Kr. 291 tzrfics Blatt. Sonntag dm 10. December 1899 Srsch-inl (äflfiA mw Ausnahme der MonlagS Die Gießener K«»lkleuVsLlter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal -eigelrgt. Gießener Anzeiger ZScjngspreis vierteljährlich L Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg« mit Bcingerloha. Bei Postbezug 2 Mack 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu dec nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer btS vorm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen.Berm i-lungSstellea deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegau Anrts- unb 2lnzeigeblcttt für den Ttveis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hesßsche DolKsKunde. ____ Adrefie für Depeschen: Anzeiger Hietze«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat November 1899 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Hafer Mk. 15,15, Heu Mk. 5,25, Stroh Mk. 3,70. Gießen, den 8. Dezember 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________v. Bechtold.____________________ Bekanntmachung. Betr.: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Auf Grund der Vorschrift des § 105 b Absatz 2 der Gewerbe Ordnung wird für Sonntag, den 10. l. Mts., die Zeit, während welcher Gesellen, Gehilfen und Arbeiter im Handelsgewerbe beschäftigt werden dürfen und ein Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen stattstnden kann, auf die Stunden von 7—9 Uhr vormittags und von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags festgesetzt. Hinsichtlich der beiden anderen Sonntage vor Weihnachten wird besondere Verfügung ergehen. Gießen, den 7. Dezember 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl._________________ Gefunden: 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 goldener Ring, 1 Kinderumhang, 1 weißwollener Kragen, 1 Strickzeug, 1 Handschuh, 1 Taschentuch, 1 Arbeitsbeutel, 1 Kartätsche, 1 Uhrgehäus, 1 Schiebkarren und 1 paar Pferdezügel. Gießen, den 9. Dezember 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Politische Wochenschau.- * Gießen, den 9. Dezember. Die letzte Woche hat auf innerpolitischem Gebiete eine Neberraschung gebracht, die als ein Weihnachtsgeschenk für das deutsche Volk betrachtet werden kann: Durch Reichsgesetz wird überall da, wo die Verbindung politischer Vereine untereinander untersagt war, dieses Verbot aufgehoben. Es hat recht lange gedauert, bis dieses Zugeständnis erfolgte, und wahrscheinlich hat es recht große Mühe gemacht, die maßgebenden Stellen zu überzeugen, daß eine dringende Notwendigkeit vorlag, dem Verlangen des Volkes nachzugeben. Weiß doch ein rheinisches Centrumsblatt zu berichten, daß Reichskanzler Fürst Hohenlohe fürsorglicher- «eise schon seine Koffer gepackt hatte für den Fall, daß — er nicht in die Lage versetzt worden wäre, fein dem Reichstage gegebenes Wort einzulösen. Nun darf er die Koffer wieder leeren und es sich von Heuern heimisch machen in dem eleganten Palais der Wil- Helmstraße. So mitten in der „Saison" wäre übrigens ein Kanzlerwechsel auch nicht recht angängig gewesen; überdies ist Fürst Hohenlohe auch preußischer Ministerpräsident, der die Aufgabe hat, die Kanalvorlage durchzubringen. Denn »ur noch wenige Wochen trennen uns von dem Zeitpunkte, wo der preußische Landtag zusammentritt und der Kampf um die wirtschaftlichen Interessen von neuem beginnt. Da wird es wieder heiß zugehen! Bisher hat sich die deutsche Regierung vollständig aus- geschwiegen gegenüber dem Chamberlain'schen Liebeswerben. Vielleicht geschieht das im Interesse Englands! Denn wie sollten unsere maßgebenden Stellen sich anders verhalten, als jede Allianz mit dem britischen Reiche entschieden zurückweisen. Auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika versichern uns ihrer Freundschaft. Wenigstens fließt die Mc Kinleysche Botschaft an den Kongreß über von Sympathieversicherungen gegen Deutschland. Ob das nun alles ernst gemeint ist, muß die Erfahrung lehren, jedenfalls hat — wie wir schon gestern ausführten — Amerika selbst das größte Interesse daran, uns zu Freunden zu haben. England und die Vereinigten Staaten haben noch manches gemeinsam, auch daß beide gerne den Mund voll nehmen. Daß trotzdem die Erkenntnis immer weiter um sich greift, wie schlecht es für . England in Südafrika aussieht, ist bemerkenswert. Der „Sieg" am Modder River scheint auch nicht dazu beigetragen zu haben, die Zuversicht der englischen Truppen zu stärken, die es teuer bezahlen mußten, daß die Buren sich in voller Ordnung zurückzogen. Ein großer Teil von Kapland hält zu den Buren, und Mr. Buller muß infolgedessen seine Streitkräfte zersplittern. Um Ladysmith, Mafeking und Kimberley steht es jedenfalls sehr faul, wenn auch die Reutermeldungen aus diesen drei Plätzen stereotyp lauten: „Hier alles wohl." In Oesterreich hat der Friede nicht lange gedauert, denn schon wieder macht sich eine Kampflust zwischen Deutschen und Tschechen bemerkbar, die Schlimmes befürchten läßt. Die auswärtige Politik Oesterreich-Ungarns ist in guten Händen, die inneren Zustände dagegen sind so verworren, daß die schlimmsten Befürchtungen nicht ungerechtfertigt sind. Da hilft auch kein Feilschen zwischen Deutschen und Tschechen; denn hier gründlich Abhilfe zu schaffen, dazu gehört ein Mann, der dem Nachbarstaate erst noch erstehen muß. Bis jetzt ist man seiner noch nicht habhaft geworden, so dringend man desselben auch bedarf. Deutsches Reich. Berlin, 8. Dezember. Wie aus Bückeburg gemeldet wird, erfolgte heute früh 9 Uhr der Aufbruch des Kaisers zur Jagd nach dem Brandshofer Revier am Bückeberge; nachmittags sollte sich nach Einnahme eines größeren Frühstücks im fürstlichen Jagdschlösse Brandshof ein Jagdausflug nach dem Baumer Revier im Schaumburger Walde an- fchließen. — Nebenher ersten Beratung des Etats werden im Reichstage in nächster Woche die zweiten und dritten Beratungen des Telegraphenwegegesetzes und der Reichs- fchuldenordnung einhergehen. Die Durchberatung des erstgenannten Entwurfs wird aus verschiedenen Gründen gewünscht. Der eine Grund liegt darin, daß als der in der Vorlage vorgeschlagene Zeitpunkt für das Inkrafttreten der 1. Januar 1900 von der Kommission beibehalten worden ist. Die Reichsschuldenordnung muß schnell von der Budgetkommission erledigt werden, um noch rechtzeitig in das Plenum gelangen zu können. — Der Vorsitzende v. Kardorff hat von neuem die Budgetkommission, und zwar zum 12. d. Mts., einberufen, um die vor der Vertagung in der Kommission unerledigt gebliebene Reichsschuldenordnung zu beraten. — Die Abberufung des Grafen Lanza ist jetzt doch erfolgt. Wie die „Voss. Ztg." aus Rom meldet, ernannte der König seinen bisherigen ersten Generaladjutanten Ponzio Vaglia zum Minister des Königlichen Hauses und berief als dessen Nachfolger den Grafen Lanza, den gegenwärtigen italienischen Botschafter in Berlin. — Als Nachfolger des am 1. Januar zurücktretenden Oberpräsidenten derProvinzPommern, v. Putt- kamer, werden verschiedene Personen genannt, in erster Linie der frühere Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Freiherr v. Maltzahn-Gültz. — Wie dem „Berl. Tgbl." aus Rom gemeldet wird, soll die Reise des Freiherrn v. Hertling na* Rom mit der Errichtung einer katholisch-theologischen Faknlt. Straßburg im Elsaß zusammeuhängen. — Aus Reichstagskreisen wird un 'schrieben: Der Reichstag hat wiederholt den § 2 bet 'futtern ges etzes aufzuheben beantragt. Man ist sty«. gespannt, wie sich in dem laufenden Session Abschnitt die verbündeten Regierungen zu der Frage stellen werden. Tatsächlich ist es ein Widerspruch in sich selbst, daß die Jesuiten gesetzlich aus dem deutschen Reichsgebiet ausgewiesen sind, während sie in den deutschen Schutzgebieten und Kolonien nicht nur frei aus und ein und ihrem Beruf nachgehen, sondern auch der deutschen Reichsregierung als Missionare nicht unbedeutende und unerwünschte Pionier-Dienste leisten. Jedermann weiß, daß auch im deutschen Reichsgebiete Jesuiten sich aufhalten die de jure ausgewiesen sind. — Die Annahme, daß die verbündeten Regierungen dem wiederholt mit großer Mehrheit gefaßten Beschluffe des Reichstags Folge geben und der Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes ihre Zustimmung nicht länger versagen werden, wird vielfach als eine begründete angesehen. Vielleicht bietet sich schon während der Generaldebatte über den Etat Gelegenheit, die Frage zur Sprache zu bringen und die Stellung, welche die verbündeten Regierungen zu ihr gegenwärtig einnehmen, kennen zu lernen. Es darf daran erinnert werden, daß die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes auch nicht bedeuten würde, daß die Jesuiten im deutschen Reichsgebiet auch wieder Ordensniederlassunge« gründen können. Dies zu gestatten ist der Landesgesetz- gcbung Vorbehalten. AustMd. Rom, 8. Dezember. Der Papst verließ heute morgen das Bett und zelebrierte die Messe. Bis zu feiner völligen Genesung wird er noch einige Tage zur Vorsicht das Zimmer hüten. Paris, 8. Dezember. In der gestrigen Abendsitzung des Sozialistenkongresses erhoben sich nach Verlesung eines Telegrammes von Liebknecht über 600 Delegierte und brachten Hochrufe auf Liebknecht aus. Nur Jauräs blieb auf feinem Stuhle sitzen. Paris, 8. Dezember. In der Militär sch ule zu Gard meuterten 80 Schüler. Sie zerstörten ihre Bänke, warfen die Fenster ein und forderten in einem Aufrufe, den sie mit „Fort Chabrol" unterzeichneten, die Absetzung mehrerer höherer Osfiziere. Auf Zureden der Offiziere wurde der Aufstand beigelegt. Loudon, 8. Dezember. Lord Salisbury ist vollständig wiederhergestellt. Er wohnte heute einem Ministerrate bei, in welchem ganz besonders die Frage des Aufstandes der Holländer in der Kapkolonie zur Sprache kam. Dieser Aufstand scheint bedeutend ernster zu sein, als bisher vermutet wurde. Derselbe paralysiert vollständig die Bewegungen der Generale French und Gatacre, welche mit einer starken Kolonne nach dem Oranjeflusse ausbrechen sollten, um von dort in den Oranjefreistaat einzudringen. Es wird versichert, daß eine ausgedehnte Verschwörung iu Kapstadt entdeckt worden ist und daß zahlreiche Verhaftungen bevorstehen. Fokales. Gießen, den 9. Dezember 1899. •* Hessischer Landtag. Die Eröffnung des neuen hessischen Landtages erfolgt, wie die „Darmst. Ztg." vernimmt, am 20 Dezember. ** -r. Stadttheater. Vor fast leerem Hause ging gestern abend die von der Direktion in so guter und liebenswürdiger Absicht arrangierte Wohlthätigkeits-Vorstellung zum besten einer Weihnachtsbescherung für atme Kinder in Szene. Der Direktion war es offenbar nicht bekannt gewesen, daß am gestrigen Abend der sogenannte Rcktoratsball, der einen großen Teil des sonst das Theater besuchenden Publikums fernhält, ftattfanb. Der gute Zweck der Vorstellung würde die breiteren Schichten über das Unbekanntsein des Verfassers von „Zurück" haben hinwegsehen lassen, und somit auch eine größere Einnahme gewährleistet haben. Herr W. Winter aus Lüdenscheid i. Wests, ist als Litterat vollständig Autodidakt, und hat sich neben seinem bürgerlichen Berufe, wie wir hören, wiederholt alS Prosa-Schrtftsteller versucht. Uns über den Wert deS von ihm verfaßten Volksschauspiels „Zurück", daS gestern abend unter sorgfältiger Einstudierung feilens der Direktion und großem Fleiße des Personals in Szene ging, sachgemäß auszulassen, verbietet uns bei der Natur der Vorstellung an und für sich und dem Verhältnis des Verfaffers zu den mit so guten Absichten an die Aufgabe herangetretenen Veranstaltern der Wohlthätigkeits-Vorstellung die journalistische Delikatesse. Vor allem wollen wir den Fleiß und die liebevolle Behandlung des — wenn auch etwa« alltäglichen — Stoffes von Seiten des Verfaffers anerkennen. Den Dialogen, die allerdings oft recht breit und somit ermüdend sind, merkt man an, daß er mit einem warmen Herzen geschrieben und offenbar das beste gewollt hat. Und das ist auch schon ein Verdienst! Die Fabel ist, wie gesagt, sehr einfach. Ein alter 48er ging wegen politischer Umtriebe über das Wasser, ließ feine Frau mit 2 Kindern, einem Knaben und einem Mädchen, zurück und kehrte auch, nachdem die allgemeine Amnestie erlassen war, nicht heim. Erst nach vielen Jahren als Greis betritt er den heimischen Boden, findet unerkannt seine Frau und seine inzwischen verheiratete Tochter — der aber unglücklicher- oder besser gesagt, merkwürdiger Weise auch der Mann durchgebrannt ist — wieder, auch den moralisch etwas stark entgleisten Sohn überrascht er unerkannt bei einer etwas sehr stark aufgetragenen Situation bei Sekt und Liebe in seiner Junggesellenwohnung und so spielt er Vorsehung, rettet den finanziell ruinierten Sohn vor der Flucht, seine Geliebte vor Selbstmord, der unmoralische Sohn muß die unmoralische Geliebte heiraten und so endet die ganze etwas weinerliche Fabel, zumal nun auch der durchgegangene Schwiegersohn wiedergekehrt ist —■ mit einer obligaten Rührszene ä la Marlitt. Das ist in großen Umrissen die ganze „Geschichte-, die — der Herr Verfasser nehme uns das Urteil nicht übel — besser eine solche geblieben wäre. Als Prosaist mag Herr Winter ganz leidliche Erfolge haben; ein Schauspiel zu verfassen, dazu gehört aber denn doch eine etwas kunstvollere Detailarbeit. Vor allem eine vollständige Beherrschung der dramatischen Technik, die bei dem vorliegenden „Volksschauspiel" durchaus fehlte. Einzelne Stellen, namentlich einige recht brauchbare, gute Witze fanden unter Anführung der Inhaber der hintersten Stuhlreihen lebhaften Beifall, und am Schluß des letzten Aktes wurde Herr Winter vor die Rampe gerufen und nahm den Beifall entgegen, den auch wir ihm hinsichtlich seines aufgewandten Fleißes und seines einer guten Idee geweihten Strebens nicht vorenthalten wollen. Wie bereits erwähnt, hatten sich Regie und Darsteller der Sache sehr warm angenommen. Die Hauptrolle des Arnold Bergkämper, des alten Durchbrenners, spielte Herr Karl Walter mit vielem Temperament und vermied es sogar die öfteren Rührszenen von der Grenze des Lächerlichen fern zu halten. In Maske, Haltung und Sprache war Herr Walter gleich gut. Eine recht wenig beneidenswerte Aufgabe war Fräulein Haussig zugefallen, die dazu verurteilt war, die Dora, Raimunds Geliebte, darzustellen. Daß sie sich mit gutem Takt dieser heiklen Rolle entledigte, ist ein neues Zeichen des schätzenswerten Talentes Der Dame. In der Versöhnungsszene des letzten Aktes eine Viertelstunde lang an der Thür stehen zu müssen, ohne mitmimen zu dürfen, ist auch mehr Kunst als Vergnügen. Das Gleiche läßt sich von Herrn Steinert, der sich diesmal von jeder Ueber- treibung und auch von seinen letzthin gerügten Fehlern freihielt, sagen. Allerliebst spielte wieder Fräulein Eichenwald die schnippische, verwöhnte Küchenfee Fränzi. Daß Herr Wilhelmi sich mit der Hausburschenrolle recht gut befreundet hatte, bedarf wohl keiner Versicherung. Auch die kleinen Bernhard und Frieda Helm spielten schon recht wacker und erzielten sogar einen Hervorruf. Theaterblut! Auch die übrigen Darsteller gaben sich nach Maßgabe ihrer Rollen und Kräfte alle Mühe, die Premiere „durchzubringen." — Während die Künstler den vollen Beifall des Hauses und der Kritik verdienen, brachte es das Stück nur zu einem Achtungserfolg. Trotz der häufigen, enorm langen Pausen, war die Vorstellung um 10 Uhr zu Ende. Der große Kronleuchter schien gestern abend infolge des plötzlichen Witterungswechsels schlecht disponiert zu sein, denn die Lichtlein erloschen zirka viermal. Böse Menschen behaupteten, er sei ausge—klascht worden. Für die verwundeten Buren gingen bei uns ein (bis 9. Dezember): Frau St. 10 Mf., Gäste im „Solmser Hos" 3 Mk., S.in G. 3 Mk., 3L 3 Mk., Engel 2.50 Mk., Berger 3 Mk., H. Schmidt, Kaufmann 3 Mk, «. B. 3 Mk., M. F., Gießen 3 Mk., Louis Rein, Aliendorf, a. d. Lda. 2 Mk., Untersekunda des Realgymnasiums 20 Mk., M. E 3 Mk., A. R. 2 Mk., Einige Bavaren 6 Mk, zwei studentische Stammtische bei Elges 6 Mk., F. R. 2 Mk., A. O., Gießen 3 Mk., Kollekte in Heuchelheim 91.50 Mk., Skatabend vom 30. November im „Einhorn" 1.25 Mk, Prof. K. 5 Mk., O. G. 2 Mk, Frau Sophie Curtmann 10 Mk., Zugvogel aus Hanau 7 Mk., Eckard 5 Mk., erster runder Stammtisch im „Hessischen Hof" 43 Mk., aus Dutenhofen 1 Mk., Oberst a. D. Spohr 10 Mk., Sammlung im Cafv Hettler 35 Mk.. Separatist in Gießen 1 Mk, Klimpumpia 14 Mk, Dr. L. W. in Gießen 3 Mk, G. Kr. 5 Mk., Klasse I. der erweiterten Mädchenschule 12.50 Mk, II. Klasse der höheren Töchterschule 16 Mk, Fräulein L. 2 Mk. Zusammen 854.79 Mk. Bei dem hiesigen Zweigvereiu vom „Roten Kreuz" sind an Unterstützungen für Transvaal noch weiter eingegangen und werden dankend quittiert: Von Herrn Feller in Lollar als Sammlung an den Stammtischen in der „Garmania" und im Bahnhöfe daselbst 20.50 Mk., von Herrn Prof. Stamm 10 Mk. und von Herrn Prof. C. 10 Mk. Zusammen 40.50 Mark. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Fr. Nr. 18933 152818 225337 125666 713658 1005371 124245 1286302 1446638 1505831 1719047 3730130 ä 3000 Fr. Nr. 60911 152816 183228 196104 314554 396517 405119 440334 523117 848873 878284 920120 925698 1084167 1124101 1183498 1241708 1247186 1271989 1307666 1318341 1318345 1885802 1435849 1889681 1889816 1974166 1974170 ä 1000 Fr. Alle übrigen gezogenen Nummern h 400 Fr. — Kredit Foncier Egyptten, Sproz. Ovligationen vom Jahre 1888. Ziehung am 15. November Auszahlung am 1. De- zember 1899. Nr. 118098 4 50 000 Fr. Nr. 9456 18514 29423 32003 51-86 56075 74373 75113 91593 115041 148962 155304 164619 177733 183122 195294 198592 229857 218989 301272 309882 339647 361903 376547 398799 je 1000 Frcs. Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Hülfskasse „Grosse Nationalkrankenkasse', Altona; Kaufmann Hans Jsnsen Vilgaard, Apenrade; Möbelhändler Joh. Scharf, Altenboebum (Bochum); Fuhrmann Konrad Limberg, Grimersumer - Altendeich (Emden); Kaufmann Friede Weinmann (Jean Pichon Nachf), Frankfurt a. M.; Nachlass des Kreis-Daoh- deckermeisters Wilh Voigt, Bündheim (Harzburg); Firma Hiltersche Margarinewerke, Natrup-Hilter (Iburg); Schneider Herrn, van Bonn, Krefeld; Restaurateur F Eieenkolb, Liegnitz; Kaufmann F. H Starfinger, Prenzlau; Gärtner F. H. H-dnicker, Geringswalde (Rochlitz); Handelsmann Franz A. Hänsel, Schirgiswalde; Kaufmann H Ertel, Wittenberge; Fleischer Gust. Adolf Walther, Falkenhain (Wurzen); Bäcker Äug. Pauli, Oschersleben; Konfektionär Fri'dr. Jacubzik, Pirmasens; Tischler Aug. Prost, Pr.-Holland; Act.-Ges. Schönebecker Fahrrad- und Maschinenfabrik, Schönebeck; Wwe. Sarah Rosenthal, Schrlmm; Schuhmacher Herrn. Wandel, Seidenberg; Bierverleger Berth. Senkel, Spremberg (Lausitz); Kaufmann Hugo v. Tümpling (E R Schmock', Spremberg (Lausitz): Handelsfran Helene Neef, Grabow a. O. (Stettin); Bäcker Ant Langenmayer, Strassburg i. E.; Möbelfabrikant Gust. Herrn Müller, Rabenau (Tharandt); Gastwirt Wilh. Hilmer, Diepenau (Uchte); Schuhfabrikant Herrn. Ziessnitz, Weissenfels; Kaufmann Aug. Friedr. Thiel, Wittlich; Wirt Heinricu Schultheis, Biedenkopf: Kaufmann Selman Krakinowski, Breslau; Tapezierer Bernhard Gabriel, Bromberg; Schuhmacher Otto Rutkowski, Bischofswerder (Deutsch- Eylau); Spezereiwarenhändler Albert Pfeiler, Dortmund; Kaufmann Josef Franz Klinke, Gifhorn; Oberschlesische Tiefbohrgesellschaft Zöllner & Co., Gleiwitz; Aktiengesellschaft Tanskowmühle, Mölb (Hadersleben); Kaufmann Paul Leue, Hildesheim; Kaufmann Georg Gaulke. Kottbus; Putzmacherin Ernestine Henriette Marie Oelschläger, Leipzig; Ehefrau des frühem Kaufmanns Karl Fissler, Thatnm (Ludwigsburg); Steinhausr Philipp Schuli Sohn, Zittersheim (Lützelstei.'i); Th. Oämmerler & Co., München; Nachlass der Hulda Kujath Laura Schütz Nachf), Stettin; Schuhfabrikant Friedrich Wilh' Im Stahr, Rabenau (Tharandt). Aufschrift der Postsendungen. ßet Sicherung schneller Beförderung und Vestellanß der voftsendungen müsien auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß 4eder Ungewißheit »orgebeugt wird, vadei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeb« Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an derselben Stell« der Aufschrift, nämUch unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Poftbezirk (On N., NO. rc.), tu welchem die Wohnung ftch befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung „Berlin- zu vermerk«. 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich ober ähnlich lautende Post orte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzlich« Bezeichnung bei,ufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen hn Postverkehr oll maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem „Verzetchniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Dost» orte*, das zum Pi eise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs Postgebret belegene Bestimmungsort zwm mit einer Postanstalt versehen, desienungeachiet aber nicht all allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, di« Lage del OrtS in der Aufschrift der Sendung noch del Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren (Staaten del politischen Be»irks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), tn welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabc von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) «*], oder von Gebirgen s(Harz), (Riesenaebirge) k.J Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), »kJ für den Zweck geeignet. tsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post- anstalt anzugeben, von welcher autz die Bestellung der Sendung an den Empfänger erwirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremde« Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffmk Land bez. der Landestbei! auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen lleberkunft der Sendungen an Den Empfänger wesentlich beitragen, und eS liegt daher tm eigenen Jnteresie der Absender, die Aufschrift« der Smdungev hiernach genau anzuferttgen. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau »ßerolb*. Berlin, 9. Dezember. Wie aus Bückeburg gemeldet wird, kehrte gestern nachmittag 5 Uhr der Kaiser von der Pirsche in die festlich beleuchtete Stadt zurück, wo um 8 Uhr das Diner im Schlöffe eingenommen wurde. Zu dem heute stattfindenden Wohlthätigkeits Konzert für das deutsche Rote Kreuz haben der Kaiser und der Hof ihr Erscheinen zugesagt. Berlin, 9. Dezember. Der verheiratete Bauführer Jürgens hat gestern die 21jährige Frau Köpke, mit der er ein Liebesverhältnis hatte, in ihrer Wohnung durch einen Revolverschuß in den Mund getötet und sich dann selbst auf die gleiche Art entleibt. Der Tod trat bei beiden auf der Stelle ein. Wien, 9. Dezember. Die Situation des Kabi- netts Clary hat sich neuerdings erschwert durch den gestrigen Beschluß des Polenklubs, nur ein zweimonatliches Budget Provisorium zu bewilligen. Paris, 9. Dezember. Heute nacht fand, nachdem der Sozialisten-Kongreß geschloffen war, ein heftiger Krawall zwischen den Sozialdemokraten und der Polizei statt, weil erstere eine rote Fahne entfalteten und ein revolutionäres Lied sangen. Mehrere Polizei Agenten, die sich der Fahne bemächtigen wollten, wurden thätlich angegriffen. Es entstand ein Handgemenge, indeffen gelang es der Polizei nicht, die Fahne zu beschlagnahmen. ♦ e • Vom Kriegsschauplatz. London, 9. Dezember. Lord Salisbury ist vollständig wiederhergestellt. Er wohnte gestern einem Mi- nist errat bei, in welchem ganz besonders die Frage des Aufstandes der Holländer in der Kapkolonie zur Sprache kam. Dieser Auf st and scheint bedeutender zu sein, als bisher vermutet wurde. Derselbe paralisiert vollständig die Bewegungen der Generale French und Gatacre, welche mit einer starken Kolonne nach dem Oranjcfluß aufbrechcn wollten, um von dort in den Freistaat einzudringen. Es wird versichert, daß eine an S.- gedehnte Verschwörung in Kapstadt entdeckt worden ist und daß zahlreiche Verhaftungen bevorftehen. — Aus Kap stadt wird gemeldet, General Whuksop werde heute mit der Hochländer-Brigade, einer Truppen Abteilung des Generals Gatacre vom Oranjefluß nach dem Modderfluß abrücken. DaS Hauptquartier des Generals Gatacre befindet sich nunmehr bei PieterSkraal. — Ein Telegramm aus Prätoria meldet, der Kommandant der Buren berichte aus Ladysmith, er sei benachrichtigt worden, daß ein Ausfall der Garnison von Colenso bevor st ehe. Er habe sich darauf vorbereitet, daS Gefecht habe aber bis jetzt nicht stattgefunden. DaS Telegramm fügt hinzu, General White habe die gefangenen Buren nach ElandSlaagte zurückbringen laffen. — „Daily Mail" erklärt, die 6. und 7. Division genüge nicht zur Verstärkung der Truppen in Südafrika, es müßten vielmehr neue Truppenteile nach Südafrika abgehen. DaS Blatt bedauert daS mangelhafte Vorhandensein von Artillerie und Kavallerie. Das 9. Husarenregiment sei infolge des Unfalles des Transportschiffe- „Jskare", bei welchem 400 Pferde umgekommen sind, außer Stande, an dem Gefechte teil zu nehmen. — Ein Buren-Kommando griff die RückzugS- linie des Lord Methuen an. Derselbe sandte unverzüglich Verstärkungen nach Süden. Ueber daS Resultat deS Kampfes ist nichts bekannt, doch erklärt daS KriegSamt, daß kein Grund zuBesorgnissen vorhanden (?) ist.— Das Korps Lord Methuens wird mit den Verstärkungen auf 14000 Mann geschätzt. Auch hat er 30—40 Geschütze und Lyddit Granaten. Er ist daher offenbar in bedeutender Uebermacht; doch wird der Widerstand ein verzweifelter sein, da durch einen Sieg Lord Methuens der Freistaat bedroht sein könnte Auch erregen die letzten Meldungen auS dem Westen im Lande die größteBesorgnis. Die Isolierung der Truppen Lord Methuens, die sich Plötzlich im Rücken bedroht sehen, ist sehr ernst, und militärische Kreise erwarten weitere Nachrichten mit ängstlicher Spannung. — Aus Fröre wird telegraphiert, daß General Buller durch Scheinwerfer-Signale mit Ladysmith korrespondiert, aber auch, daß sich der Belagerungsring enger geschlossen hat als bisher. — Aus dem Umstand, daß General Buller nach Fröre gegangen ist, wird gefolgert, daß die Entscheidung nahe bevor steht. Aus diesem Grunde wird auch über die Bewegungen der beiderseitigen Truppen von der Zensur nichts durchgelaffen, was die Pläne Bullers verraten könnte. — Das Kriegs amt berichtet, daß eine Buren- Abteilung von 10,000 Mann die Eisenbahnbrücke über den Oranjefluß zerstörte. Eine englische Abteilung Artillerie und Kavallerie griff die Buren an und zerstreute sie. Die Engländer hatten 14 Verwundete, während die Buren einen Toten und einen Verwundete» auf dem Kampfplatze ließen. Das Telegramm fügt hinzu, die Telegraphen- und Eisenbahn-Verbindung mit dem Modderfluß sei wiederhergestellt. — Das Kriegsamt veröffentlicht folgende Mitteilung: Vom Modderfluß liegt heute keine Nachricht vor, aber vom Oranjefluß wird telegraphiert, daß ein Eisenbahn-Viadukt bei Graspan heute morgen in die Luft gesprengt wurde, daß der Telegraph zerschnitten ist und daß Kundschafter berichten, daß schweres Geschützfeuer in nördlicher Richtung vernommen wurde. Darnach scheint Lord Methuen isoliert worden zu sein, und der Kampf gegen ihn ist vielleicht schon entschieden. Die Nachricht verursacht hier große Besorgnis. Madrid, 9. Dezember. Der „Heraldo" veröffentlicht ein Telegramm aus Las-Palmas: Ein deutscher Paffagier an Bord des Dampfers „Thugeie", der au» Durban kam und auf welchem sich größtenteils Flüchtlinge aus Natal befanden, erklärte in einem Interview, die Buren hätten zahlreiche Waffen und Munition aus Deutschland erhalten. Die Mehrzahl der in Südafrika sich aufhaltenden Spanier würde in dasHeer der Buren eintreten und zahlreiche von den Engländern ausgerüstete Freiwillige wären ebenfalls zu den Buren übergegangen. Amsterdam, 9. Dezember. Die jüngste Poft aus Prätoria bringt die Meldung, daß Oberst Schiel anstatt in das Hospital gebracht zu werden, in dasGe- fängnis von Pietermaritzburg und dann in dasjenige von Simonstadt geschafft wurde. Auf eine diesbezügliche Beschwerde antwortete General Buller, vor dem Eintreffen der englischen Verstärkungen könne seine Lage nicht geändert werden. Giessen Klrehtnpla* 11, gtgenübtr dtr StadMrtht. Konfektion. Weihnacht»-Ausverka uf. Anfertigung nach Mas*. Drucksachen, Rechnungen, Aacturen, Kircvkare, Briefbogen, Umschläge mit Itrmendruck fertigt billig KriihlM Uuiv.-Kmh- n. Strindrllckkrki, Schnlstratze 7. sjsöü 3 er Garn!? ENach, H darauf J0°t? t3.DQ ti ??««£s I« 9efan9tnti '»aöttie. NA- L'rw«“ä« ®£t Mr« °x9anbtn (?) i& _ "'! bt" «wftartungex >«ttt 30-40 ®e(A’ o^enbar in bebcutenbtt "d m vrrzwttfeltn sein, 8 dkr Freistaat bedroht Vt mel?un9en aus vtkBesorgnis. Die 'kd Methuens, die n- lehr ernst, und 'e Nachrichten mit Mräre wird feie« Tcheinwerser-Signale H btt Be- alä bisher. - Mbtm löre tztWM ist, wirb J nahe bevorsteht. )er die Bewegungen der chr nichts durchgelassrn, nnte. tet, baß eine Suren« in bie Eisenbahn- verstörte. Eine eng> )allerie griff bie Buren über hatten 14 Berwun- n unb einen Berwundetei Telegramm fügt hinzu, Verbindung mit dem KL j snilW*"1' t1 hr \o^inbt MirAntz'. Nachricht vor, aber vom s ein Eisenbahn-Bia- :gen in bie Luft ge- raph zerschnitt!»'s n, daß sch«-«rV-. ichtung vernommen sethuen isoliert worden nist vielleicht schon srursacht hier -roße 6ttalbou veröffentlicht Ls: Ein b* •UI8 Lhugere", der auS grö tenteils Flüchtling ° einem »"-'«>«!, affe» »nb ®*«110 Die nhen Spanier würbe )b k.n in da«Se- ii werben- ui98"f @e«tmlSullT *0 4eu ’ e»9 ' Snhett ■ ■«»» cht^-a^^--- ll^ Airchenpfah 13 und 15. Carl LOOS Kirchenpfah 13 und 15. löF Weihnachts-Ausverkauf. Auf meine sämtlichen Warenb stänbe habe ich biß Ende bies-ß Monatß eine ganz bedeutende Preisermäßigung eir.tieten lasten; inßbesonbere offeriere ich auß übernommenen Lagerbefiänden zu enorm billigen Preisen einen groben Poften Kteiderzeuge, ZZaumwoffflaneffe, waschechte ZLlaudrucke und Mettzeuge, Siamosen, Schürzenzeuge, Aieöer-Metttücher, Leinen und Katöt'einen etc. etc. aui) empfehle ich Herren- und Knaben-Anxüge, iom'e alle Arten Arbeitskleider ,u anffaNend billigen Preisen. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrabe L. «lng-bot der «rbeitnehmerr 1 Bäcker, 1 Maschinist (geprüfter Heizer), I Bauschreiner, 1 Taglöhner für leichtere Beschäftigung, 1 Hausbur|che, 2 Lauf- frauen, 1 Kleidermacherin, 1 Kontorist. Nachfrage der Arbeitgeberr 1 Bäcker, 2 Bauschlosser, eine Anzahl Maschinenschloster, 1 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 2 HauSbürschchen, 1 Hausbmsche im Alter von 19—20 Jahren, 1 Schweizer, 1 Lauffrau, 5 Dienstmädchen, 1 Putzfrau für einige Tage. Lehrlinge r 1 Bäcker, 1 Mechaniker, 1 Schuhmacher, 1 Schreiner. Pfg. . 28 Pfg. 1 Kg. (2 Pfd.) Schwär,brod . . 56 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod . auswärtigen Bäcker Der Pfg 24 22 Pfg Pfg. Pfg. . 69 24 48 72 48 48 26 52 . 44 . 44 Pfg if L. Stetnmüller Gcoßen-Lmden 44 w d fttlo^ramm (6 6funb) Schwarzbrod bei: Wkh Fabel von Wteseck . . 66 Psg. Ernst Christ von Wteseck . Der Brodverkäufer. Brodprets e vom 10. biß 24. D zember 1899. Der hiesigen Bäcker. Bet den hiestge« Brodverkäufern bestehen dtrsetben Preise wie bei bat hiesigen Bäckern Gießen, den 9. Dezember 1899. Großherzoglicheß Polizeiamt Gießen. Muhl. 1 Kilogramm (2 Piund) Wetßbrod bei: L. Schmidt, Gr.-Ltnden... 24 Pfg. W. Weitzel von Lang-GönS . W. Fabel von Wteseck ... 24 , 2 Kilogramm (4 Mund) Wettzbrod bei: Joh. Kd. Belte v. Kirch-Göns . 44 Psg. Wtlh. Fabel von Wteseck . . L. Schmidt (Grotzen-Lttiden) . 48 , L. Steinmüller Großen Linden W. Weitzel von Lang-GönS . 48 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrod bei: L. Schmidt, Großen Linden . 22 Psg. W. Weitzel von Lang-Göns . W. Stetnmüller, Lang-GönS . 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrod bei: Joh. Kd. Belte v. Ktrchgöns . 40 Psg. W. Wrttzel v. Lang-GönS W. Strtnmüller in LanggönS. 44 w L. Schmidt Gr.-Ltnden . 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod . 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod . i Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod . 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod . ßiekMlAihlnW Dekanntmachung. Ca. 20 Zentner an den Kreißstraßen geerntete gebrochene Aepfel verschiedener Sorten werten zu Maikipreisen abgezebm. Bestell- ngcn werden im 'Kceißamtsgedäude entgegengenommen. Gießen, am 8. Dezember 1899. Der Großh. Kceisbauinspektor. Stahl. 8578 PeWgermW Nicht Mittwoch, fonbtrn Wonlag den 11. Pezemöer, nachmittags 2'/3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Balthasar Sack Ehe- ieuteu in Gießen gehöiigen Immobilien: Flur 1 Nr. 44Vn — 56 qm Hofraite in der Mühlgaste, Flur 1 Nr. 44a*/l0 — 88 qm Hofraite daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 2. Dezember 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. I A: Bogt.8439 Versteigerung. Dienstag den 12. b. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt bb dahier gegen Barzahlung: 1. mehrere Gentner Eisen, Thür- und Schrankscklöster, Nieten, Holzschrauben Thursckließer, Fischbanden, Kasten- schrankschlöster, Thürdrücker, verschied. 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Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Nächste Sitzung: Mittwoch den 13. Dezember, abends 6 Mr, im Auditorium des physikalisch chemische« Laboratoriums: Vortrag des Herrn Professor Elbs \ 8590 lieber Einrichtungen im phMalifch-chronschen kaboratorinrn. Hausverkauf In einem kleinen Städtchen Oberhessens ist ein zweistöckiges, massiv gebautes Wohnhaus mit Hofraite nebst Scheune, Stallung und Remise (für jedes Geschäft geeignet) Verhältnisse halber preiswürdig zu verkaufen. Anzahlung nach Ueber- einkunft. 8553 C>ffPyritzer,Wilh. Wilhelmi. Nauke, J Walter Steinert. Fritz Wald. Eckartz. Rose Susy Berken. Börner, StudiosuS, Paul Paren. Jetlchen,) Schenkmädchen Elsa Duve. Nettcken,) tn Kyritz, Rosa Knöfel- Ein Kegeljunge Reinhard Helm. Anfang 8 Ubr.Ende 10*/4 Nhr. Verantwortlicher Redakteur: H. Koegler. — Druck und Verlag der Brüht'scheu UniverfitätS-Buch» und Steindruckerei (Pietsch Erben) m Gießen. Iic heutige Wummer umfaßt 22 Seite».