icht ab. i-zt fcann, 74. ' IWHI Ml aniuwliw. uw vtUvVung, biyA Mtzeu MSm«! KlM W h. t im Waf k i. $ob, H*v herrenkMllH ti nenfarten 30 Pirn RestMLimr t mM zmen ßailenbt1- rlen, Vefchlltü re. MW Er enbarb^mV , Mur^rz. k.ßM ooooo» OStVUÄ®6, ies ei' dtstrasse. SS-* Nr. 35 Erstes Blatt. Freitag den 10. Februar Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. ZSejugsprei, vicrleljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn. Rnnahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstelKn de- In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich cm Ausnahme des MoutagS. Die Gießener AamitieuvkStter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. An»tr« und Anzeigsblatt für den "Kreis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchukstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klatter für hessische UolKsKnnde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Gießen, den 7. Februar 1899. Betr.: Artikel 21 des Volksschulgesetzes. Die Grohh. Kreis-Schnlcommission Gießen au die Schulvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, eine Schulvorstandssitzung zu berufen und zu beraten, ob in den Ihnen unterstellten Schulen Schüler oder Schülerinnen vorhanden sind, auf die riibr. Artikel in Anwendung gebracht werden soll. Diesbezügliche Anträge sind alsbald an uns einzureichen. Fehl- berichte sind nicht zu erstatten. v. Bechtold. Gießen, den 7. Februar 1899. Brtr : Die Aufsicht über das dienstliche und außerdienstliche Verhalten der Schulverwalter und Schulgehilfen. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Zufolge Weisung der obersten Schulbehörde beauftragen war Sie, im Laufe des Monats Februar, spätestens flb-er bis zum 1. März d. I. uns über die in Ihren Ge- rne-inden verwendeten Schulverwalter und Schulgehilfen .folgendes zu berichten: 1. Vor- und Familiennamen. 2. Ort und Zeit der Geburt, Name, Stand und Wohnort des Vaters. 3. Konfession. 4. Ob verheiratet und seit wann'? und mit wessen Tochter? 5. Zeit und Ergebnis der Seminarprüfung. 6. Zeit und Ergebnis der Staatsprüfung. 7. Befähigung für den Organistendienst. 8. Welche Stelle er vor seiner gegenwärtigen versehen hat und seit wann? 9. Gegenwärtige Verwendung, seit wann? r'O. Würdigung der dienstlichen, moralischen und persönlichen Eigenschaften nach dem Urteil des Gesamtschulvorstandes. 11. Etwaige Anträge. Das Protokoll des Gesamtschulvorstandes ist beizulegen, v. Bechtold. Bekanntmachung, betreffend: Die Abhaltung von Körterminen. Nachdem in die Znchtregister des landw. Provinzialvereins für das Simmenthaler Vieh im Laufe des letzten Wahres, nach Veröffentlichung des ersten Bandes des Herd- Feuilleton. Wilipp Langmanns Aartek Turaser. Zur sechsten Vorstellung des Theatervereins. Bei uns im Reich ist der östreichische Dichter Philipp i'amgmann noch nicht allzu bekannt geworden. Er wird es ib rr noch werden und verdient es; denn er ist ein wirklicher Pachter, von dem man noch etwas erwarten darf, was unter Masse der modernen Hervorbringungen bleibenden Wert behalten wird. Die feinfühligere Kritik erkannte den tüchtigen Kern seiller Dichtung schon, als er etwa in der Mitte betr neunziger Jahre mit seinen ersten Novellen hervortrat. W-it größeres. Aufsehen erregte aber sein Drama „Bartel luiraser" (1897), das im vergangenen Jahre von dem Wiener Mkstheater mit durchschlagendem Erfolge aufgeführt wurde; ein Erfolg, der für den Dichter um so wichtiger war, als : er ihn aus schwierigen, seiner Entwicklung hinderlichen Ver- Wnisien befreite. „Bartel Turaser" ist ein Proletarierdrama; es zeigt «Mlich den Einfluß des modernen Naturalismus. Lang- mannn hat von Zola und Gerhart Hauptmann gelernt; aber mam merkt doch auch wieder, daß die naturalistische Beizung über die Jahre des Sturmes und Dranges hinaus- grimachsen ist. Wir finden hier keine überflüssigen Roheiten Mft; es fällt dem Dichter auch gar nicht bei, in der buches für Oberhessische Simmenthaler, eine so große Zahl von Tieren eingetragen worden ist, daß die Herausgabe des zweiten Bandes desselben«im Laufe des Mai notwendig erscheint, mache ich diejenigen Landwirte, welche noch aufnahmefähige Tiere besitzen und dieselben in diesem zweiten Bande ausgenommen zu sehen wünschen, darauf aufmerksam, daß sie die bezügl. Körungen möglichst bald beantragen müssen. Die betr. Körtermine werden spätestens im April d. Js. abgehalten werden. Um unnötige Reisen der Kör- kommissionen zu vermeiden, werden die Anmeldungen am besten durch Vermittelung der landw. Bezirksvereine oder Zuchtvereine bewirkt, sodaß diese die Ansetzung der Körtermine für die einzelnen Gebiete in die Hand nehmen können. Laubach, den 4. Februar 1899. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. Friedrich Graf zu Solms-Laubach. Deutscher Reichstag. 28. Sitzung vom 8. Februar. 1 Uhr. Abgeordneter Kreitling (frs. Vp.) hat sein Mandat niedergelegt, weil seine Wahl in der Wahlprüfungskommission für ungiltig erklärt worden ist. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung der Novelle zum Bankgesetz. Abg. S ch ö n l an k (Soz.) gedenkt in seinen Ausführungen der großen Aufgaben — Erhaltung der Währung und Zahlungsausgleich — welche der Rcichsbank gestellt seien. Die Bank habe diese Aufgaben durchaus korrekt gelöst. Die Angriffe gegen die Diskontopolitik der Reichsbank seien ebenso verfehlt, wie die agrarische Idee, durch Erhöhung des Grundkapitals der Bank einen niedrigeren Diskont zu erzwingen. Die Agrarier sprächen hier von einer Liebesgabenpolitik zugunsten von Handel und Industrie. Wie könnten die Herren so reden, die doch selber die größten Liebesgabenempfänger seien. Die Agrarier sollten doch ihre ostelbischen Arbeiter so hoch löhnen, daß sie nicht mehr als Sachsengänger fortzuwandern brauchten. (Ruf rechts: Geschieht auch!) Dann brauchten die Agrarier auch nicht mehr nach Kulis aus Polen und Italien zu schreien. Abg. Payer (südd. Vp.) erklärt sich mit dem Grundgedanken der Vorlage einverstanden, mit dem Hinzufügeu, er wolle sich hauptsächlich nur gegen diejenigen Bestimmungen wenden, welche sich gegen die privaten Zettelbanken richten. Der Gedanke, die neuen Anteilscheine nicht den alten Aktionären zur Verfügung zu stellen, sondern sie auf dem Wege einer allgemeinen Subskription dem ganzen Publikum zugängig zu machen, scheine ihm der Erwägung wert zu sein. Wie aber wolle man es rechtfertigen, den kleineren privaten Zettelbanken ihr Privileg zu kündigen, falls sie sich nicht verpflichten, in ihrem Diskont nicht unter den offiziellen Bankdiskont herunterzugehen? Wie komme man überhaupt Schilderung der Arbeiterverhältnisse allzu sehr ins einzelne zu gehen. Im Vordergrund steht auch keineswegs wie in den Webern die Not der Masse; sondern Langmann interessiert wieder die Seelennot seines Helden Turaser, die allerdings mit der sozialen Notlage zusammenhängt. B. Turaser ist ein Arbeiter, dessen Vorfahren einst als wohlhabende Bauern bessere Tage gesehen haben, und mit ihrem Blut hat er sich noch genug von ihrem rechtlichen Sinn in sein verändertes Leben gerettet. Von einer tiefergehenden Entartung im Gefolge der proletarischen Knechtung kann bei ihm noch nicht die Rede sein. Er erliegt zwar der Versuchung und läßt sich von dem schändlichen Färbermeister der Fabrik, der seine früheren Standesgenossen schlimmer schindet als irgend ein Fabrikherr, durch die lockende Aussicht auf eine Besserung seiner sozialen Lage besonders im Hinblick auf seine kranken Kinder verleiten, einen Meineid zu schwören. Als ihm aber das Geld keinen Segen bringt und eher den Tod seiner Kinder beschleunigt, da erwacht das Gewissen in Turaser, und er übergibt sich dem Gerichte. Gerade diese inneren Kämpfe hat der Dichter mit packender Kraft dargestellt. In der Seelenschilderung des einfachen Mannes, den äußere Not und innere Schwäche schuldig gemacht haben, liegt die Bedeutung des Stückes. Die Sozialdemokratie hat für dieses Arbeiterdrama eine besondere Teilnahme gezeigt. Das ist ja wohl begreiflich, aber es ist doch hauptsächlich das stoffliche Interesse, das auf den Gedanken eines solchen Zwangsdiskonts? Er, Redner, habe den Eindruck, als gehe man darauf aus, den kleinen Zettelbanken das Lebenslicht überhaupt auszublasen. Er würde das sowohl rechtlich, wie politisch und moralisch für unzulässig halten, und er glaube uicht, daß der Bundesrat von einer solchen Ermächtigung Gebrauch machen dürfe. Der Zwang, sich an den offiziellen Diskont zu halten, sei der Ruin für die kleinen Notenbanken. Ein blutiger Akt sei das nicht, es sei aber die sogenannte trockene Guillotine. Auch die politische Bedeutung dieser Angelegenheit sei keine geringe. Die Vorteile der Notenemission würden für Süddeutschland ganz verloren gehen, falls man die dortigen Interessenten auf Berlin verweise. Abg. Siemens (frs. Vg.) stellt sich als Interessent vor und bemerkt, daß große Kreise von Handel und Industrie unbedingt mit der Vorlage einverstanden seien und große Vorteile für sich darin erblickten. Die Differenz zwischen unserem und dem Diskont der Bank von Frankreich werde vom Abg. Gamp übertrieben. Preußen habe ein Nationalvermögen von 95- 100 Milliarden, per Kopf also 3600 Mk. bei durchschnittlich 500 Mk. Schulden. So sehe jeder Preuße aus. (Heiterkeit.) Demgegenüber habe jeder Franzose 6200 Mk.! Der Besitz von ausländischen Werten sei für uns vom größten Wert zur Aufrechterhaltung unserer Währung, zumal für den Fall des Rückganges unseres Exports, vielleicht infolge der „glänzenden" Handelsverträge, die ja wohl in Aussicht stehen. Reder verteidigt weiter die vom Abg. Payer angefochtene Bestimmung bezüglich des Diskonts der privaten Zettelbanken, lieber allem, auch über den politischen Gesichtspunkten, stehe aber die Erhaltung der Währung. Eine übermäßige Vermehrung des Notenausgaberechts sei nicht ratsam, denn die Zirkulationsmittel müßten überhaupt in einem angemessenen Verhältnis stehen zu dem vorhandenen Kapital. Redner plaidirt weiter für Verlängerung des Vertrages mit der Reichsbank gleich auf 20 Jahre und für Annahme der Vorlage. Abg. Müller-Fulda (Centr.) tritt warm für die Vorlage ein, dabei der Verwaltung der Reichsbank rückhaltlos Anerkennung spendend. Präsident der Reichsbank Koch dankt allen heutigen Rednern für die den Leistungen der Reichsbank gespendete Anerkennung. Sodann betont er ausdrücklich, daß die Absicht ganz fern liege, die Privatzettelbanken zu beseitigen. Abg. Heiligen st adt (nl.), zweiter Direktor der "Zentralgenossenschaftskasse, tritt im Prinzip für die Vorlage ein, wünscht aber Erhöhung des Grundkapitals gleich um 80 Millionen. Auch halte er die Kontingentierung der steuerfreien Notenausgabe für einen unnützen Ballast. Abg. Schrempf (kons.) wendet sich gegen die Darlegungen des Abg. Siemens. Nunmehr vertagt sich das Haus auf Freitag. Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen Beratung und Interpellation Kanitz. Schluß 5’/4 Uhr. sich hier geltend macht. Denn naturgemäß wird der nervige Arbeiter an seinem Standort von den hier geschilderten Verhältnissen lebhafter ergriffen werden als der behäbige Bürger in seiner Loge. Trotzdem ist aber das Drama Langmanns kein Parteistück. Einmal — und das ist eine Schwäche des Stückes — geht die Schuld Turasers nicht mit zwingender Notwendigkeit aus den sozialen Verhältnissen des Arbeiterstandes hervor. Was ihm widerfährt, kann ebenso gut mit entsprechender Aenderung der Motive einem anderen als gerade einem Arbeiter begegnen. Dann fällt es dem Dichter durchaus nicht ein, etwa den großen Kampf des Proletariats mit dem Kapital zu behandeln. Die Vertreter der letzteren bleiben im Gegensatz zu Hauptmanns Webern im Hindergrunde; wir begegnen auch keinem zielbewußten Agitator und hören keine tönenden Worte gegen die Bedrücker. Der Dichter behandelt nur einen einzelnen Fall, gibt keineswegs ein typisches Bild allgemeiner Arbeiternot. Das Drama geht allerdings von einem Streik aus; aber er verläuft bald im Sande und dient im Grunde mit dazu, dem Versucher Turasers seine Aufgabe zu erleichtern. Doch genug der Andeutungen. Das Stück wird besser durch sich selbst sprechen. Wir zweifeln nicht, besond^s da die Hauptrolle in den besten Händen ist, daß es auch aus unserer Bühne eine tiefgehende und nachhaltige 2Binun9 ausüben wird. Niemand wird es bereuen, dadurch mi einem Dichter wie Ph. Langmann bekannt zu werden, -n. Deutsches Reich. Berlin, 8. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht heute die bereits bekannte Verleihung des Schwarzen Adler-Ordens an den russischen Botschafter, Grafen v. d. Osten-Sacken. Berliu, 8. Februar. Zu der den Fall Arons betreffenden Behauptung der „Franks. Ztg.", daß das Kultusministerium die Absicht, Arons wegen seiner Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei zu disciplinieren, aufgegeben habe und auf Umwegen gegen ihn vorzugehen beabsichtige, schreibt die „Nordd. Allgem. Ztg.", daß diese Behauptung von Anfang bis zu Ende unrichtig sei. Die eingeleiteten Schritte, welche das Disciplinarverfahren gesetzlich erfordert, seien vielmehr schon längst erfolgt, und so werde die Frage, ob die Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei mil der Stellung eines Universitätslehrers vereinbar sei oder nicht, in der durch das gesetzmäßige Verfahren gegebenen Zeit ihren endgiltigen Abschluß finden. Berlin, 8. Februar. Wie bereits bekannt, begiebt sich Staatssekretär Posadowsky morgen nach Skyren, um als Vertreter des Reichskanzlers an den Beisetzungsfeierlichkeiten des Grafen Caprivi teilzunehmen. Fürst Hohenlohe hatte zuerst die Absicht, der Beerdigung persönlich beizuwohnen, mußte dies aber auf Wunsch seines Arztes unterlassen. Ferner begeben sich die Staatssekretäre Nieber- ding und Tirpitz nach Skyren. Als Vertreter der Marine wohnt Vice-Admiral Karcher der Beisetzung bei. Der König von Sachsen sendet den, Generalmajor Hingst nach Skyren. Er läßt einen kostbaren Kranz am Sarge niederlegen. Berliu, 8. Februar. Die Budget-Kommission des Reichstages nahm heute zunächst den vom Abg. Gröber mit der Kriegsverwaltung vereinbarten Bericht über den Festungsbaufonds an. Hierauf wurde in die Beratung der Militär-Vorlage eingetreten. Es entstand eine längere Debatte bezüglich der zu beobachtenden Verschwiegenheit bei der General-Diskussion, welche Abg. Lieber (Ctr.) wünschte, die aber von der Linken energisch bekämpft wurde. Der Kriegsminister erklärte, er halte es für schwierig, im voraus zu entscheiden, ob es möglich sei, eine Generaldiskussion offen zu führen. Es setze dies eine um so taktvollere Behandlung der einschlägigen Fragen voraus, als die Lage der Regierung in Bezug auf die Militärvorlage angesichts des Manifestes des Zaren besonders schwierig sei. Alsdann trat die Kommission in die Beratung über Neuformationen bei der Artillerie ein. Die Weiterberatung wurde ausgesetzt, bis das zugesagte Zahlenmaterial gedruckt vorliegen wird. Nächste Sitzung Freitag. Berlin, 8. Februar. In der heutigen Sitzung der Budget-Kommission des Abgeordnetenhauses teilte der Handelsminister mit, daß in nicht zu ferner Zeit die Produktenbörsen wieder aufleben würden. Nähere Mitteilungen über die Wiedereröffnung könne er jetzt noch nicht machen. Frankfurt a. M., 8. Februar. Zur Beglückwünschung des 80jährigen Dichters der „Nibelungen", Wilhelm Jordan, hatten sich heute vormittag in dessen Wohnung die Vertreter der Behörden und der geistigen Welt Frankfurts zahlreich eingefunden. Polizei- Präsident Müffling überreichte dem greisen Dichter den ihm verliehenen Noten Adler-Orden 3. Klasse, Oberbürgermeister Adickes, welcher mit den beiden Vorstehern der Stadtverord- neten-Versammlung erschienen war, machte dem Jubilar die Mitteilung, daß die Stadt anläßlich des 80. Geburtstages die Büste Jordans in der Stadtbibliothek aufstellen werde. Professor Reinhardt überbrachte im Auftrage weiterer Freunde des Dichters eine Ehrengabe von 40 000 Mark, welche, wie der Jubilar in seiner Erwiderung bemerkte, denselben in die Lage versetzen wird, eine Schülerausgabe seiner Nibelungen herauszugeben. Das Freie Deutsche Hochstist übermittelte seinem einzigen Ehrenmitgliede die herzlichsten Glückwünsche, der Frankfurter Journalisten- und Schriftstellerverein ließ durch eine Deputation eine künstlerisch ausgestattete Adresse überreichen. Die „Konkordia" in Prag hat Meister Jordan zu ihrem Ehrenmitgliede ernannt. Heute abend findet eine Festvorstellung statt und nach dieser vereinigen sich die Freunde Jordans zu einem gemeinschaftlichen Abendessen. Ausland. Wien, 8. Februar. Das Landesgericht hat die Weiterverbreitung der in Leipzig erscheinenden Broschüre „Sprengung des Dreibundes" verboten, sowie die Vernichtung der konfiscierten Exemplare angeordnet. Budapest, 8. Februar. Das Abgeordnetenhaus hat sich bis zum 16. Februar vertagt. — Szilagyi und Horanski sind an der Influenza erkrankt. Aponyi ist zu seinem erkrankten Vater abgereist. Dadurch erleiden die Kompromiß-Verhandlungen Aufschub. Zürich, 8. Februar. Zwei Berner Ski-Läufer, welche am Samstag eine Tour im Gebirge gemacht haben, sind bisher nicht zurückgekehrt. Man befürchtet, daß dieselben verunglückt sind. Rom, 8. Februar. König Humbert hat zugesagt, daß er der Eröffnung des internationalen Preß-Kongresses beiwohnen wird. Paris, 8. Februar. Aus Cayenne wird gemeldet, ein dorthin beorderter Dampfer sei zur Abfahrt bereit. Man vermutet, daß Dreyfus sich mit demselben nach Frankreich einschiffen wird. Die Post- und Telegraphen- Verwaltung weigert sich, chiffrierte Depeschen nach Frankreich abgehen zu lassen. Paris, 8. Februar. Die Kosten für den vom Minister der öffentlichen Arbeiteu eingebrachten Gesetzentwurf zum Bau eines Kanals zwischen Marseille und dem Rhone-Fluß find auf 80 Millionen Mark veranschlagt. Lokales und MovmMes. Gießen, den 9. Februar 1899. ♦* A«S dem Großh. Oberkonfistorium. Seine Königliche Hoheit der Groß her zog haben Allergnädigst geruht, am 6. Februar den Präsidenten des Großherzoglichen Oberkonsistoriums, Wirklichen Geheimen Rath Dr. Theodor Goldmann zu Darmstadt, unter Anerkennnng seiner mehr als 50jährigen, treuen und ausgezeichneten Dienste, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen, und aus demselben Anlaß demselben die Krone zum Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen; — ferner an demselben Tage den weltlichen Rat bei dem Oberkonsistorium, Geh Oberkonsistorialrat Adolf Buchner zu Darmstadt, zum Präsidenten des Oberkonsistoriums, mit Wirkung vom 16. Februar ds. Js. an, zu ernennen. e* Ruhestandsversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 4. Februar den Lehrer an der Realschule zu Wimpfen, Dr. Otto Dittmar, auf sein Nachsuchen, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, mit Wirkung vom 1. März d. I. an, in den Ruhestand zu versetzen. ♦* Postalisches. Vom 1. März werden die Schalter der Postanstalten in Gießen an Sonn- und Feiertagen vormittags, wie bisher, im Sommer von 7, im Winter von 8—9 Uhr, und mittags von 12—1 Uhr für das Publikum geöffnet sein. Am Nachmittag sind die Schalter geschlossen. • ** In seinem vierten Mittwochsvortrage in der Aula des Gymnasiums sprach Herr Professor Philippi über die Unterschiede von religiöser und weltlicher Kunst. Alle höhere Kunst entsteht zunächst aus dem Gottesdienst, Tempel sind älter als kunstreiche Wohnhäuser, Kirchen wichtiger als Paläste. Die Plastik, bei den Griechen die vornehmste bildende Kunst, behält in der neueren Zeit für den Kultus nicht die Bedeutung wie die Malerei. Das Wesen der religiösen Malerei ist am besten bei den Italienern zu erkennen, wo alle Formen vollständig in die Erscheinung treten, das strenge Andachtsbild, die erbauliche Erzählung, das religiöse Hausbild, das heilige Genrebild u. s. w. Später erst kamen weltliche Bilder, Landschaften u. s. w., womit bei den Holländern des 17. Jahrhunderts die Malerei gleich anfängt. Die Reformation hat der religiösen Malerei entschieden geschadet, während andere Gattungen der Malerei gerade außerhalb Italiens ausgebildet worden sind. Das weltliche in der Kunst ist erst ganz allmählich selbständig geworden. Unsere eigene Zeit hat in Bezug auf religiöse Malerei nur noch Nachahmungen älterer Kunstweisen, denen das eigene fehlt, oder ganz neue Versuche, in denen man kaum noch religiöse Kunst erkennen möchte. Die Zeit des Schaffens ist vorüber, und die höchste Blüte der religiösen Malerei war vor der Zeit der Kirchentrennung; unsere heutige Kunst ist wesentlich profan. Der Vortragende erläuterte diese Gedanken durch viele Anwendungen und Beispiele, gab kurze Charakteristiken der verschiedenen Kunstweisen und berührte auch die Bedeutung des Katholizismus für die kirchliche Kunst und die dem gegenüber manchmal mit dem Anspruch einer besonderen Auffassung auftretende sogenannte protestantische religiöse Malerei. — Der nächste Vortrag am 15. Februar, 5 Uhr wird handeln „über die verschiedenen Kunststile und den Ausdruck des Raffemäßigen in der Kunst." ** Die Versammlung des nationalliberalen Vereins am Dienstag nahm einem sehr befriedigenden Verlauf. Der bis gegen 10 Uhr dauernde Vortrag des Herrn G. Sard e- mann fand das allgemeinste Interesse und großen Beifall der zahlreichen Zuhörer; daran schloß sich eine lebhafte Diskussion, an welcher die Herren Stadtverordneten Prof. Dr Gaffky, Kirch, Petri und Emmelius sowie Herr W. F e r b e r, Stadtbaumeister S ch m a n d t und Direktor Bergen teilnahmen. Zum Schlüsse sagte Herr Oberbürgermeister Gnauth dem Vereinsvorstand, sowie dem Herrn Referenten Dank für die gegebenen zeitgemäßen und wertvollen Anregungen. Einen ausführlicheren sachlichen Bericht aus berufener Feder bringen wir demnächst. P. Stadttheater. Das schon vor 8 Tagen anberaumte Benefiz unseres Heldendarstellers, des Herrn Hubert Dietz sch, fand gestern abend statt. Die Verschiebung hat auf den Theaterbesuch offenbar nicht günstig emgewrrkt, immerhin war das Haus gut besetzt, und der mehrfache Hervorruf nach jedem Akt sowie einzelne Blnmenspenden konnten dem Gefeierten beweisen, daß er für seine Kunst im Laufe des Winters eine große Anzahl von Verehrern gewonnen hat. Die Rolle des „Uriel Acosta" bot denn auch Herrn Dietz sch reichlich Gelegenheit, sein Können ins beste Licht zu setzen. Seine Erscheinung war sowohl int schwarzen Talar wie im Büßergewand recht vorteilhaft, sein Spiel natürlich und nirgends übertrieben. Die Stellen epischen Charakters, wie die Schilderung seines Lebens im zweiten Akte, gelangen eben so gut wie die dramatischeren Partien, von denen die Begegnung mit der Mutter, die Verzweiflung nach dem Widerruf und die Schlußszene hervorgehoben werden mögen. Auf richtige und deutliche Aussprache — namentlich der Endkonsonanten — verwendet Herr Dietzsch mit Recht große Sorgfalt; so ermöglichte er es, daß er im ganzen Raume leicht zu verstehen war, obgleich sein Organ nicht sehr ausgiebig ist und im 3. Akt einmal eine heisere Klangfarbe annahm. Die Rolle der Judith faßte Fräulein Würdig richtig auf, aber in der Sprache fehlte ihr, wie schon öfters, die Mittelstärke. Der Uebergang vom leisen Sprechen zum plötzlichen Aufschrei stellt sich zu unvermittelt ein; häufig läßt die Künstlerin am Schluffe des Satzes die Stimme zu früh sinken, so daß die letzten Silben unhörbar werden. Herr Merker begann als Jochai im ersten Akte mit der nötigen Lebhaftigkeit, aber die Steigerung zur leidenschaftlichen Wut unterblieb leider in der Folge. Herr Walter war als Vanderstraten denn doch etwas farblos; sein Bestes bot er im 3. Akte. Mit dem Silva fand sich Herr Liebscher gut ab, während Herr Helm als Rabbi Ben Akiba zu ausschließlich bemüht war, das Alter zu kennzeichnen. • In diesem Bestreben dehnte er die Worte, so daß es gemacht klang, und die Klugheit des Greises kam nicht zur Geltung. Auch störte mehrfach die nachlässige Aussprache, z. B. Agosta, Dalmud, Sandos. — Das Stück spielt doch in Amsterdam und nicht auf dem Brühl in Leipzig —. Die kleineren Rollen bieten zu Be- merkungen keinen Anlaß. Die Ausstattung war mit Ausnahme des Zimmers im 3. Akt ansprechend; daß Wände und Bildsäulen verschiedentlich ins Wanken gerieten, war nicht ihre Schuld, sondern die der Personen, die diesen hier leicht erregbaren Gegenständen möglichst fern bleiben sollten. * • Der Theaterverein hat in diesem Winter mit besonderem Erfolge eine Reihe von hervorragenden Gästen dem Theaterpublikum vorgestellt, und sind wir der Meinung, daß das Streben des Vereins, das Theaterleben in Gießen zu heben und unsere fleißige Direktion zu stützen, von niemand mehr verkannt werden wird. Auch für die 6. Vorstellung am Freitag, den 10. Februar ist wieder in Herrn Bauer eine ganz bedeutende Kraft gewonnen, und ist es gewiß interessant, über die Laufbahn des hervorragenden Künstlers einige Daten zu erfahren. Arthur Bauer ist wirklich ein Künstler von Gottes Gnaden, ab« trotzdem von Stufe zu Stufe zur Höhe gelangt. Mit vielen seiner Genossen ist er gegen den Willen des Vaters zur Bühne gegangen, und seine ersten Rollen, sollen auch mit dem historischen „Die Pferde sind gesattelt" begonnen und geendigt haben. Jedoch nicht lange hat er jene tiefsinnigen Charakterrollen inne gehabt, bei dem Satteln schwang er sich selbst in den Sattel, den er dann auch niemals wieder verlassen hat. So stürmte er denn mit immer wachsenden Erfolgen von der kleinen zur Mittelstadt und von dieser in die Großstadt. Auch Frankfurt wird nicht mehr lange das Glück haben, den Künstler z, besitzen, schon heute ist er für Hamburg verpflichtet unf zwar mit einer Gage, wie sie eigentlich nur Primadonm beziehen. * • Von Arthur Bauer sind in den Schaufenstern der Herren Challier und Frees einige Bilder ausgestellt, welche teilweise den Künstler in der Rolle des Bartel Turaser zeigen. *♦ Gestern wurde im hiesigen Handelsregister die Zweigniederlassung der Breanöfeu>Bauanstalt G. ». b. H. in Hamburg eingetragen. Die Gesellschaft bezweckt die Ausbeutung der Patent- und Erfinderrechte des Herrn Karl von Forell, hier. Den Aufsichtsrat der Gesellschaft bilden die Herren Direktor Prüssing (Cementfabrik Hemmoor), Eugen Lion (Cementfabrik Lägerndorf), Fellner (von der Maschinenfabrik Fellner u. Ziegler), Otto Polysius (von der Maschinenfabrik G. Polysius) und F. G. Schultze, Hamburg. Syndikus der Gesellschaft ist der Rechtsanwalt Dr. jur. Schultze, Hamburg. Zu Direktoren der Gesellschaft wurden gewählt Oberingenieur Hinz-Hirzenhain und Herr Eversbusch aus Lennep. Herr v. Forell, welcher mit einem jüngeren Bruder, Hauptmann v. Forell, Gut und Schloß Strünkede in Westfalen geerbt hat, wird sich ins Privatleben zurückziehen, bleibt aber, wie wir hören, in Gießen wohnen. * • Unheimliche Spiritisten. Zwei noch schulpflichtige Jungen, die heute morgen mit Austragen von Brödchen leschäftigt waren, hatten sich eine Flasche Branntwein zu verschaffen gewußt, und sich derart betrunken, daß fu lewußtlos auf der Straße lagen. Der eine befand sich in einem Zustande, der seine Verbringung in die Klinik erforderte, während der andere in einer Zelle des Polizeigefängnisses seinen Rausch ausschlafeu darf. * * Seeteufel. Im Hofe des Herrn I. M. Schulhos hier ist ein absonderlicher Flösser, ein sogenannter Seeteufel, zu sehen. _____________ - th. Beuern, 8. Februar. „Wo man singt, da laß Dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder! — Sc recht paßte dieser über alle Sorgen hinweghebende Spruch des Dichters auf die am vergangenen Sonntag abend im Wagner'schen Saale Versammelten. Hatte man sich doch hier zu der vom Gesangverein „Polyhymnia." veran stalteten Gedächtnisfeier zusammengefunden, um mit ihm des Tages zu gedenken, an dem vor nunmehr drei Jahrzehnten der Grund zu diesem Verein gelegt wurde. Die Feier wurde eingeleitet durch einen Vortrag seines Präsidenten, des Herrn Schäfer, welcher die Versammelten im Namen des Vereid herzlich willkommen hieß; sodann gedachte er in markiger Worten des Gründers des Vereins, Herrn Lehrers Funk welcher den guten Geist echter Gesangspflege dem junger Verein im Jahre 1869 einhauchte. Redner gab dem Wunsch Ausdruck, daß auch ferner die guten Sitten des Vereiw jederzeit hervorleuchten möchten, und gedachte des plötzliche'- Heimgangs des Herrn Lehrer Funk, welchen der Tod li vergangenen Jahre in Wiesbaden, wo er derzeit weilte, ue Genesung zu suchen, so unerwartet abgerufen hat. Seist kurze, aber in kernigen Worten gehaltene Ansprache klar; in-einem Hoch auf den deutschen Gesang aus, in welches auch alle Anwesenden begeistert einstimmten. Nachdem btT Verein das Lied „Ich bin ein freier Mann und singe" vo> getragen hatte, wechselten musikalische und theatralische ÄE führungen miteinander ab, und sei an dieser Stelle den barn Mitwirkenden für ihre von Verständnis und Eifer zeugend^ Vorträge,die das in so großer Zahl erschienene Publikum mitb<^ größten Beifall aufnahm, unser aufrichtigster Dank für il) Leistungen ausgesprochen. Ein sich diesem Programm c1' schließender Tanz hielt die Gäste noch lange in fröhlich!^ Stimmung beisammen. Möge der Verein auch ferner Durfl gemeinsames Wirken sich seiner Aufgabe bewußt sein das deutsche Lied unentwegt pflegen, zum Wohle der Gemein - und zur Ehre des Vereins! ,. L. Darmstadt, 8. Februar. Ein dankbares Themas« mit Rücksicht darauf, daß schon weitere Kreise der Ge mh der gt; h,r ?örW911’1 (titel* 9* (i(W9ä v na«18*; hinterließ- ba »M «b' ,«d W" !in|trf‘ä MW»"! ferjutH ei«* ftMt bildern wurde und weniger Machst Land -tarbenglanz vertieft^' tchfchenA ch.), W Figürliche träts („Flc dergl. mehr großen Oer ' X. Da Kundgebung gegen den gleich weite der Wein c eine W1 hat, auch fi eMich ift. fiit in der ganze Bild i schoben wirt tztudenten-ll Student hc auf Sems A^Dl flossene 9i Keller, Verblichen der M populärst! Kreisen u dem Lebe, achtbaren KM fiti Wan eine Haßloch, D Hw Fahre hier und 1 feines Ke l'cher Rat. seines bied Wft R Weit. i 0 4»« tMtruinssra Mm hrsst Seit Ä' ,to0 4$ betr.: $ «ud ihre . Die Stadt dieselben fi «W, Zimn Tie 9 2i; u' J ,3e" S io J <3; ” MS*. 125 I. V.: Wolff. 1255 Holzversteigernng ff Tagen im Distrikt Marksteinmühl, am Schellfische treffen heute ein bei 362 1260 Heller. 1254 llnlkigmnuirn, EiilWilmiyen Schaufenstern ilb.et ausgest AM des $• n » // 60,80 124 50 60 14 200 9 21 14 136 10 43 Eichen- Nadel- 80 185 223 151 6 49 75 Birken- Eichrn- Nadel- // M H ff ff // n tf u w n n u ti ft » rm tt n A. & G. Wallenfels Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. daß wir mit Steuerarten und Kontrollen belästigt werden, die den Geschäftsbetrieb hemmen und deren Inhaber verletzen. Trotz der uns bei Annahme des betr. Gesetzes bevorstehenden unerträglichen Belästigungen, sehen wir von einer direkten öffentlichen Agitation ab, weil wir uns nicht dem Einwande aussetzen wollen, wir handelten nur aus persönlichen Rücksichten. Wohl aber wenden wir uns an die Vertreterin der Gesamtintereffen unseres Handels und Verkehrs, an die Großherzogliche Handelskammer, zu der wir das vollste Vertrauen haben, daß sie auch im gegebenen Falle wieder der neuen Weinsteuervorlage gegenüber die bedrohten Interessen des hiesigen Weinhandels und die damit verknüpfte Schädigung unserer Provinz in geeigneter Weise wahren und thunlichst im Verein mit den anderen Kammern des Landes alles mögliche aufbieten werde, um die Ablehnung jenes Gesetzes herbeizuführen und dabei gleichzeitig für völlige Aufhebung des noch bestehenden Hessischen Weinsteuergesetzes vom 9. Dezember 1876 einzutreteu. Hohversteigerung im sicher Stadtwald. Donnerstag den 16. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadt- walb, Distrikt Gänsweid und Dickestall, versteigert werden: 1. 263 rm Buchen-, 18 rm Birken-, 9 rm Eichen- und Nadel-Scheiter, 2. 80 rm Buchen-, 71 rm Eichen- und Nadel-Knüppel, 3. 105 rm Buchen-, 162 rm Eichen- und Nadel-Stöcke, 4. 3400 Wellen Buchen-, 3600 Well. Eichen- und Nadel-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Nieder-Besfinger Schneise bei dem Steinbmch. Das Holz liegt meistenteils an chauffierten Wegen und ist die Abfuhr sehr gut. Lich, den 8. Februar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei. 1. Donnerstag den 16. d. Mts.: fm ßichcn-Stammyolz 1., 2. und 3. Klaffe, -u Glaser- und Schreinerholz vorzüglich geeignet. 2. Freitag den 17. d. Mts.: Weinsteuergesetzvorlage stimmen. Seitens der sozialdemokratischen Abgeordneten Haas, Ullrich und Dr. David wird der größte Teil der gesamten Steuervorlage bekämpft und eine stärkere Heranziehung der höheren Einkommen beantragt werden. Im allgemeinen hat die Steuervorlage eine seltene Bewegung hervorgerufen, besonders in dem Weinbau treibenden Rheinhessen, wo man sich in die Zeiten lebhafter Wahlperioden versetzt glaubt, wenn man von tagtäglichen erregten Versammlungen hört und liest, die schon seit Bekanntwerden des Gesetzentwurfes in allen Teilen von Rheinheffen stattfinden. Ein rheinhessischer Abgeordneter, der für die Weinsteuer in der Kammer stimmen würde, dürfte schwerlich darauf rechnen können, je wieder ein Kammermandat zu erhalten. Mainz, 7. Februar. Eingabe des Mainzer Weinhandels gegen das neue Weinsteuerprojekt. Der Begründung der an die Großh. Handelskammer Mainz abgesandten Petition des Mainzer Weinhandels entnehmen wir folgende Sätze: In der gemeinsamen Begründung der Steuervorlagen ist regierungsseitig (Seite 9) gesagt: „Soll die wirtschaftliche Entwicklung des Landes seiner Lage und seinem Reichtum entsprechend gedeihen und fortschreiten, so muß vor allen Dingen an dem Grundsatz festgehalten werden, daß die Gewerbsthätigkeit in unserem Lande nicht wesentlich ungünstiger gestaltet werden darf, als in Preußen. Es ist dies eine Forderung, die ebensowohl im Interesse der Arbeitgeber in Landwirtschaft und Gewerbe, wie im Interesse lohnender Arbeitsgelegenheit für die Hessischen Arbeitnehmer gestellt werden muß." Und an anderer Stelle (Seite 9) ist ausgeführt, daß der bewegliche Rentner im Lande behalten werden müsse und daß deshalb er in Hessen nicht mehr Steuer zahlen solle, wie in Preußen. Das sind goldene Worte, die aber einzig und allein den Rückschluß gestatten, daß auch der an die Scholle gefesselte Bauer, der an Haus, Hof und Keller gebundene Kaufmann keinerlei andere Belastungen tragen dürfen, als sie der Nachbarstaat Preußen kennt. Hat aber Preußen etwa eine Weinsteuer? Oder denkt es etwa an deren Einführung für sein Land? Bietet die preußische Regierung nicht im Gegenteil alles mögliche auf, um den Weinabsatz in ihren Weindistrikten — dem Regierungs-Bezirk Koblenz, der Mosel und dem Rheingau — zu heben und zu beleben? Wohl für eine Reichsweinsteuer würde Preußen zu haben sein, namentlich, wenn der Weinbaustaat Hessen durch sein Vorgehen im eigenen Lande die Wege zu der bedenklichen Steuer bahnte. Ganz abgesehen von dem Gelderträge, der anscheinend sogar nach der Regierungsvorlage mit 500000 Mk. anderweitig beschafft werden kann, ist die Weinsteuer eine solche, welche in ihrer Durchführung nur als im höchsten Grad belästigend und verletzend empfunden werden würde. Die damit verbundene Kontrolle und auch das in § 20 vorgesehene und den Oberbeamten der Steuerverwaltung vorbehaltene Recht der Durchsicht von Geschäfts- und Handlungsbüchern und Geschäftspapieren, welche sich auf Herstellung, Erwerbung und Veräußerung von Wein beziehen, müssen geradezu unerträglich wirken und dem in Hessen domizilierten Handel den Verkauf im Lande selbst verleiden. Wir unterlassen absichtlich hier die Hervorhebung aller durch die Gesetzesvorlage für uns entstehenden Widerwärtigkeiten, denn das ganze ist eine mit den kaufmännischen Verhältnissen der Neuzeit unvereinbare Last. Wir beschränken uns deshalb auf die Erörterung der allgemeinen Verhältnisse; dabei haben wir aber nicht nötig, der Großherzoglichen Handelskammer zu versichern, daß wir stets bereit sind, gerechten Ansprüchen des Staates zu entsprechen, wir mögen aber nur nicht über uns ergehen lassen, Zusammenkunft an beiden Wnzgarten. Beginn jedesmal morgens 9 7, Uhr. Bei ungünstiger Witterung findet der Verkauf im Dorfe statt. Hohensolms, den 6. Februar 1899. *258 Der c. Bürgermeister: Huttel. Die Schverstkigeruug vom 7. Februar in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 18 d. M. bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Montag den 20. Februar, morgens 8 Uhr. Gießen, den 8. Februar 1899. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. Holzversteigerung im Hemeindewald Hroß Aktenstädten. Jagdverpachtung. Die Wald- und Feldjagd der Gemeinde Biffenberg (120 Hektar Wald, 170 Hektar Feld), 15 Min. von der Station Stockhausen ab gelegen, wird am Freitag, dem 3. März d. I., nachmittags um 8 Uhr, zu Biffenberg in der Wirtschaft Henrich auf 9 oder 12 Jahre verpachtet werden. Ulm, Kr. Wetzlar, 8. Febr. 1899. Der Bürgermeister. 1253 Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 9. Februar. Die Interpellation betreffend die Ausweisungen aus Nord-Schleswig ist gestern vom Abgeordneten Johannsen im Reichstage eingebracht worden. Dieselbe hat nur die Unterschriften der sozialdemokratischen Fraktion gefunden. Alle übrigen Fraktionen, an die sich Johannsen gewandt hatte, verweigerten dem „Vorwärts" zufolge die Unterschrift aus taktischen Gründen, wollen die Interpellation aber in der Debatte unterstützen, Koburg, 9. Februar. Die Provisorische Beisetzung der Leiche des Erbprinzen von Koburg findet morgen — vormittag 10ya Uhr in der Gruft der Schloßkirche zu Gotba statt, die seit Jahrhunderten nicht benutzt ist. Später erfolgt die Ueberführung des Sarges nach Koburg in das Mausoleum. Die Beisetzung ist dort jetzt nicht möglich, uä sich in der Halle noch der Sarg des Herzogs Ernst II. befindet und die Herzogin-Witwe dort öfter Andachten abhält. Der Zug mit der Leiche des Erbprinzen von Koburg passiert heute nachmittag Koburg, wo der Wagen mit dem Sarge geöffnet wird. Bekanntmachung, betr.: Die Stiftungen der Frau HofgerichtSrat vo« Krug «ud ihres Sohnes, des HofgerichtSrats Dr. Karl von Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 20. d. Mts. schriftlich oder mündlich bei dem Armen- tint, Zimmer Nr. 2, oorzubringen. Gießen, den 8. Februar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Stillt. Schlachthaus. Freibank. 1169 Heute: KWeisch 50 Psg. Stuhlrohr empfiehlt billigst 0364 Gustav Walter, V Mäusdurg 13. Hungen, den 7. Februar 1899. Großherzogltche Bürgermeisterei Hungen. Buttron. 9Ut ab, ' unb bit öl ( Uen bieten zur mit i Jenb; daß U. ,nfen gerieten, > *!en' die biesen t sern bleiben sch » Anter * ^agenben U a erleben in Gs ■t lon zu fttz Auch füt! bruar ist wieder ■Q|t gewonnen, t Rn bes hm erfahren. foti Jttej Gnaden, d >ähe gelangt. £ 1 Willen bes Rollen, sollen u sind gesattei W lange , gehabt, bei dr dm er bm 20 stürmte er b ■ kleinen zur M t. Auch Frack n, ben Künstler rg verpflichtet nur Primadoi Handelsregister seu-Bauanstalt 1 i Gesellschaft for lderrechte dechm wat der @W'-' mentfabrikHsnm f), Fellner (m k Otto Mm (» mb F. 6. W- ift bet Rechts ■ettoten bet U lnz-Hirzenhai°: Fvrck. w.’/ -* ). TZvrell t hat, rvÄ wie wir him, noch schuM ragen von w- asche SrannM t betrunfen, M . cinc befanb sich ing in du J r Zelle des V- M _.. , % M. Sch! im Stete fm Kicheuffammyolz, Wagner- und Krnöenyofz, rm Kichennutzhofz (2 Meter lang) I 22,75 fm Kiefernstammholz I Oruöenhokj. teilte W«- hiWkgh-b-»d'7 Satte «« 7, anbett, niehr drei W S Dieser xSA □„«»ne dem । f, i»*Lt n# AeM slinontc"' . rsL'q io« Nadel-Knüppel, Eichen-Reisig, Nadel- „ Buchen-Stöcke, beten der „modernen" bildenden Kunst Teilnahme uud Jn- tereffe entgegenbringen, hatte sich heute im H o ch s ch u l - kyclus Herr Museumsinspektor I)r. Back in „Arnold Böcklin" gewählt. Das Auditorium war überfüllt, und der Vortragende, ein lebhafter Bewunderer des Meisters, erntete großen Beifall. Er gab zunächst eine Skizze des Lebensgangs von Böcklin, der seine Studien in Düsseldorf, Brüssel, Antwerpen und namentlich auch in Paris machte, wo die 1848er Revolution nachhaltigste Eindrücke bei ihm hinterließ. 1850 ging er auf sieben Jahre nach Rom, von da war er bis 1872 (darunter Jahre mit vieler Entbehrung und Sorgen für den Künstler) mit beständigem Domizilwechsel in Italien und Deutschland; jetzt hat er seine dauernde Schaffensstätte in Florenz gefunden. Für Böcklins künstlerisches Schaffen ist sein tiefes Seelenleben der Ausgangspunkt; bei ihm ist das Gefühl für die seelischen Werte der Farben in hohem Maße entwickelt, und dazu tritt eine stark entwickelte, eigenartige Technik. — In Lichtbildern wurden nun den Zuhörern besonders charakteristische und weniger allgemein gekannte Bilder Böcklins vorgeführt, zunächst Landschaften, in denen er oft schlichte Motive durch Farbenglanz und Rhythmus der Linien zu stiller Größe vertieft („Stille Insel im Meer" u.a.); dann mit den phantastischen Geschöpfen aus der Mythologie (Nymphen, Faunen ujro.), belebte Landschaftsbilder, ferner Bilder, in denen das Figürliche überwiegt (Pieta, Kreuzabnahme), endlich Porträts („Flora", „Euterpe", „Das menschliche Leben" und d-rgl. mehr). Es war durch Wort und Bild eine Stunde großen Genusses. X. Darmstadt, 8. Februar. Fast täglich liest man von Kundgebungen, meist aus Weinhändler- und Gastwirtskreisen, gegen den neuen Weinsteuer-Gesetzentwurf. Obgleich weitere Kreise der Bevölkerung überzeugt sind, daß der Wein als hauptsächliches Konsumobjekt bemittelter Kreise eine Belastung verträgt und diese der Konsument zu tragen hat, auch für den sonst entstehenden Ausfall keine Deckung ersichtlich ist, fehlt es an geeigneter Aussprache dieser Ansicht in der Oeffentlichkeit, und so kommt es, daß das ganze Bild der allgemeinen Ansicht über diese Steuer verschoben wird. — Infolge des neulichen Renkontres einer Studenten-Verbindung mit zwei Handwerkern, wurde der Sludent Heinrich Kopf aus Frankfurt a. M. vorläufig allf Semesterdauer relegiert. A Mainz, 8. Februar. Nach langem Leiden ist ver- slvssene Nacht der Geistliche Rat, Dekan Johann Adam Keller, Pfarrer zu St. Ignatz hier gestorben. Mit dem Verblichenen, dem noch vor kurzem von dem Großherzog dr r Philippsorden 1. Klasse verliehen wurde, ist eine der populärsten und beliebtesten Persönlichkeiten, die bei allen Kreisen und Konfessionen von Mainz hochgeschätzt war, aus d«m Leben geschieden. Am 16. Juli 1835 als Sohn einer achtbaren Mainzer Familie geboren, wurde er 1858 durch Bßschof Ketteler zum Priester geweiht und wirkte dann als Kaplan eine Reihe von Jahren abwechselnd in Seligenstadt, Haßloch, Dieburg und zuletzt in St. Quintin in Mainz. Im Jahre 1868 wurde Keller Pfarrer von St. Ignatz iier und 10 Jahre später Dekan von Mainz. Anläßlich eines silbernen Pfarrjubiläums erhielt er den Titel Geist- icher Rat. Weit über seine Pfarrei hinaus war Keller emes biederen, jovialen Charakters wegen geehrt und ge- chätzt. Mit seltener Herzensgüte verband er große Wohltätigkeit. A Aus dem Großherzogtum Heffen, 8. Februar. Die Zentrumsfraktion wie auch die Sozialdemokraten in der Meilen hessischen Kammer werden geschlossen gegen die 2. Mittwoch den 15. Februar: Brennholz. rm Buchen-Scheitholz, „ Birken- Schellfische, Nadttair, Zander, Schollen, Flutz- hechte, ledende Karpfen, Schleie, Forellen eingetroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. I. U. Schulhof, V Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. in dem Hemeindewald zu Kungen. Dienstag den 14. nnb Mittwoch den 15. Februar d. I., vormittags 10 Uhr beginnend, soll in den Distrikten Galgen- »a.ld, Hubach und Marksteinmühl uachstehendes Holz versteigert werden: 1. Dienstag den 14. Februar: _ Bauholz. ? m^?S"r/Solzstämme v. 42-60 cm Dchm., 3-8 m Länge, 10 fm, 75 Nadelschnittholzstämme „ 32-50,, 4—12 800 Kiefern- u. Fichtenstümme 14-32 „ " 4—16 1020 Fichten-Derb-u. Reisstangen 5—12 „ " 5-iß Buchen-Knüppel, Birken- „ Eichen- „ Aus der Zeit für die Zeit. d^Vor 144 Jahren, am 10. Februar 1755, starb zu Paris der Philosoph Montesquieu, der in seinen „persischen Briefen" die geselligen Zustände seiner Zeitgenossen durch Witz und Ironie lächerlich machte. In seinen geistreichen Betrachtungen über die Ursachen der Größe und des Verfalls der Römer nnd ihres Staates sucht er darzuthun, daß Patriotismus und Vertrauen auf eigene Kraft einen Staat groß macht, Despotismus aber seinen Untergang, herbeiführt. Sein drittes Werk: „Vom Geist der Gesetze" enthält die Lehren von einer vernünftigen Freiheit. Montesquieu wurde am 18. Januar 1689 auf Schloß Bröde bei Bordeaux geboren.____________ gottrndimst in brr Synagoge. Samstag den 11. Februar 1899. Vorabend 5«o Uhr, morgens 9 Uhr Predigt, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 6*» Uhr. Gottesdienst der israrlttischen Aeligiousgesellschast. Sabbathfeier am 11. Februar 1899. Freitag abend 63J Uhr, Samstag vormittag 8so Uhr Predigt, nachmittag 36° Uhr, Sabbathausgang 6« Uhr. Nachmittag 3 Uhr Schrifterklärung Neustadt 13. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends M-> Uhr. Der Fest-Ausschuss Wer hält den großen Entrtt-MaskrntM? Großer Entree Maskenball 1265 Mitglieder frei. Alles Nähere später. 0437 Gießen, den 8. Februar 1899. Hroß unter H. 0436 an die Exped. d. Bl. 99; Hrauring gefunden 0430 Abzuholen bei Postillon Scharman, Niegelpfad 21. Das Tuchversandhans Boesig 8» Co. in (Schlesien) legt nuferer heutigen Oefamt-AnflnS einen Prospekt bei, auf den wir hiermit Hinweisen. n Samstag, II. Felle., 8W: Familieu-Abend. Dortrag. 1 nhr: 0438 Ätbauicr; E. Burkhardt. — Druck und Bering der Brühl scheu tIniversuLl«»Buch- und Stnn&rnderei (tb te il cty v. i . < n Vermietungen Cap Italien (Offene Stellen Kauf-Gesuche UerWedenes Wietgeluche lPfd.20Pf., 5Psd.95Pf., 10Pfd.l,80M., Palmin, Maigarine, Wöl, GustavWalter,mii!!8burgi3. Ayvahmev° 1 flfMftion, M» Höhe der Versicherungssumme. Näheres durch die Geueralageutur Gießen Adolf Bieler, Westaulage 44. Täuschung ausgeschlossen bleibt. Gießen, am 9. Februar 1899. . ,.s . Eine Wohnung, 4 bis 5 Zimmer mit allem Zubehör, per sofort zu mieten gesucht. 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Die Gemetndemitglieder bitte ich wiederholt und dringend, ust. mauden zu glauben, der sich zu irgend einem Samme zweck als m mir beauftragt oder empfohlen ausgiebt; niemals gebe ich mündlich ätn solchen Auftrag. Wenn ich derartige Wünsche habe, dann komme ich weder selbst, oder ich gebe solche schriftliche Bescheinigungen, daß jtlt C. Röhr & Co. Gießen. Spezialität: Kinderbetten und 1250 Erstlingswäsche. Zllustr. Kataloge gratis und franko. Fertige Haushaltpolice» über Mark: 5 000, 10000, 20001 Versicherungssumme bei Mark: 5, 10, 20 jährlicher Prämie, alle Gegen stände und Wertste im Haushalt, auch Schmucksachen und Baargeld, fo»n Boden und Keller umfasiend, für Verlust und Beschädigung geltend. y(C sicherung jeder Wertsumme im Haushalt, in Geschäften unb flow toreu; auf Wunsch Bruchteilverftcherung bei vollem Ersätze b>s zu Monatsmädchen oder Frau zur Außhülfe gegen hohen Lohn sofort gesucht. 0431 Liebigstratze 66, I. 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