Gliedes 189» Nr. 8 Zweites Blatt Dienstag den 10. I rnuar Gießener Anzeiger K!etugspceis uicitcljährlK^ 2 3)?ai1 20 Psg monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen.BermittluugSstesten deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. -rschciilt täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamilienbtätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal deigelegt. General-Wlzeiger 2lnrts- rrnd Anzeigeblsrtt für den Äreis Gieszen. tt nm* >de AuM b. buxä) dieDirrktisn 3, zu erhalten. Direktion. ikßm. in 11 l. Mts. hltage abgehalten. 28- ein. Uhr pr&eie. er [schäft. Ibsen. Rudolphs Nacht.), 3.50, Zweites Parkett 0, Gallerte Mk. 060. rstes Parkett Mk. 3-, mnibusverbindwig mverm ta bißimt Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutftratze Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Ließe«. Fernsprecher Nr. 51. KnitlicherEeil. Bekanntmachung Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über btt Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Deeember 1898 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 16,30, Heu Mk. 5,50, Stroh Mk. 4,60. Gießen, den 6. Januar 1899. GroKberzoglicheS KreiSarnt Gteßen. I. V.: Frhr. Schenck._______________ Deutsches Keich. Darmstadt, 7. Januar. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog empfingen heute den Dr. jur. und Hofjunker Frhrn. Heyl zu Herrnsheim, den Steuerrat Dr. Knell aus Friedberg, den Garteninspektor F. Rehnelt von Gießen, den Oberförster Mettenheimer von Fischbach i. Schl.; den König!. Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Buchanan; zum Vortrag den Staatsminister Rothe, den Justizminister Dr Dittmar, den Kabinetsrat Römheld. Berlin, 7. Januar. Gegenüber der Mitteilung, wonach das deutsche Kaiserpaar aus Anlaß der geplanten Reise nach Rom einen Ausflug nach Aegypten beabsichtigen soll, muß hervorgehoben werden, daß von einem solchen Ausflug an unterrichteter Stelle nicht das mindeste bekannt ist- Im Hinblick auf die neue künstlerische Ausschmückung des Palazzo Caffarelli, der deutschen Botschaft in Rom, gedenkt der Kaiser, wie die „National-Zeitung" berichtet, allerdings sich nach Italien zu begeben, lieber den Zeitpunkt und die Dauer der Reise liegt jedoch noch keine bestimmte Angabe vor. Berlin, 7. Januar. Im Reichstage ist der in der vorigen Session nicht mehr zur Beratung gekommene Gesetzentwurf betreffend die eingeschriebenen Berufs- vereine von der freisinnigen Volkspartei wieder eingebracht worden. Berlin, 7. Januar. Das Staatsministerium trat heute Nachmittag um 2 Uhr unter dem Vorsitz des Reichs- kauzlers Fürsten Hohenlohe in seinem Dienstgebäude zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 7. Januar. Zur Feier der Eröffnung des preußischen Landtages werden auf Befehl des Kaisers die aktiven Generale der Berliner Garnison anwesend sein. Berlin, 7. Januar. Gegenüber anderen durch die Blätter gehenden Nachrichten, die stark mit der Möglichkeit rechnen, daß das deutsch-englische Handels-Abkommen nicht zur rechten Zeit vollzogen werde und daher das gegenwärtig bestehende Handels-Provisorium noch einmal verlängert werden müsse, erfährt die „Post" daß zu obiger Besorgnis keine Veranlassung vorliegt, da man dem Eintreffen der englischen Antwort jeden Tag entgegensetzen darf und auch immerhin bis zum Ablauf des Handels-Provisoriums noch Zeit zu weiteren Verhandlungen übrig bleibt. Berlin, 7. Januar. Aus dem Reichstag. In dem Haushaltsausschuß des Reichstags sind die Berichterstatter für die zweite Lesung des Haushalts-Entwurfs bestimmt worden. Berichterstatter für den Militäretat sind: Graf Roon und Dr. v. Hertling für die fortdauernden Ausgaben, Gröber und Graf Klinkowström für die einmaligen Ausgaben. Die Ernennung von Berichterstattern für den mit der neuen Militärvorlage zusammenhängenden Nachtragsetat ist noch Vorbehalten. Für die Marine und Kiautschou sind Abg. Lieber und Graf Stolberg zu Berichterstattern bestellt, für die Post- und Telegraphenverwaltung Dr Paasche und Lingen-, für das Auswärtige und die Kolonien Prinz Arenberg und Dr. Hasse. Für die Reichseisenbahnen sind Möller-Duisburg und Dr. Müller-Sagan bestellt. — Austritt aus der Zentralstelle. Ihren Austritt aus der „Zentralstelle zur Vorbereitung von Handelsverträgen" haben die Mitglieder des deutschen Tabaksverbandes erklärt, und zwar sollen sie, wie ein Berliner Berichterstatter schreibt, zu diesem Schritt bewogen fein, weil, wie-man sagt, die Zentralstelle sich mehr und mehr in eine derartige Opposition zur Regierung gestellt habe, daß ein ersprießliches Zusammenwirken kaum noch zu erwarten stehe. Auch der Führer der sächsischen Tabaksindustriellen, Kommerzienrat Collenbusch, der zugleich auch dem Vorstand der „Zentralstelle zur Vorbereitung von Handelsverträgen" angehörte, hat unter Niederlegung seines Amtes seinen Austritt erklärt. — Fleischbeschau-Gesetz. Infolge der bisher über den Inhalt des in Aussicht stehenden Fleischbeschau- Gesetzes bekannt gewordenen Mitteilungen ist in den Kreisen der zur Zeit thätigen örtlichen Fleischbeschauer die Besorgnis wachgerufen, daß sie ihr Gewerbe nicht mehr würden ausüben können und durch Staatsbeamte ersetzt würden. Demgegenüber kann die „Tägl. Rundschau" auf Grund ihrer Erkundigungen mitteilen, daß eine solche Besorgnis unbegründet ist, und daß vielmehr in Zukunft die Dienste der jetzigen Fleischbeschauer noch mehr als bisher — allerdings, was nur in ihrem Interesse liegen kann — direkt vom Staat — in Anspruch genommen werden sollen. Daneben wird die Einstellung neuer Kräfte zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen notwendig werden. Aus Sachse», 5. Januar. Die Ueberfüllung der gelehrten Berufskreise fängt an, bei uns Besorgnisie zu erregen, da noch keine Abnahme des Zudranges zu ihnen, sondern eher eine Zunahme desselben wahrzunehmen ist. Die Zahl der Referendare, die nach Ablegung der vorgeschriebenen Prüfung zu Affefforen ernannt worden sind, betrug im Jahre 1894 in Sachsen 44. Seitdem ist deren Zahl alljährlich gestiegen und wuchs im letztverflossenen Jahre auf 132! Im ganzen wurden in den letzten fünf Jahren 412 Assessoren ernannt; von diesen sind nach und nach 139 aus dem Justizdienst ausgeschieden; zu Amtsrichtern, Landrichtern und Staatsanwälten aber wurden in diesen fünf Jahren 133 befördert. Sonach ist in Sachsen ein ziemlich bedeutender Ueberschuß an Assessoren vorhanden, was zur Folge haben muß, daß der Zeitraum, der von der Ernennung zum Affessor bis zur Anstellung verstreicht und der jetzt schon nicht leicht unter vier Jahren beträgt, immer größer wird. Daran war man bisher bei uns nicht gewöhnt. Ganz besonders klagen aber auch die jungen Theologen, die oft lange Jahre warten und mit den bescheidensten Hilfslehrerstellen an Volksschulen vorlieb nehmen müssen, ehe sie in ihrem Beruf thätig sein können. Auch die Zahl der jungen Aerzte übersteigt weit den Bedarf des Landes, doch kommt ihnen der weltbürgerliche Charakter ihrer Wissen- schast zu statten, der ihnen eine gewisse Freizügigkeit sichert, und das Wort medicina est certissimum viaticum behält darum seine Geltung. Ausland. Wien, 7. Januar. Die ungarischen Minister wurden auf 4 Uhr nachmittags zum Kaiser berufen. Einstweilen läßt Banffy alle Gerüchte über einen Kabinettswechsel dementieren. Rom, 7. Januar. Wie im Vatikan verlautet, wird der Die Freunde der Sache veranstalteten am 16. Januar 1881 1 tinc große Volkversammlung, um die Oeffentlichkeit dafür ' intereffiren, und diese Versammlung verlief bei weitem die Straßen Edinburgs riesige Plakate - - . i denen an alle, die sie lesen wollten, die ohnung gerichtet war: Februar, fit w bit aut®*“ Feuilleton. Englische Wolksöibliotheken. Von Dr. Ernst Schultze. „Steuerzahler! Fallt nicht auf diesen Volks- vtbliotheksmumpitz herein, sondern wahrt Euch gegen die Last von 6000 Pfund neuer Stenern, schickt Eure Karte mit „Nein!" zurück." I Dieser Appell an das „Hosentascheneigentum", wie karlyle sagen würde, hatte Erfolg, denn von den 41,000 die ihre Stimmen abzugeben hatten, schickten (die ,^mmung wurde diesmal auf Postkarten vorgenommen) bOOifjr „Ja" und 15,700 ihr „Nein" — die übrigen Eilten sich der Abstimmung. Daß dies ein ziemlich hoffnungsloses Resultat war, |n rocütnm W MenM, men von 5*5^ AM Ksß ^Hhealer*m9n<) bicc bur$ r 513" ,1899$ klagen mußten, auf gg |-C----------... 208 a tDT' Gegner wußten eben nur einen einzigen Grund tajt ö torzubrmgen, der sich zu einer Behandlung in einer längeren 0 „ r. öor einer großer Versammlung nicht recht eignete, X t1?“ cr sich gar zu armselig ausgenommen hätte. Deshalb ,kte 6-berai1 g^Ls frkd . man/ stm ihn zur Kenntnis des großen Publikums (3. Fortsetzung.) Man ließ 13 Jahre ins Land gehen, ehe man einen neuen Versuch in der gleichen Richtung unternahm. In dieser Zeit hatte eine große Zahl von englischen Städten ---I V Vit 11 Twart-Bill angenommen, und man glaubte deshalb eher ukelv, e~ Oii5 eus einen Erfolg rechnen zu können, als im Jahre 1868. konnten sich die Anhänger der public libraries nicht verhehlen, wenngleich es ja bereits bei weitem günstiger war, als der Versuch des Jahres 1868. Wer weiß aber, wann Edinburg nun wirklich eine große Volksbibliothek bekommen hätte, wenn nicht Andrew Carnegie durch die Darbietung einer größeren Geldsumme wirksam nachgeholfen hätte. Carnegie ist ein geborener Schotte; als er 10 Jahre alt war, siedelten seine Eltern nach Pittsbnrg in den Bereinigten Staaten (Pennsylvania) über, wo er sich von den kleinsten Anfängen aus so energisch emporarbeitete, daß er jetzt die ausgedehntesten Eisen- und Stahlwerke besitzt, die je in der ganzen Welt von einem einzelnen Menschen geleitet worden sind. Carnegie weiß es aus eigener Erfahrung, wie bitter es thut, wenn man so gern etwas lese» möchte, aber nichts hat. Er erzählt von sich in seiner, ja auch dem deutschen Publikum bekannten kleinen Schrift über die Pflichten des Reichtums: „Als ich ein Knabe war, öffnete Colonel Anderson of Alleghany — ein Name, den ich nie ohne das Gefühl der tiefsten Dankbarkeit aussprechen kann — in Pittsbnrg seine kleine Bibliothek von 400 Bänden uns Knaben. Jeden Sonnabend Nachmittag war er selbst damit beschäftigt, die Bücher umzutauschen. Niemand, der es nicht selbst gefühlt hat, kann sich kaum die unsägliche Sehnsucht denken, mit der wir das Erscheinen des Sonnabends erwarteten, an dem wir ein neues Buch haben könnten. ... Damals, als ich in diesen Schätzen schwelgte, war eS, daß ich beschloß, wenn ich jemals zu Reichtum gelangen sollte, ihn dazu zu verwenden, Freibibliotheken zu errichten, damit auch andere arme Jungen in eine ähnlich glückliche Lage versetzt würden, wie die es war, für die wir diesem edlen Manne unseren Dank schulden." Carnegie hat diesen Vorsatz gehalten. Er hat eine ganze Reihe von Volksbibliothekeu in Nordamerika nnb Schottland in- Leben gerufen; allein für schottische Volksbibliotheken hat er etwa 78,000 Pfund St. (d. h. etwa IVt Mill. Mk.) geschenkt. Mehr als die Hälfte dieser Summe entfällt nun auf eine großartige Schenkung, die er der Hauptstadt seines Vaterlandes, Edinburg, im Jahre 1886 machte. Er setzte nämlich 25,000 Pfd. St. für die Errichtung eines Volks- bibliotheks-Gebäudes unter der Bedingung aus, daß die Stadt die Bibliotheksakte annähme. Aber schon wenige Tage, nachdem dieser Brief in Edinburg eingetroffen war, telegraphierte Carnegie: „Glaube, 50,000 notwendig, um Edinburg Bibliothek zu geben, wie es sie braucht; erhöhen Sie meinen Antrag auf 50,000." Dieses Eingreifen des „Eisenkönigs", wie Carnegie häufig genannt wird, gab der Wage der Voksgunst endlich den entscheidenden Ausschlag nach der gewünschten Seite. 50,000 Pfd. St. (1 Mill. Mk.) sind nicht eine Kleinigkeit, die sich die Bürger einer Stadt so leicht entgehen ließen. Diesmal war das Resultat derartig, daß unter der ganzen, mehrere tausend Köpfe zählenden Versammlung, die über den Vorschlag abzustimmen hatte, sich nur zwanzig Leute fanden, die ihre Hand dagegen erhoben, aber sofort unter allgemeinem Gelächter verblüfft den Saal verließen. Auch ii anderen Städten stieß die Annahme der Ewart- Bill auf größere oder geringere Schwierigkeiten. Namentlich die verschiedenen Bezirke Londons zeichneten sich durch wiederholte Ablehnung derselben aus; die erste Ablehnung erfolgte dort am 5. November 1855. 1856 war innerhalb Londons die erste Annahme der Bill zu verzeichnen (durch zwei kleine Gemeinden in Westminster) — dann folgt eine lange Reihe von Ablehnungen über Ablehnungen, bis im Jahre 1883 Wandsworth die Errichtung einer public library beschloß. Dann haben immer mehr Bezirke das Versäumte nachzuholen gesucht, und heute haben von den 82 parishea Londons 51 die Bibliotheks-Akte angenommen. (Fortsetzung folgt.) 206 Emil Fischbach. ;';Humoritor“ spp’i"' 274 439 zlkrsteigkMgtn Empselüungen Der Oberbürgermeister: I. V.: Wolff. den Sieg der Revisionisten zeugt dieses Schreiben allerdings nicht. London, 7. Januar. Eine amerikanische Flotte wird im Laufe des Monats Juni die englischen Häfen besuchen. Ein starkes englisches Geschwader unter dem Befehl des Herzogs von York wird das amerikanische Geschwader in Portsmouth begrüßen. London, 3. Januar. Der Zweibund contra England im Yangtsethal. Die Nachricht von den letzten Borfällen in Hankau und Shanghai wird hier ziemlich ernst aufgefaßt. In beiden Fällen liegt eine Bedrohung britischer Interessen durch die geforderte Ausdehnung einer fremden Niederlassung — in Hankau der russischen und in Shanghai der französischen — vor, und die Aehnlichkeit des Vorgehens legt den Gedanken nahe, daß es sich um einen abgekarteten'Schachzug des Zweibundes handelt, der den englischen Anspruch auf Einschließung des Yangtse- thales in die britische Einflußsphäre in Frage stellen soll. Der „Standard" erkennt das heute offen an und erklärt sehr positiv, England könne hier, wo eine Probe auf den relativen Einfluß der Mächte im Aangtsethal gemacht werde, nicht nachgeben, selbst wenn es dadurch den europäischen Frieden gefährden würde. Der „Standard" giebt damit nur dem gebieterischen Wunsch der überwiegenden Majorität D R.-P. Mit neuem Muschelreflector. J 6- Honben Sohn Carl Aachen. * Haupt-Depot für Giessen und Oberheseea Pelikan-Apotheke. 210 Markttag festgesetzt. Zur Unterbringung von Jungvieh sind einzelne Buchten angelegt, für deren Benutzung vorerst eine besondere Gebühr nicht erhoben wird. Gießen, den 7. Januar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. rat zur Verdunstung kalten Wassers ohne Anwendung von Wärme, wodurch tue Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Schlafzimmern, Comp- toirs^Kranken-u.Schulsälen und. dergl. gesundheltsför- dernd sehr vermehrt wird. Preis compl. -M>- 8.—• Ausfuhr!. Prospecte umsonst. Gustav Voss,BoQ.Kölna/Rn. Harantirt reiner Wenenhonig per Pfund 70 Pfennig, feinster weißer Hafelstonig per Pfund 1 Mk., Gis la, feinsten deutschen Kunsthonig, bester Ersatz für Bienenhonig, per Pfund 50 Pfennig, empfiehlt 11896 Bekanntmachung, betreffend: Abhaltung der Viehmärkte. Er wird hierdurch zur Kenntnis der Jnteresienten gebracht, daß auf dem provisorischen Viehmarktplatz hinter dem städtischen Schlachthaus Schutzballen gebaut sind, welche 100 Haupt Rindvieh aufnehmen können. Zur Unterbringung von Vieh in diese Schutzhallen sind nur die Personen berechtigt, welche vorher Standgeld entrichtet haben und sich hierüber durch die Quittung, welche btm Marktmeister Moll abzuliefern ist, auswersen können. Die besondere Gebühr für Halleustaudzeicheu, welche nur von der Staudgeldausgabe in der Freibank verabfolgt werden, ist für jedes Haupt Rindvieh auf L0 Pfennig pro Flotter Schnurrbart! Franz. Haar- und Bart- Elixir, schnellstes Mittel z. «Erlang, e. stark, haar- »Bartwuchses, ».ist all. poniab., Tinct. u Bals, entschieden vorzuzichrn, durch viele Dank- u. An- erkennungsschr. bewies. Erfolg garantirt! i Dose Mk. I.—u. 2.— nebst Gebrauchsanw u. Garantieschein. Derf. blscr. p. Nachn. ob. Gins. d. Betrag, (a. i. Briefm. aller Länder). Allein echt zu beziehen durch Parfümeriefabrik F. W. Ä. Meyer, Hamburg-Borgfelde. Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1879 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Be- freiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung eryalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst, boten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekru« tierungsstammrolle in der Zeit vom 5. bis 15. Januar d. I bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, wenn sie dahier nicht geboren find, ihren Geburtsschein, und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haoen ihren Losungsschein vorzulegen. t r . r. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anineldung unterlaßen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen ver pflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militär- pflichtigen auf Grund doS § 32, poa. 2, lit. a, b, c, d, e f und § der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen find, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 3. Januar 1899. Aerztlich anerkannt ab ganz hervorragendes Schönheit«- und Hautpflegemittel, verleiht blendend weissen Teint und tadellos reine zarte Haut Kaiser während seines bevorstehenden Besuches in Nom auch beim Papste vorsprechen. Brüste! 7.^ Januar. Die erste Versammlung der Gruppe der Sozialisten, Liberalen und ChriMch-Demokraten, deren Ziel es ist, eine Allianz auf der Basis d^ gleichmäßigen Vertretung zu schließen, um auf diese Weise die jetzige klerikale Regierung zu stürzen, findet nächsten Montag ^QtL$ari8, 7. Januar. Der Finanzminister erklärte gegenüber dem Vorstande der Agents de Change, daß alle Gerüchte über angeblich gespannte Beziehungen zwischen Frankreich und England erfunden sei^n. Die Beziehungen der beiden Länder zu einander ließen nichts zu wünschen übrig. . ..... Paris, 8. Januar. Seit längerer Zeit wieder laßt der in England weilende Zola in der Oeffentllchkeit von sich hören. Er erklärt in einem Briefe an einen Freund, daß er, obwohl seine Rückkehr nach Frankreich angängig sei, es vorziehe, dieselbe noch aufzuschieben, um der Sache nicht zu schaden. Er wünsche, an seinem gegenwärtigen Zufluchtsorte zu bleiben. Der Sieg scheine ihm zwar sicher zu sein, aber er frage sich mit Unruhe, was der folgende Tag bringen werde und ob mau ein Gebäude mit Trümmer- stücken wieder aufbauen könne. Von großer Zuversicht in Neue Rollmöpke, per Stück 5 Psg., 100 Stück 4,50 Mk. fste. Msrnarckyeringe, fite, russische Kronsardinen empfiehlt 212 Eb. Dort, MMhorstraße 45. Frislhr, ger. Kieler Mlinge und ger. Schellfische empfiehlt 213 E. Dort, Wallthorstraße 4o. besitzt grösste Vorzüge vor Lanolin* Glycerin, Vaseline, Gold Cream und dergl Regelmässiger , Gebrauch schliesst jegliche schädliche Froet- einwirkung auf die Haut (Frostbeulen, rauhe, spröde Haut etc.) aus- Preis pro Topf M. 1.—, auch in Tuben ä 60 und 20 Pf. dazu gehöriger Puder M. 1—, dann gehörige Seife Stück 60 Pf. Man verlange ausdrücklich in Apotheken, Drogerien, Parfümerien die verbesserten Neuen Crtne Iris - Präparate in blauer Packung von Apotheker Walter Weiss, früher Gleesen, jetzt: Berlin SO., PUcklerstraase. des britischen Volkes Ausdruck dem heute -u-h «°r d-m Zweibund nicht bange ist. Aehnüch sprechen sich andere Blätter aus. Di- ..Pall Mall Gazette" sagt. ,Jn » weil di- zw-i Coinpöres hi-r zusammen w.rk-n, wisse'w r nicht Jedenfalls ist aber in beiden Fallen ein Punkt ei- reicht, wo di- britische Diplomatie nicht nachgeben kann, ohne unser Prestige in China verhängnisvoll zu schad^en und unsere gerühmt- Einflußsphäre ,m Ns-ngts-thal p >s- zuq-ben. Und der „Globe" Plaid,-rt für die 9l=*W- di- in d-r Faschoda-Afiaire so -rf°lgr-'cht war. (M.N.N.) Antwerpen, 8. Januar. D-r Dampfer „Marcy- welcher aus Philadelphia gestern H.er -ngekomm-u st, hat unterwegs schwere Havarie erlitten. Bier Mann der Besatzung trugen schwere Verletzungen davon. Versteigerung. Dienstag den 10. Januar l. Js., nachmittags 2 Uhr, versteigere td) Neustadt 55 dahier gegen Baarzahlung: 1 Sckwein, 1 Itollwagen, 1 Fracht- waaen, i Chaise, 20 Lagersäster, 1 Kassasckrank, 1 Faß Rum, 1 Faß Arrak, 3 Fahrräder, mehrere Oel- gemälde, 48 wollene Herren-Jacken, verschiedene Ellewaren, als: Unterrock- garce, Schürzenstoff, Zanella, Cha- conet, Nessel; Gardinen, 1 Patent- seffel und 2 andere, 2 Bettstellen, 3 Sophas, 1 Ballen Barchent, zwei Nähtische, 1 Tisch, 1 Kleiderschrank, 1 Spiegel, 1 Waschkommode, einen Nachttisch, 1 Regulator, eine Partie Hüte und Schuhwaren u. a. Sachen. 428 Born, Gerichtsvollzieher. Pa. engl. GumlllWhk billigst bei 356 PH. Schlatter. FMackÄidk »5 ufo. bis Mk. 5.85 per Meter - japanische, chinesische rc tn den neunen DtlsinS und Farben, sowie schwarze, wettze und farbige »Hennev g Seide- von 75 Pfg. bis Mk. 18.65 per Meter - lnodmrstm Geweben, Farben und Desftns. An Jedermann franco und verzollt ins Haus. Muster umgehend. w..-. l G. 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ReichS'Anl. bo...... 101.60 93.55 101.40 93.90 100.90 101.^0 99.90 92.10 41.05 48.80 93.60 59.— 101.65 101.10 37.50 2380 101.05 101.— 100.9C 61.SC 4«.3( 99.6t 27.4k 4 3 101.70 V 94.45 101.70 . 94.95 p 100.20 100.80 J 101.20 ' 100.- ® 92.25 ; 100.50 0 41.15 | 102.10 J 85.80 J 37 50 : 25.30 ’ 100.65 ; 102.— * 101.70 4 60.80 45.90 4 98.50 >1 27.50 -1 22 70 Ung. Golbrte.. bo. Anl. bo.Staatsrte. , bo.E.B.Golb v. 89 . . . . Arg. inn. Anl. /,| bo. äuß. v. 88 ChinefischeAnl. Egypt. unific. . Mexico v. 90 . bo. Etsenb. . bo. Silber. . rtüte^bi. Darmfiäbter . /, bo...... 100.50 87.50 98.15 101.15 73.50 99.30 99.05 97.45 25.05 100.50 101.40 97.50 70.- 95.10 81.50 101.85 87.30 98.— 102.30 85.40 75.10 100 50 107.90 99.2V 96.— 24 35 101.— 98.40 98 — 98.— 100.60 98.— 100.50 101.40 97 50 «9.60 95.20 76 40 100.- 97.50 100 — 81 50 4 4 4 4 4 4 3 4 3 3 8 3 3 3 4 3 3 • 4 4 4 5 3 DsuNch« Heff. Lubwigs- bahn v. 68/69 bo. v. 75/78 . Allg.bt.Kleinb. Elisab.-B.strfr. Kaschau-Ober« berget v. 91 Lombarden . . 102.40 100.60 99.70 76.75 102 — 93 — 89.05 90.80 86.05 79.10 77.— 101.40 59.50 62.10 95.70 96.05 100.95 100.71 98.35 58.8t 4 —4 101.30 4 31/ 101.75 4 100.50 31 99.40 31 76.15 4 102.30 93.10 4 89.10 31 91.20 86 20 31 4 80 — 4 77.— 101.30 3l 59.2(1 4 61.40 4 95 50 3* 95.90 4 100.85 4 102.20 102 50 4 102.30 3 97.70 3 59 30 Ifaubbrieft. Gothaer unkb. 1903 .... Grunbschbk. Ser. V-VI bo. i-n , bo. unk. 1906 FE. Hypbk. XIV..... , bo.XII—XIII , bo. XV. . . Frflt. Hyp.- Crebitverein bo. Ser. 27 . bo. Ser. 28, 30, 33 . . . /, bo. Ser. 29 . Lbw.Creb.-Bk. Hambg.Hypbk. ©er.141—250 /, bo. 46—190 Meinmg. Hyp. bo. neue . . /, bo. uni. 1907 Po mm. Hypbk. Preuß. Hypbk. vm—XII bo. neue . . . /, bo. 1905 . . /> Rhein. Hypbk. UNk. 1904 . 101.50 100 — 98.— 100.30 97.40 99 — 99.50 101.— 97.30 98 20 100.75 100.— 97.50 97.— 100.80 98.— 100.— 100.— 102.— 98.3C I 97.31 101.50 101.50 100.— 98 — 100.10 97.40 99 — 99.40 101.— 97.— 98.20 100.55 100.— 97.50 97.— 100.30 98.— 100.— 100 — 102.— 98 3C 97.31 87, 4 4 4 47, Westbeutsche Bodencrebit in Cöln . . Ung. Lbs.-Ctr. Diverse. Buberus . . . Eisenb. Rtbk. . Hirzh. u. Lollar klmit'Arvn». Dtsch.Reichsbk. Berliner Hanb. Darmstäbt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. Disct.-Comm. DreSbener . . Mittelbt. . . . Nationalbk. . . Oest.Creb.-Act. KleyerFahrrab Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Rorbb. Lloyb . Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. 99.30 97.90 100.20 98.60 166 80 167.50 153.40 206.90 117.20 198.— 163.— 119.60 148 20 226 50 145.— 408.— 115.41 232.41 183 9( 177 8( 97.— 97.40 99.— 100 20 97.80 167.90 169.— 155.10 207 9U 118.20 199.— 164.— 119.50 149 30 307.75 246 — 144.— 429.— 115 9C 228.31 190.21 178.5t 4 4 5 37, 3 4 5 3 27, 8 Set. Königs- u. Laura . . . Siftab.-ArÜti. Oest. Staatsb. bo. Sübbahn Gottharbbahn. Jura«Simplon Princ Henry . r-sst in ProcnUn,. Bab. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Eöln-Minben. Mabriber. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Dlbenb. Th. 40 Raab-Grazer . Türk. srs. 400 per Stück in Mt. Ansbacher st. 7 Augsburg, st. 7 Brschw.Thlr20 Freiburg, fs.10 Mailänb.fS.10 Meininger st. 7 Pappenh. st. 7 Venebiger L. 30 217.40 154 90 27.50 150.70 104*— 215 50 810.- 58- 15170 103- 103 80 146 50 167- 11050 186.45 40.- 132.70 125 30 132.80 92 20 35^5 86.90 24 50 11980 26.- 1450 24 10 23.45 Preuß.ConlolS bo..... Badische v. 86 Bayr.St.-Obl. a.Heff.S.-Obl. bo. .... bo...... Württemberg. «■•Uknbifd»«. kriech. E.B. v. 1890 .... Griech.Monop. Italiener Rte. bo...... Oest.Golbrte.. Oefi. Silberrle. Portug. Staat bo...... Rum. am. Rte. Ruffen v. 80 . Schweben v 80 Serben v. 96 . I Spanier . . . i Türl.Zoll-Obl. bo.corro JL-it.C. bo. LitD. Oest. Staats b. bo. i-vin . do. v. 85 . . bo. Erg.-Netz Prag-Dux 96 . Raab-Oebenb. (alte) . . . bo. v. 97 . . Rubolf Gold . Jtal. gar.E.B. Livorneser . . Sicil. v. 91 . ToScamer . . Ruff. Sübost . bo. Sübwest RjLsanUralsk Wlabikawkas . Anatolier. . . Salon.-Mon. . 136.— 40.10, 183.50 148.60 133.40 91.70 116.— 37.70 24 80 128.50 14 sc 23.2c 23.- 28.- l/j Gießener (alte) 7, bo. ». 96 . . Mainzer . . . 7, bo...... Offenbacher. . Wormser . . . 7, bo..... Lissaboner . . Rom n—VIII 7, Buenos - Aires SlnbteljtL^iL S.-Braunf. . . 7, bo...... 7, bo. Lich . . . 7, Ysubg.-Bierst. Ncdackion: E. Burkhardt. — Druck und «erlag der Brühl'scheu UniverfilätS.Buch- unb Steindruckerei (Pietsch Erbend in Gießer. ilitj. ,i8 Monlags- Die itrbtn wn « loidjOithd) v> m*6on Ätbaltion, K Betreffend: Gro u bie ®ti Wir sehe Zu- und Weg diese Register zum 20. d. M dem Muster, n ist, M iZvr Grch. Mr beziehen. M D> angtvrdM Gieß HM die „ Da bei I Militärvvcko ungen stehen' einmal vorher ""gen fit für M einj'chneide wesentliche Bei ^"gfiigig, do sie sich auf Minder hau dtt zrveijähnae Ise« 3nr ... 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