Dienstag den 11. April ISO» Zweites Blatt Amts- und Anzeigebltttt für den "Kreis Gieren zu seiner Bevölkerungszahl ist der auswärtige Handel Fin- Vertrages versucht werden durch weitgehendere Ermäßigungen werden. Alle Anzeigen-DermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schokstratze Ar. 7. sthren muß. Bekanntlich ist neuerdings der Kronprätendent Malietoa zm König von Samoa eingesetzt worden, aber nicht, wie tk Die Samoaakte vorschreibt, durch gemeinsamen Beschluß Deutschlands, Englands und der Vereinigten Staaten, son- btrt auf Grund eigenmächtigen Vorgehens der beiden letzteren Mächte. Nach dem Völkerrechte ist die Wahl Malietoas ülit ungültig, umsomehr als der Samoa-Vertrag ausdrücklich jtb< separate Handlung einer einzelnen Macht verbietet. -.ch die seitens der letztgenannten Staaten angeordnete öcmu o. u. „ws> .........b........... Schiebung Apias stellt sich als eine willkürliche Handlung | Vorfälle von deutschen Meldungen bis jetzt nur folgendes bar,, da jedes militärische Einschreiten auf Samoa erst statt- । - - - - - " r *'• •- ' ■— finden darf auf Grund des einstimmigen Ersuchens der -orssuln Deutschlands, Englands und Amerikas. Der deutsche Sonsul aber hat gegen die Exekution ausdrücklich protestiert, iinb es muß erwartet werden, daß die Regierungen von London und Washington diesem Protest — wenn auch nach- Telegramm des kaiserlichen Generalkonsuls in Apia vom 24. März vor: „Täglich finden kleine Zusammenstöße um Apia statt, das Bombardement dauert mit Unterbrechungen noch an. Tanu wurde gestern von den anderen Konsuln und Kommandanten in Mulinuu als König eingesetzt. Die Geschäfte stehen still, seit dem 15. März sind alle Läden geschlossen". — Eine halbamtliche Berliner Meldung besagt: „Durch einseitiges Eingreifen englischer und amerikanischer Schifte vor Samoa kann der enbgiltigen Regelung der samoanischen Angelegenheiten nicht vorgegriffen werden, die nach der Samoa-Akte nur auf Grund einstimmiger Beschlüffe der drei Mächte zu erfolgen hat. Die deutsche Regierung hält an diesem Standpunkt unbedingt fest und betrachtet demgemäß jede Einsetzung einer neuen Regierung für Samoa, die sich ohne ihre Zustimmung vollziehen würde, als eine Verletzung der Samoa-Akte. Die kaiserlichen Botschafter in London und Washington sind in diesem Sinne mit Weisungen versehen worden". — Eine frühere, vom Freitag stammende Washingtoner Nachricht meldet über die internationale Kommission: „Sicherem Vernehmen nach besteht zur Zeit die Absicht, daß jede der drei Mächte nur durch einen einzigen Kommissar bei der Beratung der Samoaangelegenheit vertreten sein soll; doch ist es möglich und sogar wahrscheinlich, daß jedem Kommiffar ein Assistent oder Sekretär zugestanden wird". — Die Abteilung der Kolonialgesellschaft zu Wiesbaden hat zu dem Cecil Rhodesschen Plane einer afrikanischen Nord-Süd-Eisenbahn Stellung genommen, indem sie auf Grund eines eingehenden Vortrages des Regierungsbaumeisters Franz Woas folgende Erklärung beschloß, die sowohl dem Reichskanzler wie auch dem Ausschuß der Kolonialgesellschaft unterbreitet werden soll: Der Verein erklärt sich aus nationalen und wirtschaftlichen Gründen gegen die Führung der afrikanischen Nord-Südbahn über deutsches Gebiet, solange nicht die deutsch ostafrikanische Eisenbahn Dar-es-Salaam fertiggestellt ist, und zwar möglichst unter Zinsgarantie des deutschen Reichs. Dieser Bau erscheint um so dringender, als die rasche Ausführung der englischen Uganda-Eisenbahn den deutschen Interessen bereits entgegenzuwirken beginnt. __ Auch für die deutsche Ausfuhr wird die angestrebte wirtschaftliche Angliederung Finlands an Rußland von Folgen sein, und zwar von sehr ungünstigen. Bisher bildete das Großfürstentum ein Zollgebiet für sich und erhob von russischen Waren ebenso gut Eingangszölle wie von den Erzeugniffen anderer Länder. Im Verhältnis Berlin, 8. April. Wie der „National-Zeitung" von unterrichteter Seite bestätigt wird, ist das deutsche Detachement zur Bestrafung der Aufrührer in Süd- Schantung auf die Gefion zurückgekehrt, nachdem es zwei Dörfer in der Nähe von Jtschaufu, wo deutsche Reisende angegriffen worden waren, niedergebrannt hat. Diese strenge Strafmaßregel hatte sich als unabweisbar Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. herausgestellt. Berlin, 8. April. Aus Samoa liegt über die neuesten Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Mütter für hessische Dalbskunde. mit Engländern in anderen Weltteilen zu thun gehabt hat, für die Deutschen im Auslande und die Stärkung des Deutschtums besonders gegenüber den Engländern, wo nur es sei, ein warmes Herz behalten wird, wie bisher. Mit ähnlichen Worten drückte auch im Namen der Mitglieder des Deutschen Klubs in Kapstadt, dem die angesehensten Deutschen dort angehören, Dr. Marloth, der Vorsitzende, die Gefühle der Anwesenden aus,'als dem scheidenden Generalkonsul zu Ehren im August v. I. ein Festessen statt- Jnternalionale Bosheiten. Als wir kürzlich die Vorgänge auf Samoa besprachen, vrrliiehen wir der Ueberzeugung Ausdruck, daß ernste Diffe- rtitpen zwischen den beteiligten Mächten aus dem Zwifchen- ftll nicht entstehen würden, zumal der von Deutschland ge- mftte Vorschlag auf Entsendung besonderer Kommissare tiacb Apia anscheinend die Zustimmung Englands und Amerikas gefunden hatte. Aber man hatte nicht mit den internationalen Bosheiten gerechnet, welche auch in der Lvnckafrage zu Tage getreten sind. Es hat immer etwas H-l-enklicheS, wenn in einer Angelegenheit mehrere Mächte gmainfam maßgebend sein sollen, wenn dann aber diese Mächte nicht gleich stark vertreten sind. Wir haben früher aus^eführt, daß die deutschen Interessen auf Samoa stark übe: wiegen und unser Grundbesitz daselbst doppelt so groß ist, ,als der englische und amerikanische zusammengenommen. Die Verhältnisse aber bringen es mit sich, daß die Streit- träte, welche die beiden letztgenannten Staaten in den samoanischen Gewässern haben, erheblich größer sind, als die unserigen. Diesem Umstande ist es allein zuzuschreiben, daß die deutschen Wünsche betreffs der Erledigung der Siunoaftage ungehört verhallten, und daß das deutsche -lingsschiff, der Kreuzer „Falke" sich geradezu eine Vergewaltigung gefallen lassen mußte, welche unter allen Umstanden nicht ohne Folge bleiben kann, und zu ernsten 6di ritten unserer Regierung in London und Washington Aezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg, mit Bringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Ausland. Wien, 9. April. Zu der heute stattfindenden Konferenz der Deutschen Vertrauensmänner bemerkt das neue Wiener Tagblatt: Dieselbe werde voraussichtlich nichts anderes als ben Charakter einer internationalen Kundgebung tragen. Wien, 9. April. Die Arbeiterzeitung fordert sämtliche Sozialdemokraten auf, auch in diesem Jahre den 1. Mai, eingedenk der Lösung der sozialen Frage, des Achtstunden-Tages und der Verbrüderung aller Nationen in ungeschmälerter Weise zu feiern. Bozen, 9. April. Im Zimbrathale nördlich von Trient sind vorgestern und gestern wieder starke Erdstöße verspürt worden. Paris, 9. April. Der „Figaro" veröffentlicht heute die Aussage der Generale Mercier und Billot, daß Dreyfus, als er das Bordereau gesehen, ausgerufen habe: Aber man hat ja meine Schrift gesehen. Als er von Dupaty du Clarn aufgefordert wurde, auszusagen, welche Schriftstücke er an fremde Mächte ausgeliefert habe, sagte Dreyfus: Ich möchte diesen beiden Militärattaches einen Dolch in die Brust stoßen. Don wem sprechen Sie denn? rief Dupaty du Clam. Von dem deutschen und dem italienischen Militärattache, erwiderte Dreyfus, denn der österreichische Militärattache zählt ja nicht mit. Von dem Kassationshofe über die Mitteilung eines geheimen Schriftstückes, welches ohne Vorwiffen des Angeklagten und seines Verteidigers dem Gerichte übergeben worden sei, erwiderte Mercier: Das Revisionsgesuch befrembet mich aus zwei Thaffachen, 1. wegen der Fälschung des Obersten Henry und 2. wegen der Wiedervernehmung der Schreibsachverständigen. Von der Mitteilung eines geheimen Schriftstückes erwähnte der Minister gar nichts. General Billot erklärt, er habe das betreffende Schriftstück durchgelefeu und habe sowohl bei dem Kriegsministerium als auch der Statthalterschaft von Paris Erkundigungen hierüber ein- gezogen. Er, Billot, fei von der Schuld des Kapitän Dreyfus überzeugt. Hebet die Mitteilung eines geheimen Schriftstückes befragt, erklärt Billot, diese Frage absolut zu (<>iebener Anzeiger Heneral-Anzeiger Erscheint täglich r i Ausnahme de- MonlagS. Die Gießener )amikie»vtät1er o-cl»m dem Anzeiger 2 äentlid; viermal beigelegt. JÄÄÄ.’WSä ,T.A"mÄ,S I VÄ wäre und ebenso energisch den stets zu Uebcrgriffen geneigten ,ft rtl8 bcr rutfHdlc' -^m Stabr Engländern gegenüberträte. Auf jeden Fall wünschen wir und geben uns der Hoffnung hin, daß Herr v. Schuckmann, fand." . Berlin, 8. April. Wie die „Deutsche Bäcker-Zettung", das Organ der Bäckergesellen, aus zuverlässiger Quelle erfährt, wird in den nächsten Tagen dem Bundesrat ein festgesetzten zwölfstündigen Maximal-Arbeitstag für Bäckereien wohl nur beim Abschluß eines neuen in eine 84 stündige Maximal-Arbeitswoche umzuwandeln. Vertrages versucht werden durch wettgchendere Ermäßigungen Der Vorstand des deutschen Bäckerei-Arbeiter-Verbandes des russischen Zolltatifts dem deutschen Reiche gegenüber. kündigt bereits jetzt an, daß gegen diese Verschlechterung Der Bäckerei-Verordnung die Bäckerei-Arbeiter Deutschlands durch Abhaltung von Massen-Versammlungen Protest erheben ignorieren. Paris, 9. April. Das Blatt „Voltaire" versichert aus bester Quelle zu wissen, daß der Kriegsminister Freycinet tiefgehende Aend er ungen in der Zusammensetzung des Generalstabes beabsichtige. Alle Offiziere, welche in den Dreyfusskandal verwickelt sind, sind bereits aus dem Generalstabe entfernt. Einige derselben werden, ebenso wie Dupaty de Clam, vor ein Kriegsgericht gefordert werden. Einige andere werden vorerst vor den Untersuchungsrat kommen. Zwei Generale werden ihres Amtes enthoben werden. Dann endlich werden auch die Beamten des Kriegsministeriums durch andere ersetzt werden. Paris, 9. April. Der Staatsanwalt hat eine ergänzende Untersuchung über die Affaire Deroulebe» Picquart angeordnet. Die Sache wird wahrscheinlich dem Schwurgericht überwiesen werden. Paris, 9. April. Der Ministerpräsident Dupuy ist heute zu einem Besuch in seiner Vaterstadt eingetroffen. Paris, 8. April. Das Schwurgericht verurteilte heute Nachmittag den „Figaro" zu 500 Fr. Geldbuße wegen schnitt bedeutend niedriger ist als der russische. Im Jahre 1896 betrug Deutschlands Einfuhr nach Finland 58,4 Mill, uno neuen uns oet xnonnunq mn, u. .... Mark (finnisch = 81 Pfir di- russisch- S5 4 Mill Mark; d-r nicht nur asrikan.sch- V-chättnisi- k-nnt, I°nd°» auch | -rst nach bericht erweist, betrug die deutsche Einfuhr tm vergangenen Jahre 71, die russische 79 Mill. Mark. Diese Steigerung in der russischen Einfuhr ist eine Folge der 1897 zu gunsten Rußlands in Kraft getretenen Ermäßigung des finländischen Zolltarifs. Neben der allmählichen Aushebung der russisch- finnischen Zolllinie strebt Rußland die Erhöhung des fin- ländischen Tarifs dem Auslände gegenüber an. Die finländischen Zölle auf ausländische Waren sollen allmählich so erhöht werden, daß sie bis spätestens 1905 den russischen völlig gleichgestellt sind. 1905 wäre demnach der Zeitpunkt für die gänzliche Durchführung der wirtschaftlichen Verschmelzung Finlands mit Rußland, und damit für die Unterbindung der Einfuhr an deutschem Zucker und deutschem lunahme von Anzeigen zu der nachmittags für den senden Tag erscheinenden Nummer bis Dorrn. 10 Uhr. ÜLxlich Folge geben. Wenn die Vertreter dieser beiden Länder etwa meinten, mit der Einsetzung Malietoas zum König eine vollendete rhvtsuche geschaffen zu haben, so sind sie ohne Zweifel einer arg«en Täuschung anheimgefallen. Denndarin dürfte man wohl in .ganz Deutschland einig sein, daß wir derartige Bosheiten, mir sie uns die englischen und amerikanischen „Freunde" in Sannoa zu bieten wagen, unter allen Umständen aufs schärfste |uriii(frocifcn müssen, und sollte es darüber zu einem offenen Sruidbe kommen. Das sind wir unserer Ehre schuldig! (XX) Deutsches Reich. Darmstadt, 8. April. Ihre Königlichen Hoheiten der SroßHerzog und die Großherzogin sind mit der Prin- yifün Elisabeth heute nachmittag von Gotha hierher zurück- zckshrt. Berlin, 8. April. Die Berufung des Herrn u>n Schuckmann, des bisherigen Generalkonsuls in der ^«Kolonie, als Vortragender Rat in das Auswärtige Amt ß für die Deutschen und das Deutschtum am Kap ein innerer Verlust, wie der „T. R." von angesehener deutsch- iipisändischer Seite geschrieben wird. „Wir Deutschen am Ui® können", so heißt es, „über die innere dienstliche Thä- tgSeit dieses Vertreters des Reiches in Süd-Afrika natürlich ins kein Urteil anmaßen, möchten es aber zum Ausdruck (rtiiigen, wie schwer wir es empfinden, daß uns bei der fltggelung unserer Angelegenheiten Die thatkräftige und auf» ’pfiernbe, mit persönlicher Liebenswürdigkeit verbundene ihtmerftüfcung des Herrn v. Schuckmann nicht mehr zur Leite stehen wird. Es wird auch von den deutsch gebliebenen Kutschen am Kap (es gibt etwa 40 000 Deutsche in der Molonie) nicht vergessen werden, daß sich die deutsche Me und Schule — die kräftigsten Stützpunkte des Deutsch- tunrJ im Auslande — des besonderen Wohlwollens des ge= unten Herrn zu erfreuen hatten und während der Zeit ter Amtsführung einen erfreulichen Aufschwung genommen ten. Gerade jetzt, wo durch die fteundliche Aufnahme >z, Herrn Rhodes in Berlin das deutschfeindliche Engländer- -üim am Kap neue Stärkung erhalten hat, wäre es den 6O.~ $ 16.60 3 )8.20 96.- ) tnitb in btt nächste A»' en vetößtntlichtiu m ]da BoHi. irfgtschichtkv. MH Ri« überleben von flilHÜ E upon M MW ) mit so anfcttorbtntl^ j Roman: : o-n U tal fortgesetzt. ♦ äbrlichl dvrch alle 23nd?banbb tjogtn werben. - 14.- 37, 19.20 3 00.101 Z / Ler.-öm^ Laura ■ CftdN do. aurcS®1'' PrincH^ H Ufr**64 . 4 Sad.E i: en Schub Semmfa. fr w, das sritheric! c: vel sichere Eie pxz -prüfte % arischen Eia ’8ten Preisen landlung Frt Veröffentlichung der Verhöre des Dreyfusprozesses vor der Kriminalkammer des Saffationshofes. Dieses gelinde Urteil ist eine Bestätigung der gestrigen Meldung, wonach Dupuy selbst die Veröffentlichung der Verhöre beschlossen hatte, während das Kabinett Dupuy befürchtet, die vereinigten drei Kammern des Kassationshoses würden ein Urteil fällen, wodurch die Dreyfus-Affaire bis ins unendliche hinausgezogen würde. Paris, 8. April. Der „Matin" wird morgen früh die Antwort E st erh azy's auf die Anschuldigungen des Generals Roget vor der Kriminalkammer veröffentlichen. Petersburg, 9. April. Eine bedeutsame Arbeiterbewegung, so meldet ein englischer Berichterstatter in St. Petersburg, sei in ganz Rußland zu spüren. In andern Ländern würde man sie vielleicht sozialdemokratisch nennen. Aber bereits habe sich in Rußland überall entsprechend russischen Gesetzen und Gedanken diese Bewegung zu einer neuen revolutionären Agitation entwickelt, deren Unterdrückung voraussichtlich scharfe Maßnahmen erheischen werde. Die Städte, Fabriken und Werkstätten seien mit insgeheim umlaufenden Aufrufen überschwemmt und die Agitatoren würden unzweifelhaft vom Auslande unterstützt. — Die Verhaftungen von Studenten in Petersburg dauern fort. Die Verhafteten werden als politische Verbrecher ins Gefängnis gebracht. Das große Speisehaus der Studenten, wo die Versammlungen abgehalten werden, besteht noch; seine Schließung würde die Unzufriedenheit aufs äußerste steigern, da die Studenten keinen Ersatz für die billige Verpflegung hätten. Auch die Petersburger Hochschule für Mädchen und Frauen wurde geschlosseu, nachdem die Studentinnen sich der Ausstandsbewegung angeschlossen hatten. Von ungefähr 1000 Studentinnen wurden 206 endgiltig aus den Listen gestrichen und verpflichtet, binnen drei Tagen Petersburg zu verlaffen und sich in ihre Heimat zu begeben. Warschau, 9. April. Der größte Teil der aus Anlaß der letzten Unruhen verurteilten Studenten wurde begnadigt. Denselben wurde gestattet, nach Warschau zurückzukehren und ihre Studien dort fortzusetzen. Sofia, 9. April. Stoilow's Organ meldet: Der Agent Mark off in Konstantinopel, welcher kürzlich demissioniert hat, wurde gestern nach Sofia berufen und zugleich wurde der Sekttonschef Passaroff nach Konstantinopel beordert, um in der dortigen Agentur sämtliche Archive sowie Mar- koffs Papiere unter Siegel zu legen, was in Gegenwart aller Beamten geschah. Der Agent Debrowicz ist heute mit Markoff nach Konstantinopel abgereist und wird sämtliche Papiere Markoff's durchsetzen. Dieses Vorgehen erregt hier großes Aufsehen. Kokales und MovinMes. Gießen, den 10. April 1899. i ** Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 28. März den außerordentlichen Professor und Assistenten am pharmakologischen Institut der Universität Bonn, Dr. Julius Geppert, zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Landesuniversität mit Wirkung vom 1. April 1899 zu ernennen. *° Aus dem Großh. Ministerium. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist der Großh. Regierungsassessor Dr. Paul Wörner mit der aushilfs- weisen Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Ministerial- sekretärs bei dem Sekretariat Großherzoglichen Ministeriums des Innern beauftragt worden. • * Trauerfeier für Oberrabbiuer Dr. Levi. Wie angekündigt, fand am Samstag unter zahlreicher Beteiligung aller Kreise der hiesigen Bevölkerung der Trauer- g o t t e s d i e n st für den verstorbenen Oberrabbiner vr. L e v i statt. Im Mittelpunkt der feierlichen Handlung stand die tiefempfundene und zu Herzen gehende Gedächtnisrede des Herrn Rabbiners Dr. Sander. • * Postalisches. Die Tageszeitungen brachten kürzlich die Mitteilung, daß eine Aenderung d es Postauftragsverfahrens dahin beabsichtigt sei, die zweite Vorzeigung allgemein wegfallen zu lassen und die Lagerfrist von sieben Tagen auf drei Tage zu beschränken. Nach den von der „Verkehrszeitung" eingezogenen Erkundigungen ist diese Mitteilung unrichtig. Eine Aenderung des Auftragsverfahrens ist weder beabsichtigt, noch überhaupt in Erwägung gezogen. * * Hausnummern. Diejenigen Hausbesitzer, an deren Wohnhäusern noch die Nummerschilder fehlen, können das Anbringen solcher beim Stadtbauamt anmelden. Das Anbringen der Nummern erfolgt kostenlos. * * Benoit Ahlers Affentheater und Zirkus auf Oswalds- garten hier giebt heute — Montag — abend 8 Uhr die unwiderruflich letzte Vorstellung. Das hier in so reichem Maße beliebt gewordene und stets zahlreich besuchte Unternehmen siedelt morgen nach Wiesbaden über. * * Polizeibericht. Gestern vormittag ertrank die 4 Jahre alte Helene Röder von hier in der Lohmühlbach an den Bleichen. Das Kind war mit seiner Großmutter zur Bleiche gegangen, hatte sich in einem unbewachten Augenblick wieder von derselben entfernt und war jedenfalls beim Passieren des Stegs ausgeglitten und ins Wasser gefallen, ohne, daß die auf der Bleiche beschäftigte Großmutter den Unfall bemerkte. Die Leiche wurde leider erst geraume Zeit darnach aufgefunden und gelänget. — Seit vergangenen Samstag nachmittag wird eine hiesige Bürgersfrau, die Frau Mandler, wohnhaft Schützenstraße 18 hier, vermißt. Es wird vermutet, daß derselben ein Unglück zugestoßen. Irgend welche Nachricht über den Verbleib der Vermißten bittet man der Polizei mitteilen zu wollen. — Ein in Fulda inhaftierter Strafgefangener, welcher am 7. d. M. gelegentlich der Außenarbeit entwichen war, reifte nach Gießen und besuchte seinen früheren Meister. Als er von diesem hörte. daß die Polizei bereits nach ihm fahnde, begab er sich nach eingenommener Mahlzeit zur Revierwache und meldete sich. Derselbe hat von seiner Strafe (3 Monat Gefängnis) nur noch 4 Wochen zu verbüßen. — Vergangene Nacht 3 Uhr entstand auf dem Kreuzplatz zwischen 3 Studenten und 4 Arbeitern eine heftige Schlägerei, die bei blutigen Köpfen durch das Einschreiten der Nachtpatrouille endigte. Später wurde einer der an der Schlägerei beteiligten Arbeiter von den drei Studenten in der Weidengasse gestellt, auch hier mußte die Polizei wieder Ruhe ftiften. — Auch in der Hammstraße wurde gestern Abend von Seiten eines Studenten wegen jene Straße frequentierender Kellnerinen ein Streit hervorgerufen, wobei Steine geworfen und Spalierlatten abgerissen wurden. — Verhaftet wurde am vergangenen Samstag ein hier beschäftigter Friseurgehilfe wegen Unterschlagung von Kundengeldern in 15 Fällen. Der junge Mann hatte im Laufe des verfloffenen Winters so viele Vergnügungen mitgemacht, daß zur Bestreitung der Ausgaben sein Verdienst bei weitem nicht ausreichte. — Ebenfalls verhaftet wurde ein hiesiger, mit Gefängnis vorbestrafter Dachdeckergehilfe wegen Urkundenfälschung, verbunden mit Unterschlagung in 2 Fällen und 1 Betrugsfall. * • Patente- und Gebrauchsmuster Eintragungen von im Großherzogtum Heffen lebenden Erfindern. Gebrauchsmuster-Eintragungen. Zweiteiliger Sammelbehälter für Weinlesen mit in der Offenstellung feststehendem halben Klappdeckel und herausnehmbarer Scheidewand, Heinrich Jung jr., Bingen, 5. 10. 98. Zangenartig gebildete Rohrbiegevorrichtung, Gebrüder Adt, Ensheim, 7. 1. 99. Hebelartige Rohrbiegevorrichtung, Gebrüder Adt, Ensheim,?. 1.99. In einem offenen Blechgefäße befindliche Sterilisier-Flasche mit aus einem federnden Bügel und einer gummiüberzogenen Platte hergestellten luftdichten Abschluß, Joh. PH. Wagner u. Co., Mainz, 4. 1. 99. Vorrichtung zur Belebung von Leitungswasser mit Kohlensäure, mit an jeder Zapfstelle an- geordneter Kohlensäureflasche und bei vollständiger Hebung die Kohlensäureeinführung vermittelndem Absperrventil, Louis Rühl, Worms, 13. 8. 97. Spielkarten mit Reklamen auf der Rückseite, I. Pepperl, Darmstadt, Erbacherstraße 11, 9. 12. 98. Betätigungshebel für Verkorkmaschinen mit doppeltem, auf die Säule bezw. die Korkpreffe einwirkenden Daumen, Wilhelm Blöcher, Rüsselsheim a. M., 29.12. 98. Verkorkmaschine mit vertikal verschiebbar gehaltenem, sich selbstthätig aufsetzendem, vom Korkstempeltragschieber beeinflußtem Kopfteil, Derselbe, 29. 12. 98. Verlängerung der Schutzfrist. Gußeisernes Kippwaschbecken u. s. w., H. Schaffstädt, Gießen, 17. 2. 96, 20. 1. 99. Regulier- Einrichtung an der Aschthür von Regulier-Oesen n. s. w., Carl Buderus, Lollar, 20. 1. 96, 9. 1. 99. Körner-Vorrichtung u. s. tu., H. Hommel, Mainz, 21. 5. 95, 10. 1. 99. ** Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 19. bis 25. März in Mainz 40, in Darmstadt 23, in Offenbach 10, in Worms 17 und in Gießen 10, zusammen 100, davon 26 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 25,8, Darmstadt 17,2, Offenbach 12,2, Worms 22,8 und auf Gießen 21,2. — Die Todesursache anbelangend, verstärken an Scharlach 1 (Gießen), an Diphtherie 1 (Gießen), an Diarrhöe und Brechdurchfall 2 (je 1 in Mainz und Worms), und Lungenschwindsucht 10 (je 2 in Mainz und Offenbach, je 3 in Darmstadt und Worms), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 28 (15 in Mainz, davon 1 an Influenza, 7 in Darmstadt, davon 4 an Influenza, 2 in Offenbach, 3 in Worms, 1 in Gießen), an Gehirn-Apoplexie 6 (je 1 in Mainz, Darmstadt und Offenbach, 3 in Worms), an sonstigen Krankheiten 51 (21 in Mainz, 11 in Darmstadt, 5 in Offenbach, je 7 in Worms und Gießen); gewaltsamen Tod erlitt 1 Person (Darmstadt). + Nidda, 9. April. Herr Bahnbediensteter Harth dahier und seine Gattin feierten vorgestern in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihr silbernes Ehejubiläum, wozu denselben zahlreiche Glückwünsche dargebracht wurden. — In dem nahen Dorfe Ober-Lais wurde der anfangs der 50er Jahre gestandene dortige Landwirt H. Eschenröder vorgestern abend in einer sogen. Flachsgrube ertrunken aufgefunden. Da derselbe in guten Vermögensverhältnissen lebte und allenthalben sehr beliebt war, ist anzunehmen, daß der Bedauernswerte infolge seines langjährigen Herzleidens den Tod aus Schwermut in der Waffergrube gesucht hat. Friedberg, 7. April. Der Rosenzüchter Heinrich Schultheis in Steinfurth, eine weit über die Provinz Oberhessen hinaus bekannte Persönlichkeit, ist gestorben. Schultheis betrieb in Gemeinschaft mit zwei Brüdern die Rosenzucht in großem Maßstabe. Seine Rosenkulturen nahmen eine Fläche von mehr als 100 hessischen Morgen ein. — Am Dienstag fand im Prediger-Seminar die feierliche Entlassung der Kandidaten G. Becker, Hill, Kehr, Landmann, Lentz, Schlösser, sowie des an den Arbeiten des Seminars ein Jahr lang beteiligt gewesenen Gymnasiallehrers Dr. Alb. Schoel statt. Mit Gebet, Segen und Gesang schloß die erhebende und sehr gut besuchte Entlassungsfeier. Um l1/, Uhr schloß sich ein mit zahlreichen Toasten gewürztes einfaches Abschiedsmahl im „Hotel Trapp" und um 5 Uhr ein erfreuliches Zusammensein im Hotel- Restaurant Weith an. Im Predigerseminar verblieben sind die Kandidaten Fuchs, Schuchmann und Scriba. □ Darmstadt, 8. April. Unter dem Vorsitze des Herrn Landgerichtsrat v. Hessert trat heute in der Kunsthalle am Rheinthor die Generalversammlung des Kunstvereins für das Großherzogtum Hessen zusammen. Der Jahresbericht — woraus Ihre Zeitung die wichtigsten Daten schon brachte — weift eine Zunahme der Mitgliederzahl im Vorjahre und sonstige erfreuliche Momente (vermehrter Ausstellungsbesuch 2C.) für die Vereinsbestrebungen auf. Die letzte Kaulbach-Ausstellung hier ertrug über 300 Mk. an Aus der Zeit für die Zett. Vor 101 Jahren, am 11. April 1798, starb zu Berli: Karl Wilhelm Ramler „Der deutsche Horaz", wir \V seine Zeitgenossen mit einer verzeihlichen Hyperbel nannte: Seine Oden haben Wert wegen der korrekten Bchandlur, der Muttersprache, und zünden, wenn auch Klopstocks Tiefe ur.i Innigkeit ihnen mangelt. Sein Büchlein „Das Schachspiel" it ein Heldengedicht in Prosa. Von seinen Kantaten lebt „Ir Tod Jesu" durch Grauns Musik al» PMvnsvratottM fort. Seine Werke gab Göcking heraus. Warnler »::k am 25. Februar 1725 zu Kolberg geboren. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 7. April. Eine internationale Katzen-Ausstellung, wie eine solche erst vor einigen Wochen in Breslau mit großem Erfolg stattgefunden hat, wird hier vom 24. bis 30. Mai stattfinden. * Kaffel, 7. April. Die Eingemeindung Btbb heidens ist am 1. April nunmehr erfolgt; es giebt ta Wehlheiden mehr, sondern nur noch eine Großstadt W die etwa 100,000 Einwohner zählt. Nachdem die Wv gäbe der Vermögens- und Kassenverwaltung anbenfMh tu Magistrat, sowie die Uebernahme der Königlichen Polijei bereits stattgesunden u. s. w., hatten sich in der gestern abend abgetjaltenen Sitzung der städtischen Behörden jun erstenmale die neu gewählten sechs Vertreter Wehlheidens eingefunden, was den Vorsitzenden der Stadtverordnete veranlaßte, in einer zündenden Rede dieses bebeutmmen geschichtlichen Momentes für die Entwickelung Kassel« de sonders zu gedenken und namentlich die Verdienste hervor zuheben, die sich unser Oberbürgermeister Westerburg m der Sache erworben hat. — Die Gas- und Wasser vN« männer tagen hier im Juni d. I. Die stMeveo < Hörden haben für einen Begrüßungsabend des Stongre’1 1500 Mk. bewilligt. , _ . * Ein neues schreckliches Brandungluck hat sich in New > ereignet. Das Feuer brach in der 67. Straße in der > • des vornehmsten Viertels in der Nähe der 5. uvenu dem fünfstöckigen Wohngebäude des Präsidenten ocr z ’ Heizungs-Gesellschaft, Andrews, aus. Die Gattin «n r die Schwägerin und vier feiner Kinder, sowie Zwc' liche Dienstboten kamen in den Flammen um. . liche Dienstboten werden vermißt. Ein benachbartes g1 • Wohnhaus wurde durch Funken in Flammen gelej> . brannte ebenfalls nieder. Nahezu alle Bewohner des v brachten sich in Sicherheit. Sechs Frauen erlitten 1 Verletzungen. Später wurden im oberen Sncgeny Andrews'schen Hauses vier Leichen gefunden. -^at\ an, daß dies die vermißten Dienstboten sind. in dem Andrews'schen Hause 12 Personen umgeko • Am Monte Baldo am Gardasee lasten ruhigen de Wahrzeichen beobachten. Es ru einiger Zeit stark in seinem Innern ohne unter manchmal laut wie Donnergeroll; Spalten und . st . sich geöffnet, denen stinkender, weißer Qualm Auf der dem See abgewendeten Seite des Berge eine heiße Quelle, und das Seeufer am Mon e urJ sich gesenkt, sodaß der Hafen von Nagene tro 9 nicht weit nom Ufer eine Insel an tue Oberfläche tarn Eintrittsgeldern, und dies, in Verbindung mit den er s vorjährigen Ersparnissen ließ sowohl die Rechnung fü/uS besonders günstig abschließen als auch den «ornnu, für 1899 recht günstig gestalten. — In den^erwal2^- wurden neu gewählt: für Gießen Herr Proviant, v. B echt hold (wiedergewählt wurden von da die Kommerzienrat Heichelheim und Professor Sau,^"' Darmstadt Herr Dr. Willy Merck, für Mainz fvrr’ r Otto Gastell, für Worms die Herren Rentner Bitte! rat Dr. Kayser, Bankier Levy; die übrigen ausschej^' Mitglieder des Verwaltungsrats kamen zur Wiederw? • Die Versammlung schloß nach Erledigung der fonn' geschäftlichen Angelegenheiten nach kurzer Dauer. L. Mainz, 8. April. Um sich einen mögest , den Abgang zu bereiten, hat der Direktor unseres tz»? Theaters Rainer Simons in der letzten Zeit die a^k Anstrengungen gemacht, alles mögliche in Eile bringen. So begann diese Woche der NibelungeiM/'^ einer mittelmäßigen Aufführung des „Rheingold's- tT Loge gastierte Herr Adolf 93affermann vom J Darmstadt, der mehr durch seine glänzende Leistung, als durch seine ziemlich abgesungene Stimme, qent' Den Wotan hatte an Stelle des erkrankten Hem, mann Herr Offenbach, ebenfalls von Darmstadt, übttnom-.- unb führte ihn annehmbar durch. Von hiesigen Mitgl,^ waren die Damen Hesse, Wenger und Schemmel soir Herren Rünger, Nowack und Seim in größeren thätig. Herr Kapellmeister Pfeiffer dirigierte die Oper m Herr Simons hatte sie inszeniert. — Gestern folgte rin gute Aufführung „Der Walküre", in der besonders Damen Wenger, Materna und Hesse, sowie die Hrnrr Rünger, Costa und Island gutes leisteten. Dienstag folgt „Siegfried", Freitag „Die Götterdämmerung". - z- Schlußvorstellung sind „Die Meistersänger von Ründerz' vorgesehen. Wie verlautet, sind große Ovationen zu Eb? des scheidenden Direktors geplant. Auf die Thateo .- Unthaten des Herrn Simons während seiner fünfjährige Direktionszeit werden wir nach Schluß der Saist.i jurüd kommen. Alzey, 7. April. Nach einer hier eilt gegangenen teilung hat der kürzlich verstorbene, frühere sknhrmgr abgeordnete des hiesigen Wahlkreises, Herr Dr. Bamberger, der Kleinkinderbewahranstalt unserer Li.i. die Summe von 20,000 Mk. testamentarisch vermacht. vnv d« Lieierun- w -rerm'nnw ur «renisttinm zur bauftrecke Termin: Die r. I., vonnitta römntT der unter fetbinaungen u. «mgefeben und lagen gegen kost 60 Pfg. (niit i Herrn SttritbSfe teerten, ßulilagi 6tünbtrg(M Stuß I tSTO * I fctn * 00,00, fcrl NM Johannes ? Men.MnG Pfuhl vonM M in Gießen, vom 18. Febn biß fit in ihn Gütertrennung h Gießen, den 7 GroßhnM Neue I Versammlung 1 । etwttaN heule ' s^ern deZ unflür l ftibnbrüde. - W «ft Hchm Die Versteh unchKehendmKri N1 und Breni fotynbtn zagen L Kreüftrch Grü M» btt std Beginn üo: c’j* L-^eisstrn Vges ni r Kkystag' *• 3s. gefl(n. L7°--" W JjjtlfW in «""U T<( s»».. ’u iS Ipril- ” rbec g-.TSrt tot' ! ;D 17. * I 8K1__-s- 3107] (Sm braves, ordentliches Dienst- Stahl. 3109 Suche per 15, April einfach möbl. y die Expedition dieses Blattes. 3086 im Zapf. l’tkinuitiiuuijiingen Vermietungen llfrllcigcvuiuu'ii Wielgel uche OinpfflHuiiOtii it verkant en Offene Stellen 4 2 Wohnung, 6 Zimmer, Stall, Dienstbolenräume, gesucht. Gest. Anerbieten unter Q. 3108 an die Expedition dieses Blattes. Mädchen sucht Frau Fuhr, Sonnenstraße 25. Vorzügliches Sauerkraut, Salz- und Essiggurken, Preiselbeeren, marinirte Heringe, Bismarck-Heringe, la. Berliner Rollmöpse, la. rnss. Sardinen, Lollar. Donnerstag den 20. April . Js. Vormittag- 8 Uhr Beginn am Wiesecker Weg. 1 Pappelstamm mit 0,59 fm und Ausputzreiser.zuErbsenreiserngeeignet. Gießen, den 7. April 1899. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Zur Anfertigung „ ArUrhr, Lang »nk> Knidsinirtschaft. 8 Artl. Fruchtpretse. SBcijcn X 15,36—15,50, 14,52—14.60, «erste X 16,00-16,50, Hisers 14,50—15,20, » 4 .I ta X 00,00—00,00, LUrsen X qO,00—00,00, Wicken X 00,00, y 00,00, Rertoffcln X 5,60-5,00, Samen X 00,00-00,00. Kirschenstämme mit 2,22 fm und Lindenstämme mit 1,76 fm. 4. KreiSftraffe Gießener auch der Dreyfus-Affaire und sagte unter anderem, ma« könne das Ende dieser Affaire heute noch nicht abschen. Aber sie wird erledigt werden und zwar durch den Kasia- tionShof, und besten Urteil wüsten sich alle fügen. Der Kassationshof wird seinen Urteilsspruch nach Recht und Gerechtigkeit fällen. Wir verdammen alle polemischcnBerhetzungen gegen unsere nationale Armee. Der Urteilsspruch wird die Verantwortlichkeit der einzelnen feslstellen. Sühne wird folgen. Aber die Fehler einzelncner werden nicht die ganze Armee berühren. Diejenigen, welche anders denken, sind Feinde unseres Vaterlandes. Lebhafter, sehr lang anhaltender Beifall folgte den Ausführungen des Ministerpräsidenten, als er geendet hatte. Paris, 10. April. Co rnely kommentiert im „Figaro" die Aussagen des Generals Roget vor der Kriminalkammer. Er erklärt, Roget besitze die notwendige Erfindungskraft und Redegewandtheit sowie die Geschmeidigkeit, um sich al- idealen Führer der Nationalisten zu zeigen. Eherbourg, 10. April. Der norwegische Dreimaster Co reo wurde an die Küste geworfen und zerfchellt. Da- Fischerboot Mary ist verschwunden. Man glaubt, daß es mit der ganzen Besatzung untergegangen ist. Loudon, 10. April. Das Unwetter hielt auch gestern noch an. Die Verbindung zwischen England und Frankreich war stundenlang unterbrochen. Mehrere Boote mußten sich in die Häfen flüchten. ~ London, 10. April. Aus bester Quelle verlautet, daß augenblicklich zwischen den Kabinetten von London und Petersburg wichtige Unterhandlungen betreffend die chinesische Frage schweben. Bukarest, 10. April. In der gestern stattgefundenen Versammlung der Nationalpartei, an welcher Delegierte aus allen Provinzen teilnahmen, wurde beschlossen, daß die gesamte Nationalpartei mit der vom Ministerpräsidenten Sturdza befolgten Politik sich solidarisch erklärt. Kirchliche Nachrichten. Sv au gell ich e Gemeinde. Bnfummlung der konfirmierten Knaben aus der Markus« tecttdiiDe heule Dienstag, nicht wie verabredet, um 12'/« Uhr, rim »des ungünstigen WetterS wegen erst um 2'/, Uhr an der (! l Niürfe. Dr. Grein. «chauspielhau». !irnStag dm 11. April: Fuhrmann Henschel. Mittwoch bau 11 April: Der Schlafwagen-Kontrolleur. Donnerstag bcoil) April: Z«,a. Freitag den 14. April: Mikado. SamStag btea V>. April: »ora. Sonntaa den 16. Äpdl, nachmittags ji.g-lüt: Im weißen RSßl. Abends 7 Uhr: Nora. Montag n, April: Kabale und Liebe. Dienstag dm 18. April: MMrsteigerung. Vie Versteigerung des an den n.!«l!SehiendenKreisstraßenangesallenen gib* »nd Brennholzes findet an den fahltyibim Tagen statt: LIL Srieisftraffe Liudeuftruth— Grüuberg. Mag den 17. April lfd. 3JH. Beginn vormittags 9 Uhr an Wrc Lbzweigung der Kreisstraße m oii Saasen. ö Ahornstämme mit 4,42 fm, 1 ILHuisen Ahorn-Reiser und Astholz-, 7 III üadelholzftämme mit 22,58 fm, 3.1 in Nadelholz-Knüppel; 4 Kirsch- ftüifcne mit 1,22 fm; 29 Haufen NkiHiolz-Reiser, 4 Haufen Reiser v^mLirschbäumen. 2i. kbreisftraffeu Grüuberg— SM,zes nnb Wetterseld— Mmfter—Niederbesfingen. viaustag deu 18. Apri jji zs. Beginn vormittags 9*/i Uhr ami«: Neumühle bet Grünberg und NW^stltagS 2 Uhr am Laubacher SM teil. ßn der alten Pflanzschule.) Efchen- fü&mG und Astholz 5,75 fm; 4b Paippelstämme mit 2,62 fm, T iLufen Reiser. ßni Höllkopfbruch ) 30 Fichten- fijNw« mit 3,62 fm, 3 rm Nadel- htWmüppel, 9 Haufen Reiser. ■:rnrer an der Straße Münster— I iesfingen: 10 Eschenstämme mit 7,27 fm; Lindenftämme mit 1,29 fm; Eschenastholz 2,25 fm; 13 Haufen Reiser und 10 Stück Ächenstäcke. 8. Kreisstraffe Hungen— Langsdorf. Mittwoch deu 19. April . IS. Beginn vormittags 9 Uhr bei Hungen. 12 Akaztenstämme mit 4,99 fm; 10 Eschenstämme mit 4,50 fm; Schtoffergesessen sucht bei gutem Lohn Wieseck Prima Schiffsnachrichten - Der Postdampfer „Switzerland" der »Red Star £tnU* iv Hilitott pen ist laut Telegramm am 7. April wohlbehaltm to Py)ii!idr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, eine Garnitur in blauem Plüsch, bestehend aus Sofa und 2 Sesseln, versck. Mahagonimöbel, als: 1 Dertikow, 1 Damenschreib- lisch, 1 ov. Tisch, 1 Büchergestell, weiter 1 Sekretär, 1 Sessel, 3 Stahlstiche, zwei Oetbilder, 2 bronzene Leuchter, 1 Säule, 1 Schreibtisch, 1 Bücherregal, 1 Ausziehtisch, 1 Linoleumteppich, 1 Nähmaschine, 1 vollst. Bett, 1 Regulator, 1 Konsol, 1 Klavier, 1 Kirschbaum-Bettlade, mehrere Tische u. a. m. 3114 Geißler, Gerichtsvollzieher. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold'. Mannheim, 10. April. Gestern abend brannte hier der hölzerne Circusbau, in welchem die Badische Geflügel- Ausstellung stattfand, total nieder. Die ausgestellten Tiere sind zum größten Teile verbrannt. Die im Hause befindlichen Menschen konnten sich zur rechten Zeit retten. Der Schaden ist sehr bedeutend. Die Brandursache unbekannt. Wie«, 10. April. Die Montags Revue versichert auf Grund zuverlässiger Informationen, daß der Erlaß einer kaiserlichen Berordn»ng zur Regelung der Sprach en frage auf Grund des § 14 eine fest beschlossene Sache sei. Diese Verordnung werde nach Schluß der Landtagssession erfolgen und der Reichsrat im Mai einberufen werden. Antwerpen, 10. April. Gestern nachmittag fand ein großes Meeting statt, an welchem die Liberalen, Ehristlich-Demokraten und Sozialisten teilnahmen. Zahlreiche sozialistische Persönlichkeiten, unter ihnen auch van der Velde ergriffen das Wort und befürworteten diesen politischen Dreibund zur Erkämpsung des allgemeinen Wahlrechts mit der gleichmäßigen Vertretung. Charleroi, 10. April. Der seit drei Monaten dauernde Ausstand der Granitarbeiter dürfte nunmehr seinem Ende nahe sein. Der radikale Abgeordnete Denis schlug vor: 1. ein dauerndes Schiedsgericht zur Prüfung aller Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Angestellten; 2. Wiedereinstellung aller entlassenen Arbeiter; 3. Schlichtung des jetzigen Zerwürfnisses durch den Arbeitsrat, deffen Vorsitzender der Graf von Ursel ist. Man glaubt, daß diese Lösung des Konfliktes allerseits angenommen werden wird. Paris, 10. April. In Puy hielt Ministerpräsident Dupuy gestern bei einem Bankett eine Rede vor seinen Wählern über die politische Lage Frankreichs. In dieser Rede führte er u. a. aus: Nach einigen allgemeinen Bemerkungen über die politische Lage Frankreichs erwähnte 3100 Gustav Walter, Gießen. im Zapf. 3087 Hessischer Hof- V orzaglicher ktkanntmachung. "Mannes Pitz von Weiden- tiiEuM jetzt in Gießen, und Christine Wb! von Niederwalgern, jetzt eben* foM in Gießen, haben durch Vertrag v 'm 18. Februar 1899 bestimmt, Mui sie in ihrer künftigen Ehe in ennung leben wollen. Siehrn, den 7. April 1899. Scvßherzogliches Amtsgericht. N e u e n h o gen. 3102 äpttyla der verewigten Frankfurter LtiLtthertkr. Opernhaus. titneteg dm 11. März: Die «oft von PontevedrR. $>uwri: Die Regimentstochter. Mittwoch dm 12. April: Dai« verwunschene Schloß. Donnerns dm 13. April: Äti*. Freitag dm 14. April geschloffen. SamStag dm 15. AprU: Jo!'rtm Cmttn. Hierauf: Phantasien im Bremer RaiS- tdd.K. Sonntag dm 16. April, nachmittags 3V, Uhr. D-S oe rni-sch-n- Schloß. Abmds 7 Ubr- Der Troubadour, llbtato dm 17. AprU geschloffen. Dienstag dm 18. AprU. Georg Hirne». mMs. Üipnl. Sine inttn: wie eine solche eis!' ^roßein Erfolg stattzh >. Mai fiattsinden. Die eingcmcinbii ; nunmehr erfolg!; e! nur noch eine Gros )ner D- *{l lassenverwaltungoo-c ittnatjnte btt w., hatten sich “ ,a btt ftibtiiy Ilten sechs itftjenbtn btt «■ rtbenben für bi- M* mmntlich bte ierbütgetmei|let Zum d. " gegrüßung^oeil ch in der bi- -- - i in bet NA, bäube ’S -W lendcb ... il (tz-ttt n-, 3103) Braves, kräftiges Mädchen Quf L Mai gesucht. —Frau Pros. Buchhold, Löberstraße 4. von Fahnen Fahnenbändern, I Wappen etc. im hochfeiner Ausführung (Handstickerei), sowie Dekorations-Fahnen aller Art, lIereinsabzeichen! empfiehlt fich 3132 J.H.Fuhr, Giessen, Touneustraffe 25. Verdingung bvin Lie>erung von 903 Stück Bahn» g,»wi!tHneu und 747 Stück Weg» g (ttmiftf inen zur Autzsteinung der Neu- : austrecke Lollar-Londorf. Ittu tnr Dienstag den 18. April t ormittags 10 Uhr, im Arbeits- v. nnnti toer unterzeichneten Bauabteilung, ytatimaunflen u. s w. können daselbst etnr^n und die Verdingungsunter- laleyti k- gen kostenfreie Einsendung von i..»»jjs, (nickt in Briefmarken) durck :9etriebssekretär Baetz bezogen n'iartm. Zuschlagsfrist 3 Wocken. 3089 Srü nberg (Hcffen), den 6. April 1899. Grotzh. Hess. Wsenbahn Bauabteilung. i 01252] Der Schule entlaffeuer I junger Mann mit deutlicher Hand» | schrtft zum Anlernen sofort gesucht. I Poppelsdorfs Bureau, Bahnbofstr. 41. n| 01244] Braves, jüngeres Mädchen, I am liebsten vom Lande, sogleich gesucht. I____________Ludwigstraste 27, HI. I 3130] Ein ordentliches Dienstmädchen I alsbald gesucht. Frau Joh. Jnderthal, 31101 Neuenweg 39, pari.___ ZS !*** «6 ut^ ««K !™j't md E ]*le,fftt bitigini. ■ itnttrt. - g,h boltüxe", in We, fei 3«l« leifteten. ; e ^ötlrrdäM!^. e Meistersängn-^ sind große Düit-. geplant. Aus ns während ftirs nach Schluß der i \ einer hier ein« verstorbene, sriihc Wahlkreises, hen inderbewahranMr !k. testanientach r ?it für iit L 11. April 1798, \ r „Der deutsche h», r verzeihlichnM wegen der >en, wenn auf f ein Büchtet Von i Musik & W: ; 'öefing ^rM. ■ ‘olberg geboren . I 8088] In meinen Neubauten (garantiert l gi23]Hn sauberes Mädchen od. Frau Ia.Sarüellen.KaV13r etc. Wolrengaffe 20 und 21 »on« füt öormittag§ resp. b. mittags 2 Uhr mrt billigst zu habe« bei 1447 I pat).cn» mtt. ohne Wohnung, billigst, ü0Qer Kost gegen hohen Lohn für sofort btlltgst zuyaven ver 'sowie zwei kleinere und eure größere ^Bismarckftratze 17 ll. A. & G. Wallenfels, ®°sc ÄÄa* "«”] Markt 21. Telephon 46. ^reife von 260, 280 und 360 Mk. jährlich Mädchen zum täglichen Reinigenon Kein a "““asa-g beim Gebrauch von Pectol-Bonbous 1 012461 Schönes, aroßes. möbliettes I __0^2ö4] Unabhängige Lauffrauoder i Coniferen - Kräuter - Malz - Zucker). 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April, nachmik 3 Uhr, vom Sterbehaufe aus statt. 01% in dauerhaften Einbänden, auch antiquarisch, für sämtliche Lehranstalten, Kataloge gratis. Der Reinertrag Lieser Schrift ist zu gemeinnützigen Zwecken bestimmt. Neustadt 23 Gießen, den 10. April 1899. Mschrn De ttybtn bt< ^oubttt1 reelle und prompte Bedienung zusichere, zeichne Hochachtend und ergebenst DerL Herr Metz TsooerSi in dem güt sitzenden be* Aobn, W Vrsivvtze Dir smir im dngelabtn Mzr ^utschn Tob, unb pathieen 3124] Zwei in feinster Lage Gießens in jeder Weise der Neuzeit eingerichtete W kleinere Hauser (Sillen) zum Alleinbewohnen, billig und unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen durch A. Jacob, Bismarckstraße 17 II. und ein Feder- 3111 MD' '/)3Uhrsir rtrfammlur Rindviehs hiermit ein- glieder bet hrmhelheir -er £ai. eSg aifqtnoEmti faltet r Oswald's Earteu Oietzeu. 13 Oll 01t i Anmeldungen nehme ich von heute ab bis Dienstag Ahl ers den 11. 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Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, guter Bruder Georg Lang, Pumpeumacher, Samstag abend 8 Uhr nach schwerem Leiden im 64. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Geschwister: Wilhelm Laug. Elifabethe Laug. Todes-Anzeige. Teilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannter. : schmerzlrSe Nachricht, daß gestern mittag 1 Uhr unser Vater und Schwiegervater Herr Ludwig Lauz im Alter von 62 Jahren sanft entschlafen ist. Die tieftrauerudeo Hinterbliebene!, Wißmar, den 10. April 1899. Empfehlung. p. p. 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