Samilie. oi’m Kr. 108 Zweites Blatt Dienstag den 9 Mai 1899 Gießener Anzeiger General-Anzeiger A^ugrprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfß. mit vringerloha. > »nähme von Anzeige» za der aochmitlag» für de« jilgeadea Lag erscheinenden Nummer M vor». 10 Uhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de« I«. uxb AuLlaade» nehmen Anzeigen für den Lietzener Anzeiger attgcfl«. scheint ILgNch mit Ausnahme des Montag-. Die Gießener »erde« dem Anzeiger ircheutlich viermal beigelegt. Anrts- und Anzeigeblatt für den Aveis Gieszen. liessen 017U | Mai Halle. von Ult. 500? lSit-ungsWt W) ek« ti Darmiu, Methode. ert. (0 Ee ing rsos Mk. 15,— lern 12. Mal?, betreibende etc. bis ra > und Schüler. - Jei Wochen schmmgroll c: linse in derselbe! k ler am Freitag, 12. Iil -3 und 6-8 Uh a? imittags. IIK eiben und Buchfihn«| gegenwärtig Giewe. ler.« meD-FahtfMm vy men. Mischung, cht sen,l«NPN iai M tto. Silberrente ieib-gi^ .Ulen ff«** 1*1 n» 1*1 B , Arntenb- OW- * ttlDbL , . M 1^ trffirttS i»u "j ■ «ISS^ Redaktion, Expedition und Druckerei: Schatßrahe Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger chieß«. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Reich. Darmstadt, 6. Mai. Ihre Königlichen Hoheiten der Hrvßherzog und die Großherzogin werden sich m Montag dem 8. d. M., mittags 1 Uhr 40 Min., zum des«che Ihrer Majestät der Königin Viktoria nach England begehen. Berlin, 7. Mai. Gestern fand im Reichsamt des Innern unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Grafen Posidowsky die erste Sitzung des für die geplante Süd- Polar-Expedition berufenen wissenschaftlichen Beirats statt- Berlin, 7. Mai. Die Voruntersuchung in der bekannten Tpieler-Affaire wird in kurzer Zeit abgeschloffen sein, und der Prozeß nach den Gerichtsferien zur Verhandlung fomtien. Berlin, 7. Mai. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aw8 Lov don: In San Franzisko traf am 20. April eine Meldung aus Samoa ein mit folgenden Details über Hufnagels angeblichen Verrat. Als die britisch-amerikanische lruppen-Abteilung auf dem Wege nach Vailele Hufnagels Pflanzung erreichten, fragten ihre Führer den Hufnagel, ab Samoaner in der Nachbarschaft wären. Hufnagel vermute dies, obgleich die Rebellen wenige hundert Meter davon lagen. Hufnagel riet den Führern, die Hauptstraße -atla-ng durch die Pflanzungen heimzukehren, was die Truppe auch that. In der nahen Schlucht wurde diese dann von -den Mataafa-Leuten überfallen. Berlin, 6. Mai. In der Neuen Kirche fand heute die Trauer feier für den verstorbenen Präsidenten des Kichsgerichts Eduard von Simson statt. Unter den Äeilicehmern bemerkte man die Prinzen Friedrich Heinrich Md Joachim Albert, die beiden ältesten Söhne des Prinzen Mert von Preußen, die im Auftrage des Kaisers erschienen Haren, welcher außerdem durch eine kostbare Kranzspende Wer Teilnahme Ausdruck verliehen hatte. Der Großherzog Mil Sachsen-Weimar hatte einen prächtigen Kranz mit der Hidmung: „In dankbarer Erinnerung" gesandt. An der Dauerfeier nahmen ferner zahlreiche Vertreter der Reichs- uinh städtischen Behörden teil, u. a. Fürst Anton Radziwill, Lbkl Hofmeister Graf Eulenburg, die Staatssekretäre Graf Aosadowsky, Nieberding und Tirpitz, die Minister von Äiqioel und Schönstedt, die Mitglieder des Bundesrats, düs Präsidium des Reichstages, zahlreiche Mitglieder des Arich-stages, des Abgeordnetenhauses und Herrenhauses, Bürgermeister Kirschner, Reichsgerichts-Präsident Dr. Löwenstein, sowie Vertreter der Städte Königsberg, Leipzig und Frankfurt a. O. Zahlreiche Kränze wurden am Sarge niedergelegt. Nach der Gedenkrede, welche der Prediger Licenciat Kirmes hielt, wurde der Sarg in den vierspännigen Leichenwagen gehoben und der Zug bewegte sich nach dem Kirchhofe der Neuen Gemeinde nach der Belle-Allianz-Straße, wo dem Entschlafenen an der Seite der Gattin die letzte Ruhestätte bereitet wurde. Berlin, 7. Mai. General Frhr. v. Falkenstein f. Der kommandierende General des 15. Armeekorps, Freiherr v. Falkenstein, königl. württembergischer General der Infanterie und Generaladjutant des Königs von Württemberg, ist in der Nacht vom Freitag auf Samstag zu Straßburg i.E. nach längerer Krankheit gestorben. Der General hatte trotz seiner Erkrankung an den Festlichkeiten der letzten Tage teilgenommen. — Zur Abrüstungs-Konferenz. Die Nachricht der „Daily News", daß Graf Murawiew in Berlin freundliche Vorstellungen wegen der Ernennung des Professors v. Stengel zum Delegierten für die Abrüstungs-Konferenz habe machen lassen, ist, wie jetzt bestätigt wird, erfunden. — Kardinal Krementz f. Der Kardinal - Erzbischof von Köln, Dr. Krementz, ist Freitag nacht 12 Uhr 15 Minuten gestorben. Der Verstorbene stand im 80. Lebensjahre. Ein geborener Rheinländer und in den ersten Zeiten seiner priesterlichen Laufbahn in seiner Heimat thätig, wurde er 1867 Bischof von Ermland. Auf dem Vatikanischen Konzil von 1870 gehörte er zu den Bischöfen, die zuerst opponierten, dann sich aber dem neuen Dogma unterwarfen. Der Kulturkampf brachte ihn in scharfen Konflikt mit der preußischen Regierung, der erst 1883 beigelegt wurde. Im Jahre 1885 wurde Philipp Krementz Erzbischof von Köln an Stelle von Paul Melchers. Die Kardinalswürde wurde ihm im Jahre 1893 verliehen. — Zur Mainkanalisation. Der „Frankfurter Zeitung" wird mitgeteilt: Bei den am 3. und 4. Mai in Frankfurt a.M. von denMinisterialkommissaren Preußens, Bayerns und Hessens in der Angelegenheit der Fortsetzung des Main-Kanals nach Aschaffenburg geflogenen Verhandlungen wurde in allen Punkten ein Einverständnis erzielt, so daß die Fertigstellung der Arbeiten für den Entwurf nunmehr in verhältnismäßig kurzer Zeit erwartet werden darf. Die Beratung galt den einheitlichen Grundsätzen für einzelne Anlagen, besonders für die Gestaltung der Schleppzugsschleusen u. s. w. Marburg, 6. Mai. In der letzten Nacht ist die neue Mühle in Caldern abgebrannt. Der Müller Pfeiffer sprang aus dem obersten Stockwerk herab. Cr wurde schwer verletzt nach der Klinik Hierselbst überführt. Mannheim, 6. Mai. Der Großherzog vonBadeu stiftete anläßlich seines mehrtägigen hiesigen Aufenthalts für Mannheim ein Kurfürst Karl Theodor-Denkmal und ein Großherzog Karl Friedrich-Denkmal, welche zur Aufstellung auf den beiden hiesigen Schloßplätzen bestimmt find. Ausland. Wien, 7. Mai. Infolge der andauernden Regengüsse wird aus allen Landesteilen Hochwasser gemeldet. Es werden große Ueberschwemmungen befürchtet. Die Wien- Regulierungsarbeiten haben großen Schaden gelitten. Wien, 6 Mai. Bei einem Fest in Keszthely erschoß der Gutsbesitzer Adolyan seinen einzigen Sohn, weil er vom Katholizismus zum Protestantismus übergetreten war. Der Mörder stellte sich selbst der Behörde. Budapest, 7. Mai. Sobald Goluchowsky und Dr. Kaizl hier eingetroffen find, werden gemeinsame Minister- Konferenzen unter dem Vorsitz des Kaisers stattfinden. Rom, 6. Mai. Das neue Kabinett Pelloux ist gebildet. Sonnino übernahm definitiv das Aeußere, Sa- landra Schatz und Carmino Finanzen. Crispi wird das neue Kabinett unterstützen, da seine Anhänger in demselben verbleiben. Lugano, 6. Mai. Der Genoffe Lucchenis, Panizza, welcher unter falschem Namen hier eingetroffen ist, wurde verhaftet. Bei demselben wurden kompromittierende Schriften gefunden. Paris, 7. Mai. Wie das „Echo de Paris" hört, wird das Urteil des Kassationshofes über die Revision am 28. ds. erfolgen. Paris, 7. Mai. „Petit bleu" hat von dem neuen Kriegsminister folgende Erklärung erhalten: Ich habe von dem Drey fus-Prozeß keine Kenntnis und will vorläufig diese Affaire nicht kennen. Wenn aber der Kassationshof sein Urteil gefällt haben wird, dann werde ich meine Pflicht thuu. Paris, 6. Mai. Der „Figaro" veröffentlicht eine sensationelle Enthüllung, und zwar einen Brief, den der Advokat des Generalstabes, Tezenas, vor dem Zola-Prozeß an den General Boisdeffre richtete. In diesem Brief setzt der Advokat einen Plan auseinander, den der Generalstab Feuilleton. Mflose Dampfer auf Hoyer See. Von Dr. Albert Lüders, (Nachdruck verbotm.) Seit langer Zeit war für die Schiffahrt auf hoher l-Nk kein Monat so verhängnisvoll und verlustbringend wie Nv Februar dieses Jahres. Größere Schiffszusammenstöße, vi'itdie der „Bourgogne" oder „Elbe", welche Hunderte VM Menschen im Verlaufe weniger Minuten in das nasse 56'tab schleuderten, haben zwar nicht stattgefunden; dagegen die Stürme im Atlantischen Ozean in furchtbarer SKrise gehaust, und nicht nur Hunderten von kleineren See- fi^en und Fischerbooten an den Gestaden der Nordsee min) den Westküsten der britischen Inseln Verderben gebracht, V Wern auch zahlreiche große Dampfer, die man auf offener Sh tun allgemeinen für ziemlich sturmsicher hält, havariert um)auf ihrer Fahrt derartig aufgehalten, daß man selbige s'ih» für verloren hielt. Das traurige Schicksal der „Bulgaria", welche man »ch allem, was darauf war, längst auf dem Grunde des M«re:8 wähnte, und die nach 24tägiger steuerloser Irrfahrt ili Pllntta Delgada auf den Azoren landete, hat die all- gxMne Aufmerksamkeit wieder einmal auf die hilflose Lage dtill transozeanischen Dampfer gelenkt, denen eine erhebliche HMriie an der Maschine oder Schraubenwelle oder endlich aiUtr Steuerungsvorrichtung zustößt. Die Dekorierung dLn Mannschaft von feiten unseres Kaisers ist daher nur eimr wohlverdiente, denn die Braven, denen es gelang, dtsio betreits aufgegebene Schiff zu retten, haben einen Ktcupf! ausgefochen, der den Heldenthaten auf dem Schlacht- fW «zetrost an die Seite gestellt werden kann. Ast den Anfängen der Dampfschiffahrt, zu einer Zeit, da man es im Vergleich zu den oft monatelangen Segelfahrten für eine große Errungenschaft hielt, den Atlantischen Ozean in 2 wendbar sind. Je mehr sich Deutschlands transozeanischer Handel entwickelt und sich der Uebergang von der europm scheu Landgroßmacht zur seebeherrschenden Weltmacht voir zieht, um so mehr wächst die Erkenntnis, daß wir nicht nu ein großes Kapital an Schiffen und Waren, sondern ew noch viel unschätzbareres an Menschenleben auf dem Ozea» schwimmen haben. Der alte Hansaspruch: , Navigar* necesse, vivere non necesse“ bewahrheitet sich leider n zu oft; aber dem stillen Heldentume folgen die Segen wünsche auf dem gefahrvollen Pfade, der zu des teutomfch Stammes Zukunftsgröße führt. ; ***£,0it« i I 8 r । Eolbat fein, 8*'' Ulnb wenn bie ~eu i ie völlig unterdrück werben sie sterben. Schicksal haben, dai wird - sie wird werben bloß noch u ijinben. DaS Ann ivicht retten formen üdeö Fremden!' Dc iimtf dem Buche des nus diesem Buche le teuren nicht wundem erft der Pöbel denkt! ♦ SrholnllBeim Wer im vorigen Iah Ängrisi genommene ü W geht unter be ifitma Wittmann ur liegen unb emsig w i des stattlichen, üofl1 csodaß dasselbe scho c.'möglicht. Das l »nehmen ist mit den tgerufen unb soll c ^stellten Preisen (Zi '"per Tag) Erholung Wnze Jahr über tca. 70 Aste unb t ^mittelbarer Salbt Hiirfniffen feiner @äft Subun „fit bie Ml KIM (oll di- • "00 Zentnern gl kM" “uf bi förmlichen Submis werben. S'fe* sssw! JU erroarten i» ” ' » lit b« (” ?! ritu gt»"- Lehrten verschlosi hr Leben Men als „X fr Wfe 8« Ä*« «ektaju, 18 9 ' U893) und die sv 2en>« İ8‘* 3 sj«sää «>899 1 l#99 erfolgt r Gardinen und Stores enorm billig * Sommer. 8733 co H-BAHLSEN- Vermietungen •ff i V u. Zubfl-1 hörteile, Motorräder. . Wiederverkäufen gesucht, Verlangen Sie Preisliste. | Martin J.Lehmann,GeraH. Seit 1836 best. 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Unsere heilige Religion wird das Lchicksal haben, das dem Brahmanismus in Indien bereitet and — sie wird unterdrückt werden. Ihre Anhänger Mrdc n blos noch in Höhlen die Stätten des Gottesdienstes jfnbem. Das Blumenvolk — die Chinesen — wird sich "ich! retten können vor dem Fluche und den Keulenschlägen des Fremden!" Das sind drei der bezeichnendsten Stellen aus frem Buche des Vizekönigs. Wenn die Jugend Chinas ans diesem Buche lernt, können die Morde an den Missionaren nicht wundernehmen. Man kann sich vorftellen, wie erst brr Pöbel denkt! Erholungsheim Freudenstadt (mit christl. Hausordnung). Tn im vorigen Jahr im Höhenluftkurort Freudenstadt in Angriff genommene Neubau „Erholungsheim Freudenstadt" geht unter der Leitung der Stuttgarter Architekten- stma Wittmann und Stahl rasch seiner Vollendung ent- Mn und emsig wird an der letzten inneren Einrichtung )>is stattlichen, vollständig ausgetrockneten Hauses gearbeitet, odaß dasselbe schon anfangs Juni die Aufnahme von Gästen «mög'licht. Das bis jetzt einzigartige gemeinnützige Unter- uihmrir ist mit dem Charakter einer Stiftung ins Leben und soll als Familienpension bei sehr mäßig ge- ‘W Preisen (Zimmer mit voller Pension nur 2VÄ Mk. Tag) Erholungsbedürftigen mit bescheidenen Mitteln das llfje Jahr über dienen. Das Haus bietet Raum für •< 70 Gäste und verbindet mit einer prächtigen Lage in n rnnitl elbarer Waldesnähe eine sehr behagliche, den Be- tlckfnissen seiner Gäste Rechnung tragende innere Einrichtung. Für die Leitung sind Schwestern des Stuttgarter evang. Diakonissenhauses gewonnen und in jeder Hinsicht ist Vorsorge getroffen, damit das Haus seinem schönen und einladenden Namen „Erholungsheim Freudenstadt" Ehre machen und vielen zur Erquickung dienen könne. Der bereits erschienene Prospekt ist durch die Verwaltung kostenfrei erhältlich. Submission. Für die Großh. psychiatrische Filhif soll die Lieferung von 1Ö) Zentnern guter Tpeise- klmtoffelu auf dem Wege der öGntlichen Submission vergeben uneben. 2>le für diese Lieferung gültigen aiflfynrineti Bedingungen (Erlaß der ZSmßh. Ministerien vom 16. Juni ÄM) und die speziellen Beding- «NM liegen an den Wochentagen von 3 bis 5 Uhr auf d.i» V erwaltungsbureau offen. Lssewten find versiegelt und mit erMprechender Auffchrift versehen und uMr Beifügung von Probekartoffeln bi-t.M Mittwoch de« 10. Mai HIS99, vormittags 11 Uhr, arMm erwähnten Bureau abzugeben. Äer Zuschlag erfolgt bis 13. Mai 18B89, Äeßm, am 2. Mai 1899. Gkejherzogl. Verwaltungs-Direktion der psychiatrischen Klinik. irreren aus — „taugen nichts, absolut nichts. Sie sind mli wertloser Aberglaube ohne erhabene Grundsätze. Was « den sogenannten Geboten steht, zu denen jeder bei Ge- fiingnidftrafe angehalten wird, ist, soweit es vernünftig und iuft ist, aus der chinesischen Religion übernommen und von di fremden Missionaren eingeführt worden. Wie wenig li Religionen taugen, von denen die eine Katholizismus, Hi: andere Protestantismus heißt, beweist die Thatsache, M fie nur mit Feuer und Schwert erhalten bleiben und ittib Volk dazu gezwungen wird." „Falls es wahr ist, was 61? Fremden erzählen, daß China verteilt werden soll, so Seltersweg 81, H, l 4-Zimmerwohnung mit Zubehör zum 1. Juli zu vermieten. Fahrräder und Zubehörteile liefere enorm hilHg und sehr gut. Grosser Catolog gratis und franco. 'Mtdcn’trkaujtr gesucht. Fahrrad -Versandhaus S. 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Eine der brennendsten Fragen, die augenblicklich die medizinische Welt und auch wettere, besonders koloniale Kreise beschäftigt und in Aufregung versetzt, ist die, ob wir in den Mosquitos, den Schnaken der Süddeuischen, den Mücken der Norddeutschen, die Träger der Malariatnfektion zu sehen haben oder nicht. Unser berühmter Koch hat sich zwar für die Mosquitotheorie ausgesprochen, steht damit aber im Gegensatz namentlich zu englischen Forschern der Tro- pengebiete. ES dürste deshalb ein Aufsatz deS praktischen ArzteS Dr. L. Martin in Deli (Sumatra) über die MoSquitofrage auf allgemeines Interesse rechnen können, den die soeben erschienene Nummer 19 der Umschau bringt. Dr. Martin hält die MoSquUoS für unschuldig und glaubt, daß die Fiebererforschung hier aus einer ganz falschen Fährte ist. Nr. 19 der Umschau enthält ferner Züge aus SophuS LteS, Jugendleben von Elling Holst, lieber Gärung, Fäulnis und Urzeugung von Pros. Dr. Kienttz-Gerloff (Schluß) — Chemie — Kriegswesen, ferner eine reichhaltige Zeitschriftenfchau sowie ein Tableau April Karikaturen. UnioersitSts Nachrichten. — Leipzig. Prof. Dr. Chun, der Leiter der deutschen Tief- see-Expedttion, ist wieder hier etngetroffen und nahm die Vorlesungen wieder auf, festlich bewillkommnet von den Lehrern der Univerfität und feinen Hörern. — Jena. Der Geh. Hosrat Dr. Rudolf Eucken beging am 5. Mai fein 25jähriaeS Jubiläum alS ordentlicher Profesior der Philofophte an der hiesigen Univerfität. Eucken war zuerst Gymnastal- lehrer und alS solcher auch vom Herbst 1869 bis zum Herbst 1871 in Frankfurt a. M. thätig. Er wurde dann al« ordentlicher Professor an die Univerfität in Basel berufen, wo er biS zu feiner Ueberfiedeluog nach Jena im Frühjahr 1874 verblieb. — Der vor einigen Monaten verstorbene frühere Abgeordnete Dr. Schultz- Lupitz hat der Universität 3en« ein Vermächtnis von 23,000 Mk. hinterlassen. — Bonn. Herr Dr. Georg Küntzel auS Schroda (Pofen) hat fich in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert. Seine Antrittsrede behandelte die „Bedeutung Macchta- oellts in der Entwickelung der politischen Theorien." — Bonn. Die Zahl der Damen die an der hiefigm Universität Vorlesungen hören, hat in diesem Semester bedeutend zu« genommen. Bis jetzt find 43 Studentinnen angemeldet, gegen 26 im vorigen Semester. Die meisten studieren Sprachen, Altertumskunde u. s. w., ferner zwei (und das find die ersten hier) Medizin. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Set Simstwart. Herausgeber Ferd. AvenariuS, Verlag Georg D. W. Callwey, München (vierteljährlich Mk. 2,50, bei einzelne Heft 50 Pfg.) Heft 15 enthält: Der Dialekt auf der Bühne. Von Eugen Kalkfchmtdt. — Grundsätze moderner Lilteraturgefchtcht- fchretbung. (Schluß.) Von Eduard Platzhoff. — Hugo Wolfs »(Soncgtbor*. Von Richard Batka. — Die Kultur deS menschlichen Körpers. II. (Das Weib L la mode.) Von Paul Schultze-Naumburg. — Lose Blätter: Vom Kirschbaum. Don Ferd. Aomartus. — Traumkönig. — Dichtungen von Christian Wagner. — Rundschau, enthält u. a.: Zu KlauS Groths Jubeltage. — Ein neues Verfahren im Gimpelfang. — Hebbels Nibelungen in Weimar. — Gegen die Jntervteweret. — Don Lorenzo Perost. — Die Brühl'sche Terrasse vor dem Fall. DaS Allerhöchste Preisgericht. — Vom Schamgefühl in Würzburg. — Die neue „lex Heinze". — Bilder- beilagen: Frauenbtldnisse von Hugo Freiherrn von Habermann, Maurice Greiffenhagen, Franz Stuck. — Notenbeilagen: Zwischenspiel und Duett aus Hugo Wolfs „Corregidor". — Soeben erschien im Selbstverläge des Herausgeber?, Ingenieur Scherpf, Nürnberg: Der Einjährig-Freiwillige ohne Sprachkmntnisse. Ein Wegweiser für gewandte junge Leute jeden Berufs, welche die Berechtigung nach S 89, 6 der deutschen Wehrordnung nachsuchen wollen. Preis 1 Mark. Alljährlich geht eine große Anzahl befähigter junger Leute au« Unkenntnis der einschlägigen Bestimmungen einer Vergünstigung verlustig, die nicht allein für ihr militärisches Verhältnis sondern für ihr ganzes späteres Leben von entscheidender Bedeutung ist. Diese Vergünstigung besteht in dem Recht, der Militärdienstpflicht als Einjährig- Zarte, weisse Haut Jugend frischen Teint erhält man sicher, • Sommersprossen • verschwinden unbedingt beim täglichen Gebrauch von 2664 Bergmanns Lilienmilch-Seife von Bergmann & Co. in Dresden, ä St 50 Pfg. in der Engel-Apotheke. ।j.... 7» N. t . ON Derartigen me ^zigk «unb Ä0!’9 * ba6 unter zuImMhi. zm Otta • Wffung eines 6, : oer höchsten ^ffnten anschU • °p «leiben, imL-- jang Tschj Tung; Kenntnissen sich ü[? rutto überwieget durcheinander oft eiftigen Ausfluge ^iten! Niinin d dm Fremden m; ne vor allem, m obt haben und ta treten für den dergrund: erfleti: ie, zweitens die ktc der chinesischen N tspricht völlig den Sm Reformen find er N Systems findet fy:' Das Heer geM e fier sein, als in Kinn durch 2000*. U des Westen/ »N k nn eine M NN ute, IriiiW Benn ch M * ] Westens, wb h sein M «ich ckv fyaben ttDÖigt btt wc /^Wolutm. ® ist schwach. ’N eiheitew Unnen i ickuntz mcht zu " hre von ber l; ig VVN W1 m Wchen, cgleich zu )tt Exzellenz v auf die Seite L' |t wenigstens ° urch die leistens rasch « $1V»1 »■» yi j ! - 4MS5 Enusterordenftiefi, behebt. Züchten ßte gefätt. beim ßinkauf auf die d?irma „eZ @ioth“ und obige ßchutzmarke. Sn attea SeicJLäffen ru XaSen. Vi^itkarten In allen Schriftarten und Kartons werden schnell and billig angefertigt in der Bruhl’schen Universität»- Buch- u. Stein- Druckerei (Platsch Erben) Giessen Schulstrasse 7. <*> Zu vermieten: Schillerstratze 2 bis 3 Zimmer, Küche, Borplatz, Bleichplatz rc. an ruhige Leute per 1. 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I. 2751 Altung der Aierdruc ihr I Oonch/vag bet presfio Bei dem gewerdj D rmkvvrrchMtzrn m S-nntityung senden k Die Leitunai wer in 100 Gewiä ecitfaltenben Zinn oj Don nich Das in das Fc ^^chhahns muß aus ^stehen, und der Kop^ > >'ache gut verzinnt Bchht die 9 Heilung der Reinhe *»« gleicher Weste n B:,öcr ein von der Po ü14 Senehmigender pD ^rnzuschalten. V . , Das Glasrohr ginnte MW mit bem & i:I» MSti