M. 83 Erstes Blatt. SoMag den 9. April ISO» Gießener Anzeiger General-Un^eiger AezagspreiS vikrlkljährlich 2 Mark 20 Pf,- monatlich 75 Pf>. mit Brmgkrlohn. VIiie«>mt »en laplfltn ,u btt nachmittag» fflc bea ericheineuden Nummer bi» Bete. 10 Uhr. löt An-ttgen.»ermittlturg»sttllea M In- und KufluM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgcfca. vei Postbezu- 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. |«)dal löslich i e Ausnahme de« Pontag». ht Gießener HlhiitritalCltttt dem Anzeiger WDrtiich viermal teigelegt. Anrts- und Anzeigeblntt für den Ttreis Gietzen. Gratisbeilagen: Meiner Familienblätter, Der hesirfthe Landwirt, Klättrr für hessische Volkskunde. Iteeftien, tpebition nnb Druckerei: Kchalfir.ße Ar. 7. Amtlicher M. ttr. 13 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 4. d. M., ««lhSlt: Nr. 2564. Verordnung, betreffend die Hauptmängel währfristen beim Viehhandel. Vom 27. März 1899. T ießen, den 8. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Äm Donnerstag, den 13. April ds. Js. nachmittags l.'s>Msir findet im Saale des CafL Ebel dahier eine General- oMsirnrnlung des Vereins zur Züchtung des Vogelsberger ^Mvirchs im Kreise Gießen statt, zu welcher alle Mitglieder tyinmü eingeladen werden. Dazu gehören auch die Mit- des Grünberger, Lauterer, Großen-Lindener und sytchÜheimer Zuchtvereins. Tagesordnung: 1 Einrichtung von Tummelplätzen für Vogelsberger Vieh. 2 Gründung einer Vermittlungsstelle für An- und Verkauf von Zuchtvieh. 3 Prüfung der Rechnung für 1898/99. 4 Verschiedenes. g ießen, am 7. April 1899. Der Direktor des Zuchtvereins. _____Boeckmann._______________ Gießen, 6. April 1899. ^iktrtfjetnb: Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen ; hier: Darstellung des Zustandes derselben. Die 18rchh. Kreis-Schulcommisfion Gießen au die Tchulvorstäude des Kreises. d iejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 7 ..Februar l. Js. (Gießener Anzeiger Nr. 36) noch nicht nunjge! ommcn find, werden an deren sofortige Erledigung e-mert. v. Bechtold. Gießen, 6. April 1899. Statistische Nachweisungen über das Volksschulwesen. =Eit Großh.Kreisschulkommisfion Gießen am die Schulvorstände des Kreises und die Vorsteher von Privatschulen. Wit sehen Ihren Berichten in rubr. Betreff innerhalb 1 tagen entgegen über: l §:tand der einfachen Volksschulen nach Beginn des Schuljahres 1899/1900. i. ohne Schulgeld, b. mit Schulgeld. gchl der Schulkinder: 1, »ach Klassen (nicht Abteilungen) getrennt. l im ganzen, b. Knaben, c. Mädchen. I r.ach dem Bekenntnis: a. evangel., b. röm. kath., c. ist., d. anderer Konfession. . H Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Schul- Triode 1898/99. jalll der Fortbildungsschulen: i. einklassig, b. zweiklassig, c. dreiklassig u. s. w. Ml der Schüler nach dem Bekenntnis: i. evang., b. röm. kath., c. isr., d. anderer Konfession, e. im ganzen. ON Stand der höheren Bürgerschulen nach Beginn des Schuljahres 1899/1900 (wie unter I.) I'KStand der Privatschulen nach Beginn des Schul- ,0lhres 1899/1900. Üie Berichte sind genau nach vorstehendem Schema ixuitir Beibehaltung derselben Bezeichnungen abzufaffen. v. Bechtold. Gießen, den 1. April 1899. öte: Die Anstellung der Kreisstraßenwarte. IN Großherzogliche Kreisamt Gießen aoabiie Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. &ie wollen, soweit aus Ihren Gemeindekaffen Gehalte rrm Ztliraßeuwarte bezahlt worden find, die Gemeindeeinnehmer veranlaffen, sofort mit der Kreiskaffe abzurechnen, damit diese in den Besitz sämtlicher Hauptquittungen gelangt. Binnen 14 Tagen sehen wir Ihrem Bericht entgegen, daß diese Abrechnung stattgefunden hat. v. Bechtold.___________________ Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreisftrastevwarts mit dem Sitz in Wieseck oder Trohe soll demnächst wieder besetzt werden. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Alter und seitheriger Beschäftigung, sowie unter Anschluß von Zeugnissen bei dem Kreisstraßenmeister Senßfelder dahier bis spätestens 15. April l. I. einreichen. Gießen, am 4. April 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Wegen Chaussierung der Fahrbahn wird die Plockstraße vom 10. bis einschließlich 19. l. Mts. für den Personen- sowie für den Fuhrwerksverkehr polizeilich gesperrt. Gießen, am 7. April 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Gesunden: 2 Armbänder, 1 Schirm 1 Taschenmesser, 1 Herrnhut, 2 Paar und 1 einzelner Handschuh, 1 Schürze, 6 Tücher und 1 Pinsel. Gießen, den 8. April 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Politische Wochenschau. Die Ereignisse auf Samoa und die deutsche Strafexpedition gegen die Chinesen nehmen das allgemeine Interesse hervorragend in Anspruch. Angeblich ist ja der Vorschlag der deutschen Regierung, Spezialkommiffare nach Apia zu entsenden, von England und den Vereinigten Staaten gebilligt worden, so daß der Ausbruch ernster Konflikte wohl vermieden werden dürfte. Aber immerhin muß Deutschland gegenüber seinen Konkurrenten stark auf der Hut sein, da die Interessen, welche es auf Samoa zu vertreten hat, einer Kraftanstrengung wert sind. Unser Vorgehen hat bisher keinerlei Mißbilligung erregt, und selbst die Pekinger Regierung scheint die deutsche Expedition als etwas unabwendbares hinzunehmen. Jedenfalls sind dadurch unsere Beziehungen zu keiner Macht irgendwie getrübt worden. In möglichster Stille hat Fürst Hohenlohe seinen 80. Geburtstag gefeiert. Trotzdem aus dem Glückwunschtelegramme des Kaisers nichts auf den baldigen Rücktritt des Reichskanzlers schließen läßt, so ist in diesen Tagen doch oft die Frage des Nachfolgers ventiliert worden. Ob mit Recht, müssen wir dahingestellt sein lasten. Endlich! Die Einladungen zur Friedens- und Abrüstungskonferenz sind ergangen, und es unterliegt kaum einem Zweifel, daß irgend ein Staat der Einladung der jungen holländischen Königin nicht Folge leisten wird. Aber vielleicht sind sich schon heute alle klar, daß das Ergebnis der Verhandlungen ein befriedigendes Resultat nicht haben wird. Da aber immerhin die vom Zaren gegebene Anregung recht lobenswert ist, so hat jedermann Ursache, der Konferenz viele Glückwünsche mit auf den Weg zu geben. In Frankreich erregen die Veröffentlichungen des „Figaro" das größte Aufsehen; sie dürften auf die weitere Behandlung des Prozesses Dreyfus von ganz erheblichem Einflüsse sein. Jedenfalls hat die öffentliche Meinung Anregung erhalten, dem Revifionsprozeste mit anderer Beurteilung entgegenzusehen. Präsident Loubet ist den Erörterungen über die Publikationen aus dem Wege gegangen, indem er nach seiner Heimat abgereist ist. Eine Ministerkrisis giebt es in Griechenland, was steilich bei den dortigen parteizerklüfteten Zuständen nicht weiter verwunderlich ist. Befriedigung gewährt es, daß die europäische Finanzkontrolle unabhängig von jedem Kabinet ist, so daß eine finanzielle Mißwirtschaft nicht befürchtet zu werden braucht. Die Königin-Regentin von Spanien soll wieder einmal regierungsmüde, dafür aber heiratslustig sein. Was an den Gerüchten wahres ist, läßt sich natürlich nicht kontrollieren; jedenfalls darf aber erwartet werde«. Ibreffe für Depeschen: Anzeiger frUtcs. Fernsprecher Nr. 51. daß Königin Christine ihren Posten nicht verläßt, ehe nicht der junge König seine Volljährigkeit erlangt hat. Vor Wien-Prag nichts Neues! Die Ansichten über das Schicksal des Kabinetts Thun gehen derart ausein- ander daß man gut thut, nicht davon Notiz zu nehmen. Charakteristisch ist das Uebergreifen des nationalen Streits auf das religiöse Gebiet, und der Ruf „Los von Rom" ist die neueste Phase in den innerpolitischen Wirren Oesterreichs. (xx) Deutsches Keich. Berlin, 7. April. Zu dem Samoa-Streit wird der „T. R." geschrieben: In die Samoa-Streitigkeiten wird voraussichtlich bald eine Klärung kommen, da die deutsche Regierung dem Vernehmen nach jetzt zu einem entschiedenen Auftreten entschlossen ist. Dadurch würden die Absichten der Regierungen in London und Washington festgestellt werden können; doch liegen schon bestimmte Aeußerungen vor, daß man weder in der Union noch in England jetzt die Sache auf die Spitze treiben, sondern vielmehr Zeit gewinnen will. Die Erklärung, daß die Vertragsmächte an der Samoa-Akte festhalten wollen, weist deutlich darauf hin. Auch soll dieser Vertrag nur durch einstimmige Be- schlußfastung abgeändert werden können. Diese Absicht macht einen fast komischen Eindruck gegenüber der Thatsache, daß die amtlichen Vertreter Englands und der Union dort stets das Gegenteil von dem thun, was der deutsche Konsul für richtig hält und daß sie ihren Willen mit Gewalt, d. h. durch das Eingreifen der Kriegsschiffe durchzusetzen versuchen, ohne auch nur von ihren Regierungen einen Tadel zu erfahren. Wenn die Reichsregierung nunmehr ihre Rechte mit Kraft wahren will, so wird man mit der Personenfrage anfangen müssen. Schon vor einigen Tagen hieß es, der deutsche Botschafter habe dem Staatssekretär in Washington eine Note überreicht, worin die Abberufung des Oberrichters Chambers verlangt wurde. Ob überhaupt darauf eine Antwort erfolgte, ist nicht bekannt. Jetzt wird man die gleiche Forderung auch auf andere englische wie amerikanische Beamte und Marine-Offiziere ausdehnen müssen. Dadurch würde man feststellen können, ob das vertragswidrige Verhalten dieser Herren durch ihre Regierungen Unterstützung findet. Darin läge auch schon ein Fortschritt. Die Annahme des deutschen Vorschlages, drei Kommistarien zur Untersuchung des Wirrwarrs einzusetzen, läßt vermuten, daß die Regierungen in London und Washington über diese heikle Personenfrage Hinwegzukommen hoffen, ohne sich bestimmt erklären zu müssen. Gut wäre es, wenn ihnen das Ausweichen abgeschnitten würde. Als sich die Samoa- Streitigkeiten schon einmal im vorigen Jahrzehnt unentwirrbar verschlungen hatten, wurde schon eine gleiche Kommission von drei Delegierten eingesetzt, von deutscher Seite wurde dazu der Generalkonsul in Sydney, Travers, und von englischer Seite der Gouverneur der Fidschi-Inseln, Thurston, ernannt. Einen dauernden Erfolg hatte diese Untersuchung aber nicht, denn die amerikanischen Konsuln, Greenbaum, Sewall u. s. w. setzten ihre Bemühungen, Unruhen und Streitigkeiten hervorzurufen, ununterbrochen fort und fanden regelmäßig Unterstützung bei den englischen Konsuln. Da die Untersuchung infolge der großen Entfernungen lange Zeit in Anspruch nimmt, so wird man nun eine große Frist gewinnen, vielleicht mehrere Jahre, und die eigentliche Lösung der Samoafrage bleibt in der Schwebe. Deshalb wird auch jetzt betont, man wolle an der Berliner Samoa-Akte festhalten. — Sozialdemokratische Arbeitgeber. Die am 3. April abgehaltene Generalversammlung des Verbandes deutscher Lagerhalter hat überaus lehrreiche Beittäge geliefert zu dem Thema: was wird aus der sozialdemokratischen Theorie in der sozialdemokratischen Praxis? Bekanntlich ist der harte Druck, unter dem die Lagerhalter-Genosten zu leiden haben, der Grund gewesen, weshalb diese „Genosten" sich gegen die Verwaltungs-„Genossen" in einem Verbände organisierten. Wie wenig Erfolge aber trotz der Organisation bisher erzielt wurden, ist jetzt wieder auf der Altenburger General-Versammlung zu Tage getreten. Wieder sind die alten Klagen laut geworden über die Ausbeutung der Lagerhalter durch die Verwaltungen, über rigoroses Vorgehen, über fehlende Mittagspause u. s. w. Eine drastische Beleuchtung erfahren diese Verhältniste durch eine Statistik, die in Bezug auf 62 Konsumvereine mit 296 Lagerhaltern und 14 Lagerhalterinnen ausgenommen wurde. Danach betrug die Arbeitszeit 60 bis 100 Stunden pro Woche; eine Mittags- pause war nur für 172 Personen unter 310 durchgeführt; das Gehalt belief sich bei 20 Lagerhaltern unter 80 Mark monatlich, bei 44 unter 140 Mark, eine Summe, die das Höchstgehalt ausmachte. An Dividende zahlten 10 Konsumvereine 5 bis 8 Prozent, 16 Vereine bis 10 Prozent, 36 Vereine bis 16 Prozent. Wie es mit der Maifeier in den sozialdemokratischen Konsumvereinen gehalten wird, darüber schweigt sich ein von der sozialdemokratischen Presse ausgegangener, sehr diplomatisch gehaltener Bericht aus. Das oben Wiedergegebene genügt indessen vollkommen, die dividendenfrohe Arberterfreundlichkeit der Sozialdemokratie im allgemeinen und die Agitation für den Achtstundentag im besonderen in das rechte Licht zu setzen._________ Ausland. — Zu den jüngsten Veröffentlichungen des „Figaro" schreibt man aus Paris: „Herr Bertulus ist jener Untersuchungsrichter, der die Betrugsanzeige des „Vetters Christian" gegen Esterhazy behandelt hat. Seine Aussage betrifft in der Hauptsache Vorgänge, die sich auf die Zeit beziehen, wo Picquart sich bemühte, in Esterhazy einen Ersatzmann für Dreyfus zu finden. (1896—97.) Fast alles, was jetzt die Blätter noch einmal sensationell als Neuigkeit auf- lischen, ist schon vor einigen Monaten, d. h. noch im vorigen Jahre in der „Aurore" des Herrn Clemenceau veröffentlicht worden, und der Herr Untersuchungsrichter Bertulus wird am besten wissen, wer das Material aus seinen Vernehmungen fast unmittelbar nach ihrer Durchführung der Dreyfus-Preffe übermittelte. Er berichtete, — was übrigens auch in der Aussage des Generals Roget enthalten ist, daß du Paty den Esterhazy von einzelnen Machenschaften des Picquart unterrichtete. Der Grund war die zwischen Picquart und du Paty bestehende Feindschaft, und zwar infolge eines Liebeshandels, du Paty beging durch seine Unterstützung Esterhazys zweifellos einen Fehler, über den sich Henry erregte, als er im Auftrage des Ministers zu Bertulus kam. Daß er dann Esterhazy einen Banditen nannte, als er, der einfache, bedürfnislose Soldat, hörte, Esterhazy habe zwei Jahre vor dem Dreyfus-Prozeß dem Abgeordneten Roche Material gegen die Kriegsverwaltung versprochen und dabei auf die Mithilfe Henrys verwiesen, der immer geldbedürftig sei (Esterhazy wollte damit offenbar seine Geldbedürfnisse begründen), so ist dies natürlich. Auch diese Sache ist längst in der Presse erörtert worden. — Was die Aeußerung des Generals Gonse zu Bertulus zur Zeit des Zolaprozesses betrifft: „Sagen Sie Picquart, daß er für seine Laufbahn nichts zu fürchten hat, wenn er in seiner Haltung Soldat bleibt", so erklärt sich dieselbe damit, daß Gonse früher Picquart sehr zugethan war und schmerzlich bedauerte, daß er sich zum Agenten des Dreyfus- syndikats hergegeben hatte. Also auch die Aussage des Bertulus enthält nichts, was zugunsten des Dreyfus angeführt werden könnte. Der „Figaro" selbst verkennt dagegen nicht die große Bedeutung der Aussage des Generals Roget, er hält ihn nur für voreingenommen, weil er als Oberstleutnant ihm eine schlechte Note gegeben, jetzt aber Dreyfus einen „officier remarquable“ nenne. Der Widerspruch bestehe aber nicht, weil die schlechte Note nicht gegen die Begabung des Dreyfus gerichtet war. Auch der Leiter der Kriegsschule hat der Moral des Dreyfus ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Dreyfus verstand es auf der Kriegsschule, die Zensuren auszuspionieren, noch ehe sie dem Direktor zugekommen waren." — Heute bringt der „Figaro" Nogets Antwort auf Bertulus Aussage. Roget erklärt Bertulus für einen Lügner und sagt: „Bertulus ist ein Pumpbruder, Spieler und Schwelger". Sodann setzt Roget den Beweggrund des Verrats Dreyfus auseinander, der durch ein schlechtes Abgangszeugnis der Kriegsschule erbittert gewesen und dieses als eine ihm in seiner Eigenschaft als Jude widerfahreneUngerechtigkeit angesehen habe. — Nationalistische Blätter bezeichnen Bertulus geradezu als einen Agenten des Dreyfus-Syndikats und drohen mit der Veröffentlichung eines im Justizministerium befindlichen Schriftstückes, welches für Bertulus sehr bloßstellend sein soll. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 8. April 1899. * • Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 28. März dem Oberlandesgerichtsrat Ernst Rohde das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. * * Ernannt wurde am 29. März der Fußgendarm zu Herbstein Johannes Fersch zum Pedellen an dem Gymnasium zu Gießen, mit Wirkung vom 15. April 1899 an. * * Provinzialausschuß Sitzung. Samstaqdenl5.Apri,l 1899, vormittags 9 Uhr, findet eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Ober- hessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Aufbringung der Kosten des Gelündeerwerbs für die Nebenbahn Nieder-Gemünden—Nieder-Ofleiden (Landesgrenze). 2. Gesuch des Mühlenbesitzers Heinrich Wagner zu Echzell um nachträgliche Genehmigung zur Anlage eines Wasserrades. 3. Klage des Ortsarmenverbandes Offenbach gegen den Ortsarmenverband Heldenbergen wegen Unterstützung des Friedrich Faulstich zu Heldenbergen. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Offenbach gegen den Landarmenverband Schotten wegen Unterstützung des Heinrich Adam Hildebrand, genannt Klee, von Schwalheim. * * Viehmarkt. Auf dem am 5. April dahier abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 869 Stück Rindvieh und 697 Stück Schweine. Es zeigte sich am Tage vor dem Markte schon große Kauflust und wurden an demselben viele Käufe abgeschlossen. Die Preise für Kälber gingen etwas in die Höhe, bei dem anderen Vieh machte sich eine Aenderung in den Preisen nicht merklich. Nächster Markt Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. April, am letzten Tage auch Krämermarkt. Das Ablese« der Krämerstände findet morgens 7 Uhr statt. ♦* „Lahn und Wetteran". Unter dieser Bezeichnung ist im Verlag von H. Kühn, Seltersweg 36 eine Serie von acht Ansichtskarten erschienen, welche sich bald viele Freunde unter den Sammlern erwerben dürfte. Nach Originalaquarellen in feinster Farbenausführung hergestellt, zeichnen sich die Karten gegen die seither erschienenen sehr vorteilhaft aus. Vorläufig ist erschienen, Arnsburg, Gleiberg, Greifenstein, Münzenberg, Schiffenberg, Staufenberg sowie zwei Karten mit Hessischen Trachten. ♦* 4prozeutigePapiere. Das starke Anziehen des Zinsfußes übt bereits seinen Einfluß auf die Aufnahme von Kapitalien aus. Die Stadt Worms hat sich erschlossen, wieder 4prozentige Papiere auszugeben. Es ist dies sehr bezeichnend, nachdem man noch vor einem Jahre allgemein auf 31/2 und sogar auf 3 Prozent heruntergegangen war. Aus der Zeit für die Zett. Vor 145. Jahren, am 9. April 1754, starb zu Halle a. S. der scharfsinnige Philosoph und Mathematiker Christian Freiherr v. Wolf. Wegen angeblicher Irrlehren bei Strafe des Stranges 1723 des Landes verwiesen, wurde er später an die alte Stätte seiner Wirksamkeit nach Halle zurückberufen. Wolf popularisierte die Leibnizsche Lehre und erlangte durch Klarheit, mit der er sein System entwickelte, außerordentliche Erfolge. Am bekanntesten sind seine: „Vernünftigen Gedanken von Gott, der Welt und der Seele der Menschen, auch allen Dingen überhaupt." Er wurde am 24. Januar 1679 zu Breslau geboren. Vor 144 Jahren, am 10. April 1755, wurde zu Meißen der weltbekannte Stifter des homäopathischen Heilsystems, der „Kunst Aehnliches durch Aehnliches zu heilen" Samuel Friedrich Christian Hahnemann geboren. Arzt und Chemiker von umfassenden Kenntnissen und reicher Begabung hat er sich durch sein energisches Auftreten gegen )ie Gebrechen der älteren Medizin große und bleibende Verdienste erworben. Von seinen bis ins unendliche gehenden Verdünnungen ist die neuere Homäopathie gbgegangen. Seine Lehre wird von vielen tausend Aerzten praktisch geübt. Hahnemann starb am 2. Juli 1843 in Paris. Vermischtes. * Eine originelle Kur auf dem Gebiete der Tierarzneikunde wurde kürzlich in einem kleinen Orte des Vogelsbergs angewandt und mit gewünschtem Erfolg gekrönt. Ein Mutterschwein schenkte einer Anzahl Ferkel das Leben, war^aber eine Schweinemutter von der zuweilen vorkommenden Sorte, die ihre eigenen Jungen fressen. Was war zur Rettung der armen Dinger zu thun? Man ratete und thatete; es schien nichts zu helfen. Endlich wußte man Rat; man schüttete der unnatürlichen Mutter einen Schoppen Schnaps ein; das Tier wurde total betrunken und ließ in diesem Zustande es geschehen, daß die Jungen ihre Nahrung an ihr fanden. Auch nachdem der Rausch verflogen war, zeigte sich das Tier als eine zärtliche Mutter. * Die Fortbildungsschule für junge Kaufleute und Gewerbe- treibende, 1874 von Direktor Dönges gegründete Handes- schule (Direktor F. W. Glaeser) in Leipzig begeht Anfang Mai d. I. ihr 25jähr. Jubiläum. Die ehemaligen Schüler der Anstalt beschlossen in einer Zusammenkunft, eine größere Festlichkeit zu veranstalten und wählten für die zu treffenden Vorbereitungen einen Ausschuß. Es ist wünschenswert, daß sich an dieser Feier recht viele ehemalige Schüler auch von auswärts beteiligen und vor allem auch ältere, welche die Anstalt in den ersten Jahren ihres Bestehens besuchten, sowie Freunde der Schule daran teilnehmen. Schriftliche Anfragen sind an den Vorsitzenden des Ausschusses Herrn Oswald Engelmann, Leipzig- Lindenau, Uhlandstraße 23 zu richten. * Eröffnung eines Bolkshauses in Brüffel. Die belgische Arbeiterpartei benutzte die Öftertage zur feierlichen Eröffnung des neuen sozialistischen Volkshauses in Brüssel. Am Sonntag und am Montag veranstaltete die Partei Umzüge durch die belebtesten Straßen, wobei etwa 20,000 Vertreter der belgischen und fremder Sozialistenvereine teil- nahmen. Im großen Saale des neuen Vereinshauses fanden Versammlungen statt, in denen Vandervelde und Anseele die rasche Entwickelung der sozialistischen Konsumvereine in Belgien darlegten. So führte Vandervelde aus: Die Brüsseler sozialistischen Genossenschaften besaßen im Jahre 1884 nur 60 Mitglieder, 700 Fr. Kapital, einen Hundekarren und einige Säcke Mehl. Jetzt macht das Brüsseler Volksheim jährlich für 4 Millionen Franken Geschäfte. Die Bäckerei verkaufte allein im Vorjahre 11 Mill. Kilo-Brode. Jaurös wurde bei seinem Erscheinen auf der Rednertribüne mit minutenlangem Beifall begrüßt. Er erklärte, die französischen Sozialisten hätten nach dem Beispiel der praktischen Belgier beschlossen, ebenfalls ihre Konsumvereine besser zu entwickeln. Die „Köln. Ztg.", die dies berichtet, bemerkt noch: Die ganze Feier verlief auffallend ruhig, die Reden waren in mäßigem Tone gehalten. Die belgischen Sozialisten haben eben eine Mauserung durchgemacht, und offenbar auf ihre politischen Umsturzpläne ver> zichtet. Ihre gestrige Kundgebung gestattet die Annahme, daß sie den revolutionären Gedanken aufgegeben, und sich die Reformpläne anderer Parteien zu eigen gemacht haben. Der Kollektivismus wurde nicht ein einziges Mal in den gehaltenen Reden erwähnt. Das neue Volkshaus, ein wahrer Volkspalast mit allen erdenklichen Bequemlichkeiten, ist auch hier der Beweis, daß die Marx'schen Theorien von der Verelendung des Volkes längst über Bord geworfen sind. Herr Liebknecht war nicht erschienen. • Der Handel mit Schildpatt. Ueber de« Handel Schildpatt, namentlich in England, gibt der (Verlag von Friedrich Vieweg & Soh« in Braunschw,?'' Artikel der Nature lehrreiche Auskunft. Man teilt y . das Schildpatt in folgende geographische Klaffen: 1. De? Indien; 2. Zanzibar und Bombay; 3. Mauritius Hlw Seychellen; 4. Singapore und Makassar; 5. Sydney Fidji und 6. Ceylon. Der Güte nach unterscheidet mau di größten Rückenplatten, die den meisten Wert besitzen, ojJ „ehell“, die dünneren in der Farbe meist einfarbig lichen Bauchplatteu als „yellow belly“ und die meist s^ gebogenen Platten, die die Ober- mit der Unterseite ve? binden, als „hoof“. Im Jahre 1870 betrug die Einfuhr von Schildpatt nach England 49 332 Pfund im Werte 32 503 Pfd. Sterling. 1898 wurden 76 760 $fUnb j, London zum Verkauf gestellt, wobei ausgewählte Zamiba» und Bombaystücke mit 67x/8 bis 1127» Shilling fist Pfund bezahlt wurden, während im Jahre 1878 derM. erzielte Preis nur 80 Shilling für das Pfund betrug, nach Frankreich wird sehr viel Schildpatt eingefühn. tu Durchschnitt betrug in den Jahren 1866 bis 1876 jAM 42 306 Kgr. im Werte von über zwei Millionen Frust» Dann wird auch in China und Japan, sowie in Anunl, sehr viel Schildpatt verbraucht. Die Zahl der Schildstoni die jährlich getötet werden, muß eine sehr hohe sein, hi ist vor der Hand keine Gefahr vorhanden, daß sie ausgetrnt werden könnten, da die Tiere ungemein fruchtbar sind. Auszug aus den Kirchenbüchern -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. MarkuSgemeinde. Deu 2. April. Georg Nikolaus Lettner. Schneider zu Mi und Margarethe Philipptne Mohr aus Annerod. JohanneSgemeinde. Den 3. April. Michel Synowztk, HilfSbremser |i -Ich», und Elisabeth Katharine Diehl, Tochter des oerftotb?nen Johannes Diehl zu Gießen. Den 5. April. Georg Friedrich Hertlein, Eisenbahn zu Ruhpolding, undMarte Luise Naumann, Tochter deS Untoitjvii! Professors Dr, Alexander Naumann zu Gießen. Getaufte. MatthäuSgemeivde. Dm 2. April. Dem Schneider Jost Michel eine Tochir Ottilie Johanna, geboren dm 29. Januar. Dmselben. Dem Färbermetster Johannes Christian ein Sohn, Karl Ludwig Wilhelm, geboren dm 12. November. Denselben. Dem Lokomotivheizer Wilhelm Grau etne Tochla. Else Dorette Katharine, geboren den 12. Februar. Denselben. Dem Magazins-Verwalter Wilhelm Schneider tta Tochter, Angelika Henriette Wilhelmine, geboren den 22. Januar Denselben. Eine uneheliche Tochter, Anna Helene, geboren den 9. März. Denselben. Dem Schreiner Bernhard Kratzenden tta Sohn, Ludwig August Hand, geboren den 19. Februar. Dm 3. April. Ein unehelicher Sohn, Heinrich WUhelm, ;r boren dm 12. März. Dmselben. Dem Lokomotivheizer Friedrich Pell ein 60*r. HanS Ludwig Georg, geboren dm 12. Januar. Dmselbin. Dem Lokomottvheizrr AugustsTrebtng etneTochlt^ Luise, geboren dm 24. Februar. Dmselben. Dem Kutscher Christian Werner eine Tochirr Auguste, geboren den 23. Februar. Denselben. Dem Barbier Adolf Langsdorf eine Tochter, Helene Luise, geboren den 10. März. Denselben. Dem Spenglermeister Christian Arnold Karl Christian, geboren dm 15. Januar. MarkuSgemeinde. Dm 2. April. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Karl Auv geboren dm 26. Februar. ... Denselben. Eine uneheliche Tochter, Lina Luis« geboren den 28. Februar. Denselben. Dem Restaurateur Franz Renk ein Sohn, xm geboren den 23. Januar. . .. Denselben. Dem Buchbinder Ludwig Bmner einjSoho, IMI Friedrich Ludwig, geboren den 28. Februar. . Dmselben. Dem Schneidermeister Heinrich Heinze ein August, geboren dm 25. Dezember. Denseldm. Dem Schneidermeister Ludwig Henkel ein ev. Ludwig Daniel Karl, geboren dm 3. Februar. . Dmselben. Dem Dachdecker Heinrich Schomber em vor» Philipp Emil, geboren den 20. März. - . Den 3. April. Dem Packmeister Johannes Stehlins ein eo9 Heinrich, geboren den 13. März. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Johann Ernst- 9. November. .. _ - Denselben. Dem Weißbinder und Lackierer W“ Horn eine Tochter, Marie Elisabeth, geboren den 27. Mun- Denselben. Dem Schneider Seibert Möhl einelo-tn, - Elisabeth, geboren den 16. Februar. LukaSgemeinde. . . . 6|1. Dm 2. April. Dem Beamten Karl Ockel ein veyn, Kasimir Heinrich Wilhelm, geboren den 12. März. ~ Dmselben. Dem Bahnarbeiter Ludwig Luh tütt Eltsabethr, geboren dm 9. März. aobaJ1y" Denselben. Dem Metzger Friedrich Leuntng ein Soho, Heinrich, geboren dm 5. Februar. . Denselben. Dem Lokomotivheizer Heinrich Kraft ewe Helene, geboren den 27. Februar. (merflartth< Wn । Dmselben. Eine uneheliche Tochter, Emma Margar 19* geboren dm 10. Februar. JohanneSgemeinde. Den 2. April. Dem Bäckermeister Carl Euler ewe * Else, geborm den 22. Februar. tto Hrw Denselben. Dem Schutzmann Johannes Schwarz em Emil, geboren den 31. Dezember. • 6««^ Dm 3. April. Dem Schlosser Wilhelm Christian * ein Sohn, Hans Christian Heinrich Berthold Georg, geb 10‘ $< «»; a > Shih W S d« v 5° ietS 32>b L tbe« 16i%t „ Vl Sttl= \W 1878 > bch 'te*™* 1 1866 bis 18; ?ei Million *. Mi ö.le Zahl der Tj e,.ne sehr tyi «M daß fltQ em»rU. Ratbertnc Schmit,, geb. Erb, Ebesrau von tutste Aeorg Peter Schmitt, 30 Jahre aU, ft-rb den t.eprtl tri 7 April. Christine Kreiling. geb- »ran,. Witwe d « letintr Idtet« Johanne« Kreiling, 73 Jahr« alt, starb den 5. »prtl. Junges Mädchen g aus guter Familie für nachmittags ju® einem Kinde gesucht. Bleichstr. 15, I. Berlin, 8. April. Im Prozeß Eglofsstein beschloß I das Gericht gestern, das Urteil am 14. ds. Monats zu ver- | künden. ,, u T. . Berlin, 8. April. Das „Berliner Tageblatt meldet: Der Advokat Friedrich Kratt er aus Lemberg, welcher eine zahlreiche deutsche Klientel hatte, ist °^r‘ | schwanden. Zuletzt war er in Frankfurt a. M. Kratter hat 80 000 Gulden fremde Gelder unterschlagen. Brüssel, 8. April. Bei einer Explosion in der Festung Huy wurden zwei Soldaten gelötet und neun verwundet, darunter zwei schwer. Leichtere Verletzungen erlitten noch drei Personen. Berlin, 8. April. Wie nach dem Berliner Tageblatt in Rom verlautet, scheine eine Landung der Italiener in der San-mun-Bay bevorzustehen. Berlin, 8. April. Die Nationalliberalen beschlossen, auch bei der kommenden Dienstag stattsindenden Wahl im zweiten Berliner Reichstags-Wahlkreise für den freisinnigen Kandidaten Kreitling einzutretcn. Wien, 8. April. Die Polizei beschlagnahmte gestern in zwei Buchhandlungen Broschüren und Flugschriften über die „Los von Rom"-Bewegung. Pilsen, 8. April. Eine vertrauliche Versa mm- lung der Reichsrats-Wähler des verfassungstreuen Groß- Grundbesitzes des Kreises Eger-Pilsen sprach sich sür em entschiedenes zielbewußtes und gemeinsames Vorgehen aller I deutschen Parteien bei der bevorstehenden Obmänner-Be- Jrührosakartoffeln l zu verkaufen. Bahnhofstraße 48. Artilleristen herrührcn kann, da in dem Bordereau gewisse Dokumente verzeichnet sind, von denen ein Artillerist nicht« wisien konnte. DaS Verhör Hartmanns zog sich durch zwei Sitzungen hin. Paris, 8. April. Christian Esterhazy richtete einen Brief an den Präsidenten des KassationshofcS, in welchem er gegen die Behauptung des Generals Roget und besten Aussage bei der Kriminalkammer protestiert. Christian Esterhazy bestätigt, was sein Erscheinen vor dem Untersuchungsrichter Athalin anbelangt, in jedem Punkte die Aussage des Untersuchungsrichters BertuluS. London, 8. April. Ein Telegramm ans Pangance signalisiert den Untergang eines großen Drei- mastcrS. Die gesamte Besatzung desselben ist umgekommcn. Die Nationalität des Schiffes konnte bisher nicht ermittelt werden. , , A London, 8. April. Ein heftiger Sturm wütet seit ! gestern im Aermel-Kanal. Die Dampfer, welche den Dienst zwischen Calais und Folkestone vermitteln, treffen alle nut Verspätungen ein. Die Dampfer von Calais müssen ihre Passagiere in Folkestone absetzen, da sie Dower nicht an- laufen können. Der Sturm wütet noch immer fort. Aus New-Haven wird gemeldet, daß infolge des Sturmes zahl- reiche Schiffe sich in diesen Hafen geflüchtet haben. Der I Wellenschlag ist ein imposanter. Der Lcuchtturm verschwindet stellenweise in den Wellen. 14 Fischerbarken werden ver- mißt und dürften mit der Besatzung verloren sein. Paris, 8. April. Die Meldung, daß General Roget wegen seines Verhaltens bei der Beerdigung des Präsidenten Faure disziplinarisch bestraft werden soll, ist unrichtig. 01226] Frührosatartoffelrr zu ver- kaufen. 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SalonperlenSolo f. d. Flöte (Ho, j v. Krausse. 7. La Paloma! Walzer (neu) ▼. Eberle. 8. Fantasie a. d. Op• * Bajazzo“ v, Leoncavallo. 9. Ueb’ immer Treu und Redlichkeit! Marsch /»<.- 0. Schwarz. 10. Paraphrase über das Westpbalenlied (neu) ▼. C. ' Deutsche Reichspost 1 Quadrille (neu) v. 0. Schwarz. 12. Musikalische rJ* blätter. Humoristisches Potpourri ▼. Thiele. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Sdlitlbiidirr in dauerhaften Einbände», auch antiquarisch, für sämtliche Lehranstalten, Kataloge gratis zu haben bei 3084 Ernst Balser, Wäusöurg. AM- Neuester Radfahrer nzug Hose Promenadeanzug. „All Heil“ als Modell 1899 mit gesetzlich geschütztem Verwandlungs Gürtel D. R. G. M. Nr. 84 010 und mit Verwandlungs' „All Heil“ als Sportanzug. All Heil! All Heil! All Heil! Modell-Anzug ist als Promenaden- und als Sport-Anzug gleichzeitig zu verwenden; zeichnet siqh durch gediegene und elegante Formen aus. 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