirt. Ein Zeitung hat ihren Namen davon, daß sie es mit Bin Dingen und Ereignissen dieser Zeit zu thun hat. Was Der auf Erden nah und fern im Laufe der Tage Wichtiges «der doch in der einen und anderen Beziehung Bemerkens- ■Ktl es sich zuträgt, hat sie zu berücksichtigen und dem Leser «hejubringen. Da drängt denn eines das andere, und Zkituingsschreiber wie Zeitungsleser werden von dem Sturme des kommenden und gehenden, des vergänglichen Wesens mit fortgeriffen. Es ist aber in uns Menschen etwas, Mches sich dagegen auflehnt und nach Festem Ausschau Hilt, nach einem, das ewigen Bestand in sich trägt. Man sage, was man will: die Menschen werden nicht ablaffen, sich immer wieder nach Unsterblichkeit zu sehnen. Wir wollen rtoas haben, ja vor allem selbst etwas sein, was nicht eine Zitlmng aufblüht und dann wieder verwelkt, sondern in mvenwelklicher Jugendkraft zu immer reicherer und herrlicher er Daseinsfülle sich entfaltet. Und das ist es, worauf i tr fsentige Festtag uns hinweist. Die Himmelfahrt Jesu t-ttet zu uns von einer Welt, die erhaben ist über dieser Welt des Entstehens und Vergehens, der Geburt und des Todes. Und wenn wir einmal ernstlich nachforschen, was den Menschen schließlich dauernd nachhaltige Kraft verleiht, in dem Kampfe des Lebens nicht zu ermatten, sondern immer wieder mit frischem Mute vorwärts zu streben, so ist es im letzten Grunde doch dies, daß wir unser Haupt zu jener höheren Welt aufheben und sprechen dürfen: Dort ist unser Vaterland! Das gilt von ganzen Völkern wie von einzelnen Menschen. Die Geschichte hat es schon oft genug gezeigt: Sobald die überwiegende Menge der Leute anfängt, das Ideale mehr und mehr aus dem Auge zu verlieren und sich ausschließlich den Dingen dieses Erdendaseins zuzuwenden, dann geht es mit der Schwungkraft und dem eigentlichen Lebensbestande des Volkes rückwärts. Hier gibt es nur eine Hilfe und die heißt: Des Herzens wärmste und beste Gedanken von der Erde zum Himmel zu erheben, da hinauf, wohin der von uns gegangen ist, der auf dem Wege zum sicheren Tode schon das große Wort hat sprechen dürfen: Mein Reich ist nicht von dieser Welt! In seiner Nachfolge wird uns auch im schwersten Drang und Kampf dieser Zeit die Kraft zum endlichen Siege nie ganz schwinden._________________________ Die Schwerinstage. Immer zahlreicher werden sowohl im Reichstage wie auch in den Parlamenten der Einzelstaaten die Anträge „aus dem Hause", und besonders in den Reichstagsberichten finden unsere Leser allwöchentlich die Notiz: „morgen Schwerinstag". Früher war die Initiative der Parlamente zur Einbringung von Gesetzesvorlagen nur von sehr geringer Bedeutung gewesen, da unter allen Umständen die Regierungsanträge den Vorrang hatten und für Anträge der Parteien meist keine Zeit übrig blieb. In dieser Beziehung wurde gleich nach der Konstituierung des deutschen Reichstags Wandel geschaffen, indem Graf Schwerin den Antrag stellte, in die Geschäftsordnung eine Bestimmung aufzunehmen, daß ein Tag der Woche für die Initiativanträge der Abgeordneten freigehalten werden solle. Auch das preußische Abgeordnetenhaus hat dann später diese Bestimmung in seine Geschäftsordnung eingefügt. Nach jenem Antragsteller nennt man also die Tage, an welchen in den Parlamenten Gesetzesvorschläge aus dem Hause verhandelt werden, „Schwerinstage". Es war nur zu natürlich, daß zwischen den Parteien Streitigkeiten über den Vorrang ihrer Anträge entstanden. Das Zentrum brachte z. B. bei Beginn der Tagung so viele Vorlagen ein, daß die Schwerinstage der gesamten Sitzungsperiode damit zu besetzen waren. Auch die Sozialdemokraten leisteten darauf Erkleckliches in Initiativanträgen, und die übrigen Parteien traten dann ebenfalls in den Wettbewerb ein. Es kam zu Mißhelligkeiten, so daß der Seniorenkonvent sich ins Mittel legen und die Frage der Schwerinstage anderweitig regeln mußte. Dies geschah in der Weise, daß alle Initiativanträge, welche in den ersten 14 Tagen nach Eröffnung des Reichstags eingebracht werden, als gleichzeitig eingebracht gelten. Die stärkste Fraktion bestimmt dann den Antrag, welcher zuerst erledigt werden soll; darauf folgt die nächststärkste Fraktion, und so geht es der Reihe nach weiter. Auch die kleinste Fraktion kann verlangen, daß einer ihrer Anträge beraten wird, ehe die stärkste Partei ihren zweiten Antrag einbringen darf. Während es früher oft vorkam, daß kein einziger Schwerinsantrag bis zur dritten Lesung gelangte, wird jetzt der Grundsatz festgehalten, daß ein Antrag, welcher einmal die erste Lesung passiert hat, mit möglichster Beschleunigung bis zur dritten Beratung geführt werden muß. Das ist insofern gegen die früheren Gepflogenheiten vorzuziehen, als jetzt wenigstens nicht die auf die erste Lesung verschwendete Zeit als vollständig verloren anzusehen ist und die Regierung die zur Annahme gelangten Anträge als Wünsche des Reichstages betrachten muß, welche ordnungsmäßig durchberaten und nach allen Richtungen geprüft worden sind. So wie die Verhältnisse heute liegen, können wir die „Schwerinstage" nicht mehr entbehren. Auch der Regierung muß daran liegen, Anregungen aus der Mitte der Volksvertretung zu erhalten und Wünsche kennen zu lernen, die in den breiteren Volksschichten vielleicht schon länger ventiliert worden find und als dringendes Bedürfnis angesehen werden. Deutscher Reichstag. 78. Sitzung vom 9. Mai. 1 Uhr. Die Besetzung des Hauses ist eine äußerst schwache. geblieben. •* Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 stellt soeben i» Schaufenster des Herrn A. Kretzschmar, Marktplatz, ein -o . -----, Gruppenbild aus, welches derselbe zu Ehren seines ver- ungen von 8 bis 12 Uhr morgens bewerkstelligte. In I storbenen Vorsitzenden, Herrn Gustav Ruppel, hat anfertigti diesem Jahre ist auch am letzten Namenstage der regieren- I lassen. Die photographische Aufnahme erfolgte im Atelier Den ÄMfcrm die Post den ganzen Tage über geschlossen I des Herrn D. Schuchardt, während der wahrhaft lilnfi lerische Hintergrund von Herrn Maler Scheich auSgesiihr: ist. Das Bild, ein Kunstwerk im wahren Sinne des Wortes, dürfte seinen Schöpfern zu großer Ehre gereichen, unb darf anch wohl die Stadt Gießen stolz aus solche Künstler fein. Alsfeld, 4. Mai. Wieder ist einer unserer hessischem Feldzugskameraden weniger. Nach längerm,schwerem Leiden verschied der langjährige hiesige Bezirksofftzier, Herr Major Ludwig Rietsert im Alter von 52 Jahren. Dei Feldzug machte er als Leutnant im 115. Infanterie-Regimen! mit. Zu Anfang der achtziger Jahre wurde er in das 2 Infanterie-Regiment nach Gießen versetzt. Seit dem Feld zug schon war Rietsert leidend und mußte gegen Ende bei 70er Jahre aus ein Jahr beurlaubt werden. Dazu gesellt« sich gelegentlich eines Manövers ein Sturz vom Pferde, fj daß der nun Verstorbene genötigt war, den Dienst in bei Linie zu verlassen und die ihm übertragene Bezirksofsizier stelle in Alsfeld anzunehmen. Nun hat der Tod den Ber. storbenen, dem weitere Kreise ein ehrendes Gedenken bewahre» werden, von seinem Leiden erlöst. Möge ihm die Erde leid)! sein! Alsfeld, 8. Mai. Das 225jährige Jubiläum des 8c ■ stehens des hiesigen Schützenvereins wurde gestern unli heute festlich begangen. Am Mittag hielt auf dem Fest platze Herr Georg Kurtz jr. die Begrüßungsansprache am die Erschienenen. Die Festrede wurde von Herrn Lehre» Rudolph gehalten. Derselbe entwarf ein Bild der Geschichte des jubilierenden Vereins. Die „Schützenkompagnie' der Vereins-Gründer sei gebildet worden aus Bürgern bei Stadt Alsfeld zur Sicherung des Bürgers in den unsicheren unruhigen Zeitläuften im 17. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt gegen äußere Ruhestörer. Die gehaltvolle Mcb< klang aus in einem Hoch auf den Schirmherrn des Vater landes, Seine Majestät den Kaiser und den hohen Landes - Herrn, Seine Königliche Hoheit den Großherzog. Nun ging es an das Preisschießen, das bis 7 Uhr währte und heul! fortgesetzt wird. (Nach der Oberh. Ztg-) Nidda, 8. Mai. Seit Januar d. Js. hat die hiesig- freiwillige Feuerwehr ein Musikkorps. Zu« erstenmale trat dasselbe öffentlich hervor am Morgen bes 1. hl. Ostertags, wo es von der im Westen der Stadt gelegenen Höhe, der sogen. „Bennda", einen Choral Am Vorabend des kürzlich stattgehabten Geburtstages de Kommandanten der Wehr brachte die Kapelle demselben eir denkt, daß nach der Auffassung der deutschen Jntereffenten- kreise in Samoa eine Annektierung der Samoainseln deutscherseits als fast selbstverständlich betrachtet wird. Konstantinopel, 9. Mai. Die vierDelegierten zur Friedens-Konferenz sind gestern mit ihren vier Sekretären nach dem Haag abgereist. - Washington, 9. Mai. General Otis telegraphierte aus Manila, daß die Insurgenten auf dem Punkte ständen, den Kampf vollständig aufzugeben. Dieselben sind aus ihren festen Stellungen vertrieben. Der Abschluß des Friedens soll unmittelbar bevorstehen. Malta, 9. Mai. Das englische Mittelmeer- Geschwader ist zum Besuche der griechischen und dalmatinischen Häfen abgedampft. Warschau, 9. Mai. Wie verlautet, hat der Chef der hiesigen Zensurbehörde demissioniert. Zu seinem Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter Ananski ausersehen. Paris, 10. Mai. Die Regierung bestreitet die im | „Temps" veröffentlichten Erklärungen des Advokaten I Cab an es, welcher darin öffentlich aufrecht erhält, daß in I seiner Gegenwart der boulangistische Abgeordnete Laguerre I sich als Vermittler der französischen Regierung in London I Esterhazy vorgestellt und wegen der Auslieferung der Doku- I mente mit Esterhazy unterhandelt habe. Petersburg, 9. Mai. In Petersburg heißt es, daß der I junge Zar Nikolaus sich an den diesjährigen Manövern I in hervorragender Weise beteiligen und besonders eifrig den I Verkehr mit den Gardeoffizieren pflegen wird. Nikolai H. I folgt darin klugerweise, und zwar schon seit einigen Wochen, I den Ratschlägen Pobedonoszews. Er läßt jetzt kaum eine I Woche vorübergehen, ohne in einigen Kasernen einen plötz- I lichen Besuch zu machen, mit den Mannschaften und Offizieren I in leutseliger Weise zu sprechen u. s. w. Dadurch sollen I allmählich die immer wieder auftauchenden Gerüchte zum Schweigen gebracht werden, daß der Zar in der Armee gar keine Volkstümlichkeit und gar keinen Anhang besitze und die ganze Liebe der Garde nur der Kaiserin-Mutter gehöre. Ein Teil Wahrheit hat in derartigen Gerüchten entschieden gesteckt, und Nikolai II. beginnt dies jetzt selbst einzusehen. Die nur von Klatsch und Sensation lebende Petersburger Gesellschaft geht aber entschieden zu weit, wenn sie behauptet, daß noch neuerdings unter Mitwirkung der Kaiserin-Mutter Versuche gemacht seien, den Zaren zur Abdankung zu Gunsten ! des Großfürsten Michael Alexandrowitsch, des Lieblingssohnes der Kaiserin-Mutter, zu bewegen, der geistig und körperlich sich wie eine Kopie Alexanders III. ausnimmt. Daß, wenn der Zar einmal regierungsmüde werden sollte und er nicht selbst bald einen Thronerben erhält, der den Namen Thronfolger führende Großfürst Georg Alexandrowitsch, der Einsiedler von Abas-Tuwan, nicht in betracht kommt, ist ja selbstverständlich. Aber so lange dem Zaren seine energische Gemahlin Alexandra Fedorowna zur Seite steht, ist es ausgeschloffen, daß Nikolai II. sich seiner Würde begiebt, wenn ihn auch seine persönlichen Neigungen zu dem Ausspruch getrieben haben sollen, „daß er lieber russischer Großgrundbesitzer als Zar sein möchte." Deshalb find auch alle die Gerüchte über den Zaren als Phantastereien zurück- I zuweisen, die ihren Ursprung den Wünschen einer kleinen Partei verdanken, welche mit der jetzigen Regierung sehr unzufrieden ist. Diese Unzufriedenheit, welche Nikolai II. nicht unbekannt ist, gibt vielleicht auch den Schlüssel ab, warum der Zar so fest an dem Oberprokureur Pobedonoszew hängt, obwohl sein, des Zaren, Gedankenkreis ein weit liberalerer ist. Hinter Pobedonoszew steht die gesamte orthodoxe Kirche, I welche sich noch immer als die sesteste Stütze jedes Zaren I erwiesen hat, der mit ihr gegangen ist. Ein Gewährsmann I des „Fr. G.-A." macht übrigens ferner noch auf eine I Kleinigkeit aufmerksam. Der Zar läßt es sich angelegen sein, daß seine Gemahlin in jeder Weise als gleichberechtigt I neben die Kaiserin-Mutter tritt. Um nur ein Beispiel anzuführen, so war noch im vorigen Jahre nur der Namens- I tag der Kaiserin-Mutter ein so großer Feiertag, daß nicht einmal die Post Geldsendungen aushändigte, während sie I den Namenstag der regierenden Kaiserin nur als einfachen I Sonntag behandelte und die Auslieferung von Wertsend- | stunde) nach längerer Debatte angenommen. Desgleichen die neuen §§ 139 f, g, h, i (Befugnisse des Bundesrats und der Polizeibehörden zum Erlaß von Durchsührungs- Verordnungen). Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. Berlin. 9. Mai. In der Reichstags-Kommission für die Post-Novelle wurde heute die,Beratung fortgesetzt. Bei Artikel 2 wurde ein Antrag Oertel abgelehnt, sodaß es beim Beschluß der ersten Lesung bleibt, wonach die Expreßbestellung wie bisher gestattet ist. Artikel 3, welcher den Betrieb der Privatposten vom 1. April 1900 untersagt, wurde mit einer redaktionellen Abänderung in der Fassung der ersten Lesung bestätigt. Bei Artikel 4a, betreffend Entschädigung der Privat-Postanstalten, wurde die Debatte abgebrochen. Die Beratung wird morgen fortgesetzt. Berlin, 9. Mai. Die Kommission des Abgeordnetenhauses für die Kanalbau-Vorlage trat heute vormittag hier zusammen. Zum erstermale war der Kriegsminister v. Goßler erschienen. Vom Abgeordneten v. Zehnhoff (Ctr.) ist der neue Antrag eingegangen, an die Heeresverwaltung die Frage zu richten, ob nicht vom militärischen Standpunkte der Kanal erst dann Wert haben würde, wenn die Kanalisierung der Mosel bis Metz als Ergänzung hinzutritt. Der Kriegsminister v. Goßler hielt einen eingehenden Vortrag. Er setzte die Vorzüge der Kanäle auseinander, um Proviant und Kriegsbedürfuisse fortzuschaffen. Die Bahn werde im Kriegsfälle sehr in: Anspruch genommen. Es blieben daher die Kanäle für den i Proviantverkehr. Auch in strategischer Beziehung seien Wasserstraßen sehr wichtig. Der Transport der Verwundeten, Munition und Ingenieur-Material komme in Betracht. Berlin,9. Mai. Im Herrenhause stand heute zur Beratung der Bericht der verstärkten Kommunal-Kom- mission über den Gesetzentwurf betreffend die Anstellung und Versorgung der Kommunalbeamten. Die einzelnen Paragraphen gelangten zur Annahme. Desgleichen schließlich das ganze Gesetz. Auf der morgigen Tagesordnung stehen I Petitionen. Berlin, 9. Mai. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: I Die Notwendigkeit der sorgfältigen Prüfung aller bei dem I Erlaß eines Gesetzes über die Besteuerung der großen I Warenhäuser, Bazare usw. in Betracht kommenden I Verhältnisse, wie sie u. a. durch die Einholung der Gut- I achten kaufmännischer und anderer Korporationen in die I Wege geleitet ist, läßt es als ausgeschlossen erscheinen, daß I dem Landtage noch in der gegenwärtigen Tagung ein ent- I sprechender Gesetzentwurf vorgelegt wird. | Berlin, 9. Mai. Beim Staatssekretär des Auswärtigen I Amtes, v. Bülow, fand gestern ein parlamentarisches I Diner statt, dem außer dem Präsidium des Reichstages I auch zahlreiche Abgeordnete beiwohnten. Berlin, 9. Mai. Aus Anlaß der Beratungen, welche I in diesen Tagen über den Abschluß eines Ueberein- I kommens zum gegenseitigen Schutze der Ur- I heberre chte an Werken der Litteratur und Kunst I zwischen dem Reich und Oesterreich-Ungarn Hierselbst ge- I pflogen wurden, findet bei dem Reichskanzler Fürsten Hohen- I lohe heute abend eine Tafel statt, zu welcher u. a. der I österreichische Botschafter, die Staatsminister Dr. Bosse, I Graf Posadowsky und v. Bülow sowie andere hochgestellte I Persönlichkeiten Einladungen erhalten haben. Berlin, 9. Mai. Die Kommission des Abgeord- I netenhauses für das Ausführungsgesetz zum I Bürgerlichen Gesetzbuch trat heute in die zweite I Lesung, die nur kurze Zeit in Anspruch nehmen dürfte, da I das Gesetz vorzüglich vorbereitet ist. Saarbrücken, 9. Mai. Eine heute vormittag in Groß- I Rösseln abgehaltene allgemeine Versammlung der strikenden I Bergarbeiter beschloß einstimmig, den Ausstand fortzu- I setzen, bis sich die Gruben-Verwaltung gezwungen sehe, alle I Forderungen der Bergleute zu erfüllen. Die Versammlung I war sehr zahlreich besucht und nahm einen ruhigen Verlauf. I Hanau, 9. Mai. Das Bekleidungsamt des 18. Armee- | Korps wird, wie nunmehr feststeht, in Hanau errichtet. Die I Inangriffnahme der Vorarbeiten, wofür 50000 Mark ge- I fordert sind, sind angeordnet. I ermäßigung für die Wiese an der Lahn. 11. «nften n der Kreisstraßenwarte; hier: Gesuch um Abtretung von A I lände. 12. Anschaffung von Straßenschildern und nummertäfelchen. 13. Anfuhr von Cementplatten. 14%» setzung der Cokespreise. 15. Ankauf der v. Rabenan's^.. I Besitzung; hier: die mit Johannes Häuser XIII. und Theo - I Haubach abgeschloffenen Tausch- und Kaufnotulen. 16.2eqit I des Telegraphenkabels in der Böschung der Hammstrcpj 1 17. Den Bau einer direkten Vollbahn Siegen—Haice- | 18. Die Aufnahme der für 1898/99 und 1899/1^)0 I forderlichen Kapitalien; hier: den Druck der Schuld^ I schreibungen. 19. Annahme eines Schularztes; hier: | Druck des Berichts desselben fürs abgel^ufene Jcrii | 20. Den Ventilbrunnen am Böck'schen Hause in der Wei thorstraße. 21. Gesuch der Theaterdirektoren Helm L - I um Bewilligung einer weiteren Subvention. 22. Wahl I Kommissionen und Deputationen; hier: Ersatz des ver. storbenen Stadtverordneten Habenicht a. in der Deputatio- I fürs Gas- und Wasserwerk, b. in der Armendeputalitt' e. in der Kommission zur Prüfung der Bedürfnis^ 23. Gesuch des Konrad Pflug um Erlaubnis zum XßirtfM/ betrieb im Hause Liebigstraße 64. 24. DeSgl. des Nhel» Ruppel für bad, Haus Riegelpfad 38. ** Ein Stück Alt-Gießeu wird binnen kurzer Zeit ver, schwinden. Der Inhaber der Firma I. Schmücker brat- sichtigt, sein Haus Marktstraße 8 niederzulegen und burt ein modernes Geschäftshaus zu ersetzen. Der „Loos-, Riemen", eine Stätte früherer froher Burschenherrlichk?' die dem Bachus geweiht war, ist heute noch ein Anziehung | punkt für Alte Herren, wenn sie in unserer Stadt tveiki, I der mit Vorliebe von ihnen ausgesucht wird, um beim blick der alten Räume im Innern des Hauses sich an bt darin verlebten fidelen Stunden der Jugend zu erinnern Vielleicht veranlassen diese Zeilen den Oberhessischen Geschichl- verein, die Stätte früherer Fröhlichkeit wenigstens im für die Nachwelt zu erhalten. Es lohnt übrigens für jcbei, sich die ehemaligen Wirtschastsräume anzusehen, man ersieh! daraus, wie bescheiden unsere Altvordern in ihren sprüchen gewesen. Heute würde man sich besinnen, in ba Räumen des „Loose-Riemen" Einkehr zu halten, der e$m^ die bestfrequentierte Wirtschaft der Stadt war. ** Natioual soziale Versammlung. Wir machen nochmals an dieser Stelle auf die heute Mittwoch, abends in Steins Garten stattfindende national-soziale Der sammlung aufmerksam. Angesichts des bereit- ange kündigten hochinteressanten, sehr zeitgemäßen Themas, ba? Herr v. Gerlach aus Berlin behandeln wird, dürfte sich dr Besuch für jedermann sehr empfehlen. •• Turnerisches. Aus dem Inseratenteile unsere: gestrigen Nummer war zu ersehen, daß der Männer Turnverein am Himmelfahrttag einen Familien ausflug nach Weilburg veranstaltet. Angenehm ter schönt wird derselbe dadurch, daß eine Anzahl rüstige« Turnschwestern den Turngang von Braunfels nach Weilbura mitmachen. (Zug 12 Uhr 10 Min.) Bemerkt sei noch, des der Bahnzug für sonstige Teilnehmer nicht, wie irrtümlich in der Annonce angegeben, um 3 Uhr 13 Sfflin., sonder? um 2 Uhr 47 Min. nachmittags abgefyt. Lokales und Provinzielles. Gießen, 10. Mai 1899. ** Ernennung. Se. König!. Hoheit der Großherzojg haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 6. Mai l. I. Allergnädigst geruht, den Hauptmann a. D. und Großh. Badekommiffär zu Bad Nauheim, Hermann v. Grolman, zum Kammerherrn zu ernennen. ** In den Ruhestand wurde versetzt der Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn-Gemeinschaft Adam Schmidt in Hungen mit Wirkung vom 1. Mai 1899 an. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- versammlnng Freitag deu 12. Mai 1899, nachmittags 31/2 Uhr pünktlich. 1. Mitteilungen. 2. Gesuch des Philipp Strack um Erlaubnis zur Errichtung eines Backsteinmacherhäuschens am Krofdorferweg. 3. Baugesuch des Karl Schleenbecker für die Bleichstraße; hier: Gesuch um Belassung einer Abtrittsgrube. 4. Baugesuch des Dr. Felsing für die Bergstraße; hier: Dispens. 5. Gesuch der Firma Emil Pistor Nachfolger um Erlaubnis zur Ueberbrückung des Stadtbachs in der Sandgasse. 6. Baugesuch des H- Kockerbeck für die Ecke der Schul- und Sonneustraße. 7. Gesuch des Wilhelm Valentin um Erlaubnis zum Bauen am Gleibergerweg. 8. Baugesuch der Gail'schen Dampf- zregelei für das Thonwerk Erdkauterweg 50. 9. Die Vermietung der Räume in dem ehemals Bourgeois'schen Hause. 10. Gesuch der L. C. Rübsamen Wwe. um Pachtpreis- ttuSteiSa Ausland. Wien, 9. Mai. Eine denkwürdige Feier wird, wie man der „T. R." schreibt, demnächst in dem böhmischen Erzgebirgsstädtchen Klostergrab bei Teplitz stattfinden, indem dort «m Donnerstag, dem 11. d. Mts., ber erste öffentliche evangelische Gottesbienst seit ber Zerstörung ber bortigeu evangelischen Kirche im Jahre 1617 abgehallen werden soll. Die Zerstörung dieser Kirche war bekanntlich einer der Anlässe zum Ausbruch des 30 jährigen Krieges. Prag, 9. Mai. In der heutigen Landtagssitzung wurde der Antrag, die deutschen Landtagsabgeordneten wegen ihrer Abstinenz der Mandate für verlustig zu erklären, auf Antrag des Abgeordneten Dr. Engels, um der tschechischen Versöhnlichkett Ausdruck zu geben, vertagt. Rom, 9. Mai. Da Zanardelli entschlossen ist, zu demisslonteren, wird Rudini zum Kammerpräsidenten designiert. M.P.C. Man schreibt uns aus London: Dem Eintreffen der Spezialkommission in Samoa wird hier mit nicht ae- rmgem Interesse entgegengesehen. Je länger, desto mehr ist man in hiesigen diplomatischen Kreisen geneigt, der deutschen Regierung nachzurühmen, daß sie von Anfang an eine Haltung eingenommen habe, die vor dem Forum der Logik am besten stand zu halten vermöge. Deutschland machte seinerzeit den Vorschlag, es möchten von feiten der drei Mächte deren Vertreter abberufen werden, Deutschland hat auch seinerzeit den Gedanken angeregt, eine wirkliche Teilung der Interessensphären der drei Mächte herbeizuführen. Dies war sicher ein sehr bescheidener Vorschlag, wenn man be- folgtet iS* kilb--p°E ’U laßen. Herr r°hd-n, >” ,be« Die Ä lentS«r® ! ttrti« mit i« ®“' " gMneitf*" DarroM, Leih. Unsere Hei mhr von unserer »rösch, m diesen, ansgesilhrte Gemc Lebensgröße, M einem Divan legt blühenber Syrinc derselben Farbe hat bas Bild ihre« Darmstadt, 9. 4 pSt. unb di Darmstadt, ! berufener Site n risse am Lmdwl Aorsißenden der Man, gegen Ob. lehrer Dr. Wein morden, die am 2( aus Grund von Ar betretend die Disz StaatsbeMen, m ist Di. AWm i eigenen Wunsche fejjt worden. Da gegen Oberschulr hat dieser am k gänzung der geg> bei Großh. Mini dem Anträge ent sofort angeordnet A Mainz, 9. Herkunft des fail erfahren. Saut a bereits am fommen sich, ohne die Stadt Besichtigung. Nach Wws M der1 dieses Monats, be der össentlichen Ar! Maingegend statt Stävte Frankfurt Mannheim teilneh der Verbandst Aus den Verhandli Maximalarbeitstag dnzutreten, der die: ^edt. Was den M °uß in Süddeutsch besetzen sind. ift man •rtnung eine Rw •«8«rtigen Seri, Mrligt, unb f, WuH durch affe 1 .rn,A Hei &*m, ©enfuto %n'h AS'Mrde hi ’ । ! Mnbeamten unb ^“»««ufiungen Preiskotierung des heMen Faudniirtschastsrals. Mehlpreise Mk. 25.60 mieten. Tonnenstratze 6. Dritter Kgckerbmlche gesucht. 3866] Ein kleines FamilienlogiS mit Wasserleitung an ruhige Leute zu ver- Wilh. Löber. 3865 mieten. Wilhelm Löber. bekannt gemacht: 8853 Reidhart, Gerichtsschreiber. steht, zu mieten gesucht. 3855 Wetzlar. 3859 gehende Wirtschaft gesucht. 3860 (Ostene Stellen Vermietungen 3n nerl'.nnten I Lorges, Jagdscklößchen, Dutenhofen bei Wetzlar. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Annögen des Kaufmanns Heinrich Wnllach in Gießen wird nach er-- Wgtec Abhaltung des Schlußtermins hkiidurch aufgehoben. Gießen, den 6. Mai 1899. Großherzogliches Amtsgericht, gez. Neuenhagen. Aus der Zeit für die Zett. Vor 139 Jahren, am 11. Mai 1760, wurde zu Basel Joh. Peter Hebel geboren. Einfacher Dienstleute Sohn, früh verwaist, als Knabe Kohlenträger in der Eisenhütte bei Hausen, sodann später vom Kirchenrat Preuschen in Karlsruhe erzogen, widmete sich Hebel der Theologie und erwarb sich durch seine allgemein bekannten, ebenso naiven als lieblichen, im Baseler Dialekt geschriebenen „Alemanischen Gedichte" bleibenden Ruhm. Auch seine Prosaschriften sind von hohem Werte. Hebel starb am 22. September 1826 zu Schwetzingen. Vor 54 Jahren, am 12. Mai 1845, starb zu Bonn August Wilhelm von Schlegel, einer der größten Uebersetzungskünstler Deutschlands und vortrefflicher Kritiker. Als Universitätsprofessor in Bonn beschäftigte er sich vorwiegend mit dem Studium der indischen Sprache. Hauptarbeit seines Lebens ist die meisterhafte Uebertragung von sechzehn Shakesspearischen Dramen. Mit seinem Bruder Friedrich war er Vorkämpfer für die Romantik. Schlegel wurde am 8. September 1767 zu Hannover geboren. soll die Ausarbeitung der Pläne und Kostenvorschläge der geplanten Militärbahn, die gleich zweigleisig werden soll, schon in aller Bälde erfolgen, sodaß in absehbarer Zeit mit dem Bau der Bahn begonnen werden kann. △ Aus dem Großherzogtum Heyen, 9. Mai. Am Christi- Himmelfahrttag tritt der engereAusschuß des Landesvereins der akademisch gebildeten Lehrer Hessens zu einer außerordentlichen Sitzung in Frankfurt zusammen. Der einzige Punkt der Tagesordnung lautet: „Standes- fragen". Man dürfte kaum fehlgehen, wenn man annimmt, daß hier eine Stellungnahme zu dem jüngst in die Oeffent- lichkeit gedrungenen Vorkommnis an einer hessischen höheren Lehranstalt gemeint ist. 01740] Ein solides, junges Mädchen, welches die Hausarbeit versteht, wird per Mitte Juni nach Charlottenburg gesucht. Näheres Weftanlage 7. * Darmstadt, 10. Mai, 1 Uhr 50 Min. mittags. (Telephon-Meldung.) In der Berufungs-Instanz der Großh. Strafkammer II wurde soeben der frühere Direktor des Mainzer Gaswerkes, Hessemer, von der Anklage der Untreue vollständig freigesprochen und die Gerichtskosten der Staatskasse zur Last gelegt. Die Kosten der Verteidigung hat Direktor Hessemer zu tragen. Paris, 10. Mai. Aus Gucrnsey wird gemeldet, daß daselbst gestern eine bedenkliche Meuterei der Soldaten eines dortigen Regiments, welches im Norden der Insel stationiert ist, stattgesunden hat. 114 Soldaten hatten bereits vorgestern den militärischen Dienst verweigert, welchen sich gestern weitere 150 Mann anschlossen. Als der Hauptmann und nach ihm der Oberst die Soldaten aufforderte, sich nach dem Militär-Uebungsplatz zu begeben, hoben sie die Kolben der Gewehre in die Höhe und riefen: Es lebe die Freiheit. Diese meuternden Soldaten bezogen ein provisorisches Lager und weigerten sich, zu ihren Schlafstätten zurückzukehren. Die Bevölkerung ist sehr erregt. Die Ursache der Meuterei konnte bisher nicht ermittelt werden. Aelterer Herr sucht per 1. Juli, am liebsten im Norden oder Nordosten der Stadt, ein unmöbliertes Zimmer mit Bedienung, eventuell auch Zimmer mit Kabinett. Offerten unter Nr. 3864 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 3867] Eine kleine, freundliche Wohnung im Hinterhaus, mit Benutzung eines BleichplatzeS, bis 1. oder 10. Juni zu ver- 3873] Ein großes, sehr schönes, sein möbliertes Zimmer zu vermieten. Bahnhofstraße 31, I. Schenkamme luSel4"r‘ Bureau Bahnhofstraße 41, Part. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 10. Mai. Aus Magdeburg meldet der „Lokal- Anzeiger" : Auf dem Hochwasser der Mulde in Rösa bei Bitterfeld, wo jetzt ein Turnfest stattfindet, wollten 13 Personen mit einem Kahne übersetzen. Der Kahn wurde am Fährseile geleitet. In der Mitte des Stromes riß das Fährseil, der Kahn schlug um und beide Fährleute sowie neun Personen ertranken. Der Kahn und die Leichen sind bisher nicht gefunden worden. Paris, 10. Mai. General Parnard, welcher Kabinettschef des früheren Kriegsministers Freycinet war, ist zur Disposition gestellt worden wegen seiner Haltung in der Dreyfus-Angelegenheit. Paris, 10. Mai. In der gestrigen Kammersitzung wurde der Antrag betreffend die Revision der französischen Verfassung mit den beiden Unteranträgen (Verminderung der Zahl der Abgeordneten und Einschränkung des Einspruchsrechtes des Senats) an eine Kommission verwiesen. Von den Mitgliedern dieser Kommission sind 10 für und 2 gegen eine Revision der Verfassuug. Paris, 10. Mai. Die Stellung Dupuys ist trotz des vorgestrigen Kammervotums unhaltbar, denn die Revisionisten stimmten lediglich deshalb zugunsten der Regierung, um nicht den Nationalisten zum Siege zu verhelfen. feinere Marken 25.50 bis 26.00, Nr. 2 Mk. 23 60 bis 24.00, feinere Marken Mk. 24.50 bis 25.00 Nr. 3 21.50 bi» 22.00, feinere Marken 22.50 bis 23.00, Nr. 4 19.00 bis 19.60, feinere Marken 20.00 bis 20.60. Roggenmehl, hiesige« Nr. 0 Mk. 24 00 bis 24.50, Nr. 1 Mk. 21.50 bis 22.00, Nr. 2 Mk. 15.50 bis 16 00. AlleS per 100 Kilo tncl. Sack loko hier. Halvrenner, | wenig gebraucht, billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Schöiir partmewohlllllls, 3 Zimmer, Küche und Zubehör, eventl. auch Gartenanteil, Röhe der neuen Kliniken, an ruhige, kinderlose Familie oder soliden, einzelnen Herrn am 1. Juni zu vermieten. — Gest. Anfragen unter R. 1 an Haasenstein & Vogler, 2t.-G., Gießen, Seltersweg 8V, Hof I. 8856 Heüöte Mherin findet dauernde Beschäftigung bei gutem Lohn. 3870 M. Levi, Schirmfabrik. Slrosthultack in allen Farben empfiehlt billigst 3694 August Noll, Bahnhofstr. 61. Mt. Schlachthaus. Freibank. 8831 Nchsellgeisch 40 W. Hmillkfleisch 50 M AW* Die Freibank bleibt heute bis 9 Uhr geöffnet. Mehl nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0 616 26.00, feinere Marken 28.50 bis 29.00 Nr. 1 24.60 big 25.00, DMem in neuer Ware versendet Riugofenzregelei Albert Bepler, 6i"«e« tunet 1 I'™’ 5' Slß ** «i , fr Ntyiip fr mch ?c .'"unserer EtL 'gesucht wird, um ern. des Hauses ti ^ Jugend jur ^Eerhesslschenß, Welt wenigstem ? lohnt übrigens ft anzusehen, m: Altvordern in $ ’ Mn sich besinne! Utchr zu halten, de der Stadt war. tmg. Wir mache» Mittwoch, abends national-svM Gesichts des bens r zeitgemäßen Mdeln wird, fc:: 'sehlen. em Inseratenteil!. sehen, daß der Wir hrttag einen Am icranstaltet. fogwi: daß eine stM ri on ArmM ttd) B tin.) Mrft sei noi. lestkk nicht, wie i^tlhr 13 UM cheht. SnemMMM tzschmar.AMf rselbe zu chen sme stav NN- KQlr ^ahme erfolgte mb chmUer wchp Wer Scheich c. wahren Sinnes r che gereiche.' z aus solche t fit einer urs?j er. Nach läng? »ttr eonbifc; im 115.3nf*’; en seriell- fr unb [aubt werben, i-, ZsA sfer s. warben ÄW und Dt» ’7 ißjii -M M wfc Univerlttäts Nachrichten. — Bonn. Der sehnsüchtig erwartete zweitausendste Student ist zur Immatrikulation gelangt und wurde vom Rektor in einer Ansprache begrüßt. Die Gesamtfrequenz der Untversttät dürfte sich diesmal auf 2050 stellen. — Jena. In der philosophischen Fakultät hat fich Dr. Leonhard Schulze-Jena als Prtvatdozent für Zoologie habilitiert. — Greifswald. Der bisherige Prtvatdozent Dr. Wilhelm Kroll zu BreSlau ist zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät unserer Untversttät ernannt worden. — Basel. Für das durch den Tod Profeffor Socins an der hiesigen Hochschule erledigte Ordinariat für Chirurgie, dessen Wiederbesetzung aber erst auf da« kommende Wintersemester erfolgen dürfte, ist dem Vernehmen nach der außerordentliche Profeffor für Chirurgie an der Universität Berlin, Dr. Otto Hildebrand, in Aussicht genommen. — Bern. An unserer Universität hat sich in der juristischen Fakultät Dr. G. Gwür alS Privatdozent für deutsches Prtoattecht habilitiert. — Rom. Frl. Dr. Therese Labriola, Tochter des Unb oerfitätsprofifforS Antonio Labriola ist vom Kultusministerium zum Privatdozentur. Examen für Rechtsphilosophie zugelaffen worden. «S kV6-». bt" Dr,» fr “W 4 haus '? > 'N bttK sausen zu Nidda hat seine Thätigkeit in diesem Jahre lumit begonnen, daß er beschloffen hat, den zwischen Nidda mb Salzhausen gelegenen Ruheplatz mit der mächtigen kilberpappel und der Fichtengruppe anlagegerecht Herstellen zu lassen. Herr Hauptlehrer Hohn von der Gewerbeschule in Nidda hat den Plan hierzu geliefert. Die Gemeinde Sohden, in deren Gemarkung der Platz gelegen ist, hat einen Beitrag aus Gemeindemitteln freiwillig gespendet, ebenso die Sektion Nidda des Vogelsberger Höhenklubs. — Die neue Kurwirtschaft wurde gestern eröffnet; der Gesangverein „Frohsinn- von Friedberg, etwa 40 Personen stark, hatte sich u. a. eingefunden. Die neuhergestellten Räume, sowie die Güte und der Preis des von der Kurwirtschaft Gebotenen fanden allgemeine Anerkennung. Darmstadt, 9. Mai. Das Bild der Prinzeß Elisabeth. Unsere kleine Prinzeß ist in ihrem vierten Lebensjahr von unserer geschätzten Portraitmalerin, Frl. Clara Gwsch, in diesen Tagen gemalt worden. Das in Pastell angeführte Gemälde zeigt das anmutige Kind in voller Lebensgröße, in ungezwungener, natürlicher Haltung an einem Divan lehnend, in weißem Kleidchen, einen Zweig blühender Syringen in den Händen und eine Schleife von derselben Farbe im Haar. Den Großherzoglichen Eltern hat das Bild ihres Lieblings außerordentliche Freude bereitet. Darmstadt, 9. Mai. Die Reichst» ank hat den Diskont aus 4 pCt. und den Lombardzinsfuß auf 5 pCt. herabgesetzt. Darmstadt, 9. Mai. Wie der „Darmst. Ztg." von berufener Seite mitgeteilt wird, ist bezüglich der Vorkomm- nisir am LudwigS-Georgs^Gymnasium seitens des Vorsitzenden der Schulabteilung, Großh. Ministerialrat So! dan, gegen Oberschulrat Dr. Dettweiler und Gymnasiallehrer Dr. Ahlheim eine Disziplinaruntersuchung eingeleitet Milben, die am 26. und 27. April l. I. durch Verfügung tuf Grund von Artikel 7 des Gesetzes vom 21. April 1880, beti-effend die Disziplinarverhältniffe der nicht richterlichen Sta.atsbeamten, vorläufig ihren Abschluß fand. Außerdem ist Dr. Ahlheim in dienstlichem Interesse, zugleich seinem rigMen Wunsche entsprechend, an eine andere Anstalt ver- sehl worden. Da seitdem in der Presse neue Anschuldigungen gegen Oberschulrat Dr. Dettweiler erhoben worden sind, hat dieser am 6. d. M. eine Wiederaufnahme, bezw. Ergänzung der gegen ihn eingeleiteten Disziplinaruntersuchung vei «Großh. Ministerium des Innern beantragt. Dieses hat bem Anträge entsprochen und die erforderlichen Maßregeln sofort angeordnet. A Mainz, 9. Mai. Die Dispositionen über die Hier- (eitinft des Kaisers haben nochmals eine Aen derung erfahren. Laut amtlicher Benachrichtigung trifft derselbe berei ts am kommenden Freitag Morgen hier ein und begiebt fich, ohne die Stadt zu passieren, zur Truppen- und Festungs- Besichtigung. Nach der Vollendung der militärischen Inspektion fährt der Kaiser direkt nach Wiesbaden. — Ende birst!S Monats, den 29. Mai, findet hier eine Konferenz ber öffentlichen Arbeitsvermittelungsanstalten der Rhein- und Naingegend statt. An derselben werden Vertreter der Etävte Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Worms und Rarnnheim teilnehmen. — Gestern und vorgestern tagte hier ber Verbandstag der mitteldeutschen Bäckerinnungen, flus den Verhandlungen ist erwähnenswert, daß bezüglich des Maximalarbeitstages beschlossen wurde,demGießenerBeschlusse beiziitreten, der die neunstündige Ruhezeit im Bäckergewerbe an- steb t. Was den Mangel an Gesellen betrifft, wurde festgestellt, 'kß in Süddeutschland die vakanten Stellen kaum mehr zu Hetzen sind. In der Frage der polizeilichen Brodkontrole ni Hessen ist man der Ansicht, daß nach § 74 der Gewerbe- urdnang eine Revision der Backwaren unzulässig sei. Nach Mwärtigen Gerichtsentscheidungen sei diese Annahme ge- •tttbl fertigt, und solle man auch in Hoffen die Sache prin- zipielll durch alle Instanzen treiben. A Aus Rheinhessen, 9. Mai. Mit dem Bau der Noß«en projektierten strategischen Bahn von Mainz, Gau- chesheim, Gensingen, Kreuznach durch die Pfalz mit dem Lndpunkte Nancy, scheint es jetzt Ernst zu werden. Letzter Zage wurde die Strecke verschiedentlich von höheren Eisen- laahn-eantten und Generalstabsoffizieren abgegangen und Lnrmnvermesiungen vorgenommen. Wie berichtet wird, Kinderwagen billig zu verkaufen. 01775 Ederstraße 6. Schellfische, Kabliau, Zander, Schollen, Fluß« hechte, lebende Karpfen, Schleie, Forelle« eingetroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. I. M. Schulhof, frfr Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. Ständchen, woran fich ein gemütliches Beisammensein im ."Nhu? t „Gambrinus- schloß, wo das erste „Gut Wehr" dem hohen IS D 2' ‘ Protektor, Sr. Sgl. Hoheit dem Großherzog, gebracht wU.. piirbe. Es folgten noch Trinksprüche auf Herrn Bürgermister und Landtagsabgeordneten Erk u. a. Bad Salzhausen, 8. Mai. Der Kurverein Salz- EivlSk Aushüfskelllltt werden noch für Sonntag den 14. Mai gesucht. Schöne Aussicht. Schachtmeister Höres von Rödgen 01773 suMchtige Erdarbeiter. Ein tüchtiger PferdeKuecht, der alle landwirtschaftlicken Arbeiten ber» Hermann Reitz, Butzbach. Kelknerkehrting oder angehender Kellner für meine flott Getreide (Lokopreise für 100 Kg. gute Heutige Vorwöchtl. marktfähige Ware je nach Qualttät.) Preise. Preise. Frankfurt a. M-, 8. Mai Mk. Mk. Weizen, hiesiger..... 16.60-16.80 16.60-16.80 Roggen, hitsiger..... 15.50-15.76 15.60 Gerste, Wetterauer .... 15.00-15.50 Hafer, hiesiger..... 15.25-15.50 Raps.....; —— — Heu und Stroh (Notierung vom Heu- und Strohmarkt zu Franfurt a. M., per 100 Kg. loko Frankfurt.) 7. April. Heu....... 5.80-6.60 5.60-6.80 Roggenflroh (Langstroh) 3.60-4.20 3.60-4.20 Bieh (amtliche Notierung am Schlacht- viehhof zu Frankfurt vom 10. April). Bezahlt wur )e für 50 Kg. Hchsen. (1 Ctr.) Sc hlachtgewicht: a. vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fleischige, nicht auSgemästete und ältere ausgemästete .... o. mäßig genährte junge, gut genährte ättere...... 67—69 65-66 62-64 60-62 54-59 63-57 d. gering genährte jeden Alters . —.— —.— Nullen. a. vollfleischtge, höchsten SchlachtwerteS 55-57 53-55 b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere..... 51- 53 48-50 c. gering genährte .... —,— —.— Kühe u. Kärseu (Stiere u.'Aiuder). a. vollfleisch., auSgemäst. Färsen (Stiere und Rinder) höchsten SchlachtwerteS 60-62 60-62 b. vollfleischige, ausgem. Kühe höchsten SchlachtwerteS bis zu 7 Jahren 55-57 55-67 o. ältere ausgemästete Kühe und wenig j gut entwickelte jüngere Kühe u. Färsen 46-47 45-47 d, mäßig genährte Kühe und Färsm . 36-37 35-37 e. gering genährte Kühe und Färsen . 31—35 31-35 Kälver. Für */« Kg. Schlachtgew. a. feinste Mast- (vollm. Mast) und beste Pfg. Pfg- Saugkälber..... b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 76-80 76—80 70-74 72-75 c. geringe Saugkälber .... d. ältere gering genährte Kälber (Fresser) 60-62 60-62 —.— Schafe. a. Mastlämmer u. jüngere Masthäormel 60-62 60-62 b. ältere Masthämmel .... c. mäßig genährte Hämmel und Schase (Merzschafe)..... 53-56 53-56 —.— —.— Schweine. a. vollfleischige der feineren Raffm und deren Kreuzungen im Alter bis ll/4 I. 54 54 b. fleischige...... 52-53 52-63 c. gering entwickelte, sowie Sauen und ausländische Schweine (unter Angabe der Hnkunft)..... — — d. Eber....... —.— —.— Giessen Guben am 11. Mai 1899. Eintritt SO Pfg. OVGOGGSGGWOGgGAKWMGG^^OKO 38H teses JlilMoozeri ä' DleWanderir Giessener AeL Zahlreiches Erscheinen der Mtglieder erbittet 3879 Es ladet freundlichst ein Heiterkeit. ~tl---------- —-------— -oerscyleoenes, Himmelfahrttag r /jk ♦ Vlehener Uurnerschast Erster Gießener Ziegenzuchlverein. Waisenschutz. Hanfcouverts mit Firmendruck Schulstrasse 7. Redaktion: L. Burkhardt. Iie Heutige Aummer umfaßt 12 Seiten Verloren flerschit-enes Vereine Giessener Radfahrer-Verein. BeNrt edmefl » IflHge Preisen die BrflM’sehe Univ.-Druckerei Marie Reh Faul Nie wisch Verlobte. Eetaktion, 8tPe6' Der Vorstand. Zogeiorbnung: Aufnahme neuer Mitglieder. - Antrag auf Statuten- ä"bBnnh«7<$lb«‘lt 8'*‘ ^H^bhabung der Satzungen. — ^orstandS'Ergänzungswahlen. — Verschiedenes. Reisende, I welche Privatkundschaft besuchen, werden für einen leicht verkäuflichen Artikel gegen festen Gehalt oder hohe Provision gesucht. Reflektanten wollen «efl. nach Gustav Gans, Hotel Prinz Carl in Gießen, am Freitag den 12. ds. Mts., zwischen 1 und 2 Uhr, fragen. Verloren gold. Bleistift. Finder wird gebeten, dasselbe Klinikstraße 41 gegen Be- lohnung abzugeben. 3869 bnfldtgL Kodelbavk;n kaufen gesucht. A. Gädifch, Schreiner, Steinstraße 83. KnliL 9. 2 wählen von 1 im vorigen Jahr den Vierteljahrs 1898 III und 9 diesem Me fort ganzungshest zu! Material iß nach Wahlkreisen jerlee oder des Ksann die tßaljMgiin lichen. Die Ortsg zu denen kein Wo über gehört, im > Land-; die Ortsgr t au6 den Orten OMnssr a geh berechtigten 5961 aus die Klasse c größenklassen bei 1898 auf je 66, Die meisten Sti Ortsgrößenklaffe anderen die Sh Die Gemeinden einzeln ausgeW städten des Deutfi 2. Dezember 1895 ^ben eine befonb? dieser Stabte (nät Aachen nnd Kresell DnM die si u^rchnnige" demohatische Par Mehrheit der Sti Verhältnisse natur angegeben morde Skiffe der bis S^bten sechs Ers tocrt ßnd auch in KartciMagen. W 8«te des Reichs b« am 16. g„K ™9™ dnn iiieitti blt ®"t»iilun8 b "ahl-n feit 1871 Turnverein. Himmelfahrttag: 3871 Turngang nach Bad-Salzhausen. Abfahrt morgens 8« Uhr bis Hungen, von da zu Fuß nach Nidda und Bad- Salzhausen. Der Vorstand. Auch Nichtmitglieder können sich anschließen Radfahr-Gesellschaft. Freitag den 18. Mai 1899, abends 9 Uhr: AchmdkMe fimipl=|lfrfiiinijiliini] im Restaurant Royal. Tcltors Terrcht. Am Kimmelfahrttage nachmittags 4 Uhr: Freunden und Bekannten zur gefälligen Notiznahme, daß ich vom [10. Mai ab Vb° 48 Grünbergerstraße 48 d!ä eine «euhergerichtetk Wirtschaft eröffne. — Zum Ausschank gelangt das vorzügliche Bier aus bei Gambriuus-Brauerei Butzbach. Gießener Aktien-Bier uni Berliner Weißbier, nebst verschiedenen Sorten feiner Natur- Weine. Inspektor für Oberhefsen sucht la. Lebensvers.-Ge- 'eusckaft gegen Fixum, Provision rc. In der Provinz gut bekannte Herren, auch Nichtfackleute, wollen Offerten mit cur. vit. unter V. V 762 an Haasenstein u. Vogler, A.-G., Frankfurt a. M., landen. 3858 Philosophenwald Am Himmelfahrttage b im Wiener Hof am 13. Mai l. Js., abends 8»/- Uhr. Tagesordnung: 1. Statutenänderung. 2. Rechnungsablage. 3. Verschiedenes. 3878 Der Gesammt Auflage unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt des Warenhauses Adolf Baer __________________________Gießen bei.________________________ 3885 und Strlag der Brühl'scheu UniverfirätS-Buch- und Steindrutlerei (Pietsch @r b en) in Gießen. werden müssen. — ~ 3872,___________ Drr Avsslhüß der Gießemr Turnerschgst. ____________ I- «■: Fr. Helm. 3868 E. E. IVebl. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß die der gewünschten Qualität entsprechenden Stoffmuster, Preise derselben und die betreffenden Lieferanten bei dem Unterzeichneten zu erfahren sind. Wir bemerken, daß die gewünscht werdenden Anzüge, wenn Grosses Konzert. s11 v "Jn"911 ri,t »"i" —. /ff ♦ ** <♦ j befindet sich letzt M(Eröffnung meines gnnslich neu reßnnrierten (MenloMeo31 Bahnhofstrasse 31 D ."'E g-g«-ab-r de« seitherige». ! vvtvyvö raum«ÄÄ verbundm mit geneigten Zuspruch. Konzert der hiesigen Uegiments-Kapelle und Tanzöelustigung. Emil Orbig, Doppel-Karussell, Schiess- und sonstige Schaubuden. ^ofoniafwaren, Delikatesse» und SüdstülLte Anfang 3 W. ßntre- 20 Zu zahlreichem Besuch ladet höflichst ein mit aller Hochachtung Albert Kuhnd Giktzmr jillirthliili Wohlthätigkeils-Berein. Jim Kimmelfahrttage nachmittags 4 Uhr: Großer Ausflug W“ Liebigshöhe. "HW Zither-Konzert u. dgl. Entree 20 Pfg. Mitglieder frei. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Am Kimmelfahrttage: Große Tanzmusik Himmelfahrttag: AllSflÜg dieselben rechtzeitig geliefert werden' sollen, ehestens "bestellt bei Dutenhofen. Abfahrt 2<7 Uhr vom Bahnhof. Für ausgefährt von der Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung 8881 dös Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in dem Saale statt irZs. man sich mn/ir ,° »ad [t ^'"'.9« IW,Ä’ «'fi . htr9i ■ gi klhen in ; W b-tech, Nm, Qh den nid General Versammlung Frau Duiii Wwe. Wirtsisiasts-Gröffnung. Abfahrt: 6 Uhr Oswaldsgarten, MaslhMuballkr-Nerm. Am Himmelfahrttag: Ausflug «ad) Dra I-sLschl-ßchk« «ui Wetzlar. Abmarsch 6 Uhr morgens von der _________katholischen Kirche. 01777 Gesangverein