der beiden Parteien gemacht, so daß er in ziemlich hoffnungsloser Stimmung wieder nach Wien abreiste. Paris, 7. Mai. Das englisch - französische Afrika- Abkommen hat der Regierung jetzt Anlaß zu Erläuterungen geboten. Als der zur Prüfung des Abkommens ernannte Kammer-Ausschuß am Freitag zusammentrat, bemerkte der Minister des Aeußeren Delcaffö in der Sitzung: Er habe bei den Verhandlungen drei Hauptpunkte durchgesetzt, an denen er auch festhalten wolle. Erstens habe sich Frankreich bezüglich Egyptens vollständige Freiheit bewahrt und nichts anerkannt, was sich ohne seine Zustimmung dort vollzogen habe. Zweitens habe Frankreich alle seine Besitzungen zu einem einzigen ganzen abgerundet, und noch Bagirmi, Wadai und Kanem dazu erlangt, Länder, die, wie er glaube, in nutzbringender Weise erschlossen werden könnten. Drittens seien die Ursachen für englisch-französische Zusammenstöße beseitigt worden, ohne daß Frankreich irgend eines seiner wesentlichen Interessen geopfert habe. — Prinz Arenberg wurde vom Ausschüsse zum Berichterstatter gewählt mit dem Auftrage, die Verträge zur Annahme zu empfehlen. Rußland. Von einem Stimmungswechsel gegenüber Finnland wollen gewiffe Petersburger Meldungen Andeutungen machen können. Angeblich hat der Zar den Großfürsten Wladimir beauftragt, sich unverzüglich nach Finnland zu begeben, um über die Vorgänge im Großfürstentum an Ort und Stelle sich zu unterrichten. Diesen Entschluß des Zars habe der finnländische Staatssekretär Procopä herbeigeführt, der dem Zar die an den Generalgouverneur von Finnland, General Bobrikow, gerichtete Ansprache des Senators Wulff, des Führers der vom Zar nicht empfangenen sinnländischen Abordnung mitteilte. Diese beabsichtigt nun, sich dem Großfürsten Wladimir vorzustellen, um ihm die Beschwerden der Finnländer zu unterbreiten. — Außerdem wird ein sehr merkwürdiges Gerücht verbreitet, das, wenn es sich bewahrheitet, allerdings dafür spricht, daß der Zar sein Wohlwollen den Finnländern nicht zu entziehen wünscht. Die kaiserliche Villa in den finnländischeu Schären wird nämlich in Stand gesetzt, und es heißt, daß sie im Laufe des Sommers bewohnt werden wird. Wenn Nikolaus II. nun tatsächlich einen Besuch im Großfürsteu- tum plant und diese Absicht ausführt, so läßt sich daraus allerdings folgern, daß der Herrscher ein milderes Verfahren in Finnland wünscht, als es während der verflossenen Monate geübt worden ist. Ein Kaiserbesuch in Finnland darf natürlich nicht überschätzt werden, würde aber jedenfalls die Haltung der leitenden Persönlichkeiten Petersburgs, namentlich aber auch des Generalgouverneurs Bobrikow, beeinflussen. Amerika. Nach einer Depesche aus Manila betragen die Verluste der Amerikaner bei der Einnahme von San Thomas an Toten einen Offizier und vier Mann, an Verwundeten drei Offiziere und zweiundzwanzig Mann. — Soeben ist San Fernando von den Amerikanern genommen worden. Beide Orte waren von den Filipinos vor deren Rückzüge in Brand gesteckt worden. Afrika. In London sind Gerüchte im Umlauf, daß eine Krisis mit Transvaal nahe bevorstehe. Es wirb verbreitet, daß soeben einige Mitglieder des Kabinetts ernstlich einen Krieg mit Transvaal erwogen hätten, und ein sehr hervorragender Minister (nicht Chamberlain) habe in liberalen und unionistischen Kreisen geäußert, daß man der Gefahr einer akuten Krisis entgegeneile. Ferner hatte die Londoner Wochenschrift „Outlook" berichtet, von der britischen Regierung sei ein besonders scharfes Vorgehen gegen den Transvaal eingeleitet worden als Ergänzung zudem vom Staatssekretär der Kolonien Chamberlain gestellten Verlangen, die Dynamit- Konzession aufzuheben. Dies wird indes bestritten, und „Central News" erfährt, die Transvaal-Krisis sei sehr ernst, aber noch nicht in das Ultimatumstadium getreten. Males Md ProvinMes. Gießen, 8. Mai 1899. ** Ernennung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 6. Mai den Geheimen Finanzrath Ludwig Römheld zu Mainz von seiner Stellung als Allerhöchst ernanntes Mitglied der evangelischen Landessynode auf sein Nachsuchen zu entbinden und den Oberkonsistorialpräsidenten i. P. D. Dr. Theodor Goldmann zu Darmstadt zum Mitgliede der evangelischen Landessynode für deren dermalige Dauer zu ernennen. •* Kirchliche Dieustnachrichten Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 4. Mai dem Pfarrer Hermann Kellner zu Darmstadt die erränge» Dienstag den 9. Mai |L 108 Erstes Blatt. 1S99 Amts- uitb Airzeigeblatt für den Ureis Gieren. •amu Amtlicher Teil. AnhGch -Betr,: Also ein Minister kann auf der SchildtrgasstZB. Gouzy: „Der Minister ist Tribüne nicht aussprechen! ab« Cacaa lei & Alle Anzeigen-BermittlungSstellen bei In- und Hulfonb«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger cutgegou Srezugsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. »snattich 75 $fg. mit vringerloha. vo« Anzeigen zu der nachmittag- für bat '•i^gatni tag erscheinenden Nummer bis vorm. IG Uhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich ugnch , riLa-nahme deS UontagS. den be- HAahion, Expedition und Druckerei: Ach»raratze Nr. 7. Tribüne verläßt. De Mahy ruft: nicht zufrieden bin!" Damit ward der Zwischenfall in der Kammer geschloffen. Bald nach diesen Vorgängen empfing Freycinet Besuch des Ministerpräsidenten Dupuy, der ihn zu Der Rücktritt Freycinets. ■fia Nebenvorfall bei der Dreyfus-Angelegenheit hat Adresse für Depeschen: N«»elger chtetze«. Fernsprecher Nr. 51. Unterbrechungen; Freycinet fährt sodann fort: Es seien nicht nur einzelne Schüler, sondern alle gewesen, die „Demission!" gerufen hätten. Die Kundgebung sei nicht zu loben, aber sie sei spontan und allgemein gewesen. Die Schüler seien von dem Leiter des Polytechnikums deswegen getadelt worden; also sei nicht der Lehrer allein Gegenstand eines besonderen Vorgehens gewesen und es seien ihm keine Vorhaltungen gemacht worden, obgleich er es wegen seines letzten Artikels wohl verdient hatte. (Zurufe: Vorlesen, vorlesen!)Frey- cinet zieht den Artikel aus der Tasche hervor, steckt ihn aber wieder ein. (Erregung und Zurufe: „Vorlesen!") Freycinet will fortfahren, aber die Unterbrechungen verdoppeln sich: Der Abg. Bernhard wird zur Ordnung gerufen. Freycinet fährt fort: Ich halte daran fest, und es ist unzutreffend, daß Duruy geopfert worden sei, während die Schüler unbestraft blieben. Die Suspendierung von Vorlesungen kommt öfter vor, der Kommandant hat nur sein Recht ausgeübt, und zwar mit Festigkeit und Takt. Ich billige sein Vorgehen. Der Kommandant handelte im Interesse der Ordnung. Der Lärm während der Rede des Ministers wird schließlich so groß, daß Freycinet seine Rede abbricht und mit den Worten: „Es wird mir unmöglich gemacht, weiter zu sprechen", die .dnet ordnungsmäßige Fortführung nicht möglich erscheinen äßÜ, so müssen dieselben neu aufgestellt werden, wozu rs-sZormular beim Steuer-Kommissariat zu beziehen ist. * v. Bechtold. Gratisbeilagen: Gießener FamilienblMer, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. technD-M, was Sie selbst thun, indem Sie mich fortwährend unteiir kechyen!" Auch der Vorsitzende tadelt die verschiedenen !>lsu; vollkommenste Schreibmaschine, e Bauptvorzüge ■amtlicher §y$leme vereinigend. endeHlascbi™ m? trfibsMhenMtag. ttie Gießener nxrotin dem Anzeiger -wschitüch viermal lr rigelegt. stimmen suchte, von einem Rücktritt abzusehen. Indes reichte Freycinet am folgenden Morgen (Samstag) sein Entlaffungsgesuch ein. Dieses ward von einem dazu zusammenberufenen Ministerrate, dem er selbst nicht mehr beiwohnte, angenommen. Der bisherige Arbeitsminister Krantz wurde zum Kriegsminister ernannt, der Senator Monestier zum Arbeitsmister. Krantz war früher eine zeitlang als Deputierter Berichterstatter für das Kriegsbudget. — Freycinet ist der fünfte Kriegsminister, den die Dreyfussache zum Opfer fordert. Für ihn bildeten die Auftritte in der Kammer übrigens wohl nur einen Vorwand, um den Schwierigkeiten der Lage überhaupt zu entgehen. Denn auch vorher schon machte Freycinet kein Hehl daraus, daß die Liquidation der Dreyfussache einen jüngeren, physisch widerstandsfähigeren Kriegsminister erfordere, einen Mann, gleichviel ob Parlamentarier oder General, welcher zu der „Affaire" keinerlei Beziehung habe. — In Paris rief sein Rücktritt natürlich eine gewiffe Aufregung hervor, da man weitere Schwierigkeiten befürchten zu müssen glaubte, eine Besorgnis, deren Berechtigung sich nun zu erweisen hat. T. R. Gießener Anzeiger Hmeral-Aiyeiger daran nicht gehindert worden; ich bin ebenso unterbrochen worden. Ich bin erstaunt, daß der Minister, der die Disziplin in der Armee aufrecht erhalten soll, sagt, die Schüler der Kriegsschule hätten wohl daran gethan, gegen ihre Lehrer zu revoltieren." (Zwischenruf Lavys: „Sie thaten recht daran!") Gouzy fährt fort: „Die Artikel Duruys können das Vorgehen der Schüler nicht rechtfertigen. Gestern maßregelte man einen Kollegen von der Akademie, heute einen Lehrer, der niemals anderes that, als die Liebe zum Vaterland und zur Armee zu predigen. Man kann die Vorlesungen in Rechts- und Militärschulen suspendieren, aber man darf nicht die Jndisziplin in der Armee gut heißen. Ich erkläre, daß ich mit der Antwort des Ministers Tins Großherzogliche Kreisamt Gießen a « die Großh. Bürgermeistereien des Kreises, am Hessen; Untier Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung teindruckerel )ca®ftragen wir Sie, die Pächter der Gemeindewaldjagden Hen —ieu csfmzösischen Kriegsminister veranlaßt, sein Entlassungs« IÜT PiS kiinzureichen. Der Anlaß dazu war die Behandlung, ||| V“ die nant Freitag in der Deputiertenkammer erfuhr. Der ÜkW^'DrgtBmeldet über diesen Zwischenfall folgendes: * 'ter Abg. Gouzy befragt den Kriegsminister über die giifi vE' nog-.LtzDeise Einstellung der Vorlesungen des Profeffors t)ntrw im der polytechnischen (Kriegs-)Schule, und spricht Ausland. Oesterreich-Ungarn. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Regierung des Grafen Thun eine rasche Entscheidung in der Sprachenfrage herbeizuführen trachtet. Der Plan der Regierung besteht darin, für Böhmen eine vollendete Tatsache durch eine kaiserliche Verordnung zu schaffen, mit welcher die Sprachenverordnungen des Ministers Gautsch aufgehoben und zugleich durch eine genauere Form ersetzt werden sollen. Aber auch die Tschechen sind davon nicht erbaut. Ihr eigener dazu in Prag eingetroffener lands- männischer Finanzminister Dr. Kaizl wohnte, wie man der „T. R." mitteilt, vertraulichen Besprechungen des jungtschechischen und hierauf des feudalen Exekutivausschuffes bei, legte dort die Absichten der Regierung für die nächste Zukunft dar und suchte die Jungtschechen wie den Feudaladel für das Sprachenoktroy zu gewinnen. Doch soll er, wie verlautet, beiderseits auf ziemlich heftigen Widerstand gestoßen sein; verbindliche Zusagen habe ihm angeblich keine Gießen, den 5. Mai 1899. Wie oben. wiMjagd-en hiermit aufgefordert, binnen 6 Wochen für den forderlichen Abschuß dieser Tiere zu sorgen, widrigenfalls d'er Korst« und Feldschützen damit beauftragt werden. Für dasr tzchußgeld haben die Kaffen der Oberförstereien, bezw. ' di Teuneinden aufzukommen. Gießen, den 5. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Will ssen SÄpws •oh her!eiben besonders in Kenntnis zu setzen. Für jeoes "'tn.q eine Tier ist aus der Gemeindekaffe ein Schußgeld von .1 Pfg. zu zahlen, doch kann dasselbe auch in besonderen säMn o:uf 20 Pfg. erhöht werden. Außerdem wollen Sie ucä| zu verlässige Männer die Nester der Eichhörnchen, -UM Krähen, Dohlen, Häher und Elstern ausheben lassen, ibefanw oolwti ii Waldungen die Forstwarte und im Felde die ycli#®en zuzuziehen sind. Nach etwa 2 Monaten wollen uywv ö Ziel über die Zahl der einzelnen abgeschoffenen Tiere berichten, p v. Bechtold. äwwftrahe A Gießen, den 5. Mai 1899. Beimtffmd: Einkommensteuer-Regulierung. 1 DH Großherzogliche Kreisamt Gießen Hü mi die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Ar beauftragen Sie, die Ihnen nach § 1 der An- weiMg für die Großh. Bürgermeistereien behufs Mitwirk« ängi| der Regulierung der Einkommensteuer vom 7. April 187(0obliegende Fortführung der alphabetischen Verzeichnisse ?cr rAinkommensteuerpflichtigen (Ortssteuerlisten) zu bewirken •j.nbtii den Vollzug dem Großh. Steuer-Kommissariat thunlichst oalU anzuzeigen. Zollten Ortssteuerlisten vorhanden sein, deren Zustand .. [ seinr'W-aunen aus über das Verfahren; zwar habe man uichtt liefen selbst, sondern nur dessen Vorlesungen suspen- aJöiettt.ta er könne hier keinen Unterschied finden. Duruy h IbllfllllfcÄabek sch stets als Patriot gezeigt. (Beifall.) ö VW* f zreycinet erwidert, wenn Professor Duruy niemals 2twa«iS Mißliebiges geschrieben hätte, würde es zu keinen DiMmnzoen mit seinen Schülern gekommen sein. (Lebhafte Intekckechungen.) Duruy sei in einem.Artikel für die Un- chuWDreyfus eingetreten, dieser Artikel habe verletzend auf einet Schiäler gewirkt, welche einstimmig eine Kundgebung zege^.ihn veranstaltet hätten. (Widerspruch auf der äußersten öiukili», Lärm.) Er, der Minister, tadele diesen Artikel nichty nnnrteile ihn auch nicht; aber derselbe hätte auch Depsiuliat:r unangenehm berührt. (Unterbrechungen.) Er habe« Hst alle Achtung vor Duruy, aber er wolle seine . „Sie tadeln an den Schülern des Poly- Bekanntmachung, )w $ meinen011111 : Vertilgung der Eichhörnchen und rabenartigen ktt einen befonbrn Da in letzter Zeit sich die Eichhörnchen und raben- Böge! (Raben, Krqhen, Häher und Elstern) wieder Vj le IM vermehrt haben, wodurch erheblicher Schaden verursacht pr,iie. 9^-' Mi,: uue a j Art, M nüicht lesen. ,tlS technDiW, was S t,ßlD8n Erklärung zu erlaffen, da die erste Drucklegung von 100,000 Exemplaren der Sommer-Ausgabe durch die Nachfrage drei Tage nach dem Erscheinen des Buches fast absorbiert wurde. Wie uns der Verlag von C. R. Röder-Leipzig mitteilt, sind von jetzt ab jedoch alle Vorkehrungen zur umgehenden Erledigung sämtlicher Bestellungen getroffen worden, auch sind bereits die Anstalten zur Drucklegung des zweiten Hunderttausend im Gange. Unseren Lesern haben wir bereits vor längerer Zeit die Vorzüge des so schnell populär gewordenen Kursbuches auf das ausführlichste geschildert. I *t Der Jahresbericht des Verbandes deutscher I Handlungsgehilfen zu Leipzig für 1898 enthält besonders I bemerkenswerte Angaben für die jetzt im Reichstag zur I Beratung stehende Novelle zur Gewerbeordnung. Die Ver- I bandsleitung ist auch im verflossenen Jahre entschieden für I die allgemeinen kaufmännischen Jntereffen eingetreten. — I Neu ausgenommen wurden in den Verband 9029 Mitglieder I gegen 7797 im Jahre 1897. Der Mitgliederbestand belief I sich Ende vorigen Jahres aus 49,406. Die Zahl der über I ganz Deutschland verbreiteten Kreisvereine stieg von 308 I auf 390. Einen recht erfreulichen Aufschwung nahm ferner I die für Prinzipale und Mitglieder völlig kostenfreie Stellen- | Vermittelung. Während dem Verbände 1897 nur 10,566 I offene Stellen aufgegeben wurden, erhielt er 1898 I 13,430 Vakanzen zur Besetzung und konnte 4210 Bewerber I kostenfrei unterbringen. Diese ideale Einrichtung sollte von I den Prinzipalen aber noch weit mehr unterstützt werden! I Rechtsauskünfte wurden 1752 erteilt; in vielen Fällen I konnten Streitigkeiten zwischen Prinzipal und Angestellten I durch Vermittelung des Verbandes geschlichtet werden. I Unterstützung bei Stellenlosigkeit erfolgte in 1581 Fällen, I teils durch Gewährung eines zinsfreien Darlehens I (105 Mitglieder erhielten Mk. 6003,55), größtenteils aber I durch Beschaffung einer Stelle. Auch die übrigen Verbands- j I einrichtungen: Kranken- und Begräbniskaffe, Altersversorg- | ungs- und Jnvaliditätskaffe, Wittwen- und Waisenkasse I haben eine erfreuliche Weiterentwickelung und damit größere I Leistungsfähigkeit zu verzeichnen. Auf Einzelheiten einzu- I gehen ist natürlich hier unmöglich, die Verbandsleitung wird | aber gern jede gewünschte Auskunft erteilen. Das erste I Genesungsheim des Verbandes in Niederschlema im sächsischen Erzgebirge ist jetzt vollendet und kann von erholungsbedürf- I tigen Verbandsmitgliedern und deren Angehörigen zu billigem Preise benutzt werden. — Aus der Generalversammlung des Verbandes vom 17. April d. I. ist noch zu bemerken, daß beschlossen wurde, ab 1. Januar 1900 die Verbands- I blätter im eigenen Verlage, sowie ein kaufmännisches Jahr- I buch herauszugeben. — Der Verband wird, wenn er die I ins Auge gefaßen Ziele weiter getreu verfolgt, auch in I Zukunft segensreich für den Kaufmannstand wirken. 0. Aus Oberhefsen, 5, Mai. In Nr. 101, viertes I Blatt des „Gießener Anzeiger" vom 30. April l. Js. brachten I Sie eine kleine Studie Arth. Achleitners „Der Hund als I Redensart". Einsender kann jene Redensarten durch eine I andere ergänzen, die er im August 1870 in der Gegend I I von Niederbronn vernahm und sie sich, weil er sie sonst I noch niemals anderswo vernommen hatte, ins Gedächtnis I einprägte. Zwei Jungen stritten sich über den Wert des I Chassepots- und des Zündnadelgewehres; der eine war I französisch, der andere deutsch gesinnt. Als der Franzose I gar nicht einsehen wollte, daß das deutsche Gewehr besser I als das französische wäre, rief der deutschgesinnte mit großer I Emphase: „Und ich sag' Dir die Preiße Henn (haben) I „hundsmäßige" Flinte." Dieser Ausdruck, jedenfalls I der Superlativ von gut, brauchbar, gefährlich, fürchterlich, I machte einen solchen Eindruck auf den französisch gesinnten I Jungen, daß er dem Gegner nichts mehr zu erwiedern | vermochte. F. Von der Feldkrücker Höhe. Die Mitteilungen Ihrer I Zeitung über die Holzpreise in unserem Gebirge sind I ziemlich richtig gegeben. Etwas anderes aber dürfte Ihre I Leser interessieren, was noch nicht erwähnt wurde, aber von I hervorragender Wichtigkeit ist, nämlich: die Verarbeitung 1 der Vogelsberger Hölzer im Vogelsberge und in der Provinz I Oberhessen selbst. Hier verdient Erwähnung, daß sich auch I die kleinen Leute regen, um etwas zu leisten. Unter anderen I Dingen entwickelt sich jetzt die Industrie für Herstellung I von Schneeschuhen, wozu sich die festen, zähen Vogelsberger I Hölzer vortrefflich eignen, während die beiden letzten I Winter 1897/98 und 1898/99 dem Vertrieb der Schnee- I schuhe wenig günstig war. Die Herstellung von Heu- und I Getreiderechen nimmt größeren Umfang an, und die Holz I verarbeitenden Geschäfte in der Provinz zeigen größeren I Bedarf. Derartige Geschäfte gibt es in Lollar. Heuchelheim, I Lang-Göns, Großenlinden, Hungen, Langd, Nidda, Eichels- I dors, Mücke, Lauterbach, Alsfeld, Friedrichshütte, Ilbeshausen, I Crainfeld, Villingen, Schotten, Bobenhausen u. a. m. Die I kleineren Geschäfte suchen besonders feinere Werkhölzer I - B. Esche, Ahorn, Hainbuche, dann auch Eiche, Buche, I ! Fichte und Kiefer. Interessant ist der Vertrieb von Rechen. I Die Leute verkaufen im Kleinen und im Großen, im letzteren I Falle zu billigerem Preise am Ende des Winters. Sind die I eigenen Partieen veräußert, kommt die wärmere Jahreszeit I herhei und der Bauer braucht Rechen, daun kaufen die I Leute ihre Rechen bei dem Großhändler gegen ein mäßiges I , Aufgeld zurück, ziehen mit ihrem Fabrikate in die Ebene und verkaufen ihre Ware an den Bauer. Auf diese Weise I i erhält der Rechenmacher Betriebskapital, oder es findet, ' wenn man so sagen darf, ein Lombardieren der Rechen statt. I : Wenn der Vogelsberg einmal seine Bahnen hat, wird ein ’ bedeutender Aufschwung in der Holzindustrie die Folge sein, i und die Auswanderung in die Fabrikbezirke Westfalens, I i wohin viele junge Leute ziehen, hört auf. Außer den I : Rechen werden jetzt schon Kochlöffel, Hacken- und Schippen- I i stiele, Sensenwürfe und andere Holzwaren angefertigt, die | lische Pfarrstelle zu Dieburg, Dekanat Groß-Umstadt, zu übertrage*. •• Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 15. April dem Gräflich Erbach - Ebach'schen Hofkammerrat Johann Philipp Bickelhaupt zu Erbach i. O. das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. ** Parlamentarisches. Die Erste Kammer der Stände wird am 12. Juni d. I. zu mehreren Sitzungen zusammentreten. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 94 Jahren, am 9. Mai 1805, starb zu S&'J* Johann Christoph Friedrich von Schiller, nächst unser nationalster Dichter und Dramatiker, in welchem - tieferen Züge des deutschen VolkscharakterS ihren vollendet Ausdruck gefunden haben. Durch die Lauterkeit seiner und die Wahrheit seines Strebens erwarb Schiller * Freundschaft Göthes, so verschieden auch beide Natu.^ waren, und ihre vereinte Thätigkeit bezeichnet den Höhepu der deutschen Poesie; ihre Doppelstatue in Weimar i . ‘ uns die beiden Heroen Hand in Hand, der eine ist D l. den andern nicht denkbar. Schiller wurde am 10. Noveu* 1759 zu Marbach geboren. Die Kuka, weniger Lrrrasst: 11. M ”fl?* btt Soroet ’ Mitwirkung da DitMgk lr-wpeter flllrt. B"* tocM J" Msptel de« d« Doma iag b» 11 1 Nullerl. SJ Seih Schweighoser btn 13, Mai: Zum Schloß: De> Letztes Gasispiel bi Sabiuerioueu. D Berlin, 8. M *'ttag um 12 Uhr w Laudes-Aussu Mentow riÄTi Tcharnm 5ten 1 "Ä« ■—— SM 18 •* Von der Univerfität. Bei der am 6. Mai vollzogenen zweiten Immatrikulation wurden 43 Studenten immatrikuliert. Die Gesamtzahl der Neuimmatrikulierten beläuft sich nunmehr auf 231. Im Sommersemester 1898 hatten sich insgesamt 213 Studierende neu einschreiben lassen, im letzten Winter 141. ** Stiftungsfest. Die studentische Verbindung „Adelphia" beging am 6. und 7. Mai die Feier ihres 29jährigen Bestehens. ** Beginn des Schwurgerichts. Das nächste Schwurgericht für die Provinz Oberhessen beginnt am Montag dem 5. Juni unter dem Vorsitz des Landgerichtsrat Sandmann. ** Der Verein zur Züchtung reiner Hunderassen hält Dienstag den 9. Mai, abends 8 Uhr, im „Kaiserhof" seine Monats Versammlung ab. Außer der geschäftliche Punkte aufweisenden Tagesordnung wird über die Abhaltung und das Arrangement der für Mitte Juli projektierten Hundeausstellung beraten werden. Dieselbe soll am 15. und 16. Juli auf dem Schützenfestplatze auf dem Trieb stattfinden, welcher dazu vom geschäftsführenden Ausschuffe des Schützenfestes mit allen darauf befindlichen Festbauten । zur Verfügung gestellt wurde. Die vorjährige, sehr ge- | lungene Ausstellung steht bei den hiesigen Einwohnern, wie bei den Kynologen und Ausstellern im besten Andenken, so daß man seitens des hiesigen Vereins noch einer weit stärkeren Beschickung entgegensieht. ** Radsport. Das Frühjahrs-Bezirksfest des Nordbezirks Gau 9 des Deutschen Radfahr-Bundes ist gestern in der alten Stadt Wetzlar glänzend verlaufen. An dem Preiskorso hatten sich beteiligt: R. V. Biedenkopf, R. K. I Butzbach, R. K. Dillenburg, Gießener R. V. 1885, die I Wanderer, G. R. G., R. V. Herborn, R. V. Lollar, R. V. Marburg, R. V. Nidda und der festgebende Verein Wetzlar. I Am Nachmittag bildete ein Konkurrenz-Niederrad:Reigen- I fahren den Schluß des sportlichen Teiles des Festes. Am Abend fand großer Ball im Saale des Schützengartens statt. I Das Resultat der Preisverteilung war das folgende für den I Korso (Vereine über 20 Teilnehmer): Wanderer G. R. G. 1. Preis 13,7, Gießener R. V. 1885 2. Preis 13,6, R. V. I Marburg 3. Preis 11,9, R. K. Butzbach 4. Preis 10,4; zweite Abteilung (Vereine unter 20 Teilnehmer): R. B. I Herborn 1. Preis 10,96, R. V. Biedenkopf 2. Preis 10,84, I R. V. Lollar 3. Preis 10,38. Beim Reigen-Fahren, wobei I übrigens nur drei Vereine konkurrierten, erhielten die I Wanderer G. R. G. den ersten Preis mit 13,7, der R. V. I Herborn mit 13,3 den zweiten Preis. Der Gießener R. V. I 1885 führte außer Konkurrenz einen gemischten Reigen vor, I der sehr schöne Uebungen aufwies und auch vorzüglich I gefahren wurde, wofür demselben eine Ehrengabe zuerkannt I wurde. ** Kloster Arnsburg. Auf Wunsch des Besitzers, Herrn Thorn er, machen wir hiermit nochmals darauf auf- I merksam, daß der Wirtschastsbetrieb in vollem Umfange! aufrecht erhalten wird. *• Turnerisches. Wie uns von unterrichteter Seite I mitgeteilt wird, veranstaltet der hiesige Turnverein am I kommenden Himmelfahrtstage, wie alljährlich, einen größeren I Turngang. Als Ziel ist Salzhausen in Aussicht I genommen, woselbst noch mehrere Turner anderer Vereine I des Gaues Hessen eintreffen werden. Nach bis jetzt fest- I gesetztem Programm werden unsere Gießener Turner nach- | mittags gegen 3 Uhr die Tour vollendet haben. Das I weitere Arrangement des Tages liegt in den Händen des Niddaer Turnvereins und wird sich nach den jetzt vor- I liegenden Mitteilungen und gefaßten Beschlüssen diese Turn- I sahrt zu einer für jeden Teilnehmer genußreichen gestalten. I Mithin wäre von feiten der Mitglieder des hiesigen Turn- I Vereins zahlreiche Beteiligung erwünscht. I *• Befihwechsel. Der an der Grünbergerstraße gelegene | Teil des Berger'schen Besitztums ging für 23 Mk. pro I Quadratmeter als Bauplatz in den Besitz des Herrn Steinbach über. •* Polizeibencht. Eine am vergangenen Samstag von ! vormittags 6 bis nachmittags 7 Uhr stattgehabte polizeiliche I Kontrolle hat ergeben, daß die Lahnbrücke nach beiderlei I Richtungen von 4021 Fußgängern, 650 bespannten Fuhr- I werten, 134 Handwagen und Schiebkarren und 151 Rad- I fahrern passiert wurde. — In letzter Zeit wurden nachts I m verschiedenen Straßen an mehreren Häusern von ruch- j 1 « i' ^ftcrfdjeiben eingeschlagen. Hoffentlich gelingt I , e«, die Thäter zu ermitteln und dürsten sich dieselben auf : eine ganz empfindliche Strafe gefaßt machen. Ri'.^^.^^eitsdauer der Rückfahrkarten zu Pfingsten. Mit । Rücksicht auf das herankommende Pfingstfest wird darauf < ÄCfTA6 C%u bcn Bestimmungen der Preußisch- ! alle Rückfahrkarten von sonst . kürzerer Geltungsdauer, die am Donnerstag dem 18. d. M I *™b e" °>g-nd°n Tagen zum Pfingstfest- gelöst werden, zur Rncksahrt noch am Montag dem 29. Mai einschließlich . 9,lhei f'"b- Dl- Rucksahrt muß spätestens an die -m Tage um Mitternacht angetreten sein und dars nach dessen Ablauf ’ mcht mehr unterbrochen werden. I j ** Beispielloser Erfolg eines Kursbuches. Der Verlaa I von „Storms Kursbuch fürs Reich" (des „gelben Storm") ■ sieht sich genötigt, wegen der teilweisen Verzögerung in dem ■ Versand des Kursbuches in den Blättern eine öffentliche | -DieHcht bud) füi Jung ur verbreitetsten klage, Mil 13 polj-linittl des Serfaffed L fleb. Mk. 1.5t, 10 Simplere ä UlL 1 bunbgefe^ener unb Ratgeber im Obst- lon Schilling. I Zeichnungen des Le »uilstge, geb. Mk. 0 mtl)x X \ - M beni 6rtoai Veginn M Trüber zahlloien Fe'mbe w Wligkeit, beginnt Zur rechten Zeit s neu erschienen. - baues" und .Die einen erfolgreiche Gartenkulturen z, dem Schutz dieser 1 nützlichen Jnlektei Schädlinge ist Scho hat die Natur feil Insekten, die uns; herrscht leiber in bt solche Pfetten - v bemiilen fie au§ ll verhindern. Der Bo von dem Lerfaffer ge Schädlinge und Nütz' MiM und txp «chEnge betämtfl BOOO GxeniPlaren v praktische Lrauchba- I §§ Dauernheim, 6. Mai. Der 15 jährige Heinrick^ | Hardt von hier, welcher bei Herrn Gutspächter $sQQ^ dem Dauernheimer Hof in Diensten steht, war beute - I der Leitung der Pferde beim Göbelbetrieb beschästiqt I es sich etwas bequem zu machen, stellte Eckhardt sich 1 | Holzbrett, welches zum Schutz auf dem oberen ÄamtL I befestigt war; das Brett brach aber durch, und Gätzä-- I geriet mit dem einen Fuß in das Getrieb. Durch I anderen Arbeiter wurde er noch rechtzeitig aus seiner L I befreit und das Göbelwerk zum Stillstand gebracht, ü I der junge Mensch mit einem Beinbruch und einigen I ungen davon kam, andernfalls würde ihm ein Bein:■ I vom Körper gerissen worden fein. — Von einem anjtn I wenn auch weniger bedeutenden Unglücksfall ist von k , I berichten. Der Sohn des Metzgermeisters Henrich ■ f I gestern in das Getriebe einer Fegmühle derart mit h I rechten Hand, daß ihm der Zeigefinger derselben arq i - j letzt wurde. I Darmstadt, 5. Mai. Der gestrige Ausflug der £■ I glieder der Zweiten Kammer nach dem altehrwürdigen Nea- I städtchen Wimpfen nahm einen in jeder Beziehung i; I schönen Verlauf. An demselben nahmen etwa 30 Slbgr.^ I nete und mehrere Vertreter der Ministerien teil, welche u I einem aus vier Wagen bestehenden Extrazug die Fahrt . | rücklegten. Ganz Wimpfen prangte in reichem Maag»- I schmuck, und am Bahnhof hatten sich der Gemeinbewt r; I dem Herrn Bürgermeister an der Spitze, die beiden Hu-, I Geistlichen, der Direktor der Realschule, sowie sonstige tzm»-. I ratioren zur Begrüßung eingefunden. Darauf wurde S I Frühstück im Hotel „Zum Ritter" eingenommen und dc-i I mit der Besichtigung der interessanten Bauwerke, bann::: | der drei Kirchen, begonnen. Man hegte allgemein ::: I Wunsch, daß die jetzt als Ruine daliegende Stiftskirche ! I würdiger Weise hergestellt werden könne. Das Mittage'- I fand im Badehotel statt, wobei es auch nicht an to I sprüchen fehlte. Hochbefriedigt kehrten die Herren 1 Abend in die Residenz zurück. nn. Darmstadt, 8. Mai. Der 20. Verbandst:; der Gabelsberger Stenographen-Vereine des Maiu-Rh^ ganes tagte am gestrigen Sonntage in unseren Wta und war sehr zahlreich besucht. Oberbürgermeister Morne»: führte den Ehren-Vorsitz und begrüßte die Festgäste 1 Namen der Stadt Darmstadt. Ein Ehrenausschuß, der st aus den höchsten Spitzen der Staats- und Civilbehöck gebildet hatte, nahm an den Veranstaltungen regen AM und gab dem Stenographentag ein würdiges Gepräge. Ä Abend vorher fand im Bahnhofshotel eine Vertreter-Lil ! sammlung statt, zu welcher auch der Bundes-Vorsitz^ Dr. Clemens-Wolsenbüttel erschienen war. Am Sonnig Vormittag fand ein Berbandswettschreiben in 4 Abteilung mit 100, 130, 170 und 2OO Silben statt und um %12 ein akademischer Festakt in der Aula der technischen M- schule, woselbst die Begrüßung der Kunstgenossen flattfati, und wobei Dr. Clemens einen Vortrag über die Sterz graphie in Schule und Leben hielt. Eine reich beschick: Ausstellung stenographischer Werke und Schriften sowie i Vorführung des Stenotypers, einer Maschine zum mechm schen Stenographieren erregte die lebhafte Teilnahme der sucher. Ein Festmahl im Saale des Kaisersaals, sowie □ Abendfest mit Festball unter zahlreicher Beteiligung H Bürgerschaft Darmstadts beschloß die großartig verlaufe Festlichkeit. L. Mainz, 7. Mai. Das heutige Radwettfahr - nahm bei ziemlich günstigem Wetter folgenden Verlauf. fahren 1. Seel-Frankfurt, 2. LathomuS«Mainz, 3. Besel- Frankfurt. Hauptfahren für Berufsfahrer: 1. Verhty>!" Frankfurt, 2. Camp-(London)-Mainz, 3. Boquillon-(Pari Mainz. Vorgabefahren für Amateure: 1. Grünewald-Ma - 10 Meter Vorgabe, 2. Göller-Mainz 40 Meter BorgL 3. Fries-Weinheim, 60 Meter Vorgabe. Vorgabesahw für Berufsfahrer: 1. Jörns-München, 20 Meter Vorgalt 2. Verhetzen - Frankfurt, 0 Meter Vorgabe, 3. W (London) Mainz 10 Meter Vorgabe. Mehrfitzersahr für Berufsfahrer: 1. Herty, Boquillon, Camp. 2. Jörns Rucker-München, 3. Althoff Wichmann-Ncr!- Hauptfahren für Amateure über 50 Kilometer mit gäbe: 1. Seischab-Mainz in 1 Stunde 7 Min. 30 e“ 2. Seel-Frankfurt 1 Stunde 11 Min. 20 Sek. 3. €ls mann-Gotha 1 Stunde 14 Min. 35 Sek. jedoch wegen der teuren Fracht seither nur ei* 1 Marktg-bi-t haben konnten "" 1 §§ Vom höhere» Vogelsberg, 7. Mai. ©Cli Tagen herrscht hier empfindliche Kälte, mit «eaei-1 Schneewetter. a '( -s Aus dem Kreise Alsfeld, 8. Mai. I« Hansen wurde ein Landwirt von dem Gemeinde' angefallen, umgeworfen und am Bein arq >HQeT'. nur durch Hinzueilen von Leuten wurde schlimmer,^ hütet. — In Zell stürzte ein älterer Landwirt u ‘ Scheune aus beträchtlicher Höhe und erlitt durch den ft mehrfache Knochenbrüche, ebenso fiel in Ober-Breider' ein Landwirt zur Tenne nieder und trug fehr ft 1 Verletzungen davon. 1 9 ■ Wiederverkäufer an saft allen Plätzen. 1.5? *' I». 8. ■' älterer S 'he und erlitt "I- "b efnnben. Daraus: itter" eingenomm: treffanten Saurodt Man hegte al- line daliegende $r.: irden könne. DE obei es auch niii n öigt kehrten die Der 20, Lecke! chen-Lereine des Bi'f Sonntage in uw K OberbilMürOm ib begnj/iAchäft r W bUÄ LemMMM! g ein Mdiges Gepi^ toW E ^erk and) bet Sundes.! iientn war. W ttschreiden in 41 den ftatt und n Ma der ttir der Sh* i Vortrag i1-. dick. Eir • Lerke und einer Masch'«- dieltih-st-Af. ml- brö*^ r **tTt hloß di- WM' Loih-Mi.M't'v SK wakeure. . er=$«'”iy ,, 111 ‘ Wuchern . ®'tet •’if in «l« über o0 , 1 SM» A I 11*, U t für I '• Still'1.-5 •’Ä» »*2** ft 3811] Ein zu aller Arbeit williges ienstmädchen gesucht bei Frau M. Kann, Kirchenplatz 8. Kreitag den 12. Mai, Flur 3818 Acker 3814 der- Bekanntmachung. 2829 3813 Flur Flur Flur Flur 44 Flur 44 5 5 Gießen, 4. Mai 1899. Großh. Amtsgericht. Gebhardt. Gießen. 8. Mai 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. Aufforderung. Die in Amerika sich aufhaltendrn Kinder der verstorbenen MoseS Vnlleusteiu Eheleute von Grotzeu-Buseck haben iuuer- halb 6 Wochen Erklärung über ks von ihren Eltern errichtete keftament abzugeben, widrigenfalls ksselbe zur Vollstreckung gelangt. 8826] In meinem Hause Bahnhofstraße 50 ist der von Herrn Dr. Markwald seither bewohnte 2. Stock, bestehend aus 7 Zimmern, Badezimmer, Mägdekammer rc., per 1. Juni oder 1. Juli zu verm. Jacob Grünewald, Bankgesch. Verkehr, Km-- Md Dolkswirtfchaft. Mtfre*«, 6. Mat. Frachtpreise. Welzen X 16,25- 00,00, Korn X 14,80-00,00, Gerste X 14,90-16,00, Hafers 14,48-15,00, Erbsen X 18^00-00,00, Linsen X 00,00-00,00, Wicken X 00.00. ßdn X 00,00, Kartoffel» X 5,00- 6,20, Same» X 00,00—00,00. Darmstadt, 8. Mai, 12 Uhr mittags. (Telephonmeldung.) Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht, am 3. Mai dss. Js. den Kabinettssekretär Dr. Josef Valkenberg in Darmstadt zum Kreisamtmann des Kreisamts Offenbach, den Polizeikommissar des Polizeiamts Darmstadt, Polizei-Inspektor Dr. Eugen Kranzbühler, zum Kabinettssekretär, den Regierungs-Assessor Legationssekretär Dr. Hugo Freiherr v. Leonhardi aus Darmstadt zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Darmstadt, den Gerichtsaffessor Felix Ort wein aus Bad Nauheim zum Polizeikommissär für die Stadt Nauheim mit dem Titel „Polizeiamtmann", den Regierungsaffeffor Paul Hechler aus Darmstadt zum Kreisamtmann des Kreisamtes Schotten, den Regierungsassessor Hugo Scriba aus Gießen zum Polizeikommissär bei dem Polizeiamt Darmstadt mit dem Titel „Polizeiamtmann", den Regierungsassessor Gustav Spam er aus Bingen zum Kreisamtmann des Kreisamts Friedberg, den Regierungsassessor Dr. Paul Werner zum Ministerialsekretär des Ministeriums des I inern zu ernennen. 01700] Gut erhalt. Sommer- u. Winter- überzieher zu verk. Kreuz 2, 2 Treppen. 3823] Ein ordentlicher Junge kann bei mir, bei wöchentlicher Vergütung, die Glaserei erlernen. B. Bierau. Ein. Haus m bester Lage Gießens, zu jedem Geschäft geeignet, zu verkaufen. 3024 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau »Herold". Berlin, 8. Mai. In der bekannten Weise wurde gestern mttag um 12 Uhr die große Berliner Kunstausstellung im Landes-Ausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof er- osfinet. Professor Max Koner hielt als Vorsitzender der ilusstellungskommission eine kurze Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die beiden feindlichen Kunst- | Teators Terrasse. Täglich frischt Waffel«♦ 3828 21 tn Mittwoch, dem 17. d. Mts., m 10 Uhr vormittags, sollen beim Wzen Postamte 1 alte, für hiesige Krecffe nicht mehr verwendbare Möbel, «lle Eifenteile re. öffentlich meistbietend wilaiuft werden. Ntmch i>ea 10. Mai I. Js., nachmittags 2 Uhr, tottan im Bieker'schen Saale versteigert: 'Aöb„l aller Arten, 5 Fahrräder, 1 Näh- ■juidcme, 1 Linoleumteppich, verschiedene jilbesr, eine Partie Schuhwaren (Herren-, EU- und Kinderstiefel) u. a. m. 1117388 Geißler, Gerichtsvollzieher. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schuletrasee 7, die schnellste Anfertigung von Trauer- briefen und Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 8831 OchfeWsch 40 Psg. Schmlnkjlkifch 50 psg. Während der Marktzeit befindet sich die Freibank in dem Eingang der Großvieh-Schlachthalle. Gesucht wird ein besseres Mädchen, welches nicht zu jung ist und Liebe zu größeren Kindern hat. Auch habe ich noch gute, leichte Stelle zu besetzen auf bald. 8820 Frau Müller, Teufelslustgärtcken 26. njinifters Monestier, der seiner Zeit im Senat gegen die Aenderung des Revisions-Verfahrens gestimmt hatte. Paris, 8. Mai. „Matin" und mehrere andere Blätter veröffentlichten heute eine sensationelle Enthüllung -c« . ?or^ercau* welches im Esterhazy-Prozeß den Schrfftkundigen vorgelegt wurde. Matthieu Dreyfus hatte bekanntlich, um seinen Bruder Alfred zu retten, Esterhazy öffentlich angeklagt, der Verfasser des Bordereaus zu sein. Wie heute erwiesen ist, war das Bordereau, welches im Esterhazy-Prozeß geprüft wurde, nicht das Bordereau von 1894, sondern ein Facsimile dieses Borde- reaus welches Esterhazy selbst angefertigt hatte und zwar mit Hufe eines Schriftsachverständigen. Das Bordereau von 1894 wurde zum größten Teile gewissenhaft gepaust, aber an mehreren Stellen wurden verschiedene Worte so ungeschickt durchgepaust nach der Schrift Esterhazys, daß die Sachverständigen schwören konnten, das ihnen vorgelegte Bordereau rühre nicht von der Hand Esterhazys her, sondern sei nur eine Nachahmung seiner Schrift. Daraufhin wurde Esterhazy freigesprochen. Zola hatte deshalb recht, zu sagen, daß Esterhazy infolge von Fälschungen freigesprochen worden fei. Der „Figaro" wird hierüber in den nächsten Tagen alle Einzelheiten veröffentlichen. Prätoria, 8. Mai. Präsident Krüger wird eine Proklamation erlassen, worin er den Ausländern mitteilt, daß ihnen die Schutzrechte ungeschmälert zugestanden werden. Er fordert die Bevölkerung auf, fest zusammen zu halten, und die Unabhängigkeit der Republik gegen alle äußeren Feinde mit bewaffneter Hand zu verteidigen. nachmittags 2'/, Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben des Ludwig Lauz von Wismar gehörigen, in der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücke: ' 3 Nr. 135 — 2956 qm Acker auf den Läufettsröder Weg, s Nr. 136 — 2950 qm Acker daselbst, Nr. 355 — 1475 qm Acker auf den Haddergraben, Nr. 160 — 1869 qm Acker am Krofdorferweg, Nr. 232 — 2050 qm Acker in der Lichtenau, Nr. 233 — 4837 qm daselbst nochmals freiwillig meistbietend steigert werden. lager in Berlin bald wieder zu einem freundlichen verschmolzen werden würde«. Daun erklärte Minister Bosse die Ausstellung für eröffnet. Berlin, 8. Mai. Nach einer Blättermeldung aus Sebastopol ist der Dampfer „Wieliky" vorgestern bei starkem Sturm auf dem schwarzen Meer auf ein unterseeisches Riff aufgefahren und untergegangen. 50 Personen ertranken, 75 wurden durch Boote gerettet. Berlin, 8. Mai. Unter dem Verdacht der Engelmacherei ist gestern eine ganze Gesellschaft von vier Per-' fönen verhaftet worden. Berlin, 8. Mai. Das „Kleine Journal", meldet aus Prag: Am Himmelfahrttage wird auf dem Altstädter Ring unter freiem Himmel ein großes klerikales Meeting stattfinden. Am Pfingst'Montag wallfahrtet als Gegen-Demonstration die tschechische Turnerschaft nach Husinez. — Rach Prager Meldungen jungtschechischer Blätter ist die Stellung des Statthalters Grafen Coudenhove gänzlich erschüttert. Er soll noch im Laufe dieses Sommers durch einen hervorragenden Feudal-Aristokraten ersetzt werden. — Die Preß- Leitung des Jungtschechen-Klubs versendet einen Artikel an die Blätter, wonach das Verhältnis zwischen der Regierung und dem Klub ein äußerst gespanntes ist. Berlin, 8. Mai. Auf dem Verbandstag der deutschen Post- und Telegraphen-Assistenten wurde gestern abend über die am Samstag stattgehabte Audienz beim Staatssekretär v. Podbielsky berichtet. Derselbe empfing die Deputation im Beisein des Unterftaatssekretärs Fritzsch, eines Ministerial- Direktors und eines Postinspektors. Der Staatssekretär führte aus: Als der Kaiser ihn auf seinen Posten berufen hätte, habe er den Wunsch ausgesprochen, zuftiedene Beamte zu sehen. Es sei sein Bestreben, diesem Wunsche nachzukommen und er erwarte von den Beamten, daß sie Vertrauen zu ihm hätten. Es sei aber auch seine Pflicht, strenge Dienstzucht zu halten. Er schrecke vor keiner Maßregel zurück, diese durchzuführen. So seien leider in letzter Zeit verschiedene Fälle vorgekommen, in denen er hätte einschreiten müssen. Persönlich habe er Mitgefühls aber als Leiter eines großen Staatswesens könne er nicht anders handeln. Wien, 8. Mai. Die „Montags-Revue" bespricht an leitender Stelle die augenblickliche Situation, und konstatiert, daß, seitdem Szell an der Spitze der ungarischen Regierung steht, das Kabinett Thun mit seiner Slawisierung sich in einer Krise befinde, die zum Sturze desselben und zu einer Aenderung des Regimes im Sinne der Deutschen sich wenden werde. Prag, 8. Mai. Den tschechischen Blättern zufolge ist )ie Mission des Finanzministers Kaizl in Prag ge- cheitert. Das Verhältnis zwischen der Regierung und den Jungtschechen sei ein sehr gespanntes. Rom, 8. Mai. Zan ardellj ist entschlossen, sein Amt als Kammerpräsident niederzulegen. Bei der Wahl seines Nachfolgers wird sich zeigen, ob das neue Ministerium in >er Kammer eine Mehrheit besitzen werde. Zanardelli und Pelloux stehen sich feindlich gegenüber. Paris, 8. Mai. In gut informierten Kreisen verlautet, >aß die Tage des Kabinetts Dupuy gezählt seien. Die Anti-Revisionisten können es Dupuy nicht verzeihen, daß er )en Dreyfus-Anhänger Monestier zum Bautenminister ernannt hat, und die Revisionisten erwarten feit längerer Zeit )en Moment, um das Kabinett zu stürzen. Paris, 8. Mai. Die heutige Interpellation in der Kammer über den eigentlichen Grund des Rücktrittes des kriegsminifter Freycinet wird das Ministerium in eine chlimme Lage bringen, sodaß der Sturz des gesamten ?abinetts durchaus nicht ausgeschloffen ist. Auch ist an- äßlich dieser Interpellation ein großer Ansturm der Nationalisten, der Antisemiten und Konservativen gegen das Kabinett zu erwarten wegen der Ernennung des Ärbeits- <$■ Haus m. Nebenh. u. Bauplatz, i. d. Nähe o. Bahn, für j. Engrosgesch. geeign-, i. f. 50,000 Mk. zu verk. Haus rent. ca. 5%. Baupl. frei (Wert ca. 10,000 Mk). Off. n. v. Selbst!, erb. u. H. 3679 an die Expedition d. Bl., Muschelreflector. Houben’s Gasöfen * J G. Honben Sohn Carl Mteratnr, Wissenschaft und Kunst. , — Die Schädlinge des Obst- und Weinbaues. Ein Volksbuch für Jung und Alt zur Kenntnis und erfolgreichen Abwehr des verbreitetsten Ungeziefers. Von Heinrich Freiherr v. Schilling. Wit 13 Holzschnitten und zwei großen Farbentafeln nach Aquarellen , Verfassers. Zweite erweiterte und vervollständigte Auflage, gr b. Mk. 1.50, 10 bis 29 Exemplare L Mk. 1.25, 30 und mehr vremplare ä Mk. 1. - Allerlei nützliche Garteninfekten. Neu dirrchgesehener und vermehrter Sonderabdruck aus dem „Praktischen ncitgeber tm Obst- und Gartenbau", von Heinrich Freiherr »»n Schilling. Mit einer Farbentafel und 30 Holzschnitten nach 8t Ahnungen des Verfassers. Zweite erweiterte und vervollständigte Auflage, geb. Mk. 0.80, 10 bis 29 Exemplare h Mk. 0.75, 80 und ^hr Exemplare h Mk. 0,60. Trowitzsch & Sohn, Frankfurt a. O. - Mit dem Erwachen der Natur draußen im Garten, mit dem veqmn des Treibens, Knospens und Blühens beginnen auch die zaul osen Femde unserer Kultur aufs neue ihre verderbenbringende L>at,gkeit, beginnt auch der alte Kampf gegen dieselben aufs neue. Z^r rechten Zeit sind deshalb obige beiden bewährten Schriftcken «m erschienen. — Während die „Schädlinge des Obst- und Wein- dMes und „Die Schädlinge des Gemüsebaues" dazu anleiten sollen, «Len erfolgreichen Vernichtungskampf gegen die Feinde unserer Virtenkulturen zu uhren, sollen die „Nützlichen Garteninsekten" dem Schutz dieser Kulturen durch Erhaltung und Schonung der ihnen Wicken Insekten dienen, denn die wirksamste Waffe gegen die Schädlinge »st Schonung ihrer Feinde 1 Gegen die Schädlinge nämlich M die Natur selbst uns treue Bundesgenossen gegeben wieder in 3” lAen, die uns nützen, indem sie die Schädlinge vernichten. Es heischt leider in den weitesten Kreisen eine große Unkenntnis über solche Insekten — viele kennen sie nicht, schonen sie nicht, sondern veninchten sie aus Unkenntnis Dies soll das vorgenannte Büchlein deihmdern. Der Vorzug der Bücher liegt in den mit Meisterschaft vo« dem Verfasser gemalten farbigen Tafeln, die es ermöglichen, die Schädlinge und Nützlinge selbst zu bestimmen, und ferner in den praktischen und erprobten Mitteln, mit denen die verschiedenen Scd'adlmge bekämpft werden. Die Verbreitung von 20000 bezw Exemplaren innerhalb 6 Jahren spricht am besten für die praktische Brauchbarkeit der Bücher. Gesucht ein Mädchen, welches im Kochen gründlich erfahren ist. 3824 Frau Prof. Hanse«, Löberstraße 21. 3827] Ein tüchtiges Mädchen oder Frau tagsüber fofort gesucht. Bahnhofstraße 11. Zöpfe, Dreher, k vkj Haaruhrketten, Toup^s, l 4* v scheitel und Perrücken M -A werden billigst angefertigt, x " Spezialität in weißen und grauen Haaren, bei 798 H. Tichy, Stlftrnwtg 43. Aachener Badeofen D- R--P. Uebtr 50 000 Oefen im Gebrauch. In 5 Minuten ein warmes Bad! >0» Original tui i 01737] Stadtkundiger Bursche zum Milchausfahren gesucht. __________________Riegelpfad 30. 3321] Zuverlässiges Laufmädchen gesucht. Löberstraße 18, II. Eine Senffabrik mit Motorbetrieb z« verkaufen. Gefl. Anfragen unter R. M. 8822 an die Expedition dieses Blattes.___________ Zwei eiserne Oefen und zwei spanische Wände billig zu verkaufen. Südanlage 17, part. 3819] Ein schöner, fast neuer Herd, 1 Wafchofen, 1 Kachel-, 1 Wormser Ofen, 2 Hängelampe«, 1 Badewanne, 1 Polsterfeffeß Wegzugs halber billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Erbsenreiser abzugeben. Nahruugsberg 9. fließen, 6. Mai 1899. Kaiserliches Postamt 1. I. V.: Stroh. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 7. bis 13. Mai. Die Kurkapelle spielt täglich morgend von 71/« bis 8f/# Ubr etn Kurbruonen, nachmittag» von 3 bis 6 Uhr auf der Terraste, oet weniger als 10° Ä. Wärme im großen Spetsefaale deS Kurhauses. Dienstag dm S. Mat, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr auf der Terrasse: Saltstm-Konzert der Kurkapelle. HtmmelfahrtStag, dm 11. Mai, nachmittag» von 3 bi» 6 Uhr auf der Terrasse: Konzert der (Körnet a Ptston-Birtuostn Fräulein Sophie Brandm unter Mitwirkung der Kurkapelle. Vorläufig« Anzeige: SamStag den 13. Mat, abends 8 Uhr: Zaubervorstellung de» Herrn W. Rößner aus Berlin. Sjrirtpla itr errttaigtra Frmkftrtrr Ztadttheatrr. Opernhaus. DimStag dm S. Mai: Freischütz. Mittwoch dm 10. Mai: Trompeter von Säkktngen. Donnerstag dm 11. Mat: Evangeltmaun. Freitag dm 12. Mat geschlossen. SamStag dm 13. Mai: Daltbor. Sonntag dm 14. Mat: Der Bärenhäuter. Montag dm 15. Mat geschlossen. Schauspielhaus. DtmStag dm 9. Mat: Der Ungebetene. Hierauf: «E""nehre. Zum Schluß: Tartüffe. Mittwoch dm 10. Mat: Zastsptel deS Herrn Felix Schwetghofer. Mathias Gollinger. 111 Gastspiel deS Herrn Felix Schweighofer. 2 r^UJj£rL. dm 12. Mat: Vorletztes Gastspiel des Herrn Felix Schwetghofer. Der Raub der Sabinertnnen. SamStag dEN 13. ®lai: Der Ungebetene. Hierauf: Bauernehre. Der eingebildete Kranke. Sonntag dm 14.Mat: letztes Gastspiel deS Herrn Felix Schwetghofer. Der Raub der Sabinertnnen. Ih'kiiinitiiiiiiljiiiiiun Vermietungen Ih’ilWmnuuii (Mene Stellen 3it verhüllten 8830 Giessen, den 8. Mai 1899. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Cellarius, Forstassessor, Oberleutnant der Reserve. Deutscher Flotten-Verein. Provinzial - Ausschuß -er Provinz Oberhessen. Mnter dem Protektorat Seiner Königliche« Ko-eit des Kroßßerzogs von Kesse«. Einladung*. Einer Anregung des Landes-Ausschusses de» Deutschen Flotten-Vereins für das Großherzogtum Hessen zufolge ist ein aus den Unterzeichneten bestehender provisorischer Ausschuß zusammengetreten, um die Gründung eines Provinzial-Ausschusses dieses Vereins für die Provinz Oberhessen, mit dem Sitze in Gießen, in die Wege zu leiten. Im Anschluß an den in Nr. 95 des „Gießener Anzeige»" veröffentlichten Aufruf des Landes-Ausschusses beehren fich die Unterzeichneten, alle in Gießen wohnenden Mitglieder des Deutschen Flotten-Vereins, auch solche Herren, welche sich schon als Mitglieder angemeldet, aber die Mitgliederkarten noch nicht erhalten haben, zu der am Samstag dem 13. Mai, abends 8% Uhr, im Gasthofe rum Einhorn hierselbst stattfindenden konstituierenden Versammlung ergebens! einzuladen. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wäre im Interesse eines glänzenden Verlaufes der Gründungs Sitzung dringend erwünscht. Gießen, den 8. Mai 1899. Provinzial-Direktor v. Bechtold. Geheimerat Professor Dr. Behaghel. Real-Gymnasiallehrer Dr. Block. Eisenbahnsekretär Blum. Ober-Bürgermeifter Gnauth. Kommerzienrat Heichelheim. Kommerzienrat Heyligeustädt. Stadtverordneter Kirch. Geheimer Medizinalrat Profeffor Dr Löhlein. Geheimer Hofrat Profeffor Dr. Ouckeu. Landgerichtsrat Dr. Schäfer. Pfarrer Schlosser. 3817 Statt besonderer Anzeige. Nach kurzem, schwerem Kranksein entschlief heute früh 5*/z ühr unser einziges, innigst geliebtes Töchterchen Helene im Alter von 1 Jahr 7 Monaten, was wir teilnehmenden Verwandten und Freunden schmerzerfüllt mitteilen. IproMl. 5 Jahre iiiiMIk Wehen der Stadt Mainz von nom. Mk. 3,000,000.—. Soweit Vorrat reicht, bin ich Abgeber von Obligationen obigen Anlehens zum Kurse von 100.65%. Jakob Grünewaid, SmkgeMt, 3826 Bahnhofstrasse. Uferdemist aözugeöen. 3552 Liebigstraße 13. Capitalien 973] Hypotheken - Darlehen, sowie Kapital auf Schuldschein unter coulanten Rückzahlungsbedingungen zu haben durch <£. N. Welter, Kreuznach. An- und Verkauf von Grundstücken. Bei Anfragen ist Rückporto beizufüg. Gewissenh.Vertr. ges. 1500 Mark auf sofort zu leihen gesucht auf ca. ein Jahr gegen Sicherheit auf ein Grundstück (Bauplatz). Offerten unter E. Ch. 3812 an die Expedition dieses Blattes. Uerslhiedenes 3815] In Haus Nr. 225 zu Krofdorf ist am 30. April er. ein junger Hund (kleine gelbe Dogge) zugelaufen. Abzu- holen gegen Erstattung der Jnsertions- und Futterkosten biS zum 13. d. Mts. u HAMBURG. Hambnrg-Hewyork Doppelschrauben. Schnelldampfer Beförderung, FLhNdauer 8 Tage. Ferner Dienst mH regutäreo OoppfllscKnt<6r-OiApfefli Hamhura-Sttd-Brasilien ~ Deutsche Ackerbau-Kolonien; Santa Catharina, Blumcaau, Douck ( Francisca rc. Fahrkarten za Originalpreis^o bei» 8. Elsoffer, Giessen, 2603 Joseph Straus, Gedern, J. Walther, Stockheim, und Hch. Weckesser, Ortenberg. Foxterrier zugelaufen. Nr. 2498. 01734 Heinrich Mehl, Großen-Linden. 1735] Eine Krankenpflegerin, welche 2 Jahre als Schwester gelernt hat, empfiehlt fich in Kranken- und Wochenbettpfiege. Uebernimmt auch Reisebegleitung mit «ranken, oder Stelle bei älteren Herren oder Damen. Ederstratze 4, I. Vereine Verein zur Züchtung reiner Kunderassen. Dienstag, 9. Mai, abds. 8 Uhr Kaiserhos: MllMKmsMMlg. Tagesordnung: Aufnahme neuer Mitglieder. 01739 Abrechnung des Schliefens. Hunde-Ausftellung am 15. u. 16. Juli. Handorf, den 7. Mai 1899. 0174t Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme wahrend der Krankheit und der Beerdigung unseres Sohnes und Bruders Wilhelm Weiss sowie für die vielen Blumenspenden sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. Insbesondere danken wir herzlichst Herrn Pfarrer Weber für seine trostreichen Worte, sowie den Lehrern und der Schuljugend. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Weichensteller Weiß und Familie. Hof-Kalligraph Gander’s Methode Auszeichnungen und 1896 prämiiert. In fii" r nnb auf %?eineinen et,oti« h •elf affetn T1'9' ( ** fe s"b »■tiit, e,9aba 7 btt «„" ®«f, * Ha,,