seide MBk ivatten-, Lasten d. dLll. ber: kOniert ger e 7193 chen 7864 Humbert von Italien iors Herrn E. Hecht [lauuolkonwtnste §chratoaschme. ■^flupWTLa sämHicher vereinigend' l#fide1HflSch'ne T'^ 5childe^^-J tum Hessen: |telBdruekerel’ -?rr 9785 2565 vMtri> ttß- r ßilberrrnu -olv'M" £t 1899. et't1 ’foi 0Olö»^“w ti6» HieskN . A, I-III In-** ** Äj'S 5^ 1S99 Freitag den 10. November Nr. 265 Zweites Matt Amts- und Anzeigeblntt für den ALreis Gieren leneNee • •■ ln|eigen ,u her nachmittag» fftt v« MyrokaitH erscheinender: -wimmer Mf vor». 16 Uhr. VBt Anjtigrn.VermlNlung4fte0m M In- und BuXutWI nehmen Anzeigen für den Siebener Anzeiger entGO^» Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf» vierteljährlich. A-zagspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf» monatlich 75 Pf» mit Bcingerloh«. 9rf*M N«Nch ■rtt ÄMlne|me Sti RMtqi 9ie Wiener »ewWtwMiUtx »ecden km Anzeige: s^chentttch feier mal **•*•*- Meßmer Anzeiger Henerat-'Unzeiger Grattsbnlagrn: Gieße«r Famüienblätter, Der hrMche Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde._____________ Wrfeaftian, Erfeedition und Druckerei: Fchfesstratze Ar. 7. Rdrefsr für Depeschen: A«»etqer Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher M * Bom Kriegsschauplatz. Endlich wiedereine amtliche Meldung vom Kriegsschauplätze! Wir lassen sie (teilweise wiederholt) unverkürzt folgen: London, 7. November. Das Kriegsministerium hat heute folgende Depesche des Generals Buller aus Kapstadt erhalten: Heute nachmittag 1 Uhr ist mir durch Vermittelung des Gouverneurs von Natal folgendes von gestern datierte Telegramm des in Estcourt kommandierenden englischen Generals zugegangen: „Als am Freitag die Feindseligkeiten bei Ladysmith eingestellt waren, wurde noch an diesem Tage auf Verlangen des Bürgermeisters von Ladysmith von dem General White an Joubert eine Mitteilung gesandt, « der Joubert ersucht wurde, zu gestatten, daß die Nichtkombattanten, die^'Kranken und die Verwundeten nach Süden abziehen dürften. Joubert lehnte dieses Ansuchen ab, gestattete aber, daß sich die Leute in ein besonderes Lager vier Meilen von Ladysmith entfernt begeben dürften. Die Bevölkerung der Stadt weigerte sich, dieses Angebot Joubert's anzunehmen; somit verliehen gestern nur die Kranken, die Verwundeten und wenige Ortsansässige die Stadt. Gestern wurden nur wenige Schüsse zwischen den Vorposten gewechselt. Bei dem Bombardement am Freitag fielen einzelne Granaten in das Hospital; auch in das Hotel fiel eine Granate zur Frühstückszeit und platzte, es wurde jedoch niemand verletzt. Ueberhaupt ist bisher durch die Granaten in der Stadt nur ein Kaffer am Mittwoch getötet worden. Am Freitag führten die Truppen unter General Brocklehurst in der Richtung auf Dewdrop eine schneidige Aktion aus, sie trieben die Buren eine beträchtliche Strecke zurück und brachten ein Geschütz derselben zum Schweigen. Ein weiteres Gefecht wurde am Jsimbulwana-Berge geliefert. Die englischen Verluste belaufen sich insgesamt auf 8 Tote und etwa 20 Verwundete. 98 Mann, welche bei Dundee verwundet und uns zugesandt wurden, sind am Samstag hier eingetroffen. Sie befinden sich alle wohl. Unsere Position wird hier jetzt für vollkommen sicher gehalten, sie ist in den letzten 24 Stunden noch erheblich verstärkt worden. Die Bevölkerung hat ihre Wohnungen verlassen und hält sich in bombensicheren Räumen auf. Vorräte aller Art sind reichlich vorhanden. Hauptmann Knapp und Leutnant Brabant sind bei der Aktion am Freitag gefallen. Das Vorstehende ist der Wortlaut eines Telegramms des Preßcensors, das ein Kaffern- läufer nach Estcourt gebracht hat." Weitere amtliche Nachrichten liegen nicht vor. Nimmt man hierzu die aus Ladysmith an General Buller am 3. November (Freitag) mit Taubenpost übermittelte Depesche, welche nur zu berichten hatte, daß General French am Donnerstag mit Cavallerie und Feldartillerie ausgerückt sei und das Burenlager ohne Verlust auf englischer Seite beschossen habe, sowie daß am Freitag General Brocklehurst südwestlich von Ladysmith mehrere Stunden mit dem Feinde gekämpft habe, wobei die Engländer geringe Verluste gehabt, so ergiebt sich lediglich, daß der ganze Erfolg der Ausfallskämpfe am Donnerstag und Freitag für die Engländer darin bestanden hat, daß sie die Buren bei Dewdrop eine Strecke weit zurückgetrieben und ein Geschütz i derselben zum Schweigen gebracht haben. Vielleicht haben aber die Buren nur wieder ihren bekannten Tric auszuführen gesucht, den Feind durch plötzliches Zurückweichen und Zurückholen der Geschütze zu täuschen und in eine Falle zu locken. Auf alle Fälle erweisen sich die in den letzten Tagen verbreiteten englischen Nachrichten, welche behaupteten, die Buren seien bei Besters Hill, nordwestlich von Ladysmith, vollständig in die Flucht geschlagen worden, sie hätten furchtbare Verluste erlitten und das ganze Lager sei in die Hände I der Engländer gefallen, sowie die im heutigen Morgenblatt I mitgeteilte Kapstadter Depesche vom 5. d. M., die Engländer I hätten in „einem" Kampfe bei Ladysmith 2000 Gefangene I gemacht, als eitel Windbeutelei: Von beiden Heiden- I thaten wissen die amtlichen Telegramme an I Buller kein Wort. Sie sind sehr vorsichtig abgefaßt und I sprechen nur von englischen Verlusten, nicht von solchen der Buren. Gleichzeitig dürfte aus ihnen erhellen, daß eine zweite große Schlacht, die nach der einen Version ein I Sieg der Buren, nach der andern ein solcher der Engländer I gewesen sein soll, nicht stattgefunden hat. Diese I würden die amtlichen Depeschen nicht vollständig unerwähnt I haben lassen können, auch dann nicht, wenn sie für die Eng- I länder ein neuer Schlag gewesen wäre. Endlich lesen wir I aus den offiziellen Meldungen heraus, daß Ladysmith I bis zum Sonntag noch nicht eingenommen und I die Beschießung der Buren bis dahin von besonderer Wirkung I nicht war. Wie die Dinge jetzt liegen, eilt eben auch die I Einnahme von Ladysmith nicht, da die Buren es leicht in I Schach zu halten vermögen und mit der Okkupierung des I weiter südlich gelegenen Terrains bis Durban wichtigeres I zu thun haben. Die Buren zögern auch noch mit derZer- I störung des Bahndammes zwischen Ladysmith und Durban, I wie aus folgender Meldung hervorgeht: Estcourt, 7 November. Der P « n z e r z u g, der gestern über I die Tugela-Brücke fuhr, fand, daß Colenso, fowie die Ehaussee I und die Eifenbahnbrücke über den Tugela unbe- schädigt waren. Eine starke Abteilung Fretstaats-Buren wurde | fechS Meilen nördlich von Colenfo bemerkt; eS waren vermutlich solche, die am Freitag mit englischen Truppen auS Ladysmith im I Gefecht gewesen waren und schwere Verluste (?) erlitten hatten. Gerüchtweise verlautet, Afrikander auS Natal hätten an I diesem Gefecht aus fetten der Buren teilgenommen. Offenbar wollen die Buren die Bahnverbindung so lange wie möglich aufrecht erhalten, um sich selbst größere Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit eines raschen Rückzugs, wenn dieser nötig werden sollte, zu erhalten. Kommt I es dann darauf an, die in Durban landenden englischen Ersatztruppen am Vorrücken zu hindern, so sind Eisenbahnschienen und -Brücken rasch zerstört. Wenn sich der Schluß der obigen Meldung bestätigt, so eröffnet dies für die Engländer eine sehr bedenkliche Perspektive. Erheben sich die Bekanntmachung. In Hattenrod ist in drei Gehöften die Maul- und Klauenseuche festgestellt und Gemarkungssperre angeordnet worden. Gießen, den 9. November 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche. In der letzten Woche ist in einer Anzahl Gemeinden I die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, und zwar höchst | wahrscheinlich durch Ansteckung von wandernden Schafherden, I die, aus der preußischen oder hessischen Nachbarschaft von den Sommerweiden kommend, durch unseren Kreis zogen. Dies ist um so bedauerlicher, als die Seuche in unserem Kreise entschieden im Abnehmen begriffen und eine Milderung der Sperrmaßregeln in Aussicht genommen war. Zum Schutz gegen eine dadurch drohende Seucheverschleppung ist bestimmt, 1. daß auswärts in den Kreis Gießen eintretende Schafherden an denjenigen Orten im Kreise Gießen, an welchen sie zuerst eingestellt werden, 7 Tage lang verbleiben müssen, ihren Standort innerhalb der nächsten zwei Wochen | nur verlassen dürfen, wenn sie nach einer Untersuchung des Kreisveterinärarztes seuchefrei sind (Verfügung vom 14. August 1899, Anzeiger Nr. 191); 2. die Herden dürfen nur die Kreisstraßen ziehen; 3. muß der Führer mit einem Zeugnis des Kreisveterinärarztes, daß die Herde seuchefrei ist, versehen sein, welches drei Tage gültig ist (Verfügung vom 10. Mai 1899, Anzeiger Nr. 110); 4) der Durchtrieb der Herde durch eine gesperrte Gemarkung ist verboten. — Zahlreiche Klagen und Anzeigen haben ergeben, daß gegen diese Anordnungen oft gefehlt worden ist; Schäfer sind vielfach nachts große Strecken gefahren, ohne sich um die Vorschriften zu kümmern, und haben überdies noch an Feldwegen gelegene Grundstücke teilweise abgeweidet. Die Anzeigen sind an die Gerichte abgegeben. Wir machen auf diese Bestimmungen wiederholt hiermit aufmerksam. Gießen, den 6. November 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 6. November 1899. Betr. wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an daS Großh. Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden, Großh. Polizeikommissariat Arnsburg und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Wir machen es Ihnen unter Hinweis auf obige Bekanntmachung zur Pflicht, auf die wandernden Schafherden ein besonders wachsames Auge zu haben. Bei Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen unter 1, 3 und 4 der obigen Bekanntmachung wollen Sie die Einsperrung der Herde auf einen bestimmten Bezirk oder, wenn möglich, in einen Stall anordnen und uns alsbald benachrichtigen. Anzeige ist in jedem Betretungsfalle sofort zu machen. v. Bechtold. Afrikander der Kapkolonie und machen mit den Buren gemeinsame Sache, dann stehen dem Armeekorps Bullers, wenn es genötigt ist, in Fußmärschen vorzudringen, schlimme Tage bevor, denn dann begegnen sie im eigenen Lande dem Feind auf Schritt und Tritt. Besonders auf dem west- ichen Kriegsschauplatz müssen die Buren für die Demolierung der Schienenwege sorgen, um den Feind nicht in großer Masse an die wenig gedeckten Grenzen der beiden Freistaaten herankommen zu lassen. Sie sind auch tapfer an der Arbeit, wie folgende Nachricht zeigt. Oranje River-Station, 5. November. Wie ver- bautet, haben die Buren einen der Pfeiler der Brücke über den Moder River zerstört. Nach Gerüchten aus Hopetown scheinen die Buren einen Angriff auf das dortige englische Lager zu machen. Der Modder River kreuzt die Bahnlinie Kapstadt- Bulawajo südlich von Kimberley. Gelingt es den Buren auch noch die Brücke über den Oranje River bei Hopetown zu sprengen, dann dürfte es den Ersatztruppen Bullers kaum möglich sein, Kimberley und Mafeking zu entsetzen. Die südafrikanischen Flüsse, namentlich der reißende Oranje-River sind während der jetzigen Regenzeit hochangeschwollen, und Notbrücken über dieselben unter dem feindlichen Feuer zu bauen, gehört gegenwärtig zu den Unmöglichkeiten. Ueberhaupt scheint es, daß die Buren im Westen ihre Hauptmacht jetzt gegen Kimberley und die südlich davon nach de Aar zu gelegenen Punkte konzentrieren, um den englischen Ersatz von der Grenze des Oranjestaates fern zu halten. Ganz verspätet kommt folgende Meldung: London, 8. November. „Daily Mail" meldet aus Mafeking vom 26. v. M.: Nach einem mehrtägigem Bombardement von neun Kanonen, die wenig Schaden anrichteten, machten die Buren gestern den entschlossenen Versuch, die Stadt zu stürmen, wurden aber schließlich zurückgeschlagen und zogen sich in panikartiger Flucht zurück. Eine Anzahl Leute wurden über die gelegten Minen getrieben, die explodierten und sie nach allen Richtungen versprengten. Unterdessen ist die Lage vor Mafeking wohl eine für die Buren günstigere geworden, da sie ihnen gestattet, Verstärkungen gegen Kimberley abzusenden. London, 8. November. „Daily Mail" beginnt eine große Agitation zur Aufstellung eines neuen Armee- Korps von 15000 Mann. Sie begründet dies mit der Thatsache, daß die Engländer die wirkliche Stärke und Leistungsfähigkeit der Buren unterschätzt haben. Weiteres siehe Neueste Meldungen. England und der Zarevbesuch. Wie vorauszusehen, ist in England der Besuch des russischen Kaisers Gegenstand der lebhaftesten Erörterung. Ein der englischen Regierung nahestehendes Organ beugt bereits Gerüchten vor, welche die Zusammenkunft der Monarchen in Verbindung bringen mit einer Intervention anläßlich des südafrikanischen Krieges. England sei entschlossen, jedwede Einmischung einer fremden Macht abzulehnen. Eine Londoner Meldung besagt: London, 8. November. Die Kaiser-Zusammenkunft in Potsdam erregt hier lebhafte Beunruhigung. Das Regierungsorgan „Standard" schreibt, zweifellos würde die Lage in Südafrika bei den Konferenzen nicht ignoriert werden, aber es sei nicht wahrscheinlich, daß der Deutsche Kaiser irgend einen Vorschlag annehmen werde, welcher dem Entschluß Englands widerstreiten würde, die Frage nach seinem eigenen Willen zu erledigen. Falls das Projekt einer Intervention auch nur in der Luft läge, würde Kaiser Wilhelm nicht den Besuch bei der Königin Viktoria beabsichtigen. Alle Gerüchte über ein englisch-portugiesisches Abkommen wegen Delagoa und über Deutschlands Wunsch nach einer Kompensation dafür stammten aus Kreisen, denen Deutschland ebenso das Ziel des Uebelwollens sei, wie England. Die Franzosen seien bereit, den Buren alles zu geben, außer wirksamer Hilfe; sie hätten die Unabhängigkeit der Hovas gewissenlos vernichtet und bedienten sich schamlos des Besitzes von Madagascar als Grund, England Ungelegenheiten zu bereiten. Diese Pläne würden in Potsdam keine günstige Aufnahme finden, der deutsche Kaiser sei viel zu aufgeklärt, um ein Werkzeug der französischen Nadelstich Politik zu werden, und sein kaiserlicher Gast werde seine Verpflichtungen gegen die französischen Bundesgenossen nicht Übertreiben. Der europäische Friede werde von keinem patriotischen Herrscher leichtherzig gefährdet werden, und die Erwiderung, welche die englischen Staatsmänner auf jedwede Ankündigung einer Einmischung geben würden, sei den Betreffenden kein Geheimnis. Lokales und Msviryielles. ♦ Gießen, den 9. November. * * Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 140 Jahren, am 10. Nooemdcr 1759, wurde zu Marbach am Neckar der volkstümlichste und g-feterteste deutsche Dichter Friedrich v. Schiller geboren, durch welchen di- tieferen Züge des deu scheu Vockscharakters dm vollendetsten Ausdruck gründen haben. Daher die begeisterte Liebe, welche ihm namentlich die Jugend entgegenbrtngt. Seine Grundid e ist der auf sittlicher Kraft beruhende Siez der Freiheit. Der gottbegnadete Dichter verschied am 9. Mai 1805 zu Weimar. * * Wenn Martini — 11. November — vor der Thüre steht, dann naht der Haupttermin der Ausgaben des Landwirtes. Die Acker- und Wiesengelder oder die Kauf- und Pachtgelder sind dann fällig geworden. Dazu kommen noch die Beträge für Brennholz, für Heu und Grummelgras und andere. In schlechten Jahrgängen hat der Landmann seine große Mühe und Not, außer den hohen Gesindelöhnen die Kaufgelder herbei- zufchaffen. Aber solch reichgesegnete Jahrgänge wie der diesjährige machen es dem Landmanne leichter, seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Wo solche gewaltige Strohhaufen sich um die Ortschaften auftürmen, da biegen sich auch der Speicher Böden von der Saaten Früchte. Wenn auch die Fruchtpreise selbst nicht als hoch bezeichnet werden können, so wachsen doch die Verkaufssummen durch das Mehr der Getreideertrüge. — Eine eigentümliche Preisverschiebung in den Fruchtgattungen hat Heuer stattgefunden. Bekanntlich kostet das Weizenmehl den höchsten Preis, weil der Weizen in der Regel am teuersten war. Im jetzigen Herbste haben aber Korn und Gerste den Weizenpreis überflügelt. Man kauft demnach Weizen billiger als Korn und Gerste. — Wenn der Landwirt so dem diesjährigen Martini weniger bedrückt entgegengehen kann, so darf man das auch in anderen Berufszweigen, namentlich auch in der Industrie, freudig begrüßen; denn: „Hat der Bauer Geld — hats die ganze Welt!" e * * * • Kirchliche Dieustnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 1. November dem Pfarrverwalter Karl Bolitsch zu Kirtorf, Dekanat Alsfeld, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen. * • Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 8. November dem Hauptmann und Kompagniechef im Kaiser- Alexander-Garde Grenadier-Regiment Nr. 1 v. Schultz en- dorff, seither im Jnfanterie-(Leibgarde-)Regiment Nr. 115, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen Allergnädigst zu verleihen geruht. *’ Trauergottesdienst. Für den am 2. November verstorbenen Bischof Dr. Haffner wird in der katholischen Kirche dahier Freitag den 10. November, vormittags 8 Uhr, ein feierlicher Trauergottesdienst gehalten werden." ** Verzeichnis der Geschworenen für das Schwurgericht pro 4. Quartal 1899: 1. Culmann, Heinrich Ludwig, Kaufmann in Dauernheim. 2. Reidel, Jakob, Drechsler in Wieseck. 3. Heß, Adam, Schuhmacher in Friedberg. 4. Vogt, Karl Louis, Landwirt in Reichelsheim. 5. Schmidt, Heinrich I., Fabrikant in Grünberg. 6. Gilbert, Wilhelm II., Bürgermeister in Grüningen. 7. Blei, Konrad II., Landwirt in Burkhardsfelden. 8. Spörhase, Wilhelm, Mechanikus in Gießen. 9. Bender, Heinrich V., Landwirt in Dorf - Gill. 10. Müller, Karl, Gutsbesitzer in Neuhof bei Leihgestern. 11. Frey, Ph., Kaufmann in Lang-Göns. 12. Brück, Karl, Stadtrat in Gießen. 13. Schmidt, Dr. Arthur Beno, Professor in Gießen. 14. Bär, Löb, Lederhändler in Gießen. 15. König, Martin Casimir I., Beigeordneter und Oekonom in Ober-Mörlen. 16. Schön, Karl, Bauinspektor in Lich. 17. Geiß, Johannes III., Landwirt in Windhausen. 18. Zimmermann, Philipp, Bäcker in Lich. 19. Seipp, Ludwig IV., Gemeindeeinnehmer in Lollar. 20. Scheid, Jakob, Buchhalter in Gießen. 21. Moscherosch, Heinrich, Landwirt in Nieder-Wöllstadt. 22. Habermehl, Ludwig, Landwirt in Wallenrod. 23. Hochstätt er, Max, Tapetenfabrikant in Gteßen. 24. Klein, Wilhelm, Landwirt in Burg - Gräfenrode. 25. Sehrt, Heinr. II., Landwirt in Bernsfeld. 26. Dott, Johannes II., Pachter in Heldenbergen. 27. Wagner, Friedrich, Landwirt in Bönstadt. 28. Hyroniemus, Georg, Beigeordneter in Friedberg. 29. Korell, Paul Heinrich, Landwirt in Friedberg. 30. Reuter, Heinr. V., Landwirt in Wieseck. ** Zum Notariatswesen. Nachdem in diesen Tagen für die Stadt Gießen 3 Notare ernannt worden sind, ist es von Interesse, einiges über die für Oberhessen neue Einrichtung des Notariats mitzuteilen, zumal noch vielfach Unklarheit hierüber im Publikum besteht. — Das Gesetz vom 15. März 1899 führt das Notariat in Starkenburg und Oberhessen ein. Die Notare sind öffentliche Beamte, sie werden auf Lebenszeit ernannt, sie beziehen kein Gehalt, sondern Gebühren. Auch Rechtsanwälte können Notare sein; sie dürfen in Angelegenheiten, in denen sie als Notar thätig waren, anwaltliche Vertretung nicht übernehmen. Unbeschadet der den Amtsgerichten, den Ortsgerichten und den Ortsgerichtsvorstehern zustehenden Befugnisse dürfen die Notare Beurkundungen auf Antrag der Beteiligten vornehmen. Es bezieht sich dies insbesondere auf Beglaubigungen, Errichtung öffentlicher Urkunden, Ausstellung von Lebenszeugnissen, Grundstücksversteigerungen, Aufnahme von Wechselprotesten und Vermögensverzeichnissen sowie von Testamenten. In letzterem Punkte ist zu bemerken, daß nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche ein Testament auch in („unfeierlicher") Form einfach in der Weise errichtet werden kann, daß der Testator seinen letzten Willen selbst «iederschreibt und die Urkunde in Gewahrsam behält. Die Notare können auch freiwillige Mobiliarversteigerungen vornehmen. Eide dagegen und eidesstattliche Versicherungen können sie nicht abnehmen. Seine Gehilfen soll der Notar mit Vorsicht auswählen; für den Schaden, den der Gehilfe in Ausführung einer Verrichtung, zu der ihn der Notar bestellt hat, einem Dritten widerrechtlich zufügt, ist der Notar verantwortlich. Die Aufsicht über die Notare führt das Justizministerium bezw. in dessen Auftrage der Präsident des Landgerichts. Der Notar unterliegt Ordnungs- und Disziplinarstrafen. Das Gebührenwesen der Notare soll zunächst durch Verordnung bestimmt werden — von dem Tarife, der eingeführt wird, wird es abhängen, ob die Gebührenverdienste der Notare erheblich sein werden. Allerdings wird das Publikum, namentlich auf dem Lande, den Notaren sich nicht zuwenden, wenn ihre Gebühren allzuhoch sind. Die Interessenten werden dann nach wie vor die Amtsgerichte und Ortsgerichte aufsuchen. Es sind bis jetzt nur Rechtsanwälte zu Notaren ernannt worden. In Darmstadt hatten sich viele Rechtsanwälte zum Notariat gemeldet, in Gießen nur sechs (die Herren Metz, Römheld, Katz, Weidig, Dr. Spohr, Wagner), von denen drei ernannt wurden. Manche Anwälte sind der Ansicht, daß sich die Beamteneigenschaft des Notars nicht mit der Unabhängigkeit, die der Anwaltsberuf erfordere, vertrage. In Preußen allerdings besteht die Einrichtung der Vereinigung von Advokatur und Notariat schon lange. Bürgermeister Köhler-Langsdorf hat neuerdings wieder eine Agitation gegen das Notariat eingeleitet; sie wird indes kaum Erfolg haben. ** Zur Beachtung! Die Besprechung über die gestrige Vorstellung im Stadttheater mußte aus Raummangel zurückgestellt werden. Dieselbe folgt morgen. Ein gleiches Schicksal erleiden eine Anzahl Wahlberichte vom Lande. ** Aus dem Theaterbureau. Wie bekannt, findet morgen, Freitag das Gastspiel des Komikers C. W. Büller als „Großkaufmann Bloom" in „Rosenmüller und Finke" statt. Nach dem großen Erfolge, den der treffliche Künstler gestern in der Theatervereinsvorstellung „Großmama" erzielte, dürsten die weiteren zwei Gastspiele desselben eines regen Interesses des Publikums sicher sein. — Den verschiedenen an die Direktion gelangten Anfragen entsprechend, hat dieselbe beschlossen, die „Weiße Rößl"- Fortsetzung: „Als ich wiederkam" nächsten Sonntagnachmittag zur Aufführung zu bringen, worauf besondes die auswärtigen Besucher aufmerksam gemacht seien. ** Vortrag Zimmermann. Auf den Samstagabend im Saale des „Hotel Einhorn" stattfindenden Vortrag des Herrn Pfarrers und Universitätsdozenten Dr. theol. et phil. Paul von Zimmermann aus Wien über die evangelische Bewegung in Oesterreich, weisen wir auch an dieser Stelle unsere Leser nachdrücklich hin. Der im Juni d. I. angekündigte Vortrag des Herrn Pfarrers Lic. theol. P. Bräunlich über das gleiche Thema mußte damals infolge eines Mißverständnisses in letzter Minute abgesagt werden. Auch Herr Pfarrer v. Zimmermann kennt die Verhältnisse aus eigener Anschauung. Er bringt der großen Bewegung, auf die die Augen aller Evangelischen in unserem Vaterlande mit Spannung gerichtet sind, volles Verständnis und ein warmes Herz entgegen. Er wird es zweifellos verstehen, auch unsere evangelischen Mitbürger durch die lebensvolle Darlegung der Verhältnisse, die wir von ihm erwarten dürfen, zu thätiger Teilnahme an dem Ergehen der österreichischen Brüder anzuspornen. ** Der Großherzog hat ein Statut zur Bildung eines katholischen Diözesankirchenvorst an des für das Bistum Mainz genehmigt. Dem Statut entnehmen wir folgendes: Gemäß Verfügung Großherzog' lichen Ministeriums des Innern vom 18. Mai l. Js. soll für Beschaffung der Mittel, welche zur künftigen Regelung der Gehalte der Geistlichen vom 1. April 4900 an, zur Bestreitung der allgemeinen kirchlichen Bedürfnisse der Diözese, sowie zur Rückzahlung des von den Ständekammern zur Aufbesserung pro 1899 bis 1900 bewilligten Darlehens von 70,000 Mk. in Raten von je 10,000 Wit. erforderlich sind, eine allgemeine Kirchensteuer von den Katholiken des Bistums erhoben werden. Ueber die Höhe dieser Steuer, über die Art ihrer Erhebung und Verwendung sollen alljährlich Vertreter des Laienstandes be« raten und beschließen. Diese Vertretung des LaienstandeS wird nach dem Vorbilde der Kirchenvorstände der einzelnen Gemeinden den Namen Diözesan-Kirchenvorstand führen. ** Hessische Klaffenlotterie. Herr Rechnungsrat Kra üs, der von der hessischen Regierung als Mitglied der Verwaltungskommission der hessischen Klassenlotterie gewählt worden ist, bereist soeben sämtliche Landesteile, um über die sich gemeldeten Hauptkollekteure zum Vertrieb der Lose für die zu errichtende Hessische Klassenlotterie nähere Erkundigungen einzuziehen. Vor einigen Tagen befand sich auch dieser Herr in Mainz, und die in Betracht kommenden Kollekteure hatten ein förmliches Verhör zu bestehen. Die Zahl der in den größeren Städten des Landes anzustellenden Hauptkollekteure wird sich zwischen 6 und 10 belaufen. Wie wir vernehmen, sollen nur in den größeren Städten, Mainz, Darmstadt, Gießen, Offenbach, Worms, Bingen, Alzey 2C., Hauptkollekteure angestcllt werden, während die Unterkollekteure in den kleinen Orten von den Hauptkollekteuren ihre Lose zu beziehen haben. Für die Betriebsleitung der Lotterie wird dadurch die Arbeit wesentlich vereinfacht. — Die Ausgabe der Lose findet am 15. Dezember statt. • • Direktoren Kouferenzeu. Der „Franks. Ztg." wird aus Darmstadt geschrieben: Es scheint, als ob die neuen Männer im hessischen Schulministerum infolge der Fälle Soldan-Dettweiler die Unzulänglichkeit der seitherigen Beziehungen der obersten Verwaltung zu den Lehrkörpern eingesehen haben, und zu der Erkenntnis gekommen sind, daß doch auf die Ansichten der Direktion und Lehrer einiger Wert zu legen sei. Es sollen deswegen sogenannte Direktoren-Konferenzen eingeführt werden, deren Tagesordnung vorher in den Lehrerkonferenzen durchberate» und von Berichterstattern aus der Mitte der Lehrerkollegien verarbeitet werden soll. Die erste dieser Direktoren Konferenzen ist Montag den 18. Dezember. Dabei soll auch Gedankenaustausch über die Erfahrungen h rbeigeführt werden, die in den Oberklassen der Gymnasien mit Präparationen für die Lektüre der lateinischen und griechischen Klassiker gemacht worden sind, und über die sogen, freien Arbeiten. * * Daß die Privatposten am 1. Januar 1900 ihre Thätigkeit einstellen sollen, ist ein hier verbreitetes falsches Gerücht. Nach den Kommissionsbeschlüssen des ReichStag- ist eine Ablösung derselben auf den 1. April 1900 geplant. Nach Wiederzusammentritt des Reichstags (14. November) sollen die Beratungen der Post-Novelle alsbald wieder auf-' genommen werden und läßt sich heute nicht absehen, was darüber in der noch ausstehenden zweiten und dritten Lesung von seilen des Reichstags festgesetzt wird. * • Polizeibericht. Gestern abend gerieten zwei Arbeiter von auswärts in der Bahnhofstraße beim Nachhausegehen in Wortwechsel, stießen sich dann gegenseitig an, endlich nahm der eine dem andern den Stock aus der Hand und schlug damit seinen Gegner auf den Kopf, daß es blutete. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben. O Heuchelheim, 8. November. Unter überaus zahlreicher Beteiligung — es stimmten über 80 Prozent der Wahlberechtigten ab— gelang es bei den heutigen Wahlmännerwahlen, den Kandidaten der bürgerlichen Partei mit 178 Stimmen zum Siege zu verhelfen, während es die sozialdemokratischen Kandidaten nur auf 144 Stimme» brachten. Darmstadt, 8. November. Das Großherzogspaar reist heute abend nach Koburg ab. Darmstadt, 8. November. Seine Majestät der Kaiser von Rußland hat folgende Orden rc. an Offiziere und Unteroffiziere von der 2. Eskadron vom Großherzogl. Hessischen Dragoner-Regiment Nr. 23 verliehen: De» St. Stanislausorden 2. Klasse dem Rittmeister und Eskadrons-Chef Selz am. Den St. StaniSlausorde» 3. Klasse den Leutnants v. Becker, v. Goerck, v. Besser, van Gülpen. Den St. Annenorden 4. Klasse dem Wachtmeister Haas. Die kleine goldene Medaille dem Vize- Wachtmeister Krämer und Vize Wachtmeister und Oberfahnenschmied Best. Die kleine silberne Medaille dem Sergeanten Lotz; den Unteroffizieren: Graf, Brock, Brück, Hohmayer, Reitz, Jnuder, Hechler und Trompeter Grußendorf. - r- Darmstadt, 9. November. 10 Uhr vormittags (Tel.) Seine Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Lehramtsassessor Adolf Kimm er zum Lehrer au dem Ludwig-Georg-Gymnasium zu ernennen. — Bei den hiesigen Urwahlen zum Landtag siegte der Kandidat der vereinigten bürgerlichen Parteien, Regierungsrat Noack, gegen den Sozialdemokratischen, Schuhmacher Friedrich. Der Wahlkreis war seither nationalliberal vertreten. Aus Egelsbach, den 8. November, wird den „N. H. V." gemeldet: Gestern abend präzis 8 Uhr sind das russische Kaiserpaar, die Großfürstinnen und das große Gefolge abgereist. Auf dem Bahnhof hatten sich eingefunden Prinz Franz Josef von Battenberg nebst Gemahlin, Hofmarschall Exzellenz von Westerweller nebst Gcmahlin, der russische Gesandtschaftssekretär von Doubensky, der Kommandeur und die Stabsoffiziere des 2. Großh. Hess. Drag.- Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24, dessen Inhaber der Zar ist, und die zum Ehrendienst befohlenen Offiziere, sowie der Bürgermeister von Egelsbach. — Kurz vor 8 Uhr kam das Kaiserpaar in Begleitung unseres hessischen Fürstenpaares von Wolfsgarten an und fand die gegenseitige Verabschiedung des beiderseitigen Gefolges durch die Herr- schäften statt; auf dem Perron wurden der Kaiserin noch Blumenspenden u. a. von der hier weilenden Malerin Stoffrege überreicht, wofür die hohe Frau herzlichst dankte. Sie bestieg zuerst den kaiserlichen Salonwagen, worauf der Kaiser, der Großherzog und die Großherzogin, sowie Prinz Franz Josef von Battenberg nebst Gemahlin folgten. Der Abschied der hohen Herrschaften war hier ein kurzer, aber sehr herzlicher, und dampften gleich darauf unter brausenden Hurrahrufen der Anwesenden die hohen Gäste nach ihrer nordischen Heimat ab. Der Zar begrüßte die Zurückgebliebenen noch lebhaft vom Fenster aus. Man sah, daß deu hohen Herrschaften der Abschied nach diesem langen Zusammensein sehr nahe ging. — Geh. Baurat Dittmar begleitete den Zug bis Sachsenhausen. — Ueber die letzten Stunden des Aufenthalts verlautet, daß die Kaiserlichen Prinzessinnen noch eine Ausfahrt in die Umgegend und durch Egelsbach machten, ehe sie um 5 Uhr durch die Generale Hesse und v. Grancy nach dem Kaiserlichen Hofzug begleitet wurden. Die Hohen Herrschaften machten nachmittags noch einen gemeinsamen Spaziergang durch den Park. Prinz Wilhelm von Hessen hatte sich schon mittags, wo er zur Hoftafel geladen war, verabschiedet. — Das russische Kaiserpaar machte der Gemeinde Egelsbach ein Geldgeschenk von 1000 Mark. A Aus dem Wahlkreise Babenhausen-Seligenstadt, 8. November. Nach dem bis heute abend bekannt gewordenen Resultate der heutigen Wahl männ erwählen erscheint die Wiederwahl des bisherigen Centrumsabgeordneten Horn- Seligenstadt als gesichert. Sämtliche katholischen Gemeinden um Seligenstadt, mit Ausnahme von Klein-Krotzenburg, wählten zu gunsten Horns; auch zweifelhafte Gemeinden traten schließlich für das Centrum ein. Horn vereinigt, soweit es sich bis zur Stunde überschauen läßt, auf sich 17 Stimmen. Die Zahl aller Wahlmänner des Wahlkreises beträgt aber nur 31 Stimmen, sodaß der Sieg des CentrumL feststehen dürfte. Die Sozialdemokraten blieben fast allenthalben in bedeutender Minderheit, obschon riesige Anstrengungen zur Erlangung des Sieges unternommen waren. 1. Mi „stierten » M Plätze i * ' fit ** 8 M SS wt' . r gioi M NM'/" in W WW SS» SS« resultütlos verlaufen Eingemeindung w Mmbach tm In e« tenden M** will, W % »u tonnen. - Gest schreibe: Pöpp sanglich ringe- Pape bereits vor 1 Beide Gerichtsschrei Bei dieser Gelegen^ WM, W mN bärtigen Amtsgericht Mißbräuche verübt r der m9. Kg.- weiter rheinhessischen! v^enlundig wird, $ scheinen. Aleile w streckt, da bei dem liegen blieb oder n nicht regelrecht erb weil der alte £)bi huldigte, nichts so schlimmeres Passier amtsrichterS zutage trägen unters Stempel in A Tagen wurde der (3 such der W-gerü nommen worden. Mainz, 1. Nor Regiment Nr. 117 kvmpagnie nach e Am Schlüsse der c fichtigung hielt Her er seine Besriedigur Benehmen, als au den Schießübungen war selbst früher J daß die Lehrer mit dm der LMerziehu if tiefer Hinsicht bi seine werten fio! Stabt auch ferner u Rung der heranwi tat Mb Zchiebech Wanb u«b zu ‘»»Wett ein befoni «muten nity mi) g i“ Mnnsumr W " EM MM » tonnten’! ‘tollen Strebe» 7^9 feinet: litte’ te"* 6Meb 1 taffenben’iStf'“ '» mit dem w h'nsi »orten ei, 8. M d°n S M Wer h, hi « “n ügNetj S K'e tz lebe Mnet. Itzling $0hh » •Ä'SS I Wn befü* 8pri[ io(V| ^tQ£l *4 ölv* ni» DeifPtt. ,eH was iüqj -nL^vg ! gerieten zwei Arbeiter ' 6enn Nachhauseaebei »«3bttÄ '""ich \™Nb unb <4iUg ’M« btaltu X «WM. " ®"1« überaus iä )tAb" t80 .$a,l'"1 ’« «n beuhgtnjjju, da bürgerlich,« $Qtlt während,«di 181 «f 1« ®tim* ro g biet joggpaa: »MajeW der Saifer r°tn -’Ci fln Offiziere ,ron vom Großherzogl. '• 23 verliehen: De« dem Rittmeister uub St. StEMvrt)» v.tzverL.v.Br^ei )tn 4. Ltaffe dem Wach ene Medaille dem Lize- Wachtmeister und Obn- silberne Medaille dm fieren: Graf, Broch Znuder, Hechler und 10 Uhr vormittags (Tel.) } haben Allergnädigst ge- kimm er zum Lehrer ai ernennen. - Sei den ig fiegte her Sanbibat i, Regicrungsrat Noack, Schuhmacher Friedrich. Meral vertreten. er, roird den „A.h.D." Uhr sind dar ruffifchi i md das große Gefvlgi n sich eingefunden Prinj rg nebst Gemahlin, Höfler nebst Gemahlin, der Doubensky, der Somnia«- 2. Großh. Hess- Drag.- 24, besten Inhaber der ch befohlenen Office«, M - vor W unfereshefMnMchn- fand die Gefolges durch bre Herr warben ta hier mellenden Mem gaianwajt«'®DI“1 , ’S -&£ ’ *S $.m£ M.:» nl^a t6gi««fabrt ® 111 -ch «achten, *1'' M- Di- E SÄ* i-«Ä sW Ä-S°tz ”5«« «gfe* ve Mthr , M .?'Eser Direlt°o ^^« über. ibn.1 ot«h gon. ^chrn Unb Ul't 1 äbtt di- I°g?tz ^QllUr- -* Erbach, 7. November. Am vergangenen Samstag war «ine militärische Kommission hier anwesend, um in Sachen des projektierten Kasernen-Neubaues die vier vor- geschlagenen Plätze einer Besichtigung zu unterziehen. Vom militärischen Standpunkte aus wurde der im Brühl, zunächst dem Bahnhofe, für passend gefunden, während der Platz hinter dem „Schütze nhof" weniger Terrainschwierigkeiten bietet. Die endgiltige Entscheidung zwischen diesen beiden Plätzen wird vom Kriegsministerium in Berlin getroffen. Mainz, 8. November. Wie das „Mainzer Journal" meldet, wählte heute das Domkapitel zum Bistum-Verweser den Dom-Kapitular Professor Dr. Bruck. Mainz, 8. November. Der Direktor am hiesigen Landgericht, Dr. Bockenheimer, eine in weiteren Kreisen bekannte und hochgeschätzte Persönlichkeit, feiert heute das 30jährige Jubiläum seiner Thätigkeit am Mainzer Kollegialgerichte. Dr. Bockenheimer, der im Jahre 1869 in das damalige Mainzer Bezirksgericht eintrat, ist der älteste Richter hier. — Bezüglich der Eingemeindung der nahen Rheingemeinde Mombach in Mainz fanden gestern zwischen dem hiesigen Oberbürgermeister und Vertretern von Mombach wieder Besprechungen statt, die aber resultatlos verlaufen sind. Der Hauptgrund, warum die Eingemeindung keinen Fortgang nimmt, liegt darin, weil Mombach im Interesse seiner großen Fabriken, die bedeutenden Kohlenkonsum haben, Oktroifreiheit eingeräumt haben will, welches Recht die Stadt Mainz nicht glaubt einräumen zu können. — Gestern abend wurde der Hilfsgerichts- schreibet: Pöpperling vom Amtsgericht Alzey gefänglich eingezogen, nachdem der Gerichtsschreiber Pape bereits vor 14 Tagen in Haft genommen worden ist. Beide Gerichtsschreiber sind der Unterschlagung beschuldigt. Bei dieser Gelegenheit wird es bekannt, daß unter dem letzten, jetzt verstorbenen Amtsrichter von Alzey an dem dortigen Amtsgericht durch die Gerichtsschreiber die größten Mißbräuche verübt wurden. Ueber diese Angelegenheit wird der „K. Ztg." weiter geschrieben: Am Amtsgericht der rheinhessischen Kreisstadt Alzey herrschten, wie jetzt offenkundig wird, Zu stände, die kaum glaublich erscheinen. Urteile wurden gar nicht oder nur teilweise vollstreckt, da bei dem Schlendrian der Gerichtsschreiberei alles liegen blieb oder nur nach geraumer Zeit und selbst dann nicht regelrecht erledigt wurde. Das konnte nur gefchehen, weil der alte Oberamtsrichter, der dem Weine allzusehr huldigte, nichts sah oder sehen wollte. Daß aber auch schlimmeres Passierte, kommt jetzt, nach dem Tode des Ober- amtsrichters zutage. Es sind Sporteln in hohen Beträgen unterschlagen worden und gefälschte Stempel in Anwendung gekommen. Vor einigen Tagen wurde der Gerichtsschreiber verhaftet, und jetzt ist auch der Hilfsgerichtsschreiber in Untersuchungshaft genommen worden. Mainz, 7. November. Heute wird im Infanterie- Regiment Nr. 117 die 139 Mann zählende Lehrerkompagnie nach einer vierwöchentlichen Uebung entlassen. Am Schluffe der am letzten SamStag abgehaltenen Besichtigung hielt Herr Oberst Kutze eine Ansprache, in der er seine Befriedigurg ausdrückte sowohl über das musterhafte Benehmen, als auch über die vorzüglichen Leistungen bei den Schießübungen und der Inspektion. Herr Oberst Kutze war selbst früher 12 Jahre Lehrer und wies darauf hin, daß die Lehrer mit den Offizieren auf demselben Gebiete, dem der Volkserziehung, ihre Kräfte dem Vaterlande weihten; in dieser Hinsicht betrachte er auch heute noch die Lehrer als seine werten Kollegen, und er bitte sie, in Dorf und Stadt auch ferner unablässig weiter zu arbeiten an der Erziehung der Heranwachsenden Generation zur Arbeitstüchtigkeit und Zufriedenheit, zum Gehorsam, zur Liebe zum großen Vaterland und zu der Treue, die schon vor zwei Jahrtausenden ein besonderer Ruhm unserer Vorfahren war. — Könnten nicht auch anderwärts sich national gesinnte Männer zu gemeinsamer Arbeit ebenso offen die Hand reichen? Der an 100,000 Mann zählende deutsche Lehrerstand wird es bei seiner bekannten vorzüglichen Organisation und seinem energischen Streben nach Fortschritt an Entgegenkommen nicht fehlen lassen, wenn man auch anderwärts wie in Mainz die Bedeutung seiner Wirksamkeit voll anerkennt. Bingen, 8. November. Ein auf der hiesigen Rheinwerft lagerndes Faß Wein, welches mit dem Schiff an seinen Bestimmungsort weiterbefördert werden sollte, fand man heute morgen vollständig ausgelaufen. Die Thäter hatten das Fuderfaß umgedreht und nach Entfernung des Spundes auslaufen lassen. Der Schaden, welcher der betreffenden Speditionsfirma hierdurch entsteht, dürfte etwa 700 Mk. betragen. Krofdorf, 8. November. Dem Königlichen Oberförster Herrn Bus old hierselbst ist der Titel „Forstmeister" mit dem Range eines Rates vierter Klasse verliehen worden. Aschaffenburg, 8. November. Einen Selbstmordversuch machte gestern gegen mittag der erst vor kurzer Zeit von München hierher versetzte verheiratete Lokomotivführer Trösch. Auf seiner unter Dampf befindlichen Rangiermaschine stehend, versuchte er sich mit dem Taschenmesser den Hals zu durchschneiden, wurde aber durch das Eingreifen seines Heizers an der Vollendung der Thal gehindert. Die Wunde am Hals ist eine schwere, jedoch vorläufig nicht direkt lebensgefährliche. Als Motiv der Thal wird seine Versetzung zu dem hiesigen Rangierdienst bezeichnet. Bonn, 7. November. Die von Berliner Blättern (auch von uns) gebrachte Nachricht über ein angeblich gestern hier zwischen zwei Einjährig Freiwilligen des 160. Regiments vorgekommenes Pistolenduell mit tätlichem AuSgang beruht auf einem Irrtum. Universität und Hochschute. Ernannt r Der Privatdozent Dr. Eduard Sei er, Direktorial- Assistent am kgl. Museum für Völkerkunde in Berlin, zum außerordentlichen Professor; ihm ist die neuerrichtete Loubat-Profeffur für amerikanische Forschung übertragen worden. — Frl. Dr. Barbara T-deschi zum ordentlichen Professor an dem italienischen Gymnasium in Fiume. Frl Dr. Tedeschi ist der erste ordentliche Professor ihres Geschlechtes tm Gebiete der Stefanskrone. Verschiedenes: Im Festsaale der Universität Tübingen hat am 6. d. M. die akademische Preisverteilung stattgeiunden. Die Preise, welche für die von den einzelnen Fakultäten aufgestellten Aufgaben verliehen werden, bestehen in goldenen Medaillen. In der ev.-theologischen Fakultät erhielten Preise cand. theoL E. Günther, A. Leube und O. Kiefer. In der katholisch-theologischen Fakultät wurde em Preis an stud. tbeol. Feiel verliehen. Die juristische Fakultät verteilte drei Preise und zwar an P. Dollinger, P. Göz und R. Meyding. Die medizinische Fakultät hat über keine ihrer beiden Aufgaben eine Bearbeitung erhalten; ebenso die staatswiffenschaftliche Fakultät. Die philosophische Fakultät verlieh ihren Preis an stud. theol. E Fuchs, die naturwissenschaftliche Fakultät den ihrigen an Th. Schmierer. Der feierliche Akt wurde eingeleitet durch eine Rede des derzeitigen Rektors Professor Dr. Schanz über das Thema: „Universität und technische Hochschule." — An der technischen Hochschule zu Berlin ist Professor Dr. Hirschwald, der als Ordinarius für Mineralogie der Abteilung für Chemie und Hüttenkunde angehört, während des ganzen Winterhalbjahrs beurlaubt. Die Vertretung ist dem Privatdozenten Professor Dr. W. Müller übertragen worden. — Ferner wird aus Berlin gemeldet: An Stelle des bis Ende September 1900 beurlaubten Professors Frhrn. v. Herzogenberg ist vertretungsweise der Direktor Professor Robert Radecke mit der Leitung der zuständigen Meisterschule für musikalische Komposition betraut worden. — In Heidelberg findet am nächsten Samstag eine Trauerfeier für den verstorbenen Chemiker Geheimrat Bunsen statt. Geheimrat Curtius wird die Gedenkrede hatten. — Die Heidelberger Studentenschaft sammelt für die Hinterbliebenen der gefallenen Buren, gleich in den ersten zwei Tagen kamen 100 Mk. zusammen — Bei der letzten Kneipe der alten Burschenschafter in Berlin wurden zu dem gleichen Zweck 50 Mk. gesammelt und alsdann den Buren zu Ehren das Lied angestimmt: „Die bange Nacht ist nun herum." — In Dorpat sollen 200 Studenten, die die Kollegiengelder nicht erschwingen können, ausgeschlossen werden. Die bittere Armut ist auch erst mit den russischen Studenten in Dorpat eingezogen.________________ Kunst und Wissenschaft. Frankfurt a. M., 8. November. Heute mittag 12l/r Uhr wurde das königliche Institut für experimentelle Therapie eröffnet. Anwesend waren der Kultusminister Dr. Studt, Vertreter der Universitäten Gießen und Marburg, des bakteriologischen Instituts in Kopenhagen, ebenso Vertreter von Magistrat und Stadtverordneten. Oberbürgermeister Adickes übergab das Gebäude im Namen der Stadt und wünschte, daß dasselbe zum Segen der ganzen Menschheit gereiche. Der Kultusminister übernahm das Gebäude im Namen der Regierung und überreichte im Namen des Königs den Professoren Schmidt-Metzler und Weigert die Ernennung zu Ehrenmitgliedern des Instituts mit dem Titel Geheimer Medizinalrat. Der Dekan der Universität Marburg teilte mit, daß die medizinische Fakultät Marburg den Oberbürgermeister Adickes zum Ehren-Doktor ernannt habe und überreichte diesem das betreffende Diplom. Nachdem Oberbürgermeister Adickes gedankt hatte, hieß Geheimrat Schmidt-Metzler das Institut im Namen der Frankfurter wissenschaftlichen Körperschaften willkommen. Den Schluß der Feier bildete ein durch Zeichnungen erläuterter Vortrag des Vorsitzenden Professors Ehrlich über Immunität. _____________________ Arbeiterbewegung. Barmen, 8. November. In der Kesselschmiede von Silier und Jamart legten heute 100 Arbeiter die Arbeit nieder; sie verlangen Lohnerhöhung. Etwa 50 arbeiten weiter.____________________________ Krieskasten. N. P. hier. Die Angelegenheit eignet sich nicht für den redakttonillen TeU. Sprechen Sie Ihren Dank, Aufforderung rc. in einem Inserat aus. Außerdem nimmt die Redaktion — wie schon so oft betont — anonyme Eingänge prinzipiell, auch beim harmlosesten Inhalt, nicht an. r. 2 in B. Leider nicht brauchbar. Der Gedanke ist hübsch, doch die Veise mangelhaft. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 11. November 1899. Vorabend 43) Uhr, morgens 9 Uhr Haphtarah.Ertlärirrrg, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5M Uhr.___________________ Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 9. November. Der Kaiser hat dem Staatssekretär Grafen v. Bülow das Großkreuz des Roten Adlerordens verliehen und ihm die Insignien vor dem gestrigen Diner persönlich Überreicht. Berlin, 9. November. Zur Flottenfrage hört die „National-Zeitung", daß die Absicht besteht, in Gesetzesform auszusprechen, daß bis zu einem gewissen Zeitpunkte nach dem bekannten Plane bis zum Jahre 1917 die Flotte auf den im neuen Plane vorgesehenen Stand zu bringen ist, um so eine stärkere Sicherheit für die Durchführung des Planes zu erhalten. Die Vorlage dürste etwa im Januar an den Reichstag gelangen. Berlin, 9. November. Auch die Morgenblätter besprechen durchweg das neue Samoa-Abkommen in sympathischem Sinne. Berlin, 9. November. Der Kaiser wird heute nachmittag um 3 Uhr 10 Min. seine Reise nach dem Jagdschloß Letzlingen von der Station Wildpark aus antreten. Chalons, 9. November. Im hiesigen Feldlager fanden gestern nacht interessante Versuche mit Scheinwerfern zur Auffindung von Verwundeten auf dem Schlachtfelde sowie zur Beleuchtung militärischer Operationen statt. Die Versuche fielen befriedigend aus. London, 9. November. Nach einem Telegramm aus Portsmouth erhielt das fliegende Geschwader den Befehl, mit drei Schlachtschiffen und einem Kreuzer am 17. November sich bei Spithead zu versammeln, um den deutschen Kaiser zu empfangen. Em neuer Spielerprozest in Sicht? Berlin, 9. November. Die Aufhebung einer großen Spielergesellschaft, bestehend aus Buchmachern, Geschäftsleuten, Militärperfonen in Zivil und anderen Sportsfreunden, ist in Carlshorst von der Berliner Kriminalpolizei im Verein mit Organen der OrtsPolizei und der Gendarmerie vorgenommen worden. Im ganzen wurden die Personalien von 52 Beteiligten festgestellt. Zwei, bezüglich deren Angaben Zweifel bestanden, wurden in Haft behalten. Unter den Festgenommenen befindet sich auch eine Persönlichkeit, gegen die nicht weniger als 16 Anzeigen wegen Falschspiels bezw. gewetbSmäßigen Glücksspiels vorlagen. Samoa. Wien, 9. November. Die hiesige Preffe verhält sich dem Samoa-Abkommen gegenüber sehr reserviert. Die „Deutsche Zeitung" befürchtet, daß Deutschland durch dieses Abkommen sich die Hände in der Südafrikafrage nur noch mehr gebunden habe, als dies bisher leider der Fall gewesen sei. Das deutsche Volk habe bereits Stellung gegen England genommen, und mau könne abermals, wie schon oft, vor einer zu weitgehenden Freundschaft mit England nur warnen, da England sich stets hinterlistig gezeigt habe. London, 9. November. Hier zirkulieren Gerüchte, daß außer dem Samoa-Abkommen noch anderweitige Verständigungen zwischen Deutschland und England bekannt gegeben werden sollen. New-York, 9. November. Man kannte gestern noch nicht den genauen Wortlaut des zwischen Deutschland und England getroffenen Abkommens in Bezug auf Samoa. Hiesige Blätter veröffentlichen ein Telegramm aus Berlin, in welchem die Hauptpunkte des Vertrages mitgeteilt werden. Mehrere hohe Beamte des Auswärtigen Amtes sind über das Uebereinkommen interwiewt worden. Dieselben erklären, dieVereinigtenStaaten würden keine Schwierigkeiten gegen die Annahme des Uebereinkommens machen. Die amerikanische Regierung würde höchstens einige minderwertige Konzessionen fordern. Bom Kriegsschauplatz. London, 9. November. Ein Telegramm aus Durban berichtet, daß eine Truppen Abteilung von berittenen Freiwilligen Pietermaritzburg verlassen habe, um sich in nördlicher Richtung nach Eastcourt zu begeben. London, 9. November. Ein Teil der Blätter fordert energisch die Absetzung des Kapstadter Kabinettschefs Schreiner, wogegen ein anderer Teil der Presse dies für gefahrvoll hält, weil man dadurch die Afrikander vor den Kopf stoße und gegen England zur Opposition dränge. London, 9. November. Den letzten Meldungen aus Pietermaritzburg zufolge sind die Verluste der Engländer am vergangenen Freitag bei Ladysmith ebenfalls sehr groß gewesen. London, 9. November. Im englischen Kriegsamt war man gestern merkwürdig zuversichtlich und schien keinerlei Besorgnis bezüglich Ladysmith zu haben. Auch waren dieVorgänge um Ladysmith am Donner s- tag und Freitag noch nicht aufgeklärt. Nach Colenfo scheinen sich die Buren nicht in großer Stärke hineinbegeben zu wollen, entweder, weil sie dort eine Falle fürchten, oder weil ihre Truppen näher an Ladysmith gebraucht werden. Es steht nur ein schwaches Kommando in Colenso. London, 9. November. An Bord eines Transportdampf ers . fand gestern eine Explosion statt. Der Dampfer hatte Kavallerie und Artillerie an Bord und war auf Befehl des Kriegsministers noch zurückgehalten worden. Er sollte am nächsten Sonntag erst abgehen, um vorher noch Munition aufnehmen zu können. Infolge der Explosion ist es noch ungewiß, ob der Dampfer in See gehen kann. London, 9. November. Die Blätter sind darin einig, daß jetzt der gefährlichste Zeitpunkt für England vorüber ist, da die Landung der Bullerschen Armee nicht verfehlen dürfte, auf die Buren einen tiefen moralischen Eindruck zu machen. London, 9. November. Fünf Eisenbahnzüge mit Flüchtlingen sind nach einer Meldung aus Kapstadt aus Colesberg in Pietermaritzburg angekommen. Alle öffentlichen Gebäude und zahlreiche Privathäuser mußten zur Unterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden. London, 9. November. Ein Telegramm aus Prince- t own in der Kap Kolonie berichtet, daß die dortigen Buren durch eine deutsche Kompagnie aus Prätoria verstärkt worden sind. In der Kap Kolonie macht sich unter den Afrikandern eine Bewegung zu gunften der Buren bemerkbar. Las Palmas, 9. November. Der hier eingetroffene Kreuzer Hermes hat Befehl, alle verdächtigen Schiffe zu überwachen. Zahlreiche Kohlenschiffe kreuzen an den kanarischen Inseln und begeben sich nach Kapstadt. Ge-- rüchtweise verlautet, daß das englische Kanal-Geschwader nach Südafrika befohlen werden wird. Marseille, 9. November. In Algier und Tunis sind englische Werbe-Agenten eingetroffen, welche versuchten, gegen eine Prämie von 1500 Franks frühere Legionäre für Kriegsdienste in Südafrika anzuwerben. London, 9. November. Augenblicklich werden im Feldlager von Aldershot Vorbereitungen für Truppen- Konzentrationen getroffen. Es handelt sich zunächst um die Mobilisierung einer Division. Die Mobilisierung eines neuen Armee-Korps ist noch nicht definitiv beschlossen. Ball-Seiden-Rohe «l io,so und höher — 14 Meterl — porto- und zollfrei zugesandtI Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißer und farbiger „Henneberg-Seide" von 75 Pfg. bis 18,6h per Meter. 7326 G. Henneberg, Seiden-Fafrrikant (k. u. k. Hoti.) Zürich. i SchßllfiSCll©, Lieferung moderner Spiegel. Bleichen alter'Kupferstiche. Fachgemässe Arbeit — Schnelle Bedienung. 7918 bis H. Klotz, Mäusburg 17. 04079 7918 Der Bürgermeister. 7909 OOpOOOOQOOOOOOOOCeOCOOOO 6511 eben eingetroffen bei Probe in Steins Gölten 7912 Ludwigsplatz 13. [7911] Ludwigsplatz 13. 7240 billigst bei c. Röhr t Co Musikinstrumente Wilh. Wilhelmi. Musik* 7902 (Reffen), wenden. 7917 Ein mittlrrrr ^afiTfl^ranb liefe inmt maitj im gen verschiedenes Vermietungen -vkistkillermlilen ^iNpsehllWtN Gftene Stellen Vereine Zn verknusen Vans Golnche 1000 2000 5000 10000 find uns Grosses Lager moderner Leisten. 4. 5. 6. 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Paur. . G. Mann. . L. v. Beethoven. ArühNsche Hlniv.-Pruckerei, Sch»k,r»tze 7. C0000000000030000000000Q Giessener Konzertverein. Zweites Konzert Sonntag den 12. November 1899, abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Kammermusik-Abend. ausgeführt von der Pianistin Fräulein Mathilde Franke, und der Kammermusik-Vereinigung für Blas-Instrumente der Königlichen. Kapelle zu Hannover, den Kgl. Kammermusikern Herren Oley (Oboe)? Bolland (Klarinette), Klöpfel (Horn), Fedisch (Fagott). PROGRAMM. W Mch" s«w| owie prima Sauerkraut^mpstehlt „ |B u. brieflich gegen Monatsraten GMgk-WriiMm Kommenden Montag den 13. November d. I., nachmittags 3 Ahr, verpachten wir unsere in hiesiger Gemarkung gelegenen Aecker und Wiesen auf weitere sechs Jahre. Zusammenkunft bei dem Schiffenbergerthal. Gießen, den 9. November 1899. Karl Ludw. Leib jr. Hinter der Stadtkirche. 2 Kirchstrasse 2. Hinter der Stadtkirche. Samstag den 11. Nov., vorm. 10 Uhr, gelangen 2 Krümperpferde des Jnfanterie.Regiments Kaiser Wilhelm auf dem Hofe der neuen Kaserne meistbietend zur Versteigerung. 7904 Die Krümperverwaltung. 0<018] Em Samilienlogiä von drei A'U-° haB eine Soalition jwt angeftrebt we*, dl (otta. Llt bei mMnN in M-drid unb iP daß die genannten fanb tu »ertreten h- im »eintet unb aber die M"* md heute benft eigen hat man bie brti wla der Feindseligkeiten i: Jede solche Inte lichen Mcksichten erst irr nchn WM Mächte zur BerteW anzubieten. Aber s zu geschehen, welche teresse haben und d> teien besonders nah Frankreich und Spc und aus diesem Gr, Einmischung von voi gering gewesen. K stellt, daß ein Inte Haupt bestanden hab, Od im bisljerigt England unb bin Au Beilegung gemacht rot gemeldet, daß Englan ÄMchMM dn mit Transvaal angev haben anscheinend qi vorgebrachten Grün! schon früher ausgesi konserenz einen arge blick in die Zukunst bestrebungen sehr ge rs sehr wohl an der Ion!) mehr befreund ^den, dem Arie, Eliten hierzu nicht Sroßter Aussicht au an dem Ausgan totnig interessiert, O 2 »to eine schön, routtie, und es ents er von Beginn an » in dem fiii ifi Me babiuA gelänge, ", segnen mii|f, ppittrintmn, eie 6« '^N-dnnk! errei ''""Treib-, ! Von betprffori" beraer m. an, | b«6 bt!ibJ ™«solch U'-b-< 5 $91. ^den 4 fltt Z. "figen b-Z