Mnz iren 825$ Ich 27. WuMl Koten* 8191 ttz. -w tfi. Neu! Mn labt 11. sMolle Mische. d Anzüge. Uatrahen. . in Uhr 1916 U'i gelten w* S°°5, tterie- Nr, 289 Erstes Blatt.________Freitag den 8. December__>8" AGießenerAnzeigerM ä-äktk d)enera(-^n^elqer Aints- und Anzeigeblutt fiw den Äveis Gieren. _________________ ___^———■ l «ll l| 'M NtUftüa, Expedition und Druckerei: >4*CHro|t Mr. 7. GrattsdMagen: Gießener Fsmilienblätter, Her hrsssihr Landwirt, KlLttrr für hessische Volkskunde.__ Äfcttffe für Deprfcheu-. Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. —■—um was? i Amtlicher Teil. Gießen, 5. Dezember 1899. Betr.: Die Wahl der Schulvorstandsmitglieder. Die Großh. Kreis-Schulcommisfwn Gießen an die Gr. Bürgermeistereien «ud Schulvorstände des Kreises. Gemäß Art. 69 des VolsschulgesetzeS ist eine Neuwahl der unständigen Mitglieder der Schulvorstände notwendig geworden. Sie wollen nach Art. 69 pos. 5 des Volksschulgesetzes baldigst eine Neuwahl der „unständigen" Mitglieder durch den Ortsvorstand vornehmen lassen und das Wahlprotokoll dem Schulvorstande übergeben. Die Schulvorstände beauftragen wir, die Resultate der Wahl zugleich mit Bericht alsbald an uns einzureichen, sodaß die neugewählten Mitglieder mit Anfang des Jahres 1900 in ihr Amt eingewiesen werden können. v. Bechtold. Bekanntmachung, betreffend: Schießübungen. Cs wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das 1., 2. und 8. Bataillon des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm am 11*, 12., 18., 14., 15., 16., 18. und 19. l. Mts., morgens von 980 bis nachmittags 330 Uhr, Schießübungen mit scharfen Patronen in dem Gelände zwischen Alte« Buseck, Große« Buseck, B-ueru, Climbach, Treis a. d. Lda., Mainzlar uud Danb- rivgeu abhalten wird, und daß dieses Gelände durch Posten abgesperrt werden wird. Die Schußrichtung läuft von der Straße Alteu-Buseck—Daubriugeu in östlicher Richtung. Die Straßen Treis a. Lda., Mainzlar, Daub- riugen, Alteu-Buseck, Großeu-Buseck, Beuern und Allertshausen sind ungefährdet. Gießen, den 6. Dezember 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Hhealerverein. 4. Theaterabend, am 5. Dezember. Die vorgestrige Aufführung des Schauspiels „Ewige Liebe" vermittelte uns die Bekanntschaft mit einem Schriftsteller, besten Werke den meisten wohl noch vollständig fremd waren: mit Hermann Faber (Dr. jur. Goldschmidt), der in Frankfurt a. M., wo seine Dramen auch alle zuerst gegeben worden sind, seinen Wohnsitz hat. Seine „Ewige Liebe" erschien vor zwei Jahren, wurde in Frankfurt, sowie an einer Reihe mittlerer Bühnen öfters aufgeführt, und eroberte sich kürzlich auch das Berliner königliche Schauspielhaus. Wenn die Berliner Aufführung der ..Ewigen Liebe" keinen so durchschlagenden Erfolg hatte, wie die Frankfurter, so lag das meist an dem Darsteller des alten Musiklehrers Führing, den Herr Vollmer spielte, welcher für diese Rolle nicht die geeignete Veranlagung besitzt. — Für den gestrigen Abend hatte der Theaterverein als Gast in dieser Rolle Herrn Arthur Bauer aus Frankfurt gewonnen, für welche Wahl, wie nicht minder für die Wahl des hochinteressanten und litterarisch bedeutenden Stückes besonderer Dank gebührt. , Dieser vierte Theaterabend war wirklich em höchst genußreicher, in erster Stelle durch das Verdienst Herrn Bauers, der eine wahre Prachtleistung bot. Die Vielseitigkeit dieses Künstlers, den wir im vergangenen Winter eüs Bartel Turaser sahen, trat uns gestern abend rn seinem Führing, dieser teils komischen, Jeil8 Charakterfigur, wieder so recht vor Augen. Die Figur des vergrämten alten Geigers mit dem polternden Wesen und dem grundehrlichen Herzen wird uns noch lange vor Augen stehen. Wenn Herr Bauer derart in seiner Rolle aufging, daß Gießen, den 6. Dezember 1899. Betreffend: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien Alteu-Bufeck, Allertshausen, Beuern, Climbach, Daubriugeu, Großen Buseck, Mainzlar und Treis a. d. Lda. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald auf ortsübliche Weise veröffentlichen «ud vor dem Betreten des abgesperrteu Geländes warnen «ud insbesondere darauf Hinweisen, daß au den betreffenden Tagen sich keine Holzarbeiter und Holzsammler in den gefährdeten Waldungen und Steiubrücheu aufhalteu dürfen. v. Bechtold. * Der Prinz von Wales und der deutsche Kaiser. Gießen, den 7. Dezember 1899. „Auf Befehl der Königin!" — so begann der Prinz von -Wales, der künftige König von England, den Toast, den er beim Bankett im Schloß zu Windsor auf den Kaiser Wilhelm ausbrachte. „Auf Befehl der Königin!" — Gewiß war dies die vorgeschriebene Form des Toastes, aber sie entsprach auch zugleich der Empfindung des englischen Thronfolgers. Er bringt einen Trinkspruch auf den deutschen Kaiser nicht aus eigenen Sympathien aus, sondern „auf Befehl". Man weiß in Deutschland längst, daß der Prinz von Wales seinem Kaiserlichen Neffen gegenüber von Gesühlen beseelt ist, die man nahezu als Abneigung bezeichnen kann. Ueber die Gründe dieser wenig freundlichen Gesinnung des Prinzen orientiert ein Artikel, den die „Dtsche. Wochenztg." in den Niederlanden bringt. Dieses Blatt schreibt: „Es ist nur erklärlich, daß ein Mann, der dem Greffen- alter schon nahesteht, der aber zur politischen Unthätigkeit verdammt ist, von einem gewissen Gefühle des Neides bewegt wird, wenn er sieht, daß sein soviel jüngerer Neffe seit einem Jahrzehnt bereits ein großes Reich regiert und, wie man ohne Uebertreibung sagen darf, zurzeit die meistbeachtete Persönlichkeit im politischen Leben der ganzen Welt ist. ... ... Die gezwungene Unthätigkeit eines Thronfolgers tft Sache des Schicksals, aber bei dem Prinzen von Wales kommt noch persönliches Verschulden hinzu. Wenn man von ihm auf dem europäischen Kontinent gesprochen hat, so ist es nicht im guten Sinne gewesen. Er hat Leidenschaften man den Schauspieler Bauer vollkommen vergaß und nur den alten Führing sah, so läßt sich leider ein gleiches Lob dem Vertreter der anderen männlichen Hauptrolle. Herrn Steinert, nicht spenden. Herr Steinert spielte nicht den Gymnasiallehrer Schubart, sondern lediglich sich selbst, und bedauerlicherweise ließ er dabei allen seinen schauspielerischen Mängeln, die schon oft das Mißfallen des Publikums erregt haben, nur allzu sehr Raum; während er im Anfang des ersten Aktes reserviert und sympathisch spielte, entwickelte er schon vor Schluß desselben an wieder sein falsches Pathos, brachte er die Worte gequetscht und mit Nachklang heraus, gab er seinem Körper wieder die abscheuliche gebückte Haltung. Ganz vortresflich war die Vertreterin der werblichen Hauptrolle, Fräulein Hammer, als Violinkünstlerin Klara Spohr. Richtige Auffassung paarte sich bei ihr mit einem entzückend frischen Spiel, das alle Zuschauer bezauberte. Wir zählen Fräulein Hammers gestrige Leistung zu dem besten, was wir in diesem Winter von unseren heimischen Künstlern sahen. . Die übrigen Rollen waren ohne Ausnahme in sehr guten Händen. Fräulein Haussig spielte die verlassene Studentenbraut Martha Dörnach einfach, wie die Dichtung es vorschreibt, und ergreifend. Ihre Schwester Agathe, die Kleinstädterin aus Weilberg, die ihren unsoliden Ehemann Albert Renninger so gut durchschaut hat, aber trotzdem ein zufriedenes Eheleben mit ihm führt, war durch Frau Direktor Helm gut vertreten. Renninger, dieser über Schubarts Liebe zu Klara moralisch entrüstete Ehemann „aus der guten alten Schule", der nach einem eigenen wunderlichen Moralkodex lebt, sollte nach dem Theaterzettel von Herrn Paren gespielt werden. Da letzterer jedoch, wie den Lauf gelassen, die wohl im vergangenen Jahrhundert bei Fürsten und Fürstensöhnen gang und gäbe waren, die aber heute, wo strenge Anforderungen an das sittliche Leben der auf dem Throne befindlichen oder der dem Throne nahestehenden Personen gestellt werden, hart verurteilt werden. Je näher nun die Zeit heranrückt, wo der Mensch die Summe seines Lebens ziehen muß, desto unbequemer mag ihm der Abschluß sein, und desto mahnender mögen ihm Menschen sein, die trotz viel größerer Jugend ein stattliches Plus auf ihrem Konto haben. Denn mag sich auch der deutsche Kaiser, schon infolge seines lebhasten Tempera- ments, manchen Gegner erworben haben, mit dem negativen Konto übler Leidenschaften vermögen ihn auch seine Gegner Gott sei Dank nicht zu belasten, und das positive Konto starker Arbeitskraft können sie ihm nicht schmälern. So ist es nur natürlich, wenn der Prinz von Wales seinen kaiserlichen Neffen mit dem Gefühle des Mißbehagens sieht, das etwa ein Kranker gegenüber einem kraftstrotzenden Manne empfindet, dessen Anblick ihn daran erinnert, was er selbst hätte sein können und sollen. Dazu kommt nun noch die Ehe des Prinzen mit einer dänischen Prinzessin. Es ist eine alte Thatsache, daß fürstliche Persönlichkeiten ihrer Gattin um so eher einen gewissen politischen Einfluß einräumen, je mehr sie aus auf ganz anderen Gebieten liegenden Gründen auf die Nachsicht der Gattin zu rechnen allen Anlaß haben. Welcher Art aber die Gesinnungen der Töchter König Christian IV. von Dänemark gegen Deutschland sind, ist ja allgemein bekannt, und man kann danach bemessen, nach welcher Richtung wohl die Prinzessin von Wales dereinst ihren Einfluß auf die Politik geltend machen dürste, wenn erst ihr Gemahl aus dem englischen Königsthron sitzt. Diesen Zeitpunkt aber kann man als nicht zu fernliegend ansehen. Wir wünschen der englischen Herrscherin gern, daß sie das Lebensalter Kaiser Wilhelms I. erreiche, aber der nach dem Naturgesetz vorhandenen Wahrscheinlichkeit entspricht die Erfüllung dieses Wunsches nicht. Man würde nun sehr fehl gehen, wenn man diesen Faktor der prrsönlichen Stimmungen mit Rücksicht auf die parlamentarische Regierungsform Englands unterschätzen wollte. Trotz des parlamentarischen Regimes ist der Monarch in England keineswegs eine lediglich repräsentative Figur, und in Bezug auf die auswärtige Politik ist er es schon gar nicht. Man hat dies im Jahre 1870 beobachten können, wo die persönliche Abneigung der englischen Königin gegen Wilhelm I. nicht zum kleinsten Teil dazu beitrug, daß die Sympathien Englands vorwiegend auf der Seite Frankreichs waren, und daß die englische Regierung eine etwas zweideutige Haltung einnahm. wir hörten, in der Probe zu nahe Beziehungen zu der Frau Souffleuse anzuknüpfen versucht hatte, so war die Rolle aus Herrn Walther übertragen worden, der sich ihrer mit viel Geschick entledigte. Die kleine Rolle des Schutzmannes Kunowski hatte dann Herr Walther an Herrn Direktor Helm abgetreten. Konzertmeister Wittmann (Herr Rolan) erschien im Vergleich zu dem ihm doch gleichalterig zu denkenden Führing etwas zu jugendlich, hatte auch eine zu ehrliche Maske. Fräulein Eichenwald (Frau Kunowski) und Fräulein Berken (Dienstmädchen) waren durchaus an ihrem Platze. Last not least erwähnen wir den Alphonse Wassermann des Herrn Henry, der seine Szene mit Führing und Klara äußerst wirkungsvoll spielte, und in Erscheinung und Ton prächtig den ein» gebildeten Gigerl und Kunstdilettanten wiedergab. x Otto Erich HartlebenS Werke „Ein Ehrenwort" und „Abschied vom Regiment" erzielten vorgestern bei ihrer Erstaufführung im Residenztheater zu Hannover einen stürmischen Erfolg. — Otto Ernsts vieraktige Komödie „Jugend von heute" wurde zum überhaupt erstenmale im Königl. Schauspielhause zu Dresden aufgeführt. Das Stück, das die modernen Ich- und Übermenschen und die Auswüchse der heutigen Kultur geißelt, um die Notwendigkeit eines idealen Strebens darzuthun, fand mit seiner interessanten Handlung und seinem geist- und gemütvollen Dialog beifälligste Aufnahme. — Agnes Sorma, welche bekanntlich in dieser Saison noch in unserem hiesigen Theaterverein auftreten wird, gastierte vorgestern abend zum erstenmale in Leipzig vor total überfülltem Hause. Sie spielte das Rautendelein in der „Versunkenen Glocke" und bot eine großartige, künstlerische Leistung, wie sie in gleicher Vollendung in Leipzig noch nicht gesehen worden ist. Das enthusiasmierte Publikum überschüttete me geniale Künstlerin mit begeisterten, nicht endenwollenden Ovationen. — Max Dreyers „Probekandidat" wurde vorgestern im »reS- lauer Lobetheater mit allgemeinem nachhaltigen Beifall aufgeführt, trotzdem der Schluß des Dramas auf Anordnung der Censur geändert worden war. So paradox es auch klingen mag, so ist es doch eine Thatsache, daß in dem Musterlande des Parlamentarismus in höherem Grade eine persönliche auswärtige Politik getrieben wird, als in dem Musterlande des persönlichen Absolutismus, in Rußland. Man denke nur daran, daß Alexander II., ein aufrichtiger Freund der Deutschen und ein Bewunderer und Verehrer seines kaiserlichen Onkels, in den letzten Jahren seiner Regierung zu einer deutschfeindlichen Politik genötigt wurde und daß Alexander III., der umgekehrt eine tiefe Antipathie gegen Deutschland besaß, seiner Abneigung doch nie den Ausdruck gab, den die Feinde Deutschlands gehofft hatten, und den man in Deutschland selbst bei seinem Regierungsantritte besorgt hatte. Die russische auswärtige Politik ist eben streng sachlich, während die englische mehr von Neigungen abhängt. Wir gehören weder zu den Anglomanen, noch zu den Anglophoben, weder zu den Russomanen, noch zu den Russophoben, sondern wir wünschen lediglich, daß Deutschland nach seinen eigenen Interessen entsprechende Politik befolgt. Aus diesem Grunde sind wir durchaus damit einverstanden, daß Deutschland sowohl mit England wie mit Rußland in einem freundlichen Verhältnisse steht, und sich von keinem der beiden Länder politisch abhängig machen läßt. Wir meinen nur, daß mit Rücksicht auf die persönlichen Momente die deutsche Politik bei dem Verhältnisse zu England noch größere Vorsicht walten lassen muß, als bei dem zu Rußland, und wir zweifeln nicht daran, daß dies geschieht, und daß die auch in jüngster Zeit aufgetauchte Auffassung englischer Blätter, daß Deutschland in kolonialer Hinsicht gewissermaßen in ein festes Vasallenverhältnis treten möchte, ebenso freundlich wie bestimmt «bgelehnt wird." Das meinen wir auch! Aus dem Reichstage. nh. Berlin, 6. Dezember 1899. Das war heute einmal ein Schwerinstag, wie er im Deutschen Reichstage so interessant nur höchst selten vorkommt. Das Haus war, wenn auch nicht glänzend, so doch recht gut besetzt, und zu den Tribünen hatte sich eine wahre Völkerwanderung hingewälzt. Aeußerlich am bemerkenswertesten aber war das Aussehen der Bundesratstische, die sonst am Schwerinstage in ödester Leere zu gähnen pflegen. Hier hatte sich heute eine illustre Schar von Regierungsvertretern eingefunden, unter denen nicht nur Graf Posadowsky und Herr v. Rheinbaben zu sehen waren, sondern sogar der Reichskanzler in Person- Bekanntlich stand als erster Punkt der Tagesordnung der nationalliberale Initiativantrag zur Beratung, der die Aufhebung der einzel- staatlichen Verbindungsverbote für politische Vereine von Reichswegen verlangt. Im Grunde genommen ist diese Forderung — darüber sind alle Parteien und auch die Regierung einig — nicht gerade von erheblicher praktischer Bedeutung. Sie ist nur zu einer innerpolitischen cauee eelebre geworden durch die vielzitierte Zusage des Reichskanzlers vom Juni 1896 bei Gelegenheit der 3. Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuchs im Reichstage und durch die darauf erfolgte Ablehnung der sog. Isx Recke (Vereinsgesetznovelle) im Preußischen Abgeordnetenhause. Dieses unangenehme Dilemna, in das die Regierung hierdurch geraten ist, ist während der langen Zwischenzeit von der Opposition weidlich agitatorisch ausgenutzt worden. bekanntlich hatte Fürst Hohenlohe in Aussicht gestellt, daß die Aufhebung des Verbindungsverbots noch vor Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs erfolgen werde. Von diesem Zeitpunkt trennen uns keine 4 Wochen mehr, und so wollte nun die Mehrheit des Reichstages durch den Antrag, der übrigens merkwürdigerweise genau heute vor einem Jahre eingebracht worden ist, dem Reichskanzler noch in letzter Stunde Gelegenheit geben, sein Wort einzulösen. Atemlose Stille herrschte im Saale, als Graf Ballestrem heute die Sitzung eröffnete. Ueber die Haltung der Regierung war bis zuletzt absolutes Stillschweigen beobachtet worden, und so hefteten sich mit äußerster Spannung aller Blick« auf die kleine, gänzlich in sich zusammengesunkene Gestalt mit der schiefen Haltung des für die winzigen Körper- sormen zu groß geratenen Kopfes, die auf dem vordesten Sessel des Ninistertisches anscheinend völlig teilnahmlos dasaß. Die Parteiführer hatten sich offenbar wunderhübsche, zündende Reden zurechtgelegt, aber Fürst Hohenlohe verdarb ihnen gänzlich das Konzept. Er wartete nicht erst ab/bis die Worthiebe auf ihn herniedersausten, sondern nahm sofort als erster das Wort, um die kurze Erklärung abzugeben, daß die Verbündeten Regierungen einem etwaigen, im Sinne des vorliegenden Antrages gefaßten Beschluß des Reichstages ihre Zustimmung geben würden, wobei er allerdings dem Bedauern über die Ablehnung der Vereinsnovelle in Preußen Ausdruck gab. Wie ein Bienenschwarm löste sich nach dieser Erklärung die kompakte Menschenmasse, die sich um den Platz des Reichskanzlers angesammelt hatte, um seine mit leiser Stimme vorgebrachten Ausführungen bester zu verstehen. Lebhaftes, teilweise sogar stürmisches Bravo von den Bänken der Linken und des Centrums lohnte ihm, während die Rechte seine Worte mit eisigem Schweigen, teilweise sogar mit Murren hinnahm. Wie ein Orkan fluteten die Schallwellen der Privatunterhaltung durch das Haus, die Ausführungen des ersten Redners geradezu erstickend, und nur schwer und ganz allmählich gelang es dem Präsidenten, dem Antragsteller Bassermann (nl.) Gehör zu verschaffen. Die Vermutung des Kanzlers, seine Erklärung werde zur Abkürzung der Debatte beitragen, ging durchaus in Erfüllung. Die großen Redner blieben ungehalten, und die Redner beschränkten sich zumeist auf verhältnismäßig kurze Darlegungen. Bassermann (nl.), Dr. Bachem (C), Rückert (fr. Vgg.) und Werner (Antis) sprachen dem Kanzler den Dank ihrer Partei für sein Entgegenkommen aus und gaben zugleich der Genugthuung Ausdruck, daß diese konfliktbergende, aufgebauschte Frage noch im letzten Augenblick eine befriedigende Lösung gesunden habe. Alle diese Redner waren darin einig, daß die Regierung durch diese Entscheidung nur an Ansehen gewinnen könne und daß der Kampf gegen die Sozialdemokratie dadurch erleichtert werden würde. Wesentlich nüchterner faßte Abg Richter (fr. Vpt.) die Situation aus; er erklärte die Zustimmung der Regierung einfach für selbstverständlich und ließ seine Ausführungen in den Satz ausklingen: Es werde höchste Zeit! Besonderes Jntereffe mußte natürlich die Stellungnahme der beiden äußersten Flügel des Reichstages erregen. Für die Sozialdemokraten sprach Abg. Singer. Natürlich nahm er für den Antrag Stellung, aber aus seinen Ausführungen klang es doch wie ein unbestimmtes Bedauern, wie eine leise Wehmut darüber heraus, daß mit dem heutigen Tage wieder ein schöner Agitationsstoff verloren gegangen ist. Unter anderen Umständen würde natürlich der Satz: „Dec Kanzler hat sein Wort gebrochen" eine stehende Redensart in allen Parteizeitungen vom 1. Januar ;ab, geworden sein. Singer polemisierte auch mit großer Lebhaftigkeit gegen die bürgerlichen Redner, die so thäten, als ob der Reichstag dem Kanzler, oder dem Bundesrat einen besonderen Dank für ihre Entscheidung schuldig sei; diese wäre vielmehr ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit gewesen. Die Rechte machte nicht mit. Von feiten der Abgg, v Levetzow (k.) und Frhr. v. Stumm (Rp.) fielen scharfe Worte des Bedauerns darüber, daß die Regierung in diesem Punkte nach gegeben habe ; das Dort des Reichskanzlers hielten sie durch die (Einbringung dec gescheiterten Vereinsnovelle im preußischen Abgeordnetenhaus für eingelöst. Sie glauben, daß das Ansehen der Regierung geschwächt werden wird, daß das der erste Schritt zur weiteren Lahmlegung de» vhnehin durchaus unzureichenden Machtmittel der Regierung fei und daß die Sozialdemokraten allein den Vorteil davon haben werden, was Dr. Bachem nachher in einer zweiten Rede nachdrücklich bestritt, indem er es für die allein richtige Taktik erklärte, den Sozialisten solchen berechtigten Agitationsstoff, wie diesen und das Zuchthausgesetz, durch völlige Beseitigung möglichst schnell aus der Hand zu winden. Gegenüber den Angriffen von der rechten Seite auf die Regierung, gab Graf Posadowsky das Verbindungsverbot mit verblüffender Offenheit völlig preis. Er erklärte es rund heraus als innerlich völlig überlebt, und eine kluge Regierung thue gut daran, etwas nicht länger zu konservieren, was politisch und moralisch nicht länger zu konservieren sei. Einer solchen ungewöhnlichen Sprache vom Regierungstische gegenüber, war der Standpunkt der Gegner des Antrages natürlich sehr erschwert. Bei der sofort vorgenommenen 2. Lesung stimmten nur die beiden konservativen Parteien, aber auch noch mit einzelnen Ausnahmen, gegen den Antrag, deffen erste Lesung bereits morgen stattfindet. Rrrl Ein anderes Bild I Wie Spreu vor dem Winde zerstoben die Volksvertreter nach der Abstimmung in die behaglichen Gefilde der Restauration, einen ganz kleinen Kreis zurücklaffend, der sich über die Vorzüge ober Nachteile eines Reichsberggesetzes nach dem sozialdemokratischen Jnitiatioanttage unterhält. Abg. Horn (Soz.) legt eine große Zahl von angeblichen Mißständen im Bergwesen dar und forderte schnelle Abhilfe durch ein Reichsgesetz. Diesem Wunsche schlossen sich Rickert (frs. Vgg.) und Letocha (Centt.) an, während Frhr. v. Stumm und Dr. Arendt (Rp.) sowie Dr. Derlei (kons.) dem lebhaft widersprachen, da für ein (Eingreifen in die Berghoheit der Einzelstaaten nicht die geringste Veranlaffung vorliege. Deutsches Keich. Berlin, 6. Dezember. Der Kaiser hörte gestern nachmittag den Vortrag des Chefs des Jngenieurkorps, Generalleutnant Frhrn. v. d. Goltz, nahm heute vormittag um 9 Uhr den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lukanus entgegen und hörte später den Vortrag des Hausministers v. Wedel. — Ter Kaiser ist heute gegen 11% Uhr beim Staatssekretär Grafen v. Bülow vorgefahren und verweilte dort längere Zeit. — Dem Bundesrat ist der Entwurf einer Verordnung zugegangen über Beschränkung der Einfuhr wegen Pestgefahr. Auf der Tagesordnung der morgigen Plenarsitzung steht außer dieser Verordnung und der Novelle zum Postgesetz auch die Resolution, betreffend die Entschädigung von solchen Personen, welche mit Unrecht Untersuchungshaft zu erleiden hatten. — Durch die Ernennung des Geh. Oberregierungsrats Conrad zum Regierungspräsidenten in Bromberg ist das Mandat zum Abgeordnetenhause, welches derselbe für den Wahlkreis Flatow-Konitz inne hatte, erloschen. Infolgedessen muß in diesem Wahlkreis eine Reuwahl stattfinden. — Die Botschaft des Präsidenten Mac Kinley ^enthält bekanntlich einen Vorschlag an den amerikanischen Kongreß, Deutschland zur Ernennung einer gemeinsamen Kommission von Fachleuten einzuladen, die eine Untersuchung über die Erzeugung und Ausfuhr von Lebensmitteln in beiden Ländern anstellen sollen. Wie das „Berl. Tgbl." erfährt, steht man in hiesigen maßgebenden politischen Kreisen dem Vorschlag Mac Kinleys sympathisch gegenüber, wartet jedoch einstweilen die Entscheidung des amerikanischen Kongresses ab. — Die „Rordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß die zum 1. Dezember bekannt gegebene Einführung direkter Eilguttarife für frisches Fleisch in vollen Wagenladungen von Rumänien nach Berlin von der geschäftsführenden Verwaltung des deutsch-rumänischen Eisenbahnverbandes, der Königlichen Eisenbahndirektion in Breslau, einstweilen wieder rückgängig gemacht worden ist. Der Grund hierfür sei aber nicht in einer Anweisung der preußischen Regierung, sondern in dem Umstande zu suchen, daß bei Angabe der in diesen Tarifen anzunehmenden Frachtanteile der österreichischen Bahnen Irrtümer untergelaufen sind, die unwillkürlich der Berichtigang bedürfen. Wilhelmshaven, 6. Dezember. Prinz Heinrich hat auf der „Deutschland" die Heimreise angetreten und trifft am 4. März n. I. in Kiel ein. Anstand. Wien, 6. Dezember. Nachdem Graf Clary bisher keine Audienz beim Kaiser gehabt und auch kein Ministerrat stattgefunden hat, wird die Situation als gebessert betrachtet. — Die Gerüchte von einer Ministerkrise werden von den Regierungsblättern dementiert. Graf Clary wird, wie man versichert, seine Bemühungen, eine Verständigung zu erzielen, nicht aufgeben, sondern nochmals mit den Führern der einzelnen Parteien konferieren. Prag, 6. Dezember. Dr. Engel beabsichtigt wegen der zu erwartenden scharfen Obstruktion des Jungtschechenklubs sein Amt als Obmann niederzulegen. Petersburg, 6. Dezember. Gras Leo Polsta ist ernstlich an Gallenkolik erkrankt und war seit Sonntag abend bewußtlos. Gestern kehrte das Bewußtsein zurück. Die Aerzte hoffen auf Besserung. London, 6. Dezember. Die Botschaft des Präsidenten Mac Kinley hat in hiesigen politischen Kreisen Verstimmung hervorgerufen, da dieselbe gegen die Chamberlain'sche Politik gerichtet ist. Man ist allgemein der Ansicht, daß Chamberlain ausgespielt habe. Konstantinopel, 6. Dezember. Die wegen der Unterzeichnung der Sympathieadresse für England verhafteten sieben Türken wurden gestern freigelassen infolge des energischen Protestes des englischen Botschafters. * Vom Kriegsschauplatz. Eins scheint sich nicht zu bestätigen, daß die Buren auf ihrem Rückzüge erst bei Spytfontein Halt gemacht haben, wie englische Telegramme gleich nach der Schlacht berichteten. Später hieß es, sie hätten in der Nähe des Flusses ein befestigtes Lager bezogen. Das kommt offenbar der Wahrheit am nächsten, wie folgende Nachricht zeigt: London, 6. Dezember. „Daily Telegraph" berichtet unter dem 30. v. Mts. vom Modder-River: Die Bure» haben sechs Meilen nördlich des Flusses eine starke Stellung auf einem Bergrücken inne. Die Lancier- kamen heute mit ihnen in Berührung. Sechs englische Meilen sind etwa 1% Stunden. Weit also haben die Buren sich nicht rückwärts kon- zentriert, um Lord Methuen, wenn er endlich vorrückt, von neuem zu begrüßen, ja ihn in seinen Operationen am Modderfiusse, namentlich an der Ueberbrückung desselben zu hindern, da die modernen Geschütze weit genug tragen. Während wir dies schreiben, erreicht uns folgendes Telegramm unseres Londoner Berichterstatters: London, 6. Dezember. Lord Methuen steht, notdürftig verschanzt, südlich vom Modderflutz, wo ihm Prinloo diesseits, Jacobsdaal in der Flanke und Delarey im Süden bedroht. Hiernach wäre also der Uebergang über betr Modder thatsächlich noch nicht erzwungen! Kleinere Abteilungen der Armee Methmns können ja wohl den Fluß überschritten haben, das Gros derselben bedarf aber hierzu eines sicheren NebergangeS, der schwerlich scho» geschaffen ist, zumal da Methuen vollständig eingeschlossen und von der rückwärtigen Verbindung mit de Aar und Kapstadt abgeschnitten zu sein scheint. Daraus erklärt es sich auch, daß amtliche englische Depeschen über die Lage am Modderflusse nicht ausgegeben werden, unk man auf Meldungen aus burischer Quelle über Lourenyo Marques angewiesen ist. Man weiß in London nichts und hat daher auch nichts zu verschweigen. Was dem Publikum vorgesetzt wird, sind Brocken, die kein Spatz aufhebt, wie die lächerliche Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Kapstadt, die Buren (welche denn?) gäben jetzt selbst zu, an Oranjeflusse schwere Verluste erlitten zu haben, sowie die folgende: London, 6. Dezember. Eine amtliche Drahtnachricht aus Kapstadt unterm 5. d. M. besagt: Lord Methuen hat hierher berichtet, daß die Verluste der Buren i» der Schlacht am Modderflusse größer als die der Engländer gewesen seien; auch sei die moralische Haltung der Buren sehr erschüttert. Woher weiß denn Lord Methuen dies, und wann har er es berichtet? Nein, die Buren können mit den bis jetzt erzielten Erfolgen wohl zufrieden sein, sie haben in Mafe- king, in Kimberley, am Modderfluß und in Ladysmith mehr oder weniger starke britische Abteilungen durch Einschließung gebunden, sie haben den Engländern schon in den vorbereitenden Operationen des Feldzuges einen Verlust von mindestens 3500 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen beigebracht, und sie haben, was die Hauptsache ist, dem Gegner durch ihre geschickte Taktik einen ihnen günstigen Feldzugsplan aufgezwungen und ihn zu einer Zersplitterung seiner Kräfte veranlaßt, die auch heute noch den endlichen Ausgang in Frage stellt. Was speziell die Stellung der Buren am Modder River betrifft, so wird dem „Bureau Laffan" von dort unterm 30. November telegraphirt: Die nach und nach zurückkehrenden Einwohner versichern, daß, als General Cronje vor Kimberley erschien, er sofort die Ansicht aussprach, daß die Modder River-Position zu einer absolut uneinnehmbaren gemacht werden könnte. Derselben M»- sicht waren auch seine deutschen Berater. Infolge dessen befahl die Transvaal-Regierung, Verschanzungen zu errichten. An der Befestigung dieser wurde noch bis zum Abend vor Methuens Angriff gearbeitet. Nachdem Duplessis, mit de» Freistaattruppen auf dem Rückzug von Belmont begriffen, zu den bereits in Modder River befindlichen Burghertruppen stieß, erklärte Cronje, er habe volles Ver- trauen in die Verschanzungen; wenn er i» diesen den Engländern nicht drei Wochen lang standhalten könne, würde er nach Hause gehen. Um die Buren aus ihren Stellungen herauSzudrüngeu, dazu gehören bedeutendere Streitkräfte, als sie den englischen Generalen im Osten und Westen zur Verfügung stehen. Hätte z. B. General Methuen über 5—6000 Mann mehr verfügt, dann konnte er westlich von Jacobsdaal den Uebergang über den Rietfluß erzwingen und die Buren aufrollen. Also man kommt immer wieder darauf zurück, daß die englischen Streitkräfte ungenügend sind und es noch bis Neujahr bleiben werden, denn die ganze 4. Division schwimmt noch auf hoher See, und wie lange wird es dauern, bis die 7. Division, die, wie aus Aldershot gemeldet wird, wahr- scheinlich für Südafrika gebildet werden soll, reisefertig ist! Daß übrigens General Methuen über einen Pontontrain nicht verfügt, ist in englischen Blättern zu lesen. Man kann sich je länger je mehr der Wahrnehmung nicht verschließen, daß die ganzen Dispositionen des englischen Oberbefehlshabers, der dabei jedenfalls einem Druck aus London gehorcht, den Stempel der Nervosität tragen. Man braucht in England Siege um jeden Preis, daher auch die sehr fragwürdigen bisherigen Erfolge, die nur mit außergewöhnlich schweren Opfern erkauft und unter völliger Außerachtlassung der Grundregeln der Strategie errungen werden konnten. Hätten die Engländer cs mit einem aus regulären Truppen bestehenden, gleichwertigen und gut geführten Gegner zu thun, dann würde längst, wie einst im trojanischen Kriege der „Kampf um die Schiffe" entbrannt sein. Das Transportschiff „JSmore" ist gesunken. Damit sind 230 Pferde, einige Geschütze, zahlreiche Ambulanzwagen und andere Wagen mit Lazarettmaterial verloren gegangen. Die-Uebertritte der Holländer in der Kap- kolonie zu den Buren mehren sich. Der Brüffeler „Soir" veröffentlicht einen Brief aus Prätoria, wonach der Aufstand der Holländer im Norden der Kapkolonie als |;e auf JÄä SM«1 ®.eI! beläuft stch $ te, flusse -n bttky werb' SB-flS 2abÄ« bemerkenswerten j auS > E ehrt hant naO MbemTrEt» ÄnüWO«; __ Wie berichtet hohe« Konten und B" Die „Sumatra |i ®'* mittags 12 BiM ». D-zcml «nertemng Trat Macht 60« e«glt|i eMch«, Mititta trA\trO)tn üAu.K. Dezember. Meldungen aus 3000 britische Ge Hafenstädten gebrach Lroße Verluste s( wird die Lage alt Köln, 6. Dezem stadt zugegangener V versichert, die britisch unverständlicher n Rückwirkung auf fl &rbtbattg ftefye tu joßttnna btS Sfufl tat in erlassene We der Plan der Republiken W und tt'mbeüry gr FriedenrvvrMge zu m abtrrtungen, Verzichtlei Ersatz der Kriegslasten nähme zu rechnen haben, sten getrieben und »u einem allgem Bureubevöllerung Telegramme i Laudon, 7. Dezen W- daß Ladysmith s Die letzten Meldung?' Bevolterung ist über Aufregung. Es beftä Generals Gatacr London, 7. Dezem ...... f0,9* «4 »ii|* T ks ■™9 »lasen. ftJM k-lS-ld,» L? ’* «•»• m $iht* ltl9 »Set de» । '»Jtoungcni ?L'b-° Sebarf sch,, «■**• tilgt. ®“tabw9 „it W Ditau ■ WM M 'Vtrbtn' unk le über ÖourencB °"°°u nichts unb .'was dem Pubij- Spatz aufhebt. ben Areaus aus n jetzt selbst zu, W haben, sowie c Dwhtnachricht bard 3iltt^uex der Buren in •P^tt alibit « b\t 6/ unb wann Hal i mit den bis jetzt : haben in Mase- n Ladysmith mehr irch Einschließung hon in den vor- inen Verlust box rundeten und Ge- die Hauptsache ist, en tyntn günftigex itr StrfpHttemg noch den end- n am Mvbbrr ■a’ftau“ bvn bett e nach unb nach als General Cronje cht aussprach, daß er absolut un- Derselben i Wochen lang h Hause gehe". i herauszudrängen, s sie den englische" Letsügung fiehen. 6000 Mann mehr obSdoal den Ueber- ie Auren ausrollen. f daß die und es noch, W Dibisionschwmmt itb es bauern, M llieldet wird, * [oll, reisefertig 'Ü, ch»>, ■»" S- -M,S S>“wial js^ vollendete Tatsache bezeichnet wird. Krüger rechnet auf die Einreihung von 20,000 Kap Holländern in das Burenheer. Labuschagne, ein Mitglied des Parlaments von Natal, wurde auf seiner Farm bei Colenso verhaftet, weil er im Verdacht steht, den Buren geholfen zu haben. Er ist unter militärischer Eskorte nach Pietermaritzburg gebracht worden. Im Bezirke von Colesberg (Kapkolonie) sind verschiedene Personen wegen Verrats verhaftet worden. In Colesberg wurden die Buren von holl ändi sch en Mädchen begrüßt, welche gelbe Rosenblätter vor die Pferde der Buren warfen und riefen: „Erschießt die Engländer, erschießt jeder zwanzig!" ♦ ♦ • London, 6. Dezember. Nach einer „Times"-Meldung beläuft sich der Verlust der Buren am Mobb er - flusse auf 150Tote und 100 Verwundete. „Daily Mail" zufolge werde die Ankunft des Generals Methuen in Kimberley sicher noch in dieser Woche erfolgen. Ein großes Aufklärungskorps werde heute vom Modderflusie aufbrechen. Der Rest der Kolonne warte, bis die Brücke hergestellt sein werde, und schwere Geschütze, sowie Lebensmittel für die Belagerten angekommen sein werden. — Am Sonntage fand ebenfalls ein Bombardement Ladysmiths statt, wobei die Buren ein neues, in Position gebrachtes, schweres Geschütz benutzten, ohne jedoch bemerkenswerten Schaden anzurichten. Der durch seinen Rückzug aus Dundee bekannte General Aule, der Nachfolger des gefallenen Generals Symons im Kommando, kehrt krank nach England zurück. Die Pferde, welche mit dem Transportschiff „Jsmore" untergingen, waren zumeist mit 2000 Mk. pro Stück versichert. — Wie berichtet wird, haben die Buren die Anhöhen zwischen Ladysmith und Colenso mit Re- donten und Brustwehren stark verschanzt.— Die „Sumatra" ist mit den ersten Verwundeten heute mittags 12 Uhr hier eingetroffen. Brüssel, 6. Dezember. Nach der nunmehr erfolgten Anerkennung Transvaals als krieg führen de Macht von englischer Seite, sind mehrere Staaten entschlossen, Militärattaches zur Armee der Buren zu entsenden. Köln, 6. Dezember. Die „Köln. Ztg." teilt mit: Privatmeldungen aus Prätoria berichten, daß dort bereits 3000 britische Gefangene verweilen. Die nach den Hafenstädten gebrachte Zahl der Verwundeten lasse auf große Verluste schließen. In englischen Kreisen wird die Lage als sehr ernst angesehen. Köln, 6. Dezember. Ein der „Köln. Ztg." aus Kapstadt zugegangener Bericht, der vom 15. November datiert ist, versichert, die britische Kriegssührung werde immer unverständlicher und äußere bereits bedenkliche Rückwirkung auf ganz Südafrika. Eine allgemeine Grhebuug ftehe nahe bevor. Es verlautet, die Ver- zögerung des Aufstandes sei auf eine von Prä- toria erlassene Weisung zurückznführen. Es heißt, der Plan der Republiken gehe dahin, sobald Mafeking, Lady, smith und Kimberley gefallen, was nahe bevorstehe, England Friedensvorschlage zu machen, welche jedoch, da große Gebietsabtretungen, Verzichtleistung auf alle Suzeränitätsansprüche, Ersatz der Kriegskosten in Aussicht genommen, auf keine Au- nähme zu rechnen haben. Der Kampf solle zum Aeußer- sten getrieben und von Prätoria aus das Zeichen zu einem allgemeinen Aufstande der ganzen Burenbevölkerung gegeben werden. * * * Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger". London, 7. Dezember. Im Publikum ist man überzeugt, daß Ladysmith sich nicht mehr lange zu halten vermag. Die letzten Meldungen von dort sind 8 Tage alt. Die Bevölkerung ist über das amtliche Stillschweigen in großer Aufregung. Es bestätigt sich, daß auch die Brigade des Generals Gatacre außer Thätigkeit ist. London, 7. Dezember. Nach besten Informationen wird Lord Salisbury noch in dieser Woche die Leitung der Geschäfte wieder übernehmen. Es wird jetzt behauptet, daß Lord Salisbury die Auslassungen Chamberlains, die in Europa und Amerika allgemeine Mißbilligung erfahren haben, durch eine Erklärung wieder gut zu machen suchen werde, welche besonders dadurch als notwendig erachtet werde, weil diese Rede nur den Erfolg hatte, die Sympathien für die Buren zu vergrößern. Loudon, 7. Dezember. Der „Standard" stellt fest, daß ein einziges Gefecht mit den Buren den Eng. ländern mehr Leute koste, als ein ganzer Feldzug in Egypten oder Indien. London, 7. Dezember. Die heutigen Morgenblätter drücken sich weniger optimistisch über die Kriegs-Aktionen aus. Das vollständige Ausbleiben der Nachrichten steigert die allgemeine Unruhe. Es werden Befürchtungen laut über das Schicksal der Brigaden der Generäle Clery und Methuen. Loudon, 7. Dezember. Es bestätigt sich, daß die Hilfs- quelle» der Engländer an Truppen vollständig erschöpft find. Es find keine regulären Truppen mehr vorhanden, welche nach Südafrika gesandt werden könnten. Gerüchtsweise verlautet, das Kriegsamt werde nunmehr eine Brigade aus Miliztruppe« bilden, und dem General Buller, falls er wieder Hiifstruppen verlangt, zusenden zu können. Es wird versichert, daß die Regierung zu diesem Mittel nur im äußersten Notfälle schreiten werde. Die Mobilifierung einer Miliz- Brigade würde als ein nationales Unglück aufgefaßt werden. London, 7. Dezember. Ein Telegramm aus Ladysmith berichtet, daß die Buren sich neuerdings kon- zentriert haben. Loudon, 7. Dezember. „Daily Mail" berichtet aus Kimberley, daß die Buren großen Wert darau legen. Steil Rhodes gefangen zu nehmen, um ihn dann in einem eisern en Käfig auf den öffent- I pa ■&af Konfektion, Weihnächte-Ausverkauf. Anfertigung nach Mass, letzten Zeit hervorgerufene Gefühl, daß nicht alle vor dem Gesetze gleich behandelt würden, durchdringe weite Volkskreise. Nur eine gesunde, innere soziale und freiheitliche Politik schaffe die Grundlage zu einer gesunden und starken äußeren Politik, beide sollten alle diejenigen treiben, die an die Zukunft Deutschlands glauben. (Beifall.) Da sich außer Herrn v. Gerlach niemand zum Worte meldete, konnte nach kurzem Schlußwort des Vortragenden, in welchem die hauptsächlich in Gießen in Betracht kommenden Parteien behandelt wurden, die Versammlung kurz vor 11 Uhr geschloffen werden. ** Stadttheater. Zu der morgen Freitag statt« findenden Erstaufführung des Volksschauspieles „Zurück", welche bekanntlich zum besten einer Cristbescherung für hiesige arme Kinder bestimmt ist, wird noch bemerkt, daß dieselbe außer Abonnement gegeben wird. Die Eintrittspreise sind jedoch wie folgt ermäßigt: Loge 2 Mk., Sperrsitz 1 Mk. 50 Pfg., 1. Parkett und Estrade 1 Mk., 2. Patkett 50 Pfg, Gallerie 30 Pfg. und find Billcts zu diesen Preisen im Vorverkauf bei Herrn Challier erhältlich. An der Abendkasse erhöht sich der Preis der Plätze um 20 Pfg. pro Billet, ausgenommen Gallerie, welche abends 40 Pfg. kostet. Passepartouts haben ausnahmsweise keine Giltigkeit. — Nächste Woche wird Frau Auguste Prasch- Grevenberg ein einmaliges Gastspiel als „Zaza" absolvieren, worauf schon jetzt aufmerksam gemacht wird. „Zaza" gelangte mit Auguste Prasch-Grevenberg in der Titelrolle am Berliner Theater Über 100mal in letzter Saison zur Aufführung. Am gestrigen Mittwoch, nachmittag-, machte ein Teil der Schüler der Gewerbeschule einen Ausflug nach dem „Abendstern", um den Lahnkalk- und Marmorwerken des Herr Gabriel einen Besuch abzustatten. Herr Gabriel empfing in äußerst liebenswürdiger Weise den Besuch und erläuterte beim Rundgang auf dem Werke in eingehender Form die vielseitigen und umfangreichen Einrichtungen des ganzen Werkes; es wurde denn auch Herrn Gabriel allseitig der herzlichste Dank für das Gesehene und Gehörte, sowie sür den gütigen Empfang, dargebracht. Der Grundsatz: „Der Weg des Lehrens ist lang; derjenige der Anschauung aber kurz", zeigte sich auch bei diesem AuSfluge als der richtige. ** Landtag. Zu der Meldung der „N. Hess. Volksbl. i über den Termin der Eröffnung des neuen hessischen Landtags verlautet der „Frkf. Ztg." zufolge von kompetenter Seite, daß hierüber noch nichts feststeht. Es ist noch nicht entschieden, ob der neue Landtag überhaupt noch im laufenden Jahre einberufen wird. Sollte es aber geschehen, so wird die Einberufung allerdings nicht vor dem 19. Dezember erfolgen. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold'.' Berlin, 7. Dezember. Wie die „Volkszeitung" hört, hatte der Reichskanzler Für st Hohenlohe seine Demission in Aussicht gestellt, für den Fall, daß er nicht in die Lage versetzt würde, die gestrige Erklärung wegen der Anf- hebungdesVerbindungsverbotes abgeben zu können. Berlin, 7. Dezember. Mit dem heutigen Tage werden die Plenarsitzungen des Reichstages für diese Woche eingestellt, zumal morgen katholischer Feiertag ist. Am Montag den 11. ds. wird die erste Beratung des Etats beginnen. Wien, 7. Dezember. In parlamentarischen Kreisen wird bestätigt, daß die Situation sich weniger kritisch zu gestalten beginnt, weshalb Dr. Engel die Stelle als Obmann nicht niederlegen wird. Die Verständigungs-Aktion soll nach Neujahr mit Aussicht auf Erfolg wieder ausgenommen werden. Graz, 7. Dezember. Die hiesige Bürgerstraße wurde in Bismarck st raße umgetauft. Rom, 7. Dezember. Dr. Lapponi versichert, daß der Papst lediglich von einem leichten Hustenanfall befallen worden sei. In etwa drei Tagen dürfte der Papst indes wieder vollständig hergestellt sein. * Rom, 7. Dez. Das italienische Geschwader wird in dem nächsten Monat in einem französischen Mittelmeerhafen einen Gegenbesuch für den letzten Besuch der französischen Flotte in Sardinien abstatten. Brüssel, 7. Dezember. Dem „Soir" zufolge wird die belgische Regierung demnächst einen Kredit im Betrage von 2 400 000 Francs zur Vergrößerung des Patronen- Proviants, der Umbildung der Artillerie, und der Einführung eines neuen Ordonnanz-Revol- vers von der Kammer verlangen. (Und das Alles nach der — Friedenskonferenz!) Paris, 7. Dezember. In der gestrigen Sitzung des Sozialisten-Kongresses wurde gegen die Stimmen der Regierungsfreunde, und obgleich 30 Redner eingeschrieben waren, beschlossen, die Debatte über die Teilnahme der Sozialisten an der Ausübung öffentlicher Gewalten zu schließen. Dies wird als eine neue Niederlage Millerands angesehen. Man ging alsdann zur Debatte über den allgemeinen Ausstand über. Die Abstimmung hierüber ist noch nicht erfolgt. Die allgemeine Ansicht geht dahin, das Resultat des Kongresses werde sein: Ausscheiden Millerands aus dem Kabinett und ein allgemeiner Ausstand. Lokales und Provinzielles. Gießen, 7. Dezember 1899. ** Handelskammerwahl. Bei der heute stattgefundenen Ergänzungswahl der Mitglieder Großh. Handelskammer Gießen wurden die Herren A. Katz mit 102, Ernst Balser | mit 98 und C. W. Nowack mit 87 Stimmen gewählt. | Die Herren Krumm und Friedberger erhielten je 16 Stimmen. *• lieber Flottenfrage und innere Politik sprach gestern abend in Steins Saal vor nicht besonders zahlreicher, von nationalsozialer Seite einberufener Versammlung Herr Redakteur H. v. Gerlach-Berlin. Nachdem Redner dargelegt, daß die frühere Agitation gegen eine Flottenverstärkung einer ruhigeren Erwägung der Frage sogar in den linksstehenden Parteien Platz gemacht, unterbreitete er der Versammlung feine Ansichten über die Frage: Warum Deutschland nicht bleiben könne, was es ist, sondern was es werden wolle. Besonders aus dem Verhalten Englands, in politischer wie in wirtschaftlicher Beziehung mit der ihm eigenen Rücksichtslosigkeit Deutschland den Rang streitig machen zu wollen, müsse Deutschland die Konsequenzen ziehen: stark zu fein gegen etwaige Ueber- griffe Englands. Englands Macht im Auslande beruhe nur auf seinem Prestige, dasselbe erhalte aber einen Stoß durch die gegenwärtigen Kämpfe in Transvaal, mögen dieselben ausfallen wie sie wollen. Wenn es einmal mit Englands Macht zu Ende gehe, dann werde die Antwort auf die Frage: Wer tritt in das Erbe? doch nur lauten können: Derjenige, der die stärkste Seemacht hat. Die erfreuliche Entwicklung, welche deutsche Arbeit und deutsche Kultur im Auslande genommen, nütze nichts, wenn wir sie nicht schützen können; in Europa kann sich Deutschland mit feiner um jährlich rund 800000 Seelen zunehmenden Bevölkerung nicht ausdehnen, es muß über See gehen; ein gewaltiger Bestandteil deutschen Eigentums liegt, wie Redner durch Zahlen nachwies, schon heute auf der See; auch in Bezug auf seinen Bedarf an Lebensrnitteln ist Deutschland aufs Ausland angewiesen, der aus diesem Grunde zunehmende Handel erfordere aber starken Schutz. Redner legte noch weitere Gesichtspunkte dar, aus denen sich eine Flottenverstärkung rechtfertigt, und kam dann auf die Kosten, die uns aus einer solchen entstehen, zu sprechen. Hierzu erklärte Redner, daß die Begeisterung für eine starke Flotte dadurch beeinträchtigt wurde, daß man die Beantwortung der Frage: Wie sollen die Kosten gedeckt werden, als nebensächlich betrachtete. Er müsse es verurteilen, daß die Kosten infolge des Systems der indirekten Steuern auf die Schultern der Minderbemittelten gelegt, durch eine Anleihe ober gar durch Erhöhung der Getreidezölle beschafft werden; Deutschland sei auch ohne Anleihe in der Lage, die Flottenkosten zu tragen; man solle nur an eine Reichs-Einkommen-, eine Reichs-Vermögens-, vor allem aber an eine Reichs-Erbschaftssteuer denken; besonders die letztere werde die Flottenvorlage volkstümlich machen. DaS Vertrauen in die Vorlage könne aber auch nicht gehoben werden, wenn die Flotte nur dazu bestimmt sein soll, Kolonialbesitz zu schaffen und ihn dann so gut wie umsonst den Spekulanten zu überlassen (Kamerun); die Erträgnisse der Kolonien sollten vielmehr der Gesamtheit zugute kommen (Kiautschou). Wolle die Negierung überhaupt für die Flottenvorlage Begeisterung entfachen, so solle sie sich in erster Linie bei dem Volke beliebt machen, darin fei leider manches versäumt worden. Die Zuchthausvorlage insbesondere, die zu Tage tretende Unlust zu sozialpolitischen Reformen, wie Arbeiterschutz, Arbeiterstatistik, Regelung der Wohnungsfrage und das Unberücksichtigtlassen einer ganzen Reihe berechtigter Forderungen vermehrten nur die Zahl der Sozialdemokraten und die Gegner der Flottenpolitik. Auch das besonders durch Vorgänge und Prozesse in der ichen Plätzen von Prätoria ansznstelle«. London, 7. Dezember. Die „Times" meldet aus Lady ,mith vom 28. November. Die Besatzung wurde heute morgen durch die Nachricht vom Heranrücken einer Entsatz Armee in große Aufregung versetzt. Es ist hohe Zeit, daß Entsatz kommt. Die Buren haben ein drittes chwereS Geschütz in einer Entf ernun g von 5000 Yards aufgefahren und treffen die Eng- ; änber an ben verwunbbarsten Punkten. Die Giessen Kirchtnplatt 11, gegenüber der Stadtkirch,. Munbvorräte werben bereits knapp und eS teilen sich Krankheiten ein. London, 7. Dezember. An Bord des gestern hier eingetroffenen Dampfers „Sumatra" befanden sich 131 Mann. Fast alle litten an der Ruhr und an Rheumatismus. Loudon, 7. Dezember. Nach einer hier eingetroffenen Meldung ist in dem Postamte der Stadt Dundee in Natal, die bekanntlich von den Buren besetzt ist, am 29. November folgende Depesche angeschlagen worden: Ladysmith ist umzingelt von Transvaal- und Freistaat- Truppen. Mafeking ist gefallen, Kimberley umzingelt und die Wasserleitung abgeschnitten. — Auch eine Depesche ans dem Hauptquartier der Buren vom 2. Dezember meldet: Heute fand ein .Kriegsrat statt, um die Frage eines Sturm-Angriffs auf Ladysmith zu erörtern. Der Staatsprokuralor ist im Lager eingetroffen, um den Kommandeuren mit Rat und Thal beizustehen. Vom Modder-River wird dem Bureau Reuter vom 3V. November telegraphiert: Die Freistaatler zeigen jetzt Kampfeslust. Es wird wahrscheinlich einen harten Kampf bei Spytsontein geben. Die Modder-Fluh - Brücke ist gänzlich zerstört. Die britischen Ingenieure stellen eine interimistische Brücke her. Der Telegraph ist bis zur Brücke gelegt, die Eisenbahn aus- gebeffert. Nach der Schlacht am Dienstag traf eine große Streitmacht der Buren vor Jacobsdal ein, mußte jedoch wieder abzieheu, da die englische 9. Brigade bereits den Fluß überschritten hatte. (Lebende Bilder) mitU*1 8244 8526 Koch. öi * Zur 04421 Steinbach, den 7. Dezember 1899. 8528 gesucht. walter Stork zu haben. 8516 8518 $tm Main. Bleichstrahe 15, II. gesucht. » 04883] Brave, kräftige Lauffrau ge- Ludwigstratze «4, I. sucht. M 0 Volksschauspiel in 5 Akten von SB- Winter frisch eingetroffcn bei 8521 in stets frischer Ware. Für Weihnachten National-Mixed pr. Pfd. 40 Pfg. Vanille-Bretzeln p. Pfd. 100Pfg. 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L lonespondenz mt der sich buchenden stanh Verstärkung, nicht auch festgelegt, daß vielmehr iährli'ch dem Beschlüsse soll. Dieser Abficht bi ganze Reihe von Zeitun auch du g her N«emchMtz deshalb, weil man ja nach zwei Jahren eine Zunächst bestreite jetzt eine Aenberun stehe, sondern baß es Sollbestanbes handle, genommen werden, r bestand des Flottrngej Was nun den von Ge Wurf betreffs der $1 vtil bie Üktfältniffe fi xit nur gemeint fein, Jahre sich als zu groß jafl dürst man aber ÜI zehen, ehe ba8 durch d< sei, und der Reichst Tempos in seiner Hai Ziel als zu groß, wc Ereignisse eintteten kö land keine große Flo Novelle fein Hinderun einfach innezuhalten. DieSusfiihrungen Mn in der Behaupt besetz nicht will, will welche sür die Verstär der gesetzlichen Festlec mnnten es nicht aufii Notwendigkeit der Fi «ebiete der auswärti, Zklehnt, so müsse das' d-»G-i Volk« n* aui*l **'« technisch- 6 welche eine sch "s ptchn-llem und o> ^itfinft der Mbtaj fleh, noch „id Sonnenstrasse 25. J. H. 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