Sonnlaa den 9. April l« Lokales und ProvinMes. Vermischtes. äft ^eis8 ÖL Tchnihvf, M Tchuize 11, Wr arl Tchwaab, {lilir: ob. Ttuhl, W öf G. WalleoieX .ast. Walter, MLiitk [eh, Giessen. ».« «n-üe" »u brr „««mittag, für b« felftartr Tag erfcheinenden Nummer bi8 Bonn. 10 Uhr. stah halten beM r xalsev. Seel« Torimen können. fluch Togo und Kamerun haben früher einen sehr ge- rir:.M Wert gehabt, und auch hier haben sich die Bechält- nifsiriil den letzten 15 Jahren vollständig geändert. Beide Scihikg«'biete besitzen jetzt eine handelspolitische Bedeutung, an ii bie nicmanb gedacht hat. Die Ausfuhrartikel sind ganz erkMich erweitert worden, ebenso wie der Kreis des Ans- fukiiizck'ets sich bedeutend vergrößert hat. Diejenige Kolonie, welche infolge ihres günstigen Klimas ans.brsicrdelungsfähigsten ist, nämlich Deutsch-Südwestafrika, steH m handelspolitischer Beziehung noch zurück, doch ist hielt Errwartung berechtigt, daß der Bau von Eisenbahnen unM dik weitere Erforschung des Innern Wandel schaffen wenkitn. Im den deutschen Besitzungen in der Südsee ist eben- salW Hinter schwierigen Verhältnissen schon viel geschehen, MndgrDfce Opfer sind gebracht worden, um die Hilfsquellen dieG ^änderstriche zu erschließen. Aber auch hier besitzt Schon um 12 Uhr wurde ihm ein Telegramm nachgesandt, worin er aufgefordert wurde, sofort zurückzukehren. Die Adresse für Depeschen: Anzeiger Hietze«. Fernsprecher Nr. 51. MMsbeilaaenHießener Lamilienblütter, Der hessische Landwirt Klätter für hessische Volkskunde._________________ [er FnWiE der deutsche Handel ein zukunftsreiches Feld, das hoffentlich noch recht viele Früchte tragen wird. Jedenfalls haben unsere Kolonien eine beachtenswerte -andelspolitische Bedeutung erlangt, welche einen guten Aus« )lick in die Zukunft gestattet. (xx) Akzugspreii vierieljähruch 2 Mart 20 Psg. Wionatlirfi 75 Psg. mit Bringerloha. ©ei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich 83 Drittes Blatt weichen; letzterer und Friedrich Ludwig Schröder (1'44 bis 1816) können als die Gründer der realistischen Richtung gelten, während die ideale Richtung von der von Goethe und Schiller inspirierten Weimarischen Schule vertreten wurde. Beide Schulen verflachten allerdings bald; die ideale entwickelte ein hohes Bühnenpathos; die realistische artete zum platten Naturalismus aus. Gegenwärtig hat das realistisch-naturalistische Drama der letzteren Strömung vermehrte Pflege und Aufmerksamkeit zugewendet, da dasselbe selbstverständlich auch eine seinem Jnhaltt entsprechende Behandlung, vor allem eine Art schauspielerischer Kleinmalerei voraussetzt. Von den bedeutendsten Darstellern der rhetorischen Schule nennen wir u. a. Sophie Schröder (1781 bis 1868), Ferdinand Eßlair (gest. 1840), von den Realisten Jffland (gest. 1814) und Ludwig Devrient (gest. 1832), einen genialen Mimen von packendster Wirkung, vor allem in dämonischen Rollen. Große Berühmtheit errangen auch seine Neffen Karl August, Emil und Philipp Eduard Devrient, ferner Karl Seydelmann (gest. 1843), sowie als Charakterdarsteller Bogumil Dawison und Theodor Döring, und als Komiker Beckmann, Nestroy, Karl Helmerding und Ferdinand Raimund. Aus der neueren Zeit sind die Namen Sonnenthal, Sonntag, Mitterwurzer , Fri^rich Haase, Barnay, Charlotte Wolter, Friederike G^mann' nennen. Eine bedeutungsvolle EpisodB^jn der Geschichte der dramatischen Kunst bildeten die Gastspiele der „Meininger", der von dem kunstsinnigen Herzog. Georg II. ins Leben gerufenen Gastspielgesellschaft des Meininger Hoftheaters, deren Darstellungen sich durch Moll echte Szenerie und frfW.d »glich M-t,'tu rahme deS !; rtagS. --- > Gießener 3feu*ltl<-*6 rittet werte«!em Anzeiger wüedtz-r t viermal •r (ritgt Anzüge ibarett PreiS^ Feuilleton. Pas 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herauSgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder AuSzug verboten.) VII. Musik, Gesang, Lchauspielkunft. (Schluß.) Waffen wir die musikalischen Ereignisse des 19. Jahr- kurz zusammen, so konstatieren wir als die Haupt- säWchflen Ergebniffe die durch die deutschen Künstler herbei« geMckii glänzende Entwickelung der Instrumentalmusik und de t^rustkalischen Dramas, während sich das Oratorium und dicll Kirchenmusik mit einem Zurücklenken in die Bahn älterer Monitr begnügen mußte. Eine Ausnahme macht nur Liszts WW, der aber bisher keine Nachfolge gefunden hat. DMen Kunstformen mußten weichen, aus der Symphonie Ibie symphonische Dichtung, die Oper zur ununter« br^tnan dramatischen Deklamation, nebenher ging eine gepKitioge Steigerung der Technik in der Instrumentation ArrKZc'.Handlung der Instrumente. Virtuosen von groß- auttfy Leistungsfähigkeit bildeten sich aus, als deren glän- zeWtütr: wohl Franz Liszt und Paganini bezeichnet werden et*. Aus des ersteren Schule gingen unter anderen BWv,. Rubinstein, d'Albert hervor, während der letztere (P^mni) einen klassischen Antipoden in Joachim ans« * Frankfurt a. M., 7. April. Neues aus dem Zoologischen Garten. Die durch die Kälte der Karwoche zurückgehaltenen Tiersendungen sind nunmehr im Zoologischen Garten eingetroffen. Sie betragen gegen 100 Tiere, die nahezu allen größeren Tierklassen angehoren. Das Aquarium zeigt zum ersten Male die sonderbar gestaltete Dreizahnkrabbe und Seeblumen von einer Große, wie sie bisher noch nicht in unsere Stadt gelangt sind. Armdicke Seenelken mit Köpfen — wenn man bet diesen Tieren so sagen kann - gleich einer Männerfaust. Unter den Vögeln ist ein völlig erwachsener Helmkasuar mit rot und blauem Hals und gewaltigem Helme ausgestellt; fünf Ibisse, worunter auch die schwarzkopfige Art, sind seit Jahrzehnten zum ersten Male wieder tm Garten em- getroffen. Spornflügelgänse, mit wahrhaftem Stachel am Flügel, sind aus Kamerun angekommen und aus der nämlichen Gegend eine Campbell'sche Meerkatze. Aus Südamerika kamen zwei verschiedene Wildkatzen an; eine Felis geoffroyi aus dem Süden und eine Tigerkatze aus dem Norden. Die kürzlich hochbetagt und blind verendete gefleckte Hyäne hat in einem jungen zutraulichen Exemplar derselben Art einen Nachfolger gefunden. Auch em neuer Tiger wurde angekauft, wird aber, da es sich um ein erwachsenes Tier handelt, gewisser Versandschwierigkeiten wegen erst in einigen Tagen erwartet. Ein wahrhafter Schlosse Schlackenwerth bet Karlsbad der dort zu Besuch weilende Fürst Karl Jsenburg-Birstein (nicht, wie eine zweite Depesche meldete, Fürst zu Ysenburg-Budingen) gestorben. Fürst Karl von Jsenburg-Birstein war am 29 Juli 1838 zu Birstein geboren als Sohn des Prmzen Victor und dessen Gemahlin Maria geb. Prinzessin Löwen« stein-Wertheim-Rosenberg. Fürst Karl folgte seinem Oheim, dem Fürsten Wolfgang Ernst III., erbl. Mitgliede des preußischen Herrenhauses und der Ersten hessischen Kammer. Fürst Karl war seit 1865 mit der Erzherzogin Mar,a Luise Annunciata, Prinzessin von Toskana, vermählt. Dieser Ehe entstammen 6 Söhne und 3 Töchter. - Aus Hanau wird noch unterni 5. April gemeldet': Nachdem gestern vormittag der Fürst Karl von Jsenburg-Birstein aus dem Leben geschieden, ist heute nacht sein einziger Enkel, Prinz Wolfgang Ernst, der Sohn des bisher allein von den Kindern des Fürsten Karl verheirateten Prinzen Franz Josef von Isenburg, ebenfalls ganz plötzlich, im zarten Alter von kaum einem Jahre zu Birstein gestorben. Gestern abend reiste zuweisen hat. Entgegen der ungeheueren Entwickelung der Instrumentalmusik tritt diejenige der Gesangskunst stark in den Schatten, doch hatte auch unser Jahrhundert zahlreiche Sänger und Sängerinnen ersten Ranges aufzuweisen, wie dies Namen wie Grisi, Garcia, Lablache, Rubim, Jenny Lind (die „schwedische Nachtigall"), Henriette Sontag, Patti u. s. w. bezeugen. Charakterisüsch für unser Jahrhundert ist allen diesen bedeutenden praktischen Resultaten gegenüber die Geburt der eigentlichen Musikwissenschaft und die erfolgreiche Ausbildung derselben, welche im vorigen Jahrhundert nur in primitiven Anfängen bekannt war. Namentlich die historische Forschung steht hier wie in der reinen Geisteswissenschaft unseres Jahr« Hunderts obenan. Die Ausbildungsgelegenheiten haben sich ebenfalls ins zahllose vermehrt, in Deutschland z. B. b-. stehen in allen größeren Residenzen, ja, sogar rn Mittel, städten, Konservatorien und Musikschulen, in Berlin die 1869 errichtete Königliche Hochschule für Musik. Außerdem fördern der 1859 gegründete Allgemeine deutsche Musikverein und eine umfangreiche Litteratur (darunter zahlreiche Svezialblätter) die Verbreitung der schönen Kunst. Die Schauspielkunst zeigt nicht in so hervortretendem Maße den Wechsel der realistischen und idealen Richtung, wie Litteratur und Musik. Beide Richtungen behaupteten sich im 19. Jahrhundert meist nebeneinander, indem bald diese, bald jene die Welt mit großartigen Süustlerl-istungen überraschte Die französische Sch°usp'tt. kunst mußte in Deutschland der von Konrad Ethos (1720 bis 1778) erhobenen Forderung größerer Naturwahrheit n. Von der mittleren Nidda, 6. April. Sin™ Beschluß von einschneidender Bedeutung für unser Thm Dcr Kreistag des Kreises Büdingen gefaßt, nämlich die Erbauung einer Kreisstraße von Nidda über Dauernheimer Hof nach Dauernheim mit einer Abzweigung nach Geiß-Nidda. Dadurch wird eine sehr kurze und gute Verbindung des Vogelsbergs mit Der Wetterau her gestellt, deren Wichtigkeit aber erst bann zur vollen Geltung kommen wird, wenn die auch schon projektierten Straßenverblndungen Dauernheim—Leidhecken und Leidhecken—-Reicheshe nn v r . euu:iu zu yv|tv*.w... ~-i..... . ■ gestellt sein werden. Die betreffenden Gemeinden haben I ™ • $ Josef nach Schlackenwerth ab zur Leiche seines sich bereits verpflichtet, zu dem jetzt genehmigten Straßenbau unb verIjej sein Söhnchen im besten Wohlsein, das Gelände Hypotheken- und lastenfrei zu stellen und Vs ( ..... ' ~ '--------- der Baukosten zu tragen. Die alte Strafet Ntdda—Staden uu|HC|uluvvl —Friedberg sollte ursprünglich die Richtung der fetzt Prost' I Dusche hat ihn aber nicht erreicht. fierten Straßen haben- und bis Staden auf der rechten -- Seite der Nidda angelegt werden. An dem Widerstand einzelner Gemeinden scheiterte damals die Ausführung, und die Straße mußte von Nidda über Ranstadt, Ober- und Nieder-Mockstadt nach Staden geführt werden. Hierdurch ! erhielt sie bedeutende Steigungen und wurde auch länger. Nun wird endlich dieser alte Fehler berichtigt. — In einem kleinen Seitenthal der Nidda bei Staden will ein unternehmungslustiger Wirt einen Teil eines Hügels mit Reben bepflanzen, um zu sehen, ob sich die Anlage eines Weinbergs dort rentieren würde. Es steht zu hoffen, daß unter Verwendung genügender Zuckermengen ein genießbares Getränke erzielt wird, zumal man auf dem Lande durch die Weinhändler nicht gerade verwöhnt ist. Nach einer alten Chronik soll bei Staden und Groß-Karben der beste Wein in der Wetterau gewachsen sein. Damals lagen die Weinberge aber auf der Nord-Ostseite von Staden. Der Berg dort führt heute noch den Namen Wingertsberg. — Jetzt läßt sich ein endgiltiges Urteil darüber fällen, ob der starke Frost der letzten Märztage Schaden angerichtet . hat oder nicht. Die Blütenknospen der Bäume, die bei ' allen Obstsorten reichlich vorhanden sind, sind gänzlich unversehrt geblieben. Bei dem Klee sind junge Triebe schwarz geworden, also erfroren; ebenso zeigt der Weizen, besonders der englische, hier und da gelbe Spitzen. Namentlich ist vorstehendes der Fall auf Aeckern, die an Wiesengründen herziehen. Doch ist der Schaden ganz belanglos. Darmstadt, 6. April. Wie schon telegraphisch gemeldet, ist vorgestern auf dem dem Großherzoge vonToskana gehörigen ——JWj Unsere Kolonien in handelspolitischer Mil M 1 t« darf als selbstverständlich angenommen werden, ittt Vttfüavn« bas deutsche Reich nicht etwa Kolonien erworben hat, damitt nach außen hin zu glänzen. Dazu sind wir doch iu Upaltusch veranlagt, und wir setzen voraus, daß unsere -----Sotow» auch eine handelspolitische Bedeutung haben, daß k । »ch unb nach Stützpunkte für unfern Handel werden, itX^tAiuniwbQB sie mit ihren Erzeugnissen einen Teil unseres Be- ftr bej.-i? hklen. Wir haben uns leider etwas spat zur Er- \ II II I I n>c düng von Kolonien entschlossen, und es braucht kaum I bet Um! zi werden, daß wir keine große Auswahl mehr vor- w ▼ VfairM Immerhin aber stehen unsere Kolonien in handels- ' oll'üticher Beziehung keineswegs auf einer so niedrigen (StftUft. wie die Kolonialgegner behaupten und zu beweisen 5 billigste ®hßii • erchchki v ' As wir Deutsch-Ostafrika übernahmen, war dieses also viel astheA - weiter als das Bezugsland von Elfenbein, Sklaven iin aD tinyelncn geringen Handelserzeugniffen für Sansibar. Pf jungen in' größerem Umfange waren gar nicht vor« ^Versuch genügt n ha die Flüsse waren versandet oder versumpft und die asi es in ikrn, Hli-fril vernachlässigt. Das ist jetzt alles anders geworden. n v lYMi D. n dciLsche Regierung hat den Anbau von Kaffee und oeckeu nur anU KoMnchpalmen ’ begünstigt; daneben sind Anpflanzungen ,..o m Aal tschuk, Vanille, Maulbeerbäumen gemacht worden, un L Die Zuckerrohrkultur erweitert. Auch in geologischer . HWcht hat man das Land erschloffen, wenn auch noch viel nesteu bet: 8U übrig bleibt. Der materielle Erfolg war freilich vor. RotbL nicayl sehr ermutigend, aber daran tragen in erster Lime t jtrnieen die Schuld, sowie das Sinken des Werts vieler afrfMifcher Erzeugnisse, und es steht mit Sicherheit zu edjlabadW ccr8intt1 bafe die Klippen bald ganz überwunden sein werden r. Achöühals, ir yn y bai n ansehnliche Summen von Produkten zur Ausfuhr Gießener Anzeiger k p —5 • I C i -* 7** /Y iW* «llk Anzeigen-BermiUlungSstellen Bei In- und HuBIatM CL V E V Lil V V nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgegee. Anrts- und Auzeigeblutt fiir den Gieszen. I Meltion, Lkpedition und Druckerei: U ZchNtstraße Mr. 7. t * Aus der Nhön wird ein reizendes Geschichtchen erzählt. In der Nähe des Städtchens Tann auf einem Gehöft sollte am Palmsonntag die Konfirmation der ältesten Tochter feierlich begangen werden. Ein Schwein wurde deshalb geschlachtet. Am Abend wanderten Schinken und Würste in gewaltigen^ Portionen auf die Vorratskammer, um alsdann in den Schornstein zum Räuchern gehängt zu werden. Selbigen Tags war fürsorglich der Kaminkehrer bestellt, der die Essen und Kamine mit Besen und Kugeln in harter Arbeit in ordnungsmäßigen Zustand brachte. Darüber wars ihm gar spät geworden zum Heimgehen. Bei saftigem Wellfleisch und einem guten Schlachtfesttrunk flößen die Abendstunden rasch dahin, und müde von des Tages Arbeit suchte der schwarze Mann bald sein Nacht- quartier auf. Wie er ging und stand, streckte er sich behaglich auf dem Heuboden, und mit schwarzem Antlitz, aber reinem Herzen fiel er in süßen Schlummer. Plötzlich fuhr er aus seinen Träumen auf, geschreckt durch ein Geräusch wie von Männertritten drunten auf der harten Tenne. Nichtig, kam da nicht mit leichtem Knarren die Leiter zum Heuboden herauf? Zwei Männer waren es, die, leise mit einander flüsternd, die steile Treppe emporkletterten. Offenbar hatten sie es auf die Schinken in der nebenan gelegenen Vorratskammer abgesehen. Mäuschenstill duckte sich der Schlotfeger ins Heu, um der kommenden Dinge zu warten. Jetzt standen die beiden Bösewichte auf dem Heuboden. „Also dou", sagte der eine mit gedämpfter Stimme, „also dou nemmst däi zwaa Schinke unn eich nemm Werscht, so vill als eich trahn kann. Jetzt mach emol e Straaichhulz aa, daß mer däi Dihr sinnt". Der andere begann in seinen Hosentaschen zu suchen, endlich langt er die gelbköpfigen Schwefelhölzer hervor und versucht sie auf die i mit Recht so beliebte Art des Streichens am gespannten I Hosenbein zu entzünden. Aber o weh! Die Streichhölzer mußten feucht geworden sein, denn eins nach dem andern versagte, und mit einem Fluch warf der Schinkendieb eins nach dem andern bei Seite. Nun glaubte der verborgene Kaminfeger seine Zeit gekommen; er suchte leise in seinen eigenen Taschen nach der Zündholzschachtel und hielt sie parat. — „Da, deß es des letzte", fluchte der Einbrecher, „e Dunnerwetter noch emol, do füll jo de leibhaftige Deiwel eneinschmeiße!" Kaum aber hatte er das Wort heraus, da flammte plötzlich eine kleine schwefliche Flamme vor ihnen auf und in dem ungewiffen Schein stand mit dem bedrängten Schiffe herzustellen, und d§r Schleppversuch unterblieb, wohl aber erfolgte die bekannte Rettung einer Anzahl Paffagiere und Mannschaften durch die Dampfer „Weehawken" und „Viktoria" und die glückliche Landung der Leute. Dann kam eine lange Spanne Zeit banger Sorge um das Schicksal von Schiff und Mannschaft. Inzwischen trieben diese vor dem Sturme in Südost-Richtung, und es gelang ihnen durch fast übermenschliche, gefahr- I drohende Arbeit, einen Not - Steuerapparat herzustellen, mit dem man am 21. Februar, als man bis auf 36^0 nördl. I Breite, 39l/2° westl. Länge angelangt war, den Kurs auf I Punta Delgada aufnahm und dort mit einer Durchschnitts- I fahrt von etwa 10 Meilen die Stunde auch am 24. Februar I um 8 Uhr morgens eintraf. Seit gestern ist nun ein I großer Teil der Ladung bereits gelöscht, die, hauptsächlich aus Mehl bestehend, im hintersteu Raume am stärksten be- I schädigt und teilweise so erhitzt ist, daß gestern Morgen die Feuerwehr zur Vorsicht geholt werden mußte. Auch in den übrigen Räumen ist hauptsächlich die oberste Schicht der Ladung mehr oder minder beschädigt. Die Getreideladungen I haben noch verhältnismäßig am wenigsten gelitten. Der I Raum Nr. 4 aber liefert wunderbarer Weise die gesundeste I Ladung. Mit den 16 Fuß Wasser im Raum hatte man sich getäuscht. Dies erklärt sich nur dadurch, daß das Peilrohr unten durch gequollenes Getreide verstopft und von oben Wasser in das Peilrohr eingedrungen war, welches dann in einer Höhe von 16 Fuß darin stand. — Der Schiffsrumpf der „Bulgarin" erweist sich heute als vollkommen unbeschädigt und dicht, ein Beweis, daß seine Erbauer gute Arbeit geliefert haben, und daß das Schiff von einem Sinke« immer noch weit entfernt gewesen ist. T. R. । * Zn drei Tagen nach Amerika. Der Seeweg von Europa nach Amerika soll, wie die „N. Fr. Pr." schreibt, demnächst durch eine neue Linie von Neufundland zur West- i füfte Irlands bis auf 1500 Meilen verkürzt werden, sodaß es möglich wäre, mit Schnelldampfern Amerika in drei Tagen zu erreichen. Die kanadische Regierung hat dem Projekt eine finanzielle Unterstützung zugesagt; man rechnet auch auf bedeutende Subventionen der englischen Regierung. Die Dampferlinie soll ihren Ausgangspunkt in Greene Bay an der Ostküste von Neufundland nehmen. Den Hafen soll eine die Insel durchquerende Bahn und eine Dampffähre mit der Westküste Amerikas verbinden. Auf der neuen Linie I würde sich die Fahrt von Liverpool nach Chicago in sechs I Tagen zurücklegen lassen. * Eine „Nachricht für Einbrecher". Kürzlich verübten I Räuber in ein Geschäftshaus des unteren Teiles der Stadt New-York einen nächtlichen Einbruch, wobei sie auf ihrer I gänzlich erfolglosen Suche nach Gold und anderen Wert- I suchen nicht allein den Geldschrank, sondern auch noch I mehrere Pulte und Schreibtische zerstörten. Um sich vor I nochmaligem ähnlichen Schaden zu bewahren, hängte der I Geschäftsinhaber an den Geldschrank und die Pulte folgende I gedruckte „Nachricht für die Herren Einbrecher aus: „Sie I werden gebeten zu beachten, daß der feuerfeste Schrank I dieses Bureaus nicht den geringsten Betrag Geld enthält. 1 Sollte sich irgend welches Bargeld im Bureau befinden, so I ist dasselbe in der Schublade des Schreibtisches zu suchen, I in der auch die Briefmarken aufbewahrt sind. Juwelen, I Cigarren und Liqueure sind in unserem Lokale nicht ent- I halten. Diese Information wird gratis erteilt, um den I Herren Einbrechern wertvolle Zeit und uns die Ausgaben I für die Reparatur des Geldschrankes und der Pulte zu er- I sparen." künstlerisches Zusammenspiel auszeichneten. Die Kunstreisen der „Meininger" währten von 1874 bis 1890 und erwarben dem Ensemble einen Weltruf. Für die Inszenierung und Regie ist ihr Wirken nützlich und vorbildlich gewesen, so daß man wohl mit Recht von dauernden Früchten ihrer Thätigkeit sprechen kann. Im übrigen ist die Entwickelung der theatralischen Technik nicht allenthalben eine gesunde zu nennen. Der vielfach herrschende Wahrheitsfanatismus führte zur Ent- faltung der raffiniertesten Jnszenierungskünste, während in anderen Fällen die Ausstattung überhaupt (auch in der Oper) zur Hauptsache, das Spiel zur Nebensache wurde. Hand in Hand mit diesen Bestrebungen ging die immer prachtvollere Herstellung der Theatergebäude; sehens- und nennenswert sind die Hoftheater in Dresden, Wien, Frankfurt, das Wagnertheater in Bayreuth, die Große Oper in Paris, das Burgtheater in Wien u. s. w. Zu den größten Theatern Europas gehören die von Petersburg, Moskau und Warschau; ersteres enthält Plätze für 4000 Zuschauer. Die raffinierte Entwickelung des Ballets ist ebenfalls ein Ausfluß der nur auf äußere Ausgestaltung der Szene bedachten Pseudokunst; wo sich dasselbe in einfachen und würdigen Formen hält, darf man es wohl als eine unvermeidliche und reizvolle, schmückende Zuthat passieren lassen. Aus dem vorigen Jahrhundert überkamen wir das mytho- logisch-tragische Ballet, das mehr und mehr dem komischen weichen mußte. Schließlich ging die künstlerische Bedeutung völlig verloren, Darbietung körperlicher Reize, raffinierter Kunstfertigleit und luxuriösen Pomps trat an ihre Stelle Als berühmte Balletmeister unseres Jahrhunderts erwähnen wir Milon, Philipp und Paul Taglioni, Bournonville u s w als internationale Tüny. und Balletgrößen u. a. Auguste Vestri (gest. 1842), die Neapolitanerin Fanny Cerrito (geb 1821), Marie Taglionj (gest. 1884), Therese Elßler und Fanny Elßler (gest. 1874), welch letztere das amerikanische Publikum 1841 während eines Gastspiel-Zyklus geradezu in -en Himmel erhob. Riese seines Geschlechts ist ein afrikanischer Python (sog. Assala), der über drei Meter lang ist. — Am Sonntag vormittag ist das Eintrittsgeld in den Garten auf 20 Pfg. ermäßigt; um 12 Uhr mittags wird der Garten geschlossen; nachmittags und abends Doppelkonzert (Eintrittspreis 1 Mk.) * Stuttgart, 4. April. Eine Rettungsmedaille verlangt der „Beobachter" für folgeude stille Heldenthat: Am 8. Oktober fiel ein lojähriges Mädchen, das in einer Malzextraktfabrik als Arbeiterin angestellt war, in einen nicht verwahrten Kessel siedenden Malzextrakts. Die Aermste verbrannte die Beine bis zu den Hüften in schwerster Weise; im Lauf der ärztlichen Behandlung erklärte der Arzt, daß zur Rettung ihres Lebens Ersatz der verbrannten Haut von einem anderen Menschen nötig sei. Wer aber läßt sich für einen anderen die Haut abziehen? Es fand sich niemand. Da endlich erklärte sich der 16 jährige Bruder des Mädcheüs, der an ihr zärtlich hängt, zu dem außerordentlichen Opfer bereit, um der Schwester das Leben zu retten. In dreistündiger Operation wurde dem mutigen Knaben buchstäblich die Haut an Bein und Schienbein, mit Ausnahme des Knies, abgezogen, und diese brüderliche Haut wurde dem Körper der Schwester verbunden. Die Schwester ist gerettet. Der Knabe, der dieses Stück schlichten Heldentums im jugendlichen Alter geleistet hat, heißt Karl Frohnmüller und wohnt in Feuerbach. * Die Seeschäden der „Bulgaria". Da man aus den i wenigen knapp gehaltenen offiziellen Nachrichten und der großen Zahl auf Sensation zugeschnittener Meldungen sich bis jetzt kein Bild von dem wirklichen Zustande der „Bulgaria" machen konnte, ja selbst dessen Führer und die Offiziere bis zum Eintreffen im schützenden Hafen der Azoren sich selbst darüber nicht recht klar waren, so wird eine objektive Betrachtung der Thatsachen nicht uninteressant er- I scheinen. Als am 2. Februar auf 42 Grad nördl. Breite I und 47 Grad westlicher Länge während eines ungewöhnlich I schweren Wetters der Steuer-Apparat der „Bulgaria" brach, I ward das große, mächtige Schiff ein willenloser Spielball I der See. Das heftige Rollen veranlaßte ein Uebergehen I der Ladung, wodurch eine starke Schlagseite nach Backbord I entstand. Dies erklärt auch, warum die meisten und schwersten I Deckschäden sich an dieser Seite befinden. Die Folge war, I daß die nach den Unterräumen führenden Lukenkappen ein» I geschlagen, Ventilatoren und sonstige Gegenstände, wie I Treppen, Geländer u. s. w., weggerissen wurden. Durch die I Oeffnungen drang das Wasser in die Pferdeställe und von da, die Jauche mit sich führend, in die darunter befindlichen I Räume der Zwischendeckspafsagiere, sowie in die Laderäume. I Einige besonders schwere Brecher trafen das Bootsdeck, welches unter deren Wucht an der Backbordseite vollständig I zusammenbrach, einige andere die Bootsgalgen, auch diese I zertrümmernd und eine große Anzahl Boote mit sich reißend. Die auf dem Bootsdeck befindlichen Ventilatoren, die nach I dem Maschinenraum führen, wurden an Backbord ebenfalls umgeriffen; sie blieben an dem im Innern zum Drehen der- I selben angebrachten Stangengetriebe hängen und sind heute I uoch in dieser Lage zu sehen. Durch diese Ventilatoren I mag eine Masse Seewasser sich über den Maschinen- und I Sesselraum ergossen haben. Die starke Schlagseite des Schiffes, das Hinundherschlagen des heruntergebrochenen I Geschirrs und die fortwährend über Deck fegenden Wogen I machten die Arbeiten an Deck fast unmöglich. Man peilte I die Pumpen und fand im Raum Nr. 4, in dem sich Getreide befand, 16 Fuß Wasser; auch in den übrigen Räumen stand I mehr oder minder Wasser, und man war daher überzeugt, I daß das Schiff schwer leck sei. Um das Maß voll zu machen, stellte sich heraus, daß die Pumpen durch eingedrungenes I Getreide verstopft waren. In dieser bedenklichen Lage kam am 5. Februar auf 400 43' nördl. Breite und 43<> 51' westl. Länge der englische Dampfer „Koordistan" in Sicht. Es gelang in dem schweren Wetter nicht, eine Verbindung Unioersitäts Nachrichten. — Marburg. Als Nachfolger deS Professor Wernicke, alS Direktor des hygienischen Instituts nach Pofen geht, ® Prof. Bonhoff aus Berlin zum Leiter des htestgen hygteoil Instituts berufen. — Der Kurator der htestgen Umverstiai. .' OberregterungSrat Steinmetz, wurde von der medizinischen s " tät zum Doctor medicinae honoria causa promoviert. - Heidelberg Dr. Jul. Mat, fett zehn Jahren MF* der Chemie an der htestgen Hochschule, habiltttert stch an on oerfiläl Bern. ...... - Heidelberg. Wie die Allgemeine Zeitungi mittem. Professor ErustuS die Berufung für die Wiener Le-rkiM^^g klassischen Philologie nach längerer Verhandlung mit dem endgültig abgelehnt. rakh.tiifit* - Heidelberg. Die 6. Versammlung der subv'u.'^ Laryngologen wurde am 4. dS. M'S. im Hörsaale d« , tschen Klinik bet 70 Anwesenden abgebalten- Zum erstm den wurde Eulenstein Frankfurt gewählt. Die *r(Oun, von Seifert Würzburg, Killtan-Freiburg L B., ffim K JuraSz-Heidrtberg, PrSbsttng-W'esbaden, Werner«Mannheim viel Interessantes, besonders über Stimmermüdung un Hygiene. Die nächste Versammlung wird am Pfiagstmon 8 in Heidelberg statifinden. - i eine lange, schwarze Gestalt vor den zum Tod Ersckr^ I die ihnen entgegenbrüllte: „Häi es er, was füll' Mit einem Satz waren die beiden Spitzbuben vo^- 1 I boden herunter und in der Tenne. Hals und Bein I sie brechen können, aber das kümmerte sie nicht I streichs liefen sie mit blutenden Köpfen in die Noä ' I ins Dunkel hinaus. Niemand hat sie erkannt, aber 88 I in dem benachbarten Dorf zwei mit verbundenen I erscheinen, da sieht ihnen allemal Alt und Juno I sagendem Lächeln nach. Mteratur, Wissenschaft unTJJJ" I m — «änig Ludwig LL von Bayern und -i, 0 I Von Louise v. KobeU. Mit zahlreichen, zum Teil Uöb« I veröffentlichten Illustrationen und Kunstbetlagen, sowie I Titelbild in Heliogravüre. — Vollständig tn 21 Lieferungen 'rr - I TZ Gerung 6., 9. - 8°. — Verlag von Jos. Albe« ! I (Jede Lieferung umfaßt 24 Setten Text mit 24 gtofa I strattonen und 2 Kunstbeilagen.) Die uns zugegan!»/^ 1 I Lieferungen dieses unglaublich billigen und dabet 64 J8® 1 vollendet schönen Prachtwerkes bringen wieder eine reich I Jntereffanren, Herrlichen und des gänzlich Neuen aus dw - * I Kunstzettalter unter Ludwig II. In der achten Liefen», I Bild des prunkvollen PalasttorsoS Herrenchiemsee nun oVi ' I aufgerollt und dürfte seine Aufgabe, eine Schildrung faldu’ | Wort und Bild zu geben, wohl vollständig erfüllen. AllehnS ’ I aufgestellten Kunst- und kunstgewerblichen Gegenstände von I stud neben den Gesamtansichten der einzelnes» Prachträume hr k : I wtedergegeben, die künstlerische Wirkung der letzteren noä’< I Abbildungen der Details (geschnitzte Thür- und Wandiüll°-.' I Ornamente in Stuck, Schnitzerei und Bronze, Uhren, Leuchters I delaber, Kolofsaloasen, Möbel, Gemälde rc.) besonder- vn-r - I licht. Der herrliche Figurenschmuck deS weltberühmten, ohne I stück dastehenden Prachttreppenhauses ist fast vollständig iai 1. I btldung gelangt. Im gleichen Hefte beginnt die reich tllufirT. I Abhandlung über Schloß Hohenschwangau, einen der Liettti-. I aufenthaltsorte König Ludwig-. Dieser romantisch gelegt I auSgeschmückte Bau war eS, der die Formenwelt des I dem Könige schon in seinen ersten Jugendjahren lieb und et: r I und damit den Hauptanftoß gab zur idealsten und rdef-a I &c8 kunstbegeisterten Fürsten, zu dem prachtvolle I schloss« Neuschwanstein. Einen Haupffaktor bei der üudbUoana I Seite des künstlerischen Geschmacks König Ludwig» btfi t'- I Freskenschmuck Hohenschwangaus, unvergleichlich poetisch! fcr- I A^nen Moritz von Schwinds. Diese Bilder unseres groß« farifa I Malerpoeten sollen nahezu sämtlich in dem Werke mfc I kommen, und zwar in der Originalfassung SchwindS; also,»,! . I nach den aquarellierten Originalskizzen deS Meisters, btc I als Hohenschwangau-Album in der Privatbibliothek Er. I deS Königs zu München aufbewahrt werden und deren Riprcd.N I >ur vorliegenden Zweck von allerhöchster Stelle gnädigst bttü I worden ist. Bekanntlich wurden die Schwtnd'fchen Enlwlntc :■ I anderer Hand ausgeführt und erfuhren dabei mannigfache, ut I immer günstige Umgestaltungen. Dieses Album (und bamd 1. I die Reproduktionen danach) hat somit für die deutsche Äunn I allgemeinen eine hohe originale Bedeutung; daS Zurückgehni I dasselbe für die Zwecke dieses neuen Prachtwerkes rechtfelti-i L I dadurch, daß König Ludwig die Mappe gewöhnlich in seiner Jiü> I ?5"e, f1® logar auf Reisen mit sich führte, um häufig baitr., blättern, daß also die Wachhaltuna seines JntereffeS für die S-> mantik, aus welchem seine Jdealschöpfungen im mittelaltn-ch n Stile erblühten, wesentlich dieser einzigartigen Heinen Äunftlammlu:« zuzuschreiben ist. Die köstlichen Kompositionen gehören zu den tim "chfien Erzeugnissen der Schwind'schen Muse and umfassen Bild, cyklen zu TafsoS „Befreitem Jerusalem", zur Niftung« ! wge, Wylcinasage und anderen Sagenkreisen, dnylnt a\b:aorV: Figuren von bekannter Formenschönheit und edlem ßintenfaifc Sre werden wohl sämtlich hiermit erstmalig publiziert und der der unverdienten Vergesienhett entrißen. Das gilt schon von L Serie der Blätter zur sagenhaften Geburt Karls deS Grotzen b Reismühle im lieblichen Würmthal, unweit dem Gestade deS Nna Starnberger SreS, die im 9. Heft vollständig enthalten ist. 6>ä so recht ein Stoff nach dem Herzen Schwinds: Bertha, die vowv getreuen Gesandten PipinS unterdrückte Königstochter, findet?si langem Herumtrren Aufnahme in der Reismühle; PipinS W L Walde; seine Verirrung in der Wildnis zwischen Amwa- ab Würmfee; sein Zusammentreffen mit Bertha, um die er worden war; der ungekannten Königstochter emsiges Sch^a cs Webstuhl; die ErkennungS- und AbschtedSszene; der Einzur und Berthas mit ihrem Söhnlein Karl dem Großen tn Lvso- stephan — alle diese Bilder rufen gewiß bei jedem Kunstfrewd^ä Entzücken hervor. — Das lebhafte und verdiente Jntercsse, M VA schöne Werk gefunden hat, erfährt durch diese neuen Telle «4 ganz bedeutende Steigerung; in kunstgeschichtlichm Bibliotheto' - : eS nicht entbehrt werden können. — Den Markgrafen Otto mit dem Pfeil aU tW« kennen zu lernen, bietet Nr. 14 des „Bär", Illustrierte r schrift für Geschichte und modernes Leben, Gelegenheit, dte c<*; schiedene Gedichte dieses gekrönten Minnesängers teils in Übertragung, teils im Original bringt. Ferner teilt Ernst den Wortlaut der Mittenwalder Schuldurkunde mit; Petcr gibt interessante Einzelheiten aus der Geschichte de» newn Dom» JJ Berlin. Von weiteren Aufsätzen seien ein Gedenkartikel über w!3- und das Städtedtld Lieberose erwähnt. Zahlreiche Illustr«"^^ schmücken die jüngste Nummer dieser vornehmen Zeitschrtss — Von der deutschen Tiefsee-Expedition 6rin6t W* ®o51tn‘ schrift ^Die Umschau^ (Frankfurt a. M.) einen W Bericht, der namentlich auch die wiffenschaftlichen fcFT . ’ Expedition zusammenstellt. Dieselbe Nummer enthält einer1 «u J über Die Mathematik bei den verschiedenen Nationalitatm - Dr. E. Wölifing, Die Aufdeckung deS Forum Romanam (©V ■ Menschenaffen von Dr. Fr Knauer (Schluß), Chemie von ur. hold, Geschichtsschreibung von Dr. Ernst Müsebeck, Franzöfisch^ Dr. Fr. v. Oppeln-BronikowSki. —- tu SW d-- tckchve vrchMe / tz Htft versehm ve Gießen, t I h»dbWn E HHprüßttl-eri der U 12929 Unterricht I Irt, Kltiderm Der Unter । verschiedenen W genommen werde Zur Alisbi! 1 auch wieder ein Die Echll.'e ! Spulerinnen um änmelbungei LI fü 1 neuen M Au, ___Ecke~ ns I» N Ljesch ßroßh. Gymnasium zu Gießen 2V--2S 2967 J BK eifenpulver MDMs Lackierer Friedberg 2956 Dermielungen Miet Gesuche Offene Stellen 1] A 01183] Sckuhmackeraeselle gesucht. Karl Müller, Liebigstraße 64. ÄitIrldrngen neu eintretender Schüler: Montag den 10. April, 9 bi» 11 Uhr, im Konferenzzimmer. Nachprüfungen: Montag den 10. April, von 8 Uhr ab, in den Klaffenzimmern. S^inn de» Unterrichts: DieuStag den 11. April, 8 Uhr. ) Die Direktion für alle hiesigen Schulen in VMM und guten antiquarischen Exemplaren Hücht. Weißbinder für dauernde Arbeit sofort gesucht. 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Dieser BinnW it somit für die teilt Bedeutung; bil neuen SMtwW s le M-ppe gtaW - ist sich führte, k iltuna seiner : Zdealstöpsungni r ru r dnjlgerttgen Ute/-.- 1 KowpofitiMLs nbWn Mu^-i'' rufalm", ' SigtntrM ^A/ ’dicnbdt uni tb\r. !■ it etfimaKg pubte i itäfan. Das fltii t: 1 GÜM » W ^al, Mwch deuiWit )ist vMLndig ttlW' Schllstids: Littst: rterdrütkte RZnlgitodyn i in der MMI-: der Wildnis * i en mst Berthe, um blt < ; SöntgrlMr taftftrö ■ b Abschiebrfiene; der iktn Karl bem @rotw' en gewiß W iebra ^jT aste unb verdiente > hrt durch diese Mwi- i lunstgeschltbilicheo n. Ltto «"demft i des,»it »>’ obant« £M 9» m Minnesängers I(r Echuldurkunde e a (eien ein Gedeokm erwühni- dieser vornehmen. SÄ*» “SS* ^SrnstMs^ tsWliM ’-Srsfir»’ «4\*1 die » » RajjL sä*"','. SWlenmnen um 9 Uhr. Anmeldungen nimmt entgegen „ ftZk ,8M, L. 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