"tag: et o s 1 & 9 V, I I r § s> M. 109 Zweites Blatt Mittwoch den 10. Mai 1899 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt für den Tiveis Gieszen. Ae-ugspret« vierteljährlich 2 Mark 90 Pfg. »«oaülch 75 Pfg. ■Hl Briirgerloha. ■ne^me von ««zeige» zu der Nachmittag« für der» h^ibea Lag erscheinende« Nummer bi» vor». 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittluu-Sstellen de« In- und LuslanbeS »ehmen Anzeige« für bca Gießener Anzeiger enkgege«. vei Postbezug 2 »ark 50 Pfg. vierteljährlich. trtfttid ttgNch yt Ausnahme de« Montag«. Die Gießener 8««Hte*ICatftr Werben dem Anzeiger «t^ntlich viermal beigelegt. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische UolKsKunde. stedaktion, Expeditton und Druckerei: Kch»kstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Keich. Lerlw, 8. Mai. Der Kaiser nahm auf Schloß lllmillr heute vormittag die Vorträge des Chefs des Militär- A«biilestts Generals v. Hahnte und des Chefs des Civil- ÄWildB Dr. v. LucanuS entgegen. 8S Monarchen bereits wieder so weit gehoben, daß er hemle rwrmittag einen Spaziergang unternehmen konnte. D!i>t Kaiserin wohnte am gestrigen Vormittag mit ihrem GÄsolge dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Kanzel bei. Heute vormittag machte die Kaiserin einen SZsmMritt. Bon heute ab find Ausflüge auf die Schlacht- feltor, Truppenübungen und Truppenbesichtigungen in AuS- ficH genommen. An einem der nächsten Tage wird sich der KcW auch in Begleitung der militärischen Herren seines GMgrS speziell nach dem Schlachtfelde von St. Privat beugten, um dort den Platz für das Denkmal für das 1. Harde-Regiment zu Fuß zu bestimmen. Der Aufenthalt de:r kaiserlichen Familie ist bis zum 13. d. M. vormittags in lMßicht genommen. Feuilleton. Briefe aus der Aesidenz. (Origtnalbericht für dm „(Siebener Anzeiger*.) (Nachdruck verboten.) XII. Konzert zum Besten des Alice-DeukmalS. Abschiedsfeste im Hottheater. Sin Elitekonzert war es in der That, das am 1. Mai imrAtheater unter Leitung des Hofkapellmeisters Willem de h«an stattgefunden hat, auserlesen nach Programm, wirr Ausführung. Aber die Teilnahme seitens des Publikums, beca feigere Erfolg entsprach durchaus nicht den gehegten ErnMilvmgen. Selbst die Mitwirkung eines so hervor- ragqsiöem Künstlers wie des Pianisten Herrn Max Pauer auL- Stuttgart hat dem Unternehmen kein volles Haus zu sicMm vermocht. Woran lag das? An den Vorbereitungen, an c 8it nur oberflächlichen Propaganda, an dem gewählten ZentMlt? Es wäre ganz irrig, aus dem spärlichen Besuch de«! Smartes die Auffassung zu schöpfen, als sei der Ge- banuEt einteS Alice-Denkmals in der Bevölkerung kein populäre Das Bild der höchstseligen Großherzogin ist keines- wecqs dem Andenken der gegenwärtigen Generation entrückt, —"-iwGegenteil, heute, im Licht der modernen Frauen- dewMn.z haben seine Farben an Glanz gewonnen; denn erst! j($t ist man imstande, zu begreifen, was es auf sich hatllik, im den 70er Jahren von wirtschaftlicher Selbständig- keitii in Krau sprechen und erweiterte Frauenbildung an- itrerofiL War die Prinzessin Alice mit ihren Reform- geblMikni auch nicht der deutschen Frauenwelt im allgemeinen Berlin, 8. Mai. Wie der „Dost. Ztg." auS Siel geschrieben wird, wird der Kaiser am 16. Juni in Brunsbüttel an Bord der „Hohenzollern" gehen, um den Regatten des Norddeutschen Regatta-Vereins in Cuxhaven beizuwohnen. Am 21. Juni wird das Kaiserpaar in Kiel eintreffen und während der „Kieler Woche" dort verweilen. Am 4. Juli tritt in Travemünde der Kaiser an Bord der „Hohenzollern", die von dem Kreuzer „Hela" begleitet wird, die Nordlandreise an, während die Kaiserin auf der Segelyacht „Iduna" nach Kiel zurückkehrt. Berlin, 8. Mai. Hof und Gesellschaft. Aus Anlaß der 150jährigen Wiederkehr des Tages, an welchem die fürstliche Familie Thurn und Taxis ihre Residenz von Frankfurt am Main nach Regensburg verlegte, verlieh der Prinzregent von Bayern dem Fürsten Albert von Thurn und Taxis den Titel eines Herzogs zu Wörth und Donaustauf. Berlin, 8. Mai. Das Abgeordnetenhaus hat heute die Staatsverträge zwischen Preußen, Bremen, Braunschweig und Lippe betreffend Kanalisierung der Weser von Hameln bis Bremen in erster Lesung beraten und die Vorlage der Kanal-Kommission überwiesen. Es folgte alsdann die zweite Lesung deh Volksschullehrer-Reliktengesetzes. Das ganze Gesetz wurde nach den Beschlüssen der Kommission unter Ablehnung einer Reihe von Anträgen aus dem Hause angenommen. — Nächste Sitzung Mittwoch 11 Uhr. — Evangelisch-sozialer Kongreß. Die Tagesordnung für den 10. evangelisch-sozialen Kongreß, welcher in der Pfingstwoche in Kiel abgehalten wird, ist in folgender Weise festgestellt: 1. Mittwoch den 24. Mai: a) nachmittags 4 Uhr: Geschlossene Sitzung des Ausschusses im Hotel Germania am Bahnhof; b) abends 8 Uhr: Oeffentliche Begrüßungsversammlung in Wriedts Etabliffe- ment (Sophienblatt). 2. Donnerstag den 25. Mai: a. Früh 9 Uhr: Bei Wriedt. 1. Eröffnung des Kongresses durch den Vorsitzenden Landesökonomierat Nobbe-Berlin. 2. Jahresbericht des Generalsekretär. 3. Erstes Referat: Das Verhältnis der lutherischen Kirche zur sozialen Frage (Referent Professor Dr. Kaftan-Berlin); b) nachmittags 3 Uhr: Bei Wriedt. Zweites Referat: Das konstitutionelle System im Fabrikbetriebe (Referent Fabrikbesitzer Heinrich Freese- Berlin) ; c) abends 8 Uhr: Bei Wriedt. Volksabend mit besonderem Programm. 3. Freitag den 26. Mai: a) Früh 9 Uhr: Bei Wriedt. Drittes Referat: Wandlungen des Bildungs-Ideals in ihrem Zusammenhänge mit der sozialen Entwicklung (Referent Profeffor Dr. Friedrich Paulsen- Berlin) ; b) nachmittags 2 Uhr: Bei Wriedt. Erste Spezialkonferenz : Die bisherigen Ergebniffe des Frauenstudiums in Deutschland und seine voraussichtliche Entwicklung (Referent Frl. Dr. Käthe Windscheid-Leipzig. — Zweite Spezialkonferenz : Vorschläge zur Neubelebung der evangelischweit vorangeeilt, so jedenfalls den Kreisen chrer Residenz, in welchen ganz andere Jntereffen herrschten, und die deshalb der warmherzigen und hochgesinnten Fürstin mehr aus anerzogener Loyalität, als aus innerer Ueberzeugung Heeres- folge leisteten. Im Grabe ist dann diese Fürstin, die vor allem Landesmutter sein wollte, thatsächlich gewachsen, und die Stiftungen, die sich an ihren Namen knüpfen, hat man zu erhalten und auszubauen gesucht, nicht etwa nur aus Pietätsgründen, sondern weil das gebieterische Machtwort einer neuen Zeit, von welcher die ihrem ausgedehnten Wirkungskreise allzufrüh entrißene Großherzogin nur die schwache Morgenröte sehen sollte, zu ihren Gunsten sprach. Deshalb war der Gedanke eines Monuments für Großherzog in Alice, der zuerst im Kopfe der Freifrau von Heyl in Worms reifte, die auch sofort für ihn eine eifrige propagandistische Thätigkeit entfaltete, ein durchaus zeitgemäßer. Aber, wie das immer in kleinere» oder größeren Gemeinwesen zu geschehen pflegt, so auch hier: es braucht nur jemand eine Sache von allgemeinem Jn- teresie anzuregen und zur Beteiligung aufzufordern, sofort melden sich auch Leute, die „dagegen" sind, sehr selten aus prinzipiellen Gründen, sondern einzig darum, weil andere „dafür" sind. Und so kommt es denn zwar z» keinem aktiven, wohl aber passiven Widerstand, der eigentlich fataler ist, als ersterer, weil er die Lauheit der Stimmung erzeugt. So verrennt man sich z. B. in das Dogma: Großherzogin Alice hat ihre „lebenden" Denkmale in ihren beiden Stiftungen: Alice-Hospital und Alice-Schule, was bedarf- da noch eines Monuments aus Stein?! Ganz gut? Aber das eine schließt doch wahrhaftig da- andere nicht aus! Wenn man jenen Gesichtspunkt als maßgebend erklärte, wäre sozialen Konferenz in Schleswig-Holstein (Referent Pastor I. Kähler-Stellan); c) nachmittags 5 Uhr: Fahrt in See und zum Nord-Ostsee-Kanal. Saarbrücken, 8. Mai. Der Bergarbeiterstrike in Klein-Rosseln gewinnt an Ausdehnung. Zur heutige» Frühschicht fuhren von 2000 Bergleuten nur 267 an. Dasselbe Verhältnis ist für die heutige Nachtschicht z» erwarten. Eine für gestern geplante Versammlung der Bergleute durfte wegen verspäteter Anmeldung nicht abgehalten werden. Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. Ausland. Wien, 8. Mai. Wie das „Fremdenblatt" meldet, reist Graf Thun mit dem Finanzminister Kaizl heute nachmittag 'nach Budapest, um mit der ungarischen Regierung wegen des Ausgleichs zu verhandeln. Brünn, 8. Mai. Der deutsch-nationale Verein für Witkowitz und Umgegend wurde behördlich aufgelöst. OlmLh, 8. Mai. Die March ist aus den Ufern getreten; der große Exerzierplatz ist Überschwemmt. Jägerudorf, 8. Mai. Die Oppa ist ausgetreten. Große Strecken sind überschwemmt. Die Oppa-Negulie- rungs-Arbeiten haben großen Schaden erlitten. Prag, 8. Mai. Heute nacht wurde der Rechtshörer an der deutschen Universität Josef Grohrner, welcher mit drei Studenten aus dem Stadthause nach Hause ging, ohne besondere Ursache, nur weil er sich deutsch unterhielt, von tschechischen Burschen Überfällen und durch fünf Messerstiche schwer verwundet. Asien. Der Text der neulich zwischen England und Rußland gewechselten gleichlautenden Noten betreffend China ist veröffentlicht worden; es werden dadurch die bereits bekannten Einzelheiten über die beiderseitigen Eisenbahngebiete in der Mandschurei und dem Jangtse-Gebiete bestätigt. Die Noten besagen, England und Rußland seien von dem ernsten Wunsche beseelt, in China jeden Grund zu einem Konflikt in solchen Fragen, in denen ihre Jntereffen sich begegnen, zu vermeiden. „Die beiden Mächte wollen, wie es in den Noten weiter heißt, keineswegs die Souveränitätsrechte Chinas oder bestehenden Verträge in irgend einer Weise stören. Der übereinstimmende Wunsch der beiden Mächte, alles abzuwenden, was Verwicklungen verursachen könnte, wird als geeignet betrachtet, den Frieden im fernen Osten zu befestigen und den Interessen Chinas zn dienen." Males und Proonmsttes. § Aus dem Ohmthal, 8. Mai. „Es blüht das fernste, tiefste Thal; das Blühen will nicht enden." Trotz uu- es ja auch im höchsten Grade überflüssig, einem Liebig, Vogler, Mozart, Wagner Denkmale aus Stein oder Erz zu setzen, denn sie leben doch erst recht iu ihren „Werken" und „Schöpfungen" fort. Dann müßte man sich also stets nur auf die Verewigung von Heerführern und Kriegsheldeu beschränken. Vor allem aber möchten wir an den tieferen Sinn der Denkmalssetzung erinnern. Gewöhnlich geht die Meinung dahin, daß es sich in solchen Fällen allemal um die Ehrung des Verstorbenen handle. Das ist aber nur zum Teil richtig. Die tiefere Bedeutung der Monumente, welche unsere öffentlichen Plätze und Ruhmeshallen zieren, ist eine pädagogische, nacheifernde, anspornend für die Mit- und Nachwelt sollen sie wirken, diese beredten Bilder und Inschriften! Ja, das sollen sie wohl, wendet man uns ein, aber thun sie das auch? Au was gewöhnt das Auge sich schneller, als an so ein Standbild! Der Einheimische schaut es kaum noch an, eS ist schließlich nur für die Fremden, für die Passanten mit dem „roten Bädecker" in der Hand da. Ja und Nein! Gewiß, im Treiben des Tages, in dem lauten Hin und Her des Verkehrs kommt eS kaum zur Geltung. Aber man gehe nur einmal zu vorgerückter Nachtstunde über einen der großen Stadtplätze, wenn der Lärm und die mannigfachen Geräusche des Tages verstummt sind und das feierliche Schweigen den architektonischen Formen und stillen Standbildern eine eigene, beredte Sprache leiht. Flutet dann vielleicht noch so ein sanftes, geisterhaftes Mondlicht über die wuchtigen Mafien einer alten Kirche ober die klare» Profile eines Denkmals, so werden sie plötzlich um die Geisterstunde wach, die stummen Zeugen einer großen Ver- ßnwwtMlese HWerben Möbel Warnen« 101738 andere der Der A. Schiffarth. ge- ge- 1884 84 21 4 62 rslur «Flur »Flur ÜFlur der vierte Teil der Jahrhundertzahl Ordnungszahl des 1. Januar Jahreszahl i/4 derselben 1/< der Jahrhunbertzahl Ordnungszahl ab die Jahrhundertzahl der vierte Teil der Jahrhundertzahl Ordnungszahl des 3. März Minus 1 Ab die doppelte Jahrhundertzahl Ittüllg dM «ktzEagK ’ |oHen au| dem W l den Erben des Lu den ßäuferti 8 Nr. 136 - daselbst, 5 Nr. 355 - den Padberg 5 Nr. 160 - Sa. 171 36 Universitäts Nachrichten. ^„"/urg. Die hiesige Universität wirb in diesem Sdwmn« jcht erreichte ^5 studierenden besucht. Es ist dies die höchste bi, Aer.t^m-^delberg Geheimrat Kußmaul und die ander". Snn Äih* >?' n f e n behandeln, hegen, wie die Allgemei, e biI Hoffnung, daß ihr Patient den letzten schweren h#iCa?Ima äumaIc. glücklich Überstehen werde, wenn sich 211Iter bcS Krankm nichts mit Bestimmth oorausiagm taste. d-r mTÄ mxt ^lr Äu2o8m,m 01 Wagner'schen Kunstinstltut J*' Herr A. Rabus, wurde wegen Krankh.il ”, dauernden Ruhestand versetzt. Die Kustosst.-lle werdm. 3nß tut; fDU in Zukunft einem Assistenten übertragen Seit einigen 3-hren macht sich du ganz be= bem«fbhar aÄChWUI!Ä ,nfbcr Frequenz der hiesigen Hochschule bemerkbar. Nachdem schon im vorigen Sommersemefter eine Zu- nahme von annähernd 100 Studenten zu verzeichnen war, ist tu . >em Sommersemester eine abermalige Zunahme von dieser Höbe ^treten, sodaß die Besuchsziffer wohl die Zahl 1500 erreiche« ♦ e Aubl der neu htnzugekommenen Studierenden beträkl iu?Lt^-rÄEsonderS stark an der Zunahme der Frequenz ist die imtsttfche Fakultät beteiligt. I Wismar gehörigen, ii I Siegen gelegenen ®n 3 Nr. 135 - . Krofdorferlve s Flur 44 Nr. 232 - ber Sittemu, j |lur 44 Nr. 233 - bafelbft wimalS freiwillig t Mkigcn werben. Bietzen. 8. Mai 1899. vrisgeriö $6r vnf&p111 Zw»0? 1 Sebinsung«' , „jttaji wn 3 bii i Berwaltung^urW Offerten, vttW ■■ sprechende Anfschri -bis zaor 24. ! vormittags 1* : erwähnten Bureau Die Zuschlagsfrist Gießen, den 4.5 Gic ch- D der chimgisch Safi zahlreich gemeldeten auswärtigen Vereinen zu meffen, und die langst begonnene schwere Vorarbeit läßt auch erhoffen, daß unsere Ruderer mit Ehren bestehen werden. Die ganze Anlage dieses sportlichen Wettkampfes und die freudige An- I teilnahme, welche derselbe in allen Kreisen gefunden, laffen I vermuten, daß die heurigen Ruderwettkämpfe zum klassischen I Rennen sich gestalten werden und im Hinblick auf einen so- I eben tm „Wassersport" erschienenen Artikel: „Der Ruder> sport m Bayern" drängt sich die Frage auf, ob es nicht möglich wäre, Schweinfurt zu einem permanenten Regatta- I P| äu gestalten. Diese Frage muß nach jeder Richtung I ff« fr-eIbcnA^ N.icht nur' baß unsere geradezu ideale Wasserfläche Schweinfurt als Regatta-Platz wie kaum eine andere Stadt geeignet erscheinen läßt, auch unsere allem I sportlichen Streben holde Stadtvertretung und Bürgerschaft I und die günstige Lage unserer Stadt als Zentralpunkt der I bedeutendsten Verkehrswege prädestinieren Schweinfurt zum I Sportplatz. Der Umstand, daß die bayerischen Bahnen den I Transport der Rennboote auf dem Deck der Personenwagen I gestatten, und den Vereinen keine nennenswerten Kosten für | Boottransport erwachsen, erleichtert bei den günstigen Bahn- ! | Verbindungen unserer Stadt die Teilnahme der Rudervereine I vom Rhein und der Donau. So sind alle Bedingungen gegeben, Schweinfurt zu einem Zentralpunkt deutscher Ruderer zu gestalten, einen Stütz- und Mittelpunkt für einen Sport zu schaffen, der just wie das Turnen und schwimmen, das Reiten und Fechten, die Körperkraft erhöht, die Gesundheit kräftigt, die Geschicklichkeit vermehrt. ' 9n Sondnzug nach Oberitalieu. Am Pfingst-Samstag, o01 Mm geht ein Sonderzug über die Gotthardbahn ab I tu^ern nach den verschiedenen Stationen der oberitalienischen I Seen zu sehr ermäßigten Preisen (Mark 13. 60 = ftr. 17 tn m.jgaffe und Mark 20 = Fr. 25 in II. Klasse), I °°Is°n Teilnehmer innerhalb 10 Tagen mit beliebigen fahrplanmäßigen Zügen zurückfahren können. Zu diesem Sonder- I zuge werden zugleich für fünfzehn verschiedene Routen kom- I bimerte Billets für Logis und Verpflegung, einschließlich I ®CWI' in diversen Hotels, sowie für Dampferfahrten auf deni Lago maggiore, dem Lago die Como und dem Lago | 01 Sugano, ferner für die Eisenbahnfahrten auf den Italien. I Mittelmeerbahnen, der Mailänder Nordbahn und den in I §etva^,t,rlmmenben Bergbahnen zu ebenfalls sehr reduzierten I Pr°'s°n (sch°n von Mark 48 = Fr. 60 an, einschließlich rt aus der Gotthardbahn) ausgegeben. Nähere Aus- I tunft erteilt das Internationale Reiseburcau in I Basel. Vermischtes. * Schweinfurt als Regatta-Platz. Die am 16. Juli ds. bahier stattstndende Zweite Fränkische Verbands- und Mernationale Regatta beschäftigt die verschiedenen Ausschüsse andauernd, doch ist im großen und ganzen alles, was ä“r. würdigen Ausgestaltung der Regatta geschehen kann er- 3* Wenn auch die derzeitige Witterung nicht dazu an- gethan ist, dem Rudersport in ausgedehntem Maße zu huldigen, so entwickelt sich dennoch allabendlich ein lebhaftes Jrei&en zwischen geübten und ungeübten Ruderern auf dem Es treten bereits die Mannschaften zusammen, welche berufen fern werden, in den bevorstehenden Kämpfen dieses Jahres für die Ehre der Klubfarben einzutreten und wird die Regatta auf unserer herrlichen Wasserfläche unseren wackeren Ruderklub „Franken" gerüstet finden, sich mit den L bleibt 135 „ durch 7 = 19; bleibt Rest 2; . o. -vcarz 1884 ist somit ein Montag. Kann man die doppelte Jahrhundertzahl von der erhaltenen Summe nicht abziehen, so zieht man letztere von der doppelten Jahr- hundertzahl ab und dividiert den gefundenen Unterschied ebenfalls mit 7. Die Zahl, welche den gefundenen Rest aus 7 ergänzt, ist die Ordnungszahl des gesuchten Wochentages, z. B.: Der 1. Januar 1901: Die letzten zwei Stellen der Jahreszahl der vierte Teil I . — Der neue doctor rerum technioarwe. Die beutid&en technischen Hochschulen gehen mit der Absicht um, eine nm Jnftitutton -u schaffen, wonach man auch an technischen Hochschulen be" ^"?orgrad erwerben kann. Es hat sich der Mißstand heraus- gestellt, daß bislang diese Studierenden nach vierjährigem Studium an technischen Hochschulen wiederum eine neue Untversttät besuchen muffen, um dort das Doktorexamen machen zu können. DU 83er» E» Jenen, entgegm anderweitiger Blättermelbuug, sämtliche deutsche Hochschulen teilnehmen, gehen dahin, bafc die Iranischen Hochschulen ermächtigt sein sollen, einen doctor renun techei- carum zu verleihen für sämtliche Lehrfächer, für Architektur, Jn- genleurwesen, Hütten- und Baukunde, sowie Chemie. Das tarnen ronb nicht gerade leicht gemacht werden. Vorbedingungen zur Erlangung deS Doktorhutes sind Maturität, vierjähriges Studium auf einer deutschen technischen Hochschule, Diplomexamen und zum Schluß noch ein besonderes Doktorexamen. Es soll durch dieses einheitliche System den Uebelständen, die betreffs der Doktorexamina an gewissen emßerpreußtschen Universitäten eingeriffen sind, vorgeb'Ugt werden. Die Verhandlungen find noch nicht über d.S erste Stadium hinauS- gediehen; sollte die beabfichtigte Neuerung die Genehmigung der einzelnen Bundesfürsten erlangen, so würde damit auch in dieser Beziehung die Ebenbürtigkeit der technischen Hochschulen mit den Unioersttäten anerkannt werden. I Ansichtspostkarten. Im Jahre 1897 find im o?», poftgeBiet 421 Millionen Stück Postwertzeichen zu 5 «- | abgefegt worden gegen 352 Millionen im -labre I Hieraus ergibt sich eine Steigerung um 69 Millionen St ' d°s sind 19,2 pCt, während bei allen übrigen I Zeichen nur eine Steigerung um 5 pCt. ftattaefunhpl ! I Der Mehrverbrauch an Freimarken zu 5 Pf/ entföHt I grogcn Tetl auf die Frankierung von ungestempelten ' tatten, was auch daraus hervorgeht, daß an Postkarte/^ eingedrucktem Wertzeichen im Jahre 1897 nur 10 Milli-.. I Swck im Werte von einer halben Million Mark mehr im ^ahre 1896 abgesetzt sind, während die iottoeii» aus der Postkartenbesörderung auf 22,8 Midiomn « gegen 20,4 Millionen Mark im Vorjahr, also um^ ^lö!Snat^arf ^efttegen ist. Zweifellos ist diese Steiqerui des Postkartenverkehrs zum großen Teil der Versindu von Ansichtskarten zuzuschreiben, die ihren Höhens I ?-D(V”!™r Uicht erreicht zu haben scheint, -UM 1 die Ansichtskarte sowohl hinsichtlich der künstlerischen L 1 m brrCr technischen Ausführung nicht nur eine aufo ordentliche Vollendung, sondern auch die reichste Vielseitig,, aufweist. Wie groß die Freude an Ansichtspostkarte^ 6^111 barau5, bafe im Sommer 1898 beispielsweise «2Qi5enfmaI auf dem Niederwald 216,000 Rartt) (1896: 128,000, 1893: 13,900), vom Kyffhäuser 168 fine (1886 148,000, 1893 14,000), von der Bastei in' sächsischen Schweiz 154,000 (1896 77,000, 1893 51000 von der Wartburg 146,000 (1896 117,000, 1893 64W vom Brocken 144,000, (1896 119,000, 1893 80,000) ber Schneekoppe 139,000, von ber Rudelsburg 57000 Dom aften Schloß in Heidelberg 45,000 u. s. w. PosttaN(k abgesandt worben sind. Diese Zahlen stellen zwar nm einen geringen Bruchteil bes Gesamtverkehrs mit Ansicht farten bar — benn Ansichtskarten gibt es jetzt säst in b?a entlegensten Dorf, und ihre Gesamtzahl mag viele Millionen betragen —, immerhin aber geben sie ein Bild von bei großen Bebentung, bie bas Ansichtskartenweseu für bet Postverkehr gewonnen hat. Diese 6 von ber hoppelten Jahrhunbertzahl 38 abgewogen, bleibt 32; geteilt durch 7 bleibt Rest 4; dieser wird auf 7 ergänzt durch 3, also ist bie Orbnungszahl des gesuchten Wochentages 3, d. i. Dienstag. - 2. Eine andere Methode: Man addiert die Jahreszahl, den 4. Teil der- selben, den 4. Teil der Jahrhundertzahl und die Ordnungszahl des betreffenden Datums. Von dieser Summe sub- trahiert man die Jahrhunbertzahl und teilt dann mit 7. ™ Ibst ist die Ordnungszahl des gesuchten Wochentages. Bei Schaltjahren wird der Februar für 29 Tage gezählt, lUngszahl um 1 vermindert. Zum Beispiel: Der 3. März 1884: günstiger Witterung stehen nun mit einemmale die Obst- bäume im reichsten Blütenschmuck. Das seit gestern einae- tretene warme Wetter hat die einzig schöne Blütenpracht hervorgezaubert. Lange genug warteten die Blütenknospen des aufschließenden warmen Odems. Längst schon, waren sie zum Aufblühen bereit. Eben dieses Zurückhalten der Baumblüte bringt nun die ganze Blütenpracht beieinander, ^n anderen Jahrgängen waren Kirschen und ^wetschen längst verblüht, wenn Birn- und Aepfelbäume ihre Blüten öffneten, Heuer aber blühen die Obstsorten alle zu- sa mm en. Der Blütenansatz ist hier bis auf die Apfel- . lute ein sehr reicher. Vor allem stehen die Zwetschenbäume c> ^ucetgem Flor. Auch im vorigen Jahre war das der Fall, aber die damaligen Regengüsse wuschen die Blüten aus und es gab hier keine Zwetschenernte. Nur in anderen Gegenden, wo die Zwetschen zur Zeit genannter Regengüsse hatten, erfreute man sich einer ungewöhnlich guten Zwetschenernte. Hoffentlich ist in diesem ^ahr unseren Gegenden eine solche beschert. Da es hier auch im vorigen Jahre wenig Birnen gab, so sind die Aussichten auf bessere Erträge, wenn nun das Wetter hilft, be- rechtigt. Reichlich ist nun der Tisch für die armen Bienen gedeckt, die wie der Landmann nicht hinaus ins Feld konnten. Mit den Obstbäumen zugleich blüht jetzt auch der Wintersamen (Raps), der unseren Bienen die eigentliche Haupt- , ^acht im Frühling liefert. Zwar stehen noch die „Eis- i männer" vor uns, aber nach so spät eingetretener Wendung im Wettercharakter steht ein gelindes Regiment der „Gefürchteten" zu hoffen. E. Echzell, 8. Mai. Endlich scheint es Frühling werden zu wollen! sprachen viele Leute, die aus der Umgegend I herbeizogen, um unseren Maimarkt zu besuchen. Die I Wetterau sah ganz anders aus von Hellem Sonnenschein I bestrahlt, als seither, wo uns nur kalte Regenschauer und I ruhle Nordostwinde über die Dächer sausten. Heute vor- I mittag fand Viehmarkt, speziell Schweinemarkt statt, der I sehr gut befahren war, so daß nicht ganz aufgeräumt I wurde, weil die Verkäufer auf hohe Preise hielten, die auch I meistenteils erzielt wurden, ähnlich wie in Reichelsheim und I Uledberg: 35 bis 42 Mk. das Paar Milchferkel und 50 60 bis 80 Mk. und höher für Einlegschweine. Heute I nachmittag findet Krämermarkt und heute abend findet I Tanzvergnügen statt. - In unseren Feldern sieht es sehr befriedigend aus. Die Aepfelbäume fangen an, in Blüte I |u treten. Es ist hohe Zeit, daß wir jetzt warme Witterung bekommen, sonst ist zu befürchten, daß die Blüte, die seit zwei Wochen nicht recht vorwärts konnte, Not leidet. n. Stade«, 7. Mai. Gestern sand hier, da die Amtszeit des seitherigen Bürgermeisters abgelaufen war, Bürger- meist erwähl statt. Die Beteiligung an dem Wahlakt mar eine sehr rege, denn es stimmten 88 Prozent der Wahlberechtigten ab. Der - seitherige Bürgermeister Braun wurde mH Einstimmigkeit wiedergewählt. Damit hat die Gemeinde bewiesen, daß sie die großen Verdienste ihres seitherigen Oberhauptes um das Gemeindewohl zu würdigen weiß. Abends brachte die ganze Gemeinde dem Neugewählten einen Fackelzug, bei dem auf ausdrückliches, allseitiges Verfugen der hiesige Lehrer die Verdienste des Bürgermeisters hervorhob und den Glückwunsch der ganzen Gemeinde aussprach. ~ e.i”e8 gegebene« Datums aufzufinden. De- FrakNsche Wegweiser", Würzburg, gibt nachstehende ^etMcn: i. Man addiere zu den letzten zwei Stellen der Jahreszahl den vierten Teil derselben, ferner den vierten t der Jahrhundertzahl und die Ordnungszahl des ge- gebenen Monatsdatums. Brüche werden nicht beachtet, im Schaltjahr wird ber Februar zu 29 Tagen gerechnet, aber Die Ordnungszahl um eine Einheit vermindert in Rechnnna gebracht. Von der erhaltenen Summe wird das Doppelte der ^ahrhundertzahl subrahiert und die erhaltene Differenz mit 7 dividiert. Der Rest ist die Ordnungszahl des suchten Wochentages. Z. B. für den 3. März ' ftaltet sich die Rechnung wie folgt: Die zwei letzten Stellen der Jahreszahl der vierte Teil gangenheit — und den einsamen Wanderer streift der Schauer der Ewigkeit, er fühlt sich plötzlich als das Glied einer langen Kette historischer Notwendigkeiten, und aus St“ibEn Crttm^ " geschichtlichen °"!^nden wir auch den Plan eines Alice- LenkmalS, für den wir bereits an anderer Stelle von V fr °?tler Herzenswärme eingetreten sind, als reinen Luxus, sondern als etwas, das die Frauen des Groß- herzogtums Hessen sich selber schuldig sind B Atzten T heaterabende in dieser Saison ern- pfingen ihre Hauptanziehungskraft durch den Abschied nahmen VDn Künstlern vom hiesigen Publikum Dann folgten Frl. Anna Ethel, die sich nach fünf- undzwanzigjahnger Thätigkeit noch einmal in d^ outnerten Partie der „Irmgard'^ in Verwandten" zeigte, und Herr Dtthprt "Zärtlichen ReMeur de? Lustspiels^der sn"einer Lgemolle de gleichen Stücks („Schümmerich") den Darmstädtern Lebewohl Die Soubrette Frl. Frank trat zum lefctenmale nT& Ä^ert^a" m dem musikalischen graziösen Einakter Die Nürnberger Puppe" auf, wogegen sich die Altistin Frl Reumeyer und die Koloratursängerin Frau Pfeiffer' Rißmann in den dankbaren weiblichen Hauptrollen der Flotow scheu „Martha" verabschieden konnten. -soll. grttmrtur, Mißenschast mck Kmiß. — Lexikon der Meiall-Technik. Handbuch für allr ®t- senden und Künstler auf metallurgifchem Gebiete. Enthikkmd Scht derung der Eigenschaften und der Verwertung aller gewnb- wichtigen Metalle, deren Legierungen und Verbindungen. Unter Mitwirkung von Fachmännern redigiert von Dr. Josef Bersch. Da» Werk erscheint in 20 Lieferungen zu CO Pfg. Die Ausgabe erfolgt in zehntägigen Zwischenräumen. (A. HartlebenS Verlag in Wen.) Von diesem eigenartig angelegten Werke, welches eine Darstellung der gesamten Metall-Technik umfaßt, liegt und daS erste Heft vor. 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