M 36 Zweites Blatt Samstag den 1l» Februar 1S99 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich «nnahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. 8(Uf Anzeigen-BermittluugSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gceßener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. L'.czugspreiL üicrteljührUd) 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Die Gießener ^amilienbkätlcr Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal bcigelegt. Amts- und Anzeigeblntt für den Ttreis Giefzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulssraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwitt, _________ Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. —............ I.......... Unfern Lesern gegenüber halten wir es für geboten, mit Rücksicht auf die fortgesetzten Rempeleien der Mitteldeutschen Sonntagszeitung und ihrer werten Genossin folgende bündige Erklärung abzugeben: Nachdem wir vordem in Hamburg-Eilbeck jahrelang zugunsten möglicher Verständigung auch mit Sozialdemokraten Verkehr gepflegt haben, traten wir unsere hiesige Redaktionsstellung ohne Voreingenommenheit gegen die sozialdemokratische Partei an, wie wir dies.auch gelegentlich der letzten Reichstagswahl rückhaltlos bekundet haben. Wenn die M. S. dann durch schlecht angebrachte Rüpeleien uns veranlaß hat, ihr gegenüber unsere Haltung zu ändern, so ist das lediglich ihr — Verdienst. Der Gießener Anzeiger ist nicht minder unabhängig, als seine beiden erklärten hiesigen Gegner. Allerdings hält er zu den Ordnungsparteien und pflegt wie diese die Treue zu Kaiser und Reich gleicherweise wie die gegen das angestammte Fürstenhaus. Abweichend von seinen Gegnern sieht er indes seine Aufgabe nicht darin, als Parteiorgan seinen Lesern ?ine fix und fertig gemachte Meinung aufzunötigen, als vielmehr darin, Thatfachen berichtend, es seinen Lesern zu überlassen, sich in jedem Falle eine eigene Meinung zu bilden. Für unfehlbar hält er sich nicht, wie er denn auch jederzeit gern bereit ist, von seinen Feinden zu lernen, aber nur das, was ihm und seinen Lesern nützen kann. In diesem Sinne ist er durchaus freiheitliebend und keineswegs ein Organ, das als Weltblatt, vielmehr als Heimathort angesehen werden möchte, und nach dieser Richtung hin auf das Verständnis And die ihatkräftige Unterstützung seiner Leser rechnet. An Reibereien haben wir ebensowenig als unsere Leser Gefallen. Unsere Losung lautet demnach: „Schiedlich — Friedlich", was uns indes nicht hindern soll, sofern wir uns davon für die gute Sache Erfolg versprechen dürfen, einen uns aufgedrungenen Kampf unerschrocken aufzunehmen. Deutsches Reich. Berlin, 9. Februar. Die gestern abgehaltene Sitzung des preußischen Staatsministeriums hat bis abends 7'/» Uhr gewährt. An derselben haben alle Staatsminister sowie die Staatssekretäre v. Bülow und Posadowsky ^eilgenommen. Berlin, 9. Februar. In der Disciplinar-Untersuchung Stegen den Professor Hans Delbrück ist die Anklageschrift jetzt dem Disciplinarhofe und dem Angeklagten zugegangen. Der Strafantrag lautet der „National-Zeitung" zufolge auf Strafversetzung in ein gleiches Amt ohne Ersatz von Umzugskosten. Es würde also, wenn diesem Anträge entsprechend entschieden wird, ein ordentlicher Professor der Geschichte an einer anderen Universität, da man doch nicht eine andere zu diesem Zweck schaffen wird, als Strafprofessur frei gemacht werden müssen, deren Inhaber dann nach Berlin versetzt werden würde. Berlin, 8. Februar. Aus Gotha wird berichtet: Das völlig gebeugte Herzogspaar beabsichtigt eine ganz stille Trauerfeier und hat die Fürstenhöfe gebeten, von persönlichen Entsendungen absehen zu wollen. Der Tag der Beisetzung ist noch unbestimmt. — Die Kunde von dem Ableben des Erbprinzen von Koburg rief auch in den Londoner Hofkreisen tiefe Trauer hervor. Die Königin ließ alles, zu dem sie persönlich erscheinen wollte, absagen. — Der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha sowie der Großherzog von Hessen sind in Meran eingetroffen. — Die Leichenfeier für die Fürstin Marie Luise hat am Mittwoch in Sofia stattgefunden. Der Zug setzte sich unter Kanonenschüssen und Glockengeläute in Bewegung. Dem Leichenwagen folgten zu Fuß Fürst Ferdinand, Erzherzog Leopold Salvator von Oesterreich, König Milan von Serbien, Herzog Siegfried in Bayern sowie Vertreter Rußlands, Rumäniens, der Türkei und des Herzogs von Parma. In der katholischen Kirche wurde die Leiche durch den Erzbischof Menini eingesegnet. — Heber die Thronfolge in Sachsen-Koburg- Gotha gehen allerhand abenteuerliche Behauptungen durch die Presse. Einige meinen, der zweite Sohn des Herzogs von Aork, Prinz Albert von Großbritannien (geb. 1895), sei der nächstberechtigte Agnat, andere erörtern die Thronfolge des katholischen Zweiges Koburg-Cohary, und ein Blatt gerät dabei sogar nach Portugal zu dem Herzog von Beja, dem neunjährigen zweiten Sohn des Königs. Es fehlt also unter diesen zweiten Söhnen, die nach dem Tode des Herzogs Alfred angeblich einmal ihren Einzug in die Koburger Ehrenburg halten würden, nur noch der kleine Prinz Kyrill von Bulgarien, den man so ziemlich mit demselben Recht als Erben nennen könnte. Glücklicherweise scheint bei diesen Zeitungsmitteilungen mehr ein ungenügendes Studium des gothaischeu Kalenders, als sachliche Information mitgewirkt zu haben. Die meisten Blätter bemerken denn auch ganz richtig, daß die Berechtigung zur Erbfolge auf den Herzog von Connaught übergegangen ist. Da die Ehe des verstorbenen Herzogs Ernst II. von Koburg und Gotha kinderlos war, so ging nach deutschem Erbrecht die Nachfolge auf die Söhne seines Bruders, des Prinz- Gemahls Albert, über. Da nun unter heutigen Zeitver- hältniffen die Vereinigung einer deutschen Herzogskrone mit der Krone von England unmöglich ist, so verzichtete der älteste Sohn des Prinzen Albert von Sachsen-Koburg und Gotha, der jetzige Prinz von Wales, für sich und seine Nachkommen auf die Nachfolge in der deutschen Herzogswürde, womit sein Recht ganz von selbst auf seinen nächst- ältesten Bruder, den Herzog von Edinburg überging, der denn auch thatsächlich 1894 seinem Oheim als Herzog von Koburg und Gotha folgte. Bestände noch ein Recht eines Nachkommen des Prinzen von Wales auf das Herzogtum, so besäße schon der jetzige Herzog seine Würde nicht zu Recht. Da dieser Punkt aber ganz unbestritten ist, so er- giebt sich daraus, daß die Nachfolge, falls Herzog Alfred nach dem jetzigen Verlust seines einzigen Sohnes ohne männliche Erben stirbt, auf feinen nächstjüngeren Bruder übergeht, und das ist der Herzog von Connaught. Letzterer, der bekanntlich mit einer Tochter des Prinzen Friedrich Karl von Preußen vermählt ist und unter allen seinen Brüdern deutschen Auffassungen und deutscher Art am nächsten steht, hat selbst bisher nur einen einzigen Sohn. Sollte auch diese Linie aussterben, so würde der hinterlassene Sohn des Herzogs von Albany an die Reihe kommen, und erst bei deffen Entsagung oder kinderlosem Tode würde eine andere Linie des Hauses Koburg in Frage kommen Erfreulich ist es ja in keinem Falle, daß das Erbrecht unserer Fürstenhäuser noch immer nicht die Möglichkeit gewährt, die in fremden Boden verpflanzten, ihrer Heimat entfremdeten Zweige von deutschen Thronen auszuschließen. Das ist eine Frage für sich, die allerdings schwer aufzurollen ist, wenn sie in einem bestimmten Falle bereits akut geworden ist und eine bestimmte, keineswegs unsympathische Persönlichkeit dadurch plötzlich eines Rechts beraubt werden soll, das vorher grundsätzlich zu bestreiten niemand eingefallen ist. Im vorliegenden Fall wird hoffentlich wenigstens durch Verhandlungen dafür gesorgt, daß der junge 16 jährige Prinz Arthur von Connaught von jetzt an für seinen deutschen Beruf erzogen wird. „Tägl. Rundsch." Ausland. Wien, 9. Februar. Wie verlautet, wird bei der Konferenz des Grafen Thun mit den verschiedenen Landeschefs Aas neue bürgerliche Wechi in Kessen. VI. Das Bürgerliche Gesetzbuch und die hessischen Landesgesetze. (Nachdruck verboten.) II. Der Ersatz des Wildschadens war in den letzten Jahren wiederholt Gegenstand eingehender Beratungen des -Landtages. Da nun das Bürgerliche Gesetzbuch für diese ^rage einen reichsgesetzlichen Rahmen geschaffen hat, innerhalb deffen die Landes-Gesetzgebung nur zum Teil aufrecht erhalten bleiben kann, ist auch für Hessen eine Durchsicht des diesbezüglichen Gesetzes von 1895 erforderlich. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist der Anspruch auf Ersatz von Wildschaden auf die Fälle beschränkt, in denen dem Eigen- diimer eines Grundstückes das Jagdrecht an dem Grundstück °^cr kie Ausübung des Jagdrechts durch das Gesetz entzogen ist. Bei Eigentümern ‘ einer ganzen SaT™"9 i.r ,ctner zusammenhängenden Fläche von 300 Morgen, bie ihr Jagdrecht verpachten, kann daher in Zukunft ein Anspruch wegen Wildschadens nicht mehr gesetzlich festgelegt werden, sondern es muß den Großgrundbesitzern überlassen werden, sich bei der Verpachtung ihrer Jagden den Ersatz des Wildschadens durch Vertrag zu sichern. Ole wetteren Bestimmungen, die das Ausführungsgesetz ulber den Wildschaden bringt, sind wesentlich redaktioneller Joiatur. Von den hessischen Landesgesetzen, die infolge der Ein- luchrung des Bürgerlichen Gesetzbuches eine wesentliche Ab- anöcrung erfahren, ist endlich noch das Gesetz über die itterbringung jugendlicher Uebelthäter und verwahrloster -ndn vom 11. Juni 1887 zu nennen. Das Gesetz erhält "nächst die kürzere und bessere Bezeichnung: „Gesetz über "e Zwangserziehung Minderjähriger." Wie sich schon aus der seitherigen Ueberschrift des Gesetzes ergiebt, ist dasselbe halb straf-, halb zivilrechtlichen Charakters. Nach dem Strafgesetzbuch kann ein Kind unter zwölf Jahren wegen einer verbrecherischen That nicht bestraft werden; eine Person von 12—18 Jahren kann nur dann bestraft werden, wenn sie bei Begehung der That die zur Erkenntnis der Strafbarkeit erforderliche Einsicht besaß. Die Zwangserziehung wegen Begehung einer strafbaren Handlung kann nun zunächst bei Kindern von 6—12 Jahren angeordnet werden. Nach Reichsrecht ist hierzu erforderlich, daß durch Beschluß der Vormundschaftsbehörde die Begehung der That festgestellt und die Zwangserziehung für zulässig erklärt worden ist. In Hessen soll nach dem Ausführungsgesetz in diesem Falle die Unterbringung in einer geeigneten Familie oder in einer Erziehungs- oder Besserungsanstalt dann stattfinden, wenn sie mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der strafbaren Handlung, auf die Persönlichkeit des Kindes, der Eltern oder sonstigen Erzieher oder auf dessen übrige Lebensweise zur Verhütung weiterer sittlicher Verwahrlosung erforderlich ist. Ferner kann ein Minderjähriger zwischen 12 und 18 Jahren wegen Begehung einer strafbaren Handlung dann in Zwangserziehung genommen werden, wenn er nur deshalb vom Gericht freigesprochen worden ist, weil er bei Begehung der strafbaren That die erforderliche Einsicht nicht besessen hat; in dem Urteil ist dann zu bestimmen, ob der Angeschuldigte seiner Familie überwiesen ober in eine Erziehungs- ober Besserungsanstalt gebracht werben soll. Außer bei Vorliegen biefer strafgesetzlichen Gründe kann auf Anordnung des Vormundschaftsgerichts bei allen Minderjährigen unter 18 Jahren die Zwangserziehung dann eintreten, wenn das geistige oder leibliche Wohl des Kindes dadurch gefährdet wird, daß der Vater das Recht der Sorge für die Person des Kindes mißbraucht, das Kind vernachlässigt oder sich eines ehrlosen oder unsittlichen Verhaltens schuldig macht; ferner bei Mündelkindern in bestimmten Fällen. Zur Zeit findet in Hessen die Zwangserziehung aus diesen Gründen nur bei Minderjährigen unter 16 Jahren statt; die Erfahrungen der Praxis lassen die Ausdehnung der Altersgrenze bis zum 18. Jahre wünschenswert erscheinen, zumal da in neuerer Zeit für Verwahrloste, die das schulpflichtige Alter überschritten haben, besondere Anstalten errichtet worden sind. Nach dem hessischen Gesetz von 1887 hat das Vormunb- schastsgericht nur über bie Zulässigkeit ber Zwangserziehung zu befinben, währenb bas Kreisamt bann bestimmt, ob und auf welche Art bie Zwangserziehung stattfinben soll. Dies ist mit bem Bürgerlichen Gesetzbuch nicht mehr vereinbar. In Zukunft hat für bie Regel bas Vormunbfchaftsgericht bie Zwangserziehung anzuorbnen unb selbst über ihre Ausführung zu bestimmen. Die Zwangserziehung hört spätestens mit ber Volljährigkeit bes Zöglings, also mit bem vollenbcten 21. Lebensjahre, auf. Zum Schluffe sinb noch die sog. „Uebergangs- Vorschriften" bes hessischen Ausführungsgesetzes zu erwähnen. Sie betreffen namentlich bas eheliche Güterrecht. Das Bürgerliche Gesetzbuch stellt bie Verwaltungsgemeinschaft als ben regelmäßigen Güterstanb hin, ber stets bann cintritt, wenn keine befonbere Bestimmung unter ben Ehegatten getroffen ist. Die Allgemeine Gütergemeinschaft, Errungenschaftsgemeinschaft und Fahrnisgemeinschaft können durch Vertrag vereinbart werden, während endlich die Gütertrennung in einzelnen Fällen subsidiär eintritt. Die hessischen Uebergangsvorschriften sind von dem Grundgedanken getragen, bie bisherigen Güterrechte schonenb in bie Formen bes neuen Reichsrechtes überzuleiten. Eine Darlegung bieser Vorschriften im einzelnen würbe den uns zur Verfügung stehenden Raum weit überschreiten und wäre bei der außer- die Sterbegebete, und die gesamte Suite kniete vor dem Sterbelager nieder und nahm, nachdem der Tod eingetroffen, mit Handkuß von der geliebten Herrin Abschied. Die Leiche ward in einem Saal des Palais aufgebahrt und das trauernde Volk kam massenhaft, seine erste Fürstin zum letztenmale zu sehen. gemalt herabzusetzen, um wieder an die Spitze des Staates zu kommen. New-York, 7. Februar. Dem „New-Jork Herald" wird aus Washington gemeldet: General Otis erhielt den Befehl, den aufständischen Filipinos Mitteilung davon zu macheil, daß der spanisch-amerikanische Friedensvertrag ratifiziert worden sei, seine Operationen fortzusctzen und die Erhebung gegen die amerikanische Oberherrschaft niederzuwerfen. — Nach einer weiteren Meldung des „New- Jork Herald" gingen von Manila nach Jlo-Jlo Instruktionen an General Miller ab, nach welchen dieser sofort mit oder ohne Zustimmung der Eingeborenen Jlo-Jlo besetzen soll. — Nach Depeschen aus Manila betragen die Verluste der Filipinos in den jüngsten Gefechten 2000 Mann Todte und 3500 Verwundete. 5000 wurden gefangen. auch die Frage der Beschickung des Reichsrates durch die Landtage diskutiert. Prag, 9. Februar. In den Vororten Lieben und Karolinenthal ist eine Flecken,Typhus-Epidemie ausgebrochen, welche rapide um sich greift. In Lieben sind u a. 12 Wachtleute und der Polizei-Bezirksleiter daran erkrankt. Die Schulen sind geschlossen. Frankreich. Casimir Perier gegen Mercier. Das Blatt „Le Petit Bleu" hat in diesen Tagen Auszüge aus den Aussagen des ehemaligen Präsidenten der Republik, Casimir Perier vor dem Kassationshofe veröffentlicht, die der „Temps übernommen und benutzt hat, den durch diese Aussagen betroffenen General Mercier sowohl wie Casimir Perier darüber zu befragen. Das Ergebnis dieser Nachforschung ist, daß Casimir Perier den General Mercier Lügen straft. Nach dem „Petit Bleu" hat Casimir Perier der Kriminalkammer mitgeteilt, der damalige Kriegsminister Mercier habe ihm gesagt, daß er, da das Beweismaterial ungenügend gewesen, dem Kriegsgericht in Sachen Dreyfus geheime Schriftstücke übermittelt habe. Auf seinen Einwurf, daß dann Dreyfus ungesetzlich verurteilt sei, habe Mercier erwidert, das Verfahren sei zwar nicht gesetzlich, aber bei Kriegsgerichten gebräuchlich. Dasselbe Blatt hatte sich ferner über die Gründe des Rücktritts Casimir Periers von der i Präsidentschaft verbreitet und behauptet, einer dieser Gründe sei darin zu suchen, daß der Kriegsminister Mercier zu einer Zeit, als Casimir Perier mit Rußland über das Bündnis verhandelte, ohne dessen Wissen die Bestände der Armee verringert habe. Vom „Temps" über die Behauptungen des „Petit Bleu" befragt, verweigerte Mercier über sein Verhalten gegenüber dem Kriegsgericht die Auskunft, und erklärte, die Mitteilungen über die Gründe des Rücktritts Casimir Periers seien „ein Gewebe von Unrichtigkeiten". I sei nicht möglich, daß Casimir Perier die Beschränkung I ber Armeebestände unbekannt geblieben seien, weil das eine I budgetmäßige Maßregel sei, die im Ministerrat, wo der I Präsident der Republik den Vorsitz führe, beschlossen werde. Auch habe der Deputierte Le Hörisss über diesen Gegenstand I eine Interpellation eingebracht, und diese Interpellation I sei im Ministerrate, in dem Casimir Perier anwesend war, I besprochen worden. Auf diese Entgegnung General Merciers antwortet nun heute der Temps: „Wir können versichern, I daß Herr Casimir-Perier niemandem von seiner Aussage vor dem Cassationshof Mitteilung gemacht hat. Wir können I ferner versichern, daß der damalige Präsident der Republik I Casimir-Perier erst durch das Amtsblatt von der Minister- I rellen Entscheidung vom 30. August 1894 über die Beschränkung der Armeebestände Kenntnis erhalten, und daß I er infolgedessen von Pont-sur-Seine dem General Mercier I einen Brief geschrieben hat, der diesen veranlaßte, sich sofort nach Pont-sur-Seine zu begeben. Wir können endlich versichern, daß Casimir Perier nicht durch die Besprechung Futerpellation Le Herisses im Ministerrat von den I Absichten des Ministers Kenntnis erlangen konnte, weil diese I Interpellation erst am 6. November behandelt wurde, also I mehr als zwei Monate, nachdem die ministerielle Entscheidung I üoni 30. August bekannt gemacht worden war." Es ist I zweifellos, daß hier durch den Temps Casimir Perier selbst spricht und die bis jetzt unbekannten Gründe seines Rück- I lritts mitteilt, indem er zugleich dem General Mercier neue I Unwahrheiten nachweist. Köln. Ztg. London, 9. Februar. Nach einer New-Jorker Drahtung der „Daily Mail" hat sich Robert Porter als Mac Kinleys Sonder-Kommissar nach Berlin begeben mit einem I geheimen Auftrage in Sachen der Handelsangelegen- h eiten. Bulgarien. Ueber die letzten Lebenslage der Fürstin Marie Luise schreibt man den „Münch. Reuest. Nachr." I aus Sofia: Die Fürstin, die im Februar einem freudigen I Ereignis entgegensah, erfreute sich die ganze Zeit über des I besten Wohlseins, erschien bei allen offiziellen Gelegenheiten I und hatte noch am 18. Januar einer Parade beigewohnt. I Am 20. Januar klagte sie über leichtes Unwohlsein, mußte I den nächsten Tag zu Bett bleiben und die Aerzte konstatierten eine fieberhafte Bronchitis. Nachdem das Befinden in den darauf folgenden Tagen schwankend gewesen, wurde die I Fürstin am 30. Januar morgens von einer Prinzessin ent- I Kunden, wodurch eine Verschlimmerung im Befinden eintrat, I die zur größten Besorgnis veranlaßte. Die hohe Frau, die sich sehr schwach fühlte und besonders durch die große Athemnot unendlich litt, verlangte nach den Sterbsakra- I menten. Es trat eine leichte Besserung ein, so daß man I für^ kurze Zeit sich nochmals der Hoffnung hingeben konnte, I ihr.Leben erhalten zu sehen. Allein in'der Nacht darauf verschlimmerte sich der Zustand, gegen Morgen trat Agonie I ein und um 11 Uhr hatte sie ausgelitten. — Die Prinzen I Boris und Cyrill weilten die letzten Stunden am Sterbe- I lager ihrer Mutter; sie segnete die Prinzen und nahm I ruhenden Abschied von den heißgeliebten Kindern. Der I Beichtvater der Fürstin, ein Franziskanerpater, verrichtete I ** Militärisches. Wie die „T. Rundsch." hört, sollen r. diesem Jahre Versuche gemacht werden, die (Baniiätsuntet- offiziere im Radfahren auszubilden. Diese überaus zweckmäßige Anordnung darf als Beginn einer oft bt sprocheuen Einführung betrachtet werden, die den Zweck per folgt, diese Unteroffiziere schnell von einem Ort zum anbcm ZU befördern und sie zur Ausübung ihres anftrengtnbtn Dienstes frisch zu erhalten. Längst ist der das BataiUor begleitende Arzt beritten gemacht und nur so imftanbi überall zu helfen; stets aber fehlte ihm der unbedingt not wendige Begleiter mit der Arznei- und Berbandzeugtaschl und lange Zeit mußte so mancher Marode, von dem bc wachenden Gefreiten notdürftig versorgt, am Chausseerand! liegen, ehe ihm die vom Arzt verordneten Mittel verabreich werden konnten. Da bei anstrengenden Uebungen erfahrnngs gemäß Fälle von Hitzschlag, Sonnenstich oder Ermattuw fast durchweg auf den An- und Rückmärschen, also au Landstraßen Vorkommen, so ist gerade hier das Fahrrad vo> außerordentlichem Wert. Natürlich wird zunächst mit bei uoch beschränkten Mitteln, vornehmlich im Bestände an Lern räbern bei den Truppen gerechnet werden müssen, es bar jebod) mit Bestimmtheit angenommen werben, baß ber Erfol für ben Versuch spricht, unb baß von ben Sanitätsuntei Offizieren künftig nicht mehr gefordert werben muß, daß si nach benfelben Strapazen wie bie Truppe, oft noch ftunbci lang, ohne zur Ruhe zu kommen, ihres Dienstes waltc müssen. *v Zur besseren Orientierung der Reifenden auf Eise? bahnstationen hat ber Eisenbahnminister soeben folgend^ bestimmt: Beim Neu- ober Umbau von Station^ gebäüben ist auf eine berartige Anorbnung der einzelner Räume Bedacht zu nehmen, daß der Eintretende die Rot?' der wichtigen Lokalitäten sofort Überblicken kann, und M auf dem Weg vom Fahrkartenschalter zur GepäckabfertitzNU- und von da nach dem Bahnsteig eine Kreuzung des W ber den Bahnsteig verlassenden Reisenden vermieden wir* Da gewöhnlich rechts ausgewichen wird, so ist der Fahr kartenschalter und die Gepäck-Abfertigung zur Rechten Eintretenden anzuordnen. Die Anschriften zur Bezeichnurs der für die Reisenden wichtigsten Stationsräume u. s sind auf rechteckigen, bei Dunkelheit gut beleuchteten Sch^ dem von angemeffener Größe in schwarzer Blockschrift weißem Grund herzustellen; bie Lage der Aborte soll bur<9 Males und Provinzielles. Gießen, den 10. Februar 1899. ** Allgemeiner Bericht über die städtische Verwaltung im Jahr 1897/98. (Fortsetzung.) Auch im Jahre 1897/98 entfaltete das Stadtbauamt eine rege Thätigkeit, sie umfaßte die laufende Unterhaltung der städtischen Gebäude, der gepflasterten und chauffierten Straßen, Brücken und Wege, Anlagen, Bedürfnisanstalten, Märkte, Kundmachungseinrichtungen, Grundstücke und Feldwege, ferner die Betriebe ber Desinfektions-Anstalt, bes Friebhofs, ber Pumpstation und der Reinigung der Straßen, Wasserläufe und Kanäle, einschließlich Unterhaltung des Fuhrparks. Die Anzahl der städtischenGebäude, mit Ausnahme derjenigen des Gas- unb Wasserwerks, betrug am 31. März 1898 insgesamt 96 in 38 Hofraiten unb auf freien Plätzen. Die gesamte Länge der befestigten Straßen betrug am Ende des Rechnungsjahres 25,861 Kilometer, diejenige der chauffierten Feldwege 35,341 Kilometer, von den Fahrbahnen sind 6,912 Kilom. gepflastert, 18,940 chauffiert. An festen Brücken waren im Bereich der Stadt vorhanden 13. Die städtischen Anlagen umfassen circa 5 Hektar 25 Ar, die Zahl der vorhandenen größeren Bäume in den Anlagen und Straßen betrug 2883. — Die Zahl der im Betrieb der städtischen Desinfektionsanstalt vorgenommenen Desinfektionen betrug 60. An Erbbegräbnissen auf dem städtischen Friedhöfe wurden 64 abgegeben. — Die Pumpstation war an 15 Tagen in Betrieb. — Im Betriebe derStraß eure i n i g u u g waren täglich durchschnittlich 33 bis 34 Mann beschäftigt. Die versuchsweise eingeführte getrennte Abfuhr des Straßenkehrichts und des Hauskehrichts hat sich bewährt. Im Berichtsjahre wurden circa 1184 Kubikm. Kehricht gewonnen, dessen Abfuhr 1086 Mk. Kosten verursachte. Die Abfuhr des Hauskehrichts umfaßt 4260 Kbm., die Kosten der Müll-Abfuhr betrugen 2966 Mk. — Mit der Unterhaltung der Wasserläufe und Kanäle waren durchschnittlich 13 Arbeiter und 2 Gespanne beschäftigt. Die Schlammabfuhr erforderte an Taglöhnen 3835 Mk., an Fuhrlöhnen 2929 Mk.; hierzu kamen noch 344 Mk. Kosten für die Reinigung der Wie^ Ueber die zu Lasten der Betriebsrechnung unb ber H? mögensrechnung ausgeführten Hochbauten, Bauveränderuni. wirb sehr eingehend berichtet; in der Hauptsache bürftc bie Leser sich bereits burch den Augenschein über bie r Berichtsjahre ausgeführten stäbtischen Bauten und Umbaute unterrichtet haben; desgleichen von den Straßen- unb $CQi orbentlichen Mannigfaltigkeit, bie gerabe auf biefem Gebiete w Hessen herrscht, nicht von allgemeinem Interesse; gelten ooch Zur Zeit in ben rechtsrheinischen Provinzen nicht weniger als 16 verschiebene eheliche Güterrechte! Dieser furchtbaren Rechtszerrissenheit wirb mit bem t'-l nUQr 1900 burch bas Bürgerliche Gesetzbuch im wesent- lidjen em Enbe gemacht. Der Traum vieler Geschlechter, die Errichtung eines einheitlichen Deutschen Reiches, wird hiermit auch auf dem Gebiete des bürgerlichen Rechtes verwirklicht und um unser deutsches Vaterland ein neues, festes Sani) geschlungen. Hoffen wir, daß demnächst auch der Lvndtag auf der Höhe seiner Ausgabe stehen und bei der Beratung des hessischen Ausführungsgesetzes an seinem Teile jur Ausgleichung der rechtlichen Verschiedenheiten in unserem Satedanbe mitarbeiten wirb, stets ben Blick auf bas Wohl des Ganzen nchtenb! jj_n ’ I Vereinigte Staaten. Die Zweitdrittelmehrheit für die _____7,„ _„o.___vv„ MUV Genehmigung des Friedensvertrages mit Spanien bauten, Trottoiranlagen und öffentlichen Anlagen. — f I hat sich schließlich gefunden. Es ging nicht ohne einen I Berichtsjahre wurden 258 größere und kleinere Baugesä I leisen Druck zu. Am 3. nachmittags wurde von den beiden I behandelt und erledigt. 43 Gesuche mußten wegen ufim I Parteien eine Versuchs-Abstimmung vorgenommen. Die nügenber Ausarbeitung der Pläne zurückgegeben werden I Republikaner beanspruchen61 Stimmen und die Demokraten 31. An baupolizeilichen Gutachten wurden 55 erstattet, $ I Da der Senat nur aus 90 Mitgliedern besteht, so hängt I Revisionen vorgenommen, 125 Abortgrubenzwecks Kontra I die ganze Entscheidung von einer einzigen Stimme ab. der Einhaltung der einschlägigen Vorschriften revidirt. An I Dieser Senator ist ein Demokrat. Man kann sich also I bauten wurden 70 erstellt, und zwar 40 Haupt- und 30 Neby denken, welcher Druck von allen Seiten auf ihn ausgeübt gebäube. Um-, An- und Aufbauten wurden 20 ausqefühi wird. Die Republikaner, so berichtet das Londoner „Daily die Zahl der kleineren Bauten für untergeordnete Zwi m r ^a6en ben C^f einer der größten Eisenbahn- betrug 11. Der lebhafte dienstliche Verkehr des Staj Gesellschaften des Landes nach Washington gebracht, um bauamtes mit dem Publikum hat auch im Berichtsjahre nü den «Druck" in ihrem Interesse noch zu vermehren. Diese unwesentlich zugenommen. Die Zahl der eingelaufenenun Gesellschaft übt nämlich großen Einfluß in dem Staat des bearbeiteten Schriftstücke betrug 3400. — In Gemäße betreffenden Senators aus. Da der Senator sich um eine des § 2 des Ortsbaustatuts wurde eine Reihe roeitan Wiederwahl bewirbt, so ist feine Niederlage fast besiegelt, I Straßenstrecken förmlich zum Bebauen eröffnet. -- wenn die Eisenbahn-Gesellschaft gegen ihn auftritt. Da- Aufgaben des Stadterweiterungsfonds sind in mehrfach gegen will sie ihn unterstützen, wenn er für die Genehmigung Hinsicht gefördert worden; der Bestand des Fonds an bc beS Fnebensvertrages stimmt. Gegen anbere schwankenbe ehemals v. Rabenau'schen Gelänbe auf ber Höhe bes Selten Senatoren werden ähnliche Einflüsse geltend gemacht, um bergs wurde um 2164 Qu.-Mtr. vergrößert, anderersei: sie zu bewegen, für den Vertrag zu stimmen. Niemals wurden Bauplätze mit 3346 Qu.-Mtr. um 31744Mk. IOK sind solch außergewöhnliche Mittel angewandt worden, veräußert; durch Ankauf des „Wiener Hoses" wurde die Grm um sich Stimmen für die Durchsetzung einer großen läge geschaffen für erleichterte Durchführung einer Verbindnm nationalen Politik zu verschaffen. — Die Unruhen in straße vom Neuenweg nach der Plockstraße. Der Stadterwcsv Uruguay, die nach der Meldung vom 6. Februar rungsfond schloß am 31. März 1898 ab mit einem Vermöqv durch einen Sieg der Regierungstruppen nieder- von 92542 Mk. 59 Pfg. — Auch die Verhandlungen iiba geschlagen sein sollen, sind gegen den gegenwärtigen Prä- die Kanalisation der Stadt haben weiteren FortM sidenten Cuestas gerichtet. Cuestas' Amtsführung, die im genommen. Ein zweites Projekt, sowie die neu erftate allgemeinen die Zustimmung des Landes gefunden hat, geht Gutachten des Stadtbaumeisters und des ©tabtoerorbr.i-; Ende. Es scheint indessen, daß er eine I Geh. Medizinal-Rat Professor Dr. Gaffky rechtfertigen wck Wiederwahl nicht ungern sähe und daß er, um sie zu er- schon jetzt die Annahme, daß die städtische Vertretung mh rächen, auch vor einem bischen Gewalt nicht zurückschrecken eingehender Würdigung des Systems einer getrennten »fr würde. Er müßte sich nämlich, da die Neuwahl erst am führung der Haus- und Regenwässer einer befriedigender, stattfindet, also nachdem er aufgehört hat, recht- I Lösung der wichtigen und schwierigen Aufgabe um wies mäßiger Präsident zu sein, für die Zwischenzeit am Ruder näher gekommen ist. — Der Grunderwerb für den neun erhalten, um die Wahl wirksam in seinem Sinn beeinflussen I Friedhof wurde teils freihändig, teils im Enteignung- |u können. Das würde sehr einfach dadurch zu erreichen I verfahren zu Ende geführt, und der -allgemeine Plan uni fein, daß er sich jetzt, wo er Herr der Lage ist, die dikta- Voranschlag der großen neuen Anlage, letzterer mit 130 000Mk torische Gewalt für die Zwischenzeit übertragen läßt. Die festgestellt und genehmigt. (Forts, folgt.) Partei der Colorados scheint, weil sie derartiges voraus- ** Betreffs der Schalterdienststunden der Poffanstatten ac sieht, ihm vorher das Wasser abgraben zu wollen. Der Sonntagen und allgemeinen Feiertagen hat bti lenkende Geist dabei ist vermutlich der ehemalige Präsident Staatssekretär des Reichs-Postamts soeben folgende Ver Dr. Julius de Herrera. Dieser, ein früherer Journalist, fügung erlassen: Vom 1. März ab sind bis 9 Uhr morgens ist ein schlauer Fuchs und setzt alles daran, obwohl er als die Dienststunden die gleichen, wie an den Werktagen; voi Präsident von 1890 bis 1894 alles Denkbare gethan hat, I 9 Uhr ab werden sie beschränkt auf eine Stunde, höchstes um den Staatskredit und das Vertrauen in die Staats- | zwei Stunden innerhalb der Zeit vom Schluß des Haupt gottesdienstes bis 2 Uhr nachmittags. Die näheren Ai> orbnungen hierüber trifft für jebe Postanstalt bie vorgesetzt« Ober - Postdirektion nach dem örtlichen Bedürfnisse. Die Ober-Postdirektionen sind befugt, für Postanstalten av Orten, wo ein dringendes Bedürfnis dazu vorhanden ist, ausnahmsweise anzuordnen, daß der Dienst, statt in bet Mittagszeit, zwischen 5 und 8 Uhr nachmitttags mindestens während einer Stunde und längstens während zwei Stundet abgehalten werde. In besonderen Fällen können die Ober- Postdirektionen die Beschränkung der Dienststunden an Som tagen und allgemeinen Feiertagen ganz oder zum Teil auf heben. wurbf- Gillllbrrr, und) w yahtMtziN Um dir W *?Ä für die Gem «innafjme M Kaufmann t1 cemarfung fn1 ‘ 0. N. A. hivhen Leidwe schone W Thon- und Witterungsrege laufen: Sei \ot der legten fern langt galten, im Winter nid Sommit. —ilr ^ch den echrk oki nicht W hckrn sich au Höhe. - Dir und finden findet der I srinrn 2111' 3022 Morg auch in uns, großen Schn werden, daß LZ nötig wachen- Uendars “ Lechners unsere SaIth,E nun wieder WS «Wbt >İNn.Stzldne 1 Mdw, 1 Di ^nftauateur, 2 li 1 ^ulmaiir,: l &uiibutfify 5 Ml «ne iuS anHSnb. Fair ‘•Ä? 1 \ tz. bett.: Die «ud ihreß; u Die die Stadt T dleselbni sind 6lnt' 3itnmer ®ie6ei in 2) " 136 " N 10 " 43 - Jitlt ö," Eiche i Reini, S: »- ™*n »l« »*9J g"/5 «Hott«, 9 “ttnjtoeiäjo, ??flra teoibirt. Npt-nnb.30$. ■ “,utbe" 20 ny, ""'»g-oidW," * I.Mr d-s § ^B-ntzsjch, ’« etngelaufenet ,' ~ I« ®mi ' e,ne Reihe wer iuen eröffnet. - 13 Jinb in mehrst no des Fonds ae 1 der Höhe des A ergrößert, anderer um 31744 3M. In >oses" wurde die tzr 'ungeinn Verbiß lk Der Städte b mit einem Verir le Verhandlungen >en weiteren Fon mie die neu ersta des Stadtverord sty rechtfertigen tische Vertretun «m getrennt- r einer schied, m Aufgabe um. erwerb für den teils mTiuch. r allgemeine Pb. letzterer mit MW i (Forts. Kl Den der PmMv Feierto^en hat. ! soeben sslgende: ind bis S llhr moit m den Mckagin. eine Bunbe, h'ch n Sch/uß des fr !. Dir. ! ferrrM di-M Bel.'M l für PchMv. dazu vorbei' r Dienst, statt rachmi/ttags mE' märend zwei Str flen können die t »ienststunden an L ; oder zum Teil ' M." a, bxe. Savr. - Ibtn. * Beginn eint:- den, die den P einem Ort zM iq ihres * ist der das N- und nur M ihm der unbM und Lerbach- Marode, von n iorgt, am Chans- MnMel^ en Hebungen np. -sÄ * * «MM 1. Lhitt d°E wirb loschst . ichidE^ «*£&* von oen v erf «*! “ lK *“fi W ihre- * Mr -reisenden der c.„ H ii#r <„,! iba» w" her #. anorbn«"9 „6c h« SSSsJi »**S< K;',tz erliM LM schrtsicn ii,J , g" oioleltfarbene Scheiben in den Laternen gekennzeichnet sein. Auch muß auf eine reichliche und zweckmäßige Angabe der Stationsnamen besonderer Wert gelegt werden. Die Namen müssen vom Zug aus deutlich erkennbar sein, dre an den Längsseiten des Gebäudes angebrachten Aufschriften genügen nicht, vielmehr müssen an beiden Enden des Bahnsteigs m Augenhöhe der im Zug Sitzenden Schilder oder Transparente aufgestellt werden. In den Wartesälen soll mindestens eine Tafel mit Angabe der Abfahrtszeiten angebracht werden. Nach diesen Neuanordnungen werden sich wohl auf verschiedenen Stationen im Interesse des Publikums und zur Vermeidung von Beschwerden Verbesserungen re. nötig machen. Mendorf a. d. Lda., 8. Februar. Die Stelle des Rechners unserer Gemeinde, welche nach dem Tode des Balch. Wagner IV. zwei Monate lang ledig war, ist nun wieder besetzt, indem der von zehn Kandidaten gewählte Christoph Formhals heute in den Dienst eingewiesen wurde. , Grünberg, 7. Februar. Wie anderwärts, so erzielen auch in unsrer Gegend die Gemeinden bei den Jagd Verpachtungen bedeutend höhere Preise als früher. So kam die Jagd im hiesigen Stadtwalde bei der gestern hier stattgehabten Versteigerung auf 955 Mk., während seither tui- 370 Mk. jährlich bezahlt wurden. Es bedeutet dies fiir die Gemeinde für die nächsten 12 Jahre eine Mehreinnahme von rund 6000 Mk. Meistbietender war Herr Kaufmann Louis Moll hier. In einer kleinen Nachbar- gemarkung stieg der Pachtpreis von 18 Mk. auf 100 Mk. 0. N. Aus dem oberen Niddathale, 8. Februar. Zum großen Leidwesen aller Schnee- und Eissportliebhaber ist dus schöne Winterwetter bereits gestern, den 7. er., durch Thau- und Regenwetter abgelöst worden, genau den Ditterungsregeln in unserer Gegend entsprechend, die da [tuten: Bei sog. grünen, schmutzigen Wintern giebt es in der letzten Januarwoche Frost und Kälte, die aber nicht lange anhalten. Auch heißt es vielfach: Wenn der Rasen im Winter nicht erfriert, verbrennt er nicht selten im Sommer. — Unsere Bierbrauer waren seither fleißig daran, sich den erforderlichen Eisvorrat zu sichern, es scheint aber nicht ganz gelungen zu sein. — Die Holzpreise hackten sich auch in unserer Gegend auf recht ansehnlicher Höhe. — Die Jagdverpachtungen beginnen jetzt wieder und finden gebührende Beachtung. Besonderes Interesse fiindet der Jagdbezirk Nr. 1, Gemarkung Harbwald, mit seinen 2777 Morgen Wald und 245 Morgen Feld, zusammen 3022 Morgen Jagdbezirk. — Die Influenza schleicht auch in unserer Gegend wieder umher, glücklicherweise ohne großen Schaden anzurichten. — Schließlich soll noch erwähnt nierben, daß das Hausgeflügel: Hühner und Gänse, trotz der anhaltend milden Witterung wenig lege- und brütlustig ist. In kälteren Wintern war es besser. Die Beobachtung wird fast überall gemacht, nicht blos in unserer Gegend. A. Darmstadt, 9. Februar. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer des Großherzogtums Hessen tagte gestern wieder im Ständehaus zu Darmstadt. — Nachdem über circa sechs Regierungsvorlagen und Anträge die Referenten die fertig gestellten Berichte erstattet hatten, begann der Ausschuß in Gemeinschaft mit Vertretern Großherzoglicher Regierung am nachmittag die Beratung der Steuervorlagen. — Heute setzte der Ausschuß die gestern begonnenen Beratungen über die Steuervorlagen fort und ging zur eingehenden Besprechung der einzelnen Gesetzentwürfe über, von welchen die Entwürfe: „die Abänderung des Einkommensteuergesetzes" und „die Einführung einer staatlichen Klassenlotterie" betreffend, bereits am Vormittage ihre Erledigung fanden. Für den Nachmittag steht die Vorlage „die Vermögenssteuer" betreffend, auf der Tagesordnung. Vermischtes. * Hamburg, 6. Februar. Am Samstag war in der Turnhalle der Hamburger Turnerschaft von 1816 ein Schlußkommers für das 9. deutsche Turnfest in Hamburg veranstaltet worden, an dem außer vielen Ehrengästen sämtliche Mitglieder der verschiedenen Ausschüsse teilnahmen. Der Schatzmeister berichtete über das finanzielle Ergebnis des Festes. Endgiltig ließe sich dieses noch nicht feststellen, ein Fehlbetrag dürfte aber bei Inanspruchnahme des Staatszuschusses kaum entstehen. Zahlende Besucher des Turnfestes wurden im ganzen 206,000 gezählt, an einem, dem Tage des Feuerwerks, 74,000. Festbeiträge sind eingegangen von 26,600 Teilnehmern. Vereinnahmt wurden am Eröffnungssonntag 36,000 Mk., an einem Tage mit ungünstiger Witterung dagegen nur 800 Mk. Dauerkarten wurden gelöst von 5127 Personen (1509 Herren und 3618 Damen). * Oelgemülde nach dem Gewicht. Aus Orizaba (Mexiko) schreibt der „Fr. Ztg." ein Leser: Nachstehende Erfahrung dürfte für die deutschen Maler von Interesse sein: Als ich vor einigen Tagen, von Deutschland kommend, hierher fuhr, mußte ich an der Zollstation in Eagle-Paß u. a. auch einige Oelgemülde verzollen; dies ist an sich nichts Besonderes, merkwürdig ist aber, daß die Bilder nach dem Gewicht verzollt werden; es wäre also den deutschen Malern zu raten, falls sie Gemälde zum Verkauf nach Mexiko senden, jedenfalls auf die Größe ihrer Bilder Rücksicht zu nehmen. * Anfichtskarten Ausstellung in Nizza. Man berichtet der „Frkf. Ztg." aus Nizza vom 5. d. M.: Die Ansichts- karten-AussteNnng, veranstaltet von Dr. A. Hembo, ist über Erwarten gelungen. Nicht weniger als 130 000 Karten sind in Serien von je 10 bis 12 000 Exemplaren übersichtlich vereinigt. Bemerkenswert ist, daß allein die Firma Stengel in Dresden über 40000 verschiedene Gattungen von Karten in den Verkehr setzt. Nach ihr sind am reichsten vertreten Künzli in Zürich, sowie Knackstädt und Näther in Hamburg. Man sieht, daß Deutschland in dieser Industrie dominiert, wie nicht anders zu erwarten war. Die Ausstellung ist gut besucht. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 5. Woche. Vom 29. Januar bis 5. Februar 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24100 (ind. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 25,89, nach Abzug der DrtStrcmben 19,41 s/«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 1.Lebensjahr: 2.-lL.Jahr: Altersschwäche 1 1 — — Lungenschwindsucht 2(1) 2 (1) — — Lungenentzündung 1 — 1 — Lungenkatarrh 1 — — 1 Gehtrntuberkulose 1 — — 1 Gehirnschlagfluß 1 1 — — Darmkatarrh 2 — 2 — Darmeinklemmung 1 (1) 1 (1) — — Verunglückt durch Sturz 1 (1) 1 (1) — — Verunglückt durch Ertrinken 1 — — 1 Summa: 12 (3) 6 (3) 3 3 Auszug aus den Standesamtsregistern der Gemeinde Mieseck. Vom 18. Januar bis 7. Februar 1899. Gheschließuugeu. 29. Januar. Taglöhner Heinrich Hildebrandt mit Elisabethe Marie Schneider. 5. Februar. Heinrich Kolb mit Marie Weller von Dudenhofen. 6. Februar. Landwirt Friedrich Kern mit Lina Werner, geb. Schmidt. Geborene. 24. Januar. Dem Taglöhner Karl Schäfer ein Sohn, Karl. Gestorbene. 24. Januar. Friedrich, Sohn von Moritz Hormon«. Verkehr, Kmd- Md Volkswirtschaft. Liradurg. 8. Februar. Frachtmarkt. Rother Wetze* X 14,13, weißer Weizen X 00.00, Korn X 11.18, Gerste ,9 10, Hafer X 7.29. 908 Wagner. 21 1255 114 1206 zuteilen. 79 1287 ung etwa 6 Tage. n fi H n tt ff Tagen im Distrikt Marksteinmühl, am Gilbert. 1198 1260 Rupp. 1281 lifkinuitniiuijiniiii'ii Birken- Etchen- Nadel- 60,80 124 50 200 9 21 14 136 10 43 30 185 223 151 6 49 75 3 100 5 10 1 130 Birken- Eichen- Nadel- Eichenstämme mit 8,86 fm, darunter Stämme bis zu 2 fm, Ktefernstämme mit 74,89 fm, darunter Stämme bis zu 1 % fm, Fichtknstämme mit 78,88 fm, darunter Stämme bis zu 3 fm, Lärchenstämme mit 2,93 fm, Eichen-Derbstangen mit 0,13 fm, Buchen-Derbstange mit 0,4 fm, Fichten Derbstangen mit 4,36 fm, darunter Stangen von 15 m Länge, Eschen Derbstangen mit 0,17 fm, Buchen-Reisstangen mit 0,40 fm. tt fr n n tt Krofdorf, den 9. Februar 1899. Die Polizei-Verwaltung. Der Bürgermeister: Lichtenthaeler. rm n w H // tr n rm M tt U M tt // Wegen notwendiger Reparaturen ist die Eisenbahnüberbrückung bei Dorlar — Strecke Lollai—Wetzlar — von Montag den 13. b. Mts. ab bis auf Wetteres gesperrt. Die Arbeiten dauern bei günstiger Witter- Die Eigentümer von Wiesen an dem Klingelbach, welche den Aushub nicht haben wollen, werden ersucht, dies an Herrn Wiesenwärter Bellof, Gießen, bis zum 15. Februar mit- Zusammenkunft an beiden Mwzgarten. Hotzversteigerung im Hornberger Stabtmalb. Donnerstag den 23. fte» bruar 1899 kommen aus den Distrikten Hardt, Schweinstall, Schadenbacher Weg und Köpfchen zur Versteigerung: Zagdverpachtung. Dienstag den 14. d. Mts., mittags 1 Uhr, soll die der Mark Grüningen und Dorfgill zustehende Wald- und die der Gemeinde Grüningen zustehende F.ldjagd in dem hiesigen Rathause auf weitere 6 Jahre verpachtet werden Grüningen, den 6. Februar 1899 Großh. Bürgermeisterei Grüningen Das Holz im Distrikt Schaden- bacher Weg lagert fast sämtlich an der alten Chaussee nach Schadenbach, es ist mithin gut abzufahren. Unter dem Kiefern- und sichten - Stammholz ist sehr schönes Schnitt- und Werkholz vorhanden. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr bei der Herrnmühle. Näh.re Auskunft erteilt Forstwart Jäger dahier und die unterzeichnete Stelle. Homberg, am 9. Februar 1899. Großh. Bürgermeisterei Homberg. Gießen, den 8. Februar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Zagdverpachtung. Mittwoch den 15. Februar l. I, nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Rathause dahier die der Gemeinde Reinhardshain zustehende Wald- und Feldjagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet von der Bahnhaltestelle Saasen, sowie von der Bahnbaltestelle Beltershain in ca. 15 Mmnien zu erreichen ist. Reinhardshain, 25. Januar 1899. Gr. Bürgermeisterei Reinhardshain. Bekanntmachung, betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrat von Krug nud ihres Sohnes, des HofgerichtSrats Dr. Karl von Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben find bis zum 20. d. Mts. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Bekanntmachung. In dem Firmenregister des unterfertigten Amtsgerichts wurden heute folgende Einträge vollzogen: 1. Die zu Gießen unter der Firma „Carl.Emmelius" bestehende offene Handelsgesellschaft hat vom 1. Januar 1899 ab Herrn Wilhelm Küfer zu Gießen Prokura erteilt; 2. Das unter der Firma „Carl Stückrath" zu Gießen bestehende Handelsgeschäft hat die Witwe des seitherigen Inhabers Carl Stückrath vorn 4, Februar 1899 ab übernommen unter Fortführung der alten Firma. Gießen, am 4. Februar 1899. Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. 1283 Hungen, den 7. Februar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Buttron. Nadel-Knüppel, Eichen-Reisig, Nadel- „ Buchen-Stöcke, Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. ««gebot der Arbeitnehmer! 1 Bäcker, 1 Krankenwärter, 1 älterer Bau- jd) lasier, 3 Schneider, 2 Bauschreiner, 10 Taglöhner, 3 Hausburschen, 1 Fahrbursche, 1 Kutscher, 1 Dienstmädchen. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 jüngerer Bäcker, 1 tücht. Drechsler, 1 tücht. Installateur, 2 tücht. Sattler, 3 tücht. Bauschloffer, 2 tücht. Rockschneider, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 1 Kutscher, 1 tücht. Fuhrkneckt, 1 Hausknecht, 1 öausbursche, 5 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Mädchen zur Aushilfe, eine Anzahl Ausripperinnen, mehrere Lumpensortiererinnen, 1 Ladenfräulein au5 anständ. Familie, 1 Taglöhner. Lehrlinge r 2 Bäcker, 1 Barbier, 1 Buchbinder, 2 Glaser, 2 Lackierer, 1 Mechaniker,, 1 Sattler, 1 Schmied, 1 Schneider, 4 Schuhmacher, 2 Schriftsetzer, 2 Schreiner, 1 Spengler, 1 Wagner. Holzverfteigerung in dem Hemeindewald zu Kungen. Dienstag den 14. nud Mittwoch den 15. Februar d. I., leaesmal oormittags 10 Uhr beginnend, soll in den Distrikten Galgen- vald, Hubach und Marksteinmühl nachstehendes Holz versteigert werden: 1. Dienstag den 14. Februar: Bauholz. 7 Eichenschnittholzstämme v. 42—60 cm Mm., 3—8 m Länge, 10 fm, 75 Nadelschnittholzstämme „ 32-50 „ „ 4-12 3-00 Kiefern- u. Fichtenstämme 14—32 „ „ 4—16 1020 Fichten-Derb- u. Reisstangen 5—12 „ „ 5—16 Buchen-Knüppel, Birken- „ Eiche«« „ 2. Mittwoch den 15. Februar: Brennholz Buchen-Scheitholz, Versteigerung. Montag den 13. Februar l. IS., nachmittags 2 Uhr, werden im Pfand- lokal am Seltersweg gegen Barzahlung versteigert: 1 Kuh, 2 Kassaschränke, 1 Billard, 1 Buffet, 1 Schreibtisch, 1 Glasschrank, 2 Sofas, Kommode, Kleiderschränke, Koffer, Spiegel und Bilder. Gießen, am 4. Februar 1899. 1100 Mulch, Vollziehungsbeamter. Hchversteigerung. Donnerstag bett 16. Februar sollen in den Zimmer'schen Waldungen zu Winnerod, in dem Distrikt Bmgwald, versteigert werden: 271 rm Bnchen-Scheit, 128ya » Buchen-Prügel, 86 ,, Nadel Prügel, •88 % „ Buchen-Stock, 25 „ Nadel-Stock, 614 „ Buchen Reiser, 8 „ Eichen-Rriser, 52 „ Nadel-Reiser. Zusammenkunft morgens 7,10 Uhr auf dec Straße Winnerod—Lindenstruth im Burgwald. Winnerod, den 8. Februar 1899. Sarnes. 1273 (ÖiiipffhluuiU'ii Kisch MOlik Schn per Stück 3 Mark, sowie Pariser Kopfsalat empfiehlt 0416 H. Klotz, Gießen. Orangen per Stück 5, 8, 10 Pfg., Mul-Hrangw, per Stück 10 Pfg., Mesm - Hrangen per Stück 12 Pfg., im Dutzend billiger, empfiehlt Fr.LeoWf.,C.Herber, Seltersweg 71. 1337 KMr (Fnttfrdttiislicnlinll de» Gießener Jitßer-Kl'ub (WoytthätigLeits -Verein) Samstag den 11. Februar, aöeads 8 Ahr, CafC* Leib. Mit großartiger GruPpemAufführung. Nach der Demaskierung: Neu! W Der Feenzauber, -w Herrenkatten 50 Pfg., Damenkalten 30 Pfg., Gallerte und Loge 20 Pfg., nur an Mitglieder frei unter Vorzeigung der Mitgliedskarten. Es ladet erg benst ein Der Vorstand. Sonntag den 12. Februar, nachmittags 3 Uhr: Großer Ausflug per Grtrazug mit WustK nach dem Windhof. Abfahrt präzis 3.20 Uhr, Rückfahrt 9.28 Uhr abends. Die Fahrpreise sind auf die Hälfte ermäßigt. Freunde sind willkommen, doch müssen dieselben um 3 Uhr am Bahnhof sein behufs Kartenaurteilung. 1294 Neu! der Kaffe. — Solberfleisch ohne Knochen, amtlich untersucht, von tadelloser Qualität, per Pfund 70 Pfg., wieder eingetroffen bei 1241 Fh. Herrmann. Ist. Mütenmehl, IPfd. 20Pf., 5Psd.95Pf., 10Pfd.l,8OMk., Nmin, Margarine, Wal, GnstavWalter,müu6burgi3. Kein Hustenmittel übertrifft! Kaisers Brust-Karamellen. pQßn notariell beglaubigtes aUUU Zeugniffe beweisen den! sicheren Erfolg, bei Husten,! Heiserkeit, Catarrh uudW Verschleimung. 366» Preis per Paket 25 Pfg. bei: I A. Sf G. 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