Mk ltta§8 5 au, ngsfeste5 Ry ■'•Else Bengt iel i 315 36 $ 991 74 12 601 619 642 653 694 34 23 29t 30t 240 42t 437 443 450 153 205 12t 202 190 288 173 3-6 orn. iags 4 Uhr * 'Wj i'u 41t W 444 -- 445 467 H4 486 341 557 169 567 336 586 229 594 246 N1! 479! j' 53t|' 554! >0° 5821 eE es« J 695 m 768 » 18t » 188 189 * isE 796i« 815 4 H« 941, 15 5 56 2 326 0 2 128 0,359 9 97 5 65 10 133 10 J7 [5 206 15 J 13 lt .7 3'1 18 ?9 )6| '8 10i 36 49 2J2 07 161 97! 272 io' 332 23: 12 301108 621135 021201 258 \ 125 351 ',239 166 , 308 f 355 179 5i 248 V 27 9! 112 4 329 8 158 1253 7 165 ■rfKgj äl- 696 195 712 313 736 69 753 835 76t! 62 874! 137 890 204 921 254 927 301 935 ^8 953 28 972 211 980 323 983 223 7015 61 64 91 95 322 14 - 88 Polster. *Jn> Silcher) Zölle, * " Sololied Ie, ä Albert, ^Sitzpiühe 4Kk ‘Hier und an der Ktt 272^216 234 10 280'18« 250 * 6; 291 352 25) aarftf12 6illi 6144 128 7140 304 149’215 146 H4 , 155 145 UE 11 198,1411 w\ wMjS? euelH. beuds 8'/, Uhr: llnng ger LHal). AorpS. 2. Rechn» 6tmaiy Weit der Borst«! nlijte mdeM Sir. 58 Zweites Blatt Donnerstag den 9. März 1SOO Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bn Poftbrzug 2 Mark 50 Psz. vikrteljährlich. gStpigsprels vikrltgadrlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Psg, mit vringerlohn. A»»»hwr von Nnzrigrn zu brr nachmittag- für d-n fHgtnben Tag erscheinenden Nummer bi3 ttorm, 10 Uhr. ÄBt Anzngrii.ÄermnllungSftellen brf In- und SuSlanbei nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. erscheint ltgNch mit Ausnahme deS Montags' Die Gießener War»itte»btLtter Werden dem Anzeiger WschentUch viermal beigelegt. Anrts- und Anzeigeblutt für den Tibers Gieszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kch.kstrnße Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Der bayerische Senat beim Militär- Gerichtshof. Am Montag hat der Reichstag in dritter Lesung den besonderen Gesetzentwurf, betreffend die Einrichtung eines bayerischen Senats beim obersten Militärgerichtshofe, ge- veßmigt. Wenn man sich vergegenwärtigt, wie große Erregung der Gegenstand hervorgerufen hatte, wie das Verhältnis Bayerns zur Reichsmilitärstrafprozeß-Ordnung geeignet schien, ein Hindernis für die ganze Reform zu werden, bann kann man der Befriedigung darüber nicht genug Aus- brack geben, daß im Reichstage die Verhandlungen so ruhig «ad sachlich verlaufen sind. Mit der Erledigung dieser Vorlage ist der Schlußstein gelegt zum neuen deutschen Nilitärstrafprozeß, und diese Thatsache darf mit aufrichtiger Freude begrüßt werden. Denn einmal steht nun dem Jn- krolttreten der von vielen Seiten sehnlichst erwarteten Reform lew Hindernis mehr entgegen, andererseits aber isffder Umstand Do» großer Bedeutung, daß jetzt für ganz Deutschland auf de»: Gebiete des Militärftrafprozesses ein Recht gilt, und daß damit die Reichseinheit wiederum eine Kräftigung erfahren chat. Gerade von diesem nationalen Gesichtspunkte aus betrachtet, hat der Reichstagsbeschluß vom Montag eine große Bedeutung. Ein Volk und ein Recht, unter diesem Zeichen kann das Ansehen des deutschen Reiches nach innen und außen nur gewinnen, und ein weiteres Stück der früheren nal ionalen Zerrissenheit des deutschen Volkes ist wieder be- fertigt worden. Man wird vielleicht noch längere Zeit in »eiteren Schichten Bayerns grollen, daß die dortige be- »Lhrte Militärgerichtsbarkeit dem einigen Deutschland geopfert werden mußte, aber es wird sich zeigen, daß dieses Opfer nicht umsonst gebracht worden ist, daß es tausendfältige Früchte bringen wird. Und dann, so sollten wir «einen, ist die Reichsregierung Bayern möglichst weit entgegengekommen ; die Errichtung eines besonderen bayerischen Senats beim Reichsmilitürgerichtshof muß eine vollgiltige knlschädigung sein für das Aufgeben eines Reservatrechts, las stets Ursache gewesen wäre, Deutschland in zwei Rechts- gebiete zerfallen zu lassen. Die Erklärung des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe in der Samstagssitzung des Reichstags muß in Bayern Bestie digung hervorgerufen haben, weil daraus zu ersehen ist, daß die Reichsregierung keineswegs daran denkt, den süddeutschen Bundesstaat in irgend welcher Hinsicht zu majori« fierte, und alle berechtigten Ansprüche der einzelnen Reichs- |litber voll anerkennen wird. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 7. März. Heute, Mittwoch, fällt die Plenarsitzung im Reichstag aus. Dagegen sollen die Kommissionen für das Bankgesetz und die Budgetkommission tagen; die letztere erledigt vormittags den Kolonialetat und berät nachmittags die Militärvorlage. — Die zweite Lesung der Militärvorlage im Plenum soll, wie der Referent Abg. Bassermann mitteilt, frühestens Dienstag nächster Woche beginnen. — Wie die „Berl. Pol. Nachr." hören, hat der kommandierende Admiral v. Knorr seine bereits im Herbst v. H. kundgegebene Absicht, von seiner Stellung zurückzutreten, ausgeführt und sein Entlassungsgesuch eingereicht. Admiral v. Knorr, der am 8. März sein 59. Lebensjahr vollendet, ist 1854 als Kadettenaspirant in die preußische Marine, eingetreten. Kommandierender Admiral ist er seit Mai 1895. Der Nachfolger des Admirals von Knorr wird wahrscheinlich der ihm im Range zunächststehende Admiral Koester sein, der der Marine seit dem 21. Juni 1859 angehört. Im Jahre 1864 wurde er Unterleutnant zur See, 1866 Leutnant zur See und 1875 Korvetten-Kapitän. Im Sommer 1875 kommandierte er die „Undine". Dann wurde et Direktions-Offizier der Marine-Akademie und -Schule und 1880 erster Adjutant beim Kommando der Marine-Station der Ostsee. 1881 und 1882 war er Chef des Stabes des Uebnngs Geschwaders. Am 17. Dezember 1881 erfolgte seine Beförderung zum Kapitän zur See. Demnächst wurde er Chef des Stabes der Admiralität und 1887 Oberwerft-Direktor der Werft zu Kiel. Am 1. April 1889 wurde er zum Kontre-Admiral befördert und zum Direktor des Marinedepartements des Reichs-Marineamts ernannt. Im Frühjahr 1891 erfolgte seine Ernennung zum Chef des Uebungs-Geschwaders, und Anfang 1892 trat er wieder als Direktor des Marine-Departements in das Reichs- Marineamt zurück. Am 10. Oktober 1892 wurde Koester zum Vize-Admiral befördert und kommandierte 1893 das Marinegeschwader, dessen Chef er bis zum 30. September 1896 blieb, an welchem Tage er zum Chef der Marinestation der Ostsee ernannt wurde. Am 22. März 1897 erfolgte seine Beförderung zum Admiral. — Dem Reichstag dürfte in Kürze eine Petition zur Reform des Patentgesetzes zugehen, die sich namentlich gegen unser Patentanmeldungsverfahren richtet, das erst | kürzlich in London einer vernichtenden Kritik unterzogen wurde. Die Petition wird folgende fünf Forderungen enthalten: 1) Die Prüfung der Neuheit einer zur Patentierung eingereichten Erfindung geschieht ausschließlich durch zur Geheimhaltung verpflichtete Beamte. Ein Aufruf im „Patentblatt" und im „Reichs-Anzeiger" bringt dann den Zweck der Erfindung in kürzester Fassung und eine Anmeldungs- Nummer. Der Name des Erfinders bleibt ungenannt. 2) In der Patent-Urkunde darf der Zweck der Erfindung nur ganz kurz genannt werden. Nicht zur Patentierung gekommene Erfindungen dürfen vom Patentamt aus gar nicht an die Oeffentlichkett gelangen. 3) Jede Erfindung wird vom Tage der Patentierung ab, drei Jahre lang geheim gehalten, sodaß es innerhalb dieser Frist lediglich dem Erfinder überlassen bleibt, den Gegenstand seines Patentes an die Oeffentlichkeit zu bringen. 4) Zahlung einer mäßigen Patentsteuer nach amerikanischem Muster in einem ober höchstens zwei Terminen für 15 oder besser für 17 Jahre mit einer wohlwollenden Stundung für Inländer. 5) Jeder Patentsucher hat an Eidesstatt zu erklären, daß er entweder selbst der Erfinder ist, oder daß ihm der Gegenstand des Patentgesuchs durch einen rechtskräftigen Akt vom Erfinder übertragen wurde; für letzteren Fall hat der Patentsucher den Beweis zu erbringen. — Wie ein Berliner Blatt hört, schweben zur Zeit, betreffs des Bankgesetzes Verhandlungen wegen eines Kompromisses, wonach das Grundkapital der Reichsbank um 60 statt nur um 30 Millionen Mark erhöht werden soll, wodurch dann im Plenum die Annahme des Kommissionsbeschlusses über die Verlängerung des Privilegs um zwanzig, statt um zehn Jahre gesichert würde. — Die Reutersche Finanz-Chronik in London berichtet, daß Cecil Rhodes von seiner „Generalstabsreise" in den Sudan heimgekehrt sei und in seiner Reisetasche etwas Erfreuliches mitbringe für die Aktionäre seiner Chartered- Kompagnie. Diese Hoffnung richtet sich wohl auf Land- unb Eisenbahn-Konzessionen, bie Lord Cromer herausrücken soll. Des Ferneren habe Rhobes bie Aussicht, vom beutschen Kaiser in Aubienz empfangen zu werben, wobei entschieden werben solle, wer ber englischen Bahn vom Kap zum Nil bie günstigeren Offerten machen könne, der Kongostaat oder Deutsch-Ostafrika. Beiden müsse ja daran liegen, von dieser großen Verkehrsader Nutzen zu ziehen, und so sei RhodcS in der günstigen Lage der freien Wahl. Soviel wir wissen, ist der Vorstoß Rhodes', beim Kaiser empfangen zu werden, mißglückt, da es unmöglich ist, einen Mann zu empfangen, der den Eingeborenen in Südwestafrika Waffen lieferte gegen Deutschland. Außerdem ist weder der Kongostaat noch Deutschland gewillt, eine englische Ader durch ihr Gebiet zuzulassen, von der die Beteiligten wissen, daß es nach Lage der Dinge niemals eine Verkehrsader sein kann, sondern nur ein politischer Aderlaß zu Gunsten Englands und zum Nachteil dieser Kolonien. Der wirtschaftliche Verkehr des Kongostaates geht naturge- Feuilleton. Das 19. Zaßrßundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder AuSzug verboten. V. Die Litteratur des Auslandes. (Fortsetzung.) Italien, Spanien und Portugal. Die Litte- umren der vorgenannten Länder wiesen denselben Kampf Romantik mit dem Klassizismus auf, wie wir ihm in Deutschland und Frankreich begegnet sind. Auch hier siegt iir Romantik. In Italien durch ihr Haupt, Alessandro Runzoni (1785 1873), dessen Roman „I promesei »poffii“ (1827) eine neue Gattung des Romans, den vater- Mdnschen Geschichtsroman, in der italienischen Litteratur Msiiihrte. Seinem Vorbilde folgten Tommaso Grossi, Ächrmo d'Azeglio, Cesare Cantü, während Guerrazzi •(1801—1873) mehr den Spuren Victor Hugos und des ^an.zösischen Romantizismus nachging. Niccolini (1782 1861) übertrifft Manzoni als Dramatiker durch tragischere Führung der Handlung, seine Trauerspiele sind ’M patriotischen Geistes. Silvio Pellico (gest. 1854) wurde ^Gtsächlich durch seine „Francesca da Rimini* populär, ’N1 Paolo Giacometti ist als Dramatiker zu erwähnen. ^Morno Leopardi (1798-1837) brachte den Weltschmerz M radikalsten Ausdruck, wogegen Giuseppe Giusti (1809 Bit D85O) in seinen gern gelesenen politischen xnb satirischen Gedichten weniger schwere und bittere Töne zu treffen wußte. Der patriotische Charakter der meisten der Schöpfungen der erwähnten Schriftsteller erklärt sich durch die Sehnsucht der italienischen Nation nach Einheit und Unabhängigkeit, und auch während des großen Freiheits- und Unabhängigkeitskampfes geht die Poesie, wie Julius Hart sich treffend ausdrückt, als „Trommelschlägerin" an der Spitze der Truppen. Der moderne Naturalismus erscheint in Italien als „Verismus"; seine hauptsächlichen Repräsentanten sind der in antiken Versmaßen moderne Ideen niederlegende Giosus Carducci, der sentimental-sinnliche Lorenzo Stecchetti, der Dramatiker Pietro Cossa, der gewandte Erzähler Giovanni Verga, die soziale Dichterin Ada Negri u. s. w. Von den Unterhaltungsschriftstellern nennen wir u. a. Edmondo de Amicis, Salvatore Farina, Mathilde Serao und Castelnuovo. — Auch die Entwickelung der spanischen und portugiesischen Litteratur nahm keine selbständige Richtung, sie folgte der allgemeinen europäischen mit etwas Verspätung nach. Die Aufklärungspoesie wurde von der Romantik, diese von einer mehr realistischen Richtung abgelöst. Die politischen Flüchtlinge, unter ihnen Angel de Saavedra, der Herzog von Rivas, brachten die Romantik von Paris und London mit, als sie nach der Amnestie von 1833 in ihr Vaterland zurückkehrten, der Erfolg der Schicksalstragödie Saavedras „Don Alvaro" bedeutete den Triumph der Romantik auf den Brettern. In feine Bahnen traten der leidenschaftliche Jose de Espronceda (1808 bis 1842), der sprach- und formgewandte Jose Zorilla (1817 bis 1893), in Portugal pflanzte Almeida Garett (1799 bis 1804) die Fahne der Romantik auf, in Brasilien der Epiker und Dramatiker Goncalves de Magalhaes (1811—1882). Die realistische Richtung bricht sich in Spanien Bahn in den Romanen Juan Valeras und Perez Galdos, von den neueren Dramatikern dieses Landes — Ayala, Alarcon, Numrez de Arce u. s. w. — ist bei uns Joss Echegaratz am bekanntesten geworden, der Verfasser des „Galeotto". In Portugal vertritt u. a. Joao de Deus die Schule de« Realismus, während Eca de Queiroz schließlich zum Naturalismus überging. Seit 1870 gelangte auch in Brasilien ber Realismus (durch Sylvio Romero repräsentiert) zur Geltung. England und Nordamerika. In England finden wir am Anfänge des Jahrhunderts die Romantik in voller Blüte. Walter Scott (1771—1832) schrieb seine berühmten historischen Romane, damit die in ganz Europa mit Beifall begrüßte und nachgeahmte nationalpatriotische Geschichtsdichtung begründend. Die Dichter der sogenannten Seeschule, Wordsworth, Robert Southey und Coleridge, vor allem der letztere mit seiner Vorliebe für das Grausige und Schreckliche, stehen im Banne der Ideen der Romantik. Thomas Moore (1779—1852) fang seine zarten Melodien, Shelley dichtete seine leidenschaftlichen Tragödien. Zum markantesten Ausdruck gelangt aber der Subjektivismus der Romantik in Lord Byron (1788—1824), dem Sänger des „Childe Harold", dem Dichter des gegen die engen Schranken der Menschheit sich aufbäumenden „Manfred", des die Gottheit und das Schicksal herausfordernden „Gain". Durch Walter Scott war der Roman wieder mehr in den Vordergrund des Jntereffes gedrängt worden, ihn gestaltete die englische Litteratur des 19 Jahrhunderts in vorzüglichster Weise aus. Bulwer bewährte sich sowohl als Meister des historischen Romans (z. B. in „Die letzten Tage von Pompeji"), wie als solcher des humoristischen und VolkS- romans. Charles Dickens vereinigt Gemüt und Humor -mäß den Longo abwärts nach dem atlantischen Ozean, und derjenige von Deutsch-Ostafrika nach dem Indischen Meere. Braunschweig, 7. März. Die „Braunschw. Neuesten Nachr." berichten, daß in dem Kaliwerke von Eduard Pfeiffer in Wolfenbüttel zwei Arbeiter infolge von Lohlenoxydgas- Bergiftung heute vormittag 11 Uhr erstickt seien. Ausland. Wien, 7. März. In der Angelegenheit der Einberufung der Delegationen fand heute vormittag unter dem Borsitz des Grafen Goluchowsky ein Minister rat statt. Wien, 7. März. In informierten Kreisen ist das Gerücht verbreitet, daß der Rücktritt des Grafen Thun unmittelbar bevorsteht. Wien, 7. März. Die „Wiener Zeitung" publiciert ein kaiserliches Patent, in welchem die noch ausständigen Landtage, mit Ausnahme derjenigen von Tyrol, einberufen werden. Rom, 7. März. Der Ministerpräsident Canevaro wurde über die chinesische Frage von einem Journalisten interviewt. Er erklärte, daß die Opposition, welche das Tsung li Namen den Wünschen Italiens entgegensetzte, von Bedeutung nicht sei. Die Kaiserin sei die einzige maßgebende Persönlichkeit, welche in dieser Sache ein Urteil abgeben könne. Druffel, 7. März. Das letzte heute morgen über das Befinden der Königin ausgegebene Bulletin lautet: Keine Komplikationen vorhanden. Die Nacht ist ruhig verlaufen. Gesamtzustand läßt Besserung erhoffen. Paris, 7. März. Der Abgeordnete Fourniöre hat seine beabsichtigte Interpellation endgültig zurückgezogen, weil anzunehmen sei, daß angesichts der neuen Ereignisse in absehbarer Zeit doch die Machenschaften und die vom Generalstab in den Prozessen Esterhazy und Zola gespielte Rolle aufgeklärt werden wird. Paris, 7. März. Wie verlautet, beabsichtigt nunmehr auch Dupaty de Elam, sensationelle Enthüllungen zu machen. Paris, 7. März. Die augenblickliche Ruhe in der Politik wird nur durch neue „Enthüllungen" Esterhazys über die Dreyfussache gestört. Das Londoner „Daily Chronicle" teilt in zehn Spalten den ersten Teil der Aussagen Esterhazys vor dem Kassationshof mit. Wirklich neues enthalten die Aussagen indes nur in minder wichtigen Einzelheiten. Das ganze läuft auf einen äußerst geschickten Versuch des Beweises hinaus, daß Esterhazy nur das Werkzeug des Generalstabs war, von diesem auf Schritt und Tritt unterrichtet, unterstützt und eingepaukt wurde, um zunächst den Kriegsminister Cavaignac irrezuführen, und dann mittels einer Untersuchung und eines Kriegsgerichts die öffentliche Meinung zu täuschen. Ueber seinen früheren Zusammenhang mit dem und seine Thätigkeit für den Generalstab schweigt er, hebt jedoch hervor, daß er nur in begrenztem Maße seitens des Kriegsministers von dem Amtsgeheimnis entbunden wurde, auch bei der Verteidigung vor dem Kassationshof nur schwor, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, aber nicht die ganze Wahrheit zu sagen. Immerhin werden diese Enthüllungen mit Vorsicht ausgenommen, um so mehr, als sie mit falschen Bärten, blauen Brillen und tief ins Gesicht gedrückten Schlapphüten romanhaft ausgeschmückt sind. Bei den Dreyfus-Blüttern finken sie den meisten Anklang, So schreibt der „Rappel": „Diese Enthüllungen werden in ganz Frankreich einen außerordentlichen Widerhall finden und bei allen Klassen der Bevölkerung ungeheure Erregung Hervorrufen. Denn nach einem „solchen Skandal muß Licht werden". Die sozialistische „Petite Rspublique" äußert sich: „Esterhazy geht so weit, zu behaupten, daß sein Advokat Tözönas dem General de Boisdeffre (dem früheren Generalstabschef) seine Aussage im Zola-Prozeß einfach vorgeschrieben habe. Es ist unmöglich, daß der General nicht öffentlich und unverzüglich Aufschluß über diesen Punkt gibt. Er muß sagen, warum er mit dem gesamten Generalstab der „Mann Esterhazys" war und welches Interesse er hatte, alle diese Manöver und Lügen zu decken und zu begünstigen." — Auch parlamentarisch gedenken die Dreyfusfreunde die Sache auszubeuten. Der sozialistische Deputierte Fourniöre machte dem Kriegsminister Freycinet die Mitteilung, daß er ihn unverzüglich über die Rolle, die der General- ftab in den Prozessen Esterhazys und Zolas gespielt habe, interpellieren werde. — Also auch jetzt noch immer Dreyfus - Skandal und kein Ende! Andererseits veröffentlicht die antisemitisch - nationalistische in spannenden, geistvollen Werken von tiefsozialer Bedeutung („Copperfield", „Unser gemeinschaftlicher Freund", „Die Pickwickier", „Bleakhouse" u. s. w.), Thackeray läßt sewem satynschen Hange die Zügel schießen, Disraeli (1804—1881) schrieb seine politisch.sozialen Tendenzromane. Als Lyriker sind Thomas Hood, Alfred Tennyson (gestorben 1891) und Charles Swinburnc rühmend hervorzuheben. Dre Kritik und Geschichtsschreibung weist Namen ersten Ranges, wie Carlyle und Macaulay, auf. Die nord- amerlkanisch-englische Dichtung ist erst ein Kind unseres Säkulums. Das Jahr 1821, in welchem Coopers Spion" Irvings „Skizzenbuch" und Bryants Gedichte erschienen, kann als ihr Geburtsjahr gelten. An diese drei schloffen sich Hawthorne und Poe (1809—1849) mit ihren psychologisch-phantastischen Produkten. Longfellow stellte sich mit feinem 1855 erschienenen „Sang von Hia- watha" mit einem Schlage in die Reihe der besten Dichter der letzten 50 Jahre; von den Prosaikern sind Bret Harte *nb Mark Twain bei uns am bekanntesten und beliebt durch ihren originellen Humor ebensowohl als durch die Ligenart ihrer Ausdrucksweise. (Schluß folgt.) Preffe spaltenlange Auszüge aus einem soeben erschienenen Panama-Buche Beaurepaires, das ausschließlich den Zweck verfolgt, Loubet bloßzustellen. Das Buch enthält mehrere angebliche Briefe Loubets, worin dieser die Unterdrückung des Panama-Skandals im Interesse der Republik befürwortet. Das Buch bedeutet den Anfang eines neuen regelrechten Feldzuges zum Sturze Loubets. Also neben dem Dreyfus-Schmutze kommt auch der Panama-Sumpf nochmals zur Geltung. T. R. London, 7. März. Von halbamtlicher russischer Seite sucht man die im Verlöschen begriffene Teilnahme Europas für die „Abrüstungskonferenz" dadurch etwas zu beleben, daß man die Ernennung des Seniors der russischen Diplomatie, des Botschafters Baron von Staal in London, zum Vertreter Rußlands bei der Konferenz im Haag als einen besonderen Beweis der Fürsorge, die der Zar dem Werke schenke, hinstellt. Indes thun im übrigen die „Friedensfreunde", und namentlich ihr eifrigster Vorfechter, schon eine ansehnliche Menge Wasser in ihren Wein. Die von dem Herausgeber der „Review os Reviews", dem bekannten W. T. Stead, geplante „Friedens-Gesandtschaft" wird ihr Programm wesentlich einschränken. Ursprünglich sollte sie bekanntlich alle großen europäischen Hauptstädte besuchen und dort Herrscher und Regierer zugunsten des Friedens - Programmes durch die Macht des lebendigen Wortes beeinflussen. Jetzt soll nur Rußland besucht werden. „Verschiedene Schwierigkeiten", sagt das Organ des Kreuzzugs-Heeres, „haben sich bei dem Besuch anderer europäischer Länder eingestellt." Stead hätte gern auch Amerika in seiner Dilettanten-Gesandtschaft gehabt. „In den Vereinigten Staaten aber denkt man zu sehr an die Philippinen. In Deutschland murren die Sozialdemokraten, die keine Freunde Rußlands sind, über den Vorschlag des Zaren." Heber Frankreich sagt Stead natürlich gar nichts; sein Schweigen ist bezeichnend. Das „Daily Chronicle" meint, die Pilger thäten gut daran, ihre „Gesandtschaft" auf Downing Street und auf St. Petersburg zu beschränken. Im nächsten Jahre soll übrigens eine große Konferenz der Friedensfreunde in Paris abgehalten werden. Aste». Die Erwiderung des Tsung-li- Damen auf die italienische Forderung war, wie aus Peking weiter verlautet, in gesucht verächtlicher, selbst drohender Sprache abgefaßt, sodaß der italienische Gesandte jeden weiteren unmittelbaren Verkehr mit dem Tsung-li- Aamen ablehnte und sofort von Tientsin nach Peking zurückkehrte. Die zuversichtliche Stimmung der römischen Halbamtlichen über eine rasche Erledigung der chinesischen Angelegenheit wi d nicht in allen unterrichteten Kreisen Roms geteilt. Man glaubt, daß China erst nach dem Eintreffen einer größeren italienischen Flottenmacht klein beigeben wird. Andererseits fragt man sich, ob Italien angesichts der kommenden Wirren in Ostasien so viele Schiffe entbehren kann, um die neue Kolonie zu halten, ohne sich im Mittelmeer zu entblößen. Afrika. Gegen die entstellenden Schilderungen der englischen Presse über die Verhältnisse in Transvaal wendet sich ein Privatbrief, den ein deutscher Geschäftsmann in Johannesburg am 11. Februar an eine Firma in Deutschland gesandt hat und dem wir nach der „Pos. Ztg." das folgende entnehmen: Die letzten Unruhen sind lange nicht so schlimm, als die englischen Blätter sie schildern. Die südafrikanische Liga hat den geringen Vorfall, wo ein englischer Unterthan, namens Edgar, von einem Policeman erschossen wurde, zu einer Demonstration benutzt, die, gehörig aufgebauscht und falsch dargestellt, den Zweck hatte, der englischen Nation weiß zu machen, es sähe in Transvaal schrecklich aus, und kein Ausländer wäre mehr vor den Buren seines Lebens sicher, damit das englische Volk aufstehe und von der Königin verlangen soll, Transvaal in Besitz zu nehmen. — In England fand aber die Sache keine Unterstützung, und der Trick ist mißlungen. Die Regierung des Landes ist allerdings recht schlecht, doch um bessere Verwaltung zu schaffen, braucht England nicht die Zügel in die Hand zu nehmen. Wenn nur Transvaal keine Unterstützung in Gestalt von Anleihen erhält, so wird es schon zu Reformen gezwungen werden. — An Krieg ist überhaupt nicht zu denken. Nicht allein Deutsche und Afrikaner, sowohl deutscher als englischer Nation, sind empört über die englischen Ruhestörer, die das Aufblühen des Landes immer und immer wieder hindern, sondern auch Engländer selbst sind mit dem Vorgehen Englands, der südafrikanischen Liga, nicht einverstanden. Somit wird sich England hüten, mit den paar tausend Söldnertruppen Transvaal anzugreifen, da es von keiner Seite Unterstützung findet. Hier weiß jeder, daß ein Krieg Transvaals mit England nach der jetzigen Lage unmöglich ist. — Aber diese alarmierenden Gerüchte haben noch einen anderen Zweck. Bedauerlicherweise drucken deutsche Zeitungen dieselben aus englischen Blättern ab, ohne sich von der Wahrheit derselben zu überzeugen. Die Berichte haben den Zweck, den deutschen Handel hier zu verdrängen, und leider haben auch schon mehrere deutsche Firmen — wir selbst haben die Erfahrung machen müssen — ablehnende Antworten von deutschen Fabrikanten erhalten, welche durch die Zeitungsschreibereien ängstlich geworden. Anstatt das mühsam errungene Feld zu behaupten, lassen sie sich ins Bockshorn jagen und die Engländer lachen sich ins Fäustchen und importieren lustig weiter. England hätte, so schließt der Gewährsmann, zu gern gesehen, daß Deutschland seine abwartende Stellung aufgiebt und den Engländern Hilfe leistet, Transvaal aufzuschnappen. Das wäre die größte Dummheit, welche Deutschland begehen kann. — Gerade durch die Reibereien der Engländer mit den Buren sind die Deutschen im Vorteil, und bei Lieferungsabschlüssen mit der Regierung werden deutsche Häuser sehr oft vorgezogen. Die Buren wissen, daß Deutschlands Freundschaft gegebenen Falles ernster gemeint ist, als wenn England Unterstützung erheuchelt. Amerika. Nicht eur sind die Amerikaner i» Mr »ila so gut wie eingeschlossen, sondern es droht ihn, auch eine große Gefahr durch Versuche der Philippiner ihnen das Wasser abzuschneiden. Am Sonntag abe:f näherten sich die Aufständischen unter dem Schutze b-.t Dunkelheit bis auf kurze Entfernung den Vorposten h: den Wasserwerke» und eröffneten plötzlich ein Feuer ay dieselben. Der Kampf dauerte lange Zeit. Zwe/ Amerikann wurden verwundet; von den Aufständischen sind 17 gefall, und viele verwundet worden. Die Aufständischen zogen fi$ zurück, nahmen jedoch den Kampf Montag in aller Frisse wieder auf. — Nun hat General Otis den Plan eins allgemeinen Angriffs fertiggestellt, der bezweckt, die Philjx, piner nach allen Seiten aus den Dschungeln zu Vertreibei Die amerikanischen Truppen sind nämlich unter dem Schars, schützenfeuer der Philippiner unruhig und nervös getoorbt? und verlangen angeblich so begierig, demselben Einhalt thun, daß General Otis ihrem Wunsche nachgegeben Hai Nach dem Eintreffen aller Verstärkungen umfaßt die q>. samte verfügbare Truppenmacht, einschließlich der Flotte, 41,000 Mann. — Ob diese aber für ein so großes Gekl, wie die Philippinen, ausreichen, muß bei den schwieg Boden- und Klima-Verhältnissen der Inselgruppe hö-tz zweifelhaft erscheinen. Die höchst ungesunde, feuchte Glut Hitze der nächsten Monate dürfte sich den Amerikanern noj gefährlicher erweisen, als die Aufständischen selber. — Wie unreif dasNicaragua-Kanal-Projeki noch ist, erhellt daraus, daß auf einer gemeinsam zwisch? Senat und Repräsentantenhaus abgehaltenen Konferenz du Paragraph betreffend den Plan des Nicaragua-Kanals bt deutend abgeändert und dem Präsidenten nur die Ermächtig ung erteilt wurde, über alle Linien eines Kanals zwischei dem Stillen und Atlantischen Ozean, namentlich über d» Nicaragua- und Panamakanal Untersuchungen anzustelleri deren Ergebnis der Präsident dem nächsten Kongreß unter breiten soll. Für diese Vorarbeiten wurde eine Millin Dollars ausgesetzt, doch wurde für zukommt; es ist dies ein armer Schullehrer in Traversthc. Allerdings ist für den Erbantritt die Klausel Vorhände:, daß der Erbe Berieres als seinen künftigen Wohnsitz 5- wählen habe, was ihm wahrscheinlich wenig Kopfzerbrechen machen wird. * Wie man reich werden kann. Man kann auf w schiedene Weise reich werden. Auf einem ungewöhnlich" Wege ist jedoch ein englischer Reisender zu einer schön« Summe Geldes gelangt. Der Reisende Mr. Charles Pfeiffer trug vor kurzem bei einem Zusammenstoß cn' der Great Western Railway einige Verletzungen bauet Die genannte Bahn mußte ihm demzufolge kürzlich Betrag von 62 500 Franks auszahlen, welche Summe den Verunglückten vom Gericht zugesprochen wurde. Darcr wäre nichts auffälliges. Interessant ist aber, daß Mr Pfeiffer vor einigen Jahren bei einem Zusammenstoß tmi der Midland Railway ebenfalls verletzt wurde, wofür ih" das Gericht ein Schmerzensgeld von 45 000 Franks ? sprach. 45 000 Plus 62 500 giebt 107 500 Franks, ei' ganz hübsches Sümmchen! Mr. Pfeiffer ist auf dem beft* Wege, reich zu werden, doch sollen ihn die englischen Bai»' Verwaltungen bereits mit scheelen Augen ansehen. M weiß, ob sich dieselben in Zukunft nicht weigern werden den Reisenden zu befördern. Universttäts Uachrichtrll. — Wien. Am 3. dr. Mrs. beging der Vorstand der erster chirurgischen und gynäkologischen Abteilung deS Allgemeinen Krarucr Hauses, Pros. Dr. Joses Weinlechner seinen 70. Geburtstag. rersende fett.:®»*®' Vir bringe! BMW«btL BrIlM Diel Erichs Dritten in |fide nur insMtt M der Stadt g Rist erfordert ist- xa- AuD W zur Suzeige Sieben, dr G W 3n dem Firme fertigten Gerichts der Firma > Heßm folgender MMlungi iß Louis Kar Sieben als Teilj worben. Sieben, am 28. Sroßh. An Neuenh 17. Itttoi i» 6it Ver, von Hc Die Anfuhr ; ranneN'Rundhoh auf dem Trieb / öffeniliienSlngebo. S)ie ßtblngungei Sraße 36, II Angebote find bis) wt uchrchndn H dafrlbfi einzurr „ Gießen, den 3 2028 Der ^egtne ""straß " 88|f Bekannt« Je# foWttn tibr ©X* Bureau. m Ruh 1,e i: unb 38' ‘ 4. j -jä i1 Sl «Me bn S. & unter Äj * >ung beÄ^uV- ?*» ta’"" * 4 «-."i ',b.e«to-n (Q ,N° Ngtgebn r‘“?aen umfajt ( -M-ilich "tt; mV'?!0.9*6 bei den [toj, btt 4»lelgrnppe | 7 ^.en Amerikaner Mndischen selber. gua-Kanal-Pri einer gemeinsam zu gehaltenen Aonserei es Nicaragua--an^ Renten nur die te. 'n eines Kanals ji- :an, namentlich übe ntersuchungen anM ' nähten Kongreß: en wurde eine U «i>ie Inangnffnahm lligt. - Das ift: ÄmU M btm jij nm. Diele 8r* itte zu n Jahr Kuchen, efe rage dn ist also M [ttS. lehmaun ist zur Ar chermeister Dankhv^ lt und noch jetzt als ttigen Feuerwehr L iei der Äewältigui: ®irft. Er diente ki mtaillon unb werk ■ M. W9*‘ mit der AuM^ A iben in der M M t öO Mark zur M' ungsfeier des Sranlr i/s uoch drei von der. ü. te ift er her einige- H rr heim WN tn tfräftig mit. 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Anficht meiner Lich bei A. Bing, Steinbach bei H. Krämer L, Lollar bei A. Zimmermann, Londorf bei Georg Braun, Krofdorf bei A. Schmidt Ww. und H. Rinn, Hohensolms bei Fr. Hoßbach. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Warktstraße 10 H, eine freundliche Wohnung, 5 Zimmer und Kabinett, per 1. Juni zu vermieten. And Geschäftshaus »it: großem Garten öffentlich meist» kttmd gegen Zahlungsausstand verwert werden. 2112 ®ic Verkaufsbedingungen sind bei Karl Stahl in Wissen einzusehen. Bekanntmachung, betr.: Das Betreten der Ufer und Böschungen der Wieseck. Wir bringen hierdurch wiederholt in Erinnerung, daß die Ufer und Böschungen des Wiesecklanfes Eigentum der Stadt find und daß daher das Betriten dieser Ufer und Böschungen (namentlich auch im Stadtbereich) Dritten und insbesondere den Eigentümern der aufstoßenden Grund, stücke nur insoweit zu steht, al» dieselben diese» Gelände ein. für allema von der Stadt gepachtet haben oder als zur Einbringung der jeweils ersteigerten Heu- oder Grummetgrasernten innerhalb der dafür bestimmten Krist erfordert ist. Da- Aufficht-personal ist angewiesen, Zuwiderhandlungen nnnach. sichtig zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 2. März 1899. Ludwigsplatz 15 eine schöne b-Zimmerwohnung nebst Zubehör, Gartenanteil, Bleichplatz, per 15. April zu vermieten. 1741 Näheres Grünbergerstraße 12 vart. Färberei und chemische Wäscherei bringen ihr Etablissement in empfehlende Erinnerung. Rur tadellose Ausführung. — Schnellste Lieferung. ff. Mocca-Mischung la. gebr. Java-Kaffee Ha. „ „ „ Bekanntmachung. Donnerstag den 9. d. Mts., nach« utttagS 3 Uhr, sollen dahier HauS- und Küchengeräte, sowie Kurzwaren aller Art llvangSweise gegen Barzahlung versteigert werden. Zusammenkunft der Steigliebhaber auf wtinem Bureau. Gießen, den 8. März 1899. 3120 Seipel, Gerichtsvollzieher. Hohversteigerung am Dienstag, dem 14. d. M., von vormittags 9 Uhr ab, bei Wirt Kreiling zu Odeuhauseu. 5,38 fm Eichen- und 192,20 fm Nadelholzstämme, 10 rm Eichen«, 172 rm Buchen-, 43 rm Nadel- Scheit« und Knüppelholz, 983 rm Reiser, 93 rm Stöcke. Das Holz liegt in den Distrikten Junkerwald, Sackbändel, Hoherwald und Stoßkopf, Gemeindewald von Odenhausen. Der ausgeschriebene Verkauf des Nutzholzes im Sub- mifstonswege bleibt durch diese öffentliche Versteigerung unberührt. Das Höchstgebot des einen oder des an- deren Verkaufs bleibt gültig. Krofdorf, den 7. März 1899. 2109 Das Bürgermeister-Amt. —° aus der Dampf-Kaffee-Brennerei von «— ■A. Zuntz sei. WYwe Köntgl. Grossherzogi. etc. Hofl. --•Bonn * Berlin ♦ Hamburg ___ wird (dien freunden einer wirklich guten Tasse Kaffee bestens empfohlen. — Sorgfältigste Auswahl u. sachgemässe Mischung nur edelster Rohsorten, verbunden mit langjährig bewährter Brennmethode, gewährleisten einen stets gleichmässigen Aufguss, der den höchsten Anforderungen an Wohlgeschmack, ‘traf* und Ergiebigkeit vollauf entspricht. ----- Zu haben in Gießen bei I. straße; Ph. Herrmann, Seltersweg 33; L. Kalkhof, West« anlage; C. G. Kleiuheuu, Bahnhofstraße; Rud. Schlabach Rachf., LudwigSplatz; Hchversteigerung. DienStag den 14. März d. I. aus den Distrikten Krummstrauch, Koppe, Zu- Haag, Klösgesrod, Grauwinkel, Pfaffenloch, Göbelnrödertannen und Bettenwald der Forstwartei Harbach, sowie dem Distrikt Judeneiche der Forstwartei Judeneiche: Scheiter rm: 105 Buchen, 41 Eichen, 99 Nadelholz; Knüppel rm: 64 Buchen, 107 Elchen, 206 Nadelholz, 9 Aspen; Reifig rm: 100 Buchen, 396 Eichen, 122 Nadelholz; Stöcke rm: 19 Buchen, 57 Eichen und Nadelholz, sowie das nichtaufgearbeitete zerstreut liegende Reisig aus verschiedenen Distrikten. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Krummstrauch bei Queckborn bei Brennholznummer 870. Nur das Holz im Distrikt Krummftrauch wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Grünberg, den 6. März 1899. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 2110 «WmedailleV1 JcflW —BÄ AßU Butzbach ¥>X,S52^ Technikum der freien Hansestadt Rrpmon — - (Baugewerk-, Maschinenbau-, Schiffsbau- und Seemaschinistenschule) ■ ■ ■ ■ ■ ■ versendet au/ Verlangen kostenlos Programme aller Abteilungen. - Baugewerkschule: Oberklasse für Hoch- und Tiefbau. Vortüglioh eingerichtet» r7- c, h ____________________________________________________ausgezeichnete Gelegenheit zur Ausbildung als Elektrotechniker. Beginn dss Sommerhalbjahresam10 AprlL^ ’ uamOntl,°h für Elektrotechnik, Bekanntmachung. In dem Firmenregister des unter- fertigten Gericht» wurde bezüglich der Firma „Kauffmann & Cie." zu Gießen folgender Eintrag vollzogen. Mit Wirkung vom 1. März 1899 ist Louis Kauffmann jun. zu Gießen als Teilhaber ausgenommen vorden. Gießen, am 28. Februar 1899. Großh. Amtsgericht. ______Neuenhagen. 2103 17. Nkkbaildsschießku br» Sab. Lanbks-Schiitzcilverkius, We pfch. und Mittklrhnnischku ZchühkubundkS in Eießt« 1899. Vergebung von Holzanfuhr. Die Anfuhr von ziika 370 cbm Tannen-Rundholz für die Festbautcn a«f dem Trieb soll auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Bedingungen liegen Göthe- Kraße 3 6, II zur Einsicht offen. Angebote find bis zum 10. März ml entsprechender Aufschrift portofrei daselbst einzureichen. Gießen, den 3. März 1899. 2028 Der Bauausschuß. o mit Hochachtung I o Henriette Lehmann, AeltttSweg 30. q Gießen, den 1. März 1899. 1989 । oooooöoooooooooooocooooooooaooooooooi , n Pflanzen-Nahrung ist Topfgewächsen im Frühjahr kvon grösstem Vorteil. Dieselbe ersetzt die dem Erdboden entzogenen Nährmittel vollständig wieder. Der Verbrauch ist ein äusserst sparsamer. — Eine Dose (für zirka 100 Liter Wasser) L 45 Pfennig. Otto Schaaf, Giessen, Seltersweg 39. Fahr, chemischer Präparate. igte Urberzeogen Sic sicli, dass weine Deutschland- J& Fahrräder u- Zubehortheile MIM die besten unddabei WMfCTa vL/*sv*v die allerbilligsten sind. .7*!^ Wfederverkäufer gesucht. 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"Sroß-Rechtenbach. 1. März 1899. 1074 Das Bürgermeister-Amt. Am 20. März 1800, nachmittags 3y2 Uhr, soll im Gasthaus „Zur Souue" in Betzdorf a S. tas- zum Nachlasse der Kath. Stahl zchiörige, in bester Geschäftslage an k Victoriaftraße zu Betzdorf gelegene OOOOOOOCX>OOOOOOOOOOCX)OOOOOOOOOCX)OOCX3D o Geschäfts-Gröffnunq. g Q Hierdurch beehre ich mich, einem geehrten Publikum ergebenst mitzuteilen, daß ich am heutigen 8 O Tage SelterSweg 30 ein w 9 0 Q g Putz-Geschäft feinsten Genres g Q eröffnet habe. 0679] Mansardenwohnung versetzungshalber sofort zu vermieten. Gröuiuger Wwe«, Steinstr. 61. 1899] Kleines Fanulienlogis an ruhige Leute zu vermieten. Ludwigstratze 85. 0728] Kleines Logis zu vermieten. _______Grotze Mühlgaffe 10. 1587] Der Seitenbau meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, Küche rc., ist per 15. April zu vermieten. Karl Eichmann, Nordanlage. 1953] 3-Znnmerwohnung mit allem Zubehör, Gartenanteil und Stallung in Klein-Linden zu vermieten. 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