rzt M MM krmr W k i tm frwifafk i. Bob, Ätte gerrenkMl^M U lunfcrten 80 rn WMvMng über die Jahre des Sturmes und Dranges hinaus- Machsen rst. Wir finden hier keine überflüssigen Roheiten Mjr; es fällt dem Dichter auch gar nicht bei, in der Schilderung der Arbeiterverhältnisse allzu sehr ins einzelne zu gehen. Im Vordergrund steht auch keineswegs wie in den Webern die Not der Masse; sondern Langmann interessiert wieder die Seelennot seines Helden Turaser, die allerdings mit der sozialen Notlage zusammenhängt. B. Turaser ist ein Arbeiter, dessen Vorfahren einst als wohlhabende Bauern bessere Tage gesehen haben, und mit ihrem Blut hat er sich noch genug von ihrem rechtlichen Sinn in sein verändertes Leben gerettet. Von einer tiefergehenden Entartung im Gefolge der proletarischen Knechtung kann bei ihm noch nicht die Rede sein. Er erliegt zwar der Versuchung und läßt sich von dem schändlichen Färbermeister der Fabrik, der seine früheren Standesgenossen schlimmer schindet als irgend ein Fabrikherr, durch die lockende Aussicht auf eine Besserung seiner sozialen Lage besonders im Hinblick auf seine kranken Kinder verleiten, einen Meineid zu schwören. Als ihm aber das Geld keinen Segen bringt und eher den Tod seiner Kinder beschleunigt, da erwacht das Gewissen in Turaser, und er übergibt sich dem Gerichte. Gerade diese inneren Kämpfe hat der Dichter mit packender Kraft dargestellt. In der Seelenschilderung des einfachen Mannes, den äußere Not und innere Schwäche schuldig gemacht haben, liegt die Bedeutung des Stückes. Die Sozialdemokratie hat für dieses Arbeiterdrama eine besondere Teilnahme gezeigt. Das ist ja wohl begreiflich, aber es ist doch hauptsächlich das stoffliche Interesse, das auf den Gedanken eines solchen Zwangsdiskonts? Er, Redner, habe den Eindruck, als gehe man darauf aus, den kleinen Zettelbanken das Lebenslicht überhaupt auszublasen. Er würde das sowohl rechtlich, wie politisch und moralisch für unzulässig halten, und er glaube nicht, daß der Bundesrat von einer solchen Ermächtigung Gebrauch machen dürfe. Der Zwang, sich an den offiziellen Diskont zu halten, sei der Ruin für die kleinen Notenbanken. Ein blutiger Akt sei das nicht, es sei aber die sogenannte trockene Guillotine. Auch die politische Bedeutung dieser Angelegenheit sei keine geringe. Die Vorteile der Notenemission würden für Süddeutschland ganz verloren gehen, falls man die dortigen Interessenten auf Berlin verweise. Abg. Siemens (frs. Vg.) stellt sich als Jntereffent vor und bemerkt, daß große Kreise von Handel und Industrie unbedingt mit der Vorlage einverstanden seien und große Vorteile für sich darin erblickten. Die Differenz zwischen unserem und dem Diskont der Bank von Frankreich werde vom Abg. Gamp übertrieben. Preußen habe ein Nationalvermögen von 95 - 100 Milliarden, per Kopf also 3600 Mk. bei durchschnittlich 500 Mk. Schulden. So seße jeder Preuße aus. (Heiterkeit.) Demgegenüber habe jeder Franzose 6200 Mk.! Der Besitz von ausländischen Werten fei für uns vom größten Wert zur Aufrechterhaltung unserer Währung, zumal für den Fall des Rückganges unseres Exports, vielleicht infolge der „glänzenden" Handelsverträge, die ja wohl in Aussicht stehen. Reder verteidigt weiter die vom Abg. Payer angefochtene Bestimmung bezüglich des Diskonts der privaten Zettelbanken, lieber allem, auch über den politischen Gesichtspunkten, stehe aber die Erhaltung der Währung. Eine übermäßige Vermehrung des Notenausgaberechts sei nicht ratsam, denn die Zirkulationsmittel müßten überhaupt in einem angemessenen Verhältnis stehen zu dem vorhandenen Kapital. Redner plaidirt weiter für Verlängerung des Vertrages mit der Reichsbank gleich auf 20 Jahre und für Annahme der Vorlage. Abg. Müller-Fulda (Centr.) tritt warm für die Vorlage ein, dabei der Verwaltung der Reichsbank rückhaltlos Anerkennung spendend. Präsident der Reichsbank Koch dankt allen heutigen Rednern für die den Leistungen der Reichsbank gespendete Anerkennung. Sodann betont er ausdrücklich, daß die Absicht ganz fern liege, die Privatzettelbanken zu beseitigen. Abg. Heiligen stadt (nl.), zweiter Direktor der "Zentralgenossenschaftskasse, tritt im Prinzip für die Vorlage ein, wünscht aber Erhöhung des Grundkapitals gleich um 80 Millionen. Auch halte er die Kontingentierung der steuerfreien Notenausgabe für einen unnützen Ballast. Abg. Schrempf (kons.) wendet sich gegen die Darlegungen des Abg. Siemens. Nunmehr vertagt sich das Haus auf Freitag. Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen Beratung und Interpellation Kanitz. Schluß 5«/4 Uhr. sich hier geltend macht. Denn naturgemäß wird der nervige Arbeiter an seinem Standort von den hier geschilderten Verhältnissen lebhafter ergriffen werden als der behäbige Bürger in seiner Loge. Trotzdem ist aber das Drama Langmanns kein Parteistück. Einmal — und das ist eine Schwäche des Stückes — geht die Schuld Turasers nicht mit zwingender Notwendigkeit aus den sozialen Verhältniffeu des Arbeiterstandes hervor. Was ihm widerfährt, kann ebenso gut mit entsprechender Aenderung der Motive einem anderen als gerade einem Arbeiter begegnen. Dann fällt es dem Dichter durchaus nicht ein, etwa den großen Kampf des Proletariats mit dem Kapital zu behandeln. Die Vertreter der letzteren bleiben im Gegensatz zu Hauptmanns Webern im Hindergrunde; wir begegnen auch keinem ziel- bewußten Agitator und hören keine tönenden Worte gegen die Bedrücker. Der Dichter behandelt nur einen einzelnen Fall, gibt keineswegs ein typisches Bild allgemeiner Arbeiternot. Das Drama geht allerdings von einem Streik aus; aber er verläuft bald im Sande und dient im Grunde nur dazu, dem Versucher Turasers seine Aufgabe zu erleichtern. Doch genug der Andeutungen. Das Stück wird besser durch sich selbst sprechen. Wir zweifeln nicht, besonders da die Hauptrolle in den besten Händen ist, daß es auch auf unserer Bühne eine tiefgehende und nachhaltige Wirkung ausüben wird. Niemand wird es bereuen, dadurch mit einem Dichter wie Ph. Langmann bekannt zu werden, -n. M.: M 0358 i Adolf Arnold, ZiWM Damenkarten 30 Pfg., Gallerte 20 Pfg. 938 aooooooooc^oooaooooo 0 0176 j reicht, billig abgegeben. 1079 Chice Balltoiletten. — Tailor made Costames, I M. Schulhof, Martt- 4M |SANAT0GEN! Ein Kleid zu waschen v. Mk. 2.— an Eine Hose zu waschen Eine Weste zu waschen Vollkommenstes Nervenbildende Substanz. Alle Nervenstärkende Ernährung. | Man verlange Prospect. 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