Richter einer negativen Zeit wie der unseren gegenüber. Idealist von der strengsten Richtung, fühlt er sich von der Wirklichkeit abgestoßen, weil sie so wenig oder gar nicht seinen hochgespannten Idealen entspricht. Aber darum wird er wieder nicht müde, sie so grtreu wie möglich darzustellen, um der Gesellschaft ein warnendes Spiegelbild vorzuhalten und sie auf die ihre Existenz bedrohenden Gefahren aufmerksam zu machen. Auch in den Stützen der Gesellschaft, die ganz den typischen Ausbau von Ibsens Kampsstücken haben, geht er ohne Erbarmen der heuchlerischen Gesellschaft, die ihr wahres Gesicht scheinheilig unter der Maske der Moral verbirgt, mit feiner haarscharfen Dialektik zu Liebe. Ihre wichtigste Stütze ist der Konsul Bernick, der angesehenste und eir.fluß reichste Mann der kleinen norwegischen Stadt tn der das Stück spielt; ein Muster für alle in moralischer Hinsicht; ein Muster in feinem Familienleben, in seiner Thätigkeit für das Gemeinwesen; voll selbstgefälliger Abscheu gegen die an gebliche Unsittlichkeit der Großstadtmcnschen. In der Thai ist er aber ein Egoist von der schlimmsten Sorte sowohl m feinem Verhältnis zu feiner Frau wie zu feiner Schwester und feinem Sohne. Rücksichtslos hat er einen ebenso schmäh, lichen wie grundlosen Verdacht gegen seinen Schwager, der gutmütig genug, als er seiner Zeit nach Amerika ging, eine Jugendsünde Bernicks auf sich nahm, benutzt, sich emporzu schwingen; Rücksichtslos hat er die Jugendgeliebte geopfert, um eine Reichere zur Frau zu nehmen. Die gleiche Selbstsucht zeigt er auch in seinem geschäftlichen Wirkungskreis. Sie führt ihn schließlich hart an den Rand des Verbrechens, insofern er seinen heimgekehrten Schwager, der ihm, nachdem er die Sachlage erkannt hat, mit Enthüllungen droht, auf einem seeuntüchtigen Schiffe abreisen läßt. Vergebens sucht seine Jugendgeliebte, die mit jenem zurückgekommen ist, ihm die Augen zu öffnen, damit er seinem auf dem Boden der Lüge aufgebauten Leben eine festere Grundlage gebe. Erft die Todesangst um feinen Sohn, dessen Absicht auf jenem Unglücksschiffe dem tyrannischen Vater zu entfliehen noch im letzten Augenblick vereitelt wird, bringt in ihm die Umwandlung hervor. Reuig legt er ein offenes Sündenbekenntnis ab — ein Zug, der vortrefflich zu der puritanischen Gesinnung des Dichters paßt; der ihm in manchem geistesverwandte Carlyle hätte g51 Laura • - • PH. DMten, Ä>°° 35/ 116" iS. 28--1 36 1'«' 26 1465' 16V 1105 186/ 311° ,28.50 40/ 132' 1255 rinc l"lk Itf? hl' 40° al«** ^2° p*Kio T itfiSp 15490 810; 27.601 186.- 40.10 183.50 Ä »i.i» IW.'1”' |4> Ü ü* * Nr 9 Erft-, s Blatt.ÄUttwoch den II. Januar 1899 Meßmer Anzeiger Heneral-Unzeiger Bri Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Klczugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Aamitieuvtätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelcgt. Units# und Anzeigeblatt für den Aveis Gieren. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulssrahe Ar. 7. AnttlicherTeil. Gießen, den 5. Januar 1899. Betreffend: Register üb r Zu- und Wegzüge. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen e* die Orotzh. Bürgermeistereien des Lkreises. Wir sehen der Einsendung der Verzeichniffe über die Zu» und Wegzüge, oder Bescheinigungen, daß Einträge in diese Register im Jahre 1898 nicht zu machen waren, bis zum 20. d. Ms. entgegen. Die Bescheinigungen sind nach dem Muster, welches auf der letzten Seite der Formulars vorgedruckt ist, auszunehmen. Das Formular zu den Zu- und Wegzügen ist von der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik in Darmstadt zu beziehen. ____________________v. Becktold._____________________ Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche ist in einem Gehöfte zu Liederbach, Kreis Alsfeld, amtlich festgestellt und Gehöftesperre angeordnet worden. Gießen, den 9. Januar 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ________________I. V : Boeckmann.________________ Zur Militärvorlage schreibt die „Tägl. Rundschau": Da bei dem Wiederzusammentritt des Reichstages die Militärvorlage aufs neue in dem Brennpunkte der Erörterungen stehen wird, so erscheint es zweckmäßig, sich noch einmal vorher darüber klar zu werden, was für Veränderungen sie für unser Heer beabsichtigt. Denn um zum Teil tief einschneidende organisatorische Aeuderungen, nicht um wesentliche Vermehrungen handelt es sich. Letztere sind so geringfügig, daß sie kaum ins Gewicht fallen, um so mehr, als sie sich auf einen Zeitraum von drei Jahren verteilen und in der Hauptsache nur durch die vorläufige Beibehaltung der zweijährigen Dienstzeit bedingt sind. Die Begründung der Militärvorlage sagt deshalb auch, daß die gegenwärtige politische und militärische Lage die Möglichkeit gewährt, „von dem System plötzlicher erheblicher Heeresverstärkungen abzugehen und statt dessen einen planmäßigen, ruhigen Ausbau ins Auge zu fassen". Der Abrüstungsvorschlag Rußlands wird in kühler, lakonischer Form damit abgethan, daß er „die Gewähr bietet, daß zur Zeit ein Angriffskrieg von dieser Seite nicht beabsichtigt wird", es wird aber hervorgehoben, daß eine Abrüstung nirgends erfolgt und unter den jetzigen Verhältnissen auch kaum zu erwarten ist. Sehen wir nun, worauf sich der planmäßige Ausbau jetzt richtet, so finden wir in erster Linie die Neuordnung der Feldartillerie, Die Schäden der augenblicklichen Einrichtung und die Wünsche für ihre Abstellung sind unseren Lesern aus dem Artikel hierüber in Nr. 271 des Blattes vom 19. November vorigen Jahres bekannt. Mit Genug- thuung müssen wir es begrüßen, daß die beabsichtigte Neugestaltung thatsächlich das dort angedeutete Ziel erstrebt. Fassen wir daher noch einmal kurz zusammen, worin diese Aeuderungen bestehen : erstens Uebereinstimmung der Friedensund der Kriegsformation, zweitens Unterstellung der Artillerie schon im Frieden in den Divisionsverband, d. h. denjenigen, dem sie auch im Kriege angehört, drittens Fortfall der sogenannten Korpsartillerie im Kriege, viertens Einführung einer Feldhaubitze d. h. eines leichtbeweglichen Geschützes, das bestimmt ist, die Wirkung der Feldartillerie gegen einen in einer Verteidigungsstellung, insbesondere in einer vorbereiteten, künstlich verstärkten, befindlichen Gegner zu steigern. Im einzelnen betrachtet, wird sich die Organisation folgendermaßen gestalten. Jede Division erhält im Frieden wie im Kriege eine Artilleriebrigade zu zwei Regimentern. Jedes Regiment wird zu zwei Abteilungen gebildet, jede Abteilung umfaßt drei Batterien zu sechs Geschützen. Diese Batterien sind größtenteils fahrende, znm kleineren Teil reitende, einzelne sind Haubitzbatterien. Dazu treten dann int Frieden noch zu einzelnen Regimentern einige reitende Batterien, die bei der Mobilmachung den aufzustelleuden Kavalleriedivisiouen zugeteilt werden. Dies ist somit die einzige Organisationsveränderung, die bei der Mobilmachung vor sich geht, den augenblicklichen Verhältnissen gegenüber somit ein großartiger Fortschritt. Die fahrenden und reitenden Batterien haben dasselbe Geschütz, das neueingeführte Feldgeschütz Ö. 96. Eine Umwandlung von reitenden in fahrende Batterien, wie dies zum Teil erwartet wurde, wird nicht erfolgen. Diese neuen Stahlhaubitzen, ebenso leicht und beweglich wie die neuen Feldgeschütze, führen eine wirksamere Granate als diese, die insbesondere gegen Ziele hinter Deckungen und zum Zerstören der sich im Feldkriege bietenden Deckungen zu dienen bestimmt ist. Mit der Neuordnung ist, wie gesagt, auch die Unterstellung unter den Divisionsverband schon im Frieden verbunden, ein nicht zu unterschätzender Vorteil; denn nun ist der Divisionskommandeur auch im Frieden schon genötigt, sich aufs eingehendste mit Wesen und Wirkung dieser Waffe, über die er im Kriege verfügen soll, zu beschäftigen, was ihm bisher nur in geringem Maße möglich war. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß das Armeekorps gegen früher eine Steigerung der Geschützzahl erfahren wird, eine Maßregel, deren Notwendigkeit ebenfalls schon in Nr. 271 v. I. hervorgehoben war, denn während es bisher 120 Geschütze zählte, wird es in Zukunft deren 144 erhalten. Alles in allem muß die geplante Neuordnung als eine durchaus folgerichtig durchgeführte und außerordentlich glückliche Maßregel bezeichnet werden, die den militärischen Interessen mit möglichst geringem Kostenaufwande Rechnung trägt. Die zweite eingreifende Organisationsänderung ist die Neuordnung der „Verkehrstruppen". Unter diesem Namen sollen in Zukunft die Eisenbahn-, Telegraphen- und Lust- schiffer-Truppeu zusammengefaßt werden. Bisher unterstand die Militärtelegraphie dem Jngenieurkorps. Dies hört in Zukunft auf, indem die Inspektion der Militärtelegraphie eingeht, und die bisher allein bestehende Telegraphentruppe, die 5. Kompagnie Garde-Pionier-Bataillons, zur Formation der Telegraphenbataillone benutzt wird. An der Spitze der „Verkehrstruppen", womit also eine neue Waffengattung ins Leben tritt, soll ein Inspekteur im Range eines Divisionskommandeurs stehen. Ihm untersteht der Kommandeur der Eisenbahnbrigade, der Inspekteur der Telegraphentruppen, der die Stellung eines Regimentskommandeurs einnimmt, sowie der in Bataillonskommandeursrang befindliche Kommandeur der Luftschifferabteilnng. Bei der Eisenbahn- Feuilleton. Iösens Stützen der Gesellschaft. Zur vierten Vorstellung des Theatervereins. Die Stützen der Gesellschaft sind das Drama, durch das Ibsen zuerst tn weiteren Kreisen Deutschlanos bekannt ge worben ist. Nach seinem Erscheinen (1877) wurde es in Berlin unter größtem Beifalle gleichzeitig auf drei Bühnen gegeben. Keines seiner Schauspiele hat später auch nur annähernd solchen Erfolg gehabt. Denn bei aller Schärfe der Kritik, die auch hier an d nichts von der geheimnisvollen Symbolik, nichts von dem Mystischen und Märchenhaften der späteren Dramen. Das große Publikum, das so gar keine R igung hat, nach des Tages Loft ober Lust allzuheftig aufgerüttelt, erschüttert und etwa dadurch zu ebenso unbequemer wie un erfreulicher Selbsterkenntnis geführt zu werden, konnte befriedigt nach Hause gehen. Die Stützen der Gesellschaft stehen am Anfang der langen Reihe von Gesellschafts- und Familienbramen, in denen Ibsen immer entschiedener den Finger auf die wunden Stellen unseres bürgerlichen Lebens legt. Sein Kampf gilt vor ollem dem Egoismus und fdnem ®tfolge, der Lüge, dem Selbst- -betrug, der Heuchelei und Feigheit. Das sind die Krank- heilen, die an unserem Leden zehren, und verhindern, daß wir zu einem wahren Leben kommen. Die meisten sihen fie ober nicht, ober wollen sie nicht sehen. Darum geht eben des Dichters Kunst darauf aus, auch in die dunkelsten Ecken «nd Winkel des menschlichen Herzens hineinzuleuchten und so die Selbsterkenntnis zu wecken. Diese führt dann, je nach dem Stadium der inneren Erkrankung, zur Heilung oder auch zu tragischem Ende. So entschieden Ibsen den Egoismus als die Quelle alles Nebels bekämpft, ebenso kräftig tritt er für die Rechte des Individuums ein. Seine Gegnerschaft gilt jedem, der den Menschen als Sache, Werk: ober Spiel- MS zu benützen wagt. So steht Ibsen als unerbittlicher Brigade wird eine Betriebs-Abteilung neu errichtet. Als Telegraphen-Truppen werden drei Bataillone geschaffen. Die bisherige Zugehörigkeit der Luftschiffer-Abteilung zur Eisenbahn-Brigade verschwindet. Von der Ausdehnung und Wichtigkeit, die das Militärverkehrswesen in neuerer Zeit für die Kriegführung gewonnen hat und beansprucht, werden sich die meisten kaum einen richtigen Begriff machen, und es findet sich daher vielleicht Gelegenheit, hiervon an anderer Stelle ein Bild zu entwerfen. Die geplante Neuaufstellung von drei Kavallerieregimentern und teilweise Verwendung der bisherigen Detachements Jäger zu Pferde hierfür ist für dieses Jahr noch nicht beabsichtigt und kann daher zunächst übergangen werden. Wichtiger ist die Formierung von 3 neuen Generalkommandos, eins in Frankfurt a. M., das 18. aus dem bisherigen 11. hervorgehend, das durch seine übermäßige Stärke dies längst erwünscht erscheinen ließ, sowie je eins in Sachsen und Bayern. Die Neuaufstellung von je einem Divisiouskommando beim 1. Korps in Ostpreußen und beim 14. in Baden, ebenfalls durch die Stärkeverhältnisse und die bessere Zusammenfassung der Truppenverbände an der Grenze bedingt, kann nur als vorläufig betrachtet werden, da die Einteilung des Korps in drei Divisionen für Krieg und Frieden nicht als das zweckmäßigste angesehen werden kann. Die Begründung spricht von diesen Veränderungen daher auch als „zunächst" in Aussicht genommen. Daß die zweijährige Dienstzeit der Fußtruppen „bis auf weiteres" beibehalten werde, war zu erwarten. Die beabsichtigten Etatserhöhungen, insbesondere in den Grenzbezirken, sollen ihre Nachteile für Ausbildung und Mobilmachung in etwas bessern. Dasselbe wird von der Maßregel erwartet, wodurch freiwillig ein drittes Jahr weiter dienende Mannschaften, ebenso wie bei der Kavallerie eine Erleichterung durch früheren Uebertritt zur Landwehr 2. Aufgebotes erhalten sollen. Doch werden hier auf die Dauer andere Maßregeln notwendig werden, wenn die Ausbildung der Mannschaften nicht leiden soll. Die Vorlage sagt auch, daß es trotz der verkürzten Dienstzeit gelungen ist, „die Anforderungen des Friedensdienstes vorläufig zu erfüllen". Ein abschließendes Urteil ist bisher nicht zu gewinnen gewesen, da zunächst noch Erfahrungen über Wirkung der verkürzten Dienstzeit auf die Leistungsfähigkeit des Beurlaubtenstandes fehlen. Völlig wird hierzu allerdings die Friedenserfahrung überhaupt nie ausreichen, da die moralische Erziehung nicht im Frieden, sondern erst im Kriege ihre Probe bestehen kann. Eine Beurteilung der Friedensleistungen allein genügt hier nicht. Hiermit haben wir in großen Zügen die beabsichtigten Maßnahmen gegeben, deren Schwerpunkt somit in dem inneren Ausbau unserer Organisation, nicht in einer Vermehrung der Zahl liegt. Die deutschen Schutzgebiete 1897/98» Wir haben gestern gelegentlich des vom Generalmajor Siebert in Berlin gehaltenen Vortrages uns mit Deutsch- Ostafrika beschäftigt. Da die deutschen Kolonien bei der Beratung der Einzeletats im deutschen Reichstage einen breiten Raum einnehmen werden, so wollen wir hier einen Rückblick auf unsere Schutzgebiete im verflossenen Jahre werfen. Besonders hervorragende Veränderungen und bemerkenswerte Verschiebungen der Bevölkerung und Verhältnisse haben nicht stattgefuuden. Die Kolonie Togo hat freilich durch die Einverleibung des Monadreiecks eine Vergrößerung erfahren, doch läßt sich ein Urteil über die Bedeutung dieses neu gewonnenen Gebietes noch nicht abgeben; alle Berichte über die Ertragsfähigkeit desselben lauten aber günstig. Als Hauptkulturen in Togo gelten jetzt Oelpalmen, Kaffee, Mais, Reis, Gewürze, Baumwolle, Melonen, Orangen, Ananas, Bananen. Ueber Deutsch-Ostafrika haben wir uns gestern, ausführlicher geäußert. An den verschiedensten Punkten wurden Zucht- und Pflanzungsversuche gemacht, Ziegeleien, Molkereien, Schäfereien angelegt und die Schweinezucht eingeführt. Großen Nutzen verspricht man sich von dem Bau der Centralbahn, der man sogar für die allernächste Zukunft eine Rentabilität in Aussicht stellt. Was man bisher noch nicht erreichen konnte, ist die Heranziehung der Eingeborenen zur selbständigen Anlage neuer Kulturen. Von Südwestafrika war im verflossenen Jahre nicht viel Gutes zu berichten. Die Rinderpest hat den Viehstand arg dezimiert und großen Schaden angerichtet. Sodann trat das Malariafieber ungemein heftig auf und verursachte unter den Eingeborenen eine ganz ungewöhnliche Sterblichkeit, während die Epidemie unter den Weißen verhältnismäßig viel weniger Opfer forderte. Es ist erklärlich, daß infolge des großen Sterbens ein so erheblicher Mangel an Arbeitskräften entstand, daß Bahnbau, Häuser- und Wegebau vielfach stockten und infolgedessen die kulturellen Fortschritte auf diesem Gebiet gegen das Vorjahr etwas zurückgeblieben sind. Großen Hoffnungen giebt man sich ja bezüglich der Ausbeutung der Bodenschätze hin und erwartet ^on einer bergmännischen Bearbeitung günstige Wenn wir einen Gesamtblick auf unsere Kolonien werfen, so kommen wir zu der Ueberzeugung, daß kein Grund vorliegt, der Zukunft trüben Sinnes entgegenzusehen; im Gegenteil, wir glauben fest, daß unsere Schutzgebiete sich weiter gut entwickeln und einmal dem deutschen Vaterlande zum Segen gereichen werden. (xx) Ausland. Wien, 9. Januar. Die „Neue Freie Presse" meldet zu dem Stande der Krisis in Ungarn: Mancherlei Anzeichen deuten darauf hin, daß in den Wiener Minister-Conferenzen die Frage der Sicherung des Ausgleichs im Vordergründe der Erörterungen gestanden habe. Es heißt, daß man an maßgebender Stelle geneigt wäre, den Rücktritt Banffys in den Wahlen sich vollziehen zu lassen, wenn die ungarische Regierung sich bereit erklärte und dafür Garantien biete, daß sie der sofortigen Beschlußfassung über den Ausgleich kein Hindernis bereite. Es handle sich dabei nicht um das Ausgleichs-Provisorium, sondern um den Ausgleich selbst, wie er dem Abgeordnetenhause vorliegt. Turm, 9. Januar. Die „Gazzetta del Popolo" meldet, daß 30 Unteroffiziere des hiesigen Eisenbahn-Regiments, welche dem Betrieb der Bahnstrecke Turin-Torrepellice zu- geteilt waren, wegen seit längerer Zeit betriebener kolossaler Diebstähle an den von der Bahn beförderten Warensendungen verhaftet worden sind. Paris, 9. Januar. „Echo de Paris" meldet, daß die englische Admiralität befohlen hat, die Königliche Dacht „Viktoria" und „Prinz Albert" im Hafen von Portsmouth bereit zu halten, um die Königin am Freitag früh nach Cherbourg zu bringen. Wie im vorigen Jahre wird die Königin vor Sonnenuntergang in Cherbourg eintreffen, Nachts über an Bord verbleiben und am darauffolgenden Tage mittelst Spezialzuges sich nach Nizza begeben. Der Prinz von Wales ist der Königin bereits vorausgefahren, um die Wohnung für die Königin in Augenschein zu nehmen. Loudon, 9. Januar. „Standard" meldet aus Washington, daß das Geschwader, welches im Juni nach Europa abgeheu soll, aus vier Panzerschiffen unter dem Befehl von Admiral Schley bestehen soll. Loudon, 9. Januar. „Daily News" meldet aus Kairo, es sei Befehl gegeben, zwei Kompagnien englischer Füsiliere nach dem Sudan zu entsenden. Es sei dies eine direkte Folge der letzten Rede Lord Cromers über das englische Protektorat in Aegypten. — Was in Paris die Gemüter neben der Dreyfus- Affaire augenblicklich am meisten beschäftigt, ist der drohende oder schon bestehende Konflikt mit England. Die unmittelbare Ursache desselben sollen Meinungsverschiedenheiten betreffs Neufundlands sein. Schon erklären einige Blätter, daß hierin nicht nachgegeben werden solle, wie bei Faschoda, und bereiten die öffentliche Meinung auf einen „unvermeidlichen und nahe bevorstehenden" Krieg zwischen Frankreich und England vor, der „lang und schwierig" zu werden verspreche und seitens Frankreichs in Verteidigungsstellung zu führen sei. Mittlerweile hat das „unerwartete" Erscheinen des englischen Blaubuchs über Madagaskar die Verstimmung gegen England noch vergrößert, sodaß es der „Temps" für notwendig hält, in einem Leitartikel auf die drohende Gefahr hinzuweisen, und zur Ruhe auf beiden Seiten zu mahnen. Es heißt darin: „Das englische Kabinet hat dem französischen in der Faschodafrage den Rückzug nicht gerade erleichtert, und Lord Salisbury schien, anstatt Mißverständnissen und gegenseitigen Feindseligkeiten entgegenzuarbeiten, den Akt der Klugheit Delcaffes noch erniedrigender und peinlicher zu machen. Seitdem haben wir zu unferm großen Bedauern konstatieren müssen, daß die hervorragenden englischen Zeitungen nicht müde wurden, die öffentliche Meinung in England zu einer gefährlichen Gereiztheit zu drängen, anstatt anzuerkennen, daß die gütliche Lösung der Faschoda-Frage zu der Hoffnung einer Reihe friedlicher Uebereinfommen berechtige. Wir glauben unsererseits, daß gegenwärtig nichts verderblicher ist, als gegenseitige Anschuldigungen, und in dieser Hinsicht ist die Giftigkeit eines Teiles der englischen Presse in den Schanghai und Siam betreffenden Angelegenheiten zu bedauern. Dies Alles beweist einen Gemütszustand, der verderblich werden kann, und die Pflicht der Presse ist es, ihm zu steuern, diejenige der Regierung, nichts zu thun, was ihn verschlimmern könnte. — Die „Patrie" sagt einen Krieg zwischen Frankreich und England für nächstes Frühjahr voraus. Man kenne schon lange die Absichten der englischen Regierung, die nichts Geringeres erstrebe, als Frankreich aus Algerien, Indo-China und Madagaskar zu vertreiben. — Amerikanische Verstärkungen nach den Philippinen find teils schon unterwegs, teils dorthin bestimmt. Die Kanonenboote „Princeton", „Dorktown" und „Bennington" haben Befehl erhalten, nach den Philippinen zu gehen. Außer den drei bereits zur Abfahrt nach denPhilippinen bestimmten Regimentern wird auch ein viertes reguläres Infanterie-Regiment sich dorthin begeben. Die Lage auf der Inselgruppe hat sich auch keineswegs gebessert. Man meldet aus Malolos, daß alle dort versammelten Gouverneure der Provinzen der Insel Luzon Leben und Vermögen opfern wollen, um die Politik des Präsidenten und seiner Regierung zu unterstützen. Sie hätten für die Unabhängigkeit der Filipinos gekämpft und wollten sie jetzt nicht Ausländern überantworten. Aguinaldo selber hat als Antwort aus den Aufruf des Generals Otis eine Kundgebung erlassen, in welcher er dagegen Einspruch erhebt, daß Otis sich selbst als Militärgouverneur der Philippinen bezeichnet, und erklärt, daß er niemals sich damit einverstanden erklärt habe, die Souveränetät der Amerikaner anzuerkennen. In dem Aufruf, den General Merritt vor der Kapitulation der Spanier erlassen habe, sei ausdrücklich und feierlich erklärt worden, daß die amerikanischen Truppen nur gekommen seien, um die Filipinos zu befreien. Er, Aguinaldo, erhebe deshalb im Namen des Allmächtigen Einspruch gegen das unberechtigte Eindringen der Amerikaner. Lokales und PrsvinMes. Gießen, den 10. Januar 1899. • * Ernennung n. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 31. Dezember 1898 die Geometer 1. Klaffe und Konsolidationsgeometer Alexander Ludwig zu Gießen, Georg Maurer zu Reichelsheim i. O., br. Gottfried Kemmer zu Darmstadt und Wilhelm Müller zu Friedberg, mit Wirkung vom 1. Januar 1899 an, zu Feldbereinigungsgeometern zu ernennen. • • Kunstverein. Die bei der Verlosung des Kunstvereins an hiesige Mitglieder gefallenen Gewinne sind von heute an einige Tage im Gemäldesaal des Turmhauses am Brand ausgestellt. * • Vortrag. Am Donnerstag dem 12. Januar, abends präzis 8i/a Uhr, wird Herr Franz Fürstenberg, Dozent an der Humboldt-Akademie zu Berlin, einen Vortrag über „Die lebende Photographie", erläutert durch Vorführung zahlreicher Lichtbilder, halten. Der Kaufmännische, sowie der Ortsgewerbe - Verein Hierselbst geben sich die größte Mühe, durch Gewinnung hervorragender Fachgelehrter das Interesse für Erfindungen der Neuzeit in ihren Vereinen zu beleben; mögen denn auch die Mitglieder durch zahlreiches Erscheinen den genannten Vorständen gebührende Anerkennung zollen. * Deutscher u.Oesterr.Alpenverein. Der D ünsb er g, der höchste Gipfel in Gießens näherer Umgebung, den wohl bald ein Aussichtsturm schmücken wird, übt schon seit undenklichen Zeiten große Anziehungskraft auf die Umwohner aus. So erhielt er auch am verflossenen Sonntag trotz der Ungunst der Witterung Besuch von hier, indem eine Anzahl Mitglieder der Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins ihm die seit mehreren Jahren übliche „Neujahrsvisite" abstatteten. Sie fanden den alten Herrn diesmal ziemlich unwirsch und wenig gastfreundlich, denn er geruhte nur kurze Zeit, zur Begrüßung der Gäste sein Haupt von dem umwallenden Nebelgewand zu enthüllen. Höflicher war der benachbarte „Solms", welcher den wackerem Wanderern gastlich Trank und Speise bot. — Der Abend vereinte die Alpinisten mit anderen Genossen, die den bequemeren Anstieg zum hoch gelegenen und alpin geschmückten Vereinslokal im (Safe Ebel gewählt halten, zur Feier des 12jährigen Bestehens der Sektion, die sich ans kleinen Anfängen langsam, aber sicher entwickelt hat, und jetzt nahezu 100 Mitglieder zählt. Ernste und heitere Reden, welche die deutschen Alpen und das schöne Bergland Tirol geschichtlich und humoristisch beleuchteten, hielten die Erschienenen noch lange fröhlich vereint, und zeigten, daß auch die reichhaltige Bibliothek, über welche die Sektion Gießen verfügt, ihren Zweck nicht verfehlt hat. — Der Sektion ein fröhliches „Hoch Heil!" -n- * • Geflügel- und Vogel Ausstellung. Die Ausstellungsleitung hat beschlossen, daß wie bei der vorjährigen Ausstellung auch diesmal Volksschulen, sobald dieselben klassenweise unter Führung der Lehrer die Ausstellung besuchen wollen, wiederum gegen eine geringe Pauschalsumme für die Klasse der Zutritt freigegeben werden soll. Als Besuchszeit für die Schulklassen sind die Vormittagsstunden bis 10 Uhr, sowie die Mittagstunden von 12 bis 2 Uhr freigegeben mit Ausnahme des Sonntags. — Ehrenpreise find bereits gestiftet und abgeliefert: vom Herrenfahrer Ludw. Opel ein kunstvoll gearbeitetes Fischbesteck, vom Rennfahrer Franz Verheyen ein prächtiger versilberter Pokal, von einem Gönner der Geflügelzucht ein in Zinn getriebener Trinkbecher. Der Verein zur Züchtung reiner Hunderassen stiftete als Ehrengabe eine silberne Medaille, der Besitzer des Hotel Prinz Carl einen Korb auserlesener Weine. Der Geflügel- und Vogelzucht- Verein Gießen und Umgegend hat beschlossen, einen Ehrenpreis im Werte von 25 Mark zu geben. Weitere Ehrenpreise zu stiften haben zugesagt: die Herren Brauereibesitzer Gg. Bichler, Stadtverordneter Wilhelm Grünewald, Tierarzt Seiderer, Konrad Rüb- samen, Fritz Schreiner, Anton Koch (Kaisergarten), Wilhelm Meyer (Aquarium). Weitere Zusagen zur Stiftung von Ehrenpreisen find zu erhoffen, sodaß wenigstens in allen Klaffen für Nutzgeflügel außer den Geldpreisen, wo hervorragende Stiftungen in Frage kommen, außerdem noch Ehrenpreise gegeben werden können. — Als Preisrichter für alle Arten Vögel, für Geräte, Futterartikel usw. ist es gelungen, den äußerst erfahrenen und in diesen Dingen fachkundigen Herrn I. Schweickhardt, Frankfurt a. M. für die diesmalige Ausstellung zu gewinnen. *e Der heurige Winter scheint so schneearm wie sein Vorgänger werden zu wollen. Auch in den höheren Lagen des Odenwaldes trifft man nur wenig Reste von Schnee, und die Temperatur ist oftmals derart hoch, daß ein Hervorkommen der Vegetation bei längerem Anhalten nicht ausbleiben kann. •• Wetterbericht. Im großen und ganzen zeigt die Luftdruck-Verteilung wenig Aenderung. lieber dem Südosten lagert ein barometrisches Maximum mit einem Kern über (Siebenbürgen. Durch das Depressions-Zentrum im Westen der britischen Inseln nehmen die Barometerstände ziemlich gleichmäßig ab. Auf nuferem Gebiete ist das Wetter ruhig, im Flachlande vielfach nebelig. Im Alpen- Vorlande und im Gebirge macht sich Föhneinfluß geltend,, und ist der Himmel daselbst heiter oder wolkenlos. Die Temperaturen liegen allgemein hoch. — Voraussicht- liche Witterung: Vorerst noch mildes, je nach der Oertlichkeit heiteres oder warmes Wetter. + Heuchelheim i. d. W., 9. Januar. Unser lang- lähnger Bürgermeister, Herr Krug, hat dem Vernehmen nach um seine Dienstenthebung nachgesucht. — In Gettenau ist letztes Jahr fein einziges Paar getraut worden, was gewiß eine Seltenheit ist und dort seit vielen Jahren nicht vorkam. < ' k 91 ^nuar. Aus Grund der von den Aufsichtsbehörden erstatteten Berichte war Großh Ministerium der Justiz in der Lage, den nachfolgenden Standesbeamten m der Provinz Oberhessen, und zwar in Ätzen- Harn, Bermuthshain, Bleidenrod, Dorf-Gill, Lauter Lumda, Ostheim, Uetzhausen eine lobende Anerkennung zu erteilen. Offenbach, 8. Januar. Der Weinhändler Valentin Bisch von hier war am 10. Oktober 1897 von der Strafkammer in Darmstadt wegen Weinpantschereien zu 5 Monate» Gefängnis und 1200 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Ais Sor 70 3ö. her Philosoph 3 begrNer der n der fiitteratuxfo M 1809 in ! nahm n W\ Napoleon entfr feinweit feine1 bei Geschichte. Hannover gebo «ifi d-r gl- «*^or die neuen LerLvrDn verordnete M F« BibH b' btm W einer hiesigen Engagement en u. ü. ein W znüesern und machen hat, e trete nicht al! tzaWafe (§! vrdnung) M einen MiW ssch gemagert, nach obiger an eines besseren t wen auf zur M '■ ttbtiwW Verhandlung • ZW Sonntag in ©abthbert eine ®ürbige" sich eingtfnnbe. gebangte Nefiot MH Ttenogrophen-A GaMrM i MMDrch befand sich ein graphischen §ch. Nlornme Gab im te der N für die eh * Einen ei W nM S BriMei WlMhitti tim Wade Wb sich ali Obiger Hand Erdige, ment amtend, bi aui seinem $ begann b»*idn$0 wch unsere g Wttuen Seri( 2“ «»«Sie wer e; 7'7 die dr - s* 'hi eie 1 «n N* 16 ft 6Ht foifi W, 1«^ Seiten G SK Bisch, der gleich bei der Urteilsverkündigung Berufung anmeldete und dieselbe auch cinlegte, ist mit derselben vom Reichsgericht in Leipzig abgewiesen worden. — In der ersten Stadtverordneten-Sitzung des neuen Jahres wurden die neuen Stadtverordneten durch Handschlag verpstichtet. Der Vorsitzende machte ferner die Mitteilung, daß der Stadtverordnete Buß sein Amt niedergelegt habe, und der Bau einer Fußgängerbrücke über den Eisenbahnübergang in der Waldstraße demnächst in Angriff genommen werde. Die Pläne und Photographien des vom Relchsgesundhertsamt als „mustergiltig" bezeichneten hiesigen Stadtkrankenhauses kommen auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 zur Ausstellung. , . , Mainz, 7. Januar. Eine für Arbeitgeber rote auch Arbeitnehmer und sonstige Interessenten sehr wichtige Verhandlung fand am Mittwoch in ein-er hier abgehaltenen, speziell dafür anberaumten Gewerbegerichtssitzung statt. Auf dem Wege einstweiliger Verfügung durch eingeleitetes beschleunigtes Verfahren wurde dem seitherigen Fuhrmann einer hiesigen Milchkur-Anstalt aufgetragen, seinen beim Engagement eingegangenen Vertragsbedingungen, wonach er u. a. ein schriftliches Verzeichnis sämtlicher Kunden abzuliefern und letztere mit seinem Nachfolger bekannt zu machen hat, da die Klägerin bei ihrem ausgedehnten Kundenkreis nicht alle kennen kann, sofort unter Androhung einer Haftstrafe (§§ 774 und 815 und folgende der Zivilprozeßordnung) nachzukommen. Der Fuhrmann, der inzwischen einen Milchhandel für eigene Rechnung angefangen, hatte sich geweigert, vorstehenden Bedingungen nachzukommen; nach obiger an ihn ergangenen Belehrung hat er sich jedoch eines besseren besonnen. Aus der Beit für die Zeit. Vor 70 Jahren, am 11. Januar 1829, starb zu Dresden der Philosoph Friedrich von Schlegel. Er war Mit begründer der neueren romantischen Schule und bahnbrechen der Lttteraturforschsr für die orientalische Richtung. Als sich 1809 in Oesterreich die patriotische Erhebung vollzog, nahm er lebhaften Anteil daran; die Proklamationen gegen Napoleon entstammen seiner Feder. Bewunderung erregten seinerzeit feine reflektierenden Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte. Schlegel wurde am 10. März 1772 zu Hannover geboren. Vermischtes. • Zum Gedächtnis Gabelsbergers veranstalteten am Sonntag in München auf dem südlichen Friedhöfe am Grabe Gabelsbergers die Gabelsbergerfchen Stenographen-Vereine eine würdige Feier, zu der zahlreiche Vertreter von Vereinen stch eingefunden hatten. Nach einem vom Münchener Männer« gefang Verein vorgetragenen Trauergesang legte Gymnasial- Professor Rueß den ersten Kranz im Namen des deutschen Stenogrophen-Bundes am Grabe nieder und feierte das Werk Gabelsbergers in längerer Rede. Unter den in großer Zahl aus ganz Deutschland an der Grabstätte niebergelegten Kränzen befand sich eine Spende des bayerischen Bundes der fteno- graphischen Schule Stolze Schrey. Zum Schluffe sprach ein Nachkomme Gabelsbergers, Oberleutnant a. D. Westermayer, im Namen der Angehörigen drr Familie Gabelsberger den Dank für die ehrenden Beweise treuer Anhänglichkeit aus. * Einen eigenartigen Fund machte, wie das „Straßb. Tagebl." erzählt, dieser Tage ein Postbeamter beim Leeren eines Briefkastens. Er fand nämlich unter den Briefen, Ansichtspostkarten u. s. w. ein Päckch.n in weißem Papier, das jedoch einer Beftimmungsangabe, sowie der nötigen Freimarke durchaus entbehrte. Bei näherer Untersuchung ergab sich als Inhalt ein viertel Pfund Schinken, von kundiger Hand in feine Scheiben geschnitten. Eine liebenswürdige, wenn auch etwas verspätete Gabe des Christkindleins vermutend, holte sich der Biedere ein mächtig Stück Brot aus seinem Spind, belegte es mit dem gefundenen Schinken und begann alsbald mit vollen Backen zu kauen. Hiermit dürste ein Vorkommnis zusammenhängen, von dem uns heute früh unsere geschätzte Nachbarin umständlichen und wahrheits getreuen Bericht erstattete. „'S isch nix meh mit de Maidle vum hitzedaa", sagte sie. „Entweddersch stn fe verschläckt oder fie stn hoffärti oder sie Han e Liebschter ober alles drej! Was sage Sie par exemple do derzue: Schick ich gescht mtn Maidel, mer e Vierte geraicherte Schunke ze hole; roas meine Sie, was die dumm Gans macht? Kummt haim und bringt mer anschdatt em Schunke e Brief, wie es felwer an fyne Liebschde geschriewe het; und hets nit ernol in Acht genumme, daß sie mer de Brief genn het, bis ich ere faa: „Ja, was soll denn ich mit dem Brief? Myne Schunke will ich!" — „Jeffes Maria!" brüelts und wurd fyrrot bis üwer d'Ohre, „jetz haw ich de Schunke in d'Brieflad keijt!" * Die Weinernte des Papstes. An einem schönen Herbstnachmittag werden, so schildert der „Figaro", die Gärten des Vatikans streng abgesperrt. Aus der Anticamera ergeht der Befehl an die Kaserne der päpstlichen Gendarmen, wo jedesmal 25 Mann auf Wache sind, die Zugänge sämtlich zu besetzen. An jedem der betreffenden Zugänge steht dann ein Gendarm mit gezücktem Säbel. Alles ist still, man hört nur das Plätschern der Springbrunnen und das leise Rauschen der fallenden Blätter. Ein Ordonanz-Ofsizier zu Pferde erscheint, dahinter der Wagen des Papstes, innen mit weißem Sammet ausgeschlagen, von außen glänzend schwarz, auf den Schlägen das päpstliche Wappen. Zu beiden Seiten des Wagens retten Nobelgarden. Papst Leo begiebt stch zum Leonini'schen Turme. Inzwischen sind die Winzer in lebhafter Thätigkeit, unter Aufsicht des Kämmerers de Castro, und schneiden die mächtigen Trauben des Weinberges, den Leo XIII. bei Beginn seines Pontisikates an- fielegt hat und der sein Stolz ist. Jedes Jahr soll die Crnte um ein Zehntel zunehmen. Am Leoninischen Turme angekommen, wird der Papst von der Garde mit dem Degen, ““taniföe . *n fah ti T ^rch M- lben gebührende den tvohl bald fat undenk- • Mwohner aus a9 trotz der Un- 'em eine Anzahl putschen und Ole seit mehreren u. Sie sanden und wenig gast- M Begrüßung Nebelgewand zn -olms", welcher mb Speise bot deren Genossen, »en und alpin ihlt hatten, zur n, die sich aus wickelt hat, und heitere Reden, Bergland Tirol hielten die Er- igten, daß auch Sektion Gießen Der Sektion ein -ii- ie Ausstellungs- orjährigen Aus- ueselben klassen- ilellung besuchen »alsunnne \wc die Als Besuchszeit unden bis 10 Uhr, )r freigegeben mit eise sind bereits -er Ludw. Opel vom Rennfahrer werter fydal, von 3inn getriebener tung reiner äderne Medaille, linen Korb aus- Vogelzuchtbeschlossen, einen geben. Weitere Herren Brauerei- eter Wilhelm Konrad Rüd- ch (Kaisergarten), re Zusagen zur sodaß wenigstens )en Geldpreisen, unten, außerdem __ Als Prets- Merartikel usw. i in diesen Dingen Frankfurt a. ««arm m-M jjieile von Schnei, , d°ß ein galten nid)t ganzen Mt dn lieber dem mit einem Sgaromelerfl“"6' G bie'e » « M rt tvollen».. “ . SorauiM des. j- b ar. 3 Tworbcti, n» - Ö»? tnd Mtf.erteilen. nrtunS ,°ndl-r @lref' 97 £S» ** von ihrem Kommandanten auch mündlich gegrüßt; der Kämmerer vom Dienste öffnet den Schlag, und das dreistufige Trittbrett klappt zu Boden. Festen Fußes steigt Leo XIII. aus, ohne des Stockes mit goldenem Knaufe sich zu bedienen, den de Castro unter Kniebeugung dem Papste anbietet. Seinen roten Mantel hochhebend, läßt der h. Vater mit der andern Hand die Falten seiner weißen Soutane fallen, drückt das weiße Käppchen fester an und setzt sich den roten Hut mit Goldkordel auf, welchen der Geheirn- tämmerer überreicht, der dem Papste gegenüber als Begleiter mit im Wagen gefeffen. Mit Msgr. Mazzolini, seinem Kaplan, unterhält sich der Papst dann erfreut über die Ernte. Die Zunahme der jährlichen Ernte des päpstlichen Weinberges ist zahlenmäßig leicht festgestellt. Das erste Erntejahr brachte tausend Flaschen in den Keller, diesmal werden es zehntausend sein. Der Wein wird vom Papste stärkungsbedürftigen Kardinälen zum Geschenk gemacht. * Grundsteinlegung der Gordonschule. Dieser Tage fand in Khartum die feierliche Grundsteinlegung der Gordonschule statt. Der als Stellvertreter der Königin Viktoria der Feier beiwohnende Lord Cromer hob in seiner Ansprache hervor, daß die Mittel für diese Schule nicht von der egyptischeu oder englischen Regierung, sondern hauptsächlich in England freiwillig aufgebracht feien. Die englische Bevölkerung habe damit in erster Linie ihrer Bewunderung für die geschickte Führung des letzten Feldzuges Ausdruck geben und ihr Interesse für die Wohlfahrt der Bevölkerung des Sudans bekunden, auch diese den Einflüssen der Kultur zugänglich machen wollen. Zugleich soll der Charakter der heimischen Beamtenklasse gehoben und ihr unter Umständen die Teilnahme an der Verwaltung des Landes eingeräumt werden. Endlich soll durch die Errichtung der Schule der Name Gordons geehrt werden. Die Schule soll konfessionslos sein, und der Unterricht möglichst in arabischer Sprache erteilt werden. * Eine dem Untergänge geweihte Stadt. In Indien ist unter dem Titel „Indian Medical Record" eine neue Fachzeitschrift erschienen, die sich in ihrem ersten Leitartikel mit der Zukunft von Bombay beschäftigt. Die darin ausgesprochene, dortselbst herrschende Ansicht ist einer kurzen Wiedergabe wert. Es heißt da: Bombay befindet sich seit dem August 1896 in den Klauen der Pest und ist jetzt in die dritte Epidemie eingetreten. Von Oktober 1896 bis Februar 1897 sind 398000 Menschen aus Bombay geflohen. Die Zurückgebliebenen haben sich allmählich mit der Pest vertraut gemacht, so daß bei dem letzten neuen Ausbruche keine allgemeine Flucht mehr stattfand. Viele der vorher Geflohenen aber haben nicht gewagt, zurückzukehren, da die Epidemien zu rasch auf einander folgten. Hinter alledem steht die schreckliche und unheilbar ungesunde Lage der Stadt. Trotz aller Bemühungen der britischen Gesundheitsbeamteu und der Ausgabe ungeheurer Geldsummen seit einer Reihe von Jahren ist der heutige Stand der Dinge der folgende: Das Grundwasser von Bombay befindet sich in beständigem Steigen. Vor 11 Jahren befand sich die Grundwasserfläche etwa 12 Fuß unter der Erdoberfläche, im vorigen Jahre nur noch vier Fuß. Zwei Ursachen haben dazu beigetragen: erstens die ursprünglich ungenügende Entwässerung und zweitens die Einführung einer reichlichen Wasserversorgung ohne eine genügende Kanalisation. Da sich so die zugeführten Wassermassen anhäuften und den Boden durchtränkten, erwies sich die Wasserversorgung nicht als ein Segen, sondern als ein wahrer Fluch. Die bankerotte Lage der Stadt infolge des langen geschäftlichen Stillstandes läßt keine Hoffnung übrig, daß dieser unterirdische Ansteckungsherd beseitigt werde, und es wird früher oder später der letzte Bewohner der Stadt vernichtet oder ausgetrieben werden. So wird sich auf der Stätte, wo sich früher die großmächtige Stadt Bombay befand, nur noch ein Ruinenfeld erheben. * Die neue Liga. Alfred Cap ns, der Spötter des „Figaro", bringt ein Interview mit einem Mitglied der neuen Liga „La Patrie fran^aise“, die etwas ganz Anderes fein soll, als die Patriotenliga und die Liga der Menschenrechte. Dabei entspinnt sich folgendes Gespräch: Der Reporter: Ich will eine sehr heikle Frage an Sie richten: Werden Sie den Spruch des Kassationshofes, wie immer er auch lauten mag, respektieren? Herr X: Ganz gewiß! Ich bin Mitglied der Akademie, wie könnte ich da den Spruch des höchsten Gerichtshofes nicht anerkennen? Das wäre ja, als wollte der Kassationshof nicht mehr die Tugendpreise achten. Der Reporter: Offenbar! Was die Armee anlangt, so brauche ich wohl nicht zu fragen ... Herr X.: Die Armee wird von unserer ^eite der Gegenstand eines mindestens ebenso tiefen Respektes sein. Der Reporter: Man sagt, daß sich unter Ihnen Männer aller politischen Parteien befinden . . . Herr X.: Das ist gar nicht überraschend, alle politischen Meinungen werden von uns geachtet. Der Reporter: Also die Beschuldigung des Fanatismus, die gewisse Blätter gegen Sie erhoben . . .? Herr X.: Wir Fanatiker! Ich bin ein Enkel Voltaires und achte alle Glaubensbekenntnisse. Der Reporter: Sogar die jüdische Religion? Herr X.: Ich achte sie. Der Reporter: Sie tadeln also den Antisemitismus? Herr X.: Keineswegs! Wir respektieren den Antisemitismus wie alle Ideen und alle Religionen, wir respektieren die Personen und Dinge und werden Sie immer respektieren, das Eigentum, die Gedanken- und Schreibfreiheit, das Ver- sammlungs- und Vereinsrecht, die Güter des Klerus, die Prozessionen und die Meetings, wir werden die Kammer, den Senat, das allgemeine Stimmrecht und das beschränkte Stimmrecht, die Presse und die Theater respektieren, wir werden die Landwirtschaft und Ben Handel respektieren, ohne die es kein großes Land gibt, wir werden Alles respektieren. mein Herr, den Rest aber energisch bekämpfen, deshalb haben wir eine Liga gegründet! Capus hat den Akademikern offenbar einen großen Dienst damit erwiesen, indem er ihnen mitteilte, weshalb sie eigentlich die neue Liga ins Leben gerufen haben. Verkehr, Land und Volkswirtschaft. Gießen, 10. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 0.75—0.95, Hühnereier per St. 7—10 H, 2 St. 00—00 Enteneier per St. 9—10 Gänseeier per St. 14—15 H, Käse 1 St. 5—8 Käsematte per St. 3 H, Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 32 Tauben per Paar JL 0.80—1.00, Hühner per St. JL 1.10—1.30, Hahnen per Stück 1.00—1.60, Enten per St. 1.90—2.20, Gänse per Pfund vH 0 50—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 68—76 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 H, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bis 6.50 JL, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. X 6.00—6.50, Milch per Liter 16 Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nickt feilgeboten werden. Neueste Meldungen. Depefcken des Bureau „Herold". Berlin, 10. Januar. Zu Ehren des Professors Adolf von Menzel fand gestern Abend ein vorn Verein Berliner Künstler arrangiertes Bankett statt, an welchem etwa 200 Personen teilnahmen, unter denen sich auch der frühere Staatssekretär, jetzige Oberpräsident von Magdeburg, befand. Berlin, 10. Januar. Das Magdeburger Landgericht verurteilte den Redakteur August Müller von der sozialdemokratischen „Magdeburger Volksstimme" wegen Beleidigung des Kaisers und des Prinzen Eitel Fritz zu vier Jahren und einem Monat Gefängnis. Wien, 10. Januar. Wie das „Neue Wiener Tagebl." erfährt, steht die Entsendung des Kriegsschiffes „Kaiserin Elisabeth" nach Ostasien im Zusammenhang mit der Betonung der österreichisch-ungarischen Interessen in China, welche durch die Errichtung einer besonderen Gesandtschaft in Peking zum Ausdruck gekommen sind. Graz, 10. Januar. In Zeltweg in Obersteiermark explodierte im Bessemer-Werk der Alpinen der Hochofen Nr. 2 der Hugohütte mit 300 Gentnern Eisen. Die Hütte geriet in Brand. Vier Arbeiter erlitten schwere Brandwunden. Budapest, 10. Januar. Gestern nachmittag waren die Grafen Andrassy, Csaky Szilagyi zur Konferenz zu Banffy geladen, welcher erklärte, er sei von der Krone ermächtigt, mit der Opposition in Verhandlung zu treten und hierzu die guten Dienste der Dissidenten anzurufen. Notwendig sei aber, daß die Dissidenten zur Fortführung der Verhandlungen die Ermächtigung sämtlicher Oppositions- Parteien erhalten. Dieselben berieten sofort mit den Führern der Oppositions-Parteien, welche ihre bisher unbekannten Bedingungen stellten. Brüssel, 10. Januar. Die hiesigen Sozialdemokraten haben für heute Abend eine große Versammlung einberufen, in welcher mehrere hervorragende Sozialistenführer, u. a. Vandervelde, zugunsten der allgemeinen Amnestie aller politischen Verhafteten sprechen werden. Paris, 10. Januar. Trotz aller Dementi erhalt sich fortgesetzt das Gerücht, daß der Präsident des Kassationshofes, Löw, ebenfalls seine Demission gegeben habe. Paris, 10. Januar. Der Zwischenfall Beaure- paire scheint sich als ein von langer Hand vorbereitetes Komplott der Anti-Revisionisten aller Schattierungen herauszustellen, mit welchem bezweckt wird, einen letzten Versuch zu machen, das Revisionsverfahren scheitern zu lassen oder wenigstens doch den Beschluß des Kassationshofes durch Verleumdung seiner Mitglieder zu verdächtigen. Man macht sich auf wichtige Ereignisse in den nächsten 48 Stunden bereit, da Beaurepaire heute seine Enthüllungen im „Echo de Paris" beginnen wird. Paris, 10. Januar. Aus London wird ein neues Blaubuch über Neu-Fundland angekündigt. Darin soll dargethan werden, daß Frankreichs,Reservatrechte bezüglich der Fischerei weitaus enger begrenzt sind, als die französischen Staatsmänner behaupten. Salisbury will damit seinen Ausgleichs-Vorschlägen mehr Gewicht verleihen und die Sache so hinstellen, als wäre es pure Großmut, daß England den gegenwärtigen Zustand, der eigentlich eine Rechtsverletzung sei, toleriere. London, 10. Januar. Aus Auckland wird gemeldet, dort sei eine Nachricht aus Tonga eingetroffen, wonach der deutsche Konsul von Samoa in Tonga angelangt sei, und notifiziert habe, daß Deutschland von Navar, der fruchtbarsten der Kongo-Inseln Besitz ergreifen werde, falls die Tonga-Regierung nicht die Privatschuld der Eingeborenen an die deutsche Handels-Gesellschaft zahle. Die Tonga-Regierung wies dies mit der Begründung zurück, Kreditgeben an Eingeborene sei nach Landessitte nicht erlaubt. Der König, so wird hinzugefügt, appelliere an England, Nordamerika und Frankreich. Cayenne, 10. Januar. Der hiesige Staatsanwalt weilt seit 48 Stunden auf der Teufels-Insel, um Dreyfus zu verhören. Das Verhör soll bis Mittwoch dauern. — Die feinsten TheeS 1898er Ernte der bekannten Firma Thee Messmer (Katferl. Köntgl. 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Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'sche« UniverfitLt-«Buch. und Prima Ltearinkeyen, nicht ablaufeud, offeriert billigst Emil Bender, Spezialgeschäft für Seifen, Lichter und Parfümerie, muffend: 5 485 Schnlftraste 5. 5 Görnert. 475 Obst- und Gemüse- empfiehlt 486 Konserven, gemischtes Obst Südfrüchte in grosser Auswahl Zur Anfertigung sämmtlicher Drucksachen 160 (Zentimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von Jagdverpachtung. Die der Gemeinde Ettingsbausen (Kreis Gießen) zustehende Wald und Aeldjagd, bestehend in zirka 300 Hektar Wald und 375,5 Hektar F?ld, soll Mittwoch den 8. Februar l. I., mittags 1 Uhr, auf dem hiesigen Rathause auf sechs Jahre in drei Jagdbezirken oder zusammen verpachtet werden. Der Jagdbezirk grenzt an die Waldungen der Gemeinden Ober- Bessingen und Nieder-Besfingen und an die der Fürstlich Solms-Lich'schen, und hat einen sehr vorzüglichen Rebbestand. Der Jagdbezirk ist s/4 Stunden von den Oberhessischen E-sinbahn- Rationen Lich und Reiskirchen und .von der Station Saasen Vi Stunde entfernt. Ettingshausen, am 9. Jan. 1899. Gr. Bürgermeisterei Ettingshausen. empfiehlt zu billigsten Preisen Adolf Lenhard, Frankfurterstr ässe. Per Meter empfehlen C. Röhr & Co Fr. Hennings, Zklterswkg 14. Einem geehrten Publikum Gießens und Umgegend die ergebene Mitteilung, daß ich von heute einen prima Wittagstisch von 12—2 Uhr ZU 60 u. 85 Pfg. verabreiche. Gewählte Abendkarte und FröWckskarte Weine -er Firma Menzer, Hoflieferant en groe — en detail. Um geneigten Zuspruch bittend Achtungsvoll L. Siegwolf, IurÄM Athen Bahnhofftratze 23. 0122 WtWWs tnno^eo". n ziedallion^ El Die W »Hientli* " btigM1 smJL t6fil Jit 8u5i*bl‘u Win«!?- Iensscher Felsenkeller. Morgen, Mittwoch: Metzelsuppe, morgens: Wellfleisch mit Kraut, wozu ergebenst einladet 481 Louis Lenz. 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Sovereigns Dollars in Gold Preuß. ConsolS Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 Gelds orten: Geld Ooursbericht W8 3. <& Co., Giessen, Kahilftsßrsje 63. Frankfurter Börse vom 9. Januar 1899. 16.15 Franz. Banknoten 20.36 Oesterr. dto. 87, Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.00 37, Lambrar.üvvBk unk b ioor 37. ifrtf.6reb.$.unt.b. 1906 ,98.20 « Pr°uß.hyp.A.Bkunk.b. 1900 4 Deutsche Grdsch.B. unk. b. 1904 101.50 4 ® Urr. Staatsbahn v 1885 00.00 4 Eisenb. Rentenb. Obl. 3 Jtal. staatSgar. Ersenb. 59.30 4 Buderus Obl. 452 Das regelmäßige Turnen beginnt Wegen der Vorbereitungen für das Winterfest werden die offiziellen Turnabende bis auf weiteres auf Dienstag und Donnerstag beschränkt. Der Vorstand. Basehe ad sehtoe Änslöhrimg empfiehlt eich eur Anfertigung »Iler Buchdruck-Arbeiten m eleguUn Säwers- and Farbendruck. 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